Abschlussarbeit zur Tierheilpraktikerin

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Abschlussarbeit zur Tierheilpraktikerin
Thema:
Die Enteritis beim Hund erfolgreich naturheilkundlich behandeln
Verfasser:
Ilona Hostadt, Weststr. 29, 48324 Sendenhorst
Studiennummer: 41064
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
Seite 3
2. Anatomie des Hundedarms
Seite 3 - 5
3. Enteritis
Seite 5
4. Ursachen
Seite 5 - 6
5. Symptome
Seite 6
6. Untersuchungsmöglichkeiten
Seite 6
7. Schulmedizinische Behandlungen
Seite 6 - 7
8. Naturheilkundliche Behandlungen
Seite 7
8.1 Phytotherapie
Seite 7 - 9
8.2 Biochemie nach Dr. Schüßler
Seite 9 - 10
8.3 Klassische Homöopathie
Seite 10
8.4 Bachblüten
Seite 10
9. Fütterung bei Enteritis
Seite 11
10. Vorbeugende Maßnahmen
Seite 11 - 12
11. Zusammenfassung
Seite 12
12. Literaturverzeichnis
Seite 13
2
1. Einleitung
In meiner Abschlussarbeit beschäftige ich mich mit dem Thema „Die Enteritis beim Hund
erfolgreich naturheilkundlich behandeln“ und wie diese mit naturheilkundlichen Maßnahmen
positiv beeinflusst und unterstützt werden kann.
In der heutigen Zeit erkranken leider immer mehr Hunde an einer Enteritis, was oft auf
Umwelteinflüsse, Allergien, stressbedingte Faktoren, Infektionen und vielem mehr
zurückzuführen ist.
Da ich eine eigene Tierbetreuung besitze und so mit vielen Hunden und auch deren Besitzern
in Kontakt stehe ist dies ein Thema mit dem ich oft konfrontiert werde.
Ich werde in dieser Arbeit auf die Anatomie des Darms und seine Funktion genauer eingehen.
Des Weiteren werde ich die Enteritis mit ihren Ursachen und Symptomen definieren sowie
mich mit den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten auseinandersetzen. Zum Ende hin
werde ich vorbeugende Maßnahmen auflisten mit den man eine Enteritis verhindern, oder
stark eingrenzen kann.
2. Anatomie des Hundedarms
Der Darm wird unterteilt in zwei Abschnitte, dem Dünndarm bestehend aus dem
Zwölffingerdarm (Duodenum), dem Leerdarm (Jejunum) und dem Hüftdarm (Ileum) sowie
dem Dickdarm bestehend aus dem Blinddarm (Caecum), dem Grimmdarm (Colon) und dem
Mastdarm (Rectum). Die Anhangsdrüsen des Dünndarms sind Leber und Bauchspeicheldrüse.
(vgl. [4] Seite 241)
Der erste Abschnitt, der Dünndarm, ist für die Spaltung und Verdauung (Resorption), genauer
gesagt für die Aufnahme der Nahrungsbestandteile
(Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Vitamine, Salze und Wasser) ins Blut verantwortlich. (vgl.
[4] Seite 256 - 258)
Der Zwölffingerdarm (Duodenum) ist der kürzeste Abschnitt des Dünndarms. Zu Beginn
enden ihn ihm die Ausführungsgänge der Gallenblase und Bauchspeicheldrüse, welche
wichtige Enzyme und Sekrete für die Spaltung der Nahrungsbestandteile liefern.
Die Aufgabe des Zwölffingerdarms besteht in der kurzzeitigen Speicherung des vom Magen
abgegebenen Nahrungsbreis sowie der Resorption von Nährstoffen und Vitaminen.
