Architekturwettbewerb Generalsanierung Rudolfinum 368594 Feurwehrzufahrt Miesstaler Strasse Info Parken 14 SP Personal / barrierefrei Rasensteinpflaster Zufahrt Anlieferung / Personal Zufahrt Anlieferung / Personal Miesstaler Strasse Info Info Fahrräder e Vök Parken 14 SP Personal / barrierefrei Parken 16 SP Personal / barrierefrei rkte rma ul Arn Fahrräder Feurwehrzufahrt ng tz r Ri a fpl Bib. Bibliothek „Shared Surface“ Parken 17 SP Personal Anlieferung Anlieferung Fahrräder Terrasse Gastfläche Info Ausfahrt Anlieferung Viktringer Ring Terrasse Info Ausfahrt Anlieferung Viktringer Ring Lageplan Nebenbearbeitungsbereich | 1:1000 1 Städtebauliche Ausgangssituation 2 Ausgangssituation des Gebäudes 3 Zielsetzung 4 Entwurfskonzept Außenraum Das bestehende Rudolfinum bildet zusammen mit den benachbarten Institutionen des Amtes der Kärntner Landesregierung, der Landwirtschaftskammer Kärnten und dem Kärntener Landeskonservatorium einen besonderen Baustein innerhalb des städtebaulichen Gefüges der Klagenfurter Innenstadt. Im Kontrast zu der vor allem durch Blockrandbebauung geprägten Stadtstruktur, bilden die vier solitären, aber dennoch auf einander bezogenen Baukörper einen gemeinsamen städtebaulichen Kontrapunkt. Diese besondere Situation markiert zum einen den Innenstadtauftakt für die Bahnhofsstraße, die den südlich gelegenen Hauptbahnhof mit der Innenstadt verbindet und zum anderen den Übergang zum weniger dicht bebauten Bereich um den Klagenfurter Ostbahnhof. Durch das allseitige Zurückbleiben des Gebäudequartettes hinter die sonst in der Innenstadt anzutreffenden Baufluchten, ergeben sich für die vier Baukörper großzügige Freibereiche. Diese umgebenden Freiräume bilden einen zusammenhängenden „Grünen Stadtblock“, der über die vorplatzartigen Eingangszonen der Gebäude städtische Adressen bildet. Lediglich das Rudolfinum bildet hier eine Ausnahme, da der Haupteingang aus der räumlich eher engen Museumsgasse heraus erschlossen wird. Das Rudolfinum ist in seiner ursprünglichen Grundrisskonzeption symmetrisch angelegt. Der zentrale Eingang ist von Osten her zugänglich und führt durch die ursprünglich mit einem Oberlicht versehene Aula zur repräsentativen Treppenanlage, die als einzige vertikale Erschließung des Hauses dient. Eine ringförmige Flurerschließung bindet die Obergeschosse an das Treppenhaus an und bildet nördlich und südlich der Aula zwei Lichthöfe aus. Nach Kriegszerstörungen wurde das Oberlicht der Aula durch eine zweigeschossige Aufstockung ersetzt, welche die Flächen des Museums deutlich erweiterte. Des Weiteren erhielten beide Höfe Einbauten. Im nördlichen Hof erfolgte die Unterbringung des Lese- und Freihandbereiches der Bibliothek, im südlichen Hof wurden eine Fahrstuhlanlage sowie museumsinterne Funktionen angeordnet. Weitere kleinteilige Einbauten für Depots und Büroflächen erfolgten in den oberen Geschossen. Die Außenhülle wurde in den letzten Jahren einer Sanierung unterzogen. Ziel ist es zum einen, die Museumsadresse im städtischen Kontext über die Gestaltung des Aussenraumes aufzuwerten. Zum anderen sollen die Potentiale der ursprünglichen Museumsstruktur durch Verlagerung der Aufzugsanlage und Rückbau der südlichen Hofeinbauten wiederhergestellt und darüber hinaus, die bisher nicht genutzten Raumpotentiale der Kernzone des Gebäudes mit den