Fassaden - MBN Bau AG

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IV/2017 | € 8,50
Fassaden
DIE ZUKUNFT DER GEBÄUDEHÜLLE
Nachhaltige Holzfassaden oder intelligente High-Tech-Fassaden
INTERVIEW MIT ARCHITEKT HADI TEHERANI
DIE FASSADE ALS ERSTER EINDRUCK
editorial
Alles aus eigener Hand
Liebe Leserin,
lieber Leser,
Kristian Mihm
nicht nur bei zwischenmenschlichen Beziehungen, auch bei Gebäuden zählt der erste Eindruck. Die Fassade gibt sehr viel davon Preis,
was uns im Inneren erwartet. Wobei man sich hier, wie bei Menschen
auch, täuschen kann. Nicht hinter jeder sanierten Wohnanlage sind
auch zeitgemäße Wohnungen zu finden. Dagegen kann man hinter
der ein oder anderen in die Jahre gekommenen Fassade Schätze an
Wohnkultur entdecken.
Der Trend in der Fassadengestaltung geht zu modernen Gebäudehüllen mit viel Glas. Dabei werden aber gegebenenfalls traditionelle,
städtebauliche Akzente der Umgebung integriert. Die Technisierung
und Digitalisierung macht auch vor den Außenwänden nicht halt.
Fassaden werden durch innovative Neurungen immer mehr zu „intelligenten Organismen“, die selbst Strom erzeugen und eigenständig
auf unterschiedliche Sonneneinstrahlung reagieren. Diese Ausgabe
steht ganz im Zeichen der Gebäudehülle und den Entwicklungen bei
ihrer Gestaltung. Sogar bei der Textilmesse „Techtextil 2017“ war ein
Schwerpunkt die Herstellung von textilen Baustoffen. Unsere Auswahl
an Projekten zeigt ebenfalls ein interessanten Einblick in die Verschiedenheit und Aussagekraft von Fassaden. Von dem neugotischen Antlitz eines Gotteshauses mit zeitgemäßen Kubus-Anbau bis zu modernen Bürogebäuden mit Glasfassaden.
 Mehr Informationen
[email protected]
Was in Zukunft im Bereich der Fassadengestaltung möglich sein wird,
wird Anfang Oktober Thema auf der internationalen Konferenz zur Zukunft der Gebäudehülle in Bern sein. In jedem Fall wird die Fassade
ein wichtiges Gestaltungsmerkmal und Ausdrucksform des Architekten bleiben. In diesem Sinne …
Ihr Kristian Mihm
Redaktionsleiter
PFEIFER
SEIL- UND HEBETECHNIK GMBH
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inhaltsverzeichnis
2015
Fassaden
3 EDITORIAL
88 TERMINE
90 ABOSERVICE & IMPRESSUM
20
Interview mit Architekt Hadi Teherani
Die Fassade als erster Eindruck
24 10.000 Diamanti zieren die Fassade
Die äußere Hülle des Marienplatz 22 ist fertig
6
Mit dem Auto in die Wohnung – Eröffnung des weltweit ersten Porsche Design Tower in Miami
26 Dreifache Nachhaltigkeit
Deutscher Holzbaupreis für Aktivhaus
8
Neue Arbeits-Welten in München – conceptsued° realisiert die Allianz Global Digital Factory
30 Die Gebäude der Zukunft
Intelligente Fassaden
10
Ganz in Weiß
UPPER WEST nach vier Jahren fertiggestellt
32 Wenn der Regen stärker wird
Fassadenwässerung in Zeiten des Klimawandels
12
Wirkung von Holz auf das Raumklima
Internationales Forschungsprojekt erhebt Daten
34 Mehr Transparenz
Glas als beliebtes Fassadenelement
14
Neuer Turm für die Frankfurter Skyline
Grundsteinlegung für Marienturm und Marienforum
36 Brandschutz „Made in Europe“
Internationales ift-Brandschutzforum am 21./22. Juni in Rosenheim
16
Stadtreparatur mit historischer Anlehnung
Entwicklung des Areals an der Neusser Straße in Düsseldorf-Unterbilk
38 Ohne zusätzliche Wärmedämmung
Monolithischer Geschossbau am Schinkelplatz
18
Freie Sicht zu den Sternen
Wiedereröffnung des Planetarium Hamburg
40 Textilindustrie eine dynamische Hightech-Branche
Textile Innovationen auch im Bauwesen
41 Verbindung von Tradition und modernem Erscheinungsbild – Klinkerbauweise und moderner
Glaskubus vereint
projekte
42 AUF WACHSTUMSKURS
Neubau Niederlassung und Akademie Würth
60 WOHNEN MIT SEEBLICK
Neubau Fünf Morgen Urban Village, Berlin
48 Tunnelbau und „Skybox“
Neubau Erweiterungsgebäude des DEG Campus
68 BESONDERE WOHNQUALITÄT
Neubau Wohnquartier „Cedelia“, Berlin-Zehlendorf
52 POLYGONAL TERRASSIERT
Neubau des Verwaltungsgebäudes
der Südwestmetall-Bezirksgruppe
72 PREISBEWUSSTE ARCHITEKTUR
Neubau Eigentumswohnanlage der VILIS GmbH
56 ARBEITEN IM GRÜNEN
Neubau von zwei Bürogebäuden am BelsenPark
4
architektur international
78 EINE HERZENSANGELEGENHEIT
Neugestaltung und Erweiterung der
Pfarrkirche St. Augustin, Coburg
42
48
52
56
60
68
architektur international
5
aktuelles
+ + + Newsflash + + +
München – Aus dem ehemaligen
Temmler-Areal im Osten Münchens
wird: „Die Macherei“. Geplant ist ein
urbanes Büro- und Gewerbequartier,
das national wie international etablier te Unternehmen und Star t-ups
anzieht, zugleich aber auch Mehrwerte
für den Bezirk Berg am Laim schaffen
soll. Der Baustart ist für Herbst 2017,
die Fer tigstellung für Ende 2019
vorgesehen. Auf der 26.400 Quadratmeter großen Grundstücksfläche
an der Berg-am-Laim-Straße wurde
schon im Januar mit dem Abbruch
der brachliegenden Industriegebäude
des Arzneimittelherstellers Temmler
begonnen. An ihrer Stelle plant der
Projektentwickler ab Herbst 2017
den Bau von insgesamt sechs Gebäuden. Für den stadtplanerischen
Entwurf zeichnet das Büro OSA Ochs
Schmidhuber Architekten aus München verantwortlich. Zudem haben
die Projektpartner Ende 2016 einen
Architekturwettbewerb ausgelobt.
Acht namhafte nationale und internationale Büros wurden eingeladen,
ihre Entwürfe einzureichen. Auf den
ersten drei Plätzen behaupteten sich
HWKN Hollwich Kushner aus New
York, Henning Larsen Architects aus
Kopenhagen/München sowie msm
meyer schmitz-morkramer aus Köln/
Frankfurt.
Düsseldorf – Die INTERBODEN Gruppe aus Ratingen hat ein Grundstück
von der Stadt Düsseldorf erworben,
um eine Projektenwicklung im begehrten Osten der Landeshauptstadt
zu realisieren. Mit dem Ankauf des
Grundstücks verstärkt INTERBODEN
sein Engagement in Düsseldorf. Das
neu erworbene Grundstück liegt an
der Dreher- und Radebergerstraße
im Stadtteil Gerresheim. Gerresheim
gehört zu den ältesten Stadtteilen
Düsseldorfs mit einer hervorragenden
Infrastruktur. Auf dem insgesamt 8.476
Quadratmeter großen Grundstück plant
INTERBODEN ca. 100 Wohneinheiten
und einen Lebensmitteleinzelhändler.
Bei einem voraussichtlichen Baubeginn im Frühjahr 2017, ist die Baufertigstellung für Ende 2018 geplant.
6
architektur international
Mit dem Auto in die Wohnung – Eröffnung des
weltweit ersten Porsche Design Tower in Miami
M
it dem Porsche Design Tower Miami stellten Porsche Design und
Dezer Development Anfang diesen
Jahres eine architektonische und
ingenieurtechnische Meisterleistung
vor. Der Porsche Design Tower Miami
ist das erste Wohnimmobilienprojekt
von Porsche Design und vereint die
charakteristischen Eigenschaften der
Marke: funktionales Design, technische Innovation, und zukunftsweisende Technologien. Highlight des
60-stöckigen Towers ist das patentierte,
revolutionäre Autoaufzug-System. Der
sogenannte „Dezervator“ bringt die
Bewohner in ihrem Fahrzeug sitzend
in ihr luxuriöses Zuhause „in den
Wolken“. „Die Eröffnung des ersten
Porsche Design Tower ist ein sehr
bedeutender Moment, der mich unglaublich stolz macht“, sagt Gil Dezer,
President von Dezer Development. „Es
gibt wahrscheinlich auf der ganzen
Welt kein zweites Gebäude, das über
ein derart innovatives Konzept auf
höchstem Qualitätsniveau verfügt.
Der Porsche Design Tower Miami
gibt nicht nur der Skyline von Miami
Beach ein neues Gesicht, sondern
setzt auch neue Maßstäbe auf dem
Luxuswohnungsmarkt“.
AUTOMATISIERTER AUTOAUFZUG
Die Realisierung des Porsche Design
Tower Miami stellt eine beachtliche
Errungenschaft dar, insbesondere
im Hinblick auf die automatisierten
Autoaufzüge. Die Komplexität des innovativen Systems stellte die am Projekt
beteiligten Entwickler und Ingenieure
vor eine Reihe völlig neuartiger ingenieur- und konstruktionstechnischer
Herausforderungen. Dem Team ist
es gelungen, diese erfolgreich zu
meistern und mit dem „Dezervator“
nicht nur die Parktechnologie auf eine
neue Entwicklungsebene zu heben,
sondern – durch die Möglichkeit, den
Autostellplatz in den Wohnbereich
zu integrieren – auch das Wohnkonzept völlig neu zu definieren. Der
Autoaufzug ist allerdings nur einer
der luxuriösen Besonderheiten, die
der Porsche Design Tower Miami
aktuelles
+ + + Newsflash + + +
seinen Bewohnern bietet: Fast alle
Wohneinheiten sind mit einem Pool
und einer Outdoor-Küche auf dem
Balkon ausgestattet. Dies ist ein
absolutes Novum in ganz Miami und
üblicherweise Penthouse-Wohnungen
vorbehalten.
LUXUS PUR
Zu weiteren Annehmlichkeiten der
Luxusimmobilie gehören ein moderner
Spa- Bereich mit Vichy-Duschen, ein
Sonnendeck mit zwei extra großen
Whirlpools, ein Ballsaal mit Meerblick
und diverse Clubräume. Unter den
Clubräumen finden sich auch ein Kino,
in dem die neuesten Filme gezeigt
werden, sowie ein „Gameroom“, der
unter anderem mit modern Renn- und
Golfsimulatoren ausgestattet ist. Ein
„Fahrzeug-Concierge“ kümmert sich
außerdem um die Autos der Bewohner und übernimmt Services wie die
regelmäßige Wartung, Reifenwechsel,
Autowäsche und vieles mehr. „Die
Fertigstellung des Porsche Design
Tower Miami miterleben zu dürfen,
ist ein ganz besonderer Moment für
die Marke Porsche Design. Das funktionale Design, welches die DNA der
Marke ausmacht, wird die Bewohner
in allen Bereichen des täglichen Lebens begleiten und eine einzigartige
Wohnqualität bieten: Eine perfekte
Mischung aus Funktion und Technologie. Wir freuen uns sehr, das Grand
Opening des Porsche Design Tower
Miami gemeinsam mit unserem Partner
Gil Dezer zu feiern“, so Jan Becker,
CEO der Porsche Design Group.
Fotos: Porsche Design
Berlin – Nach dem Pierre Boulez
Saal ist im Frühjahr auch die private
Barenboim-Akademie eröffnet worden
– „Musik für das denkende Ohr“ lautet
der Titel der ersten Saison. Die von
Daniel Barenboim gegründete Akademie versteckt sich im ehemaligen
Magazingebäude der Staatsoper Unter den Linden in der Französischen
Straße 33D. Der denkmalgeschützte
Bau zwischen Staatsoper und dem
Auswärtigen Amt wurde 1955 nach
Plänen von Richard Paulick fertiggestellt. „Es ist ein Teil der Stadt,
weil es das Innere von diesem alten
Gebäude ist“, meint Frank Gehry. „Es
hat Geschichte und Erinnerungen
und daran gibt es etwas, das mir
sehr gefällt.“ Für den Umbau des
akademischen Westflügels und des
Foyers zeichnen die Berliner Büros
HG Merz und rw+ verantwortlich.
Freiburg – Die STRABAG Real Estate
GmbH (SRE) hat im März Richtfest
für ihre Projektentwicklung „Schnewlin
12“ in Freiburg gefeiert. Im Beisein
der geladenen Gäste ließen Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister der
Stadt Freiburg, SRE-Geschäftsführer
Thomas Hohwieler und Matthias
Hotz, Geschäftsführer hotz + architekten, die Richtkrone mit einem
Richtspruch von Polier Dieter Billharz
der bauausführenden Ed. Züblin AG
setzen. Damit geht das Bürogebäude,
dessen Architektur an einen Kristall
erinner t, in die finale Phase der
Bauarbeiten. Die Fertigstellung ist
für Herbst 2017 geplant. „Mit dem
Schnewlin 12 haben wir ein Stück
außergewöhnliche Architektur nach
Freiburg gebracht. Noch einzigartiger
wird unser Projekt durch die von uns
gewählte Ver marktungsvariante“,
kommentierte Hohwieler. Das nachhaltige und energieeffiziente Gebäudekonzept ermöglicht den künftigen
Eigentümerinnen und Eigentümern,
ein zinsverbilligtes Darlehen der KfWBank als Fördermittel zu beantragen.
Zudem hat die Deutsche Gesellschaft
für Nachhaltiges Bauen (DGNB) das
Projekt mit dem Vorzertifikat in Gold
ausgezeichnet.
architektur international
7
aktuelles
Neue Arbeits-Welten in München
conceptsued° realisiert die Allianz Global Digital Factory
D
ie Münchner Berater und Architekten
der conceptsued gmbh haben für
die Allianz SE die sogenannte Allianz
Global Digital Factory im neuen Werksviertel am Ostbahnhof in München
konzipiert, designt und realisiert. Der
Team-Hub ist innerhalb von fünf Monaten im Gebäude Werk 3 entstanden
und das erste seiner Art des global
agierenden Finanzdienstleisters. Aus
weltweit verteilten Allianz-Unternehmen
kommen Versicherungs- und Digitalisierungsexperten hier zusammen, um
neue digitale Angebote für Kunden zu
entwickeln. „Die Gestaltung der Allianz
Global Digital Factory ist die innovativste
Arbeit in unserem bisher gut 13-jährigen
Schaffen. Wir haben vollkommen neue
Welten für vollkommen neue Arten des
Arbeitens entwickelt“, sagt Sven Bietau,
geschäftsführender Gesellschafter von
conceptsued°.
MEHR KOMMUNIKATION
Umgeben von zahlreichen Start-ups und
kreativen Unternehmen im Münchner
Werksviertel werden auf gut 2.700 Quadratmetern Bruttogeschossfläche bis zu
120 Experten der Allianz- Gruppe künftig
im Werk 3 arbeiten. Die entstandene
Bürowelt wird zur neuen Ideenschmiede
für digitale und international verwendbare Lösungen. Agile Arbeitswelten
ersetzen das statische Büro. Einzelne
Räume lassen sich für interne Workshops
nutzen. Durch flexible Wände können
jedoch auch größere Veranstaltungen
stattfinden. „Unsere Vision war es, für
die hoch spezialisierten Experten eine
Arbeitslandschaft zu konzipieren, die
es ihnen leicht macht, miteinander zu
kommunizieren sowie kreativ und doch
unter strengen Zeitvorgaben zu arbeiten“, erklärt Sven Bietau.
INNOVATIVES FABRIKLOFT-DESIGN
In der Phase der Ideenfindung kooperierte das Team von conceptsued° mit
dem internationalen Architektur- und
8
architektur international
Designbüro UN Studio aus Amsterdam.
Bei der Realisierung war conceptsued°
schließlich für sämtliche Leistungen
von der Bedar fsplanung über die
Raum- und Funktionskonzeption bis zur
Umsetzung der Baumaßnahme und die
abschließende Möblierung verantwortlich. Unter Leitung von Dina Andersen
ist ein Bürodesign entstanden, das
einem Fabrikloft gleicht, jedoch die
Innovationskraft des digitalen Zeitalters
überall im Gebäude spiegelt. Sven Bie-
tau: „Open Spaces für die Kooperation
im Team, Lounges zur Begegnung,
Rückzugsorte für konzentriertes Arbeiten, innovative Lichtsteuerungen:
Alle Räume sind so gestaltet, dass ein
fließender Übergang zwischen ganz
verschiedenen Kommunikations- und
Arbeitsprozessen möglich ist. Nahezu
jede Oberfläche kann für Visualisierungen genutzt werden. …“
Fotos: Allianz Global Digital Factory
®
Schellevis – Großformatplatten mit Charakter
Schellevis Betonprodukte sind nun seit
Jahren Garant für außergewöhnliche Garten- und Freiraumobjekte. Das umfangreiche Produktprogramm zeichnet sich durch
hochwertige Betonqualität, Nachhaltigkeit
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zu jeder Architektur und jeder Lebens- und
Arbeitsumgebung passt.
Ob nun ruhige Flächen mit wenig Fugenanteil, entstanden mit den zahlreichen
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Stufenelementen, all dies bekommt mit den
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architektur international
9
aktuelles
Ganz in Weiß
UPPER WEST nach vier Jahren fertiggestellt
N
ach gut vier Jahren ist es soweit:
Das UPPER WEST ist fertiggestellt.
Fortan strahlt die weiße Fassade des
von STRABAG Real Estate (SRE)
entwickelten Hochhauses als neues
Highlight der Skyline über Berlin. Auch
die neue Eigentümerin RFR Holding hat
bereits Grund zur Freude: ein Großteil
der Gesamtfläche ist vermietet. Für
die übrigen Flächen befinde man sich
in aussichtsreichen Gesprächen mit
Interessenten, heißt es von RFR. Auch
das Motel One, das die ersten 18 Etagen des Turms belegen wird, steht kurz
vor der feierlichen Eröffnung – nach
dem Pre-Opening im April können die
Gäste ab Mitte Mai offiziell einchecken.
„Die Entwicklung des UPPER WEST
war ein mutiger Schritt, als wir seinerzeit eingestiegen sind“, erinnert sich
SRE-Geschäftsführer Thomas Hohwieler.
„Damals war die City West nicht so en
vogue, wie sie es heute wieder ist, und
auch die wirtschaftliche Umsetzung
eines solchen Großprojekts war damals
nicht einfach. Heute können wir sagen,
dass unser Mut belohnt wurde und das
Projekt für uns ein Glücksfall war. Wir
sind stolz, mit dem UPPER WEST ein
neues Landmark für Berlin geschaffen
zu haben.“
EIN PROJEKT MIT GESCHICHTE
Die SRE hatte das 3.400 Quadratmeter
große, ehemalige Schimmelpfeng-Grundstück im September 2011 gekauft und
investierte in den Standort 250 Millionen Euro. Das aus zwei Baukörpern
bestehende UPPER WEST umfasst rund
53.000 Quadratmeter Gesamtfläche.
Rund 40 Prozent (ca. 21.000 Quadratmeter) belegt Motel One. Die übrigen
32.000 Quadratmeter teilen sich in
25.500 Quadratmeter Büro- und 5.500
Quadratmeter Einzelhandelsfläche
sowie eine 1.000 Quadratmeter große
Skybar, die den 118 Meter hohen Turm
im obersten Stockwerk krönen wird. Die
Bauausführung hatte die Ed. Züblin AG
10
architektur international
als Generalunternehmen übernommen.
Sie verbaute rund 3.560 Elemente in der
Fassade des 118 Meter hohen Turms.
Die weiß strahlende Außenhaut bekleidet
rund 4.700 Tonnen Bewehrung und ca.
38.000 Kubikmeter Beton, die für den
Rohbau zum Einsatz kamen. Architekt
für den städtebaulichen Entwurf und die
Fassadenplanung war Professor Christoph Langhof. Er befasste sich bereits
seit 1995 mit dem Standort. Sein nun
realisierter Fassadenentwurf erinnert an
eine netzartige Haut, die den sich nach
oben verjüngenden 33-geschossigen Gebäudekörper umgibt. Diese Netzstruktur
unterstreicht die differenzierten Höhenstaffelungen und den subtilen Wechsel
von kubischen zu runden Formen. Sie
lässt den Turm als eine monolithische
Skulptur erscheinen. Mit der Entwurfsund Objektplanung waren KSP Jürgen
Engel Architekten beauftragt.
Fotos: STRABAG Real Estate/Jonas Hotlhaus
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aktuelles
Wirkung von Holz auf das Raumklima
Internationales Forschungsprojekt erhebt Daten
J
eder Mensch verbringt durchschnittlich 90 Prozent seines Lebens in
Innenräumen. Das bedeutet, dass
die Luftqualität und die Innentemperatur nicht nur unsere Gesundheit,
sondern auch unsere Lebensqualität
beeinträchtigen. Aber in welchen
Ausmaßen wurde bisher noch nicht
wissenschaftlich festgehalten. Um
diese Lücke in der bestehenden Forschung zu schließen, wurde im Jahr
2014 ein internationales Forschungsprojekt ins Leben gerufen, an dem
zahlreiche Holzindustrieunternehmen
und Universitäten teilnehmen.
HOLZ ZUR ENERGIEEINSPARUNG
Holz gibt Wärme ab wenn es kalt
ist, und kühlt ab wenn es warm ist.
So können Holz-Fußböden, -Decken
und -Wände merklich zur Energieeinsparung beitragen. Das ist eine der
Schlussfolgerungen des umfassenden
und europaweiten Forschungprojekts
12
architektur international
Wood2New. Bei diesem Projekt kooperierte unter anderem die Kährs
Group mit renommierten Wissenschaftlern, um den verstärkten Einsatz
von Holz bei der Inneneinrichtung zu
fördern. "Wir hatten Glück, dass wir
so engagierte Partner wie Kährs in
Europa gewinnen konnten", sagt Yrsa
Cronhjort von der Aalto Universität in
Finnland, die als Projektkoordinatorin
von Wood2New tätig ist.
NACHHALTIGKEIT
UND WETTBEWERBSFÄHIGKEIT
Durch die Ermittlung von Chancen
und Grenzen für die Verwendung
von Holzelementen und die Untersuchung, ob und wie Holz die menschliche Gesundheit beeinträchtigen
kann, möchte man einen Beitrag
zur Schaffung wettbewerbsfähiger
und nachhaltiger Holzprodukte und
-systeme leisten. Ein weiteres übergeordnetes Ziel war die Entwicklung
und Bewertung von Konzepten für
Nachhaltigkeit, Wertschöpfung und
die Entwicklung von Geschäftsmodellen auf der Grundlage der
erworbenen Fakten. Das Projekt ist
Teil des internationalen Programms
WoodWisdom-Net+ Research, dass
zum Ziel hatte, die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der
europäischen Holzindustrie durch
eine langfristige Zusammenarbeit
zwischen verschiedenen Akteuren
zu stärken. „Neben den rein technischen Aspekten haben wir auch
die emotionalen Aspekte von Holz
mithilfe von Fokusgruppen in einer
Reihe von Ländern gemessen. Es
ist interessant festzustellen, dass
Holz unabhängig von der Kultur auf
die gleiche Weise wahrgenommen
wird – das heißt als natürlich, warm
und gemütlich“, sagt Yrsa Cronhjort. Weitere Informationen: www.
wood2new.org
Fotos: Kährs Parkett
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aktuelles
Neuer Turm für die Frankfurter Skyline
Grundsteinlegung für Marienturm und Marienforum
M
itten im Frankfurter Bankenviertel,
auf der sogenannten Marieninsel,
wurden heute feierlich die beiden
Grundsteine für das Marienforum
und den Marientur m gelegt. Der
Projektentwickler Pecan Development realisiert im Auftrag des Perella
Weinberg Real Estate Fund II LP
(PWREF II) das neue Büroensemble
auf der Marieninsel. Dort entstehen
bis Anfang 2018 das 40 Meter hohe
Marienforum mit 10 Geschossen und
11.950 Quadratmetern Mietfläche
und bis Anfang 2019 der rund 155
Meter hohe Marienturm mit 45.450
Quadratmetern Mietfläche auf 38
Geschossen. Der Architekturentwurf
stammt von Thomas Müller Ivan
Reimann Architekten aus Berlin. Die
Gestaltung der Lobby und öffentlichen
Bereiche wird entscheidend durch
die renommierte Interior-Designerin
Patricia Urquiola aus Mailand geprägt,
die damit erstmals eine Büroimmobilie
im deutschsprachigen Raum gestaltet.
Neben den höchsten Ansprüchen an
Architektur und Innendesign sollen
die Gebäude auch nach den höchsten Standards für nachhaltiges und
umweltbewusstes Bauen errichtet
werden. Als Beleg hierfür werden
LEED Platinum-Zertifizierungen
angestrebt, die Vorzertifizierungen
wurden bereits erreicht.
ORT DER BEGEGNUNG
Der Marienturm wird an der Taunusanlage 9-10 unweit der Deutsche-Bank-Zwillingstürme entstehen,
in direkter Nachbarschaft, an der
Mainzer Landstraße 1, das Marienforum. Neben den Büroflächen
entstehen im Marienturm auch ein
öffentlich zugängliches Restaurant,
eine Kindertagesstätte und ein Fitnesscenter. Im Außenbereich wird der
attraktiv gestaltete Marienplatz am
Marienforum das Bankenviertel um
einen neuen Ort der Begegnung und
14
architektur international
Kommunikation bereichern. Mit der
Fertigstellung der beiden Gebäude
ist das Quartier um die Marieninsel
abgeschlossen.
