CUBE Das Düsseldorfer Magazin für Architektur, modernes Wohnen

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CUBE
Das Düsseldorfer Magazin
für Architektur,
modernes Wohnen
und Lebensart
ARCHITEKTUR Minimalistisch mit Ausblick – Ein Architektenhaus vermittelt zwischen Hof und Landschaft
Innenarchitektur Stilvoll wohnen zwischen Rhein und Kö – Edel bis ins Detail
Garten und Landschaft Grüne Oase hinterm Herrenhaus – Parkähnlicher Garten mit Ruhezonen
Kunst und Kultur Ein drittel weiß – Das zeitgenössische Interesse an Schwarz-Weiß
01|13
Design ist eine Sprache, die mit den Augen
gesehen und mit dem Bauch gefühlt wird.
Unbekannt
Thelen Küchen und Schlafzimmer GmbH
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Inhalt
Markengerechte Verpackung „Monster­
apotheke“ – mit diesem ungewöhn­lichen Namen
taufte der Bauherr sein innovatives Geschäftsmodell. Das dafür vorgesehene Gebäude bildet
den letzten Bauabschnitt beim Umbau des Fachmarktzentrums Breidohr in Hilden. Es ist mit
Abstand das kleinste Gebäude auf dem Areal,
aber auch das wichtigste. Seite 16
Liebe Leserin, lieber Leser,
wenn die Temperaturen wieder steigen und die
Tage länger werden, findet das Leben vor allem
draussen statt. Ob im eigenen Garten oder auf
dem Balkon – in der ersten CUBE-Ausgabe diesen
Jahres finden Sie viele Anregungen und Ideen, wie
Sie es sich in den kommenden Monaten ganz besonders schön machen können. Erfahren Sie zum
Beispiel mehr über verschiedene Gartenkonzepte.
Natürlich stellen wir Ihnen auch in dieser Ausgabe wieder interessante Beispiele zeitgemässer
Düsseldorfer Architektur vor. Entdecken Sie mit
uns die spannende Geschichte eines Umbaues
bei einem aus dem 17. Jahrhundert stammenden Gebäudes zwischen Rhein und Kö sowie den
letzten Teil unserer Serie der Unternehmerstadt
im Düsseldorfer Norden. Wir freuen uns, wenn
wir Ihnen mit unserem Magazin einen guten Eindruck in die vielfältige Architektur und die spannende Lebensart Ihrer Stadt vermitteln können
und wünschen Ihnen viel Vergnügen mit CUBE
– dem Düsseldorfer Magazin für Architektur,
modernes Wohnen und Lebensart.
Ihre CUBE-Redaktion
Grüne Oase hinterm Herrenhaus Die
Gartenbesitzer wünschten sich eine große grüne
Oase, die optisch zum Haus passt, modern, aber
trotzdem naturverbunden und heimelig wirkt.
Zudem sollte die Terrasse einen Abstieg in den
unteren Gartenteil besitzen, über den man bequem auf die Rasenfläche und in den weiteren
Garten gelangen kann. Seite 48
4
Minimalistisch mit Ausblick – Ein Architektenhaus in Ludenberg
8
„Dieses Haus ist kein Hardliner“ – Umbau eines Wohnhauses aus den 1930er Jahre
12
Stilvoll wohnen zwischen Rhein und Kö – Edel bis ins Detail
16
Markengerechte Verpackung – Die „Monsterapotheke“ in Hilden
19
Das Alte im Neuen erhalten – Umbau eines Stadthauses in Oberkassel
22
Konsequente Architektur – Neues Verwaltungsgebäude für ein Bauunternehmen
27
Kleiner Innenhof auf dem Dach – Kernsanierung eines Gebäudes aus dem Jahre 1910
30
Zwei Gebäude werden eins – Umbau und Erweiterung einer ehemaligen Schreinerei
32
Die Unternehmerstadt in Derendorf – Vierter Teil unserer Serie: Das casa altra
36
Integrieren statt ausgrenzen – Interview mit Dr. Bodo und Thilo Küpper
45
Vielseitig einsetzbar – Grauwacke bietet besondere Ästhetik und hohe Funktionalität
48
Grüne Oase hinterm Herrenhaus – Parkähnlicher Garten mit Ruhezonen
51
Wohnzimmer goes outdoor – Das sind die Trends für Garten, Balkon und Terrasse
62
Wohlfühlen ist planbar – Die faszinierende Wirkung der richtigen Farbe
82
Ein drittel weiSS – Das zeitgenössische Interesse an Schwarz-Weiß
86
Ausflugstipp – Frühlingserwachen im Keukenhof
90
Impressum
3
Architektur
4
Architektur
Minimalistisch mit Ausblick
Fotos: Michael Reisch
Eine Architektenhaus in Ludenberg vermittelt zwischen Hof und Landschaft
Düsseldorf ist eine Großstadt mit Grünanschluss. In der City arbeiten, in Naturnähe wohnen – das schließt sich hier nicht aus. Auch der
Architekt Georg Döring hat sein Büro in Bilk –
in Ludenberg, inmitten der ersten Ausläufer des
Bergischen Landes, entwarf er für sich und seine
dreiköpfige Familie ein kompaktes Privathaus.
Das Grundstück jenseits einer stark befahrenen
Straße bestach durch seine Größe und die Lage.
Ruhig gelegen am Ende einer kurzen Stichstraße,
leichte Hanglage mit dem Ausblick nach Süden
auf den angrenzenden Park einer ehemaligen
Industriellenvilla. Nur was von den ebenfalls zu
bebauenden Nachbargrundstücken zu erwarten
sein würde, blieb ungewiss, weshalb sich der
Architekt dafür entschied, in seinem Entwurf
den Kontext bewusst auszublenden.
Um möglichst viel von der Freifläche des Grundstückes zu bewahren und den Ausblick in die
Natur im Haus einzufangen, setzte Döring auf
eine bestechend einfache Lösung: Eine schmale
Schachtel erstreckt sich fast komplett über die
Ost-West-Achse des Grundstücks. Die klaren
Konturen, die monochrome, lichtgraue Putz-
fassade und die wenigen, aber großflächig eingeschnittenen Öffnungen verleihen dem Bau
etwas modern Minimalistisches. Vor der breit
verglasten Eingangsfront, die die innere Treppensituation des Hauses wie ein grafisches Bild
einrahmt, liegt ein kleiner Vorhof mit der gepflasterten Auffahrt. Gebildet wird dieser Patio
aus zwei Meter hohen Sichtbetonwänden, die
die Nachbargebäude ausgrenzen, zugleich aber
auch die Garage vis à vis des Eingangs optisch
integrieren. Zentrales Element der Schachtel ist
eine freistehende Wandscheibe aus Sichtbeton,
die sich über beide Etagen bis in den Keller erstreckt. Als Wange gibt sie der Treppe ein stabiles
Rückgrat, das über ein Oberlicht belichtet wird.
Als effizienter Raumtrenner bestimmt sie aber
5
© Georg Döring
Architektur
auch den Grundriss: Zur Vorderseite begrenzt
sie den Eingangsbereich, an den sich seitlich
jeweils Gäste-WC und Gästezimmer bzw. gegenüberliegend die Küche anschließen. Auf der
Rückseite bildet sie den Hintergrund für den
Wohnbereich, der mit einer Gesamtfläche von
80m2 und einer lichten Raumhöhe von 3,50 m
außerordentlich großzügig wirkt. Zumal er sich
zusammen mit dem offenen Küchenbereich über
eine breite, komplett zu öffnende Schiebetürfront zur Terrasse öffnet – und natürlich zum
Gartenhang, der mit Stützmauern aus CortenStahl terrassiert wurde. Ein kleinerer abgetrennter Bereich hinter der Kaminwand ist ebenfalls
zum Garten geöffnet, bietet als „Medienraum“
Rückzugsmöglichkeiten. Im 1.OG trennt der
Korridor, der vor der Treppe verläuft, die Schlaf6
räume von Eltern und Kindern in zwei Zonen.
Zugleich dient er aber auch als Arbeitsbibliothek,
befindet sich doch neben dem Kinder- auch ein
Arbeitszimmer. Der elterliche Schlafbereich wurde mit Ankleide und direktem Zugang zum Bad
komfortabel ausgestattet. Unmittelbar vor dem
Badezimmer erstreckt sich die in den Baukörper
breit eingeschnittene, großzügige Dachterrasse.
Nicht nur von der Badewanne aus ergibt sich ein
eindrucksvolles Panorama über das nahe Naturschutzgebiet. (Beteiligte Gewerke siehe S. 88)
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Baukultur
„Dieses Haus ist kein Hardliner“
Fotos: Hanne Brandt
Architektonische Aneignung eines Wohnhauses aus den 1930er Jahren in Golzheim
Es ist das einzige Haus in der kleinen Straße
hinter dem alten Golzheimer Friedhof, das
überhaupt eine Hausnummer trägt – merkwür­
digerweise die „28“. Auch ansonsten wirkt es
von außen eher verschlossen: Eine dicke Wand
aus schalungsrauem Sichtbeton, weiß gestrichen,
eine Reihe vergitterter Fenster im Erdgeschoss,
sechs kleine Bullaugenfenster im Obergeschoss,
ein Fahnenmast – ob es die Rheinnähe war, die
den Architekten und Erstbewohner des Hauses,
Karl Wach, dazu verleitete, sich an den Stilformen moderner Ozeanliner zu orientieren?
1932 entwarf der Professor an der Düsseldorfer
Kunstakademie das Haus für sich und seine Familie als Atelier- und Wohnhaus – damals waren
die Nachbarhäuser noch die Privatvillen von
Bankdirektoren und nicht die Bürostandorte
von Bankkonzernen.
Der Düsseldorfer Architekt Klaus Brandt ist Eigentümer des Hauses in der Emmericher Straße
28, das sich um einen Gartenhof zu zwei Seiten
mit großzügigen Fensterflächen gruppiert. Zusammen mit seiner Frau und seinen drei Kindern
bewohnt er seit 1999 das erste und das Dachge8
schoss, im Erdgeschoss hat sein Architekturbüro
mit vier Mitarbeitern Platz gefunden. An der
Grundstruktur des 360 m2 Nutzfläche großen
Hauses ändern musste er dafür nicht viel. Über
die Jahrzehnte hatte sich das Haus als sehr flexibel erwiesen: Seit Kriegsende gehörte es der
Düsseldorfer Gastronomin Mulfinger, die hier
ein Offizierskasino für die Briten betrieb (die 700
leeren Weinflaschen, die eine Nachbarin beim
Umgraben ihres Gartens fand, gaben noch Jahrzehnte danach beredtes Zeugnis davon). 1954
wurde es zu einem „Neun-Betten-Fremdenhotel“
für die damals noch benachbarte Messe umfunktioniert (bis 1963), dann als Passstelle des
englischen Konsulats mit Dienstwohnung (bis
1973) genutzt. Schließlich zog 1981 die bekannte
Modedesignerin Uta Raasch ein: Oben Schneideratelier, unten Showroom – diese Zweiteilung
Baukultur
nutzte Klaus Brandt für seine Anforderungen
aus und trennte Wohnen und Arbeiten geschossweise. Im Obergeschoss ließ er wenige Innenwände entfernen, um dem Wohnbereich mehr
Tiefe zu verleihen. Die Sichtbetonwände, die für
ein Wohngebäude der 1930er Jahre einzigartig
sind und seit 1989 gemeinsam mit dem offenen
Grundriss des Erdgeschosses den Denkmalwert
des Hauses begründen, versah der Architekt mit
einer verbesserten Innendämmung – „bauphysikalisch nicht ganz unumstritten“, wie Brandt
heute sagt, bisher aber ohne irgendwelche spürbar negativen Auswirkungen für das Raumklima.
Interessanterweise sieht man die verschiedenen
Zwischennutzungen und Umbauten, die die Zeit
mit sich brachte, dem Haus heute kaum an – eine
Tatsache, die für die Architektur spricht. Die
Innenausstattung der 1930er Jahre ist in den Räumen noch immer präsent, zeigt sich besonders an
flexiblen Falttüren, in den Wänden verborgenen,
ausziehbaren Fenstergittern, den runden Fenster­
elementen, vielen gusseisernen Heizkörpern und
einem marmorverkleideten Kamin. Brandt hat
diese Substanz sehr behutsam und punktuell
ergänzt, wo nötig zusätzlich etwas akzentuiert,
ohne Alt und Neu zu sehr miteinander zu konfrontieren. Zwei Beispiele nur: Die Bodenbeläge,
die teilweise zerstört waren, ließ er im gleichen
Material ausbessern und ergänzen – Differenzen
im Farbton der Solnhofener Platten deuten den
Alt-Neu-Kontrast an, ohne ihn besonders zu betonen. In die Innenwand des Bades im 1. OG fügte
Brandt einen horizontalen Belichtungsschlitz ein.
Dieser unterstreicht und ergänzt die vorbildliche
Belichtung des Hauses, das sich in seinem ganzen
Entwurf an der Sonne orientiert. „Das Ziel war
es, so wenig wie möglich zu verändern“, meint
der Architekt. Die Substanz dort zu belassen, wo
sie schön und praktikabel ist, sie sinnvoll dort zu
ergänzen, wo sie sich überlebt hat.
Dieses sensible und doch auch pragmatische Arbeiten mit und an dem Haus spiegelt sich auch in
der Möblierung wieder: Eine Kombination mit
Möbeln aus ganz unterschiedlichen Epochen und
Materialien schafft eine individuelle, geschmackvolle wie gemütliche Atmosphäre – in dem Haus
9
Baukultur
wird spürbar gelebt; es ist kein Museum, das nach
größtmöglicher Authentizität strebt. „Das Haus
ist nie ein Hardliner gewesen, und wir sind es
auch nicht“, meint Klaus Brandt, der die moderne, aber wiederum auch nicht zu puristische
Architektursprache schätzt, die für Düsseldorf
nicht untypisch ist. Sich in die Geschichte eines
solchen Hauses einzuordnen, begreift Brandt als
eine besondere Herausforderung: „Sich selbst ein
Haus zu bauen, verpflichtet einen Architekten
sehr – es muss natürlich alles perfekt sein. Im
Bestand zu arbeiten befreit dagegen vor einigen
Grundsatzentscheidungen.“
Ein weiteres Kapitel zu dieser Geschichte hat
Brandt vor zwei Jahren zusammen mit Klaus
Klein von WKM Landschaftsarchitekten dem
Gartenhof hinzugefügt: Der 80 Jahre alte Kirschbaum hatte Pilzbefall; eine Gleditschie wurde
an gleicher Stelle gepflanzt, sie spendet einen
sanfteren Halbschatten. Drumherum wurde der
Kiesbelag gegen eine hochbelastbare Rasenfläche
ausgetauscht. Eine Hecke mit japanischem, bis zu
8 m hohen Bambus schirmt die Blicke von einem
neuen viergeschossigen Nachbarbürogebäude ab.
Eine Holzterrasse an der Stirnmauer, die ein
Original-Schwimmbad aus den 1930er Jahren
bedeckt, leitet über zu einem Wintergarten. Früher beherbergte der kleine, der Südseite ent­gegen
gerichtete Vorbau den Atelierraum von Karl
10
Wach - heute ist hier der Aufenthaltsraum des
Büros untergebracht. „Bürogarten“ nennt Klaus
Brandt den ganzen Bereich des Erdgeschosses
– und man kann sich nur zu gut vorstellen, wie
stimmungsvoll sich ein stressiger Arbeitstag in
dieser Oase ausklingen lässt.
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Architektur
Stilvoll wohnen zwischen Rhein und Kö
Edel bis ins Detail
Fotos: Axel Hartmann
In bester City Lage am Rhein wurde eines der
ältesten Gebäude der Stadt zu neuem Leben
erweckt. In die Gemäuer des aus dem 17. Jahrhundert stammenden Hauses zog eine sechsköpfige Familie samt Hundedame ein. Höchste
Ansprüche an Wohn- und Raumkomfort und
Stilvollendung im Detail ließen ein Familiendomizil entstehen, in dem sich private und gemeinsame Räume in der Form eines Hufeisen-Us
aneinander schmiegen. Der alte Ort verwandelte
sich durch eine aufwendige Kernsanierung und
eine individuell zugeschnittene Planung in unverwechselbaren, neuen Lebensraum.
Dabei tritt durch die Konzentration auf das
Wesentliche eine puristische Ästhetik in den
Vordergrund, deren raumgebende Präsenz
durch die Verwendung natürlicher Materialien
eine besondere Behaglichkeit ausstrahlt. Echte
Materialien, hochwertige Oberflächen und ausgeklügelte Details lassen edlen Wohnraum und
ein individuelles zu Hause entstehen.
Alles begann mit der Idee eines Esszimmers, das
an das bestehende Gebäude angebaut der Familie
12
als Dreh- und Sammelpunkt dienen sollte. Entstanden ist ein vollkommen stützenfreier Anbau
mit einer über 10 Meter zu öffnenden 3,65 Meter
hohen Glastüranlage. Oberlichter sorgen für zusätzliches Lichtflair, und eine bergluftig anmutende Dachbegrünung schmeichelt dem Blick
aus den oberen Stockwerken.Die Farbe Weiß
gibt der Fassade ihren unverfälschten Charakter
und zieht sich im Haus mit puristischer Klarheit
durch die Räume. Nichts lenkt vom großzügigen
Raumgefühl ab. Die unterschiedlichen Räume
gehen stilistisch ineinander über und ermög-
Architektur
lichen, durch zwei platzierte Treppenhäuser
verbunden, alle Räume im Haus umlaufend zu
erreichen, ohne Wege zweimal kreuzen zu müssen. 15 Meter lange Douglasiendielen finden in
einer Schattenfuge ihren exakten Abschluss und
verleihen dem Boden eine besondere Haptik und
dem Raum seine wohnliche Eleganz. Die Verwendung von durchgezogenem, hochwertigen
Estrichboden schafft Großzügigkeit und Klarheit
und gibt den Raum frei für dezente Details und
eine stilvolle Einrichtung. Die Geradlinigkeit als
wiederkehrendes Prinzip betont die Weite und
Tiefe der Räume, in denen liebevoll komponierte
Gegenstände zum Verweilen und Wohlfühlen
einladen. Die Betonung waagerechter Linien
erweitert im Pendant zu den Raumhöhen das
Raumbild und gibt die Szene frei für allerhand
Geschehen.
Die getreue Restaurierung der vorderen Fassade und der wiederhergestellte Erhalt der alten
Treppe mit ornamentreichem, ausdrucksstarken Holzhandlauf sorgen zusammen mit der
Nutzung der vorhandenen Gewölbekellerräume
13
Architektur
für eine gelungene Ergänzung des hochwertigen
Familien-Refugiums.
