Übung: Verbindungsnetzwerke - Parallele und verteilte Systeme

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> Parallele Systeme
Übung: Verbindungsnetzwerke
Philipp Kegel
Wintersemester 2012/2013
Parallele und Verteilte Systeme,
Institut für Informatik
Inhaltsverzeichnis
1 Verbindungsnetzwerke
Topologien
Kosten-Leistungs-Verhältnis
PS, Übung Verbindungsnetzwerke
WS 2012/13
Philipp Kegel
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Bewertungskriterien für Topologien
Größe: Anzahl von Knoten und/oder Kanten
Durchmesser: maximale Distanz zwischen zwei beliebigen Knoten
→ Signallaufzeit
Knotengrad: maximale Anzahl Kanten eines Knotens
→ Kosten, Skalierbarkeit
Bisektionsbreite: minimale Anzahl Kanten, die entfernt werden müssen,
um das Netzwerk in zwei gleich große (±1), getrennte Teile zu
zerlegen
→ Durchsatz
Konnektivität: minimale Anzahl Kanten, die entfernt werden müssen, um
das Netzwerk in zwei getrennte Teile zu zerlegen
→ Zuverlässigkeit
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Ring
• Größe: n Knoten, n Kanten
• Durchmesser: ⌊ n2 ⌋
• Knotengrad: 2
• Bisektionsbreite: 2
• Konnektivität: 2
• Beispiel: Token-Ring-Netzwerk
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Stern
• Größe: n Knoten, n − 1 Kanten
• Durchmesser: 2
• Knotengrad: n − 1
• Bisektionsbreite: ⌊ n2 ⌋
• Konnektivität: 1
• Beispiel: Ethernetverkabelung
• Rechner an einem Switch/Hub: Stern
• Innerhalb des Switch/Hub: dynamisches Netzwerk
(Crossbar bei Switch, Bus bei Hub)
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d-dimensionaler Torus
( 1, 1 )
( 1, 2 )
( 1, 3 )
( 2, 1 )
( 2, 2 )
( 2, 3 )
( 3, 1 )
( 3, 2 )
( 3, 3 )
• Größe: n = n1 · . . . · nd Knoten, n · d Kanten
• Durchmesser:
Pd
ni
i=1 ⌊ 2 ⌋,
bzw. d⌊
√
d
n
2 ⌋,
falls n1 = . . . = nd
• Knotengrad: 2d
• Bisektionsbreite: 2n
d−1
d
, falls n1 = . . . = nd
• Konnektivität: 2d
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Kosten-Leistungs-Verhältnis
Beispiel: n Knoten (n ≥ 4) sollen zu einem quadratischem 2D-Gitter oder
einem Hypercube verbunden werden
Kosten
Annahme: die Kosten eines Netzwerk sind proportional zur Anzahl der
Leitungen
• Kantenzahl
2n
• Hypercube: n log
Kanten
2
• 2D-Gitter: 2n Kanten
⇒ gleiche Kosten für Hyperwürfel mit einer Leitung je Kante und
2D-Gitter mit log42 n Leitungen je Kante
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Kosten-Leistungs-Verhältnis
Leistung
• Durchschnittlicher Abstand lav
√
• 2D-Gitter: 2n
• Hypercube: log22 n
⇒ Durchschnittliche Übertragungszeit einer Nachricht der Länge m
entspricht der Summe von Initialisierungszeit (Startup), der Zeit für
die Zwischenspeicherung je Knoten (hop) und Übertragungszeit je
Wort (ts + th lav + tw m)
• Hypercube: ts +
√
n
4tw m
+ log
2
2n
log2 n
th 2 + tw m
• 2D-Gitter: ts + th
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Kosten-Leistungs-Verhältnis
2D-Gitter: ts + th
√
n
2
+
4tw m
log2 n
Hypercube: ts + th
log2 n
2
+ tw m
• Für eine feste Anzahl von Knoten bestimmt die Länge einer Nachricht
die Übertragungszeit
⇒ für n > 16 und genügend großes m ist die Übertragungszeit im
2D-Gitter geringer als im Hypercube
• Bei steigender Netzlast, kann der Hypercube effizienter sein
• Algorithmen, deren Kommunikationsstruktur für ein 2D-Gitter
optimiert ist, profitieren von den zusätzlichen Leitungen zwischen den
Knoten
Anmerkung: die obigen Aussagen gelten nur, falls der Term th von der
Länge m einer Nachricht unabhängig ist. Dies ist zum Beispiel beim sog.
Cut-Trough-Switching der Fall.
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Kosten-Leistungs-Verhältnis
Andere Kostenvariante: Kosten proportional zur Bisektionsbreite ⇒ gleiche
√
Kosten für Hyperwürfel mit einer Leitung je Kante und 2D-Gitter mit 4n
Leitungen je Kante
2D-Gitter: ts + th
√
n
2
+
4t√
wm
n
Hypercube: ts + th
log2 n
2
+ tw m
• Für eine feste Anzahl von Knoten bestimmt die Länge einer Nachricht
die Übertragungszeit
⇒ für n > 16 und genügend großes m ist die Übertragungszeit im
2D-Gitter geringer als im Hypercube
• Mehr Leitungen (als im ersten Beispiel) zwischen den Knoten ⇒ auch
bei hoher Netzlast ist die Leistung des 2D-Gitters nahe an der des
Hypercubes
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