Gruppenprophylaxe Gruppenprophylaktische Maßnahmen richten

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Gruppenprophylaxe
Gruppenprophylaktische Maßnahmen richten sich an bestimmte Bevölkerungsgruppen vor allem in Schulen und Kindergärten.
Zu den wichtigsten Maßnahmen der Gruppenprophylaxe zählen:
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Ernährungsberatungen, hier vor allem kräftiges Kauen und die Reduzierung
des Süßwarenkonsums
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Unterweisung und praktisches Einüben der erforderlichen Mundhygiene
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Maßnahmen zur Schmelzhärtung der Zähne durch dosierte Abgabe von
Fluoridpräparaten
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zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen in Kindergärten und Schulen
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Entwicklung und Durchführung spezieller Betreuungskonzepte für Kinder
und Jugendliche mit besonders hohem Kariesrisiko (so genannte Kariesrisikogruppen)
•
Schulung von Schlüsselpersonen, z.B. Erzieher/innen und Lehrer/innen, mit
dem Ziel, sie unterstützend für den Zahnarzt tätig werden zu lassen.
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Die Aufzählung der Gruppenprophylaxemaßnahmen verdeutlicht, dass sich Gruppenprophylaxe nicht auf das Zähneputzen oder die Untersuchung der Gebisse
beschränkt, sondern weitaus mehr Faktoren beinhaltet. Gruppenprophylaxe bedeutet auch Gesundheitserziehung.
Die Vorteile der Gruppenprophylaxe im Kindergarten und in Schulen:
Die Durchführung der Gruppenprophylaxe obliegt in den meisten Bundesländern
den Arbeitsgemeinschaften für Zahngesundheit. In diesen Arbeitsgemeinschaften sind die Kreiszahnärzteschaften ebenso vertreten wie die gesetzlichen
Krankenkassen und die Gesundheitsämter.
Vor allem in Kindergärten und Schulen hat die Gruppenprophylaxe große Vorteile:
1. Dort erzielt man eine gute Breitenwirksamkeit. Durch die aufsuchende
Betreuung werden fast alle Kinder erreicht, auch die, die sonst den Weg
in eine Zahnarztpraxis selten oder kaum finden.
2. Von großer Bedeutung ist die Einbeziehung der Erzieher/innen und Lehrer/innen in die Gruppenprophylaxe. Durch spezielle Seminare wird daher
versucht, diesen Fachkräften die Bedeutung der Zahngesundheit aufzuzeigen und ihnen das nötige Fachwissen zu vermitteln. Da sie ständig viele
Kinder betreuen, können diese sozialpädagogisch ausgebildeten Personen
zu Multiplikatoren in der Gesundheitserziehung werden.
3.
Eine Gruppe kann man oft leichter ansprechen als Einzelpersonen. In jedem Kindergarten gibt es Kinder, die aufgeschlossen und kontaktfreudig
sind. Sobald man deren Neugier geweckt hat, entsteht eine entspannte
Atmosphäre, in der dann auch zurückhaltende oder ängstliche Kinder zugänglich werden können.
4. Über Kindergarten und Schule kann man die Eltern ansprechen, die sonst
nicht für Gesundheitserziehung gewonnen werden können. Leider werden
Elternabende meist gerade von solchen Eltern, die wenig Interesse für
Gesundheitserziehung haben, nicht besucht. Gelingt es jedoch, den interessierten Eltern die Bedeutung des zahngesunden Verhaltens zu vermitteln, werden auch eher skeptische Eltern mitmachen.
Diese Vorteile hat auch der Gesetzgeber erkannt, der die Gruppenprophylaxe durch den § 21 des Gesundheitsreformgesetzes festschreibt.
Unser Tipp:
Gruppenprophylaktische Maßnahmen und Maßnahmen der Individualprophylaxe
schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern verstärken sich gegenseitig und
können in ihrer Gesamtheit zu einer wesentlichen Verbesserung der
(Zahn)Gesundheit führen
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