Architektur ist aus Sicht des Architekten auf direkte Weise kommunikativ, spricht unmittelbar
die Sinne an, interagiert – und ruft Befinden
hervor. Erst wenn Architektur, in welcher Form
auch immer, eine Beziehung zu uns Menschen
aufzubauen vermag, Berührungsflächen bietet
und offen bleibt für Interpretation und Inanspruchnahme, erst dann erfüllt sie ihren Zweck.
Ähnlich einem Kunstwerk, das in seiner Betrachtung zur Vollendung kommt, entfaltet das
Bauwerk seine Wirkung erst in der Aneignung
durch uns Menschen. Andernfalls ruft Architektur Entfremdung und Gleichgültigkeit hervor
14
– und schafft Distanz, wo keine ist. Aus dieser
Sicht ist Architektur die materiell umgesetzte
Antwort auf höchst persönliche Fragestellungen
und erfordert einen größtmöglich individuellen
und „frischen“ Zugang. In dem konkreten Entwurf spiegelt sich Persönliches wider, kommt
idealerweise Persönlichkeit zum Ausdruck und
entfaltet sich zu einer sozialrelevanten Aussage,
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15
Gewerbliche Bauten
Markengerechte Verpackung
Die „Monsterapotheke“ in Hilden kommuniziert mit ihren Kunden
Fotos: Olaf Faustmann
„Monsterapotheke“ – mit diesem ungewöhn­
lichen Namen taufte der Bauherr sein innovatives Geschäftsmodell. Das dafür vorgesehene
Gebäude bildet den letzten Bauabschnitt beim
Umbau des Fachmarktzentrums Breidohr in
Hilden. Es ist mit Abstand das kleinste Gebäude auf dem Areal, aber auch das wichtigste: In
auffälligen Signalfarben markiert es den Eingang
des Einkaufszentrums von der neu geschaffenen
Zufahrt der stark frequentierten Walder Straße.
Als Spezialisten für Markenarchitektur und
Markenbildung entwickelten die Planer ein Gebäude, welches auf die exponierte Lage reagiert
und durch seine Formensprache und Farbgebung
auf originelle Weise Aufmerksamkeit erzeugen
sollte. Die Gebäudeform dieser Markenarchitektur ist jedoch nicht Selbstzweck, sondern
wurde sowohl innen als auch außen nach einem
typischen Apothekenprodukt entwickelt: einer
orange-weißen Pille. Durch die dynamische
Gebäudeform sollte ein neues Geschäftsmodell
unterstützt und transportiert werden, das sich
deutlich von dem herkömmlicher Apotheken
unterscheidet.
16
Notwendigerweise verbringen Unternehmen
viel Zeit damit, ihre Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln und darzustellen, um
diese zu verkaufen. Oft wird die Tatsache dabei
vernachlässigt, dass die Gebäude, in denen diese präsentiert werden, jederzeit Werbeträger
sind. Eine Architektur, die die Markenkompe-
tenz des Unternehmens vermittelt, trägt diesem
Zusammenhang bewusst Rechnung. Sie sollte
dabei kommunikativ sein – für Kunden, Besucher
und Mitarbeiter gleichermaßen eine offene und
freundliche Atmosphäre ausstrahlen. Sie sollte
aber auch auf einer emotionalen Ebene den Kunden ansprechen. Nichts kann dabei die Emo­
Gewerbliche Bauten
tionalität der dritten Dimension, des Raumes,
wirklich ersetzen. Indem die Architektur den
Raum gestaltet, entsteht ein Imagegewinn und
kultureller Vorsprung für das Unternehmen,
das sich so seine Position im Wettbewerb sichert.
Die ”Monsterapotheke“ ist mit 324 m 2 Bruttogeschossfläche für eine Apotheke sehr groß.
Natürlich erhält man dort auch rezeptpflichtige Arzneimittel, wie in jeder Apotheke; im
Vordergrund steht jedoch der preisgünstige
Verkauf von rezeptfreien Medikamenten und
Körperpflegemitteln – bis hin zu Wellnessprodukten für Haustiere.
Konstruktiv ist das Gebäude ein 30 m langer,
5 m hoher Stahl-Skelettbau, wobei seine halbkreisförmige Rundung aus Brettschichtholz hergestellt wurde. Die äußere Beplankung wurde
aus eigens angefertigten und farbbeschichteten
Mineralfaserplatten, sogenannten „Rockpanels“,
hergestellt.
kungsvoll in Szene gesetzt werden: Kreisrunde
Akustik-Deckensegel hängen von der Decke herab und kommunizieren die Corporate Identity
des Unternehmens.
Das durch die Gebäudeform transportierte Alleinstellungsmerkmal der „Monsterapotheke“
sollte sich auch im Inneren wider­spiegeln. Nichts
erinnert hier an eine herkömmliche Apotheke.
Boden, Wände und Warenträger sind in einem
ruhigen Grau gehalten. Damit soll das eigentliche Gestaltungsmittel des Verkaufsraums wir-
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Architektur
Das Alte im Neuen erhalten
Umbau eines Stadthauses in Oberkassel
Die Lage nicht weit vom Kaiser-Friedrich-Ring
und den Rheinwiesen ist erstklassig, das Stadt­
haus, das auf dem Gartengrundstück steht,
ein ortstypischer Backsteinbau aus den 1930er
Jahren. Leider war von der Originalsubstanz
nur noch wenig erhalten – in den 1950er Jahren musste das Haus eine Modernisierung über
sich ergehen lassen, die ihm nicht gutgetan hatte:
Ein Nachbar und der eigene falsch orientierte
Anbau verschattete die Innenräume, horizontal
geführte Fenster verzerrten die Proportionen
der Fassade. Über Komplettabriss und Neubau
wurde nur kurz­zeitig nachgedacht: „Wir waren
uns hier mit dem Bauherrn einig, dass die dem
Alten innewohnende historische Präsenz lohnend war, geborgen und eingebunden zu werden,“ erinnert sich der Architekt Gereon Hecker.
„Das Alte hat einen besonderen Wert, der nicht
neu zu erschaffen ist.“
Die Architekten entwarfen die Rückfront komplett neu. Der hintere Teil des Hauses musste daher abgerissen werden. Ein L-förmiger Baukörper
wurde an der Rückseite über drei Etagen geführt
bis hinunter zum Souterraingeschoss, das direkt
Fotos: Gereon Hecker
gelegten Räume. Bereits vom Eingang aus eröffnet
sich der Panoramablick in den Garten und den
alten, benachbarten Park dahinter. Alle Räume
wurden in ihren Funktionen neu organisiert: Im
Erdgeschoss befinden sich das weitläufige Wohnund das Esszimmer sowie der über eine doppelte Schiebe­tür separierbare Küchenbereich. Im
Souterrain darunter liegt ein Gästeappartment,
das auch als Mehrzweck-Spielzimmer dient. Im
1. OG befinden sich die Kinderzimmer mit eigenem Bad sowie ein Arbeits- und Musikzimmer.
Das Dachgeschoss, das Dank der beidseitigen
Erweiterung durch große Dachgauben zu einem
Attikageschoss ausgebaut werden konnte, nimmt
ein großes Badezimmer mit separater Dusche,
eine von Dachfenstern effektvoll belichtete zentrale Ankleide sowie das Elternschlafzimmer mit
einer direkt vorgelagerten großen Dachterrasse
auf. Miteinander verbunden sind die Etagen über
den alten, wunderbar gewundenen Treppenlauf,
der weitgehend in seiner Originalsubstanz belassen werden konnte.
an das Niveau des alten Gartens anschließt. Breite,
vertikale Fensterfronten lassen viel Tageslicht in
die mit unterschiedlich breiten Eichendielen aus-
Die ungezwungene Symbiose zwischen Alt und
Neu erreichten die Architekten durch die Adap­
19
Architektur
tion der üppigen Volumen und Proportionen
des Bestands. Details wie die sehr eigenwilligen Stuckleisten der Decken wurden komplett
erhalten und im Anbau wieder aufgegriffen. Neue
Elemente wie Türen und der an zentraler Stelle
eingefügte Kamin im Wohnzimmer antworten
in ihrem Duktus und ihren Proportionen auf
das Vorhandene, ohne allerdings den Bestand
stilistisch imitieren zu wollen. Die Fassade zur
Straße wurde korrigiert und passt heute wie
aus einem Guß zum gartenseitgen Anbau. Die
20
Fenster­öffnungen sind so vereinheitlicht und
vertikalisiert, dass nun ein stringentes Proportionssystem ablesbar wird. Im Zusammenspiel
mit der schieferschwarzen Holzverkleidung der
Gauben, Holzfaschen und -profile der Fenster
besticht die Backsteinfassade nun durch ihr klar
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Architektur
Konsequente Architektur
Fotos: Ulrich Wozniak, Arnd Haug
Neues Verwaltungsgebäude für ein Bauunternehmen
© Ulrich Wozniak
Das schnell gewachsene Architekturbüro und
Bauunternehmen benötigte ein neues Verwaltungsgebäude, das allen Mitarbeitern ausreichend Platz bot. Gemeinsam planten die Inhaber
Anja und Jochen Engelshove das neue Gebäude.
Das Gebäude besteht aus zwei Kuben, die in
einem 90°-Winkel zueinander angeordnet sind.
Sie verlaufen parallel zu den zwei Straßen des
Eckgrundstücks und fügen sich so harmonisch
in die städtebauliche Situation ein. Der zweigeschossige Riegel überragt den eingeschossigen
strichgenau und definiert so eine geschützte Eingangssituation, welche sich besonders durch die
unterseitige Verblendung hervorhebt.
Für die Verblendung wurde ein extra produzierter Spezialbrand verwendet. Einzelne aus
der Fassade leicht hervortretende Steine sorgen
für eine lebendige Gestaltung der Fläche. Die
hervor- und zurückspringenden Fenster greifen
das Thema der Klinkerfassade auf und geben
dem Gebäude von jeder Ansicht eine besondere Spannung. Die L-Form des Büros mit den
zwei verschobenen übereinanderliegenden Ku22
ben bietet dem hinteren Garten Schutz und
ermöglichet so eine natürliche Ruhezone. Zum
Innenhof öffnet sich die Fassade mit großen
Glasflächen, welche die Fassade auflösen und
den Innen- und Außenraum verschwimmen
lassen.
Auf diese Weise gelangt Tageslicht bis tief in
das Gebäude, wodurch der Vorteil der solaren
Wärmegewinnung optimal genutzt werden
kann. Mit Hilfe von Raffstores, die im Sommer zugleich als Verschattung dienen, kann das
Licht nach Wunsch gelenkt werden. Die Verwen-
dung der großen schwarzbraunen Holzfenster
gewährleistet nicht nur eine gute Belichtung der
Innenräume, sondern ergibt auch ein elegantes
Spiel zwischen offener und geschlossener Fläche.
Im Innenbereich setzt sich die Architektur,
das Zusammenspiel von geraden Linien und
fließenden Übergängen, fort. Der Einsatz von
Glaselementen, einem Luftraum und konsequent
einheitlichen Materialien fügen die Innenräume
zu einer Gesamteinheit zusammen. Ebenso ist
der Außenraum stark gegliedert und unter-
© Ulrich Wozniak
© Ulrich Wozniak
© Arnd Haug
© Arnd Haug
© Ulrich Wozniak
Architektur
streicht durch die Schlichtheit der Außenhaut
die kubische Form des Gebäudes. Zahlreiche Details unterstützen die gradlinige und markante
Bauform. So liegen zum Beispiel die Fallrohre
flächenbündig in der Fassade. Eine Auffälligkeit
ist außerdem die strichgenaue Trennung der Geschosse. Es gibt kein Einschneiden des oberen
Geschosses in das untere. Beide Riegel fügen
sich geradlinig übereinander. Ein gelungenes
Beispiel konsequenter Architektur.
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schöpferischer Kreativität und der unbedingte
Wille, etwas Besonderes zu erschaffen, verbindet
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den Schmuck-Kreationen von Goldschmiedemeisterin Anna Schneider – er spiegelt sich auch
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Manufakturgebäudes schafft den richtigen
Rahmen für den ausschließlich handgefertigten
Schmuck. Alt und Neu, Hell-dunkel-Kontraste,
Tradition und Moderne bilden die spannenden
Akzente, die dieses Haus so besonders machen.
Bei der Restaurierung nach historischem Vorbild
wurde die bestehende Bausubstanz des alten
Gemäuers bewusst mit modernsten Gestaltungselementen kombiniert und tritt so in einen
spannenden Dialog mit den exklusiven Schmuck24
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Kollektionen. Im stilvollen Ambiente der Meisenburg haben die Schneiders auf diese Weise
ein sehr sehenswertes Gesamtkonzept entstehen
lassen: emotional, kreativ, sinnenhaft und ganzheitlich. Hier in Kettwig, gemeinsam auf dem
Hof mit „Borgers auf’m Land“, entstehen indi-
viduell gefertigte Schmuckstücke aus den wertvollsten Edelmetallen, Perlen und Edelsteinen,
die ihren Besitzern nicht nur Genuss und Freude, sondern auch einen Hauch Unvergänglichkeit bescheren. Ein Besuch lohnt sich – nicht
nur für Schmuckliebhaber(innen).
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© Reinhard Burg
© Joachim Rieger
Architektur
Kleiner Innenhof auf dem Dach Kernsanierung eines Gebäudes aus dem Jahre 1910 Fotos: Reinhard Burg, Joachim Rieger
© Reinhard Burg
Das 1910 erbaute Mehrfamilienhaus mit schützenswerter Stuckfassade bedurfte nach der letztmaligen Renovierung in den 1970er-Jahren
dringend einer kompletten Sanierung, die von
der Architektin Christiane Joisten und Raumausstatter Rainer Eckert Hand in Hand durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Arbeiten
wurden die Grundrisse den heutigen Anforderungen angepasst und komplett neu strukturiert,
so dass aus den vormals sieben Wohnungen vier
Wohneinheiten des gehobenen Standards entstanden.
Im 2. Ober- und Dachgeschoss sollte nach den
Vorstellungen des Eigentümers zudem eine
Maisonette-Wohnung mit großer Dachterrasse
sowie fließenden Übergängen entstehen. Dabei
bestand die Aufgabe vor allem darin, großzügige Räume zu schaffen, die trotzdem Geborgenheit vermitteln. Ein lichtdurchflutetes, aber
nicht zu einsehbares Wohnzimmer war der
Wunsch, ebenso wie eine Verschmelzung des
Innen- und Außenraums. Die Verantwortung des
kompletten Innenausbaus dieser Wohneinheit
mit Aufteilung und Gestaltung des gesamten
27
© Reinhard Burg
© Reinhard Burg
© Joachim Rieger
© Reinhard Burg
Architektur
Eine Schwierigkeit bei der Umgestaltung lag
darin, dass aufgrund der schützenswerten Fassade die geneigte Dachfläche lediglich um 50 cm
angehoben werden durfte. Da es sich aber um
die Westseite handelte, sollte möglichst viel Licht
eingefangen, den Nachbarn aber nach Möglichkeit kaum Einsicht gewährt werden. Um dieses
Problem zu lösen, wählte die Architektin verschiedene Veluxprodukte, die sie miteinander
kombinierte. Gegenüberliegend wurde eine
großzügige Glasfront zu einer Terrasse mit
Innenhofcharakter und Ostausrichtung sowie
28
© Reinhard Burg
Mobiliars, inklusive Materialkonzepten sowie
Wandgestaltungen, lagen in der Verantwortung der beiden Büros plan² – architekten und
der Raumausstattung Rudolf Schecher GmbH.
eine großzügige Treppe zur 2. Dachterrassen­
ebene mit Westsonnenausrichtung geplant und
umgesetzt. Das rückseitige Dach wurde komplett abgerissen und zum Teil um ein Geschoss
höher aufgemauert sowie mit einem Flachdach
versehen, auf dem sich heute eine Dachterrasse
befindet. Der andere Teil, der nicht aufgemauert
wurde, ermöglicht eine Terrassensituation, die
mitten auf dem Dach einem kleinen Innenhof
gleicht.
www.plan-quadrat.info
www.schecher.eu
29
© Arkadius Haiduk
Gewerbliche Bauten
Zwei Gebäude werden eins
Fotos: Arkadius Haiduk, Anton Kolev
Der Düsseldorfer Architekt Gregor Darius Haiduk wurde mit dem Neubau eines Bürogebäudes beauftragt. Dabei sollte das bestehende
Gebäude umgebaut und kernsaniert werden.
Zudem war auch die Entwicklung einer dem
Gebäude entsprechenden Innenarchitektur
gefragt. Schon in der Planungsphase fokussierte der Grundgedanke für die gesamte Konzeption auf dem Bestandsgebäude, das ursprünglich als Schreinerei fungierte. Dieses sollte mit
dem neu zu errichtenden Gebäude weder in
Konkurrenz stehen noch von diesem dominiert
werden. Ein klarer Mittelweg war gewünscht:
Beide Bauten sollten nach der Fertigstellung
sowohl von außen als auch von innen eine harmonische Symbiose ergeben. Darüber hinaus
sollte der Betrachter, der das Gebäude betritt,
durch eine klare Funktionalität in die einzelnen
Räume geleitet werden. „Uns war es wichtig,
dass an keiner Stelle beim Betrachter das Gefühl
entsteht, es handele sich um zwei Gebäudeteile“, so der beauftragte Architekt.
Um das zu erreichen, musste die Verbindung
gleichwertig zum Bestandskörper sein und sich
30
© Anton Kolev
Umbau und Erweiterung einer ehemaligen Schreinerei
in den Neubau verzahnen beziehungsweise
diesen transparent durchstoßen. Dabei wünschte sich der Auftraggeber, dass sich die äußere
Architektursprache im Inneren des Gebäudes
wieder findet und dieses bestimmt.
Der Neubau ist in seiner Grundform ein Quadrat,
das in der Mitte ein Atrium besitzt. Der Verbindungstrakt erscheint als formelle Reduktion der
rechteckigen Grundform des Bestandsgebäudes.
Beide Baukörper haben eine klare geometrische
Form, die nur durch die integrierte Vollver­gla­
sung beziehungsweise durch die Dachverglasung
stellenweise den Anschein erweckt, als würde
sie sich auflösen.
Dank der zahlreichen Glasflächen, die sowohl an
Dach als auch an der Fassade und im Innenraum
von Glas Conzen aus Düsseldorf ausgeführt wurden, erhält das Gebäude eine hohe Transparenz,
die es dem Betrachter ermöglicht, schon von außen Einblick in die Innenarchitektur zu erhalten.
