Christen für die Wahrheit

Werbung
Nr. 4 / 2002
Christen für die Wahrheit
Christians for Truth
Deutschland: Osterlängstr. 47, 73527 Schwäbisch Gmünd, Telefon: 07171 - 700430, Telefax: 07171 - 700431
International: Private Bag 250, Kranskop 3268, RSA, Telefon: 0027 - 3248 - 15512, Telefax: 15507
„JA“ zu christlichen Schulen
Schulpolitik war schon immer Gegenstand kontroverser Debatten.
Bundeskanzler Gerhard Schröder hat
sich trotz angespannter Haushaltslage
einem Projekt gewidmet, das höchste
Priorität genießt: die Einführung der
Ganztagsschule. Nach dem schlechten Abschneiden Deutschlands im
PISA Studienvergleich werden of-
fensichtlich keine Anstrengungen
gescheut, das nationale Schulniveau
aus der Mittelmäßigkeit herauszuführen. Ein Anliegen, das unsere volle
Unterstützung verdient, doch die
Frage nach dem „Wie“ darf sich
nicht in oberflächlichen Antworten
erschöpfen. Die neue Familienministerin, Renate Schmidt, (SPD), regte
unlängst in einem Interview die Einführung eines neuen Schulfaches an,
das Fach „Familienkunde“. Ihrer
Einschätzung nach sei es zu wenig,
sich nur auf Sexualaufklärung zu
beschränken. Kinder sollten lernen,
was Familie und Partnerschaft beinhalten. Langfristig, so Schmidt, ließen sich womöglich dadurch auch
die Scheidungsraten senken. Hieran
wird deutlich, welche Erwartungen
von Seiten der Politik an die Schule
geknüpft werden. Schule soll immer
mehr auch einem Erziehungsauftrag
gerecht werden. Diese Erwartungshaltung ist gleichzeitig das Eingeständnis, dass die Familie mittlerweile
in der Wertevermittlung überfordert
ist. Doch, weder Ganztagsschule,
noch „Familienkunde“ treffen den
Kern des Problems. Zu befürchten ist
politisch inszenierter Verwaltungsund Reorganisationsbedarf, der er-
gebnislos verpufft.
Werte vermitteln kann nur der, der
sich Werten gegenüber verpflichtet
weiß. Gerade hier greift das Konzept
der christlichen Bekenntnisschulen.
Eltern, denen die Schulbildung ihrer
Kinder am Herzen liegt, sehen hier
bereits wesentliche Elemente umgesetzt, um die in der politischen Diskussion gerungen wird. Deshalb
sollten Sie sich unbedingt intensiv
mit der Frage auseinandersetzen,
wem sie ihre Kinder anvertrauen. Ich
möchte an dieser Stelle auf 3 Kriterien hinweisen.
1. Schüler - Schulzeit ist zweifellos
eine prägende Zeit. Die ersten Eindrücke, die Ihr Kind außerhalb des
Elternhauses macht, wirken sich
nachhaltig auf die Persönlichkeitsstruktur aus. Entwicklung und Förderung der Schülerinteressen können
hier auf der Grundlage christlicher
Werte Entfaltung finden. Diese Orientierungshilfe ist auch in der Pubertät und in der sozialen Entwicklung
der Schüler von Vorteil.
2. Lehrkräfte – Lehrkräfte christlicher Schulen erkennen ihren Beruf
als Berufung. Über die fachliche
Qualifikation hinaus, sehen sie sich
der Umsetzung christlicher Werte im
Schulalltag verpflichtet. Das erschöpft sich nicht nur in einer Schulandacht oder einem Gebet, sondern
prägt deren Arbeitsauffassung und
den Umgang mit den Schülern. Idealerweise führt diese Haltung in eine
Zusammenarbeit mit den Schülern,
die zu nachweislich besseren Lernergebnissen führt.
3. Zukunft – Studien- oder Berufswahl folgen dem erfolgreich absolvierten Schulabschluß. Die Interessen
zu dieser einschneidenden Entscheidung werden in der Schulzeit geweckt. Wo dies in einer christlichen
Schule geschieht, sind die Schüler
auch über die Tragweite ihrer Entscheidung vor Gott sensibilisiert.
Inwieweit Politiker das Modell der
christlichen Bekenntnisschule zukünftig fördern, bleibt abzuwarten.
Doch Eltern können jetzt schon mit
einem eindeutigen „Ja“ zur christlichen Schule Akzente setzen. Denn
die christliche Schule wird nur dann
eine Zukunft haben, wenn sie von
Eltern unterstützt und von Schülern
besucht wird.
