Architektur Journal Bayern Internationales Fachmagazin 2013 / 2014 Architektur Journal Mit jeder Ausgabe unseres Fachmagazins versuchen wir, aktuelle Trends in der bayerischen Architekturlandschaft aufzuzeigen und einen überblick über Konzepte sowie über laufende und bereits realisierte Projekte zu bieten. Wir wollen neueste Entwicklungen präsentieren, die auf den unterschiedlichsten Sektoren neue Maßstäbe setzen. Gebäude mit öffentlicher Widmung werden ebenso vorgestellt wie infrastrukturelle Bauwerke oder Wohnbauten. Der Fokus der Planer liegt dabei auf den unterschiedlichsten Schwerpunkten, beispielsweise angeführt seien hier Ökologie, Stadtplanung, technische Konstruktion, soziale Elemente u. v. m. Architektur ist mehr als das Planen und Bauen von Gebäuden. Wie kaum eine andere Disziplin nimmt sie gestaltend und vermittelnd Einfluss auf die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung unserer Zeit. Der Architekt beeinflusst durch sein Schaffen, durch die Umsetzung seiner Ideen und Vorstellungen den Prozess kulturellen Wandels und kann als Trendsetter und Wegbereiter architektonischen und städtebaulichen Fortschritts verstanden werden. Als Experte steht er zwischen Baukunst aktuellen oder historischen Zuschnitts auf der einen und angewandter Technik auf der anderen Seite. Diesen Wandel sowie die Synergie zwischen kultureller Entwicklung und schöpferischer Gestaltung versuchen wir, in unserem Architektur Journal anhand aktueller Beispiele zu beleuchten. Vorwort SEHr GEEHrTE LESErINNEN, SEHr GEEHrTE LESEr Neben Architekten, Baumeistern, Planern und Bauingenieuren sollen mit unserer Zeitschrift auch jene angesprochen werden, die als Zuseher und Interessierte am Prozess des Bauens und der Gestaltung der Umwelt und der Umgebung teilnehmen und deren Interessenschwerpunkt auf hochwertiger Architektur und ihrem inhaltlichen Umfeld liegt. Architektur Journal informiert über das Architekturschaffen in umfassender Form. Aktuelles Baugeschehen und repräsentative Bautätigkeit werden ins Blickfeld gerückt. Ausgewählte Projekte veranschaulichen das breite Spektrum des Themas Architektur. Es werden Funktionalität, baukonstruktive Besonderheiten, Wirtschaftlichkeit undenergetische Aspekte berücksichtigt. Dabei sind wir um reiche Bebilderung bemüht, um die neuen, in der Bauwelt gesetzten Akzente auch lebendig darstellen zu können. Architektur Journal versteht sich als Informationsmedium und als Mittler. Den LeserInnen danken wir sehr herzlich für ihr Interesse. Weiters möchten wir auch Architekten und Verantwortlichen aus der Baubranche für die enge Zusammenarbeit Dank sagen. Herbert Klüber und das Architektur Journal-Team 3 Impressum A. Media Service Verlagsges.m.b.H. Binderweg 20 A-5101 Bergheim Tel.: +43 (0) 662 / 45 75 69-0 Fax: +43 (0) 662 / 45 75 69-33 E-mail: [email protected] Web: www.architektur-journal.com Layout & Grafik: Norbert Miesseler Architektur Journal Inhaltsverzeichnis Vorwort 3 Architektur Journal Impressum 4 Architektur Journal Inhaltsverzeichnis 5 Architektur Journal Lenbachhaus 6 Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München Wohnhaus rebl Landau / Isar 12 Haus der Berge Berchtesgaden 18 „Bell rock“ Europa-Park rust 24 fabi architekten bda Staatliches Bauamt Traunstein Leitenbacher Spiegelberger Architekten BDA Innenarchitekten Stadtplaner rudolf Neumeier GmbH & co KG BAr / restaurant TUcHA Bad reichenhall 28 Architektur Journal Bauholzstadel + Stadthäuser regensburg 30 AIS – Gesellschaft für Architektur mbH rathaus Bad Aibling 32 Villa unter Linden München Pullach 36 Wohnanlage Dachau 40 Kindertagesstätte Kraiburg 42 Kindergarten Ingolstadt 46 Jugendwohnheim München 47 Doppelturnhalle rottmayr Gymnasium Laufen 48 HcM Hochschulcampus München 50 Kindertagesstätte St.Andreas Teisendorf 52 Krankenhaus ruhpolding 53 Inserentenverzeichnis 54 Behnisch Architekten mab mauerhofer architekurbuero aasta architekturatelier stadler gmbh Architekturbüro Pollok + Gonzalo Herle + Herrle architekten Eck-Hogaplan Architektur Journal Architekturbüro SAM Architektur Journal Link LandschaftsArchitekten Architektur Journal 5 Lenbachhaus Architektur Foto: Lenbachhaus • Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München Journal Lenbachhaus Foto: Lenbachhaus • Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München lenbachhaus münchen Die Städtische Galerie im Lenbachhaus hat ihren Sitz im ehemaligen Ateliertrakt und der Villa des Malers Franz von Lenbach (1836–1904). Bemerkenswert ist, dass der Künstler zuerst sein Atelier (188788) bauen ließ und der Wohntrakt nach Plänen des Architekten Gabriel von Seidl (1848 –1913) erst 1890 fertig gestellt wurde. Franz von Lenbach errichtete den Bau an einer für seine künstlerische Karriere strategisch bedeutsamen Stelle. Er befand sich topographisch in nächster Nähe zu den großen staatlichen Kunstsammlungen am Königsplatz, aber auch in unmittelbarer Umgebung der Alten und Neuen Pinakothek. Foster und Partners und das Neue Lenbachhaus. Aufgrund verschiedener baulicher Missstände und veränderter technischer wie musealer Erfordernisse wurden bauliche Maßnahmen notwendig. Neben der Beseitigung von nur notdürftig behobenen Schäden der Zerstörungen aus dem 2. Weltkrieg sollte vor allem eine am heutigen Publikumsbedürfnis ausgerichtete Zugänglichkeit des Hauses gewährleistet werden. Basierend auf diesen Erkenntnissen haben die Architekten Foster+Partners, die 2002 mittels einer europaweiten Ausschreibung nach VOF ausgewählt wurden, ihre wesentliche Idee für das neue Lenbachhaus entwickelt. 2006 wurde vom Stadtrat der Landeshauptstadt München der Beschluss gefasst, das Lenbachhaus nach dem erweiterten Entwurf von Foster+Partners einer „Generalsanierung mit teilweisem Neubau“ zu unterziehen. Dafür wurden 59,4 Millionen Euro bereit gestellt. Am Ende der Baumaßnahmen kann festgehalten werden, dass der Bau sowohl zeitlich wie finanziell im festgelegten Rahmen durchgeführt werden konnte. 