beiden Innenhöfen neu erschlossen werden. Die Maßnahmen sollen zur weiteren energetischen Optimierung der Gebäudehülle und der haustechnischen Anlagen beitragen. Gleichzeitig gilt es, die Lage der verschiedenen Nutzungsbausteine in Hinblick auf einen modernen Museums- und Bibliotheksbetrieb zu prüfen und unter dem Aspekt der Synergie-Erzeugung schlüssig zu strukturieren sowie größtmögliche Barrierefreiheit zu erreichen. Nebenbearbeitungsbereich Der städtebaulich zusammenhängende Block, der von den vier öffentlichen Institutionen gebildet und als besondere städtebauliche Situation im Klagenfurter Stadtgefüge erkannt wird, soll über einen zusammenhängend gestalteten Außenraum in der Gesamtkomposition gestärkt werden. Die vier solitären Gebäude bilden umgeben von durchgrüntem Außenraum jeweils eigene Vorbereiche und definieren auf diese Weise ihren Hauptzugangsbereich. Die Aufenthaltsqualität in diesen Bereichen wird mittels Stadtmobiliar verbessert. Es wird weiterhin vorgeschlagen den Anteil versiegelter Flächen zu reduzieren. Vorgefundene Parkierungsflächen, Außengastbereiche, ect. sollen eine versickerungsfähige Oberflächengestaltung (Rasensteine) und vereinzelte Baumpflanzungen erhalten, um auf diese Weise das Konzept des „Grünen Stadtblocks“ zu stärken. Lageplan Hauptbearbeitungsbereich | 1:500 Luftraum 2 LP +3.24 Hauptbearbeitungsbereich Der direkte Außenraum des Museums wird im Wesentlichen durch die verkehrsberuhigte Museumsgasse als Hauptzugangszone geprägt. Direkter Durchgangsverkehr soll zu Gunsten einer fußgänger- und radfahrerfreundlichen Gestaltung im Sinne eines „Shared Space“ lediglich für Anlieferverkehr und barrierefreie Parkplätz zugänglich sein. Parkplätze sollen aus diesem, in den nördlich des Museums befindlichen Bereich verlagert werden. Diese Parkplätze sollen dem Personal und beeinträchtigten Besuchern vorbehalten sein. Die Luftraum Grundriss Zwischengeschoss | 1:200 Luftraum Luftraum Ausstellung Ausstellung Ausstellung Café Lager +-0.00 WC Beh. Ausstellung Hublift 3 LP Nebeneingang Bibliothek -1.52 2 AP WC D Wechselausstellung 2 LP Wechselausstellung Wechselausstellung mobiler Buchlift Sicherh. Wechselausstellung Warten/Info Garderobe WC H Luftraum Vereinsräume Besprechung Bibliothek 4 AP Technik HA Wasser Wechselausstellung Vereinsräume Luftraum Materiallager 3 CP +6.48 Verwaltung 2 AP Bibliothek +-0.00 Technik Müll Garderobe Technik / Saal Museumsshop WC D Reinigung +-0.00 = 443.41 -1.17 Foyer Museumsforum -1.17 -1.11 -1.11 Veranstaltung / Festsaal +2.49 Windfang +4.83 Haupteingang Wechselausstellung Brandschutzvorhang Rettungsweg WC Beh. Sicherheitszentrale Empfang Technik Elektro Objektübernahme Sozialraum WC H "Einblickfenster" Ausstellung Balkon Wechselausstellung Museum Sonderausstellung -3.86 +-0.00 Technik Heizung -1.11 Lasten Luftraum -1.52 Anlieferung Wechselausstellung Lasten Lasten -3.86 +-0.00 Kulturvermittlung 4 AP Kulturvermittlung Ausstellung Ausstellungsvorbereitung Ausstellung Wechselausstellung Kulturvermittlung Wechselausstellung Wechselausstellung Kulturvermittlung Kulturvermittlung Aussenbereich +-0.00 Grundriss Untergeschoss | 1:200 Grundriss 1.Obergeschoss | 1:200 Grundriss Erdgeschoss | 1:200 +14.62 +9.68 +7.32 +4.83 +2.49 +-0.00 -1.12 Landwirtschaftskammer -1.16 Museumsgasse Feuerwehrzufahrt -3.86 Landesregierung 