Dance Around - Stadt Arnsberg

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Dance Around
Das Tanzfestival im Kunstsommer
Termine
Dance Around – Tanz im Kunstsommer Arnsberg
Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der Bilder dominieren, die
uns nicht selten die Differenzierung von Schein und Sein erschweren.
Dies ist sicherlich einer der Gründe, warum Tanz als ursprüngliche,
non-verbale menschliche Ausdrucksform im Reigen sog. Basiskompetenzen wieder an Bedeutung gewinnt.
Tanz ist in allen Kulturen tief verwurzelt und gleichzeitig auch Spiegel
gesellschaftlicher Strukturen und Prozesse. Darüberhinaus vermag
er mittels ästhetischer Inszenierung eigenständige künstlerische
Aussagen zu entwickeln, die durch die Choreographien wahrhaftig
werden.
Tanz findet dabei längst nicht mehr nur in geschlossenen Räumen,
Bühnen oder Treffpunkten statt. Zeitgenössischer Tanz und das eng
verbundene Tanztheater nutzen öffentliche Flächen und Gebäude als
„alternativen Choreographieraum“.
Nach Arnsberg eingeladen wurden Tänzer und Ensembles, welche
genau diesen „alternativen Choreographieraum“ der historischen Altstadt Arnsbergs annehmen und damit diese Stadt für den Zeitraum
eines Tanzes oder einer Choreographie inszenieren, interpretieren
und durchaus auch kritisch zu beleuchten vermögen.
Mit dem Projekt „Dance Around“ wird die Sparte Tanz erstmalig
konsequent als eigenständige Kunstform in der kulturellen Landschaft
dieser Region präsentiert.
Sonntag, 20.08.2017
13:45 und 15:30 Uhr, Bereich Steinweg
Start: Zugang Tiefgarage
Performance-Parcours
„Sur la Plantes des Pieds“
Sonntag, 20.08.2017
ca. 14:45 Uhr, Neumarkt
Kascha (die, die nicht verloren geht)
Montag 21.08. - Donnerstag 24.08.2017
jew. 16:30 Uhr, Treffpunkt Rathaus,
Alter Markt
„Choreographierte Zeitreise”
Montag 21.08.2017
ca. 21:45 Uhr, ehem. Klosterpforte
Kascha (die, die nicht verloren geht)
Montag 21.08.2017, Dienstag 22.08.2017,
jeweils 18 Uhr, ehem. Klosterpforte
„Out of the field?“ - Teil 1 u. 2
Dienstag, 22.08.2017
ca. 21:45 Uhr, Gebäude am
Laurentianum
„Cocoon“ und
„Schwerelos“
Mittwoch, 23.08.2017
18:00 Uhr, ehem. Klosterpforte
(Lichtpforte)
„Pray“
Donnerstag, 24.08.2017
18:00 Uhr, ehem. Klosterpforte
(Lichtpforte)
„Heiliger Boden“
24.08.2017, 19:30 Uhr, Neumarkt
“D-Construction”
Donnerstag, 24.08.2017
ca. 21:30 Uhr, Schützenbrücke
„Flußgeflüster“
Freitag, 25.08.2017
22:30 Uhr, Dach des Theaterfoyers
„Out of the field?“
Sonntag, 27.08.2017
16:00 Uhr, Lichthaus
„Hidden Dreams“
Compagnie Irene K. (BE)
Performance-Parcours
„Sur la Plantes des Pieds“
Sonntag, 20.08.2017, 13:45 u. 15:30 Uhr, Bereich Steinweg
Start: Zugang Tiefgarage
Die Compagnie Irene K. ist eine zeitgenössische Tanzkompanie, die
1977 unter der künstlerischen Leitung von Irene BorguetKalbusch gegründet wurde. Für die jeweiligen Kreationen arbeitet
Borguet-Kalbusch mit professionellen Tänzern verschiedener
Nationalitäten. Die Compagnie hat sich einen Stil angeeignet, der
dem zeitgenössischen Tanztheater zuzuordnen ist. Die Musik wird
jeweils zur Choreographie komponiert und mitunter auch live
interpretiert.
Die Choreographien sind nicht narrativ; der Raum öffnet sich in alle
Richtungen, in immer wieder neuen Konstellationen. Der Mensch
mit seinen Wünschen, Ängsten und Visionen liegen der choreographischen Arbeit zugrunde.