Gleichzeitig wird der vom Magen abgegebene saure Speisebrei durch alkalisches Sekrete
neutralisiert. (vgl. [4] Seite 249)
Der Leerdarm (Jejunum) ist die Fortsetzung des Zwölffingerdarms und besitzt zahlreiche
Schlingen. Seine Aufgabe besteht weiterhin in der Spaltung der Nahrung sowie in der
Resorption von Nährstoffen und Vitaminen. Zudem wird hier ein großer Teil des Wassers aus
dem Nahrungsbrei rückresorbiert und dieser somit eingedickt. (vgl. [4] Seite 249)
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Der Hüftdarm (Ileum) ist der dritte Abschnitt des Dünndarms und geht vom Leerdarm ohne
eine genaue Grenze über. Er macht etwa 60% des gesamten Dünndarms aus. Auch hier ist die
Aufgabe die Spaltung und Resorption von Nährstoffen und Vitaminen sowie die Resorption
von Wasser. Ausschließlich im Hüftdarm wird das Vitamin B12 aufgenommen. Des Weiteren
werden über 90% der Gallensäuren aufgenommen und wieder dem Leber-Darm-Kreislauf
zugeführt. (vgl. [4] Seite 249)
Der zweite Abschnitt, der Dickdarm, ist hauptsächlich dafür wichtig, Nahrungsbrei weiter
Wasser zu entziehen und ihn somit weiter einzudicken. Nährstoffe werden hier nicht mehr
aufgenommen, da der Nährstoffbrei nahezu nährstofffrei ist. (vgl. [4] Seite 265 und 266)
Beim Blinddarm (Caecum) handelt es sich um ein Stück vom Dickdarm mit einem
Wurmfortsatz. Er besitzt einen lymphatischen Anteil. Es dient als Speicher für lymphatische
Zellen und sorgt für die bakterielle Besiedelung des Dickdarms sowie der Wasserresorption
des Nahrungsbreies. (vgl. [4] Seite 266)
Die Hauptaufgabe des Grimmdarms (Colon), welcher vom Blinddarm übergeht, ist die
Resorption von Wasser und die Besiedelung mit Darmbakterien. Diese Darmbakterien
zersetzen den unverdaulichen Nahrungsrest. (vgl. [4] Seite 267 und 268)
Den Abschluss des Dickdarms bildet der Mastdarm (Rectum). Hier werden die letzten
Nährstoffe und Vitamine gespalten und resorbiert sowie dem Nahrungsbrei Wasser zum
eindicken entzogen. Die Darmbakterien zersetzen hier den Rest der unverdauten Nahrung,
bevor der Kot an den Analkanal weitergegeben und ausgeschieden wird. Im unteren Bereich
des Mastdarms sowie im Analkanal befinden sich die Schließmuskeln zur Regulation des
Stuhlgangs. (vgl. [4] Seite 268)
Beim gesamten Darm handelt es sich um ein muskuläres Hohlorgan, welches aus vier
verschiedenen Schichten besteht.
Die innere Schicht bildet die Schleimhaut (Mukosa). Sie weist im Dünndarm zahlreiche
Falten auf, welche von Ausstülpungen (Zotten) und Einsenkungen (Krypten) übersät sind.
Diese dienen der Oberflächenvergrößerung. Den größten Teil der Oberflächenvergrößerung
liefern allerdings die Mikrovilli. Sie sitzen auf den Zotten und ermöglichen es, die Nährstoffe
noch effizienter aufzunehmen. (vgl. [4] Seite 241 und 242)
Die folgende Schicht, die Submukosa, ist eine Bindegewebsschicht, in der feinste Blutgefäße,
Lymphbahnen und Nervenästchen enden. (vgl. [4] Seite 243)
Die Muskelschicht (Muskularis) besteht aus glatter Muskulatur und einer äußeren
Längsmuskelschicht, um den Nahrungsbrei über peristaltische Wellen weiter zu
transportieren. (vgl. [4] Seite 244 und 245)
Die äußerste Schicht bildet die Serosa, welche aus dünnem Bindegewebe besteht. (vgl. [4]
Seite 244)
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Der Dickdarm weist die gleichen vier Schichten auf wie der Dünndarm, nur dass die
Schleimhaut hier nicht so viele Falten und Ausstülpungen besitzt wie der Dünndarm.
Dennoch ist auch hier die Oberfläche durch Einbuchtungen etwas vergrößert. Im Dickdarm
befindet sich die Darmflora, welche zahlreiche Bakterien aufweist, welche die noch
unverdauten Nahrungsreste mithilfe von Fäulnis- und Gärungsprozessen weiter zersetzt. (vgl.