Hier – im Inneren des Gebäudes – herrscht eine
klare räumliche Aufteilung, die schlichte Nüchternheit ausstrahlt. Dazu trägt auch die reduzierte
Material­auswahl bei, die sich auf Lärche Holzverkleidung beschränkt. Hinzu kommen Isolierverglasung inklusive einer Stahlrahmenkonstruk­tion
sowie reine Putzflächen. Die starke Reduktion der
© Anton Kolev
© Anton Kolev
© Anton Kolev
© Anton Kolev
© Arkadius Haiduk
Gewerbliche Bauten
Materialien und die klare Formsprache gewährleisten dem Gebäude eine gewisse Zeit­losigkeit,
lassen jedoch keine Langeweile entstehen. „Auch
wenn ein Gebäude schlicht und einfach erscheint,
ist es seine Umsetzung nicht. Denn der Teufel
steckt bekanntlich oft in Details, die auf den
ersten Blick nicht sichtbar sind“, erzählt Gregor
Darius Haiduk.
www.architektur-haiduk.de
31
Unternehmerstadt
Die Unternehmerstadt in Derendorf
Vierter Teil unserer Serie: Das casa altra von Mario Bellini
Im Norden Düsseldorfs ist in den letzten fünfzehn Jahren eines der gelungensten Konver­
sionsprojekte nicht nur der Landeshauptstadt,
sondern auch weit darüber hinaus entstanden:
Die Unternehmerstadt hat das ehemalige Areal
der Rheinischen Metallwaren- und Maschinenfabrik in ein zentrales, leicht zu erreichendes
Stadtquartier verwandelt mit einer einzigartigen Mischung aus traditionellen Büronutzern,
Media-Agenturen, Mode-Showrooms, individuellen Wohnanlagen, einem Hotel und mehreren
Freizeiteinrichtungen. Im vierten Teil unserer
Serie geht es um das 2012 fertiggestellte casa
altra des bekannten italienischen Architekten
und Designers Mario Bellini aus Mailand. Das
Bürogebäude reiht sich in die Perlenkette von
Lighthouse, doubleU und dem erweiterten Bestandsgebäude der Rheinmetall-Hauptverwaltung an der Ulmenstraße ein. Mit spektakulären,
aus dem Lot gebrachten, dynamischen Fassadenschrägen bricht casa altra das rechtwinklige
Schema klassischer Bürogebäude angenehm auf.
Entwickelt wurde das „Andere Haus“ gemeinsam von der Rheinmetall Immobilien GmbH
und der Projektentwicklungsgesellschaft die
32
de­veloper GmbH. Der siebengeschossige, von
zwei Seiten aus erschlossene Block basiert auf
einem trapezförmigen Grundriss, der sich um
einen begrünten, gläsernen Innenhof erstreckt.
Oberhalb des verglasten Erdgeschosses wurde
das Gebäude allseitig um acht Grad geneigt, was
Fotos: Michael Godehardt
sich nicht nur an der Fassade deutlich zeigt, die
aus dreifarbigen Aluminiumelementen groß­
flächig zusammengesetzt wurde. Auch die
Schräg­stellung der äußeren Stützen des Stahlbetonskelettes lässt die dynamische Ausrichtung
spürbar werden. Vor allem die vertikalen Gebäu-
Unternehmerstadt
dekanten des Solitärs werden dadurch besonders
betont. Konterkariert wird diese Bewegung von
zwei gläsernen, aus der Flucht hervortretenden
Eckvorbauten, in denen die Gastronomie und
Besprechungsräume untergebracht sind. Bellinis
komplex verschobene Komposition reagiert dabei subtil auf ihren städtebaulichen Kontext: Das
casa altra überbrückt zwischen dem doubleU
und der Rheinmetall-Hauptverwaltung spielend die unterschiedlichen Baufluchten, ohne
dass dabei der Ausblick auf einen der Nachbarn
verstellt werden würde. Erschlossen wird der
kontextbewusste Solitär von zwei Seiten aus:
Einerseits von der neuen Fußgängerallee, die
sich auf der Seite des doubleU in die Unternehmerstadt hinein streckt; andererseits von der
Derendorfer Allee, von der aus auch die Zufahrt
zu den beiden Tiefgaragenebenen mit ihren insgesamt 250 PKW-Stellplätzen erfolgt.
Die beiden Zugänge haben eigene Eingangsfoyers mit jeweils zwei Aufzugskernen, was eine
flexiblere Mietteilung der Etagen ermöglicht.
Boden und Wandverkleidungen wurden repräsentativ aus anthrazitfarbenem Naturstein
und Werkstein ausgebildet. Besonderes viel
Wert wurde auf die Außenbeleuchtung gelegt:
Die Glasvorbauten, die das Betriebsrestaurant
und die Cafeteria beherbergen, werden vom
Fassadenfußpunkt aus durch LEDs illumi33
Unternehmerstadt
niert – meistens in einem warmen Weißton,
zu Events aber auch mal in blauen, roten oder
grünen Stimmungstönen.
Die über dem Erdgeschoss liegenden fünf Büroetagen mit einer vermietbaren Gesamtfläche
von rund 13.000 m2 lassen sich flexibel in Einzeloder Großraumbüros unterteilen. Die doppelverglasten, senkrecht in die Fassade eingelassenen Fensterelemente sind durch einen Pfosten
so untergliedert, dass eine Trennwandstellung
im Achsraster von 1,35 m möglich wird. Dabei
verfügen die Büros über die Möglichkeit einer
natürlichen Be- und Entlüftung. Der Sonnenschutz lässt sich individuell steuern. Die zur
Außenfassade bzw. zum vollflächig verglasten
Innenhof ausgerichteten Büros haben eine maximale Tiefe von fünf Metern. Besonders zur
Innenhofseite ergibt sich dadurch eine Vielfalt
von räumlichen Ausblicken durch das Gebäude.
Oberhalb des sechsten Geschosses des casa altra liegt eine weitere Etage für die komplette
Aufzugs- und Haustechnik. Die Formgebung
des Gebäudes unterstreichend wurde sie in
das Bauvolumen komplett integriert – die
Lüftungsschlitze, die man von außen an der
Fassade erkennt, spiegeln das deutlich wider.
Zur Innenhofseite befinden sich auch auf dieser
Etage weitere Büroräume. Von ihnen lässt sich
34
der Blick in den geöffneten, dem Wetter ausgesetzten Innenhof wohl am besten genießen.
Mit seinen grauen Natursteinplatten und der
Bambusbegrünung strahlt er eine fast konzentrierte, klösterliche Atmosphäre aus, durch die
ineinander gespiegelten Glasreflexionen wirkt er
zugleich aber auch ganz dynamisch – genauso
wie die Unternehmerstadt selbst.
www.unternehmerstadt.com
www.bellini.it
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PersönlichKeiten
Eine gute Küche passt perfekt zu ihrem Besitzer. Sie ist flexibel, intelligent und
unverwechselbar individuell. Sie ist Ausdruck von Lebensgefühl und Spiegel
von Persönlichkeit. Und sie ist, was sie verspricht, der Lebensmittelpunkt.
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35
Interview
Dr. Bodo Küpper
Geboren in Halle an der Saale, aufgewachsen in Dortmund. Unternehmer, Produkt- und Projektentwickler von Eigen- und Fremdprojekten.
Motto: „Vor- und Weiterdenken, gemeinsam generationsübergreifende
Werte schaffen“
Thilo Küpper
Geboren 1982 in Wuppertal. Nach einer Offiziersausbildung bei der
Bundeswehr, Studium der BWL an der Helmut Schmidt Universität,
Hamburg. Berufsbegleitendes Studium M.Sc. Real Estate Management
and Construction Project Management an der Bergischen Universität
Wuppertal. Seit 2007 in der Firmengruppe Küpper tätig, Mitinitiator
des Vereins „Aufbruch am Arrenberg“ e.V. Seit 2010 tätig als Prokurist
der „Projekt Fabrik ELBA GmbH“. Seit 2012 Geschäftsführender
Gesellschafter der Firmengruppe Küpper.
Dr. Bodo Küpper + Thilo Küpper
INTEGRIEREN STATT AUSGRENZEN
Interview mit Dr. Bodo und Thilo Küpper über Wuppertals Stadtentwicklung und regionale Ausstrahlung
Unter dem Leitbild „Bewahren – Entwickeln – Erneuern“ ist die Firmengruppe Küpper aus Wuppertal als Produkt- und Projektentwickler
tätig. In der Geschäftsführung vertreten sind Dr. Bodo Küpper sowie
seine beiden Söhne Thilo und Boris Küpper.
CUBE Herr Dr. Küpper, Sie sind seit 2003 in Wuppertal mit eigenen
Entwicklungsprojekten aktiv – was verwurzelt Sie in dieser Stadt?
Dr. Bodo Küpper (BK): Meine Frau ist hier geboren, sie stammt aus einer
alteingesessenen Elberfelder Unternehmerfamilie. Meine beiden Söhne
Thilo und Boris wurden hier geboren, seit 1990 haben wir immer in Wuppertal gelebt. Mit anderen Worten: Es gibt eine gemeinsame Geschichte.
Thilo Küpper (TK): Unsere Unternehmensgruppe entwickelt seit den 1980er
Jahren betriebswirtschaftlich nicht notwendige Immobilien für Dritte.
Die Geschichte unseres Unternehmens reicht aber noch weiter bis ins Jahr
1877 zurück. Vor allem haben wir alte Industriebrachen neu positioniert –
bekanntestes Beispiel ist das Dortmunder U. Eigentlich wollte mein Vater
nach diesem Projekt in die südliche Hemisphäre Europas umziehen, weil
man von dort aus genauso schnell mit dem Flugzeug in Städten wie Berlin
und München sein kann wie mit dem Auto aus Wuppertal. Unsere Mutter
hat aber für Wuppertal gekämpft und für die Stadt geworben. Dann haben
wir alle am Ende gesagt: Okay, wir wollen doch mal schauen, ob wir hier
nicht auch Geschäfte machen können mit Eigenkapital und der Zielrichtung, dass mein Bruder und ich in das Unternehmen mit eintreten. Falls
36
es nicht klappt - so war die Vereinbarung - könnte mein Vater ja wieder
in den Süden ziehen.
BK: Das Pilotprojekt war nicht hier am Arrenberg angesiedelt sondern in
Unterbarmen - ein ganzer Straßenzug mit Gewerkschaftshäusern, insgesamt knapp über 4.000 m2 Fläche. Damals war ein großer Leerstand an
Büroflächen in Wuppertal und wir machten das Schwierigste und konzipierten Büros neu unter dem Begriff „Homeoffices“. Die Überlegung war
dabei: Was bedeutet es wenn ein junger Mensch direkt von der Universität
kommt, keinen Job findet, was kann er machen mit relativ wenig Eigenkapital? Deshalb waren diese kleinen Büros vollständig ausgestattet mit
Holzboden, Computer bis hin zur Küche, so dass man als Mieter direkt
loslegen konnte. Nach neun Monaten war alles vermietet, obwohl auch
Unterbarmen damals eher ein Krisengebiet war.
Und das hat Ihnen den Mut gegeben sich auch an größere Projekte
heran zu wagen?
TK: Wir haben vor sieben Jahren dann den alten Gebäudebestand des
Heliosklinikums angekauft, insgesamt 25.000m 2, obwohl alle vorangegangenen Mikro- und Makroanalysen uns vom Einkauf abgeraten
hatten. Der Arrenberg ist ein multikulturelles, eher schwach geprägtes
Viertel, damals mit hohen Leerständen, von der Stadt fast aufgegeben.
Wir sind trotzdem empathisch herangegangen, haben geguckt wie sehen die Klingelschilder aus, wie pflegen die Leute das Ganze. Sind wir
© cadmann
Interview
Bauen im Bestand - die geplanten ELBA-Lofts am Arrenberg in Wuppertal von kadawittfeld Architekten
schon so wie in Köln Mühlheim in einem Ghetto, wird auf der Straße
schon Tee gekocht?
BK: Wir haben die lebendige Vielfalt der Ethnien als etwas Positives
angesehen, und das sozial gelebte Miteinander und die existierenden
Mikrostrukturen die unter der Oberfläche liegen, entdeckt. Das haben wir
als ein großes Potenzial gesehen und uns im Anschluss gefragt: Was tut
wirklich diesem aufgegebenen Viertel und seinen Bewohnern gut? Jede
Unternehmung, die wir in Angriff nehmen hat primär erst einmal eine
soziale Verpflichtung zu erfüllen, auch wenn am Ende ein Ertrag steht.
Wer sich heute am Arrenberg umschaut, erkennt viele alte, wiederhergestellte Substanz, aber nur wenige Neubauten. Welche Maßnahmen
haben Sie konkret unternommen?
BK: Wir wollten dem Viertel keinen Masterplan überstülpen und dann
abwarten, wie rasant sich die Preise entwickeln. Wir wollten eine gelebte,
kooperative Gentrifizierung, die die Menschen auf dem Weg mitnimmt.
Der Verein „Aufbruch am Arrenberg“ wurde gegründet mit dem Ziel,
Nachbarschaften zu pflegen und zu intensivieren. Die Stadt hatte sich
verpflichtet, in einem der Gebäude einen Kindergarten anzusiedeln. Wir
haben in der Zwischenzeit die dreizehn denkmalgeschützten Gebäude
für Kapitalanleger umgenutzt und umgebaut, wobei darunter – was uns
wichtig ist - auch viele Eigennutzer sind. So konnte der ehemalige Park des
Klinikums revitalisiert und für das Viertel zugänglich werden, in einer
Größe, wie man ihn in manchen Städten gar nicht findet. Das alles unter
der Bezeichnung „Arrenberg’sche Höfe“ - übrigens kein frei erfundener
Name, sondern einer, der sich von den beiden steuerpflichtigen Bauernhöfen herleitet, die hier im 16. Jahrhundert angesiedelt waren. Es war für
uns sehr wichtig, dass ein Identifikationspotenzial geschaffen wird, also
eine Marke kreiert wird.
Mit den Kunstaktionen, die den Umbaumaßnahmen jeweils vorausgingen, haben Sie ja über mehrere Jahre viele zehntausend Menschen
in den Arrenberg locken können. Welche Rolle spielen die Künstler bei
der Revitalisierung eines Standortes?
TK: Künstler sind für uns Raum- und Zeit-Pioniere. Sie haben den Humus für die Projekte am Arrenberg geschaffen. Sie locken die Leute in
diese Gebäude, die brach lagen und lange öffentlich unzugänglich waren.
Plötzlich sieht man ein Gebäude zu den unterschiedlichen Tageszeiten
wieder und registriert die Wünsche und Träume, die eine Nachbarschaft
mit dem Gebäude unterhält.
BK: Wie sehr die Kunst eine Beziehung zu den Menschen erschafft, haben
wir hier hautnah erleben können, weil die Menschen hier schon gar nicht
mehr so aktiv wahrgenommen wurden. Kunst schafft Nachbarschaft und
die Nachbarschaft schafft ein Gefühl der Zusammengehörigkeit - mit dem
Bauen selbst ist das überhaupt gar nicht zu vergleichen.
Vor drei Jahren haben Sie das 20.000 m2 große Areal der stillgelegten
Elba-Werke auch noch dazugekauft und zu Wohn- und Gewerbestandorten weiter entwickelt. Auch hier arbeiten Sie mit dem Bestand: Die
Wohnungen im gehobenen und im Luxussegment, die dort unter dem
Namen „Elba-Lofts“ in alten Fabriketagen entstehen sollen, richten
sich speziell auch an Berufspendler aus dem benachbarten Metropolen.
Warum sollen gerade diese Menschen hier wohnen wollen?
TK: Die Großzügigkeit der Architektur, die im Umbau der Architekten
kadawittfeld erhalten bleibt, ist sicher das eine – das andere ist die Lage.
Die Elba-Lofts liegen fußläufig zum Arrenberg, viele Szenelokalitäten sind
von hier aus schnell zu erreichen, ebenso das beliebte Luisenviertel mit der
Stadthalle und anderen bekannten Kulturstätten. Aber man ist genauso
schnell im Grünen. Leicht zu erreichende Einkaufsmöglich­keiten sind ein
37
© cadmann
Interview
weiterer Pluspunkt, und dann die Strukturlage: Innerhalb von 30 Minuten
sind Sie nicht nur am Düsseldorfer Flughafen, sondern genauso schnell am
Kölner oder Dortmunder Airport; innerhalb von zwei Minuten bringt Sie
die Schwebebahn zum schon bald in neuem Glanz erstrahlenden Wuppertaler Hauptbahnhof. Und das Ganze zu der Preisstruktur, die unter der
Hälfte des Düsseldorfer Marktes liegt, da es ein Objekt mit 85 % Denkmalschutzanteil in der Abschreibung ist. Bei einer Investition von 3.000
Euro und maximaler Abschreibung liegt der Quadratmeterpreis somit
gerade einmal bei etwa 1.800 Euro.
BK: Wohlgemerkt mit einer hervorragenden Wohnqualität, die in hochpreisigen Metropolen wie Düsseldorf überhaupt nicht mehr zu bekommen ist!
Das Projekt wird sich in die gewachsene, sanft entwickelte urbane Struktur einordnen. Haben Sie keine Angst, dass es soziale Spannungen im
Viertel auslöst?
TK: Es gibt hier keine Unruhen. Das Schöne ist hier wirklich, die Bewohner geben sich gegenseitig Sprachunterricht, praktizieren soziale Durchlässigkeit. Der Sohn vom Arzt spielt hier mit dem Sohn vom Langzeitarbeitslosen auf dem gleichen Spielplatz und die Väter merken, dass die
Kinder die gleichen Sorgen und Nöte haben. Irgendwann sagt der Arzt
zum anderen: „Dein Sohn ist intelligent, mach es ihm es nicht zu einfach
und schick ihn nicht auf die Hauptschule. Ich verspreche Dir, ich schaue
über seine Mathehausaufgaben.“ Es gibt Kommunikationsorte wie den
Kiosk an der Ecke, wo diese sozial unterschiedlich situierten Menschen
aufeinander treffen, die Leute sich gegenseitig wahrnehmen und respektieren lernen.
BK: Wir haben in Wuppertal eine besondere Art der Gentrifizierung; sie
ist nicht negativ, sondern positiv geprägt. Wir denken in dieser Stadt nicht
in Fläche, eher in Berg- und Tal, aber selbst das nur begrenzt. Es gibt in
Wuppertal nicht so eine starke soziale Grenzziehung wie die Kö oder den
Rhein. Auch das Zooviertel, wo gerade Projekte gestartet werden, die
primär eine monetär stärkere Käufergruppe ansprechen, liegt letztlich
ganz nah am Arrenberg, übrigens auch das Briller-Viertel. Wir sind im
Tal alle so miteinander verbandelt, dass es gar keine Alternative zu einem
gemeinsamen Leben geben kann.
