Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S. Boekels, Tönisvorst

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Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Biologische Tumortherapie
Begleitende komplementäre
Therapiemöglichkeiten
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Inhalt des Vortrages
• Grundlagen und Ursachen der Tumorentstehung,
Konventionelle Therapien
• Biologische Therapiemöglichkeiten
• a) Prophylaxe und Therapiebegleitung: Ernährung
• b) Therapie mit Naturstoffen: Selen, Curcuma, Vitamine D und
C
• c) Enzyme, Quercetin, Q10, Heilpilze
• d) Homöopathische Behandlung
• c) Nichtmedikamentöse Therapieformen (Sport,
Psychologische Basics)
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tumorenentstehungsorte_kl.jpg
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Davon 215.440 Todesfälle
Krebsinzidenz 2012: ca. 486.000
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Ursachen der Krebsentstehung
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Genetische Faktoren 15 %
Rauchen 30%
Ernährungsdefizite 30%
Übergewicht + Bewegungsmangel
5%
Infektionen 5%
Berufsbedingte Risiken 5%
Alkohol 3%
Drogen 2%
UV-Strahlen 2%
Umweltverschmutzung 2%
Andere 1%
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Ernährungsdef izite: 30 % des
Risikos.
Wie kommt es zu
erhöhten Krebsrisiken durch die
Ernährung ?
• In der Nahrung enthaltene Umweltgifte
(Cadmium, Blei, Quecksilber...)
• Toxische Stoffwechselprodukte, z.T. aus
Gärungsprozessen (z.B. Formaldehyd,
Alkohole, Nitrosamine, alipathische
Amine...)
• Entzündungsfördernde Fette
• Säuernde Kost/Übersäuerung
• Mangel an Vitaminen, Mineralien,
sekundären Pflanzenstoffen
• Zuviel Fett (Fettkonsum von 40% der
Nahrungskalorien vervierfachte in einer
Studie das Risiko für Lungekrebs bei
nichtrauchenden Frauen)
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Grundlagen: Was ist überhaupt
Krebs?
Einige Zellen verlieren ihre Aufgabe im
mehrzelligen Organismus und
• ... wachsen ungehemmt
• ... ignorieren Selbstmordprogramme
• ...modulieren das Immunsystem
• ...weisen einen veränderten Stoffwechsel
auf
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Sind Mutationen im Erbgut Ursache für die
Krebsentstehung ?
•
•
•
•
Bisherige Theorien stützen sich auf genetische
Ursachen.
Drei bis sechs Mutationen sollen reichen, um Krebs
entstehen zu lassen.
Aber: Bislang existieren keine erfolgreichen
Gentherapien
Theorie ist unvollständig (und unwahrscheinlich ?)
(Dt. Ärzteblatt 48/2011: 1.Bestimmte Tumore haben
ihre Onkogene verloren, 2. Postulierte Mutationen
sind nicht nachweisbar, 3. Viele Karzinogene sind gar
keine Mutagene, aber induzieren dennoch Tumore,
z.B. Asbest, 4. Latenzzeit nicht schlüssig)
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Otto Warburg
(1883-1970)
• Nobelpreisträger
1931für die
Entdeckung des
“Atmungsfermentes”
• Vater der “WarburgHypothese”:
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Warburg-Hypothese
(1930)
• Krebszellen zeichnen sich durch hohe
Laktatkonzentrationen aus
• Sie vergären große Mengen Glucose
• Ursache ist eine Störung der
mitochondrialen Atmungskette
• 2006 Grundlagenforschung: Hinweise für
die Richtigkeit der Hypothese
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Mögliche Ursachen der Krebsentstehung
• Entzündung
• Oxidativer Streß
• ... Schädigung der
Mitochondrien (der
Zellkraftwerke)
• Dadurch Umstellung
des Stoffwechsels und
der abgelesenen
Erbinformation
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Vergleich:
mehrzelliger Organismus versus Einzeller
• Mehrzellig:
• Fortbestand des
Organismus als Ziel
• Kontrollmechanismen
werden eingehalten
• Zellen entwickeln sich
zu Spezialisten, die
nur bestimmte
Aufgaben übernehmen
• Einzeller:
• Nur die Einzelzelle
zählt
• Kontrollmechanismen
werden ignoriert
• Zellen sind
undifferenziert,
übernehmen keine
Aufgaben mehr
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Typische Eigenschaften und
Effekte von Krebszellen
• Freisetzung von TGFß (→Induktion von
Treg-Lymphozyten)
• … VEGF, PDGF
• … Metalloproteinasen
• Bildung von Immunkomplexen, L-Laktat
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Wie können wir schulmedizinisch
Krebs behandeln ?
•
•
•
Abtöten der Krebszellen:
Chemotherapie, Strahl und
Stahl (und Hyperthermie)
Aggressivität einer
Krebserkrankung beeinflussen diverse Biologika, aber auch
z.B. Hormontherapien,
Tyrosinkinaseinhibitoren
Es bleibt aber die Frage: Kann
man Krebszellen wieder
“umschalten”? Kann man die
verstreuten Tumorzellen daran
hindern, zu wachsen?
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Nebenwirkungen und Probleme
bei einer Chemotherapie
•
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•
•
Erbrechen
Übelkeit
Haarausfall
Kardiotoxizität (Anthrazykline)
Lungentoxizität (Busulfan,
Bleomycin)
•
Nephrotoxizität, Neurotoxizität
(Platin, Cyclophosphamid, MTX)
•
•
Hepatotoxizität (Carmustin, MTX)
Myelotoxizität (Taxane)
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Nebenwirkung der Radiatio
•
•
•
•
Strahlenkater
Hautirritationen
Lymphödem
Schädigung der
Blutbildung
• Beschwerden von DarmLunge-Rachen
• Erschöpfung
• Krebs
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Schlüssel zum Therapieerfolg:
Tumorstammzellen (KSZ)
• Prognoseentscheidend
• KSZ sind weitgehend therapieresistent
• Entfernung aller Stammzellen normalerweise nur durch
z.B. Operation
• Einige Chemotherapien können offenbar bei bestimmten
Tumorentitäten die Stammzellen abtöten (Hodenkrebs,
hämatoonkologische Erkrankungen)
• Bei anderen Tumoren können die Stammzellen aber mit
Chemo-/Strahlentherapie nicht zuverlässig abgetötet
werden.
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Biologische TherapienZiele:
•
•
•
•
•
•
•
Nebenwirkungen reduzieren
Behandlung der Beschwerden
durch die Tumorerkrankung selbst
Patienten besser in die Therapie
einbinden (Compliance fördern)
die Chemo-Sensibilität steigern,
indem man die
Schutzmechanismen der
Tumorzellen vor Zerstörung
reduziert
und Wachstumsmechanismen
blockiert
Stammzellenmodell - können wir
KSZ umpolen? (Heilung)
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21
Praktisches Vorgehen
1.
2.
3.
4.
Störfelder und Entzündungen behandeln
Antioxidativ arbeiten
Immunstimulation
Tumordestruktive Therapien
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Praktisches Vorgehen - Schritt Nr 1:
Störfelder und Entzündungen eliminieren
• “... Am Beginn der
Tumorentstehung steht
immer eine Entzündung”
• Zahnstörfelder, z.B. tote
Zähne
• Colitis
• Nebenhöhlen
• urogenitale Infekte
• Rauchen
• Ulzera cruris
• Chronische Virusinfekte
• Autoimmunerkrankungen,
Allergien
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Zeichen einer silent inflammation
können sein
•
•
•
•
•
Erhöhte Thrombozyten
Erhöhte d-Dimere (Fibrinspaltprodukte)
Positiver Micraltest
Cholesterinanstieg
Das CRPs ist oft nicht erhöht!