2,5 Millionen Euro, die der Förderverein Lenbachhaus e.V. für dieses Projekt aufbringen konnte, halfen zum Erwerb einer großartigen Skulptur von Olafur Eliasson für das neue Atrium, der Realisierung einer Kunstlichtbeleuchtung mit LED und zur verbesserten Ausstattung in Baubronze. Bei der Umsetzung des LEDLichtprojektes hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit einem Zuschuss von 2 Millionen adressbox Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München Nymphenburgerstrasse 84 D - 80636 München Tel: +49 (0) / 89 / 23 33 20 27 [email protected] www.lenbachhaus.de Lenbachhaus Architektur Olafur Eliasson, Wirbelwerk, 2012 © 2012 Olafur Eliasson • Foto: Studio Olafur Eliasson Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München Euro entscheidend geholfen. Die Entwurfsidee der Architekten geht von einigen Eckpunkten aus: Die historische Dreiflügelanlage durfte äußerlich nicht verändert werden; der als historisches Denkmal geschützte Garten sollte unverändert erhalten bleiben und die historischen Lenbachräume durften nicht angetastet werden. Der ursprüngliche Zugang durch den Garten und über die Freitreppe in die Villa entsprach längst nicht mehr den Anforderungen eines zeitgemäßen Museums mit gestiegenem Besucheraufkommen und barrierefreier Zugänglichkeit. Ein weiteres Manko der zuletzt bestehenden Museumsanlage lag darin, dass sich bereits kurz nach dem Betreten des Gebäudes ein unüberschaubares Raumgefüge auftat. Der wesentliche Ansatz der Architekten bestand nun darin, die historische Villa frei zu stellen und in einem Atrium, das um Lenbachs Villa führt, diesen Kernbau hervorzuheben, ihn gleichsam im Museum „skulptural“ zu verorten. Die zweite zentrale Überlegung basierte darauf, den Hauptzugang über den Museumsplatz vor den Propyläen anzulegen. Damit erhält die Südseite der Anlage eine neue Bewertung, die den zentralen Besucherströmen entspricht, nämlich den Menschen, die von der UBahnstation Königsplatz, vom Hauptbahnhof oder über den Königsplatz kommen. Der neue Zugang erfolgt über das ehemalige architektonische Verbindungsglied, das einst den Zwischenraum zwischen Villa und Ateliertrakt verband. Die hohe Rundbogenöffnung kommt jetzt, nachdem ein Zwischengeschoss entfernt und die südliche Außenwand durch eine Glasfront ersetzt wurden, wieder zu ihrer ursprünglichen Geltung. Mit dieser Orientierung hin zum Platz vor den Propyläen eröffnet sich ein nahezu verloren gegangener historischer Blick auf den Atelierbau. Zugleich wird die Aussicht in umgekehrter Richtung über den Museumsvorplatz auf die Propyläen und den Königsplatz freigelegt. Durch den neuen Zugang über eine Vorhalle, die eine erste Sicht auf den Garten und die alte Anlage eröffnet, wird der Betrachter in das Atrium geführt, das einen überraschenden Blick auf die freigestellte Villa Lenbachs bietet. Die historische Villa bildet den Kern des Museums. Hier findet man über den durch Franz von Lenbach eingerichteten Räumen in der 2. Etage mehrere Räume für Bildungs und Vermittlungsaufgaben, denen sich das Museum künftig verstärkt widmen wird. An das Atrium schließen die Serviceeinrichtungen wie Vortragssaal, Museumsladen, Café und Restaurant an. Dieser großzügige Raum übernimmt die Funktion des Empfangs und der Verteilung zu den verschiedenen Sammlungs und Ausstellungsräumen, die Journal Lenbachhaus Foto: Lenbachhaus • Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München sich nun klar gegliedert im 1. Obergeschoss und in der neu gewonnenen 2. Etage befinden. Der neue Eingang verbindet das alte Lenbachhaus mit dem Neubau von Foster+Partners. Der südlich angrenzende Baukörper nimmt in seinem Volumen wie in der Farbigkeit und den Proportionen Bezug zum Bau Gabriel von Seidls. Die Gestaltung der Fassaden in messingfarbenem Metall hat ihre eigene Sprache. Intendiert ist eine farbliche Anbindung an das alte Gebäude, ohne die Bestimmtheit eines Neubaus unserer Zeit aufzugeben. Die Fassade des südlichen Anbaus wird im ersten und zweiten Obergeschoss von messingfarbenen Bronzerohren mit zehn Zentimetern Durchmesser und einer Höhe von circa vier Metern bestimmend gegliedert. Die Rundstäbe sind von konkav geformten Gelbmetallblechen hinterfangen. Insbesondere an der Westseite, entlang der Richard-Wagner Straße ist die Gliederungsidee durch die Metallfassade deutlich ablesbar. Die von Grund auf neu errichteten Bauteile erhalten ihre Ausprägung durch die Rundstäbe. Der Bauabschnitt über historischer Grundstruktur zeigt eine Folge von konkaven Paneelen, während neu hinzugewonnene Partien auf Altbaubestand mit flachen Blechen – immer aus demselben Material – ummantelt sind. Dadurch wird ablesbar, dass an der Westseite ein zweites Obergeschoss hinzugewonnen werden konnte. Gleichzeitig wurden Veränderungen von der Gartenseite vermieden und die alte Firsthöhe eingehalten. LED KUNSTLICHT- und TAGESLICHTPLANUNG GMBH & CO. KG E L E K T R OT E C H N I K LICHTPL ANUNG SCHWEMMFELD 18 D · 85137 PFÜNZ BEI EICHSTÄTT TEL 08426 9954 - 00 w w w.i b a m b e r g e r.d e I N G ENI EU RE BA M BERG ER I ng e nie ur p reis 2013, 1. Pl at z fabi architekten bda wohnhaus rebl landau/isar Das naturnahe Grundstück in den Isarauen der Stadt Landau/Isar wird von Süden erschlossen. Damit die gebäudenahen Freiflächen gut besonnt werden, wurden im Süden nur eingeschossige Baukörper gruppiert. Diese bilden einen gefassten Eingangshofraum. Der zweigeschossige Baukörper im Nordosten wurde als schützender Rücken rechtwinkelig zu den eingeschossigen Gebäudevolumen angeordnet, so dass ein sichtgeschützter Gartenhofraum entsteht. Wohnen-Kochen-Essen befindet sich im erdgeschossigen Baukörper. Die zum Garten orientierten Fassadenflächen sind rahmenlos und raumhoch verglast. Südlicht wird gezielt über Dachoberlichter und hochliegende Lichtbänder in die Räume geleitet. Im EG des zweigeschossigen Baukörper befinden sich im Gelenkbereich Nebennutzzonen und ein 12 Architektur zum Garten und Pool orientierter großzügiger Wellnessbereich mit Fitness und Sauna. Im OG befinden sich die Individualräume der Familie. Außen wurde das Gebäude in tiefschwarz gehalten. Nicht nur Fensterrahmen, Aluminium-Lamellen, Stahlbauteile, etc… sondern auch der Fassadenputz konnten aufgrund eines neuartigen Beschichtungssystems komplett in RAL 9005 – tiefschwarz ausgeführt werden. Dazu kontrastierend läuft ein goldmetallisch farbiges Mäanderband über die Wohnbaukörper. Die Farbenpracht des Golds explodiert förmlich auf dem schwarzen Untergrund. Dieses Band nimmt funktional die Sonnenschutzkästen auf und verbindet die beiden Baukörper miteinander zu einem Ganzen. Im Gebäudeinneren wirken helle Wandfarbtöne mit dunklen Schieferböden und transparenten, rahmenlosen Glasflächen zusammen. Journal fabi architekten bda facts and features Haustechnik Wärmepumpe mit Geothermie Bauteilaktivierung der Stahlbetondecken KNX-Multimedia-Gebäudesteuerung Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung Regenwassernutzung zur Gartenbewässerung Extensive Flachdachbegrünung bildnachweis © Herbert Stolz adressbox fabi architekten bda Glockengasse 10 D - 93047 Regensburg Tel: +49 (0) / 941 / 90 03 33 [email protected] www.fabi–architekten.de 13 fabi architekten bda 14 Architektur Journal Journal fabi architekten bda 15 fabi architekten bda 16 Architektur Journal fabi architekten bda Wir waren mit der Ausführung der Dachabdichtung betraut (."