das magazin der deutschen oper am rhein

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HE F T 12 — S P IE L ZE I T 2016 /17
PROSPEKT
DA S M AG A Z I N D E R
DE U T S C H E N OP E R A M R H E I N
Hochspannung
Mit freundlicher Unterstützung der Stadtwerke.
Die Region Düsseldorf ist nicht nur unser Versorgungsbereich – sie ist unsere Heimat. Und damit sie
auch weiterhin so schön vielfältig bleibt, unterstützen wir die unterschiedlichsten Kulturprojekte.
Schließlich muss man kreativer Energie freien Lauf lassen.
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Düsseldorf: +49 (0) 211.89 25 211
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Heinrich-Heine-Allee 24
40213 Düsseldorf
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47051 Duisburg
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Sa: 10.00 - 18.00 Uhr
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Sa: 10.00 - 18.00 Uhr
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T H E AT E R F E R I E N
Während der Theaterferien gelten
verkürzte Öffnungszeiten:
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DÜSSELDORF
17. Juli bis 2. September 2017
Mo - S a: 10.00 - 15.00 Uhr
T H E AT E R K A S S E & T E L E F O N S E R V I C E
DUISBURG
17. Juli bis 2. September 2017
Mo - Fr: 10.00 - 15.00 Uhr
Sa 10.00 - 13.00 Uhr
„Für mich ist Wagner unmöglich; er ist gewiss ein geistreicher
Mensch, aber er redet in einem fort.“ Das soll Robert Schumann
über seinen Komponisten-Kollegen aus
Sachsen gesagt haben. Wer Richard
­Wagner als Künstler und Mensch war, warum das „Rheingold“ musikalisch mit der
Elbe mehr als mit dem Rhein
zu tun hat und wie ­Regisseur
Dietrich W. Hilsdorf den „Ring des Nibelungen“
angeht, berichtet Dramaturg Bernhard F. Loges. –
Chefchoreograph Martin Schläpfer hat sich für sein
neues Ballett eine der „Alterssünden“ von Rossini
ausgesucht: Die „Petite Messe solennelle“ ist eine Art katholisch-italienisches Gegenstück zum „Deutschen Requiem“ des
Protestanten Brahms, mit dem Schläpfer 2011 große Erfolge feierte. – Verdis
„Don Carlo“ kommt in der Regie von Guy
Joosten nach Duisburg, Weltstar ­Thomas
Hampson steht im Mittelpunkt der Operngala mit Moderator Götz Alsmann, und
kurz nach dem Start der Tour de France in Düsseldorf präsentieren wir die letzte Premiere der Saison: Bei „Young Moves“
­stellen sich sechs Tänzerinnen und Tänzer des Balletts am Rhein
als Choreographen vor. – Extra: Wir fragen nach den Lieblingsstücken der kommenden Saison. Machen Sie mit! ——
S P I E L S TÄT T E N
OPERNHAUS DÜSSELDORF
Heinrich-Heine-Allee 16a
40213 Düsseldorf
ZUM TITELBILD: BALLE T T AM RHEIN – b.29
T H E AT E R D U I S B U R G
„Großes Tanztheater. Balanchine, Schläpfer, Robbins. Sprachlos sitzt man da, gefangen ab der ersten Sekunde. Ein famos
tanzendes Ensemble – angespannt bis in die letzten Fasern von
Körper und Seele. Ein virtuos agierendes Orchester, eine beseelte
Compagnie, ein Rausch aus unglaublichen Bildern. Am liebsten
wäre man für ein ‚da capo‘ einfach sitzen geblieben“ (heinerfrost.
de). Nach der gefeierten Duisburger Premiere kommt b.29 zum
Saisonstart nach Düsseldorf.
Opernplatz
47051 Duisburg
INTERNE T
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b.29: Sa 23.09. (Premiere) | So 01.10.| Di 03.10. | Fr 06.10. |
Sa 07.10. | Do 19.10.2017 (zum letzten Mal) – Opernhaus
Düsseldorf
Foto: b.29 – Martin Schläpfer: Konzert für Orchester (Marcus Pei, Ensemble)
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Ausstellungen /
Projekte 2017
»WEGEN UMBAU
GEÖFFNET«
Eine Kunstsammlung
wird neu verhandelt
bis August 2018
im LABOR
K20
Grabbeplatz
Otto Dix –
Der böse Blick
verlängert bis
28.05.2017
Die exzentrische
Moderne
Herbst 2018
Art et Liberté:
Umbruch, Krieg
und Surrealismus
in Ägypten (1938 – 1948)
15.07. – 15.10.2017
F3
Schmela Haus
K21
Ständehaus
K21 Künstlerräume
bis 31.03.2018
Tomás Saraceno –
in orbit
ab 25.03.2017
Futur3:
Annäherung an
die ungekannte
Zukunft.
Ein Programm im
Schmela Haus
donnerstags 19.00 Uhr
Marcel Broodthaers–
Eine Retrospektive
bis 11.06.2017
Gefördert durch:
K20 K21 F3 Düsseldorf
www.kunstsammlung.de
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O P E R N S TA R ,
G R E NZG Ä N G E R U ND
L E ID E N S C H A F T L I C HE R
L IE D IN T E R P R E T
Ein Gespräch mit
Thomas Hampson
INTERVIEW
Hella Bartnig
FOTO
Jiyang Chen
5
Düsseldorfer Schauspielhaus — Junges Schauspiel — Bürgerbühne
— Spielzeit 2017/18 — www.dhaus.de — Sichern Sie sich jetzt Ihre Karten
für die ersten Premieren der neuen Saison — Der Vorverkauf läuft!
In der Stadt
Central — Große Bühne
Central — Kleine Bühne
Münsterstraße 446
The Queen’s Men
Eine Shakespeare-Komödie
von Peter Jordan
Regie: Peter Jordan und
Leonhard Koppelmann
Uraufführung am
16. 9. 2017
— Im Theaterzelt an den
Rheinterrassen
Die Orestie
Tragödie von Aischylos
Regie: Simon Solberg
Premiere am 14. 9. 2017
Ellbogen
von Fatma Aydemir
Regie: Jan Gehler
Uraufführung am
15. 9. 2017
Paradies
von Lutz Hübner und
Sarah Nemitz
Für alle ab 14 Jahren
Regie: Mina Salehpour
Uraufführung
am 23. 9. 2017
Der Sturm
von William Shakespeare
Für Erwachsene und
Kinder ab 9 Jahren
Regie: Liesbeth Coltof
Premiere am 22. 9. 2017
— Im Theaterzelt an den
Rheinterrassen
Mit den Ensembles des
Jungen Schauspiels und
des Düsseldorfer Schauspielhauses
Die Schneekönigin
Kinder- und Familienstück nach Hans Christian
Andersen
Für alle ab 6 Jahren
Regie: Kristo Šagor
Premiere am 12. 11. 2017
— Im Capitol in der
Erkrather Straße
Fabian oder Der Gang
vor die Hunde
von Erich Kästner
Regie: Bernadette
Sonnenbichler
Premiere am 14. 10. 2017
Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht mit
Musik von Kurt Weill
Regie: Andreas Kriegenburg
Premiere am 11. 11. 2017
Die Stützen der
Gesellschaft
von Henrik Ibsen
Regie: Tilmann Köhler
Premiere am 9. 12. 2017
Das kalte Herz
nach Wilhelm Hauff
Ein Spiel um Ansehen,
Gier und Ego
Regie: Christof
Seeger-Zurmühlen
Premiere am 1. 10. 2017
Nach der Probe
von Ingmar Bergman
Regie: Bernhard Mikeska
Premiere am 20. 10. 2017
Die Tage, die ich mit
Gott verbrachte
von Axel Hacke
Regie: Malte C. Lachmann
Uraufführung am
19. 11. 2017
Frühlings Erwachen
nach Frank Wedekind
Ein Abend mit Jugendlichen
und Eltern am
Rande des Nervenzusammenbruchs
Regie: Joanna Praml
Premiere am 15. 12. 2017
Do you feel the same?
Ein interkultureller
Liebesreigen
Regie: projekt.il
Uraufführung am
23. 10. 2017
Die Mitte der Welt
von Andreas Steinhöfel
Für alle ab 12 Jahren
Regie: Robert Gerloff
Premiere am 17. 11. 2017
O P E R N G A L A MI T T H O M A S H A MP S O N
GAR ANTEN FÜR EINE GROSSARTIGE OPERNGAL A
Götz Alsmann (Moderation), Stargast Thomas Hampson und Axel Kober (Musikalische Leitung)
Herr Hampson, Sie sind einer der meist gefeier- „leidenschaftlichen Grenzgänger“ bezeichnet. Woten Sänger der internationalen Musikszene und raus resultiert diese Lust, anderes Terrain zu
an den besten Opern- und Konzerthäusern der betreten?
Welt zu Hause. Ist Ihnen der Erfolg zugeflogen
oder haben Sie hart dafür arbeiten müssen?
Dies ist eine gute Frage. Ich vermute, dass
Neugier und die Begeisterung für Neues sowie
Dies ist eine eher ungewöhnliche Frage. Aber der damit verbundene Wille, dies auch auszuich habe apropos in Düsseldorf tatsächlich probieren und eine neue Dimension meiner
meine Europa-Karriere gestartet. Sicherlich sängerischen und musikalischen Fähigkeiten
baut sich keine Karriere nur auf Glück allein zu erlangen, in meinem Erbgut verankert sind.
auf. Meine entwickelte sich tatsächlich ziemlich rasant, gerade in den Anfängen, jedoch 2003 haben Sie die Hampsong Foundation geimmer Schritt für Schritt und auch im Wesent- gründet und sind zu einem „Botschafter des
lichen durch sehr harte Arbeit und proaktives amerikanischen Liedes“ geworden. Was ist das
Lernen von jedem Coach und Gesangslehrer, Anliegen dieser Foundation und welche Bedeuden ich hinzuziehen konnte.
tung hat der Liedgesang für einen Opernsänger?
Die Opernbühne ist ein wichtiges Metier Ihres
Schaffens. In einem BBC-Interview haben Sie
gesagt: „Opera is about dilemma, not about
plot.“ Was meinen Sie damit?
Hier meine ich besonders, dass Oper als
Kunstgattung in keiner Weise in ihrer Erzählkunst mit dem Fernsehen, dem Kino oder
auch dem Sprechtheater in Konkurrenz treten muss. Die essenzielle „Erzählung“ oder
Handlung eines jeden Opernabends ist die
Erforschung der menschlichen Verfassung.
Abhängig vom Opernstoff kann dies durchaus
auch wie ein realistischer Theaterplot erscheinen. Eigentlich jedoch gibt der Komponist die
Dramaturgie, die musikalischen Impulse und
sogar jeden Atemzug des Sängers vor. Ergo
ist die Oper eine musikalische Kunstform.
Neben den großen Opernpartien haben Sie
auch ein umfangreiches Repertoire, das Operette, Songs, Oratorien und Broadway Musicals einschließt. Sie haben sich selbst als einen
Meiner Foundation oder Stiftung geht es tatsächlich um das Lied und die Melodie. Das
Lied ist eine wundervolle Kunstform und besteht aus zwei eigenständigen Künsten, nämlich der Musik, die ohne Worte auskommt,
und Worten beziehungsweise Lyrik, die ohne
Musik auskommt. Wenn diese nun in Verbindung treten, entsteht ein mächtiger Dialog
im metaphorischen Sinne aus Intellekt und
Emotionen – Herz und Geist, wie Pascal sagen
würde. Das Lied wird zu einer Art Tagebuch
von menschlicher Erfahrung mit dem Blick
des Poeten und dem Gehör des Komponisten.
Wir Sänger machen diesen Dialog und die
Erfahrung hörbar. Für mich ist es selbstverständlich, dass die intimen Möglichkeiten des
Liedes die theatralische Erfahrung der Bühnenaufführung verstärken. Ich liebe Musik
und Stimmen so sehr wie andere auch, doch
wenn ich Gesang höre, möchte ich gerne Gedanken und Sprache hören, die sich Musik
nennt.
Im April dieses Jahres haben Sie im Wiener
Konzerthaus mit dem Bassbariton Luca Pisaroni ein Konzert mit dem Titel „No Tenors allowed“ gestaltet. Verbirgt sich dahinter ein wenig
Neid auf die Tenöre, die musikalischen Herzensbrecher der Opernwelt?
Die Konzerte mit meinem Schwiegersohn
Luca Pisaroni sind pures Vergnügen. Sie sind
wundervolle Abende mit etwas ungewöhnlichem Programm, das sich auf die tieferen
Stimmen der Opernwelt konzentriert. Sie wären überrascht, wie interessant dieses Repertoire ist. Ich versichere Ihnen, dass der Titel
unseres Programmes lediglich ein Augenzwinkern ist und keinen Bezug auf die guten Verhältnisse mit unseren Kollegen aus dem Tenorfach nimmt.
Neben Ihren eigenen künstlerischen Aufgaben
kümmern Sie sich seit längerem auch um den
sängerischen Nachwuchs, geben Meisterkurse
oder leiten die Lied-Akademie beim Heidelberger Frühling. Welchen generellen Rat können Sie
jungen Sängerinnen und Sängern mit auf den
Weg geben?