368594 Architekturwettbewerb Generalsanierung Rudolfinum Gestaltung soll hierbei im Sinne des „Grünen Stadtblocks“ maximal durchgrünt erfolgen. Die Feuerwehrzufahrt und die Aufstellflächen auf der Westseite bleiben als informeller Weg erhalten, werden aber ebenso mit Rasensteinen in ihrer versiegelnden Eigenschaft reduziert. Der dem südlichen Portal vorgelagerte Außenraum wird mit einer terrassenartigen Anlage gestaltet. Diese dient dem museumspädagogischen Bereich als Außenzone. Die Terrasse bindet ebenengleich an das Innenraumniveau an und wahrt auf diese Weise Distanz zum umgebenen Stadtraum und tritt nicht in Konkurrenz zum Haupteingangsbereich. Einblicke in die Ausstellungsbereiche im Kellergeschoss zu gewähren. Der nördliche Hof wird auch weiterhin durch die Bibliothek genutzt. Durch das Verlegen der Dachebene und den Rückbau des bestehenden Daches erhält dieser Bereich eine neue Großzügigkeit. Um diese gewonnene Qualität zu nutzen wird das bestehende Bibliothekskonzept umgekehrt. Die ehemals entlang der Innenwände verlaufenden Regale wären im Bereich der Fenster nicht zweckmäßig und werden durch einen frei im Raum stehenden skulpturalen dreigeschossigen Einbau ersetzt. Diese als Leichtbau konzipierte Struktur geht in der freien Grundrissfigur auf Abstand zu den Wänden des Innenhofes und ermöglicht somit die Erschließung des kompletten Raumvolumens. Die Wände der Skulptur nehmen die Regale für die Bücher auf und erhalten eine transluzente, durchlässige Hülle aus Metallgewebe. Die Belichtung erfolgt seitlich jeweils im Bereich der Treppen und durch eine zentrale Öffnung in jeder Ebene. Die oberste Ebene bietet Leseplätze direkt unter den Oberlichtern des neuen Daches und schließt ebenengleich an das 2. Obergeschoss an. Es ist somit ebenso wie das Erdgeschoss barrierefrei erreichbar. Im Erdgeschoss der Bibliothek befinden sie die Arbeitsplätze der Mitarbeiter, Computerarbeitsplätze und barrierefreie Arbeitsplätze. Alle Ebenen sind mittels eines Bücherliftes anfahrbar. 5 Entwurfskonzept Gebäude Transformation der Kernzone Ausgangspunkt des Entwurfskonzeptes ist eine Neuinterpretation der Kernzone des Gebäudes, welche durch die nicht bauzeitliche Aufstockung der Aula in drei separate Teilbereiche (zwei Innenhöfe und den Mittelteil) zerschnitten wurde. Ziel ist die Herstellung eines Raumgefüges, das sowohl Qualitäten vertikaler Räume erschließt, als auch Raum- und Sichtbeziehungen in der Horizontalen ermöglicht und dem Museum somit eine neue lebendige Zentrierung verleiht. Die beiden Raumvolumen der Innenhöfe werden von ihren Einbauten (Überdachung im Bereich 1. Obergeschoss, der Aufzugsanlage, Büros und Anlieferzone) befreit. Zusammen mit der vorhandenen Aufstockung des Antiksaals im 2. Obergeschoss erhalten sie einen neuen, mit Oberlichtern perforierten einheitlichen Dachabschluss. Der Festsaal des Mitteltraktes im 1.Obergeschoss unter dem Antiksaal wird zu den beiden Innenhöfen maximal geöffnet und verglast. Auf diese Weise erhält er seitlich einfallendes Licht aus den Innenhöfen und ermöglicht gleichzeitig bisher nicht vorhandene Sichtbeziehungen vom südlichen zum nördlichen Flügel und umgekehrt. Zum südlichen Hof hin wird dem Festsaal eine Galerie vorgelagert, die als neue großzügige Erschließungs-, Pausen- und Kommunikationszone dient und gleichzeitig das