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Entzündliche Ursachen der
Tumorentstehung
• COX2, 5-LOX → Freisetzung von NF-kB
→Wachstumsfaktoren und Entzündungsmediatoren
• Endprodukte der aktivierten Gerinnung (Thrombin, PAI-1)
fördern Tumorzellwachstum
• Auf Dauer Umschaltung der Immunbalance von TH1
(Infekt- und Krebsabwehr) auf TH2
(Autoimmunerkrankungen, Tumortoleranz)
• Im Rahmen der TH2-Antwort Freisetzung von IL10,
TGFß, IL4 →weitere Hemmung der zytotox.
Immunreaktion (u.a. NK-Zellen)
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Konkret: Schwermetallausleitung
• Chelatbildner: DMPS und/oder
Glutathion
• Zink, Vitamin C, Selen
• NeproRhella-Algen
• dazu homöopathische Ausleitung:
• LEBER: Infihepan als Infusion oder
Infihepat-Tropfen
• NIERE: InfiCantharis
• LYMPHE: InfiMyosotis
• Infirmarius-Teemischungen
• Heilpilze
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Entgiftende Wirkung der
Heilpilze
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Leber: Reishi (Shiitake)
Niere: Cordyceps
Lymphe: Polyporus
Darm und Haut: alle Pilze
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Schritt 2: Antioxidativ arbeiten,
Inflammation hemmen
• Aktivierung der Cyclooxygenasen herunterfahren z.B.
mit ASS 100 oder Weidenrindenextrakt (aktuelle Studie
LANCET 377,2011: Risikoreduktion ca. 20%)
• Omega-3-Fettsäuren
• antioxidative Vitamine und Mineralien, z.B.
Vitamin C und Selen
• Enzymtherapien
• Heilpilze
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Schritt 3: Immunstimulation
•
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•
Mistelextrakte
Thymus-/Milzpeptide
Heilpilze
BioBran (Arabinoxylan,
eine
Hemicelluloseverbindung)
• Tumorvakzinen (Homeda,
Dendriumun)
• Mikrobiologische
Therapie
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Schritt 4: Tumortoxische
Therapien
•
•
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•
•
Hyperthermie
Tumortoxische Viren
Fiebertherapien
Taurolidin off-label
Vitamin B 17 (Laetril,
Amygdalin)
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Lasst Lebensmittel eure
Heilmittel sein!
(Hippokrates)
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Fallstricke:
• Einsatz von Folsäure in der biologischen Tumortherapie
(bei hämatologischen Tumoren, Therapie mit
Folsäureantagonisten)
• BetaCarotin in der Prophylaxe
• Einsatz von Eisen in der Tumortherapie - besser z.B.
Infifer® Tropfen (Mangel an Ferroportin als Indikator für
Rückfallrisiko und Prognose von Mamma-Ca-Patienten Torti,
Wake-University, Netdoctor 2013)
• Unvollständige Ernährungs- und Medikationsanamnese
• Beschwerden nicht ausreichend dokumentiert,
unzureichende Verlaufsbeobachtung
• zu früh einsetzende Immunstimulation
• kein Wechselwirkungscheck (siehe Anlage)
• keine ausreichende
Aufklärung
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Warum Ernährungstherapie in
Prophylaxe und Therapie?
• Auch Tumorzellen sind
biologische Systeme, die
noch auf einige Signale
reagieren
• zahlreiche Pflanzenstoffe
haben ein tumorhemmendes
Potential
• Sogenannte metronomische
Therapie
• Buchempfehlung:
“Krebszellen mögen keine
Himbeeren”
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Einige Lebensmittel mit
tumorhemmenden Eigenschaften
• Rosenkohl und Brokkoli enthalten Glucosinolate
• Rotwein - enthält (Pro-)
Anthocyanidine, Flavonole,
Resveratrol
• Zitrusfrüchte - Flavonone
• rote, blaue Früchte
(Himbeeren, Brombeeren,
Erdbeeren, Heidelbeeren)
• rote Beete
• Bitterstoffe
• Dunkle Schokolade
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Grüner Tee
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•
Enthält Antioxidantien wie Flavonoide, Zink,
Calcium
Polyphenol Epigallokatechingallat EGCG
Japanischer Senchatee ist wohl die beste
Sorte
Seit 2011 Langzeitstudie der Dt. Krebshilfe
mit Darmkrebspatienten
EGCG ist in Prostatakrebszellen nachweisbar
und hemmt deren Wachstum
Verminderung der Östrogenspiegel: Einsatz
bei Brust- und Eierstockkrebs
Zusätzlicher Effekt: Kardioprotektiv (OshahiStudie, Japan, RR 12%),
Alzheimerprotektion
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Knoblauch
•
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•
•
•
Enthält Antioxidantien
Hauptwirkstoff ist Allicin, das
aus Alliin entsteht
Allicin wird schnell abgebaut,
aber die ca. 30 Folgesubstanzen
haben ebenfalls
krebshemmende Wirkung
Protektive Effekte bei
Speiseröhren-, Magen-,
Darmkarzinomen
Entgiftungsfunktion/Aufnahme
karzinogener Substanzen wird
reduziert (Nitrosamine)
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Biologische Wirkung
der Fettsäuren
Prostaglandin-Synthese
Sonnenbl.
Distel
Linolsäure
(18:2w6)
Nachtkerze.
Borretsch
Muttermilch
Fleisch
Gammalinolensäure
(18:3w6)
Dihomogammalinolensäure
(20:3w6)
Arachidonsäure
(20:4w6)
Prostaglandin 1
(Hemmung Thromboz.-Aggr.,
Vasodilatation, blutdrucksenkend)
Prostaglandin 2
(Fördern Thromboz.-Aggr.,etc.
Entzündungsfördernd)
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Wirkung der
Omega-3Fettsäuren
Leinsamen/Soja
Alpha-Linolensäure
Fische
Eicosapentaensäure
(18:3w3)
(20:5w3)
Docosahexaen säure
(20:6w3)
Prostaglandin 3
(hemmen die Umwandlung von Arachidonsäure in PG2)
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Viele Tumorpatienten leiden
unter Malnutrition
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•
Albumin als Marker der Mangelernährung
Mangel an essentiellen Aminosäuren (Leucin, Lysin)
Mineralien (Zink)
Kalorien
Versuch mit schwach gewürzten geruchsarmen Speisen
Essen in Gesellschaft fördert den Apettit
Leckeres Anrichten auch von passierter Kost
Wenig zu den Mahlzeiten trinken
Sinnvoll: hochkalorische Zusatzkost als Zwischenmahlzeit
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Spezielle Tumordiäten
• Coy und Budwig
• Ketogene Diäten verbessern die Funktion der
Mitochondrien
• Grundidee: Kaum Kohlenhydrate, dafür aber viele Omega3-Fette (Quark-Leinöl), [Ω-3-Fette hemmen den
Eiweißabbau]
• Fasten 24h vor und nach Chemotherapie verbessert das
Ansprechen und die Verträglichkeit (3)
• Chemolieve (Fa. L-Nutra, Valter Longo):
Ernährungsprogramm ohne Fasten
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Therapieansätze:
Selen
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•
•
Kofaktor des wichtigen
Entgiftungssytems Glutathion
(GSH)
Schutz vor Radikalen
Scheint präventiv gegen Krebs zu
wirken
Verbessert die Verträglichkeit
diverser Chemotherapien
Verbessert die Wirkung von
diversen Chemotherapeutika und
Tamoxifen
Schutz vor Bestrahlungsschäden
Verbessert die Immunantwort
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Glutathion-Peroxidase GPx
•
•
•
•
•
Eines der wichtigsten Enzyme
zur Entgiftung von giftigen
Peroxidverbindungen
Entgiftung von Freien
Radikalen
Reduktion von oxidativem
Streß
GSH fördert die TH1-Antwort
und folglich die Freisetzung
von IFNγ, IL2, TNFα, IL12 →
Förderung der zytotox.