Architekt Thomas Müller wies darauf
hin, dass die Aufwertung der anliegenden Stadträume von Anfang an
eines der wichtigsten Entwurfskriterien
bei der Entwicklung des architektonischen Konzeptes für das Marienforum
war. „Das Haus präsentiert sich als
elegantes Bürogebäude mit eigener
Charakteristik und Atmosphäre. Der
direkt an das Marienforum angrenzende Marienplatz wird den Or t
entscheidend prägen und mit Gastronomie und Einzelhandelsflächen
ein neuer Anziehungspunkt werden.
Der Marienturm hingegen verbindet
sich fließend mit seiner Umgebung
und wird zu einem unverwechselbaren
Teil der Stadt Frankfurt. Seine klare,
prägnante Form verleiht ihm Eleganz
und Zeichenhaftigkeit. Im Zusammenspiel mit den Hochhaustürmen des
Frankfurter Bankenviertels wird er in
Zukunft eine eigenständige Position in
der Frankfurter Skyline einnehmen.“
Fotos: Pecan Development GmbH
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Stadtreparatur mit historischer Anlehnung
Entwicklung des Areals an der Neusser Straße in Düsseldorf-Unterbilk
D
üsseldorfs Besucher werden seit
dem Ende der 1990er Jahre mit
großer Geste empfangen: Quer über
der Völklinger Straße erhebt sich ein
20-geschossiges Bürohochhaus mit Europas höchster, gläserner Atrium-Halle
von 56 Metern – das sogenannte Stadttor. Das Umfeld dieser ambitionierten
Bebauung wartete bislang noch auf
gestalterische Nachbarschaft. Die
OFFICEFIRST Immobilien AG lobte auf
einem 1,8 Hektar großen Grundstück
eine Mehrfachbeauftragung mit vier
renommierten Architektenbüros aus.
Überzeugen konnte das Büro msm
meyer schmitz-morkramer (gemeinsam
mit FSWLA Landschaftsarchitekten,
Düsseldorf) die Jury, die im Dezember
2016 unter Vorsitz des Kölner Architekten Kaspar Kraemer getagt hatte.
Der Entwurf bildet einen roten Faden
zwischen Medienhafen und den aus
der Gründerzeit stammenden Unterbilker Wohnquartieren. „In diesem
Gebiet war im Zuge der einstigen
Stadtentwicklung ein Solitär neben
dem anderen gebaut worden,“ erzählt
Architekt Caspar Schmitz-Morkramer.
„Bei der Suche nach neuen Lösungen
nahmen wir auf den historischen
Stadtgrundriss Bezug. Es gab eine
gewachsene Achse, die bis in die
Innenstadt reichte. Diese einstige
Achse der Gründerzeit nahmen wir
in der Planung wieder auf.“
NATÜRLICHE MATERIALIEN
FÜR LEBENSWERTE STÄDTE
Das harmonische Miteinander von
Leben und Arbeiten zeichnet auch
die Fassadenentwürfe von msm
meyer schmitz-morkramer aus. Die
Büroflanke entlang der Völklinger
Straße sowie das Hochhaus erhalten eine formal reduzierte, zweigeschossige Kastenfensterfassade mit
weißen Keramikelementen, die für
Struktur und Tiefe sorgen und die
dahinter liegenden Büros vor den
16
architektur international
Lärmemissionen der Straße schützen.
Die Fassade des Hotels, der zweiten
öffentlichen Nutzung des Quartiers,
setzt Raster und Tiefe als Themen
in weißer Keramik fort, wird aber in
Form von Loggien erweitert. Für die
Wohnungsbaufassaden entwarfen
die Architekten drei verschiedene
Ansichten aus hell-geschlämmtem
Ziegel und Holzfenstern. Materialien,
die auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit setzen.
MENSCHENFREUNDLICHES
QUARTIER
msm meyer schmitz-morkramer gelingt
mit diesem Entwurf eine Planungsund Architektur-Kultur, die moderne
Maßstäbe des Planens und Bauens mit
den historischen Wurzeln des Ortes
verbindet. Dass dieser Balanceakt
gelungen ist, spiegelt sich im Urteil
der hochkarätigen Jury, die „den aus
der Stadthistorie abgeleiteten Maßstab“ und die daraus resultierende
„Aufnahme gesunder Strukturen“
wertschätzte. Ein Quartier, das vom
Humanismus geprägt ist; die Vielfalt
der Nachbarschaften und Nutzungen
zu einem harmonischen Ganzen
verbindet und dabei die Vitalität der
Landesmetropole in eine lebendige
Architektur übersetzt.
Visualisierungen:
msm meyer schmitz-morkramer / Konzept3D.
Hain Parkett / Designhaus „Haussicht“
Neue Dimensionen im Bauen mit Holz Ökologisch wohnen mit Böden von Hain
– Baufritz „baut“ auch in neuem Designhaus „Haussicht“ auf Premiumböden aus
Bayern. Bereits zum dritten Mal präsentiert
Hain Natur-Böden seine exklusiven Fußböden in einem Musterhaus von Baufritz.
Damit unterstreicht das Unternehmen,
welcher Stellenwert einem hochwertigen
Bodenbelag zugemessen werden sollte.
Die Hain Industrieprodukte Vertriebs-GmbH­
mit Sitz im oberbayerischen Rott am
Inn gehört zu den wenigen Anbietern von
­naturgeölten Holzböden in Deutschland.
Raumkonzept neu definiert
Offene Räume für das Unvorhergesehene
schaffen, die sich in ihrer Anmutung und
Funktion verändern können – mit dieser
Idee startete der Designer Alfredo Häberli
seine Planungen für den innovativen Holzbau. Was folgte, war eine Umkehrung
der klassischen Raumaufteilung im Einfamilienhaus: Die Schlafräume und Bäder
wurden ins Erdgeschoss verlegt, Küchenund Wohnräume dagegen ins Obergeschoss, wo die grandiose Aussicht die
Grenzen zwischen Natur und Wohnraum
aufhebt.
Klassische Holzböden von Hain
Durchzogen wird das Designhaus „Haussicht“, das für den Deutschen Traumhauspreis 2017 nominiert wurde, von
einer stringenten Raumgestaltungskonzeption. Im Mittelpunkt steht eine durchgehende, multifunktionale Schrankwand
im Untergeschoss, die den privaten vom
öffentlichen Bereich abschirmt. Passend
dazu haben sich Designer Häberli, Architekt Stephan Rehm und das Baufritz-Team
für einen klassischen Holzboden des oberbayerischen Herstellers Hain entschieden,
der gerade durch seine ruhige Ausstrahlung den offenen und geradlinigen Charakter des Hauses unterstreicht. Die hochwertigen Dielen wurden im gesamten
Haus verlegt und verleihen dem innovativen Designhaus eine konstante, von Individualität und Nachhaltigkeit geprägte
Bildquelle: Baufritz_Jonas Kuhn
Note. Der natürliche Rohstoff Holz findet
sich in allen Wohn- und Arbeitsbereichen
des Konzepthauses und harmoniert perfekt mit der großzügigen Verglasung.
Inspiriert vom Schiffbau
Bewusst erinnert die Form des Konzepthauses „Haussicht“, das zum 120-jährigen
Jubiläum von Baufritz realisiert wurde, an
eine Arche. Auf zu neuen Ufern heißt es
im Ökohausbau und deshalb beeindruckt
neben der spektakulären Aussicht auch
die großzügige bemessene Wohnfläche
des Konzepthauses mit fast 400 Quadratmetern. Eine neue Dimension des Wohnens vermittelt das Designhaus durch die
Kombination des Familienwohnhauses mit
dem durch eine freie Brücke verbundenen,
barrierefreien Multifunktionsbaus. Dieser ist
entweder als eigenständige Wohnung für
die ältere Generation oder als exklusiver
Arbeits- oder Büroraum nutzbar.
Hain Natur-Böden als innovativer Partner
Hains Ruf als Nischenanbieter qualitativ
hochwertiger, fertig geölter Naturholzböden beruht auf einem aufwändigen,
besonders schonenden Herstellungsverfahren. Alle Böden werden mit einem speziellen Naturöl sorgfältig behandelt. Das
Ergebnis ist ein langlebiges, wertbeständiges Naturprodukt, von dem auch Allergiker profitieren. Die dank einer stabilen
Nutzschicht pflegeleichten Böden gibt es
in vielfältigen Holzarten, Stärken, Längen,
Breiten und Designs für den privaten und
den Objektbereich. Alle 3-Schicht-Böden
(20, 15 und 11 mm Stärke) tragen das
begehrte DIBT-Gütesiegel. Seit 2016 ist
Hain außerdem FSC und PEFC zertifiziert.
Diese Auszeichnungen stehen für einen
verantwortungsvollen Umgang mit der
Ressource Holz. Bestimmte Böden erfüllen
zusätzlich die Cfl-s1-Brandschutzklasse
bei fester Verklebung.
architektur international
17
aktuelles
Freie Sicht zu den Sternen
Wiedereröffnung des Planetarium Hamburg
N
ach einer Umbauzeit von eineinhalb
Jahren öffnet das Planetarium Hamburg planmäßig mit einer Festveranstaltung am 14. Februar 2017 wieder
seine Türen. In den vergangenen 18
Monaten wurde das Sternentheater fit
für die Zukunft gemacht. So erhielt das
Haus mit Hamburgs schönsten Sternen
unter dem bisherigen Erdgeschoss im
Sockelbereich eine neue Etage mit über
1200 Quadratmetern Nutzfläche und ist
ab sofort vom Stadtparkniveau bis zur
Aussichtsplattform in 45 Metern Höhe
barrierefrei erreichbar. Die Freie und
Hansestadt Hamburg finanzierte die
umfangreichen Baumaßnahmen mit
Mitteln in Höhe von rund 7,4 Millionen
Euro. Außerdem unterstützte sie die
Modernisierung der Technik des Sternentheaters mit rund 2,5 Millionen Euro.
VOM FOYER BIS ZU DEN STERNEN
Das neugestaltete Erdgeschoss betreten die Besucher über die beiden
neuen Haupteingänge auf Stadtparkniveau, die in einen modernen
Kassenbereich münden. Dort öffnet
18
architektur international
sich das nun zweigeschossige Foyer
großzügig nach oben. Es besitzt das
siebenfache Volumen des alten Foyers und gibt den Blick auf das von
von Dorothea Maetzel-Johannsen
entworfene und von Heinrich Groth
im Jahre 1930 ausgeführte Deckengemälde mit Sternbilddarstellungen
frei. Über einen gläsernen Aufzug
oder über die zwei neuen, geschwungenen Treppen erreichen die Gäste
den oberen Bereich des Foyers,
wo sich im Ausstellungsbereich die
interaktiven RICOH-Lerntische und
Großbildschir me des zukünftigen
Weltraumlabors „SpaceLab“ befinden.
Dort können individuell oder in kleinen
Teams aktuelle Weltraummissionen
verfolgt, neueste Bilder aus dem All
analysiert – aber auch die Geschichte
des Planetariums und des Stadtparks
verfolgt werden. Vom oberen Foyer
mit dem Ausstellungsbereich erreicht
man den Eingang zum Sternensaal.
Sobald man es sich als Planetariumsbesucher in den neu gepolsterten
Liegesesseln bequem gemacht hat,
wird man von der Brillanz und dem
Farbenreichtum des Kosmos in den
Bann gezogen, der sich an der 21
Meter durchmessenden Projektionskuppel beeindruckend offenbart.
MODERNSTE TECHNIK
Der neueste Kosmos-Simulator "Digistar
6" der US-amerikanischen Simulationsschmiede Evans&Sutherland erzeugt
mit einem Cluster aus 20 Grafik-Computern dreidimensionale Bildwelten, die
von fünf "Ultra-highdefinition" Christie
Boxer-Projektoren als Rundumbild
an die Kuppel gewor fen werden.
Das resultierende "8K"-Bild mit rund
40 Millionen Bildpunkten ist viermal
schärfer und viermal heller als bisher
und kann sogar in stereoskopischem
3D mit 60 Bildern pro Sekunde und
pro Auge gezeigt werden. Damit ist
das Hamburger Sternentheater das
weltweit erste Planetarium, welches
Veranstaltungen mit 8K-3D-Bild in
Kombination mit 3D-Ton bietet.
Fotos: Fotografenwerk Hamburg, Christian Kahl
Großformat
mit Charakter
®
INSPIRATION
Schellevis Beton B.V., Postbus 14, NL 4270 BA Dussen, Nederland
Tel: +49 2433 450563, [email protected], www.schellevis.nl
Vertrieb Deutschland über mobau Wirtz & Classen GmbH & Co. KG
fassaden spezial
Die Fassade als erster Eindruck
E
ine „perfekte“ Fassade ist für den
international renommierten Architekten Hadi Teherani nicht nur funktional,
sondern spricht auch emotional an
und ist damit weit mehr als die bloße
Hülle eines Gebäudes. Wir sprachen
daher mit ihm über zeitgemäße Gebäudehüllen.
Die Hülle eines Bauwerks trägt maßgeblich zu dessen Identitäts-Bildung
bei. Was macht eine „perfekte Fassade“
in Ihren Augen aus?
Das Bild des Gebäudes im Straßenraum manifestiert den Inhalt der
Architektur und den Anspruch, der an
sie gestellt wird. Die Fassade liefert
damit nicht allein die notwendige
bauphysikalische Abschir mung,
sondern sie bringt im Zusammenspiel
mit der Form und den Öffnungen des
Gebäudes die komplexe architektonische Zielsetzung zum Ausdruck. Ein
Passant, der keine Gelegenheit hat,
das Innere des Gebäudes kennenzulernen, kann einen Eindruck davon
gewinnen, was hinter der Fassade
vor sich geht. Die Qualität im Inneren
wird im äußeren Erscheinungsbild
sichtbar und spürbar. Der Anspruch
an die Fassade umfasst damit das
gesamte ganzheitliche Spektrum
der Architektur.
Können Sie an Hand eines Ihrer
Projekte erläutern, welche Rolle die
Fassadengestaltung in Ihrer Arbeit
spielt?
Es gibt keine logische Trennung zwischen verschiedenen Entwurfs- und
Planungsphasen. Mit den allerersten
Ideen ist auch die Fassade schon
mit im Spiel, ebenso wie erste Vorstellungen zu Raumkonfiguration
und Interior Design. Wie in einer
musikalischen Komposition lassen
sich einzelne Passagen nicht für
20 architektur international
eine spätere Bearbeitung vorläufig
ausklammern. In unterschiedlichen
Projektphasen variieren lediglich die
Bearbeitungstiefen. Bei den Tanzenden Türmen in Hamburg musste die
Fassade die Gebäudedynamik wie
selbstverständlich umsetzen. Bei
den Kranhäusern in Köln bestand
die Aufgabe von Anfang an darin,
die unterschiedlichen Typologien der
Hochhäuser zu veranschaulichen,
aber auch die Gesamtwirkung des
dreiteiligen Ensembles.
Sie ver treten einen ganzheitlichen
Ansatz, der von der Architektur bis
hin zu den Details sowie einzelnen
Designprodukten reicht, die Sie jeweils ausgehend von der Architektur
entwickeln. Wie erfolgt in Ihrem Büro
die Konzipierung einer Fassade?
Mit der Entwurfsidee steht von Anfang
fest, in welche Richtung wir die Fassade entwickeln wollen. Das Konzept
leitet sich aus dem Innenraum und
dem städtebaulichen Zusammenhang
ab. Gerade die Materialität der Fassade muss die vorhandene Umgebung
reflektieren. Das heißt nicht, dass die
einzig richtige Lösung grundsätzlich
in der Anpassung besteht. Variation
und Kontrast sind weitere sinnvolle
Möglichkeiten, sofern der Entwurf
die Voraussetzungen dafür aus der
Aufgabenstellung mitbringt.
Bezüglich Wahl und Einsatz von Materialien in der Fassadengestaltung – ob
klassische, traditionelle Werkstoffe oder
moderne, ausgefallene Lösungen – sind
heute immer weniger Grenzen gesetzt.
Welche Materialien und Funktionen
reizen Sie bei der Fassadenplanung
besonders?
Neue Materialien reizen immer. Fortschritte in der Entwicklung der Materialien ermöglichen neue Freiheiten
Architekt Hadi Teherani
in der Gestaltung. Davon ist jeder
Architekt und Designer fasziniert.
Glas, dessen Transparenz regelbar
ist, reduziert den Wärmeeintrag auf
ein Minimum. Corian er möglicht
eine neue leichte Ästhetik und eine
subtile Beleuchtung. Bei Keramik
faszinieren mich die dreidimensionalen Strukturen, Oberflächen, Farben
und Texturen. Damit eröffnen sich
ungeahnte Möglichkeiten, um den
aus energetischen Gründen zwangsläufig höheren Anteil geschlossener
Fassadenflächen zu gestalten.
Welche Prämisse gilt für Sie im Zusammenhang mit Fassaden? „Form
follows Function“ oder „Function follows
Form“? Oder anders formuliert: Legen
Sie den Fokus primär auf kreative Ästhetik oder spielen Funktionserfüllung
und die Einbindung in das urbane bzw.
ländliche Umfeld eine Rolle?
Anders als der Künstler steht der
Architekt stets vor der Aufgabe, dem
Alltagsgebrauch eine Form und einen
Rahmen zu geben. Wenn man dafür
eine griffige Gleichung sucht, kann
das nur „Form follows Function“ sein.
Trotzdem geht es dabei auch um die
Form, um Emotion, Ausstrahlung
und Identität. Identitätsstiftende
Gebäude verlangen eine eindeutig
definierte, anschauliche Architektur
Die Leichtigkeit des Bauens –
Seiltragwerke für Glasfassaden vom Seilbau-Spezialisten
Natürliche Beleuchtung, repräsentative
Gestaltung, modernes Design – es gibt viele Gründe, warum Architekten und Bauherren auf Fassaden und Dachkonstruktionen
aus Glas setzen. Ein Meilenstein auf dem
Weg zu hochtransparenten Glas­
fronten
war die Erfindung der vorgespannten
Seilnetzfassade durch den Bauingenieur
Jörg Schlaich Anfang der 1990er Jahre.
Die tragende Konstruktion besteht dabei
aus einem Seilnetz, an dessen Knoten die
Glasscheiben ohne Bohrung mit Hilfe von
Klemmen befestigt werden.
Die erste vorgespannte Seilnetzfassade entstand für das ehemalige Hotel Kempinski
(heute Hilton) am Münchner Flughafen im
Jahr 1993. Seither prägt diese Innovation
die Glasarchitektur weltweit. Das Seiltragwerk hierfür entwickelte die Firma Pfeifer
Seil- und Hebetechnik aus Memmingen.
Das Unternehmen gehört zu den Begründern der Seilbau-Branche und kann auf
jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der
Leichtbau-Architektur zurückblicken.
Ob New York, Dubai oder Peking – die
Glasfassaden zahlreicher Kaufhäuser,
Geschäftszentren, Flughäfen, Bahnhöfe,
Theater und Opernhäuser auf der ­ganzen
Welt werden von Pfeifer-Seilsystemen
getragen. Eines der jüngeren Beispiele
ist etwa die Busan Bank in Südkorea.
Auch gläserne Überdachungen von Frei­
flächen wie im Mannheimer Stadtquartier
Q6/Q7 gehören zum Portfolio des Seilbau-Spezialisten aus Memmingen.
Seiltragwerk für Glasfassade im Bau, Energy City, Katar (2017)
Glasüberdachung im neuen Mannheimer Stadtquartier Q6/Q7 (2016)
Eines der aktuellsten Fassaden-Projekte von
Pfeifer ist die sogenannte Energy City in Katar. Bei dem Gebäudekomplex nördlich der
Hauptstadt Doha handelt es sich um einen
Geschäftsknotenpunkt der Kohlenwasserstoffindustrie, das derzeit im Rahmen des
Planstadt-Projekts Lusail entsteht. Die Fassade soll diesen Sommer fertiggestellt werden.
Weitere Informationen finden Sie im
Internet unter: www.pfeifer.info
Vorgespannte Seilnetzfassade, Hotel Kempinski,
München (1993)
Glasfassade mit Seiltragwerk, Busan Bank,
Busan, Südkorea (2014)
architektur international
21
fassaden spezial
mit funktionalen Vorteilen, aber vor
allem emotionaler Ausstrahlung.
Überzeugende Architektur ist darum immer auch Form gewordene
Sinnlichkeit.
Techniken wie der Digitaldruck eröffnen
verblüffende und nahezu unbegrenzte ästhetische Möglichkeiten. Dies
gilt auch und gerade für keramische
Fassaden. Bevorzugen Sie dabei projektspezifische Sonderfertigungen oder
arbeiten Sie auch mit hochwertigen
Standardlösungen oder sehen Sie
eine „friedliche Ko-Existenz“ beider
Denkschulen?
Das hängt immer von der jeweiligen
Situation und Aufgabenstellung ab.
Schon die Möglichkeiten der Standardlösungen schaffen im Detail
einen sehr weiten Spielraum. Man
muss also nicht in jedem Fall mit
einer absoluten Neuheit oder Sonderfertigung arbeiten. Trotzdem liegt
es mitunter nahe, die Möglichkeiten
des Materials weiterzuentwickeln,
wenn eine besondere Bauaufgabe
oder Situation Anlass dafür geben..
Für die Messe BAU 2017 in München
inszenier te Hadi Teherani Design
an zentraler Stelle des Standes von
AGROB BUCHTAL den Baustoff Keramik im Allgemeinen und Fassadenkeramik im Besonderen. Was fasziniert
Sie an diesem Material?
Keramik vermittelt in seiner Elementierung und in seiner steinernen
Anmutung den tektonischen Ansatz
der Architektur in besonderer Weise.
Es ist ein dauerhaftes, hartes und
sehr resistentes Material von hoher
haptischer Wertigkeit, dabei aber
dennoch sehr ursprünglich und
natürlich.
Im Rahmen dieser Inszenierung haben Sie sich intensiv mit Rohstoffen
zur Herstellung von Keramik, deren
22
architektur international
Fassade in Leinfelden pbs architekten, Aachen, © AGROB Buchtal GmbH/Claus Graubner
Verarbeitung sowie den vielfältigen
Endprodukten auseinandergesetzt.
Welche neuen Aspekte und Erkenntnisse konnten Sie dadurch in Bezug
auf keramische Fassaden entdecken?
Überraschend ist die Vielfalt der
Verfahren zur Herstellung von Keramikfassaden und der gänzlich unterschiedliche Ausdruck, der dabei
entsteht. Das Spektrum reicht von
planen Großformaten über strukturierte Profile bis zu speziellen
Individualformen. Bei den Oberflächen gehört die raue Tonoptik
ebenso zum Programm wie farbig
glasierte Lösungen in unterschiedlichen Glanzgraden oder raffiniert
gedruckte Designs.
Gibt es bestimmte Gebäudetypen
bzw. „Situationen“, für die Sie sich
Keramikfassaden vorstellen könnten?
Gerade bei großen geschlossenen
Flächen von Museen, Einkaufswelten und Wohngebäuden erlaubt
die Keramik einen Weg zurück zu
einer filigranen Kleinteiligkeit und
Propor tionalität, die bei großen
„monumentalen“ Projekten schnell
verlorengeht. Der besondere Reiz
liegt für mich aber auch im edlen,
besonders anspruchsvollen und
dauerhaften Auftritt dieses Materials.
Keramik zählt zu den ältesten Materialien überhaupt. Zugleich ist es ein
innovativer Werkstoff, der z. B. in der
Raumfahrt eingesetzt wird und durch
besondere Eigenschaften besticht.
Welche Potentiale sehen Sie in der
Zukunft für den Einsatz von Keramik
im Baubereich?
Nachhaltigkeit bleibt das große Thema unserer Zeit, der natürliche und
langlebige Werkstoff Keramik bewährt
sich in dieser Disziplin sehr gut. Die
große Offenheit für freie, innovative
Strukturen und Oberflächen erlaubt
sogar hochgradig individualisierte
Ausführungen. Besonders interessant
finde ich die Veredelung „HT“ von
Agrob Buchtal, die Luftschadstoffe
abbaut und so jedes Gebäude zu
einer Art „vertikalem Stadtwald“
macht. Denn der Architekt muss
ganzheitliche Lösungen finden, er
muss Städtebau, Ökologie, Ökonomie,
Identität und Emotion gleichrangig
berücksichtigen.
fassaden spezial
10.000 Diamanti zieren die Fassade
Die äußere Hülle des Gebäudes Marienplatz 22 ist fertig
E
röffnet wird das Gebäude Marienplatz 22 mit den Mietern Telekom,
Hugendubel, dem PresseClub, einer
Luxusstadtresidenz von Geisel Privathotels sowie der Gastronomie von
Karl-Heinz Wildmoser Anfang August
2017. Die bereits fertig gestellte, klassisch schlichte Fassade vermittelt einen
ersten Eindruck des Gebäudes, das
derzeit umfangreich revitalisiert wird.
GEGENÜBER
DES MÜNCHNER RATHAUSES
Nach einjähriger Bauzeit erstrahlt die
Fassade des direkt gegenüber dem
Münchner Rathaus gelegenen Gebäudes
in neuem Glanz. Durch Gesimse und
Natursteinpfeiler aus hellem Kelheimer
Auerkalk gegliedert, zeichnet sich die
Gebäudefassade durch ihre unaufdringliche Schlichtheit aus. Diese wird
unterstrichen durch die hochwertige
Materialwahl und dezente Farbgebung
in hellem Sandton. Eine Besonderheit
sind die aus Naturstein plastisch herausgearbeiteten ornamentalen Details
– die sogenannten Diamanti – die an
die Fassadenstruktur des ‚Palazzo dei
Diamanti‘ in Ferrara erinnern. Auch
das Nebengebäude am Rindermarkt
erhält über die Fassade lose verteilte
und direkt in die Putzstruktur eingelassene Diamanti in Anlehnung an die
Natursteindiamanti der Frontfassade
des Haupthauses.
