Basistrainer Mathe - Schulbuchzentrum

Werbung
Simone Holl, Heike Köppe, Gregor Kuhlmann, Michaela Lücking-Freytag, Ute Schmidt-Kastner, Peter Schröder
Basistrainer Mathe
Mathematik für die Berufsfachschule
Fachbereich Wirtschaft und Verwaltung
Bildungsgänge der Anlage B APO-BK
Ausgabe NRW
Arbeitsbuch
1. Auflage
Bestellnummer 52204
52204_001_00_001-049.indd 1
4/20/15 12:15 PM
Die in diesem Produkt gemachten Angaben zu Unternehmen (Namen, Internet- und E-Mail-Adressen, Handelsregistereintragungen,
Kontonummern, Steuer-, Telefon- und Faxnummern und alle weiteren Angaben) sind i. d. R. fiktiv, d. h., sie stehen in keinem Zusammenhang mit einem real existierenden Unternehmen in der dargestellten oder einer ähnlichen Form. Dies gilt auch für alle Kunden,
Lieferanten und sonstigen Geschäftspartner der Unternehmen wie z. B. Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen und andere
Dienstleistungsunternehmen. Ausschließlich zum Zwecke der Authentizität werden die Namen real existierender Unternehmen und
z. B. im Fall von Kreditinstituten auch deren Bankleitzahlen, IBAN und BIC verwendet.
Die in diesem Werk aufgeführten Internetadressen sind auf dem Stand zum Zeitpunkt der Drucklegung. Die ständige Aktualität der
Adressen kann vonseiten des Verlages nicht gewährleistet werden. Darüber hinaus übernimmt der Verlag keine Verantwortung für die
Inhalte dieser Seiten.
[email protected]
www.bildungsverlag1.de
Bildungsverlag EINS GmbH
Ettore-Bugatti-Straße 6–14, 51149 Köln
ISBN 978-3-427-52204-1
© Copyright 2015: Bildungsverlag EINS GmbH, Köln
Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Nutzung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen
schriftlichen Einwilligung des Verlages.
Hinweis zu § 52a UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen ohne eine solche Einwilligung eingescannt und in ein Netzwerk eingestellt werden.
Dies gilt auch für Intranets von Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen.
52204_001_00.indb 2
27/03/15 2:18 PM
Vorwort
3
Dieses Arbeitsbuch richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die sich in der Berufsfachschule auf
einen Beruf vorbereiten. Der Aufbau des Buches orientiert sich am Lehrplan des Landes NordrheinWestfalen. Dieser fordert einen Unterricht, der eine umfassende berufliche, gesellschaftliche und
personale Handlungskompetenz zum Ziel hat und kompetenzorientiert auf der Grundlage von Anforderungssituationen im Unterricht umgesetzt werden soll. Der Kompetenzbegriff wird gemäß Lehrplan in Wissen und Fertigkeiten sowie Sozialkompetenz und Selbstständigkeit aufgeschlüsselt.
In den vorangegangenen Schuljahren haben die Schülerinnen und Schüler eine große Anzahl von
Rechenverfahren kennen gelernt. In der alltäglichen privaten oder beruflichen Wirklichkeit ist nicht
entscheidend, wie eine bestimmte Formel aufgelöst wird. Sicherlich muss man die Rechenverfahren
beherrschen. Wichtiger ist zu erkennen, wie man ein komplexes Problem aufschlüsselt und durch
Anwendung geeigneter mathematischer Methoden lösen kann. Deshalb sind die mathematischen
Problemstellungen in die Schilderung von Alltagssituationen des beruflichen wie des privaten
Umfelds eingebunden, bei deren Lösung Wissen, Fertigkeiten, Sozialkompetenz und Selbstständigkeit gefördert werden.
Die Lernsituationen sind in der Regel in Form von Dialogen gestaltet, die zu einer variationsreichen
Unterrichtsführung einladen. In den Dialogen wird ein Problem geschildert, das mithilfe eines
mathematischen Verfahrens gelöst werden kann. Die Lernenden sind so gefordert, sich die geschilderte Situation zu erschließen und daraus den Lösungsweg abzuleiten. Es ist offensichtlich, dass hier
auch die Lesekompetenz gefördert wird.
Die im Arbeitsbuch aufgenommen Aufgabenstellungen sind im Lehrbuch durch ein Sternchen
gekennzeichnet.
Die Förderung des prozesshaften Denkens wurde im Lehrbuch (Bestell-Nr. 52203) entwickelt und
wird in diesen Arbeitsbuch aufgenommen und fortgeführt. Es werden Wege zur Entwicklung von
Lösungsstrategien aufgezeigt und den Schülerinnen und Schülern zugänglich gemacht. Lehrbuch
und Arbeitsbuch leisten somit zusammen einen Beitrag zum selbstgesteuerten Lernen.