Immunantwort
Bei Glutathiomangel: reduzierte
Zahl der zytotoxischen CD8Lymphozyten
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Wirkung von Selen auf das
Immunsystem
• Selen steigert die Zahl und Aktivität der NKZellen
• moduliert die Lymphozytenproliferation
• stimuliert die Synthese von Gamma-Interferon
• Einfluß auf Proliferation und Apoptose von
Tumorzellen
• Beeinflussung der Expression von Genen, die
antikanzerogen wirken (p53, NF-kB)
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Wirkung auf die GlutathionPeroxidase in Tumorzellen und
gesunden Zellen
• In Tumorzellen finden
sich hohe Konzentrationen
an red. Glutathion
• Durch zusätzliche
Selenaufnahme wird GSH
inaktiviert
• In Normalzellen dagegen:
Förderung der
Entgiftungsmechanismen
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Reduktion von Nebenwirkungen
der Chemotherapie
• Reduktion der Kardiotoxizität von Anthrazyklinen
(Dimitrov 1987, Vagdama 2000)
• Reduktion der Nephrotoxizität von Cisplatin (Caffrey
2000, Hu 1997)
• Reduktion von Phlebitiden (Holzhauer 2002)
• Reduktion von Chemoresistenzen gegen 5-FU, Oxaliplatin
• Reduktion der Myelosuppression
• Besseres Befinden der Patienten
• Keine abschwächende Wirkung auf die Chemotherapie !
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Selen bei Strahlentherapie
• Radioprotektive Effekte sind belegt (Mücke 2010)
• Durch Induktion der Apoptose
Verbesserung der Strahlenwirkung
• Reduktion des Lymphödemrisikos und der
Erysipelinzidenz (Siems 2002)
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Selen in der Tumorprävention
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•
Erniedrigte Selenspiegel finden sich bei Mamma-, Ovarialkarzinom, Zervix-,
Kopf-, Hals, Hirntumoren, Leukämien, Gastrointestinalen Tumoren
Clark-Studie: Reduktion der Krebsmortalität und Karzinominzidenz
Reduktion der Krebsinzidenz um 34%
Keine Effekte auf die Inzidenz von Haustkrebs in der Clark-Studie
100
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
100
100
100
100
100
64
54
44
42
Krebsmort. Krebsinzid.
Lungen
Colon
37
Prostata
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Selen
Placebo
Dosierung Selen
• Primärprävention/Sekundärprävention:
Nach Spiegel, ca. 50-100 µg tgl.
• Bei Krebsdiagnose 300 μg tgl.
• An Chemotagen 900 μg
• Danach 300-500µg tgl. solange Therapie
• Schilddrüsenerkrankungen: 200µg tgl.
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Curcumin
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Wirkt antiinflammatorisch, antioxidativ,
proapoptotisch, antiproliferativ
Hemmt Wachstumssignale (NF KB, AP-1,
Matrix-Metallo-Protease 9)
Hemmt Gefäßneubildung (VEGF)
Epigenetische Effekte (p300/CBP HistonAcetyltransferase)
Verbessert den Erfolg der Bestrahlung (In
vitro Schutz der Lymphozyten vor
Strahlenschäden)
Verbessert den Erfolg diverser
Chemotherapien
Nicht jedoch mit: Cyclophosphamid,
Doxorubicin, Irinotecan
Dosis: 650-1400 mg tgl. (zzgl. Piperin)
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•
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Wichtiges Antioxidans
Orale Gabe: max 230 µmol/l – intravenös
5500/13500 µmol/l (10/50g i.v.)
Mangel der Tumorzellen an Katalase
Wirkung auf Tumorzellen beruht aber
offenbar auf einer Hemmung der
Fähigkeit, unter Sauerstoffmangel zu
wachsen, Hemmung hypoxia-inducedfactor-1 (Vissers, M, Cancer Research 2010)
Regeneriert Vitamin E
Korrelation zwischen Vitamin C-Status
und einigen Tumoren
Verbessert die Immunfunktionen
Verbessert das Befinden
Vitamin C
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Dosierungsempfehlung Vitamin C
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Müdigkeit und Erschöpfung: 2,5 g i.v. 2x wöchentlich
Tumornachsorge, Rezidivprophylaxe, Schmerzen: 7,5 g i.v. 1-2x
wöchentlich
Tumordestruktive Dosen 10-60 g, ca. 1-4 x pro Monat
Nicht mit Selen direkt kombinieren (1-2 h Abstand)
Hohe Dosierungen (ab 30g) vorab p.o. 500-1000 mg Kalzium + i.v.
parallel 200-400 mg MagnesiumCl.
Laborchemischer Ausschluss eines G6PD-Mangles
Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten!
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•
•
Wirkung:
Essentiell für Zelldifferenzierung und
Zellproliferation
Apoptoseregulation
Ein Mangel begünstigt
Autoimmunerkrankungen, Infekte,
Bluthochdruck, metabolisches
Syndrom, Demenz und:
Krebs, u.a. von Ovar, Darm,
Ösophagus, Pankreas, Mamma, Niere,
Leukämie
Unter Vitamin D-Mangel allgemein
erhöhte Sterblichkeit
Beachte: Sonnenlicht ist die beste
Vitamin D-Quelle und führt auch zu
einer erhöhten Melatoninproduktion
Vitamin D
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Cholecalciferol
Dosierungsempfehlung Vitamin D:
• Zielspiegel: mind. 40-50 ng/ml
• Loading-dose: 10.000 iE erhöhen bei 70
kgKG den Spiegel um 1 ng/ml (Bsp. Patient
70 kg, Ausgangswert 20 ng/ml, Ziel 50
ng/ml. Loading-dose 300.000 iE.
• Dauertherapie ca. 3000 iE tgl.
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•
•
•
•
Verbessern die Verträglichkeit
von Chemo (Cisplatin,
Bleomycin) und
Strahlentherapie, reduzieren
Entzündungen und Ödeme
Reduzieren Immunkomplexe
und “enttarnen” Tumorzellen
Verminderung von
Adhäsionsmolekülen (CD44)
Reduzieren Wachstum und die
Metastasierungsbereitschaft
Enzyme
(Wolf 1970)
•
•
Steigerung der IK-induzierten
Hemmung der NK-Zellen und
Makrophagen
Hemmen TGFß
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Auswahl und Dosierungsempfehlung Enzyme
Chymotrypsin
Trypsin
•
Immunkomplexs +++
paltung
++
-
Hemmung der
IK-Bildung
-
+
++
•
•
•
Komplementakti vierung
-
+++
NK-ZellAktivierung
+
+
++
Makrophagenakt +
ivierung
+
++
Rezeptormodulat ++
ion
++
++
Papain
•
4000-6000 FIP-Einh.
tgl.
Equizym 1000/Tbl.
Phlogenzym 1215/Tbl.