Jannine Eichhofer, Schulleiterin der
Freien evangelischen Schule Lindach. Dort werden momentan 85
Schüler in der Grund- und Realschule
unterrichtet.
Internetadresse:
www.fes-lindach.de
Seite 2
Halloween
Am 26. Oktober fand in Zürich eine
der grössten Halloween-Partys von
Europa statt. Eine Gruppe von cftMitgliedern stand zusammen mit
anderen Christen vor dem Eingang
und klärte die in grossen Scharen
herbeiströmenden, meist jugendlichen Besucher, über die Ursprünge
und Auswirkungen von Halloween
auf.
Nachfolgend berichten zwei cftMitglieder von ihren Erlebnissen:
Heute soll hier eine der weltgrößten
Halloween-Partys stattfinden.
„Meine Mutter? Meine Mutter ist der
Ansicht, dass ich mein Leben in
vollen Zügen genießen soll.“
Ich sage ihm, dass es ein besseres
und sinnerfülltes Leben mit Jesus
gibt.
Was für Eindrücke und Empfindungen sind mir nach diesem Abend
geblieben? Ich habe mich gefragt,
warum die Gruppe junger Menschen
so abweisend gegenüber unserer
christlichen Aktion reagiert hat. Warum diese Abneigung? Wo ist Raum
für Jesus in unserer Gesellschaft?
Ausgerüstet mit Handzetteln zum
Thema „Was ist Halloween?“ gehe
ich auf zwei Jungens zu.
„Wer seid ihr denn?“, fragen sie
mich. „Wir sind eine Gruppe junger
Menschen, die christliche Lieder
singen und Informationsbroschüren
über Halloween austeilen.
Möchtet ihr nicht ein Infoblatt?“
Mit einer ablehnenden Haltung nehmen sie skeptisch das Infoblatt.
Vier junge Männer sind gerade im
Begriff in die Stadthalle reinzugehen,
als ich sie frage: „Wollt ihr da rein?“
- „Ja, natürlich“, lautet die Antwort.
„Wisst ihr überhaupt, was Halloween
bedeutet?“
Einer berichtet mir dann exakt vom
Ursprung des Halloween.
„Und trotzdem gehst du hin?“, frage
ich.
„Logisch, ich finde es nicht schlimm
und schließlich muss ich meinen
Frust irgendwo loswerden. Außerdem möchte ich mein Leben ausleben.“
Ich versuche mit meinen Gegenübern
ein Gespräch anzufangen – erfolglos.
Doch schließlich habe ich doch
Glück. Auf die Frage der Beweggründe für solches Auftreten und der
Teilnahme an Halloween bekomme
ich folgende Antwort:
„Das sind meine persönlichen Probleme.“
„Weshalb Probleme?“, frage ich.
Ohne Umschweife eröffnet er mir,
dass seine Freundin ihn verlassen hat
und seine Mutter krebskrank zu Hause im Bett liegt.
„Heute habe ich Gelegenheit, dem
Ganzen ein bisschen aus dem Weg zu
gehen“.
„Was meint denn deine Mutter dazu?“, lautet meine Frage.
Ich bin auf dieser Demo gewesen,
um den Menschen zu sagen, dass
Halloween schlecht ist und um ihnen
von Jesus zu erzählen.
Ich habe die Aufgabe erfüllt, die ich
als die meine angesehen habe.
Welche Frucht dieser Einsatz gebracht hat, weiss Gott allein.
Übrigens:
So bin ich zu Jesus gekommen. Irgendjemand hat mir irgendwann und
irgendwo nur die Frage gestellt: „Bist
du ein Christ?“ Das hat mich veranlasst, mich zu bekehren.
Annegret Hauptmann
.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.Der Chor und die Handzettel boten
eine gute Möglichkeit, das Evangelium unter die Menschen zu bringen.
Für die meisten jungen Besucher war
der Anlass einfach eine Party unter
dem Motto „Halloween“.
Weshalb geht ein Mensch zu einer
solchen Veranstaltung, wo er doch
den wahren, dämonischen Ursprung
kennt? – Ich habe keine Antwort
gefunden.
Wie froh bin ich, dass ich keine „Actions“ benötige um Frust abzubauen.
Wie gut, dass ich zu Jesus gehen
kann.
Der arme junge Mann, der seine
Probleme bei einem Fest heidnischen
Ursprungs hat loswerden wollen, tut
mir Leid.
Und dennoch:
Vielleicht hat jemand an diesem
Abend die leise Stimme seines Gewissens vernommen.
Vielleicht ist jemand doch nachdenklich gestimmt worden.
Vielleicht hat jemand das erste Mal
von Jesus gehört.
