Siegfried Kaiser

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Siegfried Kaiser
Ethisches Investment – Mein Geld für die nachhaltige
Entwicklung?
Eine Methodik des Vergleichs ethischer
Investments durch den Anleger
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Ethisches Investment – Mein Geld für die nachhaltige Entwicklung?
Eine Methodik des Vergleichs ethischer Investments durch den Anleger
Inhalt
Einleitung der Herausgeber ................................................................................................................ 3
Das Problem: Wie lasse ich mein Geld arbeiten? ............................................................................... 4
Zur Sache: „Geld regiert die Welt!?“ ................................................................................................... 5
Unterrichtsplanung: Der Schüler als mündiger Anleger ...................................................................... 8
Unterrichtsverlauf ................................................................................................................................ 9
Literaturhinweise ............................................................................................................................... 10
Unterrichtsmaterial ............................................................................................................................ 11
M1
Unterrichtsverlauf
M2
Rollenkarten (3x)
M3
Gewichtung der Anlageziele in arbeitsgleichen Gruppen
M4
Verfahren und Kriterien für die Fondsauswahl beim ethischen Investment
M5
Gruppenaufgabe Internetrecherche
M6
Linksammlung
M7
Bewertung der Investment-Alternativen
M8
Nutzwertanalyse
Autor und Herausgeber
Siegfried Kaiser, geb. 1956, Diplom-Ökonom, Oberstudienrat an der Kaufmännischen Schule Göppingen,
seit 2006 abgeordnet an die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, Abteilung Ökonomie und
ihre Didaktik
Thomas Retzmann, geb. 1963, Dr. rer. pol., Diplom-Handelslehrer, Professor für
Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsdidaktik an der Universität Duisburg-Essen, Campus Essen
Tilman Grammes, geb. 1957, Dr. phil., M. A., Professor für Erziehungswissenschaft unter besonderer
Berücksichtigung der Didaktik sozialwissenschaftlicher Fächer/Politikdidaktik an der Universität Hamburg
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Ethisches Investment: Geht die Moral zu Lasten der Rendite?
Oder gibt es das reine Gewissen bei der Geldanlage zum Nulltarif?
Das Geldvermögen der privaten Haushalte hat sich in den letzten 10 Jahren von 2,9 Billionen € auf
4,6 Billionen € erhöht. Und es steht zu erwarten, dass diese Summe weiter kontinuierlich steigt. Ein
erheblicher Teil dieses Geldvermögens wird durch Schenkungen und Erbschaften auf jüngere
Generationen übertragen. Dadurch wird es für die „Generation der Erben“ notwendig, über Finanzanlagen zu entscheiden. Dabei ist es ihnen möglich, ethische Überlegungen zu berücksichtigen.
Dem steht gegenüber, dass »Ethisches Investment« in Deutschland ein Nischendasein führt. Aber
dieses Marktsegment wächst. Dennoch ist das Marketing für diese Produkte zu schwach
ausgeprägt, als dass alle potenziellen Anleger erreicht würden. Anleger, die bei der Geldanlage
neben den klassischen Kriterien (Rendite, Sicherheit, Verfügbarkeit) auch ethische Kriterien
berücksichtigen wollen, müssen allzu oft erst Alternativbanken aufsuchen oder bei ihrer Hausbank
gezielt nach ethischen Investments fragen. Dies setzt eine aktive Haltung voraus. Deshalb wird der
Unterricht im vorliegenden ethos-Baustein aus der Akteursperpektive heraus entworfen.
Dem aktiven Anleger stellen sich bei ethischen Investments eine Vielzahl von (teils spezifischen)
Fragen, auf die dieser ethos-Baustein antwortet:
•
Habe ich überhaupt Möglichkeiten, den sinnvollen Einsatz meines Geldes zu beeinflussen?
•
Mache ich mir die zusätzliche Mühe, eine wertebezogene Anlageentscheidung zu treffen?
•
Welche Anlagealternativen habe ich?
•
Stehen mir alle erforderlichen Informationen zur Beurteilung der Anlageprodukte zur Verfügung?
•
Können ethische Ziele verfolgt werden, ohne auf Rendite zu verzichten?
•
Welche Banken bieten ethisch ausgerichtete Anlageformen überhaupt an?
•
Welche Berater sind qualifiziert, wertebezogene Anlageberatung zu leisten?
•
Kann ich auf die Einhaltung der Standards überhaupt vertrauen?
•
Sind gängige Anlageformen ethisch überhaupt minderwertig? usw.
Bestandteil dieses Unterrichtsbausteins ist eine gezielte Markterkundung per Internet. Sie mündet in
einem kriterienorientierten Vergleich alternativer ethischer Investments mittels der Nutzwertanalyse.
Dadurch wird die Markttransparenz erhöht und die Entscheidungsfähigkeit methodisch angeleitet.
Lehrplan-Bezug: Die Formen der Geldanlage und Vermögensbildung sind ein Standardelement
sowohl der finanziellen Allgemeinbildung als auch der kaufmännischen Berufsbildung (insbesondere
in den Bankberufen). Der Baustein knüpft an das weithin bekannte magische Dreieck der
Geldanlage an und erweitert es zum magischen Viereck. Dieser Baustein schließt eine Lücke im
Bereich der ökonomischen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung.
Thomas Retzmann / Tilman Grammes
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Ethisches Investment – Mein Geld für die nachhaltige Entwicklung?
Eine Methodik des Vergleichs ethischer Investments durch den Anleger
Das Problem: Wie lasse ich mein Geld arbeiten?
Das Geldvermögen der privaten Haushalte hat sich in den letzten 10 Jahren von 2,9 Billionen € auf 4,6
Billionen € – und somit um fast 70% – erhöht. Dadurch entsteht für einen großen Teil Bevölkerung die
ständige Notwendigkeit, über Finanzanlagen zu entscheiden.
„»Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten«, locken die Banken und Sparkassen. Doch mit diesem Werbespruch geben
sich viele Anleger nicht zufrieden. Sie akzeptieren nicht, dass ihre Spargroschen über die internationalen Finanzmärkte auch solchen Firmen und Institutionen zur Verfügung gestellt werden, deren Wirken sich mit den persönlichen
Werten nicht vereinbaren lässt. Sie lehnen es ab, mit ihrem Kapital die Gentechnologie, die Rüstungs- oder die
Atomindustrie zu finanzieren, und genau so wenig sind sie bereit, umweltschädliche Produkte und Verfahrensweisen
zu fördern.“ (Verbraucher-Zentrale NRW 2001: 6).
Aufgrund des erheblichen Finanzvolumens privater Haushalte sollte sich jeder einzelne Wirtschaftsbürger
folgende Fragen stellen, wenn er Mitverantwortung für einen sinnvollen Einsatz der Vermögenswerte für
eine nachhaltige Entwicklung übernehmen will:
1. Wie entscheide ich als Anleger persönlich über die Verwendung meiner Mittel?
•
•
Habe ich überhaupt Möglichkeiten, den sinnvollen Einsatz meines Geldes zu beeinflussen?
Mache ich mir Gedanken und zusätzliche Mühe, meine persönliche wertebezogene Anlageentscheidung zu treffen?
2. Stehen mir alle erforderlichen Informationen zur Beurteilung der Anlageprodukte zur Verfügung?
•
•
•
•
Welche Anlagealternativen habe ich?
Können ethische Ziele verfolgt werden, ohne auf Rendite zu verzichten?
