Klausur zur Vorlesung Klinische Chemie (28.07.04

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Klausur für Studenten der Biomedizinischen Chemie
“Klinische Chemie und Pathobiochemie”
22.04.2005
Mit meiner Unterschrift erkläre ich mich prüfungsfähig.
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Leserlicher Name
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Matrikelnummer
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Unterschrift
Zur Beachtung:
Auf die mit “MC” gekennzeichneten Fragen gibt es keine Teilpunkte. Die volle Punktzahl kann nur
erreicht werden, wenn alle Teilfragen korrekt mit “richitg” oder “falsch” beantwortet wurden.
Zu erreichende Punktzahl......................100......................
Mindestpunktzahl zum Bestehen............50.......................
1. Zum Thema Ketonkörper: (5 Punkte)
a) Geben Sie die Struktur und den Namen von 3 Ketonkörpern an.
b) Bei welchem Diabetestyp werden hauptsächlich Ketonkörper gebildet?
Geben Sie dafür eine Erklärung in Stichworten!
2. Zum Thema Blutglucosebestimmung: (6 Punkte)
a) In welchem Bereich liegt der physiologische Blutzuckerspiegel?
b) Formulieren Sie die Bestimmung der Blutglucose mit Hilfe der Hexokinasemethode!
Geben Sie auch die beteiligten Enzyme und Cofaktoren an!
c) Geben Sie den Namen des Produktes der Hexokinasemethode an, dass letzendlich zur
quantitativen photometrischen Bestimmung dient!
3. Bestimmung der Triglyceride im Serum: (6 Punkte)
a) Geben Sie eine allgemeine Formel für ein Triglycerid an!
b) Für die quantitative Bestimmung von Triglyceriden im Serum stehen folgende Reagenzien zur
Verfügung:
1. Esterase
2. ATP
3. Glycerinkinase
4. Glycerin­3­phosphat­oxidase
5. Aminophenazom + 4­Chlorphenol
6. Peroxidase
Formulieren Sie die einzelnen Schritte (3 Schritte) der Bestimmungsmehtode für Triglyceride
bis zur Farbreaktion! (Chemische Reaktion der Farbreaktion nciht angeben!)
4. Zur Enzymdiagnostik: (5 Punkte)
Grundlage der Enzymdiagnostik ist die Michaelis­Menten­Gleichung
a) Skizieren Sie ein Michaelis­Menten­Diagramm für eine beliebige Enzymreaktion! Tragen Sie
bitte folgende Parameter in das Diagramm ein:
1. Geschwindigkeit v (mit Benennung der Einheit)
2. Substratkonzentration [S] (mit Bennung der Einheit)
3. Km­Wert
b) Markieren Sie in diesem Diagramm denjenigen Substratkonzentrationsbereich, den Sie
benötigen, um die Enzymaktivität eines Enzyms zu bestimmen!
5. Die Enzymdiagnostik spielt bei Leber­Galle­Erkrankungen eine große Rolle: (6 Punkte)
a) Nennen Sie das jeweils für die Diagnostik wichtigste Enzym, dass (jeweils nur eine Antwort!):
1. im Zytoplasma:
2. im Mitochondrium:
3. sowohl im Zytoplasma, als auch im Mitochondrium
4. im Gallengang
vorkommt.
b) Bei Leberschäden kommt es oft zu einer Transaminaseerhöhung. Nennen Sie 2
Transaminasen!
6. Zur Serumeiweißelektrophorese: (6 Punkte)
a) In welche 5 Franktionen werden die Plasmaproteine eingeteilt?
b) Welche beiden Fraktionen besitzen prozentual den größten Anteil?
c) Mit welcher klinisch­chemischen Methode können Sie den Gesamteiweißgehalt im Serum
bestimmen?
d) Eine chronische Entzündung führt zu einer Disproteinämie. Welche Fraktion nimmt im
Elektrophoreogramm deutlich zu, welche nimmt ab?