38
Wuppertal hat mit seinen über Jahrzehnte lang sinkenden Bevölkerungszahlen, der hohen Haushaltsverschuldung und nicht zuletzt auch
wegen des Korruptionsskandals um den ehemaligen OB Kremendahl
bundeweit aber auch kein blütenreines Vorzeigeimage. Steht das nicht
dem Erfolg des Projektes entgegen?
TK : Es stimmt schon, Menschen, die von außen kommen, begegnen Wuppertal erst einmal mit Distanz. Obwohl die 1929 gegründete Stadt einmal
die reichste Region ganz Deutschlands war, selbst nach den Zerstörungen
des 2.Weltkrieg war Wuppertal einer der Wirtschaftsmotoren des Landes.
Bis 1972 ist die Stadt gewachsen, bei 472.000 Einwohnern lag die demographische Höchstmarke. Leider hat Wuppertal den Strukturwandel danach
aber auch so was von verschlafen wie kaum eine andere Stadt in der Region!
Der Mittelstand verließ nach und nach die Stadt – die Talsohle war im
Jahre 2000 erreicht, als sie auf 360.000 Einwohner geschrumpft war und
der Korruptionsskandal öffentlich wurde.
BK: Aber man lernt aus seiner Vergangenheit: Wir haben eine sehr junge und dynamische Politik, auch übergreifend über die Fraktionen, die
versucht, ergebnisorientiert Wuppertal neu zu positionieren. Seit einigen
Jahren agiert auch wieder die Wirtschaftsförderung mit größeren Ansiedlungsprojekten, ohne irgendwelche illegalen Tricks und politischen Filz.
Zugleich begleitet das Wuppertal-Marketing die positive Neuausrichtung
der Stadt. Mit Erfolg: Seit zwei Jahren wächst die Stadt wieder – ein noch
moderates Wachstum von 350 Einwohnern, aber schon in diesem Jahr soll
eine vierstellige Zahl erreicht werden. Wuppertal scheint sich immer mehr
als Wohnstandort zwischen Düsseldorf, Köln und Essen zu etablieren!
Wichtig ist uns dabei, dass die Jugend wieder nach Wuppertal kommt. Es
müssen junge Leute kommen, die die Stadt neu beleben, das ist die Aufgabe.
TK: Auch die Bergische Universität, die nicht nur mit dem Klimainstitut
einen innovativen Wissenszweig hat, zieht mit der Stadt an einem Strang.
Die neue Leitung versucht wieder stärker in der Stadt wahrgenommen zu
werden. Erst kürzlich hat sie eine tolle Lichtinstallation installiert, sie haben
auch Ateliers bei uns angemietet, weil sie stärker präsent sein wollen. Seit
einigen Jahren entwickelt die Stadt gemeinsam mit Bildungsträgern innovative und neuartige Gründungsprogramme, etwa den deutschlandweit
renommierten und international bekannten berufsbegleitenden Master
im Immobilienbereich REM+CPM, aber auch Eliteförderprogramme für
Jugendliche jeglicher sozialer Schicht, wie z.B. das Programm der Junior
Universität. Diese Aktivitäten sind einzigartig in der Republik und sprechen
für eine zukunftsfähige Stadt.
Hört sich ganz danach an, als ob viele Kräfte in der Stadt in eine ähnliche
Richtung streben. Erfüllt Sie das mit einer besonderen Zufriedenheit
als Projekt- und - wie Sie sich ja selbst viel lieber bezeichnen – Produktentwickler vom Arrenberg?
BK: Wir finden den Begriff Produktentwickler tatsächlich besser, weil wir
als Entwickler sehr konkret an den Sachen arbeiten. Das ist dabei wie eine
Pflanze, die man erst mal ins richtige Licht stellen muss - und dann muss
man sie pflegen. Ein langer Streichelprozess und doch geht plötzlich die
Frucht auf - allein das mit zu erleben und dazu seinen Teil beitragen zu
dürfen, bereitet großen Spaß!
Ihnen beiden vielen Dank für das Gespräch.
Das Interview führte Paul Andreas.
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© Roland Borgmann, Münster
Architektur
Der Name ist Programm Fotos: Roland Borgmann, Stephan Geiger
Das Stadtpalais „Belvédère“ bietet einen grandiosen Ausblick auf den Rhein
Die Fassade ist hell gestrichen, während sich die
untere Etage und der Sockel farblich davon absetzen. Auch das Eingangsportal hebt sich dank
seiner Naturstein-Verkleidung wirkungsvoll von
der Fassade ab. Großzügig überdacht präsentiert
sich die Haustüranlage in hochglänzend lackiertem Holz mit einem markanten, verchromten
Türknauf und dem Schriftzug „Haus Belvédère“,
der oberhalb der Eingangstür in weiß-goldenen
Buchstaben angebracht ist. Der Vorgarten, mit
Rasen- und Kiesflächen, einer Kirschlorbeerhecke hinter der Einfriedung sowie einigen Solitärpflanzen versehen, wird durch ein klassisches
Metallgitter auf gemauertem und verputztem
40
© Roland Borgmann, Münster
In fußläufiger Nähe zur Altstadt und mit einer
urbanen Mischung aus großzügigen Grünanlagen und hochwertigen Wohnquartieren ist
Golzheim einer der attraktivsten Stadtteile der
Landeshauptstadt. Gleich gegenüber des Rheinparks mit seinen ausgedehnten Grünflächen ist
dieses Stadtpalais entstanden. Dabei stellt gerade
die Verwendung dieses Gebäudetypus mit seinen
tiefen, vor der Fassade liegenden Loggien den
Entwurfsgedanken dar.
Sockel mit Natursteinabdeckung vom Straßenraum abgeschirmt.
Betritt man das Stadtpalais, wird man von einem
Treppenhaus empfangen, das mit geschliffenem
Naturstein ausgelegt ist. Die Wandflächen sind
gespachtelt, geschliffen und seidenmatt gestri-
chen. Im Entrée sowie auf den Hauptpodesten
befindet sich jeweils eine Konsole aus Metall mit
einer Ablage aus Naturstein sowie einem Spiegel.
Die entstandenen Wohnungen besitzen eine
hohe Attraktivität, die sie vor allem der besonderen Qualität eines zentralen und gleichzeitig
geschützten Innenraums zu verdanken haben.
Im Inneren greifen die Wohnungen die traditionellen Elemente des herrschaftlichen Wohnens auf. Mehrere miteinander verbundene,
großzügig bemessene Räume werden durch
Elemente wie Loggien oder Terrassen ergänzt.
Diese Einbeziehung des Außenraums in den
© Stephan Geiger
Allen Wohneinheiten gemein ist die deutliche Trennung der repräsentativen Räume in
Richtung Straße und Rhein von den privaten
Schlaf- und Aufenthaltszimmern zum ruhigen
Innenhof.
© Stephan Geiger
© Roland Borgmann, Münster
© Stephan Geiger
© Roland Borgmann, Münster
Architektur
Wohngrundriss gibt den Wohnungen eine
großzügige und gleichzeitig intime Dimension. Die hochwertige Innenausstattung ist dem
Anspruch des Wohnkonzepts angemessen und
unterstreicht mit hellen Farbtönen die preziösen
Details der Objekte, Leuchten und Materialien.
www.pomona-ppp.de
www.rkw-as.de
41
Garten und Landschaft
Outdoor ist in Individuelle Gestaltung des Außenbereichs
Jeder Garten und jeder noch so kleine Balkon sollte vor allem eins sein: Eine Ruheoase
im Alltag, die den richtigen Rahmen für eine
Auszeit zwischendurch bietet. Das zumindest
findet Uwe Lohsträter, Inhaber von „Room In
+ Outdoor.“ Vor sechs Jahren eröffnet, befindet sich der Gartenmöbel-Einzelhandel seit vier
Jahren in Kaiserswerth und ist spezialisiert auf
exklusive Möbel für Garten, Terrasse und Spa.
So werden auf einer rund 300 m 2 großen Ausstellungsfläche bekannte Marken wie Dedon,
B&B Italia Outdoor, Tribù, Paola Lenti, Gandia
Blasco, Tuuci + Glatz und viele mehr angeboten.
Darüber hinaus umfasst das Leistungsangebot
des Unternehmens, das mit namhaften Innenund Gartenarchitekten zusammenarbeitet und
über eine überregionale Kundschaft verfügt,
auch eine kompetente Beratung, die Planung
und Gestaltung des Outdoorbereichs von Häusern und Villen, Gastronomie und Hotellerie
im In- und Ausland.
www.room-living.de
42
Fotos: room-living
43
Architektur
«Mit Kunst grillieren.»
dEsIGN
a N dR E as R EICH l I N
pat EN t I ERt
W W W. F E U E R R I NG.C H
44
oxen architekten © Stefan Schilling
Garten und Landschaft
Vielseitig einsetzbar Fotos: Andrea Dingeldein, Stefan Schilling
Grauwacke bietet besondere Ästhetik und hohe Funktionalität
Brigitte Röde – Planungsbüro Garten und Freiraum © Andrea Dingeldein
Natürliche Materialien schlagen eine Brücke
zwischen der vom Menschen gemachten Welt
und der Natur, zwischen Architektur und Umwelt. Als einer der traditionellsten Baustoffe
überhaupt bringt gerade der Naturstein Grauwacke diese Pole in eine besondere Balance und
Harmonie. Er ist ein zunehmend wichtiger
Impulsgeber einer kreativen Gestaltung, die sich
konsequent an den Kriterien der Nachhaltigkeit
ausrichtet. So wächst die Bedeutung von Natur­
stein in den Konzepten von Architekten und
Planern, sei es im Kontext klassischer oder moderner Material­interpretationen.
Unverfälscht und natürlich ist Naturstein ein
ideales Gestaltungsmittel, dessen nachhaltige
Qualität und Ökobilanz überzeugen. Dabei ist
Nachhaltigkeit jedoch primär ein Kriterium heimischer, regional gewonnener und verarbeiteter
Gesteine, die ohne aufwändige Produktions­
verfahren oder lange Transportketten zum An­
wender gelangen.
Seit beinahe einem Jahrhundert zählt Quirrenbach in der Region zu den führenden Anbietern
45
oxen architekten © Stefan Schilling
© Andrea Dingeldein
Garten und Landschaft
46
Brigitte Röde © Andrea Dingeldein
Quirrenbach-Grauwacke deckt sowohl im Interieur als auch in der Außenarchitektur und
im Garten- und Landschaftsbau ein breites
Produktspektrum ab. So lässt sie sich genauso wirkungsvoll im Kontext minimalistischmoderner Raumkonzepte inszenieren wie zum
Beispiel auch in historischen Bauten, Parks und
Außenan­lagen. Energieeffizient, nachhaltig und
ästhetisch besonders ausdrucksstark ist das Gestein für Mauerwerk, Boden- oder Treppengestal­
tungen bis hin zu Fassaden flexibel einsetzbar.
Dabei passt sich Grauwacke je nach Verarbeitung,
Format und Farbgebung jeder Stilrichtung an
und setzt trotzdem originäre Akzente. Als Boden,
Wand- oder Kaminverkleidung in Innenräumen,
als Küchenarbeitsplatte oder Duschtasse steht sie
für puristische Klarheit oder robuste Natürlichkeit. Gleichermaßen eröffnet sie im Außenbereich
nicht nur als Fassadenlösung, sondern auch in
Form von Bodenbelägen, Stadt- oder Objektmobiliar reizvolle Gestaltungsräume.
Brigitte Röde © Andrea Dingeldein
von Grauwacke. In vierter Generation versteht
sich das Unternehmen längst nicht mehr nur als
Betreiber eines Steinbruchs, sondern als innovativer Entwickler anspruchsvoller Naturstein­
lösungen für Interior Design, Architektur, Garten- und Landschaftsbau. Dabei liegt der besondere Reiz der Grauwacke in ihrer einzigartigen
Ästhetik und breiten Funktionalität.
In den vorliegenden Projekten sorgen zum Beispiel fugenlos verlegte Fassadenelemente im
Wechsel­spiel mit transparenten Glasflächen für
eine fili­grane Leichtigkeit. Was das Mauerwerk,
die Treppen und Bodenbeläge angeht, wurde hier
eine mediterrane Variation gewählt. Auch bei der
Gestaltung der Terrasse kam Grauwacke zum
Einsatz. In Form einer zeitgemäßen Natürlichkeit kommt hier die Harmonie mit der Umwelt
zum Ausdruck.
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Schmutz und Verwitterung geschützt. Erhältlich in vielfältigen Formaten bis 100 x 50 cm.
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Garten und Landschaft
Vorher
Grüne Oase hinterm Herrenhaus
Parkähnlicher Garten mit Ruhezonen
Obgleich der Privatgarten erst ein Jahr alt ist,
zeigt er sich doch sehr „erwachsen“ und wirkt
fast so, als sei er schon länger das Rückzugs­gebiet
der Herrenhausbesitzer. Der Grund hierfür liegt
vor allem in dem alten Pflanzen- und Baum­
bestand, der nach den Vorstellungen der Eigentümer erhalten und um neue Pflanzen erweitert
werden sollte. Insgesamt wünschten sich die
Gartenbesitzer eine große grüne Oase, die optisch zum Objekt passt, modern, aber trotzdem
naturverbunden und heimelig wirkt. Zudem
sollte die Terrasse einen Abstieg in den unteren
Gartenteil besitzen, über den man bequem auf
die Rasenfläche und in den weiteren Garten
gelangen kann.
Die Herausforderungen, die von den ”Gartenwerkern“ gemeistert werden mussten, lagen also
vor allem darin, die parkähnliche Struktur zu
erhalten und dennoch einen Garten zu schaffen,
der Gemütlichkeit ausstrahlt und mit Ruhe­
zonen zum Entspannen einlädt. Gelungen ist
dies insbesondere durch den Einsatz und der
gezielten Wiederverwendung heimischer Materialien. So besteht die Terrasse aus rheinischer
48
Fotos: Gartenwerk, privat
Garten und Landschaft
Basaltlava – ebenso wie der Eingangsbereich,
der zudem historisches Basaltpflaster vorweist.
Kontrastierend dazu wurde für die Natursteinmauer Ruhrsandstein verwendet. Die Bank, die
auf der Terrasse zum Ausruhen und Genießen
des Gartenambientes einlädt, ist ein Einzelstück,
ebenfalls aus Basaltlava gefertigt. Eine Pergola
aus Meranti-Leimbinder sorgt tagsüber auf der
Terrasse für leichten Schatten an sonnigen Ta-
gen, während eine gezielte Illumination den
Garten abends besonders wirkungsvoll in Szene setzt.
Die grüne Oase um das imposante Herrenhaus
wurde innerhalb von ca. 20 Wochen geplant
und umgesetzt. Seitdem wird die Anlage konsequent und kontinuierlich von Garten­werk
gepflegt. Dabei legten die ”Gartenwerker“ neben
der Gestaltung auch Wert darauf, dass der Garten später möglichst bequem in Schuss gehalten
werden kann. So ist neben einem automatischen
Bewässerungssystem auch ein Rasenroboter
regelmäßig im Einsatz.
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49
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zum Träumen
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© Fischer Möbel
Garten und Landschaft
Wohnzimmer goes outdoor
Das sind die Trends für Garten, Balkon und Terrasse © Fischer Möbel
Im Sommer sind Balkon, Garten und Terrasse die
beliebtesten Aufenthaltsorte im eigenen Zuhause.
Was in südlicheren Ländern längst zum Alltag
gehört, setzt sich immer mehr auch in unseren
Breitengraden durch – das Wohnen und Leben
im Freien. Grillabende mit Freunden, das entspannte Sonntagsfamilienfrühstück oder der
ruhige Nachmittag mit Buch finden 2013 einen
besonders schönen Rahmen: Die unbequemen
weißen Plastikmöbel der Vergangenheit werden
endgültig verdrängt, an ihrer Stelle ziehen gartentaugliche Wohnzimmermöbel und Accessoires
ein, die Grenzen zwischen drinnen und draußen
sind fließend. Gefragt sind Natürlichkeit und
Qualität, die Orientierung des Designs an der
Natur setzt sich auch im Sommer 2013 fort. Sofas
schaffen auf Balkonen und Terrassen trendige
Lounge-Atmosphäre, ergänzt wird das OutdoorWohnzimmer durch wetterfeste, robuste Tep­
piche und Gemälde, Regale für die Außenwände,
Accessoires in Knallfarben und filigrane Kleinmöbel im Retro-Look: Ein großes Comeback
feiert in diesem Sommer der Spaghetti Stuhl.
Angesagt sind Outdoormöbel in modernen For51
Der Trend bei Form und Aussehen geht weg von
durchgehenden, voluminösen Rückenlehnen und
52
© Glatz
men und edlen Materialien, gartentauglich und
bevorzugt im Retro-Style: Lässige Lounge-Sofas
laden zum entspannten Verweilen ein und betonen den fließenden Übergang zwischen drinnen und draußen, Garten, Balkon und Terrasse
avancieren zum trendigen Outdoor Wohnbereich
mit Clubfeeling. Die Modelle kommen unter
anderem im aufwändig von Hand gefertigten
Polyrattan-Geflecht daher, zum Teil in kubischen
Formen, tief, immer bequem und elegant. Im
Gegensatz zu Möbeln aus Natur-Rattan sind sie
witterungsunabhängig, Regen, starke Sonneneinstrahlung und Temperaturschwankungen
können den Sesseln und Sofas nichts anhaben.
Verschmutzungen lassen sich leicht mit einem
feuchten Tuch entfernen. Die Möbel nehmen
keine Feuchtigkeit auf, sind also auch nach einem kurzen Sommergewitter blitzschnell wieder
trocken und einsatzbereit. Damit fügen sie sich
perfekt ein in das mitteleuropäische Klima und
überstehen auch den Winter ganz problemlos im
Freien. Als dynamische Sitzlandschaften können
sie immer neu zusammen gestellt werden und
passen sich so jedem Bedürfnis an. Auch die
Bezüge der Modelle lassen sich optisch und haptisch kaum noch von typischen Interior-Stoffen
unterscheiden.
© Tribú
© Max Leonhard
Garten und
Architektur
Landschaft
Beinen hin zu mehr Lässigkeit und Luftigkeit.