[4] Seite 268)
Die Resorption findet in folgenden Abschnitten statt: Im oberen Dünndarms findet
überwiegend die Fettverdauung statt, wozu Gallenflüssigkeit benötigt wird. Die
Eiweißverdauung wird mit Hilfe von Enzymen aus der Bauchspeicheldrüse fortgesetzt. Im
gesamten Dünndarm werden Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette, Vitamine, Salze und Wasser
gespalten und resorbiert. (vgl. [4] Seite 258 und 259)
3. Die Enteritis
Bei der Enteritis handelt es sich um eine Darmentzündung. Hierbei ist nur der Dünndarm
betroffen. Sind Magen und Dickdarm mitbetroffen, spricht man von einer Gastroenteritis bzw.
einer Enterokolitis. (Quelle [7])
4. Ursachen
Bei der Enteritis unterscheidet man die akute und die chronische Form. Die akute Form kann
durch Bakterien, Viren, Pilzen, Darmparasiten, giftige Substanzen, Nahrungsmittel oder durch
Stress hervorgerufen werden. Bei der chronischen Form handelt es sich meist um Morbus
Crohn (Dünndarm) oder Colitis ulcerosa (Dickdarm), aber auch Autoimmunerkrankungen
können vorkommen. (Quelle [8])
Bakterien: wie z.B. Salmonellen, Yersinien, Staphylokokken, Streptokokken, Campylobacter
oder Clostridien (Quelle [7])
Viren: wie z.B. Rotavirus, Coronavirus oder Parvovirus (Quelle [7])
Pilze: wie z.B. Darmbesiedelung durch Hefe oder Schimmelpilze (Quelle [7])
Darmparasiten: wie z.B. Giardien, Spulwürmer oder Kokzidien (Quelle [7])
Giftige Substanzen (Toxine): wie z.B. Reinigungsmittel, Pflanzenschutzmittel oder Dünger,
aber auch Strahlenbehandlung, Chemotherapie oder Medikamente (Quelle [7])
Nahrungsmittel: wie z.B. durch Futtermittelallergien, plötzliche Umstellung des Futters oder
Tischabfälle die für den Verdauungstakt des Hundes ungeeignet sind (Quelle [7])
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Stress: Nervenzellen steuern die Nahrungsverarbeitung. Stress bringt diese Informationen
durcheinander und das Nervensystem ist gestört (Quelle [7])
Morbus Crohn: Ist eine chronische und schubweise verlaufende Entzündung des
Verdauungstraktes, welche jeden Abschnitt (in dem Fall des Dünndarms) betreffen kann. Die
Schichten der Darmwand sind hierbei entzündet. (Quelle [9])
Colitis ulcerosa: Betrifft ausschließlich den Dickdarm. Auch hier entzündet sich die
Darmschleimhaut, was dort Geschwüre (Ulzerationen) hervorruft. (Quelle [9])
Autoimmunerkrankungen: Wenn körpereigenes Gewebe fälschlicherweise als fremd
angesehen wird und eine Immunreaktion gegen dieses Gewebe herbeigeführt wird, setzt ein
Entzündungsprozess ein, welcher das Gewebe schädigt. (Quelle [9])
5. Symptome
Ein typisches Anzeichen für eine Enteritis ist Durchfall (Diarrhö). Es werden große Mengen
flüssiger, übelriechender bis stark stinkender Kot abgesetzt. Auch Schleim und
Blutbeimengungen können vorhanden sein. Eine große Bedrohung hierbei ist der Flüssigkeitsund Mineralverlust, welcher zur Dehydrierung führen kann.
Weitere Symptome sind Müdigkeit und Antriebslosigkeit. In manchen Fällen können auch
Fieber, Erbrechen sowie Gewichtsverlust auftreten. (Quelle [7], [8])
6. Untersuchungsmöglichkeiten
Die Diagnose wird anhand einer genauen Anamnese bestimmt. Des Weiteren erfolgt eine
Kotuntersuchung auf Parasiten und Würmer sowie ggf. eine Blutuntersuchung zur
Bestimmung eventueller Viren oder Bakterien. Eine chronische Erkrankung kann durch
bestimmte Entzündungswerte abgeklärt werden. Ein Allergietest gibt Ausschluss über
eventuelle Futtermittelunverträglichkeiten. In manchen Fällen ist eine Darmspiegelung vom
Tierarzt mit Probenentnahme zur Sicherung der Diagnose sinnvoll. (Quelle [7])
7. Schulmedizinische Behandlungen
Die Behandlung der Enteritis besteht zunächst in der Behandlung der aktuellen Symptome.