Die Verfasser
52204_001_00.indb 3
27/03/15 2:18 PM
4
Inhaltsverzeichnis
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3
1
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
1.6
1.7
1.8
1.9
Anforderungssituation 1: Dreisatz und Verteilungsrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Eisdiele (Situation 5) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Schnitzel (Situation 7). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Teppichboden (Situation 10) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Flyer (Situation 12) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Inventur (Situation 14) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Anzeigenblatt (Situation 20) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Autokosten sind umzulegen (Situation 22) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Gewinnverteilung in einer OHG (Situation 24) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Gewinnverteilung in einer KG (Situation 25) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7
7
10
12
14
16
19
22
25
28
2
2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7
Anforderungssituation 2: Prozent- und Überschlagsrechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Wechselgeld (Situation 1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kassenbericht (Situation 4) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Gemüsesonderstand (Situation 6) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Webfehler (Situation 11) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Quittung mit Umsatzsteuerausweis (Situation 13) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bargeld oder Karte? (Situation 14) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Prozente, Prozente (Situation 16) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
31
31
34
38
41
43
46
48
3
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
3.6
3.7
Anforderungssituation 3: Warenhandelskalkulation und Preisgestaltung . . . . . . . . . . . . .
Seniorenhandy – Bezugspreis kalkulieren (Situation 2) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bitte Rechnung prüfen (Situation 4) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Blu-Ray-Brenner (Situation 5) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Verkaufskalkulation in der Lebensmittelabteilung (Situation 6) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Der MP3-Player ist zu teuer (Situation 8) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Überweisungsbetrag (Situation 12). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Erweiterung im Sportsortiment (Situation 15) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
50
50
54
57
60
63
66
69
4
4.1
4.2
4.3
4.4
4.5
Anforderungssituation 4: Sparen und Kredit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Alexa braucht ein neues Smartphone (Situation 1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Scooter – aber sofort (Situation 5) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Finanzierung mittels Ballonkredit (Situation 6) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Vorsorge treffen – Rücklagen bilden (Situation 8) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Eigene Wohnung (Situation 9) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
73
73
77
80
84
86
5
5.1
5.2
5.3
5.4
5.5
5.6
5.7
5.8
5.9
5.10
5.11
Anforderungssituation 5: Beschreibende Statistik/Stochastik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Umsatzquoten (Situation 2) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Ist poddy umsatzrentabel? (Situation 3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Mindere Qualität? (Situation 4) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Preise für LCD Fernseher (Situation 5) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Was bedeutet die Grafik der Umsätze? (Situation 7) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kosten für ein Pedelec (Situation 8) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Gestaltung des Büffettisches (Situation 9) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Makelloses Geschirr (Situation 10) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Wer gewinnt? (Situation 12) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Die richtige Aufstellung (Situation 15) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Farbe an die Wände (Situation 16) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
88
88
91
93
94
96
98
100
102
104
106
109
52204_001_00.indb 4
27/03/15 2:18 PM
Inhaltsverzeichnis
6
6.1
6.2
6.3
6.4
6.5
6.6
6.7
6.8
Anforderungssituation 6: Funktionen und Gleichungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Preisvergleich (Situation 1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Entwicklung des Lagerbestandes (Situation 3) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Günstige Autovermietung (Situation 7) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Telefonkosten (Situation 9) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Am Wochenende (Situation 12) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Ein Kunde beschwert sich (Situation 13) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Handy-Tarife (Situation 15) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sortimentserweiterung in der Sportabteilung (Situation 19) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5
111
111
114
117
121
125
128
131
135
Bildquellenverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139
52204_001_00.indb 5
27/03/15 2:18 PM
52204_001_00.indb 6
27/03/15 2:18 PM
Anforderungssituation 1:
Dreisatz und Verteilungsrechnung
1.1 Eisdiele (Situation 5)
Lernsituation
Rechnung für die Eisdiele
Abteilungsleiterin Frau Feldmeyer: „Cem, bitte kümmern Sie sich um die Bestellung der Eisdiele und
nehmen Sie dann den Rechnungsblock zur Hand und schreiben Sie gleich eine Rechnung fertig. Frau
Picolli wird die Bestellung in einer halben Stunde abholen. Ach ja, die Liste mit der Bestellung brauchen Sie ja auch.“
Cem: „Alles klar, Chefin, wird gemacht. Können Sie mir aber noch die aktuellen Preise nennen? Die
Eisdiele bekommt bestimmt einen Mengenrabatt, oder?“ Frau Feldmeyer: „Schreiben Sie sich die
Preise, die ich mit Frau Picolli ausgemacht habe, mal eben auf. Erdbeeren je Schale 1,39 €, Himbeeren
je Schale 2,25 €. Kiwis kosten pro Stück 0,30 €, 5 Stück 1,20 €. Zitronen liegen bei 0,40 €, drei Stück
kosten 1,00 €. Für ein kg Weintrauben nehmen wir 3,45 €, für ein kg Bananen 2,10 €.“
Cem: „Prima, alles notiert. Dann lege ich gleich los, sodass ich rechtzeitig fertig bin, wenn Frau Picolli
kommt!“
Bestellung für die Eisdiele „Picolli“
15 Schalen Erdbeeren
8 kg Bananen
25 Kiwis
6 kg Weintrauben
20 Schalen Himbeeren
30 Zitronen
Analyse
Aufgabe 1
Lies den Text genau durch, unterstreiche das Wesentliche und beantworte anschließend die Fragen.