Beobachten der Aktivitäten des Sonderausstellungsbereiches im Erdgeschoss des südlichen Hofes ermöglicht. Der Festsaal wird somit zum lebendigen, transparenten und repräsentativen Mittelpunkt des Museums. Der neu gewonnene Sonderausstellungsbereich auf Erdgeschossniveau im südlichen Hof wird als flexibel und multifunktional bespielbarer Bereich vorgeschlagen. Er kann sowohl als Erweiterung der angrenzenden Museumspädagogik, als auch als Ausstellungsbereich der Bibliothek oder für Sonderexponate des Museums dienen. Seine Qualität liegt vor allem in der Raumhöhe, die auch Großinstallationen oder hängende Exponate zulässt. In diesem Raum besteht des Weiteren die Möglichkeit durch Bodenfenster Interventionen im Bestand Eingangs- und Anlieferzone Entsprechend der historischen Gebäudekonzeption erfolgt der Hauptzugang durch das Foyer und die repräsentative und multifunktional nutzbare Aula. Die Stufen zum Foyer werden über eine barrierefreie Rampenerschließung im Außenraum überwunden. Das Foyer erhält einen gläsernen Windfang und den Empfangstresen. An das Foyer schließen rechter Hand der Museumsshop sowie die Garderobe an. Linker Hand geht neben dem Tresen der Zugang zum Personenaufzug ab. Die Relokalisierung des Personenaufzuges und die Neuschaffung eines Lastenaufzuges an gleicher Stelle stellen den wesentlichsten Eingriff in die Altbausubstanz dar. Das Schaffen der neuen vertikalen Erschließung in unmittelbarer Nähe zum Foyer sowie zur Anlieferzone verkürzt wesentlich die notwendigen Wege im Erdgeschoss und ermöglicht die Freimachung des südlichen Innenhofes für die Transformation der Kernzone. Die Andienung aller Ausstellungsebenen erfolgt über die Enfilade der Ausstellungsräume in den Obergeschossen sowie im Untergeschoss direkt über den Raum der Ausstellungsvorbereitung. Südflügel mit Bibliothek, Vereinsräumen und Café Neben dem Museumsbetrieb erhalten die beiden anderen Nutzungsbausteine mit dem nördlichen Nebenzugang 7 Brandschutz und Entfluchtung den geforderten, vom Museum unabhängigen, Eingang. Der Einbau eines Plattformliftes im Flurbereich ermöglicht auch hier den barrierefreien Zugang zu den Räumen des Erdgeschosses. Bibliothek und Vereinsräume bleiben weiterhin eng miteinander verknüpft. Am Übergangsbereich zwischen Bibliothek und Museum wird das Café vorgesehen, das beiden Besuchergruppen Verweilmöglichkeiten anbietet. In unmittelbarer Nähe hierzu werden neue Sanitäranlagen vorgeschlagen, die für beide Bereiche zugänglich sein werden. Für die brandschutztechnische Beurteilung fand die OIB-Richtlinie Anwendung. Ebenso fanden die vorhandenen Brandschutzpläne Eingang in die Beurteilung. Hiernach ergeben sich folgende Anforderungen an den Brandschutz. Für die beiden Obergeschoss und das Dachgeschoss steht den Nutzern im Bestand ein baulicher Rettungsweg zur Verfügung. Dieser wird insofern angepasst, dass die Entfluchtung direkt aus dem Treppenraum ins Freie nach Westen ermöglich wird und somit der Rettungsweg durch die Aula und das Foyer für die Obergeschosse nicht mehr benötigt wird. Das Treppenhaus wird durch einen im Notfall aktivierten und hinter einer Deckenverkleidung eingebrachten Brandschutzvorhang von der Aula abgetrennt. Die Entfluchtung von Aula und Foyer erfolgt weiterhin über den Haupteingang und reduziert auf diese Weise die Größe des