Der krasse Gegensatz zwischen den
wertvollen christlichen Liedern und
dem Getöse der Rock-Maschinerie
der Party im Hintergrund war offensichtlich. Etliche blieben stehen und
fragten, woher dieser Chor stamme.
Die Texte der Lieder waren gut verständlich und verbreiteten eine klaren
Botschaft. Dadurch war ein leichter
Einstieg in gute Gespräche gegeben.
Erstaunt waren einige, als ich ihnen
bezeugen konnte, dass es auch für
junge Menschen der heutigen Zeit
ein Leben der Reinheit gibt.
Viele hörten aufmerksam zu, als ich
vom Endgericht, der Gerechtigkeit
Gottes und der Sündenvergebung
sprach. Das sind nicht nur Themen
für Omas und Opas, sondern für eine
ganze Generation, die dem Verderben zueilt.
Trotz der heutigen modernen Welt
des Konsums ist die Sehnsucht des
Menschen nach wahrem Frieden und
echter Freude geblieben.
Eine Frage beschäftigt mich persönlich immer wieder: Wo findet Gott
heute noch Boten, die Er in Autorität
und Kraft aussenden kann?
Beim Anblick der Massen von orientierungslosen Jugendlichen musste
ich daran denken, wie Jesus die Menschenmenge, die Er vor sich sah,
bezeichnete: Als verschmachtete
Schafe ohne Hirten...
Christoph Morger
Seite 3
CFT-Belgien protestiert gegen
Pornoveranstaltung
„Porn ar(t)ound the world“ nannte sich das Spektakel, das im
Oktober in Mechelen, Belgien, stattfand. Besucher wurden bei dem
Porno-Festival aufgefordert, eigene Sexfilme zu produzieren, die
dann bei einer Verlosung teilnahmen. CFT protestierte schriftlich
bei der Stadtverwaltung. Eine Email-Aktion setzte ein, bei der viele
Christen sich beteiligten. Auf dem Bild (rechts) sieht man einige
CFT-Mitglieder bei der Mahnwache vor dem Gebäude.
Leserbriefe lohnen sich!
Ein CFT-Mitglied beschwerte sich
bei der Chefredaktion einer großen
Tageszeitung über ein schamloses
Bild. Der Chefredakteur antwortete
mit den folgenden Zeilen:
„In der Tat haben Sie mit der ... Zeitung eine seriöse Tageszeitung und
kein Schmuddelblatt abonniert. Auch
ich fand die Veröffentlichung des
von Ihnen kritisierten Fotos völlig
unpassend. Hätte ich es vor Veröffentlichung gesehen, wäre es nicht
erschienen. Ich werde die Redaktion
noch einmal darauf hinweisen, dass
solche Fotos keinen Platz in der ...
Zeitung haben. – Vielen Dank für
Ihren Hinweis.“
Folgender Zeitungsbericht bestätigt
ebenfalls, wie wichtig der Protest der
Christen ist, und dass es Wirkung
hat:
„Das ist eine einzige Sauerei“
Christliche Bilder und Symbole auf
der Unterhose: Karstadt unterbietet
jedes Niveau
Er war wütend, der Anrufer, total
empört. Dabei hatte er nur einen
Einkaufsbummel
durch
den Bochumer Ruhrpark
gemacht und war so bei
Karstadt gelandet.
„Eine einzige Sauerei“ fand er da.
Drastische Worte, die aber den Punkt
treffen: In der Sportabteilung bietet
Karstadt Unterwäsche der Serie „Vive Maria“ (Es lebe Maria) an – und
das lässt schon Anzügliches ahnen.
Und die Ahnung täuscht nicht. Neben
allen möglichen Darstellungen auf
Hemdchen und Höschen finden sich
religiöse Bilder und Symbole – und
als Gipfel jeder Geschmacklosigkeit,
das Bild eines Mannes, das sofort als
Christusdarstellung in‘s Auge fällt:
Der Leidende, dornengekrönt, umgeben mit kleinen Schmucksteinchen,
prangt – gezielt im Genitalbereich –
auf der Männerunterhose. . . . .
„Müssen wir uns das wirklich alles
gefallen lassen?“, fragte der Anrufer.
Gesetzlich gibt es keine Möglichkeit,
gegen das liederliche Geschäftsgebaren anzugehen. . . . . .
QUELLE: RuhrWort, Wochenzeitung, Essen, 19.10.2002, auszugsweise
Karstadt entschuldigt sich und
sortiert aus
Die Sache ist zu Ende. Karstadt hat
Konsequenzen gezogen. So „bereinigte“ das Unternehmen sein Sortiment, sagte zu, bestimmte Unterwäsche nicht länger anzubieten, und
zwar in keiner einzigen Filiale – und:
Karstadt entschuldigte sich. . . . . . .
