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Vom Zentrum zum Netzwerk
Informationsbroschüre für Klienten, Angehörige, Sachwalter, Mitarbeiter,
Systempartner, Nachbarn und Freunde
NETZWERK ST. JOSEF
Wohnen, Arbeit, Therapie und Lebensbegleitung für Menschen mit Mehrfachbehinderung
02
Vorworte
Vorworte
Österreich hat 2008 die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet und somit die gesetzlichen Grundlagen dafür geschaffen, dass
Menschen mit Behinderung selbstbestimmt
und umfassend am gesellschaftlichen Leben
teilhaben können.
Das Soziale Zentrum St. Josef steht seit 1898 im
Dienste von Menschen mit Beeinträchtigung.
Wir erleben unseren Betreuungsauftrag als ständiges Bemühen um Weiterentwicklung.
Mit der vorliegenden Broschüre wollen wir Sie
über die Veränderungen, die sich aus diesem
Bemühen ergeben, informieren. Der Kreis, den
wir für dieses Vorhaben gewählt haben, soll
diese umfassende Weiterentwicklung symbolisieren.
Die Kernaufgaben einer zeitgemäßen Behindertenhilfe sind: Inklusion, Autonomie, Selbstbestimmung und Deinstitutionalisierung. Diese
Aufgaben wollen wir vom Sozialen Zentrum
St. Josef auch in Zukunft bestmöglich erfüllen.
Wir unterstützen unsere Klienten* und ermöglichen es ihnen, selbstbestimmt inmitten der
Gesellschaft zu leben.
Die schrittweise Verkleinerung des Sozialen
Zentrums St. Josef zu einem vielfältigen und
breiten NETZWERK St. Josef sehen wir als einen wichtigen Schritt auf unserem Weg zur
Verwirklichung dieser Ziele. Das ist unsere
Vision 2020.
03
Selbstverständnis, das verstehen wir als unseren gesellschaftlichen Auftrag und als die zentrale Aufgabe unserer Arbeit. Wir werden alles
Gute, Bewährte und Schöne mitnehmen, darauf
aufbauen und Wohn- und Lebensorte für Menschen mit Behinderung in größtmöglicher Normalität inmitten der Gesellschaft gestalten.
Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist unser Arbeitsauftrag für die nächsten Jahre, und wir werden unsere Einrichtungen und Strukturen nach diesen Grundsätzen
neu überarbeiten und anpassen. Wir sind auf
dem Weg, um gemeinsam mit unseren Klienten
und Partnern die Vision 2020 zu einer lebendigen Wirklichkeit zu machen.
Wir sind der festen Überzeugung, dass unsere Klienten in kleineren Wohngemeinschaften
inmitten der Bevölkerung weitere, bisher vielleicht verborgene, Fähigkeiten und Kompetenzen entwickeln und zu einem bereichernden
Teil unserer vielfältigen Gesellschaft werden
können. Wir werden die uns anvertrauten Menschen wie bisher liebevoll auf ihrem Weg in
Richtung Autonomie, Teilhabe und Selbstbe- Mag. Andrea Lener
stimmung begleiten. Darin spiegelt sich unser Gesamtleitung Netzwerk St. Josef
Dr. Carolin Porcham
Geschäftsführerin der Sozialen Einrichtungen der
Barmherzigen Schwestern Zams Betriebs GmbH
*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die Unterscheidung der männlichen und weiblichen Schreibweise verzichtet.
Personenangaben beziehen sich stets auf beide Geschlechter gleichermaßen.