$) Malerarbeiten Betonsanierung Vollwärmeschutz www.rebl.de � [email protected] München Regensburg Landau #BVTFSWJDF(NC) Offersdorf 1 93485 Rimbach Telefon 0 99 41 / 82 67 Telefax 0 99 41 / 90 54 56 [email protected] #FSBUVOH VOE"VTGàISVOH Abdichtung Sanierung Beschichtung 17 Staatliches Bauamt Traunstein haus der berge berchtesgaden Zielsetzung Der Nationalpark Berchtesgaden umfasst einen repräsentativen Ausschnitt der Bayerischen und Berchtesgadener Alpen. Er ist der einzige Hochgebirgs-Nationalpark Deutschlands und gehört zu den wenigen Gebieten in Mitteleuropa, in denen das freie Wirken der Naturkräfte noch erlebt werden kann. Im „Haus der Berge“ werden dem Besucher die Besonderheiten dieser Hochgebirgsnatur mit allen Sinnen vermittelt und die Faszination von „Natur Natur sein lassen“ exemplarisch vor Augen geführt. Das Haus der Berge – der Inhalt bestimmt die Architektur Ausgangspunkt für Architektur und Ausstellungskonzept die „vertikale Wildnis“ des Nationalpark Berchtesgaden, die sich vom Grund des Königsees bis zum Watzmanngipfel über 2300 Höhenmeter erstreckt und innerhalb eines Schutzgebiets als einmalig gilt. Das Haus der Berge besteht aus dem Ausstellungsgebäude, dem Bildungszentrum und dem dazwischenliegenden Außengelände, das 18 Architektur als dritter Bestandteil des Gesamtkonzepts ebenfalls die verschiedenen Lebensraumtypen und Naturelemente im Nationalpark darstellt. Die Ausstellung setzt den gesamten Nationalpark und dessen „vertikale Wildnis in Szene. Entlang eines ansteigenden Ausstellungsparcours werden die Lebensraumbereiche des Nationalparks – Wasser, Wald, Almweiden sowie Fels und Karst - behandelt. Im Bildungszentrum sollen Schulklassen und Jugendgruppen die Möglichkeit haben, sich aktiv mit Pflanzen und Tieren (z. B. Insekten, Wassertieren) und Naturmaterialien, die aus dem Außengelände bezogen werden, auseinander zu setzen, insbesondere die Inhalte der Ausstellungen zu vertiefen, und anhand praktischer Tätigkeiten erlebnisorientiertes Lernen zu ermöglichen. Im Außengelände werden die Naturelemente Geologie, Boden, Wasser, Luft sowie Tier- und Pflanzenwelt und die Biotoptypen erlebbar. Die Kombination des Bildungszentrums mit dem unmittelbar benachbarten Außengelände ermöglicht eine moderne und für die Teilnehmer attraktive Umweltbildungsarbeit. Das städtebauliche Umfeld am westlichen Ortsrand von Berchtesgaden ist geprägt von einer großzügigen Villenbebauung um 1900 mit parkähnlichen Grundstücken und Journal Staatliches Bauamt Traunstein adressbox Entwurfsplanung: Staatliches Bauamt Traunstein Rosenheimer Straße 7 D-83278 Traunstein Tel: +49 (0) 861 / 57-245 [email protected] www.stbats.bayern.de Ausführungsplanung und Raumbildender Ausbau: Leitenbacher Spiegelberger Architekten BDA Innenarchitekten Stadtplaner Haslacherstraße 20 D-83278 Traunstein Tel: +49 (0) 861 / 909 98 71 [email protected] www.ls-ais.com bildnachweis Josephine Unterhauser/Rimsting 19 Staatliches Bauamt Traunstein 20 Architektur Journal Staatliches Bauamt Traunstein 21 Staatliches Bauamt Traunstein einem alten Baumbestand. Das städtebauliche Konzept der Planung reagiert auf die örtliche Situation durch eine additive Bauweise. Die rund 25.000 Kubikmeter umbauter Raum des Ausstellungsgebäudes sind auf vier Baukörper aufgeteilt: das Foyer, das Cafe, die Ausstellung und die Bergvitrine. Durch die Höhenstaffelung und die Vor- und Rücksprünge der einzelnen Baukörper ordnet sich die Gesamtanlage des Informationszentrums in das Ortsbild und den Straßenraum ein. Die Architektur des Hauses ist eng verzahnt mit der Ausstellungskonzeption. Die „Bergvitrine“, ein aufgesetzter Kubus mit verglasten Fronten und einer im Inneren begehbaren artifiziellen Bergskulptur, ist die Hauptattraktion der Ausstellung und gibt eine wichtige gestalterische Linie für die Architektur des über 100 m langen Hauptgebäudes vor. Die „Bergvitrine“ birgt einen besonderen „Schatz“: Die Berchtesgadener Bergwelt. Die Wetterstahlhülle um die Bergskulptur symbolisiert den Nationalpark, der sich schützend über die Region spannt und diese vor nachteiligen Entwicklungen bewahren soll. Ein Schließmechanismus macht es möglich die beiden Glasfassaden der Bergvitrine voll zu verdunkeln. Im geschlossenen Zustand dienen sie als Projektionsflächen für einen Film, der die Natur des Nationalparks im Wandel der Jahreszeiten darstellt. 22 Architektur Alle 12 Minuten öffnet sich diese 11 Meter hohe Lamellenanlage auf der Nord- und Südseite der ansonsten verdunkelten Bergvitrine und gibt den Blick frei auf das Watzmannmassiv. Dieser Moment stellt den Höhepunkt der Wanderung durch die “Längste Vertikale“ dar und schafft somit die Verbindung von der artifiziellen Ausstellung hin zur realen Natur des Nationalpark Berchtesgaden. Planungsprozess- und Realisierungsprozess Die Entwurfsplanung zum Haus der Berge stammt vom Staatlichen Bauamt Traunstein, die Bauleitung erfolgte durch KS Baucontrol Kraiburg/Inn. Die Planung wurde vom Bauamt eng mit dem Ausstellungskonzept von Atelier Brückner aus Stuttgart verzahnt. Ein gemeinsamer Planungsstart, die Ergebnisse des Wettbewerbs zum Ausstellungskonzept und ein interdisziplinär arbeitendes Planungsteam, das zum Ziel hatte ein Gebäude aus einem Guss zu errichten, waren die Voraussetzungen für einen ungestörten Planungs- und Bauablauf. Mit der konsequenten Verfolgung dieser Arbeitsweise ist es am Ende gelungen, den Kosten- und Terminrahmen zu halten und ein Gebäude zu realisieren in dem sich der Nutzer in seinen Zielen, Funktionen und Leitmotiven wiederspiegelt. Journal Staatliches Bauamt Traunstein -Meisterbetrieb seit 20 JahrenJahrzehnte Erfahrung Geschultes Fachpersonal Neuste Technik in 83451 Piding, Ahornstr. 