Ich versuche, alle meine jungen Kollegen darin zu bestärken, sich selbstständig zu entfalten – als Sänger und Künstler einerseits, aber
zunächst auch als Menschen. Das Studium des
Singens sollte meiner Meinung nach nicht das
Anstreben einer Stimme für die Theater- oder
Entertainmentindustrie sein.
Ich danke Ihnen herzlich für dieses Gespräch. ——
O P E R N G A L A M I T S TA R G A S T T H O M A S H A M P S O N
Sa 08.07.2017, 19.00 Uhr – Opernhaus Düsseldorf
M L Axel Kober M O D Götz Alsmann // Mit: Lavinia Dames, Luiza Fatyol, Maria Kataeva & Thomas Hampson // Duisburger Philharmoniker
K A R T E N 49,00 | 69,00 | 98,00 | 129,00 | 152,00 | 175,00 €
Im Eintrittspreis ist ein Begrüßungsgetränk vor Konzertbeginn inbegriffen.
V I P - K A R T E N (inkl. Galadinner mit Künstlern und Ehrengästen im Anschluss) 300,00 € + Spendenmöglichkeit
Verkauf direkt über den Freundeskreis: Tel. +49 (0) 211.827 1038, [email protected]
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D E R R IN G D E S NIB E L U N G E N
DA S
B ÜR GERL ICHE
NEU
ZU S A MMENSE T ZEN
Gedanken zur Vorbereitung
des „Rheingolds“
TEX T
Bernhard F. Loges
FOTOS
Susanne Diesner
„VAT E R R H E I N U N D S E I N E T Ö C H T E R “
Brunnenplastik vor dem Ständehaus Düsseldorf von Karl Janssen und Josef Tüshaus, 1897
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DA S R HE IN G O L D
B E I M KO N Z E P T I O N S G E S P R Ä C H
Dietrich W. Hilsdorf
Komponierte Richard Wagner das berühmte Es-Dur zu Beginn seines wohl noch viel mehr widersprüchliche Publikationen und Stand„Rheingolds“, weil die Zweizylinder-Zwillingsdampfmaschine der Elb- punkte. Der Kapellmeister, der bei der 1848er-Revolution die Glodampfer in seiner sächsischen Heimat in genau dieser Tonart erklang? cken in Dresden Sturm läutete und in „Kunst und Revolution“ eine
Ist Wagners Rhein nicht ohnehin eher die Elbe? Schließlich hatte der neue Gesellschaftsordnung forderte, steht dem Antisemiten Wagner
Komponist den deutschen Schicksalsstrom, wie der Rhein häufig ge- gegenüber, der gegen alle giftete, die ihm und seiner Weltsicht wider­nannt wurde, noch nie gesehen, als er von 1848 bis 1853 die Dichtung sprachen. Schon seine eigenen Schriften sind unüberschaubar. Das
zu seinem „Ring des Nibelungen“ verfasste. Erst 1860 berichtete er enorme Mitteilungsbedürfnis des Sachsen stieß bereits dem Düsselvon seiner ersten Rheinfahrt. Die Elbe lag ihm geographisch näher, dorfer ­Kapellmeister Robert Schumann auf: „Für mich ist Wagner uner war die Flussfahrten von Dresden nach Böhmen gewohnt und so möglich; er ist gewiss ein geistreicher Mensch, aber er redet in einem
manche Naturbeschreibung im „Rheingold“ weist sogar auf einzel- fort. Man kann doch nicht immer reden.“ Die Äußerungen anderer
ne Uferabschnitte hin. Andererseits fließt der Rhein bei Wagner von Künstler über Wagner füllen zahlreiche Bücher. Friedrich Nietzsches
rechts nach links. Betrachtete er ihn also aus französischer Perspektive? Abkehr von seinem verehrten Meister in „Der Fall Wagner“ ist legendär:
„Wagner’s Kunst ist krank. Die Probleme, die er auf die Bühne bringt –
lauter Hysteriker-Probleme –, das Convulsivische seines Affekts, seine
überreizte Sensibilität, sein Geschmack, der nach immer schärfern
Wagner ist ein Verführer, der mit seinen
Würzen verlangte, seine Instabilität, die er zu Principien verkleidete,
Erinnerungsmotiven den Zuhörer lenkt,
nicht am wenigsten die Wahl seiner Helden und Heldinnen, diese
ihn bevormundet, dessen Orchester immer als physiologische Typen betrachtet (– eine Kranken-Galerie! –): Alles
zusammen stellt ein Krankheitsbild dar, das keinen Zweifel lässt. Wagschon mehr weiß als seine Figuren und
ner est une névrose.“
das Ende schon ahnt, als es für diese
noch nicht absehbar ist.
Und dann ist da vor allem Richard Wagners Musik, der man sich
nicht entziehen kann. Wagner ist ein Verführer, der mit seinen Erinnerungsmotiven – der Begriff „Leitmotiv“ stammt nicht vom Komponisten selbst – den Zuhörer lenkt, ihn bevormundet, dessen Orchester immer schon mehr weiß als seine Figuren und das Ende schon
ahnt, als es für diese noch nicht absehbar ist.
Zahlreiche Theorien und Fragen begegnen einem, wenn man sich dem
„Ring des Nibelungen“ nähert. Unmengen an Büchern wurden über
ihn verfasst, jede einzelne Figur scheint von allen Seiten beleuchtet
und durchanalysiert. Und doch faszinieren der Vorabend und die drei
Tage – wie Wagner die vier Werke untertitelte – immer wieder aufs Neue.
Bei der Auseinandersetzung mit der Person Richard Wagner gibt es
Der Geist der Romantik, aus dem heraus Richard Wagner seine Tetralogie schrieb, war geprägt von der ununterbrochenen Auseinander-
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D E R R IN G D E S NIB E L U N G E N
Regisseur Dietrich W. Hilsdorf, Dramaturg Bernhard F. Loges und Bühnenbildner Dieter Richter
setzung mit den Umwälzungen seiner Zeit, der beginnenden Industrialisierung und dem Erstarken des Bürgertums, das seinen eigenen
Platz behauptete – zunächst gegen die Fürsten, dann gegen die Arbeiter, auf deren Kosten es sein Kapital anhäufte. Wagner, der gerade noch als Revolutionär Manifeste geschrieben hatte, musste nach
Zürich fliehen und plante ein Werk um einen charismatischen Sozialrevolutionär, der ein neues, menschlicheres Zeitalter begründen
soll. Nachdem er Pläne zu einem Barbarossa-Drama und einer Jesus
von Nazareth-Oper verworfen hatte, verfasste er 1848 die Dichtung
der Heldenoper „Siegfrieds Tod“, aus der schließlich die „Götterdämmerung“ werden sollte. Sein Weg führte ihn in den folgenden fünf
Jahren vom Endspiel „Götterdämmerung“ über das Heldenmärchen
„Siegfried“ und das Beziehungsdrama „Walküre“ hin zum Satyrspiel
„Rheingold“, mit dessen Komposition er 1853 die musikalische Konzeption seines „Ring des Nibelungen“ eröffnete.
Wagners eigene politische Gegenwart
blieb stets der Motor seines größten
Werkes.
Alle dramaturgische Recherche im Vorfeld eines „Ring“-Projektes
bedeutet eine Auseinandersetzung mit Widersprüchen. Zunächst einmal muss dieser Berg an Büchern – wie er sich im wörtlichen Sinne
auf dem Vorbereitungstisch stapelt – zur Kenntnis genommen werden,
um sich dann von diesem Ballast zu befreien und den Stücken „rein“
zu begegnen. Bei einem Werk, dessen Rezeptionsgeschichte so überladen ist – da sind sich Regisseur Dietrich W. Hilsdorf und Bühnen-
bildner Dieter Richter einig – ist es entscheidend, „dem Stück nicht
hinterherzulaufen, sondern es in die Zange zu nehmen“. Dietrich
W. Hilsdorf beginnt seine Arbeit an allen Stücken, die er inszeniert,
mit einer intensiven Lektüre des Textes dieser Werke. Mit verteilten
Rollen wird laut gelesen, jeder Satz beleuchtet, nach seiner Bedeutung
für die Charaktere und für den Gesamtkontext befragt. Dann stellt
sich die Frage nach der Herangehensweise: Wollen wir einen Bogen,
der alles zusammen erklärt? Wollen wir überhaupt erklären oder
nicht vielmehr erzählen? Es kristalliert sich heraus, dass es uns interessiert, jedes Stück für sich zu denken und dann daraus die Verknüpfungen entspringen zu lassen.
Wagners eigene politische Gegenwart blieb stets der Motor seines
größten Werkes und nicht zuletzt seit Patrice Chéreaus Bayreuther
„Jahrhundert-Ring“ (1976–1980) ist eine Rezeption des Werkes aus
seiner Zeit heraus auf der Opernbühne angekommen.
„Das Rheingold“, in dem alle Konflikte der Tetralogie bereits vorprogrammiert sind, kann wie eine Collage aus Bildern des Bürgertums
im 19. Jahrhundert gesehen werden, in dessen Idylle die wirtschaftlichen und sozialen Krisen seiner Zeit einbrechen. Für George Bernard
Shaw war „Der Ring des Nibelungen“ 1898 in seinem „WagnerBrevier“ ein Drama der Gegenwart und keine Geschichte aus grauer
Vorzeit, als es noch Götter und Riesen gab. Die ganze Welt, die dem
Kapital verfallen scheint, ist hier in einen gesellschaftlichen Kontext
des Niedergangs eingebunden. Neben dem „Ring des Nibelungen“ gab
es Ende des 19. Jahrhunderts nur ein künstlerisches Großprojekt, das
sich mit ihm vergleichen lässt: Émile Zolas Rougon-Macquart-Zyklus.
Zwanzig Romane, in denen der französische Naturalist seine Zeit in
allen Facetten porträtierte. Der Literaturwissenschaftler Adrian Daub
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DA S R HE IN G O L D
bezeichnete Wagner und Zola in seinem Artikel „Verdorbenes Fleisch
und im Hintergrund Gebrüll“ in der FAZ (24. Juni 2015) als „die beiden großen Familien-Apokalyptiker des neunzehnten Jahrhunderts.
Bei ihnen ist die bürgerliche Familie Schicksal, aber ebenso geheimes
Triebwerk der Geschichte“. Die naturalistischen Schilderungen Zolas,
der die Industrialisierung durch drastische Bilder von Kohlengruben,
Aufständen und Katastrophen evoziert, trifft auf Wagners schuftende
Nibelungen unter Herrschaft ihres neureichen Herrschers Alberich.
Beim Anblick der Londoner Hafenanlagen merkte Wagner bereits
an: „Der Traum Alberichs ist hier erfüllt. Nibelheim, Weltherrschaft,
Tätigkeit, Arbeit, überall der Druck des Dampfes und Nebel.“ Diese
wenigen Parallelen, die der Umfang eines Magazinartikels ermög-
licht, ließen sich beliebig fortsetzen. Natürlich wäre eine Gleichsetzung von Wagners Musikdrama und Zolas Romanzyklus zu kurz gegriffen, aber eine Lektüre des „Rheingolds“ mit Zola im Hinterkopf
führt zu zahlreichen schlüssigen Bildern, die seine Aktualität und
seine politische Sprengkraft zu Wagners Zeit verstehen und nachempfinden lassen. ——
R I C H A R D WA G N E R – D A S R H E I N G O L D
In deutscher Sprache mit Übertiteln // Dauer: ca. 2 ½ Stunden, keine Pause
M L Axel Kober I Dietrich W. Hilsdorf B Dieter Richter K Renate Schmitzer L Volker Weinhart D Bernhard F. Loges // W O TA N Simon Neal D O N N E R Torben
Jürgens F R O H Ovidiu Purcel L O G E Norbert Ernst F R I C K A Reneé Morloc F R E I A Sylvia Hamvasi E R D A Susan Maclean A L B E R I C H Michael Kraus
M I M E Cornel Frey FA S O LT Bogdan Taloş FA F N E R Thorsten Grümbel W O G L I N D E Anke Krabbe W E L L G U N D E Maria Kataeva F L O S S H I L D E Ramona
Zaharia // Düsseldorfer Symphoniker
O P E R N W E R K S TAT T Mo 19.06.2017, 17.00 Uhr – Opernhaus Düsseldorf (Eintritt frei)
P R E M I E R E Fr 23.06.2017, 19.30 Uhr – Opernhaus Düsseldorf (ausverkauft)
O P E R N H A U S D Ü S S E L D O R F So 25.06. | Do 29.06. | So 02.07. | Mi 12.07. | Fr 14.07. | So 16.07.2017
O P E R N W E R K S TAT T Do 26.10.2017, 18.00 Uhr – Theater Duisburg (Eintritt frei)
P R E M I E R E Sa 04.11.2017, 19.30 Uhr – Theater Duisburg
T H E AT E R D U I S B U R G Do 09.11. | Fr 24.11. | So 03.12. | Sa 16.12. | Do 21.12.2017
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B A L L E T T A M R HE IN – b . 32
ODE A N
DA S PR A L L E
L EBEN
Martin Schläpfer choreographiert
Gioacchino Rossinis
„Petite Messe solennelle“
UND TA NZ
MI T
DEM T OD
TEX T
Anne do Paço
FOTO
Gert Weigelt
12
P E T I T E ME S S E S O L E NNE L L E
13
B A L L E T T A M R HE IN – b . 32
Sie erwacht aus unruhigen Träumen, auf dem kalten Boden unter
einer Reihe von Stühlen. Mit einem Gebet auf den Lippen muss sie
dort eingeschlafen sein, den Rosenkranz fest um die rechte Hand geschlungen. Doch es hat nichts geholfen, niemand hat geholfen. Voller Schrecken spürt sie, wie das Leben in die eisigen Glieder zurückkehrt. „Kyrie eleison“ – „Herr, erbarme Dich“ singt der Chor. Sie ist
nicht alleine. Vier Männer – auch sie auf der Erde kauernd – beginnen
sich ebenfalls zu regen. Einer klopft auf den Boden und hört in diesen hinein, als wäre dort jemand eingeschlossen. Doch niemand gibt
Antwort. Die Frau wird hin- und hergeworfen im Raum, durchrennt
diesen mit zum Himmel geöffneten Armen, gerät aber immer wieder
ins Stolpern, stürzt zu Boden, faltet die Hände, richtet sich wieder auf,
hinkt. Ihre Augen sind die einer Verzweifelten auf der Grenze zum
Wahnsinn. Schließlich schwinden ihr die Kräfte, leblos fällt ihr Körper
in sich zusammen, gerade noch aufgefangen von einem der Männer.