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Werte & UN-Konvention
Werte & UN-Konvention
Vinzentinische Werte &
UN-Behindertenrechtskonvention
05
Botschaften des Vinzenz von Paul (1581 – 1660)
»Hebt den verborgenen Schatz
im Leben des anderen,
traut ihm etwas zu.«
Das NETZWERK St. Josef arbeitet von Beginn
an nach den Werten, die der Hl. Vinzenz von
Paul bereits im 17. Jahrhundert formuliert und
gelebt hat.
des barrierefreien, teilhabenden und selbstbestimmten Lebens Bezug. Vieles entspricht darin
den Werten des Hl. Vinzenz, geht aber, entsprechend den Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts,
auf den praktischen Alltag von Menschen mit
Seit dem Jahr 2008 nehmen die Vereinten Na- Behinderung ein, wie sie ihn heute erleben.
tionen in der UN-Behindertenrechtskonvention Aus diesem Grund entwickeln wir uns weiter,
in zahlreichen Artikeln auf das Menschenrecht vom Zentrum zum Netzwerk.
PRÄAMBEL
[…] Jede Diskriminierung
aufgrund von Behinderung
stellt eine Verletzung der
Würde und des Wertes dar,
die jedem Menschen innewohnt […] (Präambel/h)
»Nehmt den anderen wahr,
nehmt ihn so an, wie er ist,
vor allem aber nehmt ihn ernst.«
»Dient dem Menschen,
aber erkundigt euch genau,
was er wirklich braucht.«
06
Netzwerk St. Josef
Netzwerk St. Josef
07
Vom Zentrum zum Netzwerk
Seit 1898 betreiben die Barmherzigen Schwestern ein Zentrum für Menschen mit Behinderung in Mils. Im Laufe der Zeit wuchs der Bedarf
an Betreuungsplätzen, das Haus wurde umgebaut und erweitert, es wurde ein anerkanntes
Zentrum für Rehabilitation und Behindertenhilfe im Land Tirol. Menschen aller Altersgruppen
fanden und finden hier bis heute Unterstützung
durch verschiedenste Angebote in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Beschäftigung, Therapie und Freizeitgestaltung.
dahin, die Rahmenbedingungen den heutigen
Bedürfnissen anzupassen. Unsere Klienten sollen noch mehr Teilhabe an der Gesellschaft, vor
allem aber ein inklusives Leben inmitten der
Gesellschaft erfahren können.
Von Beginn an standen Liebe zu den Menschen,
gegenseitige Wertschätzung und die Kultur eines partnerschaftlichen Miteinanders im Mittelpunkt. Mit Sorgfalt und Empathie nehmen wir
die individuellen Wünsche und Bedürfnisse jedes einzelnen Menschen wahr, um gemeinsam
die größtmögliche persönliche Lebensqualität
für unsere Klienten zu gewährleisten.
[…] Grundsätzlich gilt es, die Achtung der Würde, die dem Menschen
innewohnt, seine individuelle Autonomie, einschließlich der Freiheit, eigene
Entscheidungen zu treffen, sowie
seine Unabhängigkeit zu gewährleisten […] (Art. 3/a)
Schwaz
Telfs
Mils
Innsbruck
ALLGEMEINE
GRUNDSÄTZE
Jeder Mensch hat das Recht auf individuelle
Entfaltung in jeder Lebensphase. Die Rahmenbedingungen dafür ändern sich laufend, so haben sich die Dienstleistungen des Netzwerkes
St. Josef in der Vergangenheit oft gewandelt, sie Um dies ermöglichen zu können, entwickeln
haben an Vielfalt gewonnen und sich an die Be- wir uns vom zentralen Betreuungsort „Soziales
dürfnisse der Klienten angepasst.
Zentrum St. Josef“ in Mils zum vielfältigen Angebot „Netzwerk St. Josef“ im Großraum Telfs
Dass die Rechte von Menschen mit Behinde- bis Schwaz.
rung gewahrt werden, dass diese ein würdiges,
selbstbestimmtes, vielfältiges und erlebnisrei- Zwischen dem Land Tirol und dem Netzwerk St.
ches Leben führen können, war deshalb stets die Josef wurde die schrittweise Umstrukturierung
Grundlage all unseres Tuns. Diese Philosophie und Verkleinerung der bestehenden Großeinbegleitet uns, wir sind stolz auf das, was wir er- richtung vereinbart. Das Land Tirol unterstützt
reicht haben. Es hat niemals Stillstand gegeben, die dahingehenden Bemühungen des Netzwerund so stehen wir vor einem weiteren Schritt kes St. Josef.