Hierzu werden u.a. Fiebersenker, Antibiotika und Entzündungshemmer eingesetzt. Die
genaue Behandlung ist situationsabhängig. Bei einem Wurmbefall wird ein entsprechendes
Entwurmungsmittel eingesetzt. Bei einer Infektion durch Bakterien kommen weiterhin
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Antibiotika zum Einsatz. Handelt es sich um Viren oder bestimmte Parasiten, wird das
Immunsystem gestärkt. Bei chronischen Erkrankungen ist eine spezielle Diät sinnvoll.
Ein Futterentzug von 24 bis 48 Stunden mit anschließender Schonkost ist in allen Fällen
sinnvoll, da sich der Darm so erst einmal erholen kann. (Quelle [7])
8. Naturheilkundliche Behandlungen
In erster Linie sollte die Ursache für die Enteritis geklärt werden. Auch hier werden wie bei
der Schulmedizin zuerst die Symptome behandelt. Dennoch ist es auch hier wichtig die
genaue Ursache für die weitere Behandlung zu finden. Nur so lässt sich die Enteritis sinnvoll
und langfristig gut behandeln.
8.1 Phytotherapie
Die Phytotherapie oder Pflanzenheilkunde ist eines der ältesten Therapieverfahren.
Heilpflanzen besitzen ein breites Spektrum an Inhaltsstoffen, welche bei den
unterschiedlichsten Erkrankungen zum Einsatz kommen. Es gibt einige wichtige Kräuter,
welche bei der Enteritis eingesetzt werden können. Die Therapie sollte jedoch auch immer auf
die genaue Ursache abgestimmt werden.
Brennnessel (Urtica)
Die Brennnessel hat eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung, welche vor
allem dem Flavonoiden zuzuschreiben ist. Ihr hoher Anteil an Vitamin A, B, K und C ist
optimal zur Stärkung des Immunsystems. Die enthaltenen Mineralien wie Kalium, Kalzium
und Nitrat kommen in größeren Mengen vor und wirken regulierend auf das Säure-BasenGleichgewicht. (vgl. [2] Seite 51)
Eibisch (Althaea officinalis)
Der Eibisch wirkt entzündungshemmend, reiz- und schmerzlindernd. Die in ihm enthaltenen
Schleimstoffe bilden einen Schutzfilm über der Schleimhaut, welche daraufhin schneller
abheilt. Gerbstoffe, welche im Eibisch enthalten sind, wirken gegen Bakterien und Viren.
Durch die adstringierende Wirkung der Gerbstoffe nimmt der Kot wieder seine feste Form an.
(vgl. [2] Seite 58 und 59)
7
Fenchel (Foeniculum culgare)
Der Fenchel ist reich an Flavonoiden, welche vor allem entzündungshemmend und
krampflösend wirken. Antioxidantien bekämpfen besonders gut freie Radikale und
neutralisieren diese. Fenchel ist sehr reich an ätherischen Ölen, welche sich antibakteriell auf
den Körper auswirken. Während der Trächtigkeit sollte jedoch auf Fenchel verzichtet werden.
(vgl. [2] Seite 62)
Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
Die wirksamsten Inhaltsstoffe befinden sich in den Blättern und den Früchten. Sie enthalten
Gerbstoffe und Flavonoide welche entzündungshemmend, reiz- und schmerzlindernd wirken.
