Info-Lab. - MDZ Vorpommern

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Medizinisch Diagnostisches Zentrum
Vorpommern
Ihr Laborspezialist im Norden
Medizinisches Versorgungszentrum Stralsund GmbH
Gr.-Parower-Str. 47-53 · 18435 Stralsund
Ärztliche Leiterin Dipl. Med. U. Ohlinger
Fon 03831 – 66877-0 · Fax 03831 – 66877-85
eMail [email protected]
Web www.mdz-vorpommern.de
Info-Lab.
Juli
2012
EDITORIAL
SPÄTGESTOSEN
Sehr geehrte Partnerinnen
und Partner,
Symptome einer Spätgestose sind Hypertonie, Proteinurie, Ödeme, Präeklampsie,
Eklampsie, HELLP-Syndrom und Pfropfgestose.
ich freue mich sehr, Ihnen das neue LaborInfoblatt für den Monat Juli 2012 zusenden
zu dürfen.
Heute möchte ich Ihnen Informationen zu
dem Thema „Gestosen“ geben.
Auf weiterhin gute und konstruktive
Zusammenarbeit,
Besonders Frauen, die einer Risikogruppe
angehören, sollten entsprechend geschult
werden. Die Wahrscheinlichkeit, an einer
Gestose zu erkranken, erhöht sich für
Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft einen erhöhten Bluthochdruck aufwiesen, Diabetikerinnen, Nierenkranke,
frühe oder späte Erstgebärende oder wenn
Mehrlinge erwartet werden.
Ärztliche Leitung MDZ
■ Hypertonie
GESTOSEN - ALLGEMEIN
Ein erhöhter Blutdruck geht mit einer Engerstellung der Gefäße einher. Dies kann
eine Minderversorgung von Organsystemen, z.B. auch der Placenta, verursachen.
FRÜHGESTOSEN
Unter Emesis gravidarum versteht man
die sogenannte Morgenübelkeit. Leitsymptome sind Übelkeit und Erbrechen in den
Morgenstunden. Unabhängig von einer
Gestose sind davon circa 5-20% der
schwangeren Frauen betroffen. Am Ende
des 1. Schwangerschaftsdrittels lassen
Übelkeit und Erbrechen nach.
Hyperemesis gravidarum ist die gesteigerte Form der Morgenübelkeit. Sie tritt bei
circa 2% der Schwangeren auf. Sie zeichnet sich durch unstillbares Erbrechen aus.
Durch den dadurch bedingten Flüssigkeitsund Elektrolytverlust und einer teilweise
gestörten Leberfunktion kann die schwangere Frau ernsthaft erkranken.
AUSGABE:
EDITORIAL
GESTOSEN
- ALLGEMEIN
FRÜHGESTOSEN
SPÄTGESTOSEN
■ HYPERTONIE
Ihre Urte Ohlinger
Man unterscheidet Gestosen in Früh- und
Spätgestosen. Damit beschreibt man den
Zeitpunkt, wann in der Schwangerschaft
die Erkrankung auftritt. Bis zur 20.
Schwangerschaftswoche spricht man von
Frühgestosen, danach von Spätgestosen.
THEMEN DIESER
■ Proteinurie
Sie ist ein Zeichen einer Nierenfunktionsstörung.
■ PROTEINURIE
■ ÖDEME
■ PRÄEKLAMPSIE
■ EKLAMPSIE
■ HELLP-SYNDROM
■ Ödeme
Ödeme sind in der Schwangerschaft recht
häufig zu beobachten und treten unabhängig von einer Gestose-Erkrankung bei 80%
der Schwangeren im letzten Schwangerschaftsdrittel auf. In Kombination mit weiteren Symptomen kann es jedoch ein Hinweis auf die Ausbildung einer Gestose
sein.
■ Präeklampsie
Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch
eine Hypertonie und eine Proteinurie. Bei
einer Präeklampsie treten die Ödeme aber
zusammen mit einer Erhöhung von Blutdruck und Eiweißausscheidung auf. Nach
der Geburt klingen die akuten Beschwerden meist innerhalb von einigen wenigen
Tagen ab. In der Regel sind die Normalwerte nach 4 bis 6 Wochen wieder erreicht.
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■ Eklampsie
Eine lebensbedrohliche Komplikation der
Präeklampsie ist das Auftreten einer Eklampsie. Es liegen neurologische Störungen vor, wobei insbesondere die Gefahr
von Krampfanfällen besteht. Es kann zu
Komplikationen wie akutem Nierenversagen, Hirnödem, Thrombosen, Netzhautschäden, Blutungen und Placentainsuffizienz kommen.
Eine Eklampsie ist für Mutter und Kind
lebensbedrohlich.
■ HELLP-Syndrom
Das HELLP-Syndrom ist eine besonders
schwerwiegende Verlaufsform der Präeklampsie, einer Bluthochdruckerkrankung
in der Schwangerschaft, die durch eine
schwere Leberfunktionsstörung kompliziert
wird.
Bei einem HELLP-Syndrom tritt eine massive Störung der Gerinnung ein und die
Funktion der Leber und der Nieren ist erheblich gestört. Das HELLP-Syndrom ist
oft mit Gestosen assoziiert.
Die Abkürzung setzte sich zusammen aus:
H
EL
für Hämolyse
für erhöhte Leberwerte
englisch: elevated liver function tests
LP
für niedrige Thrombozytenzahl
englisch: lowplatelet counts
Die Hauptsymptome sind:
- heftiger Schmerz im Oberbauch
- Übelkeit/ Erbrechen
- eventuell Durchfall
Ein HELLP-Syndrom kann sich in kürzester
Zeit (1 Stunde) voll ausprägen, dann ist die
Erkrankung für die Mutter lebensgefährlich
und die Geburt muss sofort eingeleitet
werden - meist per Kaiserschnitt.
Aufschluss darüber, ob ein HELLP-Syndrom vorliegt oder nicht, geben erst Laboruntersuchungen.
Inzwischen weiß man, dass das HELLPSyndrom ohne vorherige PräeklampsieSymptome auftreten kann. Insbesondere
das Auftreten des HELLP-Syndroms vor
der 34. Schwangerschaftswoche wird eher
auf vorbestehende Erkrankungen oder
genetische Einflüsse zurückgeführt.
Das Syndrom muss sich nicht voll ausprägen. Eine nur geringradige Störung der
Blutgerinnung beziehungsweise ein erhöhter Blutdruck können durchaus behandelt
werden, ohne dass eine Geburt eingeleitet
werden muss.
Cave: Die Blutwerte müssen engmaschig kontrolliert werden.
Wird ein HELLP-Syndrom nicht rechtzeitig behandelt, können schwere Komplikationen
auftreten:
Hirnblutungen;
Lungenödeme; Blutungen in der Leber,
Leberrisse bzw. vorzeitige Ablösung der
Placenta können für Mutter und Kind
gefährlich werden und lebensbedrohlich
sein.
Labordiagnostische
Parameter
des
HELLP-Syndroms:
• Blutbildkontrolle
• Hämolyseparameter
(z.B. Kalium; LDH; Bilirubin; Retikulozyten; Haptoglobin)
• Leberwerte
• Proteinurie
(Eiweiß im Urin >300 mg/ 24 Stunden)
Impressum
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