ZUGÄNGLICHKEIT
Vision 2020
Wir vom Netzwerk St. Josef haben uns für einen umfassenden Umstrukturierungsprozess
entschieden, um die Rechte von Menschen mit
Behinderung entsprechend den zeitgemäßen Anforderungen gewährleisten zu können. Unseren
Klienten wollen wir deshalb, über das qualitativ
hochwertige Angebot hinaus, in unseren vielfältigen Einrichtungsstandorten in Zukunft die
Möglichkeit bieten, ihre Eigenständigkeit und
Selbstbestimmung noch weiter auszubauen. Dabei wollen wir sie begleiten und unterstützen.
[…] Um Menschen mit Behinderung eine unabhängige Lebensführung und volle Teilhabe in allen
Lebensbereichen zu ermöglichen, ist
ihnen ein gleichberechtigter Zugang zu
ihrer Umwelt, zu Transportmitteln,
Information und Kommunikation zu gewährleisten […]
(Art. 9/1)
Aus diesem Grund gestalten wir verschiedenste
kleine, barrierefreie Wohn- und Lebensorte für
Menschen mit Behinderung. Wir bauen dabei auf
all dem Guten, Bewährten und Schönen aus der
Vergangenheit auf, können in den kleinen Einheiten aber noch individueller als bisher auf die
Bedürfnisse der einzelnen Menschen eingehen.
08
Zukunft
Zukunft
Unser Weg in die Zukunft
Ein Umzug in neue Wohn- und Lebensräume
bringt grundlegende Veränderungen mit sich.
Dabei sind die Wege zum inklusiven und barrierefreien Wohnen in Kleingruppen sehr unterschiedlich und individuell. Am Beginn des
Die uns anvertrauten Menschen wollen wir Weges zu einer inklusiven Wohnform steht die
angemessen in diesen Umwandlungsprozess Entscheidung für ein Objekt mit anschließeneinbinden. Jede und jeder kann einen Teil bei- der Auswahl der Klienten.
tragen, je nach persönlichen Fähigkeiten und
Interessen. Das sehen wir als unseren gesell- Einige unserer Klienten äußern selbstbestimmt
schaftspolitischen Auftrag, Lebensbegleitung, den Wunsch nach einem Umzug. In einem EntPflege, Therapie und Bildung als die Grund- wicklungsgespräch klären der Klient, die Angehörigen oder Sachwalter sowie der jeweils
pfeiler unseres Tuns.
Inklusion ist die gleichberechtigte Teilhabe aller
Menschen in ihrer Individualität an der Gesellschaft, in allen Lebensbereichen. Vielfalt soll zur
Normalität werden, nicht Normalität zur Norm.
UNABHÄNGIGE
LEBENSFÜHRUNG
[…] Menschen mit Behinderung
müssen gleichberechtigt die
Möglichkeit haben, ihren Aufenthaltsort zu wählen und zu
entscheiden, wo und mit wem sie
leben und nicht verpflichtet sein,
in besonderen Wohnformen
zu leben […] (Art. 19/a)
individuelle Unterstützerkreis die Anforderungen an eine bedürfnisorientierte Wohnform.
Nach diesen Vorgaben wird dann entschieden,
welche Wohnform für wen passend ist.
Eine tragende Säule in diesem Veränderungsprozess ist die Auswahl der Mitarbeiter für
die neuen Wohngruppen. Nach Möglichkeit
werden vertraute Personen den Wohnortwechsel mitvollziehen. Das gibt Sicherheit und
gewährleistet die nötige Kontinuität.