KLASSISCH, SCHLICHT
UND HOCHWERTIG
Der architektonische Auftritt des 1957
errichteten und seither mehrfach umgebauten Gebäudes wird nach dem
Entwurf von Goergens Miklautz Architekten zurückhaltender als der bisherige
gestaltet. Das Erdgeschoss und das
erste Obergeschoss – die Beletage
– wurden gestalterisch neu geordnet
und großzügig aufgewertet. Die veränderten Proportionen der Befensterung
24 architektur international
und die Gliederung durch horizontale
Gesimse, stellen den Dialog zu den
Nachbargebäuden her. Entfernt wurden
die fast durchgehende Glasfront in den
beiden oberen Stockwerken sowie die
Panoramaaufzüge. Zudem wurden die
Wintergärten im fünften Obergeschoss
und im Innenhof zurückgebaut und die
ursprünglichen Terrassen zum Rindermarkt und zum Innenhof wiederhergestellt. Anhand der Umbaumaßnahmen
wird das Gebäude auf seine ruhige,
unaufgeregte Haltung aus der ersten
Wiederaufbauzeit zurückgeführt. „Durch
die Revitalisierung nähert sich das
Gebäude wieder den feingliedrigen,
gut proportionierten und mit Lochfassaden versehenen Nachbargebäuden
an und bildet mit seinem homogenen
Erscheinungsbild ein qualitätsvolles
Gegenüber zum Platz beherrschenden
Rathaus“, betont Dr. Jürgen Büllesbach,
Vorsitzender der Geschäftsführung der
Bayerischen Hausbau.
Fotos: Bayerische Hausbau
Architektonische Finesse am Passivhaus Engeldamm in Berlin
X-TEND Edelstahlseilnetz schmückt, schützt und
wird zur grünen Hülle
Die scarchitekten Berlin realisierten zusammen mit der in Basel ansässigen Stiftung
zur Förderung sozialer Wohn- und Arbeitsstätten Edith Maryon in Ber-lin ein mustergültiges Wohnprojekt. Das mit dem Publikumspreis des Bundes Deutscher Architekten
ausgezeichnete „Passivhaus Engeldamm, a
signature building“ (PHED) trägt an seiner
Fassade ein markantes X-TEND Edelstahlseilnetz von Carl Stahl Architektur. Zugleich
hilft der Edelstahl-Vorhang, baurechtlicheBestimmungen einzuhalten.
Und nicht nur das: das X-TEND Edelstahlseilnetz dient zugleich als Absturzsicherung für die Balkone. Bestehend aus
mehreren, übergangslos miteinander verbundenen Rechteck-Netzfeldern trägt das
Fassadennetz als umlaufendes L-Profil mit
Edelstahlreling mehrere Fensterrahmen.
Zur Sicherung und Befestigung wurde
das Netz am Rand und an den einzelnen
Geschossen mit I-SYS-Edelstahlseilzuggliedern befestigt.
Das am Engeldamm auf einem Eckgrundstück an der Grenze zum Bezirk Mitte
gelegene PHED überzeugt als Paradebeispiel sozialökologischen Wohnungsbaus.
Getragen wird es von der privaten Edith
Maryon-Stiftung. Für die Stiftung sind Immobilien ein soziales Gut, über das sie
auch eine gesellschaftspolitische Wirkung
entfalten möchte.
Dieser Anspruch konnte umgesetzt werden. Die zur Straße gewandte Außenmauer des siebenstöckigen, rund 8.000
Kubikmeter großen Gebäudes sitzt, anders als bei den Nachbarhäusern, nicht
direkt auf der Grundstücksgrenze. Die Architekten wollten den Wohnräumen mehr
Wohnqualität verleihen. Hierzu wurde die
Straßenfassade rückversetzt, die Balkone
ragen bis zur Grundstücksgrenze hervor.
Fotos: André Kirchner, scarchitekten
Grüner Efeu rankt mittlerweile an der
Netzfassade empor, welche unterhalb der
Außenplattform mit Balkonen nach innen
versetzt ist. Hinter dem Edelstahlseilnetz
liegt die eigentliche Glasfassade des Erdgeschosses, die mit der Begrünung eine
leichte, grüne Hülle verliehen bekommt.
Städtebaulich war jedoch eine Bauflucht
entlang der Straßenlinie vorgeschrieben.
Da-für sorgt nun das Edelstahlseilnetz von
Carl Stahl Architektur, das wie ein Fassaden-Vorhang vor den Balkonen angebracht wurde. Das Produkt X-TEND des im
baden-württembergischen Süßen ansässigen Unternehmens ist so konzipiert, dass
es je nach Lichteinfall und Perspektive sein
Erscheinungsbild verändert: von Transparenz bis hin zu einer leicht changierenden, opaken Flächigkeit.
Mit der nun zusätzlich entstandenen Begrünung am unteren Teil des Gebäudes,
ent-faltet das Projekt eine einzigartige Optik welche urbanes Design mit den Anforderungen städtbaulicher Nachhaltigkeit
verknüpft.
Dies ist eines von vielen Begrünungskonzepten, die mit Produkten von Carl Stahl
Architektur bereits verwirklicht wurden.
Begrünungen mit I-SYS, X-TEND und
GREENCABLE von CARL STAHL ARCHITEKTUR sind überschaubar konzipiert, einfach zu planen, leicht zu montieren und
abgestimmt auf verschiedene Arten von
Fassaden und Pflanzen. Ihr Raster ziert die
Architektur auch ohne Pflanzen und hält
später die grüne Gebäudehülle über Jahr-
zehnte fest. Ein aufeinander abgestimmtes
Baukastensystem von Einzelteilen bildet
die Basis, um mit Edelstahlseilen und
Edelstahlseilnetzen kreativen Ideen freien
Lauf zu lassen. Die Systeme zeichnen sich
durch Langlebigkeit aus und sind äußerst
wartungsarm.
Über Carl Stahl Architektur
Geländerfüllungen, Absturzsicherungen
oder komplexe Zoo-Anlagen: Carl Stahl
Architektur realisiert nahezu jede mögliche Anwendung mit Edelstahlseilen und
-netzen. Bereits seit 1880 dreht sich bei
Carl Stahl alles um das Thema Seil – zu
Anfang in Form von Naturfaserseilen für
die Landwirtschaft, heutzutage mit Drahtseilen und Hebezeugen zum Fördern
schwerster Lasten. In den 1990er Jahren
ging daraus unter dem Dach des Traditionskonzerns der Unternehmensbereich
„Architektur“ hervor. Von der Beratung
und Planung über die statische Berechnung und die Herstellung bis hin zur Montage bietet Carl Stahl Architektur seinen
Kunden alles, was sie zur Verwirklichung
kreativer Ideen aus Seilen, Netzen und
Edelstahl-Systemkomponenten benötigen.
Und dies weltweit.
www.carlstahl-architektur.com
architektur international
25
fassaden spezial
Dreifache Nachhaltigkeit
Deutscher Holzbaupreis für Aktivhaus
D
as Konzept für ein zukunftsweisendes, modulares Aktivhaus
aus Holz wurde mit dem Deutschen
Holzbaupreis 2017 ausgezeichnet.
Entworfen wurde das nachhaltige
und ressourcenschonende Gebäude
von Werner Sobek, Architekt, Ingenieur und Gründer der gleichnamigen Firmengruppe. Der Deutsche
Holzbaupreis 2017 gilt bundesweit
als wichtigste Auszeichnung für
Gebäude aus Holz und wird vom
Bund Deutscher Zimmer meister
im Zentralverband des Deutschen
Baugewerbes verliehen. Die Preisverleihung erfolgte am 23. Mai im
Rahmen der Messe Ligna 2017
in Hannover auf dem Stand der Wood
Industry Summits. Direkt nach der
Preisverleihung wird eine Wanderausstellung unter dem Titel „HOLZ.
BAU.ARCHITEKTUR“ die ausgezeichneten Arbeiten des Deutschen
Holzbaupreises bis zum 26. Mai am
Stand von Holzbau Deutschland –
Halle 13, Stand C34 – präsentieren
und danach zwei Jahre lang durch
Deutschland touren.
ZUKUNFTSFÄHIGES GEBÄUDE
Die Juroren waren überzeugt von
dem nachhaltigen Konzept des in
toph Schild, Präsidialmitglied des
BDB Bundes Deutscher Baumeister,
Architekten und Ingenieure e.V., hat
aus 209 Einreichungen insgesamt
vier Preisträger in den Kategorien
Neubau, Bauen im Bestand sowie
Komponenten/Konzepte im Kontext
des Holzbaus ermittelt – die Auszeichnung erfolgte in der Kategorie
Konzepte.
Holzrahmenbauweise gefertigten
Aktivhauses für die AH Aktiv-Haus
GmbH, das Werner Sobek unter konsequenter Berücksichtigung seines
„Triple Zero“-Konzepts entworfen hat
und das bereits in einer Siedlung in
Winnenden im Einsatz ist. „Unsere
zukunftsfähigen Gebäude müssen
dem Anspruch Zero Energy – Zero
Emissions – Zero-Waste gerecht
werden“, so der Leitsatz des Architekten. „Die vollmodulare, industriell
gefertigte Aktivhausserie zeichnet
sich durch eine herausragende
Konzeption, durchdachte minimalistische Gestaltung und flexible
Nutzungsmöglichkeiten aus“, so das
Urteil der Juroren. Die 14köpfige Jury
unter Leitung des Architekten Chris-
TRIPLE ZERO-KONZEPT
Gebäude nach den Kriterien des von
Werner Sopbek entwickelten Triple
Zero-Konzept verbrauchen im Schnitt
nicht mehr Energie, als sie selbst aus
erneuerbaren Quellen erzeugen. Sie
produzieren keine Emissionen von
CO2 oder anderen für den Menschen
oder die Umwelt schädlichen Stoffen.
Nach dem Abriss verschwinden die
Häuser mit Anstand von der Erde
und werden ohne Altlasten oder
sonstige Rückstände vollständig
in den Stoffkreislauf zurückgeführt.
„Unsere zukunftsfähigen Gebäude
müssen dem Anspruch Zero Energy – Zero Emissions – Zero Waste
gerecht werden“, so der Leitsatz des
Architekten.
Foto: Zooey Braun
Securlife Dachausstieg im Brandfall
Flache Bauhöhe. Kein störendes Geländer.
Als 2. Fluchtweg zugelassen.
Hebelauflösung der Brüstung und Auffanggitter mit Federkraft.
Dachträger von außen montierbar. Für Dachneigungen
von 25° bis 75°. Für denkmalgeschützte Häuser zugelassen.
Amtliches Prüfzeugnis.
Herstellung und Vertrieb: Lumpp Feinwerktechnik,
72827 Wannweil, Fon: 07121 52456,
Mail: [email protected]
26 architektur international
Bauen im Weltall
Eine Idee davon, wie Bauen im Weltall
funktionieren kann, erhielten Besucher auf
der Techtextil 2017, die in diesem Jahr unter dem Motto „Living in Space“ stattfand.
Der Leichtbau- und Großschirmspezialist
MDT-tex sowie dem berühmten Architekten
Ben van Berkel vom internationalen Architekturbüro UNStudio haben eigens für die
Techtextil den „Prototype II“ entworfen. Der
aus 68 Einzelmodulen, jedes in sich doppelt
gekrümmt und gespannt, zusammengesetzte
Leichtbau-Pavillon umfasst 40 Quadratmeter.
Dieser lässt sich nicht nur denkbar auf dem
Mond aufstellen, sondern auch bei verschiedensten Events, Messen und vielem mehr.
Das eigens von MDT-tex entwickelte
PTFE-Gewebe besteht aus PTFE-Multi­
­
filamenten, welche aus mehreren verdrehten Endlosfasern gebildet werden. PTFE ist
auch unter dem Handelsnamen "Teflon" bekannt. Es besteht aus linearen, unverzweigten und unvernetzten Kohlenstoffatomketten. Fluoratome bilden eine kompakte Hülle
um diese Kohlenstoffatome. Die Valenzkraft
der Kohlenstoff-Fluorbindung ist auffällig
stark, resultierend erhält das Polymer seine sehr interessanten und ungewöhnlichen
Eigenschaften. PTFE ist extrem widerstands-
fähig gegen Chemikalien, Witterung,
UV-Strahlung und Temperatureinflüsse.
Des Weiteren ist PTFE nicht brennbar und
selbstlöschend (B1-Klassifikation). Es weist
eine sehr geringe, elektrische Leitfähigkeit
und Wärmeleitfähigkeit auf.
Das MDT-tex® PTFE-Gewebe besitzt ausgeprägte
antiadhäsive
Eigenschaften
(„Selbstreinigungseffekt“), wodurch keinerlei
Schmutzstoffe an den Fasern haften bleibt.
Des Weiteren zeichnet sich das Gewebe
durch eine niedrige Dehnbarkeit, hohe Temperaturbeständigkeit (von -200 bis +327 °C),
sehr niedrige Oberflächenspannung (Polarität) und der unempfindlichen Eigenschaft
für Faltenbildung aus. Bei der Materialauswahl für wandelbare Membrankonstruktionen müssen zahlreiche wirtschaftliche und
technische Anforderungen beachtet werden. Das wiederholte Falten einer Membran während des Fahrvorgangs stellt eine
gravierende Beanspruchung des Materials
dar. Somit ist eine hohe Knickbeständigkeit des Membranstoffes unabdingbar.
Polytetrafluorethylen (PTFE)-Gewebe ist
für öffentliche Plätze und Sonderkon­
struktionen genauso wie für Sonnensegel,
Markisen, großflächige Konstruktionen,
Projektionsflächen und Lichtdecken in jeder Hinsicht hervorragend geeignet. Die
einzelnen Module, die entwickelt wurden,
eignen sich für Fassadenverkleidungen,
die mit unterschiedlichen Grammaturen
von 300 / 450 und 700 g/m2 ausgestattet werden können.
Photo: Olaf Becker
architektur international
27
Fassaden, Flachdächer und Terrassen
normgerecht entwässern
Rinnensortiment Dachfix Steel ist flexibel und kosteneffizient
Mit seinem Rinnensortiment Dachfix Steel
hat Hauraton einen echten Mehrwert
für Architekten, Planer und Bauherren
geschaffen: Das clevere Rinnensystem,
das speziell für die Entwässerung von
Fassaden, Flachdächern und Terrassen
entwickelt wurde, hat sich rasch nach
seinem Marktstart 2016 einen Namen
als besonders vielseitige und durchdachte Lösung gemacht. Seine Trümpfe: Die
Produkte lassen sich hochflexibel verwenden, auch für barrierefreies Bauen. Dadurch – und weil die Entwässerung sich
zuverlässig im Rahmen eines Systems
garantieren lässt – lassen sich Projektbudgets klar abstecken und die Kosten sicher
im Griff behalten.
„Ergebnisse und Vorteile dieser Art können wir nur aufgrund unserer langjährigen Expertise erzielen“, kommentiert Dieter Bastian, Vertriebsleiter von Hauraton.
Wurden doch die originalen Dachfix Rinnen bereits vor über 20 Jahren im Unternehmen entwickelt und als Erfolgsmodell
für die Entwässerung von Flachdächern
und Terrassen etabliert. „Dieser Erfah-
28 architektur international
rungsschatz, detailtiefes Fachwissen um
Bedarf und Notwendigkeiten und viele
intelligente Ideen sind in die Entwicklung
eingeflossen und spiegeln sich in der
praktischen Nutzbarkeit des Produkts wider“, so Bastian. Das zeigt auch der aktuelle Produktfilm, der jetzt neu unter www.
alles-fassade.de zu finden ist.
Anwendungsgerecht:
Qualität in unterschiedlichen Größen
Die Dachfix Steel Rinnen werden in fünf
Baubreiten und jeweils vier Bauhöhen angeboten. Für jeden Anwendungsbereich
steht die passende Rinne zur Auswahl. Die
Kleinste ist nur 115 Millimeter breit und 45
Millimeter hoch. Die größte Ausführung
mit einer Breite von 255 Millimetern und
einer Höhe von 150 mm Millimetern gestattet eine sehr beachtliche hydraulische
Leistung und ist für große Fassadenflächen
geeignet. Die Rinnen bieten einen effektiven Spritzwasserschutz und verhindern
dadurch Verschmutzungen. Mit ihren einliegenden Abdeckungen verfügen die Dachfix
Steel Systeme über begehbare und rollstuhlbefahrbare Oberflächen. Gitterroste mit der
Maschenweite 30/10 und elegante Längsstabroste für alle Baubreiten können auf dem
Rinnenunterteil mit einem Knebel arretiert
werden, der zudem als Verbindungsadapter
alle Elemente koppelt.
Clevere Perforationen
für KG-Rohr-Anschluss
Die offenen Entwässerungsrinnen haben
seitlich und im Solbereich zahlreiche neuartige Perforationen. Damit findet das abzuleitende Wasser schnell den Weg in
die Rinne. Gleichzeitig stellen die Perforationen Schablonen für den einfachen Anschluss eines Kanalgrundrohres der Nennweiten DN 70 und DN 100 dar. Hier
kann das Material einfach ausgeschnitten
werden und über einen Schraubstutzen mit
dem Abwasserkanal verbunden werden.
Via Höhenverstellsystem werden die Rinnenstränge ausgerichtet und Unebenheiten
im Untergrund ausgeglichen. Die einzigartigen Stirnwände lassen sich simpel per
Klipp-System an der jeweils letzten Rinne
als Strangabschluss befestigen. Das spart
beim Einbau Zeit und aufwendige Anpassungsarbeiten.
Ablaufbox überbrückt
Laibung und Wärmedämmung
Die neue Ablaufbox hat es in sich. Durch
eine Aussparung überbrückt sie auskragende Laibungen und die darüber
liegende Wärmedämmung. Sie kann
somit auch an sehr flache Rinnenstränge
angeschlossen werden. Der Abwasseranschluss, der mit der Rinne allein nicht
realisierbar war, ist jetzt ohne Schwierig-
keiten möglich – ebenso wie die Herstellung senkrechter und waagerechter Anschlüsse und damit die Normerfüllung für
barrierefreie, niveaugleiche Übergänge
auf Balkone und Terrassen. Das Dachfix
Steel System entspricht in allen Belangen
aktuellen Normen und Vorgaben wie den
Flachdachrichtlinien der DIN 18195, in
der der Schutz von Bauwerken gegen
Feuchtigkeit und Wasser geregelt wird,
oder der DIN 18040, in der Vorgaben
für barrierefreies Bauen und schwellenlose Übergänge verankert sind. Das bietet
Sicherheit für Planer, Bauausführende und
Investoren.
Hauraton GmbH & Co. KG
Werkstraße 13
76437 Rastatt
www.hauraton.com
architektur international
29
fassaden spezial
Die Gebäude der Zukunft
Intelligente Fassaden
D
er Mangel an Fossilen-Brennstoffen,
der Klimawandel sowie allgemeine
Fragen zu Sicherheit und Brandschutz
in Gebäuden sind Themen mit denen
sich die Baubranche jetzt und in der
Zukunft beschäftigen muss. Um den
Energieverbrauch von Gebäuden deutlich zu senken, entwickeln Forscher
Fassadensysteme, die autark auf ihre
Umwelt reagieren. Im Fokus stehen unter
anderem Glasfassaden und Solar-Panele. Fenster und Fassadenteile, die
ihre Licht- und Wärmedurchlässigkeit
eigenständig steuern und so Energie
einsparen; Glasfassaden-Lösungen aus
hauchdünner Photovoltaik-Folie, die Häuser zu ihrem eigenen Kraftwerk machen;
Beton, der gleichzeitig Solarzelle ist und
elektrischen Strom beispielsweise zum
Kühlen erzeugt. Mit diesen und anderen
Neuerungen beschäftigen sich Forscher
aus aller Welt auf dem internationalen
Fachkongress zur Gebäudehülle der
Zukunft zwischen dem 2. und 3. Oktober
2017 in Bern.
MULTIFUNKTIONALE
FASSADENELEMENTE
Immer stärker kommen einzelne dieser
Elemente schon zur Anwendung. Gerade bei der Wärmedämmung werden
immer wieder innovative Lösungen
gesucht und gefunden. Der Anteil des
Energieverbrauchs von Gebäuden in
Deutschland beträgt, bezogen auf den
Gesamtverbrauch, etwa 40 Prozent.
Daher werden immer mehr Fassaden mit
Photovoltaik-Technik ausgestattet. So
können die Gebäudehüllen die benötigte
Energie selbst erzeugen. Mit sehr flexiblen Lösungen will die Photovoltaik-Branche Fenster und Fassadenfronten zu
umweltfreundlichen Kleinkraftwerken
umgestalten. Neben der Lösung von
Problemen der Energieeffizienz und des
intelligenten Sonnenschutzes wird bei
der Fassadenplanung immer mehr darauf
geachtet, Fassadenteile und haustechnische Elemente elegant zu verstecken. So
30 architektur international
werden spezielle Sonnenschutz-Lamellen
in die Dreifachverglasung integriert. Die
Verschattung passiert dann automatisch,
während das Einfahren der Lamellen
per Knopfdruck gesteuert wird. Auch
Lüftungsanlagen werden unauffällig in
der Fassade verborgen. Dies hat den
Vorteil das die Fassaden nicht nur effektiv
sind, sondern den Architekten auch ein
großer Spielraum bei der Gestaltung
gelassen wird.
INTELLIGENTE ORGANISMEN
Zur Sicherung einer nachhaltigen Zukunft müssen sich Gebäudehüllen zu
einem zusammenhängenden Nervensystem entwickeln. Ein zentrales „Hirn“
analysiert alle Daten bezüglich der
Nutzeranforderungen und steuert die
Fassadenmodule entsprechend. „Fassaden werden zu komplexen intelligenten
Organsimen, die sich aktiv externen und
internen Einflüssen anpassen,“ erklärt
Omar Renteria von EYP Architecture &
Engineering, New York. Omar Renteria
wird auf der Konferenz in Bern einen
Blick in die Zukunft werfen und erklären, wie sich intelligente Fassaden an
ändernde Umweltbedingungen anpassen
werden. EYP ist ein Architektur- und
Ingenieurbüro mit über 700 Mitarbeitern
in Nordamerika und Europa. Renteria
prognostiziert „die nahtlose Verbindung
und Kommunikationsfähigkeit aller Fassadenkomponenten untereinander, wobei
jedes der Einzelteile klimatische und
programmatische Parameter in Echtzeit
erfasst und verarbeitet.“ EYP überdenkt
den Prozess des Fassaden-Designs
völlig neu. Rentira: „Wir sprechen nicht
nur von dynamischen Fassaden, sondern von Fassaden, die lernfähig und
intelligent genug sind, sich über Zeit
durch vernetzte Analysen quantitativer
und qualitativer Stimuli den veränderten
Bedingungen anzupassen.“
GEBÄUDEHÜLLE DER ZUKUNFT
Auf der diesjährigen Konferenz zur
Gebäudehülle der Zukunft (Conference
on Advanced Building Skins) referieren
zwölf der innovativsten amerikanischen
Architektur- und Ingenieurbüros. „Bei
der Programmplanung haben wir uns
an der von Karlin Research zusammen
gestellten Liste orientiert, die jährlich
U.S. amerikanische Architektur- und Ingenieurbüros in den Kategorien Design,
Nachhaltigkeit und Business Performance
bewertet,“ erklärt Andreas Karweger,
Geschäftsführer der Advanced Building Skins GmbH, Wilen, Schweiz. „Es
ist uns gelungen, mehrere Referenten
der Top 50 Büros nach Bern zu holen.
Der neue Ergoldsbacher
8
5
E
®
RS
Besonders freut es mich, dass wir mit ZGF Architects
aus Portland und EYP Architecture & Engineering aus
New York die beiden in Sachen Nachhaltigkeit führenden
Architekturbüros gewinnen konnten“, ergänzt Karweger.
Weitere Referenten kommen u.a. aus den Architektur- und
Ingenieurbüros Skidmore, Owings & Merrill, Chicago; HKS
Architects, Houston; Amtech Solutions, Dallas; Walter P
Moore, Los Angeles; Belzberg Architects, Santa Monica;
Gensler, Chicago; Integral Group, Oakland.
HINTERGRUND ZU
"ADVANCED BUILDING SKINS"
Die Konferenz findet seit 2006 jährlich statt und wurde
bis 2014 vom Economic Forum München-Bozen unter
dem Titel „Energy Forum“ in Brixen, Südtirol, organisiert.
Seit dem Jahr 2015 organisiert die Advanced Building
Skins GmbH die Konferenz in Bern. Im Mittelpunkt der
Konferenz stehen neueste Entwicklungen im Design von
Gebäudehüllen sowie neue Produkte zur Steigerung der
Energieeffizienz von Dach und Fassade. Ein weiterer
Schwerpunkt der Konferenz ist die Integration von Photovoltaik in die Gebäudehülle.
Registrierung: Die Konferenzgebühr beträgt €680 und
beinhaltet die Konferenzdokumentation mit den Manuskripten der Referenten und Mahlzeiten während der beiden
Tage. Frühbucher, die sich bis zum 30. Juni anmelden,
erhalten einen Rabatt von 20% (€540). Das detaillierte
Konferenzprogramm und Informationen zum Rahmenprogramm sowie Registrierung unter: www.abs.green.
Fotos: Avanced Building Skins GmbH
Die Lösung
für flach
geneigte
Dächer!
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fassaden spezial
Wenn der Regen stärker wird
Fassadenwässerung in Zeiten des Klimawandels
Ü
berflutete Dörfer und immer neue
Jahrhundertfluten bestimmten die
Schlagzeilen der letzten Jahre. Aber
geht man weg von den schlimmen
Einzelereignissen, steht doch fest, dass
wir uns auf immer mehr sintflutartige
Regenfälle einstellen müssen. Die Menge
des jährlichen Niederschlags wird sich
in unseren Breiten wahrscheinlich nicht
signifikant erhöhen, hier ist kaum eine
Veränderung zu erwarten. Was sich aber
bereits geändert hat und sich zunehmend
ändern wird, sind die Wassermassen, die
innerhalb kurzer Zeit als Niederschlag
auf Grundstücke und Gebäude niedergehen. Dementsprechend muss bei der
Bauplanung dieser Aspekt besonders
berücksichtigt werden.