Brandabschnittes. Für diese Anpassung sind minimale Eingriffe in der westlichen Fassade vorgesehen, um die notwendigen Türbreiten zu gewährleisten. Ein weiterer baulicher Rettungsweg wird nicht vorgesehen. Unter Berücksichtigung des Bestandsschutzes und den Anforderungen der OIB-Richtlinie bestehen hiergegen aus brandschutztechnischer Sicht keine Bedenken. Der neugeplante eingestellte Baukörper im Innenhof wird durch eine neu geplante notwendige Treppe erschlossen. Gleichzeitig stellt diese Treppe den erforderlichen Rettungsweg sicher. Die Rettungswege aus dem Untergeschoss und dem Erdgeschoss werden bis auf die südöstliche Kellertreppe baulich nicht verändert und verbleiben somit im genehmigten Bestand. Lediglich die Anforderungen an die Türabschlüsse in den Treppenraumwänden werden an die neue Planung angepasst. Die baulichen Anforderungen der OIB-Richtlinie 2 können im Bestand augenscheinlich eingehalten werden. Hiervon ausgenommen ist die Anforderung an die Brandabschnittsgrößen. Aufgrund der im Bestand vorhandenen offenen Raumstruktur ist das Errichten einer inneren Brandwand nicht möglich bzw. aufgrund der Nutzung nicht umsetzbar. Aus brandschutztechnischer Sicht bestehen hiergegen keine Bedenken, da im Bestand ebenfalls keine Brandwand vorhanden ist. Darüber hinaus werden vorhandene massive Trennwände soweit ertüchtigt (Austausch von Türen), dass das Gebäude nunmehr durch feuerbeständige Wände stärker gegliedert wird und der ungehinderten Ausbreitung von Feuer und Rauch ausreichend entgegengewirkt wird. Eine zusätzliche Maßnahme stellt der beschriebene Brandschutzvorhang dar, der eine weitere Reduzierung der Brandabschnittsflächen ermöglicht. Mit diesen Maßnahmen bleibt die offene Raumstruktur bestehen und die Nutzung als Museum ist weiterhin sichergestellt. Sofern Türen im Betrieb offen stehen bleiben sollen, werden diese mit einer Feststellanlage versehen. Ausstellungsebenen Untergeschosse und Obergeschosse Das Untergeschoss erfährt eine Neuordnung, die einen wesentlichen Teil der vormals unzugänglichen Räume für Teilbereiche der Ausstellung erschließt. Desweitern werden hier neben der Ausstellungsvorbereitung auch Technik und Lagerräume untergebracht. De Ausstellungsräume in den beiden Obergeschossen werden bis auf kleinere Eingriffe im Bereich der Sanitäranlagen und den neuen Aufzugskern im Wesentlichen belassen. Hier steht vor allem die Erneuerung der Oberflächen im Mittelpunkt. Die Enfilade der Ausstellungsräume bietet ideale Voraussetzungen für einen Museumsbetrieb. Der innen gelegene Flurbereich offenbart als alternative Erschließung ebenfalls Potential für Ausstellungsteilbereiche, ermöglicht aber auch neue und interessante Einblicke in die neugestaltete Kernzone des Hauses. Dachgeschoss Interventionen im Dachgeschoss bleiben bis auf notwendige Technik- und Zugangsflächen die Ausnahme. Eine Dämmung der oberen Deckenebene wird zur energetischen Ertüchtigung der Gebäudehülle beitragen. 