Zusätzlich zu den Bühnengastspielen für Erwachsene sowie für Kinder,
kreiert die Compagnie Irene K. Performances für den öffentlichen
Raum. Die Besonderheit der Orte und der jeweiligen Architektur
werden von den Tänzern aufgegriffen und ausgeschöpft; es entstehen
immer wieder neue, flüchtige Bilder, die den Zuschauer überraschen.
Die Compagnie Irene K. erarbeitet regelmäßig pädagogische, kreative sowie interdisziplinäre Projekte.
Douglas Bateman (Köln)
„Choreographierte Zeitreise
- getanzte Stadtführung“
für jeweils 10 Personen, mit Anmeldung
21.08.-24.08.2017, jeweils 16:30 Uhr, Treffpunkt Rathaus, Alter Markt
Der in Köln lebende Brite Douglas Bateman hat in Zusammenarbeit
mit dem Stadt- u. Landständearchiv Arnsberg eine Stadtführung
erarbeitet und eine kleine Zeitreise choreographiert.
Die Teilnehmerzahl ist auf 10 begrenzt. Anmeldungen sind unter
[email protected] oder unter Tel.: 02932/201-1602 oder
02932/201-1120 möglich.
Douglas Bateman ist ein Tanz Performance Künstler, Lehrer, preisgekrönter Choreograph und Initiator bei der Schaffung neuer Strukturen für künstlerische Schöpfung und Kommunikation. Er spielt in
europäischen Tanzkompanien und ist ein langjähriger Mitarbeiter der
gefeierten Tanzpersönlichkeit Tony Rizzi.
Im Jahr 2009 gründete er das MichaelDouglas Kollektiv: Eine Gruppe
von Künstlern, die andere Künstler zur Arbeit an innovativen Kooperationen einladen. Im Jahr 2014 schuf er die ZAIK, eine Netzwerkkonstruktion zur Förderung des Austauschs und Innovationen.
Das MichaelDouglas Kollektiv gehört derzeit zu den vom Land NRW
spitzengeförderten Ensembles und ist ab 2018 dank des Fonds „Tanzland“ der Bundeskulturstiftung Kooperationspartner des Kulturbüros der Stadt Arnsberg.
Cie Dyptik (F)
„D-Construction”
24.08.2017, 19:30 Uhr, Neumarkt
Energiegeladene Tanzperformance zum Thema Identität. Das ist „D-Construction“: Sechs Hip-Hop-Tänzer verschmelzen langsam in eine einzige fließende Bewegung. Körper und Geist werden
zu einer einzigen Kraft, die schließlich zur Befreiung führen kann.
Gemeinsam erkunden die Darsteller ihre Umgebung und bauen
schließlich eine neue Realität auf. Dabei versteht das Ensemble,
Raum für jeden Einzelnen zu lassen.
Ein Metallgerüst in der Mitte der Bühne stellt sowohl einen Spielplatz
als auch ein Gefängnis dar. Es sperrt die Tänzer ein, schützt und
befreit sie gleichzeitig. „D-Construction“ verbindet, inspiriert und
zerstört, um etwas Neues zu schaffen.
Junger Zeitgeist zelebriert die alltagskulturellen Erscheinungsformen
des Tanzes als persönliche Ausdrucksform in einer Gemeinschaft.
Zwischen Vereinzelung und Gemeinschaft wird genau das Maß ausgelotet, an dem „Gem.Einsamkeit.“ funktionieren kann.
Birgit Aßhoff (Berlin)
„Hidden Dreams“
– Präsentation der Workshop-Ergebnisse
Sonntag, 27.08.2017, 16:00 Uhr, Lichthaus
Unter dem Themendach „Tanz und Architektur“ lädt die Berliner
Choreographin Birgit Aßhoff Jugendliche und Erwachsene ein, die
Gemäuer des Klosters Wedinghausen unter die Lupe zu nehmen.
Die Flure und Gänge, die Ecken und Nischen sowohl innerhalb des
Gebäudes als auch im Außenbereich, bieten vielfältige Anregungen
für Tanzsequenzen, die kleine Geschichten andeuten. Es wird recherchiert und experimentiert sowie nach Möglichkeiten
gesucht, den eigenen Körper zu einem ‘Teil’ der Architektur werden
zu lassen.
