Heizen LD_HH_Juli08.indd - Elektro

Werbung
HEIZEN, LÜFTEN
UND DÄMMEN
So bleibt die Wärme im Haus
DIE PRAKTISCHE ENERGIEBERATUNG VON VATTENFALL
Ganz klar: Energie ist kostbar, der sinnvolle Umgang
mit Strom äußerst wichtig. Für die Umwelt – und für
die Kostensenkung in jedem einzelnen Haushalt.
Aber wie kann man mit Energie bewusst umgehen?
Und was können Sie konkret tun, um Strom zu sparen?
Wir haben für Sie eine Reihe von Ratgebern erstelltmit vielen Informationen und praktischen Tipps rund
um das Thema Energie und Erläuterungen zu verschiedenen elektrischen Geräten. Damit Sie Tag für Tag
Strom sparen oder sich vor dem Kauf eines neuen
Elektrogerätes umfassend informieren können.
Selbstverständlich beraten wir Sie auch gern persönlich. Unsere Energie-Experten im Vattenfall Center
informieren objektiv, schnell und kostenfrei. Kommen
Sie doch einfach mal bei uns vorbei! Mit Rat und Tat
sind wir immer für Sie da.
Ihr Vattenfall Beratungsteam
2
INHALT
Themen
Drei Faktoren für die Senkung Ihres Heizwärmebedarfs
Möglichkeiten der Gebäudedämmung, Fenster, Türen
Seiten
4–5
6–15
Wärmeverteilungssystem/Anlagentechnik
16–20
Alles über richtiges Lüften im Haus
21–22
FREUEN SIE SICH AUF WOHLIGE
WÄRME BEI NIEDRIGEN KOSTEN
Wie Sie Heizenergie und Kosten sparen können
Wenn der Winter wieder eiskalt um die Häuser pfeift und unter
den Türen durchkriecht, spätestens dann stellt sich die Frage:
Was kann man tun, um im eigenen Haus Heizenergie und somit
Kosten zu sparen? Sie werden erstaunt sein, wie viele Möglichkeiten es gibt, Ihr Haus wohlig warm zu halten und dabei auch noch
Energie zu sparen.
Energieverbrauch im Haushalt
Kraft
7,3 %
Warmwasser
11,4 %
Sonstige
4%
Licht
1,6 %
Raumwärme
75,7 %
Quelle: VDEW AK „Nutzenergiebilanzen” 2007
4
Im Wesentlichen sind es drei Faktoren, die Sie erfolgreich
beeinflussen können:
Die Gebäudehülle
Hier geht am meisten Wärme verloren, hier können Sie aber auch
am meisten tun. Immer, wenn die Außenluft kühler ist als die
Raumtemperatur, entweicht Wärme: durch Außenwände, Dächer,
Fenster, Türen, Kellerdecken, aber auch beim Lüften. Ganz zu vermeiden sind diese Wärmeverluste nicht, aber sie sollten so gering
wie möglich gehalten werden. Je größer der Wärmeverlust eines
Gebäudes, desto höher ist auch Ihr Jahresheizwärmebedarf.
Die Rahmenbedingungen für den Neu- und Altbau liefert die
Energieeinsparverordnung – kurz EnEV – in ihrer gültigen Form.
Die EnEV bestimmt den baulichen Wärmeschutz in Verbindung
mit der Heizungsanlagentechnik, einschließlich Lüftung und
Trinkwassererwärmung.
Die Anlagentechnik
Ihre Heizungsanlage und das Wärmeverteilungssystem sollten
individuell auf Ihren Heizwärmebedarf abgestimmt sein. Alte
Heizungsanlagen sind oft überdimensioniert und sollten durch
regenerative Heizsysteme ersetzt werden. Lassen Sie sich von
unseren Fachleuten aus dem Vattenfall Team beraten, welche
Technik für Alt- und Neubau sinnvoll ist.
Ihre Gewohnheiten beim Heizen und Lüften
Sie selbst haben viele Möglichkeiten durch Ihr eigenes Verhalten
Energie zu sparen und damit die Umwelt und Ihre Ausgaben zu
entlasten. Die Vielfalt Ihrer Möglichkeiten zeigen wir Ihnen in
dieser Broschüre auf.