Welche Banken bieten ethisch ausgerichtete Anlageformen an?
Welche Berater sind qualifiziert, wertebezogene Anlageberatung zu leisten?
Trotz vorfindbarer ethischer Investmentformen bleibt zunächst offen, ob der Einzelne mit dem bewussten
Einsatz privater Geldanlage wirksam Einfluss auf wichtige Problembereiche unserer Gesellschaft nehmen
kann. Man kann durchaus kritisch fragen:
•
•
Werden durch die Summe der Einzelentscheidungen z. B. die Entwicklung von naturverträglichen
Produkten und Innovationen sowie sozialverträgliches Handeln unterstützt?
Wird durch die Etablierung ethischer Überlegungen bei der Geldanlage kulturell und ethisch negativ
zu beurteilendes Verhalten wirksam sanktioniert?
Der einzelne Anleger ist auf die Angebote am Geld- und Kapitalmarkt angewiesen. Die vielfältigen Anlageprodukte lassen sich aufgrund der unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen nur schwer miteinander
vergleichen. Nicht alles, was unter dem Mantel „ökologisch-nachhaltig“ angeboten wird, unterliegt gleichzeitig weiter gefassten ethischen Zielsetzungen. Dies, ebenso wie der Abgleich mit den eigenen, oft sehr
wenig konkreten Zielvorstellungen der Anleger, führt zu einer intransparenten Entscheidungslage.
Die individuelle und gesamtwirtschaftliche Bedeutung von Anlageentscheidungen mit ihrer Reichweite in
Bezug auf ethisch nachhaltige Entwicklung in der Gesellschaft ist als Aufgabe der Bildungsarbeit zu sehen. Sie ist zu verbinden mit der Förderung der persönlichen Entscheidungsfähigkeit aufgrund von kritischer Informationsbeschaffung und -beurteilung bei gleichzeitiger Würdigung der individuell unterschiedlichen Zielsetzungen.
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Zur Sache: Wie kann ich Geldanlagen ökonomisch und ethisch beurteilen?
►BEGRIFF. Entsprechend dem Sprichwort „Geld regiert die Welt!“ ist anzunehmen, dass jede Investmententscheidung wirtschaftlich und gesellschaftlich Weichen stellt. Hoffmann/ Ott/ Scherhorn (1997)
sehen es so: „Nachhaltige Geldanlagen tragen zu einer zukunftsfähigen Entwicklung bei. Sie ermöglichen
dies durch eine umfassende Analyse der Anlageobjekte. Diese Analyse berücksichtigt wirtschaftliche und
soziale Leistungen, Naturverträglichkeit und gesellschaftliche Entwicklungen.“ Der Begriff kann weitgehend synonym mit dem des Ethischen Investments oder des Social Responsible Investments (SRI) verwendet werden.
Ethisches Investment gilt als ein spezielles Segment des Kapitalmarktes. Neben dem traditionellen magischen Dreieck der Finanzanlage wird der zusätzliche Aspekt der Nachhaltigkeit – bestimmt durch Kulturverträglichkeit, Sozialverträglichkeit und Naturverträglichkeit – in die Investitionsentscheidung einbezogen. Dadurch entsteht ein magisches Viereck [Æ Folie 4]. Die Anlageentscheidung wird im Konflikt zwischen den Einzelzielen getroffen, wobei die stärkere Gewichtung des einen Zieles meist Zugeständnisse
bei den übrigen Zielen bedingt.
► BEDEUTUNG. Das Marktsegment SRI ist in Deutschland im internationalen Vergleich unterrepräsentiert.
Das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung ethisch orientierter Finanzanlageentscheidungen ist noch
wenig entwickelt. Für die Anlage großer Geldvolumen fehlt in Deutschland bisher das Interesse institutioneller Anleger, wie die Pensionsfonds in den USA oder England. Trotzdem ist das Marktsegment des
ethischen Investments ein stark wachsender Sektor. Oekom Research berichtet, dass das Gesamtvermögen der zum Vertrieb zugelassenen Nachhaltigkeitsfonds im deutschsprachigen Raum von Ende 2006
bis zum September 2007 von 18,2 Mrd. € um ca. 65% auf ca. 30 Mrd. € gestiegen ist.
Für private Anleger gibt es die Möglichkeit der Direktinvestition in ethisch-nachhaltige Anlagen entweder
in Form von Eigenkapital/ Beteiligungen oder als Fremdkapital in Form von Kredit bzw. Anleihe. Diesbezüglich ist jedoch ein hoher Finanzaufwand bei geringer Risikostreuung und eingeschränkter Liquidität zu
bedenken. Für den Kleinanleger bieten sich deshalb Kontensparen oder Investmentfonds als Anlagemöglichkeiten an.
öffentliche Aufmerksamkeit
Restriktionen
Ethische
Vermögensverwaltung
Anlagekriterien /
Rendite
Kapitalanlagegesellschaft
Investor
Geld
Anreize
Lenkung
Absatzmarkt
Kapitalgesellschaft
Aktionärskontrolle
Rating-/
ResearchAgenturen
Produktinnovationen
staatlich
gesetzte
Rahmenordnung
ordnungspolitische
Verbraucherinstitutionen
Mitverantwortung
republikanisches Ethos
Abb. 1: Eine systematische Analyse des ethischen Fonds-Investments
Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Retzmann 2006: 298.
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► WIRKUNG. Die Wirksamkeit ethischer Zielsetzungen lässt sich anhand der Orte der Ethik in der Marktwirtschaft gemäß der Theorie der Integrativen Wirtschaftsethik analysieren. In Anlehnung an und gleichzeitiger Abwandlung von Retzmann (2006: 290 ff.) werden hier als Orte ethischen Handelns in der
Marktwirtschaft vor allem die Kapitalgesellschaft, der Kapital- und Absatzmarkt sowie der Investor analysiert. Sie sind in einem Beziehungsgeflecht mit der staatlich gesetzten Rahmenordnung und der kritischen Öffentlichkeit, z.B. in Form von Verbraucherinstitutionen bzw. von Rating- oder ResearchAgenturen zu sehen. Mit Hilfe dieser Systematik ist die Bedeutung der Orte der Ethik für den Markt ethischer Investments zu betrachten.
In einer marktwirtschaftlichen Ordnung ist der Erfolg ethisch orientierter Zielsetzungen am Finanzmarkt
abhängig von den Individualentscheidungen der Marktteilnehmer. Dies ist einerseits die Kapitalgesellschaft. Sie ist in ihren Investitionsmöglichkeiten vom Finanzmarkt abhängig, da sie günstige Finanzmittel
unter Akzeptanz ihrer unternehmerischen Handlungen bekommt. Ähnlich einem Bonitäts-Rating ist es
vorstellbar, dass eine Investition bei positivem Öko-Rating zu günstigeren Zinssätzen zu refinanzieren ist
als herkömmliche Investitionen. Gesellschaftlich wichtige Neuentwicklungen werden ggf. durch Kapitalmarktvorteile erst finanzierbar. Dazu ist die Unternehmung aufgrund unterschiedlicher externer Anspruchsgruppen (Stakeholder) auf eine positive Öffentlichkeit (z.B. durch Dienstleistungstests oder Berichterstattung beeinflusst) entsprechend deren Wertvorstellungen angewiesen. Unternehmen orientieren
sich an ethisch ausgerichteten Unternehmensleitbildern und betreiben Corporate Citizenship. Außerdem
unterliegen sie staatlicher und gesellschaftlicher Kontrolle und öffentlichem Druck bei Nichterfüllung von
gesetzlichen und ethischen Normen. Sie betreiben umfangreiches Compliance-Management, um deren
Einhaltung sicherzustellen und vor der kritischen Öffentlichkeit bestehen zu können.