Nr.
Frage
1
Wie teuer sind 5 Kiwis?
2
Welche Produkte werden je Schale bezahlt?
3
In welcher Maßeinheit werden die Weintrauben gekauft?
4
Welche Aufgaben soll Cem erfüllen?
52204_001_00.indb 7
Antwort
27/03/15 2:18 PM
8
Anforderungssituation 1: Dreisatz und Verteilungsrechnung
Aufgabe 2
Für welche Produkte erhält die Eisdiele „Picolli“ einen Mengenrabatt? Gib auch an, wie hoch jeweils
die Ersparnis ist.
Lösungsweg
Schritt 1: Berechnung des Warenwertes der Produkte in Schalen
Bestimme die Warenwerte für die Erdbeeren und die Himbeeren, indem du die Anzahl der Schalen
mit dem Preis je Schale multiplizierst.
Warenwert der Erdbeeren =
Warenwert der Himbeeren =
Schritt 2: Berechnung des Warenwertes der nach Gewicht verkauften Produkte
Um die Warenwerte für die Bananen und die Weintrauben zu bestimmen, musst du die bestellte
Menge in kg mit dem Preis je kg multiplizieren.
Warenwert der Bananen =
Warenwert der Weintrauben =
Schritt 3: Berechnung des Warenwertes der nach Stück verkauften Produkte
Abschließend musst du die Warenwerte für die Kiwis und die Zitronen bestimmen. Zuerst musst du
dir überlegen, wie oft jeweils die bestellten Mengen durch die Mengen, für die es Mengenrabatt gibt,
teilbar sind. Dann muss diese Zahl mit dem dazugehörigen Preis multipliziert werden.
Häufigkeit der Menge mit Mengenrabatt bei den Kiwis =
Häufigkeit der Menge mit Mengenrabatt bei den Zitronen =
Warenwert der Kiwis =
Warenwert der Zitronen =
52204_001_00.indb 8
27/03/15 2:18 PM
Eisdiele (Situation 5)
9
Schritt 4: Antwort
Übernimm nun die Ergebnisse aus den ersten drei Schritten und addiere diese, um die Rechnungssumme ohne Umsatzsteuer zu erhalten.
Rechnung für
Eisdiele „Picolli“
Produkt
Warenwert
Rechnungssumme
REFLEXION
Erkläre, warum es aus Sicht des Kaufhauses sinnvoll ist, der Eisdiele für einige Produkte einen Mengenrabatt zu gewähren.
52204_001_00.indb 9
27/03/15 2:18 PM
10
Anforderungssituation 1: Dreisatz und Verteilungsrechnung
1.2 Schnitzel (Situation 7)
Lernsituation
Schnitzel für das Betriebsfest
Die Verwaltung plant ein Grillfest. Paul soll sich
um die Schnitzel für das Abteilungsfest kümmern.
Er fragt seine Kollegin Ulrike.
Paul: „Wie viele Schnitzel muss ich wohl besorgen?“
Ulrike: „Im letzten Jahr kamen 25 Angestellte.
Ich kann mich noch erinnern, dass sie 30 Schnitzel
verputzten. Ich war nämlich für den Einkauf zuständig.“
Paul: „Okay, in diesem Jahr haben sich 32 Kolleginnen und Kollegen angemeldet.“
Analyse
Aufgabe 1
Lies den Text genau durch, unterstreiche das Wesentliche und mach dir Notizen.
Aufgabe 2
Erkläre in eigenen Worten, dass es sich um eine Situation zum Thema Dreisatz mit proportionalem
Verhältnis handelt. Notiere auch den Merksatz für die obige Situation.
