Klimaschutzteilkonzept für die öffentlichen Liegenschaften in der

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Klimaschutzteilkonzept für die öffentlichen
Liegenschaften in der Gemeinde Ahrensbök
Projektbericht
Investitionsbank Schleswig-Holstein
Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
Inhaltsverzeichnis
1.
Einleitung ............................................................................................................................ 3
2.
Projektbaustein 1 - Klimaschutz-Management ............................................................... 4
3.
2.1
Klimaschutzbericht IST-Zustand.......................................................................... 5
2.1.1
Kostenstruktur 2012 .............................................................................................. 5
2.1.2
Verbrauchs- und Kostenanalyse 2012 ................................................................ 6
a) Wärme .............................................................................................................. 6
b) Strom ................................................................................................................ 8
c) Wasser.............................................................................................................. 9
2.1.3
Verbrauchs- und Kostenentwicklung................................................................ 11
2.2
Theoretisches Potential ...................................................................................... 13
2.2.1
Theoretische Energiekostenentwicklung der Liegenschaften ....................... 13
2.2.2
Einsparpotentiale der Liegenschaften .............................................................. 14
2.2.3
Wirtschaftlichkeit des theoretischen Potenzials .............................................. 15
2.3
Organisations- und Controllingkonzept............................................................ 18
2.3.1
Energiemanagement ........................................................................................... 18
2.3.2
Organisation des Energiemanagement in der Gemeinde Ahrensbök........... 19
Projektbaustein 2 - Gebäudebewertung ........................................................................ 21
3.1
Erläuterung ........................................................................................................... 21
3.2
Ergebnis................................................................................................................ 23
3.2.1
Einzelmaßnahmen ............................................................................................... 23
3.2.2
Gesamtgebäudebetrachtung.............................................................................. 24
3.2.3
Übergeordnete Maßnahmen ............................................................................... 28
a) Zählerstruktur.................................................................................................. 28
b) Nahwärmegebiet zentrales Ahrensbök .......................................................... 28
4.
Projektbaustein 3 - Feinanalysen ................................................................................... 29
5.
Öffentlichkeitsarbeit......................................................................................................... 29
6.
Fazit und Empfehlung...................................................................................................... 30
Anlage 1: Aufstellung der Einzelmaßnahmen........................................................................... 32
Anlage 2: Gebäudeberichte Ahrensbök..................................................................................... 33
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Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
1.
Einleitung
Zunehmende Abhängigkeit von Energieimporten, steigende Energiepreise und der globale Klimawandel sind die Herausforderungen der Energiepolitik. Es gilt, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die zu einer effizienteren sowie auf erneuerbare Energien basierenden Energieversorgung
und einer entsprechenden Energieverbrauchsreduzierung führen. Wegen steigender Energiepreise und immer knapper werdender Budgets der öffentlichen Haushalte ist es für öffentliche Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Jugend- und Bürgerhäuser, Verwaltungsgebäude sowie Schulen
immer wichtiger, dieses knappe Budget nicht für erhebliche Energiekosten aufwenden zu müssen.
Im Hinblick auf die geringen finanziellen Ressourcen hat die Gemeinde Ahrensbök im Zuge von
Sanierungsüberlegungen ihrer Liegenschaften sich das Ziel gesetzt, die vorhandenen Mittel möglichst effizient und mit dem größtmöglichen energetischen, Kosten sparenden und CO2mindernden Effekt einzusetzen. Hierzu bedarf es eines Sanierungs-Masterplans, der den vorhandenen Gebäuden hinsichtlich dieser Effekte eine Priorität zuordnet. Dieser Aufgabenstellung wird
das Klimaschutzteilkonzept „Klimaschutz in eigenen Liegenschaften“ aus der "Klimaschutzinitiative" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)gerecht.
Die Gemeinde Ahrensbök hat im März 2012 einen Antrag beim Projektträger Jülich (ptj) zur Förderung des Klimaschutzteilkonzeptes gemäß den Richtlinien des BMU eingereicht. Im November
2012 erhielt die Gemeinde einen positiven Förderbescheid. Die Projektlaufzeit wurde auf ein Jahr
für den Zeitraum vom 01.01.2013 bis 31.12.2013 angesetzt. Mit der Erstellung des Klimaschutzteilkonzeptes wurde die Energieagentur der Investitionsbank Schleswig-Holstein beauftragt. Insgesamt werden 23 Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök untersucht.
Die Erstellung des Klimaschutzteilkonzeptes erfolgt gemäß der Vorgaben der Richtlinie sowie
dem Merkblatt des BMU und des ptj. Das Projekt gliedert sich in die drei nachfolgend aufgeführten Bausteine:
1.
2.
3.
Klimaschutz-Management
Gebäudebewertung
Feinanalysen
Im Baustein 1 "Klimaschutz-Management " wird zunächst der IST-Zustand der ausgewählten
Liegenschaften ausgewiesen und das theoretische Potential zur Energie-, Kosten- und CO2Einsparung dargestellt. Somit erfolgt die erste Bewertung der Liegenschaften auf Basis der Daten- und Aktenlage. Weiterhin wird in diesem Baustein ein Energiemanagement aufgebaut.
Im Baustein 2 "Gebäudebewertung" werden die Liegenschaften vor Ort betrachtet und aufgenommen. Die Daten des Bausteins 1 werden plausibilisiert und gegebenenfalls angepasst oder
verfeinert. Aus dem Baustein 2 erfolgt eine Grobwertung hinsichtlich der baulichen Situation sowie
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Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
der Sanierungsoptionen für die verschiedenen Liegenschaften. Dieser Bewertungsschritt soll die
in Baustein 1 aufgezeigten theoretischen Potentiale mit den tatsächlich umsetzbaren in Übereinstimmung bringen. Somit steht als Ergebnis aus Baustein 2 das erschließbare Potential hinsichtlich Energie-, Kosten- und CO2-Einsparung inklusive dem dafür notwendigen finanziellen
Aufwand. Darüber hinaus erfolgt daraus eine strategische Empfehlung für die Sanierungspriorität.
Der Baustein 3 "Feinanalysen" wurde in den Baustein 2 "Gebäudebewertung" integriert. Der Ergebnisbericht enthält für jedes Gebäude Vorschläge für Sanierungsoptionen mit konkreten Hinweisen bezüglich einer baulichen Umsetzung. Der Detaillierungsgrad des Bausteins 2 ist bereits
höher als vorgegeben und erschließt gleichzeitig Baustein 3.
Insgesamt erhält die Gemeinde Ahrensbök mit diesem Klimaschutzteilkonzept einen Sanierungsfahrplan, welcher mit einem noch aufzubauenden Controlling regelmäßig zu evaluieren und anzupassen ist. Der nachfolgende Bericht stellt die Gesamtdokumentation dieses Projektes dar.
2.
Projektbaustein 1 - Klimaschutz-Management
Der erste Baustein des Klimaschutzteilkonzeptes stellt das Klimaschutz-Management dar. Auf
Basis von Verbrauchsabrechnungen und Hochbauakten wird der IST-Zustand der Gebäude bezüglich Energieverbrauch, Emissionen und Kosten abgebildet.
Als Darstellungsmedium dient das Gebäudeenergieverbrauchsinstrument, entwickelt in dem Landesprojekt „Energieeffizienzinitiative des Landes Schleswig-Holstein“. In diesem Instrument wird
jede Liegenschaft anhand ihres Verbrauchs in jedem Verbrauchssektor (Wärme, Strom und Wasser) einer Effizienzklasse zugeordnet. Die Systematik erfolgt wie in einem Energieausweis wobei
der jeweilige spezifische Verbrauchswert mit einem nutzungsgleichen Gebäude verglichen wird.
Diese Auswertung wurde für jede Liegenschaft für die Verbrauchsjahre 2011 und 2012 durchgeführt. Der nachfolgende Klimaschutzbericht stellt die Auswertung über alle Gebäude dar. Der Aufbau erfolgt als fortschreibbarer Bericht. Er beginnt mit der Darstellung des zuletzt betrachteten
Verbrauchsjahres und stellt im Anschluss die Verbrauchsentwicklung dar.
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Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
2.1 Klimaschutzbericht IST-Zustand
Der Klimaschutzbericht beruht auf den Verbrauchsabrechnungen der einzelnen Liegenschaften
für die Jahre 2011 und 2012. Die Berechnung des Verbrauchs erfolgt jahresscharf und stellt somit
immer ein volles Kalenderjahr mit 365 Tagen dar.
Alle Angaben - bezogen auf den Verbrauchssektor Wärme - sind gemäß der Daten des Deutschen Wetterdienstes witterungsbereinigt dargestellt.
2.1.1 Kostenstruktur 2012
Den Hauptteil der aufzuwendenden Kosten stellten mit 245.239 € die Kosten für Heizenergie /
Wärme dar. Die Kosten für Strom lagen bei 110.510 € und die für Frisch- und Abwasser bei
18.674 €.
Abb. 1: Energiekostenverteilung 2012
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2.1.2 Verbrauchs- und Kostenanalyse 2012
Nachfolgend werden Energieverbrauch und -kosten der einzelnen Liegenschaften der Gemeinde
für das Jahr 2012 aufgeführt. Unterteilt in die Bereiche Wärme, Strom und Wasser werden sowohl
Verbrauch als auch Kosten als Gesamtvolumen und als Einheit pro m² dargestellt.
a)
Wärme
Verbrauch
Für die Höhe des Gesamt-Wärmeverbrauchs der Gemeinde Ahrensbök ist die Gemeinschaftsschule maßgebend. Rechnet man den Verbrauch allerdings auf die Quadratmeter der jeweiligen
Gebäude um, liegen der Kindergarten Lowigushaus und die Falsterhalle im oberen Bereich.
Abb. 2: Wärmeverbrauch der Liegenschaften 2012
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Kosten
Bei den Wärmegestehungskosten stellt es sich ähnlich dar. Auch hier ist die Gemeinschaftsschule maßgeblich für die Höhe der gesamten Kosten verantwortlich. Bei den Kosten pro Quadratmeter haben ebenfalls wieder der Kindergarten Lowigushaus aber auch die Falsterhalle einen
großen Anteil.
Der Unterschied zum Verbrauch pro Quadratmeter ist begründet in der Beheizungsart (Erdgas
oder Fernwärme).
Abb. 3: Heizkosten der Liegenschaften 2012
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b)
Strom
Verbrauch und Kosten
Den größten Anteil am gesamten Stromverbrauch und an den gesamten Stromkosten hat wiederum die Gemeinschaftsschule. Auf den Quadratmeter bezogen ist sie allerdings "nur" Mittelmaß.
Das Bürgerhaus Prüß und vor allen Dingen die Freiwillige Feuerwehr Böbs liegen beim Stromverbrauch mit über 120 kWh/m² und bei den Stromkosten mit 13-18 €/m² vorn.
Abb. 4: Stromverbrauch der Liegenschaften 2012
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Abb. 5: Stromkosten der Liegenschaften 2012
c)
Wasser
Sowohl beim Wasserverbrauch als auch bei den Wasserkosten wurde das Betriebsgebäude
Klärwerk nicht mit einbezogen. Der Wasserverbrauch der gesamten Kläranlage wird über einen
Zähler gemessen und ist aufgrund der besonderen Funktion der Anlage sehr hoch. Daher ist er
nicht vergleichbar und würde die Bewertung verfälschen.
Verbrauch / Kosten
Die Gemeinschaftsschule ist absolut gesehen der Höchstverbraucher und Hauptkostenverursacher. Beim Quadratmeterverbrauch und den Kosten pro Quadratmeter sind die Freiwilligen Feuerwehren Dunkelsdorf und Gnissau sowie die Obdachlosenunterkünfte mit über 600 Litern/m² und
bis zu ca. 3 €/m² am kosten- und verbrauchintensivsten.
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Abb. 6: Wasserverbrauch der Liegenschaften 2012 (ohne Betriebsgebäude Klärwerk)
Abb. 7: Frisch- und Abwasserkosten der Liegenschaften 2012 (ohne Betriebsgebäude Klärwerk)
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2.1.3 Verbrauchs- und Kostenentwicklung
Kostenentwicklung in Euro/a
2012
2011
Wärme
245.239
207.014
Strom
110.510
94.394
Wasser
18.674
21.215
Verbrauchsentwicklung in kWh bzw. in m³
2012
2011
Wärme
2.252.270
2.546.697
Strom
466.157
422.436
Wasser
10.473
11.967
Auffällig ist hier die Minderung des Wärmebedarfs bei gleichzeitig steigenden Kosten. Begründung hierfür ist die steigenden Bezugskosten für Gas und Wärme.
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Energiekosten der Liegenschaften 2012
Die nachfolgende Tabelle stellt die Energiekosten der einzelnen Liegenschaften 2012 dar sowie
die prozentuale Änderung zum Vorjahr 2011. Rot hervorgehoben sind Gebäude mit Mehrkosten,
grün hervorgehoben Gebäude mit Minderkosten im Vergleich zum Vorjahr:
Liegenschaft
Realschulhaus
Rathaus
Obdachlosenunterkunft Triftstr. 54a
Kinderkrippe 2013 (ehem. Jugendhaus)
Kindergarten Lowigushaus
Kindergarten Brummkreisel
Haus der Jugend und Familie
Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
Gemeinschaftsschule, ehm.
Hausmeisterwohnung
Gemeinschaftsschule, Altbau + 1.
Erweiterung
Gemeinschaftsschule - Erweiterungsbau
2002
Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Freiwillige Feuerwehr Böbs
Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Falsterhalle
Bürgerhaus Prüß
Klärwerk Betriebsgebäude
Arnesbokenhalle
Altes Rathaus
Wärme
Strom
Wasser
Kosten
Euro
35.169,04
Änderung
zum Vorjahr
11 %
6.677,70
-0%
326,78
- 33 %
11.063,54
7%
7.277,58
11 %
313,06
- 21 %
1.342,36
- 31 %
173,27
-0%
478,75
-0%
3.529,18
7%
315,24
- 15 %
44,58
- 37 %
9%
Kosten
4.576,04
19 %
718,06
10.351,78
22 %
3.152,80
Änderung
zum Vorjahr
Kosten
Änderung
zum Vorjahr
0,00
0,00
3.555,24
7%
2.694,92
- 16 %
302,13
- 27 %
16.412,90
25 %
8.236,43
79 %
533,54
6%
1.846,21
74 %
902,14
- 18 %
73,97
- 15 %
51.175,99
23 %
24.708,31
9.220,34
23 %
902,53
- 18 %
1.251,42
- 24 %
573,43
- 76 %
49,14
11 %
1.991,38
19 %
0%
194,99
123 %
-9%
1.295,45
79 %
1.684,60
6%
303,17
6%
2.125,33
2%
345,05
10 %
39,55
3.051,03
43 %
992,28
11 %
118,95
38 %
3.357,20
43 %
1.152,76
11 %
96,80
-1%
1.842,62
42 %
2.216,62
11 %
37,26
- 76 %
6.707,57
7%
2.208,09
26 %
188,16
13 %
24.520,67
40 %
3.509,29
34 %
415,83
0%
15.196,00
14 %
9.219,61
- 25 %
434,23
6%
4.390,40
59 %
0,00
31.113,41
12 %
31.511,88
17 %
1.449,21
- 21 %
1.726,27
1%
5.443,34
- 28 %
7.494,69
-3%
100,18
-6%
Tabelle1: Verbrauchskostenentwicklung der einzelnen Liegenschaften
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2.2 Theoretisches Potential
Ausgehend von der Systematik des "Gebäudeverbrauchsinstruments", das Gebäude den einzelnen Verbrauchssektoren einer spezifischen Effizienzklasse zuordnet, wird im Folgenden als theoretisches Potential die Differenz zwischen der derzeitigen Effizienzklasse und der
Zieleffizienzklasse "B" ermittelt. Beim theoretischen Potential wird davon ausgegangen, dass alle
Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök durch energetische Maßnahmen auf Energieeffizienzklasse B saniert werden.
In der nachfolgenden Abbildung sind den tatsächlichen Energiekosten 2012 die theoretisch erreichbaren Kosten nach Ausschöpfung der Potentiale gegenübergestellt.
2.2.1 Theoretische Energiekostenentwicklung der Liegenschaften
Abb.8: theoretische Kostenentwicklung
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2.2.2 Einsparpotentiale der Liegenschaften
In Abbildung 9 sind die gesamten Energiekosten 2012, die theoretischen Kostenreduzierungspotenziale der Liegenschaften sowie die gesamten theoretischen Energiekosten dargestellt. Der
linke Balken zeigt die Energiekosten 2012 aller ausgewählten Liegenschaften. Daneben sind die
theoretischen Potenziale der einzelnen Gebäude aufgeführt, die jeweils den Vorwert berücksichtigen. Der rechte Balken zeigt somit die verbliebenen theoretischen Energiekosten. Hieraus wird
ersichtlich, welche Liegenschaft mit welchem Anteil zum Gesamtpotential beiträgt.
Abb. 9: theoretisches Potential der Liegenschaften
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2.2.3 Wirtschaftlichkeit des theoretischen Potenzials
Um dem dargestellten theoretischen Einsparpotential eine weitere Bewertungsgrundlage zuzuordnen, wird es um ein Maß für die Wirtschaftlichkeit erweitert. Methodisch wurde hierzu die jährliche theoretische Einsparung als annuitätischer Rückfluss einer Investition angenommen. Bei
einem Betrachtungszeitraum von 22,5 Jahren1 und einem Kapitalzins von 3 % wurde der Grenzwert der Investitionen mit der Kapitalwertmethode errechnet. Bezieht man den so errechneten
Investitionsgrenzwert auf die Fläche des Gebäudes, ergibt sich der spezifische Investitionsgrenzwert, der ein Bewertungsmaß für die Wirtschaftlichkeit einer möglichen Sanierung ist.