ALLGEMEINE
GRUNDSÄTZE
[…] Behinderten Menschen
muss die volle und wirksame
Teilhabe an der Gesellschaft und
Einbeziehung in die Gesellschaft
ermöglicht werden […]
(Art. 3/c)
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Zukunft
Zukunft
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Möglichkeiten
im Alltag
Besonders wichtig sind uns die künftigen
Möglichkeiten unserer Klienten für mehr
Teilhabe und Eigenständigkeit. Dies betrifft
zum Beispiel verschiedenste Tätigkeiten im
Haushalt, die nicht mehr zentral, sondern
je nach individuellen Möglichkeiten in der
Hausgemeinschaft erledigt werden.
Zu dieser Prozessphase gehört auch, dass
sich unsere Klienten schrittweise mit den
neuen Gegebenheiten vor Ort vertraut machen. Durch Besuche in der neuen Wohnung während der Adaptierungsphase kann
Vorfreude auf die neue Heimat entstehen.
Wir werden gemeinsam mit den Klienten
die Umgebung entdecken, neue Nachbarn
kennenlernen, Geschäfte und Lokale aufsuchen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
Unser Bemühen ist es, die anstehenden
Veränderungen in kleinen, individuellen
Schritten für alle Beteiligten begreifbar zu
machen – liebevoll und achtsam begleitet
von vertrauten Menschen.
BILDUNG
[…] Menschen mit Behinderung muss es ermöglicht
werden, lebenspraktische
Fertigkeiten und soziale
Kompetenzen zu erwerben
[…] (Art. 24/3)
Unsere Basis bleibt ...
Das Haus St. Josef in Mils soll auch in Zukunft
die zentrale Anlaufstelle sein. Hier wird die Verwaltung für das Netzwerk St. Josef bleiben, der
Ort, an dem Sie die Ansprechpartner für alle verwaltungstechnischen Fragen antreffen.
Das Haus St. Josef kann aber auch in Zukunft der
Wohnort für eine kleine Gruppe von Menschen
mit Behinderung sein, verschiedene Möglichkeiten für Arbeit und Beschäftigung sollen bleiben.
Auch eine Reihe von Therapie- und Bildungsangeboten wird im gewohnten Umfeld bleiben.
... und wächst
Das Haus St. Josef soll in Zukunft vermehrt auch
zum Kommunikationsort für alle Klienten, Mitarbeiter, Angehörige und Freunde werden. Wir
wollen einen Begegnungsort für Menschen mit
und ohne Behinderung schaffen, damit Teilhabe,
Inklusion und Normalität zur selbstverständlichen Lebensführung für alle werden.
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Dislozierung im Detail
Dislozierung im Detail
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Dislozierung im Detail
Im Vorfeld, noch während die Adaptierungsarbeiten laufen, bereiten wir diesen Prozess mit
unseren Klienten in verschiedenen Projekten vor.
1.
POLITISCHES UND
ÖFFENTLICHES LEBEN
[…] Menschen mit Behinderungen müssen gleichberechtigt
mit anderen wirksam und umfassend am politischen und
öffentlichen Leben teilhaben
können […] (Art. 29/a)
Orientierung im Sozialraum
4.
Arbeit
Teilhabe und Inklusion im neuen Wohnumfeld
beinhalten für unsere Klienten auch soziale
Kontakte mit den Nachbarn, Mitgliedschaften in
Vereinen, Nutzung der Gemeindestrukturen.
Speziell Menschen mit Mehrfachbehinderungen
sollen die Möglichkeit haben, mit entsprechender Assistenz an dislozierten Arbeitsstätten tätig
zu sein.
2.
Versorgungsangebot
5.
Unter Bedachtnahme auf ihre individuellen
Ressourcen ermöglichen wir unseren Klienten
eigenständiges Entscheiden und Handeln, etwa
beim gemeinsamen Einkaufen und Kochen,
beim Waschen der Wäsche, bei der Reinigung
der Wohnungen.