5
WO DIE WÄRME BLEIBT
Es lohnt sich, über die richtige Wärmedämmung nachzudenken
Es ist schon erstaunlich, wie viel Energie und Kosten Sie im Laufe
eines Jahres sparen können, wenn Sie beim Bau oder der Renovierung Ihres Hauses auf die richtigen Bau- und Dämmstoffe achten.
Die wichtigsten Einflussgrößen für eine Energie sparende Gebäudehülle sind die kompakte Bauweise, baulicher Wärmeschutz
(Dämmungen), Luftdichtheit (Fenster, Türen und Wände) und
das Vermeiden von Wärmebrücken.
Jährliche Wärmeverluste bei einem Einfamilienhaus
mit Wärmedämmung
ohne Wärmedämmung
Dach
12.120 kWh/a
Fenster
4.700 kWh/a
Dach
3.000 kWh/a
Fenster
2.520 kWh/a
Wände
2.900 kWh/a
Wände
10.100 kWh/a
Erdreich/Keller
1.764 kWh/a
Erdreich/Keller
714 kWh/a
Quelle: Deutsche Energie Agentur
6
Je niedriger der U-Wert, desto wärmer das Haus
Der sogenannte U-Wert ist ein „Wärmedurchgangskoeffizient”
(früher k-Wert genannt), mit dem der Wärmeverlust an Bauteilen berechnet werden kann. Der Wärmedurchgang durch ein
Bauteil wird durch die Stärke und die Wärmeleitfähigkeit der einzelnen Schichten bestimmt. Je niedriger der U-Wert ist, desto
besser schützt das Bauteil vor Wärmeverlusten. Der U-Wert wird
für die einzelnen Bauteile eines Gebäudes berechnet.
Je besser die Dämmung beziehungsweise je kleiner der U-Wert
ist, desto geringer ist der notwendige Energieaufwand für die
gewünschte Raumtemperatur.
Übrigens: Bei Niedrigenergiehäusern liegen die U-Werte aller
Außenbauteile im Bereich 0,1-0,3 W/m 2 K.
Faustregel für die Berechnung des Heizbedarfs pro Jahr
U-Wert x 10 = Liter Öl je m 2 Bauteilfläche und Jahr oder
m3 Erdgas je m 2 Bauteilfläche und Jahr.
7
WARM EINGEPACKT – GEGEN WIND
UND WETTER GESCHÜTZT
Die Wärmedämmung am Gebäude
Durch Maßnahmen, die der Außendämmung dienen, erhält
das Haus nicht nur einen verbesserten Wärmeschutz, sondern
auch eine neue Wetterhaut, die einen besseren Schutz gegen
Schlagregen, Schnee und Wind gibt. Es ist den Außentemperaturschwankungen weniger ausgesetzt: Innen bleibt es im Sommer
länger kühl, im Winter länger warm.
8
DAMIT DIE WÄRME NICHT
IN DIE LUFT GEHEN KANN
Die Wärmedämmung für das Dach
Ganz gleich, ob Ihr Dachraum später zum Wohnen ausgebaut
oder als Abstellraum benutzt werden soll, Wärmedämmung muss
sein. Bei bestehenden Dächern ist Innendämmung die preiswerteste und einfachste Lösung. Dabei können Sie entweder das Dach
oder die oberste Geschossdecke dämmen. Wird Ihr Dach neu
gedeckt, sollten Sie die Gelegenheit nutzen, um eine zusätzliche
Isolation gleich mit einzubauen.
Ihre Dämmungs-Möglichkeiten im Überblick
• Über den Sparren: Diese Art der Dämmung empfiehlt sich,
wenn das Dach neu gedeckt wird.
• Unter den Sparren: Bei sehr unregelmäßigem Sparrenabstand
oder zu geringer Sparrenhöhe kann die Dämmung auch unter
den Sparren angebracht werden.