32
architektur international
BEDEUTUNG DER FASSADE
Die Ansicht, dass Regen ausschließlich auf Dach und Grundstück
niedergeht, ist falsch. Tatsächlich
können bis zu 50 Prozent des anfallenden Wassers an der Fassade
abfließen. Dieses Wasser fällt zu
einem Teil an Balkonen, Loggien,
Z w i s c h e n d ä c h e r n , Vo r s p r ü n g e n
und Vordächern an und wird von
dort lokal abgeführt. Ein großer Teil
erreicht jedoch die neuralgische
Schnittstelle zwischen Bodenfläche
und aufgehendem Bauwerk. Gerade
bei der modernen Bauweise mit vielen
Glasflächen kommt es häufiger vor
und wird zum Problem. Hier ist unter
allen Umständen zu gewährleisten,
dass kein Wasser über Eingänge,
raumhohe Verglasungen und andere Öffnungen der Gebäudehülle ins
Gebäude eindringen kann und dort
Schäden verursacht.
ENTWÄSSERUNGSSYSTEME
Grundsätzlich müssen Elemente an
Gebäuden, die über keine ausreichend
abschüssigen Flächen verfügen, speziell abgedichtet sein. Die DIN 18195,
Teil 5, fordert im Zusammenhang mit
waagerechten und schwach geneigten
Flächen, die Abdichtung von aufgehenden Bauteilen bis mindestens
15 cm oberhalb des Außenbelages
hoch zu führen. Wo das nicht möglich ist, etwa bei Türen, raumhohen
Der neue Ergoldsbacher
Fenstern sowie Glasfronten, sind besondere Maßnahmen vorzusehen, die das Eindringen von Wasser
verhindern. Ausnahmen können genehmigt werden,
wenn der einwandfreie Wasserablauf unmittelbar
vor dem Abschlussbereich sichergestellt wird. Dies
leistet z. B. eine ausreichend dimensionierte Entwässerungsrinne, die im unmittelbaren Bereich der
Türschwelle eingeplant wird. Die Wasser führende
Schicht sollte über ein Gefälle ≥ 2 % betragen und
vom Gebäude wegführen.
Ein weiterer Aspekt bezüglich der optimalen Entwässerung betrifft den bodengleichen, also barrierefreien Zugang. Um diesen langfristig schadensfrei
ausbilden zu können, sind neben den „zusätzlichen
Maßnahmen“ ein erhöhter Planungsaufwand und eine
sorgfältige Ausführung auf der Baustelle unabdingbar. Die Entwässerungsrinne muss so dimensioniert
und verlegt sein, dass sie auch bei ungünstigsten
Bedingungen das anfallende Wasser rasch und
sicher vom Gebäude wegführt.
Der Neue aus der E58-Familie
Der neue Ergoldsbacher E 58 RS® ist der Spezialist für flach geneigte Dächer. Seine besondere
technische Formgebung schützt das Dach zum
Beispiel vor Schlagregen, während die Unterkonstruktion trocken bleibt. Dafür sorgen seine
ausgeprägte Profilhöhe, die dreifache Kopf- und
Seitenverfalzung und eine direkte Wasserführung. So können Sie den E 58 RS® schon bei geringen Dachneigungen (Regeldachneigung 16°,
Mindestdachneigung 10°) verdecken. Aufwändige regensichernde Zusatzmaßnahmen entfallen. Das neue Dachziegelmodell gehört zu
der beliebten E58-Serie und erlaubt es, gefragte
Dachformen umzusetzen.
fassaden spezial
Mehr Transparenz
Glas als beliebtes Fassadenelement
G
las weckt Assoziationen von Eleganz
und Sauberkeit oder das Fehlen
von dieser, wenn Glasflächen nicht
gepflegt werden. Große Fenster und
Glasfassaden lassen Räume heller
und freundlicher wirken. Der Wunsch
nach hoher Transparenz, natürlicher
Belichtung und repräsentativer Gestaltung haben zu einer zunehmenden
Verbreitung von Glasfassaden geführt.
Besonders bei der Gestaltung von
Arbeitsplätzen hat ihr Einsatz einen
hohen Stellenwert. Bei der Planung
zukünftiger Gebäudehüllen bestimmen
Themen wie in Fenster integrierte Sonnenschutzsysteme oder Photovoltaikanlagen die Schwerpunktsetzung. Die
Architekten müssen bei dem Einsatz
von Glaselementen mit großer Sorgfalt
vorgehen. Glas ist ein vielseitiger aber
auch anfälliger Werkstoff. Außerdem
müssen die Klimaverhältnisse, der
Energieeintrag und Energieverlust,
die Belichtung und Belüftung, der
Schallschutz und der finanzielle Aspekt berücksichtigt werden.
GLAS IN DER ARCHITEKTUR
Bei dem internationalen Fachkongress zur Gebäudehülle der Zukunft
in Bern (2.-3. Oktober 2017) wird
die Glassfassade in den Fokus der
Referenten rücken. James O’Callaghan vom Londoner Büro Eckersley
O’Callaghan wird in Bern anspruchsvolle Architektur mit Glasstrukturen
präsentieren. O’Callaghan setzt
Glas als Strukturelement ein. Er ist
bekannt für die Apple Stores von
Tokyo, Sydney, Shanghai, Hong
Kong, New York und London, in
denen er innovative Fassaden und
Glastreppen realisiert hat (siehe
Foto). In seinem Vortrag wird er auf
die Apple Stores eingehen und seine
Planus
Planus Trennwandsystem
Die erste Wahl in punkto Schallschutz,
Brandschutz und Vielseitigkeit
• hohe Variabilität
• hoher Schallschutz
• verschiedene
Glasrahmenvarianten
und Glasstärken
möglich
• kombinierbar mit
unserem Pur duo
Trennwandsystem
34 architektur international
Fotos: Avanced Building Skins GmbH
Ihre Vorteile
• individuell und
vielfältig gliederbar
DRU_5515_Anz_architektur_international_195x60mm_4c.indd 1
Vorstellungen zukünftiger Glasarchitektur präsentieren. Aus Deutschland
w i rd u . a . T h o m a s W i n t e r s t e t t e r,
Geschäftsführer und Vorstand bei
Werner Sobek Stuttgart, modernes
Fassadendesign mit Unterstützung
von BIM und CAD demonstrieren. Im
Mittelpunkt seines Vortrags stehen
Großprojekte im Nahen Osten, wie
das Nationalmuseum von Katar und
das Etihad-Museum in Dubai.
DRUM GmbH & Co. KG
Trenn- und Schrankwände
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20.04.16 11:08
fassaden spezial
Größtes Gebäude in Gera
ElsterCube fertiggestellt
E
SIC Properties GmbH
HOCHMODERNES GEBÄUDE
Die Vereinigung von Details aus
der ursprünglichen Baustruktur mit
modernem Design ist ein Alleinstellungsmerkmal für den ElsterCube.
Neben der energetischen Sanierung
der Fassade und der Schaffung einer
für eine moderne Büronutzung zeitgemäße technische Infrastruktur, schafft
das ökonomische Konstruktions- und
Fassadenraster eine flexible Raumaufteilung mit Mieteinheiten von ca.
300-2.000 Quadratmetern. Besonders
von Vorteil ist die gute Lage im traditionsreichen Gewerbegebiet Debschwitz. Das Gebäude befindet sich
direkt an der Bundesstraße 92 sowie
an der Weißen Elster und verbindet
damit die Lage im Grünen mit guter
Erreichbarkeit. „Unser Erfolgsmodell ist
es, gerade in Standorte zu investieren,
die in Vergleichen und Rankings keine
Topwerte erreichen, dafür aber ein
hohes Potential haben“, so Benjamin
Blackman, Immobilienentwickler und
Investor in ElsterCube. Der Londoner
Bodo Schackow
ine Investition des Investors SIC
(Style in the City) in Höhe von
rund 11 Millionen Euro ermöglichte
die Umwandlung eines ehemaligen
Fabrikgebäudes in den Geschäftskomplex ElsterCube. Das Gebäude,
das Anfang des Jahres eröffnet wurde, wartet mit moderner Ausstattung,
einem einzigartigen Design, außergewöhnlich großen Nutzflächen und
einer 250 Meter langen Laufstrecke
auf dem Dach auf.
Mit seiner 11.000 Quadratmetern
Nutzfläche ist der ElsterCube nicht nur
das größte Gebäude in Gera sondern
eine der größten Gewerbeimmobilien
Mitteldeutschlands. Das ehemalige
Fabrikgebäude wurde durch einen
internationalen Investor neu konzipiert, komplett saniert und kann mit
moder nsten baulichen Standards
aufwarten.
Unternehmer hat bereits in Städten
wie Birmingham, Berlin, Frankfurt a. M.
oder Leipzig investiert.
WACHSTUMSPOTENTIAL
Tatsächlich weist Gera eine überraschend gute Bilanz auf. Das liegt
zum einen an der zentralen Lage
nahe dem Drei-Länder-Eck Sachsen-Sachsen-Anhalt-Thüringen und
dem Hermsdorfer Autobahn-Kreuz
(A4/A9), zum anderen profitiert Gera
von steigenden Preisen in den nahe
gelegenen Städten Jena und Leipzig.
All diese Bedingungen schaffen für
Gera ein investitionsfreudiges Klima.
BEEINDRUCKENDER
BLICK ÜBER GERA
D e r e r s t e M i e t e r, e i n S t u d i o d e r
bundesweit agierenden Fitnesskette
InJoy, ist bereits im November 2016
eingezogen. Die ca. 2500 Quadratmeter Nutzfläche wird im März durch
eine 250 Meter lange Laufstrecke auf
dem Dach des Gebäudes ergänzt,
von dem man einen eindrucksvollen
Rundumblick über Gera hat.
fassaden spezial
Brandschutz „Made in Europe“
Internationales ift-Brandschutzforum am 21./22. Juni in Rosenheim
D
er bauliche Brandschutz ist ein
zentraler Baustein, um Gebäude und Menschenleben vor Brand
und Rauch zu schützen. Durch die
CE-Kennzeichnung nach EN 16034
wächst der europäische Markt weiter
zusammen und wird für nationale
und internationale Hersteller attraktiver. Das ift-Brandschutzforum
gibt einen aktuellen Überblick über
geänderte Anforderungen und Normen sowie die Marktentwicklung
in Europa, USA und Asien. Erste
Er fahrungsberichte im Umgang
mit dem neuen CE-Zeichen sowie
eine Liveprüfung auf dem 8 x 5
Meter großen ift-Brandofen zeigen,
welche Kosten- und Zeitvorteile
moderne Prüf- und Logistikkonzepte
sowie ein „intelligenter“ Umgang
mit Nachweisen bieten. Ein Blick
auf das Brandschutzkonzept der
Elb-Philharmonie und Tipps aus
der ift-Prüfpraxis runden das Programm ab.
PRAXISERFAHRUNG
MIT EN 16034
Wie ist die neue EN 16034 im Markt
angekommen, und welche Praxiserfahrungen liegen mit Prüfungen, Zertifikaten und dem CE-Zeichen vor?
Wo finden sich interessante Märkte
und was macht die Normung? Das
internationale ift-Brandschutzforum
gibt dazu am 21. und 22. Juni 2017
in Rosenheim aktuelle Infos. Während der zweitägigen Veranstaltung
erhalten Hersteller, Verarbeiter und
Zulieferer ausführliche Informationen und viele Praxistipps für den
Umgang mit den normativen und
gesetzlichen Regeln, beispielsweise
Musterverwaltungsvorschriften Technische Baubestimmung (MVV-TB),
Europäisches Anwendungsdokument
(EAD) und EN 16034 in Verbindung
mit den weiteren Produktnormen
inkl. der EXAP-Regeln.
36 architektur international
SCHWERPUNKTE DES FORUMS
Zu den Highlights zählen die Marktanalysen für Europa, Asien und USA
von Martin Langen (B+L Marktdaten), die detaillierte Analyse der
europäischen Nachweisverfahren
von Dr. Gerhard Wackerbauer (ift
Rosenheim) sowie die Geschichte
rund um das Brandschutzkonzept
der Elb-Philharmonie von Michael
Juch (Hahn Consult).Aber auch
die vielen Detailinformationen und
Praxistipps der ift-Experten zu
Prüfungen, Nachweisen, werkseigener Produktionskontrolle (WPK),
dem Hardware Performance Sheet
(HPS), den aktualisierten EXAP Regeln sind für Brandschutzexperten
„Gold“ wert. Durch die Kooperation
von ift Rosenheim und UL sowie die
Prüfmöglichkeiten im neuen ift-Technologiezentrum sind Nachweise und
Zertifikate für die EU, USA, Middle
East und Teile Asiens einfacher und
schneller als bisher verfügbar.
Weitere Informationen unter:
www.ift-brandschutzforum.de
Fotos: ift Rosenheim
Hochwertiger und natürlicher Kebony-Look
Das Architekturbüro Arches hat 2016 eine
zeitgenössische und umweltfreundliche Villa in der Nähe von Vilnius, der Hauptstadt
Litauens, gebaut. Verkleidet mit einer 650
Quadratmeter großen Holzfassade aus
hochwertigem Kebony Holz und den unregelmäßigen Giebeldächern, die typisch
für diese Gegend sind, fügt sich dieses einmalige Anwesen perfekt in die Landschaft
ein. Die „Valley Villa“ schafft damit die
Balance eines architektonischen Stils, der
gleichzeitig modern und traditionell ist.
Gebäudes einen spannenden Kontrast
bildet. Gebaut wurde sie auf dem Platz
eines alten Bauernhofs – der dazugehörige Hang und alle alten Bäume wurden
erhalten. Die Grundidee war, dass das
Gebäude "über dem Tal hängt" und es sich
durch die durchgehende Fensterfront dorthin öffnet.
Villa mit Holzfassade
Architekt Arunas Liola zielte zudem darauf ab, eine Struktur zu entwerfen, die
sowohl ökologisch als auch auffallend im
Aussehen ist, und verband dafür natürliche
Materialien mit einer kräftigen plastischen
Form. Das ausführende Architekturbüro
hat sich bei der Holzfassade für Kebony
aus Norwegen entschieden, weil es sich
um ein natürliches Material handelt, aber
langfristig Wind und Wetter trotzen kann.
Die Holzfassade benötigt keine zusätzli-
Fotos: Arches
Freier Blick in’s Tal
Das cleane, eckige Design der Villa zeichnet sich durch ein minimalistisches Äußeres
aus. Das Hauptmaterial ist Holz, welches
zum schwarzen Schiefer an der Basis des
che Behandlung – das Material entwickelt
nach und nach eine silbergraue Patina und
passt sich somit seiner natürlichen Umgebung an. Das spezielle Kebony-Verfahren
erhöht die Widerstandsfähigkeit und verbessert die Dimensionsstabilität des Holzes. Arunas Liola erläutert: “Kebony war
für dieses Objekt das perfekte nachhaltige
und vielseitige Material. Der hochwertige
und natürliche Look passt hervorragend
in die Umgebung der Villa." Auch für die
Innenarchitektur der Villa war das Büro Arches verantwortlich und gewann dafür die
Auszeichnung „Best private interior of the
year 2016“.
Kebony Holz
Kebony ist hochwertiges Echtholz, von
führenden Architekten empfohlen. Es ist
nachhaltig, dauerhaft und benötigt keine
zusätzliche Behandlung außer normaler
Reinigung. Das Holz ist besonders langlebig und bestens geeignet für Terrassen-, Bodenbeläge und Fassaden. Auf Kebony gibt
es 30 Jahre Garantie. Die Kebony® Technologie wurde in Norwegen entwickelt
und ist ein umweltfreundliches, patentiertes
Verfahren, das die Eigenschaften von nachhaltigen Weichhölzern durch eine bio-basierte Flüssigkeit aufwertet. Als Ergebnis
wird die Zellstruktur des Holzes permanent
verändert, es erhält Premium-Eigenschaften
und eine dunkelbraune Farbe. Alle Kebony
Hölzer entwickeln bei direkter Bewitterung
mit der Zeit eine attraktive, silbergraue Patina. Kebony ist erhältlich in Clear, astrein,
und in Character, astig. ­
Kebony wurde
2016 vom Rat für Formgebung mit dem
ICONIC Award in der Kategorie Fassade
als bestes Produkt ausgezeichnet.
Weitere Infos unter: www.kebony.de
architektur international
37
fassaden spezial
Ohne zusätzliche Wärmedämmung
Monolithischer Geschossbau am Schinkelplatz Berlin
I
n prominenter Lage am Schinkelplatz
in Berlin sind fünfgeschossige Wohngebäude in monolithischer Ziegelbauweise entstanden. Sie knüpfen an die
Bautradition des berühmten Architekten und Namensgebers des Platzes,
Karl Friedrich Schinkel (1781–1841),
an. Während Schinkel Vollziegel als
Sichtmauerwerk verwendete, kamen
bei den Geschossbauten moderne
Hochleistungsziegel zum Einsatz, die
heutigen Ansprüchen an Energieefizienz gerecht werden. Das Besondere
dabei: Die Fünfgeschosser kommen
ohne zusätzliche Wärmedämmung an
der Fassade aus und beweisen damit,
dass mehrgeschossige Ziegelgebäude
mit einschaligen Außenwänden auch
bei repräsentativen Lochfassaden mit
großem Fensterflächenanteil möglich
sind.
KLASSIK UND MODERNE
DES ZIEGELBAUS VEREINT
Das architektonische Umfeld des
Projekts könnte mit dem Berliner
Stadtschloss und der nahen Straße
„Unter den Linden“ anspruchsvoller
kaum sein. Unmittelbar benachbart
befinden sich mit der Friedrichswerderschen Kirche und der Bauakademie zwei berühmte Schinkelsche
Gebäude. Die Architekturbüros Steidle
Architekten, München, und Prof.
Klaus Theo Brenner Stadtarchitektur,
Berlin, setzten auf die Renaissance
der monolithischen Bauweise und
verwendeten für ihr Projekt hochwärmedämmende Ziegel. Es handelt sich
um Poroton-Ziegel der S-Klasse, die
eine innenliegende Dämmung enthalten und hochwertige, bauphysikalisch
sichere Konstruktionen nach heutigen
Standards ermöglichen – ohne zusätzliche Außendämmung. Das Mauerwerk
bildet zusammen mit dem Putz eine
widerstandsfähige, durchgängig
mineralische Oberfläche, die einen
Wärmestrom nach außen ermöglicht
38 architektur international
und somit die Fassade nicht auskühlen lässt. Tauwasserbildung auf der
Oberfläche wird dadurch vermieden.
Die Fassade ist damit auf natürliche
Weise ohne chemische Zusätze gegen
Algenbefall geschützt.
INNOVATIVE ZIEGELBAUWEISE
Die klassische Lochfassade mit hohem
Fensteranteil und dadurch schlanken
Pfeilern für die Lastableitung erfordert
den Einsatz entsprechend hochwertiger Ziegel. Der mit Mineralwolle
verfüllte Wienerberger-Planziegel
Poroton-S10-MW in der Stärke 36,5
Zentimeter erfüllt alle Anforderungen hinsichtlich Wärme-, Schallund Brandschutz sowie Statik und
ermöglicht so gehobenes Wohnen
in prominenter Citylage. Mit Beratungsunterstützung des Wienerberger
Projektmanagements (WPM) wurde
eine mauerwerksgerechtePlanung
aller Details erreicht.
Fotos: Wienerberger / Dieter Lietz
Heizomat wird 35
Eine Erfolgsgeschichte mit erneuerbaren Energien
Tausende Besucher besichtigten vom 13.
bis zum 14. Mai das erweiterte Heizomat
Werk Heidenheim anlässlich des 35-jährigen Betriebsjubiläums des Unternehmens.
Im Mai 1982 begann die Erfolgsgeschichte von Robert Bloos und Heizomat mit einer
Erfindung in einer Garage im kleinen Ort
Oberweiler, bei Meinheim. Dort baute er
den ersten Heizomat zum automatischen
Zuführen von Holzspänen in einen handelsüblichen Heizkessel. Öl und Gas waren für ihn damals schon viel zu wertvoll,
um es einfach nur zu verbrennen.
Zukunftsweisend
Robert Bloos sen. setzte bereits im Jahr
1982 auf erneuerbare Energien, und lies
sich nicht beirren. Schnell stellte sich der
Erfolg ein, und so wurde im Jahr 1985 in
Gunzenhausen/Maicha die erste Fabrikationshalle gebaut. Im Jahr 2005 wurde auf
dem Gelände der aufgelösten Kaserne des
Panzerbataillons 304 eine neue zusätzliche Fabrikhalle mit den mächtigen Abmessungen von 35 x 200 Metern errichtet.
Eine Erweiterung dieser Halle erfolgte im
Jahr 2015 auf eine Gesamtlänge von 350
Meter. Hier und in den anderen Hallen,
wo früher Militärgut gelagert und gewartet wurde, werden auf einer Fläche von
18.000 Quadratmetern Produkte hergestellt, die sich um das Thema erneuerbare
Energien drehen.
Umfangreiches Produktangebot
Das Angebot von Heizomat reicht vom
kleinsten Holzhäcksler Heizohack HM
4-300 bis zum Großhacker HM 14-860
KTL, welcher ganze Bäume verarbeiten
kann und Hackschnitzelfeuerungsanlagen
vom niedrigen Leistungsbereich ab 15 kW
bis zu Großkesselanlagen bis 990 kW für
ganze Dörfer. Anlässlich des 35-jährigen
Jubiläums wurde auch der Heizotruck mit
510 PS Leistung, das neueste Heizomat
Produkt, präsentiert – ein moderner Hochleistungs-LKW für die Land- und Forstwirtschaft. Seit über drei Jahrzehnten baut das
Unternehmen fast alles, was für den Einsatz
von Holzhackschnitzeln zur Wärmeerzeugung notwendig ist, selbst. Durch die große
Bandbreite an Produkten und ständige Innovationen im Bereich erneuerbare Energien
ist die Firma Heizomat einer der weltweit
führenden Hersteller von Hackschnitzelfeuerungsanlagen und Holzhackmaschinen.
Effiziente Hackschnitzelheizungen
für Ihr Hotel von
15 - 990 kW
Energie im Kreislauf der Natur
Maicha 21 • 91710 Gunzenhausen • Tel.: 09836/9797-0 • [email protected]
architektur international
39
fassaden spezial
Textilindustrie eine dynamische Hightech-Branche
Textile Innovationen auch im Bauwesen
Ü
ber 47.500 Besucher (plus rund
14 Prozent, 2015: 41.826) aus
insgesamt 114 Ländern kamen vom
9. bis 12. Mai auf das Frankfurter
Messegelände, um sich über die
innovativsten Produkte im Bereich
technischer Textilien und die neuesten Verarbeitungstechnologien
zu informieren. Auf positive Resonanz stießen zudem die zahlreichen
Sonderareale und Veranstaltungen,
die Einblicke in die gesamte textile
Wertschöpfungskette boten und die
Synergien der beiden Messen optimal
bedienten. Eröffnet durch ESA-Astronaut Dr. Reinhold Ewald lockte das
Raumfahrt-bezogene Areal „Living
in Space“ mit einer durch Virtual
Reality inszenierten Reise zum Mars,
weltraumtauglichen Materialien und
einem von Star-Architekt Ben van
Berkel gestalteten „Space Habitat“
zahlreiche Besucher. Beim Eintritt
in die Hallen der beiden Leitmessen
wurde klar: „Industrie 4.0, smarte und
funktionale Textilien sowie Digitali-
Messe Frankfurt Exhibition GmbH/ Werner Sobeck
40 architektur international
sierung sind keine Zukunftsthemen,
sondern die Textilbranche befindet
sich längst mittendrin. Wenn eine
Branche zukunftsfähig ist, dann die
Textilindustrie. Und dennoch: Gerade
in Zeiten der Digitalisierung zählt der
persönliche Austausch. Umso mehr
freuen wir uns, dass so viele Besucher zur Techtextil und Texprocess
geströmt sind“, erläutert Detlef Braun,
Geschäftsführer der Messe Frankfurt.
TEXTILE BAUBRANCHE
Ob textilbewehrter Beton, Gewebe
für Leichtbaukonstruktionen oder
funktionalisierte Textilien: Auf der
Techtextil, internationale Leitmesse für
technische Textilien und Vliesstoffe,
erwartete Architekten, Bauherren,
-ingenieure und -planer ein breites
Angebot faserbasierter Materialien
im Anwendungsbereich Buildtech.
Passend dazu standen pünktlich zur
Eröffnung die Gewinner des Studentenwettbewerbes „Textile Strukturen
f ü r n e u e s B a u e n “ d e r Te c h t e x t i l
fest. Eine internationale Jury aus
renommierten Bauingenieuren und
Architekten hat acht Preise in verschiedenen Kategorien vergeben. Mit
dem Studentenwettbewerb prämiert
die Techtextil alle zwei Jahre die
Ideen von Studenten und Young
Professionals zum Bauen mit Textilien
und texilarmierten Werkstoffen. „Die
ausgezeichneten Projekte überzeugten
die Jury mit ihrer Inspirationskraft und
neuen Blickwinkeln in der Architektur.