„Christe eleison“ – „Christus, erbarme Dich“! Aus dem Hintergrund
schaut jemand all dem zu, ein Mütterchen, vielleicht eine Heilige, eine
Muttergottes.
„Ich höre die ‚Petite Messe solennelle‘ schon seit sehr vielen Jahren
und dachte immer wieder über ihre Vertanzung nach. Das Werk
ist von einer solchen Schönheit, dass es einen einfach mitnimmt“,
verriet Martin Schläpfer vor Beginn der Proben zu seinem neuesten
abendfüllenden Ballett zu einer Komposition, die zu den bedeutendsten katholischen Messvertonungen des 19. Jahrhunderts zählt und dabei zugleich eine Sonderstellung einnimmt. Denn auf faszinierende
Weise spiegelt diese Partitur wider, wie sich Rossini der verwirrenden
Vielschichtigkeit von Glaubensfragen im 19. Jahrhundert stellte, indem er mit geradezu ironischer Distanz Opernhaftes ebenso integrierte wie mit einer großen Ehrlichkeit zutiefst Religiöses, aber auch mondäne Tanzmusikanklänge mit einer eigentümlichen Nachdenklichkeit
verschränkte. Das „Christe eleison“, im streng-kontrapunktischen
„stile antico“ gesetzt, ist in der berührend-ernsten Schlichtheit eines
A-capella-Gesangs des Chores von geradezu überirdischer Eindringlichkeit – auch wenn Rossini sich hier einen Einfall eines französischen Komponisten-Kollegen „borgte“. Ein Prélude réligieux, aber
auch andere kontrapunktische Abschnitte wie die raffinierte Chorfuge „Et vitam venturi“ zeigen, wie intensiv Rossini sich mit der Musik Johann Sebastian Bachs auseinandersetzte. Immer wieder kommt
es aber auch zu plakativ auftrumpfenden Gesten wie zu Beginn des
„Gloria in excelsis Deo“ oder geradezu frechen Aufmärschen wie in
der Begleitung des opernhaften Tenorsolos „Domine Deus“. „Es ist
geistliche Hausmusik, zu der man beten und gläubig sein, aber auch
Kuchen, Brot oder wohlriechende Würste essen, flirten und sich unterhalten kann“, erläutert Martin Schläpfer – auch mit Blick auf die
besonderen Entstehungsumstände der Komposition.
Es ist nicht nur eine einfache Bühne, auf der Martin Schläpfer sein
45-köpfiges Ballett am Rhein zu Gioacchino Rossinis „Petite Messe
solennelle“ tanzen lässt. Sein Bühnen- und Kostümbildner Florian
Etti hat ihm vielmehr einen Raum gebaut, der sakral und weltlich zugleich ist, ein modernes Gotteshaus sein kann, aber auch ein italienischer Marktplatz. Eine Architektur, die sich als Ineinander von Außen
und Innen, Offenheit und Geschlossenheit zeigt, als Hülle für einen
„heiligen“ Ort, zu dem jeder seine Nöte, Ängste und Sorgen, aber auch
allen weltlichen „Dreck“ tragen kann, in dem Rituale zwischen allzu
viel Menschlichem banalisiert erscheinen, in dem sich lustig gemacht Rossini war der einflussreichste, erfolgreichste und meistgespielte
und gelacht, gegessen und getrunken wird und doch die „Petite Messe“ Opernkomponist seiner Generation – bis 1829. Denn in diesem Jahr –
ihre Feierlichkeit, ja Heiligkeit bewahrt in all den Momenten, in de- er hatte gerade seine erste Grand Opéra „Guillaume Tell“ in Paris zur
nen der Tanz als etwas höchst Kostbares und voller Schönheit zu sich Uraufführung gebracht – entschied er sich, dem europäischen „Opernund den Menschen findet.
zirkus“ den Rücken zu kehren. Gerade erst 37 Jahre alt ging er quasi
BALLE T T AM RHEIN – b.32
Dauer: ca. 1 ¾ Stunden, eine Pause
M „Petite Messe solennelle“ für Sopran, Alt, Tenor, Bass, zwei Klaviere, Harmonium und gemischten Chor sowie Klavierstücke aus den „Péchés de vieillesse“
von Gioacchino Rossini C H Martin Schläpfer M L Axel Kober / Gerhard Michalski C Gerhard Michalski B & K Florian Etti L Volker Weinhart S O P R A N Morenike
Fadayomi / Sarah Ferede A LT Katarzyna Kuncio / Susan Maclean T E N O R Corby Welch / Ovidiu Purcel B A S S Günes Gürle / David Jerusalem / Torben Jürgens
K L AV I E R Eduardo Boechat, Wolfgang Wiechert & Dagmar Thelen H A R M O N I U M Patrick Francis Chestnut
Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg //Chor der Deutschen Oper am Rhein
B A L L E T T W E R K S TAT T Di 30.05.2017, 18.00 Uhr – Opernhaus Düsseldorf (Eintritt frei)
P R E M I E R E N Fr 02.06.2017, 19.30 Uhr – Opernhaus Düsseldorf
Sa 14.10.2017, 19.30 Uhr – Theater Duisburg
O P E R N H A U S D Ü S S E L D O R F So 04.06. | So 11.06. | Sa 24.06. | Do 06.07. | Fr 07.07. | Di 11.07. | Sa 15.07. | Mi 22.11. | Sa 02.12.2017 | Fr 16.03. | So 08.04.2018
T H E AT E R D U I S B U R G Sa 21.10. | So 12.11. | Do 16.11.2017
AUF GASTSPIEL
Mi 21.06.2017, 18.00 Uhr – Ludwigsburger Schlossfestspiele (Forum am Schlosspark) / www.schlossfestspiele.de
ZUM WEITERLESEN
In unserem aktuellen Ballettmagazin b – No 7 schreibt der ZEIT-Musikkritiker Volker Hagedorn über einen „Sonntagnachmittag anno 1864 in der Rue Moncey 12“,
an dem Gioacchino Rossini seine „Petite Messe solennelle“ in Paris zur Uraufführung brachte.
Das Ballettmagazin ist für 6 Euro in unserem Opernshop Düsseldorf, an der Theaterkasse Duisburg, während der Vorstellungen in unseren Foyers und online
(+ 3 Euro Versand) unter www.ballettamrhein.de erhältlich.
IM FERNSEHEN
In der Fernsehregie von Peter Schönhofer zeichnet das ZDF in Kooperation mit 3sat die Premiere von „Petite Messe solennelle“ auf.
S E N D E T E R M I N Sa 22.07.2017, 20.15 Uhr – 3sat
14
P E T I T E ME S S E S O L E NNE L L E
„Das zutiefst Menschliche, Fehlerbehaftete, leicht
Geschwätzige interessiert mich, aber auch die Italianità,
das Südliche, Sinnliche, die Lebensfreude, die Hitze –
das poröse Gestein zwischen Leben und Gelebtem, Geistigem
und Göttlichem, Niedrigem und Hohem, Tanz, Theater,
Poesie und Commedia dell’arte.“
M A R T IN S C HL Ä P F E R
in „Rente“, unternahm zwar noch einige größere Reisen und leitete onen für sein Ballett, ohne aus diesem ein konkretes Stück über den
noch für einige Jahre als Direktor das Konservatorium von Bologna, Komponisten Rossini zu machen. Erneut arbeitet er dabei unter der
um sich dann aber endgültig in seiner Wahlheimat Paris niederzu- mu­sikalischen Leitung von Axel Kober – wie bereits in seiner Cholassen und sich vor allem einer anderen Kunst, die er genauso leiden- reographie zu Johannes Brahms’ „Ein Deutsches Requiem“ – mit
schaftlich wie die Musik liebte, zu widmen: der Kunst des Kochens. Solisten und dem Chor der Deutschen Oper am Rhein zusammen.
War man an einem Samstag Abend in Rossinis Villa in Passy oder in Zu dem „protestantischen“, auf zutiefst ernste Weise sich mit den
seiner Pariser Stadtwohnung eingeladen, so durfte man sicher sein, menschlichen Grundfragen um Leben und Tod, Trauer und Hoffnung
einem Diner mit den erlesensten Zutaten beizuwohnen und mehr: auseinandersetzenden „Deutschen Requiem“ verhält sich für Martin
längst zählten die Feste des Komponisten zu den wichtigsten gesell- Schläpfer die „Petite Messe solennelle“ wie das katholisch-südliche
schaftlichen Ereignissen im Paris Napoleons III. Immer wieder griff Gegenstück: „Mich interessiert das poröse Gestein zwischen Leder Komponist für diese Anlässe aber auch zum Notenpapier und ben und Gelebtem, Geistigem und Göttlichem, Niedrigem und Hoschuf mit der Zeit eine beachtliche Sammlung kleinerer Kammer- hem, Tanz, Theater, Poesie und Commedia dell’arte“. Premiere ist am
musiken, Lieder und Duette, die er nicht mehr zu seinem gültigen 2. Juni 2017 im Opernhaus Düsseldorf. ——
Œuvre zählte, sondern voller Understatement als „Péchés de vieillesse“ („Alterssünden“) bezeichnete – Werke, die uns Rossini von einer
intimeren Seite zeigen: als Genießer, Schwärmer und einen Träumer,
der auch in Frankreich seine Liebe zu seinem heißgeliebten Italien
nie verlor.
Zu einer besonderen „Alterssünde“ ließ er sich schließlich 1864 für
einen privaten Anlass engagieren und komponierte seine so ganz
und gar nicht kleine „Petite Messe solennelle“. Die Uraufführung fand
am 14. März des Jahres nur vor geladenen Gästen zur Einweihung
der Privatkapelle des Grafen Alexis Pillet-Will in Paris statt, was die
kleine, in der französischen Musik aber durchaus nicht unübliche und
klanglich äußerst reizvolle Besetzung mit zwei Klavieren und Harmonium anstelle eines Orchesters als Begleitung der vier Solisten und des
Chores erklärt. „Lieber Gott – voilà, nun ist diese arme kleine Messe
beendet. Ist es wirklich heilige Musik, die ich gemacht habe, oder ist
es vermaledeite Musik? Ich wurde für die Opera buffa geboren, das
weißt Du wohl! Wenig Wissen, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also
gepriesen und gewähre mir das Paradies“, schrieb Rossini im Vorwort
zu seiner Partitur voller Humor und ergänzte in der Besetzungsangabe: „Es gibt unter deinen Jüngern solche, die falsche Töne anschlagen.
Aber beruhige dich, Herr, ich versichere dir, dass die Meinen deinen
Lobpreis richtig und ‚con amore‘ singen werden.“
Komponiert hatte er eine Ode an das pralle Leben, die aber auch
ein übermütiges Trinklied auf den Tod und melancholisches Zwiegespräch mit Gott ist – und genau dies ist es, was Martin Schläpfer
in seinem neuesten Tanzstück interessiert: „Das zutiefst Menschliche, Fehlerbehaftete, leicht Geschwätzige“ – so der Choreograph
– „aber auch die Italianità, das Südliche, Sinnliche, die Hitze“. Viele
Details aus Rossinis eigenem Leben – seine Lebensfreude, sein Genießertum, aber auch seine zahlreichen Depressionen und Krankheiten – liefern Martin Schläpfer ein fruchtbares Feld an Assoziati-
ZERO1
IHR KONZERTSAAL ZU HAUSE!
Beratung und Verkauf:
Exclusive Hifi Technik Uwe Jessen
Tel.: 02 11- 87 74 49 59
www.jessen-highend.de
Robert - Schumann - Saal | Kulturzentrum Ehrenhof | Düsseldorf
ROBERT-SCHUMANN-SAAL HIGHLIGHTS
So, 5.11.2017, 17 Uhr
So, 15.10.2017, 17 Uhr
Hannelore Hoger Rezitation
Siegfried Gerlich Klavier
Classica Cubana
Marialy Pacheco, © Markus Jans
M. Pacheco Klavier | A. Maiburg Flöte
J. Clerch Gitarre | I. Scavuzzo Tanz
Ein Ausflug ins Dreiländereck zwischen
Folklore, Latin und Jazz
Briefe und andere Geschichten über die Liebe
Mit Texten von Tucholsky, de Beauvoir u. a.,
Musik von Gershwin, Debussy u. a.