Die Reaktionen ungezählter Leserinnen und Leser waren beeindruckend.
Sie haben richtig „Druck“ gemacht,
ihren Ärger artikuliert und vehement
bei Karstadt protestiert. Briefe und
Faxe wurden geschrieben – mit
Durchschriften an RuhrWort, Kundenkarten wurden zurückgegeben. So
musste das Unternehmen erfahren,
dass viele Kunden mit diesem Angebot an Unterwäsche jedes Niveau
unterschritten sahen und bereit waren, Karstadt ein für alle Mal „abzuhaken“.
QUELLE: RuhrWort, Wochenzeitung, Essen, 26.10.2002, auszugsweise.
Weg mit MTV!
Ein Aufatmen geht durch die Reihen,
wenn das Kind endlich die Schweigespirale durchbricht und feststellt,
dass es mit den neuen Kleidern des
Kaisers nicht viel auf sich hat. So
atmet man auf, wenn eine das Risiko
eingeht, als Spaßverderberin angesehen zu werden nur weil sie am Abgrund nicht mehr mitlachen kann und
dafür auch noch Gründe vorbringt.
Das ist der Fall mit Joni Mitchell.
Die achtundfünfzig Jahre alte Großmeisterin des Folk-Jazz hat ein neues
Album aufgenommen, das im November ausgeliefert wird. Es heißt
„Travelogue“, Reisebericht. Vielleicht ist es ihr letztes. Ihre Abrechnungen mit der gegenwärtigen PopIndustrie hat es in sich – sie wird
nicht so schnell abzuwehren sein;
denn sie kommt nicht von außen,
sondern von innen. Und von einer
Frau, bei der allein schon die Stimme
von innerer Freiheit zeugt.
Über den Sender MTV hat Joni Mitchell in einem Interview Sätze gesagt, auf die man lange warten musste. Zunächst erzählte sie von ihrer
dreijährigen Enkelin, die bereits die
Gesten der MTV-Videos übernom-
men hat: Stöhnend fasse sich das
Mädchen an die Scham und tanze
dazu. „Was MTV der Welt angetan
hat, lässt sich nur als Tragödie bezeichnen“, erklärt die Sängerin.
Die Musikindustrie hält sie für eine
„Jauchegrube“: „Ich hoffe, dass all
das in die Kanalisation weggespült
wird.“ Sie schäme sich bei dem Gedanken, mit diesem Gewerbe kollaboriert zu haben. Künftig wolle sie
entweder auf Plattenproduktionen
verzichten oder sie in eigener Herstellung durch das Internet vertreiben. „Verdammt will ich sein, wenn
Seite 4
ich die Taschen dieser Leute noch
weiter füllen würde.“
Joni Mitchells Weg, der zu solchen
Sätzen geführt hat, lässt sich wohl
tatsächlich als „Travelogue“, als
Lebensreise beschreiben. Mancher
von denen, die vor dreißig Jahren die
satanischen Weisen von Sex &
Rock’n Roll mitgesungen haben,
sieht die Sache anders, wenn vor der
Schule der eigenen Kinder die Dealer
auftauchen oder wenn der Sexualkundeunterricht fast schon in den
Kindergarten vorverlegt wird. Wie es
eine Schutzschicht der Atmosphäre
gibt, die das Leben vor tödlicher
Strahlung bewahrt – eine Schicht, die
durch menschliche Veranstaltungen
zerstört werden kann -, so gibt es
auch soziale Schutzschichten, die das
wachsende Leben schützen sollen.
„Kindheit“ ist eine Konstruktion, die
diesen Zweck erfüllt. Die Sexualität
braucht die „Latenz“, die Zeit der
Verpuppung, bevor ihre Wogen in
der Pubertät den jungen Menschen
ergreifen. Dass solche Schutzschichten nötig sind, hätten die „Grünen“
längst verstanden und zum Thema
gemacht, wenn es um Kröten ginge.
Aber es geht um junge Menschen.
(QUELLE: FAZ, 21.10.2002 gekürzte Fassung)
Geistlicher Gedanke
Hören lernen
Einen „geistlichen Menschen“, das
heißt, einen vom Geist Gottes geleiteten Menschen erkennt man vor
allem daran, dass er ein „Hörender“
ist. Er weiß nicht schon alles. Er will
gar nicht alles wissen. Er stellt sich
selbst immer wieder in Frage. Ein
geistlicher Mensch richtet sein Leben
nicht nach seinen eigenen Vorstellungen, nach seinen eigenen Wünschen und Ideen aus, sondern er fragt
immer zuerst den Schöpfer allen
Lebens: Was ist dein Wille? Was
willst du von mir, jetzt und hier?