Unsere Aufmerksamkeit gilt auch den Menschen, die am Standort Mils bleiben. Während
des Umgestaltungsprozesses soll es zu möglichst wenig Unruhe in ihrem Alltag kommen,
das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit
muss für sie weiterhin gegeben sein. Die Klienten, die ausziehen, werden aber auch in der
Zukunft Teil der Gemeinschaft in Mils bleiben
und das Gefühl der Zusammengehörigkeit und
Vernetzung erleben.
3.
Mobilität
Mangelnde Möglichkeiten der Mobilität machen Menschen mit Behinderung oft eigenständige Aktivitäten wie Angehörigenbesuche,
Arztbesuche, Ausflüge oder Urlaube unmöglich.
Neben der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel
werden wir zusätzliche Möglichkeiten entwickeln, um die Mobilität unserer Klienten zu
vereinfachen.
Standort Mils
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Der Mensch im Fokus
Der Mensch im Fokus
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Der Mensch im Fokus
Umfassende Unterstützung für unsere Klienten dort, wo sie gebraucht wird, steht auch im
NETZWERK St. Josef im Mittelpunkt.
Mitbestimmung
Angebotsvielfalt
Mobile Versorgung
Unterstützte Kommunikation
Klienten sollen weiterhin primär selbst bestimmen, wie sie ihr Leben und ihren Alltag
gestalten möchten und welche Angebote ihnen
entsprechen. Darüber hinaus bleiben auch die
Selbstvertreter als Sprecher der Klienten in ihren Funktionen und unterstützen unsere Klienten bei individuellen Zielplanungen, bei der
Erarbeitung von Konzepten und Angeboten.
Die geschätzte und gewohnte Vielfalt an Angeboten in den Bereichen Wohnen, Arbeit und
Freizeit wird entsprechend der Vielfalt der
Klienten bestehen bleiben. In diesem Sinne
bieten wir auch weiterhin Ausflüge, Urlaube,
fördernde und therapeutische Angebote und
vieles mehr an.
Die Versorgung in allen Bereichen des täglichen Lebens wie Essen, Wäsche, Reinigung,
Mobilität, Pädagogik, Pflege und Therapie
wird auch an den neuen Wohnorten der Klienten gewährleistet sein.
Verständliche Kommunikation ist eine wesentliche Basis für Teilhabe. Alle Informationen
formulieren wir daher in leicht verständlicher
Sprache, damit unseren Klienten Mietverträge,
Hausordnungen, Dienst- und Fahrpläne, unsere Hauszeitschrift etc. zugänglich sind. Wo es
notwendig ist, bieten wir passende Hilfsmittel
und Unterstützungsmöglichkeiten an, diese
reichen von Gebärden oder Piktogrammen bis
hin zu Talkern oder iPads.
Nachhaltige Förderung
Struktur für Senioren
Empowerment –
Übertragung von Verantwortung
Klienten, die in Pension gehen, verlieren mit
dem Wegfallen der gewohnten Tagesstruktur
oft den Halt im Alltag. Durch inklusive Projekte
mit anderen Senioren wollen wir den Übergang
in den neuen Lebensabschnitt vereinfachen.
Durch Fortbildungen und Kurse sollen unsere
Klienten noch mehr Autonomie und Selbstbestimmung erlernen. So werden sie darin bestärkt, ihre Interessen eigenmächtig und selbstbestimmt zu vertreten.
Unser Ziel ist es, die nachhaltige und umfassende Umsetzung der Rechte von Menschen
mit Behinderung zu forcieren. Die Sichtweisen
von Menschen, die den Umgang mit Menschen
mit Behinderung in ihrer Vielfalt als Bereicherung empfinden, wollen wir unterstützen und
fördern.
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Wohnprojekte
Wohnprojekte
Aktuelle Wohnprojekte
2.