Nachfolgend ist der Investitionsgrenzwert der Liegenschaften gesamt sowie auf den Quadratmeter bezogen sowohl grafisch als auch tabellarisch dargestellt:
Abb. 2: Investitionsgrenzwert
1
mittlerer Ansatz aus den technischen Lebensdauer von Bauteilen, zwischen 15 und 30 Jahren
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Investitionsgrenzwert
Investitionsgrenzwert
Realschulhaus
Rathaus
Obdachlosenunterkunft Triftstr. 54a
Kinderkrippe 2013 (ehem. Jugendhaus)
Kindergarten Lowigushaus
Kindergarten Brummkreisel
Haus der Jugend und Familie
Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
Gemeinschaftsschule, ehm.
Hausmeisterwohnung
Gemeinschaftsschule, Altbau + 1.
Erweiterung
Gemeinschaftsschule Erweiterungsbau 2002
Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Freiwillige Feuerwehr Böbs
Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Falsterhalle
Bürgerhaus Prüß
Klärwerk Betriebsgebäude
Arnesbokenhalle
Altes Rathaus
265.552 €
54.343 €
14.747 €
30.889 €
49.912 €
49.470 €
38.384 €
196.089 €
spezifischer
Investitionsgrenzwert
155 €/m²
54 €/m²
109 €/m²
234 €/m²
399 €/m²
92 €/m²
93 €/m²
185 €/m²
31.238 €
295 €/m²
592.882 €
177 €/m²
56.492 €
94 €/m²
2.161 €
13.985 €
3.527 €
21.615 €
19.922 €
32.630 €
10.845 €
273.188 €
38.878 €
87.174 €
696.983 €
11.520 €
16 €/m²
75 €/m²
34 €/m²
174 €/m²
135 €/m²
281 €/m²
17 €/m²
328 €/m²
20 €/m²
366 €/m²
281 €/m²
43 €/m²
Tabelle 1: Investitionsgrenzwert
Interpretation der dargestellten Zahlen
Der Investitionsgrenzwert sagt aus, wie viel absolut investiert werden kann, um die jeweilige Liegenschaft unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte auf ein energetisches Niveau "B“2 in
allen Verbrauchssektoren zu bekommen. Es ist damit weder ein Maß für einen "Sanierungsstau"
noch eine Aussage über erforderliche Investitionen, sondern der Wert zeigt an, bei welcher Grenze eine Investition sich nicht mehr durch die Energieeinsparung refinanziert. Der spezifische Investitionsgrenzwert stellt die absoluten Investitionen in Euro pro m² Nettogrundfläche dar.
2
gemäß Gebäudebenchmarkmethode, vergl. 2.2
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Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
Als Beispiel hat die Gemeinschaftsschule einen hohen Investitionsgrenzwert und somit ein hohes
Einsparpotential, jedoch bezogen auf ihre Grundfläche einen geringen spezifischen Grenzwert
pro Quadratmeter. Die Freiwillige Feuerwehr Böbs hingegen hat einen geringen Investitionsgrenzwert allerdings bezogen auf die Grundfläche wiederum einen hohen spezifischen Wert. Somit ist aus Priorisierungsgesichtspunkten, die Feuerwehr Böbs der Gemeinschaftsschule
vorzuziehen, da man bezogen auf die Fläche mehr Spielraum hat, um Sanierungen durchzuführen.
Allgemein lässt sich sagen: Je höher der spezifische Investitionsgrenzwert liegt, desto wirtschaftlicher lässt sich die Liegenschaft sanieren. Für die Priorisierung der hohen spezifischen Werte ist
wiederum der absolute Grenzwert heranzuziehen, da dieser das Potential ausdrückt.
Daraus lässt sich rein auf der Basis der Verbrauchswerte nachfolgende Sanierungspriorität ableiten, welche mit dem Baustein 2 plausibilisiert werden muss.
Investitionsgrenzwert (sortiert)
Kindergarten Lowigushaus
Klärwerk Betriebsgebäude
Falsterhalle
Gemeinschaftsschule, ehm.
Hausmeisterwohnung
Arnesbokenhalle
Freiwillige Feuerwehr Böbs
Kinderkrippe 2013 (ehem. Jugendhaus)
Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
Gemeinschaftsschule, Altbau + 1.
Erweiterung
Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Realschulhaus
Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Obdachlosenunterkunft Triftstr. 54a
Gemeinschaftsschule Erweiterungsbau 2002
Haus der Jugend und Familie
Kindergarten Brummkreisel
Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Rathaus
Altes Rathaus
Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Bürgerhaus Prüß
Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
spezifischer Priorität
Investitionsgrenzwert
49.912 €
399 €/m²
1
87.174 €
366 €/m²
2
273.188 €
328 €/m²
3
Investitionsgrenzwert
31.238 €
295 €/m²
4
696.983 €
32.630 €
30.889 €
196.089 €
281 €/m²
281 €/m²
234 €/m²
185 €/m²
5
6
7
8
592.882 €
177 €/m²
9
21.615 €
265.552 €
19.922 €
14.747 €
174 €/m²
155 €/m²
135 €/m²
109 €/m²
10
11
12
13
56.492 €
94 €/m²
14
38.384 €
49.470 €
13.985 €
54.343 €
11.520 €
3.527 €
38.878 €
10.845 €
2.161 €
93 €/m²
92 €/m²
75 €/m²
54 €/m²
43 €/m²
34 €/m²
20 €/m²
17 €/m²
16 €/m²
15
16
17
18
19
20
21
22
23
Tabelle 2: Priorität nach Investitionsgrenzwert
Seite 17 von 33
Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
2.3 Organisations- und Controllingkonzept
2.3.1 Energiemanagement
Steigende Energiepreise belasten das Budget jeder Kommune. Um den Energieverbrauch nachhaltig zu senken und die öffentlichen Kassen zu entlasten, muss eine Lösung gefunden werden,
den Energieverbrauch effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Im Idealfall erfolgt dies im
Rahmen eines strategischen, langfristig angelegten kommunalen Energiemanagements.
Der Begriff Energiemanagement wird nach VDI 4602 definiert als "die vorausschauende, organisierte und systematisierte Koordinierung von Beschaffung, Wandlung, Verteilung und Nutzung
von Energie zur Deckung der Anforderungen unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Zielsetzungen"3.
Schaffen eines
Umweltbewusstseins
Senkung der
Energieverbrauchskosten
Energiemanagement
Senkung der
Energiebezugskosten
Kontinuierliche
Verbesserung
der
Energieeffizienz
Senkung des
CO2-Ausstoßes
Die Handlungsfelder des Energiemanagements reichen von der Energieverbrauchserfassung und
-auswertung über die Durchführung von Gebäudeanalysen bis zur Planung und Koordination von
Energiesparmaßnahmen. Zentrale Voraussetzung für den ökonomischen und ökologischen Umgang mit Ressourcen ist ein effizientes kommunales Energiemanagement, das alle energierelevanten Aufgaben koordiniert, dokumentiert und aufeinander abstimmt.
3
Quelle: VDI 4602
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Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
Der Ablauf des Energiemanagements ist nach DIN 16001: 2008 wie folgt definiert.4
2.3.2 Organisation des Energiemanagement in der Gemeinde Ahrensbök
Innerhalb der Verwaltung der Gemeinde Ahrensbök besteht derzeit kein Energiemanagement. Es
erfolgt ein (rudimentäres) Energiecontrolling auf Basis der Verbrauchsabrechnungen - dokumentiert in einer Tabellenkalkulation. Dieses eignet sich nicht als Basis, um ein Energiemanagement
aufzubauen und in die Struktur und die Abläufe der Verwaltung zu integrieren. Nachfolgend wird
ein Vorschlag für ein Energiemanagement vorgestellt, das wenig zeit- und kostenintensiv ist.
Das Energiemanagement basiert auf dem Gebäudeenergieverbrauchsinstrument, entwickelt in
dem Landesprojekt "Energieeffizienzinitiative des Landes Schleswig-Holstein“. In diesem Instrument wird jede Liegenschaft anhand ihres Verbrauchs in jedem Verbrauchssektor (Wärme, Strom
und Wasser) einer Effizienzklasse zugeordnet. Die Systematik erfolgt wie in einem Energieaus-
4
Quelle:DIN 16001:2008
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Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
weis, wobei der jeweilige spezifische Verbrauchswert mit einem nutzungsgleichen Gebäude verglichen wird.
Mit diesem Instrument wird einmal jährlich der Energieverbrauch erfasst. Neben den Werten der
Energieverbrauchsabrechnung empfiehlt es sich, auch die realen Zählerwerte als Plausibilitätskontrolle zu nutzen. Mit den Einzelergebnissen jedes Gebäudes wird ein Klimaschutzbericht erstellt. Als Basis wird der Klimaschutzbericht aus diesem Klimaschutzkonzept genutzt, der so
gestaltet ist, dass er fortgeschrieben werden kann. Die Daten für den Klimaschutzbericht ergeben
sich aus der Zusammenfassung der einzelnen Gebäudebenchmarks. Ein entsprechendes Instrument, das die Einzelauswertungen der Gebäude zusammenführt und die grafischen Darstellungen für den Klimaschutzbericht erzeugt, wird der Gemeinde im Rahmen dieses Projektes zur
Verfügung gestellt. Die erzeugten Daten und Grafiken werden in den Klimaschutzbericht eingefügt und der Klimaschutzbericht somit fortgeschrieben.
Organisatorisch ist das Energiemanagement gemäß Ablaufdiagramm aus dem vorangegangenen
Kapitel aufzubauen. Die Aufgabe "Energiepolitik“ entfällt dabei auf ein politisches Gremium z.B.
dem Ausschuss für Bauen, Energie und Verkehr. Die Energiepolitik gibt die Ziele vor. Auf der anderen Seite erhält das politische Gremium aus dem Fachbereich einmal jährlich den Klimaschutzbericht sowie Empfehlungen für etwaige Maßnahmen. Innerhalb des Fachbereichs ist das
Energiemanagement auf eine Person zu konzentrieren, welche alle übrigen Aufgaben innerhalb
eines strukturierten Energiemanagementprozesses organisiert.
Um ein Energiemanagement zu betreiben, ist es für eine Gemeinde in der Größenordnung
Ahrensbök nicht notwendig, eine eigene Personalstelle innerhalb des Fachbereichs zu schaffen.
Der Aufwand für ein einfaches Energiemanagement bedarf rund 10 Arbeitstage im Jahr und umfasst folgende Tätigkeiten:
•
•
•
jährliche Kontrolle der Zählerdaten,
Abgleich der Zählerdaten mit den Verbrauchsabrechnungen,
jährliches Erstellen bzw. Fortschreiben des Klimaschutzberichts
Um die nötige Struktur innerhalb der Verwaltung zu schaffen und Verantwortlichkeiten zu klären,
ist demnach einmal jährlich eine Personalkapazität von 10 Arbeitstagen vorzusehen.
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Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
3.
Projektbaustein 2 - Gebäudebewertung
Ziel der Gebäudebewertung ist es, einen Überblick über den energetischen Zustand der betrachteten Liegenschaften zu geben. Hieraus werden für die Sanierung der Liegenschaften Prioritäten
des Handlungsbedarfs abgeleitet. Maßgeblich ist der IST-Zustand, bewertet auf Basis einer Energiebilanz und den daraus ermittelten Minderungspotentialen. Da lediglich bauliche Aspekte betrachtet werden, sind die sich ergebenden Einspareffekte rein begrenzt auf den Verbrauchssektor
Wärme.
In die Gebäudebilanz fließen die - aus den im vorangegangenen Baustein ermittelten Gebäudedaten - Daten aus den vorliegenden Bauplänen und Baubeschreibungen sowie Daten aus der
Gebäudebegehung.
3.1 Erläuterung
Im Folgenden wird erläutert, woraus sich der Bericht einer Gebäudebilanz zusammensetzt.
Grundsätzlich sind die Berichte so gestaltet, dass sie in sich geschlossen sind und unabhängig
vom Klimaschutzkonzept für sich allein stehend nutzbar sind. Die Gebäudebewertungen der einzelnen Liegenschaften können somit sowohl innerhalb der Verwaltung, der Politik und auch im
Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden.
Ist-Zustand des Gebäudes
Der Gebäudebericht beginnt mit einer Übersicht der für die Bilanzierung notwendigen Eingangsgrößen. Dies sind allgemeine Angaben zu Standort und Baujahr des Gebäudes sowie spezifische
Angaben zu Fläche, Volumen und Nutzerverhalten. Angegeben werden auch der tatsächliche
Jahresverbrauch und die damit verbundenen Energiekosten. Bei der angegebenen Nutzfläche
nach EnEV (AN) handelt es sich um eine rechnerische Größe. Diese entspricht nicht der tatsächlichen Nettogeschossfläche (NGF). Sie stellt im Gebäude die zu beheizende Fläche dar und entspricht somit der "Energiebezugsfläche". Insbesondere bei Gebäuden mit großen Raumvolumen
weicht die Nutzfläche (AN) stark vom Realwert ab. Dies hat jedoch keinen negativen Einfluss auf
die weiteren Berechnungen.
Danach folgt die Darstellung und Bewertung der Gebäudehülle sowie der Anlagentechnik. Die
Gebäudehülle wird durch die wesentlichen Bauteile des Gebäudes mit dem anzunehmenden
Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) dargestellt. Darüber hinaus wird der Wärmedurchgangskoeffizient des entsprechenden Bauteils gemäß den Anforderungen der EnEV bei Sanierung dargestellt.
Zielgröße der Bilanzierung ist der tatsächliche Wärmeverbrauch eines Gebäudes. Das bedeutet
die Eingangsparameter einer Bilanzierung wurden so angepasst, dass als Ergebnis aus der Bilanzierung nicht ein rechnerischer Energiebedarf resultiert sondern ein Energiebedarf der dem
realen Verbrauch entspricht. Das hat zur Folge, dass die Einspareffekte einer berechneten energetischen Maßnahme wesentlich realistischer sind.
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Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
Die Energiebilanz des Gebäudes wird in Diagrammform dargestellt. Die Grafik zeigt dabei auf, an
welchen Bauteilen die größten Verluste entstehen. Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle (Transmissionsverluste). über die Lüftung des Gebäudes, aber auch bei der Erzeugung und
Bereitstellung der benötigten Energie für Heizung und Warmwasser (Anlagenverluste).
Abschließend werden die Transmissionsverluste und die Anlagenverluste detailliert dargestellt
und die Verhältnismäßigkeit den jeweiligen Bauteilen zugeordnet.
Zusammenfassung Ist-Zustand
Die Zusammenfassung und damit die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt anhand des bereits in Baustein 1 genutzten Gebäudebenchmark. Dies ist möglich, da die Zielgröße einer Bilanzierung der reale Verbrauch ist. Somit ist ein schneller Überblick über die energetische Situation
eines Gebäudes gegeben.
Maßnahmen zur energetischen Optimierung
Für jede Liegenschaft wurden verschiedene Maßnahmen zur energetischen Optimierung errechnet. Jede Maßnahme wird zunächst bautechnisch grob beschrieben und die Auswirkung auf die
Gebäudehülle oder die Anlagentechnik dargestellt. Die resultierende Einsparung wird bezogen
auf Endenergiebedarf, CO2-Emission sowie Energiekosten benannt und auch als Grafik in Form
eines Bandtachos ausgewiesen. Dabei wird der Bandtacho des Gebäudebenchmarks benutzt,
um einen Wiedererkennungswert zu erhalten. Daraus wird ersichtlich, wie die jeweilige Maßnahme den Bedarf an Heizenergie im Vergleich zum IST-Zustand verändert.
Die Bewertung des ökonomischen Effektes einer Maßnahme erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Hierzu werden die Investitionskosten und die Einspareffekte einer Maßnahme
ausgewiesen. Im Ergebnis zeigt sich, ob eine Maßnahme im Rahmen ihrer technischen Lebensdauer die eingesetzten Investitionskosten durch die eingesparten Energiekosten wieder erwirtschaften kann.
Jeder Bericht enthält als letzte Maßnahme die Maßnahme "Zusammenfassung". Darin werden
alle Einzelmaßnahmen als ein Maßnahmenpaket zusammengeführt und bilanziert. Die Darstellung und Visualisierung ist deckungsgleich mit denen einer einzelnen Maßnahme.
Aspekte des Denkmal- und Bestandschutzes sind nicht mit in die Betrachtung eingeflossen.
Gesamtdarstellung
Abschließend erfolgt ein grafischer Vergleich des IST-Zustands mit den jeweiligen Einzelmaßnahmen sowie dem gesamten Maßnahmenpaket. Der Vergleich erfolgt für CO2-Emissionen,
Energiekosten und Heizenergiebedarf.
Anhang und Glossar
In dem Abschnitt Anhang eines Bilanzierungsberichts werden die zugrunde gelegten spezifischen
Energiekosten und CO2-Emissionsfaktoren aufgeführt. Im Glossar werden Begrifflichkeiten und
Bilanzierungsmethodik kurz erläutert.
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Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
3.2 Ergebnis
Die im Rahmen des Klimaschutzteilkonzepts untersuchten 23 Gebäude mit einer Gesamtfläche
von 16.400 m² der Gemeinde Ahrensbök wurden nach der zuvor beschriebenen Systematik
energetisch bewertet und ausgewertet. Im Folgenden werden die Ergebnisse dargestellt.
3.2.1 Einzelmaßnahmen
Zunächst wurden die jeweiligen Einzelmaßnahmen der betrachteten Gebäude ausgewertet. Insgesamt ergaben sich für 20 Gebäude 57 Einzelmaßnahmen (s. Anlage 1). Für die drei Gebäude
Haus der Familie und Jugend, Gemeinschaftsschule - Anbau 2002 und die Kinderkrippe 2013
(ehem. Jugendheim) sind keine Maßnahmen aufgeführt, da diese Gebäude aufgrund ihres Baujahrs bzw. ihrer letzten Vollsanierung noch keine energetische Sanierung rechtfertigen. Die Gebäude wurden trotzdem Vor-Ort aufgenommen und der energetische IST-Zustand in einem
Gebäudebericht bewertet.
In Summe sind für die 57 Einzelmaßnahmen Investitionen in Höhe von 4.081.392 € notwendig.
Durch diese Investitionen lassen sich insgesamt 876.798 kWh an Wärmeenergie pro Jahr einsparen und nach dem Kostenstand 2012 insgesamt 98.197 € pro Jahr an Energiekosten reduzieren.
Dies hätte eine Entlastung der Umwelt durch Minderemissionen in Höhe von insgesamt 324.466
kg CO2 pro Jahr zur Folge. Die gesamte Tabelle der Maßnahmen ist diesem Bericht angehängt.
In der nachfolgenden Tabelle werden 15 Maßnahmen dargestellt, die durch die Energiekosteneinsparung ihre Investitionen in kurzer Zeit refinanzieren. Besonders wirtschaftlich sind die
Maßnahmen in den Freiwilligen Feuerwehren, bei denen die Nachtspeicheröfen durch wasserführende Heizungen ersetzt und vom Energieträger Strom auf Flüssiggas umgestellt werden.
prognostizierte
Einsparungen
Gebäude
Maßnahme
energetisch Endenergie- Energie- statische Lebensbedingte
bedarf
kosten
Amortidauer
Investitions[€/a]
sation
[kWh/a]
[Jahre]
kosten [€]
[Jahre]
Freiwillige Feuerwehr
C
h
Kindergarten
Lowigushaus
Heizungstausch
7.500
-1.568
1.796

