CUBE Das Düsseldorfer Magazin für Architektur, modernes Wohnen und Lebensart ARCHITEKTUR Minimalistisch mit Ausblick – Ein Architektenhaus vermittelt zwischen Hof und Landschaft Innenarchitektur Stilvoll wohnen zwischen Rhein und Kö – Edel bis ins Detail Garten und Landschaft Grüne Oase hinterm Herrenhaus – Parkähnlicher Garten mit Ruhezonen Kunst und Kultur Ein drittel weiß – Das zeitgenössische Interesse an Schwarz-Weiß 01|13 Design ist eine Sprache, die mit den Augen gesehen und mit dem Bauch gefühlt wird. Unbekannt Thelen Küchen und Schlafzimmer GmbH Scheurenstraße 20-24 · 40215 Düsseldorf Mail: [email protected] · www.thelen.de Fon +49 211 3111580 · Fax +49 211 31115831 Mo. - Fr. 10 - 19 Uhr · Sa. 10 - 15 Uhr Inhalt Markengerechte Verpackung „Monster­ apotheke“ – mit diesem ungewöhn­lichen Namen taufte der Bauherr sein innovatives Geschäftsmodell. Das dafür vorgesehene Gebäude bildet den letzten Bauabschnitt beim Umbau des Fachmarktzentrums Breidohr in Hilden. Es ist mit Abstand das kleinste Gebäude auf dem Areal, aber auch das wichtigste. Seite 16 Liebe Leserin, lieber Leser, wenn die Temperaturen wieder steigen und die Tage länger werden, findet das Leben vor allem draussen statt. Ob im eigenen Garten oder auf dem Balkon – in der ersten CUBE-Ausgabe diesen Jahres finden Sie viele Anregungen und Ideen, wie Sie es sich in den kommenden Monaten ganz besonders schön machen können. Erfahren Sie zum Beispiel mehr über verschiedene Gartenkonzepte. Natürlich stellen wir Ihnen auch in dieser Ausgabe wieder interessante Beispiele zeitgemässer Düsseldorfer Architektur vor. Entdecken Sie mit uns die spannende Geschichte eines Umbaues bei einem aus dem 17. Jahrhundert stammenden Gebäudes zwischen Rhein und Kö sowie den letzten Teil unserer Serie der Unternehmerstadt im Düsseldorfer Norden. Wir freuen uns, wenn wir Ihnen mit unserem Magazin einen guten Eindruck in die vielfältige Architektur und die spannende Lebensart Ihrer Stadt vermitteln können und wünschen Ihnen viel Vergnügen mit CUBE – dem Düsseldorfer Magazin für Architektur, modernes Wohnen und Lebensart. Ihre CUBE-Redaktion Grüne Oase hinterm Herrenhaus Die Gartenbesitzer wünschten sich eine große grüne Oase, die optisch zum Haus passt, modern, aber trotzdem naturverbunden und heimelig wirkt. Zudem sollte die Terrasse einen Abstieg in den unteren Gartenteil besitzen, über den man bequem auf die Rasenfläche und in den weiteren Garten gelangen kann. Seite 48 4 Minimalistisch mit Ausblick – Ein Architektenhaus in Ludenberg 8 „Dieses Haus ist kein Hardliner“ – Umbau eines Wohnhauses aus den 1930er Jahre 12 Stilvoll wohnen zwischen Rhein und Kö – Edel bis ins Detail 16 Markengerechte Verpackung – Die „Monsterapotheke“ in Hilden 19 Das Alte im Neuen erhalten – Umbau eines Stadthauses in Oberkassel 22 Konsequente Architektur – Neues Verwaltungsgebäude für ein Bauunternehmen 27 Kleiner Innenhof auf dem Dach – Kernsanierung eines Gebäudes aus dem Jahre 1910 30 Zwei Gebäude werden eins – Umbau und Erweiterung einer ehemaligen Schreinerei 32 Die Unternehmerstadt in Derendorf – Vierter Teil unserer Serie: Das casa altra 36 Integrieren statt ausgrenzen – Interview mit Dr. Bodo und Thilo Küpper 45 Vielseitig einsetzbar – Grauwacke bietet besondere Ästhetik und hohe Funktionalität 48 Grüne Oase hinterm Herrenhaus – Parkähnlicher Garten mit Ruhezonen 51 Wohnzimmer goes outdoor – Das sind die Trends für Garten, Balkon und Terrasse 62 Wohlfühlen ist planbar – Die faszinierende Wirkung der richtigen Farbe 82 Ein drittel weiSS – Das zeitgenössische Interesse an Schwarz-Weiß 86 Ausflugstipp – Frühlingserwachen im Keukenhof 90 Impressum 3 Architektur 4 Architektur Minimalistisch mit Ausblick Fotos: Michael Reisch Eine Architektenhaus in Ludenberg vermittelt zwischen Hof und Landschaft Düsseldorf ist eine Großstadt mit Grünanschluss. In der City arbeiten, in Naturnähe wohnen – das schließt sich hier nicht aus. Auch der Architekt Georg Döring hat sein Büro in Bilk – in Ludenberg, inmitten der ersten Ausläufer des Bergischen Landes, entwarf er für sich und seine dreiköpfige Familie ein kompaktes Privathaus. Das Grundstück jenseits einer stark befahrenen Straße bestach durch seine Größe und die Lage. Ruhig gelegen am Ende einer kurzen Stichstraße, leichte Hanglage mit dem Ausblick nach Süden auf den angrenzenden Park einer ehemaligen Industriellenvilla. Nur was von den ebenfalls zu bebauenden Nachbargrundstücken zu erwarten sein würde, blieb ungewiss, weshalb sich der Architekt dafür entschied, in seinem Entwurf den Kontext bewusst auszublenden. Um möglichst viel von der Freifläche des Grundstückes zu bewahren und den Ausblick in die Natur im Haus einzufangen, setzte Döring auf eine bestechend einfache Lösung: Eine schmale Schachtel erstreckt sich fast komplett über die Ost-West-Achse des Grundstücks. Die klaren Konturen, die monochrome, lichtgraue Putz- fassade und die wenigen, aber großflächig eingeschnittenen Öffnungen verleihen dem Bau etwas modern Minimalistisches. Vor der breit verglasten Eingangsfront, die die innere Treppensituation des Hauses wie ein grafisches Bild einrahmt, liegt ein kleiner Vorhof mit der gepflasterten Auffahrt. Gebildet wird dieser Patio aus zwei Meter hohen Sichtbetonwänden, die die Nachbargebäude ausgrenzen, zugleich aber auch die Garage vis à vis des Eingangs optisch integrieren. Zentrales Element der Schachtel ist eine freistehende Wandscheibe aus Sichtbeton, die sich über beide Etagen bis in den Keller erstreckt. Als Wange gibt sie der Treppe ein stabiles Rückgrat, das über ein Oberlicht belichtet wird. Als effizienter Raumtrenner bestimmt sie aber 5 © Georg Döring Architektur auch den Grundriss: Zur Vorderseite begrenzt sie den Eingangsbereich, an den sich seitlich jeweils Gäste-WC und Gästezimmer bzw. gegenüberliegend die Küche anschließen. Auf der Rückseite bildet sie den Hintergrund für den Wohnbereich, der mit einer Gesamtfläche von 80m2 und einer lichten Raumhöhe von 3,50 m außerordentlich großzügig wirkt. Zumal er sich zusammen mit dem offenen Küchenbereich über eine breite, komplett zu öffnende Schiebetürfront zur Terrasse öffnet – und natürlich zum Gartenhang, der mit Stützmauern aus CortenStahl terrassiert wurde. Ein kleinerer abgetrennter Bereich hinter der Kaminwand ist ebenfalls zum Garten geöffnet, bietet als „Medienraum“ Rückzugsmöglichkeiten. Im 1.OG trennt der Korridor, der vor der Treppe verläuft, die Schlaf6 räume von Eltern und Kindern in zwei Zonen. Zugleich dient er aber auch als Arbeitsbibliothek, befindet sich doch neben dem Kinder- auch ein Arbeitszimmer. Der elterliche Schlafbereich wurde mit Ankleide und direktem Zugang zum Bad komfortabel ausgestattet. Unmittelbar vor dem Badezimmer erstreckt sich die in den Baukörper breit eingeschnittene, großzügige Dachterrasse. Nicht nur von der Badewanne aus ergibt sich ein eindrucksvolles Panorama über das nahe Naturschutzgebiet. (Beteiligte Gewerke siehe S. 88) www.doering-architekten.de bulthaup im hafen Einladung. Entdecken Sie die faszinierende bulthaup Welt. Bei uns können Sie sich völlig ungezwungen inspirieren lassen – von Klassikern und Neuheiten, die heute schon in aller Welt Inbegriff für handwerkliche Präzision, zeitlos gute Form und höchste Qualität sind. Entdecken Sie jetzt die neue Küchenarchitektur von bulthaup. Selders Kücheneinrichtung GmbH Plange Mühle 1 | 40221 Düsseldorf Tel. 0211 3 03 39 19 | www.selders.bulthaup.de Baukultur „Dieses Haus ist kein Hardliner“ Fotos: Hanne Brandt Architektonische Aneignung eines Wohnhauses aus den 1930er Jahren in Golzheim Es ist das einzige Haus in der kleinen Straße hinter dem alten Golzheimer Friedhof, das überhaupt eine Hausnummer trägt – merkwür­ digerweise die „28“. Auch ansonsten wirkt es von außen eher verschlossen: Eine dicke Wand aus schalungsrauem Sichtbeton, weiß gestrichen, eine Reihe vergitterter Fenster im Erdgeschoss, sechs kleine Bullaugenfenster im Obergeschoss, ein Fahnenmast – ob es die Rheinnähe war, die den Architekten und Erstbewohner des Hauses, Karl Wach, dazu verleitete, sich an den Stilformen moderner Ozeanliner zu orientieren? 1932 entwarf der Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie das Haus für sich und seine Familie als Atelier- und Wohnhaus – damals waren die Nachbarhäuser noch die Privatvillen von Bankdirektoren und nicht die Bürostandorte von Bankkonzernen. Der Düsseldorfer Architekt Klaus Brandt ist Eigentümer des Hauses in der Emmericher Straße 28, das sich um einen Gartenhof zu zwei Seiten mit großzügigen Fensterflächen gruppiert. Zusammen mit seiner Frau und seinen drei Kindern bewohnt er seit 1999 das erste und das Dachge8 schoss, im Erdgeschoss hat sein Architekturbüro mit vier Mitarbeitern Platz gefunden. An der Grundstruktur des 360 m2 Nutzfläche großen Hauses ändern musste er dafür nicht viel. Über die Jahrzehnte hatte sich das Haus als sehr flexibel erwiesen: Seit Kriegsende gehörte es der Düsseldorfer Gastronomin Mulfinger, die hier ein Offizierskasino für die Briten betrieb (die 700 leeren Weinflaschen, die eine Nachbarin beim Umgraben ihres Gartens fand, gaben noch Jahrzehnte danach beredtes Zeugnis davon). 1954 wurde es zu einem „Neun-Betten-Fremdenhotel“ für die damals noch benachbarte Messe umfunktioniert (bis 1963), dann als Passstelle des englischen Konsulats mit Dienstwohnung (bis 1973) genutzt. Schließlich zog 1981 die bekannte Modedesignerin Uta Raasch ein: Oben Schneideratelier, unten Showroom – diese Zweiteilung Baukultur nutzte Klaus Brandt für seine Anforderungen aus und trennte Wohnen und Arbeiten geschossweise. Im Obergeschoss ließ er wenige Innenwände entfernen, um dem Wohnbereich mehr Tiefe zu verleihen. Die Sichtbetonwände, die für ein Wohngebäude der 1930er Jahre einzigartig sind und seit 1989 gemeinsam mit dem offenen Grundriss des Erdgeschosses den Denkmalwert des Hauses begründen, versah der Architekt mit einer verbesserten Innendämmung – „bauphysikalisch nicht ganz unumstritten“, wie Brandt heute sagt, bisher aber ohne irgendwelche spürbar negativen Auswirkungen für das Raumklima. Interessanterweise sieht man die verschiedenen Zwischennutzungen und Umbauten, die die Zeit mit sich brachte, dem Haus heute kaum an – eine Tatsache, die für die Architektur spricht. Die Innenausstattung der 1930er Jahre ist in den Räumen noch immer präsent, zeigt sich besonders an flexiblen Falttüren, in den Wänden verborgenen, ausziehbaren Fenstergittern, den runden Fenster­ elementen, vielen gusseisernen Heizkörpern und einem marmorverkleideten Kamin. Brandt hat diese Substanz sehr behutsam und punktuell ergänzt, wo nötig zusätzlich etwas akzentuiert, ohne Alt und Neu zu sehr miteinander zu konfrontieren. Zwei Beispiele nur: Die Bodenbeläge, die teilweise zerstört waren, ließ er im gleichen Material ausbessern und ergänzen – Differenzen im Farbton der Solnhofener Platten deuten den Alt-Neu-Kontrast an, ohne ihn besonders zu betonen. In die Innenwand des Bades im 1. OG fügte Brandt einen horizontalen Belichtungsschlitz ein. Dieser unterstreicht und ergänzt die vorbildliche Belichtung des Hauses, das sich in seinem ganzen Entwurf an der Sonne orientiert. „Das Ziel war es, so wenig wie möglich zu verändern“, meint der Architekt. Die Substanz dort zu belassen, wo sie schön und praktikabel ist, sie sinnvoll dort zu ergänzen, wo sie sich überlebt hat. Dieses sensible und doch auch pragmatische Arbeiten mit und an dem Haus spiegelt sich auch in der Möblierung wieder: Eine Kombination mit Möbeln aus ganz unterschiedlichen Epochen und Materialien schafft eine individuelle, geschmackvolle wie gemütliche Atmosphäre – in dem Haus 9 Baukultur wird spürbar gelebt; es ist kein Museum, das nach größtmöglicher Authentizität strebt. „Das Haus ist nie ein Hardliner gewesen, und wir sind es auch nicht“, meint Klaus Brandt, der die moderne, aber wiederum auch nicht zu puristische Architektursprache schätzt, die für Düsseldorf nicht untypisch ist. Sich in die Geschichte eines solchen Hauses einzuordnen, begreift Brandt als eine besondere Herausforderung: „Sich selbst ein Haus zu bauen, verpflichtet einen Architekten sehr – es muss natürlich alles perfekt sein. Im Bestand zu arbeiten befreit dagegen vor einigen Grundsatzentscheidungen.“ Ein weiteres Kapitel zu dieser Geschichte hat Brandt vor zwei Jahren zusammen mit Klaus Klein von WKM Landschaftsarchitekten dem Gartenhof hinzugefügt: Der 80 Jahre alte Kirschbaum hatte Pilzbefall; eine Gleditschie wurde an gleicher Stelle gepflanzt, sie spendet einen sanfteren Halbschatten. Drumherum wurde der Kiesbelag gegen eine hochbelastbare Rasenfläche ausgetauscht. Eine Hecke mit japanischem, bis zu 8 m hohen Bambus schirmt die Blicke von einem neuen viergeschossigen Nachbarbürogebäude ab. Eine Holzterrasse an der Stirnmauer, die ein Original-Schwimmbad aus den 1930er Jahren bedeckt, leitet über zu einem Wintergarten. Früher beherbergte der kleine, der Südseite ent­gegen gerichtete Vorbau den Atelierraum von Karl 10 Wach - heute ist hier der Aufenthaltsraum des Büros untergebracht. „Bürogarten“ nennt Klaus Brandt den ganzen Bereich des Erdgeschosses – und man kann sich nur zu gut vorstellen, wie stimmungsvoll sich ein stressiger Arbeitstag in dieser Oase ausklingen lässt. www.brandt-architekten.de www.wkm-la.de Informieren Sie sich hier über Neuigkeiten rund um die USM Systemwelt. Besuchen Sie unsere aktuelle Ausstellung im Showroom Düsseldorf. Fragen Sie nach detaillierten Unterlagen oder besuchen Sie unsere Showrooms. byUSM Düsseldorf, Breite Straße 11, 40213 Düsseldorf, Tel. 0211-171 60 50 Deutschland: USM U. Schärer Söhne GmbH, D-77815 Bühl, Tel. +49 72 23 80 94 0, [email protected] Showrooms: Berlin, Bern, Düsseldorf, Hamburg, New York, Paris, Tokio [email protected], www.usm.com Architektur Stilvoll wohnen zwischen Rhein und Kö Edel bis ins Detail Fotos: Axel Hartmann In bester City Lage am Rhein wurde eines der ältesten Gebäude der Stadt zu neuem Leben erweckt. In die Gemäuer des aus dem 17. Jahrhundert stammenden Hauses zog eine sechsköpfige Familie samt Hundedame ein. Höchste Ansprüche an Wohn- und Raumkomfort und Stilvollendung im Detail ließen ein Familiendomizil entstehen, in dem sich private und gemeinsame Räume in der Form eines Hufeisen-Us aneinander schmiegen. Der alte Ort verwandelte sich durch eine aufwendige Kernsanierung und eine individuell zugeschnittene Planung in unverwechselbaren, neuen Lebensraum. Dabei tritt durch die Konzentration auf das Wesentliche eine puristische Ästhetik in den Vordergrund, deren raumgebende Präsenz durch die Verwendung natürlicher Materialien eine besondere Behaglichkeit ausstrahlt. Echte Materialien, hochwertige Oberflächen und ausgeklügelte Details lassen edlen Wohnraum und ein individuelles zu Hause entstehen. Alles begann mit der Idee eines Esszimmers, das an das bestehende Gebäude angebaut der Familie 12 als Dreh- und Sammelpunkt dienen sollte. Entstanden ist ein vollkommen stützenfreier Anbau mit einer über 10 Meter zu öffnenden 3,65 Meter hohen Glastüranlage. Oberlichter sorgen für zusätzliches Lichtflair, und eine bergluftig anmutende Dachbegrünung schmeichelt dem Blick aus den oberen Stockwerken.Die Farbe Weiß gibt der Fassade ihren unverfälschten Charakter und zieht sich im Haus mit puristischer Klarheit durch die Räume. Nichts lenkt vom großzügigen Raumgefühl ab. Die unterschiedlichen Räume gehen stilistisch ineinander über und ermög- Architektur lichen, durch zwei platzierte Treppenhäuser verbunden, alle Räume im Haus umlaufend zu erreichen, ohne Wege zweimal kreuzen zu müssen. 