30 Telefon: 08651 / 65577 Telefax: 08651 / 62538 e-mail: [email protected] www.thumo.de Bioenergie Berchtesgadener Land GmbH • Oberschönauer Straße 96 • 83471 Schönau a.K. Telefon: 00 49 (0) 86 52 / 6 55 39 33 • Fax DW: 00 49 (0) 86 52 / 6 55 39 38 [email protected] • www.bioenergie-bgl.de 23 Rudolf Neumeier GmbH & Co KG „Bell rock“ Europa-Park Rust Im Juli 2012 eröffnete das fünfte Themenhotel in Deutschlands größtem Freizeitpark in Rust. 35 Meter ragt der rot-weiß gestreifte Leuchtturm in den Himmel und signalisiert schon von Weitem, daß der Europa-Park eine neue Attraktion hat. Auf dem südlichen Gelände des bereits bestehenden Hotelresorts ist in nur 13 Monaten Bauzeit ein Ensemble aus sieben Gebäuden und einem Leuchtturm mit 75.000 Kubikmeter Rauminhalt auf einer Fläche von 25.000 Quadratmetern Fläche entstanden. Darin inbegriffen sind die komplette Innenausstattung und die Außenanlagen. Die gestalterische Umsetzung oblag der Firma Neumeier aus Holzkirchen. Sie zaubert seit 1995 authentisches Flair in die Europa-Park-Hotels. Rudolf Neumeier und sein Sohn Martin begannen 2008 mit den ersten Entwürfen und Zeichnungen. Aus 15 Ländern orderten sie Möbel, Bauma24 Architektur Journal Journal Rudolf Neumeier GmbH & Co KG Planung der Architektur und Innenarchitektur Franchi & Dannenberg Architecture & DEsign www.franchi-dannenberg.com terialien, Dekorationen und Einrichtungsgegenstände, darunter Originalteile eines ehemaligen Überseedampfers, antike englische Uhren und Altholz von Scheunen aus Kanada und Neuengland. 14 Planer und Designer waren an dem Projekt beteiligt, täglich arbeiteten bis zu 50 Handwerker der Firma Neumeier ausschließlich an der Inneneinrichtung. Die Zimmer und Suiten wirken trotz ihrer thematischen Einrichtung dezent und nicht überfrachtet. Weißes Holz und maritimes Blau herrschen in den Standardeinheiten. Ein Etagenbett in Form von zwei Booten, antikisierte Schiffsplankenböden und ausgesuchte Deko-Elemente – alles ist mit Bedacht liebevoll arrangiert. Auch in den 35 unterschiedlich thematisierten Suiten (Asien, Afrika, Lateinamerika, Indien und Orient) kamen ausschließlich hochwertige Materialien zum Einsatz. Zu den Suiten ge infobox Rudolf Neumeier GmbH & Co KG Planungsbüro, Einrichtungshaus Raiffeisenstr. 8 D - 83607 Holzkirchen Tel: +49 (0) / 8024 / 6 08 89-0 [email protected] www.neumeier.de 25 Rudolf Neumeier GmbH & Co KG 26 Architektur Journal Journal Rudolf Neumeier GmbH & Co KG hören auch sechs exklusive Turmsuiten, eine davon erstreckt sich über zwei Etagen und ist mit Whirlpool, Sauna und 360-Grad-Panormablick das Top-Domizil des Bell Rock. Insgesamt sind alle Einheiten etwas großzügiger dimensioniert als in den anderen vier Europa-Park-Hotels. Das Bell Rock ist mit dem Award Top Hotel Opening 2012 in der Kategorie „Exceptional“ ausgezeichnet worden. Türenlieferant Hotel Bell Rock 27 Architektur Journal bar / restaurant tucha bad reichenhall Im Dezember vergangenen Jahres wurde in Bad Reichenhall das neue Bar/Restaurant „Tucha“ eröffnet. Die Gäste erwartet dort gesunde, vitale mediterrane Küche sowie österreichische Kaffeehauskultur. Mit großem Aufwand wurde das Lokal von Grund auf saniert. Das rund 250 m² große Gebäude wurde komplett entkernt und völlig neu gestaltet. Von Estrich, Decke und Bar über die Schankanlage und Markisen bis zur Küche ist alles neu. Dunkelbraunes Holz sowie die grauen Stühle und Bänke geben den beiden rund 100 m² großen Gasträumen eine angenehm gemütliche Atmosphäre. Mit jeder Menge Wohlfühlcharakter, modernster Kücheneinrichtung und tadellosem Service präsentiert sich das Tucha seinen begeisterten Gästen. 28 Architektur Journal Architektur Journal Objekt-Design Raumausstattung Olkan Kaysim Reichenhallerstraße 67 D-83395 Freilassing Tel. +49 / 152 / 33590220 Tel. +43 / 676 / 9343148 Mail: [email protected] 29 Architektur AIS - Gesellschaft für Architektur mbH bauholzstadel + stadthäuser regensburg Auf dem Gelände – am idyllischen Unteren Wöhrd gelegen - befindet sich der ehem. Reichsstädtische barocke Bauholzstadel, der früher als Holzlager bzw. Abbundplatz benutzt wurde. Die vergangenen 20 Jahre diente das Ensemble auch als Lagerfläche der Dombauhütte und als Museumsarchiv des Schifffahrtsmuseums. Die noch vorhandenen Andenken aus jener Zeit wie ein großer Schiffsanker und eine Über-Mann-große Schiffschraube wurden nach der Sanierung liebevoll im Gelände integriert als Erinnerung an die frühere Nutzung. Der Architekt Martin Scheuerer hatte sich von Anfang an in das Objekt verliebt und die Idee gehabt den Stadel aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken. Im Inneren des Gebäudes ist die Mächtigkeit des Stadels mit seinem Volumen und Raumhöhen von jeweils 4 m pro Ebene sowie seiner wunderbar erhaltenen Zimmermannskunst noch voll erlebbar. In den eingebauten Holz-Raumboxen mit rund 2,60 m Höhe sind die Sanitär- und Schlafräume untergebracht. Als Gegensatz zum historischen Stadel wurden auf dem Gelände in klarer, moderner Architektursprache noch 5 Stadthäuser mit Dachterrassen und Panoramablick auf die historische Altstadt und Donau inkl. einer privaten Tiefgarage errichtet. 30 Journal AIS - Gesellschaft für Architektur mbH adressbox AIS - Gesellschaft für Architektur mbH Wöhrdstraße 54 c D - 93059 Regensburg Tel: +49 (0) / 941 / 58 61 810 [email protected] www.ais-regensburg.de Bauunternehmen Franz KASSECKER GmbH Egerer Straße 36 95652 Waldsassen 0 96 32 / 5 01 - 2 01 0 96 32 / 5 01 - 2 15 Wir gratulieren dem Bauherren zum gelungenen Umbau und der Sanierung eines denkmalgeschützten Bauholzstadels in Regensburg Generalunternehmer Kassecker [email protected] www.kassecker.de Vertrauen kann man nicht kaufen - aber erwerben ! 31 BEHNISCH ARCHITEKTEN rathaus bad aibling Das Rathaus definiert gemeinsam mit dem angrenzenden Marienplatz das Zentrum der oberbayerischen Bäderstadt Bad Aibling neu. Das ganzheitliche Entwurfskonzept des neuen Rathauses beinhaltet die Nutzung des erhalten gebliebenen Kellers des alten Rathauses von 1970 samt Gründung, dem auch die leichte Konstruktion als Betonskelettbau mit Holzwänden, beplankt mit auffallenden Holztafeln geschuldet ist. Der helle Granit des Marienplatzes zieht sich in das Gebäudeinnere als ein öffentlicher Weg, der durch das Rathaus führt, gesäumt von Läden und einem Café. Er geht über in 32 Architektur das mehrgeschossige Atrium, das die Nutzungen des Rathauses als fließender Raum für zufällige oder geplante Begegnungen verbindet. Stadtbücherei, Lesecafé, Bürgerservice, Trauzimmer, Büroräume und Sitzungssäle gliedern sich auf den einzelnen Ebenen an. Gleichzeitig wird durch das Atrium Tageslicht in das Innere des Hauses gebracht, gelenkt und reflektiert insbesondere von der nördlichen