© Weverinck-Management
So, 3.12.2017, 17 Uhr
So, 26.11.2017, 17 Uhr
Christian Tetzlaff Violine
Lars Vogt Klavier
Rufus Beck Rezitation
Klavierduo Anna & Ines Walachowski
Sonaten für Klavier und Violine Nr. 1 – 3
von Johannes Brahms
© Giorgia Bertazzi
Die Reise nach Petuschki – der Kultroman
von Wenedikt Jerofejew mit Musik von Chopin,
Rachmaninow, Tschaikowsky und Brahms
© Christian Kaufmann
So, 10.12.2017, 17 Uhr
So, 17.12.2017, 17 Uhr
Nikolai Tokarev Klavier
Miroslav Nemec Rezitation
Udo Wachtveitl Rezitation
Tokarev gehört zu den herausragendsten
Musikern seiner Generation.
Werke von Mussorgsky und Tschaikowsky
Streichquintett des
Radio-Sinfonieorchesters des SWR
„Eine Weihnachtsgeschichte“ nach Dickens
© Stefan Nimmesgern
© Privat
2. Weihnachtstag 2017, 17 Uhr
So, 14.1.2018, 17 Uhr
Schumann Quartett
Alexander Zemtsov Viola
Maximilian Hornung Violoncello
Fritz Karl Rezitation
Tango de Salón
„Du hörst mir ja doch nie zu ...“
Kurzgeschichten von Luis Fernando Verissimo
mit Tangomusik aus aller Welt
Brahms Streichsextette u. a.
© Laurent Ziegler
Schumann Quartett, © Kaupo Kikkas
So, 28.1.2018, 17 Uhr
So, 21.1.2018, 17 Uhr
Elbtonal Percussion
Joachim Król Rezitation
L'Orchestre du Soeil
Un-Schlagbar! – Das Beste von den Anfängen bis heute. Atemberaubend präzisvirtuose Trommelkunst zwischen Klassik,
Minimal und Weltmusik
„Der erste Mensch“ nach Albert Camus
Mit Musik aus Elementen des arabischen
Rai und der französischen Musette
© Emanuela Danielewicz
© 2VISTA, Hamburg
So, 4.3.2018, 17 Uhr
So, 18.2.2018, 17 Uhr
Elke Heidenreich Rezitation
Trio Vivente
Sabine Meyer Klarinette
Alliage Quintett Saxophon u. Klavier
Ein Abend für Robert Schumann
Mit Musik von Johannes Brahms, Clara
Schumann und Marc-Aurel Floros
Werke von Bernstein, Schostakowitsch,
Borodin, Saint-Saëns, Strawinsky u. a.
© Bettina Flittner
© Ira Weinrauch - Weinrauch Fotografie
So, 25.3.2018, 17 Uhr
Schumann Quartett
Herbert Schuch Klavier
Junge, hoch talentierte Gewinner internationaler Klavierwettbewerbe im Konzert
Do, 19.10.2017, 20 Uhr Shuan Hern Lee
Mo, 27.11.2017, 20 Uhr Lukáš Vondráček
Mi, 24.1.2018, 20 Uhr Filippo Gorini
Do, 15.3.2018, 20 Uhr Julian Trevelyan
Schostakowitsch Klavierquintett
und Werke von Beethoven
Herbert Schuch, © Felix Broede
Lukáš Vondráček, © Irene Kim
So, 15.4.2018, 17 Uhr
Quatuor Ebène
Streichquartette von
Beethoven, Fauré
und Bartók
© Julien Mignot
Mit
o
l - Ab8
h
a
W 17/1
Sa, 11.11.2017, 21 Uhr
Klassik & Soul
20
%
u 20
b is z b a t t
Ra
Mikis Takeover ! Ensemble
feat. Joy Denalane
Joy Denalane, © Eva Baales
Anschließend Party im Foyer
Karten an vielen VVK-Stellen, unter T 0211 274000 oder www.robert-schumann-saal.de
J U N G E O P E R A M R HE IN
K L E INE R M A NN
GANZ GROSS
Zur Premiere von
„Gullivers Reise“
MAUS-TÜRÖFFNER-TAG
Mit Malte Arkona im
Theater Duisburg
Die neue Kinderoper „Gullivers Reise“
Mit Gerald Reschs Familienoper „Gullivers Reise“ feiert die vierte Auftragskomposition im
Rahmen der Kooperation „Junge Opern Rhein-Ruhr“ nach ihrer Uraufführung in Dortmund
pünktlich zum „Maus-Türöffner-Tag“ am 3. Oktober 2017 Premiere im Theater Duisburg.
­Basierend auf einem Kapitel von Jonathan Swifts Roman „Gullivers Reisen“ hat der Theaterautor John von Düffel ein Schauspiel geschrieben, das er nun in ein Opernlibretto umgearbeitet
hat. Der für seine sensiblen Klänge bekannte österreichische Komponist Gerald Resch hat es als
Familienoper vertont, die den Umgang mit der Verschiedenheit von Menschen und ihren Sichtweisen ins Zentrum stellt. „Gullivers Reise“ berichtet mit Witz und Emotion, wie Freundschaft
über Äußerlichkeiten hinweg möglich ist, und dass es bei wahrer Größe nicht um die körper­
liche Statur geht, sondern um die Fähigkeit, Vorurteile überwinden zu können.
Der Schiffsjunge Gulliver geht bei einem Sturm über Bord und wacht am Strand der Insel
­Liliput wieder auf. Hier sind alle Bewohner winzig klein und sie binden den vermeintlichen
Riesen fest, damit er ihnen nichts tun kann. Manche würden ihn am liebsten sogar direkt umbringen. Nur das Mädchen Vaniliput kann ihre feindseligen Untertanen davon abbringen. Als
Gulliver schließlich die Insel vor der feindlichen Flotte schützt, scheint er gerettet. Doch noch
ist Gullivers Reise nicht beendet … ——
Am 3. Oktober 2017 heißt es: „Türen auf für
die Maus“. Diesmal sind auch wir an dem bundesweiten Aktionstag der beliebten „Sendung
mit der Maus“ beteiligt und öffnen am Tag der
deutschen Einheit um 14.00 Uhr die Türen
des Theaters Duisburg für Lach- und Sachgeschichten rund um die Theaterbühne. Mit dabei ist Malte Arkona, der beliebte Fernsehmoderator und Pate der Jungen Oper am Rhein,
der neugierig ist, was auf der Bühne passiert,
bevor sich um 18.00 Uhr der Vorhang zur
Premiere der neuen Familienoper „Gullivers
Reise“ hebt. Neben dieser aufschlussreichen
Bühnenbild-Show, die um 14.30 Uhr beginnt,
gibt es an dem Maus-Türöffner-Tag noch viel
mehr zu entdecken und auszuprobieren! ——
Familienoper für Kinder ab 8 Jahren
Libretto von John von Düffel //In deutscher Sprache mit Übertiteln // Dauer: ca. 1 ½ Stunden, keine Pause
M L Lukas Beikircher I Marcelo Diaz B & K Tatjana Ivschina L Volker Weinhart D Georg Holzer
G U L L I V E R Ibrahim Yesilay K A P I TÄ N / KÖ N I G Bruno Balmelli S T E U E R M A N N / S K Y R E S C H Richard
Šveda M A AT/ B E S U F F L I P U T Peter Nikolaus Kante VA N I L I P U T Kimberley Boettger-Soller R O S A L I L A
Lavinia Dames S M U TJ E / K A M M E R H E R R Peter Aisher // Chor der Deutschen Oper am Rhein //
Duisburger Philharmoniker
M A U S -T Ü R Ö F F N E R -TA G
Di 03.10.2017, 14.00 bis 18.00 Uhr –
Theater Duisburg
Eintritt frei
Im Anschluss:
GULLIVERS REISE (PREMIERE )
FA M I L I E N O P E R N W E R K S TAT T Do 28.09.2017, 18.00 Uhr – Theater Duisburg
Infos & weitere Aufführungen siehe links
P R E M I E R E Di 03.10.2017, 18.00 Uhr – Theater Duisburg
Karten 18,00 / erm. 10,00 €
T H E AT E R D U I S B U R G Sa 25.11., 18.00 Uhr | Di 28.11., 11.00 Uhr
Di 12.06., 11.00 Uhr | Mi 04.07., 11.00 Uhr | Mi 11.07., 11.00 Uhr
Eine Kooperation der Deutschen Oper am Rhein
mit dem Theater Dortmund und dem Theater Bonn
im Rahmen von „Junge Opern Rhein-Ruhr“
Gefördert im Rahmen des
Fonds Neues Musiktheater
17
S ONNTAGS UM EL F
Im Zeitalter des Barock erblühten zahlreiche
Orte Europas zu Musikmetropolen mit ganz
A R IA DNE AU F NA XO S
Zu einem festlichen Anlass ist die Oper „Ariadne auf Naxos“ komponiert worden, die in
Kürze beginnen soll. Dass jedoch nach ihrer
Aufführung ein komödiantisches Singspiel gegeben werden soll, ist eine Neuigkeit, die den
Komponisten und die Opernsänger erzürnt.
Zwischen ihnen und der Schauspieltruppe mit
der koketten Zerbinetta an der Spitze entflammt ein Streit. Als in letzter Minute der
Auftrag ergeht, dass beide Stücke gleichzeitig
aufzuführen sind, droht der Konflikt zu eskalieren. Zerbinetta rettet die Situation letztlich, indem sie den Komponisten charmant
umgarnt und beschließt, sich mit ihren
Kollegen improvisierend in die Handlung
zu mischen … Zum vorerst letzten Mal am
17. Juni im Opernhaus Düsseldorf!
17.00 „La Cenerentola“ à la carte
18.30 La Cenerentola
19.30 Ballett am Rhein – b.29
18.30 La Cenerentola
19.30 La Cenerentola
↗ OPERNHAUS DÜSSELDORF
11.00 Liedermatinee Foyer
18.30 Das Rheingold
19.30 Young Moves
19.30Tosca
19.30 Ballett am Rhein – b.32
19.30 Ballett am Rhein – b.32
19.00Operngala
15.00 Young Moves
19.30 Ballett am Rhein – b.32
19.30 Das Rheingold
19.30 Young Moves
19.30 Das Rheingold
19.30 Ballett am Rhein – b.32
15.00 Das Rheingold
↗ OPERNHAUS DÜSSELDORF
19.30 Ariadne auf Naxos
11.00 Symphoniker im Foyer Foyer
18.30 Die Zauberflöte
17.00 Opernwerkstatt: Das Rheingold
19.30Tosca
19.30 Das Rheingold
19.30 Ballett am Rhein – b.32
18.30 Das Rheingold
19.30 Das Rheingold
15.00 Ballett am Rhein – b.32
19.30 Ballett am Rhein – b.32
19.30 Don Pasquale
18.30 Ballett am Rhein – b.32
↗ OPERNHAUS DÜSSELDORF
↗ THEATER DUISBURG
↗ THEATER DUISBURG
↗ THEATER DUISBURG
SA 30
SO 24
* S SO 17
* WA
* P SA 23 19.30Turandot
FR 08 20.00 3. Haniel Klassik Open Air
September 2017
SO 16
SA 15
FR 14
DO 13
MI 12
DI 11
SO 09 15.00 Lucia di Lammermoor
* G SA 08
FR 07
DO 06
MI 05 11.00 Wo die wilden Kerle wohnen
* P DI 04
SO 02
SA 01 19.30 Don Carlo
Juli 2017
* FP SO 25 15.00 Der Opernbaukasten – Folge 2
DO 29 19.30 Don Carlo
FR 30 18.00 Sing together
SA 24
* P FR 23 19.30 Don Carlo
DO 22
MO 19
SO 18
SA 17 19.30 Don Carlo
FR 16 19.30 Der Graf von Luxemburg
DO 15 18.30 Don Carlo
MI 14 19.30Tosca
DI 13 11.00 Wo die wilden Kerle wohnen
SO 11 15.00 Wo die wilden Kerle wohnen
SA 10 19.30 Don Carlo
FR 09 19.30 Ballett am Rhein – b.31
DI 06 17.00 Opernwerkstatt: Don Carlo
MO 05 18.30Carmen
*F P SO 04
SA 03 19.30 Madama Butterfly
* P FR 02
Juni 2017
Oper und Ballett von Juni bis November
* WA
* S
* JO
* P
WO D IE WILD EN K ER LE WO H NEN
Regisseur Philipp Westerbarkei und Bühnenund Kostümbildnerin Tatjana Ivschina lassen
die Figuren aus Maurice Sendaks BilderbuchKlassiker in ihrer Inszenierung zu lebendi-
R E P E RTO IR E- K LASSIK ER
In den Repertoireklassikern „Carmen“ (bis
5. Juni im Theater Duisburg), „Madama
Butterfly“ (bis 3. Juni im Theater Duisburg)
und „Tosca“ (bis 14. Juni im Theater Duisburg und 5. Juli im Opernhaus Düsseldorf)
verschreiben sich drei ganz unterschiedliche
Protagonist­innen voll und ganz ihrem Verständnis von Liebe: mit unbändigem Willen
zur Selbstbestimmung, absoluter Hingabe gegen jede Vernunft oder bis zur Selbstaufopferung für den Geliebten. Jede geht ihren Weg
ohne Kompromisse – und jede wird das in den
Tod führen.
