Matura 2013 - Kantonsschule Romanshorn

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Kantonsschule Romanshorn
MATURITÄTSPRÜFUNGEN 2013
MATHEMATIK – 3 Std.
Maturandin, Maturand (Name, Vorname)
Klasse 4 Md – hcs
..............................................................
Datum:
Montag, 10. Juni 2013
Name:
Vorname:
Punkte:
Note:
Vorbemerkungen:
1
Zeit:
180 Minuten
2
Max. erreichbare Punktzahl: 72 Punkte
3
Erlaubte Hilfsmittel:
4
Beachten Sie
• Lösen Sie die Aufgaben direkt auf diesem Bogen auf der entsprechenden
Doppelseite.
• Nutzen Sie bei Platzmangel die hintersten leeren Seiten und vermerken Sie
dies bei der entsprechenden Aufgabe.
• Lassen Sie rechts 2 cm Rand frei, schreiben Sie NICHT mit Bleistift.
• Runden Sie alle Ergebnisse sinnvoll.
• Streichen Sie falsche Lösungen deutlich durch.
• Die Aufgaben können in beliebiger Reihenfolge gelöst werden.
• Alle Teilaufgaben sind voneinander unabhängig lösbar.
• Die Punktzahlen der Aufgaben können Sie der Tabelle entnehmen,
verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick. Total sind 72 Punkte möglich.
• In der Regel ergeben ca. 60 Punkte eine Sechs, 36 Punkte eine Vier.
• Wo nicht anders vermerkt, setzen Sie den Taschenrechner beliebig ein, aber:
• Der Lösungsweg muss ersichtlich sein !
Taschenrechner (TI-Voyage 200, TI-92, TI-89)
Fundamentum Mathematik und Physik oder
Formelsammlung DMK
Viel Glück!
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Aufg 1
Aufg 2
Aufg 3
Aufg 4
Aufg 5
Aufg 6
total
von 12
von 13
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MATURITÄTSPRÜFUNGEN 2013
1) Kurvendiskussion einer gebrochen rationalen Funktion und
Flächenberechnung
Total 12 P
a) Kurvendiskussion einer gebrochenrationalen Funktion ohne
Taschenrechner
€
6P
Führen Sie eine vollständige Kurvendiskussion für die Funktion
x2 − 4x + 4
f(x) =
durch. Berechnen Sie dazu:
x +1
- den Definitionsbereich
- die Nullstellen ohne Hilfe des Taschenrechner
- die erste Ableitung ohne Hilfe des Taschenrechners und damit ...
- die Hoch– und Tiefpunkte ohne Hilfe des Taschenrechners
- die Gleichungen der Asymptoten mit Hilfe des Taschenrechners
(notieren Sie den Lösungsweg)
- das Verhalten bei den Polstellen bzw. die Limites bei den
Definitionslücken
- Wendepunkte mit Hilfe des Taschenrechners.
- Skizzieren Sie mit Hilfe der obigen Daten den Graphen von f(x) in
einem sinnvollen Bereich. Achten Sie auf eine saubere Darstellung
und vollständige Beschriftung.
b) Kurvendiskussion mit dem Taschenrechner – Modell eines
Heissluftballons
Gegeben ist die Funktion f mit f(x) =
;
6P
.
Mit dem Graphen der Funktion f soll die Randkurve eines
Heissluftballons modelliert werden (hierbei ist der Ballon um 90° gedreht,
die x-Achse ist die Symmetrieachse des Ballons, Längenangaben in m).
Untersuchen Sie die Funktion f mit Hilfe des Taschenrechners, um die
untenstehenden Grössen zu berechnen:
i) Der Durchmesser der unteren Öffnung des Ballons.
ii) Die Höhe des Ballons von der unteren Öffnung bis zum oberen
Ende.
iii) Die Höhe, auf der der Ballon die maximale Breite besitzt, gemessen
von der unteren Öffnung.
iv) Die maximale Breite des Ballons.
v) Das Volumen der gesamten Ballonhülle.
1P
1P
1P
1P
2P
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MATURITÄTSPRÜFUNGEN 2013
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2) Vektorgeometrie – Gerade und Ebene
14 P
 x 6
4
   