15 Meter lange Douglasiendielen finden in einer Schattenfuge ihren exakten Abschluss und verleihen dem Boden eine besondere Haptik und dem Raum seine wohnliche Eleganz. Die Verwendung von durchgezogenem, hochwertigen Estrichboden schafft Großzügigkeit und Klarheit und gibt den Raum frei für dezente Details und eine stilvolle Einrichtung. Die Geradlinigkeit als wiederkehrendes Prinzip betont die Weite und Tiefe der Räume, in denen liebevoll komponierte Gegenstände zum Verweilen und Wohlfühlen einladen. Die Betonung waagerechter Linien erweitert im Pendant zu den Raumhöhen das Raumbild und gibt die Szene frei für allerhand Geschehen. Die getreue Restaurierung der vorderen Fassade und der wiederhergestellte Erhalt der alten Treppe mit ornamentreichem, ausdrucksstarken Holzhandlauf sorgen zusammen mit der Nutzung der vorhandenen Gewölbekellerräume 13 Architektur für eine gelungene Ergänzung des hochwertigen Familien-Refugiums. Architektur ist aus Sicht des Architekten auf direkte Weise kommunikativ, spricht unmittelbar die Sinne an, interagiert – und ruft Befinden hervor. Erst wenn Architektur, in welcher Form auch immer, eine Beziehung zu uns Menschen aufzubauen vermag, Berührungsflächen bietet und offen bleibt für Interpretation und Inanspruchnahme, erst dann erfüllt sie ihren Zweck. Ähnlich einem Kunstwerk, das in seiner Betrachtung zur Vollendung kommt, entfaltet das Bauwerk seine Wirkung erst in der Aneignung durch uns Menschen. Andernfalls ruft Architektur Entfremdung und Gleichgültigkeit hervor 14 – und schafft Distanz, wo keine ist. Aus dieser Sicht ist Architektur die materiell umgesetzte Antwort auf höchst persönliche Fragestellungen und erfordert einen größtmöglich individuellen und „frischen“ Zugang. In dem konkreten Entwurf spiegelt sich Persönliches wider, kommt idealerweise Persönlichkeit zum Ausdruck und entfaltet sich zu einer sozialrelevanten Aussage, letztlich dem Zeitgeist. www.michael-architekt.de Mit Gaggenau gewinnt die Kunst der Zurückhaltung Ausdruck. Der Unterschied heißt Gaggenau. Scheinbar Widersprüchliches zu verbinden, ist eine Kunst, die wir perfekt beherrschen. Unser unverwechselbares Design zeigt selbst in kompromissloser Reduktion Charakter. Wie die neue Backofen-Serie 200, eine Komposition in den Gaggenau Farbtönen Anthrazit, Metallic oder Silber, die sich stilvoll in jedes Ambiente einfügt. Ausdruck und Zurückhaltung erweisen sich nicht als Gegensatz, sondern vereinen sich in vollkommener Harmonie. Informieren Sie sich unter 01801 1122 11 (3,9 Ct./Min. a. d. Festnetz der Telekom, Mobilfunk max. 0,42 €/Min.) oder unter www.gaggenau.com. 15 Gewerbliche Bauten Markengerechte Verpackung Die „Monsterapotheke“ in Hilden kommuniziert mit ihren Kunden Fotos: Olaf Faustmann „Monsterapotheke“ – mit diesem ungewöhn­ lichen Namen taufte der Bauherr sein innovatives Geschäftsmodell. Das dafür vorgesehene Gebäude bildet den letzten Bauabschnitt beim Umbau des Fachmarktzentrums Breidohr in Hilden. Es ist mit Abstand das kleinste Gebäude auf dem Areal, aber auch das wichtigste: In auffälligen Signalfarben markiert es den Eingang des Einkaufszentrums von der neu geschaffenen Zufahrt der stark frequentierten Walder Straße. Als Spezialisten für Markenarchitektur und Markenbildung entwickelten die Planer ein Gebäude, welches auf die exponierte Lage reagiert und durch seine Formensprache und Farbgebung auf originelle Weise Aufmerksamkeit erzeugen sollte. Die Gebäudeform dieser Markenarchitektur ist jedoch nicht Selbstzweck, sondern wurde sowohl innen als auch außen nach einem typischen Apothekenprodukt entwickelt: einer orange-weißen Pille. Durch die dynamische Gebäudeform sollte ein neues Geschäftsmodell unterstützt und transportiert werden, das sich deutlich von dem herkömmlicher Apotheken unterscheidet. 16 Notwendigerweise verbringen Unternehmen viel Zeit damit, ihre Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln und darzustellen, um diese zu verkaufen. Oft wird die Tatsache dabei vernachlässigt, dass die Gebäude, in denen diese präsentiert werden, jederzeit Werbeträger sind. Eine Architektur, die die Markenkompe- tenz des Unternehmens vermittelt, trägt diesem Zusammenhang bewusst Rechnung. Sie sollte dabei kommunikativ sein – für Kunden, Besucher und Mitarbeiter gleichermaßen eine offene und freundliche Atmosphäre ausstrahlen. Sie sollte aber auch auf einer emotionalen Ebene den Kunden ansprechen. Nichts kann dabei die Emo­ Gewerbliche Bauten tionalität der dritten Dimension, des Raumes, wirklich ersetzen. Indem die Architektur den Raum gestaltet, entsteht ein Imagegewinn und kultureller Vorsprung für das Unternehmen, das sich so seine Position im Wettbewerb sichert. Die ”Monsterapotheke“ ist mit 324 m 2 Bruttogeschossfläche für eine Apotheke sehr groß. Natürlich erhält man dort auch rezeptpflichtige Arzneimittel, wie in jeder Apotheke; im Vordergrund steht jedoch der preisgünstige Verkauf von rezeptfreien Medikamenten und Körperpflegemitteln – bis hin zu Wellnessprodukten für Haustiere. Konstruktiv ist das Gebäude ein 30 m langer, 5 m hoher Stahl-Skelettbau, wobei seine halbkreisförmige Rundung aus Brettschichtholz hergestellt wurde. Die äußere Beplankung wurde aus eigens angefertigten und farbbeschichteten Mineralfaserplatten, sogenannten „Rockpanels“, hergestellt. kungsvoll in Szene gesetzt werden: Kreisrunde Akustik-Deckensegel hängen von der Decke herab und kommunizieren die Corporate Identity des Unternehmens. Das durch die Gebäudeform transportierte Alleinstellungsmerkmal der „Monsterapotheke“ sollte sich auch im Inneren wider­spiegeln. Nichts erinnert hier an eine herkömmliche Apotheke. Boden, Wände und Warenträger sind in einem ruhigen Grau gehalten. Damit soll das eigentliche Gestaltungsmittel des Verkaufsraums wir- www.facebook.com/MONSTERapotheke www.gemeiner-architekten.de 17 17.000 qm, 421 Marken, 4 Etagen, 42 Stores 100 % Designvielfalt stilwerk Düsseldorf / Grünstraße 15, Ecke Kö. / 40212 Düsseldorf Mo. – Fr. 10 – 19 Uhr, Sa. 10 – 18 Uhr, So. 14 – 18 Uhr Schautag / www.stilwerk.de Architektur Das Alte im Neuen erhalten Umbau eines Stadthauses in Oberkassel Die Lage nicht weit vom Kaiser-Friedrich-Ring und den Rheinwiesen ist erstklassig, das Stadt­ haus, das auf dem Gartengrundstück steht, ein ortstypischer Backsteinbau aus den 1930er Jahren. Leider war von der Originalsubstanz nur noch wenig erhalten – in den 1950er Jahren musste das Haus eine Modernisierung über sich ergehen lassen, die ihm nicht gutgetan hatte: Ein Nachbar und der eigene falsch orientierte Anbau verschattete die Innenräume, horizontal geführte Fenster verzerrten die Proportionen der Fassade. Über Komplettabriss und Neubau wurde nur kurz­zeitig nachgedacht: „Wir waren uns hier mit dem Bauherrn einig, dass die dem Alten innewohnende historische Präsenz lohnend war, geborgen und eingebunden zu werden,“ erinnert sich der Architekt Gereon Hecker. „Das Alte hat einen besonderen Wert, der nicht neu zu erschaffen ist.“ Die Architekten entwarfen die Rückfront komplett neu. Der hintere Teil des Hauses musste daher abgerissen werden. Ein L-förmiger Baukörper wurde an der Rückseite über drei Etagen geführt bis hinunter zum Souterraingeschoss, das direkt Fotos: Gereon Hecker gelegten Räume. Bereits vom Eingang aus eröffnet sich der Panoramablick in den Garten und den alten, benachbarten Park dahinter. Alle Räume wurden in ihren Funktionen neu organisiert: Im Erdgeschoss befinden sich das weitläufige Wohnund das Esszimmer sowie der über eine doppelte Schiebe­tür separierbare Küchenbereich. Im Souterrain darunter liegt ein Gästeappartment, das auch als Mehrzweck-Spielzimmer dient. Im 1. OG befinden sich die Kinderzimmer mit eigenem Bad sowie ein Arbeits- und Musikzimmer. Das Dachgeschoss, das Dank der beidseitigen Erweiterung durch große Dachgauben zu einem Attikageschoss ausgebaut werden konnte, nimmt ein großes Badezimmer mit separater Dusche, eine von Dachfenstern effektvoll belichtete zentrale Ankleide sowie das Elternschlafzimmer mit einer direkt vorgelagerten großen Dachterrasse auf. Miteinander verbunden sind die Etagen über den alten, wunderbar gewundenen Treppenlauf, der weitgehend in seiner Originalsubstanz belassen werden konnte. an das Niveau des alten Gartens anschließt. Breite, vertikale Fensterfronten lassen viel Tageslicht in die mit unterschiedlich breiten Eichendielen aus- Die ungezwungene Symbiose zwischen Alt und Neu erreichten die Architekten durch die Adap­ 19 Architektur tion der üppigen Volumen und Proportionen des Bestands. Details wie die sehr eigenwilligen Stuckleisten der Decken wurden komplett erhalten und im Anbau wieder aufgegriffen. Neue Elemente wie Türen und der an zentraler Stelle eingefügte Kamin im Wohnzimmer antworten in ihrem Duktus und ihren Proportionen auf das Vorhandene, ohne allerdings den Bestand stilistisch imitieren zu wollen. Die Fassade zur Straße wurde korrigiert und passt heute wie aus einem Guß zum gartenseitgen Anbau. Die 20 Fenster­öffnungen sind so vereinheitlicht und vertikalisiert, dass nun ein stringentes Proportionssystem ablesbar wird. Im Zusammenspiel mit der schieferschwarzen Holzverkleidung der Gauben, Holzfaschen und -profile der Fenster besticht die Backsteinfassade nun durch ihr klar konturiertes, selbstbewusstes Gesicht. (Beteiligte Gewerke siehe S. 88) www.hecker-architekten.de Zentral steuern. Von überall aus. Vernetzte Funktionen, intuitiv bedient. Licht, Rollläden, Temperatur, Multimedia und Smart-Metering kombinieren. Komfortabel über die KNX-Steuerzentrale JUNG Smart-Pilot mit Touchscreen zum Wandeinbau. Das Zuhause immer im Griff: Ob auf Reisen, bei Freunden oder vom Büro aus. Mit der App Smart Remote alle KNX-Funktionen mobil steuern. Einfach über iPhone oder iPad und intuitiver JUNG Bedienoberfläche. ALBRECHT JUNG GMBH & CO. KG | Volmestraße 1 | 58579 Schalksmühle | www.jung.de © Ulrich Wozniak Architektur Konsequente Architektur Fotos: Ulrich Wozniak, Arnd Haug Neues Verwaltungsgebäude für ein Bauunternehmen © Ulrich Wozniak Das schnell gewachsene Architekturbüro und Bauunternehmen benötigte ein neues Verwaltungsgebäude, das allen Mitarbeitern ausreichend Platz bot. Gemeinsam planten die Inhaber Anja und Jochen Engelshove das neue Gebäude. Das Gebäude besteht aus zwei Kuben, die in einem 90°-Winkel zueinander angeordnet sind. Sie verlaufen parallel zu den zwei Straßen des Eckgrundstücks und fügen sich so harmonisch in die städtebauliche Situation ein. Der zweigeschossige Riegel überragt den eingeschossigen strichgenau und definiert so eine geschützte Eingangssituation, welche sich besonders durch die unterseitige Verblendung hervorhebt. Für die Verblendung wurde ein extra produzierter Spezialbrand verwendet. Einzelne aus der Fassade leicht hervortretende Steine sorgen für eine lebendige Gestaltung der Fläche. Die hervor- und zurückspringenden Fenster greifen das Thema der Klinkerfassade auf und geben dem Gebäude von jeder Ansicht eine besondere Spannung. Die L-Form des Büros mit den zwei verschobenen übereinanderliegenden Ku22 ben bietet dem hinteren Garten Schutz und ermöglichet so eine natürliche Ruhezone. Zum Innenhof öffnet sich die Fassade mit großen Glasflächen, welche die Fassade auflösen und den Innen- und Außenraum verschwimmen lassen. Auf diese Weise gelangt Tageslicht bis tief in das Gebäude, wodurch der Vorteil der solaren Wärmegewinnung optimal genutzt werden kann. Mit Hilfe von Raffstores, die im Sommer zugleich als Verschattung dienen, kann das Licht nach Wunsch gelenkt werden. Die Verwen- dung der großen schwarzbraunen Holzfenster gewährleistet nicht nur eine gute Belichtung der Innenräume, sondern ergibt auch ein elegantes Spiel zwischen offener und geschlossener Fläche. Im Innenbereich setzt sich die Architektur, das Zusammenspiel von geraden Linien und fließenden Übergängen, fort. Der Einsatz von Glaselementen, einem Luftraum und konsequent einheitlichen Materialien fügen die Innenräume zu einer Gesamteinheit zusammen. Ebenso ist der Außenraum stark gegliedert und unter- © Ulrich Wozniak © Ulrich Wozniak © Arnd Haug © Arnd Haug © Ulrich Wozniak Architektur streicht durch die Schlichtheit der Außenhaut die kubische Form des Gebäudes. Zahlreiche Details unterstützen die gradlinige und markante Bauform. So liegen zum Beispiel die Fallrohre flächenbündig in der Fassade. Eine Auffälligkeit ist außerdem die strichgenaue Trennung der Geschosse. Es gibt kein Einschneiden des oberen Geschosses in das untere. Beide Riegel fügen sich geradlinig übereinander. Ein gelungenes Beispiel konsequenter Architektur. (Beteiligte Gewerke siehe S. 88) www.engelshove.de 23 © Dirk Matull Anzeige Alt und Neu in spannendem Kontrast: www.brauksiepe-goldschmiedemanufaktur.de BESONDERES ERSCHAFFEN Das Gold der Meisenburg Das Besinnen auf klassische und beständige Werte, auf Tradition und auf handwerkliche Perfektion bildet die Philosophie der Brauksiepe Goldschmiedemanufaktur. Ein Höchstmaß an schöpferischer Kreativität und der unbedingte Wille, etwas Besonderes zu erschaffen, verbindet das Unternehmer-Ehepaar Anna Schneider (geb. Brauksiepe) und Stephan Schneider. Diesen Anspruch erleben Besucher nicht nur in den Schmuck-Kreationen von Goldschmiedemeisterin Anna Schneider – er spiegelt sich auch in jedem Detail der Manufaktur an der Meisenburg im Essener Süden wider. Das außergewöhnliche Ambiente des aufwendig restaurierten Manufakturgebäudes schafft den richtigen Rahmen für den ausschließlich handgefertigten Schmuck. Alt und Neu, Hell-dunkel-Kontraste, Tradition und Moderne bilden die spannenden Akzente, die dieses Haus so besonders machen. Bei der Restaurierung nach historischem Vorbild wurde die bestehende Bausubstanz des alten Gemäuers bewusst mit modernsten Gestaltungselementen kombiniert und tritt so in einen spannenden Dialog mit den exklusiven Schmuck24 Kreative Unternehmer: Stephan und Anna Schneider (geb. Brauksiepe) Kollektionen. Im stilvollen Ambiente der Meisenburg haben die Schneiders auf diese Weise ein sehr sehenswertes Gesamtkonzept entstehen lassen: emotional, kreativ, sinnenhaft und ganzheitlich. Hier in Kettwig, gemeinsam auf dem Hof mit „Borgers auf’m Land“, entstehen indi- viduell gefertigte Schmuckstücke aus den wertvollsten Edelmetallen, Perlen und Edelsteinen, die ihren Besitzern nicht nur Genuss und Freude, sondern auch einen Hauch Unvergänglichkeit bescheren. Ein Besuch lohnt sich – nicht nur für Schmuckliebhaber(innen). Meisenburgstraße 266 | 45219 Essen-Kettwig | www.brauksiepe-goldschmiedemanufaktur.de © Reinhard Burg © Joachim Rieger Architektur Kleiner Innenhof auf dem Dach Kernsanierung eines Gebäudes aus dem Jahre 1910 Fotos: Reinhard Burg, Joachim Rieger © Reinhard Burg Das 1910 erbaute Mehrfamilienhaus mit schützenswerter Stuckfassade bedurfte nach der letztmaligen Renovierung in den 1970er-Jahren dringend einer kompletten Sanierung, die von der Architektin Christiane Joisten und Raumausstatter Rainer Eckert Hand in Hand durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden die Grundrisse den heutigen Anforderungen angepasst und komplett neu strukturiert, so dass aus den vormals sieben Wohnungen vier Wohneinheiten des gehobenen Standards entstanden. Im 2. Ober- und Dachgeschoss sollte nach den Vorstellungen des Eigentümers zudem eine Maisonette-Wohnung mit großer Dachterrasse sowie fließenden Übergängen entstehen. Dabei bestand die Aufgabe vor allem darin, großzügige Räume zu schaffen, die trotzdem Geborgenheit vermitteln. Ein lichtdurchflutetes, aber nicht zu einsehbares Wohnzimmer war der Wunsch, ebenso wie eine Verschmelzung des Innen- und Außenraums. Die Verantwortung des kompletten Innenausbaus dieser Wohneinheit mit Aufteilung und Gestaltung des gesamten 27 © Reinhard Burg © Reinhard Burg © Joachim Rieger © Reinhard Burg Architektur Eine Schwierigkeit bei der Umgestaltung lag darin, dass aufgrund der schützenswerten Fassade die geneigte Dachfläche lediglich um 50 cm angehoben werden durfte. Da es sich aber um die Westseite handelte, sollte möglichst viel Licht eingefangen, den Nachbarn aber nach Möglichkeit kaum Einsicht gewährt werden. Um dieses Problem zu lösen, wählte die Architektin verschiedene Veluxprodukte, die sie miteinander kombinierte. Gegenüberliegend wurde eine großzügige Glasfront zu einer Terrasse mit Innenhofcharakter und Ostausrichtung sowie 28 © Reinhard Burg Mobiliars, inklusive Materialkonzepten sowie Wandgestaltungen, lagen in der Verantwortung der beiden Büros plan² – architekten und der Raumausstattung Rudolf Schecher GmbH. eine großzügige Treppe zur 2. Dachterrassen­ ebene mit Westsonnenausrichtung geplant und umgesetzt. Das rückseitige Dach wurde komplett abgerissen und zum Teil um ein Geschoss höher aufgemauert sowie mit einem Flachdach versehen, auf dem sich heute eine Dachterrasse befindet. Der andere Teil, der nicht aufgemauert wurde, ermöglicht eine Terrassensituation, die mitten auf dem Dach einem kleinen Innenhof gleicht. www.plan-quadrat.info www.schecher.eu 29 © Arkadius Haiduk Gewerbliche Bauten Zwei Gebäude werden eins Fotos: Arkadius Haiduk, Anton Kolev Der Düsseldorfer Architekt Gregor Darius Haiduk wurde mit dem Neubau eines Bürogebäudes beauftragt. Dabei sollte das bestehende Gebäude umgebaut und kernsaniert werden. Zudem war auch die Entwicklung einer dem Gebäude entsprechenden Innenarchitektur gefragt. Schon in der Planungsphase fokussierte der Grundgedanke für die gesamte Konzeption auf dem Bestandsgebäude, das ursprünglich als Schreinerei fungierte. Dieses sollte mit dem neu zu errichtenden Gebäude weder in Konkurrenz stehen noch von diesem dominiert werden. Ein klarer Mittelweg war gewünscht: Beide Bauten sollten nach der Fertigstellung sowohl von außen als auch von innen eine harmonische Symbiose ergeben. Darüber hinaus sollte der Betrachter, der das Gebäude betritt, durch eine klare Funktionalität in die einzelnen Räume geleitet werden. „Uns war es wichtig, dass an keiner Stelle beim Betrachter das Gefühl entsteht, es handele sich um zwei Gebäudeteile“, so der beauftragte Architekt. Um das zu erreichen, musste die Verbindung gleichwertig zum Bestandskörper sein und sich 30 © Anton Kolev Umbau und Erweiterung einer ehemaligen Schreinerei in den Neubau verzahnen beziehungsweise diesen transparent durchstoßen. Dabei