► INVESTOR. Andererseits agiert der Ethisch orientierte Investor nicht nur ökonomisch, sondern im Rahmen öffentlicher Erwartungen und individueller Moralvorstellungen auch ethisch bestimmt. Er liefert der
finanzierenden Kapitalgesellschaft durch klare Anlagekriterien Anreize für ethisches Verhalten, um daraus entstehende Vorteile am Kapitalmarkt zu nutzen und z. B. nachhaltige Produktinnovationen auf dem
Absatzmarkt finanzierbar zu machen. Pinner (2003, S.11) fasst dies so zusammen: „Investment bedeutet
Verantwortung. Verantwortung auf Seiten des Investors, der seinerseits das verantwortliche Agieren der
Unternehmen einzufordern hat. ‚Investor Citizenship’ kontrolliert ‚Corporate Citizenship’ – im Sinne einer
nachhaltigen Entwicklung.“ Außerdem wirkt der Wirtschaftsbürger als kritisch loyaler Anleger, Arbeitnehmer, Konsument und als Bürger, indem er öffentliche Aufmerksamkeit fördert oder durch öffentlichen
Druck sanktioniert.
Schäfer (2001: 13 ff.) unterscheidet entsprechend der individuellen Wertehierarchie drei Anlegertypen bei
Investitionsentscheidungen:
•
•
•
Ethikdominanz mit gekoppeltem Rendite(teil)verzicht,
gleichberechtigter Anspruch an Rendite und Ethik sowie
Renditeerzielung bei nachrangiger Ethikorientierung.
Alle drei Gruppen sind bei unterschiedlicher Prioritätengewichtung potenzielle Anleger ethischer Investments. Bei jeder Gruppe greifen verschiedene Anreizwirkungen unterschiedlich stark.
► KAPITALANLAGEGESELLSCHAFT. Zwischen diese klassischen Marktpartner haben sich im Marktsegment
der Fondsanlage Kapitalanlagegesellschaften zwischengeschaltet, die gegenüber dem Privatanleger als
Kapitalnehmer, gegenüber der Kapitalgesellschaft wiederum als Kapitalgeber auftreten. Diese besondere
Stellung verhindert einerseits den direkten Einfluss privater Kapitalanleger auf die Kapitalgesellschaft,
andererseits besteht die Möglichkeit, Interessen zu bündeln und ethisch-nachhaltige Wertvorstellungen
mit größerer Kapitalmacht am Markt wirksam werden zu lassen. In diesem Segment (Social Responsible
Investment) engagiert sich ein spezialisierter Teil von Investmentfonds mit wachsendem Erfolg. Hier wird
Anlegern die Möglichkeit geboten, auch mit geringen Anlagebeträgen im Rahmen spezieller Anlagestrategien zu investieren.
► STAAT. Der Staat fördert durch gesetzliche Rahmenbedingungen die private Vermögensbildung. Aber
bei betrieblichen Pensionsfonds und der Riester-Rente gibt er durch das AltersvorsorgeverträgeZertifizierungsgesetz (AltZertG) nur die Verpflichtung vor, die Anleger über etwaige ethische, ökologische
und soziale Aspekte ihrer Anlagepolitik zu unterrichten. Bisher wird auf diesen Bereich kein besonderer
Förderschwerpunkt gelegt. Diese Transparenzpflicht hat bisher die private Anlagepolitik nicht merklich
beeinflusst, da viele Anleger nachhaltige Anlagemöglichkeiten aus Angst vor Renditenachteilen ausschließen. Eine stärkere staatliche Zielvorgabe würde – wie ausländische Beispiele zeigen – eine breitere
Investorenschicht ansprechen.
► BEWERTUNG. Die größte Schwierigkeit für den Anleger liegt in der klaren Beurteilung einzelner Aspekte
der Anlageentscheidung. Verschiedene Investmentfonds konzentrieren sich in ihrem Anlageprofil medienwirksam auf Teilbereiche ethischer Aspekte, während kritisch vermutet werden darf, dass andere Teil© ethos-Projekt 2010
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bereiche unberücksichtigt bleiben. Die systematische Auswahl von Finanzanlagen erfolgt bei den Investmentfonds entweder prinzipienorientiert nach unterschiedlichen Kriterien, wie Negativ-Kriterien, PositivKriterien oder vergleichsorientiert durch Positives Rating, klassifiziert nach dem „Best-in-Class-Verfahren“
innerhalb einzelner Sektoren [Æ M 6; Folie 6]. Als weiteres Auswahlkriterium kommt die Einflussmöglichkeit auf Managemententscheidungen in Betracht.
Während die Kriterien des magischen Dreiecks der Finanzanlage am Kapitalmarkt relativ transparent
gehandhabt werden und in der Regel geprüft und verfügbar sind, ist der vierte Bereich der Nachhaltigkeit
qualitativ nicht fest definiert und Informationen sind z. T. nur schwer zugänglich. In der Anlageberatung
von Banken spielt das Marktsegment nur eine untergeordnete Rolle. Nicht alle konzernzugehörigen Investmentgesellschaften deutscher Banken haben nachhaltige Fonds im Angebot. Dies führt zu Informationsdefiziten auf Beraterebene. Es gibt aber eine neue Fachqualifizierung zum „Fachberater für nachhaltiges Investment“, die von der UNESCO zum offiziellen Projekt der „UN-Bildungsdekade 2006/07“ ernannt
wurde (Handelsblatt 6.7.2007).
Nach ethischen Gesichtspunkten ausgewählte Unternehmen werden in speziellen Indizes zusammengefasst, die Investmentauswahl und Renditevergleiche mit anderen Unternehmensgruppen ermöglichen.
Untersuchungen haben gezeigt, dass die Renditen der ethischen Indizes in den letzten Jahren – gerade
durch den boomenden Markt der Umweltunternehmen – durchaus mit den Standard-Indizes mithalten
konnten. Es besteht also kein grundsätzlicher Konflikt zwischen ethisch-nachhaltiger und renditeorientierter Anlage.
Der Anleger steht damit vor dem Problem der Suche nach dem für seine persönlichen Ziele passenden
Investment, das ihm z. Zt. im wachsenden Segment der SRI-Anlagen eine Fondsauswahl von ca. 166
Investmentfonds bietet. Allein 2007 sind 35 Fonds neu zugelassen worden, was einerseits deutlich
macht, dass die Kapitalanlagegesellschaften das Marksegment für innovative Produktideen erkannt haben. Andererseits passen die aktuell diskutierten Themen »Klimawandel« und »erneuerbare Energien«
mit ihren Wachstumsraten und Börsenerfolgen hervorragend in das Anlagekonzept hinein und locken
auch Anlegertypen ohne ausgeprägte Ethik-Priorität in SRI-Anlagen.
der
Glossar
Ethisches Investment
Nachhaltige Geldanlage, die neben ökonomischen auch ethische Ziele verfolgt
==> SRI
Social Responsible Investment (SRI)
Investmentansatz für ethisch-ökologisch orientierte Investmentfonds.
Compliance Management
Auch: Regelüberwachung. Soll unternehmensintern sicherstellen, dass gesetzliche Ge- und Verbote sowie unternehmensinterne Verhaltens- und Verfahrenswege eingehalten werden.