• Zwischen den Sparren: Im Schrägdach dämmt man so dick wie
möglich, aber mindestens 14 cm. Nutzen Sie die Sparrenhöhen
dabei möglichst voll aus (Vollsparrendämmung).
Tipp: Um eine größere Wärmedämmdicke zu erzielen, lassen
sich Dämmungen „zwischen und unter den Sparren“ oder
„zwischen und über den Sparren“ kombinieren.
9
Aluminiumkaschierte Mineralwolle ist zur Dämmung ebenso geeignet wie Hartschaumplatten oder so genannte „Verbundplatten“.
Sie bestehen aus einer Dämmschicht aus Mineralfaser oder
Polystyrol-Hartschaum und einer Außenbekleidung aus Gipsfaser-,
Gipskarton- oder Holzspanplatten. Meistens sind solche Platten
mit Falz oder Nut und Feder ausgestattet und können bequem
fugendicht verlegt werden. Es ist unerlässlich, die gesamte Dachuntersicht mit einer Dampfsperre abzuschließen.
Hinweis: Bei einer Dampfsperre handelt es sich um eine wasserdampfundurchlässige Schicht, die an der Innenseite einer
raumseitigen Wärmedämmung (Innendämmung) angebracht
wird. Sie verhindert eine Durchfeuchtung der Dämmschicht
durch Wasserdampf. Die einzelnen Bahnen der Dampfsperre
müssen mit geeigneten Klebebändern luftdicht verklebt sowie
mit den anderen Bauteilen luftdicht verbunden werden.
10
ALLES NUR FASSADE?
VON WEGEN!
Es ist erstaunlich, wie viele unterschiedliche Möglichkeiten es
gibt, um Außenwände vernünftig zu dämmen. Natürlich macht
es einen Unterschied, ob Sie bauen oder renovieren wollen.
Die folgenden Methoden haben sich bewährt:
Thermohaut
Auf die Außenwände werden Dämmplatten aufgeklebt oder sie
werden mit Spezialdübeln befestigt. Die empfohlene Mindestdicke
beträgt 12 cm. Anschließend wird ein spezielles Armierungsgewebe aufgebracht, auf dem der Putz aufgespritzt wird. Achten Sie
darauf, dass die Produkte ein ÜGPU-Qualitätszeichen in Verbindung mit dem Ü-Zeichen tragen.
Vorhangfassade
Vor die Wärmedämmschicht wird eine Verkleidung aus Holz oder
Kunststoffplatten montiert. Zwischen Dämmplatten und Verkleidung bleibt ein durchlüfteter Hohlraum (hinterlüftete Fassade).
Die Vorhangfassade darf erst 30 cm über dem Erdniveau beginnen.
Bis zu dieser Höhe muss die Außenwandfläche gegen Spritzwasser
abgedichtet und die Wärmedämmschicht ausreichend Wasser abweisend sein. Der Sockelbereich sollte eine Tropfkante von 45 Grad
haben, damit keine Feuchtigkeit in das Holz eindringen kann.
Holzverschalung
Hinterlüftung
Tropfkante
Wand
Dämmung
Lattung
Konterlattung
Quelle: Deutsche Energie Agentur
Wir empfehlen Ihnen, die Zuluft-Öffnung mit einem „Insektenschutzgitter“ zu verschließen. Um Baufehler zu vermeiden, sollten
Sie nur von der Bauaufsicht zugelassene Systeme verwenden
und vor Auftragsvergabe Referenzen einholen.
11
Kerndämmung
Bei zweischaligem Mauerwerk bietet es sich zur Verbesserung des
Wärmeschutzes an, den Luftzwischenraum auszufüllen: zum Beispiel mit Wasser abweisendem, schüttfähigem Dämmstoff (Perlite, Zelluloseflocken). Oder mit Ortschaum: Das Mauerwerk wird
angebohrt, der Dämmstoff durch die Löcher mit einem Spezialgerät eingebracht. Diese Methode ist sauber, schnell und kostengünstig. Die Außenansicht bleibt unverändert.
Innendämmung
Diese Art der Dämmung ist besonders preiswert, aber auch problematisch im Hinblick auf Durchfeuchtung (Schimmelpilzbildung).