wünschte sich der Auftraggeber, dass sich die äußere Architektursprache im Inneren des Gebäudes wieder findet und dieses bestimmt. Der Neubau ist in seiner Grundform ein Quadrat, das in der Mitte ein Atrium besitzt. Der Verbindungstrakt erscheint als formelle Reduktion der rechteckigen Grundform des Bestandsgebäudes. Beide Baukörper haben eine klare geometrische Form, die nur durch die integrierte Vollver­gla­ sung beziehungsweise durch die Dachverglasung stellenweise den Anschein erweckt, als würde sie sich auflösen. Dank der zahlreichen Glasflächen, die sowohl an Dach als auch an der Fassade und im Innenraum von Glas Conzen aus Düsseldorf ausgeführt wurden, erhält das Gebäude eine hohe Transparenz, die es dem Betrachter ermöglicht, schon von außen Einblick in die Innenarchitektur zu erhalten. Hier – im Inneren des Gebäudes – herrscht eine klare räumliche Aufteilung, die schlichte Nüchternheit ausstrahlt. Dazu trägt auch die reduzierte Material­auswahl bei, die sich auf Lärche Holzverkleidung beschränkt. Hinzu kommen Isolierverglasung inklusive einer Stahlrahmenkonstruk­tion sowie reine Putzflächen. Die starke Reduktion der © Anton Kolev © Anton Kolev © Anton Kolev © Anton Kolev © Arkadius Haiduk Gewerbliche Bauten Materialien und die klare Formsprache gewährleisten dem Gebäude eine gewisse Zeit­losigkeit, lassen jedoch keine Langeweile entstehen. „Auch wenn ein Gebäude schlicht und einfach erscheint, ist es seine Umsetzung nicht. Denn der Teufel steckt bekanntlich oft in Details, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind“, erzählt Gregor Darius Haiduk. www.architektur-haiduk.de 31 Unternehmerstadt Die Unternehmerstadt in Derendorf Vierter Teil unserer Serie: Das casa altra von Mario Bellini Im Norden Düsseldorfs ist in den letzten fünfzehn Jahren eines der gelungensten Konver­ sionsprojekte nicht nur der Landeshauptstadt, sondern auch weit darüber hinaus entstanden: Die Unternehmerstadt hat das ehemalige Areal der Rheinischen Metallwaren- und Maschinenfabrik in ein zentrales, leicht zu erreichendes Stadtquartier verwandelt mit einer einzigartigen Mischung aus traditionellen Büronutzern, Media-Agenturen, Mode-Showrooms, individuellen Wohnanlagen, einem Hotel und mehreren Freizeiteinrichtungen. Im vierten Teil unserer Serie geht es um das 2012 fertiggestellte casa altra des bekannten italienischen Architekten und Designers Mario Bellini aus Mailand. Das Bürogebäude reiht sich in die Perlenkette von Lighthouse, doubleU und dem erweiterten Bestandsgebäude der Rheinmetall-Hauptverwaltung an der Ulmenstraße ein. Mit spektakulären, aus dem Lot gebrachten, dynamischen Fassadenschrägen bricht casa altra das rechtwinklige Schema klassischer Bürogebäude angenehm auf. Entwickelt wurde das „Andere Haus“ gemeinsam von der Rheinmetall Immobilien GmbH und der Projektentwicklungsgesellschaft die 32 de­veloper GmbH. Der siebengeschossige, von zwei Seiten aus erschlossene Block basiert auf einem trapezförmigen Grundriss, der sich um einen begrünten, gläsernen Innenhof erstreckt. Oberhalb des verglasten Erdgeschosses wurde das Gebäude allseitig um acht Grad geneigt, was Fotos: Michael Godehardt sich nicht nur an der Fassade deutlich zeigt, die aus dreifarbigen Aluminiumelementen groß­ flächig zusammengesetzt wurde. Auch die Schräg­stellung der äußeren Stützen des Stahlbetonskelettes lässt die dynamische Ausrichtung spürbar werden. Vor allem die vertikalen Gebäu- Unternehmerstadt dekanten des Solitärs werden dadurch besonders betont. Konterkariert wird diese Bewegung von zwei gläsernen, aus der Flucht hervortretenden Eckvorbauten, in denen die Gastronomie und Besprechungsräume untergebracht sind. Bellinis komplex verschobene Komposition reagiert dabei subtil auf ihren städtebaulichen Kontext: Das casa altra überbrückt zwischen dem doubleU und der Rheinmetall-Hauptverwaltung spielend die unterschiedlichen Baufluchten, ohne dass dabei der Ausblick auf einen der Nachbarn verstellt werden würde. Erschlossen wird der kontextbewusste Solitär von zwei Seiten aus: Einerseits von der neuen Fußgängerallee, die sich auf der Seite des doubleU in die Unternehmerstadt hinein streckt; andererseits von der Derendorfer Allee, von der aus auch die Zufahrt zu den beiden Tiefgaragenebenen mit ihren insgesamt 250 PKW-Stellplätzen erfolgt. Die beiden Zugänge haben eigene Eingangsfoyers mit jeweils zwei Aufzugskernen, was eine flexiblere Mietteilung der Etagen ermöglicht. Boden und Wandverkleidungen wurden repräsentativ aus anthrazitfarbenem Naturstein und Werkstein ausgebildet. Besonderes viel Wert wurde auf die Außenbeleuchtung gelegt: Die Glasvorbauten, die das Betriebsrestaurant und die Cafeteria beherbergen, werden vom Fassadenfußpunkt aus durch LEDs illumi33 Unternehmerstadt niert – meistens in einem warmen Weißton, zu Events aber auch mal in blauen, roten oder grünen Stimmungstönen. Die über dem Erdgeschoss liegenden fünf Büroetagen mit einer vermietbaren Gesamtfläche von rund 13.000 m2 lassen sich flexibel in Einzeloder Großraumbüros unterteilen. Die doppelverglasten, senkrecht in die Fassade eingelassenen Fensterelemente sind durch einen Pfosten so untergliedert, dass eine Trennwandstellung im Achsraster von 1,35 m möglich wird. Dabei verfügen die Büros über die Möglichkeit einer natürlichen Be- und Entlüftung. Der Sonnenschutz lässt sich individuell steuern. Die zur Außenfassade bzw. zum vollflächig verglasten Innenhof ausgerichteten Büros haben eine maximale Tiefe von fünf Metern. Besonders zur Innenhofseite ergibt sich dadurch eine Vielfalt von räumlichen Ausblicken durch das Gebäude. Oberhalb des sechsten Geschosses des casa altra liegt eine weitere Etage für die komplette Aufzugs- und Haustechnik. Die Formgebung des Gebäudes unterstreichend wurde sie in das Bauvolumen komplett integriert – die Lüftungsschlitze, die man von außen an der Fassade erkennt, spiegeln das deutlich wider. Zur Innenhofseite befinden sich auch auf dieser Etage weitere Büroräume. Von ihnen lässt sich 34 der Blick in den geöffneten, dem Wetter ausgesetzten Innenhof wohl am besten genießen. Mit seinen grauen Natursteinplatten und der Bambusbegrünung strahlt er eine fast konzentrierte, klösterliche Atmosphäre aus, durch die ineinander gespiegelten Glasreflexionen wirkt er zugleich aber auch ganz dynamisch – genauso wie die Unternehmerstadt selbst. www.unternehmerstadt.com www.bellini.it Küchen für PersönlichKeiten Eine gute Küche passt perfekt zu ihrem Besitzer. Sie ist flexibel, intelligent und unverwechselbar individuell. Sie ist Ausdruck von Lebensgefühl und Spiegel von Persönlichkeit. Und sie ist, was sie verspricht, der Lebensmittelpunkt. Diesen Anspruch nehmen wir persönlich. Erfahren Sie mehr unter: www.warendorf.eu Store Düsseldorf | Grünstraße 15 | 40212 Düsseldorf | T 0211 8622881-0 35 Interview Dr. Bodo Küpper Geboren in Halle an der Saale, aufgewachsen in Dortmund. Unternehmer, Produkt- und Projektentwickler von Eigen- und Fremdprojekten. Motto: „Vor- und Weiterdenken, gemeinsam generationsübergreifende Werte schaffen“ Thilo Küpper Geboren 1982 in Wuppertal. Nach einer Offiziersausbildung bei der Bundeswehr, Studium der BWL an der Helmut Schmidt Universität, Hamburg. Berufsbegleitendes Studium M.Sc. Real Estate Management and Construction Project Management an der Bergischen Universität Wuppertal. Seit 2007 in der Firmengruppe Küpper tätig, Mitinitiator des Vereins „Aufbruch am Arrenberg“ e.V. Seit 2010 tätig als Prokurist der „Projekt Fabrik ELBA GmbH“. Seit 2012 Geschäftsführender Gesellschafter der Firmengruppe Küpper. Dr. Bodo Küpper + Thilo Küpper INTEGRIEREN STATT AUSGRENZEN Interview mit Dr. Bodo und Thilo Küpper über Wuppertals Stadtentwicklung und regionale Ausstrahlung Unter dem Leitbild „Bewahren – Entwickeln – Erneuern“ ist die Firmengruppe Küpper aus Wuppertal als Produkt- und Projektentwickler tätig. In der Geschäftsführung vertreten sind Dr. Bodo Küpper sowie seine beiden Söhne Thilo und Boris Küpper. CUBE Herr Dr. Küpper, Sie sind seit 2003 in Wuppertal mit eigenen Entwicklungsprojekten aktiv – was verwurzelt Sie in dieser Stadt? Dr. Bodo Küpper (BK): Meine Frau ist hier geboren, sie stammt aus einer alteingesessenen Elberfelder Unternehmerfamilie. Meine beiden Söhne Thilo und Boris wurden hier geboren, seit 1990 haben wir immer in Wuppertal gelebt. Mit anderen Worten: Es gibt eine gemeinsame Geschichte. Thilo Küpper (TK): Unsere Unternehmensgruppe entwickelt seit den 1980er Jahren betriebswirtschaftlich nicht notwendige Immobilien für Dritte. Die Geschichte unseres Unternehmens reicht aber noch weiter bis ins Jahr 1877 zurück. Vor allem haben wir alte Industriebrachen neu positioniert – bekanntestes Beispiel ist das Dortmunder U. Eigentlich wollte mein Vater nach diesem Projekt in die südliche Hemisphäre Europas umziehen, weil man von dort aus genauso schnell mit dem Flugzeug in Städten wie Berlin und München sein kann wie mit dem Auto aus Wuppertal. Unsere Mutter hat aber für Wuppertal gekämpft und für die Stadt geworben. Dann haben wir alle am Ende gesagt: Okay, wir wollen doch mal schauen, ob wir hier nicht auch Geschäfte machen können mit Eigenkapital und der Zielrichtung, dass mein Bruder und ich in das Unternehmen mit eintreten. Falls 36 es nicht klappt - so war die Vereinbarung - könnte mein Vater ja wieder in den Süden ziehen. BK: Das Pilotprojekt war nicht hier am Arrenberg angesiedelt sondern in Unterbarmen - ein ganzer Straßenzug mit Gewerkschaftshäusern, insgesamt knapp über 4.000 m2 Fläche. Damals war ein großer Leerstand an Büroflächen in Wuppertal und wir machten das Schwierigste und konzipierten Büros neu unter dem Begriff „Homeoffices“. Die Überlegung war dabei: Was bedeutet es wenn ein junger Mensch direkt von der Universität kommt, keinen Job findet, was kann er machen mit relativ wenig Eigenkapital? Deshalb waren diese kleinen Büros vollständig ausgestattet mit Holzboden, Computer bis hin zur Küche, so dass man als Mieter direkt loslegen konnte. Nach neun Monaten war alles vermietet, obwohl auch Unterbarmen damals eher ein Krisengebiet war. Und das hat Ihnen den Mut gegeben sich auch an größere Projekte heran zu wagen? TK: Wir haben vor sieben Jahren dann den alten Gebäudebestand des Heliosklinikums angekauft, insgesamt 25.000m 2, obwohl alle vorangegangenen Mikro- und Makroanalysen uns vom Einkauf abgeraten hatten. Der Arrenberg ist ein multikulturelles, eher schwach geprägtes Viertel, damals mit hohen Leerständen, von der Stadt fast aufgegeben. Wir sind trotzdem empathisch herangegangen, haben geguckt wie sehen die Klingelschilder aus, wie pflegen die Leute das Ganze. Sind wir © cadmann Interview Bauen im Bestand - die geplanten ELBA-Lofts am Arrenberg in Wuppertal von kadawittfeld Architekten schon so wie in Köln Mühlheim in einem Ghetto, wird auf der Straße schon Tee gekocht? BK: Wir haben die lebendige Vielfalt der Ethnien als etwas Positives angesehen, und das sozial gelebte Miteinander und die existierenden Mikrostrukturen die unter der Oberfläche liegen, entdeckt. Das haben wir als ein großes Potenzial gesehen und uns im Anschluss gefragt: Was tut wirklich diesem aufgegebenen Viertel und seinen Bewohnern gut? Jede Unternehmung, die wir in Angriff nehmen hat primär erst einmal eine soziale Verpflichtung zu erfüllen, auch wenn am Ende ein Ertrag steht. Wer sich heute am Arrenberg umschaut, erkennt viele alte, wiederhergestellte Substanz, aber nur wenige Neubauten. Welche Maßnahmen haben Sie konkret unternommen? BK: Wir wollten dem Viertel keinen Masterplan überstülpen und dann abwarten, wie rasant sich die Preise entwickeln. Wir wollten eine gelebte, kooperative Gentrifizierung, die die Menschen auf dem Weg mitnimmt. Der Verein „Aufbruch am Arrenberg“ wurde gegründet mit dem Ziel, Nachbarschaften zu pflegen und zu intensivieren. Die Stadt hatte sich verpflichtet, in einem der Gebäude einen Kindergarten anzusiedeln. Wir haben in der Zwischenzeit die dreizehn denkmalgeschützten Gebäude für Kapitalanleger umgenutzt und umgebaut, wobei darunter – was uns wichtig ist - auch viele Eigennutzer sind. So konnte der ehemalige Park des Klinikums revitalisiert und für das Viertel zugänglich werden, in einer Größe, wie man ihn in manchen Städten gar nicht findet. Das alles unter der Bezeichnung „Arrenberg’sche Höfe“ - übrigens kein frei erfundener Name, sondern einer, der sich von den beiden steuerpflichtigen Bauernhöfen herleitet, die hier im 16. Jahrhundert angesiedelt waren. Es war für uns sehr wichtig, dass ein Identifikationspotenzial geschaffen wird, also eine Marke kreiert wird. Mit den Kunstaktionen, die den Umbaumaßnahmen jeweils vorausgingen, haben Sie ja über mehrere Jahre viele zehntausend Menschen in den Arrenberg locken können. Welche Rolle spielen die Künstler bei der Revitalisierung eines Standortes? TK: Künstler sind für uns Raum- und Zeit-Pioniere. Sie haben den Humus für die Projekte am Arrenberg geschaffen. Sie locken die Leute in diese Gebäude, die brach lagen und lange öffentlich unzugänglich waren. Plötzlich sieht man ein Gebäude zu den unterschiedlichen Tageszeiten wieder und registriert die Wünsche und Träume, die eine Nachbarschaft mit dem Gebäude unterhält. BK: Wie sehr die Kunst eine Beziehung zu den Menschen erschafft, haben wir hier hautnah erleben können, weil die Menschen hier schon gar nicht mehr so aktiv wahrgenommen wurden. Kunst schafft Nachbarschaft und die Nachbarschaft schafft ein Gefühl der Zusammengehörigkeit - mit dem Bauen selbst ist das überhaupt gar nicht zu vergleichen. Vor drei Jahren haben Sie das 20.000 m2 große Areal der stillgelegten Elba-Werke auch noch dazugekauft und zu Wohn- und Gewerbestandorten weiter entwickelt. Auch hier arbeiten Sie mit dem Bestand: Die Wohnungen im gehobenen und im Luxussegment, die dort unter dem Namen „Elba-Lofts“ in alten Fabriketagen entstehen sollen, richten sich speziell auch an Berufspendler aus dem benachbarten Metropolen. Warum sollen gerade diese Menschen hier wohnen wollen? TK: Die Großzügigkeit der Architektur, die im Umbau der Architekten kadawittfeld erhalten bleibt, ist sicher das eine – das andere ist die Lage. Die Elba-Lofts liegen fußläufig zum Arrenberg, viele Szenelokalitäten sind von hier aus schnell zu erreichen, ebenso das beliebte Luisenviertel mit der Stadthalle und anderen bekannten Kulturstätten. Aber man ist genauso schnell im Grünen. Leicht zu erreichende Einkaufsmöglich­keiten sind ein 37 © cadmann Interview weiterer Pluspunkt, und dann die Strukturlage: Innerhalb von 30 Minuten sind Sie nicht nur am Düsseldorfer Flughafen, sondern genauso schnell am Kölner oder Dortmunder Airport; innerhalb von zwei Minuten bringt Sie die Schwebebahn zum schon bald in neuem Glanz erstrahlenden Wuppertaler Hauptbahnhof. Und das Ganze zu der Preisstruktur, die unter der Hälfte des Düsseldorfer Marktes liegt, da es ein Objekt mit 85 % Denkmalschutzanteil in der Abschreibung ist. Bei einer Investition von 3.000 Euro und maximaler Abschreibung liegt der Quadratmeterpreis somit gerade einmal bei etwa 1.800 Euro. BK: Wohlgemerkt mit einer hervorragenden Wohnqualität, die in hochpreisigen Metropolen wie Düsseldorf überhaupt nicht mehr zu bekommen ist! Das Projekt wird sich in die gewachsene, sanft entwickelte urbane Struktur einordnen. Haben Sie keine Angst, dass es soziale Spannungen im Viertel auslöst? TK: Es gibt hier keine Unruhen. Das Schöne ist hier wirklich, die Bewohner geben sich gegenseitig Sprachunterricht, praktizieren soziale Durchlässigkeit. Der Sohn vom Arzt spielt hier mit dem Sohn vom Langzeitarbeitslosen auf dem gleichen Spielplatz und die Väter merken, dass die Kinder die gleichen Sorgen und Nöte haben. Irgendwann sagt der Arzt zum anderen: „Dein Sohn ist intelligent, mach es ihm es nicht zu einfach und schick ihn nicht auf die Hauptschule. Ich verspreche Dir, ich schaue über seine Mathehausaufgaben.