Zwei Ohren
Wie wichtig Gott das Hören nimmt,
können wir schon daraus ersehen,
dass wir alle zwei Ohren, aber nur
einen Mund bekommen haben. Und
trotzdem reden wir alle zuviel und
hören zu wenig: Einer hat gerade
angefangen, zu uns zu sprechen, da
basteln wir in uns schon an der Antwort, ohne den anderen überhaupt
erst einmal seine Gedanken entwickeln zu lassen und ohne ihm zuerst
bis zum Ende zuzuhören. Kaum hat
einer nur den Mund aufgemacht, da
kennen wir angeblich schon sein
Problem. Wir hören nicht bis zum
Ende zu. Dem ähnlich ist ein zweiter
Fehler: Wir hören überhaupt nicht
richtig hin. Wir sind mit unseren
Gedanken ganz woanders. Ein dritter: Wir hören nur das, was uns auch
interessiert, was unsere Zustimmung
findet. Was mich nicht interessiert,
das überhöre ich. Das berührt mich
nicht. Darüber denke ich gar nicht
nach, denn ich habe ja meine eigenen
Vorstellungen.
Nach dem Willen Gottes fragen
Geistliches Hören geschieht also
immer vor allem dann, wenn ich
zuerst nach dem Willen Gottes frage
– und dann erst rede. Wenn ich zuerst
frage, wie würde Jesus an meiner
Stelle handeln, und dann erst zur Tat
schreite! Natürlich muss ich meine
Bibel kennen, wenn ich den Willen
Gottes beachten und wenn ich mein
Leben nach dem Handeln Jesu ausrichten will, wenn ich Antwort auf
meine Fragen finden will. Ich kann
Gottes Willen immer dann erkennen
und Gott immer dann zu mir sprechen hören, wenn ich seinen Willen
aus der Bibel kenne. In der Bibel hat
Gott uns immer wieder seinen Willen
kundgetan. Uns immer wieder gesagt, was er von uns will und was
nicht. Gott spricht auch heute noch
zu uns. Gott können wir auch heute
noch hören. Wir müssen dazu nur die
Bibel aufschlagen.
Ein Leben lang
Hören lernen werden wir ein Leben
lang üben müssen. Es bringt uns aber
auch ein Leben lang immer wieder
neu in die engste Verbindung mit
Gott. Und Jesus Christus heißt uns
„einen klugen Mann, der sein Haus
auf Fels gebaut hat“, wenn wir „seine
Worte hören und befolgen“ (Mt.
7,24). Ja, noch viel mehr verheißt uns
Jesus: „Ich versichere euch: Alle, die
auf mein Wort hören und dem vertrauen, der mich gesandt hat, werden
ewig leben“ (Joh. 5,24). „Wer mich
liebt, der wird sich nach meinem
Wort richten; dann wird ihn auch
mein Vater lieben. Wir werden zu
ihm kommen und bei ihm wohnen“
(Joh. 14,23).
QUELLE: auszugsweise „Kirchliche
Nachrichten“ Georg Popp
Vom Köder in der Falle
Gedanken zu trügerischen Verkaufsmodellen - von Kjell Olsen, Südafrika
In wirtschaftlich angespannten Zeiten
gibt es unterschiedliche Modelle, die
uns finanzielle Unabhängigkeit und
Freiheit versprechen, wie z. B.
Glücksspiele, Lotterien, unseriöse
Kreditangebote und Verkaufspyramiden.
Was ist eine Verkaufspyramide?
Das Pyramidenmodell ist ein sehr
trügerisches System zur Geldgewinnung, wobei verlangt wird, neue
Kunden anzuwerben, die wiederum
neue Kunden gewinnen, bis schluss-
endlich eine Sättigung erreicht ist. Es
heißt deshalb Pyramidenmodell, weil
es sich in Pyramidenform als dreidimensionales Dreieck darstellen lässt.
Wird eine solche Pyramide von einer
Person begonnen, mit nur 5 Personen
in der nächsten Ebene, 25 darunter
und 125 darunter usw. dann hätte die
Pyramide in nur 11 Ebenen 60 Millionen Menschen erfasst – das sind ca.
75 % der Bevölkerungszahl Deutschlands.
In einem Diagramm wird das Pyramidenwachstum deutlicher, wenn
jeder Teilnehmer 10 weitere gewinnt.
1
10
100
1.000
10.000
100.000
1.000.000
10.000.000
100.000.000
1.000.000.000
10.000.000.000
Seite 5
Nach nur 10 Ebenen würden in der
untersten 10 Milliarden Menschen
erreicht. Mehr als die momentane
Weltbevölkerung!