Innendämmung sollte nur nach Berechnung von entsprechenden
Fachleuten und durch Fachfirmen ausgeführt werden, da die Wand
im kalten, ungedämmten Bereich liegt und die Gefahr von Bauschäden besteht. Die problematischen Bauteilecken müssen auf
den Wärmedurchgang berechnet werden um sicherzustellen, dass
kein Tauwasserniederschlag in der Wandkonstruktion entsteht.
12
DAMIT DIE TEMPERATUR
NICHT IN DEN KELLER GEHT
Wärme kann nicht nur durch ein schlecht gedämmtes Dach entweichen, sondern auch durch einen unzureichend gedämmten
Keller. Doch auch in diesem Fall haben Sie die Möglichkeit, der
Kälte durch entsprechende Dämm-Maßnahmen einen Riegel
vorzuschieben:
Dämmung der Kellerdecke
Im Erdgeschoss eine wärmere Fußbodenoberfläche zu erhalten
ist nicht schwer. Bei unbeheizten Kellerräumen genügt oft eine
Schicht Hartschaum-Platten oder Mineralwoll-Platten, um den
Wärmeabfluss aus Ihrem Erdgeschoss zu verringern. Geeignet
sind zum Beispiel 120x120 cm große Kellerdecken-Dämmplatten
in einer Stärke von mindestens 6 cm, die „normalentflammbar“
(Baustoffklasse B2) sein müssen.
Dämmung der Kelleraußenwände
Die Außenwände von beheizten Kellerräumen, wie zum Beispiel
Hobby-, Partyraum oder Sauna, sollten Sie von der Raumseite
her dämmen. Vor allem Kelleraußenwände aus Beton verursachen
erhebliche Wärmeverluste. Betonwände lassen sich durch eine
Innendämmung mit Hartschaumplatten oder Mineralwollplatten
dämmen. Der 6 cm dicke Dämmstoff wird zwischen einem Ständerwerk angebracht, auf dem sich eine Kunststoff-Spezialfolie
als Dampfsperre befindet. Erst dann folgt die Wandbekleidung.
13
ÜBER WÄRMEVERLUSTE
UND GLASKLARE VERLIERER
So holen Sie aus Ihren Fenstern das Beste raus
Fenster haben hohe U-Werte und sind deshalb die größte energetische Schwachstelle im Gebäude. Das gilt vor allem für Häuser
aus der Vorkriegszeit und aus den 50er und 60er Jahren, als die
Fenster noch Einfachverglasung hatten. Sollten Sie bei sich zu
Hause Doppelfenster (Abstand zwischen den Elementen größer
als 7 cm) haben und das Fensterholz in gutem Zustand sein,
müssen Sie nichts unternehmen, denn Ihre Fenster sind sogar
besser als Isolierglas.
Checkliste für Ihre Fenster
• Überprüfen Sie die Fugen zwischen Fensterflügel und Rahmen.
Diese sollten eine elastische Dichtung haben, die Sie gegebenenfalls auch selbst ersetzen können.
• Die Anschlüsse des Fensters an die Außenwand müssen winddicht sein. Auch diese sollten Sie elastisch abdichten, zum
Beispiel mit vorkomprimiertem Dichtungsband.
• Die Fenster sollten eine Wärmeschutzverglasung haben.
Empfohlener U-Wert für Fenster und Fenstertüren nach Energieeinsparverordnung zwischen 1,3 und maximal 1,7 W/m2K.
• Der Beschlag soll den geschlossenen Fensterflügel rundum
dicht anpressen und sollte gegebenenfalls nachgestellt werden.
• Die Fensterkonstruktion muss voll funktionsfähig und dicht
schließend sein. Bei Einfachverglasung und Schäden an Flügel
oder Rahmen ist der Einbau eines neuen Fensters mit Isolierverglasung die beste Lösung. Nicht nur der Wärme-, auch der
Schallschutz wird dadurch verbessert.
• Wenn ein Rollladen vorhanden ist, sollte er nachts geschlossen
sein. Zusammen mit einem Vorhang verringert er die nächtlichen
Wärmeverluste um ca. 20 %.