Nach der Tanz- und Theaterausbildung an der „Etage“ in Berlin
arbeitet Birgit Aßoff in Paris beim „Théatre Corps Acteur“ und bildet
sich weiter an der „Ecole de Mime Corporel“. Danach arbeitet sie
als freischaffende Choreographin, Tänzerin und Performerin mit
Studienaufenthalten in der Mongolei sowie als Jurorin, Dozentin
und Tänzerin beim „Festival Internacional de Danza“ in Asuncion.
Nach verschiedenen Arbeitsaufenthalten in Paraguay, Argentinien
und Chile, hat sie sich heute auf Projekte des Community Dance
spezialisiert.
Manuel Quero, Arnsberg
Projekt “Wunderschön”
Im Mittelpunkt der von Manuel Quero entwickelten Choreographien steht immer der Mensch und die gelebte(n) und erlebte(n)
Geschichte(n). Dabei sind Orte, die eine wechselvolle Geschichte
erzählen, Quelle der Inspiration und Raum des Neuentwurfs. Quero
arbeitet sowohl mit Laien als auch mit professionellen Tänzern und
Musikern und baut auf die integrative Kraft des Tanzes: „Jeder kann
tanzen“. Projektassistenz und Musik: Silas Eifler
Gezeigt werden:
„Heiliger Boden“ ist eine Inszenierung, die mit Menschen aus Arnsberg über zwei Monate erarbeitet wurde.
„Flußgeflüster“ nutzt die Ruhr als Inszenierungsraum und versteht
sich als künstlerisches Experiment.
„Cocoon“ u. „Schwerelos“ nutzen die Vertikale als Spielfläche und
loten tänzerische Perspektiven aus.
„Out of the field?“ ist ein spartenübergreifendes Experiment mit
professionellen Tänzern und Musikern und wird in 3 Teilen gezeigt.
„Pray“ – ist ein eindringliches und mit Livemusik und Gesang
begleitetes Solo.
In Barcelona geboren erhält Manuel Quero nach einer kurzen Laufbahn
in den für Spanien typischen Straßentheatern seine Ausbildung an
der Folkwang Hochschule für Künste in Essen. Nach seinem Abschluss
als Diplom-Tänzer tritt er 1999 dem Folkwang Tanzstudio bei und
tanzt dort in Choreographien von Pina Bausch, Henrietta Horn und
Jean Laurent Sasportes. Seit 2008 lebt er in Arnsberg und arbeitet
dort als freischaffender Choreograph mit unterschiedlichen Tänzern
und Ensembles.
Irene Ebel
„Kascha“ (die, die nicht verloren geht) - Solo
Wer sind wir ohne Wurzeln, ohne Heimat . . . ? Eine tänzerische Reise
in die Vergangenheit, in die verloren geglaubte Heimat – eine getanzte Geschichte über das Aufspüren alter Welten, Erbe, Verbundenheit,
Schönheit.
Irene Ebel beginnt ihre Tanzausbildung am Oldenburgischen Staatstheater. Nach ihrem Abitur absolviert sie ihre Tanz- und Tanzpädagogikausbildung an der Essener Folkwanghochschule der Künste.
Anschließend arbeitet Ebel einige Jahre freiberuflich im In-und
Ausland, bevor sie 2003 im Folkwang Tanz Studio in Choreographien
von Henrietta Horn, Rodolpho Leonie, Michelle Ann de Mey und als
Gasttänzerin bei Pina Bausch tanzt. Danach ist sie 2 Jahre Mitglied
in der Kompanie Norrdans in Schweden, wo sie gemeinsam mit
Ramon Oller, Thomas Noone, Pontus Lidberg, Jyrki Karttunen und Jo
Strömgren arbeitet.
Sparkasse
Arnsberg-Sundern
Fotos: Alex Marchant, Jochem Ottersbach, Vivian Schulte,
Compagnie Irene K., Mehdi Meghari
Herausgeber:
Stadt Arnsberg
Der Bürgermeister
Rathausplatz 1
59759 Arnsberg
Verantwortlich: Leiterin des Kulturbüros – Kirsten Minkel
Layout:
Simone Bannach
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