4,2
20
6.397
Dämmung Fassade
6.867
11.291
1.479

4,6
30
4.595
Heizungstausch
7.500
-2.920
1.437

5,2
20
5.184
CO2
[kg/a]
Freiwillige Feuerwehr
Dunkelsdorf
Freiwillige Feuerwehr Böbs
Heizungstausch
7.500
-1.243
1.192

6,3
20
4.198
Realschulhaus
Dämmung Fassade Altbau
50.594
54.553
7.150

7,1
30
22.217
Kindergarten Brummkreisel
Fassadendämmung
22.099
19.821
2.599

8,5
30
8.076
Kindergarten Brummkreisel
Oberste Geschossdecke
11.678
9.609
1.260

9,3
30
3.915
Kindergarten Lowigushaus
Dämmung Spitzboden
1.096
845
111

9,9
30
344
Bürgerhaus Prüß
Wandinnendämmung
32.459
47.489
3.022

10,7
30
11.739
Freiwillige Feuerwehr
Ahrensbök
Freiwillige Feuerwehr Böbs
Dämmung Fassade Altbau
11.957
8.302
1.089

11,0
30
3.383
Außenwanddämmung
Freiwillige Feuerwehr Gnissau Fassadendämmung
Falsterhalle
Dachdämmung
Gemeinschaftsschule, Altbau Fassadendämmung
+ 1. Erweiterung
Freiwillige Feuerwehr
Dach Altbau
Ahrensbök
8.061
3.642
699

11,5
30
2.306
10.104
4.309
827

12,2
30
2.728
121.605
67.817
8.889

13,7
30
27.619
63.342
31.891
4.180

15,2
30
12.989
17.797
8.376
1.098

16,2
30
3.413
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Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
Von den oben aufgeführten 15 Maßnahmen stellt die nachfolgende Tabelle die Prioritäten der
Einzelmaßnahmen nach der Größe der CO2-Minderung dar:
prognostizierte
Einsparungen
Lfd. Gebäude
Nr.
Maßnahme
1 Falsterhalle
Dachdämmung
2 Realschulhaus
Dämmung Fassade Altbau
energetisch Endenergie- Energie- statische Lebensbedingte
bedarf
kosten
Amortidauer
Investitions[€/a]
sation
[kWh/a]
[Jahre]
kosten [€]
[Jahre]
CO2
[kg/a]
121.605
67.817
8.889

13,7
30
27.619
50.594
54.553
7.150

7,1
30
22.217
30
12.989
3 Gemeinschaftsschule, Altbau Fassadendämmung
+ 1. Erweiterung
4 Bürgerhaus Prüß
Wandinnendämmung
63.342
31.891
4.180

15,2
32.459
47.489
3.022

10,7
30
11.739
5 Kindergarten Brummkreisel
Fassadendämmung
22.099
19.821
2.599

8,5
30
8.076
6 Freiwillige Feuerwehr
Cashagen
7 Freiwillige Feuerwehr
Dunkelsdorf
8 Kindergarten Lowigushaus
Heizungstausch
7.500
-1.568
1.796

4,2
20
6.397
Heizungstausch
7.500
-2.920
1.437

5,2
20
5.184
Dämmung Fassade
6.867
11.291
1.479

4,6
30
4.595
9 Freiwillige Feuerwehr Böbs
Heizungstausch
7.500
-1.243
1.192

6,3
20
4.198
11.678
9.609
1.260

9,3
30
3.915
17.797
8.376
1.098

16,2
30
3.413
11.957
8.302
1.089

11,0
30
3.383
10 Kindergarten Brummkreisel
Oberste Geschossdecke
11 Freiwillige Feuerwehr
Dach Altbau
Ahrensbök
12 Freiwillige Feuerwehr
Dämmung Fassade Altbau
Ahrensbök
13 Freiwillige Feuerwehr Gnissau Fassadendämmung
10.104
4.309
827