Da darf auch ein vergessen geglaubter Klassiker nicht fehlen: Der Spaghetti Stuhl der 50er
und 60er Jahre, ein Symbol der Leichtigkeit
und guten Laune, feiert 2013 sein Comeback
und verbreitet sein typisches, leicht schwingendes Sitzgefühl auf Balkonen, Terrassen und in
Gärten. Dank neuer Materialien ist der Klassiker heute außerdem weitaus bequemer und
strapazierfähiger geworden. Und wer auch bei
Sommerregen gemütlich im Garten verweilen
© Tribú
© Auerhahn
Garten und Landschaft
© Tribú
möchte, dem bieten moderne Pavillons mit Dach
und Seitenwänden einen sicheren Unterschlupf.
Gemälde bereichern 2013 die Gestaltungsmöglichkeiten von Außenwänden und Räumen im
Outdoor- Bereich um eine neue Facette: Auf
Dralon Segel gemalt und dank einer speziellen
Silikonrezeptur sind sie absolut unempfindlich
gegenüber Witterungseinflüssen und können so
Kälte, Regen, UV-Strahlung und Hitze trotzen.
Schmutz auf der Oberfläche lässt sich problemlos abwaschen. Der Größe der Kunstwerke sind
keine Grenzen gesetzt.
Der Wohnzimmereffekt von Balkon und Terrasse lässt sich zusätzlich verstärken durch wetterfeste Teppiche. Sie werten jede Sitzgruppe im
Freien optisch auf, wirken temperaturregulierend – so können auch Kinderfüße an kälteren
Tagen barfuß bleiben – und sie sind leicht und
hygienisch zu reinigen. Teppiche für den Außenbereich gibt es in vielen Größen und Optiken.
Ob auf der Terrasse oder auf der Wiese, unter
dem Liegestuhl oder am Rande des Schwimmbeckens, der Teppich für draußen setzt auf jeden
Fall besondere Akzente.
Hersteller bieten für das perfekte Sommerwohnzimmer im Freien außerdem Indoor typische
Leuchten, Kissen und Kleinmöbel an. Und wer
53
Garten und
Architektur
Landschaft
Die Trendfarben 2013 sind weiß, beige und
braun, hinzu kommt blau, passend zum stetig
beliebten maritimen Look. Als Hingucker werden Akzente in Knallfarben gesetzt: von bunten
Kissen, über Accessoires wie Kerzen, Tischdecken, Übertöpfen oder Vasen und bis hin zum
Gartengrill, der inzwischen auch in den Farben
des Lieblingsfußballvereins zu haben ist. Wer
auf dem Balkon grillt, für den halten Hersteller
Geräte in Gas- und Holzkohleausführung bereit,
© Weber Grill
zusätzlich nicht auf die Lagerfeueratmosphäre
verzichten möchte, dem bieten verschiedene
Firmen innovative Outdoor-Feuerstellen an.
Ganz ohne Rauch, Ruß und Asche, aber dennoch authentisch und gemütlich für entspannte
Sommerabende auf der heimischen Terrasse –
die moderne Interpretation des klassischen Lagerfeuers. Basierend auf Bioethanol entstehen
dabei zudem keine schädlichen Emissionen.
Benötigt wird weder ein Rauchabzug, weder
Feuerholz noch ein Gas- oder Elektroanschluss,
die moderne Feuerstelle bietet ein hohes Maß
an Sicherheit. Auch hier kommen wetterfeste
Materialien zum Einsatz, so dass sie das ganze
Jahr über im Outdoor-Bereich wirken können.
Gerätes. In bunten Trendfarben avancieren sie
immer mehr zu Grill-Centern zur Zubereitung
moderner und vielseitiger Gerichte. Unter anderem mit integrierten Aufbewahrungsmodulen für
Lebensmittel, über Eiswürfel-Behältnisse bis hin
zum Popcorn-Maker. Für den besonderen Geschmack des Grillguts stehen Briketts aus Weinreben und Weinstöcken oder aus Zitronen- und
Orangenholz zur Verfügung.
Moderne trifft Natur, Naturstein trifft Designermöbel: Regentanks kommen in edler Steinoptik
daher, die Wege durch den Garten zur Terrasse
werden vorwiegend aus Natursteinen geschaffen. Dabei wird Materialien aus europäischen
Steinbrüchen der Vorzug gegeben vor Importen
aus Asien. Auch bei der Gartenbepflanzung sind
heimische Gewächse stark auf dem Vormarsch.
die sich mühelos und sicher an der Brüstung
montieren lassen.
Zudem entdecken auch immer mehr Frauen ihre
Leidenschaft fürs Grillen, so ändert sich nicht nur
der Look, sondern auch die Funktionalität des
Die schönsten Möbel für Garten und Terrasse
Tribù Natal-Alu-Sofa
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Garten und Landschaft
Wie das Haus so der Garten
Fotos: Jochen Rolfes
Reduziert und modern passt sich die Grüne Oase dem Gebäude an
Passend zur schlichten, reduzierten Architektur
des Hauses wünschte sich der Bauherr eine entsprechende Gestaltung seines Gartens und
beauftragte hierzu die Drillges Landschaftsgestalter, mit denen er seine weiteren Vorstellungen besprach. Dazu gehörte zum Beispiel auch,
dass das Schwimmbad den Mittelpunkt des
Gartens bilden und der Garten mit großen Heckenpflanzen und Holzzäunen eingefriedet
werden sollte. Zudem war ein kleiner privater
Raum in Form einer Terrasse gewünscht, den
die Tochter als Rückzugsmöglichkeit nutzen
kann.
Der Garten fasst das Haus ein und nimmt die
vorhandenen Sichtachsen auf. Dabei präsentiert
er sich entsprechend der Vorstellungen des Bauherrn sehr modern, reduziert und doch gemütlich. Zu diesem Effekt tragen großformatige
Betonsteinplatten in der Größe 1 x 1 Meter in
Sichtbetonoptik bei. Daran schließt sich die
Rasenfläche bündig an, die wie ein Teppich
eingebettet in den befestigten Flächen wirkt.
Zwei Meter hohe Eibenhecken dienen als immergrüner Sichtschutz, die streng und formal
55
Garten und Landschaft
geschnitten werden und so das Gesamtambiente unterstützen. Zudem wurde ein Holzzaun mit
Edelstahlpfosten angelegt, der ebenfalls zu dem
gewünschten Sichtschutz beiträgt.
Einen Kontrast zu der durchweg inszenierten
Geradlinigkeit schafft ein aufgelockertes Beet,
das am Pool mit großen Buxuskugeln, violetten
Allium und weißen Hortensien angelegt wurde.
Auch die ausreichende Pflege ist gewährleistet
– dank einer automatischen Beregnungsanlage,
die sowohl die Beet- als auch die Rasenfläche
regelmäßig bewässert. Für eine besondere Ge­
müt­lichkeit sorgt das Holzdeck am Pool sowie
der Steg aus Bangkirai, der sich durch den Garten zieht und einen warmen Kontrast zum Grün
des Rasens bietet.
Die insgesamt dreiwöchige Planungszeit der
Firma Drillges, in enger Zusammenarbeit mit
dem Büro Villino von Angela Frensch, und die
sie­ben­wöchige Umsetzungszeit schloss neben
den großen Gestaltungsmaßnahmen auch kleine, aber feine Details mit ein. Dies lässt sich zum
Beispiel an hochwertigen Fassadenrinnen aus
Edelstahl an den bodengleichen Türen und Fenstern erkennen. Insgesamt findet sich die gradlinige und architektonische Bauweise in den
großzügigen Terrassen-, Rasen- und Beetflächen
des Gartens wieder. Farblich angepasste Lounge
56
Möbel runden das gelungene Garten­ergebnis ab.
„Der Garten erhöht in jedem Fall unsere Lebens­
qualität. Und zwar nicht nur im Sommer, wenn
wir so viel Zeit wie möglich draußen verbringen,
sondern auch in den Wintermonaten. Denn
dann lässt sich unser Garten wunderbar von
Innen genießen,“ zeigt sich der Bauherr von
seinem neuen Garten rundum begeistert.
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Haustechnik
Metamorphose in die Moderne
Fotos: Solarlux
Glas-Faltwand mit maximaler Öffnung Am Rande des Ruhrgebiets ist eine Umwandlung
eines 60er Jahre Herrenhauses in die Moderne
mehr als gelungen. Verantwortlich für die geglückte Metamorphose des Privathauses ist die
architektonische Inszenierung des Außenraums:
Der vor der Fensterfront liegende Raum wurde
großflächig gestaltet, damit die Glas-Faltwand in
Ganzglasoptik ihre optische Wirkung ganz und
gar entfalten kann.
Das beauftragte Architekturbüro bewies bei Entwurf und Realisierung des Umbaus durch die
Kombination von Konzept, Produktauswahl und
einer strengen, von Geometrie geprägten Formensprache, dass die Umwandlung postmoderner
Gebäude und die Anforderungen an eine zeitgemäße Energieeffizienz durchaus realisierbar sind.
Gleichzeitig galt es, ein offenes Raumkonzept zu
realisieren, das alle Anforderungen an modernes
und flexibles Wohnen erfüllt. So entwickelte sich
die Idee einer offenen Erweiterung des Wohn- und
Essbereiches zum parkähnlichen Garten.
Die Wahl fiel auf zwei Glas-Faltwände des
Systems SL 82, die es heute ermöglichen, die
58
gleich mit zwei Designpreisen ausgezeichnet:
dem iF product design award und dem red dot
product design award. Durch die Transparenz
der SL 82 erhält das Gebäude eine spürbare
Leichtigkeit und edle Gesamtoptik.
Mit einer dreifachen Verglasung ausgestattet,
erzielt sie einen U-Wert von 1,2 und sorgt damit
für einen zeitgemäß hohen Wärmeschutz, der
die Anforderungen der neuesten Energieeinsparverordnung erfüllt. Besonders effektiven Schutz
gegen Wind und Regen bieten Dichtungen, die
nicht nur – wie bei den meisten Herstellern üblich – in zwei, sondern gleich in drei Ebenen
verlaufen.
gesamte Südfassade mit einer Breite von 10,36
Metern variabel und großzügig zu öffnen. Die
wärmegedämmte Verglasung vom Premiumanbieter Solarlux hat an der Außenseite eine flächenbündige Ganzglasoptik und erfüllt höchste
Ansprüche der Bauherren an Funktionalität und
Optik. Im Jahr 2010 wurde die Glas-Faltwand
Bei schönem Wetter gleiten die Elemente dank
der hochwertigen Edelstahl-Laufwagen und Führungsschienen spielend leicht zur Seite, das Flügelpaket parkt unauffällig an der Wand. Geöffnet
bilden Innen- und Außenraum so eine fließende
Einheit. Auf Wunsch können die Bodenschienen
barrierefrei in den Boden integriert werden, um
Stolperschwellen zu vermeiden.
www.solarlux.com
Garten und Landschaft
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Natürlich wie ein Bergsee
Die perfekte Symbiose von Pool und Teich
Was gibt es Schöneres, als den Blick über die
kristall­
k lare Wasserfläche eines Gebirgssees
schweifen zu lassen, während die Füße in seinem frischen Wassern kühlen? Die natürliche
Frische eines unberührten Berggewässers kann
man jetzt auch im eigenen Garten genießen. Ein
original BIOTOP LIVING-POOL bietet frisches
Badevergnügen zu Hause in natürlich reinem und
angenehm temperiertem Wasser.
Ein LIVING-POOL ist die perfekte Symbiose aus
einem biologischen Schwimmteich und einem
klassischen Swimmingpool. Im LIVING-POOL
übernimmt eine hochentwickelte, chlor- und chemiefreie Filtertechnik die Aufgabe, das Wasser
sauber und algenfrei zu halten. Anstelle der bei
Swimming-Teichen sonst notwendigen Regenerationszone mit den in ihr lebenden Pflanzen
und Tieren sorgt eine unterirdisch angeordnete
Filter­technik für die biologische Aufbereitung des
Wassers, das so immer klar und lebendig bleibt.
Das Team der Firma Terwiege steht dem Kunden
von A bis Z bei der Realisierung des persönlichen
Pool-Projektes zur Seite. Es berät ihn in einem
Fotos: www-living-pool.eu
die hochqualitative Ausführung durch die bestens
geschulten Mitarbeiter. Die Koordinierung aller
am Bau beteiligten Gewerke übernimmt dabei die
Firma Terwiege. Nach einer ausführlichen persönlichen Schulung wird dem Kunden zudem ein
Handbuch überreicht, in dem alle notwendigen
Hinweise für den Betrieb nochmal nachgelesen
werden können.
Natürlich ist das Team der Firma Terwiege auch
darüber hinaus für den Kunden der kompetente
Ansprechpartner für alle Fragen rund um den
Garten- und Landschaftsbau.
unverbindlichen Gespräch, sondiert Wünsche und
Vorstellungen und entwickelt ein erstes Konzept.
Die Firma Terwiege nimmt sich für diese Beratung
viel Zeit, um alle Daten für eine erste Planung und
einen Kostenvoranschlag zu sammeln.
Ein eigener Pool steigert nicht nur die Lebens­
qualität, sondern auch den Wert eines jeden
Grundstücks. Komfort und Erholung begeistern
dabei sowohl kleine als auch große Wasserratten.
Mit einem original BIOTOP LIVING-POOL wird
der Garten zum beliebtesten Urlaubsziel.
Nach einer kurzen Planungsphase erhält der Kunde einen von den eigenen Gartenplanern erstellten
Vorentwurf, zusammen mit einem Kostenvoranschlag. Im Anschluss an die Planungsphase folgt
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59
Lichttechnik und Innenarchitektur
Alles Nervensache
Fotos: Dirk Krüll, Düsseldorf
NCN-Neurochirugische Praxis Neuss im ehemaligen Gloria-Kino
Nachdem das Gloria-Kino im Zentrum von Neuss
1998 den Vorführbetrieb eingestellt hatte und
der Gebäudekomplex anschließend umfangreich
umstrukturiert wurde, öffnete im Spätherbst 2012
eine Praxis für Neurochirurgie mit ambulantem
Operationsbereich hier ihre Pforten.
sollte einerseits den gestalterischen, andererseits
den wirtschaftlichen Anforderungen gerecht
werden. Um dies zu erreichen, wurde für die
Verkehrsflächen, den vorderen Wartebereich,
die Funktionsräume sowie die Sanitärbereiche
eine höchst effiziente, äußerst langlebige LEDEinbauleuchte gewählt, die ein sehr lichtstarkes,
klares Licht erzeugt und durch Dimmung in ein
wärmeres Licht verändert werden kann. Die Behandlungsräume sowie die Arztzimmer werden
durch textile Leuchten sehr klar, lichtintensiv
und farbdiffenziert ausgeleuchtet.
Aufgrund überzeugender Eindrücke aus anderen
Arztpraxen des gleichen Planungsbüros beauftragte der Bauherr und Betreiber der Praxis,
Dr. med. Christian Wille, im Sommer 2011 das
Düsseldorfer Büro a3architekten mit der Aufgabe, für das komplexe Raumprogramm eine
geeignete Struktur zu finden. Dabei sollte die
eingeschränkt vorhandene natürliche Belichtung
besonders berücksichtigt werden.
Die Praxis, welche sich mit einer Fläche von ca.
400 m2 über das gesamte neue 2. Obergeschoss
erstreckt, ist in den zugänglichen Patientenbereich mit großzügigem und zentralem Empfang,
zwei Wartebereichen, fünf Behandlungszimmern
und den entsprechenden Nebenräumen sowie in
den separat abgeschlossenen OP-Bereich mit zwei
Eingriffsräumen für ambulante Opera­tionen,
60
Aufwachraum, Sterilisation und weiteren Ne­
ben­räumen gegliedert. Dabei sorgen sehr klar
angeordnete Räume, Verkehrsflächen und Öffnungen langfristig für funktionale Praxisabläufe
und eine gute Orientierung für den Patienten.
Die Lichtplanung für beide Praxis-Bereiche
Über der Empfangstheke befindet sich eine
Ocular Lichtstruktur, die sich in ihrer Form
exakt der Thekenform anpasst. Lichttechnisch
ist sie mit dimmbaren LED-Lichtköpfen ausgestattet, die zu den modernsten und wirtschaftlichsten Lichtlösungen gehören. Auf diese Weise entsteht ein blendfreies Licht auf der Theke
und dem Arbeitsbereich, welches ein angenehmes Arbeiten sowie eine ungestörte Kommunikation mit den Patienten ermöglicht.
www.a3architekten.eu
www.licht-im-raum.de
61
Innenausstattung
Wohlfühlen ist planbar Die faszinierende Wirkung der richtigen Farbe
Ebenso wie die Akustik oder die Statik ist Farbe
im Bereich der Architektur eine eigene Disziplin.
Doch meist ist sich der Bauherr dessen gar nicht
bewusst und macht sich über die Farbgebung
seines Eigenheims erst dann Gedanken, wenn
bereits alles andere steht. Dabei ist die Farbe das,
was uns täglich umgibt, sich auf unser Wohlbefinden auswirkt und uns unbewusst beeinflusst.
Denn Farbe vermittelt Botschaften und Signale,
löst Empfindungen und Assoziationen aus.
Die passende Farbe lässt ein Treppenhaus in neuem Glanz erstrahlen, unterstützt die Corporate
Identity eines Unternehmens oder gibt Räumen
einen repräsentativen Charakter. Farbe kann architektonische Mängel ausgleichen, Übergänge
schaffen, Räume abgrenzen oder verbinden. Sie
kann uns helfen, uns zu konzentrieren, zu regenerieren oder Ordnung zu halten. Farbe kann
inspirieren oder beruhigen. Sie kann die Kommunikation fördern oder einfach dafür sorgen,
dass die Familie wieder öfter zusammen am Küchentisch sitzt. Um ein individuelles, stimmiges
Farbkonzept erstellen zu können, müssen viele
Faktoren berücksichtigt werden. So spielen Ar62
Fotos: Katja Velmans
Innenausstattung
chitektur, Licht, Materialien, Nutzung der Räumlichkeiten und Verweildauer eine wichtige Rolle,
wobei zunächst jedoch immer erst der Mensch
und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen.
Und die können eben sehr unterschiedlich sein.
Eine gelungene Farbkonzeption unterstützt unser
Tun und Sein und ist ein wichtiger Bestandteil des
Gesamtkonzeptes. Die Konzeption der passenden
Farbe ist eine Dienstleistung unter Berücksichtigung von psychologischen, ästhetischen, ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten.