Reine Pyramidenmodelle, in denen
Geld an jemanden zu zahlen ist, um
dann andere zu locken, die wieder
Geld zahlen, sind illegal. Nicht, weil
es verboten wäre, Kunden zu werben,
sondern weil das Konzept so betrügerisch ist. – Durch Täuschung werden
Menschen dazu gebracht, Geld zu
zahlen. Während eine kleine Gruppe
sehr reich wird, bleibt die Mehrheit
auf der Verliererseite stehen, denn
die Gruppe der untersten Ebene darf
zahlen, die mit Abstand größte Gruppe im Modell. Wenn die Pyramide
mit einem 10-fachen Faktor pro Ebene wächst, dann gehörten 90 % der
Teilnehmer zu den Verlierern.
Doch die Pyramidenmodelle sind
populär wegen menschlicher Habsucht. Wo ein Mensch versucht, in
kürzester Zeit schnellstmöglich Geld
zu verdienen, kann er leicht zum
Opfer eines Konzeptes werden, das
schnelles Geld verspricht.
kaufspyramide. Das Problem, das mit
dem Wachstum dieser Pyramide
einhergeht, wurde bereits beschrieben. Diese Problematik findet in
MLM-Unternehmen häufig nur wenig Beachtung.
-
Das unkontrollierte Anwerben neuer
Verteiler führt darüber hinaus zu
einem neuen Problem – einem Überangebot.
die Person, die Sie bewirbt,
Ihnen Fakten vorenthält,
die Person, die Sie bewirbt,
Druck auf Sie ausübt und
Ihre Mitarbeit unmittelbar
verlangt wird,
der Schwerpunkt Ihrer Arbeit darin besteht, weitere
Verteiler, die die Ware vertreiben, zu gewinnen.
Fazit
Jedes Unternehmen achtet sorgsam
auf das Verhältnis von Angebot und
Nachfrage. Es ist ein ganz wesentlicher Aspekt für das angebotene Produkt oder den Service. Ein Produkt
kann im Absatz allerdings auch einen
Sättigungspunkt erreichen. Während
das Angebot weiter aufrechterhalten
wird, schwindet dann die Nachfrage.
Dieses komplexe Verhältnis von
Angebot und Nachfrage findet seinen
Ausdruck oftmals im Verkaufspreis.
Ohne Steuerung der Vertriebsgröße
kann eine Sättigung des Marktes
schnell erreicht sein, ohne es womöglich wahrzunehmen oder gar wahrnehmen zu wollen!
Was ist Multilevel Marketing
(MLM)? = Netzwerkmarketing
Vorsicht!
Multilevel Marketing-Unternehmen
sind legal, sie nutzen das Ebenenkonzept als Vertriebsstruktur zum
Verkauf ihrer Produkte. Wo jedoch
der Schwerpunkt auf das Anwerben
neuer Verteiler, die wiederum die
Ware vertreiben, liegt, wandelt sich
die Verkaufsstruktur des MLMUnternehmens wieder in eine Ver-
Seien Sie deshalb sehr vorsichtig,
wenn:
- man Ihnen verspricht, sie
könnten sehr schnell viel
Geld verdienen,
- man Ihnen sagt: „alle wollen
dieses Produkt“,
- der Produktpreis unverhältnismäßig hoch ist,
Erlauben Sie mir abschließend einige
Gedanken zu diesem Thema. Gottes
Wort fordert uns dazu auf, vorsichtig
und wachsam in allen Dingen zu
sein. Die, die die Aufgaben im Dienst
für Gott übernommen haben, sollten
besonders vorsichtig bleiben, dass
nichts ihren Eifer für das Evangelium
auslöscht. Seien Sie sich bewusst,
dass ein Netzwerkmarketing viel Zeit
beansprucht, und sehr leicht vom
eigentlichen geistlichen Ziel ablenken kann. Setzen Sie Ihre Hoffnung
und Ihr ganzes Vertrauen auf JESUS
CHRISTUS und nicht auf Menschen
oder Geld.
Zögern Sie nicht, um Rat und Hilfe
zu fragen, wenn Sie sich in etwas
unsicher sind, oder es nicht verstehen.
Zum Abschluss eine weise Aussage
eines Mannes Gottes, die uns zum
Nachdenken anregen soll:
„Der Köder liegt nicht in der Falle
um die Maus zu füttern, sondern um
sie zu fangen.“ – C.H. Spurgeon.
Wach auf, wach auf, du Deutsches Land, du hast genug geschlafen!