12,2
30
2.728
14 Freiwillige Feuerwehr Böbs
Außenwanddämmung
8.061
3.642
699

11,5
30
2.306
15 Kindergarten Lowigushaus
Dämmung Spitzboden
1.096
845
111

9,9
30
344
Somit werden sowohl die Aspekte der Kostenreduzierung als auch die Aspekte des Klimaschutzes berücksichtigt. Die ersten 10 Maßnahmen sind sowohl wirtschaftlich als auch in ihrem CO2Minderungspotential besonders attraktiv. Diese Maßnahmen sind als kurzfristig umzusetzende
Maßnahmen einzuordnen. Mit der Umsetzung dieser 10 Maßnahmen werden 107 tCO2 pro Jahr
weniger emittiert. Dies entspricht einer Reduzierung von 33 %. An Investitionskosten werden
331.144 € benötigt, die sich jedoch nach durchschnittlich 10 Jahren amortisieren, da pro Jahr ca.
33.004 € an Energiekosten eingespart werden.
Die Maßnahmen 11 bis 15 sind als mittelfristige Maßnahmen einzuordnen. Mit diesen Maßnahmen werden etwa 12 tCO2 pro Jahr eingespart. Dies entspricht 4 % des möglichen Einsparpotentials bei etwa 49 T€ Investitionskosten.
Die übrigen 42 Maßnahmen mit 205 tCO2 pro Jahr und 63 % des Einsparpotentials sind als langfristig einzustufen.
3.2.2 Gesamtgebäudebetrachtung
In der nachfolgend dargestellten Tabelle sind die Gebäude mit ihrem bilanzierten Ist-Zustand und
dem sanierten Zustand (Gesamtmaßnahmenpaket) aufgeführt.
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Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
Gebäude
Nr.
NGF
[m²]
1 Altes Rathaus
Ist-Zustand (vor Sanierung)
Soll-Zustand (nach Sanierung)
Endenergiebedarf CO2-Emmisionen Energiekosten
Endenergiebedarf CO2-Emmisionen Energiekosten
[kWh]
[t/a]
[€/a]
[kWh]
[t/a]
[€/a]
Investition je
Investitions- Investition je
eingesparter
eingesparte
kosten
€
Energiekosten
Endenergiebedarf CO2-Emmisionen Energiekosten
t CO2
Einsparung
[%]
[%]
[%]
[€]
[€/t]
[€/€/a]
268
19.369
7,88
1.449
7.042
2,86
212
64%
64%
85%
84.074 €
16.724 €
67,97 €
2.476
368.314
89,87
31.113
165.109
39,54
18.147
55%
56%
42%
989.566 €
19.661 €
76,32 €
238
16.199
10,25
4.390
9.531
6,03
3.110
41%
41%
29%
57.734 €
13.678 €
45,10 €
1.978
230.716
56,29
15.196
172.045
41,79
11.461
25%
26%
25%
59.824 €
4.124 €
16,02 €
5 Falsterhalle
833
218.410
68,36
24.521
102.064
20,97
9.269
53%
69%
62%
413.584 €
8.727 €
27,12 €
6 Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
632
67.810
16,55
6.708
49.986
9,28
4.371
26%
44%
35%
43.262 €
5.956 €
18,51 €
7 Freiwillige Feuerwehr Böbs
116
10.582
6,70
1.843
7.167
1,25
227
32%
81%
88%
21.434 €
3.935 €
13,26 €
8 Freiwillige Feuerwehr Cashagen
148
19.516
12,35
3.357
15.506
4,46
1.053
21%
64%
69%
35.851 €
4.540 €
15,56 €
9 Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
124
17.710
11,21
3.051
14.625
4,40
1.064
17%
61%
65%
36.700 €
5.392 €
18,47 €
10 Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
103
13.023
3,43
2.125
7.681
1,99
1.638
41%
42%
23%
11.838 €
8.227 €
24,31 €
11 Freiwillige Feuerwehr Gnissau
186
11.360
7,19
1.991
3.614
2,29
504
68%
68%
75%
36.027 €
7.348 €
24,23 €
10.871 €
32,06 €
2 Arnesbokenhalle
3 Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
4 Bürgerhaus Prüß
12 Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
136
12.243
3,22
1.251
4.617
1,17
557
62%
64%
55%
22.252 €
602
71.635
22,78
9.220
71.635
22,78
9.220
0%
0%
0%
0€
3.340
397.598
126,44
51.176
216.483
52,65
27.431
46%
58%
46%
1.014.361 €
13.748 €
42,72 €
106
30.502
7,44
1.846
21.183
5,10
1.240
31%
31%
33%
39.504 €
16.860 €
65,19 €
1.058
126.308
40,17
16.413
111.507
34,13
14.471
12%
15%
12%
156.817 €
25.980 €
80,75 €
17 Haus der Jugend und Familie
412
59.099
14,42
3.555
59.099
14,42
3.555
0%
0%
0%
0€
18 Kindergarten Brummkreisel
538
83.943
26,27
10.352
43.582
9,83
5.060
48%
63%
51%
135.712 €
8.252 €
25,64 €
19 Kindergarten Lowigushaus
125
42.697
13,36
4.576
26.865
6,92
2.501
37%
48%
45%
31.770 €
4.929 €
15,31 €
Kinderkrippe 2013 (ehem.
20
Jugendhaus)
132
29.341
9,18
3.529
29.341
9,18
3.529
0%
0%
0%
0€
21 Obdachlosenunterkunft Triftstr.
135
23.403
5,71
1.342
14.033
3,36
735
40%
41%
45%
32.241 €
13.737 €
53,12 €
22 Rathaus
1.006
111.846
27,29
11.064
53.740
12,95
6.724
52%
53%
39%
377.819 €
26.338 €
87,06 €
23 Realschulhaus
1.714
270.646
84,71
35.169
181.541
48,42
23.489
33%
43%
33%
481.024 €
13.254 €
41,18 €
Summe
16.406
2.252.270
671,09
245.239
1.387.996
355,77
149.570
38%
47%
39%
4.081.394 €
12.944 €
4,72 €
Gemeinschaftsschule Erweiterungsbau 2002
Gemeinschaftsschule, Altbau +
14
1. Erweiterung
Gemeinschaftsschule, ehm.
15
Hausmeisterwohnung
Gemeinschaftsschule,
16
Wichernhaus
13
Tabelle 3:Übersicht der Gesamtmaßnahmen je Liegenschaft
Seite 25 von 33
Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
Darüber hinaus sind die notwendigen Gesamtinvestitionen sowie die resultierenden prozentualen
Minderungen der CO2-Emmisionen, Energiekosten und des Energiebedarf angegeben.
Wird der Ansatz verfolgt, nicht nur einzelne Maßnahmen umzusetzen, sondern das jeweilige Gebäude ganzheitlich zu betrachten, wird eine Priorisierung der Gebäudesanierung benötigt. Eine
derartige Priorisierung entspricht einem Sanierungsfahrplan. Um eine Bewertung zu erhalten,
wurden zunächst Kennzahlen gebildet. Eine erste Kennzahl bildet sich aus den jeweiligen CO2Einsparungen eines Gesamtmaßnahmenpakets in Relation zu den eingesetzten Investitionskosten. Diese Kennzahl sagt aus, wie viel Geld eingesetzt werden muss, um eine Tonne CO2 einzusparen. Damit wird der Klimaschutzaspekt mit dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit verknüpft. Eine
weitere Kennzahl bildet sich aus den jeweiligen Energiekosteneinsparungen eines Gesamtmaßnahmenpakets in Relation zu den eingesetzten Investitionskosten. Diese Kennzahl sagt aus, wie
viel Geld eingesetzt werden muss, um jährlich einen Euro an Energiekosten einzusparen. Dies
spiegelt die Effektivität der Investition wieder.
Aus beiden Kennzahlen wird eine Priorität der Sanierungen abgeleitet. Um begrenzte Investitionsmittel sowohl unter wirtschaftlichen als auch unter ökologischen Gesichtspunkten sinnvoll einzusetzen, wurde zur Ermittlung der Priorität beiden Faktoren eine gleich hohe Wertigkeit
eingeräumt. Daraus ergeben sich folgende Prioritäten der Sanierungsmaßnahmen beziehungsweise folgender Sanierungsfahrplan:
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Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
Gebäude
Investitions- Investition je
Investition je
eingesparter
eingesparte
kosten
€ Energiekosten
Endenergiebedarf CO2-Emmisionen Energiekosten
t CO2
Einsparung
[%]
[%]
[%]
[€]
[€/t]
Priorität
[€/€/a]
Freiwillige Feuerwehr Böbs
32%
81%
88%
21.434 €
3.935 €
13,26 €
1
Bürgerhaus Prüß
25%
26%
25%
59.824 €
4.124 €
16,02 €
2
Freiwillige Feuerwehr Cashagen
21%
64%
69%
35.851 €
4.540 €
15,56 €
3
Kindergarten Lowigushaus
37%
48%
45%
31.770 €
4.929 €
15,31 €
4
Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
17%
61%
65%
36.700 €
5.392 €
18,47 €
5
Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
26%
44%
35%
43.262 €
5.956 €
18,51 €
6
Freiwillige Feuerwehr Gnissau
68%
68%
75%
36.027 €
7.348 €
24,23 €
7
Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
41%
42%
23%
11.838 €
8.227 €
24,31 €
8
Kindergarten Brummkreisel
48%
63%
51%
135.712 €
8.252 €
25,64 €
9
Falsterhalle
53%
69%
62%
413.584 €
8.727 €
27,12 €
10
Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
62%
64%
55%
22.252 €
10.871 €
32,06 €
11
Realschulhaus
33%
43%
33%
481.024 €
13.254 €
41,18 €
12
Gemeinschaftsschule, Altbau +
1. Erweiterung
46%
58%
46%
1.014.361 €
13.748 €
42,72 €
13
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
41%
41%
29%
57.734 €
13.678 €
45,10 €
14
Obdachlosenunterkunft Triftstr.
Gemeinschaftsschule, ehm.
Hausmeisterwohnung
40%
41%
45%
32.241 €
13.737 €
53,12 €
15
31%
31%
33%
39.504 €
16.860 €
65,19 €
16
Altes Rathaus
64%
64%
85%
84.074 €
16.724 €
67,97 €
17
Arnesbokenhalle
55%
56%
42%
989.566 €
19.661 €
76,32 €
18
12%
15%
12%
156.817 €
25.980 €
80,75 €
19
0%
0%
0%
0€
20
Haus der Jugend und Familie
0%
0%
0%
0€
21
Kinderkrippe 2013 (ehem.
Jugendhaus)
0%
0%
0%
0€
22
Rathaus
52%
53%
39%
377.819 €
26.338 €
87,06 €
Summe
38%
47%
39%
4.081.394 €
12.944 €
4,72 €
Gemeinschaftsschule,
Wichernhaus
Gemeinschaftsschule Erweiterungsbau 2002
23
Tabelle 4: Prioritäten zur Sanierung der Liegenschaften
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Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
3.2.3 Übergeordnete Maßnahmen
Im Zuge der Projektbearbeitung ergaben sich sinnvolle Maßnahmen, die nicht einem einzelnen
Gebäude zuzuordnen sind, sondern mehrere betreffen und auch einen übergeordneten Charakter
haben. Diese Maßnahmen sind nachfolgend beschrieben.
a)
Zählerstruktur
Je genauer sich für ein Gebäude ein Energiebedarf auf bestimmte Teile (Bauabschnitte, Etagen,
Funktionen) zuordnen lässt, desto besser lässt sich bewerten, ob Handlungsbedarf besteht. Der
Gebäudeeigentümer sollte ein Interesse daran haben, zu wissen, in welchem Teil des Gebäudes
wie viel Energie verbraucht wird. Hier ist ein Defizit bei einigen Gebäuden der Gemeinde Ahrensbök zu erkennen. Insbesondere verfügen große Liegenschaften wie die Gemeinschaftsschule
oder die Arnesbokenhalle über wenige Unterzähler.
Es wird empfohlen, für die Gemeinschaftsschule sowohl Stromzähler als auch Wärmemengenzähler in den Bauabschnitten nachzurüsten, in denen noch keine vorhanden sind. Für die Arnesbokenhalle empfiehlt es sich, Wärmemengenzähler für Heizung und Warmwasser und - sofern
technisch realisierbar - Stromzähler für die Halle und den Umkleidetrakt zu installieren. Generell
sind Großenergieverbraucher wie z.B. die Lüftungsanlagen in der Gemeinschaftsschule oder im
Bürgerhaus Prüß immer mit Einzelzählern zu versehen. Dabei muss es sich nicht um geeichte,
rechnungsrelevante Zähler handeln. Es ist ausreichend, handelsübliche Zähler durch einen
Fachmann installieren zu lassen. In jedem Fall ist solch eine Maßnahme nur sinnvoll, wenn die
Zähler anschließend in eine Ableseroutine mit aufgenommen und ausgewertet werden.
b)
Nahwärmegebiet zentrales Ahrensbök
Die Liegenschaft der Gemeinschaftsschule mit ihren zahlreichen Gebäuden sowie das Realschulhaus, der Kindergarten Brummkreisel und das Lowigushaus und ebenfalls die Falsterhalle
sind durch ein Wärmenetz miteinander verbunden. Dieses Wärmenetz wird auf Basis von zwei
Erdgaskesseln durch die ZVO betrieben. Der langfristige Versorgungsvertrag ist ausgelaufen und
wird derzeit auf Jahresbasis verlängert. Dies bietet eine Chance für die Gemeinde Ahrensbök,
das Wärmeversorgungskonzept neu auszurichten und ein Wärmenetz für den zentralen Ortskern
aufzubauen. Die bereits versorgten öffentlichen Liegenschaften können dabei als Keimzelle für
ein Wärmenetz mit größerer Ausdehnung dienen.
Wir empfehlen, die Wärmeversorgung dieser Liegenschaften neu auszuschreiben und bei der
Ausschreibung dabei den potentiellen Wärmeversorgern vorzugeben, die Wärmeversorgung auf
erneuerbare Energien aufzubauen. Darüber hinaus ist das Interesse einer Ausdehnung des
Wärmenetzes auch auf die Versorgung privater Gebäude zu bekunden.
Seite 28 von 33
Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
4.
Projektbaustein 3 - Feinanalysen
Ausgestaltung und Detaillierungsgrad der Gebäudeberichte aus Baustein 1 liegen mit Hilfe des
Einsatzes eines professionellen Gebäudebilanzierungsinstrumentes über dem Standard einer
Grobbetrachtung. Dadurch entstand als Ergebnis der Gebäudebewertung ein Detailbericht je