Um die gewünschte Wirkung zu erreichen, be-
darf es viel Feingefühl und Erfahrung. Das persönliche Gespräch, eine fundierte Analyse und
Bestandaufnahme des Objektes und seiner Nutzung sind die Basis eines verantwortungsvollen
Farbkonzeptes. Farbe nicht bewusst zu nutzen,
hieße, sich um ihre Aussagekraft zu prellen. Sie ist
das kosten- und wirkungseffizienteste Mittel bei
der Gestaltung von Räumen und sorgt vor allem
dafür, dass sich die Menschen in ihrer Umgebung
wohler fühlen.
www.pagels-farbkonzepte.de
63
Inneneinrichtung
Topqualität und Handwerkskunst
125 Jahre Auping
Fotos: Auping
Dieses Jahr feiert die Bettenmanufaktur aus den
Niederlanden sein 125-jähriges Bestehen. 1888
erhielt der Schmied Johannes Auping den Auftrag, ein gut belüftetes Bett für das Krankenhaus
von Deventer herzustellen. In seiner Schmiede
erfand und baute Auping das erste Bett mit offener
Unterfederung, dem sogenannten Spiralboden.
Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte die
unter anderem dazu führte, dass Auping 100 Jahre
nach Firmengründung, im Jahr 1988, das Prädikat „Königlich“ (Koninklijk) erhielt - als Zeichen
des Vertrauens, Respekts und der Würdigung der
Königin gegenüber dem Unternehmen.
Inwzischen ist Auping der größte selbstständige Bettenhersteller der Niederlande mit einem
weltweiten Netz an Filialen, Fachhändlern
und Ausstellungsräumen. Die Produktion der
hochwertigen Betten erfolgt auch heute noch in
Handarbeit im niederländischen Deventer, wo
gemeinsam mit Wissenschaftlern stetig an der
Weiterentwicklung der eingesetzten Materialien
und Technologien gearbeitet wird. Ein weiteres
Jubiläum feiert eines von Aupings erfolgreichsten
Produkten, das Modell „Auronde“, das bisher
64
über eine Million Mal verkauft wurde. Seit dem
Entwurf von Designer Frans de la Haye im Jahr
1973 wurde das Design nicht groß verändert, nur
die Auswahl an Farben und Accessoires sowie die
Technik wurden angepasst. Den 40. Geburtstag
feiert Auping mit einer limitierten Auflage im Leinen-Look und in fünf neuen Farben, die natürlich
auch im Auping Plaza Düsseldorf in unmittelbarer Nähe der Königsallee präsentiert werden. Auf
200 m2 Ausstellungs- und Verkaufsfläche wird
hier die komplette Kollektion an Bettgestellen,
Boxspringbetten, Matratzen, Schlaftextilien und
Accessoires gezeigt. Die Schlafzimmer in unterschiedlichsten Einrichtungsstilen sollen nicht nur
ein Einkaufserlebnis bieten, sondern liefern auch
Inspiration für das eigene Zuhause. Geniessen
Sie in entspannter Atmosphäre bei einer Tasse
Tee das stilvolle Ambiente des Auping Plaza und
lassen Sie sich von geschulten Mitarbeitern über
die funktionalen Vorteile der Boxspring- und
Gestellbetten beraten.
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technik ermöglicht ein automatisches, gedämpftes
Ein- und Ausschwenken der Einlegeplatte in Se­
kundenschnelle: mit nur einem Handgriff und in
einem Zug.
Der neue Auszugstisch flaye fasziniert durch seine sinnliche wie formal klare Ästhetik. Die sich verjüngende,
farblich kontrastierende Lederzarge kaschiert die integrierte Technik und lässt die Tischplatte zart erscheinen.
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Fotos: TEAM 7
Naturholzmöbel für Designliebhaber
Der österreichische Hersteller TEAM 7 schafft
es, durch die einzigartige Synthese von edlem
Naturholz, zeitgemäßem Design und innovativer Technik, den Anspruch an moderne Möbel
bis ins Detail zu erfüllen. Ein junges Kreativteam
entwickelt außergewöhnliche und zukunftsweisende Möbel, die in den vergangenen Jahren 25
Designpreise erhalten haben. Aber nicht nur das
ausgezeichnete Design macht die edlen Naturholzmöbel der feinen Manufaktur besonders.
Auch die Programmvielfalt bietet eine geradezu
unbegrenzte Gestaltungsfreiheit. So stehen vielfältige Planungssysteme zur Verfügung, die bis
hin zur Maßanfertigung für jede Raumsituation
die passende Lösung bereithalten.
Die Naturholzmöbel aus Österreich sind bereits
in 500 Verkaufsstellen weltweit und in 16 Markenstores in Großstädten wie Taipeh, Miami,
Wien oder München präsent. Der achte eigene
Store wurde im Januar im Düsseldorfer Stilwerk
eröffnet. Hier steht die persönliche Beratung
an erster Stelle. Innenarchitekten und qualifizierte Einrichtungsberater verfügen über eine
hohe Planungskompetenz und ausreichend
66
Das neue cubus pure Wohnprogramm fasziniert durch kubisch klare Formen und einen sinnlichen
Materialmix aus Holz und Farbglas. Zartes Farbglas fasst die Fronten wie ein Passepartout ein, hebt das
Naturholz auf eine Bühne und verleiht dem Möbel eine zeitgemäß klare Modernität.
Erfahrung, um die Kunden in allen Einrichtungsfragen zu beraten. Auf 640 m 2 Ausstellungsfläche zeigt TEAM 7 in der Messestadt
seine Möbel für alle Lebensbereiche: für die
Küche, den Wohn-Essraum, fürs Schlafzimmer
bis hin zu Möbeln fürs Kinder- und Jugendzimmer – neben den Bestsellern natürlich auch
aktuelle Neuheiten wie den bahnbrechenden
Auszugstisch flaye, der bereits in diesem Jahr
den renommierten interior innovation award
Inneneinrichtung
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TEAM 7 Chefdesigner Jacob Strobel erläutert die
neue Technik des preisgekrönten flaye Tisches auf der
TEAM 7 Store-Eröffnung im Düsseldorfer Stilwerk.
v.l.n.r.: Jacob Strobel (Chefdesigner TEAM 7), Christina Tinschert (Leitung Flagshipstore Düsseldorf),
Prinzessin Dr. Kirstin zu Hohenlohe-Oehringen, Kuratorin der Ausstellung „SOS-Edition weltweit“, Dr.
Georg Emprechtinger (geschäftsführender Eigentümer TEAM 7), Alexa Pannes (Einrichtungsberaterin
Flagshipstore Düsseldorf), Yvonne Mierzwiak (Einrichtungsberaterin Flagshipstore Düsseldorf), Mag.
Dietmar Hasenöhrl (Geschäftsführer Eigene TEAM 7 Stores).
2013 Winner erhielt und weit über ästhetische
Maßstäbe hinausgeht. Die vollkommen neue
„nonstop“ Synchron-Auszugstechnik ermöglicht
ein automatisches und gedämpftes Ein- und
Ausschwenken der integrierten Einlegeplatte
in Sekundenschnelle. Mit nur einem intuitiven
Handgriff und in einem Zug entfaltet sich die
Einlegeplatte – und der Tisch vergrößert sich
um vier zusätzliche Plätze.
Bestechend schön ist auch das neue Möbelprogramm cubus pure, dessen Anrichte ebenfalls
bereits preisgekrönt ist.
Hohe Materialqualität, großes handwerkliches
Können und zeitgemäßes Design, verbunden
mit einer Funktionalität, die sich im Alltag beweist – das sind die Wurzeln, aus denen die
österreichische Möbelmanufaktur zum europäischen Marktführer für ökologische Designmöbel erwachsen ist. Insgesamt 650 Mitarbeiter
sorgen mit Know-how und traditioneller Handwerkskunst für wohngesunde und langlebige
Naturholzmöbel. Zwei Drittel der Produktionsarbeiter sind Tischler, die mit ihrem über Generationen weitergegebenen Wissen für die
hochwertige Fertigungsqualität garantieren.
Darüber hinaus kontrolliert TEAM 7 beinahe
die gesamte Wertschöpfungskette vom Baum
bis zum Endprodukt. In dem Bewusstsein, dass
Kantig-kubische Formen, großzügige Flächen und eine klare Linienführung vereinen sich bei der linee
Küche mit der quer verlaufenden Holzmaserung zu einer außergewöhnlichen Eleganz.
die Natur kein Massenprodukt ist, werden die
Möbel bei TEAM 7 ausschließlich auftragsbezogen produziert. Einzigartig in der Branche
ist auch die Auswahl der verschiedenen Holzarten. Nach traditioneller Handwerkskunst
liebevoll verarbeitet und geschmackvoll sortiert,
geben sieben Holzarten – die ausschließlich aus
nachhaltiger Forstwirtschaft stammen – genügend Raum für individuelle Gestaltung.
TEAM 7 Deutschland GmbH
Flagshipstore Düsseldorf
Stilwerk
Grünstraße 15
40212 Düsseldorf
Telefon: 0211 862937-0
E-Mail: [email protected]
www.team7-duesseldorf.de
67
Sanitär
In Marmor baden Maßangefertigte Badezimmereinrichtung für eine historische Villa Der Eigentümer einer kernsanierten Villa in
Düssel­dorf, welche 1927 erbaut wurde, hatte
sich für die Gestaltung seines Badezimmers
etwas ganz besonderes ausgedacht. So sollten
der Waschtisch und die Badewanne exakt nach
seinen Vorstellungen aus Marmor maßangefertigt werden. Um den Wünschen des Eigentümers
gerecht zu werden, wurden zunächst anhand von
handgefertigten Arbeitsmodellen aus Modellbau-Kunststoff im Maßstab 1/10 die Form von
Waschbecken und Wanne entwickelt.
Nach der Selektion der Modelle und mehrfachen
Modifizierungen konnte die Form als 3D-CAD
Modell am Computer weiter präzisiert und zur
endgültigen Überprüfung der Daten und Proportionen an 1/1-Modellen aus Styropor ge­testet
werden. Gefräst wurde das Styropormodell bei
einer Firma in Padua, welche eng mit dem Natur­
steinproduzenten zusammenarbeitet. Die Objekte
sind so konzipiert, das diese aus einem massiven
Natursteinblock gearbeitet werden können. Das
benötigte Naturstein-Material wurde bei Besichtigungen in Steinbrüchen vor Ort ausgewählt.
Der ursprüngliche Gedanke, Carrara-Marmor
68
Fotos: Philipp van Noppen
zu verwenden, wurde verworfen und die Wahl
fiel letztendlich auf Göflaner Marmor der Sorte
„Oro“, welcher in einem Steinbruch bei Laas in
Südtirol gewonnen wird. Das Marmormassiv des
Laaser-Marmors erhebt sich an der Nordostflanke
der Ortlergruppe und befindet sich circa 40 km
westlich von Meran.
Göflaner Marmor ist ein chemisch fast reiner,
hochkristallin ausgebildeter Kalkstein aus 99%
Kalzit, der eine zuckerkörnige Struktur aufweist. Der bei diesem Projekt verwendete Rohblock stammt aus dem Weißwasserbruch, dem
auf 2.240 m ü.N.N höchstgelegenen Steinbruch
Europas. Der Abbau erfolgt zum Großteil unter­
Tage. Vor Zuschnitt der Einzelteile hatte der
verwendete Block ein Gewicht von 21,3 t und
war 2,5 x 2,1 x 1,45 m groß. Nachdem die Grob­
abmessungen mit einer Diamant-Seilsäge zugeschnitten wurden, konnte die Form über eine
5-Achsen CNC-Fräse herausgearbeitet werden.
Die abschließende Oberfläche wurde gesandstrahlt und anschließend von Hand gebürstet.
Auf diese Weise entstand eine seidenglänzende,
feinkörnige und weiche Oberfläche. Die fertig aus-
Sanitär
Göflaner Marmors harmoniert. Ebenso wie bei
der Marmorbadewanne und dem Waschbecken
ist die Oberfläche gebürstet und besitzt eine
leder­artige Anmutung.
gefräste Wanne hat ein Gewicht von 960 kg, das
Waschbecken ohne die angrenzende Ablage wiegt
460 kg. Um diese hohen, punktuell einwirkenden
Lasten aufzunehmen, musste für das Badezimmer
eine neue Betondecke eingezogen werden.
Bei der Wahl des passenden Bodenbelags empfahl
der Architekt Philipp van Noppen Kirchheimer
Muschelkalk, da der graubraune Farbton des
deutschen Muschelkalks auf besondere Weise
mit der goldfarbenen und grauen Aderung des
Das Waschbecken bildet mit seiner kieselsteinförmigen Erscheinung die optische Ergänzung
zur Badewanne. Beide Formen zeichnen sich
durch eine natürliche Rundung aus und präsentieren sich als organoide Körper. Das Waschbecken mit einer minimierten Stellfläche vollführt
hierbei einen Balanceakt, wobei die ausladene,
zur Wandfläche abgewinkelte Form in ihrer
Funktionalität der selbstverständlichen Nutzung entgegen kommt. Sich an die Wand anlehnend, wird die Kieselrundung durch einen
flachen Schnitt auf der Rückseite unterbrochen.
Auf diese Weise stößt Orthogonalität auf Organoid, während die Kultur die Natur durchdringt
und so eine optimale, auf Funktionalität zielende
Symbiose bildet.
www.van-noppen.com
69
Inneneinrichtung
Radius I Garderobe
Letterman III-Briefkasten
Innovatives Design wird belohnt
Preisregen bei Radius Design
Die innovativen Ideen und Designs von Radius
Design wurden gerade mehrfach prämiert. Vier
Produkte aus den Kollektionen von Radius Design wurden vom Rat für Formgebung mit einem
Award ausgezeichnet: die LED-Leuchte Absolut
Circle, das Radius One Regal sowie der Brief­kasten
Letterman III erhielten den Interior Innovation
Award. Die Radius I Garderobe erhielt sogar das
Label Interior Innovation Award Selection 2013.
Dieser Award gilt als einer der renommiertesten
Designpreise in der Einrichtungsbranche weltweit
und steht für innovative Spitzenleistung.
Die Leuchte Absolut Circle, die sich unter den
ausgezeichneten Produkten von Radius Design
befindet, ist die energieeffiziente Lösung für Räume, in denen Licht eine permanente Rolle spielt.
Besonders in Fluren oder Treppen­häusern spendet
die Absolut Circle LED-Leuchte ein indirektes,
angenehmes warm-weißes Licht. Die Wand- und
Deckenleuchte verbindet Design mit Energie­
effizienz und sorgt für ein ganz neues Licht­
erlebnis. Das Modell zeichnet sich durch einen
hohen Anspruch an Qualität, Verarbeitung und
Form aus. Das schlanke Design, aus gepulvertem
70
Stahl gefertigt und mit einem Lichtring versehen,
unterstreicht die schlichte Eleganz. Die Leuchte
Absolut Circle überzeugt auch durch seine an­
genehme Größe: Mit einem Durchmesser von
33 cm und einer Tiefe von 13 cm passt sich die
Leuchte jeder Raumsituation optimal an. In der
angebotenen Farbauswahl findet sich eine große
Vielfalt; Absolut Circle ist in den Farben Silber,
Orange, Grün, Weiß und Schwarz erhältlich.
Absolut Circle - Wand- und Deckenleuchte
Auch das mit einem Award ausgezeichnete Radius
One Regal ermöglicht eine ganz neue Perspektive
in der Raumgestaltung, da es grenzenlos und offen
in der individuellen Gestaltung ist. Die variablen
Flächen in unterschiedlichen Höhen und Tiefen
sorgen für besondere Akzentsetzung und Platzierung individueller Objekte. Zeitloses und puris­
tisches Design sorgt für einen vielseitigen Einsatz
und ist offen für alle Themengebiete. Daher lässt
es sich in vielen Räumen einzigartig integrieren
und ist zu jeder Zeit aufnahmebereit. Vertikal
oder horizontal, in beiden Richtungen lässt sich
das Radius One Regal einsetzen. Das Material
besteht aus Stahl und ist in den Farben Orange,
Grün, Silber, Weiß und Schwarz erhältlich.
Inneneinrichtung
schon eingetroffen ist. Die aufklappbare Front
ermöglicht eine ergonomische Entleerung. Individuell wird der Design-Briefkasten für seinen
jeweiligen Besitzer beschriftet und macht ihn
zu einem ganz persönlichen Unikat.
Radius One Regal
Ein völlig neues und innovatives Design bietet auch der Design Briefkasten Letterman III.
Durch seine Glasfront - in schwarz oder weiß
- mit Gehäuse aus Edelstahl scheint der Letter­
man III zu schweben. Die Kombination aus
Edelstahlkörper und Glasfront ergibt ein harmonisches Bild. Der Sichtspalt an der Front des
Briefkastens lässt einfach erkennen ob die Post
Eine besondere Auszeichnung erhielt die Radius I
Garderobe in der neuen Kategorie Selection im
Rahmen des Interior Innovation Awards 2013,
bei der das Produkt von Radius Design für seine besondere Designqualität geehrt wurde. Das
Topmodel unter den Garderoben: schlank und
feingliedrig, dabei belastbar, elegant und ästhetisch – so stellt sich die Radius I dar.
Die schmale
und freistehende Radius I Stand­garderobe bietet
viel Platz und schafft Stauraum. Bis zu 30 Jacken
und Mäntel können mit Kleiderbügeln an die
Standgarderobe gehängt oder einfach abgelegt
werden. Radius I ist maximal bis zu 80 kg belastbar und lässt sich einfach und schnell aufbauen.
Ideal als Hauptgarderobe oder auch als schnell
zu platzierende Gästegarderobe.
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Haustechnik
Neue Küchen-Lüftungstechnik
Bora Classic
Ein Newcomer wird zur echten Größe und zu
einer immer bekannteren Marke, diesem Ziel
rückt die Bora Lüftungstechnik wieder ein Stück
näher. Das Unternehmen zählt mit seinen patentierten Dunstabzugssystemen, ausschließlich
Downdraftsysteme, mittlerweile zu den Innovationsführern der Branche und wurde von einem
Nischenunternehmen zum Publikumsliebling.
Als Bora Professional 2007 auf den Markt kam,
war die Begeisterung beim Fachpublikum groß.
Die Nachfrage auch, allerdings hauptsächlich
bezogen auf den relativ kleinen Markt exklusiver
Marken und Küchenstudios. Mit Bora Classic
wurde das Bora-Prinzip für eine breitere Zielgruppe erschwinglich. Die Vorteile des Bora
Kochfeldabzugs – Kochen in frischer Luft, keine
störende Dunstabzugshaube für eine ganz neue
Freiheit in der Küchenplanung, eine extrem geringe Geräuschentwicklung und die hochwertige
Optik – genießen so immer mehr Menschen
und das Ende der Dunstabzugshaube ist noch
einen Schritt näher gerückt. Bei allem Lob an das
Design, steht bei Bora Classic die Funktion und
die damit verbundenen neuen Möglichkeiten
im Küchendesign im Fokus. Musste bisher um
72
die Dunstabzugshaube „herum“ geplant werden,
verspricht der patentierte Kochfeldabzug Bora
Classic mit seinem modernen schlichten Design
und als platzsparende Lösung, pure Gestaltungsfreiheit. Der Clou der Abzug liegt zwischen den
Kochflächen und lenkt den Dunst nach unten.