LA CENER ENTO LA
Jahrzehntelang wurde Jean-Pierre Ponnelle
als einer der Großmeister der Opernregie
rund um die Welt gefeiert. Seine legendäre
Inszenierung von Rossinis „La Cenerentola“,
die er u. a. 1969 in San Francisco, 1971 in
Florenz, 1973 an der Mailänder Scala und
wenig später an der Deutschen Oper am
Rhein inszenierte, ist ein berührender Auftakt für die Saison 2017/18: Zur Wiederaufnahme des Klassikers am 17. September (Karten zum Sonderpreis: 25 / 20
Euro) erwartet Sie ein besonderes Rahmenprogramm rund um Rossini – und auch die
Foyer-Gastronomie ist auf diesen italienischen Abend eingestellt!
eigenen Traditionen und Klangkulturen. Zu
ihnen zählten Venedig und Hamburg, deren
Musik der renommierte ungarische Cembalist Gábor Antalffy zusammen mit Sängern der
Deutschen Oper am Rhein und Düsseldorfer
Symphonikern im „Symphoniker im Foyer“Konzert am 18. Juni im Foyer des Opernhauses
Düsseldorf in den Fokus rückt. – An gleicher
Stelle interpretiert die spanische Sopranistin
Elena Sancho Pereg im Konzert der neuen
Reihe „Liedermatineen“ am 25. Juni Werke
von Komponisten ihrer Heimat wie Manuel
de Falla, Fernando Obradors, Eduard Toldrà,
Enrique Granados und Jesús Guridi. Begleitet
wird sie am Klavier von Operndirektor Stephen
Harrison.
19.30 Lucia di Lammermoor
19.30 Madama Butterfly
11.00 Symphoniker im Foyer Foyer
18.30 Wozzeck
10.30 Die Zauberflöte
19.30 Ballett am Rhein – b.32
19.30 Wozzeck
19.30 Madama Butterfly
18.00Hänsel und Gretel
15.00 Wozzeck
19.30 Lucia di Lammermoor
19.30 Die Zauberflöte
18.30 Les Contes d’Hoffmann
15.00Wozzeck
18.30 Les Contes d’Hoffmann
19.30Wozzeck
↗ OPERNHAUS DÜSSELDORF
19.30 Wozzeck
18.30 Les Contes d’Hoffmann
18.30 Die Zauberflöte
18.30 Lucia di Lammermoor
19.30 Die Zauberflöte
19.30 La Cenerentola
19.30 Ballett am Rhein – b.29
19.30 Ballett am Rhein – b.29
15.00 La Cenerentola
19.30 Die Entführung aus dem Serail
15.00 La Cenerentola
19.30 Meisterklasse maxhaus
17.00 Opernwerktstatt: Wozzeck
19.30 Ballett am Rhein – b.29
19.30Wozzeck
19.30 Die Entführung aus dem Serail
11.00 Symphoniker im Foyer Foyer
18.30Wozzeck
19.30 Wozzeck
18.30 Ballett am Rhein – b.29
18.30 Ballett am Rhein – b.29
↗ OPERNHAUS DÜSSELDORF
↗ THEATER DUISBURG
FR 27
DO 26 18.00 Opernwerkstatt: Das Rheingold
MI 25
SO 22
↗ THEATER DUISBURG
DO23
MI22
DI28 11.00 Gullivers Reise
SO 26
* FP FR24 19.30 Das Rheingold
* WA SA 25 18.00Gullivers Reise
*R
SO 19
* P SA 18 19.00 DRK-Gala 2017
FR17
DO16 19.30 Ballett am Rhein – b.32
MI15 11.00 Die Opernmacher
DI 14 18.00 Die Opernmacher
SO 12 15.00Ballett am Rhein – b.32
SA11
FR 10
DO 09 19.30 Das Rheingold
MI 08 19.00 Il trittico
SO05
SA04 19.30 Das Rheingold
FR 03 19.30 Le nozze di Figaro
DO 02
MI01
November 2017
* WA DI 31
SO 29 18.30 Le nozze di Figaro
* WA SA 28
* FP
SA 21 19.30 Ballett am Rhein – b.32
* P FR 20
DO 19
MO 16
SO 15
SO 08 18.30 Il trittico
* WA SA 14 19.30 Ballett am Rhein – b.32
SA 07
FR 06
DO 05 19.00 Il trittico
* WA MI 04
18.00 Gullivers Reise
DI 03 14.00 Maus-Türöffner-Tag
SO 01 18.30Turandot
Oktober 2017
* G
* JO
* JO
* P
* WA
* P
* WA
* JO
* P
LEGENDE
P Premiere FP Freundeskreispremiere WA Wiederaufnahme G Gala JO Junge Oper S Sonderveranstaltung
3 . H A NIE L K LASSIK O P EN A IR
Musikalischer Sommernachtstraum zum Beginn der neuen Spielzeit auf dem Opernplatz:
Gemeinsam mit der Duisburger Franz Haniel
& Cie. GmbH laden die Deutsche Oper am
Rhein und die Duisburger Philharmoniker am 8. September zum 3. Haniel Klassik
Open Air, dem großen Konzert direkt vor
dem Theater Duisburg. Axel Kober, seit 2009
Generalmusikdirektor der Deutschen Oper
am Rhein und ab 2017 zugleich Chefdirigent
der Duisburger Philharmoniker, gibt den
Takt an, Entertainer Götz Alsmann übernimmt mit kenntnisreich-humorvoller Elganz die Moderation – „Special Guests“: Victor Smolski und Peter Bursch’s All Star Band.
Der Eintritt ist frei!
gen Wesen werden und die Verwandlung
der Erwachsenenwelt in die der wilden ­Kerle
live auf der Bühne geschehen: Zu Oliver
Knussens leuchtend-dramatischer Musik verwandeln sich die Mutter und die restliche
Familie in die wilden Kerle, die Spielkameraden, die Max gerne in ihnen sehen würde –
am 11. Juni für Familien sowie 13. Juni und
5. Juli für Schulklassen im Theater Duisburg.
DON CARLO
VON S CHIL L ER
ZU V ERDI
„Don Carlo“ feiert
Premiere in Duisburg
Giuseppe Verdi liebte die Werke Friedrich Schillers und fühlte sich von Posa: Er bringt in der Oper die gleiche Ambivalenz mit wie in
ihm geistesverwandt. Der revolutionäre Freiheitssinn des deutschen Schillers Drama. In seinen „Briefen zu ‚Don Carlos‘“ schrieb Schiller
Dichters war ihm im von den Habsburgern besetzten Italien sehr 1788: „Carlos selbst war in meiner Gunst gefallen, vielleicht aus keinahe, und nicht zuletzt daher vertonte er viermal Stoffe Schillers, zu- nem andern Grunde, als weil ich ihm in Jahren zu weit vorausgesprunletzt „Don Carlos“. Im Spanien Phillipps II. ist für menschliche Be- gen war, und aus der entgegengesetzten Ursache hatte Marquis Posa
ziehungen, ob Freundschaft oder Liebe, kein Platz. Der König muss seinen Platz eingenommen. So kam es denn, dass ich zu dem vierten
mit Marquis Posa einen Geistesverwandten töten lassen, sein Sohn und fünften Akte ein ganz anderes Herz mitbrachte.“ Posa wird für
Carlo muss Elisabetta aufgeben, die einst ihm versprochen war und ihn die eigentliche Hauptfigur, doch auch er kann die Welt nicht nachnun seinen Vater heiraten muss, und verliert schlussendlich eben- haltig verändern. Der Pakt, den Carlos und Posa schließen und den
falls sein Leben. Allein die Macht des Großinquisitors ist ungebrochen der Prinz mit den berühmten Worten „Ich fürchte nichts mehr – Arm
in Arm mit dir / So ford’re ich mein Jahrhundert in die Schranken“ beund stärker denn je.
kräftigt, ist reine Selbstüberschätzung. Die Wahnvorstellung, gemeinVerdi hat sich bei der Charakterisierung seiner Figuren in „Don Carlo“ sam die Weltordnung umkrempeln zu können, ist Auslöser der alles
eng an Schillers Vorlage orientiert. Das betrifft vor allem Marquis verschlingenden Ereignisse.
20
DON CARLO
V IE R R O L L E ND E B Ü T S
Für jeden Bariton ist es ein Traum und eine Herausforderung, Posa
musikalisch wie szenisch zu verkörpern. In der Duisburger Premiere
wird Ensemblemitglied Bogdan Baciu ihn zum ersten Mal darstellen
und seinem Repertoire damit eine wichtige Partie hinzufügen. Neben
Gianluca Terranova, der bereits in der Düsseldorfer Premiere bejubelt wurde, wird Najmiddin Mavlyanov als Don Carlo debütieren.
Der russische Tenor, der gern gesehener Gast an Opernhäusern wie
der Royal Opera Covent Garden, dem Bolschoi Theater in Moskau
oder der Opera Vlaanderen in Antwerpen ist, war in der vergangenen
Spielzeit bereits als Cavaradossi in Puccinis „Tosca“ an der Deutschen
Oper am Rhein zu erleben. Nach ihrer gefeierten Interpretation der
Liù in Puccinis „Turandot“ ist die irische Sopranistin Celine Byrne
als Elisabetta di Valois erneut zu Gast und freut sich auf ihr Rollendebüt in dieser anspruchsvollen Partie. Ihre starke Gegenspielerin
Prinzessin Eboli, die vergebens auf die Liebe Carlos hofft, verkörpert
Sarah Ferede. Die Mezzosopranistin gehört seit 2012/13 dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein an und war in Duisburg bereits
als Charlotte in Massenets „Werther“ zu erleben.
B R E NNE ND E ME N S C HE N
In Verdis „Don Carlo“ stehen sich Privatheit und Öffentlichkeit gegenüber: das private Drama Carlos und Elisabettas sowie Philipps
unerwiderte Liebe zu letzterer auf der einen, die allwissende Inquisition und damit omnipräsente Macht auf der anderen Seite. Niemand
kann ihr entfliehen. Auch Posa, der glaubt, das Spiel der Macht beherrschen zu können, wird schon längst überwacht. Das vernichtende Autodafé, bei dem die Feinde der Inquisition verbrannt werden,
ist hier gleichbedeutend mit der Zerstörung jeglicher Privatsphäre
und Menschlichkeit. Es ist bei Schiller nicht szenisch dargestellt, in
der Oper jedoch ein zentrales Ereignis. Regisseur Guy Joosten sieht
„Don Carlo“ als permanentes Autodafé, auch im übertragenen Sinne:
Hier sterben für ihre Ideale brennende Menschen, die alle Opfer der
Macht eines Vaters sind – Macht eines Mannes, der „von oben“
kommt, mit dem von der Kirche instrumentalisierten Gott an der
Spitze. Ein packendes und emotional mitreißendes Drama, von
dessen Inszenierung Lars Wallerang in der Westdeutschen Zeitung nach der Düsseldorfer Premiere schrieb: „Das zum Sujet
bestens passende Bühnenbild ist der Trumpf der Inszenierung.
Regisseur Guy Joosten und sein Bühnenbildner Alfons Flores schufen eine Palastkulisse, die einerseits die Macht des Herrschers
Filippo II. zum Ausdruck bringt, aber gleichzeitig die Unsicherheit aufgrund ständiger Kontrolle durch die Inquisition erfahrbar
werden lässt.“ ——
TEX T
Bernhard F. Loges
FOTO
Hans Jörg Michel
GIUSEPPE VERDI – DON CARLO
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln // Dauer: ca. 3 ¼ Stunden, eine Pause
M L Lukas Beikircher I Guy Joosten B Alfons Flores K Eva Krämer L Manfred Voss C Gerhard Michalski D Bernhard F. Loges // F I L I P P O I I . Liang Li
D O N C A R L O Gianluca Terranova / Najmiddin Mavlyanov R O D R I G O D I P O S A Bogdan Baciu IL G R A ND E IN Q U I S I T O R E Sami Luttinen U N F R AT E
Günes Gürle E L I S A B E T TA D I VA L O I S Celine Byrne E B O L I Sarah Ferede T E B A L D O Dimitra Kotidou u.a. //
Chor und Extrachor der Deutschen Oper am Rhein // Duisburger Philharmoniker
O P E R N W E R K S TAT T Di 06.06.2017, 17.00 Uhr – Theater Duisburg (Eintritt frei)
P R E M I E R E Sa 10.06.2017, 19.30 Uhr – Theater Duisburg
T H E AT E R D U I S B U R G Do 15.06. | Sa 17.06. | Fr 23.06. | Do 29.06. | Sa 01.07.2017
21
B A L L E T T A M R HE IN
Y O U N G
M O V E S
DIE ENTDECKUNG
NEUER WELTEN
22
YO U N G M OV E S
Erneut arbeiten sechs Tänzerinnen und Tänzer des Balletts am Rhein
als Choreographen in den Studios des Balletthauses am Steinberg in
Düsseldorf-Bilk. Sie erarbeiten mit ihren Kollegen eigene, kurze Stücke,
die sie im Programm „Young Moves“, das am 4. Juli 2017 im Opernhaus
Düsseldorf Premiere feiert, präsentieren. Für das Publikum, das Ensemble
des Balletts am Rhein sowie die jungen Choreographen birgt dieses
Projekt die spannende Gelegenheit der Entdeckung neuer
Erfahrungsräume und Tanzwelten.