Wobe-Mucos
1740/Tbl.
Karazym 1800/Tbl.
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Quercetin
•
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•
•
•
•
•
Flavonol
Erhöht die
Selbstmordbereitschaft der
Tumorzellen
Verbessert
Chemotherapieerfolg einzelner
Chemotherapeutika
Verbessert Bestrahlungserfolg
Verbessert
Hyperthermieergebnisse
Dosis: 3x500 mg während
Hyperthermie/Radiatio
Nicht mit Taxanen, Digoxin,
Gyrasehemmern
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Coenzym Q10
•
•
•
•
•
•
Regeneriert die Mitochondrien
Reduziert die Herzschädigung durch bestimmte Chemotherapeutika
Erhöht die Selbstmordrate der Tumorzellen
Versuch bei Cancer fatigue
Dosierung ca. 300 mg tgl.
Frgl. wirksam: Dichloracetat zur weiteren Regeneration der
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Mitochondrien
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Immunstimulantien und andere
Therapieansätze
•
•
•
Mistellektine - verbessern
offenbar eher die
Lebensqualität, zurückhaltender
Einsatz bei Chemotherapie
empfohlen
Thymus- und Milzpeptide wirken immunstimuliernd
(Einsatz in Phase 3 der
Therapie)
Peptide fördern u.a. Aktivität
von NK-Zellen, T-Helferzellen,
verbessern das Befinden und
reduzieren im Tierversuch die
Metastasierungsrate
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Mistellektine
Art des Tumors
Mistelsorte (Wirtsbaum)
Gastrointestinale Tu.
Eiche (Quercus), Kiefer (Pini)
Lunge, Mediastinum
Fichte (Abietis), Ahorn (Acer),
Ulme (Ulmus)
Gynäkolog. Tu.
Apfel (Malus), Fichte
Urogenital
Männl. :Crataegus
Grundlagen:
Weibl.:Apfel,
Kiefer
Haut
Fichte, Birke
HNO, endokrine
Neoplasien(Neuroendokr.,
Fichte, Mandel
Schilddrüsenkarzinom)
ZNS
Fichte, Birke
Sarkome/Knochen+We Esche (Fraxinus),Fichte
ichteile, Hämatologie
Tumoren im
Kindesalter (Leukämie,
Esche oder Fichte
Lymphome, Neuroblastom)
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Metastasierte Tumoren
bei bekanntem
Primarius
Esche oder
Primärempfehlung (s.o.)
Verordnungsfähigkeit der
Mistellektine
• Tumorstadium IV oder M1 nach TNM
• Inoperabler Tumor
• Verweigerung einer kurativen Therapie durch den
Patienten
• Dazu Diagnose auf das Rezept (Mamma-Ca. ICD
50) und Grundlage der Verordnung §12 Abs.6
Arzneimittelrichtlinie Palliative Tumrtherapie zur
Verbesserung der Lebensqualität
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Verordnungsfähigkeit der
Mistellektine
• Cancer fatigue-Syndrom, chemoassoziiert
• auf das Rezept: Diagnose mit ICD
• Grundlage der Verordnung §12 Abs.8 der
Arzneimittelrichtlinie Begleittherapie zur
Reduktion schwerwiegender
Nebenwirkungen
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
... Kurze Pause
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Heilpilze:Therapie mit Tradition
• Schon Ötzi trug einen
Corioluspilz mit sich
• Einsatz des Reishi seit
mindestens 2000 Jahren
(Plinius 23-79 n.Chr.:
„Allheilmittel“)
• Verwendung des Shiitake
seit mindestens 1300
• Im Mittelalter in Europa
geschätzt
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
66
Pilze in der TCM:
2. Jahrhundert Cheng Nong Ben Cao Ling: göttlicher Pilz
Hildegard von Bingen:
Physica, 12 Jhdt.
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
67
Der Shiitake
•
•
•
•
Geschmack Umami, die fünfte
Geschmacksrichtung
Der Pilz wurde nach dem
Pasaniabaum benannt (Shiia,
take=Pilz) oder auch duftender
Pilz Shiang Gu
Der Anbau geht auf die SungDynastie zurück (960-1127)
Der Legende nach entdeckte
Wu San Kwung die Technik
des Anbaus
•
•
•
•
•
•
•
Traditioneller Anbau:
Auswahl des Platzes
Bestimmung der zu fällenden
Bäume
Einkerben und Beimpfen
Lagerung
Schlagen der durchwachsenen
Hölzer
Ernte und Trocknung
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Bedeutung in der Volksmedizin
•
•
•
•
„Blutaktivator“
Einsatz bei Erkältungen,
Masern, Bauch- und
Kopfschmerzen, Ohnmacht,
Wassersucht, Windpocken,
Pilzvergiftungen
Herzbeschwerden,
Geschwulste,
Giftschlangenbisse, Würmer
Kraftspendendes Lebenselixier
und Aphrodisiakum
•
•
•
•
•
Neuere Anwendungen:
Bluthochdruck, Gicht,
Geschwüre, Verstopfung,
Neuralgien, Hautprobleme
Beachte: In der TCM ist die
vermeidung von Krankheit
durch einen Lebensstilwandel
die Basis der Behandlung.
Die westliche Medizin stellt den
kurativen aspekt in den
Vordergrund.
Problematisch: Übertragung der
Verantwortung für gesundheit
auf die Medizin.
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Eigenschaften des Shiitake in der
TCM
• Yang (daher generell bei Beschwerden des Unterleibs empfohlen)
• Süß (wirkt auf Milz und Magen)
• Neutralisiert Qi (fördert die Wiederherstellung des
Gleichgewichtes zwischen Yin und Yang)
• Magen
• Erde
• Gelb
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Shiitake
(Lentinula edodes)
•
•
•
•
•
Steigert die Freisetzung von
IL1, IL2, γIFN, TNFα
Aktiviert T-Zellen und
Makrophagen
Polysaccharid Lentinan –
verbessert die Immunantwort,
gut bei Magen- und Brustkrebs
Nukleinsäurekomplex
Eritadenin- wirkt
cholesterinsenkend und
antithrombotisch
Tyrosinase senkt den Blutdruck
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
71
Lentinan
•
•
•
•
Parenterale Anwendung, 1-5 mg i.v. oder intraperitoneal
In Japan als Medikament zugelassen und empfohlen.
Studie von Hosokva 1981: Erhöht ÜLZ und LQ.
Monozyten tragen Rezeptoren für Lentinan und andere
Beta-D-Glucane
• Stimuliert IL1 (reifung von T-Zellen)
• Aktiviert NK-Zellen und die Umwandlung von B-Zellen in
LAK-Zellen
• Negative Wechselwirkungen mit Cortison und Thyroxin
•
Extrakt LEM: Unter nasaler Gabe von LEM keine todesfälle bei
Mäusen, die Grippeviren in LD 75 erhalten haben
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Indikationen des Shiitake
(Lentinulin®)
• Tumoren der
Verdauungsorgane
• Lungenkrebs
• Leberkrebs
• Mamma-Ca.