Atriumwand. Die skulpturalen Elemente der Wand setzen sich zu Brüstungen, Sitzbänken und Theken fort. Das Rathaus wird mit Holzpellets beheizt und mit dem vorbeifließenden Bach gekühlt. Konsequente Einsparung von Nutzenergie durch mechanische Lüftung mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung, LEDs, Bauteilaktivierung zum Heizen und Kühlen, Biomasse-Kessel und Kälte aus dem Mühlbach vervollständigen das ganzheitliche Konzept. Journal BEHNISCH ARCHITEKTEN bildnachweis David Matthiessen adressbox BEHNISCH ARCHITEKTEN Blumenstraße 17 D - 80331 München Tel: +49 (0) / 89 / 8 56 30 98 0 [email protected] www.behnisch.com 33 BEHNISCH ARCHITEKTEN 34 Architektur Journal BEHNISCH ARCHITEKTEN Fassaden aus Aluminium und Glas Dobler Metallbau – Erfahrung und Qualität im Fassadenbau Die Dobler Metallbau GmbH aus München hat seit 1982 die Gebäudelandschaft in Deutschland mitgeprägt. Es gibt kaum eine Großstadt, in der das Unternehmen nicht seine Spuren hinterlassen hat. Nach drei Jahrzehnten gehört das Unternehmen auf diesem Gebiet europaweit zu den führenden Firmen. Die Fassade des Bürgerhauses in Bad Aibling ergänzt seit neuem die umfassende Liste deutscher Referenzprojekte welche unter anderem den kleeblattförmigen BMW-Turm in München, das Terminal 2 des Münchner Flughafens sowie das zugehörige Airport Center, das neue Hochhaus des Süddeutschen Verlages in München, den Silver Tower oder das Palais Quartier „Jumeirah“, beide in Frankfurt am Main sowie die Fassade des Cologne Oval Offices in Köln umfasst. Alles Fassaden, die von Dobler konstruiert, gefertigt und montiert wurden. Forschung und Entwicklung, jahrzehntelange Erfahrung und höchste Qualitätsansprüche in der Dobler Gruppe führen zu ständigen Innovationen. Die eigenen Profil- und Beschlagsysteme werden kontinuierlich weiter entwickelt. Sie erfüllen jede Anforderung in der Fassadenindustrie und ermöglichen zahlreiche Sonderkonstruktionen. Rund 370 fest angestellte Mitarbeiter - Fachkräfte, vom Metallbauer bis hin zum Ingenieur, vereinen Handwerk und Hightech. Eine hohe Fertigungstiefe erhält das KnowHow der Mitarbeiter. Es bedarf fundierten Fachwissens und Erfahrung, um auch die zukünftigen, derzeit im Bau befindliche Fassadenprojekte wie z.B. das Krankenhaus Nord in Wien, den SkyKey-Tower in Zürich, das Sea Containers House in London, das Bikini Haus in Berlin oder das Projekt Allianz Campus in Unterföhring zu realisieren. Dobler Metallbau GmbH • Hansastr. 15 • D-80686 München • Tel. +49 89 570924-0 • Fax +49 89 570924-40 • www.dobler-metallbau.com 35 mab mauerhofer architekturbuero villa unter linden münchen pullach Ein Domizil mit grünem Ausblick in einem mit mächtigen Linden versehenen Grundstück. Im Haus ist für die vierköpfige Familie mit Hund viel Transparenz geboten, um das Gebäude vom grünen Umfeld durchdringen zu lassen. Eine der Linden ist über eine zweigeschossige Übereckverglasung im Wohnraum mit Galerie stets präsent und lässt gezielt die Vierjahreszeiten, vom Frühling bis zum Winter, in großen Teilen des Gebäudeinneren auch atmosphärisch intensiv erleben. Die Galerieebene birgt neben den Kinderzimmern im offenen Bereich den elterlichen Arbeitsplatz, mit inspirierendem Baumwipfelblick, zur Freude der als freie Journalistin tätigenden Hausherrin. Das an den Wohnbereich offen angebundene Foyer, bietet mit den Bücherregalen, mit dahinter versteckten Ausziehschränken reichlich Wohnatmosphäre und wird als solche auch vom Wohnbereich aus wahrgenommen. Selbst der Haushund scheint das Ambiente im Foyer zu genießen, da er sich gerade dort, an exponierter Stelle seinen Schlafplatz dauerhaft 36 Architektur Journal mab mauerhofer architekturbuero gesichert hat. Mit dem elterlichen Refugium mit Masterbad im Dachgeschoss, sowie den Räumen für Hobby, Gäste, Saunieren im Keller geschoss, werden die Ansprüche für ein familienfreundliches Wohnen mit Hund, auf 265 m² Wohnnutzfläche erfüllt. Das mit viel Licht durchflutete Haus ist mit transluzenten motorgesteuerten Außenrollos lichtgedämpft und effizient beschattet, ohne die Sicht ins umliegende Grün zu unterbinden. Kultivierter Purismus bestimmt das Ambiente im Inneren in geradliniger und sachlicher Geometrie. Erzielt mit exquisitem Mobiliar und Kombinieren von weißen Oberflächen mit gedämpften Farben. Die auf hochwertigen Innenausbau spezialisierte Schreiner- Manufaktur, hat die geplanten Lack– und Beschichtungs- sowie die satinierten und lackierten Glaselemente, mit höchster Präzision nach Architektenplänen maßgefertigt. Der mit vielen Glasflächen erwirkten Transparenz, werden Parketböden, Teppiche und farbig eingefügte Wandscheiben für ein behagliches Wohnen entgegengesetzt. adressbox mab mauerhofer architekturbuero Possartstraße 9 D - 81679 München Tel: +49 (0) / 89 / 99 89 45 17 [email protected] 37 mab mauerhofer architekturbuero Das kommunikative Zentrum ist die Küche im Erdgeschoss mit Bar-, Ess- und Bibliotheksfunktion, an die sich offen mit reichlich Platz die Bereiche Wohnen und Essen gliedern. Die wiederum öffnen sich südseitig zu einer markiseüberdachten Holzterrasse, die barrierefrei in den begrünten Gartenteil übergeht. Das als KfW 70 in ziegelmassivbauweise konzipierte Gebäude ordnet sich durch seine schlichte Architektur und Farbe in die umliegende, noch zum Teil bestehende alte Siedlerhausstruktur wohlwollend ein und steht selbstbewusst als Gegenpol zu einzelnen im Umfeld befindlichen bunten Stilmixhäusern. Das an der Ostseite des Gründstücks, durch die im 20 Minutentakt vorbeifahrende S–Bahn generierte Zuggeräusch, wird mit einer massiven und begrünten, auch optisch ansprechenden 2 Meter hohen Betonwand, im Garten auf absolute Verträglichkeit minimiert und durch Einsetzen von ostseitigen Schallschutzfenstern im Gebäudeinneren, auf nahezu Null reduziert. Durch diese bauliche Maßnahme wird die bahnnahe grundstückrückseitige Lage durch einen unverbauten weiten Grünblick mit großflächigen Grünzonen zu den Nachbargebäuden, erfreulich aufgewertet. Ein vom Bauherrn selbst konzipiertes Baumhaus im hohen Geäst einer weiteren Uraltlinde, ermöglicht nicht nur den beiden Juniorinnen des Hauses ein noch naturnäheres Wohnen, als es durch die gegebene Gebäudetransparenz ohnehin schon möglich ist. 38 Architektur Die an diesem Haus vom Dach bis zum Keller verwendeten hochwertigen natürlichen Baustoffe, wie Ziegel, Beton Holz, und Mineraldämmstoffe, in Verbindung mit einer regenerativen Wärmeversorgung über die