Corporate Citizenship
Systematisch betriebenes bürgerschaftlich-soziales Engagement von Unternehmen.
Corporate Social Responsibilty (CSR)
Ganzheitliches Konzept, bei dem Unternehmen soziale und ökologische Kriterien in ihre Geschäftspolitik integrieren.
Best-in-Class-Verfahren
Ansatz, mit dem das relativ beste Unternehmen eines Sektors nach ethischökologischen Gesichtspunkten ermittelt wird.
Negativ-Kriterien
Ausschluss-Kriterium für ein Investment z.B. Kinderarbeit
Positiv-Kriterien
Aufnahme-Kriterium für ein Investment z.B. Nachhaltigkeitsberichterstattung
Rating
Beurteilung und Klassifizierung von Wertpapieren und Schuldnern durch Gläubiger oder externe Rating-Agenturen. Die Beurteilung erfolgt im Bankwesen nach
verschiedenen Bonitäts- und Risikokriterien. Ein ethisch-ökologisches Rating
erfolgt z.B. durch Oekom Research AG auf Basis des Frankfurt - Hohenheimer
Leitfadens.
Index
Kennzahl für Aktienkursentwicklungen an der Börse, hier speziell:
Natur-Aktien-Index (NAI), FTS4Goods, OeKB Sustainability Fund Index
(OeSFX), Dow Jones Sustainability Indizes (DJSI)
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Unterrichtsplanung: Der Schüler als mündiger Anleger
► BEDEUTUNG. Der Kapitalmarkt ist eines der primären Steuerungsinstrumente der Marktwirtschaft. Es
ist deshalb wichtig, zu erkennen und zu erleben, wie der Markt ethisch-moralisches Handeln fördert,
wenn nur eine der Markteinflussgrößen entsprechende Grundsätze durch konsequentes Agieren am
Markt umsetzt. Aus dieser Einsicht erwächst die demokratische Mitverantwortungserkenntnis eines jeden
Wirtschaftsteilnehmers. Jeder kann Einfluss auf verschiedene Stakeholder-Gruppen ausüben. Pinner ruft
die vielen kleinen Kapitalanleger auf, sich ihres Einflusspotenzials bewusst zu werden und es zu nutzen
(vgl. Pinner 2003: 43 ).
► AKTEURSPERSPEKTIVE. Das Ziel, dem Schüler ethische Überlegungen als wichtigen Parameter für
Wirtschaftsentscheidungen bewusst zu machen, ist im handlungs- und entscheidungsorientierten Unterricht durch eine klare Rollenzuweisung erreichbar. Denkbar ist beim Investment die Rolle des Akteurs in
Form von Kapitalgeber, Anlageberater oder Kapitalnehmer, alternativ die des reagierenden Wirtschaftsteilnehmers oder des intervenierenden Bürgers. Für Schüler erscheint die Vorbereitung auf eine aktive
Werteorientierung als Entscheidungsträger am Markt und damit die Vermeidung von Fehlentscheidungen
sinnvoll. Bei Übernahme der Rolle eines nicht involvierten Beobachters würden wichtige Elemente persönlicher Identifikation, der Zielkonflikt, die Motivation und die Entscheidungsrelevanz fehlen. Ethisches
Investment steht noch nicht im Zentrum öffentlicher Diskussion. Gerade weil es von Beratern nicht immer
aktiv angeboten wird sollte eine selbständige Akteursposition übernommen werden, die individuelles Wertebewusstsein und angepasste Informationsbeschaffung erfordert. Trotz der Tatsache, dass Schüler in
der Regel noch nicht über eigene Investitionsmittel verfügen, lässt sich die Rolle des Akteurs in Form des
Kapitalgebers/ Investors in die Lebenswelt des Schülers übertragen.
► IDENTIFIKATION. Laut Statistischem Landesamt wurden im Jahre 2002 in Baden Württemberg von ca.
8.600 Erblassern rund 2,9 Milliarden Euro vererbt 1 . Deshalb bietet die Erbschaftssituation eine realitätsnahe Möglichkeit, Schülern eine Akteursrolle zu übertragen. Hier übernehmen sie wirtschaftlich oder
ethisch unterschiedliche konfliktreiche Grundpositionen. Drei Schülergruppen übernehmen die Rollen der
Erbschaftsverwalter, die durch Erbschaftsvorgaben angehalten werden, alle Bereiche des magischen
Vierecks der ethischen Geldanlage für eine Anlageentscheidung zu berücksichtigen. Die Rollenvorgaben
sind bewusst überzeichnet, um die Situation zu emotionalisieren und jedem Schüler eine frei interpretierbare Rollenübernahme zu erleichtern. Durch die konflikthaltige Rollenübernahme soll der Schüler in die
Lage versetzt werden, Systemzusammenhänge zwischen seiner eigenen Anlageentscheidung und dem
ethisch-nachhaltigen Verhalten von begünstigten Unternehmen zu erklären, aber dabei auch Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu verstehen und mit zu gestalten (vgl. DeGöB 2004: 6 ff.).
► LERNVORAUSSETZUNGEN. Als fachwissenschaftliche Vorstruktur sind Kenntnisse von Investitionszielen
und verschiedene herkömmliche Anlageformen wie Kontensparen, Anleihen, Aktien und Investmentfonds
von Vorteil. Allgemeine Risiken von Kapitalmarktinvestitionen (z.B. Konjunktur-, Länder-, Branchen-, Inflations-, Währungs-, Volatilitäts- und Zinsänderungsrisiko) werden nicht speziell thematisiert und sind gegebenenfalls in anderem Rahmen zu behandeln.
Die risikobehafteten Anlageformen werden in der Bankpraxis nur Anlegern mit Sachkenntnis und Erfahrungen im Wertpapiergeschäft empfohlen. Es erscheint sinnvoll, den Unterricht auf eine Auswahl von
Investmentfonds zu beschränken, die aufgrund von professionellem Management und hohem Anlagevolumen Risiken streuen und für Normalanleger geeignet erscheinen.
Unterrichtsverlauf
► ENTSCHEIDUNGSSITUATION. Wir bedienen uns einer Erbschaftssituation, die Schüler durch übernommene wirtschaftlich oder ethisch unterschiedliche Grundpositionen in Konflikte bringt. Drei Schülergruppen
übernehmen die Rollen der Erben, die durch Erbschaftsvorgaben gezwungen werden, alle Bereiche des
magischen Vierecks der ethischen Geldanlage für eine Anlageentscheidung zu berücksichtigen. Die
Rollenvorgaben sind bewusst überzeichnet und klischeehaft, um die Situation zu emotionalisieren und
jedem Schüler eine frei interpretierbare Rollenübernahme zu erleichtern. Durch die konflikthaltige Rollenübernahme soll der Schüler in die Lage versetzt werden, Systemzusammenhänge zwischen seiner eigenen Anlageentscheidung und dem ethisch-nachhaltigen Verhalten von begünstigten Unternehmen zu
erklären, aber dabei auch Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu verstehen und mit zu gestalten (vgl.
DeGöB 2004: 6 ff.).