7. Zur Bestimmung der Enzymaktivität der ASAT (Aspartat­Amino­Tranferase): (7 Punkte)
a) Formulieren Sie eine Bestimmungsmethode für die ASAT in einem kinetisch Test!
(2 Gleichungen
b) Skizieren Sie ein Extinktions­Zeit­Diagramm, an welchem der Verlauf der Reaktion sichtbar
wird!
c) Wie müssen Sie die Substratkonzentration wählen, um eindeutig die Enzymaktivität zu
bestimmen zu können (allgemeine Antwort!)?
8. Im Verlauf einer akuten viralen Hepatitis wird bei einem Patienten neben einem
markanten Anstieg an Enzymen im Serum auch ein Anstieg des Gesamtbilirubins
diagnostiziert. (5 Punkte)
a) Aus welchen beiden Fraktionen setzt sich das Gesamtbilirubin zusammen?
b) Charakterisieren Sie die beiden Fraktionen!
c) Anhand des Enzymmusters kann eine alkoholinduzierte Hepatitis von einer viral bedingten
Hepatitis unterschieden werden. Nennen Sie das charakteristische Enzym, dass zur
Differenzierung herangezogen werden kann!
9. Immunologische Testmethoden: (5 Punkte):
Um eine virale Hepatitis B zu diagnostizieren, soll das HbS­Antigen im Serum über einen
direkten Enzymimmunoassay (EIA) nachgewiesen werden. Skizzieren Sie, wie ein solcher Test
aufgebaut sein muss und geben Sie eine Detektionsmöglichkeit an!
10.Regulation der Schilddrüsenhormone und Diagnostik: (5 Punkte)
a) Welche übergeordneten Hormone regulieren den Spiegel an Schilddrüsenhormonen?
b) Zeichnen Sie die chemischen Formel von L­Thyroxin!
c) Wie verhalten sich bei einer Hyperthyreose die Blutspiegelwerte von fT3, fT4 und TSH im
Vergleich zu Referenzwerten (steigen, fallen, unverändert)?
d) Mit welchem Test können Sie die Funktionsfähigkeit des hypothalamisch­hypophysären
Regelkreises nachprüfen?
11.HIV­Diagnostik und Real­time PCR: (4 Punkte)
a) Definieren Sie den Begriff “Viruslast”!
b) Bei der Real­time PCR wird als Auswertekriterium der Ct­Wert bestimmt. Was verstehen Sie
darunter?
12.Zur Nierendiagnostik: (5 Punkte)
Markieren Sie mit “richtig” oder “falsch”!
a) Zeichen für eine durch Diabetes verursachte Nephropatie ist das Auftauchen von
Mikroalbumine im Harn.
b) Mikroalbumine sind Abbauprodukte des Albumins.
c) Serumwerte für Harnstoff und Creatinin sind Marker für die Nierenfunktion.
d) Die Creatinin­Clearance ist ein Maß für die glomuläre Filtrationsrate.
e) Eine ermittelte Creatinin­Cearance von 100 ml/min bedeutet, dass 100 ml Plasma pro Minute
von Creatinin befreit werden.
13.Zum Thema Diabetes mellitus: (4 Punkte)
Markieren Sie mit “richtig” oder “falsch”!
a) Insulin aktiviert den Glucosetransport in die Zelle.
b) Insulin aktiviert die Glykolyse und die Fettsäuresynthese, hemmt aber die Glukoneogenese.
c) Diabetes Typ II ist gekennzeichnet durch absoluten Insulinmangel.
d) Diabetes Typ I ist bedingt durch eine Autoimmungreaktion, die eine Zerstörung der ß­Zellen
des Pankreas zur Folge hat.