“ Es gibt Kommunikationsorte wie den Kiosk an der Ecke, wo diese sozial unterschiedlich situierten Menschen aufeinander treffen, die Leute sich gegenseitig wahrnehmen und respektieren lernen. BK: Wir haben in Wuppertal eine besondere Art der Gentrifizierung; sie ist nicht negativ, sondern positiv geprägt. Wir denken in dieser Stadt nicht in Fläche, eher in Berg- und Tal, aber selbst das nur begrenzt. Es gibt in Wuppertal nicht so eine starke soziale Grenzziehung wie die Kö oder den Rhein. Auch das Zooviertel, wo gerade Projekte gestartet werden, die primär eine monetär stärkere Käufergruppe ansprechen, liegt letztlich ganz nah am Arrenberg, übrigens auch das Briller-Viertel. Wir sind im Tal alle so miteinander verbandelt, dass es gar keine Alternative zu einem gemeinsamen Leben geben kann. 38 Wuppertal hat mit seinen über Jahrzehnte lang sinkenden Bevölkerungszahlen, der hohen Haushaltsverschuldung und nicht zuletzt auch wegen des Korruptionsskandals um den ehemaligen OB Kremendahl bundeweit aber auch kein blütenreines Vorzeigeimage. Steht das nicht dem Erfolg des Projektes entgegen? TK : Es stimmt schon, Menschen, die von außen kommen, begegnen Wuppertal erst einmal mit Distanz. Obwohl die 1929 gegründete Stadt einmal die reichste Region ganz Deutschlands war, selbst nach den Zerstörungen des 2.Weltkrieg war Wuppertal einer der Wirtschaftsmotoren des Landes. Bis 1972 ist die Stadt gewachsen, bei 472.000 Einwohnern lag die demographische Höchstmarke. Leider hat Wuppertal den Strukturwandel danach aber auch so was von verschlafen wie kaum eine andere Stadt in der Region! Der Mittelstand verließ nach und nach die Stadt – die Talsohle war im Jahre 2000 erreicht, als sie auf 360.000 Einwohner geschrumpft war und der Korruptionsskandal öffentlich wurde. BK: Aber man lernt aus seiner Vergangenheit: Wir haben eine sehr junge und dynamische Politik, auch übergreifend über die Fraktionen, die versucht, ergebnisorientiert Wuppertal neu zu positionieren. Seit einigen Jahren agiert auch wieder die Wirtschaftsförderung mit größeren Ansiedlungsprojekten, ohne irgendwelche illegalen Tricks und politischen Filz. Zugleich begleitet das Wuppertal-Marketing die positive Neuausrichtung der Stadt. Mit Erfolg: Seit zwei Jahren wächst die Stadt wieder – ein noch moderates Wachstum von 350 Einwohnern, aber schon in diesem Jahr soll eine vierstellige Zahl erreicht werden. Wuppertal scheint sich immer mehr als Wohnstandort zwischen Düsseldorf, Köln und Essen zu etablieren! Wichtig ist uns dabei, dass die Jugend wieder nach Wuppertal kommt. Es müssen junge Leute kommen, die die Stadt neu beleben, das ist die Aufgabe. TK: Auch die Bergische Universität, die nicht nur mit dem Klimainstitut einen innovativen Wissenszweig hat, zieht mit der Stadt an einem Strang. Die neue Leitung versucht wieder stärker in der Stadt wahrgenommen zu werden. Erst kürzlich hat sie eine tolle Lichtinstallation installiert, sie haben auch Ateliers bei uns angemietet, weil sie stärker präsent sein wollen. Seit einigen Jahren entwickelt die Stadt gemeinsam mit Bildungsträgern innovative und neuartige Gründungsprogramme, etwa den deutschlandweit renommierten und international bekannten berufsbegleitenden Master im Immobilienbereich REM+CPM, aber auch Eliteförderprogramme für Jugendliche jeglicher sozialer Schicht, wie z.B. das Programm der Junior Universität. Diese Aktivitäten sind einzigartig in der Republik und sprechen für eine zukunftsfähige Stadt. Hört sich ganz danach an, als ob viele Kräfte in der Stadt in eine ähnliche Richtung streben. Erfüllt Sie das mit einer besonderen Zufriedenheit als Projekt- und - wie Sie sich ja selbst viel lieber bezeichnen – Produktentwickler vom Arrenberg? BK: Wir finden den Begriff Produktentwickler tatsächlich besser, weil wir als Entwickler sehr konkret an den Sachen arbeiten. Das ist dabei wie eine Pflanze, die man erst mal ins richtige Licht stellen muss - und dann muss man sie pflegen. Ein langer Streichelprozess und doch geht plötzlich die Frucht auf - allein das mit zu erleben und dazu seinen Teil beitragen zu dürfen, bereitet großen Spaß! Ihnen beiden vielen Dank für das Gespräch. Das Interview führte Paul Andreas. Immobilien & Service :B Wo auch immer der Trend in Düsseldorf hingeht, wir bleiben Ihr Partner für exklusive Immobilien. Ihr Partner für exklusive Immobilien in der Region. Düsseldorf-Kaiserswerth Klemensplatz 3 Tel. 0211 418488-0 Düsseldorf-Stadtmitte Steinstraße 20 Tel. 0211 130688-30 Düsseldorf-Oberkassel Luegallee 13 Tel. 0211 989429-0 WWW.IMMOBILIEN-BOECKER.DE Meerbusch-Büderich Dorfstraße 26 Tel. 02132 757596 Ratingen Oberstraße 52a Tel. 02102 929955-0 © Roland Borgmann, Münster Architektur Der Name ist Programm Fotos: Roland Borgmann, Stephan Geiger Das Stadtpalais „Belvédère“ bietet einen grandiosen Ausblick auf den Rhein Die Fassade ist hell gestrichen, während sich die untere Etage und der Sockel farblich davon absetzen. Auch das Eingangsportal hebt sich dank seiner Naturstein-Verkleidung wirkungsvoll von der Fassade ab. Großzügig überdacht präsentiert sich die Haustüranlage in hochglänzend lackiertem Holz mit einem markanten, verchromten Türknauf und dem Schriftzug „Haus Belvédère“, der oberhalb der Eingangstür in weiß-goldenen Buchstaben angebracht ist. Der Vorgarten, mit Rasen- und Kiesflächen, einer Kirschlorbeerhecke hinter der Einfriedung sowie einigen Solitärpflanzen versehen, wird durch ein klassisches Metallgitter auf gemauertem und verputztem 40 © Roland Borgmann, Münster In fußläufiger Nähe zur Altstadt und mit einer urbanen Mischung aus großzügigen Grünanlagen und hochwertigen Wohnquartieren ist Golzheim einer der attraktivsten Stadtteile der Landeshauptstadt. Gleich gegenüber des Rheinparks mit seinen ausgedehnten Grünflächen ist dieses Stadtpalais entstanden. Dabei stellt gerade die Verwendung dieses Gebäudetypus mit seinen tiefen, vor der Fassade liegenden Loggien den Entwurfsgedanken dar. Sockel mit Natursteinabdeckung vom Straßenraum abgeschirmt. Betritt man das Stadtpalais, wird man von einem Treppenhaus empfangen, das mit geschliffenem Naturstein ausgelegt ist. Die Wandflächen sind gespachtelt, geschliffen und seidenmatt gestri- chen. Im Entrée sowie auf den Hauptpodesten befindet sich jeweils eine Konsole aus Metall mit einer Ablage aus Naturstein sowie einem Spiegel. Die entstandenen Wohnungen besitzen eine hohe Attraktivität, die sie vor allem der besonderen Qualität eines zentralen und gleichzeitig geschützten Innenraums zu verdanken haben. Im Inneren greifen die Wohnungen die traditionellen Elemente des herrschaftlichen Wohnens auf. Mehrere miteinander verbundene, großzügig bemessene Räume werden durch Elemente wie Loggien oder Terrassen ergänzt. Diese Einbeziehung des Außenraums in den © Stephan Geiger Allen Wohneinheiten gemein ist die deutliche Trennung der repräsentativen Räume in Richtung Straße und Rhein von den privaten Schlaf- und Aufenthaltszimmern zum ruhigen Innenhof. © Stephan Geiger © Roland Borgmann, Münster © Stephan Geiger © Roland Borgmann, Münster Architektur Wohngrundriss gibt den Wohnungen eine großzügige und gleichzeitig intime Dimension. Die hochwertige Innenausstattung ist dem Anspruch des Wohnkonzepts angemessen und unterstreicht mit hellen Farbtönen die preziösen Details der Objekte, Leuchten und Materialien. www.pomona-ppp.de www.rkw-as.de 41 Garten und Landschaft Outdoor ist in Individuelle Gestaltung des Außenbereichs Jeder Garten und jeder noch so kleine Balkon sollte vor allem eins sein: Eine Ruheoase im Alltag, die den richtigen Rahmen für eine Auszeit zwischendurch bietet. Das zumindest findet Uwe Lohsträter, Inhaber von „Room In + Outdoor.“ Vor sechs Jahren eröffnet, befindet sich der Gartenmöbel-Einzelhandel seit vier Jahren in Kaiserswerth und ist spezialisiert auf exklusive Möbel für Garten, Terrasse und Spa. So werden auf einer rund 300 m 2 großen Ausstellungsfläche bekannte Marken wie Dedon, B&B Italia Outdoor, Tribù, Paola Lenti, Gandia Blasco, Tuuci + Glatz und viele mehr angeboten. Darüber hinaus umfasst das Leistungsangebot des Unternehmens, das mit namhaften Innenund Gartenarchitekten zusammenarbeitet und über eine überregionale Kundschaft verfügt, auch eine kompetente Beratung, die Planung und Gestaltung des Outdoorbereichs von Häusern und Villen, Gastronomie und Hotellerie im In- und Ausland. www.room-living.de 42 Fotos: room-living 43 Architektur «Mit Kunst grillieren.» dEsIGN a N dR E as R EICH l I N pat EN t I ERt W W W. F E U E R R I NG.C H 44 oxen architekten © Stefan Schilling Garten und Landschaft Vielseitig einsetzbar Fotos: Andrea Dingeldein, Stefan Schilling Grauwacke bietet besondere Ästhetik und hohe Funktionalität Brigitte Röde – Planungsbüro Garten und Freiraum © Andrea Dingeldein Natürliche Materialien schlagen eine Brücke zwischen der vom Menschen gemachten Welt und der Natur, zwischen Architektur und Umwelt. Als einer der traditionellsten Baustoffe überhaupt bringt gerade der Naturstein Grauwacke diese Pole in eine besondere Balance und Harmonie. Er ist ein zunehmend wichtiger Impulsgeber einer kreativen Gestaltung, die sich konsequent an den Kriterien der Nachhaltigkeit ausrichtet. So wächst die Bedeutung von Natur­ stein in den Konzepten von Architekten und Planern, sei es im Kontext klassischer oder moderner Material­interpretationen. Unverfälscht und natürlich ist Naturstein ein ideales Gestaltungsmittel, dessen nachhaltige Qualität und Ökobilanz überzeugen. Dabei ist Nachhaltigkeit jedoch primär ein Kriterium heimischer, regional gewonnener und verarbeiteter Gesteine, die ohne aufwändige Produktions­ verfahren oder lange Transportketten zum An­ wender gelangen. Seit beinahe einem Jahrhundert zählt Quirrenbach in der Region zu den führenden Anbietern 45 oxen architekten © Stefan Schilling © Andrea Dingeldein Garten und Landschaft 46 Brigitte Röde © Andrea Dingeldein Quirrenbach-Grauwacke deckt sowohl im Interieur als auch in der Außenarchitektur und im Garten- und Landschaftsbau ein breites Produktspektrum ab. So lässt sie sich genauso wirkungsvoll im Kontext minimalistischmoderner Raumkonzepte inszenieren wie zum Beispiel auch in historischen Bauten, Parks und Außenan­lagen. Energieeffizient, nachhaltig und ästhetisch besonders ausdrucksstark ist das Gestein für Mauerwerk, Boden- oder Treppengestal­ tungen bis hin zu Fassaden flexibel einsetzbar. Dabei passt sich Grauwacke je nach Verarbeitung, Format und Farbgebung jeder Stilrichtung an und setzt trotzdem originäre Akzente. Als Boden, Wand- oder Kaminverkleidung in Innenräumen, als Küchenarbeitsplatte oder Duschtasse steht sie für puristische Klarheit oder robuste Natürlichkeit. Gleichermaßen eröffnet sie im Außenbereich nicht nur als Fassadenlösung, sondern auch in Form von Bodenbelägen, Stadt- oder Objektmobiliar reizvolle Gestaltungsräume. Brigitte Röde © Andrea Dingeldein von Grauwacke. In vierter Generation versteht sich das Unternehmen längst nicht mehr nur als Betreiber eines Steinbruchs, sondern als innovativer Entwickler anspruchsvoller Naturstein­ lösungen für Interior Design, Architektur, Garten- und Landschaftsbau. Dabei liegt der besondere Reiz der Grauwacke in ihrer einzigartigen Ästhetik und breiten Funktionalität. In den vorliegenden Projekten sorgen zum Beispiel fugenlos verlegte Fassadenelemente im Wechsel­spiel mit transparenten Glasflächen für eine fili­grane Leichtigkeit. Was das Mauerwerk, die Treppen und Bodenbeläge angeht, wurde hier eine mediterrane Variation gewählt. Auch bei der Gestaltung der Terrasse kam Grauwacke zum Einsatz. In Form einer zeitgemäßen Natürlichkeit kommt hier die Harmonie mit der Umwelt zum Ausdruck. www.quirrenbach.de ® Gönnen Sie sich eine neue Sicht auf Beton. Geradlinig, puristisch, vielseitig. Die perfekte Ergänzung moderner Architektur im Außenbereich. Monochrome Flächen ohne jeden überflüssigen Schnörkel. Klare Konturen und Formen, elegante Farben von Sand bis Anthrazitgrau. Mit einem Gesamtbild, das homogener anmutet als jede gegossene Fläche erfindet Senzo® den Sichtbeton neu. Dank einem leistungsstarken Oberflächenschutz ist dieser innovative, hoch verdichtete Betonstein gegen eindringenden Schmutz und Verwitterung geschützt. Erhältlich in vielfältigen Formaten bis 100 x 50 cm. Lassen Sie sich inspirieren. WIr machen Ihre Gartenträume wahr. www.metten.de Garten und Landschaft Vorher Grüne Oase hinterm Herrenhaus Parkähnlicher Garten mit Ruhezonen Obgleich der Privatgarten erst ein Jahr alt ist, zeigt er sich doch sehr „erwachsen“ und wirkt fast so, als sei er schon länger das Rückzugs­gebiet der Herrenhausbesitzer. Der Grund hierfür liegt vor allem in dem alten Pflanzen- und Baum­ bestand, der nach den Vorstellungen der Eigentümer erhalten und um neue Pflanzen erweitert werden sollte. Insgesamt wünschten sich die Gartenbesitzer eine große grüne Oase, die optisch zum Objekt passt, modern, aber trotzdem naturverbunden und heimelig wirkt. Zudem sollte die Terrasse einen Abstieg in den unteren Gartenteil besitzen, über den man bequem auf die Rasenfläche und in den weiteren Garten gelangen kann. Die Herausforderungen, die von den ”Gartenwerkern“ gemeistert werden mussten, lagen also vor allem darin, die parkähnliche Struktur zu erhalten und dennoch einen Garten zu schaffen, der Gemütlichkeit ausstrahlt und mit Ruhe­ zonen zum Entspannen einlädt. Gelungen ist dies insbesondere durch den Einsatz und der gezielten Wiederverwendung heimischer Materialien. So besteht die Terrasse aus rheinischer 48 Fotos: Gartenwerk, privat Garten und Landschaft Basaltlava – ebenso wie der Eingangsbereich, der zudem historisches Basaltpflaster vorweist. Kontrastierend dazu wurde für die Natursteinmauer Ruhrsandstein verwendet. Die Bank, die auf der Terrasse zum Ausruhen und Genießen des Gartenambientes einlädt, ist ein Einzelstück, ebenfalls aus Basaltlava gefertigt. Eine Pergola aus Meranti-Leimbinder sorgt tagsüber auf der Terrasse für leichten Schatten an sonnigen Ta- gen, während eine gezielte Illumination den Garten abends besonders wirkungsvoll in Szene setzt. Die grüne Oase um das imposante Herrenhaus wurde innerhalb von ca. 20 Wochen geplant und umgesetzt. Seitdem wird die Anlage konsequent und kontinuierlich von Garten­werk gepflegt. Dabei legten die ”Gartenwerker“ neben der Gestaltung auch Wert darauf, dass der Garten später möglichst bequem in Schuss gehalten werden kann. So ist neben einem automatischen Bewässerungssystem auch ein Rasenroboter regelmäßig im Einsatz. www.gartenwerk-duesseldorf.de 49 Gartenzimmer zum Träumen Miniflat Wintergärten gMbH · Kölner Str. 160-164 (b1) · 45481 MülHeiM an der ruHr · tel. 0208 / 48 00 83 / -84 · fax 0208 / 48 97 99 · [email protected] · WWW.Miniflat.de © Fischer Möbel Garten und Landschaft Wohnzimmer goes outdoor Das sind die Trends für Garten, Balkon und Terrasse © Fischer Möbel Im Sommer sind Balkon, Garten und Terrasse die beliebtesten Aufenthaltsorte im eigenen Zuhause. Was in südlicheren Ländern längst zum Alltag gehört, setzt sich immer mehr auch in unseren Breitengraden durch – das Wohnen und Leben im Freien. Grillabende mit Freunden, das entspannte Sonntagsfamilienfrühstück oder der ruhige Nachmittag mit Buch finden 2013 einen besonders schönen Rahmen: Die unbequemen weißen Plastikmöbel der Vergangenheit werden endgültig verdrängt, an ihrer Stelle ziehen gartentaugliche Wohnzimmermöbel und Accessoires ein, die Grenzen zwischen drinnen und draußen sind fließend. Gefragt sind Natürlichkeit und Qualität, die Orientierung des Designs an der Natur setzt sich auch im Sommer 2013 fort. Sofas schaffen auf Balkonen und Terrassen trendige Lounge-Atmosphäre, ergänzt wird das OutdoorWohnzimmer durch wetterfeste, robuste Tep­ piche und Gemälde, Regale für die Außenwände, Accessoires in Knallfarben und filigrane Kleinmöbel im Retro-Look: Ein großes Comeback feiert in diesem Sommer der Spaghetti Stuhl. Angesagt sind Outdoormöbel in modernen For51 Der Trend bei Form und Aussehen geht weg von durchgehenden, voluminösen Rückenlehnen und 52 © Glatz men und edlen Materialien, gartentauglich und bevorzugt im Retro-Style: Lässige Lounge-Sofas laden zum entspannten Verweilen ein und betonen den fließenden Übergang zwischen drinnen und draußen, Garten, Balkon und Terrasse avancieren zum trendigen Outdoor Wohnbereich mit Clubfeeling. Die Modelle kommen unter anderem im aufwändig von Hand gefertigten Polyrattan-Geflecht daher, zum Teil in kubischen Formen, tief, immer bequem und elegant. Im Gegensatz zu Möbeln aus Natur-Rattan sind sie witterungsunabhängig, Regen, starke Sonneneinstrahlung und Temperaturschwankungen können den Sesseln und Sofas nichts anhaben. Verschmutzungen lassen sich leicht mit einem feuchten Tuch entfernen. Die Möbel nehmen keine Feuchtigkeit auf, sind also auch nach einem kurzen Sommergewitter blitzschnell wieder trocken und einsatzbereit. Damit fügen sie sich perfekt ein in das mitteleuropäische Klima und überstehen auch den Winter ganz problemlos im Freien. Als dynamische Sitzlandschaften können sie immer neu zusammen gestellt werden und passen sich so jedem Bedürfnis an. Auch die Bezüge der Modelle lassen sich optisch und haptisch kaum noch von typischen Interior-Stoffen unterscheiden. © Tribú © Max Leonhard Garten und Architektur Landschaft Beinen hin zu mehr Lässigkeit und Luftigkeit. Da darf auch ein vergessen geglaubter Klassiker nicht fehlen: Der Spaghetti Stuhl der 50er und 60er Jahre, ein Symbol der Leichtigkeit und guten Laune, feiert 2013 sein Comeback und verbreitet sein typisches, leicht schwingendes Sitzgefühl auf Balkonen, Terrassen und in Gärten. Dank neuer Materialien ist der Klassiker heute außerdem weitaus bequemer und strapazierfähiger geworden. Und wer auch bei Sommerregen gemütlich im Garten verweilen © Tribú © Auerhahn Garten und Landschaft © Tribú möchte, dem bieten moderne Pavillons mit Dach und Seitenwänden einen sicheren Unterschlupf. Gemälde bereichern 2013 die Gestaltungsmöglichkeiten von