Schlossberg Quedlinburg

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Landmarke 9
Geopunkt 12
Schlossberg
(Känozoikum)
Kreide
Erdneuzeit
Quartär
Erdmittelalter
(Mesozoikum)
HEUTE
Quedlinburg
Die imposanten Sandsteinklippen
der Schlossberg-Klippen stellen ein
bemerkenswertes Geotop dar und
sind daher als Naturdenkmal geschützt. Die Gesteine wurden in der
Unterkreidezeit vor etwa 130 Mio.
Jahren als strandnahe Ablagerungen überwiegend marin gebildet.
Der Aufschluss liegt an der Südostflanke des Quedlinburger Sattels,
der die subherzyne Kreidemulde
in die Halberstädter Mulde im Nor-
2,6
Tertiär
65
142
den und die Blankenburger Mulde
im Süden teilt. Der Sattel ist etwa
30 km lang und wurde im Zuge
der Heraushebung des Harzes im
Kreidebecken des Nordharzvorlandes (Subherzynes Becken) gebildet
und auf die Halberstädter Mulde
überschoben. Durch die Hebung
des Sattels kamen die anstehenden
Unterkreide-Sandsteine hier an die
Erdoberfläche.
Jura
200
Trias
251
Perm
296
Der Quedlinburger Sattel (nach
Fricke 2008 und Patzelt 2003)
358
Devon
417
Silur
443
Ordovizium
495
Kambrium
545
Erdurzeit
> 4 Mrd. Jahre
Königslutter
Europäische Geoparke
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18
14
Halberstadt
Goslar
3
1
2
4
Osterode a.H.
11
1
5
16
8 Q
Quedlinbu
uedlinbu
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bu
Quedlinburg
9
13
15
6
7
Nordhausen
Natur - und Erdgeschichte
sind in der Harzregion zum
Greifen nah. Erhalt des
geologischen Erbes, Förde-
10
17
19
Sangerhausen
12
rung der Regionalentwicklung und Umweltbildung
sind spezielle Aufgaben
des Geoparks. Um die geo-
tige, mit Limonit imprägnierte Bank
eingeschaltet, die neben gut gerundeten Quarz- und Kieselschiefer-Geröllen auch kantengerundete Limonitbrocken bis zu zwei Zentimeter
Größe enthält. Seltener sind Phosphoritgerölle. Gelegentlich sind
auch undeutliche Muschelabdrücke
zu beobachten. Diese Eisenerzvorkommen wurden lagerstättenkundlich untersucht, aber ein Abbau lohnt
sich aufgrund der geringen Vorräte
nicht.
Die Unterkreidesedimente verwittern leicht und führen daher zu erheblichen Standsicherheitsproblemen am Schlossberg. Zur Sanierung
der instabilen Schichten werden
Ingenieurgeologen herangezogen
und geotechnische Methoden der
angewandten Geologie eingesetzt.
logische Vielfalt des Harzes und seiner Vorländer
zu verdeutlichen, wurde
ein flächendeckendes Netz
aus Landmarken und
Geopunkten entwickelt.
Für aktuell 19 Teilgebiete dieses Systems gibt
je ein weithin sichtbarer
oder besonders bekannter
Ort seinen Namen. Dieser
Ort ist dann zugleich Geopunkt 1 und eben die Landmarke für das ihn umgebende Gebiet. In jedem der
Teilgebiete sind neun bis
16 Geopunkte zum Besuch
Landkreis
Harz
Hier finden Sie weitere
Informationen zur
Landmarke 9 Roßtrappe
empfohlen. Sie können zu
individuellen
Georouten
verbunden werden. Es sind
Orte, an denen wir etwas
über die Entstehung unserer Kulturlandschaft erfahren können. In Faltblättern,
auf Informationstafeln und
anderen Geopark-Publikationen sind die Landmarken
und Geopunkte einheitlich
gekennzeichnet. Hier befinden wir uns in der Landmarke 9 – Roßtrappe.
Weitere Informationen:
www.harzregion.de
Konzeption und Design: DESIGN OFFICE Agentur für Kommunikation
Unterhalb der Burg und am Burgaufgang sind Sandsteine und Konglomerate aufgeschlossen. Sie fallen nach
Südsüdwesten ein. Genaues Hinschauen lässt interessante Details erkennen. Die Sandsteine sind teilweise deutlich schräggeschichtet.
Die tieferen Teile bestehen aus graugrünen Feinsandsteinen mit dünnen Tonlagen. Mittelsandsteine mit
schön ausgebildeter Beulenschichtung sind durch Stürme entstanden.
Sie werden von dünnen, sandigen
Tonlagen abgedeckt. Fossilisierte
Bauten von Lebewesen des Unterkreide-Meeres werden im Bereich
dieser Lagen durch die Materialunterschiede im Gestein sichtbar.
Im höheren Abschnitt sind braune
Farben zu erkennen, was auf Eisen
schließen läßt. Dort ist eine mäch-
Text: Dr. Friedhart Knolle; RVH
Erdaltertum
(Paläozoikum)
Karbon
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