Reich an Vitaminen wird so auch das Immunsystem gestärkt. Gerbstoffe bewirken das die
Durchfallerreger nicht in die Darmschleimhaut gelangen und wichtige Nährstoffe und Wasser
nicht verloren gehen. (vgl. [2] Seite 70)
Hundsrose (Rosa canina)
Die Früchte der Hundsrose sind die Hagebutten. Sie besitzen einen sehr hohen Anteil an
Vitamin C sowie A und B, welche ideal sind um das Immunsystem zu stärken. Die in der
Hagebutte enthaltenen Pektine gelten als Ballaststoffe, welche im Darm aufquellen und so die
natürliche Darmtätigkeit anregen. (vgl. [2] Seite 81)
Echte Kamille (Matricaria recutita)
Die echte Kamille besitzt sehr viele entzündungshemmende, reiz- und schmerzlindernde
Inhaltsstoffe wie z.B. die ätherischen Öle Chamazulen und Bisabolol. Auch die in ihr
enthaltenen Flavonoide wirken entzündungshemmend und krampflösend. Die Schleimstoffe
bilden einen Schutzfilm über der Schleimhaut, welche daraufhin schneller abheilt. Die echte
Kamille wirkt antiseptisch, antibakteriell, fiebersenkend und beruhigend auf das vegetative
Nervensystem. Sie ist aufgrund ihrer Vielseitigkeit eines der ersten Mittel, welche bei einer
Enteritis eingesetzt werden sollte. (vgl. [2] Seite 91)
Kümmel (Carum carvil)
Die im Kümmel enthaltenen ätherischen Öle wirken vor allem entspannend auf die
Muskulatur des Verdauungstraktes. Blähungen, Durchfall und Erbrechen können mit Kümmel
gut in den Griff bekommen werden. Er besitzt eine ausgeprägte antibakterielle und
antimykotische Wirkung. Kümmel ist reich an Ballaststoffen, welche die Verdauung
regulieren. (vgl. [2] Seite 95)
8
Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
Die im Rosmarin enthaltenen Bitterstoffe regen die Magen-, Gallen- und
Bauchspeichelsaftsekretion an, was einen positiven Einfluss auf den gesamten
Verdauungsprozess hat. Rosmarin besitzt eine antimikrobielle Wirkung z.B. gegen Hefen,
Bakterien und Schimmelpilze sowie eine antivirale Wirkung z.B. gegen Viren. Kampfer,
welcher im ätherischen Öl zu finden ist, gilt als schmerzlindernd und krampflösend. (vgl. [2]
Seite 119)
Sonnenhut (Echinacea)
Zur Stärkung des Immunsystems eignet sich der Sonnenhut mit am besten da er u.a. mit an
der Bildung von Antikörpern beteiligt ist.
Er wirkt antioxidativ, antibakteriell und antiviral. Der Sonnenhut ist entzündungshemmend
und besitzt kortisonähnliche Eigenschaften. Die in ihm enthaltene Cichorinsäure hemmt das
Wachstum von Keimen und Entzündungen. (vgl. [2] Seite 128)
8.2 Biochemie nach Dr. Schüßler
„Krankheiten entstehen, wenn Salze fehlen“. (Zitat [3] Seite 15 mittig)
Schüßler Salze regulieren den Mineralstoffhaushalt und helfen so der Zelle, wieder zu
funktionieren. (vgl. [3] Seite 14 und 15) Folgende Salze kommen bei einer Enteritis zum
Einsatz:
Nr. 3 Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat)
Ferrum phosphoricum wird immer dann eingesetzt, wenn sich eine Entzündung noch in der
ersten Phase befindet. Es wirkt entzündungshemmend und schmerzstillend. Vor allem aber ist
es das Mittel zur Stärkung des Immunsystems. (vgl. [2] Seite 44 - 46)
Nr. 4 Kalium chloratum (Kaliumchlorid)
Kalium chloratum ist das Mittel, wenn sich eine Entzündung bereits in der zweiten Phase
befindet. Es wird auch als das Schüßler Salz der Schleimhäute bezeichnet. Es wirkt
entzündungshemmend und abschwellend. (vgl. [2] Seite 48 - 50)
Nr. 7 Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat)
Magnesium phosphoricum ist das Krampf- und Schmerzmittel. Es beruhigt das vegetative
Nervensystem und hat somit auch Einfluss auf den Verdauungsapparat. (vgl. [2] Seite 58 - 60)
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Nr. 8 Natrium chloratum (Natriumchlorid)
Natrium chloratum ist das Wasserhaushaltsmittel sowie das Mittel für den Säure-BasenHaushalt. Es reguliert u.a. die Salzproduktion im Magen, wodurch die Vorverdauung
optimiert wird. Dadurch kann der Darm besser arbeiten und die Nährstoffe werden besser
verstoffwechselt. (vgl. [2] Seite 61 - 63)
8.3 Klassische Homöopathie
In der Klassischen Homöopathie kommen einige Mittel zum Einsatz, welche bei der Enteritis
eingesetzt werden können. Wichtig ist jedoch hier, dass eine genaue Anamnese erstellt wird
und das passende Mittel mit der passenden Potenz ermittelt wird.