• Der Rollladenkasten sollte wärmegedämmt und winddicht sein,
Dämmplatte und Dichtungsband im Inneren können helfen.
14
WENN GESCHLOSSENE TÜREN
OFFEN FÜR KALTE LUFT SIND
Oder wie Sie Ihre Außentüren dicht bekommen
Wenn die Fenster dicht sind, sollten Sie unbedingt die Türen unter
die Lupe nehmen. Meist dringt durch die Fugen der Außentüren
noch mehr Luft als durch die Fensterfugen ein. Durch sorgfältiges
Abdichten der Türfugen können Sie hier viel erreichen.
Der Vorflur – eine geniale Erfindung
Wichtiger noch als eine gut abgedichtete Haustür ist eine zweite
Tür im Hauseingang, die Ihren Flur oder Ihr Treppenhaus durch
einen Vorflur trennt. Wenn im Eingangsbereich ausreichend Platz
ist und die Proportionen es erlauben, kann der Vorflur auch
nachträglich eingebaut werden. Mit einer solchen Luftschleuse
versehen sind Hausflur und Treppenhaus wärmer als vorher. Ihr
Vorflur verringert Luftwechsel und Zug im ganzen Haus, weshalb
er im Volksmund auch „Windfang“ genannt wird.
Unbeheizte Räume ziehen Wärme
Überprüfen Sie, ob Ihre Innentüren gut abgedichtet sind. Ansonsten fließt die Wärme unnötig in Keller, Vorflur, Treppenhaus oder
Speisekammer.
IHRE HEIZUNGSANLAGE UND
WIE SIE DIE WÄRME VERTEILT
Nachdem Sie sich über die Dämmung Ihres Hauses Gedanken
gemacht haben, sollten Sie sich mit der Heizungsanlage und dem
Wärmeverteilungssystem beschäftigen. Der entscheidende Faktor
für den Energieverbrauch ist hier die so genannte Vorlauftemperatur im Wärmeverteilungssystem. Hier gilt: Möglichst niedrige
Temperaturen im System reduzieren die Wärmeverluste der
Heizungsanlage.
Wer ein solches Wärmeverteilungssystem hat, kann die Vorteile
der Wärmepumpen- und Brennwerttechnik voll nutzen. Aber auch
der hydraulische Abgleich des Wärmeverteilungssystems führt
zur Reduzierung der Heizkosten (siehe Seite 19).
16
Heizkörper: kleine Oberfläche – hohe Vorlauftemperatur
Heizkörper geben die Wärme in unterschiedlichen Anteilen ab.
Durch Konvektion (Erwärmung der Luft) und Strahlung (Erwärmung von Gegenständen, Wänden, Personen). Je größer der Heizkörper ausgelegt wird, desto besser kann er die Wärme an die
Luft abgeben. Dies führt zu geringeren Vorlauftemperaturen und
dadurch zu einem besseren Wirkungsgrad der Heizungsanlage.
Vorrangig werden heute kompakte Plattenheizkörper verwendet.
Um die gewünschten Raumtemperaturen zu regeln, sollten Thermostatventile zum Standard gehören. In unmittelbarer Nähe der
Heizkörper sollte der Wärmeschutz der Außenwand besonders
gut sein. Genau das Gegenteil ist in den meisten älteren Gebäuden
der Fall. Bei Heizkörpernischen sind die Wände dünner als sonst,
die Wärme kann hier leicht nach außen abfließen.
Die beiden folgenden Ratschläge helfen Ihnen Energie
zu sparen:
Dämmen Sie zwischen Heizkörper und Außenwand
In den meisten Fällen ist es möglich Hartschaumplatten (Baustoffklasse B1 oder B2) hinter die Radiatoren zu schieben und
an der Außenwand zu befestigen. Schon eine Dämmstoffdicke
von 2 cm verbessert den Wärmeschutz merklich. Zwischen
Heizkörper und Dämmstoff sollten mindestens 3 cm Zwischenraum bleiben.