6 Tragwerkkonzept Überdachung Kernzone In der Kernzone des Museums wird die einheitliche Überdachung der Höfe und des Antikensaals vorgeschlagen. Da die bestehende historische Mauerwerkskonstruktion mit den darauf spannenden Bestandsdecken nicht durch die neuen Einbauten zusätzlich belastet werden sollen, wird eine Konstruktion konzipiert, welche die Lasten unabhängig übernimmt. Die Überdachung wird als Stahlkonstruktion geplant, um möglichst geringe Lasten durch Eigengewicht einzubringen. In den jeweiligen Hofecken werden Quadratrohrstützen eingestellt, die zusammen mit einer überarbeiteten und optimierten Konstruktion der nachkriegszeitlichen Aulaüberbauung die Lasten des neuen Daches aufnehmen. Ein umlaufender Randträger verbindet die Stützen untereinander. Die Doppelträger aus torsionssteif verbundenen U-Profilen werden als Element eingehoben. Die Oberlichter und Installationen können dadurch vormontiert werden, so dass der bauliche Aufwand vor Ort reduziert werden kann. Weitere bauliche Eingriffe sind nur im Bereich der Innenhöfe vorgesehen. Unter anderem ist der Einbau eines neuen Baukörpers vorgesehen. Dieser wird gemäß den Anforderungen der OIB-Richtlinien ausgebildet. Gegen die neu geplanten Überdachungen der Innenhöfe bestehen aus brandschutztechnischer Sicht keine Bedenken. Die Rauchableitung aus den nunmehr neu geschaffenen Räumen erfolgt über Öffnungen in der Dachdecke. Die im Bestand vorhandenen anlagentechnischen Brandschutzmaßnahmen verbleiben unverändert im Bestand. Die bestehenden automatischen Melder werden an die neuen Raumstrukturen angepasst und im Falle der Innenhöfe, welche nunmehr als Räume ausgebildet sind, werden neue Melder vorgesehen. Weiterführende anlagentechnische Brandschutzmaßnahmen, wie z. B. Sicherheitsbeleuchtung, Notstromversorgung usw., fanden ihre Berücksichtigung im vorliegenden Entwurf. Die dafür erforderlichen Flächen wurden in der Planung vorgehalten bzw. sind im Bestand bereits vorhanden. Die äußere Erschließung für die Feuerwehr sowie die Zugänglichkeit zum Gebäude verbleiben ebenfalls unverändert im Bestand. 8 Energetisches und ressourcensparendes Bauen Ergänzung der Hüllensanierung In Ergänzung der bereits erfolgten Sanierungsarbeiten, wird als Hauptmaßnahme der weiteren energetischen Optimierung der thermischen Gebäudehülle, eine neue Überdachung der Kernzone vorgeschlagen. Diese ermöglichtWRG die Vermeidung wesentlicher Transmissionswärmeverluste durch die Minimierung der äußeren Hüllfläche. Das neue Dach (inkl. Oberlichter) wird nach den notwendigen energetischen Vorgaben erstellt. WRG Für die oberste Geschossdecke ist eine WRG Dämmung aus Mineralwolle vorgesehen, da diese problemlos und kosten- günstig ausgeführt werden kann, den Anforderungen an den Brandschutz genügt und aufgrund der Anordnung im kalten Dachraum beliebig dick ausgeführt werden kann. Beheizung Für die Beheizung des Gebäudes sowie die Versorgung mit Trinkwarmwasser sollen die vorhandenen Anschlüsse an das Nah- und Fernwärmenetz genutzt werden. Die Auslastung des Fernwärmenetzes des städtischen Versorgers durch städtische Einrichtungen im urbanen Kontext stellt bereits eine sehr nachhaltige und sinnvolle Lösung dar. Zur weiteren Effizienzsteigerung sind die Leitungen des bestehenden Heizkreises ggf. zu überarbeiten und zu dämmen Die alten Heizkörper, sofern nicht unter Denkmalschutz sind durch neue zu ersetzen. Zusätzlich soll ein zweiter Heizkreis die Versorgung der überdachten Innenhöfe und Bibliotheksebenen mit Heizwärme übernehmen und über eine integrierte Fußbodenheizung den vorhandenen Heizkreis ergänzen. Die Wahl der Fußbodenflächenheizung stellt ein thermoaktives Bauteilsystem da, welches sowohl im Sommer (passive