• Ovarialkrebs
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Weitere Indikationen des Shiitake
• Senkt das Cholesterin
(Eritadenin)
• hilfreich bei Magenbeschwerden
• Virusinfekten wie Masern,
• Hepatitis (Viruselimination bei
17/40 Patienten)
• Bakteriellen Infekten (TBC,
Listerien, Peritonitis) und
Parasiten (Bilharziose)
• Leberzirrhose
• Arteriosklerose, Bluthochdruck
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Weitere Indikationen des Shiitake
• Neutralisation von Nitrosaminen durch
Thioprolin (nur in getrockneten oder
gekochten Pilzen)
• Migräne, Kopfschmerz, Tinnitus
• Arthritis…
• Thrombosegefahr
• AIDS (LEM)
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Nebenwirkungen:
• Shiitake-Dermatitis (ähnlich der
Bleomycindermatitis)
• Cave: Rohgenuss
• LEM: steigerte die Histaminempfindlichkeit
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
•
•
•
•
•
•
•
Wertvolle Nahrungsergänzung
mit :
…allen essentiellen
Aminosäuren
...Vitaminen (u.a. RiboflavinB2, Niacin-B5, Biotin-B7,
Folsäure-B9, Ergosterol,
Tocopherol)
... Mineralien (Zink, Calcium,
Magnesium, Vanadium , Eisen,
Phosphor, Kalium)
…Enzymen (SOD, GSH)
...Glucanen (Alpha- und BetaGlucane)
…Triterpenen, Lektine,
Nukleinsäurekomplexe,
Polyphenole, Lignine
Therapie mit
Heilpilzen
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
77
• Alle Heilpilze verbessern die gestörte Immunlage durch
Shift der TH2- ind Richtung TH1-Antwort
• … wirken entgiftend
• … haben je nach Pilz besondere Organbezüge
• Viele Pilze verbessern auch den Blutdruck, die
Fließeigenschaften des Blutes und die Blutfettwerte
• Chitin und Lingnine wirken als Ballaststoffe, Chitin kann
in geringem Maße zu Glucosamin abgebaut werden.
(Ballaststoffe helfen bei der Entgiftung und Ausbildung
der Darmflora)
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
78
Agaricus blazei
Murrill
•
•
Mandelpilz, ABM
•
•
•
•
•
•
Höchster Gehalt an (1-3)(1-6)ßGlucanen
Höchster Gehalt an SOD,
Katalase, Tyrosinase
Stimuliert IL und γIFN
Aktiviert T-Helferzellen,
Makrophagen, NK-Zellen
enthält Natriumpyroglutamat
und wirkt damit
antimetastatisch
wirkt antiangiogenetisch
Wirkt apoptosefördernd und
zytotoxisch auf Tumorzellen
Hemmt die Histaminfreisetzung
und wirkt antientzündlich
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
80
Agaricus blazei Murill:
Wirkungen
•
•
•
•
•
•
Stimuliert IL und γIFN
Aktiviert T-Helferzellen,
Makrophagen, NK-Zellen
enthält Natriumpyroglutamat
und wirkt damit
antimetastatisch
wirkt antiangiogenetisch
Wirkt apoptosefördernd und
zytotoxisch auf Tumorzellen
Hemmt die Histaminfreisetzung
und wirkt antientzündlich
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Indikationen für Agaricus ABM
(Agarikin ®)
•
•
•
•
•
•
•
•
Leukämien
Darmkrebs
Lungenkrebs
Uterus-Ca.
Mamma-Ca.
Prostata-Ca.
Leberkrebs
begleitend bei
Chemotherapie (reduziert
Schwäche, Haarausfall,
Leukopenie
• Daneben bewährt auch bei
Allergien
• ...Diabetes
• Virusinfekten
• Verdauungsbeschwerden
• Hauterkrankungen
• Appetitlosigkeit
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Auricularia polytricha Chinesischer Morchel,
Judasohr, Mu-Errh
•
•
•
•
•
•
Wächst auch bei uns auf totem
Holunderholz
Enthält Lektine, Auricularia
Biolpolymer (EBP)
Wirkt antithrombotisch
Senkt Gesamtcholesterin und
erhöht das HDL
Stimuliert yIFN und TNF
In der TCM auch bei Haut-und
Augenentzündungen
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
83
Coprinus Schopftintling
•
•
•
•
•
•
Enthält Lektine (höchster
Lektingehalt der Speisepilze)
und das entzündungshemmende
sowie antioxidative Ergothionin
Senkt den Blutzuckerspiegel
Fördert die Durchblutung
Bei Sarkomen und Mammaund Prostatakarzinom
Blockiert
Sexualhormonrezeptoren
Bei Diabetes (u.a. Schutz vor
Glykosilierung)
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
84
Cordyceps (chinesischer
Raupenpilz)
• In der Natur extrem
geringe Mengen. Der
teuerste Pilz der Welt
• Parasitiert an
Wurzelbohrern
• Heute Anbau des Myzels
in Bioinkubatoren
• enthält u.a. Cordicipin, LTryptophan
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Wirkungen von Cordicipin ®
• Stimuliert IL2
• ...TNFα
• aktiviert NK-Zellen (u.a.
beim Chronic-fatigue-Sy.
Entscheidend)
• wirkt ciclosporinartig
• Stärkt die Niere
• …das Hormonsystem
• Hemmt MAO-B
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Indikationen Cordyceps
Cordicipin ®
• Lungenkrebs
• Prostata-Ca.
• Hautkrebs
•
•
•
•
•
•
•
Infektneigung wird reduziert
Depressionen (MAOHemmung)
Steigerung von
Leistungsfähigkeit und
Ausdauer
Sexuelle Funktionsstörungen
Lungenfunktionsstörung
(entzündungshemmend,
bronchospamolytisch)
Verbessert die Nierenfunktion
Virushemmend (Hep. B,C und
alkohol. Leberschäden)
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Hericium Igelstachelbart
• Geeignet als
Nerventonikum
• Regeneriert
Nervengewebe (durch
Hericenon und Erinacin:
Stimulation des NGF)
• Gut bei Colitis, Reflux
• Sarkome und Tumoren
des Magen-Darmtraktes
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
88
Maitake - Klapperschwamm
(Grifola frondosa)
•
•
•
•
•
•
•
zweithöchster Gehalt an ß-DGlucanen
Aktiviert NK-Zellen
...IL1, IL2, IL 12,IL 18
und hemmt IL4 – dadurch Shift
der TH2- in Richtung TH1Immunantwort
Fördert Apoptose
Hemmt
Metastasierungsneigung
Hemmt VEGF
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
89
•
•
•
•
•
•
•
•
Indikationen Maitake
Grifolanin®
Lungenkrebs
Brustkrebs
Hautkrebs
Leukämien
hormonabhg. Tumoren
Leberkrebs
Blasenkrebs
begleitend zur
Chemotherapie (signif.
Reduktion der typischen
Nebenwirkungen)
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
90
Weitere Indikationen Maitake
Grifolanin®
• Hemmt das RAS und
senkt so den Blutdruck
• Senkt die Insulinresistenz
- neben dem Coprinus
Hauptpilz bei
Diabetes/metabol.
Syndrom
• Senkt das Cholesterin,
reduziert die Fettaufnahme
und -einlagerung
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Polyporus Eichhase
• Fördert die
Ödemausscheidung
und den Lymphabfluß
• Gut bei Hypertonie,
Haarausfall, Akne und
Arthritis, Nephritis
• Lungenkrebs,
Leberkrebs
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
92
Reishi - Lackporling
(Ganoderma lucidum)
• Chinesisch: “Pilz der Unsterblichkeit”
• Enhält Triterpene und Glucane, Zink, Kupfer, Mangan,
Kalium, Calcium, Ergosterin
• In Studien Anstieg der NK-Zellen
• Besserung des Befindens
• Verbessert die Herzleistung
• Im Tierversuch Reduktion der radiatiobedingten
Leukopenie
• Leicht antiandrogene Effekte
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Reishi - Lackporling
(Ganoderma lucidum)
•
•
•
•
•
•
•
Leberkrebs
Magenkrebs
Lungenkrebs
Hautkrebs
Nierenkrebs
Hirn-, Pankreastumoren
Reduziert die allgemeine
Erschöpfbarkeit
• Begleitend bei
Chemotherapie
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Weitere Indikationen des Reishi
Ganodermin®
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Nervosität
Hypertonie
Herzinsuffizienz,
Herzrhythmusstörungen
Arthritis
Asthma, COPD
Hyperlipidämie
Autoimmunerkrankungen
Allergien (senkt Histamin)
Fibromyalgie, Neurodermitis
Leberfunktionsstörungen
Infekte mit HSV und VZV
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
95
Pulver oder Extrakt?