Vermeiden Sie lange Vorhänge und Heizungsverkleidungen
Die Wärmeabgabe vom Heizkörper an die Raumluft wird durch
eine Heizkörperverkleidung in jedem Fall eingeschränkt. Auch
zugezogene Vorhänge, die den Heizkörper zum Zimmer hin
abdecken, reduzieren die Heizleistung erheblich.
17
Fußboden- und Wandheizung: große Oberfläche – geringe
Vorlauftemperatur
Fußbodenheizungen benötigen keine Stellfläche und verbessern
das Wohlbefinden aufgrund des hohen Strahlungsanteils bei der
Wärmeabgabe. Aber auch Wandheizungen sind eine gute Alternative. Beide Wärmeverteilungssysteme ermöglichen geringe Vorlauftemperaturen, welche unterhalb der Körpertemperatur liegen.
Um eine maximale Effizienz zu erreichen, ist es sinnvoll, im gesamten Gebäude Fußboden- beziehungsweise Wandheizungen zu
verlegen. Beide Systeme ermöglichen eine individuelle Regelung
der unterschiedlichen Zimmertemperaturen.
Bei Fußbodenheizungen können Sie zwischen zwei Verlegungsarten wählen: der Nasseinbettung und der Trockenverlegung. Die
Heizungsrohe befinden sich bei der Nasseinbettung im Estrich,
oberhalb der Trittschall- und Wärmedämmung, während sich die
Rohre bei der Trockenverlegung innerhalb der Dämmplatten,
unterhalb des Estrichs, befinden.
Für Wärmepumpen- und Brennwertsysteme empfiehlt sich die
Nasseinbettung, da diese Bauart eine bessere Wärmeabgabeleistung hat. Bei einer maximalen Vorlauftemperatur von 35 °C
sollte der Verlegeabstand 10 bis 15 cm betragen.
18
Gleichmäßige Wärme dank hydraulischem Abgleich
Ohne hydraulischen Abgleich kann der Betrieb der Heizungsanlage stark beeinträchtigt werden: Die Heizkörper mit dem
geringsten Abstand zum Kessel (eigentlich: zur Pumpe) werden
überversorgt, die am weitesten entfernten Heizkörper dagegen
unterversorgt, da hier zu wenig Heizwasser ankommt.
Fünf gute Gründe für einen hydraulischen Abgleich
• die Wärme wird gleichmäßig abgegeben
• die Heizkörper lassen sich besser über Thermostatventile regeln
• es gibt keine Strömungsgeräusche durch hohe Pumpenleistung
• die Pumpe benötigt weniger Energie
• der niedrigere Energieverbrauch sorgt für geringere Heizkosten
19
Luft-Wasser-Wärmepumpenheizung mit innenliegender Wärmepumpe
Die Zukunft gehört der Wärmepumpe
Falls Sie sich gerade für ein neues Heizungssystem entscheiden
müssen, sollten Sie die Wärmepumpe kennen lernen. Mit Hilfe
dieses bewährten Systems können mit nur einer Kilowattstunde
Strom inzwischen bis zu fünf Kilowattstunden Wärme erzeugt
werden. Die Nutzung der natürlichen Wärmequellen Wasser,
Erdreich oder Luft machen es möglich.
Wärmepumpen sind das ideale Heizungssystem für den Neubau
und lassen sich optimal mit Lüftungsanlagen kombinieren. Aber
auch für den Altbau gibt es geeignete Wärmepumpensysteme.
Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Broschüre
„Wärmepumpen“.
20
AUCH EIN HAUS
BRAUCHT LUFT ZUM ATMEN
Durch schrittweise Verbesserung des Wärmeschutzes sind die
Gebäude immer luftdichter geworden. Auch die Lüftungsanlagen
wurden fortentwickelt und können heutzutage einen großen Teil
der Wärmeenergie zurückgewinnen.
Raumluft mit hohem Kohlenstoffdioxyd-Gehalt sorgt für Ermüdung. Dem wirkt eine Lüftung entgegen, in dem sie die Raumluft
mit frischer, sauerstoffhaltiger Luft austauscht. Luftzirkulation
kann Allergien vorbeugen, da Hausstaubmilben sich in gut durchlüfteten Räumen schlechter niederlassen können. Die Bausubstanz
Ihres Gebäudes bleibt trocken – Stockflecken und Schimmelpilze
an Decken und Wänden haben keine Chance.