Mit diesem Liedvers aus dem Evangelischen Gesangbuch, möchte ich
Sie alle recht herzlich grüßen.
Wie sieht es aus in unserm Land!? In
immer mehr Landeskirchen wird die
Homosegnung eingeführt und verlässt damit vollkommen Gottes Wort
und ihr eigenes Bekenntnis. Man
könnte eine Kette ohne Ende aufzählen, was alles schief läuft. Auch
in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ist im großen Maße zu sehen:
Je gottloser ein Volk, je rapider geht
es mit ihm bergab. Lassen wir uns
doch durch den obigen Liedvers
mahnen und wieder Christus leben.
Wir sollten uns nicht von dem Zeitgeist einnehmen lassen, sondern in
Christi Geist voran gehen: „Vorwärts
Christi Streiter, unser ist der Sieg!“
Die Islamisierung Europas, die multikulturelle Gesellschaft
und die
kommende
Antidiskriminierung
wollen uns Christen in eine Ecke
stellen, die uns das Verkündigen von
Gottes Wort immer schwieriger machen soll - auch das alltägliche Leben. Ein Ehepaar (Atheisten) aus Bad
Endbach will vor’s Gericht gehen,
um das morgendliche Gebet im Kindergarten untersagen zu lassen. Die
Christen sollen immer mehr von ihrer
Identität aufgeben und schlafen so in
Ihrem Selbstmitleid ein. Das soll
nicht so sein.
Wach auf, du Christenheit und wirke,
und stärke das, was im „Sterben
liegt“ „Beleb dein Werk, o Herr“.
Wache auf, der du schläfst! Lassen
Sie uns als erweckt in ein neues Jahr
gehen, als wache Christen auf Gottes
Wort bauen und uns in seinen Dienst
stellen.
Ich möchte mich bei all denen, die
CFT in irgendeiner Art unterstützt
haben, ganz herzlich bedanken. Indem ich Sie der Gnade Gottes anbefehle, wünsche ich Ihnen ein
gesegnetes Weihnachtsfest und ein
gutes neues Jahr 2003.
Ihr Klaus Alius
Seite 6
Kurz gemeldet
Die evangelische Kirche verlässt
weiter die Grundlagen der Bibel.
HOMOSEXUALITÄT
Segnungen in der Pfalz, Berlin und
Hessen-Nassau
Drei evangelische Landeskirchen
haben jetzt die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in der
Kirche zugelassen. Damit geht ein
tiefer Riss durch die EKD.
Das Thema, die Segnung schwuler
und lesbischer Paare im Gottesdienst,
polarisiert die evangelische Kirche.
Das Ja in Hessen-Nassau zur Segnung, hat der Debatte neue Nahrung
gegeben. Die von der Evangelischen
Kirche in Deutschland (EKD) geforderte „breite Übereinstimmung“ ist
zerrissen.
Entsprechend zurückhaltend reagiert
die EKD-Führung, die eine Segnung
ablehnt, auf das Votum der Herbstsynode in Hessen-Nassau. Die Beschlüsse zeigten, dass der von der
Kirchenkonferenz im Sommer festgehaltene Konsens in dieser Frage
„brüchig“ geworden sei, teilt Sprecher Hermann Barth mit.
Die Evangelische Kirche in Hessen
und Nassau ist nach der Kirche der
Pfalz, die Mitte November zustimmte, sowie Berlin-Brandenburg die 3.
der 24 Landeskirchen, die die Möglichkeit einer Segnung per Synode
erlaubt hat - die Landessynoden sind
souverän. Die Landeskirche Braunschweig hat sich für eine Segnung
ausgesprochen, diese aber noch nicht
beschlossen. Die rheinische Landeskirche stellt die Entscheidung über
eine Segnung ins Belieben der Gemeinden. In Kurhessen Waldeck
wird diskutiert.
In der Bibel negativ
Es komme jetzt darauf an, die
„Spannungen in einem Korridor
gemeinsamen Handelns“ zu halten.
Teilt die EKD mit. Wie soll man
damit umgehen, dass keine Einigkeit
über das Verständnis der (durchweg
negativen) biblischen Aussagen zur
Homosexualität bestehe.
Bei der Zentrale der Landeskirche in
Darmstadt verschaffen sich Segnungs-Gegner in der vergangenen
Woche Luft: Zornige und enttäuschte
Briefe sind eingegangen. Mit einer
„Austrittswelle“ rechnet Manfred
Günther, Pfarrer im Vogelsbergkreis.
An der Basis herrsche „absolutes
Unverständnis: Es ist ein Damm
gebrochen.“ Von einem „Meilenstein“ sprach die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche, die 700 Mitglieder hat.