Außenwänden und Räumen im Outdoor- Bereich um eine neue Facette: Auf Dralon Segel gemalt und dank einer speziellen Silikonrezeptur sind sie absolut unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen und können so Kälte, Regen, UV-Strahlung und Hitze trotzen. Schmutz auf der Oberfläche lässt sich problemlos abwaschen. Der Größe der Kunstwerke sind keine Grenzen gesetzt. Der Wohnzimmereffekt von Balkon und Terrasse lässt sich zusätzlich verstärken durch wetterfeste Teppiche. Sie werten jede Sitzgruppe im Freien optisch auf, wirken temperaturregulierend – so können auch Kinderfüße an kälteren Tagen barfuß bleiben – und sie sind leicht und hygienisch zu reinigen. Teppiche für den Außenbereich gibt es in vielen Größen und Optiken. Ob auf der Terrasse oder auf der Wiese, unter dem Liegestuhl oder am Rande des Schwimmbeckens, der Teppich für draußen setzt auf jeden Fall besondere Akzente. Hersteller bieten für das perfekte Sommerwohnzimmer im Freien außerdem Indoor typische Leuchten, Kissen und Kleinmöbel an. Und wer 53 Garten und Architektur Landschaft Die Trendfarben 2013 sind weiß, beige und braun, hinzu kommt blau, passend zum stetig beliebten maritimen Look. Als Hingucker werden Akzente in Knallfarben gesetzt: von bunten Kissen, über Accessoires wie Kerzen, Tischdecken, Übertöpfen oder Vasen und bis hin zum Gartengrill, der inzwischen auch in den Farben des Lieblingsfußballvereins zu haben ist. Wer auf dem Balkon grillt, für den halten Hersteller Geräte in Gas- und Holzkohleausführung bereit, © Weber Grill zusätzlich nicht auf die Lagerfeueratmosphäre verzichten möchte, dem bieten verschiedene Firmen innovative Outdoor-Feuerstellen an. Ganz ohne Rauch, Ruß und Asche, aber dennoch authentisch und gemütlich für entspannte Sommerabende auf der heimischen Terrasse – die moderne Interpretation des klassischen Lagerfeuers. Basierend auf Bioethanol entstehen dabei zudem keine schädlichen Emissionen. Benötigt wird weder ein Rauchabzug, weder Feuerholz noch ein Gas- oder Elektroanschluss, die moderne Feuerstelle bietet ein hohes Maß an Sicherheit. Auch hier kommen wetterfeste Materialien zum Einsatz, so dass sie das ganze Jahr über im Outdoor-Bereich wirken können. Gerätes. In bunten Trendfarben avancieren sie immer mehr zu Grill-Centern zur Zubereitung moderner und vielseitiger Gerichte. Unter anderem mit integrierten Aufbewahrungsmodulen für Lebensmittel, über Eiswürfel-Behältnisse bis hin zum Popcorn-Maker. Für den besonderen Geschmack des Grillguts stehen Briketts aus Weinreben und Weinstöcken oder aus Zitronen- und Orangenholz zur Verfügung. Moderne trifft Natur, Naturstein trifft Designermöbel: Regentanks kommen in edler Steinoptik daher, die Wege durch den Garten zur Terrasse werden vorwiegend aus Natursteinen geschaffen. Dabei wird Materialien aus europäischen Steinbrüchen der Vorzug gegeben vor Importen aus Asien. Auch bei der Gartenbepflanzung sind heimische Gewächse stark auf dem Vormarsch. die sich mühelos und sicher an der Brüstung montieren lassen. Zudem entdecken auch immer mehr Frauen ihre Leidenschaft fürs Grillen, so ändert sich nicht nur der Look, sondern auch die Funktionalität des Die schönsten Möbel für Garten und Terrasse Tribù Natal-Alu-Sofa B&BItalia_Outdoor_Collection_1966_by_Richard_Schultz room In+Outdoor 54 Niederrheinstraße 290 · 40489 Düsseldorf-Kaiserswerth Tel. 0211-8693422 · www.room-living.de Mo.- Fr. 11.00 – 19.00 Uhr · Sa. 10.00 – 15.00 Uhr Garten und Landschaft Wie das Haus so der Garten Fotos: Jochen Rolfes Reduziert und modern passt sich die Grüne Oase dem Gebäude an Passend zur schlichten, reduzierten Architektur des Hauses wünschte sich der Bauherr eine entsprechende Gestaltung seines Gartens und beauftragte hierzu die Drillges Landschaftsgestalter, mit denen er seine weiteren Vorstellungen besprach. Dazu gehörte zum Beispiel auch, dass das Schwimmbad den Mittelpunkt des Gartens bilden und der Garten mit großen Heckenpflanzen und Holzzäunen eingefriedet werden sollte. Zudem war ein kleiner privater Raum in Form einer Terrasse gewünscht, den die Tochter als Rückzugsmöglichkeit nutzen kann. Der Garten fasst das Haus ein und nimmt die vorhandenen Sichtachsen auf. Dabei präsentiert er sich entsprechend der Vorstellungen des Bauherrn sehr modern, reduziert und doch gemütlich. Zu diesem Effekt tragen großformatige Betonsteinplatten in der Größe 1 x 1 Meter in Sichtbetonoptik bei. Daran schließt sich die Rasenfläche bündig an, die wie ein Teppich eingebettet in den befestigten Flächen wirkt. Zwei Meter hohe Eibenhecken dienen als immergrüner Sichtschutz, die streng und formal 55 Garten und Landschaft geschnitten werden und so das Gesamtambiente unterstützen. Zudem wurde ein Holzzaun mit Edelstahlpfosten angelegt, der ebenfalls zu dem gewünschten Sichtschutz beiträgt. Einen Kontrast zu der durchweg inszenierten Geradlinigkeit schafft ein aufgelockertes Beet, das am Pool mit großen Buxuskugeln, violetten Allium und weißen Hortensien angelegt wurde. Auch die ausreichende Pflege ist gewährleistet – dank einer automatischen Beregnungsanlage, die sowohl die Beet- als auch die Rasenfläche regelmäßig bewässert. Für eine besondere Ge­ müt­lichkeit sorgt das Holzdeck am Pool sowie der Steg aus Bangkirai, der sich durch den Garten zieht und einen warmen Kontrast zum Grün des Rasens bietet. Die insgesamt dreiwöchige Planungszeit der Firma Drillges, in enger Zusammenarbeit mit dem Büro Villino von Angela Frensch, und die sie­ben­wöchige Umsetzungszeit schloss neben den großen Gestaltungsmaßnahmen auch kleine, aber feine Details mit ein. Dies lässt sich zum Beispiel an hochwertigen Fassadenrinnen aus Edelstahl an den bodengleichen Türen und Fenstern erkennen. Insgesamt findet sich die gradlinige und architektonische Bauweise in den großzügigen Terrassen-, Rasen- und Beetflächen des Gartens wieder. Farblich angepasste Lounge 56 Möbel runden das gelungene Garten­ergebnis ab. „Der Garten erhöht in jedem Fall unsere Lebens­ qualität. Und zwar nicht nur im Sommer, wenn wir so viel Zeit wie möglich draußen verbringen, sondern auch in den Wintermonaten. Denn dann lässt sich unser Garten wunderbar von Innen genießen,“ zeigt sich der Bauherr von seinem neuen Garten rundum begeistert. www.drillges.de TERRA FLAIR • KöLnER STR. 160 • 45481 MüLhEIM A. d. RuhR TEL. 0208 8286888 • FAx 0208 4199899 • www.TERRA-FLAIR.dE öFFnungSzEITEn: Mo-SA 10-19 uhR • So 11-16 uhR Haustechnik Metamorphose in die Moderne Fotos: Solarlux Glas-Faltwand mit maximaler Öffnung Am Rande des Ruhrgebiets ist eine Umwandlung eines 60er Jahre Herrenhauses in die Moderne mehr als gelungen. Verantwortlich für die geglückte Metamorphose des Privathauses ist die architektonische Inszenierung des Außenraums: Der vor der Fensterfront liegende Raum wurde großflächig gestaltet, damit die Glas-Faltwand in Ganzglasoptik ihre optische Wirkung ganz und gar entfalten kann. Das beauftragte Architekturbüro bewies bei Entwurf und Realisierung des Umbaus durch die Kombination von Konzept, Produktauswahl und einer strengen, von Geometrie geprägten Formensprache, dass die Umwandlung postmoderner Gebäude und die Anforderungen an eine zeitgemäße Energieeffizienz durchaus realisierbar sind. Gleichzeitig galt es, ein offenes Raumkonzept zu realisieren, das alle Anforderungen an modernes und flexibles Wohnen erfüllt. So entwickelte sich die Idee einer offenen Erweiterung des Wohn- und Essbereiches zum parkähnlichen Garten. Die Wahl fiel auf zwei Glas-Faltwände des Systems SL 82, die es heute ermöglichen, die 58 gleich mit zwei Designpreisen ausgezeichnet: dem iF product design award und dem red dot product design award. Durch die Transparenz der SL 82 erhält das Gebäude eine spürbare Leichtigkeit und edle Gesamtoptik. Mit einer dreifachen Verglasung ausgestattet, erzielt sie einen U-Wert von 1,2 und sorgt damit für einen zeitgemäß hohen Wärmeschutz, der die Anforderungen der neuesten Energieeinsparverordnung erfüllt. Besonders effektiven Schutz gegen Wind und Regen bieten Dichtungen, die nicht nur – wie bei den meisten Herstellern üblich – in zwei, sondern gleich in drei Ebenen verlaufen. gesamte Südfassade mit einer Breite von 10,36 Metern variabel und großzügig zu öffnen. Die wärmegedämmte Verglasung vom Premiumanbieter Solarlux hat an der Außenseite eine flächenbündige Ganzglasoptik und erfüllt höchste Ansprüche der Bauherren an Funktionalität und Optik. Im Jahr 2010 wurde die Glas-Faltwand Bei schönem Wetter gleiten die Elemente dank der hochwertigen Edelstahl-Laufwagen und Führungsschienen spielend leicht zur Seite, das Flügelpaket parkt unauffällig an der Wand. Geöffnet bilden Innen- und Außenraum so eine fließende Einheit. Auf Wunsch können die Bodenschienen barrierefrei in den Boden integriert werden, um Stolperschwellen zu vermeiden. www.solarlux.com Garten und Landschaft Anzeige Natürlich wie ein Bergsee Die perfekte Symbiose von Pool und Teich Was gibt es Schöneres, als den Blick über die kristall­ k lare Wasserfläche eines Gebirgssees schweifen zu lassen, während die Füße in seinem frischen Wassern kühlen? Die natürliche Frische eines unberührten Berggewässers kann man jetzt auch im eigenen Garten genießen. Ein original BIOTOP LIVING-POOL bietet frisches Badevergnügen zu Hause in natürlich reinem und angenehm temperiertem Wasser. Ein LIVING-POOL ist die perfekte Symbiose aus einem biologischen Schwimmteich und einem klassischen Swimmingpool. Im LIVING-POOL übernimmt eine hochentwickelte, chlor- und chemiefreie Filtertechnik die Aufgabe, das Wasser sauber und algenfrei zu halten. Anstelle der bei Swimming-Teichen sonst notwendigen Regenerationszone mit den in ihr lebenden Pflanzen und Tieren sorgt eine unterirdisch angeordnete Filter­technik für die biologische Aufbereitung des Wassers, das so immer klar und lebendig bleibt. Das Team der Firma Terwiege steht dem Kunden von A bis Z bei der Realisierung des persönlichen Pool-Projektes zur Seite. Es berät ihn in einem Fotos: www-living-pool.eu die hochqualitative Ausführung durch die bestens geschulten Mitarbeiter. Die Koordinierung aller am Bau beteiligten Gewerke übernimmt dabei die Firma Terwiege. Nach einer ausführlichen persönlichen Schulung wird dem Kunden zudem ein Handbuch überreicht, in dem alle notwendigen Hinweise für den Betrieb nochmal nachgelesen werden können. Natürlich ist das Team der Firma Terwiege auch darüber hinaus für den Kunden der kompetente Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Garten- und Landschaftsbau. unverbindlichen Gespräch, sondiert Wünsche und Vorstellungen und entwickelt ein erstes Konzept. Die Firma Terwiege nimmt sich für diese Beratung viel Zeit, um alle Daten für eine erste Planung und einen Kostenvoranschlag zu sammeln. Ein eigener Pool steigert nicht nur die Lebens­ qualität, sondern auch den Wert eines jeden Grundstücks. Komfort und Erholung begeistern dabei sowohl kleine als auch große Wasserratten. Mit einem original BIOTOP LIVING-POOL wird der Garten zum beliebtesten Urlaubsziel. Nach einer kurzen Planungsphase erhält der Kunde einen von den eigenen Gartenplanern erstellten Vorentwurf, zusammen mit einem Kostenvoranschlag. Im Anschluss an die Planungsphase folgt www.terwiege-galabau.de www.living-pool.eu 59 Lichttechnik und Innenarchitektur Alles Nervensache Fotos: Dirk Krüll, Düsseldorf NCN-Neurochirugische Praxis Neuss im ehemaligen Gloria-Kino Nachdem das Gloria-Kino im Zentrum von Neuss 1998 den Vorführbetrieb eingestellt hatte und der Gebäudekomplex anschließend umfangreich umstrukturiert wurde, öffnete im Spätherbst 2012 eine Praxis für Neurochirurgie mit ambulantem Operationsbereich hier ihre Pforten. sollte einerseits den gestalterischen, andererseits den wirtschaftlichen Anforderungen gerecht werden. Um dies zu erreichen, wurde für die Verkehrsflächen, den vorderen Wartebereich, die Funktionsräume sowie die Sanitärbereiche eine höchst effiziente, äußerst langlebige LEDEinbauleuchte gewählt, die ein sehr lichtstarkes, klares Licht erzeugt und durch Dimmung in ein wärmeres Licht verändert werden kann. Die Behandlungsräume sowie die Arztzimmer werden durch textile Leuchten sehr klar, lichtintensiv und farbdiffenziert ausgeleuchtet. Aufgrund überzeugender Eindrücke aus anderen Arztpraxen des gleichen Planungsbüros beauftragte der Bauherr und Betreiber der Praxis, Dr. med. Christian Wille, im Sommer 2011 das Düsseldorfer Büro a3architekten mit der Aufgabe, für das komplexe Raumprogramm eine geeignete Struktur zu finden. Dabei sollte die eingeschränkt vorhandene natürliche Belichtung besonders berücksichtigt werden. Die Praxis, welche sich mit einer Fläche von ca. 400 m2 über das gesamte neue 2. Obergeschoss erstreckt, ist in den zugänglichen Patientenbereich mit großzügigem und zentralem Empfang, zwei Wartebereichen, fünf Behandlungszimmern und den entsprechenden Nebenräumen sowie in den separat abgeschlossenen OP-Bereich mit zwei Eingriffsräumen für ambulante Opera­tionen, 60 Aufwachraum, Sterilisation und weiteren Ne­ ben­räumen gegliedert. Dabei sorgen sehr klar angeordnete Räume, Verkehrsflächen und Öffnungen langfristig für funktionale Praxisabläufe und eine gute Orientierung für den Patienten. Die Lichtplanung für beide Praxis-Bereiche Über der Empfangstheke befindet sich eine Ocular Lichtstruktur, die sich in ihrer Form exakt der Thekenform anpasst. Lichttechnisch ist sie mit dimmbaren LED-Lichtköpfen ausgestattet, die zu den modernsten und wirtschaftlichsten Lichtlösungen gehören. Auf diese Weise entsteht ein blendfreies Licht auf der Theke und dem Arbeitsbereich, welches ein angenehmes Arbeiten sowie eine ungestörte Kommunikation mit den Patienten ermöglicht. www.a3architekten.eu www.licht-im-raum.de 61 Innenausstattung Wohlfühlen ist planbar Die faszinierende Wirkung der richtigen Farbe Ebenso wie die Akustik oder die Statik ist Farbe im Bereich der Architektur eine eigene Disziplin. Doch meist ist sich der Bauherr dessen gar nicht bewusst und macht sich über die Farbgebung seines Eigenheims erst dann Gedanken, wenn bereits alles andere steht. Dabei ist die Farbe das, was uns täglich umgibt, sich auf unser Wohlbefinden auswirkt und uns unbewusst beeinflusst. Denn Farbe vermittelt Botschaften und Signale, löst Empfindungen und Assoziationen aus. Die passende Farbe lässt ein Treppenhaus in neuem Glanz erstrahlen, unterstützt die Corporate Identity eines Unternehmens oder gibt Räumen einen repräsentativen Charakter. Farbe kann architektonische Mängel ausgleichen, Übergänge schaffen, Räume abgrenzen oder verbinden. Sie kann uns helfen, uns zu konzentrieren, zu regenerieren oder Ordnung zu halten. Farbe kann inspirieren oder beruhigen. Sie kann die Kommunikation fördern oder einfach dafür sorgen, dass die Familie wieder öfter zusammen am Küchentisch sitzt. Um ein individuelles, stimmiges Farbkonzept erstellen zu können, müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. So spielen Ar62 Fotos: Katja Velmans Innenausstattung chitektur, Licht, Materialien, Nutzung der Räumlichkeiten und Verweildauer eine wichtige Rolle, wobei zunächst jedoch immer erst der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Und die können eben sehr unterschiedlich sein. Eine gelungene Farbkonzeption unterstützt unser Tun und Sein und ist ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzeptes. Die Konzeption der passenden Farbe ist eine Dienstleistung unter Berücksichtigung von psychologischen, ästhetischen, ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten. Um die gewünschte Wirkung zu erreichen, be- darf es viel Feingefühl und Erfahrung. Das persönliche Gespräch, eine fundierte Analyse und Bestandaufnahme des Objektes und seiner Nutzung sind die Basis eines verantwortungsvollen Farbkonzeptes. Farbe nicht bewusst zu nutzen, hieße, sich um ihre Aussagekraft zu prellen. Sie ist das kosten- und wirkungseffizienteste Mittel bei der Gestaltung von Räumen und sorgt vor allem dafür, dass sich die Menschen in ihrer Umgebung wohler fühlen. www.pagels-farbkonzepte.de 63 Inneneinrichtung Topqualität und Handwerkskunst 125 Jahre Auping Fotos: Auping Dieses Jahr feiert die Bettenmanufaktur aus den Niederlanden sein 125-jähriges Bestehen. 1888 erhielt der Schmied Johannes Auping den Auftrag, ein gut belüftetes Bett für das Krankenhaus von Deventer herzustellen. In seiner Schmiede erfand und baute Auping das erste Bett mit offener Unterfederung, dem sogenannten Spiralboden. Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte die unter anderem dazu führte, dass Auping 100 Jahre nach Firmengründung, im Jahr 1988, das Prädikat „Königlich“ (Koninklijk) erhielt - als Zeichen des Vertrauens, Respekts und der Würdigung der Königin gegenüber dem Unternehmen. Inwzischen ist Auping der größte selbstständige Bettenhersteller der Niederlande mit einem weltweiten Netz an Filialen, Fachhändlern und Ausstellungsräumen. Die Produktion der hochwertigen Betten erfolgt auch heute noch in Handarbeit im niederländischen Deventer, wo gemeinsam mit Wissenschaftlern stetig an der Weiterentwicklung der eingesetzten Materialien und Technologien gearbeitet wird. Ein weiteres Jubiläum feiert eines von Aupings erfolgreichsten Produkten, das Modell „Auronde“, das bisher 64 über eine Million Mal verkauft wurde. Seit dem Entwurf von Designer Frans de la Haye im Jahr 1973 wurde das Design nicht groß verändert, nur die Auswahl an Farben und Accessoires sowie die Technik wurden angepasst. Den 40. Geburtstag feiert Auping mit einer limitierten Auflage im Leinen-Look und in fünf neuen Farben, die natürlich auch im Auping Plaza Düsseldorf in unmittelbarer Nähe der Königsallee präsentiert werden. Auf 200 m2 Ausstellungs- und Verkaufsfläche wird hier die komplette Kollektion an Bettgestellen, Boxspringbetten, Matratzen, Schlaftextilien und Accessoires gezeigt. Die Schlafzimmer in unterschiedlichsten Einrichtungsstilen sollen nicht nur ein Einkaufserlebnis bieten, sondern liefern auch Inspiration für das eigene Zuhause. Geniessen Sie in entspannter Atmosphäre bei einer Tasse Tee das stilvolle Ambiente des Auping Plaza und lassen Sie sich von geschulten Mitarbeitern über die funktionalen Vorteile der Boxspring- und Gestellbetten beraten. www.aupingplaza-duesseldorf.de SUITE DREAMS Transatlantik-Passage in einer Suite inklusive Business-Class-Transatlantikflug & 3 Übernachtungen im First-Class-Hotel Waldorf Towers in New York Princess Suite pro Person schon ab Queens Suite pro Person bereits ab € 5.490,- € 5.790,- Wählen Sie unter 8 Terminen von Mai bis November 2013. Beratung und Buchung in jedem guten Reisebüro oder telefonisch unter 040 - 415 33 555 Kataloganforderung unter 040 - 500 69 300 oder unter www.cunard.de 65 Cunard Line • Eine Marke der Carnival plc • Brandsende 6-10 • 20095 Hamburg HAMBURG – NEW YORK Inneneinrichtung Anzeige Die bahnbrechende „nonstop“ Synchron-Auszugs­ technik ermöglicht ein automatisches, gedämpftes Ein- und Ausschwenken der Einlegeplatte in Se­ kundenschnelle: mit nur einem Handgriff und in einem Zug. Der neue Auszugstisch flaye fasziniert durch seine sinnliche wie formal klare Ästhetik. Die sich verjüngende, farblich kontrastierende Lederzarge kaschiert die integrierte Technik und lässt die Tischplatte zart erscheinen. MASSANFERTIGUNG Fotos: TEAM 7 Naturholzmöbel für Designliebhaber Der österreichische Hersteller TEAM 7 schafft es, durch die einzigartige Synthese von edlem Naturholz, zeitgemäßem Design und innovativer Technik, den Anspruch an moderne Möbel bis ins Detail zu erfüllen. Ein junges Kreativteam entwickelt außergewöhnliche und zukunftsweisende Möbel, die in den vergangenen Jahren 25 Designpreise erhalten haben. Aber nicht nur das ausgezeichnete Design macht die edlen Naturholzmöbel der feinen Manufaktur besonders. Auch die Programmvielfalt bietet eine geradezu unbegrenzte Gestaltungsfreiheit. So stehen vielfältige Planungssysteme zur Verfügung, die bis hin zur Maßanfertigung für jede Raumsituation die passende Lösung bereithalten. Die Naturholzmöbel aus Österreich sind bereits in 500 Verkaufsstellen weltweit und in 16 Markenstores in Großstädten wie Taipeh, Miami, Wien oder München präsent. Der achte eigene Store wurde im Januar im Düsseldorfer Stilwerk eröffnet. Hier steht die persönliche Beratung an erster Stelle. Innenarchitekten und qualifizierte Einrichtungsberater verfügen über eine hohe Planungskompetenz und ausreichend 66 Das neue cubus pure Wohnprogramm fasziniert durch kubisch klare Formen und einen sinnlichen Materialmix aus Holz und Farbglas. Zartes Farbglas fasst die Fronten wie ein Passepartout ein, hebt das Naturholz auf eine Bühne und verleiht dem Möbel eine zeitgemäß klare Modernität. Erfahrung, um die Kunden in allen Einrichtungsfragen zu beraten. Auf 640 m 2 Ausstellungsfläche zeigt TEAM 7 in der Messestadt seine Möbel für alle Lebensbereiche: für die Küche, den Wohn-Essraum, fürs Schlafzimmer bis hin zu Möbeln fürs Kinder- und Jugendzimmer – neben den Bestsellern natürlich auch aktuelle Neuheiten wie den bahnbrechenden Auszugstisch flaye, der bereits in diesem Jahr den renommierten interior innovation award Inneneinrichtung Anzeige TEAM 7 Chefdesigner Jacob Strobel erläutert die neue Technik des preisgekrönten flaye Tisches auf der TEAM 7 Store-Eröffnung im Düsseldorfer Stilwerk. v.l.n.r.: Jacob Strobel (Chefdesigner TEAM 7), Christina Tinschert (Leitung Flagshipstore Düsseldorf), Prinzessin Dr. Kirstin zu Hohenlohe-Oehringen, Kuratorin der Ausstellung „SOS-Edition weltweit“, Dr. Georg Emprechtinger (geschäftsführender Eigentümer TEAM 7), Alexa Pannes (Einrichtungsberaterin Flagshipstore Düsseldorf), Yvonne Mierzwiak (Einrichtungsberaterin Flagshipstore Düsseldorf), Mag. Dietmar Hasenöhrl (Geschäftsführer Eigene TEAM 7 Stores). 2013 Winner erhielt und weit über ästhetische Maßstäbe hinausgeht. Die vollkommen neue „nonstop“ Synchron-Auszugstechnik ermöglicht ein automatisches und gedämpftes Ein- und Ausschwenken der integrierten Einlegeplatte in Sekundenschnelle. Mit nur einem intuitiven Handgriff und in einem Zug entfaltet sich die Einlegeplatte – und der Tisch vergrößert sich um vier zusätzliche Plätze. Bestechend schön ist auch das neue Möbelprogramm cubus pure, dessen Anrichte ebenfalls bereits preisgekrönt ist. Hohe Materialqualität, großes handwerkliches Können und zeitgemäßes Design, verbunden mit einer Funktionalität, die sich im Alltag beweist – das sind die Wurzeln, aus denen die österreichische Möbelmanufaktur zum europäischen Marktführer für ökologische Designmöbel erwachsen ist. Insgesamt 650 Mitarbeiter sorgen mit Know-how und traditioneller Handwerkskunst für wohngesunde und langlebige Naturholzmöbel. Zwei Drittel der Produktionsarbeiter sind Tischler, die mit ihrem über Generationen weitergegebenen Wissen für die hochwertige Fertigungsqualität garantieren. Darüber hinaus kontrolliert TEAM 7 beinahe die gesamte Wertschöpfungskette vom Baum bis zum Endprodukt. In dem Bewusstsein, dass Kantig-kubische Formen, großzügige Flächen und eine klare Linienführung vereinen sich bei der linee Küche mit der quer verlaufenden Holzmaserung zu einer außergewöhnlichen Eleganz. die Natur kein Massenprodukt ist, werden die Möbel bei TEAM 7 ausschließlich auftragsbezogen produziert. Einzigartig in der Branche ist auch die Auswahl der verschiedenen Holzarten. Nach traditioneller Handwerkskunst liebevoll verarbeitet und geschmackvoll sortiert, geben sieben Holzarten – die ausschließlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen – genügend Raum für individuelle Gestaltung. TEAM 7 Deutschland GmbH Flagshipstore Düsseldorf Stilwerk Grünstraße 15 40212 Düsseldorf Telefon: 0211 862937-0 E-Mail: [email protected] www.team7-duesseldorf.de 67 Sanitär In Marmor baden Maßangefertigte Badezimmereinrichtung für eine historische Villa Der Eigentümer einer kernsanierten Villa in Düssel­dorf, welche 1927 erbaut wurde, hatte sich für die Gestaltung seines Badezimmers etwas ganz besonderes ausgedacht. So sollten der Waschtisch und die Badewanne exakt nach seinen Vorstellungen aus Marmor maßangefertigt werden. Um den Wünschen des Eigentümers gerecht zu werden, wurden zunächst anhand von handgefertigten Arbeitsmodellen aus Modellbau-Kunststoff im Maßstab 1/10 die Form von Waschbecken und Wanne entwickelt. Nach der Selektion der Modelle und mehrfachen Modifizierungen konnte die Form als 3D-CAD Modell am Computer weiter präzisiert und zur endgültigen Überprüfung der Daten und Proportionen an 1/1-Modellen aus Styropor ge­testet werden. Gefräst wurde das Styropormodell bei einer Firma in Padua, welche eng mit dem Natur­ steinproduzenten zusammenarbeitet. Die Objekte sind so konzipiert, das diese aus einem massiven Natursteinblock gearbeitet werden können. Das benötigte Naturstein-Material wurde bei Besichtigungen in Steinbrüchen vor Ort ausgewählt. Der ursprüngliche Gedanke, Carrara-Marmor 68 Fotos: Philipp van Noppen zu verwenden, wurde verworfen und die Wahl fiel letztendlich auf Göflaner Marmor der Sorte „Oro“, welcher in einem Steinbruch bei Laas in Südtirol gewonnen wird. Das Marmormassiv des Laaser-Marmors erhebt sich an der Nordostflanke der Ortlergruppe und befindet sich circa 40 km westlich von Meran. Göflaner Marmor ist ein chemisch fast reiner, hochkristallin ausgebildeter Kalkstein aus 99% Kalzit, der eine zuckerkörnige Struktur aufweist. Der bei diesem Projekt verwendete Rohblock stammt aus dem Weißwasserbruch, dem auf 2.240 m ü.N.N höchstgelegenen Steinbruch Europas. Der Abbau erfolgt zum Großteil unter­ Tage. Vor Zuschnitt der Einzelteile hatte der verwendete Block ein Gewicht von 21,3 t und war 2,5 x 2,1 x 1,45 m groß. Nachdem die Grob­ abmessungen mit einer Diamant-Seilsäge zugeschnitten wurden, konnte die Form über eine 5-Achsen CNC-Fräse herausgearbeitet werden. Die abschließende Oberfläche wurde gesandstrahlt und anschließend von Hand gebürstet. Auf diese Weise entstand eine seidenglänzende, feinkörnige und weiche Oberfläche. Die fertig aus- Sanitär Göflaner Marmors harmoniert. Ebenso wie bei der Marmorbadewanne und dem Waschbecken ist die Oberfläche gebürstet und besitzt eine leder­artige Anmutung. gefräste Wanne hat ein Gewicht von 960 kg, das Waschbecken ohne die angrenzende Ablage wiegt 460 kg. Um diese hohen, punktuell einwirkenden Lasten aufzunehmen, musste für das Badezimmer eine neue Betondecke eingezogen werden. Bei der Wahl des passenden Bodenbelags empfahl der Architekt Philipp van Noppen Kirchheimer Muschelkalk, da der graubraune Farbton des deutschen Muschelkalks auf besondere Weise mit der goldfarbenen und grauen Aderung des Das Waschbecken bildet mit seiner kieselsteinförmigen Erscheinung die optische Ergänzung zur Badewanne. Beide Formen zeichnen sich durch eine natürliche Rundung aus und präsentieren sich als organoide Körper. Das Waschbecken mit einer minimierten Stellfläche vollführt hierbei einen Balanceakt, wobei die ausladene, zur Wandfläche abgewinkelte Form in ihrer Funktionalität der selbstverständlichen Nutzung entgegen kommt. Sich an die Wand anlehnend, wird die Kieselrundung durch einen flachen Schnitt auf der Rückseite unterbrochen. Auf diese Weise stößt Orthogonalität auf Organoid, während die Kultur die Natur durchdringt und so eine optimale, auf Funktionalität zielende Symbiose bildet. www.van-noppen.com 69 Inneneinrichtung Radius I Garderobe Letterman III-Briefkasten Innovatives Design wird belohnt Preisregen bei Radius Design Die innovativen Ideen und Designs von Radius Design wurden gerade mehrfach prämiert. Vier Produkte aus den Kollektionen von Radius Design wurden vom Rat für Formgebung mit einem Award ausgezeichnet: die LED-Leuchte Absolut Circle, das Radius One Regal sowie der Brief­kasten Letterman III erhielten den Interior Innovation Award. Die Radius I Garderobe erhielt sogar das Label Interior Innovation Award Selection 2013. Dieser Award gilt als einer der renommiertesten Designpreise in der Einrichtungsbranche weltweit und steht für innovative Spitzenleistung. Die Leuchte Absolut Circle, die sich unter den ausgezeichneten Produkten von Radius Design befindet, ist die energieeffiziente Lösung für Räume, in denen Licht eine permanente Rolle spielt. Besonders in Fluren oder Treppen­häusern spendet die Absolut Circle LED-Leuchte ein indirektes, angenehmes warm-weißes Licht. Die Wand- und Deckenleuchte verbindet Design mit Energie­ effizienz und sorgt für ein ganz neues Licht­ erlebnis. Das Modell zeichnet sich durch einen hohen Anspruch an Qualität, Verarbeitung und Form aus. Das schlanke Design, aus gepulvertem 70 Stahl gefertigt und mit einem Lichtring versehen, unterstreicht die schlichte Eleganz. Die Leuchte Absolut Circle überzeugt auch durch seine an­ genehme Größe: Mit einem Durchmesser von 33 cm und einer Tiefe von 13 cm passt sich die Leuchte jeder Raumsituation optimal an. In der angebotenen Farbauswahl findet sich eine große Vielfalt; Absolut Circle ist in den Farben Silber, Orange, Grün, Weiß und Schwarz erhältlich. Absolut Circle - Wand- und Deckenleuchte Auch das mit einem Award ausgezeichnete Radius One Regal ermöglicht eine ganz neue Perspektive in der Raumgestaltung, da es grenzenlos und offen in der individuellen Gestaltung ist. Die variablen Flächen in unterschiedlichen Höhen und Tiefen sorgen für besondere Akzentsetzung und Platzierung individueller Objekte. Zeitloses und puris­ tisches Design sorgt für einen vielseitigen Einsatz und ist offen für alle Themengebiete. Daher lässt es sich in vielen Räumen einzigartig integrieren und ist zu jeder Zeit aufnahmebereit. Vertikal oder horizontal, in beiden Richtungen lässt sich das Radius One Regal einsetzen. Das Material besteht aus Stahl und ist in den Farben Orange, Grün, Silber, Weiß und Schwarz erhältlich. Inneneinrichtung schon eingetroffen ist. Die aufklappbare Front ermöglicht eine ergonomische Entleerung. Individuell wird der Design-Briefkasten für seinen jeweiligen Besitzer beschriftet und macht ihn zu einem ganz persönlichen Unikat. Radius One Regal Ein völlig neues und innovatives Design bietet auch der Design Briefkasten Letterman III. Durch seine Glasfront - in schwarz oder weiß - mit Gehäuse aus Edelstahl scheint der Letter­ man III zu schweben. Die Kombination aus Edelstahlkörper und Glasfront ergibt ein harmonisches Bild. Der Sichtspalt an der Front des Briefkastens lässt einfach erkennen ob die Post Eine besondere Auszeichnung erhielt die Radius I Garderobe in der neuen Kategorie Selection im Rahmen des Interior Innovation Awards 2013, bei der das Produkt von Radius Design für seine besondere Designqualität geehrt wurde. Das Topmodel unter den Garderoben: schlank und feingliedrig, dabei belastbar, elegant und ästhetisch – so stellt sich die Radius I dar. Die schmale und freistehende Radius I Stand­garderobe bietet viel Platz und schafft Stauraum. Bis zu 30 Jacken und Mäntel können mit Kleiderbügeln an die Standgarderobe gehängt oder einfach abgelegt werden. Radius I ist maximal bis zu 80 kg belastbar und lässt sich einfach und schnell aufbauen. Ideal als Hauptgarderobe oder auch als schnell zu platzierende Gästegarderobe. www.radius-design.com Pantone Cool Grey 9 C | Pantone 137 C deine stadt* zum abhängen. design: maße: farbe: *und viele weitere städte. Held Wohnkomfort Schwittay GmbH Dießemer Bruch 170-172 ˙ 47805 Krefeld ˙ Telefon 02151 54 00 44 michael rösing & radius team 18 cm x 80 cm x 3,5 cm schwarz www.held-wohnkomfort.com m a d e i n g e r m a n y 79,- inkl. mwst. 71 Haustechnik Neue Küchen-Lüftungstechnik Bora Classic Ein Newcomer wird zur echten Größe und zu einer immer bekannteren Marke, diesem Ziel rückt die Bora Lüftungstechnik wieder ein Stück näher. Das Unternehmen zählt mit seinen patentierten Dunstabzugssystemen, ausschließlich Downdraftsysteme, mittlerweile zu den Innovationsführern der Branche und wurde von einem Nischenunternehmen zum Publikumsliebling. Als Bora Professional 2007 auf den Markt kam, war die Begeisterung beim Fachpublikum groß. Die Nachfrage auch, allerdings hauptsächlich bezogen auf den relativ kleinen Markt exklusiver Marken und Küchenstudios. Mit Bora Classic wurde das Bora-Prinzip für eine breitere Zielgruppe erschwinglich. Die Vorteile des Bora Kochfeldabzugs – Kochen in frischer Luft, keine störende Dunstabzugshaube für eine ganz neue Freiheit in der Küchenplanung, eine extrem geringe Geräuschentwicklung und die hochwertige Optik – genießen so immer mehr Menschen und das Ende der Dunstabzugshaube ist noch einen Schritt näher gerückt. Bei allem Lob an das Design, steht bei Bora Classic die Funktion und die damit verbundenen neuen Möglichkeiten im Küchendesign im Fokus. Musste bisher um 72 die Dunstabzugshaube „herum“ geplant werden, verspricht der patentierte Kochfeldabzug Bora Classic mit seinem modernen schlichten Design und als platzsparende Lösung, pure Gestaltungsfreiheit. Der Clou der Abzug liegt zwischen den Kochflächen und lenkt den Dunst nach unten. Mittels eines modernen Touchdisplays lässt sich Bora Classic intuitiv und einfach bedienen. Der Kochfeldabzug eröffnet auf intelligente Art ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten in der Küchen- planung. Die edlen und hochwertigen Kochfeldabzüge können sowohl flächenbündig als auch in Aufsatzmontage in alle Arbeitsplatten eingebaut werden. Die Technik verschwindet im Unterschrank, ohne dabei Stauraum zu reduzieren. www.boragmbh.com Haustechnik Komfort und Sicherheit in einem Neuer Fingerscanner mit 3D-Touchless-Technologie Ein neuartiger Fingerscanner der Schweizer Firma TBS verbindet komfortablen Zutritt mit Hochsicherheit und das bei kinderleichter Bedienung. Dabei machen die geringe Auflagefläche des Fingers und der berührungslose Scan-Vorgang das System zugleich auch sehr hygienisch. Erstmals ist es dank der weltweit einzigartigen 3D-Touchless-Technologie möglich, Fingerabdrücke in forensicher Genauigkeit für Zutrittszwecke auszuwerten. Dadurch, dass