• Pulver enthalten
feinvermahlene Pilze
• Zu grob vs. zu fein
gemahlen
• Einnahmemenge ist groß
(bis zu 12 Kaps pro Tag)
• Enzyme bleiben erhalten
• Extrakte sind durch
Heißwasserextraktion
entstandene
„Kunstprodukte“
• Einnahmemenge geringer
(3-6 Kps. tgl.)
• Alle Studien zur
Tumortherapie sind mit
Extrakten durchgeführt
worden
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
96
Zellwand der Pilze
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
97
Dosierungsempfehlung
•
•
•
•
Extrakt: 3-6 Kps. tgl. (0,5-1,2 g)
Pulver: 2-6 g tgl.
Vitalpilze unterstützen sich in ihren Wirkungen gegenseitig, so dass
die Kombination sinnvoll ist. Auch die Kombination von Pulver und
Extrakt ist sinnvoll. Die angegebenen Dosierung gelten als tgl.
Gesamtmenge insgesamt, die Einzeldosen reduzieren sich
dementsprechend
Bei Krebspatienten wird eine einschleichende Dosierung empfohlen.
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
98
Indikationsliste der Heilpilze
Wirkweise
Unterstützende
Wirkung bei
Abschwächende
Wirkung bei
Bewährte
Indikation
Agaricus bisporus
(Champignon)
Steigert NKZellen
Hemmt
Aromatase
Entgiftend
Agaricus blazei
Murill ABM
Steigert NK- 5-FU
Zellaktivität
Reduziert NW der
Immunstimul Chemo
ierend
Aktiviert
Tyrosinase,
Apoptose
Komplement,
Makrophage
n
Hemmt
Histamin
?
Leberkrebs*
Endometrium*Ovarialkrebs*
Mamma-Ca.*
Prostata*
Metastasen
(Knochen, Leber)*
Auricularia
Antithrombot
isch
KI: SS, Stillzeit
Hauttumore
Sarkome
Prostata*
Cordyceps
Aktiviert
NK-Zellen
Metabolite
haben
Cyclosporinä
hnliche
Eigenschafte
n
Stimuliert
IL2 und
TNF-a
KI:
Autoimmunerkrankun
gen
Leberkrebs*
Stimuliert
IL2 und
TNF-a
Hemmt
Metastasier
ung und
Metalloprot
einase
Hemmt
Angiogenese
und
Tumorbewe
glichkeit
bzw. –
adhärenz
Hemmt
Telomerase
KI:
Autoimmunerkranku
ngen
Coriolus
Darmkrebs
Hormonabhg.
Mamma- und
Prostata-Ca.
•= Empfehlung der Gesellschaft für Vitalpilzkunde
Hericium
Hemmt
Metastasier
ung
5-FU
Magen*-Darm*Ösophagus-Ca.
Mamma-Ca.*
Maitake
Hemmt
Metastasieru
ng,
antitumoral
Hemmt,
hemmt
Glyxolase
1(in Verb.
Mit Vit. C),
fördert NKund zytotox.
Zellen,
steigert IL1
und IL2,
hemmt
VEGF,
Steigert
Superoxidani
on und damit
Apoptose
Carmustin /GD
Reduziert ChemoNW
Kaposi
Prostata-Ca.*
Lungen-Ca.*
Leberkrebs*
Darmkrebs*
Magenkrebs*
Endometrium*Ovarialkrebs*
Mamma-Ca.*
Pankreas*
Leukämie*
Metastasen
(Knochen, Leber)*
Pleurotus
Magen- Darmkrebs
Nichtkleinzelliges
Lungen-Ca.
Mamma-Ca.(*)
(Keine Wirkung auf
AML, ALL)
Endometrium*Ovarialkrebs*
Prostata*
Stärkste Wirkung
auf PC3-Zellen
(Prostata)
Polyporus
Fördert dn
Lymphabfluß
Reishi
Antitumorale
Wirkung in
Verbindung
mit Vit. C
Shiitake
Steigert IL1
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Leukämien
(Mamma,
Lunge*,Prostata*,
Uterus)
Leukämie*
Lymphom*
Red. Chemo-NW
Lungen-Ca.*
Lymphom*
Leberkrebs*
Darmkrebs*
Magenkrebs*
Metastasen
(Knochen, Leber)*
Tumorkachexie,
Lungen-Ca.*
Magenkrebs*
Mamma-Ca.*
Pankreas*
Hirntumor*
Leukämie*
Lymphom*
99
24/04/2013
Praxis Boekels - Tönisvorst
100
Psychologische Verfahren
• Patienten mit positiver
Einstellung leben
erheblich länger
• ... durch ein besseres
Immunsystem
• Darum: Setzen Sie sich
Ziele! Zum Beispiel: eine
Reise planen.
• Imaginationen zur
Steigerung der Abwehr
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Kasuistik 1
•
•
•
•
Elektriker, 66 Jahre
Im Dezember 2008 Diagnose Metastasiertes Rektum-Ca.
Sein persönliches Ziel: Die Tochter auf Sylt besuchen.
Ab Januar 2009 Chemotherapie - anfangs erhebliche
Nebenwirkungen. Hilfreich in diesem Fall: positive
Imaginationen.
• Verstorben im September 2009 im Rahmen eines
depressiven Schubes an einer Lungenembolie.
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Psychoonkologie
• Ein Drittel der Krebspatienten entwickelt
belastende psych. Symptome (Angst, Depression)
• Wort “Krebs”
• einfache Sprache
• Allgemeinplätze meiden (“das wird schon
wieder”, “das ist jetzt ein bißchen unangenehm”)
• Prognose angeben?
• Auf Ängste eingehen - Emotionen spiegeln.
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Noceboeffekte
beachten!
• Unbeabsichtigte Suggestionen
•
•
•
•
•
im klinischen Alltag:
Auslösen von Verunsicherung:
“Vielleicht hilft dieses
Medikament”
Fachjargon: “Wir schneiden Sie
jetzt in ganz dünne Scheiben”
Negative Suggestionen: “Die
Wirbel sind total verschlissen.”
Fokussieren der
Aufmerksamkeit: “Ist Ihnen
(schon) übel”
Unwirksamkeit von
Verneinung/Verkleinerung:
“Sie brauchen keine Angst zu
haben.”
Stärkende Worte
“Worte sind das mächtigste Werkzeug über das ein Arzt verfügt”
•
•
•
•
•
•
Positive Suggestionen:
“Das wird Ihnen gut tun!”
“Das gibt Ihnen Kraft!”
“Da kann ich Ihnen helfen!”
An die Kompetenz des
Patienten appelieren: “Sie
gehen mit dem Problem so gut
um...”
Das Team loben: “Sie
unterstützen Ihre Mutter so gut.