Die Bandbreite reichte von optisch
ansprechenden Traglufthallen oder
verbesser ten Wohnbereichen für
Flüchtlingslager bis zu flexiblen,
leichten Außenhäuten, textilen Inneneinrichtungssystemen bis hin zu
smarten Fassadenelementen und
Webstrukturen aus Beton“, so Michael
Jänecke, Brand Manager Technical
Textiles and Textile Processing bei der
Messe Frankfurt. „Die Projekte stehen
exemplarisch für die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten textiler Strukturen
in Architektur und Bau.“
Messe Frankfurt Exhibition GmbH/ Fibrobeton
fassaden spezial
Verbindung von Tradition und modernem Erscheinungsbild
Klinkerbauweise und moderner Glaskubus vereint
D
ie Hamburger Elbchaussee mit ihren Villen und Herrenhäusern zählt
nach wie vor zu den feinsten Adressen
der norddeutschen Metropole. Jetzt
sorgt ein neu entstandenes Objekt mit
einer einzigartigen Architektur, die Alt
und Neu verbindet, für frischen Wind:
Auf dem Grundstück mit der Nummer
81 ist ein Haus entstanden, das rekonstruierten, typisch hanseatischen
Rotklinkerbau auf innovative Weise mit
einem top-modernen Premium-Kubus
kombiniert. Die Größen der sieben exklusiven Eigentumswohnungen auf drei
Etagen – darunter zwei Penthäusern –
variieren von 80 bis 164 Quadratmetern.
GRÜNDERZEIT TRIFFT MODERNE
Das Haus mit der Nummer 81 ist eine
Symbiose aus Gründerzeit und Moderne – und der neue Hingucker in
der Elbchaussee. Während sich zur
Straßenseite eine klassische, aufwändig
rekonstruierter Rotklinker-Villa erstreckt,
wird das Gebäude zur Rückseite hin zu
einem modernen Kubus mit viel Glas und
einer hochwertigen, in Hamburg selten
anzutreffenden Baukeramik-Fassade.
Die gesamte Front besteht ausschließlich aus Klinkern der ursprünglichen
Stadtvilla aus den 1920er Jahren.
Die Fläche der sieben Wohnungen,
darunter mehrere mit Elbblick, beträgt
insgesamt knapp 770 Quadratmeter.
Eines der beiden Penthäuser erstreckt
sich sowohl über den klassischen Vorderteil als auch den modernen Kubus.
Die restlichen Wohnungen teilen sich
auf die Gebäudeteile auf und sind
im Grundriss individuell und flexibel
gestaltet. Einzelne Einheiten lassen
sich auf Wunsch zusammenlegen.
VON JÄRTEN & CIE Immobilien-Geschäftsführer Christian von Järten, der
für den Vertrieb zuständig ist: „Das
Objekt ist bei Interessenten aus dem
In- und Ausland begehrt. Das zeigt,
dass Hamburg als Immobilienstandort
auch international hoch im Kurs steht.“
IN BESTER LAGE
Die Premium-Lage mit unverbautem Elbblick befindet sich direkt
gegenüber dem Donners Park. Die
gleichzeitige Nähe zu beliebten Sehenswürdigkeiten wie dem Elbstrand
und dem Museumshafen Övelgönne
sind weitere Argumente. Dank der
hervorragenden Infrastruktur können
auch St. Pauli, die Landungsbrücken,
HafenCity und Neuer Wall innerhalb
kürzester Zeit erreicht werden. Garagen- und Außenstellplätze sind
vorhanden. Darüber hinaus punktet
die exklusive Stadtvilla mit einer
offenen Architektur (Deckenhöhe:
2,80 Meter), dem hellen Farbkonzept
und hochwertigen Materialien. Dazu
sagt Maic Laubrich, Vorstand des
Bauträgers Kanada Bau Gruppe aus
Braunschweig: „Bei diesem Projekt
handelt es sich um eine hochspannende Verbindung von historischer
und moderner Architektur. Insofern
sind wir von den vielen positiven
Reaktionen seitens der Kaufinteressenten nicht überrascht.“
Fotos: VON JÄRTEN & CIE Grundbesitz
und Immobilienvermittlungs-GmbH
architektur international
41
AUF WACHSTUMSKURS
Neubau Niederlassung und Akademie Würth, Gaisbach
Allmann Sattler Wappner Architekten GmbH, München
M
OBJEKT
Niederlassung und
Akademie Würth
Gaisbach
ARCHITEKT
Allmann Sattler Wappner Architekten GmbH,
München
FOTOS
Brigida González
für Allmann Sattler Wappner
Architekten GmbH
42
it einer großen Feier ist am 13. Juni 2016
das Niederlassungs- und Verwaltungsgebäude der Adolf Würth GmbH & Co. KG
eröffnet worden. Die Bürofläche umfasst Platz
für 580 Arbeitsplätze und Räumlichkeiten für
Konferenzen und Seminare. Die Adolf Würth
GmbH & Co. KG ist Weltmarktführer im Handel
mit Montage- und Befestigungsmaterial für die
professionelle Anwendung. Allmann Sattler Wappner Architekten entwarfen für den Stammsitz in
Gaisbach-Künzelsau ein neues identitätsstiftendes Gebäude für Abhol- und Mitarbeitershops,
Showroom und Betriebskantine. Auf dem fast
8.000 Quadratmeter großen Grundstück (Vollgeschossfläche ca. 12.000 Quadratmeter) ist
ein repräsentativer Bau entstanden, der auch
Räumlichkeiten für die zahlreichen internen
und externen Seminare der Würth Akademie
architektur international
bereitstellt. Die Bauzeit erstreckte sich über
knapp zwei Jahre. Der Verkaufsshop konnte
bereits zwei Monate vor der offiziellen Eröffnung
in Betrieb gehen. Mit dem Neubau werden die
logistischen Vorraussetzungen für das weitere
Wachstum des Unternehmens geschaffen. Das
imposante Gebäude soll mit seiner kundenorientierten Ausrichtung als Modell für ähnliche
Niederlassungen von Würth in aller Welt dienen.
STÄDTEBAULICHE EINBINDUNG
Die neue Hauptniederlassung markiert durch
ihre städtebaulich gezielte Setzung zwischen der
Bundesstraße B19 und dem Stammgelände des
Unternehmens den Zugang zum Würth-Campus.
Diese hervorgehobene Positionierung basiert
auf einer im Ausschreibungs-Wettbewerb 2010
prämierten Masterplanstudie von Allmann Sattler
Wappner Architekten. Vergleichbar der Niederlassung in München-Freiham wird auch in Gaisbach
die Erdgeschosszone mit den Shop-Funktionen
offen und transparent gehalten und bildet die
Adresse des Hauses.
REPRÄSENTATIVER
„WÜRTH-BOTSCHAFTER"
Der beeindruckende, 33 Meter hohe Neubau
in Gaisbach ist für etwa 580 Mitarbeiter ausgelegt. Verbaut wurden ca. 20.000 Kubikmeter
Beton und rund 7.000 Tonnen Stahl. 450 Fenster
wurden eingesetzt und 265 Kilometer Elektrokabel verlegt. 90 Unternehmen waren am Bau
beteiligt. Über tausend Arbeiter wurden in der
gesamten Zeit auf der Baustelle eingesetzt.
Die Investitionssumme für den Neubau beläuft
sich auf 28,5 Millionen Euro. Eine innovative
LED-Technik erlaubt es, dass das Gebäude
nachts in unterschiedlichen Farben erscheint
– wie die Allianz-Arena in München. Dabei sind
40.000 unterschiedliche Farbtöne möglich. Tageslicht bestimmt den Innenraum, gleichzeitig
lassen sich die Abläufe im Inneren schemenhaft
von Außen erkennen. Um die oberen Geschosse
legt sich als zweite Haut ein transparenter Polycarbonatvorhang, der sich in seiner Fügung
und Varianz in der Erscheinung als referentieller
Würth-Botschafter in der Komposition von Halbzeugen generiert. Senkrechte textile Markisen
vor den transparenten Öffnungen steuern das
Gebäudeklima, und unterstützen die bildhafte
Qualität des gesamten Kubus. Kundennähe,
Kompetenz und Qualität haben in der Adolf
Würth GmbH & Co. KG oberste Priorität. Mit
der neuen Niederlassung wird den Würth-Kunden eine Verkaufsfläche mit einer Größe von
über 800 Quadratmetern geboten. Neben der
Verkaufsniederlassung und den Büroräumen
sind in dem kubusförmigen, siebenstöckigen
Bau mit Innenhof noch ein Showroom, ein
Seminarbereich und ein Betriebsrestaurant
untergebracht. Insgesamt versorgen über 400
Verkaufsniederlassungen die Kunden in ganz
Deutschland bei Sofort-Bedarf. „Würth investiert
in alle Vertriebskanäle. Die neue Niederlassung
in Gaisbach ist für unsere Strategie ein sichtbares Zeichen“, so Bernd Herrmann, Mitglied der
Konzernführung der Würth-Gruppe. „Wir sind
uns sicher, dass sie von unseren Kunden in der
Region sehr gut angenommen wird.“
U.A. BETEILIGTE FIRMEN
KALIS INNOVATION GmbH
D-74653 Künzelsau
Pfähler + Rühl GmbH
D-74074 Heilbronn
Polzer Innenausbau
GmbH & Co. KG
D-74249 Jagsthausen
PROGEO Monitoring GmbH
D-14979 Großbeeren
25 JAHRE AKADEMIE WÜRTH
Im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten wurde
zudem das 25-jährige Jubiläum der Akademie
Würth begangen. Das Programm der Akademie
architektur international
43
Würth gibt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Würth-Gruppe seit der Gründung im Jahr
1991 die Möglichkeit, sich ein individuelles
For t- und Weiterbildungsprogramm zusammenzustellen. Zusätzlich bietet die „Akademie
Würth Business School“ für Beschäftigte und
Interessierte außerhalb des Konzerns seit 2003
verschiedene berufsbegleitende Programme zur
akademischen Weiterqualifizierung an. Darüber
hinaus führt die Akademie Würth Schulungen
sowie Weiterbildungen für Kunden durch. „Für
mich war immer klar, dass Lernen lebenslang
stattfinden muss. Wenn wir uns nicht stündlich
gar minütlich weiterentwickelt hätten, würden
wir nicht mehr in die heutige Zeit passen. Aus
diesem Grund war es klar, dass wir als Unternehmen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
eine Möglichkeit bieten müssen, sich ständig
fortzubilden“, so Reinhold Würth.
ADOLF WÜRTH GMBH & CO. KG
Die Adolf Würth GmbH & Co. KG ist führender
Spezialist im Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial für die professionelle Anwen-
44 architektur international
KALIS INNOVATION GmbH –
Planung und Baubetreuung in allen Leistungsphasen
Kundenorientierung, Nachhaltigkeit und ein
vertrauensvoller Kontakt mit den Auftraggebern hat für die KALIS INNOVATION GmbH
höchste Priorität. Für die unterschiedlichen
Nutzungsanforderungen der Kunden optimale Lösungen zu finden, steht für das 17-köpfige Team an oberster Stelle. Die Gebäude
sollen sowohl ästhetisch, wirtschaftlich als
auch energetisch hohen Ansprüchen gerecht
werden. Das Architekturbüro aus Künzelsau
deckt das komplette Leistungsspektrum ab,
vom Einfamilienwohnhaus bis zu Verwaltungs-, Lager- und Produktionsgebäuden, und
führt sowohl Neubauten als auch Sanierungen und Renovierungen aus. Dabei liegt der
Schwerpunkt im deutschlandweiten Industrieund Gewerbebau für regionale und überregionale Unternehmen. Die Kunden können
sich in allen Leistungsphasen auf einen zuverlässigen Partner verlassen. Das Architekturbüro wurde 1984 von Herrn Erich Kalis
gegründet. Zum 01. April 2014 erfolgte
die Umfirmierung zur KALIS INNOVATION
GmbH, mit den Geschäftsführern Erich Kalis
und Heinz Brazel.
Anspruchsvolle Gebäude und
Kundenzufriedenheit als oberste Maxime
Die fundierte Erfahrung in Planung und Ausführung von komplexesten und anspruchsvollsten
Bauvorhaben sowie eine zielorientierte Koordination des Planungs- und Bauablaufs zeigt
sich seit über 30 Jahren in der Kundenzufriedenheit. Zeichen hierfür sind regelmäßige
Folgeaufträge sowie eine vertrauensvolle Zu-
sammenarbeit mit namhaften Kunden schon
über viele Jahre hinweg. Ein gutes Beispiel
dafür ist die Würth-Gruppe, der Weltmarktführer im Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial. Beim Neubau der Niederlassung mit Akademie und Verwaltung der Adolf
Würth GmbH & Co. KG in Künzelsau-Gaisbach führte die KALIS INNOVATION GmbH
die Leistungsphasen 6-9 aus.
Austraße 7
74653 Künzelsau
T. 07940 / 9129 22
F. 07940 / 9129 49
www.kalisinnovation.de
architektur international
45
dung. Mehr als 125.000 Produkte unterliegen
dem hohen Qualitätsanspruch. Schrauben,
Schraubenzubehör, Dübel, chemisch-technische
PROGEO Monitoring GmbH
Hauptstraße 2
14979 Großbeeren
46 architektur international
Tel: +49 33701 22-0
E-Mail: [email protected]
www.progeo.com
Produkte, Möbel- und Baubeschläge, Werkzeuge, Bevorratungs- und Entnahmesysteme
sowie Arbeitsschutz schätzen professionelle
Anwender. Das Ziel des Unternehmens ist:
durch individuelle Serviceleistungen, praktische
Systemlösungen und breites Produktsortiment
die Arbeit der Kunden einfacher machen. Die
Adolf Würth GmbH & Co. KG beschäftigt zurzeit
deutschlandweit rund 6.500 Mitarbeiter und
erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 gemäß
vorläufigem Jahresabschluss einen Umsatz von
1,7 Milliarden Euro (einschließlich konzerninterner Umsätze). Norbert Heckmann, Sprecher
der Geschäftsleitung, formuliert die Philosophie
des Unternehmens: „Wir vernetzen Vertriebskanäle. Wir lösen technische Herausforderungen
und erfüllen jedem Kunden seine individuellen
Bedürfnisse. Und wir wissen, dass nur stetige
Weiterentwicklung, ein Unternehmen attraktiv
für seine Kunden macht.“
PFÄHLER + RÜHL GMBH
Ingenieurbüro für Technische Gebäudeausrüstung
Industriepark WÜRTH,
Deutschordenkaserne Bad Mergentheim
1993 wurde die militärische Nutzung der
Liegenschaft eingestellt. Seit 1999 sind wesentliche Teile der Gebäude wieder in Betrieb gesetzt. Neue Funktionsgebäude wurden sukzessive in den Bestand integriert. Die
gesamte technische Ausrüstung und die Infrastruktur wurde im Hinblick auf eine Wachstumsdynamik mit einem hohen Maß an Modularität geplant. Flexibilität – Gleichzeitiges
Planen und Umsetzen der Anforderung von
der Fernwärmetrasse bis zur Gebäudeleittechnik waren prägende Elemente der Projektabwicklung.
nSanitärtechnik
nHeizung·Lüftung·Klima
nMedienversorgung
nFeuerlöschsysteme
nGebäudeautomation
Integrale Konzeption
n Netzwerk mit Sonderfachleuten
n Integration individueller
Die Geothermie – Energie für die Zukunft
Gebäude ohne lokale, fossile Verbrennung beheizen. Arbeitsstätten
ausschließlich mit dem Temperaturangebot der Erde kühlen. Energie
einsparen durch verantwortungsvollen Umgang mit allen Ressourcen.
Anpassungsstrategien bei traditionellen technischen Systemen entwickeln. Betriebskosten durch Eisspeicherintegration und innovative Kühlsysteme reduzieren.
nNutzeranforderungen
n Verknüpfung von Produktionsund
nGebäudetechnik
Objektspezifische Planung
nAnlagensicherheit
nBetriebssicherheit
Geplante Sicherheit abgestimmt auf die Schutzziele
Logistikzentren mit automatischen Wasserlöschanlagen. IT-Systeme
durch eine permanente Sauerstoffreduzierung vor aktiven und passiven
Schäden schützen. Mit motorischen Entrauchungssystemen die Fluchtund Rettungswege von Versammlungs- und Arbeitsstätten sichern. Sondergebäude mit außergewöhnlichen Sicherheitsanforderungen mit der
nutzungsspezifischen Technik ausstatten.
n Ökologische Anlagenkonzeption
Erfolgskontrolle
nTermintreue
nKostensicherheit
n Kontinuierliche Qualitätskontrolle
n Detaillierte Funktionsabnahme
Aktives Monitoring
Durch eine unmittelbare Anbindung der Anlagentechnik zur Pfähler+Rühl GmbH. Optimierung und Betreuung im Betriebs- und Produktionsprozess. Fehleranalysen und Kostenreduzierung durch zyklische
Plausibilitätsprüfung der TGA.
Wir stellen einen hohen Qualitätsanspruch an das eigene Unternehmen, an unsere Leistung und an die Projektpartner. Dokumentiert
wird dies durch eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000.
Kundenbetreuung
nBetriebskostenoptimierung
nWartungsplanung
nStörungsmanagement
Ingenieurbüro für Technische
Gebäudeausrüstung
Bismarckstraße 107
74074 Heilbronn
Tel. 07131/95690
Fax 07131/956928
e-mail: [email protected]
Internet: www.pr-heilbronn.de
architektur international
47
TUNNELBAU UND „SKYBOX“
Neubau Erweiterungsgebäude des DEG Campus, Köln
slapa oberholz pszczulny I sop architekten, Düsseldorf
OBJEKT
DEG Campus, Köln
ARCHITEKT
slapa oberholz pszczulny
sop architekten, Düsseldorf
FOTOS
DEG Campus
© sop architekten
Rendering: archilooks
MBN Bau AG
axel hartmann fotografie
K
ontinuität und Verlässlichkeit sind im Baugewerbe wichtig. Trotzdem ist es nicht unbedingt
selbstverständlich, wenn ein Architekturbüro
das Wachstum eines Unternehmens begleiten
kann. Der 2008 von slapa oberholz pszczulny
architekten realisierte Hauptsitz der DEG (Deutsche
Investitions- und Entwicklungsgesellschaft) erhält
einen Erweiterungsbau, der zukünftig zusammen
mit der Unternehmenszentrale den DEG Campus
in der Kölner Innenstadt bilden wird. Zu dem
Projekt zählen ein Neubau an der Agrippastraße, dessen Anbindung über eine unterirdische
Passage zum Hauptsitz an der Kämmergasse,
sowie Umbau- und Ergänzungsmaßnahmen im
Bestandsgebäude. Der fünfgeschossige Neubau
wird Raum für rund 120 weitere Arbeitsplätze
schaffen. Das Projekt DEG Campus ging 2015
48 architektur international
als Sieger aus einem Gutachterverfahren zur
Errichtung des Erweiterungsbaus hervor. Der
Neubau soll bis Ende 2017 fertiggestellt werden.
ERWEITERUNGSBAU MIT „SKYBOX“
Der Entwurf des Neubaus nimmt gestalterische
Elemente des DEG-Hauptgebäudes auf und
fügt beide zu einem Ensemble zusammen. Das
lichtdurchflutete Eckgebäude zeichnet sich
durch eine aufgelockerte Fassade mit Vor- und
Rücksprüngen aus. Die Materialien der Glas-Metall-Fassade bilden eine optische Verknüpfung
der beiden Baukörper. Trotz der verhältnismäßig
geringeren Grundstücksfläche gelingt es durch
das spielerisch wirkende Element der „Skybox“
zwischen den unterschiedlichen Bauvolumen
zu vermitteln. Die gläserne Box, die rund 200
Quadratmeter Bürofläche umgeben von begrünter
Dachfläche bietet, wird oberhalb des vierten
Obergeschosses an der Ecke Agrippastraße
errichtet und orientiert sich an der Höhe des
Bestandsgebäudes.
DOPPELFASSADE
E i n b e re i t s f e r t i g g e s t e l l t e s H i g h l i g h t d e s
DEG-Campus ist die Fassade. Für die aufwendige
Konstruktion waren das Ingenieurbüro Wolfgang
Wilms (Roetgen) und das Unternehmen Metallund Elementbau HASKAMP GmbH & Co. KG
verantwortlich. Bei dem Fassadentyp handelt es
sich um eine Doppelfassade in Elementbauweise
als thermisch getrennte Aluminiumkonstruktion.
Die Elemente sind geschosshoch und haben
eine Breite von einer Achse. Als Besonderheit
wurden auf den Raumseiten, die Fensterelemente
als Holzflügel aus Eiche ausgeführt. Die Lüftung
des Fassadenzwischenraumes erfolgt für jedes
Fassadenelement separat über einen ca. 250
mm breiten, elementhohen Lüftungsspalt sowie
zusätzlich durch Öffnungen am Fußpunkt der
Elemente. Als äußere, absturzsichernde Verglasung wurden VSG-Glasscheiben verwendet. Auf
Grund des Luftspaltes sind die Scheiben dreiseitig
gehalten. Zum Schutz gegen Vogelanflug wurde
eine Vorrichtung zur Installation eines vertikal
spannbaren Drahtseiles berücksichtigt. Der
Sonnenschutz in Form von elektrisch angetriebenen, seilgeführten Aluminium-Raffstores ist so
im Fassadenzwischenraum platziert, dass eine
optimale, beidseitige Luftumspülung gegeben ist.
ÖFFENBARES GLASDACH IM INNENHOF
Das Glasdach besteht aus einer Stahl-Glas-Fassadenkonstruktion und ist in vier Hauptbereiche
unterteilt. Die Entlüftung und Entrauchung, der
unterhalb der Glasflächen befindlichen Bereiche,
erfolgt über vier großflächige RUA-Glas-Anlagen. Die Tragkonstruktion besteht aus Stahlrechteckrohren, haustechnische Elemente wie
Lichtbänder, Sprinklerköpfe und Rauchmelder
wurden in der Glasdachstruktur integriert.
TUNNELBAU MIT FUNDSTÜCKEN
Hauptsitz und Erweiterungsbau werden unterirdisch über eine ansprechend gestaltete
Passage miteinander verbunden. Bei den
Grabungsarbeiten kommt es immer wieder zu
einer Begegnung mit der Vergangenheit. Um
die historischen Funde zu sichern, wurde das
Römisch-Germanische Museum in das Bauvorhaben eingebunden. Freigelegte, römische
architektur international
49
Mauerstücke, die aufwendig gehoben wurden,
werden als Ausstellungselemente in der zukünftigen Passage platziert.
ERWEITERUNG DES BESTANDSGEBÄUDE
Zur Optimierung der Konferenzzone im Bestandsgebäude wird eine ergänzende skulpturale Raumeinheit in das bestehende Atrium
integriert. Die Fassade der Konferenzbox
besteht aus zwei Ebenen, einer inneren Pfosten-Riegel-Fassade in SG-Konstruktion als
Aufsatz auf eine bauseitige Stahl-Trag-Struktur
und einer äußeren rautenförmigen Metallverkleidung. Die innere Pfosten-Riegel-Fassade
ist als Besonderheit umgekehrt aufgebaut
50 architektur international
im Vergleich zu „normalen“ Fassaden. Die
Tragstruktur in Form der Stahlprofile liegt außen, das Drainagesystem und die Verglasung
liegen innen. Jedes zweite Feld ist mit einem
Öffnungselement als Fenstertüre versehen, um
sowohl Lüftung als auch Zugang zum Bereich
zwischen Fassade und Metallverkleidung zu
gewähren. Die horizontale Metallverkleidung
auf dem Konferenzboxdach ist betretbar ausgeführt und zu diesem Zweck mit geeignetem,
nicht brennbarem Plattenmaterial unterlegt.
Neben der Erweiterung der Konferenzflächen
bietet die aufgeständerte Konstruktion in der
Erdgeschosszone zusätzliche Sitzplätze für
die angrenzende Kantine.
SOP ARCHITEKTEN
Die Architekten J. M. Slapa, H. Oberholz
und Z. Pszczulny entwickeln und realisieren
seit über 25 Jahren gemeinsam Bauwerke
in den Bereichen Büro-, Gewerbe-, Hotel-,
Industrie- und Wohnungsbau sowie Flughäfen, Sportstätten oder Einrichtungen für
Lehre und Forschung. Das international tätige Architekturbüro sop architekten mit rund
90 Mitarbeitern und Sitz in Düsseldorf steht
für eine klare, zeitlose Architektursprache
und für die ganzheitliche Betrachtung eines
Bauwerks bis ins letzte Detail. Dazu zählt
die städtebauliche Analyse ebenso, wie die
Revitalisierung von Bestandsobjekten, eine
qualifizierte Ausführungsplanung und Bauleitung, eine durchdachte Innenarchitektur
oder die Verantwortung für nachhaltiges
Bauen. Mit Bauten wie dem Gap 15, dem
Hyatt Hotel im Medienhafen, der Esprit Arena oder dem neuen Düsseldorfer Flughafen
hat sop architekten das Gesicht Düsseldorfs
stark beeinflusst. Das Orjin Maslak in Istanbul oder das EM-Stadion in Breslau zählen
zu den internationalen Referenzen des Büros. Deutschlandweit entstehen derzeit das
Campustower Wohngebäude in der Hafencity Hamburg, die Neue Messe Essen oder
das trivago Headquarter im Düsseldorfer
Medienhafen.
architektur international
51
POLYGONAL TERRASSIERT
Neubau des Verwaltungsgebäudes der Südwestmetall-Bezirksgruppe
Neckar Fils, Esslingen – [fritzen 28] architekten, Esslingen
S
OBJEKT
Verwaltungsgebäude der
Südwestmetall-Bezirksgruppe
ARCHITEKT
[fritzen 28] architekten,
Esslingen
FOTOS
Dieter Blum
Martin Duckek
chwierige Aufgaben bringen oft auch innovative
Lösungen hervor. Am westlichsten Rand von
Esslingen entstand im August 2016 auf einer
industriellen Konversionsfläche das neue Verwaltungsgebäude der Südwestmetall-Bezirksgruppe
Neckar Fils. Das Esslinger Architekturbüro [fritzen
28] architekten zeichnete für den Bau verantwortlich. Neben dem speziellen Grundstück lag eine
weitere Herausforderung in dem Standort des neuen
Gebäudes. Die Verwaltung der Südwestmetall-Bezirksgruppe Neckar Fils ist genau zwischen einer
Bahnstrecke, einer frequentierten Ausfallstraße
und steil aufragenden Weinbergen verortet. Was
besonderen Einfallsreichtum in Hinblick auf das
architektonische Erscheinungsbild von den Architekten erforderte.
