Steckbrief - Tierschutz macht Schule

Werbung
www.tierschutzmachtschule.at
Steckbrief: Wildschwein
Fotos: oben links © Mariia Masich/Shutterstock oben rechts © Eduard
Kyslynskyy/Shutterstock
Unten links: © Eduard Kyslynskyy/Shutterstock
Vetapi/Shutterstock
unten rechts ©
Wildschwein
Lateinischer Name: Sus scrofa
Weibchen: Bache Männchen: Keiler Jungtier: Frischling
Aussehen: keilförmiger, massiger Kopf, gedrungener Körper; die
Körperhöhe nimmt zu den Hinterbeinen ab; aufrecht stehende Ohren. Das
braune bis schwarzgraue Fell ist borstig. Schnauze mit Rüsselscheibe. Das
Gehör und der Geruchssinn sind sehr gut ausgeprägt. Körperlänge: 110
bis 155 cm; Gewicht: Keiler: 50 bis 190 kg Bache: 35 bis 80 kg
Lebensraum: Besonders in feuchte Laubwälder und Laubmischwälder,
weil es dort viel Nahrung (Eicheln, etc.) gibt. Wildschweine meiden das
Hochgebirge und eine offene Landschaft ohne Deckung, ansonsten können
sie überall vorkommen.
Verbreitung in Österreich: besonders im Osten, wenig in Tirol und
Vorarlberg.
Nahrung: Allesfresser: Mit dem Rüssel wird der Erdboden umgepflügt und
alles gefressen, was oberhalb und in der Erde zu finden ist z.B. Knollen,
Wurzeln, Eicheln, junge Hasen und Mäuse, Amphibien, Reptilien, Früchte
und Samen, Insektenlarven, Gelege von bodenbrütenden Vögel und Aas.
Fortpflanzung und Zusammenleben: Mehrere weibliche Tiere bilden
zusammen mit ihren Jungen einen Familienverband, auch Rotte genannt.
Erwachsene Keiler sind Einzelgänger und treffen nur in der Paarungszeit
auf die Bachen. Wildschweine werden mit ca. 20-25 kg Körpergewicht
geschlechtsreif, d.h. bei gutem Nahrungsangebot schon im Geburtsjahr.
Die Paarung findet im November und Dezember statt. Nach einer Tragzeit
von vier Monaten kommen 1 bis 11 Frischlinge zur Welt (durchschnittlich
5,2). Zur Geburt verlässt die Bache den Familienverband und baut aus
Zweigen, Moos und Laub ein Nest, genannt Kessel. Dort hinein werden die
Frischlinge geboren. Sie werden noch drei Monate gesäugt. Das Fell der
neugeborenen Frischlinge unterscheidet sich vom Fell der erwachsenen
Wildschweine: Es ist weicher und hellgelbbraun mit Längsstreifen. Im
Herbst bekommen die Jungen das erste Winterfell, das ähnlich wie das Fell
der erwachsenen Wildschweine aussieht.
Wildschweine sind Beutetiere für Bären, Wölfe und Luchse. Füchse und
Uhus erwischen manchmal auch Frischlinge.
Besonderes Verhalten: Wildschweine können sehr gut schwimmen. Da
Wildschweine keine Schweißdrüsen haben, müssen sie sich bei wärmeren
Temperaturen im Schlamm kühlen. Nach dem Suhlen scheuern sich die
Wildschweine an Baumstämmen. Das gehört zur Hautpflege.
Da sie in landwirtschaftlichen Flächen z.B. Feldern oft viel Schaden
anrichten, werden sie intensiv bejagt. Das Wildschwein ist der Vorfahre
des Hausschweins.
Zusammenstellung des Steckbriefs: Mag. Daniela Lipka, Verein
Tierschutz macht Schule
Fachliche Betreuung: Univ. Prof. Dr. Walter Arnold, Forschungsinstitut
für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Veterinärmedizinischen
Universität Wien
Herunterladen