► INFORMATIONSSAMMLUNG. Der Marktbereich der Investmentfonds zeichnet sich durch umfangreiche im
Internet verfügbare Berichterstattung aus. Dies ermöglicht den Einsatz einer Internet-Recherche im Un1
Vgl. http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Veroeffentl/Monatshefte/essay.asp?xYear=2004&xMonth=10&eNr=10; Zugriff:
14.04.2008, 13:15 Uhr
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terricht, wodurch Authentizität und Aktualität gewährleistet sind. Konkrete Informationen über die Anlagepolitik von Investmentfonds sind selbstständig zu ermitteln. Gruppen erarbeiten arbeitsteilig die Merkmale
verschiedener, vorgegebener Anlagen. Die vorgeschlagenen Investmentfonds können selbstverständlich
durch andere Alternativen ersetzt oder erweitert werden (z. B. aufgrund von Schülerinteressen oder der
aktuellen Marktsituation). Als Einstieg in die Recherche ist eine Hinführung auf vorgeschlagene Internetseiten mittels einer Linkliste sinnvoll. Die Linkliste ermöglicht eine Übersicht durch vergleichbare Informationsquellen.
Der in Arbeitsblättern formulierte Informationsbedarf und die vorgegebenen Internet-Adressen senken die
Komplexität des Gesamtthemas und sichern eine zeiteffiziente und zielgesteuerte Lernaufgabe. Zur
Strukturierung werden je ein Arbeitsblatt [Æ M 5] sowie ein Informationsblatt [Æ M 6] zu den gängigen
prinzipien- oder vergleichsorientierten Auswahlkriterien bereitgestellt, das vorher erläutert wird. Damit ist
eine selbstständige Recherche, die zu einer durch Schüler selbst vorbereiteten, interpretierten und beurteilten Entscheidung führen soll, möglich.
Bei den Fondsrecherchen werden die Schüler aufgrund unterschiedlicher Informationsdichte und individueller Arbeitsgeschwindigkeit nicht gleichzeitig fertig werden. Die schnelleren Gruppen recherchieren
zusätzlich die Anlagemöglichkeit für Kontensparen bei einer ethisch ausgerichteten Bank. Da das Kontensparen vom Grundprinzip als allen bekannt vorausgesetzt wird und die recherchierbaren Informationen relativ einfach sind, ist dies als Zeitpuffer geeignet. Während der Recherchephase unterstützt die
Lehrkraft die Gruppen.
► ENTSCHEIDUNGSHILFE. Eine qualifizierte Entscheidung für Anlageprodukte kann nur vor dem Hintergrund persönlicher Wertvorstellungen getroffen werden und sollte daher nicht mit dem Ziel eindeutiger
Lösung definiert sein. Die Qualität der Schülerleistung ist jedoch durch Nutzung der Entscheidungsmethodik steuerbar. Sinnvoll für die Abwägung von komplexen Handlungsalternativen ist die Nutzwertanalyse (siehe grundlegend Wildner 2007), die der Schüler im Rahmen dieser Investmententscheidung erstmals, besser jedoch in neuer Anwendung kennenlernen sollte. Mit DV-Hilfe kann in einem selbsterklärenden MS® Excel®-Arbeitsblatt eine quantifizierbare Entscheidung über z. T. qualitative Merkmale unterschiedlicher Anlagealternativen selbstständig und ohne Vorkenntnisse getroffen und überprüft werden.
Die beiden, von der DeGöB erstgenannten Kompetenzbereiche ökonomischer Bildung, (1) Entscheidungen ökonomisch zu begründen und (2) Handlungssituationen ökonomisch zu analysieren werden im
Rahmen der Recherche und durch gewichtete Beurteilung von Entscheidungskriterien unterstützt. Die
Zieldiskussionen innerhalb und zwischen den Gruppen sollen dazu beitragen, Konflikte perspektivisch
und ethisch zu beurteilen.
► KOMPETENZENTWICKLUNG. Mit dem Ansatz dieses Lehr-Lernarrangements soll gleichzeitig Fachkompetenz (Ethisches Investment, marktwirtschaftliche Zusammenhänge), Methodenkompetenz (Nutzwertanalyse), Sozialkompetenz (Gruppenarbeit), Personale Kompetenz/ Selbstkompetenz (Gewichtung der Kriterien in der Nutzwertanalyse) und Medienkompetenz (Internetrecherche) gefördert werden.
► LEHRPLÄNE. Die ethische Verantwortung von Konsument oder Unternehmen sowie die Möglichkeiten
und Grenzen marktwirtschaftlicher Selbstregulierung sind in diversen Bildungsplänen an allgemein bildenden und beruflichen Schulen verankert. Die dargestellte Thematik ist z. B. in der Kursstufe des allgemein bildenden Gymnasiums im Rahmen wirtschaftlichen Handelns oder im Wirtschaftsgymnasium Baden Württemberg in Jahrgangsstufe 2 als Private Kapitalanlage angesprochen.
► PLANUNGSHINWEISE. Es soll eine Internet-Recherche in mindestens 3 Gruppen, eventuell auch doppelt
belegt, durchgeführt werden. Dies erfordert einen dafür geeigneten Raum mit mindestens 4, besser 10
oder mehr Rechnern mit Internetzugang. Für die Präsentation ist außerdem ein Beamer erforderlich. Die
vorbereiteten Materialien stehen in Microsoft® Word®, Excel® und PowerPoint® zur Verfügung. Der Unterrichtsverlauf ist in einer Skizze festgehalten, die auch als Orientierungs-Folie im Unterricht verwendet
werden kann.
► WEITERFÜHRENDE FRAGESTELLUNGEN. Der hier konzipierte Unterricht deckt nicht alle interessanten
Bereiche des umfassenden Themas »Ethisches Investment« ab. Deshalb wird auf einige weiterführende
Fragestellungen hingewiesen, die ggf. in einem anderen Rahmen vertieft werden können:
•
•
•
•
•
•
Wie groß ist der Einfluss des Investmentsparers (einzeln oder als gesellschaftliche Gruppe) auf die
unternehmerischen Handlungen von Kapitalnehmern tatsächlich?
Aus welchen Gründen werden Investitionen in ethisch orientierte Fonds wirklich getroffen?
Gibt es wirksamere Methoden, ethisch orientiert zu investieren?
Sollte der Staat ethisch orientierte Investitionen unterstützen? Wie könnte er das tun?
Sind nicht ethisch orientierte Investitionen als unethisch anzusehen?
Gibt es im örtlichen Umkreis der Schüler Unternehmen, die eine ethisch orientierte Berichterstattung
leisten oder bei Positiv-/ Negativ-Auswahlkriterien berücksichtigt würden?
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Literaturhinweise
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DeGöB - Deutsche Gesellschaft für ökonomische Bildung [Hg.] (2004): Kompetenzen der ökonomischen Bildung für
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http://www.degoeb.de/stellung/04_DEGOEB_Sekundarstufe-I.pdf
Finanztest (2004): Gewissenhaft anlegen – Ethisch-ökologische Fonds verheißen Rendite ohne Reue. H. 10, S. 3643.
Finanztest (2007): Die Guten – Grüne Geldanlage. H. 2, S. 24-27.
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Hoffmann, Johannes/ Scherhorn, Gerhard/ Busch, Timo (2004): Darmstädter Definition Nachhaltiger Geldanlagen. In:
Wuppertal Spezial 31 vom 15./16.4.2004. Hg. v. Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH.
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Pinner, Wolfgang (2003): Ethische Investments – Rendite mit sauberen Fonds. Wiesbaden.
Retzmann, Thomas (2006): Didaktik der berufsmoralischen Bildung in Wirtschaft und Verwaltung. Eine fachdidaktische Studie zur Innovation der kaufmännischen Berufsbildung. Norderstedt.