untersuchtes Gebäude. Der Detaillierungsgrad dieser Berichte entspricht den Vorgaben des Förderprogramms zu den Feinanalysen. Somit wurden zusammen mit den Ergebnissen aus Projektbaustein 2 auch die Feinanalysen für Projektbaustein 3 erarbeitet und dargestellt.
Eine weitere Detaillierung geht in die Detailplanung über. Dies ist nicht Zielsetzung und Gegenstand dieses Klimaschutzteilkonzeptes.
5.
Öffentlichkeitsarbeit
Die Gemeinde Ahrensbök möchte mit der Umsetzung des Klimaschutzteilkonzeptes ihrer Vorbildfunktion gegenüber der Öffentlichkeit gerecht werden. Hierzu muss die Umsetzung der Maßnahmen öffentlich bekannt gemacht werden, um den Einsatz von Effizienz- und Technologien zur
erneuerbaren Energienutzung insbesondere bei den Bürgern und deren Gebäude zu kommunizieren.
Dazu ist es erforderlich, die Maßnahmen und Beweggründe zur Umsetzung darzustellen. Neben
der Darstellung im Internet auf der Seite der Gemeinde Ahrensbök kann dies auch in Form eines
Steckbriefs erfolgen, welcher in den betroffenen Gebäuden ausgehängt wird. Der Steckbrief kann
dabei eine klassische Vorher-Nachher Darstellung enthalten sowie die Darstellung der Wirtschaftlichkeit und die Verminderung der CO2-Emission.
Gebäudenutzer (Schüler, Lehrkörper, Vereine, Angestellte) können im Rahmen einer Veranstaltung informiert werden, bei der neben der Information zu der jeweiligen Sanierung auch eine
Nutzereinweisung erfolgt. Auf diese Weise soll ein Klimaschutznetzwerk zwischen Politik / Verwaltung und Bürgern entstehen.
Des Weiteren ist angedacht, die Ergebnisse des aufzubauenden Energiemanagements in Form
von Klimaschutzberichte und die daraus folgenden energetischen Sanierungsmaßnahmen regelmäßig im Internet zu veröffentlichen sowie in der lokalen Presse darauf aufmerksam zu machen.
Das Klimaschutzteilkonzept könnte somit weitere Impulse in die Klimaschutzbemühungen der
Gemeinde Ahrensbök geben.
Seite 29 von 33
Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
6.
Fazit und Empfehlung
Mit dem ersten Teil des Projektes wurde auf Basis von Verbrauchswerten ein theoretisches Einsparpotential über alle Verbrauchssektoren ermittelt. Das theoretische Potential wurde hinsichtlich
wirtschaftlicher Aspekte bewertet und eine Sanierungspriorität ermittelt. Im zweiten Teil des Projektes galt es, durch eine Vor-Ort-Begehung die einzelnen Gebäude bautechnisch zu bewerten
und entsprechend des bautechnischen Potentials eine Sanierungspriorität abzuleiten. An dieser
Stelle wird nochmals darauf hingewiesen, dass durch die Erschließung des bautechnischen Potentials die sich ergebenden Einspareffekte nur auf den Verbrauchssektor Wärme auswirken.
Im Abgleich beider Potentialbetrachtungen ergeben sich deutliche Unterschiede. Dies liegt unter
anderem daran, dass bei der Betrachtung des bautechnischen Potentials die Gesamtmaßnahmenpakete bei einigen Gebäuden zu einem sanierten Zustand führen würde, der in dem Gebäudebenchmark eine Effizienzklasse A erreicht. Dieses wird bei dem theoretischen Potential nicht
berücksichtigt. So haben z.B. die Feuerwehrgebäude in der theoretischen Betrachtung ihr Potential bereits ausgenutzt, da sie sich bereits in der Effizienzklasse B oder besser befinden. Allerdings
offenbart das bautechnische Potential weitere effizienzsteigernde Möglichkeiten für diese Gebäude. Dies ist bei einer Sanierungsauswahl zu berücksichtigen.
Um eine endgültige Reihenfolge der Sanierung festzulegen, verbleibt der Abwägungsprozess
hinsichtlich zukünftiger Nutzung der Gebäude oder sozialer und finanzpolitischer Aspekte, welche
im Rahmen eines solchen Konzeptes nicht geklärt werden können. Eine Liegenschaft, welche
hier eine hohe Priorität in Bezug auf ökologische und ökonomische Effekte erhalten hat, sollte
natürlich nur dann saniert werden, wenn langfristig mindestens noch dieselbe Nutzungszeit des
Gebäudes gegeben ist oder im Vergleich zu anderen Gebäuden überhaupt eine tägliche Nutzung
stattfindet.
In der nachfolgenden Tabelle wird nochmals der Sanierungsfahrplan auf Basis der Gesamtmaßnahmenpakete der einzelnen Gebäude dargestellt.
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Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
Gebäude
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
Endenergie Energiekosten
CO2[%] statische Lebens- Priorität
einsparung einsparung Einsparung
Amorti- dauer
sation
[kWh/a]
[€/a]
[kg/a]
[Jahre]
[Jahre]
Freiwillige Feuerwehr Böbs
Bürgerhaus Prüß
Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Kindergarten Lowigushaus
Freiwillige Feuerwehr
Dunkelsdorf
Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
21.434
59.824
35.851
31.770
36.700
3.415
58.671
4.010
15.832
3.085
1.616
3.735
2.304
2.075
1.987
5.447
14.505
7.896
6.446
6.807
64
25
62
38
61
13,26
16,02
15,56
15,31
18,47
20 - 30
30-50
20 - 30
30-50
20 - 30
1
2
3
4
5
43.262
36.027
11.838
17.824
7.746
5.342
2.337
1.487
487
7.264
4.903
1.439
17
43
28
18,51
24,23
24,31
30-50
30-50
30,00
6
7
8
Kindergarten Brummkreisel
Falsterhalle
Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
135.712
413.584
22.252
40.361
116.346
7.626
5.292
15.252
694
16.445
47.393
2.047
43
58
29
25,64
27,12
32,06
30-50
30-50
30-50
9
10
11
481.024
1.014.361
89.105
181.115
11.680
23.745
36.292
73.783
32
44
41,18
42,72
30-50
30-50
12
13
57.734
6.668
1.280
4.221
31
45,10
30-50
14
32.241
39.504
9.370
9.319
607
606
2.347
2.343
33
35
53,12
65,19
30-50
30-50
15
16
84.074
989.566
156.817
12.327
203.205
14.801
1.237
12.966
1.942
5.027
50.332
6.036
38
41
17
67,97
76,32
80,75
30-50
30-50
30-50
17
18
19
377.819
58.106
4.340
14.345
27
87,06
30-50
20
Realschulhaus
Gemeinschaftsschule, Altbau +
1. Erweiterung
Betriebsgebäude BauhofKlärwerk
Obdachlosenunterkunft Triftstr.
Gemeinschaftsschule, ehm.
Hausmeisterwohnung
Altes Rathaus
Arnesbokenhalle
Gemeinschaftsschule,
Wichernhaus
Rathaus
Gemeinschaftsschule Erweiterungsbau 2002
Haus der Jugend und Familie
Kinderkrippe 2013 (ehem.
Jugendhaus)
Tabelle 5: Sanierungsfahrplan Gesamtmaßnahmenpakete
Gemäß der dargestellten Prioritäten müssten den Feuerwehrgebäuden eine hohe Priorität zugeordnet werden. Da die Nutzung gering und unregelmäßig ist, empfiehlt es sich, diese Gebäude
anderen nicht vorzuziehen. Gleichzeitig wird empfohlen, den ganzheitlichen Ansatz zu wählen.
Dies bedeutet, dass nicht nur Einzelmaßnahmen durchgeführt werden, sondern vielmehr das
Gesamtsystem "Gebäude“ zu betrachten ist. Der ganzheitliche Ansatz erschließt Synergieeffekte
sowie sich bedingende Effekte. Beispielsweise sollten bei einer Sanierung der Fassade gleichzeitig Dach, Fenster und Türen mit eingeplant werden, um energetisch sinnvolle Bauteilanschlüsse
zu gewährleisten. Wir empfehlen daher, die nachfolgend aufgeführten Liegenschaften als vorrangige Objekte zu sanieren:
• Kindergarten Lowigushaus (s. Priorität 4),
• Kindergarten Brummkreisel (s. Priorität 9) und
• Falsterhalle (s. Priorität 10)
Für die Feuerwehrgebäude sowie die restlichen Gebäude wird empfohlen, Einzelmaßnahmen
entsprechend der Prioritätenliste (s. 3.2.1) umzusetzen.
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Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
Anlage 1: Aufstellung der Einzelmaßnahmen
prognostizierte
Einsparungen
Lfd. Gebäude
Nr.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
51
52
53
54
55
56
57
Altes Rathaus
Altes Rathaus
Altes Rathaus
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
Falsterhalle
Falsterhalle
Falsterhalle
Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Arnesbokenhalle
Arnesbokenhalle
Arnesbokenhalle
Freiwillige Feuerwehr Böbs
Freiwillige Feuerwehr Böbs
Freiwillige Feuerwehr Böbs
Bürgerhaus Prüß
Bürgerhaus Prüß
Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Kindergarten Brummkreisel
Kindergarten Brummkreisel
Kindergarten Brummkreisel
Kindergarten Lowigushaus
Kindergarten Lowigushaus
Kindergarten Lowigushaus
Obdachlosenunterkunft Triftstr.
Obdachlosenunterkunft Triftstr.
Obdachlosenunterkunft Triftstr.
Rathaus
Rathaus
Realschulhaus
Realschulhaus
Realschulhaus
Gemeinschaftsschule,
Wichernhaus
Gemeinschaftsschule,
Wichernhaus
Gemeinschaftsschule,
Wichernhaus
Gemeinschaftsschule, ehm.
Hausmeisterwohnung
Gemeinschaftsschule, ehm.
Hausmeisterwohnung
Gemeinschaftsschule, ehm.
Hausmeisterwohnung
Gemeinschaftsschule, Altbau + 1.
Erweiterung
Gemeinschaftsschule, Altbau + 1.
Erweiterung
Gemeinschaftsschule, Altbau + 1.
Erweiterung
Maßnahme
Oberste Geschossdecke
Außenwände Innendämmung
Zusatzfenster (Kastenfenster)
Dachdämmung
Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Fensteraustausch
Dachdämmung
Dämmung Fassade
Glasbausteine und Fensterfront
Fenster und Türen Altbau
Dach Altbau
Dämmung Fassade Altbau
Dachdämmung
Fassadendämmung
Fenster, Glasbausteine und Türen
Dachdämmung
Außenwanddämmung
Heizungstausch
Wandinnendämmung
Bodendämmung
Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Dachdämmung
Heizungstausch
Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Flachdachdämmung
Heizungstausch
Fassadendämmung
Dachdämmung
Fenstersanierung
Fassadendämmung
Dachdämmung
Fassadendämmung
Dachdämmung
Fenstersanierung
Oberste Geschossdecke
Fenster und Türen
Fassadendämmung
Dämmung Fassade
Fenstersanierung
Dämmung Spitzboden
Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Fenstersanierung
oberste Geschossdecke
Dachdämmung
Sanierung Türen und Fenster
Fenstersanierung
Dämmung Fassade Altbau
Dämmung Fassade Neubau
Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
energetisch Endenergie- Energie- statische LebensAmortidauer
bedingte
bedarf
kosten
sation
Investitions[€/a]
[Jahre]
[kWh/a]
[Jahre]
kosten [€]
3.852
46.059
34.163
20.081
22.191
15.461
121.605
106.309
185.670
13.508
17.797
11.957
364.776
150.241
474.549
5.874
8.061
7.500
32.459
27.365
21.444
6.906
7.500
13.387
15.813
7.500
7.160
4.678
17.250
10.104
8.673
8.317
5.955
7.979
11.678
101.935
22.099
6.867
23.806
1.096
15.488
10.388
6.365
22.369
355.450
132.950
50.594
297.480
49.154
520
9.764
1.979
1.702
3.596
1.367
67.817
30.465
19.214
1.216
8.376
8.302
88.278
60.465
59.740
1.106
3.642
-1.243
47.489
11.326
3.973
1.769
-1.568
3.487
2.362
-2.920
3.660
1.626
575
4.309
2.482
5.359
1.491
642
9.609
9.115
19.821
11.291
3.624
845
6.345
3.297
3.614
11.236
47.475
25.337
54.553
9.782
7.628
52
979
198
327
690
262
8.889
3.993
2.517
159
1.098
1.089
5.605
3.836
3.798
212
699
1.192
3.022
722
763
340
1.796
669
454
1.437
334
148
110
827
476
488
136
58
1.260
1.194
2.599
1.479
475
111
411
212
234
839
3.546
3.321
7.150
1.282
1.000
Fenstersanierung
66.105
5.040
Dachdämmung
41.558
Dachdämmung
CO2
[kg/a]
74,1
47,0
172,5
61,4
32,2
59,0
13,7
26,6
73,8
85,0
16,2
11,0
65,1
39,2
124,9
27,7
11,5
6,3
10,7
37,9
28,1
20,3
4,2
20,0
34,8
5,2
21,4
31,6
156,8
12,2
18,2
17,0
43,8
137,6
9,3
85,4
8,5
4,6
50,1
9,9
37,7
49,0
27,2
26,7
100,2
40,0
7,1
232,0
49,2
30
30
50
30
30
50
30
30
50
30-50
30
30
30
30
30-50
30
30
20
30
50
30
30
20
30
30
20
30
30
50
30
30
30
30
50
30
30-50
30
30
50
30
30
50
30
30
30-50
50
30
30
30
212
3.981
807
1.078
2.276
865
27.619
12.406
7.822
495
3.413
3.383
21.783
14.911
14.754
700
2.306
4.198
11.739
2.802
2.515
1.120
6.397
2.207
1.495
5.184
985
437
364
2.728
1.571
1.439
400
171
3.915
3.711
8.076
4.595
1.475
344
1.589
822
904
2.774
11.720
10.318
22.217
3.984
3.109
662
99,9
50
2.057
2.345
307
135,4
30
956
15.938
2.185
141
113,0
30
547
5.464
3.969
257
21,3
30
995
Fenstersanierung
18.102
3.216
209
86,6
50
808
Fassadendämmung
63.342
31.891
4.180
15,2
30
12.989
Dachdämmung
482.525
83.309
10.920
44,2
30
33.930
Sanierung Fenster und Türen
468.495
68.903
9.033
51,9
30-50
28.068
Fassadendämmung