-
Echinacea (vgl. [10] Seite 14 - 15)
Nux vomica (vgl. [10] Seite 31 - 32)
Belladonna (vgl. [10] Seite 8)
Veratum (vgl. [10] Seite 33 - 34)
Komplexmittel
-
Belladonna - Homaccord ad us. vet. (Fa. Heel) (vgl. [5] Seite 28 - 29)
Echinacea compositum ad us. vet. (Fa. Heel) (vgl. [5] Seite 68 - 69)
Engystol ad us. vet (Fa. Heel) (vgl. [5] Seite 71 - 72)
Mucosa compositum ad us. vet (Fa. Heel) (vgl. [5] Seite 117 - 118)
Nux vomica-Homaccord ad us. vet (Fa. Heel) (vgl. [5] Seite 125 - 126)
Veratrum-Homaccord ad us. vet (Fa. Heel) (vgl. [5] Seite 166 - 167)
8.4 Bachblüten
Bachblüten unterstützen die Selbstheilungskräfte und wirken ganzheitlich auf Seele, Geist und
Körper. Bei einer Enteritis kann man unterstützend verschiedene Bachblüten einsetzen.
Wichtig ist, dass eine genaue Anamnese erstellt wird, um das passende Mittel zu ermitteln.
-
Agrimony (Odermennig) dem Dünndarm zugeordnet (Quelle [11])
Beech (Rotbuche) bei Durchfall (Quelle [11])
Clematis (Weiße Waldrebe) dem Dickdarm zugeordnet (Quelle [11])
Crab Apple (Holzapfel) bei Blähungen (Quelle [11])
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9. Fütterung bei Enteritis
Bei einer Enteritis sollte zunächst 24 bis 48 Stunden ein Nahrungsentzug erfolgen. Auf diese
Weise hat der Darm die Möglichkeit sich zu erholen. Anschließend kann man beginnen kleine
Portionen über den Tag verteilt zu verabreichen. (Quelle [6], [7]) Wichtig hierbei ist, dass es
sich um Fettarme und leicht verdauliche Nahrung handelt.
Eine geeignete Darm-Diät zur Wiederherstellung der gesunden Darm-Flora ist zb. gekochter
Reis, gekochtes Huhn, Hüttenkäse und gekochte Möhren. (vgl. [1] Seite 132, 133 - 134)
Die Darm-Diät sollte jedoch immer auf die genaue Ursache der Enteritis abgestimmt werden.
Um eine Dehydrierung zu vermeiden sollte immer genügend Flüssigkeit zur Verfügung
stehen.
10. Vorbeugende Maßnahmen
Hunde sollten, damit alle Lebensfunktionen optimal ablaufen können, artgerecht ernährt
werden. Dazu zählt eine hochverdauliche und ausgewogene Ernährung.
Das Futter sollte an die jeweiligen Bedürfnisse genau angepasst sein. Handelt es sich z.B. um
einen sehr aktiven oder eher um einen gemütlichen Hund? Sind Erkrankungen bekannt? Wird
eine Hündin für die Zucht eingesetzt? Es gibt viele Faktoren, welche bedacht werden sollten.
Giftige Substanzen sollten immer außer Reichweite von Hunden aufbewahrt werden.
Bei Düngemitteln ist große Vorsicht geboten. Sowohl im eigenen Garten als auch beim
jährlichen Düngen der Felder. Die Giftstoffe können leicht verschluckt oder eingeatmet
werden und so zu einer Vergiftung führen.
Beim Einsatz von Pestiziden sind Hunde auf jeden Fall fern zu halten.
Auch bei den täglichen Gassi Runden sollte man immer die Augen offenhalten, da leider
immer öfter Vergiftungen durch Toxine wie z.B. Rattengift von Hundehassern eingesetzt
werden.
Lebensmittel auf eventuelle Schimmelsporen untersuchen.
Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze oder Darmparasiten übertragen sich schnell von
einem Wirt auf den nächsten. Sollte eine Infektion vorliegen, ist auf jeden Fall auf die
Hygiene zu achten. Durch den ausgeschiedenen Kot können sich andere Tiere infizieren.
Dieser sollte vom Hundehalter entsorgt werden.