Kühlung) als auch im Winter (Kerntemperierung) ein hohes Maß an Behaglichkeit bereitstellen kann. Auf diese Weise ist die ganzjährige Nutzung der Flächen in den Höfen auch als Aufenthaltsbereich möglich und steigert auf diese Weise zusätzlich die allgemeine Akzeptanz des Bauwerks. Klima und Lüftung Die guten Klimavoraussetzungen der bestehenden Gebäudesubstanz sollen im Klimakonzept Berücksichtigung finden. Grundsätzlich wird vorgeschlagen im Verbund der Ausstellungsräume, soweit dies jeweils mit den Exponaten verträglich ist, die Zuluft über die Außenfenster in Ausst. das Gebäude zu holen und die Innenhöfe sowie das neue Dach als steuerbare natürliche Entlüftungsmöglichkeiten Ausst. zu nutzen. Lediglich in Teilbereich (Festsaal, Ausstellungsräume im Keller) wird maschinell unterstützte AnlagenAusst. technik zum Einsatz kommen. CO2 Ausst. Ausst. Ausst. Ausst. Ausst. CO2 CO2 CO2 CO2 Ausst. Ausst. Saal Saal Außenluft Fortluft Zuluft Abluft Fensterlüftung Ausst. Ausst. Haustechnik Diagramm WRG Ausst. Ausst. WRG Ausst. CO2 CO2 Ausst. Ausst. Ausst. Ausst. Ausst. Ausst. Ausst. Ausst. Ausst. Ausst. CO2 CO2 Saal Saal Ausst. Ausst. Außenluft Außenluft Fortluft Fortluft Zuluft Zuluft Ausst. Ausst. Abluft Abluft Fensterlüftung Fensterlüftung Ausst. Ausst. Büro Büro Ausst. Ausst. WRG WRG CO CO22 Ausst. CO2 BUS-Leitung BUS-Leitung von Gebäudeleittechnik von Gebäudeleittechnik zu Lüftungsgeräten zu Lüftungsgeräten WRG Wärmerückgewinnung Wärmerückgewinnung (85%) (85%) mit Rotationswärmetauscher mit Rotationswärmetauscher CO2 Luftqualitätssensor Luftqualitätssensor zur zur bedarfsgerechten bedarfsgerechten Lüftung Lüftung integrierteintegrierte Lüftungsauslässe Lüftungsauslässe in in Abhangdecken Abhangdecken Fächenheizung Fächenheizung +9.68 +9.68 +9.68 +4.83 +4.83 +4.83 +-0.00 +-0.00 +-0.00 -3.86 -3.86 -3.86 +6.47 +3.23 Ausstellung semipermanent Ausstellung semipermanent Ausstellung semipermanent +9.68 Ausstellung semipermanent Ausstellung semipermanent 8 LP Technik WC D +14.40 +9.68 +7.32 +14.62 Ausstellung semipermanent Mosaikraum WC H Reinigung Technik Technik Ausstellung semipermanent Ausstellung semipermanent Luftraum Lasten Lasten +14.62 Ausstellung semipermanent Ausstellung semipermanent Ausstellung semipermanent Grundriss 2.Obergeschoss | 1:200 Grundriss Dachraum | 1:200 +9.68 Dachaufsicht | 1:200 +9.68 +4.83 +4.83 +-0.00 +-0.00 +-0.00 +-0.00 -1.12 Vinktringer Ring Parken Gehweg Grundstücksgrenze Grundstücksgrenze - 3.86 -3.86 Gehweg Parken CO2 Saal Auss Auss Büro Aus Ausst. Ausst. Ausst. Ausst. Büro Büro Ausst. Ausst. WRG CO2 BUS-Leitung BUS-Leitung von von Gebäudeleittechnik Gebäudeleittechnik zu zu Lüftungsgeräten Lüftungsgeräten Wärmerückgewinnung Wärmerückgewinnung (85%) (85%) mit mit Rotationswärmetauscher Rotationswärmetauscher Luftqualitätssensor Luftqualitätssensor zur zur bedarfsgerechten bedarfsgerechten Lüftung Lüftung integrierte Lüftungsauslässe Lüftungsauslässe in in integrierte Abhangdecken Abhangdecken Fächenheizung Fächenheizung AußenluftAußenluft Fortluft Fortluft Zuluft Zuluft WRG Abluft Abluft Fensterlüftung Fensterlüftung +9.68 Ausst. Ausst. BUS-Leitung von Gebäudeleittechnik zu Lüftungsgeräten Wärmerückgewinnung (85% mit Rotationswärmetausch Luftqualitätssensor zur bedarfsgerechten Lüftung integrierte Lüftungsauslässe Abhangdecken Fächenheizung