Meine Hochachtung!”
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Offenbar auch eine Form von
Psychoonkologie: Palliativmedizin
• Frühzeitige
Palliativmedizin
verbessert Lebensqualität,
weniger depressive
Symptome, sign. besseres
Gesamtüberleben (Temel,
J., NEJM 2010)
• Teamgedanke fördern
• Ängste werden
genommen, etwa vor
Schmerzen
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Bewegung und Sport
• Vorbeugend gegen Krebs
• aber auch therapeutisch
wirksam: Verlängert die
Lebenserwartung von
Brustkrebspatientinnen
• Verbessert die Funktion
des Immunsystems
• ... und wikt positiv auf die
Psyche
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Homöopathie
•
•
•
•
•
•
Individuelle Behandlung mit
dem Einzelmittel oder
Komplexmittel ?
Homöopathie ist in jeder Phase
der Erkrankung möglich
Verbessert z.B. Beschwerden
durch Chemo und Bestrahlung
Schmerzlinderung
Linderung psych. Beschwerden
Heilungen sind beschrieben !
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Wichtige Einzelmittel
•
•
•
•
•
•
Phosphorus
Radium bromatum
X-ray
Nux vomica
Arsenicum album
Hepar sulf. (HandFuß-Syndrom)
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Ausgewählte Komplexmittel bei typischen
Problemen Tumorkranker
• Bei Angst, Unruhe-,
Erregungszuständen:
• Infidys® (u.a. Ars. album,
Carbo vegetabilis,
Veratrum album) 1-2
Amp. wöchentlich,
möglichst i.v.
• Patienten werden ruhiger,
auch gut in der palliativen
Situation
• Physische Erschöpfung,
Säfteverlust:
• InfiChina® (u.a. China,
Kalium phos.) dito 1-2
Amp. wöchentlich
langsam i.v.
• Erholung und
Leistungssteigerung
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Ausgewählte Komplexmittel bei typischen
Problemen Tumorkranker
• Schwächezustände nach
Chemotherapie/Kreislaufprobleme:
• InfiChina®+InfiCamphora
NT® zusammen oder
besser im Wechsel
• Schnellere Erholung der
Patienten
• Depressionen:
• InfiDamiana N® (u.a. mit
Turnera, Valeriana,
Coffea, Avena sat.,
Hypericum, Passiflora)
• Patienten entspannen sich,
Stimmung wird aufgehellt.
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Kasuistik 2
•
•
•
•
•
•
•
Nebenwirkungen der Chemotherapie:
68jährige Patientin mit exulzeriertem und metastasierten Mamma-Ca.
rechts.
Leber- Knochen-, Lungenmetastasen, maligner Pleuraerguß
Unter der Chemotherapie FEC + Avastin Schwäche, Inappetenz,
lebensbedrohliches Nasenbluten.
Fortführung der Chemo. Unter Vitamin C, Glutathion, und ABM,
Reishi und Coriolus Besserung des Allgemeinbefindens.
Durch Hinzugabe von Phosphorus endete das Nasenbluten, die
Patientin erholte sich schnell.
Spätere Chemotherapie: Phosphorus versagt bei Panik und Angst.
Deutliche Besserung unter Infidys.
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Kasuistik 3: Lymphom
•
•
•
•
•
73 Jahre alter pensionierter Kirchenmusiker
3/2010 Herniotomie re bei Skrotalhernie
Z.n. Prostata-OP 2002 bei BPH
In gleicher Sitzung wie die Herniotomie erfolgt die
Entfernung eines 3x2cm großen Knotens an der
linken Halsseite
Histologie hochmalignes „blastäres B-ZellLymphom“, CHOP-Chemotherapie empfohlen
,
•
Therapie ab 5/10: Vigantoletten, Wobenzym
•
RMS, Agarikin, Grifolanin, Ganodermin, ab
6/2010: ThujaQ3, später Curcumin dazu
8/2010: zusätzlich Selen 100, Wechsel auf
Karazym, begleitend Ernährungstherapie
•
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Kasuistik: Lymphom
•
•
•
•
•
•
Tumoren jucken, Steigerung der QPotenzen
1/2012: Tumoren am Hals
verändern sich kontinuierlich, Im
Abdomen sonographisch 3x3x2 cm
gr. Echoarme RF
3/2012: Thuja, Leinöl,
Vigantoletten, Ganodermin,
Agarikin, Grifolanin
Ab 8/2012 Thuja XM, CM
Ein Knoten am Hals wird entfernt:
intermediäres B-Zell-Lymphom
Selen auf 300ug gesteigert.
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Kasuistik: Lymphom
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Der Tumor verändert sich nicht
positiv, ulzeriert
6/2013: Calc. Carb C200, kein
Effekt – Wechsel auf CAUST C30
zunächst tgl., dann 1x/Woche
Tumor schrumpft. Patient bekommt
Gelenkschmerzen und eine
fieberhafte Pleuropneumonie. Der
Vertretungsarzt rät dazu, den
Tumor am Hals zu entfernen.
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Kasuisitk: Lymphom
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
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Wissenschaftliche Probleme der
biologischen Verfahren
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Kosten der wissenschaftlichen Forschung sind extrem hoch
Patentschutz - nicht für biologische oder “alte” Therapien
Hohe Gewinne sind nicht zu erwarten
Daher ist die Studienlage oft nicht so gut wie bei
konventionellen Verfahren
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Zusammenfassung
• Optimal ist ein Zusammenspiel aller Teilbereiche (Patient,
konventionelle und biologische Verfahren)
• Biologische Verfahren sollten individuell abgewogen
werden
• ...ersetzen nicht pauschal schulmedizinische Verfahren
• ...sind gut verträglich
• ...ihre Wirksamkeit ist oft sehr gut belegt
• ...ergänzen schulmedizinische Verfahren oder sprechen
andere Zielstrukturen an
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Medizinalpilze eignen sich mit ihren nahrungsergänzenden,
entgiftenden und immunstimulierenden Eigenschaften in allen Phasen
der komplementären Therapie
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Literatur
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“Krebszellen mögen keine
Himbeeren”(Beliveau u.
Gingras, GOLDMANN)
Heilpilze: Lelley - Die Heilkraft
der Pilze
Onkologie integrativ (Pfeifer,
URBAN u. FISCHER)
Die neue Anti-Krebs-Diät (Coy,
GRÄFE u. UNZER)
www.tavarlin.de
Die homöopathische
Behandlung und Heilung von
Krebs (Wurster, SUNRISE)
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Bildnachweis Heilpilze: mit
frdl. Genehmigung der GfV
Checkliste komplementäre
Onkologie
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Gemeinschaftspraxis
Dr. med. Irmgard Boekels
Dr. med. Sebastian Boekels
Hauptstr. 11, 47918 Tönisvorst
Tel.: 02156-7111, Fax: 02156-7189
[email protected]
www.naturheilpraxis-boekels.de
Einwilligung in eine naturheilkundliche, biologische Tumorbehandlung
· Grenzen der Therapie
Ich bin von Dr. S. Boekels am heutigen Tage über die Möglichkeiten und Grenzen einer
biologischen Tumortherapie aufgeklärt worden. Mir ist insbesondere klar, dass kein Anspruch
auf eine Heilung besteht.
· Neben- und Wechselwirkungen
Ich weiß, dass auch durch eine solche Behandlung Nebenwirkungen auftreten können,
insbesondere Unverträglichkeiten der Medikamente wie zum Beispiel allergische Reaktionen,
Übelkeit oder Erbrechen. Möglicherweise kommt es auch beim Einsatz biologischer
Therapien und trotz sorgfältiger Anwendung zu schweren Unverträglichkeiten bis hin zum
lebensbedrohlichen allergischen Schock.