WEINBERGE ALS INSPIRATION
Die umgebenden Weinberge mit ihrer terrassierten
Struktur lieferten das zentrale Motiv des Neubaus:
Die horizontale Schichtung der Ebenen, ihre Beschwingtheit und Überlagerung. „Die Analogie zu
52
architektur international
den benachbarten Weinbergen war uns wichtig,“
sagt Hansjörg Schwarz von [fritzen 28]. So sind
die Grundrisse der Geschosse nie identisch, mal
rücken die Ebenen ein, mal kragen sie an anderer Stelle aus. Besonders zur Spitze im Westen
erreicht das muntere, amorphe Fließen seinen Höhepunkt, während es sich in der anderen Richtung
deutlich beruhigt. Der gestreckte Bau präsentiert
sich ausgesprochen transparent, nach außen wie
nach innen. Denn in der neuen Verwaltung des
Arbeitgeberverbandes geht es hauptsächlich um
Kommunikation. Es handelt sich keinesfalls um
ein klassisches Verwaltungsgebäude, sondern
um einen offenen Treffpunkt für die Mitglieder des
Verbandes, die hier Beratung suchen oder sich zu
Seminaren, Workshops, Konferenzen und Besprechungen zusammen finden.
STANDORTSUCHE
Der Arbeitgeberverband Südwestmetall ist der
starke Partner für die Metall- und Elektroindustrie
(M+E) in Baden-Württemberg. Er ist die Klammer
der etwa tausend tarifgebundenen Betriebe mit
ihren rund 500.000 Mitarbeitern – dies sind rund
60 Prozent aller M+E-Beschäftigten im Südwesten.
Die Bezirksgruppe Neckar Fils nutzte bislang zwei
Standorte – in Esslingen und Göppingen. Schon
geraume Zeit war geplant, die beiden Einheiten
zentral zusammenzuführen. Da aber ein geeignetes
Grundstück fehlte, konnte das Bauvorhaben nicht
realisiert werden. In Esslingen bot sich die Chance auf ein zeitgemäßes und effizient konzipiertes
Gebäude.
NEUES STADTVIERTEL
Die Esslinger Weststadt befindet sich derzeit in
einer umfassenden Transformation. So wird der
ehemalige Güterbahnhof in ein neues Wohnquartier
umgewandelt, ebenso der angrenzende frühere
Industriestandort. Das polygonale Grundstück, auf
dem sich heute der Südwestmetall-Neubau befindet,
markiert den westlichsten Abschluss dieses großen
Entwicklungsbereiches und definiert zugleich den
Stadteingang. Das zeichenhafte Gebäude betont
die Bedeutung dieses Ortes und vermittelt zur
anschließenden Blockstruktur durch sein fluides
Erscheinungsbild, seiner Höhenstaffelung und
Transparenz. Als Grundlage des Konzeptes diente die Frage, was die Raumbildung in der Natur
charakterisiert: vielfältige, organische Strukturen,
Komplexität, die Abwesenheit rechter Winkel sowie
die Anpassung an die Realitäten vor Ort. Genau
diese Aspekte bilden die Grundlage des architektonischen Entwurfes.
ENTWURF UND PLANUNG
Der aus dem Städtebau abgeleitete Ansatz setzt
sich im Gebäude fort, die Übergänge zwischen
außen und innen sind fließend. Das Gebäude steht
nicht solitär im Stadtraum, sondern ist mit ihm interagierend verknüpft. Gebäudekanten erscheinen
nicht statisch, sondern bewegt, amorph, bieten
immer wieder überraschende Blickbezüge. Im
Inneren zieht sich ein fließender, großer Luftraum
über alle Etagen hinweg. Dieser dient der Klimatisierung und symbolisiert den kommunikativen
Zweck des Gebäudes. Er ist als Foyer, Empfang,
Eventbereich, Meeting Point und Übergang zu
den andockenden Besprechungsräumen nutzbar.
Schwebende LED-Lichtscheiben und die breite,
einläufige Treppe verstärken die einladende Geste.
Die Büroräume mit ihren transparenten Verglasungen
orientieren sich entlang der Fassaden nach Osten,
Westen und Süden. Auch von hier aus lässt sich
das Grün der Umgebung jederzeit wahrnehmen.
Die Oberflächen innerhalb des Gebäudes zeigen
sich in bewusster Einfachheit, es dominiert Weiß
sowie der warme Ton des geölten Bambusparketts.
U.A. BETEILIGTE FIRMEN
CB Creative
Büroeinrichtung GmbH
D-72124 Pliezhausen-Gniebel
Parkett Neubert
D-73734 Esslingen
Zlöbl GmbH
Abbruch & Umwelttechnik
D-73061 Ebersbach an der Fils
DAS ENERGIEKONZEPT
Die Heiz- und Kühlenergie bezieht der Stahlbetonskelettbau per Wärmepumpe aus einem Grundwasserbrunnen. Aktivierte Decken übernehmen die
Raumtemperierung, ein schallregulierender Putz
sorgt für eine gute Raumakustik. Abhängungen
sind nur dort anzutreffen, wo sie aus besonderen
schalltechnischen Anforderungen unabdingbar
architektur international
53
sind – etwa bei den offenen Sekretariatsbereichen
oder dem Veranstaltungssaal. Zusammen mit dem
Büro Transsolar entwickelt und durchsimuliert,
bringt die mechanische Quelllüftung über die
Hohlraumböden Frischluft herein. Die Fenster lassen sich manuell öffnen, und die Entlüftung läuft
über Wärmetauscher durch das Atrium. Neben der
Verschattung und Dreifach-Verglasung reduziert
die Lichttechnik die Kühllasten erheblich. Denn
diese basiert komplett auf LED-Leuchten mit einem
umgerechneten Strombedarf von nur sechs Watt
pro Quadratmeter Nutzfläche. Ein Wert, der auch
durch die nutzungsorientierte und tageslichtabhängige Steuerung der Beleuchtung aus dem Hause
Nimbus zustande kommt.
INTELLIGENTE LICHTSTEUERUNG
Alle LED-Leuchten im Gebäude arbeiten mit
Lichtsensoren, die für die tageslichtabhängige Anpassung der Leuchtstärke sorgen – und
zwar dezentral für einzelne Leuchtengruppen,
die über den Funkstandard Zigbee miteinander
kommunizieren. Außerdem aktiviert sich das
Licht nur dann, wenn es benötigt wird. Meldet
der Präsenzsensor in den Deckenleuchten den
Eintritt einer Person, startet die Beleuchtung verzögerungsfrei, leitet zugleich ein Funksignal an
die Stehleuchte am Arbeitsplatz weiter, die dann
auf 50 Prozent Leistung hochfährt. Ändert sich
der Anteil des Tageslichts im Raum, so registriert
dies der Sensor der Stehleuchte, justiert entsprechend der Soll-Lichtstärke nach und regelt auch
die Deckenleuchte. Individuelle Veränderungen
der Mitarbeiter sind jederzeit möglich – über die
Sensortasten an der Stehleuchte. Auch in diesem Fall folgt die Deckenleuchte den neuen, an
der Stehleuchte gewählten Werten. Dank dieser
Technologie lässt sich übrigens fast überall auf
traditionelle Lichtschalter – und damit auch auf
starre Verkabelungen verzichten.
•Abbruch
•Betonaufbereitung
•Altlastensanierung •Entkernung
•Asbestsanierung
•Erdbau
54 architektur international
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Zlöbl GmbH
Lindenstrasse 90
D - 73061 Ebersbach
Tel : +49 (0)7163 / 531354
Fax: +49 (0)7163/ 531355
E-Mail: [email protected]
www.zloebl.de
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Gesundes und effektives Arbeiten
cb creative büroeinrichtung gmbh bietet individuelle Lösungen bei der Büroausstattung
Ein gutes Gefühl am Arbeitsplatz kann schon
mit dem richtigen Stuhl anfangen. Gerade
Tätigkeiten, die langes und konzentriertes
Sitzen verlangen, schädigen langfristig die
Wirbelsäule. Dabei ist das dauernde Sitzen
in ein und derselben Haltung besonders
schädlich. Ein ergonomischer Arbeitsplatz
bietet die Möglichkeit, die Position häufiger zu wechseln und beugt so präventiv
schmerzhaften Haltungsschäden vor. Außerdem geht der Trend immer mehr weg vom
klassischen Einzelbüro und hin zu flexiblen
Arbeitsplätzen, die mit ihrer Ausstattung an
spezifische Arbeiten angepasst sind. Ein
Sitz-Steh-Tisch ermöglicht den mühelosen
Wechsel von einer sitzenden in eine stehende Position. Außerdem ist der Sitz-Steh-Tisch
äußerst platzsparend und deshalb auch in
kleineren Büros einsetzbar.
Eigene Produktlinie
Das Unternehmen cb creative büroeinrichtung gmbh aus Pliezhausen, unter der Leitung von Cornelia Baumhoer und Wolfgang
Sommer, bietet seit dem Jahr 2000 komplet-
te Büro- und Objekteinrichtungen an. Ein Jahr
nach der Firmengründung wurde dem bestehenden Angebot aus den Marken Steelcase
(Pohlschröder, Waiko, Werndl) und Kinnraps
(Fortschritt, Mbt, Schärf) eine eigene Möbelserie hinzugefügt. Durch die Jahre lange Erfahrung und die enge Zusammenarbeit mit
einem Schwarzwälder Exklusiv-Fertigungspartner ist eine eigene, kreative Produktlinie
entwickelt worden. „Durch die Kombination
aus Eigenfertigung und Handelsware von
Großserien-Herstellern lassen sich auch individuelle Einrichtungen kostengünstig und
in kürzester Zeit realisieren“, erläutert Geschäftsführer Sommer. Die Büroplanung erfolgt vor Ort mit fest angestellten Mitarbeitern, darunter eine Innenarchitektin.
Weitere Informationen unter:
www.cb-cb.de / www.buerostuehle-4u.de
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wilhelm-schickard-straße 7
72124 pliezhausen
telefon: (0 71 27) 95 78 0-0
internet: www.cb-cb.de
le-4u.de
buerostueh
ein ka uf en
– pr eis we rt
Bü ro mö be l
ho ch we rti ge
architektur international
55
ARBEITEN IM GRÜNEN
Neubau von zwei Bürogebäuden am BelsenPark, Düsseldorf
slapa oberholz pszczulny I architekten sop GmbH & Co. KG, Düsseldorf
OBJEKT
Bürogebäude
am BelsenPark
Düsseldorf
ARCHITEKT
slapa oberholz pszczulny
architekten sop GmbH & Co.
KG, Düsseldorf
FOTOS
Belsenpark Offices
© sop architekten;
B+E Fotografie
U.A. BETEILIGTE FIRMEN
Ingenieurbüro Wolfgang Willms
D-52159 Roetgen
B
augrundstücke innerhalb von Städten werden
immer knapper. Trotzdem besteht ein hoher
Bedarf an Wohnraum, der zudem noch eine
gute Lebensqualität bietet. Auf der anderen Seite
gibt es aber auch einige Flächen, die seit Jahren
nicht mehr genutzt werden. Einige Investoren
trauen sich an diese „schwierigen“ Grundstücke
heran und suchen nach einer kreativen Lösung
für eine sinnvolle Nutzung. Das Gelände des
ehemaligen Güterbahnhofs im Düsseldorfer
Stadtteil Oberkassel wird durch den BelsenPark
revitalisiert und mit neuem Leben erfüllt. Das
grüne Wohn- und Büroquartier entsteht rund um
einen 20.000 Quadratmeter großen Park und wird
von Grünachsen durchzogen. Die BelsenPark
Offices Belmundo und LaVista von sop architekten bilden das räumliche Entree in das neue
56 architektur international
Areal, unmittelbar am belebten Belsenplatz. Die
Gebäude wurden von dem Immobilienunternehmen CA Immo entwickelt und 2015 fertiggestellt.
Die fünfgeschossigen Büro- und Geschäftshäuser beherbergen im Erdgeschoss Flächen für
Einzelhandel und Gastronomie, die über eine
zum Park führende Fußgängerzone erschlossen
werden. Vorgelagerte Plätze werden von den
Restaurants als Außenterrassen genutzt.
ARCHITEKTONISCHES KONZEPT
Beide Gebäude weisen eine klare, zeitlose Architektur auf und vermitteln durch offene und
gleichmäßig rhytmisierte Fassaden ein ruhiges und
einladendes Bild. Auf teils verglasten Sockelgeschossen ruhen zurückhaltende, viergeschossige
Baukörper mit durchlaufenden Außenkanten und
streng gerasterten Metallblech-Lisenen. In den
Ausschnitten des größeren, ca. 10.600 Quadratmeter umfassenden Neubaus sind zurückgesetzte
Paneele im Wechsel mit raumhohen Fenstern zu
sehen. Dagegen verfügt das kleinere, rund 4.300
Quadratmeter große Haus über einen höheren
Glasanteil mit 2,50 Meter breiten, raumhohen
Fensterflächen. Die gerasterten Fassaden sorgen
für helle, lichtdurchflutete Büroflächen im Innern
der Gebäude, die flexibel als Einzel-, Doppeloder Großraumbüros genutzt werden können.
Das Staffelgeschoss des kleineren Gebäudes
LaVista bietet außerdem eine umlaufende Terrasse für die Mieter.
STÄDTEBAULICHER AKZENT
Ein städtebaulicher Akzent entsteht durch die
zweigeschossige, auskragende Box auf dem
größeren Gebäude Belmundo. Wie ein Monitor
zeigt das 2,5 Meter über die öffentliche Platzfläche
hinausragende, farblich abgesetzte Staffelgeschoss in Richtung Belsenplatz und erzeugt so
eine architektonische Blickbeziehung zwischen
dem neu entstehenden Areal und seiner städtebaulichen Umgebung. Ausgelaserte, weiße
Metallelemente verkleiden teils die Fassade des
Sockelgeschosses und erzeugen spannungsvol-
le Muster. Entsprechend dem städtebaulichen
Rahmenplan ist eine Wohnnutzung mit etwa 500
Wohnungen für das gesamte Areal vorgesehen.
Diese fügen sich dann in die bereits vorhandene
Bebauung ein und gruppieren sich um den schon
realisierten 20.000 Quadratmeter großen Park.
Zwischen dem neuen Wohnquartier und der aufgeständerten Brüsseler Straße/B7 sind weitere
Büro- und Dienstleistungsnutzungen geplant.
Darunter ist ein Büro- und Geschäftshaus mit
etwa 17 Geschossen geplant, das sowohl eine
lärmabschirmende Funktion für die Wohnungen
übernehmen als auch einen städtebaulichen
Akzent gegenüber dem Vodafone-Hochhaus
setzen soll. Der Planung für das Wohnviertel
am BelsenPark liegt das Leitmotiv „Wohnen
2020" zu Grunde. Dementsprechend sind etwa
117 sozial geförderte Wohnungen (20 Prozent)
und etwa 117 Wohnungen des preisgedämpften
Segmentes (20 Prozent) vorgesehen. Ein Spielplatz soll im östlichen Teil des Quartiers angelegt
werden. Der integrative Charakter des Konzeptes
wird sich auch im Architekturstil der einzelnen
Gebäude widerspiegeln. Die Homogenität der
städtebaulichen Gesamtplanung hat zunächst
eine höhere Priorität als die Umsetzung einzelner
herausragender Architekturentwürfe.
architektur international
57
EINE GRÜNE WOHLFÜHL-OASE
Ganz im Trend ist die Planung des Wohnquartiers mit vielen Grünflächen. Die Verbindung von
Wohn-, Arbeits- und Naherholungsmöglichkeiten
im BelsenPark ist vorbildhaft. Rund um den ca.
zwei Hektar großen Park wächst hier derzeit ein
Quartier zum Leben, Wohnen und Arbeiten. Der
schöne Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel erhält mit
dem Viertel BelsenPark eine neue und attraktive
Ergänzung. Mit dem Bauvorhaben öffnet sich ein
vormals unzugängliches Gelände den Bewohnern.
Die heute schon sehr gut ausgebaute Infrastruktur wird sinnvoll durch Geschäfte und Büros in
einer Fußgängerzone im östlichen Teil ergänzt.
Mit dem Auto gelangt man über fünf Zufahrten
in das Quartier. In mehreren Tiefgaragen finden
Anwohner und Besucher einen sicheren Parkplatz. Neben dem Belsenplatz ist das Viertel mit
zwei weiteren U-Bahn-Haltepunkten ideal an das
58 architektur international
öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Konzipiert
ist das Quartier als ruhiger und grüner Wohlfühlstandort für Jung und Alt. Autos verschwinden in
Tiefgaragen, Grünzonen durchziehen das Gelände. Wasserläufe und Kinderspielplätze sind im
Park geplant, und die großzügige Bepflanzung
nimmt die Atmosphäre des nahe gelegenen Niederrheins auf. In der Fußgängerzone lässt sich in
entspannter Atmosphäre einkaufen und flanieren,
die Gastronomie lädt zum Verweilen ein. NACHHALTIGES WOHNKONZEPT
Durch das neu entstehende Viertel am BelsenPark wird das Gelände eines ehemaligen
Güterbahnhofs revitalisiert. Daher müssen keine
„unverbrauchten“ Baugrundstücke innerhalb der
Stadt genutzt werden. Das Brachland wird durch
den Park, die Wohnanlagen und Bürogebäude
mit neuem Leben gefüllt. Nachhaltig, integrativ
und grün – unter diesen Prämissen
entwickelte der Quartiersentwickler
CA Immo den BelsenPark. Zahlreiche Grünachsen durchweben
das Quartier und binden es in die
vorhandene Stadtstruktur und kommunale Grünflächenplanung ein.
In einigen Teilen des BelsenParks
hat CA Immo bereits nachhaltig
Grundwasser saniert. Nach dem
erfolgreichen Verkauf großflächiger
Wohngrundstücke errichtete CA Immo
mit dem Belmundo und dem LaVista
die ersten Bürogebäude im neuen
Quartier. Mieter sind unter anderem
die Unternehmen De Lage Landen
und REWE. Für sein nachhaltiges
Gesamtkonzept wurde das Gebäude
Belmundo bereits als Green Building
zertifiziert und mit dem DGNB-Label
in „Gold“ ausgezeichnet.
CA IMMO
CA Immo ist ein Immobilienunternehmen mit Hauptsitz in Wien, das mit
eigenen Niederlassungen in sechs
Ländern Zentraleuropas vertreten ist.
Kerngeschäft ist die Vermietung, das
Management sowie die Entwicklung
von hochwertigen Bürogebäuden. Das
Unternehmen verfügt über ausgeprägte in-house Baukompetenz und deckt
die gesamte Wertschöpfungskette im
gewerblichen Immobilienbereich ab.
CA Immo wurde 1987 gegründet und
kontrolliert ein Immobilienvermögen
von rund. 3,8 Mrd. € in Deutschland,
Österreich und Osteuropa.
architektur international
59
WOHNEN MIT SEEBLICK
Neubau Fünf Morgen Urban Village, Berlin Dahlem – Generalunternehmer
MBN Bau AG in einer Arge mit Bleck & Söhne Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG
OBJEKT
Fünf Morgen
Urban Village, Berlin
GENERALUNTERNEHMER
Bleck & Söhne Hoch- und
Tiefbau GmbH & Co. KG
MBN Bau AG
FOTOS
Detlef Klose
MBN Bau AG
D
er morgendliche Blick streift über das
Wasser, die ersten Sonnenstrahlen werden
gespiegelt. Was wie die Beschreibung eines beginnenden Urlaubstages in den Bergen
oder an der Küste klingt, ist für die Bewohner
einer Wohnanlage mitten in Berlin Alltag geworden. Das Projekt Fünf Morgen Dahlem Urban
Village setzt einen Meilenstein für nachhaltiges
Wohnen in Berlin. Hohe Lebensqualität steht im
Mittelpunkt des außergewöhnlichen Projekts.
Es vereint ein Leben am Wasser, umgeben von
Ruhe und Natur inmitten der Hauptstadt. In
idealer Ausrichtung entstanden hier besondere
Wohnungen und Villen mit großen Gärten und
sonnigen Terrassen. Die MBN Bau AG realisierte
60 architektur international
das Wohnprojekt in einer Arbeitsgemeinschaft
zusammen mit der Bleck & Söhne Hoch- und
Tiefbau GmbH & Co. KG als Generalunternehmer in vier Bauabschnitten. Vor einigen Wochen
konnten die letzten Wohnungen übergeben
werden.
EIN DORF IN DER STADT
Das Fünf Morgen Urban Village befindet sich
in einem gehobenen Wohngebiet mit 100 Appartements, Penthouses und Villen auf einem
50.000 Quadratmeter großen Areal. Das urbane
Dorf vereint eine Vielfalt miteinander harmonierender Stile. Prägend sind die riesigen Fensterfronten und die großzügigen Terrassen, die
wie zusätzliche Wohnräume erscheinen. Jede
Wohnung in den unterschiedlichen Haustypen
ist einzigartig gestaltet. Aber allen gemein ist
der fließende Übergang von innen nach außen.
Die Wohneinheiten mit Größen zwischen 55
und 300 Quadratmetern sind um einen großen
künstlich angelegten See angeordnet. Den Architekten ist es gelungen, dass man von jeder
Wohnung einen wunderbaren Blick auf den See
hat. Mit jeder Blickachse ergeben sich neue,
spannende Aussichten – Aussichten, die „seesüchtig“ machen. Der See ist mittlerweile in das
umgebende Gelände integriert, und hat auch
schon die zugehörigen tierischen Bewohner
angelockt. Anwohner sowie Besucher gewinnen
den Eindruck eines natürlichen Gewässers.
Nach den ersten Bauabschnitten wurde auch
die vielseitige grüne Gestaltung der Gartenund Landschaftsplaner sichtbar. Als Ergänzung
des dauerhaft gesicherten Waldgrundstückes
wurde die bestehende Vegetation zusätzlich
mit etwa 150 weiteren Bäumen bereichert.
Das Landschaftskonzept spiegelt sich auch
in der Gestaltung der privaten Gärten wider.
Neben dem See dient eine Piazza mit Läden
und Restaurants als Treffpunkt für Bewohner,
Nachbarn und Besucher. Das Angebot in FÜNF
MORGEN reicht von der Wiener Konditorei,
EDEKA Reichelt, DENN´s Biomarkt über Hard
Candy Fitness Berlin und verschiedenen Ärzten
bis hin zu einem Service für betreutes Wohnen
und einer Kita. „Mit einer Passion für die kleinen
schönen Dinge des alltäglichen Lebens verbinden wir italienische Kreativität mit deutscher
Qualität und Verlässlichkeit. Die Erschaffung
eines geborgenen und warmen Zuhauses, mit
allem was ein gesundes und erfülltes Leben
ausmacht, ist unsere Lebensaufgabe. Wir stehen für Lebensqualität – ohne Kompromisse“,
erläutern die Bauherrn Ludwig Maximilian Stoffel
und Giovanna Stefanel-Stoffel die Philosophie
hinter dem Projekt.
ARCHITEKTUR UND AUSSTATTUNG
Das abwechslungsreiche Gebäudeensemble
besteht aus modernen, fein gegliederten Häusern. Die geschossweise voneinander abgewandten Dachterrassen, Loggien und Balkone
garantieren den Bewohnern maximale Privatheit.
Das äußere Erscheinungsbild wird durch die
U.A. BETEILIGTE FIRMEN
Bleck & Söhne Hoch- und
Tiefbau GmbH & Co. KG
D-13627 Berlin
Dipl.-Ing. Rüdiger Horner
und Ingenieure
D-12161 Berlin
Lehndorf Handelsgesellschaft
mbH & Co.KG
D-14776 Brandenburg/H
MBN Bau AG
D-49124 Georgsmarienhütte
Mull und Partner
Ingenieurgesellschaft mbH
D-49084 Osnabrück
architektur international
61
vielfältigen natürlichen Fassadenmaterialien
(Klinker, Holz, strukturierter Putz) geprägt. In
den Wohnungen sorgen innovative Grundrissgestaltungen für eine flexible Raumaufteilung.
Lufträume und Galerien sowie große Panoramafenster mit hochwertiger Wärmeschutzverglasung lassen die Räume hell und offen wirken.
Die Böden haben eine Fußbodenheizung, und
sind entweder als Holzparkett oder Steinboden
ausgeführt. Die Bäder sind in verschiedenen
hochwertigen Ausstattungsvarianten vorhanden.
Die Gartengestaltung wurde ebenfalls nach
Wunsch vorgenommen. Wobei die Bewohner
zwischen unterschiedlichen Gartenvarianten
(Blumengarten, Kräutergarten, Wassergarten)
wählen konnten.