Geothermie, ergeben neben einer guten Energieeffizienz auch die gewünschte Nachhaltigkeit eines Wohngebäudes. Das im Jahr 2011 fertig gestellte Wohnhaus, wurde im besten Einvernehmen zwischen Bauherren, Architekt und Auftragnehmern geplant und budgetkonform mit Gebäude , Inneneinrichtung und Freianlagen errichtet. Journal mab mauerhofer architekturbuero XXXTDISFJOFSFJNBZSEF 39 Architektur aasta architekturatelier stadler gmbh wohnanlage dachau Unweit der historischen Stadtmitte und des Renaissanceschlosses, die auf der ersten topografischen Erhebung nördlich der Münchner Schottenebene liegen, wird seit der Zeit des Jugendstils der Nordhang unter dem Schlossgarten, am ehemaligen Burgfrieden, durch Villen und Wohnhäuser besiedelt. Hier wurde ein Einfamilienhaus aus den fünfziger Jahren durch die Wohnanlage mit vier Doppelhaushälften und einer Tiefgarage ersetzt. Es kommen bis zu zwanzig Bewohner in den Genuss, in sehr gut angebundener Wohnlage, mit guter Grundversorgung und vielfältigem kulturellem Angebot behaglich und komfortabel im Grünen leben zu können. In der Umgebung dominiert das für Dachau und das nördliche Oberbayern traditionelle, verputzte Haus mit Steildach. Die neuen Häuser fügen sich mit der Dachneigung, der Ziegeldeckung und den großen verputzten Stehgauben ohne Dachüberstände in die Umgebung ein. Sie wollen sich aber auch mit den großen Öffnungen der Dachloggien, der Beschränkung und Disziplin bei Fenstertypen- und -proportionen und durch Reduktion bei Material und Farbe zeitgemäß und eigenständig zeigen. Dies gilt auch für die Konstruktion, die deutlich mehr leistet als es der gesetzliche Wärmeschutz fordert, da 40 für die nicht erdberührten Wände, die Decken und die Dächer überwiegend der nachwachsende Rohstoff Holz verwendet wurde. Somit dient das architektonische Konzept und seine anspruchsvolle Umsetzung auch dem Wohl der kommenden Generationen. Journal aasta architekturatelier stadler gmbh adressbox aasta architekturatelier stadler gmbh Wieningerstr. 22 D - 85221 Dachau Tel: +49 (0) / 8131 / 66 89-11 [email protected] www.aasta.de 41 Architekturbüro Pollok + Gonzalo Architektur KINDERTAGESSTÄTTE kraiburg KONZEPT Das Konzept für das zweigeschossige Gebäude ging als Sieger eines Wettbewerbs hervor und konnte nahezu unverändert ausgeführt werden. Das Gebäude mit seinem fast quaderförmigen Umfang ist am nördlichen Rand des Grundstücks platziert. Alle Aufenthaltsräume öffnen sich nach Osten und Süden mit Anschluss an die Spielflächen. Die Verwaltungs- und Nebenräume bilden als Block den Abschluss nach Norden. Die Kindergarten- und Krippengruppen bilden mit ihren Intensivund Nebenräumen deutlich ablesbare räumliche Einheiten, und sind über zwei Geschosse um eine große Halle angeordnet. Gleich große Einheiten ermöglichen eine hohe Flexibilität für zukünftige Bedarfsänderungen. Die Garderoben schaffen für je zwei Gruppenräume den Bezug zwischen innen und außen. Die räumliche Gliederung der Einheiten sowie ihr Bezug zur Halle und zum Außenraum erlaubt eine offene, gruppenübergreifende Arbeit, wie auch einen Rückzug in pädagogisch verträgliche Größen für konzentrierte Aktivitäten. Die Halle, zentraler Treffpunkt und Verteiler, bietet durch den direkten Anschluss zu den Gruppenräumen und dem Essbereich zahlreiche Möglichkeiten für informelle Nutzungsangebote. KONSTRUKTION Formale Klarheit und eine kompakte, einfache Gebäudehülle legen die Grundlage für eine energieeffiziente und wirtschaftliche Konstruktion. Immaterieller Mehraufwand in der Planung spart später materielle Investitionen am Bau. Das Gebäude ist eine Mischkonstruktion aus einer hochgedämmten Gebäudehülle in Holzbauweise und tragenden massiven Innenwänden. Die schweren Bauelemente regulieren durch 42 Journal Architekturbüro Pollok + Gonzalo ihre thermische Speicherwirkung die Raumtemperaturen im Sommer. Die Fassaden in Holzrahmenbauweise sind überwiegend verputzt, aber auch mit hinterlüfteten Faserzementplatten verkleidet. Bei der Wahl der Baustoffe wurde besonderer Wert auf ökologisch unbedenkliche Materialien gelegt. Durch die kompakte Planung, die homogene und wärmebrückenfreie Dämmung der Gebäudehülle, werden die Wärmeverluste durch die Gebäudehülle minimiert. Das günstige A/ V-Verhältnis bewirkt neben einer Reduktion der Wärmeverluste ebenfalls eine Minimierung der kostenintensiven Fassadenflächen. Der Balkon, zusammen mit den fest stehenden Lamellen schützt die verglaste Südfassade vor Überhitzung. Diese Elemente sind nach dem Sonnenstand im Jahresverlauf dimensioniert und lassen im Winter Solargewinne zu. ENERGIEEFFIZIENZ Die kompromisslose Anwendung klassischer PassivhausPrinzipien zielt auf eine hohe Energieeffizienz: Ausrichtung nach Süden und hohe, homogene Dämmung der Gebäudehülle, südorientierte Fenster und nach Jahreszeiten abgestimmter Sonnenschutz, natürliche Lüftung im Sommer, mechanische Lüftung im Winter. Der Erfolg eines energieeffizienten Konzeptes ist jedoch in vielerlei Hinsicht vom Nutzerverhalten abhängig. Eine einfache Konzeption und eine technische Ausrüstung mit verständlicher Funktionsweise garantieren die aktive Mitwirkung des Nutzers. Ein dezen- trales, mechanisches Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung bewirkt eine Reduzierung der Lüftungswärmeverluste im Winter. Damit ist eine kontinuierlich gute Luftqualität ohne Zugerscheinungen garantiert. Je zwei Gruppenräume werden über eine Lüftungsanlage versorgt. Diese Aufteilung ermöglicht kurze Leitungswege und ein hohes Maß an Flexibilität in der Nutzung und Regelung. Aufwendige Konstruktionen für den Brandschutz werden dadurch ebenfalls vermieden. Im Sommer kann durch die natürliche Lüftung über Öffnungsflügel auf die mechanische Lüftung verzichtet werden. Kippbare Oberlichter in der Fassade und Dachöffnungen in der Halle ermöglichen eine nächtliche Lüftung zur Abkühlung des Gebäudes. Die Summe dieser Maßnahmen erlaubt den Energiebedarf bei einer kostengünstigen Ausführung auf Passivhausniveau zu senken und dadurch die Betriebs- und Unterhaltskosten zu minimieren. adressbox Architekturbüro Pollok + Gonzalo Hermann-Lingg-Str. 10 D - 80336 München Tel: +49 (0) / 89 / 53 02 60 60 [email protected] www.pollok-gonzalo.de 43 Architekturbüro Pollok + Gonzalo X-TEND Edelstahlnetze von Carl Stahl GmbH 44 Architektur X-TEND Edelstahlnetze von Carl Stahl an Kindergärten und Schulen Rundum vernetzt für unbeschwerte Spielfreude Klettern, Toben und ausgelassenes Spielen