Übertragungen der Krankheitserreger u.a. durch Tröpfcheninfektion, Kontakt- oder
Schmierinfektion führen zu einer schnellen Ausbreitung. Erkrankte Hunde sollten den
Kontakt mit anderen Tieren vorerst meiden.
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Auch Hunde können durch ihre Umgebung in Stress versetzt werden. Dies sind vor allem
Situationen, welche sie selber nicht meistern können. Stressauslöser bei Hunden kann u.a.
sein:
-
zu wenig oder zu viel Bewegung
Einsamkeit und Langeweile
Besitzerwechsel
häufiger Wohnortwechsel
plötzlich eintretende Veränderungen
zu kalt oder zu warm
zu hohe Ansprüche beim Training
zu viel Lärm
Krankheit und Schmerz
Hunger oder Durst
Bedrohungen durch den Menschen oder andere Tiere
Wut und Aggression
11. Zusammenfassung
In meiner Abschlussarbeit ging es um das Thema „Enteritis beim Hund erfolgreich
naturheilkundlich behandeln“.
Ich habe die Anatomie des Hundedarms erläutert und die Enteritis mit ihren Ursachen und
Symptomen definiert.
Des Weiteren bin ich auf die schulmedizinischen und naturheilkundlichen
Behandlungsmöglichkeiten näher eingegangen.
Am Ende meiner Abschlussarbeit bin ich auf vorbeugende Maßnahmen eingegangen um
darzustellen, wie in einigen Fällen eine Enteritis umgangen werden kann.
Anhand der Recherchen für diese Abschlussarbeit und meinen eigenen Erfahrungen im
Umgang mit Hunden komme ich zu dem Schluss, das in der heutigen Zeit Stress bei Hunden
eine große Rolle spielt.
Hundebesitzer sollten sich vor der Anschaffung eines Hundes einige Informationen einholen,
um so den Hund nicht durch Unachtsamkeit oder Unwissenheit in Gefahr zu bringen.
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12. Literaturverzeichnis
[1] Dr. med. vet. Julia Fritz: Hunde barfen: Alles über Rohfütterung Gebundene Ausgabe –
11. Juni 2015 Verlag: Eugen Ulmer KG
[2] Petra Pawletko: Heilpflanzen für Tiere Gebundene Ausgabe Gebundene Ausgabe –
16. Dezember 2013 Verlag: Oertel & Spörer
[3] Claudia Bergmann-Scholvien: Schüßler-Salze für meinen Hund Gebundene Ausgabe
6. Februar 2009 Verlag: Kosmos
[4] Klaus Loeffler, Gotthold Gäbel: Anatomie und Physiologie der Haustiere Broschiert –
13. März 2013 Verlag: UTB, Stuttgart; Auflage: 13.
[5] Fa. Heel: Präparateliste für die Tierbehandlung Broschiert – März 2013 Auflage 2.
[6] Das Tiermedizin Informationsportal: Magen-Darm-Entzündung
URL: http://www.tierklinik.de/medizin/erkrankungen-des-verdauungsapparates-bei-hundund-katze/magen-darm-entzuendung (Stand 15.12.2016)
[7] Das Tiermedizin Informationsportal: Darmentzündung
URL: http://www.tierklinik.de/medizin/erkrankungen-des-verdauungsapparates-bei-hundund-katze/darmerkrankungen/darmentzuendung (Stand 15.12.2016)
[8] Gesundheit: Darmentzündung Enteritis
URL: http://www.gesundheit.de/krankheiten/magen-darm/lebensmittelvergiftung-undinfektion/darmentzuendung-enteritis-ursachen-symptome-verlauf (Stand 19.12.2016)
[9] Medhost: Enteritis
URL: http://www.medhost.de/gesundheit-lexikon/enteritis.html (Stand 19.12.2016)
[10] Fa. Heel: Homöopathische Stoffcharakteristiken Broschiert – Oktober 2013 Auflage 5.
[11] der-querschnitt: Bachblüten für die Verdauung
URL: https://www.der-querschnitt.de/archive/13438 (Stand 19.12.2016)
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Ich, Ilona Hostadt, habe diese Arbeit selbstständig angefertigt und verfasst. Es sind keine
anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt worden.
Sendenhorst den 09.01.2017
Unterschrift
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