 
Gegeben sind die Gerade g:  y = 8 + t ⋅ 3 und die Ebene E mit der
 z 2
2
   
 
Koordinatengleichung E: 2x + 3y + 7z + 12 = 0.
a) Die Gerade g und die Ebene E schneiden sich im Punkt S. Bestimmen
€ des Schnittpunkts S.
Sie die Koordinaten
2P
b) Berechnen Sie den Abstand des Punkts P(6|8|2) von der Ebene E.
1P
c) Der Punkt P(6|8|2) wird an der Ebene E gespiegelt. Berechnen Sie die
Koordinaten des Spiegelpunkts P'.
3P
d) Stellen Sie die Gleichung der Geraden g' auf, die durch die Spiegelung
von g an E entsteht.
2P
e) Berechnen Sie den Winkel zwischen der Geraden g und der Ebene E.
2P
f)
2P
Berechnen Sie den Abstand des Nullpunkts N(0|0|0) von der Geraden g.
g) Eine weitere Ebene F sei in Parameterform gegeben durch
 x  2 
 −3
0.5
   
 
 
F:  y =  8  + u ⋅  2  + v ⋅  2  . Begründen Sie zunächst, dass die
 z −4
0
 −1 
   
 
 
Ebenen E und F sich nicht schneiden. Bestimmen Sie dann die
Lagebeziehung der Ebenen E und F.
€
2P
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3) Tontaubenschiessen – Binomialverteilung, Bäume und
Wahrscheinlichkeiten
13 P
Zwei Sportschützen schiessen auf Tontauben. Schütze A trifft mit einer
Wahrscheinlichkeit von 22%, Schütze B trifft mit 27%.
Beide Schützen treten nun gegeneinander an.
a) In einem ersten Wettbewerb schiessen beide gleichzeitig. Mit welcher
Wahrscheinlichkeit wird die Tontaube von beiden gleichzeitig verfehlt?
b) Im zweiten Wettbewerb schiesst jeder der beiden Schützen für sich
alleine. Dabei hat jeder der beiden zwölf Versuche.
i) Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass Schütze A genau zwei Mal
trifft?
ii) Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass Schütze A kein einziges
Mal trifft?
iii) Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass Schütze A mindestens
viermal trifft?
c) Im dritten Wettbewerb schiessen beide nun abwechselnd, wobei A
beginnt. Der Schütze, der als erstes trifft, hat den Wettbewerb
gewonnen.
i) Erstellen Sie für diesen Wettbewerb ein aussagekräftiges
Baumdiagramm.
ii) Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Wettbewerb nach
zwölf Versuchen (jeder Schütze sechs) noch nicht zu Ende ist?
iii) Berechnen Sie, welcher der beiden Schützen die grösseren
Gewinnchancen hat.
d) In einem vierten Wettbewerb wird nur ein einziges Mal geschossen. Dabei
wird vom Schiedsrichter zuerst ein Würfel geworfen um zu bestimmen, wer
schiessen darf. Fällt eine Eins, Zwei, Drei oder Vier, so darf Schütze A
schiessen, fällt eine Fünf oder eine Sechs, so schiesst Schütze B.
Die Tontaube wurde bei einem Versuch verfehlt. Mit welcher
Wahrscheinlichkeit war dabei A der Schütze?
1P
1P
1P
1P
2P
1P
3P
3P
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4) Vektorgeometrie – Pyramide
Auf einem Messegelände soll eine gerade Pyramide mit quadratischer
Grundfläche aufgestellt werden. Die Grundfläche ist durch die Punkte
A(–12|–9|0), B(9|–12|0), C(12|9|0) und D gegeben. Die Spitze liegt bei S(0|0|9)
(Längenangaben in m).
12 P
a) Geben Sie die Koordinaten des Punktes D an.
2P
b) Bestimmen Sie von der Pyramide....
i) die Grundfläche
ii) das Volumen
2P
c) Zu einem bestimmten Zeitpunkt verlaufen die Sonnenstrahlen parallel zum
 1
  