62
architektur international
PLANUNG DER BAUABSCHNITTE
Auf Grund des abgestimmten Bauablaufs gelang
es MBN zusammen mit Bleck & Söhne, dass auf
dem Baufeld alle Phasen des großartigen Projekts
zur gleichen Zeit in der Ausführung waren. Während auf der einen Seite die ersten Wohnungen
übergeben wurden, wurden an anderer Stelle
gerade Ausbauarbeiten durchgeführt oder mit den
Rohbauarbeiten begonnen. Diese spannenden
und unterschiedlichen Entwicklungen auf einem
Baufeld ermöglichten den Erwerbern und Interessenten direkt am Projekt teilzuhaben, indem
sie die Gebäude entstehen und wachsen sehen
konnten. In Zusammenarbeit mit dem Bauherrn
konnte MBN zusammen mit Bleck & Söhne die
einzelnen Bauabschnitte optimal in den Gesamt-
Fünf Morgen
Wohnen Dahlem Urban Village
Scandic-Hotel-Berlin
Potsdamer Platz
The Metropolitan Gardens
Clayallee / Saargemünder Straße Berlin
Betonsanierungs- und Korrosionsschutzmaßnahmen im Deckenbereich des Bahnhofs
Airport BER – Schienenanbindung mit Bahnhof
und Tunnel
Fünf Morgen mit
Wohnen
Dahlem Urban Village
Rohrleitungsbau
Grundwasserabsenkung
Hochbau
Tiefbau
- Building Information Modeling
- Schlüsselfertigbau
- Gewerbe- und Industriebau
- Wohnungsbau
- Betonsanierung
- Komplexe Sanierungen
- Rohrleitungsbau
- Kanalbau
- Rohrvortrieb
- Grabenloser Rohrleistungsbau
- Rohreinzug
- Sanierung mit Primus Line
Bleck & Söhne Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG
Riedemannweg 16 – 18  13627 Berlin
Telefon: 030-3460020  Telefax 030 34600270
www.bleck-soehne.de  [email protected]
Building Information Modeling – BIM – 3 mal mehr Sicherheit
Bauvorhaben Fünf Morgen – Darstellung Gebäude
Bauvorhaben Truman Plaza – 2D_3D
Bauen mit Tradition und Innovation
Seit über 75 Jahren sind wir als mittelständisches Familienunternehmen mit der Erfahrung von vier Generationen ein leistungsstarker
Partner am Bau. Hierbei prägen zwei Säulen unser Selbstverständnis: Kompetenz und Fairness. Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte
zeigen uns, dass dieser werteorientierte Ansatz aus bester Tradition mit unseren zufriedenen Bauherren langjährige, nachhaltige und
vertragsvolle Geschäftspartner hervorbringt.
Für Ihre anstehenden Bauprojekte stehen wir Ihnen mit unserer umfassenden Leistungspalette als Generalunternehmer ebenso wie als
ausführendes Unternehmen mit allen Gewerken des Hoch- und Tiefbaus gerne zur Seite.
architektur international
63
HORNER
GEOTECHNIK
UMWELT
BAULEITUNG
UND INGENIEURE
Zu unseren Leistungen zählen
· Baugrundgutachten
· Gründungsberatung
· Gründungskonzepte
· Projektsteuerung Spezialtiefbau
· Tragwerksplanung Baugruben
· Risikobewertung von Baugruben
· Fachbauleitung Spezialtiefbau
· Fachbauleitung Abbrucharbeiten
· Altlasten-/Schadstoffgutachten
· SiGe-Koordination
Dipl.-Ing. Rüdiger Horner
und Ingenieure
Rheinstraße 46 · 12161 Berlin
Tel. 030 854050-10 · Fax 030 854050-09
[email protected] · www.horner-ing.org
64 architektur international
bauablauf integrieren, sodass beispielsweise die
Rohbauten zu den Wintermonaten bereits dicht und
die Fassaden geschlossen waren. Anschließend
wurden die kalten Monate für den Ausbau genutzt.
Martin Linz, Prokurist und Projektleiter (STOFANEL)
des Wohnprojektes „Fünf Morgen“ in Dahlem erläutert das außergewöhnliche Projekt: „Zunächst
einmal haben wir als Angebot ein sehr vielfältiges
Projekt entwickelt – gleichsam mit „unbegrenzten
Möglichkeiten“. Das umfasst erstens die Vielfalt
der Nutzungen – z. B. Einkaufen, Wohnen und
Arbeiten. Zweitens die Vielfalt der Haustypen mit
Villen, Twin Villen und unterschiedlichen Apartment
Houses. Drittens bieten wir innerhalb dieser Häuser
eine sehr große Vielfalt an Wohnungsgrundrissen
an. Damit schaffen wir die Grundlage, dass unterschiedliche Menschen ihr individuelles Zuhause
finden. Außerdem passen wir auf Wunsch jede
Wohnung und jedes Haus an die individuellen
Wünsche der zukünftigen Bewohner an. Hierzu
haben wir einen geordneten schrittweisen Prozess
der Kundenanpassung entwickelt und behalten so
den Bau im Griff.“
ECHTE NACHHALTIGKEIT
Aus Respekt vor der Umwelt legte der Bauherr
großen Wert auf die Verwendung schadstoffarmer und natürlicher Materialien. Das Urban
Ein starker Partner...
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Schlüsselfertiges Bauen
Hoch- und Ingenieurbau
Bauen im Bestand
Stahlbau
Metall- und Fassadenbau
Gebäudemanagement
Projektentwicklung
MBN Bau AG
www.mbn.de
Village wurde entsprechend dem KfW70-Standard nach EnEV
2009 gebaut, und nutzt umweltfreundliche Geothermie zur Wärmeerzeugung. FÜNF MORGEN war im ersten Bauabschnitt das
erste Berliner Wohnprojekt mit dem zertifizierten Gütesiegel der
Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Hier
wurde Nachhaltigkeit auf sehr umfassende Weise nachgewiesen. Das beginnt mit guten Grundrissen mit viel Tageslicht, geht
über die Verwendung von Holz aus nachhaltigem Anbau, über
den Fahrradkomfort bis hin zur Überprüfung der Innenraumluft
auf Freiheit von gesundheitsschädlichen Substanzen. Auch der
prognostizierte Werterhalt der Immobilie spielt in dem Zertifikat
eine Rolle. „Unsere Kunden wollen eine langfristige, somit nachhaltige Investition in die Zukunft tätigen. Die Experten von der
DGNB haben diesen und viele andere Aspekte positiv bewertet.
Nutzer von Neubauwohnungen schauen sehr stark auf einen guten
energetischen Standard. Das ist wichtig, aber längst nicht alles.
Nachhaltiges Bauen geht viel weiter und umfasst ökologische,
soziale, wirtschaftliche und sogar Prozess-Aspekte“, so Linz.
MBN BAU AKTIENGESELLSCHAFT
Die MBN Bau AG ist ein mittelständisches Bau- und Immobilienunternehmen mit neun bundesweiten Standorten und drei
Niederlassungen im Ausland. Seit mehr als 40 Jahren leistet
MBN hohe Qualität in sämtlichen Bereichen des Bauwesens
und über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie. Mit über
350 Mitarbeitern bietet das Unternehmen Komplettlösungen für
das schlüsselfertige Bauen, den Hoch- und Ingenieurbau, den
Metall- und Fassadenbau und das Facility Management. Die
partnerschaftliche Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Auftraggebern sowie
das Erzeugen von Synergien zu Partner- und
Tochterunter nehmen wie der RSB Rheiner
Stahlbau GmbH hat für die MBN Bau AG einen
hohen Stellenwert bei der Realisierung von
anspruchsvollen Hochbauprojekten.
Parketthandwerk
BLECK & SÖHNE
HOCH- UND TIEFBAU GMBH & CO. KG
Seit über 75 Jahren ist die Bleck & Söhne Hochund Tiefbau GmbH & Co. KG als mittelständisches Familienunternehmen mit der Erfahrung
von vier Generationen ein leistungsstarker
Partner am Bau. Hierbei prägen zwei Säulen die
Firmenphilosophie: Kompetenz und Fairness.
Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte haben
gezeigt, dass dieser werteorientierter Ansatz
aus bester Tradition mit zufriedenen Bauherren
langjährige, nachhaltige und vertragsvolle Geschäftspartner hervorbringt.
GmbH & Co KG
PARKETT • DIELEN • BODENBELÄGE • TREPPEN
Lehndorf Parketthandwerk
Krakauer Landstraße 42
14776 Brandenburg/H
Telefon: 03381 280660
Telefax: 03381 280669
[email protected]
www.parkettleger-brb.de
66 architektur international
STOFANEL INVESTMENT AG
Fünf Morgen Urban Village ist ein Projekt der
STOFANEL Investment AG, gegründet von Giovanna Stefanel-Stoffel und Ludwig Maximilian
Stoffel. STOFANEL steht für die Verbindung von
individueller Architektur, hochwertiger Ausstattung
und kreativem Design. Mit einer Passion für die
kleinen schönen Dinge des alltäglichen Lebens
verbindet STOFANEL italienische Kreativität mit
deutscher Qualität und Verlässlichkeit.
Individuelle Konzepte für maximalen Projekterfolg
Mull und Partner bietet kompetente Beratung
und Planung im Bereich der Geothermie
Die Energieeffizienz von Gebäuden gewinnt zunehmend an Bedeutung und stellt
Bauherren im Gewerbe- und Wohnungsbau bei der Wahl einer Heizungsanlage
vor immer neue Herausforderungen. Zur
Erhöhung des Nutzungskomforts steigt
auch der Bedarf an Gebäudekühlung. Innovative Systeme auf Basis von Geothermie bieten dabei eine Reihe von Vorteilen
gegenüber anderen Energiequellen. Die
Unternehmensgruppe Mull und Partner bietet seit über 30 Jahren sämtliche Beratungsund Planungsleistungen zur Bereitstellung
von Heiz- und Kühlenergie auf Basis von
Geothermie.
Vorteile der Geothermie
Die Nutzungsmöglichkeiten von Erdwärme
sind schon lange erforscht und werden stetig optimiert. Wärmepumpenanlagen zur
Gebäudeheizung und Warmwasserbereitung können zur klimaschonenden Gebäudekühlung erweitert werden. Auch die
Kombination mit weiteren Wärmequellen
ist jederzeit möglich. Langfristig ergibt sich
aus der Nutzung von Erdwärme ein Imageund Vermarktungsvorteil durch das Zertifikat
„Green Energy“ für jedes Unternehmen.
Mull und Partner Unternehmensgruppe
Das Familienunternehmen Mull und Partner Unternehmensgruppe wurde 1983
gegründet. Über 400 Ingenieure und
Akademiker aus unterschiedlichen Fachrichtungen verteilen sich auf elf Standorte in ganz Deutschland. Seit mehr als
30 Jahren hat sich das Unternehmen
ein breites Netzwerk an kompetenten
Partnern aufgebaut. Konsequentes Qualitätsmanagement gemäß internationaler
Standards garantiert den Kunden eine
sachverständige Beratung zu Fördermöglichkeiten, Genehmigungsmanagement
und unterschiedlichen Nutzungsvarianten
der oberflächennahen Geothermie. Durch
thermodynamische
Modellrechnungen
der Erdwärmeanlage können individuelle
Lösungen für den entsprechenden Gebäudetyp angeboten werden.
Fünf Morgen
Ein Beispiel für die erfolgsorientierte Arbeitsweise von der Mull und Partner Unternehmensgruppe ist das Projekt „Fünf Morgen Dahlem Urban Village“ in Berlin. Das
Wohnquartier entstand in abschnittsweiser Realisierung auf dem ca. 5,6 Hektar
großen Gelände der ehemaligen Truman
Plaza im Ortsteil Berlin-Dahlem. Das Gebäude-Ensemble aus freistehenden Villen,
Doppel- und Mehrfamilienhäusern gruppiert sich um einen 6.200 Quadratmeter
großen See. Mull und Partner plante den
erdseitigen Teil der Klimatisierung über
Geothermie von ca. 30.000 Quadratmeter BGF. Dazu wurden 210 Erdwärmesonden erstellt und zur Regeneration der
EWS-Felder mit Niedertemperatur-Solarthermie kombiniert.
BESONDERE WOHNQUALITÄT
Neubau Wohnquartier „Cedelia“ Dahlemer Weg, Berlin-Zehlendorf
TCHOBAN VOSS Architekten, Berlin
I
OBJEKT
Wohnquartier „Cedelia“
ARCHITEKT
TCHOBAN VOSS Architekten,
Berlin
FOTOS
Martin Tervoort
mmer häufiger werden in großen und kleineren
Städten ganze Wohnviertel entworfen und realisiert. Dabei werden oft verschiedene Häuserformen unter einer „architektonischen Klammer“
gefasst, ohne dabei die Eigenständigkeit der
einzelnen Gebäude zu vernachlässigen. Bei
dem Wohnquartier „Cedelia“ in Berlin handelt
es sich um ein solches Projekt. Im ersten von
insgesamt fünf Bauabschnitten wurden Ende
2016 sechs (von insgesamt sieben) vier- bis
fünfgeschossige Gebäude im Dahlemer Weg
44 jeweils mit Staffelgeschoss fertiggestellt.
Basierend auf der Rahmenplanung des Büros
Hilmer Sattler Architekten Ahlers Albrecht, sind
die Neubauten Teil des aus insgesamt 17 Bauten
bestehenden Wohnensembles. TCHOBAN VOSS
Architekten waren mit diesen ersten Bauten des
68 architektur international
gigantischen Bauvorhabens betraut. Bauherren
sind die Kondor Wessels und die Hoch-Tief
Projektentwicklung GmbH. Bis 2017 sollen dann
noch sechs Stadtvillen und fünf Mehrfamilienhäuser am Dahlemer Weg in Berlin-Zehlendorf
ebenfalls bezugsfertig sein.
RHYTHMUS DER JAHRESZEITEN
Cedelia heißt das neue Wohnquartier in Berlin-Zehlendorf. Ein Ort, an dem Großstadtflair
und Naturnähe, klassischer Stil und moderne
Akzente sowie Geselligkeit und Ruhe miteinander verbunden werden. Das Projekt steht für
ein Konzept, in dem sich viele Details zu einem
besonderen großen Ganzen zusammenfügen:
Aufwendig gestaltete Gärten und Wege säumen
die einzelnen Häuser wie ein großes grünes
Erlebnisband. Die 17 Gebäude bieten mit einer
ganzen Bandbreite an Grundrissmöglichkeiten in
rund 280 Wohnungen eine Vielfalt an Wohnideen.
Rund die Hälfte davon steht als Eigentumswohnungen zum Verkauf – ob effizient geschnittene
Zwei-Zimmer-Wohnungen ab 58 Quadratmeter
oder großzügig geschnittene Familien-Maisonetten mit eigenem Garten. Gleich zwei renommierte Berliner Architekturbüros stehen für die
facettenreiche Architektur: Hilmer & Sattler und
Albrecht sowie TCHOBAN VOSS Architekten. Die
durchweg klassische Architektursprache mit ihren
klaren Linien und untergliederten Putzfassaden
wird von einer dezenten Farbgebung im Sinne
der Jahreszeiten untermalt. Farblich akzentuierte
Eingangsbereiche und unterschiedlich modulierte Fassadenelemente schaffen individuelle
Adressen in einer geborgenen Umgebung. Das
auf 32.000 Quadratmetern Fläche entstehende
Quartier ist auf der einen Seite zentral im Berliner Süden gelegen, bietet andererseits dank
der großzügigen Grünanlage viel Raum zum
Erholen. Einem Anger gleich, ist hier eine beinahe dörfliche Atmosphäre spürbar, was einer
engen Zusammenarbeit der Architekten mit den
Landschaftsplanern zu verdanken ist. Cedelia
bedeutet Wohnen im Rhythmus der Jahreszeiten.
SIEBEN HÄUSER DAHLEMER WEG 44
Im ersten Bauabschnitt des Großprojekts wurden sechs Gebäude von den Architekten von
TCHOBAN VOSS realisiert. Dabei entstanden drei
sogenannte Gartenhäuser und drei etwas größere
Wohnanlagen. Die einzelnen Volumen unterscheiden sich in der Ausführung der Details und ihrer
Farbigkeit voneinander, sind jedoch alle als Variationen einer klassisch-zeitgenössischen Idee
zu verstehen. Um die Fassaden zu strukturieren,
arbeiteten die Architekten mit horizontal ausgerichteten Gesimsen und Putzbändern, Pilastern,
markanten Fensterfaschen oder etwa profilierten
Sockelbereichen. Die unterschiedlichen Pastellfarben unterstützen visuell die Vielseitigkeit der
Anlage. Die drei Gartenhäuser sind konsequent
im klassisch-modernen Stil gehalten. Die Fenster
sind durch Faschenmotive betont, die Balkone
erhalten hochwertig gestaltete Brüstungselemente. Die harmonisch in das Gesamtensemble integrierten Gartenhäuser bieten perfekten
Wohnraum für Familien und Paare jeden Alters:
Maisonetten mit viel Platz im Erdgeschoss und
ersten Obergeschoss, repräsentative Etagenwohnungen in den übrigen Geschossen. Von den
sehr großen, teilweise dreiseitigen Dachterrassen
kann man den Blick über die begrünten Dächer
architektur international
69
genießen. Dank der Mischung von Miet- und
Eigentumswohnungen entstand hier ein generationenübergreifendes Wohnquartier. Die Größen
der Wohnungen bewegen sich in einer weiten
Bandbreite von 50 bis 187 Quadratmetern. Alle
Häuser sind barrierefrei gestaltet.
FREIZEIT IM WOHNQUARTIER
Die Balance zwischen Offenheit und Rückzug,
Begegnung und Entspannung bildet ein grundlegendes Prinzip der Planung des Areals von
Landschaftsplanerin M. Benninghoff. Die Be70
architektur international
pflanzung lässt den Wechsel der Jahreszeiten
zum sinnlichen Erlebnis werden und unterteilt auf
natürliche Weise das Quartier. Blütensträucher
trennen private Gärten und Terrassen von den
für alle Bewohner zugänglichen Bereichen ab,
welche sich zudem durch eine leicht abgesenkte
Lage distanzieren. Alt und Jung finden Freiräume
im Garten, die ihren individuellen Bedürfnissen
entsprechen und gleichzeitig das Gefühl von
Gemeinsamkeit fördern. Grundelemente hierfür
sind der Anger und das Erlebnisband. Einem
Dorfplatz ähnlich verleiht der Anger dem Quartier
Identität und Geborgenheit. Als Gemeinschaftsfläche bietet er Raum für unterschiedlichste
Aktivitäten, sei es zum Boulespiel, zum Picknick
oder für nachbarschaftliches Miteinander. Das
Erlebnisband windet sich organisch und mit vielen
Gesichtern durch das gesamte Areal und bietet
vielfältige Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten
ZUKÜNFTIGE BEBAUUNG
In diesem Jahr sollen noch die restlichen Gebäude des Wohnquartiers fertiggestellt werden. TCHOBAN VOSS Architekten realisieren
das letzte von insgesamt sieben Gebäuden
im neuen Stadtviertel. Die Villen von Hilmer &
Sattler und Albrecht Architekten säumen den
Anger und strahlen eine ruhige und freundliche Atmosphäre aus. Dunkle Stahlgeländer
und farblich akzentuierte Eingangsbereiche
kontrastieren die in Weiß gehaltenen Villen am
Anger. Die Stadthäuser verfügen über Gesimsbänder, Fensterfaschen und zurückgestaffelte
Dachetagen. Wie auch bei den Villen am Anger
wird der Stil durch klassisch untergliederte
Putzfassaden unterstrichen.
architektur international
71
PREISBEWUSSTE ARCHITEKTUR
Neubau Eigentumswohnanlage der VILIS GmbH, Aachen
WIENSTROER ARCHITEKTEN STADTPLANER, Neuss
D
OBJEKT
Eigentumswohnanlage
der VILIS GmbH
ARCHITEKT
WIENSTROER ARCHITEKTEN
STADTPLANER, Neuss
FOTOS
Thomas Mayer
72
ie Schaffung von bezahlbaren Wohnraum
ist zu einer bedeutenden Aufgabe für die
nächsten Jahre und Jahrzehnte geworden.
Zudem sind Immobilien, aufgrund fehlender
Zinsen, eine der alternativen Anlagemöglichkeiten. In vielen deutschen Städten werden neue
Wohnquartiere entwickelt. Dabei entstehen aber
keine Mietskasernen früherer Prägung, sondern
die Lebensqualität der Bewohner und die anspruchsvolle Gestaltung der Gebäude stehen im
Vordergrund. Im Auftrag der Villis GmbH stellten
sich die Architekten von WIENSTROER ARCHITEKTEN STADTPLANER der Herausforderung,
preiswerten Wohnraum unter Beibehaltung eines
hohen Anspruchs an Architektur und Ausstattung
zu schaffen. Ende 2016 wurde die Eigentumswohnanlage mit insgesamt 96 Wohnungen und
architektur international
96 Stellplätzen, verteilt auf zwei Gebäudekörper im Stadtteil „Am Bonifatiusweg" in Aachen
fertiggestellt.
KONSEQUENTE KOSTENOPTIMIERUNG
Um die Baukosten zu senken, wurde schon im
Vorfeld gründlich und langfristig geplant. Die Bauausführung wurde auf die wesentlichen Elemente
reduziert, ohne dabei an Qualität einzubüßen.
Die Konstruktionspläne beinhalten eine einfache
Statik und simple Schachtführungen. Das Gebäude wurde als modulares System entwickelt
mit geringen Verkehrsflächen, anpassbarer
Grundrissgeometrie und Wohnungsmischung. Die
Wohnungen sollen mit sechs unterschiedlichen
und wandelbaren Grundrisstypen und deren Auslegung sowohl die Bedürfnisse von Familien als
auch jüngere und ältere Menschen ansprechen.
Die Planungsbausteine für die Wohnungen sind
wiederverwendbar. Die Räume sind hell und
freundlich gestaltet. Alle Wohnungen und auch
die Tiefgarage sind barrierefrei entsprechend
den Wohnbauförderrichtlinien des Landes NRW
geplant. Insgesamt ist ein zusammenhängendes
Wohnumfeld entstanden, das die Identifikation
und Zugehörigkeit der Bewohner fördern soll. Die
Wohnungen wurden zu einem hohen Anteil von
Leuten erworben, die selbst „Am Bonifatiusweg“
leben möchten.
ARCHITEKTONISCHES KONZEPT
Die Gebäude stehen für eine Architektur mit genauer, kalkulierter und zufallsfreier Detailplanung.
Das theoretische Konzept folgt tatsächlich dem
Gedanken des „Weglassens". Das einzelne Gebäude bildet in sich selber das „Ornament" mit
wenigen „schmückenden“ Zusätzen. Die architektonische Qualität entsteht durch die Komposition
aus Fläche, Vertiefung, Lochung und farblicher
Gliederung. Denn für die WIENSTROER Architekten definiert sich gute und höchste Qualität
nicht durch die Baukosten, sondern wie intensiv
daran gearbeitet wurde. Der Gebrauch ist der
Maßstab für echte Architekturqualität, ähnlich
einem Werkzeug. Zudem braucht eine Stadt gute
öffentliche Räume, ohne diese gibt es keinen
geistigen Austausch zwischen den Menschen.
Die Architektur wird durch diese Räume inspiriert
und gewinnt dadurch an Wert.
STÄDTEBAULICHER ASPEKT
Der Baugrund war eine Konversionsfläche eines
ehemaligen gemischt genutzten Industriestandortes im Stadtteil Rothe Erde in Aachen. Das
Viertel befindet sich in zentraler Innenstadtlage
und hatte in seiner Geschichte die Rolle als
innenstadtnaher Industriebereich mit Wohnflächen. Dort lebten die Arbeiter der umliegenden
Fabriken. Durch den Wegfall der historisch dort
bestehenden Industrie wurden viele freie werdende Plätze zur Weiterentwicklung der städtischen
Wohn- und Gewerbelagen auch im Sinne einer
Qualitätsverbesserung der städtischen Umgebung verändert. Die gesamte Bebauung ist eine
Neuerfindung des Stadtteils "Am Bonifatiusweg“,
und bietet neben Einkaufsmöglichkeiten auch
Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor. Öffentliche
Räume waren wenig vorhanden. Auch deshalb
entstand die Idee, den Innenbereich der neuen
Wohnanlage zum Teil zu öffnen und mit Wegen
in den angrenzenden städtischen Raum zu in-
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73
tegrieren. So wird das Ortsbild stabilisiert und
der Gebietscharakter der umgebenden Wohnbebauung gestärkt.
AUSSENANLAGE
ALS ÖFFENTLICHER RAUM
Der dreieckige Innenraum des Gebäudepaars
wurde so geplant, dass die Gestaltung mit Sitzbereichen und Spielmöglichkeiten eine hohe
Aufenthaltsqualität bieten. Dadurch entsteht ein
Ort der Begegnung. Eine für Blockbebauungen
typische hermetische Abschirmung nach außen
wurde vermieden, insbesondere um die Anbindung an den Stadtteil zu erreichen. Der zentrale
Innenhof und die angrenzenden Freibereiche
wurden aufgeteilt in großzügige, den Wohnungen
im Erdgeschoss zugeordnete private Gärten.
Die Gebäudeeinschnitte am Freunderweg und
Mataréstraße bieten eine großzügige Zugangssituation zum Innenhof und werden von den
aufliegenden Staffelgeschoßen wie eine Spange
verbunden. Diese gedeckelten Flächen dienen
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zum einen als Zugangsbereiche sowie als Fahrradabstellplätze. Die Freitreppenanlagen sind
den jeweiligen Hauszugängen vorgelagert, deren
Gestaltung dient als Wiedererkennungsmerkmal
für das neue Quartier, wobei die Treppenläufe
entsprechend der unterschiedlichen Höhenlagen
mal kürzer oder länger sind. Die Treppenhäuser
sind mit Aufzügen ausgestattet und erschließen
Unser Leistungsspektrum:
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75
pro Etage zwei bis drei Wohnungen. Tiefgarage
und Keller sind mit den Aufzügen und Rampen
schwellenfrei verbunden.
BAUKONSTRUKTION UND MATERIALIEN
Die besonderen Details der Gestaltung zeigen
sich in der Farbgebung mit Wechsel entlang
kalkulierten Fenster- und Fassadenlinien und
deren Akzentuierung durch unterschiedliche
Putzstärken. Durch den Einsatz von wenig Ma-
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76
architektur international
terial und der geringen Vielfalt von sichtbaren
„schmückenden“ Details steht das Gebäude
an sich im Fokus. Linien und Kanten sind an
jeder Stelle aufeinander abgestimmt. Die Balkone sind mit ihrem leichten Einschub sowohl
Fassaden gliedernd als auch mit der Fassade
„fest" verbunden. Die neue Wohnanlage wurde
in energiesparender Bauweise entsprechend der
geltenden ENEV 2009 errichtet. Die Tragenden
Außenwände bestehen aus 17,5 cm Kalksand-
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Alle Außenwände sind verputzt und farbig
entsprechend des Farbkonzeptes gestrichen.
Sämtliche Dächer wurden als teilweise begrünte
und bekieste Flachdächer ausgeführt.