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Seite 1 von 1
Projektbericht "Klimaschutzteilkonzept" für die Liegenschaften der Gemeinde Ahrensbök
Anlage 2: Gebäudeberichte Ahrensbök
1
Altes Rathaus
2
Arnesbokenhalle
3
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
4
Bürgerhaus Prüß
5
Falsterhalle
6
Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
7
Freiwillige Feuerwehr Böbs
8
Freiwillige Feuerwehr Cashagen
9
Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
10
Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
11
Freiwillige Feuerwehr Gnissau
12
Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
13
Gemeinschaftsschule - Erweiterungsbau 2002
14
Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
15
Gemeinschaftsschule, ehm. Hausmeisterwohnung
16
Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
17
Haus der Jugend und Familie
18
Kindergarten Brummkreisel
19
Kindergarten Lowigushaus
20
Kinderkrippe 2013 (ehem. Jugendhaus)
21
Obdachlosenunterkunft Triftstr.
22
Rathaus
23
Realschulhaus
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Altes Rathaus
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Altes Rathaus
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes. .................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Oberste Geschossdecke .............................................................................................. 9
5.2
Außenwände Innendämmung ................................................................................... 10
5.3
Zusatzfenster (Kastenfenster) ................................................................................... 11
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 12
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 14
7.
Anhang ................................................................................................................................... 15
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 15
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 15
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Altes Rathaus
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Altes Rathaus
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Poststraße 3
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Gemeinschaftshäuser
1850
Beheiztes Volumen Ve: 1.085 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV: 347 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur: 15 °C,
Luftwechselrate:
0,31 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 19.750 kWh
für Fernwärme ohne KWK verbraucht.
Bei einem Preis von 10 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe von
ca. 1.973 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Altes Rathaus
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Fläche
in m²
Bauteil
1984-1994 - Holzkonstruktion (insb. Steildach)
Pultdachgaube
1984-1994 - Holzbalkendecke
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
118,33
0,40
0,24
27,77
0,40
0,24
128,41
0,30
0,24
9,68
3,50
2,00
277,76
1,70
0,24
45,55
2,80
1,30
210,25
1,20
0,30
Tür
bis 1918 - Massive Konstruktion
Kastenfenster aus Holz, 2 x Einfachverglasung
bis 1918 - Massive Konstruktion
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Zentralheizung mit Nah- oder Fernwärme (Heizwerk, fossil)
Warmwasser:
Elektro-Kleinspeicher (Strom)
Elektro-Durchlauferhitzer (Strom)
Elektro-Durchlauferhitzer (Strom)
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Altes Rathaus
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Altes Rathaus
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Altes Rathaus
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Poststraße 3
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
268 m²
Nettogrundfläche
9150 - Gemeinschaftshäuser
Hauptnutzung

IST-Zustand
268 m²

Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für
ineffizient
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
72
1.449 €/a
0
72 kWh/(m²a)
100
A
117
B
157
C
191
230
346
D
E
F
G
G
H
I
J
135 kWh/(m²a)
D17:D19D19
Strom
D
E
F
5,40 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
(Januar 2012 - Dezember 2012)
28
1.726 €/a
14
0
A
19
B
22
C
27
28 kWh/(m²a)
37
E
D
57
F
G
I
J
30 kWh/(m²a)
H25:H27H27
Wasser
D
E
F
G
H
6,43 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
(Januar 2012 - Dezember 2012)
149
100 €/a
0
149 l/(m²a)
187
A
244
B
330
C
421
D
708
E
1027
F
G
735 l/(m²a)
D33:D35D35
Einsparpotenzial
D
E
F
G
H
I
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
0,37 €/(m²a)
l/(m²a)
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
700 €/a
1.700 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
13 t/a
≙ 100 %
- 2 t/a
≙ 16 %
- 6 t/a
≙ 47 %
Hinweise zur Berechnung
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Fernwärme ohne KWK":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf einer Fernwärmeversorgung durch eine Steinkohlekraftswerkseinheit mit einem HeizölSpitzenlastkessel. Sie dienen lediglich der Veranschaulichung
31. Oktober 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Altes Rathaus
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Altes Rathaus
Maßnahmen
5.1 Oberste Geschossdecke
Beschreibung
Dämmung des Spitzboden durch Einblasdämmung 20 cm
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
Bauteil
1984-1994 - Holzbalkendecke - Einblasdämmung,
20 cm
U-WErt
[W/m²K]
128,41
UmaxEnEV
[W/m²K]
0,12
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 2 %.
Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß
nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 26.830
kWh/Jahr reduziert sich auf 26.310 kWh/Jahr um ca. 520 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 52 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 

Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für
Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
72
1.916 €/a
0
72 kWh/(m²a)
100
A
117
157
B
C
191
230
346
D
E
F
G
G
H
I
J
135 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
7,14 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 74
auf 72 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 212 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
3.852
520
52
2
74
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Altes Rathaus
5.2 Außenwände Innendämmung
Beschreibung
Innendämmung 6 cm, auf Gründerzeitfassade 1870-1920
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
bis 1918 - Massive Konstruktion - Innendämmung 6 cm,
auf Gründerzeitfassade 1870-1920
277,76
0,48
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 36 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 26.830 kWh/Jahr
reduziert sich auf 17.066 kWh/Jahr um ca. 9.764 kWh/Jahr. Dies würde
eine Energiekosteneinsparung von rd. 979 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 74 auf 37 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 3.981 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 

Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für
ineffizient
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
37
991 €/a
0
37 kWh/(m²a)
100
A
117
157
B
C
191
230
346
D
E
F
G
G
H
I
J
135 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
3,69 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
46.059
9.764
979
30
47
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Altes Rathaus
5.3 Zusatzfenster (Kastenfenster)
Beschreibung
Zum Erhalt der Optik bleiben die original Fenster unberührt. Es wird ein Zusatzfenster installiert.
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Kastenfenster aus Holz, 2 x Einfachverglasung - Zusatzfenster
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
45,55
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 7 %.
Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß
nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 26.830
kWh/Jahr reduziert sich auf 24.851 kWh/Jahr um ca. 1.979 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 198 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 

Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für
ineffizient
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
67
1.770 €/a
0
67 kWh/(m²a)
100
A
117
157
B
C
191
230
346
D
E
F
G
G
H
I
J
135 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
6,60 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 74
auf 67 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 807 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
34.163
1.979
198
6
172
50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Altes Rathaus
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Dach / oberste Decke: Einblasdämmung, 20 cm
Außenwände:
Innendämmung 6 cm, auf Gründerzeitfassade 1870-1920
Fenster:
Zusatzfenster
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1984-1994 - Holzbalkendecke - Einblasdämmung, 20 cm
128,41
0,12
0,24
bis 1918 - Massive Konstruktion - Innendämmung 6 cm,
auf Gründerzeitfassade 1870-1920
277,76
0,48
0,24
Kastenfenster aus Holz, 2 x Einfachverglasung - Zusatzfenster
45,55
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich
der Endenergiebedarf des Gebäudes um 46
%. Der Wärmeverlust über die betroffenen
Bauteile reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 26.830 kWh/Jahr reduziert
sich auf 14.503 kWh/Jahr um ca. 12.327
kWh/Jahr. Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 1.237 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 

Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für
ineffizient
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
28
734 €/a
0
28 kWh/(m²a)
100
A
117
B
157
C
191
230
346
D
E
F
G
G
H
I
J
135 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
2,74 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 74
auf 28 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 5.027 kgCO2/Jahr reduziert.
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Altes Rathaus
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
84.074
12.327
1.237
38
67
30-50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Altes Rathaus
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - oberste Geschossdecke
Var.2 - Außenwände Innendämmung
Var.3 - Zusatzfenster (Kastenfenster)
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - oberste Geschossdecke
Var.2 - Außenwände Innendämmung
Var.3 - Zusatzfenster (Kastenfenster)
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - oberste Geschossdecke
Var.2 - Außenwände Innendämmung
Var.3 - Zusatzfenster (Kastenfenster)
Var.4 - Zusammenfassung
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Altes Rathaus
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
1,00
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
Verhältnis
Hs/Hi *
Arbeitspreis
Cent/kWh
19,20
10,00
Grundpreis
Euro/Jahr
50
SO2Emissionen
g/kWh
1,111
0,690
NOxEmissionen
g/kWh
0,583
0,058
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
19,2
10,0
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
Primärenergiefaktor
2,6
1,3
CO2Emissionen
g/kWh
633
407
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Altes Rathaus
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Altes Rathaus
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
17
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Arnesbokenhalle
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes. .................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Dachdämmung .............................................................................................................. 9
5.2
Fassadendämmung .................................................................................................... 10
5.3
Fenster, Glasbausteine und Türen............................................................................ 11
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 13
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 15
7.
Anhang ................................................................................................................................... 16
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 16
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 16
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Grüner Redder 6
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Sporthallen
1983
Beheiztes Volumen Ve:
13.260 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV:
4.243 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
20 °C,
0,60 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 365.666 kWh
für Erdgas verbraucht.
Bei einem Preis von 8,5 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 31.199 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1979-1983 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach)
2431,84
0,60
0,24
43,52
3,50
2,00
1979-1983 - Massive Konstruktion
1225,97
0,80
0,24
ab 1984 bis 1994 - Alufenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
174,86
3,20
1,30
Glasbausteine
225,00
2,50
1,30
1979-1983 - Massive Konstruktion
2483,64
0,80
0,30
Tür
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
zentrale Lüftungsanlage
Zentralheizung mit NT-Kessel (Erdgas E)
Zentrale Warmwasserbereitung über Heizungsanlage
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Arnesbokenhalle
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Grüner Redder 6
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
Hauptnutzung
5110 - Sporthallen
IST-Zustand
2.476 m²
2.476 m²
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
Nettogrundfläche
149
0
91
A
113
B
137
C
149 kWh/(m²a)
158
192
245
Kosten
G17:G19G19
D
E
F
12,56 €/(m²a)
kWh/(m²a)
D
E
F
G
G
H
I
J
120 kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
54
31.512 €/a
8
0
A
10
B
14
C
18
D
25
E
43
J25:J27 J27
D
E
F
G
12,73 €/(m²a)
G
F
H
54 kWh/(m²a)
kWh/(m²a)
35 kWh/(m²a)
Wasser
Verbrauch
(Januar 2012 - Dezember 2012)
31.113 €/a
Strom
Kennwerte für

