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Inspiration Natur – Ein Bionik-Gedicht von Christina Rehr
In der Bionik fragt man sich nur, wozu nutzt mir eigentlich die Natur?
Die Phänomene, die in der Natur existieren, kann ich sie auch in der Technik probieren?
Schon Leonardo da Vinci sah seiner Zeit die fliegenden Menschen nicht mehr weit
und schaute, wie Fledermäuse fliegen, um von ihnen Inspirationen zu kriegen,
doch der menschliche Körper – bemerkte er - war für die Konstruktionen viel zu schwer.
Auch Otto Lilienthal versuchte zu gleiten und stürzte sich selber in endliche Weiten.
Mit Gleitapparaten, selbst konstruiert, hat er etliche Flüge ausprobiert.
Die Flugtechnik hat er stark vorangebracht, und dennoch hat’s am Ende gekracht.
Heute ist man ein ganzes Stückchen weiter, in manchen Punkten auch etwas gescheiter.
Man versucht, der Natur etwas abzuschauen, um Dinge nach ihrem Vorbild zu bauen.
Man kopiert Phänomene in allen Bereichen, versucht dann geringfügig abzuweichen,
um technische Wunder zu kreieren, die nur existieren dank Pflanzen und Tieren.
Eine Pflanze, die man heute sehr schätzt, hat Früchte, die mit Häkchen besetzt,
mit diesen Haken bleibt sie dann hängen, wenn fellige Tiere sich an sie drängen,
so dass ein Tier sie dann mitnehmen muss: Heute nennt man das Klettverschluss.
Eine Haihaut nützt in den heutigen Zeiten, um widerstandslos durch das Wasser zu gleiten.
Für Top-Athleten gibt’s zu Genüge Haihaut-ähnliche Schwimmanzüge
und eine Folie, die den Luftwiderstand senkt, beglückt den Piloten, der das Flugzeug lenkt.
In Regentropfen wird das Kleine ganz groß, doch wozu dient diese Tatsache bloß?
Den vergrößerten Blick auf Blatt oder Gras nutzt die Menschheit heute als Lupenglas.
Man lernte wie Tiere kommunizieren, mit Tönen, die durch die Lüfte vibrieren,
die ebenfalls durch das Wasser schallen und dort gegen Hindernisse prallen.
Ob Nahrung naht oder Fraßfeind droht, wissen manche Tiere nur mit Echolot.
Die Giftstachel von Hornissen und Bienen durften als Vorbild für Spritzen dienen.
Der Pinguinkörper diente als Norm für die heutige Zeppelinform.
Selbstreinigende Eigenschaften, dank derer Schmutzpartikel nicht haften,
ein Pflanzenblatt, das niemals verdreckt – das versteht man unter Lotuseffekt.
Tausende Möglichkeiten könnt‘ ich hier nennen, es ist kaum möglich, sie alle zu kennen.
Drum sag ich am Ende einfach nur: viel Spaß bei der Inspiration Natur.
27.04.2013
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