52204_001_00.indb 10
27/03/15 2:18 PM
Schnitzel (Situation 7)
11
Lösungsweg
In den nächsten Schritten wird mithilfe des Dreisatzes ermittelt, wie viele Schnitzel für das diesjährige Betriebsfest bestellt werden müssen:
Schritt 1: Bekanntes Verhältnis aufschreiben
Aus dem letzten Jahr ist ein Verhältnis bekannt.
Angestellte aßen
Schnitzel.
Schritt 2: Schluss auf eine Einheit
Um die neue Bestellmenge zu bestimmen, wird im zweiten Schritt ermittelt, wie viele Schnitzel ein
Angestellter essen wird. Aufgrund des proportionalen Verhältnisses musst du die Anzahl der Schnitzel durch die Anzahl der Angestellten dividieren.
Schnitzel pro Angestelltem =
Schritt 3: Schluss auf die gesuchte Größe
Abschließend multipliziere die Anzahl der erwarteten Angestellten des diesjährigen Betriebsfestes mit
dem Ergebnis aus Schritt 2 und erhalte so die Anzahl der benötigten Schnitzel.
Anzahl der benötigten Schnitzel =
Schritt 4: Antwort
Paul sollte für das Betriebsfest
REFLEXION
Erläutere in diesem Zusammenhang, welche Regeln bei dem Runden von Zahlen zu beachten sind.
Nimm Stellung zu der Behauptung: „Mathematisches Runden liefert nicht immer sinnvolle Ergebnisse.“
52204_001_00.indb 11
27/03/15 2:18 PM
12
Anforderungssituation 1: Dreisatz und Verteilungsrechnung
1.3 Teppichboden (Situation 10)
Lernsituation
Neuer Teppichboden für den Jeans-Shop
Herr Köster: „Alexa, bitte tun Sie mir einen Gefallen. Ich bin
gerade so in Eile.“
Alexa: „Gerne. Was soll ich machen?“
Herr Köster: „Der Jeans-Shop soll kommende Woche mit
neuem Teppich ausgelegt werden. Nun habe ich gerade einen
Anruf des Herstellers bekommen. Er sagte mir, dass er die
bestellten Teppichrollen mit 12 m Länge und 5 m Breite nicht
mehr vorrätig habe. Lieferbar seien Rollen mit 4 m Breite und
20 m Länge. Ursprünglich hatten wir 8 Rollen bestellt. Hier ist
die Telefonnummer des Herstellers. Bitte kümmern Sie sich um
die Bestellung.“
Alexa: „Ich rechne erst einmal aus, wie viele Rollen wir brauchen und rufe dann den Hersteller an.“
Herr Köster: „Sehr gut. Vielen Dank. Ich muss gleich los zu
einem wichtigen Termin. Bis morgen.“
Analyse
Aufgabe 1
Lies den Text genau durch, unterstreiche das Wesentliche und beantworte anschließend die Fragen.
Nr.
Frage
1
Wie viele Rollen wurden ursprünglich bestellt?
2
Welche Maße hat die neue Teppichrolle?
Antwort
Aufgabe 2
Erläutere den Unterschied zwischen dem Dreisatz mit proportionalem und dem mit antiproportionalem Verhältnis. Notiere außerdem den Merksatz für die obige Situation.
52204_001_00.indb 12
27/03/15 2:18 PM
Teppichboden (Situation 10)
13
Lösungsweg
Schrittweise wird mithilfe des Dreisatzes ermittelt, wie viele Rollen des neuen Teppichbodens bestellt
werden müssen.
Schritt 1: Berechnung des Flächeninhaltes einer Teppichrolle
Um die Fläche einer Teppichrolle zu bestimmen, musst du die Länge und Breite einer Rolle miteinander multiplizieren.
Fläche der ursprünglich bestellten Rolle =
Fläche der alternativen Rolle =
Schritt 2: Ermittlung der Gesamtfläche
Die Gesamtfläche, für die der Teppichboden gekauft werden soll, berechnest du, indem du die
ursprüngliche Anzahl der Rollen mit der Fläche je Rolle aus Schritt 1 multiplizierst.
Gesamtfläche =
Schritt 3: Berechnung der Anzahl der zu bestellenden Teppichrollen
Abschließend dividierst du wegen des antiproportionalen Verhältnisses die Gesamtfläche durch die
Fläche der neuen Teppichrolle und bestimmst so die gesuchte Anzahl der neuen Rollen.
Anzahl der neuen Rollen =
Schritt 4: Antwort
Die Umstellung auf die neuen Teppichrollen führt zu
REFLEXION
Formuliere eine Abwandlung der Lernsituation, die mithilfe des proportionalen Dreisatzes gelöst
werden kann. Gib auch die Lösung deiner neuen Situation an und begründe diese.