gehören in Kindergärten und Schulen zum Alltag. Sicherheit muss dabei immer an erster Stelle stehen, aber möglichst ohne die Kinder beim Spielen zu beeinträchtigen. Mit seinen architektonisch anspruchsvollen Netzlösungen hat der Edelstahlseilspezialist Carl Stahl überzeugende Wege gefunden, genau das zu erreichen. Zahlreiche Kindergärten und Schulen im In- und Ausland sind bereits mit X-TEND Edelstahlnetzen von Carl Stahl ausgestattet. Die Funktionen übersteigen dabei die eines normalen Fangnetzes deutlich. So kommt X-TEND beispielsweise im Kindermuseum Berlin als Absturzsicherung zum Einsatz. Während die kleinen Entdecker in bis zu acht Metern Höhe auf verschiedenen Ebenen klettern, sichert das Edelstahlnetz sie an den Seiten auf scheinbar unsichtbare Weise. Das edle Design mit den feinen Maschen wirkt dabei leicht und unbeschwert, während die Verbindung aus dünnen Edelstahlseilen und kraftschlüssig verpressten Klemmen eine belastbare Struktur ergibt. Unauffällig und dennoch ein Maximum an Funktionalität bietend, kommt X-TEND zudem häufig als Geländerfüllung zum Einsatz. In Kindergärten und Schulen sind hier besondere Anforderungen zu berücksichtigen, auf die dank der auftragsbezogenen Herstellung jedes X-TEND Netzes individuell eingegangen werden kann. Kleine Maschenweiten ab 40 Millimeter verhindern, dass das Netz für Kinderfüße zur Klettergelegenheit wird. Je nach Erfordernis kann X-TEND mit größeren oder kleineren Maschenrauten sowie mit unterschiedlichen Maschenausrichtungen gefertigt werden. Auf diese Weise eignet sich das Edelstahlseilnetz sowohl für Modernisierungen als auch für Neubauten. Im Kindergarten Magic Cube in Wien kommt das Edelstahlnetz X-TEND auf wieder andere Weise zum Einsatz: Rund um das würfelförmige Gebäude sind zahlreiche offene Fassadenflächen mit dem flexibel-robusten Netz versehen. Die transparenten, gebäudehohen Abtrennungen erlauben eine lichtdurchlässige Architektur ohne Sichteinschränkung, die dennoch Sicherheit für die Kindergartenkinder bietet. Gleichzeitig fungieren die X-TEND Netze als Rankhilfen für einzelne Efeupflanzen, so dass die Fassade bereits nach kurzer Zeit von natürlichen grünen Elementen durchzogen sein wird. HERLE + HERRLE architekten Architektur kindergarten ingolstadt Der Ersatzneubau der 2-gruppigen Kindertagesstätte wurde südlich der Kirche St.Lukas und südwestlich des zugehörigen Gemeindehauses errichtet. Die drei Baukörper bilden so einen dreiseitig umbauten Hof, in dem sich auch die einzelnen Eingänge befinden. Der Grundriss der Kindertagesstätte ist klar dreigegliedert. Von Osten nach Westen steckt sich der Eingang mit Garderobe und Elternwartezone sowie dem Essplatz durch das Gebäude. Nach Norden hin orientieren sich die Nebenräume (Verwaltung, Küche, Lager, WCs) und nach Süden hin die Gruppenräume mit Bewegungs- und Ruheräumen. Diese öffnen sich mit ihren raumhohen Holz/Alu-Fenstern großzügig zum Garten mit Spielplatz. Besonderer Wert wurde bei der Planung darauf gelegt, die zahlreichen bestehenden Bäume weitestgehend zu erhalten. So wurde auch - um die Eingriffe in den Boden zu minimieren - auf einen Keller verzichtet. Der Massivbau hat ein mineralwollegedämmtes Folien-Flachdach auf Trapezblech. Die Optik der Eingangs- und Straßenfassade ist bestimmt durch individuell gestaltete und geformte Betonfertigteilflächen, einen hohen Glasanteil und eine auflockernde Holzspalierverkleidung aus unbehandelter sibirischer Lärche. Innen sorgen weiße Türelemente mit Glasseitenteilen für Leichtigkeit und Transparenz, einen Blickfang bilden die Paneelwände mit geöltem Nußbaumfurnier in der Eingangshalle. Die Einbaumöbel halten sich durch ihre einfache Gestaltung und weiße/hellgraue Oberflächen zurück oder setzen (im WC-Bereich) vereinzelte Farbakzente. Als Fußbodenbeläge wurden Linoleum (hellgrau, marmorierte Optik) und großformatige anthrazitfarbene Fliesen gewählt. Auf diese Weise bietet das Gebäude einen hellen, einladend warmen und dabei neutralen Hintergrund, der durch die Nutzer individuell ausgestaltet wird. 46 adressbox HERLE + HERRLE architekten Sudetenlandstr. 21 D - 86633 Neuburg Tel: +49 (0) / 8431 / 4 78 33 [email protected] www.herle-herrle-architekten.de Journal Eck-Hogaplan jugendwohnheim münchen Haus 3 – Wohnheim: Das Gebäude wird energetisch saniert mit einem Wärmedämmverbundsystem und einer Isolierverglasung. Die Zimmer werden mit sanitärem Vollkomfort in Form von Sanitärfertigzellen ausgerüstet. Um die Zimmerflächen in gegenwärtiger Größe erhalten zu können werden die Aussenwände zur Balkonkante vorgesetzt und die Balkonfläche der Zimmerfläche zugeschlagen. Zur Ausführung kommen Mauerwerksarbeiten und in geringerem Umfang Beton- und Stahlbauarbeiten sowie die herkömmlichen Ausbaugewerke. Auf dem Flachdach wird eine eingeschossige Aufstockung in Holzständerbauweise vorgenommen. Das zusätzliche Geschoss ist um 3,0 m von der Fassade zurückgesetzt und erhält somit eine umlaufende Terrasse und ein Walmdach mit Blecheindeckung analog den bereits sanierten Häusern 1 und 2. Die haustechnischen Gewerke Heizung (Fernwärme), Sanitär, Lüftung und Elektro werden weitgehend erneuert. Haus 4 – Verwaltungsgebäude: Das Gebäude erhält ebenfalls ein Wärmedämmverbundsystem und eine Isolierverglasung. Im Erdgeschoss werden die Büros des Vorstandes und der Heimleitung untergebracht und im Obergeschoss das Büro der Verwaltung des KJSW. Auch hier kommen hauptsächlich die üblichen Ausbaugewerke, Mauerwerksarbeiten und in geringem Umfang Beton- und Stahlbauarbeiten zur Ausführung. Anstelle des Flachdaches wird ein nicht ausgebautes Walmdach mit Blecheindeckung analog den Häusern 1 bis 3 erstellt. Die haustechnischen Gewerke Heizung (Fernwärme), Sanitär, Lüftung und Elektro werden weitgehend erneuert. adressbox Eck-Hogaplan Bahnhofstraße 6 D - 83646 Bad Tölz Tel: +49 (0) / 8041 / 7 73 06 [email protected] www.eck-hogaplan.de 47 Architektur Journal doppelturnhalle rottmayr gymnasium laufen Der Landkreis investierte rund 3,2 Millionen Euro in den Neubau einer modernen und wettkampftauglichen Doppelturnhalle beim Rottmayr-Gymnasium in Laufen. In der neuen Halle gibt es auch eine Kletterwand. 