Vektor v =  2  .
−2
 
i)
Berechnen Sie den Winkel, den die Sonnenstrahlen zur Horizontalen
einnehmen.
ii) Bestimmen Sie die Koordinaten des Schattenpunktes S’, den die
€
Sonnenstrahlen von der Spitze S auf dem Boden bilden.
d) Im Innern der Pyramide soll ein gerader Balken als Stütze abgebracht
werden. Der Balken wird in der Mitte der Strecke
angebracht und steht
senkrecht auf dem Dreieck BCS.
Falls Sie bei a) keine Lösung gefunden haben, rechnen Sie weiter mit dem
Punkt D(–9|12|0).
i) Bestimmen Sie die Koordinatengleichung der Ebene, die durch B, C und
S gegeben ist.
ii) Bestimmen Sie die Länge des Stützbalkens.
2P
2P
2P
2P
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5) Bergwanderung, Kurvendiskussion mit Taschenrechner
Das Höhenprofil einer Bergwanderung kann näherungsweise durch den
Funktionsgraphen im Bild unten dargestellt werden. Die Wanderung beginnt
im Ursprung O(0|0) des Koordinatensystems. Eine Raststelle befindet sich in
einem flachen Wegstück bei R(2|2.4) (hier ist die Steigung Null), an der
steilsten Stelle S(4|3.2) der Wanderung vom Rastplatz R zum Gipfel G steht
ein kleines Berghotel (alle Angaben in Kilometern).
a) Bestimmen Sie die Funktionsgleichung, ausgehend vom Ansatz
f(x) =ax4 + bx3 + cx2 + dx + e
11 P
3P
Rechnen Sie nun in jedem Fall mit der folgenden Funktion weiter:
f(x) = –0.05x4 + 0.6x3 – 2.4x2 + 4x
Berechnen Sie mit dem Taschenrechner, notieren Sie aber Ihre
Lösungsschritte ausreichend.
b) Welche Steigung hat die Funktion im Punkt S?
1P
c) Geben Sie die Gleichung der Tangente im Punkt S an den Graphen an.
1P
d) Welchen Winkel schliesst die Gerade y = 0.8x mit der positiven x–
Achse ein?
2P
e) Handelt es sich bei S tatsächlich um die steilste Stelle der Wanderung?
Begründen Sie Ihre Antwort.
2P
f)
Auf welcher Höhe über dem Ursprung O befindet sich der Wanderer
während der gesamten Wanderung durchschnittlich?
2P
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6) Zwei unabhängige Aufgaben,
je 5 P (Teil b ist auf der nächsten Seite)
a) Zufallsvariable, Wahrscheinlichkeit
Beim Glücksspiel mit einem einarmigen Banditen betätigt man alle drei
Walzen gleichzeitig. Diese rotieren und zeigen nach einer bestimmten Zeit
eines der Symbole an. In einem Casino sind die drei Walzen wie folgt belegt:
Walze 1
Walze 2
Walze 3
i)
Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass auf allen drei Walzen
gleichzeitig die „7“ erscheint?
ii) Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass auf allen drei Walzen die
gleiche Frucht erscheint?
iii) Für ein Glücksspiel zahlt man 2 Franken Einsatz und darf dann drei Mal
hintereinander die Walze 1 betätigen (die anderen beiden Walzen
werden nicht benötigt). Für die Kombination "7", "Banane", "Birne" in
genau dieser Reihenfolge gewinnt man 100 Franken.
Für die Kombination "Apfel", "Banane", "Birne" in einer beliebigen
Reihenfolge gewinnt man 1 Franken. In allen anderen Fällen verliert man
den Einsatz. Beschreiben Sie das Spiel mit einer Zufallsvariablen X und
stellen Sie eine Prognose für den zu erwartenden Gewinn oder Verlust
bei einem Spiel.
1P
1P
3P
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b) Extremalaufgabe
5P
Biologen untersuchen das strategische Verhalten von Mäusen. Dafür
bewerten sie verschiedene Wegstrecken mit Risikopunkten.
Die Maus sitzt an der Stelle X, sie ist sehr hungrig. An der Stelle K liegt ein
grosses Stück Käse. Der Weg über die schraffierte Fläche ist allerdings so
gestaltet, dass jeder dm mit 4 Risikopunkten bewertet ist.
Der Weg entlang des schwarzen Balkens ist für die Maus ungefährlicher und
deshalb nur mit 2 Risikopunkten pro dm belegt.
Welchen Weg sollte die Maus wählen, um mit möglichst wenig Risikopunkten
zum Käse zu gelangen?
X
3 dm
10 dm
K
(Käse)
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