In Kooperation mit dem Tiroler Heimatwerk entsteht in Hall-Schönegg eine Wohngemeinschaft für fünf Klienten.
Bad 1-2
Klient 1
20,41 m
7,45 m2
Klient 2
20,41 m
2
Kochen & Essen
40,42 m2
2
Bad 1-2
Klient 3
7,45 m2
20,41 m2
Wohnen
23,05 m2
Pflegebad
3. 2. Mils
Telfs
Innsbruck
Hall
1.
Wäsche
10,90 m
18,27 m2
2
Aufenhalt/
Büro/Bespr./
25,47 m2
Schlafen
8,60 m2
In einer kleinen
Wohngruppe ist es ruhiger
und ich habe mehr Privatsphäre. Außerdem bin ich einfach gern dabei, und ich kann
besser andere Menschen
kennenlernen.
1.
Im Jahr 2014 ist die Wohngemeinschaft „Steinfeld“ in die Speckbacherstraße in Hall übersiedelt. Mitarbeiter des Netzwerkes St. Josef begleiten die vier Klienten mit geringem Unterstützungsbedarf. Einen Großteil der Tätigkeiten im Haushalt erledigen unsere Klienten
mit Begeisterung selbst.
Dora Tanzer
Klientin der WG Symphonie
Klient 4
20,06 m2
Bad 5
8,26 m
Schwaz
17
2
Klient 5
20,06 m2
Wohnprojekte
Wohnprojekte
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In Hall entstehen in einem alten Bauernhaus der Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern von Zams, dem Josefa Larcher Haus, zwei Wohngemeinschaften für jeweils vier Klienten. Nach Abschluss der Umbauarbeiten wird hier im September 2016 die Wohngemeinschaft „Domino“ einziehen.
3.
Gemeinsam mit unseren Klienten in Bezug
auf Inklusion und Sozialraumgestaltung neue Wege zu
gehen, wird eine spannende
Herausforderung für unsere
Zukunft.
Werner Tomaschko
Leiter der WG Domino
Ich freue mich auf
die neue Umgebung und
Küchenstelle
neue Menschen.
Ich bekomme
ein großes Zimmer mit eigenem
Bad. Wir können dann zu Fuß
in die Stadt gehen zum Kaffeetrinken, und das Schwimmbad ist auch in der Nähe.
Heute ist es endlich
möglich, dass Menschen mit
Behinderung ihren Platz inmitten
der Gesellschaft haben und so sein dürfen,
wie sie sind. Ich freue mich, wenn Barrieren
zwischen Klienten und Nachbarn kleiner
werden und neue Kontakte entstehen,
wenn unsere Klienten durch Erfolgserlebnisse wachsen und lernen,
nach Misserfolgen neue Möglichkeiten zu suchen.
Tisch
WB
WC
Dusche
18
Bett
Kasten
Bernhard Manzl
Klient der WG Domino
Mag. Veronika Mair
Agogische Leitung des Netzwerkes St. Josef
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SOZIALE EINRICHTUNGEN DER BARMHERZIGEN SCHWESTERN ZAMS BETRIEBS GMBH
IMPRESSUM
Für den Inhalt verantwortlich
Redaktion
Dr. Carolin Porcham
Mag. Andrea Lener, Sr. Maria Magna Rodler, Mag. Veronika Mair, Karin Pomberger,
Maike Werwer, M.Sc., Mag. Astrid Mader, MAS
Fotos
Netzwerk St. Josef, Shutterstock, Architekturbüro Falch, OMS Objekt Management Service GmbH
Grafik
ACC Agentur für Creative Communication Werbe- und Marketing GmbH
Druck
Kontakt
Druckerei Aschenbrenner GmbH
Netzwerk St. Josef, Vinzenweg 2, A-6068 Mils, +43-5223-57-90-390, www.soziale-einrichtungen.at
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