48 Architektur Journal Architektur Journal Tischlerei H+M Kletzling 13 D-83410 Laufen Tel. +49 (0)8682 - 809633 Fax: +49 (0) 8682 - 809634 [email protected] www.tischlereihm.eu 49 Architekturbüro SAM HCM Hochschulcampus München Projekt: Erweiterung der Hochschule München an der Dachauer Straße, München Neuhausen. Auf dem Hochschulgelände an der Dachauer Straße wurde 2012 die Erweiterung der Hochschule München fertiggestellt. Die HCM I GmbH & Co. KG als hundertprozentige Tochter der Münchener Grundbesitz VerwaltungsGmbH realisierte das Objekt und hat es an den Freistaat Bayern vermietet. Das Planungs- und Baufenster war äußerst knapp bemessen. Bereits ab dem Sommersemester 2012 wurde der Hochschulbetrieb in den neuen Vorlesungs- und Seminarräumen auf dem ca. 6.000 m2 großen Grundstück aufgenommen. Somit wurde den Anforderungen des doppelten Abiturjahrgangs 2011 Rechnung getragen und fristgerecht ein repräsentativer Erweiterungsbau geboten. Ein öffentlich zugängliches Café rundet das Raumprogramm ab. Fassade: Um der besonderen Bedeutung des Projektes gerecht zu 50 Architektur werden, wurde ein Realisierungswettbewerb für Teilbereiche und insbesondere für die Fassadengestaltung ausgelobt, aus welchem das Preisgericht die Arbeit von Steidle Architekten als 1.Preis gewählt hat. Die weitere Umsetzung der Planung erfolgte durch SAM Architekten. Für die Fassaden wurde eine gleichmäßige Perforation mit unterschiedlich großen Öffnungen geplant. In Anlehnung an das benachbarte Zeughaus wird eine mehrfarbige Klinkerriemchenfassade realisiert, welche vergleichbar eines gewebten Tweedstoffes ein eigenständiges modernes Erscheinungsbild erzeugt. Städtebaulicher Kontext: Die Neuplanung wird nicht nur einem hohen architektonischen Anspruch gerecht, sondern überzeugt auch in der Lösung komplexer städtebaulicher Anforderungen. So befinden sich in nächster Nachbarschaft mehrere denkmalgeschützte Gebäude. Vor allem das Zeughaus aus der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts, welches das Grundstück im Nordwesten begrenzt, ist mit seinen 145 Metern Länge von hoher städtebaulicher Dominanz. Der Erweiterungsbau der Hochschule bildet den Auftakt einer neuen städtebaulichen Entwicklung. Der Ausbau des Hochschulstandorts wird als Teil des geplanten „Kreativquartiers“ zukünftig ein Kultur- und Bildungszentrum in München darstellen. Die Journal Entwicklung zu einem echten Campus schließt eine Freiflächengestaltung mit hoher Aufenthaltsqualität, und eine durchdachte Wegeführung durchs Gelände ebenso ein wie die Gestaltung einer Trambahnwendeschleife auf dem Gelände. Das Abrücken vom angrenzenden Nachbargebäude an der Dachauer Straße betont die Eigenständigkeit des Hochschulbaus und nimmt die zu erwartende städtebauliche Dichte der künftigen Bebauung vorweg. Der Komplex gliedert sich in zwei Gebäudeteile: dem Institutstrakt an der Dachauer Straße und dem Hörsaaltrakt, der sich Uförmig um einen Hof entwickelt. Architekturbüro SAM bildnachweis Stefan Müller-Naumann adressbox Architekturbüro SAM Mauerkircherstraße 103 D - 81925 München Tel: +49 (0) / 89 / 98 24 94 47 [email protected] www.rosa-alscher.de 51 Architektur Journal Architektur Kindertagesstätte St. Andreas teisendorf Der Pfarrkindergarten St.Adreas wurde umgebaut und renoviert. Die Umbaumaßnahmen wurden aufgrund der neuen Brandschutzbestimmungen vorgeschrieben. Im Zuge dessen bot sich auch eine Renovierung nach einer über 30jährigen intensiven Nutzung des Kindergartens an. Aufgrund der umfassenden Bauarbeiten (neue Fenster, sanitäre Anlagen etc....) konnte eine reibungslose Fortsetzung des Kindergartenbetriebes in einer Container-Modul-Lösung gewährleistet werden. Die extra für solche Fälle konzipierten „Container“ sind vollwertige Räume. Diese Lösung hat den großen Vorteil, daß für die Kinder so wenig Veränderungen als möglich in Kauf genommen werden mussten. 52 Weber Home Style Möbel - Küchen - Accessoires Am Sonnwiesgraben 4 83404 Ainring Tel. +49 (0) 8654 - 1705 Fax: +49 (0) 8654 - 62069 [email protected] www.weber-home-style.de Journal Link LandschaftsArchitekten krankenhaus ruhpolding Wege: Geschwungene Wege eröffnen neue Perspektiven – neue Sichtweisen – neue Raumfolgen. Für das Auge bedeutet das Abwechslung – es macht neugierig, regt zum Fortbewegen, zum Erkunden an. Alle relevanten Ein- und Ausgänge sind an das Wegesystem angeschlossen. Plätze: Ein zentraler runder Platz lädt zum Sitzen und Entspannen ein. Er ist nach Süden ausgerichtet und schützt mit einer halbrunden Mauer vor Wind und Einblicken der Patientenzimmer. Das runde Platzmotiv wiederholt sich als Gestaltungselement im südlichen Bereich beim stilisierten Bachlauf mit angedeutetem Wasserspiel. Pflanzbeete: Blühende und duftende Pflanzbeete werden auf Grund ihrer Farbigkeit und unterschiedlicher Blattstrukturen als belebendes Element in die Rasenflächen eingebunden. Biergarten und Kantine: Durch die Anbindung des Parks an die öffentlichen Wege wird der Biergarten auch für externe Besucher interessant. Die Lage am nördlichen Rand gewährt einen Überblick über den gesamten Park. Durch das Element Biergarten erreicht man ein Miteinander der Generationen, eine Abkehrung aus der Isolation mit Kontakt zur Umgebung und Umwelt. Sinnparcours: Durch die unterschiedliche Pflanzen- und Materialauswahl werden bewusst die Sinne und Wahrnehmungen angeregt. Der Mensch in seiner Ganzheit wird angesprochen. adressbox Link LandschaftsArchitekten Grenzstraße 12a D - 84503 Altötting Tel: +49 (0) / 8671 / 8 59 37 [email protected] www.link-landschaftsarchitekten.de 53 Architektur HÄRING SPEZIALTIEFBAU Leistung mit Tiefenwirkung www.haering-bau.de Inserentenverzeichnis Artluce Produktions GmbH / S.35 Bauer Andreas GmbH / S.41 BECKER Lichttechnik / S.26 Berchtenbreiter GmbH / S.9 BIOENERGIE Berchtesgadener Land GmbH / S.23 Carl Stahl GmbH / S.45 CHIEMSEE-KÄLTE GmbH / S.23 Dobler Metallbau GmbH / S.35 GMACH Bauservice GmbH / S.17 GROSSMANN Bau GmbH & Co. KG / S.49 Häring Spezialtiefbau / S.54 HARLANDER Baumanagement GmbH / S.56 Ingenieure Bamberger GmbH & Co KG / S.9 Joro Türen GmbH / S.27 KASSECKER Franz GmbH / S.31 MAYR Schreinerei & Möbelmanufaktur / S.39 54 michelbach | gruppe Vertriebs AG | produktions gmbh / S.10, 11 Miehling Hermann / S.46 Obermeier Holzbau GmbH / S.35 Objekt-Design Raumausstattung / S.29 Rebl Malerei / S.17 REPS GmbH / S.17 SHARUK Spenglerei Dachdeckerei GmbH / S.35 Stark Glaserei und Zinngießerei / S.23 Straßer Manfred Pflaster- und Gartenbau / S.53 THUMO professionell / S.23 Tischlerei H & M / S.49 Weber Home Style / S.52 Journal PROJEKTENTWICKLUNG BAUMANAGEMENT GENERALUNTERNEHMER BAUTRÄGER BAUMANAGEMENT GmbH. Marktplatz 1 A 5620 Schwarzach i. Pg. Tel.: + 43 (0)6415 50060 www.harlander.cc