TEX T
FOTOS
Caecilia Brenninkmeyer
Gert Weigelt
Nach dem Erfolg von „Young Moves“ in der vergangenen Spielzeit
2015/16 geht diese Reihe nun in eine vielversprechende zweite Runde.
Mit dabei sind einerseits schon vom letzten Jahr bekannte Jungchoreographen, die nun auf ihre ersten Erfahrungen aufbauen können
und mit neuen Ideen das Publikum begeistern wollen. Andererseits
möchten aber auch zwei „Neue“ die Gelegenheit nutzen, sich als Ballettschaffende erstmals vorzustellen. Neben Wun Sze Chan, So-Yeon
Kim, Michael Foster und Boris Randzio, die bereits 2016 für ihre
Choreographien gefeiert wurden, beteiligen sich nun erstmals auch
die Ensemblemitglieder Chidozie Nzerem und Sonny Locsin an diesem Abend.
anzuschließen, die ebenso erfüllend sein kann wie das Tanzen selbst.
Das gemeinsame Arbeiten mit verschiedenen Choreographen aus
aller Welt, das Erlernen der vielfältigen Stile und Tanzsprachen der
jahrhundertealten Balletttradition führt für einige zwangsläufig zu
der Frage, wie man selbst als Choreograph Kunst schaffen, wie man
seinen eigenen Stil finden oder in welcher Weise man einen Beitrag zu einer zeitgenössisch wertvollen Kunst erarbeiten würde. So
ist „Young Moves“ aus Sicht der Tänzer die Erfüllung eines langgehegten Traums und eine Möglichkeit, die eigene Kreativität auszutesten, sich selbst dadurch als Künstler kennenzulernen und der
Öffentlichkeit zu zeigen.
Begeistert waren die Pressereaktionen auf die erste Premiere der Die Entwicklung einer neuen Choreographie vom ersten Einfall bis
„Young Moves“-Reihe im Juni 2016 im Theater Duisburg: „Großer Ju- zur Premiere birgt zahlreiche Herausforderungen für die Nachwuchsbel für einen spielerisch extrem vielseitigen Abend“, schrieb Regine talente. Allein die theoretischen Entscheidungen, die zu Beginn der
Müller in der Rheinischen Post, und Michael-Georg Müller konsta- Arbeit getroffen werden müssen, sind wesentlich und richtungstierte in der Neuen Rhein Zeitung: „Insgesamt zeugen die Arbeiten weisend: Welche Musik wähle ich als akustische Basis meines Wervon geballter Talent-Ladung, die in Martin Schläpfers Individualisten- kes aus? Mit welchen Tänzern möchte ich arbeiten? Wie sollen die
Kompanie schlummert.“
Bühne und die Kostüme aussehen? In welchem visuellen Stil, mit
welcher Ausdruckssprache kann ich meine Ideen realisieren? AbgeMartin Schläpfer, dem Chefchoreographen und künstlerischen Leiter sehen von einer vorgesehenen Dauer der entstehenden Werke von
des Balletts am Rhein, und Remus Şucheană, der ihn seit dieser Sai- jeweils etwa 15 Minuten gibt es keine Vorgaben oder Beschränkunson als Ballettdirektor in der Führung der 45-köpfigen Compagnie gen für die Künstler. Thematische Ausgangspunkte sind meist sehr
unterstützt, ist es ein gemeinsames Anliegen, mit der Reihe „Young private Themen der eigenen Lebensgeschichte, und analog dazu fällt
Moves“ nicht nur jungen Talenten eine Chance zu geben, ihre cho- die Wahl der musikalischen Basis auf ein Stück, mit dem die Choreographischen Ideen innerhalb eines großen Theaterbetriebes zu reographen diese Erfahrungen verknüpfen.
realisieren und zu präsentieren, sondern ihnen mit diesem Perspektivwechsel auch ein tiefergehendes Verständnis des Künstlerseins „Young Moves“ ist nicht nur ein Abend, der jungen Talenten eine Bühnäherzubringen.
ne gibt, sondern er ermöglicht auch die Förderung eines kreativen
Austauschs der Tänzer mit Musikern, bildenden Künstlern, KostümFür die Künstler selbst ist diese Plattform aber zugleich auch ein und Bühnenbildnern und das Knüpfen neuer fruchtbringender
wertvoller und prägender Schritt auf dem Weg in eine Karriere nach Verbindungen. Ein vielversprechendes Format, das nur durch die
dem aktiven Tanzen. Für viele ist das Choreographieren eine Möglich- großzügige Unterstützung der Ballettfreunde der Deutschen Oper
keit, an ihr Können und ihre langjährige Erfahrung als Tänzer am Rhein e. V. realisiert werden kann. ——
23
YO U N G M OV E S
Die Hongkong-Chinesin Wun Sze Chan erarbeitet für ihren z
weiten Beitrag für „Young Moves“ mit dem Titel „No Destination“
ein ganz-heitliches Konzept für Musik, Bühne, Kostüme und Tanz.
Die verschiedenen Elemente greifen ineinander und bedingen sich
gegenseitig. Alle üblicherweise eher gegenständlichen und passiven
Bestandteile eines Balletts nutzt die Choreographin als lebendige und
aktiv sich bewegende Elemente. Dafür arbeitet sie mit dem Künstler
Walter Padao zusammen, mit dessen live auf die Bühne projizierten
Zeichnungen die Tänzer wie in einem Dialog interagieren. Das Anund Ablegen von Kostümen wird zudem in die Bewegungen integriert,
die Geräusch- und Musikkulisse besteht teilweise aus Atemge­
räuschen der Tänzer.
Als Inspiration für sein Ballett „Fourmis“ zu Ausschnitten aus dem
Streichquartett Nr. 3 des berühmtesten Vertreters des Minimalismus
Philip Glass, mit dem sich Sonny Locsin erstmals als Choreograph präsentiert, wählte der von den Philippinen stammende Tänzer Ameisen
und ihre faszinierende organisierte Welt. In Gemeinschaft können die
so winzigen Insekten Großes vollbringen. Vor allem aber ihre geheimnisvolle Kommunikation in perfekt funktionierenden Informationsnetzwerken fasziniert den Choreographen, der darin auch eine Parallele zu
seiner eigenen Verbindung zur weit entfernt lebenden Familie sieht.
Ein Ballett für drei Paare kreiert Boris Randzio mit „Andante Sostenuto“ zum
zweiten Satz der Klaviersonate Nr. 21 von Franz Schubert, einem der letzten
Werke des Komponisten. „Obwohl in diese Komposition sicherlich schon eine
Todesahnung Schuberts mit eingeflossen ist, ist diese Musik für mich vor allem
ein Schrei nach Leben“, so der junge Choreograph. Die Kostüme entwirft ihm
Louise Flanagan, deren Kreationen man in Düsseldorf bereits von ihrer Zusammenarbeit mit Terence Kohler für „ONE“ in b.26 kennt.
24
YO U N G M OV E S
Chidozie Nzerem greift ebenso bestehende Kontakte des Balletts am
Rhein auf, indem er sein Ballett „Edge of Reason“ zu Schlagzeugklängen
des Duos Raphael Sars und Kevin Anderwaldt kreiert, die im Rahmen
des Ballettprogramms b.25 für Hans van Manens „Two Gold Variations“
erstmals mit der Compagnie zusammengearbeitet haben. Eine Gruppe
von Tänzern, die sich gegenseitig zu Höchstleistung drängen und das
gemeinschaftliche Zusammenleben und Zusammenagieren erforschen,
steht im Zentrum der Choreographie. Ihre Lust und Leidenschaft für
den Tanz und das Opfer, das sie bringen, um für die Kunst zu leben, die
sie lieben, wird zum Thema. Damit schafft Chidozie Nzerem ein sehr
reales und persönliches Portrait der Tänzerwelt.
Um die 49-tägige Trauerzeit in ihrer koreanischen Heimat nach dem
Tod eines geliebten Menschen geht es So-Yeon Kim in ihrem neuen Werk
„49“, für das sie berührende Ausschnitte aus „Lamentate“ von Ar vo
Pärt und „Ich ruf‘ zu dir, Herr Jesu Christ“ von Johann Sebastian Bach
in einer Bearbeitung von Ferruccio Busoni ausgewählt hat. Die Hinterbliebenen beten in dieser Zeit für den Verstorbenen und kommen zu
feierlichen Zeremonien zusammen, um ihn in eine bessere Welt zu begleiten. In unserer heutigen, schnelllebigen Zeit, in der die Auseinandersetzung mit dem Sterben mehr und mehr vermieden wird und der
Tod keine große Konsequenz mehr im sozialen Umfeld zu haben scheint,
möchte So-Yeon Kim zeigen, dass durch die bewusste Beschäftigung
mit dem Tod das Leben lebenswert wird.
Ganz im Look der 1950er Jahre wird das neue Stück von Michael Foster
„East Coasting“ gehalten sein, mit dem das abwechslungsreiche
Ballettprogramm enden wird. In langen Abendkleidern und eleganten
Anzügen treffen sich die Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne zu
Jazz-Musik von Charles Mingus wie zu einer abendlichen Cock tailPar t y. Gefühle, die mit der Vergangenheit zu tun haben wie Nostalgie,
Sehnsucht, Verlust und Reue, macht Michael Foster zum Thema seiner
Choreographie für zehn Tänzerinnen und Tänzer.
YO U N G M O V E S – P L AT T F O R M C H O R E O G R A P H I E B A L L E T T A M R H E I N
Dauer: ca. 2 Stunden, eine Pause
N O D E S T I N AT I O N ( U A ) C H Wun Sze Chan V Walter Padao K Hélène Vergnes F O U R M I S ( U A ) C H Sonny Locsin A N D A N T E S O S T E N U T O ( U A ) C H Boris
Randzio K Louise Flanagan E D G E O F R E A S O N ( U A ) C H Chidozie Nzerem 4 9 ( U A ) C H So-Yeon Kim K Irene Vaqueiro E A S T C O A S T I N G ( U A ) C H Michael
Foster K Hélène Vergnes
P R E M I E R E Di 04.07.2017, 19.30 Uhr – Opernhaus Düsseldorf
O P E R N H A U S D Ü S S E L D O R F So 09.07. | Do 13.07.2017
Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und
Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und der Ballettfreunde der Deutschen Oper am Rhein e.V.
25
BALLETTFREUNDE
DER DEUTSCHEN
OPER AM RHEIN
D O N PA S Q UA L E
Ein älterer, konser vativer Mann heiratet eine deutlich jüngere,
scheinbar brave Frau, um nach der Hochzeit zu merken, dass er sich
mit ihr einen Wirbelsturm der Veränderung ins Haus geholt hat:
Norina stellt Don Pasquales Leben völlig auf den Kopf!
„Grundsätzlich glaube ich, dass man in Donizettis komischen Opern
wie ‚Don Pasquale‘ weiter gehen muss als nur die Komik darzustellen,
wir müssen Tiefe suchen und finden.“ Mit dieser Überzeugung entwickelte Rolando Villazón sein Regiekonzept für Donizettis Oper. Der
aus Mexiko stammende Star tenor ist seit vielen Jahren ein Publikumsliebling der Opernszene und hat inzwischen auch als Talk-Master,
Car toonist, Romanautor und Opernregisseur von sich reden gemacht.
„Don Pasquale“ ist seine sechste Operninszenierung.
„Hier schnurrt der Schwank als famo
Er gibt dem leicht Angestaubten Slap
Der zweite Frühling als arthritische C
nie billig frivol, unter der Lupe der Le
L A R S VON DER GÖNN A , WES TDEU T S CHE A LLGEMEINE ZEIT UNG
26
D O N PA S Q UA L E
G A E TA N O D O N I Z E T T I – D O N PA S Q U A L E
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln //
Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause // Eine Koproduktion mit der Volksoper Wien
M L Nicholas Carter I Rolando Villazón
B Johannes Leiacker K Thibault Vancraenenbroeck
L Davy Cunningham C Gerhard Michalski
D Hella Bartnig
D O N PA S Q U A L E Lucio Gallo / Thorsten
Grümbel D O T T O R E M A L AT E S TA Dmitri Vargin
E R N E S T O Ioan Hotea N O R I N A Elena Sancho
Pereg E I N N O TA R Daniel Djambazian
Chor der Deutschen Oper am Rhein
Düsseldorfer Symphoniker / Duisburger
Philharmoniker
OPERNHAUS DÜSSELDORF
Sa 03.06.2017 | Mi 03.01. | Sa 06.01 | Sa 20.01. |
Sa 27.01. | Sa 03.02. | Do 05.04 | Sa 14.04. |
So 13.05. | So 01.07.2018
T H E AT E R D U I S B U R G
Do 22.02. (Premiere) | Di 27.02. | So 27.05 |
Sa 02.06.2018
os geöltes Ulkwerk ab.
stick-Format.
lownsnummer –
bensnähe pausenlos.“
27
Mit freundlicher Unterstützung des
Freundeskreises der Deutschen Oper am Rhein e.V.