52204_001_00.indb 13
27/03/15 2:18 PM
14
Anforderungssituation 1: Dreisatz und Verteilungsrechnung
1.4 Flyer (Situation 12)
Lernsituation
Sonderangebotsflyer
Es ist 16:25 Uhr. Paul muss für die Buchhaltung
einige Kopien machen. Es geht recht flott, weil der
Kopierer 450 Kopien pro Viertelstunde schafft. Paul
freut sich schon auf den baldigen Feierabend um
17:00 Uhr. Er hat sich mit seiner Freundin Sabine
um 17:00 Uhr am Personaleingang verabredet.
Grad als er fertig ist, kommt Herr Köster mit
raschem Schritt auf Paul zu: „Ich hätte gerne von
diesem Sonderangebotsflyer 1500 Kopien. Noch
heute!“ Paul stöhnt innerlich auf und ruft Sabine
an: „Du, ich schaff das nicht bis 17:00 Uhr. Wartest
du bitte ein paar Minuten?“ Sabine: „Und wie viele Minuten muss ich warten?“
Analyse
Aufgabe 1
Lies den Text genau durch, unterstreiche das Wesentliche und beantworte anschließend die Fragen.
Nr.
Frage
1
Wie viele Minuten hat Paul noch Zeit, wenn er pünktlich sein will?
2
In welcher Zeit schafft der Kopierer 450 Kopien?
3
Wie viele Kopien soll Paul anfertigen?
Antwort
Aufgabe 2
Ordne der obigen Situation zu, ob es sich um ein proportionales oder ein antiproportionales Verhältnis handelt. Formuliere einen passenden Merksatz.
Lösungsweg
In drei Schritten wirst du berechnen, wie viele Minuten die Freundin von Paul warten muss.
52204_001_00.indb 14
27/03/15 2:18 PM
Flyer (Situation 12)
15
Schritt 1: Bekanntes Verhältnis aufschreiben
Für den Kopierer, den Paul benutzt, ist bekannt:
Kopien in
Minuten
Schritt 2: Bestimmung der Anzahl der Kopien pro Minute
Da es sich um einen Dreisatz mit proportionalem Verhältnis handelt, muss bei der Ermittlung der
Anzahl der Kopien pro Minute, also dem Schluss auf eine Einheit, dividiert werden.
Kopien pro Minute =
Schritt 3: Schluss auf die gesuchte Größe
Um zu bestimmen, wie viele Minuten Paul für die geforderten 1500 Kopien benötigt, musst du nun
die Gesamtzahl der Kopien durch die Anzahl der Kopien pro Minute dividieren.
Minuten für den Kopierauftrag =
Schritt 4: Antwort
Durch den Kopierauftrag muss die Freundin von Paul
REFLEXION
Es wird ein neuer Kopierer angeschafft. Berechne, wie viele Kopien der neue Kopierer pro Minute
anfertigen muss, damit die Freundin von Paul nicht warten muss. Erläutere in diesem Zusammenhang noch einmal die Unterschiede der beiden Dreisatzvarianten.
52204_001_00.indb 15
27/03/15 2:18 PM
Bildquellenverzeichnis
139
Bildquellenverzeichnis
Fotolia Deutschland GmbH, Berlin: S. 7 (SaM470), 10 (Jag_cz), 12 (GordonGrand), 14 (fovito), 16 (Robert Kneschke),
19 (F. Seidel ), 22 (Kadmy), 25 (vizafoto), 28 (Wrangler), 31 (Marco2811), 34 (grafikplusfoto), 38 (greenpapillon), 41
(Haas), 43 (StudioLaMagica), 46 (svort), 48 (abcmedia), 50 (PhotographyByMK), 54 (apops), 57 (nwp1992), 60 (bystudio), 63 (Dark Vectorangel), 66 (bildergala), 69 (beermedia.de), 73 (Beboy), 84 (Jörg Lantelme), 86 (djama), 88
(beermedia.de), 91 (NAN), Jana Behr, 94 (TM - Design), 96 (beermedia.de), 98 (autofocus67), 100 (franksieberphoto),
102 (Africa Studio), 104 (seeyou | c. steps), 106 (Gina Sanders), 109 (Robert Kneschke), 111 (laboko), 114 (C-You),
117 ( amorfati.art), 121 (stockWERK), 125 (Andrey Burmakin), 128 (vizafoto), 131 (vege)
52204_001_00_073-139.indd 139
4/20/15 12:29 PM
Herunterladen