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http://www.susfin.uni-stuttgart.de/fileadmin/downloads/TBL_Investing_Sparkasse.pdf
Wildner, Claudia (2007): Die Nutzwertanalyse. In: Methodentraining für den Ökonomieunterricht. Hg. v. Thomas
Retzmann. Schwalbach/Ts., S. 35-50.
Verbraucher-Zentrale NRW (2001): Ethisches Investment – Rendite mit gutem Gewissen. Düsseldorf.
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Ethisches Investment – Mein Geld für die nachhaltige Entwicklung?
Hrsg. v. Thomas Retzmann / Tilman Grammes
M1
11
Unterrichtsverlauf
Unterrichtseinstieg: Film „Kleine Kredite mit großer Wirkung“ zur
Gramin Bank
mit anschließendem Unterrichtsgespräch
Schüler beziehen persönlich Stellung zum Konflikt
Rendite – ethisch nachhaltige Ziele (4-Felder Matrix)
Präsentation einer Testamentssituation und Rollenübergabe in 3
Schüler-Gruppen
Festlegung der Gewichtung von Anlagezielen
innerhalb jeder Gruppe
Podiumsdiskussion und Verhandlung von 3 Gruppensprechern
(Erben) über die Zielgewichtung
==> und Festlegung gemeinsamer Zielgewichtung
Film
Präsentation
(im Bearbeitungsmodus
oder Moderationswand)
Präsentation
Präsentation
(6 Anlageziele)
Excel-Tabelle für Klassengewichtung
Gruppendiskussion und
anschließende
Verhandlung
Film
Video-Information über Ethisches Investment
Lehrer präsentiert Anlagealternativen und Entscheidungskriterien (Folien Arbeitsblätter) und informiert über gebräuchliche Investitionskriterien von Ethikfonds (Folie)
Arbeitsteilige Internet-Recherche
Präsentation der Gruppenergebnisse
Inhaltliche Beurteilung der Rechercheergebnisse durch alle
Gruppen
Ermittlung der Durchschnittsbewertung der Gesamtklasse
(am Computer)
Die Gruppensprecher (Erben) einigen sich in einem Podiumsgespräch über den Anlagefavoriten
Berechnung der gewichteten Nutzwertanalyse innerhalb der
Gruppen
Präsentation der Ergebnisse am Präsentationscomputer
Treffen der Anlageentscheidung und Beurteilung von Entscheidungsqualität und Entscheidungsmethode
Simulation bei Variation der Zielgewichtung
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Präsentation
(6 Anlageziele)
Link-Liste als Einstiegshilfe,
Arbeitsteilung in Gruppen,
Informations-, Arbeitsblatt
Überblick über die Investment-Angebote und Beurteilung
Excel-Tabelle
Verhandlung
(ohne rechnerische Gewichtung )
Arbeitsblatt
Excel-Nutzwertanalyse
Klassendiskussion
Excel-Nutzwertanalyse
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Ethisches Investment – Mein Geld für die nachhaltige Entwicklung?
Hrsg. v. Thomas Retzmann / Tilman Grammes
M2
12
Rollenkarten
Rollenkarte
Klaus
„Ich respektiere Eure persönlichen Lebenseinstellungen sehr und bitte Euch, in gegenseitigem
Respekt einen Kompromiss zugunsten unserer gemeinsamen Grundwerte zu finden.“
Klaus ist Idealist. Ihm bedeuten weder Geld noch Rendite etwas, er kämpft für eine bessere Welt. Er ist
auch bereit, selbst Opfer zu bringen und stellt seine idealistischen Ziele über die Rendite. Seine Gesellschaftskritik verpflichtet ihn in erster Linie zu sozial-ethischem Verhalten und Umweltschutz. Dies fordert
er auch von seinen Kindern und Geschwistern.
Klaus interessiert sich für die Möglichkeit, mit dem Geld Einfluss auf ethisches Verhalten in der Wirtschaft
nehmen zu können. Er will Geld einsetzen, um die Welt zu Besserem zu bewegen.
Rollenkarte
Roswitha
„Ich respektiere Eure persönlichen Lebenseinstellungen sehr und bitte Euch, in gegenseitigem
Respekt einen Kompromiss zugunsten unserer gemeinsamen Grundwerte zu finden.“
Roswitha ist eine emanzipierte Frau. Sie ist grundsätzlich sozial eingestellt und kämpft besonders für die
Rechte von Frauen und Kindern in der ganzen Welt. Sie will aber auch selbst und für die Kinder ein gutes
Leben und weiß ihr eigenes Wohl und Vermögen zu schätzen. Sie versucht, beide Ziele miteinander zu
verbinden.
Für Roswitha sollte sich das soziale Engagement mit dem eigenen Nutzen verbinden lassen. Sie versucht einerseits Klaus von der sozialen und umweltverträglichen Wirkung von „richtigen Investitionen“ zu
überzeugen, andererseits versucht sie Manfred zu überzeugen, dass auch damit Gewinn zu machen ist.
Rollenkarte
Manfred
„Ich respektiere Eure persönlichen Lebenseinstellungen sehr und bitte Euch, in gegenseitigem
Respekt einen Kompromiss zugunsten unserer gemeinsamen Grundwerte zu finden.“
Für Manfred ist Geld da, um sich selbst zu vermehren und ihm ein gutes Leben zu ermöglichen. Er sieht
in der Erbschaft die Chance, für die Kinder ein gutes Leben zu finanzieren. Manager haben für ihn den
Auftrag, den maximalen Gewinn zu erwirtschaften und andere Aspekte diesem Ziel unterzuordnen.
Für ihn stehen die Rendite und jederzeitige Verfügbarkeit von Geld im Vordergrund.
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Siegfried Kaiser: Ethisches Investment
Hrsg. v. Thomas Retzmann / Tilman Grammes
M3
13
Gewichtung der Anlageziele in arbeitsgleichen Gruppen
Die Gruppen gewichten ihre Anlageziele und verteilen je Gruppe insgesamt 100 Punkte auf die 6 Kriterien
Kultur-
Sozial-
Natur-
verträglichkeit*
verträglichkeit*
verträglichkeit*
Rendite
Sicherheit/
Risiko
Liquidität
Summe
Gruppe 1
100
Gruppe 2
100
Gruppe 3
100
Klassendurchschnitt
100
* Kriterien nach Frankfurt- Hohenheimer Leitfaden
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Siegfried Kaiser: Ethisches Investment
Hrsg. v. Thomas Retzmann / Tilman Grammes
M4
14
Verfahren und Kriterien für die Fondauswahl beim ethischen Investment
1. Vergleichsorientierte Auswahlkriterien
Best-in-Class-Ansatz
Beim Best-in-Class-Ansatz werden die Unternehmen innerhalb einer Branche direkt miteinander verglichen und auf ihre Nachhaltigkeit überprüft. Die Besten jeder Branche kommen ins Portfolio des Fonds.
Mit Ausnahme der bereits durch Negativkriterien ausgeschlossenen Branchen sind also alle Branchen
vertreten.
Der Gegenentwurf ist die Auswahl der nachhaltigsten Unternehmen ohne Rücksicht auf die Branche. Bei
diesem Verfahren haben Aktiengesellschaften aus heiklen Branchen von vornherein schlechtere Chancen. Die Aktienmischung ist bei diesen Fonds in der Regel nicht so ausgewogen wie bei Fonds, die den
Best-in-Class-Ansatz befolgen.