Zentrale Lüftungssysteme für den Neubau
Die Wärme der verbrauchten Raumluft wird über einen Wärmetauscher auf die Frischluft übertragen, ohne dass sich Raum- und
Frischluft vermischen. Achten Sie darauf, dass die Anlage einen
Wärmerückgewinnungsgrad von mindestens 80 % hat.
Dezentrale Lüftungssysteme für den Altbau
Diese Lüftungssysteme sind eine ideale Lösung für den Altbau,
beziehungsweise Sanierungsbau oder für Anbauten. Die so
genannten Elektro-Lüftungsgeräte haben einen Wärmerückgewinnungsgrad von ca. 70 %. Sie lassen sich mit Nachtspeichersystemen oder normalen Radiatoren kombinieren.
Wichtig für Allergiker: Bei beiden Methoden können die
Fenster geschlossen bleiben und die Luft wird gefiltert.
Bildnachweis: Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG, Olsberg Haustechnik GmbH & Co.KG
21
KURZ ABER KRÄFTIG LÜFTEN
SPART ENERGIE
Früher kam durch Fenster stets Außenluft herein. Durch Erwärmung wurde diese deutlich trockener als die vorhandene Innenluft, die bereits Feuchtigkeit aus den bewohnten Räumen enthielt.
Die neuen fugendichten Fenster verhindern den Abtransport der
Feuchtigkeit nach draußen. Sie müssen jetzt selbst dafür sorgen,
dass sich kein Wasserdampf auf Scheiben und Wänden bildet,
indem Sie kurz, aber kräftig lüften.
Sparen durch richtiges Lüften
• Dauerlüften ist überflüssig und lässt zu viel Energie entweichen.
Selbst eine kleine Luftklappe sollte nicht ständig geöffnet bleiben.
• Lüften Sie morgens und abends oder bei Bedarf alle Räume
gut durch (Fenster ganz öffnen), je nach Jahreszeit wie in der
Tabelle zu sehen. Dabei die Heizkörperventile schließen oder
die Heizung (im Einzelhaus) ausschalten.
• Nach dem Duschen, Baden oder Kochen in den betroffenen
Räumen lüften, um die Wasserdampfmengen nach draußen
entweichen zu lassen.
• Türen zu wenig beheizten Räumen geschlossen halten.
• Kontrollierte Be- und Entlüftungssysteme mit Wärmerückgewinnungseinrichtung sorgen unabhängig vom Fenster für eine
stetige Frischluftzufuhr und eine entsprechende Abführung der
schlechten Luft. Staub und Lärm bleiben draußen, die in der
Fortluft enthaltene Wärme wird wieder auf die Zuluft übertragen.
Lüftungsanlagen lassen sich optimal mit Wärmepumpensystemen
kombinieren.
Monat
22
Dauer der Lüftung
Dezember bis Februar
4 bis 6 Minuten
März und November
8 bis 10 Minuten
April und Oktober
12 bis 15 Minuten
Mai und September
16 bis 20 Minuten
Juni bis August
25 bis 30 Minuten
Vattenfall Europe Sales GmbH
Überseering 12
22297 Hamburg
Besucheranschrift Hamburg
Vattenfall Kundenzentrum
Glockengießerwall 2
20095 Hamburg
Mo bis Fr 9–18 Uhr
Tel 01801-43 90-00* (Mo bis Fr 8–18 Uhr)
Fax 01801-43 93-29*
Besucheranschrift Berlin
Vattenfall Center
Nürnberger Str. 14/15 (Ecke Tauentzienstr.)
10789 Berlin
Mo bis Fr 10–18 Uhr
Sa 10–16 Uhr
Tel 01801-267 267* (Mo bis Fr 7–19 Uhr)
Fax 01801-267-11 94 14 10
*3,9 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz,
www.vattenfall.de
Juli 201 1
max. 42 Cent/Min. aus dem Mobilfunknetz
Herunterladen