Z U R NE U E N S A I S O N
S P IE L Z E I T 2017/18
L IE B L IN G S S T Ü C K E
35 unterschiedliche Opern- und Ballettabende stehen in der kommenden Saison auf dem Programm: Suchen
Sie jetzt Ihre Lieblingsstücke aus und stellen Sie Ihren persönlichen Spielplan zusammen. Der Vorverkauf für
alle Aufführungen von September 2017 bis Juli 2018 läuft bereits – mit einer 8er- oder 6er-Karte oder einem Abo
profitieren Sie von attraktiven Ermäßigungen! Einige unserer Kolleginnen und Kollegen verraten Ihnen hier ihre
Lieblingsstücke.
Morenike Fadayomi
Opernsolistin
Lukas Beikircher
Kapellmeister
Günes Gürle
Opernsolist
LIEBLINGSSTÜCK:
TURANDOT
LIEBLINGSSTÜCK:
UN BALLO IN MASCHERA
LIEBLINGSSTÜCK:
LA CENERENTOLA
Wenn es in der Oper so richtig dramatisch Diese Musik ist einfach der Wahnsinn! Eine seiner meistgespielten und erfolgreichswird, mag ich es am liebsten. Leidenschaft, Verdis „Maskenball“ – original „Un ballo in ten Opern – neben „L’ Italiana in Algeri“ (1813)
Lust und Liebe, Intrigen, Machtspiele, tragi- maschera“ – ist wie ein D-Zug, man steigt und „Il barbiere di Siviglia“ (1816) – hat Giosche Geschichten voller Emotionen, beglei- ein, es geht los und dann gefühlt in einem acchino Rossini in nur 24 Tagen komponiert:
tet von der genialen Musik großer Kompo- Stück durch! Für diese Oper habe ich zum „La Cenerentola“. Ich freue mich auf eine munisten, so dass uns ein Schauer den Rücken ersten Mal in meinem Leben vor der Wiener sikalische Herausforderung mit unglaubliherunterläuft oder wir gerührt in Tränen Staatsoper übernachtet: Ich war erst 16, aber chem Humor, einer tollen Instrumentierung,
ausbrechen. In den ganz großen Dramen ein Schulkollege hatte schon einen Führer- rasanten Geschwindigkeiten und vielleicht
mitzuspielen und ­zusammen mit den wun- schein, so dass wir am Abend vorher von einigen der besten Ensemble-Nummern der
dervollen Kolleginnen und Kollegen des En- München nach Wien fahren konnten. Um italienischen Oper: das kolossale Finale I mit
sembles, des Chors, des Orchesters sowie sechs Uhr früh begann die Ausgabe der allen Solisten und Chor („Mi par d’essere
den vielen unerlässlichen Spezialisten von Wartenummern für die Stehplatzkarten. Wir ­sognando“) und das Sextett im zweiten Akt,
Technik, Licht, Ton, Requisite, Kostüm, haben unsere Isomatten ausgerollt und eine wenn klar wird, dass die Auserwählte des
Maske usw. unsere Zuschauer zu fesseln, ist harte Nacht vor der Oper verbracht, um Prinzen ausgerechnet das arme Aschenputtel
ein faszinierender Beruf. Besonders freue ­Pavarotti und Cappuccilli zu erleben, Abba- ist („Questo è un nodo avviluppato“). In­
ich mich auf „Turandot“: Unsere Inszenie- do stand am Pult. Das werde ich nie verges- szenierung, Bühne und (!) Kostüme unserer
rung gibt mir die Freiheit, viele Facetten die- sen! Seitdem ist „Ballo“ für mich immer ein Produktion stammen von dem legendären
ser Figur zu zeigen. Puccinis Musik ist bom- absoluter Höhepunkt. Ich freue mich schon Jean-Pierre Ponnelle – einem der größten Rebastisch, und die Kostüme, besonders die riesig darauf, das Meisterwerk selbst dirigie- gisseure des 20. Jahrhunderts, der mit feinem
der Turandot, sind einfach fantastisch, so ren zu dürfen. ——
Witz, Kreativität und traumhafter Eleganz
dass man sich wirklich wie eine chinesische
dieses Stück inszeniert hat! ——
Prinzessin fühlen kann.——
28
ME IN L IE B L IN G S S T Ü C K
Stefanie Bertram
Souf fleuse
LIEBLINGSSTÜCK:
WOZZECK
Bo Skovhus als Wozzeck – das wird bestimmt
superklasse! Ich habe mit ihm bei den Salzburger Festspielen in „Die Eroberung von Mexiko“ zusammengearbeitet, und hier, als er als
Graf in „Le nozze di Figaro“ gastiert hat. Ein
wunderbarer Sänger, Darsteller und Kollege!
Ich freue mich darauf, mich mit der komplexen und großartigen Musik von Alban Berg
intensiv zu beschäftigen. „Wozzeck“ ist ein
ganz modernes Stück, auf das ich sehr neugierig bin, vor allem auch auf die Interpretation von Regisseur Stefan Herheim. Das Schauspiel, Büchners „Woyzeck“, kenne ich gut, die
Oper bisher kaum. Ich bin gespannt, wie die
Figuren durch die Musik noch tiefer und
krasser werden – vermutlich treffen die Emotionen dann mitten ins Herz. Der Stoff ist für
die Oper eher ungewöhnlich: ein Sozial­
drama, das mit Wozzeck und Marie einfache,
geschundene Kreaturen in den Mittelpunkt
stellt. ——
Bernd Staatz
Chefmaskenbildner
LIEBLINGSSTÜCK:
DER ROSENK AVALIER
Wenn ich mich für ein Lieblingsstück der
kommenden Saison entscheiden soll, ist es
„Der Rosenkavalier“. Diese „Komödie für Mu- ihr Brünnhilde-Debüt gab. Ich war von ihrem
sik“ hat viele psychologische Ebenen, sie zeigt Gesang und ihrer Bühnenpräsenz begeistert.
verschiedene Charaktere in u
­ nterschiedlichen Übrigens habe ich mich auch diesmal wieder
Lebenssituationen. Die unschuldige Jugend für eine Statistenrolle beworben, erstmal für
und das abgeklärte Alter sind gleichzeitig „Rheingold“. Mal sehen, ob es klappt … ——
auf der Szene. Strauss’ Musik und Hoffmanns­
thals Libretto sind genial verschmolzen. Mit
der aufwendigen, gebildeten Sprache und
dem „Rosenritual“ (was ja ursprünglich ein
sakrales Ritual war) passt „Der Rosenkavalier“ perfekt ins Rokoko – jene Stilepoche, die
für die Maske frisurentechnisch eine Herausforderung mit besonders hohem Aufwand
darstellt, was sie zugleich besonders reizvoll
macht. Um der Marschallin höchst selbst im
ersten Akt auf der Bühne eine Frisur zu gestalten, darf ich mich in ­Hippolyte verwandeln. Jedes Mal ein großes Vergnügen! ——
Rashaen Arts
Tänzer
LIEBLINGSSTÜCK:
SCHWANENSEE (b.36)
Santiago Mendez
Abo-Ser vice Duisburg
LIEBLINGSSTÜCK:
DIE WALKÜRE
Mit dem „Ring des Nibelungen“ hat meine
Leidenschaft für die Deutsche Oper am Rhein
begonnen: Vor vielen Jahren suchte man Statisten für die Tetralogie – ich bewarb mich und
war bei einer Wiederaufnahme der alten Inszenierung von Georg Reinhardt als Statist
dabei. Eine intensive Zeit: Neben der Uni war
ich Tag und Nacht bei den Proben und allen
Aufführungen, ich habe quasi im Theater gelebt, und die Oper hat mich seitdem nicht
mehr losgelassen! In den 1990er Jahren kam
der „Ring“ von Kurt Horres, und jetzt bin ich
sehr ­gespannt auf Dietrich W. Hilsdorfs Interpretation. „Die Walküre“ mag ich besonders: Bei der Horres-Inszenierung habe ich
Gabriele Schnaut kennen gelernt, die damals
29
Es bedeutet mir sehr viel, mich mit großen
Choreographen wie George Balanchine und
Hans van Manen in Kombination mit der
wunderschönen Musik von Strawinsky und
Górecki auseinanderzusetzen, wie es für b.33
geplant ist. Außerdem kehrt für dieses Programm – nach „Deep Field“ – die Komponistin Adriana Hölszky für eine neue Kreation
mit Martin Schläpfer zu uns zurück. Ich bin
überzeugt, dass unser Ensemble diese drei
Stücke mit Souveränität, Eleganz und Freude
präsentieren wird! Besonders freue ich mich
auf das legendäre Ballett „Schwanensee“ in
der neuen Version von Martin Schläpfer
(b.36). Mit meiner Erfahrung der letzten vier
Jahre als Tänzer beim Ballett am Rhein hoffe
ich, für diese große Herausforderung unter
der Leitung meines Direktors Martin Schläpfer bereit zu sein. Für einen Tänzer ist es ein
Muss, wenigstens einmal in der Karriere
in diesem Ballett zu tanzen. Es ist schon immer zeitlos und ich bin sehr dankbar, dass wir
es in unser Repertoire aufnehmen dürfen. ——
Sichern Sie
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Lieblingsplatz!
Erleben Sie die ganze Bandbreite von Oper und Ballett – als Abonnent/-in
sind Sie ein besonderer Gast und sparen sogar bis zu 50 %!
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vom Premieren-Abo über feste Wochentage-Abos, kleine Abos mit vier
Vorstellungen für den engen Terminkalender bis zum Ballett-Abo für
Tanzfans ist sicher auch für Sie das Richtige dabei:
www.operamrhein.de
ME IN L IE B L IN G S S T Ü C K
Karolin Zeinert
Chorsängerin
LIEBLINGSSTÜCK:
DER FLIEGENDE HOLLÄNDER
Richard Wagner ist einer meiner Lieblingskomponisten. Deshalb bin ich natürlich gespannt auf den neuen „Ring“ – auch wenn
die ersten drei Teile ohne Chor sind. „Trotzdem“ hat der Opernchor in der neuen Saison
gut zu tun: Wir wirken an 25 Pro­duktionen
mit. Die Deutsche Oper am Rhein hat ein außergewöhnlich breites Repertoire, so dass wir
unterschiedliche Theaterepochen und Regiestile auf der Bühne zeigen können. „Der
­fliegende Holländer“ ist einer der wundervollen Klassiker: Mit den beiden riesigen Schiffen, schnellen Bühnenverwandlungen, dem
Wechsel zwischen düsteren und hellen Momenten wird eine unglaubliche Stimmung
erzeugt. Man wird in die geheimnisvolle und
unheimliche Atmosphäre des Stücks förmlich hineingezogen. Für die Bühnentechnik
ist jeder „Holländer“-Abend eine aufregende
und anstrengende Herausforderung. So
viele große Umbauten in kurzer Zeit! Obendrein ist die Musik einfach grandios. Richard
Wagner eben.——
Claudine Schoch
Tänzerin
LIEBLINGSSTÜCK:
DECADANCE (b.35)
In der neuen Spielzeit stehen uns so viele
­tolle Stücke bevor, auf die wir uns freuen dürfen, dass es mir alles andere als leicht fällt,
hier nur eines zu nennen. Besonders ­gespannt
bin ich auf Ohad Naharins „Decadance“
(b.35), zumal es das erste Mal ist, dass das
Ballett am Rhein eine Arbeit des israelischen
Choreographen zeigt. Es fasziniert mich, dass
„Decadance“, welches verschiedene Elemente
aus früheren Werken Naharins beinhaltet,
bislang in unterschiedlichster Zusammenstellung einstudiert und getanzt wurde, was
es für jedes Ballettensemble und jeden Ort
einzigartig machte. Ich bin sehr gespannt, wie
die Konstellation für unsere Compagnie aussehen wird und neugierig darauf, die von
Ohad Naharin ins Leben gerufene und hinter
seiner Bewegungssprache stehende „GAGA“Philosophie kennenzulernen! ——
Gewinnspiel:
Ihr Lieblingsstück
DEUTSC HE OPER
AM RHEIN
O P E R & B A L L E T T
SPIELZEIT
2 017 / 18
Mitmachen und gewinnen: Verraten Sie uns
Ihr Lieblingsstück der kommenden Saison! Wir
freuen uns auf Ihre Zuschriften – bitte nennen
Sie den Stücktitel, erklären Sie kurz, warum
dieser Abend Ihr Lieblingsstück ist, und teilen
Sie uns Ihre vollständige Adresse mit.
Unter allen Einsendungen verlosen wir attrak­
tive Preise, u. a. je ein Kleines Abo (4 Vor­
stellungen) in Düsseldorf oder Duisburg, Karten für Ihre Lieblingsstücke und Tickets für
Theaterführungen. ——
Stefanie C. Salm
Kostümleitung
LIEBLINGSSTÜCK:
PETER GRIMES
Ich freue mich besonders darauf, „Peter
­Grimes“ von Benjamin Britten wieder zu erleben, diese Geschichte eines Fischers, der
nicht in die Dorfgesellschaft passt und aufgrund von Verdächtigungen in eine vollkommen ausweglose Lage gerät. Einzig Ellen
­Orford, selbst eine Außenseiterin und träumerische Idealistin, versucht ihm zu helfen.