2. Prinzipienorientierte Auswahlkriterien
A) Mögliche Negativkriterien
Negativkriterien: Über solche Kriterien schließen Fondsgesellschaften Unternehmen, die in bestimmten
Bereichen tätig sind, von vornherein aus. Sowohl die Definition der Kriterien als auch ihre Anwendung
unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Einige Fonds lassen bei bestimmten Ausschlusskriterien
einen Umsatzanteil von 1 bis 10 Prozent zu.
•
•
•
•
Atom-/ Kernenergie: Unternehmen, die Atomkraftwerke besitzen oder betreiben oder Geld durch den
Verkauf von Atomenergie verdienen, erfüllen das Kriterium nicht.
Waffen/ Rüstung: Ausgeschlossen werden Unternehmen, die ganze Waffen oder Waffensysteme
herstellen.
Tabak, Alkohol: Durchs Raster fallen Unternehmen, die solche Produkte herstellen.
Agrargentechnologie: Der Ausschluss betrifft Unternehmen, die Kulturpflanzen gentechnisch verändern und diese zum Beispiel als Saatgut in der Landwirtschaft ausbringen.
Reichweite: Bei einigen Fonds gelten die Ausschlusskriterien nur für das Unternehmen selbst, bei anderen erstrecken sie sich auch auf Tochtergesellschaften und verbundene Unternehmen.
B) Mögliche Positivkriterien
Positivkriterien: Viele ethisch-ökologische Fonds nehmen nur Firmen auf, die bestimmte Mindeststandards erfüllen. Dabei geht es unter anderem um die Einhaltung und Überwachung von Mindestsozialstandards, zum Beispiel um die Kernarbeitsnormen der International Labour Organization (ILO) in eigenen Fertigungsstätten und bei den Zulieferern. Weitere Unternehmensleistungen, die für die Auswahl
entscheidend sein können:
•
•
•
•
Umweltmanagementsystem,
Nachhaltigkeitsberichterstattung,
Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Minderheiten,
Verhaltenskodex oder Richtlinien zu den Werten des Unternehmens und dem Verhalten der Mitarbeiter (Vermeidung von Korruption, Handhabung von Interessenkonflikten).
Der Fonds sollte vor allem solche Unternehmen enthalten, die bei den genannten Kriterien deutlich überdurchschnittlich abschneiden.
zusammengestellt nach: Finanztest 10/2004: 40
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Siegfried Kaiser: Ethisches Investment
Hrsg. v. Thomas Retzmann / Tilman Grammes
M5
15
Gruppenaufgabe Internetrecherche
Beurteilung des Investments: _________________________________________
•
Wie berücksichtigt das untersuchte Investment die verschiedenen Anlagekriterien?
•
Stellen Sie die Informationen zusammen und beurteilen Sie!
Kulturverträglichkeit *
Sozialverträglichkeit *
Naturverträglichkeit *
Rendite
Sicherheit / Risiko
Liquidität
___Punkte pers. Zielgewichtung
___Punkte pers. Zielgewichtung
___Punkte pers. Zielgewichtung
___Punkte pers. Zielgewichtung
___Punkte pers. Zielgewichtung
___Punkte pers. Zielgewichtung
Finden sich in den Unterlagen
Aussagen über
• Lebens- und Entfaltungschancen des Individuums
• Bezug zum Gemeinwohl
• Umgang mit Menschenrechten
Finden sich in den Unterlagen
Aussagen über Beachtung von
Führungsgrundsätzen zu
• Arbeitsplatzsicherheit
• Betriebsklima
• Kinderarbeit
• ...
Finden sich in den Unterlagen
Aussagen über
• Mitgliedschaft in Umweltverbänden
• Umgang mit Umweltstandards
• ...
Finden sich in den Unterlagen
Aussagen über
• 5-Jahres-Zeitraum
• 3-Jahres-Zeitraum
• Letztes Jahr
• Zukunftserwartungen
Finden sich in den Unterlagen
Aussagen über
• Risikoeinschätzung
• Spezielle Risiken
o Währung
o Länder
o Branchen
• Verteilung Aktien / festverzinsliche Anlagen
Finden sich in den Unterlagen
Aussagen über
• Feste Laufzeiten
• Kündigungsfristen
• Handelbarkeit an der Börse
Werden Positiv-/ Negativkriterien beachtet? Z.B.
• Gemeinwohlorientierung
• Diskriminierungen
•
Werden Positiv-/ Negativkriterien beachtet? Z.B.
• Atomkraft
• Pornografie
• Suchtmittel
• Kinderarbeit
Werden Positiv-/ Negativkriterien beachtet? Z. B. Umgang mit
• Pflanzen
• Tieren
• Energie
Gibt es Zins-/Rendite-Zusagen?
Gibt es Rückzahlungsgarantien?
Gibt es Rückzahlungskosten?
Welche Kosten bestehen für die
Anlageform?
• Einmalig
• Jährlich
Finden Sie ein externes Rating
(Sicherheitsbeurteilung der
Investmentanlage) in den Unterlagen?
Besteht ein externer Anlageausschuss oder eine externe Prüfung der Investitionsentscheidung?
Sind sie in der Rendite bereits
berücksichtigt?
Finden Sie Antworten auf ihre
eigenen Informationswünsche?
Finden Sie Antworten auf ihre
eigenen Informationswünsche?
Finden Sie Antworten auf ihre
eigenen Informationswünsche?
Finden Sie Antworten auf ihre
eigenen Informationswünsche?
Finden Sie Antworten auf ihre
eigenen Informationswünsche?
Finden Sie Antworten auf ihre
eigenen Informationswünsche?
___ von 10 möglichen Punkten
___ von 10 möglichen Punkten
___ von 10 möglichen Punkten
___ von 10 möglichen Punkten
___ von 10 möglichen Punkten
___ von 10 möglichen Punkten
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Siegfried Kaiser: Ethisches Investment
Hrsg. v. Thomas Retzmann / Tilman Grammes
M6
16
Linksammlung
Fachlicher Hintergrund
Zahlen und Vergleiche zu nachhaltigem Investment
http://www.imug.de/pdfs/investment/hp_imug_Marktzahlen_
SRI_Oktober_2007.pdf
Natur-Aktien-Index (NAI)
http://www.nai-index.de/
FTS4Goods, OeKB
http://www.oesfx.at/control/index.html
Sustainability Fund Index (OeSFX)
http://www.oesfx.at/control/index.html
Dow Jones Sustainability Indizes
(DJSI)
http://www.sustainability-index.com/
Nähere Informationen zum Rating der
Oekom Research AG sowie aktuelle
Newsletter
http://www.oekom-research.de
Materialien für den Unterricht
Filmsequenz zur Gramin Bank ZDF –
heute
http://video.google.de/videoplay?docid=8416436078670799778&ei=CtkXS7esB53a2gKkq8DqCQ&q
=gramin+bank+Kredite&hl=de&client=firefox-a#
Filmsequenz „Grüne Geldanlagen fürs
gute Gewissen“ ZDF
Eigenständige Recherche nach aktuellen Beiträgen z.B.