In Baden-Württemberg erhalten
Schwule und Lesben keinen Segen.
Eine „Homo-Ehe“ sei keine Alternative zur Ehe als „der von Gott gewollten Lebenspartnerschaft“. Das ist
die Position in Baden. Auch Württembergs Bischof Gerhard Maier ist
gegen eine Segnung.
Quelle: Gmündner Tagespost
14.12.2002
-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.
100 US-Dollar für‘s Training und
einen Bonus für jeden Jugendlichen, den sie in eine Abtreibungsklinik vermitteln.
Washington
(kath.net/CWNews)
Ein Zweig der weltweit größten Abtreibungsorganisation "Planned Parenthood" beabsichtigt, Teenager zu
bezahlen, wenn sie Freunde an die
Abtreibungskliniken
vermitteln.
Davor warnte das 'Family Research
Council' (FRC). Nach einer Übereinkunft zwischen "Planned Parenthood" und dem örtlichen Schulwesen im Morrow County im USBundesstaat Ohio sollen die Jugendlichen für das Training als 'outreach
worker' 100 US-Dollar erhalten.
Zusätzlich sollen sie einen Bonus für
jeden vermittelten Jugendlichen
bekommen. Nach Angaben des 'Family Research Council' werde das
Projekt aus staatlichen Zuwendungen
finanziert. Man sei sprachlos, dass
man Jugendliche auf diese Weise
rekrutiere, heißt es in einem Statement. Es sei "ein Skandal, dass dies
mit Steuergeldern geschieht". "Planned Parenthood" erhielt im Finanzjahr 2001 insgesamt 137 Millionen
Dollar an Zuwendungen von der
Regierung.
Rom: 20 Jahre Haft für Ärzte wegen
illegaler Abtreibungen
Lebensfähige Föten wurden gegen
Bares getötet: Die "Villa Gina",
bekannt als "Klinik der Kommunisten", heißt nun "Klinik der
illegalen Abtreibungen".
Rom (www.kath.net) Zwei römische
Ärzte sind wegen illegaler Abtreibungen am Montag zu je 20 Jahren
Haft verurteilt worden. Das berichten
die italienische Tageszeitung "La
Stampa" heute. Die beiden Brüder
Marcello und Ilio Spallone wurden
von einem Gericht in der italienischen Hauptstadt für schuldig befunden, Abtreibungen auch nach dem
dritten
Schwangerschaftsmonat
durchgeführt zu haben und lebensfähige Föten getötet zu haben.
In der als "Klink der Kommunisten"
bekannten Abtreibungsklinik "Villa
Gina" hätten raue Sitten geherrscht,
berichtet "La Stampa": Föten seien
einfach in den Abfall geworfen worden, ist in Gerichtsakten nachzulesen.
Mitten in der Nacht habe es Abtreibungen an über sieben Monate alten
Ungeborenen gegeben. In 16 nachgewiesenen Fällen sind 8 Monate alte
- lebensfähige - Föten getötet worden. Angeklagt sind auch der Anästhesist, eine Hebamme und eine
Sekretärin. Sie wurden jeweils zu
einer Haftstrafe von 12 Jahren verurteilt.
Die Kronzeugin des Prozesses, Feleziana Alesse, die zwischen 1991 und
Jänner 1999 selbst in der "Villa Gina" tätig war, weiß von grausamen
Details zu berichtet: Föten, die verbrannt, in‘s Wasser geworfen oder
richtiggehend zerhackt worden seien;
medizinische Dokumente, die verschwunden seien und abertausende
Frauen, die viel dafür zahlten, um
ihre Schwangerschaft abzubrechen.
Die "Villa Gina" heißt in Rom nun
nicht mehr "Klinik der Kommunisten", sondern "Klinik der illegalen
Abtreibungen".
Impressum
Herausgeber: Christen für die Wahrheit e.V.
Osterlängstr. 47, 73527 Schwäbisch Gmünd
Tel.: 07171-700430; Fax: 07171-700431
Verantwortlich: Klaus Alius
Erscheinungsweise: viermal jährlich
Bankverbindung:
Raiffeisenbank Vordersteinenberg e.G.
Kto.-Nr. 31 245 005 (BLZ 600 694 55)
Für den möglichen Fall, dass mehr Mittel
gespendet werden als für ein vorgestelltes
Projekt benötigt, behalten wir uns vor, diese
Mittel für ein anderes Projekt einzusetzen, das
unvollständig versorgt wurde.
Dieser Rundbrief wird an Mitglieder und
Förderer von cft kostenlos verschickt. Hier
geäußerte Meinungen stimmen nicht unbedingt
mit der Meinung des Herausgebers überein.
Herunterladen