Der Chor erscheint als bedrohlicher Mob, als
gefährlicher Schwarm – ein packender, beklemmender Abend mit einer außergewöhnlichen Einheit von Musik, Inszenierung,
Bühnenbild, Maske und Kostümen. Auf der
offenen Bühne erhebt sich eine Flutwelle, die
sich immer weiter auftürmt, bis sie gleichsam
alles überrollt. Die Kostüme, die wir in unseren Werkstätten gefertigt haben, wieder­
holen das Material-Patchwork des Bühnenbodens. Jedes Kostümteil wurde individuell
gefärbt und bearbeitet. Zusammen ergeben sie eindrucksvolle, ästhetische, düstere
Bilder. ——
31
BIT TE SCHREIBEN SIE AN
Deutsche Oper am Rhein
Marketing
Heinrich-Heine-Allee 16a
40213 Düsseldorf
oder senden Sie eine E-Mail an:
[email protected].
Einsendeschluss ist am 8. September 2017
S P IE L P L A N 2017/18
DEUTSCHE OPER AM RHEIN
DER RING DES NIBELUNGEN
RICHARD WAG NE R
DAS RHEINGOLD
Sa04.11.2017
↗ Theater Duisburg
RICHARD WAG NE R
DIE WALKÜRE
So28.01.2018 ↗ Opernhaus Düsseldorf
Do31.05.2018 ↗ Theater Duisburg
RICHARD WAG NE R
SIEGFRIED
Sa07.04.2018 ↗ Opernhaus Düsseldorf
So26.01.2019 ↗ Theater Duisburg
RICHARD WAG NE R
GÖTTERDÄMMERUNG
Sa27.10.2018 ↗ Opernhaus Düsseldorf
So05.05.2019 ↗ Theater Duisburg
I GOR S T R AWI N SKY /
M A U R I C E R AV E L
PETRUSCHKA /
L’ENFANT ET LES
SORTILÈGES
Fr09.03.2018↗ Opernhaus Düsseldorf
GA ETA N O D ON I Z E T T I /
B OHU S L AV M A RT I N Ů
PYGMALION / ARIADNE
P L AT T F O R M R E G I E
DEUTSCHE OPER AM RHEIN
So22.04.2018
↗ Theater Duisburg
WIEDER AUFNAHMEN
GI OA C C H I N O R OSSI N I
LA CENERENTOLA
So17.09.2017
↗ Opernhaus Düsseldorf
TURANDOT
GER AL D RE SCH
Sa23.09.2017 ↗ Theater Duisburg
Do12.04.2018 ↗ Opernhaus Düsseldorf
GULLIVERS REISE
W OLF GA N G A M A D E U S M OZ A RT
Di03.10.2017 ↗ Theater Duisburg
Mi04.10.2017 ↗ Opernhaus Düsseldorf
Di26.12.2017 ↗ Theater Duisburg
JUNGE OPER AM RHEIN
FÜR ALLE AB 8 JAHREN
ALBAN B E RG
WOZZECK
Fr20.10.2017 ↗ Opernhaus Düsseldorf
GIACO M O P UCCINI
MADAMA BUTTERFLY
Sa18.11.2017
Sa20.01.2018
↗ Opernhaus Düsseldorf
↗ Theater Duisburg (WA)
GAETA NO DO NIZ E T TI
MARIA STUARDA
Fr15.12.2017 ↗ Theater Duisburg
GAETA NO DO NIZ E T TI
DON PASQUALE
Mi03.01.2018 ↗ Opernhaus Düsseldorf (WA)
Do22.02.2018 ↗ Theater Duisburg
OLI VE R K NUSSE N
WO DIE WILDEN
KERLE WOHNEN
JUNGE OPER AM RHEIN
FÜR ALLE AB 6 JAHREN
So04.02.2018
Sa25.11.2017 ↗ Opernhaus Düsseldorf
Di19.12.2017 ↗ Theater Duisburg
FR A N Z L E HÁ R
DER GRAF VON
LUXEMBURG
Di19.12.2017 ↗ Opernhaus Düsseldorf
Mi13.06.2018 ↗ Theater Duisburg
G IAC OM O P U C C I N I
TOSCA
Sa30.12.2017 ↗ Theater Duisburg
Fr19.01.2018 ↗ Opernhaus Düsseldorf
GI A C OM O PU C C I N I
PREMIEREN
E NG E L B E RT H U M P E R DI NC K
HÄNSEL UND GRETEL
DIE ZAUBERFLÖTE
GI A C OM O PU C C I N I
IL TRITTICO
Do05.10.2017
↗ Theater Duisburg
W OLF GA N G A M A D E U S M OZ A RT
DIE ENTFÜHRUNG
AUS DEM SERAIL
Sa14.10.2017
↗ Opernhaus Düsseldorf
GI U SE PPE V E R D I
UN BALLO IN MASCHERA
So07.01.2018
Do15.02.2018
↗ Theater Duisburg
↗ Opernhaus Düsseldorf
GI U SE PPE V E R D I
AIDA
Sa 17.02. 2018
↗ Theater Duisburg
GI U SE PPE V E R D I
RIGOLETTO
Fr23.02.2018↗ Opernhaus Düsseldorf
OT TO N I C OL A I
DIE LUSTIGEN WEIBER
VON WINDSOR
Sa10.03.2018 ↗ Opernhaus Düsseldorf
PI E T R O M A SC A GN I /
R U GGE R O L E ON C AVA LLO
CAVALLERIA RUSTICANA /
PAGLIACCI
Sa07.04.2018 ↗ Theater Duisburg
So24.06.2018 ↗ Opernhaus Düsseldorf
W OLF GA N G A M A D E U S M OZ A RT
B E N JA M I N B R I T T E N
So29.10.2017 ↗ Theater Duisburg
Fr15.06.2018↗ Opernhaus Düsseldorf
So06.05.2018 ↗ Theater Duisburg
Fr29.06.2018↗ Opernhaus Düsseldorf
LE NOZZE DI FIGARO
J A C QU E S OFFE N B A C H
LES CONTES
D’HOFFMANN
Sa28.10.2017
↗ Opernhaus Düsseldorf
GA ETA N O D ON I Z E T T I
LUCIA DI LAMMERMOOR
Di31.10.2017 ↗ Opernhaus Düsseldorf
↗ Opernhaus Düsseldorf
32
PETER GRIMES
R I C HA R D ST R A U SS
DER ROSENKAVALIER
Sa19.05.2018 ↗ Opernhaus Düsseldorf
R I C HA R D WA GN E R
DER FLIEGENDE
HOLLÄNDER
Do14.06.2018
↗ Opernhaus Düsseldorf
S P IE L P L A N 2017/18
BALLETT AM RHEIN
b.34
YOUNG MOVES
b.29
MARTIN SCHLÄPFER
APPENZELLERTÄNZE
PLATTFORM CHOREOGRAPHIE
BALLETT AM RHEIN
GEORGE BALANCHINE
MOZARTIANA
MARCO GOECKE
LE SPECTRE DE LA ROSE
MARTIN SCHLÄPFER
KONZERT FÜR ORCHESTER
FELINE VAN DIJKEN
TEMET NOSCE
URAUFFÜHRUNG
KURT JOOSS
DER GRÜNE TISCH
—
Fr02.02.2018↗ Theater Duisburg
PREMIEREN
JEROME ROBBINS
THE CONCERT
—
Sa23.09.2017 ↗ Opernhaus Düsseldorf
b.32
MARTIN SCHLÄPFER
PETITE MESSE SOLENNELLE
—
Sa14.10.2017 ↗ Theater Duisburg
Mi22.11.2017 ↗ Opernhaus Düsseldorf (Reprise)
b.33
GEORGE BALANCHINE
STRAVINSKY VIOLIN CONCERTO
ADRIANA HÖLSZKY &
MARTIN SCHLÄPFER
ROSES OF SHADOW
URAUFFÜHRUNG/
AUFTRAGSKOMPOSITION
HANS VAN MANEN
POLISH PIECES
—
Sa16.12.2017 ↗ Opernhaus Düsseldorf
SONIA DVOŘÁK
OUR DISCONTENT
URAUFFÜHRUNG
VIRGINIA SEGARRA VIDAL
POSIDONIA
URAUFFÜHRUNG
b.35
ERIC WHITE
RHAPSODY ON A THEME
URAUFFÜHRUNG
—
Sa30.06.2018 ↗ Theater Duisburg
OHAD NAHARIN
DECADANCE
BEN J. RIEPE
ENVIRONMENT
URAUFFÜHRUNG
REMUS ŞUCHEANĂ
ABENDLIED
URAUFFÜHRUNG
—
Fr27.04.2018 ↗ Opernhaus Düsseldorf
b.36
MARTIN SCHLÄPFER
SCHWANENSEE
URAUFFÜHRUNG
—
Fr08.06.2018↗ Opernhaus Düsseldorf
33
S O MME R- G A S T S P IE L
IMP R E S S U M
Andrew Lloyd Webbers & Tim Rice’
„Evita“
HER AUSGEBER
Deutsche Oper am Rhein Theatergemeinschaft
Düsseldorf Duisburg gGmbH
GENER ALINTENDANT
Prof. Christoph Meyer
GESCHÄF TSFÜHRENDE DIREK TORIN
Alexandra Stampler-Brown
REDAK TION & TE X TE
Dr. Hella Bartnig, Caecilia Brenninkmeyer,
Heide Koch, Dr. Bernhard F. Loges, Anne do Paço,
Katrin Schmidt
ANZEIGENBE TREUUNG
Stefani Schmoll & actori GmbH
VER ANT WORTLICH
Heide Koch
FOTOS
Jiyang Chen (Seite 5), Susanne Diesner (Seite 7 /
Kober, 8, 9, 10, 28-31), Wilfried Hösl (Seite 18/19 /
„La Cenerentola“), Thomas Jauk / Stage Picture
(Seite 17), Sascha Kreklau (Seite 18/19 / Haniel
Klassik Open Air), Hans Jörg Michel (Seite 18/19 /
„Ariadne auf Naxos“, Foyer des Düsseldorfer Opernhauses, „Tosca“, „Madama Butterfly“, „Wo die wilden
Kerle wohnen“; 20/21, 26/27), Pamela Raith (Seite
34), (Tomas Rodriguez (Seite 7 / Alsmann), Dan Taylor
(Seite 7 / Hampson), Gert Weigelt (Titel, Seite 12/13,
22, 24/25)
Urheber, die nicht zu erreichen waren, werden
zwecks nachträglicher Rechtsabgleich um Nachricht gebeten.
C O R P O R AT E D E S I G N U N D G E S TA LT U N G
Markwald Neusitzer Identity / www.mnidentity.de
LITHOGR APHIE UND DRUCK
Griebsch & Rochol Druck GmbH
Ein Mädchen vom Lande wird zur Ikone einer ganzen Nation: Der beispiellose Aufstieg der
argentinischen Präsidenten-Gattin Eva Perón inspirierte Andrew Lloyd Webber und Tim Rice
zu ihrem grandiosen Musical „Evita“. Bis heute begeistert ihr mehrfach prämierter Klassiker
durch seine unglaubliche Geschichte und einen der größten Musical-Hits aller Zeiten, die herzergreifende Ballade „Don’t Cry for Me Argentina“.
Nach überwältigenden Erfolgen in Großbritannien und Deutschland kehrt die gefeierte Produktion mit einer Starbesetzung aus dem Londoner Westend und opulenter Ausstattung nun
zurück. Strahlende Schönheit, eine stilvolle Erscheinung und schillerndes Charisma: „Evita“,
ausgezeichnet mit dem Olivier, dem Tony sowie dem Drama Desk Award als „Bestes Musical“,
erzählt von einer Frau zwischen Liebe und Macht, bis über ihr tragisches Ende hinaus vom Volk
geliebt und ihren politischen Gegnern gehasst. In monumentalen Bildern und mit packender
Musik führt die prächtig ausgestattete Produktion das Publikum mitten in das Argentinien der
50er Jahre. Erleben Sie die berührende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau und eine der
erfolgreichsten Musical-Kompositionen aller Zeiten. ——
Redaktionsschluss 22. Mai 2017,
Änderungen vorbehalten!
Sponsor der Deutschen Oper am Rhein
und des Balletts am Rhein
Weitere Informationen und Bilder: www.evita-musical.com //
Veranstalter: BB Promotion GmbH
Offizieller Fahrzeugsponsor
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln // Dauer: ca. 2 ½ Stunden
Termine im Opernhaus Düsseldorf
Di 18.07., 20.00 Uhr | Mi 19.07., 20.00 Uhr | Do 20.07., 20.00 Uhr |
Fr 21.07., 20.00 Uhr | Sa 22.07., 15.00 & 20.00 Uhr | So 23.07., 14.00 & 19.00 Uhr
34
Kulturpartner
Unsere Initiative für Kunst und Gesellschaft:
Engagement als Unternehmenskultur.
Die Verbundenheit mit der Kunst ist für uns eine Initiative aus Tradition.
Deshalb gratulieren wir der Deutschen Oper am Rhein herzlichst zu ihrem
60-jährigen Bestehen. Seit vielen Jahren unterstützt die DZ BANK die
Deutsche Oper sowie das Ballett am Rhein. Wir freuen uns auf viele weitere
Jahre dieser erfolgreichen Zusammenarbeit.
Entdecken Sie unsere Initiativen unter www.initiativbank.de
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