Mittels eines modernen Touchdisplays lässt sich
Bora Classic intuitiv und einfach bedienen. Der
Kochfeldabzug eröffnet auf intelligente Art ganz
neue Gestaltungsmöglichkeiten in der Küchen-
planung. Die edlen und hochwertigen Kochfeldabzüge können sowohl flächenbündig als auch in
Aufsatzmontage in alle Arbeitsplatten eingebaut
werden. Die Technik verschwindet im Unterschrank, ohne dabei Stauraum zu reduzieren.
www.boragmbh.com
Haustechnik
Komfort und Sicherheit in einem
Neuer Fingerscanner mit 3D-Touchless-Technologie Ein neuartiger Fingerscanner der Schweizer
Firma TBS verbindet komfortablen Zutritt
mit Hochsicherheit und das bei kinderleichter
Bedienung. Dabei machen die geringe Auflagefläche des Fingers und der berührungslose
Scan-Vorgang das System zugleich auch sehr
hygienisch.
Erstmals ist es dank der weltweit einzigartigen
3D-Touchless-Technologie möglich, Fingerabdrücke in forensicher Genauigkeit für Zutrittszwecke auszuwerten. Dadurch, dass der Scanner
mit drei optischen Sensoren ausgestattet ist,
werden nicht wie bei herkömmlichen Systemen
nur die Merkmale der Fingermitte ausgewertet,
sondern der gesamte Fingerabdruck von Nagel
zu Nagel. Auf diese Weise kann eine deutlich
größere Anzahl an Merkmalen gewonnen werden, was wiederum zu einer wesentlich präziseren Identifikation von Nutzern führt.
Dies macht das System vor allem auch für Hoch-
Fotos: TBS/Goelzner
lichen Oberflächen und Designvarianten ist das
System auch für private Anwendungen und zum
Schutz von hochwertigen Wohnobjekten sehr
gefragt. Vor allem, weil die Anbindung von
Alarmanlagen kein Problem darstellt.
sicherheitsanwendungen interessant und so zählen nicht nur Kunden aus dem Banken- und
Versicherungsbereich zu den zufriedenen Nutzern, sondern zum Beispiel auch das Schweizer
Militär, das auf dieses zukunftsweisende biometrische System setzt. Aufgrund der unterschied-
„Die einfache Bedienung, der sichere Zugang,
und das ansprechende Design qualifizieren dieses Produkt, um in unser Portfolio für Sicherheitstechnik aufgenommen zu werden“, so Torsten Knopf, Geschäftsführer der Gölzner GmbH.
Um das Potential des TBS 3D Fingerscanners
optimal zu nutzen, empfiehlt der Düsseldorfer Sicherheitsspezialist Gölzner den Einsatz
einer motorischen Mehrfachverriegelung. Soll
sich die Türe auch noch selbsttätig öffnen, kann
zusätzlich ein automatischer Drehflügelantrieb
integriert werden, um beispielsweise auch dem
barrierefreien Wohnen gerecht zu werden.
www.goelzner.de
73
Inneneinrichtung
Gut gebettet
Fotos: Miguel Gutierrez Prieto
Schlafkomfort mit Ambiente – Fennobed geht in die Berliner Allee 43
Ebenso wie das Schlafzimmer heute mehr als
nur der Ort ist, an dem wir schlafen, ist ein
Bett mehr als ein funktionales Möbelstück. Gewünscht wird ein ergonomisch gesunder und
betont wohltuen­der Schlaf in einem ästhetisch
abgestimmten, repräsentativen Ambiente.
Diesen Wunsch hat sich Fennobed zur Aufgabe gemacht. Mit der Symbiose aus Handwerk,
Design und stilvollem 5-Sterne-Schlafkomfort
werden im deutsch-finnischen Familienunternehmen Schlafmöbel nach traditionellen Maßstäben angefertigt. Dabei bietet Fennobed mit
über 25 Jahren Expertise im Polstermöbelbau
ein vielfältiges Angebot an Boxspringbetten
und Zubehör aus eigener Manu­faktur für die
besonders erholsame Nachtruhe.
Die Eigenmarke matri mit den einzelnen Kom­
fortbausteinen ermöglicht es, das Bett über drei
Ebenen auf die persönlichen Bedürfnisse abzustimmen. Das garantiert eine punktgenaue Abstimmung des Schlafkomforts, der auf die eigene Physiognomie und die individuellen Schlafgewohnheiten ausgerichtet ist.
74
Zudem bietet Fennobed visuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Ob Zubehör wie Kopfteil, Auflagen, Bettdecken und Kissen oder hochqualitative
Accessoires wie Tagesdecken, Bettwäsche und
Nachttische – dank der Fennobed Zubehörkollektion kann das Bettsystem immer wieder neu
und ganz nach eigenen Vorstellungen inszeniert
werden. Alle Bettelemente sind reine EU-Produkte und werden in der eigenen Manufaktur
mit hochwertigen, natürlichen und zertifizierten
Materialen handgefertigt, wobei auch hier auf
Nachhaltigkeit gesetzt wird.
Im Düsseldorfer Showroom auf der Berliner Allee 43 bieten die Schlafexperten von Fennobed
eine umfassende Beratung und die Möglichkeit,
alle Produkte in Ruhe auszuprobieren. Ein Besuch lohnt sich.
www.fennobed.de
In eigener Sache
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Inneneinrichtung
Erweiterbares Regalsystem
Diagonal von Uli Budde
Der Designer Uli Budde gestaltet in seinem
Berliner Bür, Möbel und Produkte, die neu und
überraschend sind, dem Betrachter aber trotzdem vertraut und nachvollziehbar erscheinen.
Sie beziehen sich auf Vertrautes und transformieren das Bekannte hin zu neuen Lösungsansätzen und dreidimensionalen Bildern. Seine
Entwürfe beeindrucken durch ihre intelligente
Einfachheit und zurückhaltende Anwesenheit.
Einfache formale Eingriffe führen zu funktionalen, ästhetischen und poetischen Resultaten.
Diese Eigenschaften finden sich auch bei dem
Regal Diagonal wieder, mit dem Budde ein erweiterbares Regalsystem geschaffen hat, welches
seine Stabilität aus den Regalböden selbst bezieht
– anstatt von einem extra Versteifungskreuz.
Das Regal besteht aus hölzernen Seitenteilen
und zwei unterschiedlichen Regalböden, die aus
aus gekantetem und pulverbeschichteten Metall­
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76
Inneneinrichtung
individuelles System entsteht. Die Seitenteile
von Diagonal bestehen aus unbehandelter Buche
und stellen einen interessanten Kontrast zu den
Regalbrettern aus Stahlblech dar. Das erweiterbare Regalsystem mit den diagonalen Flächen
wird auf Anfrage angefertigt.
blech gefertigt sind. Während der eine Boden
einfach und reduziert ist, zeichnet sich der
andere durch seine an drei Seiten abgekanteten
Dreiecksflächen aus. Diese sorgen für die nöti­
ge Versteifung in alle Richtungen, sodass kein
Extraelement zur Stabilisation nötig ist. Ein beziehungsweise zwei bei höheren Elementen
- komplexes Bodenelement würde ausreichen,
um ein Regal auszusteifen. Die abgekanteten
Seitenflächen dienen zudem als praktische
Buchstütze. Durch das spielerische und freie
kombinieren von einfachen und komplexen
Regalböden, kann ein starkes grafisches, funktionales Muster erzeugt werden. Die unterschiedlichen Kombinationen können beliebig
erweitert oder verkleinert werden, sodass ein
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Innenausstattung
Heizkörper für Individualisten
Fotos: Zehnder Group
Design-Heizkörper Metropolitan von Zehnder
Das reduzierte Design des Zehnder Heizkörper
Metropolitan nach der Maxime „weniger ist
mehr“ integriert sich optimal in jede moderne
Raumarchitektur. Auch in puncto Komfort und
Effizienz ist er durchdacht bis ins letzte Detail.
Verantwortlich für die Gestaltung des DesignHeizkörpers zeigt sich das renommierte Mailänder Design-Duo King und Miranda, die mit dem
Zehnder Metropolitan einen Heizkörper entwickelt haben, der auf Überflüssiges verzichtet und
Raum lässt für Individualität.
Der patentierte Design-Heizkörper punktet mit
seinem baulichen und technologischen Variantenreichtum, der es erlaubt, den Heizkörper in
unterschiedlichste Raumkonzepte zu integrieren.
Aufgrund seiner geradlinigen Schlichtheit wirkt
er im Gegensatz zum modularen Aufbau der
klassischen Gliederheizkörper ruhig und klar
– fast wie eine Objektskulptur. Durch seine neu-
artige Gestaltung, bestehend aus einem Rahmen
in Form eines dreieckigen Hohlprofils, in das
sich flache Stahlrohrelemente übergangslos einfügen, entsteht eine besonders große Oberfläche,
wodurch der Design-Heizkörper ein Höchstmaß
an Strahlungswärme abgibt und daher nicht nur
effizient, sondern auch angenehm wärmt. Der
einzigartige formale Aufbau strahlt dabei eine
sichtbare Leichtigkeit aus: Aufgrund des Dreiecksprofils bleibt die volle Tiefe der Rohre ver-
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Innenausstattung
borgen und verstärkt auf diese Weise das Oberflächenkonzept. Es entsteht optisch eine glatte
Oberfläche - dadurch wirkt der Design-Heizkörper minimalistisch und stimmig. Der klare
Aufbau und die durchgängige Struktur verlei-
hen dem Design-Heizkörper ein modernes,
zeitloses Aussehen. Ohne sich an vorübergehende Trends zu orientieren, steht der Zehnder
Metropolitan für die zeitlose Modernität urbaner Lebensstile und beeindruckt über seine
Funktion als Wärmequelle hinaus als außergewöhnliches Einrichtungs- und Gestaltungsobjekt.
www.runtal.ch
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79
Buchtipp
Počtamtskaja ulica, St. Petersburg, 2005 © Thomas Struth / courtesy Schirmer/Mosel
Bilder von den StraSSen der Welt
Thomas Struth: Unconscious Places
Die Schauplätze des großen Welttheaters sind die
Straßen. Thomas Struth (geb. 1954) enthüllt in
seinem Bildband erstmals seinen vielleicht bedeutendsten, in jedem Fall umfangreichsten und
ältesten Werkzyklus seiner Straßenfotografien.
„Eine Aura der Ruhe und Stille erfüllte diese
Fotografien, selbst jene, die im lärmenden Gewimmel New Yorks entstanden sind“ erinnert
sich Richard Sennett an seinen ersten Eindruck
von den Straßenbildern von Thomas Struth. Der
berühmte amerikanische Kultursoziologe hat für
den Struth-Band Unconscious Places den begleitenden Essay verfasst. Die Aufnahmen der „unbewussten Orte“ gehören zu einem Werkkomplex, den Thomas Struth bereits zu Studienzeiten
anlegte und seit vier Jahrzehnten weiterentwickelt. Die ersten Straßenaufnahmen entstanden
1976 in Düsseldorf, weitere Ansichten von urbanen Architekturen, Plätzen, Straßenzügen und
Gebäudekomplexen folgten in Köln, München,
London, Brüssel, Rom und Paris sowie auf Reisen
außerhalb Europas in Japan, China, Peru, Korea,
Shanghai und den USA. Das Buch Unconscious
Places zeigt mit 228 Fotografien von 53 Orten in
15 Ländern erstmals eine umfangreiche Auswahl
80
Fotos: © Thomas Struth / courtesy Schirmer/Mosel
Avenida Tiradentes, Sao Paulo, 2001, © Thomas Struth / courtesy Schirmer/Mosel
von dem visuellem Langzeitprojekt, das Struth
parallel zu seinen berühmten Serien der Famili-
enportraits, Museumsbilder und Naturparadiese
aufgenommen hat.
Buchtipp
vorgefundenen urbanen Strukturen als soziale
Räume des städtischen Lebens in den Fokus.
Der Künstler thematisiert mit visueller Intention
und Sensibilität für den öffentlichen Raum ein
globales Phänomen: Das abstrakte Gebilde von
Stadt – das vom Bewusstsein selten spezifisch
erfasst wird, jedoch in der ganzen Welt aufzufinden ist – wird von Struth zu einer ästhetisch
im Bild aufgerufenen Erscheinung. Mit großer
Präzision und einem künstlerischen Blick für
den Detailreichtum der vorgefundenen Wirklichkeit hat sich Thomas Struth einem poetischen
Realismus verschrieben, der den Betrachter in
seinen Bann zieht.
Thomas Struth
Dallas, Parking Lot, 2001 © Thomas Struth / courtesy Schirmer/Mosel
Wie der Titel bereits andeutet, interessiert sich
Thomas Struth nicht für die Prachtstraßen oder
berühmten Boulevards. Stattdessen richtet er
seine Kamera auf Orte, die von der bewussten,
alltäglichen Wahrnehmung größtenteils ausge-
blendet werden – Orte selbstverständlicher Gewohnheit. Menschen sind in seinen Fotografien
selten zu sehen. Die Abwesenheit von Personen
macht den Blick frei auf die Form und Dekoration der jeweiligen Architektur und rückt die
Unconscious Places
Mit einem Text von Richard Sennett, 264 Seiten,
228 Tafeln in Farbe und Duotone
ISBN 978-3-8296-0618-9
Englische Ausgabe
mit deutscher Textbeilage
€ 88.-, (A) € 90.50, CHF 125.-
www.raumausstattung-rick.de
81
Kunst und Kultur
Jan Paul Evers, Der Pfau, 2008
Privatsammlung Köln
David Heitz, Installationsansicht: »IN RELATION, (MOTIVE)«, ohne Titel (Motive 2011)
Galerie Max Mayer, Düsseldorf
EIN DRITTEL WEISS
Bild-/Textquelle: KIT - Kunst im Tunnel
Das zeitgenössische Interesse an Schwarz-Weiß
Die Beschäftigung mit dem bewussten Verzicht
auf Farbigkeit lässt sich in der Geschichte der
Kunst und Kunstphilosophie weit zurückverfolgen. Schon bei Aristoteles rangierte die klas­
sische Umrisszeichnung höher als „wenn jemand
blindlings Farben aufträgt, und seien sie noch
so schön“. Viele epochale Werke der bildenden
Kunst sind unbunt – man denke etwa an Whistlers Arrangement in Grey and Black No.1 (1871),
Picassos Guernica (1937) oder Rauschenbergs
White Paintings (1951).
Die Ausstellung Ein Drittel Weiß versammelt
acht künstlerische Positionen aus mehreren
Generationen, die in unterschiedlichen Genres
und Medien – Fotografie, Projektion, Skulptur,
Rauminstallation, Malerei – das weite Feld der
Grauwerte erkunden. Der Titel der Gruppenausstellung spielt auf ein Dessauer Bauhaus-Fest des
Jahres 1926 an, dessen farbliche Vorgabe Zwei
Drittel weiß, ein Drittel bunt lautete.
Aufgenommen wird insbesondere die aktuelle
Hinwendung junger Künstler zu Schwarz und
Weiß. Die ambitionierte Rückkehr zu alten
82
Schwarz-Weiß-Fotografie zu oder nutzen alte
Drucktechniken. Dies geschieht keineswegs in
einer romantischen Rückwende, sondern wird
mit dem Wissen um den aktuellen Stand der
Technik – und zum Teil auch mit deren Mitteln
– zeitgenössisch umgesetzt.
IMI Knoebel , Cut-up 14, 2011
© VG Bild-Kunst, Bonn 2013
Techniken und minimalistischen Ansätzen ist
als eine Reaktion auf die bildliche und technische Überfülle unserer Zeit zu sehen, in der
sich die Kunst durch Reduktion von der Bilder
produzierenden Masse absetzt. So wenden sich
Künstler seit kurzem verstärkt wieder analoger
Acht zeitgenössische Künstler, acht Positionen zu
Schwarz, Weiß und den Grauvariationen dazwischen: Imi Knoebel, dessen Arbeiten Cut-up 14
und Ort – Weiss Schwaz Weiss Weiss offenkundig
auf die Ikone ungegenständlicher Malerei, Malewitschs Schwarzes Quadrat auf weißem Grund
verweisen. Marsha Cottrell, die die „schwarze
Kunst“ der Typografie und Druckgrafik in das
digitale Zeitalter übersetzt. Sie verwendet zur
Herstellung ihrer Papierarbeiten gängige Computer, Layout-Programme und Laserdrucker,
verzichtet aber entgegen der digitalen Logik
darauf, die Ergebnisse ihrer Arbeit als Dateien
zu speichern. Die prinzipielle Reproduzierbarkeit des Digitalen schaltet sie damit bewusst
aus. Jan Paul Evers mit seinen SilbergelatineBildern, die einen vielschichtigen Entstehungsprozess durchlaufen haben, der durchaus mit
Kunst und Kultur
Andrey Klassen, Blech Ritter, 2012
Privatsammlung Berlin
Sowie Andrey Klassen mit seinen erzählerischen
Tuschezeichnungen und Thomas Struth mit den
Düsseldorfer Straßen­bildern, deren Grauwerte
der Unwirtlichkeit des deutschen Städtebaus der
Nachkriegszeit schlicht angemessen erscheinen.
Marsha Cottrell, Untitled 3, 2013
einem Handy­foto, einem Fernsehtestbild oder
einer Form von Rephotography beginnen kann.
Thomas Ruffs „Zeitungsfotos“, die dem Interesse
folgten, welche Informationen Bilder aus Tagesund Wochen­zeitungen noch vermitteln können,
wenn man Text und Bildunterschrift entfernt
und wie man Fotografien betrachtet, wenn die
auf ihnen dargestellten Dinge, Personen und
Ereignisse nicht wiedererkannt werden. David
Heitz, der mit seinen Installationen die Wirklichkeit vor der Kamera durch die Reduktion
auf die Grauwerte aus der alltäglichen Wahrnehmung heraushebt, abstrahiert und in ihrer
vielfältigen grafischen Struktur erfassbar macht.