AUFENTHALTSQUALITÄT
Mit der Wohnanlage in Aachen ist es
WIENSTROER ARCHITEKTEN STADTPLANER
gelungen, ein zukunftsorientiertes Konzept
umzusetzen. Neben der kostengünstigen
Bauweise und der zeitgemäßen Architektur
wurden die Gebäude genutzt, um wirklichen
Lebensraum für die Bewohner zu schaffen.
Die entstandenen Räume steigern nicht nur
die Aufenthaltsqualität, sondern entfalten im
Zusammenspiel mit dem Ensemble eine gestalterische Wirkung. „Der Mensch muss in
seinen Bedürfnissen erkannt werden und die
Anwendung der vorgefundenen Möglichkeiten
muss bequem sein. Ein scheinbare "Designqualität" muss durch alltägliche hervorragende
Benutzungsmöglichkeiten ersetzt werden, was
natürlich höchste Designqualität voraussetzt.
Dies stellt damit auch einen Einladung an die
Nutzer dar, die diese Dinge meist mit einem adäquaten sozialen Verhalten respektieren“, erläutert
der Architekt Eckehard Wienstroer.
VORREG GmbH
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Trockenbau
Das Bauunternehmen übernimmt alle Arbeiten im Bereich des Trockenbaus, seien es Bodenbeläge, wie z.B. Trockenestriche, oder auch Akustik- oder Deckenarbeiten, Wandbekleidungen oder Dämm- und einfache Installationsarbeiten.
Innenausbau
Insbesondere der Innenausbau wird immer mehr zu einem besonderen Thema. Die Verwendung von Regalsystemen in hoher Qualität schafft eine
geordnete, angenehme Atmosphäre in Ladenlokalen.
Brandschutz
Im Bereich des Brandschutzes arbeitet VORREG GmbH mit Systemen der
renommierten Firma Würth. VORREG ist durch die Würth-Gruppe zertifiziert, ihre Systeme zu verarbeiten und führt dies unter Beachtung der entsprechenden Normen, Richtlinien und gesetzlichen Bestimmungen durch
(u.a. nach bauaufsichtlicher Zulassungen, DIN VDE 0100 Teil 520, DIN
4102, MLAR 03/200 ).
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77
EINE HERZENSANGELEGENHEIT
Neugestaltung und Erweiterung der Pfarrkirche St. Augustin, Coburg
Brückner & Brückner Architekten, Tirschenreuth I Würzburg
OBJEKT
Pfarrkirche St. Augustin,
Coburg
ARCHITEKT
Brückner & Brückner
Architekten
FOTOS
André Mühling, München
mju-fotografie, Marie Luisa
Jünger, Hümpfershausen
(Seite 84, unten links)
Installation:
Künstlerin Angela GlajcarSerie: Curalium
78
V
iele Aufgaben in der Arbeit eines Architekten sind besonders – kein Gebäude
ist wie das andere, kein Bauherr hat
die gleichen Vorstellungen wie der Nächste.
Aber sehr viel Fingerspitzengefühl und ein
bisschen Demut brauchen Architekten, wenn
es um Sakralbauten geht. Eine Kirche ist ein
Symbol und eine Stätte der Identifikation für
eine Gemeinde. Der beste Weg sich diesem Ort
des Glaubens und der Begegnung zu nähern,
ist die Ortsansässigen an dem Entwurfs- und
Bauprozess teilhaben zu lassen. Diesem Gedanken folgten die Brüder Christian und Peter
Brückner von Brückner & Brückner Architekten
bei der Neugestaltung und Erweiterung der
Pfarrkirche St. Augustin in Coburg. Das Gotteshaus erstrahlt seit September 2016 nach
architektur international
einer vierjährigen Planungs- und Bauzeit in
neuem Glanz. „Kirchensanierungen sind für uns
und unser Team besondere Bauaufgaben und
Herzensprojekte. Hier geht es um weit mehr
als um Funktion. Es gilt das Gestern mit dem
Heute und dem Morgen zu verbinden. Es gilt
sensibel und verantwortungsvoll mit dem Erbe
umzugehen, Respekt vor dem Vorhandenen zu
haben und die wertvolle historische Substanz
zu schützen. Gleichzeitig spielen Atmosphäre,
Licht und Raum eine herausragende Rolle.
Glaube, Spiritualität, Liturgie, Würde: Davor
haben wir Respekt. Wir wollen den Charakter von St. Augustin freilegen, erhalten und
gleichzeitig diese Kirche weiterentwickeln,
im 21. Jahrhundert weiterbauen. Aus alt und
neu soll eine neue Einheit entstehen, ein ge-
meinsames Ganzes, ein würdiger Raum für
den lebendigen Glauben“, erläutern Peter und
Christian Brückner.
HISTORISCHER HINTERGRUND
Die Pfarrkirche St. Augustin ist zwar nicht so
alt wie viele andere Kirchen in Deutschland,
dennoch hat auch sie interessante Geschichten
von Aufbau, Umbau, Abriss und Erweiterung zu
erzählen. Mitten in der Diaspora, umgeben von
evangelischen Gemeinden, fand die katholische
Glaubensgemeinschaft in Coburg mit der Fertigstellung von St. Augustin 1860 eine Heimat.
Die Pfarrkirche wurde aufgrund ihrer Nähe zum
Schloss Ehrenburg und auf Wunsch des Herzogshauses im neugotischen Stil errichtet. Der
Bau war nur durch die Vermittlung des Prinzen
August von Sachsen-Coburg und Gotha möglich,
daher wurde die Kirche dem Namenspatron des
Mäzens Augustinus geweiht. Hundert Jahre später
wurde die Kirche erstmals umfassend renoviert
und erweitert. Es wurden Kriegsschäden behoben
und der Innenraum im Zuge der Liturgiereform
des Zweiten Vatikanischen Konzils liturgisch
neugestaltet. Zu dieser Zeit wurden auch die
beiden Seitenaltäre und der Hochaltar entfernt
sowie die Altarraumfenster durch neue, abstrakte
Chorraumfenster ersetzt. Diese färben seither den
Altarraum in blauen, roten und violetten Farbtönen.
Zusätzliche Funktionsräume wurden als Ring um
die Kirchenapsis gebaut. 1985 folgte eine zeitgemäße Elektrifizierung des Kirchenschiffs, zwei
Jahre später die Instandsetzung der Fassade.
STÄDTEBAULICHE EINBINDUNG
Die Pfarrkirche St. Augustin liegt an einer
städtebaulich prägnanten Stelle in nördlicher
Richtung am Fuße des Hofgartens mit direkter
Sichtverbindung zum Schloss Ehrenburg und
dem Landestheater Coburg als Eingangstor zur
Innenstadt. Auf einem Plateau gelegen bildet die
katholische Pfarrkirche nicht nur den spirituellen Mittelpunkt der Kirchengemeinde, sondern
auch das städtebauliche Herzstück zwischen
Gemeindezentrum und Pfarrhaus. Das Ziel der
Architekten war es, der Kirche ihre Eigenständigkeit zurückzugeben. Mit dem Rückbau des
Sakristeianbaus aus den 1960er Jahren und der
Auflösung der räumlichen Beklemmung zwischen
Kirche und Randbebauung wird der Apsis ihre
ursprüngliche äußerliche Gestalt zurückgegeben.
Die Kirche erhielt ihre Klarheit zurück und öffnet
die Wegebeziehungen zu den umliegenden Gebäuden der Gemeinde. Das Kapellenoberlicht
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architektur international
79
als städtebaulicher Auftakt des Anbaus vermittelt
zwischen den unterschiedlichen Höhenlagen des
Geländes. Eine zum Kirchenvorplatz hin öffenbare
Kirchenwand ermöglicht die Verschmelzung von
Außenraum und Kapelle. So wird der Kirchenvorplatz liturgisch in das Gemeindeleben des 21.
Jahrhunderts miteinbezogen.
UMFANGREICHES SANIERUNGSKONZEPT
Ziel der Sanierung war es, den Kirchenraum mit
möglichst geringen Eingriffen in die historische
Substanz mit einem einheitlichen, zeitgemäßen
Gesamtkonzept auf den aktuellen technischen
Standard zu heben. Durch die kreative Gestaltung des Kirchenraums wurde die Qualität der
vorhandenen Kirche gewahrt und wertig erweitert.
Zu den wesentlichen Veränderungen zählen der
Austausch des stückhaften Bodenbelags, die
Vergrößerung der Altarinsel und der Rückbau der
beiden Stufen zum Hauptaltar. Die bestehenden
Deckenschalen wurden farblich auf ihre bauzeitlichen Schichten zurückgeführt und so in das
80 architektur international
Gesamtkonzept eingebunden. Die Bestandstüren wurden ertüchtigt und die Oberflächenfarbe
abgestimmt. Die vorhandenen Kirchenbänke und
funktionsuntauglichen Einrichtungen wurden ersetzt. Die ursprünglich vorhandene Unterteilung
der Kirchenbankreihen durch die Wegeachse zwischen den beiden Seiteneingängen wurde wieder
aktiviert und die funktionslosen Seitenaltäre wurden
rückgebaut. Die Oratorienverglasungen wurden
überarbeitet und die dahinter liegenden Räume
im Obergeschoss reaktiviert. Gemeinsam mit dem
Eichstätter Künstler Rudolf Ackermann wurden,
im Einklang mit der Neugotik und der Ausstattung
aus nachkonziliarer Zeit, neue liturgische Orte
geschaffen. Das stimmige Gestaltungskonzept
wird der Historie der Kirche gerecht und erlaubt
es ihr, die eigene Geschichte weiter zu erzählen.
Die vergangenen Jahrhunderte bleiben spürbar.
Die Verlegung der Lourdesgrotte von der Pfarrkirche
in den neuen Anbau schafft Raum für ein Beichtzimmer. Die Lourdesgrotte und die Kapelle bieten
der Gemeinde Räume zur spirituellen Einkehr und
Unbenannt-1 1
17.05.2017 14:29:47
architektur international
81
können als Kinderkirche, Meditationsräume und
Werktagskirche genutzt werden. Die Kapellenräume wechseln ihr schlichtes Kleid im Wechsel der
Tages- und Jahreszeiten – ein Spiel aus Licht und
Schatten entsteht. Der Anbau nimmt neben der
Grotte die Ministrantensakristei, die Kapelle sowie
eine barrierefreie Toilette auf. Außerdem wurde ein
zeitgemäßer und energetisch optimierter Kirchenraum geschaffen. Die Funktionsräume haben eine
direkte Verbindung zum Kirchenschiff. Der Anbau
wird ebenerdig und mittig vom Kirchenvorplatz
aus erschlossen und legt sich in die Topographie
der Hangkante. Das neue Flügeltor kann zum Platz
hin geöffnet werden und ermöglicht die Feier von
Gottesdiensten unter freiem Himmel. Über ein
Oberlicht erfährt der Raum eine besondere Licht-








 



82
architektur international
stimmung. „Unser architektonisches Konzept im
Zuge der Generalsanierung und Erweiterung der
Pfarrkirche St. Augustin stellt durch seine würdige,
sensible und zeitgemäße Formensprache eine
Verbindung zwischen Geschichte, Gegenwart und
Zukunft her – eine sinnliche Auseinandersetzung
mit neuen Elementen und dem vorhanden Raum.
Ein Ort für Gottesdienste, Seelsorge, Gespräch und
Begegnung“, erklären Christian und Peter Brückner.
KOHÁRYGRUFT
Die Pfarrkirche hat eine besondere geschichtliche und kunstgeschichtliche Bedeutung. In
der Krypta unter der Kirche befindet sich die
Grablege der katholischen Linie des Coburger
Herzogshauses, die Kohárygruft. Aus dieser Linie
Echtmetallbeschichtungen
für den hochwertigen Innenausbau und die dekorative
Wandgestaltung
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gingen im 19. Jahrhundert die Herrscherhäuser
Portugals, Brasiliens und Bulgariens sowie
höchste Repräsentanten des Kaiserhauses
Habsburg hervor. Diese Gruft blieb grundsätzlich
unverändert. Die holzverschlagenen Toranlagen
wurden durch neue Metallgittertore ersetzt. Die
vorhandenen Gewölbedecken wurden farblich
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neu gefasst, aufgehellt und legen sich sanft als
Deckensegel über die Grablegen. Die Kirchenbänke wurden ausgebaut und eingelagert, da
die Krypta flexibel bestuhlt wird. Das Oberlicht
über der Grablege von Prinz August und seiner
Frau Prinzessin Clémentine d’Orléans wurde
wieder offen gelegt.
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83
VERWENDETE MATERIALIEN
Die Materialität entwickelt sich aus den historischen Strukturen: Sandstein, Metall, Putz, Holz
und Glas bilden die Basis für ein sinnliches
Konzept. Die Materialien sind wertig und echt,
aber nehmen sich zurück. Das vorherrschende
Material der Pfarrkirche und auch der neuen
Funktionsspange ist Sandstein. Als erdendes
Material verbindet es Anbau und Kirche und
wahrt die Verbindung zwischen Bestand und
zeitgemäßer Erweiterung. Die neue Fassade
wurde als mehrschalige Konstruktion gebaut und
mit einer Natursteinvorsatzschale aus Sandstein
versehen. Farbigkeit und Material der Fassade
orientieren sich an der Pfarrkirche und lehnen sich
sensibel getrennt durch die Natursteintreppenanlage an dieselbe an. Im Inneren des Neubaus
verbinden sich Natursteinböden sowie Putz- und
Holzoberflächen der Einbauten zu einem harmo84 architektur international
nischen Gefüge, welches sich am Schnittpunkt
zwischen Pfarrsakristei und Pfarrkirche verbindet.
Im Kirchenschiff wurde der Bodenbelag aus den
1960er Jahren durch Natursteinboden ersetzt.
Die Nebenräume des Obergeschosses und die
Empore erhielten neue Holzdielenböden, die sich
farblich in die Gesamterscheinung der Kirche
einfügen. Die historische Außentreppe des Haupteingangs erhielt anstelle der Betonsteinpodeste
und - winkelstufen einen neuen Treppenbelag aus
Granit. „Die neue Kirchenausstattung schreibt
die vorhandenen Materialien in ihrer Historie
fort und verbindet sich mit den künstlerisch gestalteten Prinzipalstücken. Sie können vor dem
Morgen bestehen. So wird eine atmosphärisch
und gestalterisch zeitgemäße Lösung für einen
würdigen Gottesdienst in einem angemessenen
Kirchenraum geschaffen“, so Peter und Christian
Brückner.
Derix Glasstudios - 150 Jahre Glas für die Architektur
In den Derix Glasstudios entstehen spektakuläre Glasgestaltungen
für Profanbauten und Kirchen.
Zunehmend nutzen bedeutende Künstler und Architekten Glas als
modernes, oft den Blick auf sich ziehendes Ausdrucksmittel, um
mit dessen besonderer Lichtwirkung ein einzigartiges Wechselspiel
zwischen Architektur und zeitgenössischer Kunst zu erzeugen –
im Innenraum aber auch im Außenraum. Beispielhaft seien genannt die Gerhard-Richter-Fenster mit den bunten Farbquadraten
im Kölner Dom, ebenso wie die Innenfassade in der EZB, deren
kaltgebogene Verbundscheiben durch ein besonderes thermisches
Verfahren je Unikate sind.
Es können Wärmeschutz-, Sicherheits-, Schall- und Brandschutzgläser gestaltet werden. Durch die Kombination der unterschiedlichsten Grundmaterialien und Bearbeitungstechniken wie Malen, Airbrush, Kleben, Drucken, Sandstrahlen u.v.m. sind den Wünschen
der Designer keine Grenzen gesetzt.
Das Traditionsunternehmen gilt heute als einer der weltweit führenden Experten, wenn es darum geht, Glaskunst am Bau auf höchstem Niveau herzustellen. Mit ihren 70 hochkompetenten Mitarbeitern wickelt die Glasmanufaktur rund um die Welt Aufträge ab
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Rasenpflege im Frühjahr
Die Spuren des Winters beseitigen
D
er Winter hinterlässt oft unschöne
Spuren im Rasen. In der kalten Jahreszeit bilden sich oft hässliche, braune
Flecken – z. B. Schneeschimmel oder
so genannte Hexenringe – im Rasen. In
der Regel greifen viele Rasenbesitzer
im Frühjahr zum Vertikutiergerät, um
diese zu entfernen. Doch Vorsicht:
Entgegen der weitverbreiteten, aber
fälschlichen Meinung schadet das
Vertikutieren dem Rasen weit mehr,
als es ihm nutzt.
DÜNGEN STATT VERTIKUTIEREN
Flecken im Rasen sind – ebenso wie
moosige und braune Stellen daher kein
Fall für das Vertikutiergerät, sondern
ein Zeichen für Nährstoffmangel in
Boden. Meist bilden sich solche Stellen zuerst unter Hecken und Bäumen,
wo die Baumwurzeln mehr Nährstoffe
verbrauchen und sie damit dem Rasen
entziehen. Richtiges Düngen gleicht
diesen Nährstoffmangel im Boden
wieder aus. Ein paar Wochen nach
86 architektur international
der ersten kräftigen Düngung im Frühjahr verschwinden die unliebsamen
Flecken also von ganz allein.
SCHNEESCHIMMEL
Der Name Schneeschimmel kommt
von einem weißen, schimmeligen Mycel, das entfernt an Schnee erinnert.
Schneeschimmelerkrankungen betreffen vor allem die oberirdischen Teile
der Rasenpflanze und sehen daher
schlimmer aus, als sie in Wahrheit
sind. Häufig tritt Schneeschimmel
bei Stress auf. Dies kann übermäßige Feuchtigkeit sein, aber auch
Winterstress durch viel Schnee und
der damit verbundene Luftabschluss.
Ein weiterer Faktor sind gestör te
Böden, also Böden die bearbeitet,
durchmischt, künstlich hergestellt
oder angefüllt wurden. Bei solchen
Böden dauert es oft eine Saison bis
der Boden wieder sein natürliches
Gleichgewicht gefunden und sich
das Bodenleben neu gebildet hat.
Bei Schneeschimmelbefall sollten
zunächst die Rasenfläche mit einem
Laubrechen leicht aufgerauht werden,
um plattgedrücktes Gras aufzustellen.
Darauf folgt die Frühjahrsdüngung. In
aller Regel regeneriert sich die Grasnarbe dann innerhalb der nächsten
vier Wochen von selbst und die entstandenen Schäden in der Grasnarbe
wachsen zu.
FÜR DAS PERFEKTE
GESAMTBILD
Neben der Neubepflanzung sollte bei
der frühjährlichen Gartengestaltung
auch der Rasen in den Fokus rücken.
Ein gepflegter Rasen bildet praktisch
das Gerüst des Gesamtbildes. Bei zu
großen Schäden durch den Winter
bietet es sich an, den Rasen neu
auszusäen oder die kaputten Stellen
mit Rollrasen auszubessern. Sind
Schäden des Winters beseitigt, steht
dem Gartengenuss im Frühling und
Sommer nichts mehr im Weg.
Alles für das perfekte Grün:
Beste Gräsersorten, beste Soden, nachhaltige Produktion
Spitzenqualität nicht nur für den Spitzensport: Die Schwab Rollrasen GmbH mit Sitz im oberbayerischen Waidhofen bietet eine
breite Produktpalette auch für private Gärten und öffentliche Anlagen. „Bei der Qualität gibt es für uns keine Kompromisse“, erklärt
Firmenchef Günther Schwab vom deutschen Markt- und Innovationsführer.
Mondkalender durchgeführt. Günther Schwab: „Bei der Pflege
unserer Rasenflächen nach dem Mondkalender haben wir festgestellt, dass wir noch bessere Ergebnisse erzielen.“ Sein Expertenwissen stellt Schwab Rollrasen auch privaten Gartenbesitzern
mit der Mondkalender-App zur Verfügung. Mehr dazu auf der
Website: www.schwab-rollrasen.de.
Das beginnt bereits bei der Auswahl der Gräsersorten. Für die
Rasenproduktion werden nur die besten Sorten mit der größten
Reinheit, die weltweit zu bekommen ist, verwendet. Natürlich zu
100 Prozent gentechnikfrei, wie Günther Schwab betont. Eine
weitere Grundlage für perfekten Rollrasen sind Wasser durchlässige, sauerstoffreiche und vitale Soden. Speziell für den Profisport
hat Schwab die Dicksode entwickelt. Sie machte in den Fußballstadien die Rasenverlegung mitten in der Saison zwischen zwei
Spielen erstmals möglich und verhalf dem Rollrasen im Profisport
zum endgültigen Durchbruch.
Eine weitere Besonderheit: Wichtige pflanzenbauliche Maßnahmen werden ausschließlich an den „richtigen Tagen“ nach dem
architektur international
87
MESSEN
bis 18. Juni
IdeenExpo, Hannover
Begeisterung für Technik
20. bis 22. Juni
Stage|Set|Scenery, Berlin
World of Entertainment Technology
28. bis 29. Juni
CEB® CLEAN ENERGY
BUILDING, Karlsruhe
Die Energie-Effizienz-Messe
29. Juni bis 01.Juli
EPF Feuchtwangen
Fachmesse für den Fussbodenbau - Estrich,
Parkett & Fliese
bis 15. Oktober
IGA 2017, Berlin
Internationale Gartenausstellung
07. bis 09. Juli
Jülicher Messe Jülich
Messe rund ums Haus
28. bis 30. Juli
Haus & Garten Träume Burg Ohrdruf
Ausstellung für Heim, Hausbau u. Garten
AUSSTELLUNGEN
16. bis 17 Juni
Weimar
Digital Bauhaus Summit 2017 "Being Modern" in Weimar
bis 17. Juni
Kehrer Galerie, Berlin
Ausstellung „Max Dudler“
bis 23. Juni
Architekturschaufenster e.V.,
Karlsruhe
Heimattage 2017: Siedlung leben
bis 25. Juni
Tchoban Foundation. Museum für
Architekturzeichnung, Berlin
Berliner Projekte –
Architekturzeichnungen (1920–1990)
bis 1. Juli
Die Raumgalerie, Stuttgart
LOST PLACES LOST SPACES
88 architektur international
bis 2. Juli
ifa-Galerie, Stuttgart
Eine Welt in der Stadt Zoologische
und botanische Gärten
bis 11Juli
Fakultät für Architektur &
Stadtplanung, Stuttgart
Städtebau Kolloquium Stuttgart
bis 31. Juli
K8 Institut für strategische
Ästhetik gGmbH, Saarbrücken
Industrie und Gewerbebauten im Saarland
bis 10 September
Vitra Design Museum,
Wheil am Rhein
Together! Die Neue Architektur der Gemeinschaft Ausstellung präsentiert innovativsten
Beispiels für gemeinschaftliches Bauen und
Wohnen
Songpa Micro-Housing, Seoul, 2014 Jinhee Park/
SsD, New York/Seoul. © SsD
Mahl
ZEIT
Perfekt improvisiert: Industrial Style
„Restaurantkonzepte werden immer individueller“, sagt GO IN Brand Manager
Maurus Reisenthel. Das bewusste Spiel mit
Stilbrüchen mache jedes Ambiente einzigartig – was gerade die Kettengastronomie
vermehrt für sich nutze. Eine durchgängige
Handschrift mit individueller Ausprägung
der einzelnen Objekte ermöglicht der Retro-Look, zu dem auch der Industrial-Stil gezählt werden kann.
Werkräumen. Vorherrschende Materialien
sind Holz (dunkel oder unbehandelt) und
graues oder schwarzes, in jedem Fall aber
mattes Metall. Durch die Kombination mit
dezenten, natürlichen Materialien wird der
raue Charme des kalten Metalls abgemildert. Drehbare oder dreibeinige Hocker,
Stühle im Werkraum-Look sowie Tische
mit massiven Holzplatten und Metallgestell
sind hier zu finden.
Rau, tough, kühl, zugleich aber anheimelnd soll dieser Einrichtungsstil wirken.
Künstliche Gebrauchsspuren auf den Möbeln nach altem Vorbild, auf Boden und
Wänden sorgen für eine ansprechende
Patina. Möbel im Industrial-Stil treten zeitgemäß und praktisch auf, erzählen aber
durch ihr Aussehen eine Geschichte – von
alten Werkstätten, Manufakturen oder
Bei der Wandgestaltung dominieren kahler
Beton und unbehandelte Steine. Oft sind
die Wände grau oder in einem dunklen
Farbton im Used-Look gehalten. Industrielampen rücken die Szene ins rechte Licht.
Textile Accessoires wie Kissen und individuell ausgewählte Dekoration (Bilder) setzen
einen Kontrapunkt zum rauen Stil des Ambientes. Der Industrial-Look spricht männli-
ches ebenso wie weibliches Publikum an
und eignet sich für Vintage-Cafés, Lobbys
stylisher Hotels, die Szene-Gastronomie
oder den Ladenbau.
Als i-Tüpfelchen im Gesamtkonzept können
Einzelstücke wie Chesterfield-Sessel und –
Sofas mit Lederbezug, markanten Polsterknöpfen und Rautensteppung, Kuhfelle als
Teppichersatz oder Kissen bzw. Decken
im Zottellook arrangiert werden. Das Geheimnis des perfekten Industrial-Looks ist
das Unperfekte, auch in der Dekoration:
naturweiße Kerzen ohne Kerzenhalter, unregelmäßig verteilte Accessoires, Paletten
oder Kisten als Regalersatz. Design, das
improvisiert wirkt, aber in seinem Gesamtkonzept ausgefeilt und abgerundet ist.
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GESCHÄFTSFÜHRER
Christof Boethe
90 architektur international
Name, Vorname
Straße
PLZ, Ort
Telefon, Telefax
E-Mail
Datum/Unterschrift
ai IV.2017
REDAKTION
Kristian Mihm
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ANZEIGENVERTRIEB
Thomas Gerigk
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TITEL
DEG Campus © sop architekten
axel hartmann fotografie/MBN Bau AG
Lutz Buch
[email protected]
LAYOUT
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