der Scanner mit drei optischen Sensoren ausgestattet ist, werden nicht wie bei herkömmlichen Systemen nur die Merkmale der Fingermitte ausgewertet, sondern der gesamte Fingerabdruck von Nagel zu Nagel. Auf diese Weise kann eine deutlich größere Anzahl an Merkmalen gewonnen werden, was wiederum zu einer wesentlich präziseren Identifikation von Nutzern führt. Dies macht das System vor allem auch für Hoch- Fotos: TBS/Goelzner lichen Oberflächen und Designvarianten ist das System auch für private Anwendungen und zum Schutz von hochwertigen Wohnobjekten sehr gefragt. Vor allem, weil die Anbindung von Alarmanlagen kein Problem darstellt. sicherheitsanwendungen interessant und so zählen nicht nur Kunden aus dem Banken- und Versicherungsbereich zu den zufriedenen Nutzern, sondern zum Beispiel auch das Schweizer Militär, das auf dieses zukunftsweisende biometrische System setzt. Aufgrund der unterschied- „Die einfache Bedienung, der sichere Zugang, und das ansprechende Design qualifizieren dieses Produkt, um in unser Portfolio für Sicherheitstechnik aufgenommen zu werden“, so Torsten Knopf, Geschäftsführer der Gölzner GmbH. Um das Potential des TBS 3D Fingerscanners optimal zu nutzen, empfiehlt der Düsseldorfer Sicherheitsspezialist Gölzner den Einsatz einer motorischen Mehrfachverriegelung. Soll sich die Türe auch noch selbsttätig öffnen, kann zusätzlich ein automatischer Drehflügelantrieb integriert werden, um beispielsweise auch dem barrierefreien Wohnen gerecht zu werden. www.goelzner.de 73 Inneneinrichtung Gut gebettet Fotos: Miguel Gutierrez Prieto Schlafkomfort mit Ambiente – Fennobed geht in die Berliner Allee 43 Ebenso wie das Schlafzimmer heute mehr als nur der Ort ist, an dem wir schlafen, ist ein Bett mehr als ein funktionales Möbelstück. Gewünscht wird ein ergonomisch gesunder und betont wohltuen­der Schlaf in einem ästhetisch abgestimmten, repräsentativen Ambiente. Diesen Wunsch hat sich Fennobed zur Aufgabe gemacht. Mit der Symbiose aus Handwerk, Design und stilvollem 5-Sterne-Schlafkomfort werden im deutsch-finnischen Familienunternehmen Schlafmöbel nach traditionellen Maßstäben angefertigt. Dabei bietet Fennobed mit über 25 Jahren Expertise im Polstermöbelbau ein vielfältiges Angebot an Boxspringbetten und Zubehör aus eigener Manu­faktur für die besonders erholsame Nachtruhe. Die Eigenmarke matri mit den einzelnen Kom­ fortbausteinen ermöglicht es, das Bett über drei Ebenen auf die persönlichen Bedürfnisse abzustimmen. Das garantiert eine punktgenaue Abstimmung des Schlafkomforts, der auf die eigene Physiognomie und die individuellen Schlafgewohnheiten ausgerichtet ist. 74 Zudem bietet Fennobed visuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Ob Zubehör wie Kopfteil, Auflagen, Bettdecken und Kissen oder hochqualitative Accessoires wie Tagesdecken, Bettwäsche und Nachttische – dank der Fennobed Zubehörkollektion kann das Bettsystem immer wieder neu und ganz nach eigenen Vorstellungen inszeniert werden. Alle Bettelemente sind reine EU-Produkte und werden in der eigenen Manufaktur mit hochwertigen, natürlichen und zertifizierten Materialen handgefertigt, wobei auch hier auf Nachhaltigkeit gesetzt wird. Im Düsseldorfer Showroom auf der Berliner Allee 43 bieten die Schlafexperten von Fennobed eine umfassende Beratung und die Möglichkeit, alle Produkte in Ruhe auszuprobieren. Ein Besuch lohnt sich. www.fennobed.de In eigener Sache CUBE Magazin mit Neuer Website Ausgabe verGriffen? Dann besuchen Sie doch ganz einfach unsere neue Website. Hier können Sie ab sofort einzelne Artikel nachlesen oder sich gleich ganze Ausgaben ab dem Jahre 2011 als PDF anschauen. Darüber hinaus bieten wir Ihnen eine praktische Suchfunktion, mit der Sie bequem nach einzelnen Themen suchen können. Schauen Sie doch einfach mal vorbei und entdecken Sie auch, was in anderen Metropolen geschieht! www.cube-magazin.de CUBE Hamburg • CUBE Essen / Ruhrgebiet West • CUBE Düsseldorf • CUBE Köln Bonn • CUBE Frankfurt / Rhein-Main • CUBE München Inneneinrichtung Erweiterbares Regalsystem Diagonal von Uli Budde Der Designer Uli Budde gestaltet in seinem Berliner Bür, Möbel und Produkte, die neu und überraschend sind, dem Betrachter aber trotzdem vertraut und nachvollziehbar erscheinen. Sie beziehen sich auf Vertrautes und transformieren das Bekannte hin zu neuen Lösungsansätzen und dreidimensionalen Bildern. Seine Entwürfe beeindrucken durch ihre intelligente Einfachheit und zurückhaltende Anwesenheit. Einfache formale Eingriffe führen zu funktionalen, ästhetischen und poetischen Resultaten. Diese Eigenschaften finden sich auch bei dem Regal Diagonal wieder, mit dem Budde ein erweiterbares Regalsystem geschaffen hat, welches seine Stabilität aus den Regalböden selbst bezieht – anstatt von einem extra Versteifungskreuz. Das Regal besteht aus hölzernen Seitenteilen und zwei unterschiedlichen Regalböden, die aus aus gekantetem und pulverbeschichteten Metall­ MERA-HAUSTECHNIK aus Düsseldorf Ihr Fachbetrieb für offene Kamine, Stilkamine, Heizkamine und Gaskamine sowie Schornsteinbau und luft- und klimatechnische Anlagen Aufbau und Service mit eigenen, gut ausgebildeten Mitarbeitern Kamine, Kachelöfen, Heizkamine und Gaskamine Qualität setzt sich durch. So auch bei der Mera-Haustechnik aus Düsseldorf. Hier stehen die individuellen Wünsche der Kunden im Vordergrund aller Bemühungen – und das seit über 60 Jahren! Wir würden uns freuen, Sie in unseren Räumen begrüssen zu dürfen. Termine nach Absprache. Kontakt: Münsterstrasse 36, D-40476 Düsseldorf, www.mera-haustechnik.de, Tel.: 02 11 / 48 03 38 76 Inneneinrichtung individuelles System entsteht. Die Seitenteile von Diagonal bestehen aus unbehandelter Buche und stellen einen interessanten Kontrast zu den Regalbrettern aus Stahlblech dar. Das erweiterbare Regalsystem mit den diagonalen Flächen wird auf Anfrage angefertigt. blech gefertigt sind. Während der eine Boden einfach und reduziert ist, zeichnet sich der andere durch seine an drei Seiten abgekanteten Dreiecksflächen aus. Diese sorgen für die nöti­ ge Versteifung in alle Richtungen, sodass kein Extraelement zur Stabilisation nötig ist. Ein beziehungsweise zwei bei höheren Elementen - komplexes Bodenelement würde ausreichen, um ein Regal auszusteifen. Die abgekanteten Seitenflächen dienen zudem als praktische Buchstütze. Durch das spielerische und freie kombinieren von einfachen und komplexen Regalböden, kann ein starkes grafisches, funktionales Muster erzeugt werden. Die unterschiedlichen Kombinationen können beliebig erweitert oder verkleinert werden, sodass ein www.ulibudde.com www.officeoriginair.com BESUCHEN SIE UNSERE FLIESEN-AUSSTELLUNGEN! Vogelsanger Weg 103 40470 Düsseldorf Offener Sonntag* 10.00 - 17.00 Uhr Ronsdorfer Str. 135 40233 Düsseldorf Offener Sonntag* 10.00 - 18.00 Uhr *keine Beratung, kein Verkauf / Feiertags geschlossen *keine Beratung, kein Verkauf / Feiertags geschlossen SR_Dd_188x135_4c_CUBE_2013_RZ.indd 1 Weitere Standorte unter www.schmidt-rudersdorf.de 21.02.13 08:46 77 Innenausstattung Heizkörper für Individualisten Fotos: Zehnder Group Design-Heizkörper Metropolitan von Zehnder Das reduzierte Design des Zehnder Heizkörper Metropolitan nach der Maxime „weniger ist mehr“ integriert sich optimal in jede moderne Raumarchitektur. Auch in puncto Komfort und Effizienz ist er durchdacht bis ins letzte Detail. Verantwortlich für die Gestaltung des DesignHeizkörpers zeigt sich das renommierte Mailänder Design-Duo King und Miranda, die mit dem Zehnder Metropolitan einen Heizkörper entwickelt haben, der auf Überflüssiges verzichtet und Raum lässt für Individualität. Der patentierte Design-Heizkörper punktet mit seinem baulichen und technologischen Variantenreichtum, der es erlaubt, den Heizkörper in unterschiedlichste Raumkonzepte zu integrieren. Aufgrund seiner geradlinigen Schlichtheit wirkt er im Gegensatz zum modularen Aufbau der klassischen Gliederheizkörper ruhig und klar – fast wie eine Objektskulptur. Durch seine neu- artige Gestaltung, bestehend aus einem Rahmen in Form eines dreieckigen Hohlprofils, in das sich flache Stahlrohrelemente übergangslos einfügen, entsteht eine besonders große Oberfläche, wodurch der Design-Heizkörper ein Höchstmaß an Strahlungswärme abgibt und daher nicht nur effizient, sondern auch angenehm wärmt. Der einzigartige formale Aufbau strahlt dabei eine sichtbare Leichtigkeit aus: Aufgrund des Dreiecksprofils bleibt die volle Tiefe der Rohre ver- AZ 4_Layout 1 18.05.12 16:03 Seite 1 working spaces b ü r o e I n r I c H t u n G l a D e n b a u k a n z l e I - u n D p r a x I s e I n r I c H t u n G living spaces s c H r e I n e r e I o b j e k t e I n r I c H t u n G m Ö b e l b a u WIr sInD HanDWerker. aus purer leIDenscHaft. WIr beraten, planen unD bauen. konsequent unD InDIvIDuell Im DesIGn Innenausbau GmbH am Ökotop 74 40549 DüsselDorf [email protected] 78 für Den prIvaten unD GeWerblIcHen bereIcH. besucHen sIe uns auf www.koitka.de oDer rufen sIe uns an 0211 56 34 94 - 0 Innenausstattung borgen und verstärkt auf diese Weise das Oberflächenkonzept. Es entsteht optisch eine glatte Oberfläche - dadurch wirkt der Design-Heizkörper minimalistisch und stimmig. Der klare Aufbau und die durchgängige Struktur verlei- hen dem Design-Heizkörper ein modernes, zeitloses Aussehen. Ohne sich an vorübergehende Trends zu orientieren, steht der Zehnder Metropolitan für die zeitlose Modernität urbaner Lebensstile und beeindruckt über seine Funktion als Wärmequelle hinaus als außergewöhnliches Einrichtungs- und Gestaltungsobjekt. www.runtal.ch www.zehndergroup.com www.conzenglas.de 79 Buchtipp Počtamtskaja ulica, St. Petersburg, 2005 © Thomas Struth / courtesy Schirmer/Mosel Bilder von den StraSSen der Welt Thomas Struth: Unconscious Places Die Schauplätze des großen Welttheaters sind die Straßen. Thomas Struth (geb. 1954) enthüllt in seinem Bildband erstmals seinen vielleicht bedeutendsten, in jedem Fall umfangreichsten und ältesten Werkzyklus seiner Straßenfotografien. „Eine Aura der Ruhe und Stille erfüllte diese Fotografien, selbst jene, die im lärmenden Gewimmel New Yorks entstanden sind“ erinnert sich Richard Sennett an seinen ersten Eindruck von den Straßenbildern von Thomas Struth. Der berühmte amerikanische Kultursoziologe hat für den Struth-Band Unconscious Places den begleitenden Essay verfasst. Die Aufnahmen der „unbewussten Orte“ gehören zu einem Werkkomplex, den Thomas Struth bereits zu Studienzeiten anlegte und seit vier Jahrzehnten weiterentwickelt. Die ersten Straßenaufnahmen entstanden 1976 in Düsseldorf, weitere Ansichten von urbanen Architekturen, Plätzen, Straßenzügen und Gebäudekomplexen folgten in Köln, München, London, Brüssel, Rom und Paris sowie auf Reisen außerhalb Europas in Japan, China, Peru, Korea, Shanghai und den USA. Das Buch Unconscious Places zeigt mit 228 Fotografien von 53 Orten in 15 Ländern erstmals eine umfangreiche Auswahl 80 Fotos: © Thomas Struth / courtesy Schirmer/Mosel Avenida Tiradentes, Sao Paulo, 2001, © Thomas Struth / courtesy Schirmer/Mosel von dem visuellem Langzeitprojekt, das Struth parallel zu seinen berühmten Serien der Famili- enportraits, Museumsbilder und Naturparadiese aufgenommen hat. Buchtipp vorgefundenen urbanen Strukturen als soziale Räume des städtischen Lebens in den Fokus. Der Künstler thematisiert mit visueller Intention und Sensibilität für den öffentlichen Raum ein globales Phänomen: Das abstrakte Gebilde von Stadt – das vom Bewusstsein selten spezifisch erfasst wird, jedoch in der ganzen Welt aufzufinden ist – wird von Struth zu einer ästhetisch im Bild aufgerufenen Erscheinung. Mit großer Präzision und einem künstlerischen Blick für den Detailreichtum der vorgefundenen Wirklichkeit hat sich Thomas Struth einem poetischen Realismus verschrieben, der den Betrachter in seinen Bann zieht. Thomas Struth Dallas, Parking Lot, 2001 © Thomas Struth / courtesy Schirmer/Mosel Wie der Titel bereits andeutet, interessiert sich Thomas Struth nicht für die Prachtstraßen oder berühmten Boulevards. Stattdessen richtet er seine Kamera auf Orte, die von der bewussten, alltäglichen Wahrnehmung größtenteils ausge- blendet werden – Orte selbstverständlicher Gewohnheit. Menschen sind in seinen Fotografien selten zu sehen. Die Abwesenheit von Personen macht den Blick frei auf die Form und Dekoration der jeweiligen Architektur und rückt die Unconscious Places Mit einem Text von Richard Sennett, 264 Seiten, 228 Tafeln in Farbe und Duotone ISBN 978-3-8296-0618-9 Englische Ausgabe mit deutscher Textbeilage € 88.-, (A) € 90.50, CHF 125.- www.raumausstattung-rick.de 81 Kunst und Kultur Jan Paul Evers, Der Pfau, 2008 Privatsammlung Köln David Heitz, Installationsansicht: »IN RELATION, (MOTIVE)«, ohne Titel (Motive 2011) Galerie Max Mayer, Düsseldorf EIN DRITTEL WEISS Bild-/Textquelle: KIT - Kunst im Tunnel Das zeitgenössische Interesse an Schwarz-Weiß Die Beschäftigung mit dem bewussten Verzicht auf Farbigkeit lässt sich in der Geschichte der Kunst und Kunstphilosophie weit zurückverfolgen. Schon bei Aristoteles rangierte die klas­ sische Umrisszeichnung höher als „wenn jemand blindlings Farben aufträgt, und seien sie noch so schön“. Viele epochale Werke der bildenden Kunst sind unbunt – man denke etwa an Whistlers Arrangement in Grey and Black No.1 (1871), Picassos Guernica (1937) oder Rauschenbergs White Paintings (1951). Die Ausstellung Ein Drittel Weiß versammelt acht künstlerische Positionen aus mehreren Generationen, die in unterschiedlichen Genres und Medien – Fotografie, Projektion, Skulptur, Rauminstallation, Malerei – das weite Feld der Grauwerte erkunden. Der Titel der Gruppenausstellung spielt auf ein Dessauer Bauhaus-Fest des Jahres 1926 an, dessen farbliche Vorgabe Zwei Drittel weiß, ein Drittel bunt lautete. Aufgenommen wird insbesondere die aktuelle Hinwendung junger Künstler zu Schwarz und Weiß. Die ambitionierte Rückkehr zu alten 82 Schwarz-Weiß-Fotografie zu oder nutzen alte Drucktechniken. Dies geschieht keineswegs in einer romantischen Rückwende, sondern wird mit dem Wissen um den aktuellen Stand der Technik – und zum Teil auch mit deren Mitteln – zeitgenössisch umgesetzt. IMI Knoebel , Cut-up 14, 2011 © VG Bild-Kunst, Bonn 2013 Techniken und minimalistischen Ansätzen ist als eine Reaktion auf die bildliche und technische Überfülle unserer Zeit zu sehen, in der sich die Kunst durch Reduktion von der Bilder produzierenden Masse absetzt. So wenden sich Künstler seit kurzem verstärkt wieder analoger Acht zeitgenössische Künstler, acht Positionen zu Schwarz, Weiß und den Grauvariationen dazwischen: Imi Knoebel, dessen Arbeiten Cut-up 14 und Ort – Weiss Schwaz Weiss Weiss offenkundig auf die Ikone ungegenständlicher Malerei, Malewitschs Schwarzes Quadrat auf weißem Grund verweisen. Marsha Cottrell, die die „schwarze Kunst“ der Typografie und Druckgrafik in das digitale Zeitalter übersetzt. Sie verwendet zur Herstellung ihrer Papierarbeiten gängige Computer, Layout-Programme und Laserdrucker, verzichtet aber entgegen der digitalen Logik darauf, die Ergebnisse ihrer Arbeit als Dateien zu speichern. Die prinzipielle Reproduzierbarkeit des Digitalen schaltet sie damit bewusst aus. Jan Paul Evers mit seinen SilbergelatineBildern, die einen vielschichtigen Entstehungsprozess durchlaufen haben, der durchaus mit Kunst und Kultur Andrey Klassen, Blech Ritter, 2012 Privatsammlung Berlin Sowie Andrey Klassen mit seinen erzählerischen Tuschezeichnungen und Thomas Struth mit den Düsseldorfer Straßen­bildern, deren Grauwerte der Unwirtlichkeit des deutschen Städtebaus der Nachkriegszeit schlicht angemessen erscheinen. Marsha Cottrell, Untitled 3, 2013 einem Handy­foto, einem Fernsehtestbild oder einer Form von Rephotography beginnen kann. Thomas Ruffs „Zeitungsfotos“, die dem Interesse folgten, welche Informationen Bilder aus Tagesund Wochen­zeitungen noch vermitteln können, wenn man Text und Bildunterschrift entfernt und wie man Fotografien betrachtet, wenn die auf ihnen dargestellten Dinge, Personen und Ereignisse nicht wiedererkannt werden. David Heitz, der mit seinen Installationen die Wirklichkeit vor der Kamera durch die Reduktion auf die Grauwerte aus der alltäglichen Wahrnehmung heraushebt, abstrahiert und in ihrer vielfältigen grafischen Struktur erfassbar macht. Ausstellungsdauer: bis 20. Mai 2013 KIT - Kunst im Tunnel Mannesmannufer 1b 40213 Düsseldorf www.kunst-im-tunnel.de Wir sorgen für unvergessliche Momente. Überzeugen Sie sich selbst! Exklusive Kamine und Kaminöfen Planung – Beratung – Realisierung art of fire design-forum GmbH Kassenberg 6, 45479 Mülheim a.d. Ruhr Tel.: 0208.3055597 Fax: 0208.3055593 www.artoffire-designforum.de [email protected] 83 Kunstempfehlung Zinny & Maidagan „Identical and Duplications“ SOS-Edition 2010 Auflage 3 Farben je 20 +3 a.p., nummerierter und signierter Siebdruck, 2010, 35 x 35 cm 550,- € pro Blatt (inkl. MwSt.) Rahmung auf Anfrage Kunst kaufen – Kindern helfen! Bildnachweis: SOS Kinderdörfer Gerne in der Welt unterwegs sein. Und genauso gerne ankommen. Möchten Sie auch zuhause nicht auf Fünf-Sterne-Komfort verzichten? Dann entdecken Sie bei FENNOBED hochwertige Bettsysteme – wie für Sie gemacht. Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserem Showroom oder online unter www.fennobed.de FENNOBED Düsseldorf Berliner Allee 43 D-40212 Düsseldorf FENNOBED Köln Im MediaPark 5 D-50760 Köln Telefon: 0211 - 59 85 11 21 Email: [email protected] Telefon: 0221 - 26 05 02 12 Email: [email protected] Besuchen Sie uns bei Facebook: www.facebook.com/fennobed.duesseldorf Anlässlich ihres 60-jährigen Jubiläums haben die SOS-Kinderdörfer im Jahr 2009 die SOS-Edition ins Leben gerufen, an der sich jährlich mindestens zwei Künstler beteiligen. Seitdem erscheinen jedes Jahr zwei neue SOS-Editionen von international bekannten Künstlern zugunsten eines SOS-Kinderdorfes in ihrem Herkunftsland. Die Künstler, die aus einem der insgesamt 133 Länder stammen, in denen die SOS-Kinderdörfer weltweit aktiv sind, spenden den SOS-Kinderdörfern ihre Kunstwerke. Damit kommt der komplette Erlös aus dem Verkauf der SOS-Editionen der Arbeit der SOS-Kinderdörfer weltweit zugute. Mit dem Kauf eines Bildes aus der SOS-Edition kann jeder dazu beitragen, dass Kinder in SOS-Kinderdörfern auf der ganzen Welt ein liebevolles Zuhause finden. SOS-Edition ist Teil der Ubuntu-Kulturinitiative der SOS-Kinderdörfer weltweit. Der Name „Ubuntu“ kommt aus der Sprache der Zulu und bedeutet Respekt, Verantwortung, Solidarität. Mit dieser Initiative soll eine kulturelle Wertschätzung der Länder gefördert werden, die zu oft als Nehmer- oder Schwellenländer wahrgenommen werden. Mit der SOS-Edition bietet sich den Künstlern die Möglichkeit, ihr eigenes Herkunftsland direkt zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie unter www.sos-edition.de Spendenkonto: Konto: 22222 00000, GLS Gemeinschaftsbank, Bankleitzahl: 430 609 67 www.sos-edition.de 84 Kolumne Eigentumswohnungen sind sexy… von Dr. Georg Rotthege Der Trend zu Eigentumswohnungen ist ungebrochen. Dies gilt besonders für Düsseldorf, wo Bauland mit 515 €/m² das teuerste in ganz NRW ist, was die hohe Attraktivität und wirtschaftliche Prosperität unserer Stadt widerspiegelt. In den zentralen Lagen von Düsseldorf ist Grundeigentum praktisch nur in Form von Wohnungen zu erhalten. Die Aufteilung von Sonder- und Gemeinschaftseigentum wird in Dr. Georg Rotthege der Teilungserklärung geregelt; sie enthält auch die Gemeinschaftsordnung, die für alle Eigentümer verbindlich ist und Nutzungsbeschränkungen (z.B. Mittagsruhe) enthalten kann. Das Wohnungseigentumsgesetz lässt Gestaltungsspielräume, so dass es in jedem Falle ratsam ist, die Teilungserklärung vor dem Kauf genauestens zu studieren. Dies gilt auch für die Protokolle von Eigentümerversammlungen, die Hinweise auf Baumängel oder Konfliktfelder (z.B. Nachbarstreitigkeiten) enthalten können. Ausstellungen in Essen und Düsseldorf – individuelle Beratung und Planung. Zum Sondereigentum des Erwerbers gehören die Räume der Wohnung nebst Innenputz und Fußbodenbeläge. Tragende Wände, Fundament, Dach und Hausflur zählen zum Gemeinschaftseigentum. Die Abgrenzung ist nicht standardisiert und mitunter, z.B. bei Dachterrassen oder Installationen, schwierig. Auch hierauf muss der Erwerber achten. Wohnungseigentümer müssen sich nicht um die Unterhaltung von Grundstück und Gebäude kümmern; diese Arbeiten werden von dem Hausverwalter organisiert. Ein Umstand, der älteren Eigentümern ebenso gelegen kommt wie Kapitalanlegern. Institutionelle und private Investoren können so am andauernden Wertzuwachs von Immobilien partizipieren. Dieser Trend wird sich fortsetzen, Eigentumswohnungen sind eben sexy… Dr. Georg Rotthege ist Rechtsanwalt und Partner der Sozietät ROTTHEGE I WASSERMANN mit Büros in Düsseldorf und Essen www.rotthege.de Essen Düsseldorf Ruhrbruchshof 3 45276 Essen-Steele T +49 (0)201 50 225-0 [email protected] Spangerstraße 38 40599 Düsseldorf T +49 (0)211 74 04 153 [email protected] Ausstellung Ausstellung Täglich 10.00 – 18.00 Uhr Samstag 10.00 – 14.00 Uhr Täglich www.parkett-strehl.de www.parkett-strehl.de 9.30 – 13.00 Uhr 14.00 – 18.00 Uhr Samstag 10.00 – 14.00 Uhr 85 Ausflugstipp Frühlingserwachen im Keukenhof Ein Park in Südholland verzaubert mit einem Farbenspektakel zwischen Natur und Kunst Fotos: Keukenhof Einen farbenfreudigeren Ausflug gibt es wohl kaum - wer den Blumenpark Keukenhof, einige Kilometer südwestlich von Amsterdam, im Frühjahr besucht, der „erntet“ jedes Jahr auf Neue den überwältigenden Eindruck von über 7 Millionen Tulpen, Narzissen und Hyazinthen, die sich über zwei Monate lang in voller Blüte präsentieren. Auf über 32 ha Gesamtfläche, inmitten eines 15 km langen Netzes von Spazierwegen, kann dieses Blumenparadies entdeckt werden. Wo sich der Keukenhof heute befindet, wurde im 15. Jahrhundert gejagt. Auch Kräuter wurden für die Küche des Gutsherrn, Jakoba von Bayern, angepflanzt, woraus sich der Name des Anwesens ableitete. Der heutige Park gehörte zum umfangreichen Landgut von Schloß Teylingen – mit großen, urwüchsigen Wäldern und Dünen. Nach dem Tod von Jakoba von Bayern kam er in die Hände reicher Kaufmannsfamilien. Baron und Baronin Van Pallandt baten die Landschaftsarchitekten J.D. und L.P. Zocher, die auch den Amsterdamer Vondelpark entwarfen, einen Plan für den Garten rund um das Schloss zu erstellen. Dieser Entwurf im Stile 86 englischer Landschaftsgärten bildet noch immer das Fundament des Keukenhofs. Auf Initiative des ehemaligen Bürgermeisters von Lisse sowie einiger führender Blumenzwiebelzüchter und Exporteure wurde 1949 an dieser Stelle die erste Blumenausstellung im Freien organisiert. Diese entwickelte sich zu einer jährlich wiederkehrenden Veranstaltung, die Besucher aus der ganzen Welt anzieht; seit 1950 insgesamt mehr als 50 Millionen. Mittlerweile sind es 86 Hoflieferanten, die das Schaufenster der niederländischen Zierpflanzindustrie mit den besten Zwiebeln und Ausflugstipp Schnittblumen beliefern und den Keukenhof jedes Jahr zu dem Park machen, der er heute ist. Seit einigen Jahren wählt der Keukenhof jedes Jahr ein Themenland – 2013 steht das „Vereinigte Königreich – Land der wunderschönen Gärten“ im Mittelpunkt. Auf farbenfrohe Weise wird Großbritannien als eines der wichtigsten Exportpartner für Blumenzwiebeln präsentiert. Das Blumenmosaik „Big Ben“ und „Tower Bridge“ hat eine Größe von 13 x 22 Metern; es wurde aus über 60.000 Zwiebelpflanzen komponiert. Die Ausstellung „My Great Garden“ im Juliana Pavillon entstand in Kooperation mit der Royal Horticultural Society; sie präsentiert Aspekte der englischen Gärten und des englischen Landschaftstils u.a. in Multimedia-Installationen. Wie in jedem Jahr gibt es eine Reihe weiterer Veranstaltungen, die den Besuch im Keukenhof zu einem Erlebnis werden lassen: Ob die über 30 Blumenshows, die Keukenhof Kunsttage, die größte Lilienshow der Welt oder ein Ausflug mit den Flüsterbooten oder dem Fahrrad durch das Gartenreich – Erholungs- und Inspirationsmöglichkeiten gibt es im Keukenhof für Jung und Alt beinahe so viel wie Frühblüher im Park. www.keukenhof.nl 87 Als zusätzlichen Service bieten wir Ihnen in jeder Ausgabe unseres CUBE Magazins auch eine Gewerkeliste von ausgewählten Objekten. Von Architekten über Sanitär- bis hin zu Heizungsfirmen finden Sie hier schnell und bequem Unternehmen, die am Bau der jeweils vorgestellten Gebäude beteiligt waren. Seite 4 Architekten: Doering Architekten www.doering-architekten.de Landschaftsarchitekt: Burkhard Damm, Kempen Schreiner: Schappert & Stroinski www.tischlerei-schappert.de Küche: Paxmann www.paxmann.de Elektro und Licht: Thoma Elektroanlagen www. thoma-elektroanlagen.de Parkett: Hohlbergparkett www.holberg-parkett.de Elsa Haustechnik Fenster: Wiko Metallbautechnik www.wiko-metallbau.de © Ulrich Wozniak © Marcus Schwier Am Projekt beteiligte Gewerke © Michael Reisch Gewerkeliste Seite 19 Architekten: Hecker Architekten www.hecker-architekten.de Roh- / Trockenbau und Malerarbeiten: Lucian Thum www.lucian-thum.de Dielen: Parkett Dietrich www.parkett-dietrich.de Schreiner (Bibliothek): Sägewerk Averbeck www.averbeck.net Schreiner Türen: holzintern www.holzintern.com Sanitärausstattung: Niedergesäss www.niedergesaesshaustechnik.de Seite 22 Architekten: Engelshove www.engelshove.de Klinkerhersteller Hagemeister Klinker www.hagemeister.de Heizung: Klinge, Rheine Elektro: Hopster u. Lamber www.hopster-lambers.de Dachdecker: Schophuis www.schophuis-dach.de Bauunternehmer u. Außen­ anlagen: Engelshove Bau www.engelshove.de Fenster/Verschattung: Fenster Brinker www.fenster-brinker.de Natursteinböden: Naturstein Zecca www.zecca-naturstein.de Fliesenverlegung: Fa. Lopes, Rheine Putzarbeiten: Perez Putz www.perez-putz.de Estricharbeiten: H. Gewing www.gewing.de CUBE – jetzt auch im Abo Ab sofort bieten wir Ihnen CUBE auch im Abonnement an. Viermal pro Jahr senden wir Ihnen das Magazin bequem per Post nach Hause. So können Sie sicher stellen, dass jede Ausgabe von CUBE Sie unmittelbar nach Erscheinen und ohne eigenen Aufwand erreicht. Hier können Sie sich informieren: www.cube-magazin.de/abo 88 News Aktuelles in Düsseldorf Stadtentwicklung Farbenfroh und High-Tech – DAS FASSADENGRÜN FÜR DEN KÖ-BOGEN Was wäre der Kö-Bogen ohne seine Cuts? Die fünf grünen Fassadeneinschnitte an der nördlichen Park- und der westlichen Kö-Seite verleihen dem Komplex das ikonische Etwas. Lange erwartet, wurde jetzt endlich das Konzept bekannt gegeben: Die architektonische Grundlage für die Begrünung bilden die schräg verlaufenden, dem Tragwerk integrierten Balkenstrukturen, die zum Teil bis unter die Dachtraufe verlaufen. In sie hineingestellt und verankert werden Pflanz­tröge mit heimischen, natürlichen Bepflanzungen. Gräser, Farne, Stauden, Sträucher, Bäume setzten das ganze Jahr über unterschiedliche Akzente. Farbenfrohe Blüten von Frühjahr bis Sommer und wunderschöne, warme Herbstfärbungen zieren die kompositorische Fassadenstruktur des KöBogens und repräsentieren vegetabil einen Gegensatz zur linearen Außenhaut. Darüber hinaus sind die Cuts auch technisch effektiv durchdacht: Automatische Bewässerung, Düngung und Beheizung sowie pflanzenwachstumsfördernde Beleuchtung schaffen die Grundvoraussetzung für die begrünten Flächen. Ideale Standortbedingungen werden durch die verschiedenen Substrathöhen in 30 cm, 50 cm und 100 cm erreicht. Dazu kommen unterirdische Verankerungen und ein Erosions- und Sogschutz. Die Pflanzplanung und-beratung für die grünen Fassadeneinschnitte haben die Düsseldorfer Landschaftsarchitekten Fürst Architects übernommen. In enger Kooperation mit dem Studio Libeskind gestalten sie auch die begrünten Dachgärten des Kö-Bogens. www.koebogen.info www.fuerst-architects.com Auszeichnung GERRY WEBER WILL UNTERNEHMERSTADT ERWEITERN – MODE UND WOHNEN IN HALLE 29+ Die Gerry Weber International AG plant, den Showroom-Komplex Halle 29 in der Derendorfer Unternehmerstadt durch einen neuen vierstöckigen Gebäudekomplex zu erweitern. Die sogenannte „Halle 29 +“ soll auf einem Teil des ehemaligen Geländes der Justizvollzugsanstalt „Ulmer Höh“ entstehen und unmittelbar rückwärtig an die bestehende, 220 m lange Halle 29 angebaut werden. Erste Anfragen von Modeunternehmen für die Anmietung von ShowroomFlächen liegen bei Gerry Weber bereits vor - eine Erweiterung der angrenzenden Fläche der JVA - ohne den vorgeschriebenen Mindestabstand zu Nachbargebäuden einhalten zu müssen - liegt da nahe. Die Planungen von Spannhoff Architekten aus Melle, die bereits die Halle 29 wie auch die im letzten Jahr eröffnete Halle 30 entworfen haben, sehen eine vielseitige Nutzung des 15.000 m2 großen Neubaukomplexes vor: Aus Richtung der Ulmenstrasse gesehen sollen im vorderen Teil des Objektes Showrooms und Ausstellungsflächen für Modeunternehmen entstehen. Im zweiten Gebäudeteil ist ein Hotel mit 100 Zimmern geplant. Der Hotelkomplex sieht im ersten Obergeschoss eine rund 1.800 m2 große Fläche für Kongresse und Events vor. Das Gebäude soll nicht nur gewerblich genutzt werden: Im vierten Stock sind attraktive Penthouse-Wohnungen geplant. Da im gesamten Areal auch für die umliegenden Unternehmen und Showroom-Betreiber Parkplätze fehlen, soll eine zwei- bis dreigeschossige Tiefgarage mit rund 600 – 900 Stellplätzen das Gebäude komplettieren. Eine Kaufvoranfrage an den Eigentümer des Areals, den BLB (Bundesliegenschaftsbetrieb) NRW, ist gestellt - wird sie positiv entschieden, könnte bereits im nächsten Jahr mit dem Bau begonnen werden. Im September letzten Jahres hatte der städtebauliche Entwurf des niederländischen Büros BDP Khandekar &Grontmij den Wettbewerb für die Bebauung der „Ulmer Höh“ gewonnen. www.gerryweber.de www.unternehmerstadt.de www.ulmer-hoeh.de © Michael Godehardt © cadman / die developer Architektur Versilbert - das doubleU in der Unternehmerstadt UNTERNEHMERSTADT - SILBERNER GLANZ FÜRS DOUBLEU Das Bürogebäude doubleU in der Unternehmerstadt von LH-Architekten ist im Dezember 2012 von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) mit der Auszeichnung „Silber“ zertifiziert worden. Das doubleU ist nach dem Lighthouse bereits die zweite Projektentwicklung der Rheinmetall Immobilien GmbH und der die developer Projektentwicklung GmbH, welche diesen Nachhaltigkeitsbeweis erhielt. Die dritte gemeinsame Projektentwicklung, die casa altra, wurde Ende letzten Jahres fertiggestellt und komplett bezogen - es ist angestrebt, dass dieses Projekt die Silberkette in der Unternehmerstadt noch in diesem Jahr komplettiert. Die DGNB zertifiziert Gebäude nach Kriterien wie Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Qualität als auch in Bezug auf Energieeffizienz und Technik. Die Begleitung erfolgt im Gesamtablauf des Projektes mit Beginn der Planung, während der Ausführung bis zur Fertigstellung und Nutzung. Neben dem Beweis der Nachhaltigkeit wird hierdurch auch eine vergleichbare Einstufung von Gebäuden geschaffen. CUBE hat das doubleU bereits im Rahmen seiner Serie zur Unternehmerstadt vorgestellt, in dieser Ausgabe finden Sie einen ausführlichen Bericht zur casa altra. www.unternehmerstadt.com 89 Impressum CUBE 01|13 Das Düsseldorfer Magazin für Architektur, modernes Wohnen und Lebensart Chefredaktion Gerrit Menke (verantwortlich) Folker Willenberg (verantwortlich) Briedestraße 1-9, 40599 Düsseldorf, Telefon 0211-650264-0 Verlag b1 communication GmbH Briedestraße 1-9, 40599 Düsseldorf Telefon 0211-650264-0, [email protected] Sitz und Registergericht: Düsseldorf, HRB 64429 Geschäftsführung Gerrit Menke, Folker Willenberg Redaktion Paul Andreas, Dunja Hennes, Katja Kümmel Folker Willenberg, Gerrit Menke, Kunst und Kultur: Heiko Cramer Gesamtanzeigenleitung Gerrit Menke Briedestraße 1-9, 40599 Düsseldorf Telefon 0211-650264-12, [email protected] Vertrieb b1 communication GmbH Briedestraße 1-9, 40599 Düsseldorf Telefon 0211-650264-0 [email protected] Art Director Folker Willenberg Gestaltung Vera von Laufenberg Druck hofmann druck, Nürnberg 90 Urheber- und Verlagsrecht Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Mit Annahme des Manuskripts gehen das Recht zur Veröffentlichung sowie die Rechte zur Übersetzung, zur Vergabe von Nachdruckrechten, zur elektronischen Speicherung in Datenbanken, zur Herstellung von Sonderdrucken, Fotokopien und Mikrokopien an den Verlag über. Jede Verwertung außerhalb der durch das Urheberrechtsgesetz festgelegten Grenzen ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. In der unaufgeforderten Zusendung von Beiträgen und Informationen an den Verlag liegt das jederzeit widerufliche Einverständnis, die zugesandten Beiträge bzw. Informationen in Datenbanken einzustellen, die von Verlagen oder von kooperierenden Dritten geführt werden. Gebrauchsnamen Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen und dgl. in dieser Zeitschrift berechtigt nicht zu der Annahme, dass solche Namen ohne weiteres von jedermann benutzt werden dürfen. Oft handelt es sich um gesetzlich geschützte eingetragene Warenzeichen, auch wenn sie nicht als solche gekennzeichnet sind. © b1 communication GmbH ebenfalls erhältlich CUBE Hamburg, CUBE Essen und das west­liche Ruhrgebiet, CUBE Köln Bonn, CUBE Frankfurt / Rhein-Main und CUBE München Von solchen Objekten träumt man doch: vielseitig nutzbar, hervorragende Lage, und sparsam im Energieverbrauch. Der neue Cayman S. Bei uns im Porsche Zentrum Düsseldorf. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Porsche Zentrum Düsseldorf Gottfried Schultz Sportwagen Düsseldorf GmbH & Co. KG Klaus-Bungert-Straße 2 40468 Düsseldorf Tel.: +49 (0) 2 11 / 52 60 - 9 11 Fax: +49 (0) 2 11 / 52 60 - 9 99 www.porsche-duesseldorf.de Kraftstoffverbrauch (in l/100 km): innerorts 12,2–11,2 · außerorts 6,9–6,2 · kombiniert 8,8–8,0; CO2-Emissionen: 206–188 g/km