unter http://www.zdf.de/ZDFmediathek
Aktuelle NTV-Beiträge zu nachhaltigen
Investments
Eigenständige Recherche nach aktuellen Beiträgen
Links für die Recherche vorgeschlagener Fonds
Fondsinformationen
Recherche
über
Fondsvermittlung 24
oder
Sustainable Business Institute (SBI)
http://www.nachhaltigesinvestment.org/
FondsHomepage
ISIN:
AT0000705660
ESPA WWF Stock Umwelt
http://de.sparinvest.com/sparinve
st/faces/portal/factsheets/fondsbla
tt.jsp?fid=22701
FondsHomepage
ISIN:
LU0097427784
Sarasin Sustainable Equity
Fonds
http://www.ethikbank.de/
Verkaufsprospekt verkürzt
ISIN:
DE0008023565
INVESCO
http://www.prosecur.de/ffs/Fonds_fuer_Stiftunge
n_Broschuere.pdf
durch Eingabe der ISIN
Fonds für Stiftungen
http://www.fondsvermittlung24.de/
investmentfonds-lexikon.html
(Gemischter Fonds)
BankHomepage
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Bank für Orden und Mission
http://www.ordensbank.de/
==> Kontenanlage
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Siegfried Kaiser: Ethisches Investment
Hrsg. v. Thomas Retzmann / Tilman Grammes
M7
17
Bewertung der Investment-Alternativen
Die Gruppen bewerten die Investment- Alternativen mit jeweils 0 bis 10 Punkten
Kultur-
Sozial-
Natur-
verträglichkeit*
verträglichkeit*
verträglichkeit*
Rendite
Sicherheit /
Risiko
Liquidität
Gruppe 1
ESPA WWF Stock Umwelt
Sarasin Sustainable Equity Fonds
Invesco Fonds für Stiftungen
Bank für Orden und Mission/Kontenanlage
Gruppe 2
ESPA WWF Stock Umwelt
Sarasin Sustainable Equity Fonds
Invesco Fonds für Stiftungen
Bank für Orden und Mission/Kontenanlage
Gruppe 3
ESPA WWF Stock Umwelt
Sarasin Sustainable Equity Fonds
Invesco Fonds für Stiftungen
Bank für Orden und Mission/Kontenanlage
Klassendurchschnitt
ESPA WWF Stock Umwelt
Sarasin Sustainable Equity Fonds
Invesco Fonds für Stiftungen
Bank für Orden und Mission/Kontenanlage
* Kriterien nach Frankfurt- Hohenheimer Leitfaden
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Siegfried Kaiser: Ethisches Investment
Hrsg. v. Thomas Retzmann / Tilman Grammes
M8
18
Nutzwertanalyse: Ethisches Investment
Zielkriterien
Kultur-
Sozial-
Natur-
verträglichkeit *
verträglichkeit *
verträglichkeit *
Rendite
Sicherheit /
Risiko
Liquidität
Summe
vergeben Sie insgesamt 100 Gewichtungspunkte
Anlagealternativen
100
vergeben Sie insgesamt 10 Bewertungspunkte
ESPA WWF Stock Umwelt
gewichtete Bewertungspunkte
Sarasin Sustainable Equity
Fonds
gewichtete Bewertungspunkte
Invesco Fonds für
Stiftungen
gewichtete Bewertungspunkte
Bank für Orden und
Mission/Kontenanlage
gewichtete Bewertungspunkte
* Kriterien nach Frankfurt- Hohenheimer Leitfaden
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Wirtschafts- und Unternehmensethik in der ökonomischen und politischen Bildung
Herausgeber:
Prof. Dr. Thomas Retzmann
Universität Duisburg-Essen, Campus Essen
Prof. Dr. Tilman Grammes
Universität Hamburg
Feedback-Bogen für Anwender
Bitte per Fax an:
0201 183-2589
oder online ausfüllen:
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Siegfried Kaiser
Ethisches Investment
Geld für die nachhaltige Entwicklung der Wirtschaftsgesellschaft
1. Haben Sie diese Unterrichtseinheit bereits eingesetzt?
O Nein.
O Ja, in Klasse __ der folgenden Schulform:_______________________________________________________
2. Falls ja, in welchem Fach bzw. Lernbereich? (Mehrere Antworten sind möglich.)
O Wirtschaftslehre / Wirtschaftskunde / Wirtschaft und Recht / Ökonomische Bildung.
O Sozialkunde / Gemeinschaftskunde / Politik / Politische Bildung.
O Ethik.
O Religion.
O Sonstige Fächer/ Lernbereiche: _______________________________________________
3. Verfügen Sie bereits über Unterrichtserfahrungen mit dem speziellen Thema des Bausteins?
O Ja, und zwar umfassende Erfahrungen.
O Ja, aber nur einzelne Erfahrungen.
O Nein, bislang nicht.
O Sonstige Erfahrung:________________________________________________________________________
4. Wie vertraut sind Sie ganz allgemein mit der Wirtschafts- und Unternehmensethik? (Mehrere
Antworten sind möglich.)
O Ich bin durch das ethos-Projekt erstmals darauf aufmerksam geworden.
O Ich habe bereits gelegentlich etwas darüber gehört oder gelesen, z. B. in Tageszeitungen, Zeitschriften, Radio
oder Fernsehen.
O Ich verfolge die Diskussion intensiv.
O Ich kenne Unternehmen, Organisationen oder Personen, die sich damit beschäftigen.
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Feedback-Bogen zu
Siegfried Kaiser: Ethisches Investment
Hrsg. v. Thomas Retzmann / Tilman Grammes
2
O Ich kenne eine oder mehrere wissenschaftliche Theorien dazu.
O Sie war Bestandteil meines Studiums.
O Ich habe eine Fortbildung dazu besucht.
O sonstige Kenntnisse:_________________________________________________________________________
5. Bitte kreuzen Sie an! (Nur eine Antwort ist möglich.)
Wie bewerten Sie den ethos- Baustein
Sehr
gut
Eher
gut
Eher
schlecht
Sehr
schlecht
Weiß
nicht
Förderung ökonomischer Kompetenzen.
O
O
O
O
O
Förderung politischer Kompetenzen
O
O
O
O
O
Förderung ethischer Kompetenzen
O
O
O
O
O
Neuigkeitsgehalt des Themas.
O
O
O
O
O
Sachinformationen für den Lehrer.
O
O
O
O
O
Unterrichtsmethodik.
O
O
O
O
O
Medien (Arbeitsblätter, Tabellen, usw.)
O
O
O
O
O
Anschaulichkeit für Schülerinnen und Schüler.
O
O
O
O
O
Schwierigkeitsgrad des Themas.
O
O
O
O
O
Einsetzbarkeit in Ihrem Unterricht.
O
O
O
O
O
Ihre Entlastung bei der Unterrichtsvorbereitung.
O
O
O
O
O
hinsichtlich der folgenden Punkte?
Haben Sie dazu
Bemerkungen?
6. Bitte fassen Sie Ihre Einschätzung zu einem Gesamturteil zusammen.
Ich finde diesen ethos- Baustein alles in allem
O sehr gelungen.
O gut gelungen.
O weniger gelungen.
O vollständig misslungen.
O Ich kann dazu kein Gesamturteil abgeben.
7. Haben Sie Anregungen zur Weiterentwicklung des ethos-Bausteins?
____________________________________________________________________________________________
8. Würden Sie es gerne sehen, dass ein bestimmtes Thema der Wirtschafts- und
Unternehmensethik zu einem ethos-Unterrichtsbaustein ausgearbeitet wird?
O Ich habe dazu leider keinen Vorschlag.
O Ja, und zwar folgendes Thema:_________________________________________________________________
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!
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