14.Zum Thema Phenylketonurie: (4 Punkte)
Markieren Sie mit “richtig” oder “falsch”!
a) Bei der Phenylketonurie handelt es sich um einen genetischen Defekt der
Phenylalaninhydroxylase.
b) Aufgrund des Enzymdefektes kommt es zu einer Erhöhung der Phenylalanin­ und
Phenylbrenztraubensäurespiegel im Serum.
c) Ein Symptom der Phenylketonurie ist eine starke Erhöhung des Blutzuckerspiegels.
d) Patienten mit Phenylketonurie leiden an einer Hypothyreose, weil das Schliddrüsenhormon
Thyroxin ebenfalls vermindert gebildet wird.
15.Welche Aussagen zur PCR sind richtig, welche falsch? (6 Punkte)
a) Zur Amplifizierung eines DNA­Abschnittes benötigt man unter anderem zwei
unterschiedliche Primer.
b) Primer sind kurzkettige Peptide, die synthetisch hergestellt werden.
c) Eine Amplifizierung des gewünschten DNA­Stranges erfolgt schon im ersten PCR­Zyklus.
d) Die Amplifizierungsrate der PCR verläuft expotentiell.
e) PCR­Produkte können mittels einer Elektrophorese auf Agarose getrennt werden.
f) Das Trennverhalten bei der Elektrophorese von DNA­Fragmenten ist abhängig von der
Fragmentgröße – d.h. größere Fragmente legen eine größere Laufstrecke zurcük, als kleinere.
16.Welche Laborparameter gelten als atherogene Risikofaktoren? (MC) (4 Punkte)
Markieren Sie ihre Antwort!
a) Homocystein
b) Low­density­Lipoprotein
c) C­Peptid
d) Mikroalbumine
e) Lipoprotein a
f) High­density­Lipoprotein
17.Zum Thema Anämie: (4 Punkte)
a) Nennen Sie zwei hämatologische Parameter für die allgemeine Diagnostik von Anämien!
b) Nennen Sie zwei Erythrozytenindices zur Klassifizierung von Anämien!
18.Ein Mangel an Glucose­6­phosphat­Dehydrogenase im Erythrozyten kann zu einer
Anämie führen: (4 Punkte)
a) Um welche Art von Anämie handelt es sich in diesem Fall?
b) Markieren Sie, welche der angegebenen Laborparameter ber der unter a) angegebenen Anämie
im Serum erhöht sind!
1. Unkonjugiertes Bilirubin
2. Hämoglobin
3. Myoglobin
4. LDH­1
5. Kalium
6. Natrium
7. Gesamtcholesterol
8. C­reaktives Protein
9. Direktes Bilirubin
19.Markieren Sie die Antworten zum Thema “Microarray­Technologie (DNA­Chips)” mit
richtig oder falsch! (MC) (4 Punkte)
a) Ein DNA­Chip besteht aus einer großen Anzahl verschiedener DNA­Sonden, die auf einem
Träger aufgebracht werden.
b) DNA­Sonden sind kurzkettige Aminosäuresequenzen, die synthetische hergestellt werden
können.
c) Die DNA­Chip­Technologie beruht darauf, dass markierte komplementäre DNA­
Einzelstränge mit den Sonden hybridisieren.
d) Die DNA­Chip­Technologie kann zur Genexpressionsanalyse benutzt werden.
e) DNA­Chips können auch zur Identifizierung eines SNP eingesetzt werden.
20.Zur Diagnostik von Punktmutationen: (5 Punkte)
a) Was verstehen Sie unter RFLP?
b) Nennen Sie eine Erkrankung, die auf einer Punktmutation beruht!
c) Ordnen Sie in der richtigen Reihenfolge die einzelnen Arbeitsschritte, die zur Durchführung
einer RFLP­Analyse erforderlich sind!
1. Gelelektrophorese
2. Southern Blotting
3. Autoradiographie
4. Verdau mit Restriktionsendonucleasen z.B. Eco RI
5. Hybridisierung mit einer radioaktiv markierten Sonde
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