Ausstellungsdauer: bis 20. Mai 2013
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Anlässlich ihres 60-jährigen Jubiläums haben die SOS-Kinderdörfer im
Jahr 2009 die SOS-Edition ins Leben gerufen, an der sich jährlich mindestens zwei Künstler beteiligen. Seitdem erscheinen jedes Jahr zwei neue
SOS-Editionen von international bekannten Künstlern zugunsten eines
SOS-Kinderdorfes in ihrem Herkunftsland. Die Künstler, die aus einem
der insgesamt 133 Länder stammen, in denen die SOS-Kinderdörfer weltweit aktiv sind, spenden den SOS-Kinderdörfern ihre Kunstwerke. Damit
kommt der komplette Erlös aus dem Verkauf der SOS-Editionen der Arbeit
der SOS-Kinderdörfer weltweit zugute. Mit dem Kauf eines Bildes aus der
SOS-Edition kann jeder dazu beitragen, dass Kinder in SOS-Kinderdörfern
auf der ganzen Welt ein liebevolles Zuhause finden.
SOS-Edition ist Teil der Ubuntu-Kulturinitiative der SOS-Kinderdörfer
weltweit. Der Name „Ubuntu“ kommt aus der Sprache der Zulu und bedeutet
Respekt, Verantwortung, Solidarität. Mit dieser Initiative soll eine kulturelle
Wertschätzung der Länder gefördert werden, die zu oft als Nehmer- oder
Schwellenländer wahrgenommen werden. Mit der SOS-Edition bietet sich
den Künstlern die Möglichkeit, ihr eigenes Herkunftsland direkt zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie unter www.sos-edition.de
Spendenkonto:
Konto: 22222 00000, GLS Gemeinschaftsbank, Bankleitzahl: 430 609 67
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84
Kolumne
Eigentumswohnungen
sind sexy…
von Dr. Georg Rotthege
Der Trend zu Eigentumswohnungen ist ungebrochen. Dies gilt besonders für Düsseldorf, wo Bauland
mit 515 €/m² das teuerste in ganz
NRW ist, was die hohe Attraktivität und wirtschaftliche Prosperität
unserer Stadt widerspiegelt. In den
zentralen Lagen von Düsseldorf ist
Grundeigentum praktisch nur in
Form von Wohnungen zu erhalten.
Die Aufteilung von Sonder- und
Gemeinschaftseigentum wird in
Dr. Georg Rotthege
der Teilungserklärung geregelt; sie
enthält auch die Gemeinschaftsordnung, die für alle Eigentümer verbindlich ist und Nutzungsbeschränkungen (z.B. Mittagsruhe) enthalten
kann. Das Wohnungseigentumsgesetz lässt Gestaltungsspielräume, so
dass es in jedem Falle ratsam ist, die Teilungserklärung vor dem Kauf
genauestens zu studieren. Dies gilt auch für die Protokolle von Eigentümerversammlungen, die Hinweise auf Baumängel oder Konfliktfelder
(z.B. Nachbarstreitigkeiten) enthalten können.
Ausstellungen in Essen und Düsseldorf –
individuelle Beratung und Planung.
Zum Sondereigentum des Erwerbers gehören die Räume der Wohnung
nebst Innenputz und Fußbodenbeläge. Tragende Wände, Fundament,
Dach und Hausflur zählen zum Gemeinschaftseigentum. Die Abgrenzung ist nicht standardisiert und mitunter, z.B. bei Dachterrassen oder
Installationen, schwierig. Auch hierauf muss der Erwerber achten.
Wohnungseigentümer müssen sich nicht um die Unterhaltung von
Grundstück und Gebäude kümmern; diese Arbeiten werden von dem
Hausverwalter organisiert. Ein Umstand, der älteren Eigentümern ebenso
gelegen kommt wie Kapitalanlegern. Institutionelle und private Investoren
können so am andauernden Wertzuwachs von Immobilien partizipieren.
Dieser Trend wird sich fortsetzen, Eigentumswohnungen sind eben sexy…
Dr. Georg Rotthege ist Rechtsanwalt und Partner der Sozietät ROTTHEGE
I WASSERMANN mit Büros in Düsseldorf und Essen
www.rotthege.de
Essen
Düsseldorf
Ruhrbruchshof 3
45276 Essen-Steele
T +49 (0)201 50 225-0
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Spangerstraße 38
40599 Düsseldorf
T +49 (0)211 74 04 153
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Ausstellung
Ausstellung
Täglich 10.00 – 18.00 Uhr
Samstag 10.00 – 14.00 Uhr
Täglich
www.parkett-strehl.de
www.parkett-strehl.de
9.30 – 13.00 Uhr
14.00 – 18.00 Uhr
Samstag 10.00 – 14.00 Uhr
85
Ausflugstipp
Frühlingserwachen im Keukenhof
Ein Park in Südholland verzaubert mit einem Farbenspektakel zwischen Natur und Kunst
Fotos: Keukenhof
Einen farbenfreudigeren Ausflug gibt es wohl
kaum - wer den Blumenpark Keukenhof, einige
Kilometer südwestlich von Amsterdam, im Frühjahr besucht, der „erntet“ jedes Jahr auf Neue den
überwältigenden Eindruck von über 7 Millionen
Tulpen, Narzissen und Hyazinthen, die sich über
zwei Monate lang in voller Blüte präsentieren.
Auf über 32 ha Gesamtfläche, inmitten eines
15 km langen Netzes von Spazierwegen, kann
dieses Blumenparadies entdeckt werden.
Wo sich der Keukenhof heute befindet, wurde
im 15. Jahrhundert gejagt. Auch Kräuter wurden für die Küche des Gutsherrn, Jakoba von
Bayern, angepflanzt, woraus sich der Name des
Anwesens ableitete. Der heutige Park gehörte
zum umfangreichen Landgut von Schloß Teylingen – mit großen, urwüchsigen Wäldern und
Dünen. Nach dem Tod von Jakoba von Bayern
kam er in die Hände reicher Kaufmannsfamilien. Baron und Baronin Van Pallandt baten
die Landschaftsarchitekten J.D. und L.P. Zocher, die auch den Amsterdamer Vondelpark
entwarfen, einen Plan für den Garten rund um
das Schloss zu erstellen. Dieser Entwurf im Stile
86
englischer Landschaftsgärten bildet noch immer
das Fundament des Keukenhofs. Auf Initiative
des ehemaligen Bürgermeisters von Lisse sowie
einiger führender Blumenzwiebelzüchter und
Exporteure wurde 1949 an dieser Stelle die erste
Blumenausstellung im Freien organisiert. Diese
entwickelte sich zu einer jährlich wiederkehrenden Veranstaltung, die Besucher aus der ganzen
Welt anzieht; seit 1950 insgesamt mehr als 50
Millionen. Mittlerweile sind es 86 Hoflieferanten, die das Schaufenster der niederländischen
Zierpflanzindustrie mit den besten Zwiebeln und
Ausflugstipp
Schnittblumen beliefern und den Keukenhof jedes Jahr zu dem Park machen, der er heute ist.
Seit einigen Jahren wählt der Keukenhof jedes
Jahr ein Themenland – 2013 steht das „Vereinigte
Königreich – Land der wunderschönen Gärten“
im Mittelpunkt. Auf farbenfrohe Weise wird
Großbritannien als eines der wichtigsten Exportpartner für Blumenzwiebeln präsentiert. Das
Blumenmosaik „Big Ben“ und „Tower Bridge“
hat eine Größe von 13 x 22 Metern; es wurde
aus über 60.000 Zwiebelpflanzen komponiert.
Die Ausstellung „My Great Garden“ im Juliana
Pavillon entstand in Kooperation mit der Royal
Horticultural Society; sie präsentiert Aspekte
der englischen Gärten und des englischen Landschaftstils u.a. in Multimedia-Installationen.
Wie in jedem Jahr gibt es eine Reihe weiterer
Veranstaltungen, die den Besuch im Keukenhof
zu einem Erlebnis werden lassen: Ob die über
30 Blumenshows, die Keukenhof Kunsttage, die
größte Lilienshow der Welt oder ein Ausflug mit
den Flüsterbooten oder dem Fahrrad durch das
Gartenreich – Erholungs- und Inspirationsmöglichkeiten gibt es im Keukenhof für Jung und Alt
beinahe so viel wie Frühblüher im Park.
www.keukenhof.nl
87
Als zusätzlichen Service bieten wir
Ihnen in jeder Ausgabe unseres
CUBE Magazins auch eine Gewerkeliste von ausgewählten Objekten.
Von Architekten über Sanitär- bis
hin zu Heizungsfirmen finden Sie
hier schnell und bequem Unternehmen, die am Bau der jeweils vorgestellten Gebäude beteiligt waren.
Seite 4
Architekten: Doering Architekten
www.doering-architekten.de
Landschaftsarchitekt:
Burkhard Damm, Kempen
Schreiner: Schappert & Stroinski
www.tischlerei-schappert.de
Küche: Paxmann
www.paxmann.de
Elektro und Licht:
Thoma Elektroanlagen
www. thoma-elektroanlagen.de
Parkett:
Hohlbergparkett
www.holberg-parkett.de
Elsa Haustechnik
Fenster:
Wiko Metallbautechnik
www.wiko-metallbau.de
© Ulrich Wozniak
© Marcus Schwier
Am Projekt
beteiligte
Gewerke
© Michael Reisch
Gewerkeliste
Seite 19
Architekten: Hecker Architekten
www.hecker-architekten.de
Roh- / Trockenbau und
Malerarbeiten: Lucian Thum
www.lucian-thum.de
Dielen: Parkett Dietrich
www.parkett-dietrich.de
Schreiner (Bibliothek):
Sägewerk Averbeck
www.averbeck.net
Schreiner Türen: holzintern
www.holzintern.com
Sanitärausstattung:
Niedergesäss
www.niedergesaesshaustechnik.de
Seite 22
Architekten: Engelshove
www.engelshove.de
Klinkerhersteller
Hagemeister Klinker
www.hagemeister.de
Heizung: Klinge, Rheine
Elektro: Hopster u. Lamber
www.hopster-lambers.de
Dachdecker: Schophuis
www.schophuis-dach.de
Bauunternehmer u. Außen­
anlagen: Engelshove Bau
www.engelshove.de
Fenster/Verschattung:
Fenster Brinker
www.fenster-brinker.de
Natursteinböden:
Naturstein Zecca
www.zecca-naturstein.de
Fliesenverlegung:
Fa. Lopes, Rheine
Putzarbeiten: Perez Putz
www.perez-putz.de
Estricharbeiten: H. Gewing
www.gewing.de
CUBE – jetzt auch im Abo
Ab sofort bieten wir Ihnen
CUBE auch im Abonnement an.
Viermal pro Jahr senden
wir Ihnen das Magazin bequem
per Post nach Hause.
So können Sie sicher stellen, dass
jede Ausgabe von CUBE Sie
unmittelbar nach Erscheinen und
ohne eigenen Aufwand erreicht.
Hier können Sie sich informieren:
www.cube-magazin.de/abo
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News
Aktuelles in Düsseldorf
Stadtentwicklung
Farbenfroh und High-Tech –
DAS FASSADENGRÜN FÜR DEN
KÖ-BOGEN
Was wäre der Kö-Bogen ohne seine Cuts? Die
fünf grünen Fassadeneinschnitte an der nördlichen Park- und der westlichen Kö-Seite verleihen
dem Komplex das ikonische Etwas. Lange erwartet, wurde jetzt endlich das Konzept bekannt
gegeben: Die architektonische Grundlage für die
Begrünung bilden die schräg verlaufenden, dem
Tragwerk integrierten Balkenstrukturen, die zum
Teil bis unter die Dachtraufe verlaufen. In sie hineingestellt und verankert werden Pflanz­tröge mit
heimischen, natürlichen Bepflanzungen. Gräser,
Farne, Stauden, Sträucher, Bäume setzten das
ganze Jahr über unterschiedliche Akzente. Farbenfrohe Blüten von Frühjahr bis Sommer und
wunderschöne, warme Herbstfärbungen zieren
die kompositorische Fassadenstruktur des KöBogens und repräsentieren vegetabil einen Gegensatz zur linearen Außenhaut. Darüber hinaus
sind die Cuts auch technisch effektiv durchdacht:
Automatische Bewässerung, Düngung und Beheizung sowie pflanzenwachstumsfördernde
Beleuchtung schaffen die Grundvoraussetzung
für die begrünten Flächen. Ideale Standortbedingungen werden durch die verschiedenen Substrathöhen in 30 cm, 50 cm und 100 cm erreicht.
Dazu kommen unterirdische Verankerungen und
ein Erosions- und Sogschutz. Die Pflanzplanung
und-beratung für die grünen Fassadeneinschnitte
haben die Düsseldorfer Landschaftsarchitekten
Fürst Architects übernommen. In enger Kooperation mit dem Studio Libeskind gestalten sie
auch die begrünten Dachgärten des Kö-Bogens.
www.koebogen.info
www.fuerst-architects.com
Auszeichnung
GERRY WEBER WILL UNTERNEHMERSTADT ERWEITERN – MODE
UND WOHNEN IN HALLE 29+
Die Gerry Weber International AG plant, den
Showroom-Komplex Halle 29 in der Derendorfer Unternehmerstadt durch einen neuen vierstöckigen Gebäudekomplex zu erweitern. Die
sogenannte „Halle 29 +“ soll auf einem Teil des
ehemaligen Geländes der Justizvollzugsanstalt
„Ulmer Höh“ entstehen und unmittelbar rückwärtig an die bestehende, 220 m lange Halle 29
angebaut werden. Erste Anfragen von Modeunternehmen für die Anmietung von ShowroomFlächen liegen bei Gerry Weber bereits vor - eine
Erweiterung der angrenzenden Fläche der JVA
- ohne den vorgeschriebenen Mindestabstand zu
Nachbargebäuden einhalten zu müssen - liegt da
nahe. Die Planungen von Spannhoff Architekten
aus Melle, die bereits die Halle 29 wie auch die
im letzten Jahr eröffnete Halle 30 entworfen haben, sehen eine vielseitige Nutzung des 15.000 m2
großen Neubaukomplexes vor: Aus Richtung der
Ulmenstrasse gesehen sollen im vorderen Teil des
Objektes Showrooms und Ausstellungsflächen für
Modeunternehmen entstehen. Im zweiten Gebäudeteil ist ein Hotel mit 100 Zimmern geplant. Der
Hotelkomplex sieht im ersten Obergeschoss eine
rund 1.800 m2 große Fläche für Kongresse und
Events vor. Das Gebäude soll nicht nur gewerblich
genutzt werden: Im vierten Stock sind attraktive
Penthouse-Wohnungen geplant. Da im gesamten
Areal auch für die umliegenden Unternehmen
und Showroom-Betreiber Parkplätze fehlen, soll
eine zwei- bis dreigeschossige Tiefgarage mit rund
600 – 900 Stellplätzen das Gebäude komplettieren. Eine Kaufvoranfrage an den Eigentümer des
Areals, den BLB (Bundesliegenschaftsbetrieb)
NRW, ist gestellt - wird sie positiv entschieden,
könnte bereits im nächsten Jahr mit dem Bau
begonnen werden. Im September letzten Jahres
hatte der städtebauliche Entwurf des niederländischen Büros BDP Khandekar &Grontmij den
Wettbewerb für die Bebauung der „Ulmer Höh“
gewonnen.
www.gerryweber.de
www.unternehmerstadt.de
www.ulmer-hoeh.de
© Michael Godehardt
© cadman / die developer
Architektur
Versilbert - das doubleU in der Unternehmerstadt
UNTERNEHMERSTADT - SILBERNER GLANZ FÜRS DOUBLEU
Das Bürogebäude doubleU in der Unternehmerstadt von LH-Architekten ist im Dezember 2012
von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges
Bauen (DGNB) mit der Auszeichnung „Silber“
zertifiziert worden. Das doubleU ist nach dem
Lighthouse bereits die zweite Projektentwicklung
der Rheinmetall Immobilien GmbH und der die
developer Projektentwicklung GmbH, welche
diesen Nachhaltigkeitsbeweis erhielt. Die dritte
gemeinsame Projektentwicklung, die casa altra, wurde Ende letzten Jahres fertiggestellt und
komplett bezogen - es ist angestrebt, dass dieses
Projekt die Silberkette in der Unternehmerstadt
noch in diesem Jahr komplettiert.
Die DGNB zertifiziert Gebäude nach Kriterien wie Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle
und funktionale Qualität als auch in Bezug auf
Energieeffizienz und Technik. Die Begleitung erfolgt im Gesamtablauf des Projektes mit Beginn
der Planung, während der Ausführung bis zur
Fertigstellung und Nutzung. Neben dem Beweis
der Nachhaltigkeit wird hierdurch auch eine vergleichbare Einstufung von Gebäuden geschaffen.
CUBE hat das doubleU bereits im Rahmen seiner
Serie zur Unternehmerstadt vorgestellt, in dieser
Ausgabe finden Sie einen ausführlichen Bericht
zur casa altra.
www.unternehmerstadt.com
89
Impressum
CUBE 01|13
Das Düsseldorfer Magazin für Architektur,
modernes Wohnen und Lebensart
Chefredaktion
Gerrit Menke (verantwortlich)
Folker Willenberg (verantwortlich)
Briedestraße 1-9, 40599 Düsseldorf, Telefon 0211-650264-0
Verlag
b1 communication GmbH
Briedestraße 1-9, 40599 Düsseldorf
Telefon 0211-650264-0, [email protected]
Sitz und Registergericht: Düsseldorf, HRB 64429
Geschäftsführung
Gerrit Menke, Folker Willenberg
Redaktion
Paul Andreas, Dunja Hennes, Katja Kümmel
Folker Willenberg, Gerrit Menke,
Kunst und Kultur: Heiko Cramer
Gesamtanzeigenleitung
Gerrit Menke
Briedestraße 1-9, 40599 Düsseldorf
Telefon 0211-650264-12, [email protected]
Vertrieb
b1 communication GmbH
Briedestraße 1-9, 40599 Düsseldorf
Telefon 0211-650264-0
[email protected]
Art Director
Folker Willenberg
Gestaltung
Vera von Laufenberg
Druck
hofmann druck, Nürnberg
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Urheber- und Verlagsrecht
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Mit Annahme des Manuskripts gehen das Recht zur Veröffentlichung
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dass solche Namen ohne weiteres von jedermann benutzt werden dürfen.
Oft handelt es sich um gesetzlich geschützte eingetragene Warenzeichen,
auch wenn sie nicht als solche gekennzeichnet sind.
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CUBE Köln Bonn, CUBE Frankfurt / Rhein-Main und
CUBE München
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Klaus-Bungert-Straße 2
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Tel.: +49 (0) 2 11 / 52 60 - 9 11
Fax: +49 (0) 2 11 / 52 60 - 9 99
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Kraftstoffverbrauch (in l/100 km): innerorts 12,2–11,2 · außerorts 6,9–6,2 · kombiniert 8,8–8,0; CO2-Emissionen: 206–188 g/km
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