Bedienung Dieselmotor Thielert Centurion 1.7

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Bedienung Dieselmotor
Thielert Centurion 1.7
Repetition Motorenkunde
1. Takt:
2. Takt:
3. Takt:
4. Takt:
Nockenwelle
Ventile
Zylinder
Pleuelstange
Kurbelwelle
Ansaugen
Verdichten
Verbrennen
Ausstossen
Benzinmotor
Eigenschaften Benzinmotor
• Im Ansaugtakt wir ein Benzin-Luftgemisch
in den Motor geleitet (Treibstoff ist
gasförmig).
• Verdichtung ca. 8 : 1
• Zündung mittels elektrischem Funken an
der Zündkerze kurz vor OT
Dieselmotor
Eigenschaften Dieselmotor
• Im Ansaugtakt wird reine Luft in den Motor
geleitet
• Der Diesel wird kurz vor OT mit hohem
Druck eingespritzt, bzw. fein zerstäubt
(Tröpfchenförmig)
• Verdichtung 18 : 1
• Zündung erfolgt mittels Wärmeentwicklung
durch die starke Kompression der Luft
(Selbstzündung)
AED (Treibstoffüberwachung)
• Warnanzeige bei zu
wenig Kühlflüssigkeit
• Temperaturanzeige
Treibstoff im linken
Tank
• Temperaturanzeige
Treibstoff im rechten
Tank
• Voltanzeige
• Fuel Flow in Gallonen
CED (Motorüberwachung)
• Drehzahl Propeller
(zusätzlich als
Balkendiagramm)
• OP = Öldruck
• OT = Öltemperatur
• CT = KühlflüssikeitsTemperatur
• GT = GetriebeTemperatur
• Leistung in Prozent
(zusätzlich als
Balkendiagramm)
Lightpanel
•
•
•
•
•
•
•
•
•
FADEC-Test (Run-Up)
Low-Fuel links
Vorglühen
Low-Fuel rechts
Test/Confirm-Knopf
CED-Warnlampe
AED-Warnlampe
Alternator-Warnlampe
Warnlampen FADEC A
und B
Leistungshebel
• Einhebelbedienung
des Motors
• Durch ziehen des
unteren Hebels nach
oben kann der
Leistungshebel fixiert
werden
Sonstige Bedienungen
•
•
•
•
Engine Master
Alternator und Main Bus Schalter
Starter
Force FADEC B
Motorenölkontrolle
• Ölsorte: AeroShell Oil
Diesel 10W-40
• Ölstand zwischen den
beiden roten
Markierungen
Getriebeölkontrolle
• Sichtkontrolle durch
das Fenster rechts
von der Propellernabe
(der Deckel muss
entfernt werden)
Lufteinlässe
• Kontrollieren
dass keine
Fremdbestandteile den
Luftstrom
behindern
(Vogelnester,
etc.)
Probleme und deren Behebung
Probleme am Boden
• Können die Probleme nicht durch den
Piloten gelöst werden, bitte immer die
Werkstatt oder einen Fluglehrer beiziehen.
-> Sie werden geholfen!
• Im Zweifelsfall ist immer von einem Flug
abzusehen!
Der Starter geht nicht
• Engine Master on?
• Batteriespannung ok.?
Motor dreht, springt aber nicht an
• Vorglühphase abgewartet? (Gelbe Lampe
erloschen?)
• Richtiger Treibstoff vorhanden?
• Treibstoffwählschalter auf ON?
• FADEC Warnlampen?
Motor stellt gleich wieder ab
• Richtiger Treibstoff getankt?
• Engine Master on?
Run Up geht nicht
• Power lever in idle position?
• Run Up Taste gedrückt und nicht mehr
losgelassen?
Warnlampen leuchten
• Es kann vorkommen, dass die
Warnleuchten trotz drücken der ResetTaste nicht erlischen.
• Motor abstellen und nochmals neu starten.
• Besteht dass Problem weiterhin
= Werkstatt informieren und nicht Fliegen!
Motor bringt nicht die volle Leistung
• Kontrolle der Getriebeöltemperatur wichtig
– Bei Getriebeöltemperatur unter 50° lässt das
FADEC nicht die volle Drehzahl zu (steht nicht
im AFM)
=> Genügend vorwärmen ist wichtig!