Mir ist bewusst, dass alle Medikamente Wechselwirkungen mit anderen, gleichzeitig
gegebenen Medikamenten auslösen können. Dadurch kann es zu Wirkungsverstärkung oder
Wirkungsabschwächung anderer Medikamente kommen, z.B. der Chemotherapie.
Ich werde im Zweifelsfalle Rücksprache mit dem gleichzeitig behandelnden Onkologen
halten und mich dort über Wechselwirkungen rückversichern.
· Anwendung von Medikamenten außerhalb der zugelassenen Indikationen (sog.
Off-label-use)
Auf meinen Wunsch hin werden auch Medikamente außerhalb der gesetzlichen Indikation
aber auf Grundlagen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse verordnet. (Zum Beispiel das als
Magenmittel zugelassene Cimetidin oder das zur Behandlung der Osteoporose zugelassene
Vitamin D zur Tumorbehandlung). Ich weiß, dass ich nicht mit einer Kostenübernahme durch
meine Krankenversicherung rechnen kann. Ich werde gegen die Gemeinschaftspraxis Boekels
keine Rechtsansprüche im Falle einer Nichtanerkennung durch meine Krankenversicherung
geltend machen.
Medikamente die nicht am Menschen zugelassen sind werden nicht angewendet.
Ich,
geb.
, gesetzlich versichert, verlange von Dr.
Boekels für meine Krebserkrankung ausdrücklich mit der von mir gewünschten
biologischen Tumortherapie behandelt zu werden. Es ist mir bekannt, dass durch eine
solche Behandlung auch eine Verschlechterung der Krebserkrankung eintreten kann,
weil nicht alle Risiken kalkulierbar sind.
Dr. Boekels soll die anfallenden Beratungs- und Behandlungskosten nach der GOÄ
zum______ fachen Satz abrechnen.
--------------------------------------Ort, Datum
--------------------------------------Unterschift
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Tönisvorst, den 01.04.2012
Erklärung
Name:_____________________________________
Ich wurde von Dr. S. Boekels über die schulmedizinischen Behandlungswege meiner
Tumorerkrankung aufgeklärt.
Mir sind die schulmedizinischen Behandlungsalternativen
- Operation
- Chemotherapie
- Bestrahlung
- Medikamentöse Therapie
bekannt.
Dennoch entscheide ich mich bewusst gegen eine solche Behandlung und erkläre
ausdrücklich, dass ich eine derartige Therapie nicht wünsche. Mir ist bewusst, dass diese
Entscheidung dazu führen kann, dass meine Heilungsaussichten oder meine Lebensdauer
ungünstig beeinflusst werden können.
----------------------------------Ort, Datum
-------------------------------------Unterschrift
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
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Interpretation von
Immunstatusbefunden
Kleine Interpretationshilfe bei Veränderungen im zellulären
Immunstatus
Nach Dr. H.J. BACH
Befund
T-Lymphozyten
Interpretation
Virusinfekte (Frühphase)
Autoimmunerkrankungen
T-Zell-Lymphome
Transplantationsabstoßung (Frühphase)
T-Lymphozyten
Virusinfektionen (chron. Phase) wie HIV, HBV,
CMV, EBV
Primäre oder sek. Zelluläre Immuninsuffizienz
Zytotoxische oder immunsuppressive Therapie
Fortgeschrittene solide Malignome,
Tuberkulose
Höheres Alter
Virusinfektionen (Frühphase)
Autoimmunerkrankungen (häufig bei PCP,
Sarkoidose, Diabetes mellitus, Leberzirrhose,
T-Zell-Lymphom)
Intoxikationen
Hinweis auf chronisch-pathologische
Immunstimulation bei Fokus (NNH, Tonsillen,
Darmdysbiose, M.Crohn etc.) siehe T-reg
Virusinfektionen (chron. Phase) wie HIV, HBV,
CMV, EBV
Zytotoxische oder Immunsuppressive Therapie
Reaktiv bei Anstieg der Killerzellen unter
Immunstimulation
Fortgeschrittene Malignome
Chron. Erschöpfungssyndrom
Infektanfälligkeit
Chron. Entzündungen (Foki)
Fortgeschrittene Malignome
Infektionen (Spätphase)
CD 4-Helferzellen
CD 4-Helferzellen
CD 4 T-reg
CD 4 T-reg
CD 8-Lymphozyten mit
Suppressionsfunktion
Chron. Entzündungen (Foki)
Fortgeschrittene Malignome
Cave: Nicht alle CD8-Lymphozyten üben
Suppressionsfunktion aus, darum erfolgt eine
Subdifferenzierung dieser Zellen.
Nachstehende Zellen tragen den CD8-Marker:
LAK-Zellen – lymphokin-aktivierte Killerzellen
Zytotoxische T-Lymphozyten MHC-restringiert
Lymphozyten mit Suppressorfunktion
Natürliche Killerzellen
Virusinfekte
Tumorprogression (Frühphase)
Natürliche Killerzellen
Chronische Virusinfekte
Immunsuppressive oder zytostatische Therapie
Fortgeschrittene Malignome
Höheres Alter
Unphysiolog. Vermehrung von T-reg und/oder
CD8 pos. Suppressorzellen (z.B. bei chron.
Erschöpfung)
CD 4 T-reg und/oder CD 8-Suppressorzellen
deaktivieren NK-Zellen
ASS oder Weidenrindenextrakt kann die NKZellen aktivieren
Aktivität der NK-Zellen
Infektion (Frühphase)
Gemeinschaftspraxis Dr. I. und Dr. S.
Boekels, Tönisvorst/Brüggen
Wechselw irkungen zw. Chemotherapi e und biolog. Arzneien
Wirkt positiv bei
Grüner Tee
Coenzym Q10
Curcumin
Selen
Vitamin-CHochdosis
Quercetin
Abschwächende
Wirkung auf…
Bortezomib
Nicht mit Milch nehmen
HIVHemmt Folsäureaufnahme
Medikamente
(Proteasehemmer)
Anthrazykline
Irinotecan
Prostata, Mamma
(Kardiotoxizität)
Radiatio (5Tage
Abstand)
Melphalan
Cyclophosphamid
Paclitaxel
Doxorubicin
Vincristin/Vinblastin Irinotecan
Nephrotox. unter
Cisplatin
Kardiotox. unter
Doxorubicin
5-FU, Xeloda
Irinotecan
Platinderivate
Taxane
Tamoxifen
Radiatio
Radiatio
Hyperthermie
Adriamycin
Gemcitabin
Topotecan
Enzympräparate
NAC 600
Omega-3
(Leinöl,
Fischöl)
Cimetidin
Polyneuropathie
unter Oxaliplatin:
Reduktion
Taxane
Digoxin
Gyrasehemmer
Nifedipin
Marcumar
ASS
Cisplatin
(mind. 2 h.
Abstand)
WW schwerwiegend:
Marcumar
Antihistaminika, Carmustin
Sertindol
Mittelschwer:
Azol-Antimykotika
HIV-Proteasinhibit.
ß-Blocker
Carbamazepin
Nifedipin
Chinidin, Trizyklika
Leicht:
Sulfonylharnstoffe, Makrolide, Gyrasehemmer, Flecainid,
Amiodaron, Felodipin, Fluouracil, Diltiazem, Benzo, Valproat
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