Probleme während des Fluges
• Siehe auch die zum Flugzeug gehörende
Emergency Checklist oder AFM
Störung der FADEC
• Das FADEC besteht aus zwei voneinander
unabhängigen Komponenten: FADEC A
und FADEC B
• Gibt es in dem normalerweise aktiven
FADEC A Störungen, so wird automatisch
auf das FADEC B umgeschaltet
Eine FADEC-Leuchte blinkt
•
•
•
•
Flug kann fortgesetzt werden
Andere FADEC-Leuchte beobachten
Nächstgelegener Flugplatz anfliegen
Fluggeschwindigkeit unter 100 KIAS
Beide FADEC-Leuchten blinken
• Hinweis: Die Lastanzeige entspricht
möglicherweise nicht dem aktuellen Wert
• Verfügbare Triebwerksleistung überprüfen
• Mit einem Triebwerksausfall rechnen
• Flug kann fortgesetzt werden, aber der Pilot soll:
• Fluggeschwindigkeit unter 100 KIAS
• Nächstgelegenen Flugplatz anfliegen
• Auf eine Notlandung vorbereitet sein
Abnormales Triebwerksverhalten
• Im Normalbetrieb ist immer FADEC A aktiv, im
Störungsfalle schaltet das System automatisch
auf FADEC B.
• Kommt es während des Fluges zu einem
abnormalen Triebwerksverhalten und schaltet
das System nicht automatisch auf das FADEC B
um, so besteht die Möglichkeit, mit dem Schalter
„Force FADEC B“ manuell auf das FADEC B
umzuschalten.
• Fluggeschwindigkeit unter 100 KIAS
• FADEC-Umschalter „Force FADEC B“
betätigen
• Flug kann fortgesetzt werden, aber der
Pilot soll:
• Nächstgelegenen Flugplatz anfliegen
• Auf eine Notlandung vorbereitet sein
Trockenfliegen eines Tanks
• Hinweis: ein Trockenfliegen eines Tanks
löst ein Blinken beider FADEC-Leuchten
aus
• Warnung: Um eine Eindringen von Luft in
das Kraftstoffsystem und dem damit
verbundenen Schaden an der
Hochdruckpumpe zu vermeiden, ist ein
Trockenfliegen eines Tanks unbedingt zu
vermeiden.
• Für den Fall, dass ein Tank leergeflogen
wurde, ist bei den ersten Anzeichen von
unzureichender Kraftstoffzufuhr wie folgt
zu verfahren:
• Sofortiges Umschalten des
Tankwahlschalters auf Tank mit Kraftstoff
• Elektrische Kraftstoffpumpe ein
• Fluggeschwindigkeit unter 100 KIAS
• Überprüfen der Triebwerksparameter;
ansprechen des Triebwerks auf
Änderungen des Gashebels
• Bei normalem Verhalten des Triebwerks:
Weiterflug zum nächstgelegenen Flugplatz
Anlassen des Triebwerks im Flug
• Fluggeschwindigkeit unter 100 KIAS
• Flughöhe unter 13‘000 ft
• Tankwahlschalter auf Tank mit
ausreichender Kraftstoffmenge
• Elektrische Kraftstoffpumpe ein
• Gashebel in Mittelstellung
• Engine Master AUS, dann EIN (sollte der
Propeller nicht drehen, zusätzlich Starter
EIN)
Hinweis:
• Der Propeller wird im Normalfall
weiterdrehen, solange die
Geschwindigkeit über 65 KIAS liegt
• Bei offensichtlichem Blockieren des
Triebwerks oder Propellers den Starter
nicht benutzen
Störung in der Stromversorgung
• Hinweis: Der TAE 125 benötigt für seinen
Betrieb eine Spannungsquelle. Fällt der
Alternator aus, ist die weitere Laufzeit des
Triebwerks von der Batterie und den
eingeschalteten Verbrauchern abhängig.
Für eine gealterte Batterie konnte eine
Triebwerksrestlaufzeit von ca. 120
Minuten nachgewiesen werden, unter
Berücksichtigung, dass nicht erforderliche
Verbraucher ausgeschaltet werden.
Alternator-Warnlampe leuchtet
• Amperemeter kontrollieren
• Sicherungsautomat Alternator EIN
• Nicht erforderliche elektrische Verbraucher
ausschalten
• Flug kann fortgesetzt werden, aber der Pilot soll:
• Nächstgelegenen Flugplatz anfliegen
• Auf eine Notlandung vorbereitet sein
• Mit einem Triebwerksausfall rechnen
Low Fuel Anzeigen
• Im Kurvenflug oder während
Beschleunigungsphasen können die
gelben Warnlampen zeitweise
aufleuchten. Die Anzeigen arbeiten nur im
unbeschleunigten Geradeausflug korrekt.
=> Nicht erschrecken !
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