ineffizient
I
J
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
1.749
7.495 €/a
0
97
A
J33:J35 J35
Einsparpotenzial
D
136
B
E
169
C
F
219
D
G
291
E
H
423
F
348 l/(m²a)
I
3,03 €/(m²a)
G
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
1.749 l/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
43.100 €/a
58.100 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
175 t/a
≙ 100 %
- 99 t/a
≙ 57 %
- 141 t/a
≙ 81 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Erdgas H":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf Treibhausgas-äquivalent-Werten, welche die gesamte vorgelagerte Produktionskette
berücksichtigen.
28. Oktober 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
Maßnahmen
5.1 Dachdämmung
Beschreibung
Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1979-1983 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach) Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
2431,84
0,15
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 19 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 476.594
kWh/Jahr reduziert sich auf 388.316 kWh/Jahr um ca. 88.278 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 5.605 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
113
25.524 €/a
0
91
A
113 kWh/(m²a)
113
137
B
C
158
192
245
D
E
F
G
G
H
I
J
120 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
10,31 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 149
auf 113 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 21.783 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
364.776
88.278
5.605
18
65
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
5.2 Fassadendämmung
Beschreibung
Wärmedämmverbundsystem, 16cm
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1979-1983 - Massive Konstruktion - Wärmedämmverbundsystem, 16cm
1225,97
0,19
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 13 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 476.594
kWh/Jahr reduziert sich auf 416.129 kWh/Jahr um ca. 60.465 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 3.836 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
124
27.288 €/a
0
91
A
113
124 kWh/(m²a)
137
C
B
158
192
245
D
E
F
G
G
H
I
J
120 kWh/(m²a)
F17:F19F19
D
E
F
11,02 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 149
auf 124 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 14.911 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
150.241
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
60.465
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
3.836
[%]
12
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
39
[Jahre]
30
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
5.3 Fenster, Glasbausteine und Türen
Beschreibung
EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung
Austausch Glasbausteine - Uw-1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
Tür - EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
43,52
1,30
2,00
ab 1984 bis 1994 - Alufenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung - 3-ScheibenWärmeschutzverglasung
174,86
1,30
1,30
Glasbausteine - Austausch Glasbausteine - Uw-1.3
225,00
1,30
1,30
Bauteil
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf
des Gebäudes um 13 %. Der Wärmeverlust über das
betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von
rund 476.594 kWh/Jahr reduziert sich auf 416.853
kWh/Jahr um ca. 59.741 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 3.798 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
124
27.326 €/a
0
91
A
113
B
124 kWh/(m²a)
137
C
158
192
245
D
E
F
G
G
H
I
J
120 kWh/(m²a)
F17:F19F19
D
E
F
11,03 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 149
auf 124 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 14.754 kgCO2/Jahr reduziert.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
474.549
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
59.740
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
3.798
[%]
12
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
125
[Jahre]
30-50
Alle Kosten verstehen sich brutto.
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Dach / oberste Decke:
Fenster:
EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
Wärmedämmverbundsystem, 16cm
Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung
Austausch Glasbausteine - Uw-1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1979-1983 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach) Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
2431,84
0,15
0,24
43,52
1,30
2,00
1979-1983 - Massive Konstruktion - Wärmedämmverbundsystem, 16cm
1225,97
0,19
0,24
ab 1984 bis 1994 - Alufenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung - 3-ScheibenWärmeschutzverglasung
174,86
1,30
1,30
Glasbausteine - Austausch Glasbausteine - Uw-1.3
225,00
1,30
1,30
Tür - EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante
vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert
sich der Endenergiebedarf des Gebäudes
um 43 %. Der Wärmeverlust über das
betroffene Bauteil reduziert sich gemäß
nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 476.594 kWh/Jahr
reduziert sich auf 273.389 kWh/Jahr um
ca. 203.205 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 12.966
€ p.a bei gleichem Nutzerverhalten und
Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
66
18.183 €/a
0
66 kWh/(m²a)
91
A
113
B
137
C
158
192
245
D
E
F
G
G
H
I
J
120 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
7,34 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 149
auf 66 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 50.332 kgCO2/Jahr reduziert.
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
989.566
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
20.3205
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
12.966
[%]
41
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
76
[Jahre]
30-50
Alle Kosten verstehen sich brutto.
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - Fassadendämmung
Var.3 - Fenster+Glasbausteine+Türen
Var.4 - Zusammenfasuung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - Fassadendämmung
Var.3 - Fenster+Glasbausteine+Türen
Var.4 - Zusammenfasuung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - Fassadendämmung
Var.3 - Fenster+Glasbausteine+Türen
Var.4 - Zusammenfasuung
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Erdgas E
Strom
m³
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
10,42
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
11,57
Verhältnis
Hs/Hi *
1,11
Arbeitspreis
Cent/kWh
6,26
19,20
Grundpreis
Euro/Jahr
182
50
SO2Emissionen
g/kWh
0,157
1,111
NOxEmissionen
g/kWh
0,200
0,583
Erdgas E
Strom
m³
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
65,2
19,2
Erdgas E
Strom
Primärenergiefaktor
1,1
2,6
CO2Emissionen
g/kWh
244
633
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
17
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Arnesbokenhalle
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
18
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Dachdämmung .............................................................................................................. 9
5.2
Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ...................................................................... 10
5.3
Fensteraustausch ....................................................................................................... 11
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 12
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 14
7.
Anhang ................................................................................................................................... 15
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 15
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 15
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Lübecker Str. 90
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Betriebs- und Werkstätten
1984
Beheiztes Volumen Ve:
771 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV:
247 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
20 °C,
0,75 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 22.750 kWh
für Strom verbraucht.
Bei einem Preis von 25 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe von
ca. 5.682 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1984-1994 - Holzkonstruktion (insb. Steildach)
128,79
0,40
0,24
Tür
14,05
3,50
2,00
1984-1994 - Massive Konstruktion
161,50
0,60
0,24
ab 1995 - Holzfenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
5,09
1,60
1,40
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
20,61
3,00
1,30
Glasbausteine
15,18
1,93
1,30
ab 1995 - Massive Konstruktion
165,93
0,60
0,30
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Elektro-Speicherheizung (Strom)
Elektro-Durchlauferhitzer (Strom)
Elektro-Durchlauferhitzer (Strom)
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Klärwerk Betriebsgebäude
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Lübecker Str. 90
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
238 m²
Nettogrundfläche
7300 - Betriebs- und Werkstätten
Hauptnutzung
IST-Zustand
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
238 m²
96
77
0
96 kWh/(m²a)
103
B
A
145
C
172
D
208
278
Kosten
E17:E19E19
D
E
8
0
F
13
G
17
A
B
C
E
F
G
H
I
J
D
E
F
25
D
37
53
G
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
kWh/(m²a)
E
F
G
H
I
J
20 kWh/(m²a)
#NV ##
23,81 €/(m²a)
kWh/(m²a)
160 kWh/(m²a)
Wasser
Verbrauch
(Januar 2012 - Dezember 2012)
5.667 €/a
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
13.287
5.443 €/a
0
108
A
J33:J35 J35
Einsparpotenzial
D
183
B
E
278
C
F
339
D
G
581
E
H
1296
F
620 l/(m²a)
I
22,87 €/(m²a)
G
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
13.287 l/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
5.800 €/a
8.800 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
15 t/a
≙ 100 %
- 1 t/a
≙ 07 %
- 9 t/a
≙ 60 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Strom":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf Treibhausgas-äquivalent-Werten, welche die gesamte vorgelagerte Produktionskette
berücksichtigen.
15. August 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
Maßnahmen
5.1 Dachdämmung
Beschreibung
Steildach-Aufsparrendämmung; 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1984-1994 - Holzkonstruktion (insb. Steildach) - Steildach-Dämmung, 20cm, WLG 040
128,79
0,13
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 8 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 21.500
kWh/Jahr reduziert sich auf 19.798 kWh/Jahr um ca. 1.702 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 327 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
89
5.341 €/a
0
77
A
89 kWh/(m²a)
103
B
145
C
172
D
208
278
E
F
G
H
I
J
160 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
G
22,44 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 96
auf 89 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 1.078 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
20.081
1.702
327
8
61
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
5.2 Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Beschreibung
WDVS 20cm, auf Mauerwerk
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1984-1994 - Massive Konstruktion - WDVS 20cm, auf
Mauerwerk
161,50
0,15
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 17 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 21.500 kWh/Jahr
reduziert sich auf 17.904 kWh/Jahr um ca. 3.596 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 690 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten
und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 96 auf 81 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 2.276 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
81
4.979 €/a
0
77
A
81 kWh/(m²a)
103
B
145
C
172
D
208
278
E
F
G
H
I
J
160 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
G
20,92 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
22.191
3.596
690
17
32
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
5.3 Fensteraustausch
Beschreibung
Austausch Kunststofffenster - 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
ab 1995 - Holzfenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
5,09
1,60
1,40
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
20,61
1,30
1,30
Bauteil
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 6 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 21.500
kWh/Jahr reduziert sich auf 20.134 kWh/Jahr um ca. 1.366 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 262 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 96 auf 90 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2Emissionen werden um 865 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
90
5.406 €/a
0
77
A
90 kWh/(m²a)
103
B
145
C
172
D
208
278
E
F
G
H
I
J
160 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
G
22,71 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
15.461
1.367
262
6
59
50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Dach / oberste Decke:
Fenster:
WDVS 20cm, auf Mauerwerk
Steildach-Dämmung, 20cm, WLG 040
Austausch Kunststofffenster - 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1984-1994 - Holzkonstruktion (insb. Steildach) - Steildach-Dämmung, 20cm, WLG 040
128,79
0,13
0,24
1984-1994 - Massive Konstruktion - WDVS 20cm, auf
Mauerwerk
161,50
0,15
0,24
ab 1995 - Holzfenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
5,09
1,60
1,40
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
20,61
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich
der Endenergiebedarf des Gebäudes um 31
%. Der Wärmeverlust über das betroffene
Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 21.500 kWh/Jahr reduziert
sich auf 14.833 kWh/Jahr um ca. 6.667
kWh/Jahr. Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 1.280 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 96
auf 68 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 4.221 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
68
4.390 €/a
0
68 kWh/(m²a)
77
A
103
B
145
C
172
D
208
278
E
F
G
H
I
J
160 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
G
18,45 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
57.734
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
6.668
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
1.280
[%]
31
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
45
[Jahre]
30-50
Alle Kosten verstehen sich brutto.
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - WDVS
Var.3 - Fensteraustausch
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - WDVS
Var.3 - Fensteraustausch
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - WDVS
Var.3 - Fensteraustausch
Var.4 - Zusammenfassung
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Strom
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
Verhältnis
Hs/Hi *
Arbeitspreis
Cent/kWh
19,20
Grundpreis
Euro/Jahr
50
SO2Emissionen
g/kWh
1,111
NOxEmissionen
g/kWh
0,583
Strom
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
19,2
Strom
Primärenergiefaktor
2,6
CO2Emissionen
g/kWh
633
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Betriebsgebäude Bauhof-Klärwerk
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
17
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Bürgerhaus Prüß
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Bürgerhaus Prüß
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes. .................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Wandinnendämmung ................................................................................................... 9
5.2
Bodendämmung.......................................................................................................... 10
5.3
Zusammenfassung ..................................................................................................... 11
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 12
7.
Anhang ................................................................................................................................... 13
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 13
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 13
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Bürgerhaus Prüß
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Bürgerhaus Prüß
Ist-Zustand des Gebäudes.
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Mösberg 3
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Gemeinschaftshäuser
1993
Beheiztes Volumen Ve:
7.319 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV:
2.342 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
20 °C,
0,70 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 229.057 kWh
für Erdgas verbraucht.
Bei einem Preis von 6,7 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 15.238 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Bürgerhaus Prüß
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1984-1994 - Holzkonstruktion (insb. Steildach)
878,45
0,40
0,24
Holztore
57,30
2,50
2,00
Tür
6,16
3,50
2,00
511,76
1,47
0,24
bis 1994 - Fenster - 2-Scheiben-Kastenfenster
6,40
3,00
1,40
bis 1994 - Fenster - 2-Scheiben-Kastenfenster
35,97
3,00
1,30
bis 1994 - Fenster - 2-Scheiben-Kastenfenster
3,20
3,00
1,40
bis 1994 - Fenster - 2-Scheiben-Kastenfenster
44,40
3,00
1,30
bis 1918 - Massive Konstruktion
781,86
1,20
0,30
40 cm Vollziegelmauerwerk mit Gasbeton innen
Schale
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
zentrale Lüftungsanlage
Zentralheizung mit NT-Kessel (Erdgas E)
Zentrale Warmwasserbereitung über Heizungsanlage
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Bürgerhaus Prüß
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Bürgerhaus Prüß
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Bürgerhaus Ernst und Elly Prüß
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Mösberg 3
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
Nettogrundfläche
9150 - Gemeinschaftshäuser
Hauptnutzung
IST-Zustand
1.978 m²
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
1.978 m²
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
117
15.196 €/a
100
0
117 kWh/(m²a)
117
B
A
157
C
191
230
346
E17:E19E19
D
E
F
7,68 €/(m²a)
kWh/(m²a)
D
E
F
G
G
H
I
J
135 kWh/(m²a)
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. EnEV 2009
(Januar 2012 - Dezember 2012)
19
9.220 €/a
14
0
19 kWh/(m²a)
19
B
A
22
C
27
D
37
E
57
F
G
I
J
30 kWh/(m²a)
Wasser
E25:E27E27
D
E
F
G
H
4,66 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
(Januar 2012 - Dezember 2012)
112
434 €/a
0
A
D33:D35D35
Einsparpotenzial
112 l/(m²a)
187
D
244
B
E
330
C
F
421
D
G
708
E
H
1027
F
735 l/(m²a)
I
G
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
0,22 €/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
2.400 €/a
14.700 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
80 t/a
≙ 100 %
- 7 t/a
≙ 09 %
- 48 t/a
≙ 59 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Erdgas H":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf Treibhausgas-äquivalent-Werten, welche die gesamte vorgelagerte Produktionskette
berücksichtigen.
31. Oktober 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Bürgerhaus Prüß
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Bürgerhaus Prüß
Maßnahmen
5.1 Wandinnendämmung
Beschreibung
Erhalt der Optik der Außenfassade; Innendämmung, 10cm
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
40 cm Vollziegelmauerwerk mit Gasbeton innen Schale Innendämmung, 10cm
511,76
0,31
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 21 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 225.112
kWh/Jahr reduziert sich auf 177.623 kWh/Jahr um ca. 47.489 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 3.022 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
92
12.182 €/a
0
92 kWh/(m²a)
100
A
117
157
B
C
191
230
346
D
E
F
G
G
H
I
J
135 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
6,16 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 117
auf 92 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 11.739 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
32.459
47.489
3.022
20
11
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Bürgerhaus Prüß
5.2 Bodendämmung
Beschreibung
Fußboden erneuern, Dämmplatten, 5cm
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
bis 1918 - Massive Konstruktion - Fußboden erneuern,
Dämmplatten, 5cm
781,86
0,48
0,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 5 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 225.112
kWh/Jahr reduziert sich auf 213.786 kWh/Jahr um ca. 11.326 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 722 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
111
14.476 €/a
0
100
A
111 kWh/(m²a)
117
157
B
C
191
230
346
D
E
F
G
G
H
I
J
135 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
7,32 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 117
auf 111 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 2.802 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
27.365
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
11.326
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
722
[%]
5
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
38
[Jahre]
50
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Bürgerhaus Prüß
5.3 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Keller:
Innendämmung, 10cm
Fußboden erneuern, Dämmplatten, 5cm
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
40 cm Vollziegelmauerwerk mit Gasbeton innen Schale Innendämmung, 10cm
511,76
0,31
0,24
bis 1918 - Massive Konstruktion - Fußboden erneuern,
Dämmplatten, 5cm
781,86
0,48
0,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n
Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf des
Gebäudes um 26 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund
225.112 kWh/Jahr reduziert sich auf 166.441 kWh/Jahr
um ca. 58.671 kWh/Jahr. Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 3.735 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
87
11.471 €/a
0
87 kWh/(m²a)
100
A
117
157
B
C
191
230
346
D
E
F
G
G
H
I
J
135 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
5,80 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 117
auf 87 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 14.505 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
59.824
58.671
3.735
25
16
30-50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Bürgerhaus Prüß
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - Wandinnendämung
Var.2 - Bodendämmung
Var.3 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - Wandinnendämung
Var.2 - Bodendämmung
Var.3 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - Wandinnendämung
Var.2 - Bodendämmung
Var.3 - Zusammenfassung
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Bürgerhaus Prüß
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Erdgas E
Strom
m³
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
10,42
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
11,57
Verhältnis
Hs/Hi *
1,11
Arbeitspreis
Cent/kWh
6,26
19,20
Grundpreis
Euro/Jahr
182
50
SO2Emissionen
g/kWh
0,157
1,111
NOxEmissionen
g/kWh
0,200
0,583
Erdgas E
Strom
m³
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
65,2
19,2
Erdgas E
Strom
Primärenergiefaktor
1,1
2,6
CO2Emissionen
g/kWh
244
633
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Bürgerhaus Prüß
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Bürgerhaus Prüß
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Falsterhalle
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Falsterhalle
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Dachdämmung .............................................................................................................. 9
5.2
Dämmung Fassade ..................................................................................................... 10
5.3
Glasbausteine und Fensterfront................................................................................ 11
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 12
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 14
7.
Anhang ................................................................................................................................... 15
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 15
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 15
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Falsterhalle
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Falsterhalle
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Danziger Straße 2
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Sporthallen
1956
Beheiztes Volumen Ve:
5.515 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV: 1.765 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur: 18,5 °C,
Luftwechselrate:
0,65 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 216.840 kWh
für Fernwärme verbraucht.
Bei einem Preis von 11,3 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 24.588 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Falsterhalle
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1958-1968 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach)
780,02
2,10
0,20
1958-1968 - Holzbalkendecke
115,03
0,80
0,24
8,12
3,50
2,00
1958-1968 - Massive Konstruktion
575,76
1,40
0,24
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
19,03
3,00
1,30
Dickglas mit Holzrahmen, Einfachverglasung
188,16
3,50
1,30
Glasbausteine
59,40
2,50
1,30
1958-1968 - Massive Konstruktion
920,26
1,00
0,30
Tür
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Zentralheizung mit Nah- oder Fernwärme (Heizwerk, fossil)
Zentrale Warmwasserbereitung über Heizungsanlage
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Falsterhalle
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Falsterhalle
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Falsterhalle
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Danziger Straße 2
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
Hauptnutzung
5110 - Sporthallen
IST-Zustand
833 m²
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
833 m²
Nettogrundfläche
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
262
24.521 €/a
91
0
A
113
B
137
C
158
192
245
J17:J19 J19
D
E
F
262 kWh/(m²a)
29,45 €/(m²a)
kWh/(m²a)
D
E
F
G
G
H
I
J
120 kWh/(m²a)
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
17
3.509 €/a
8
0
A
10
B
14
17 kWh/(m²a)
18
D
C
25
E
43
F
G
35 kWh/(m²a)
G25:G27G27
Wasser
D
E
F
G
H
4,21 €/(m²a)
kWh/(m²a)
I
J
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
252
416 €/a
97
0
A
H33:H35H35
Einsparpotenzial
D
136
B
E
169
C
F
219
D
G
252 l/(m²a)
291
E
H
423
F
348 l/(m²a)
I
G
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
0,50 €/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
16.900 €/a
23.300 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
77 t/a
≙ 100 %
- 46 t/a
≙ 60 %
- 63 t/a
≙ 82 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Fernwärme mit KWK":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf einer Fernwärmeversorgung durch eine Steinkohlekraftswerkseinheit mit einem HeizölSpitzenlastkessel. Sie dienen lediglich der Veranschaulichung
15. August 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Falsterhalle
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Falsterhalle
Maßnahmen
5.1 Dachdämmung
Beschreibung
Dämmung Oberste Geschossdecke, 20 cm, WLG 040
Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach) Flachdach-Dämmung, 20 cm, WLG 040
780,02
0,18
0,20
1958-1968 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschossdecke, 20 cm, WLG 040
115,03
0,16
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 34 %. Der Wärmeverlust
über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 199.775 kWh/Jahr
reduziert sich auf 131.958 kWh/Jahr um ca. 67.817 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 8.889 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten
und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 262 auf 180 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 27.619 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
180
15.656 €/a
0
91
A
113
137
B
C
158
180 kWh/(m²a)
192
245
D
E
F
G
G
H
I
J
120 kWh/(m²a)
H17:H19H19
D
E
F
18,80 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
121.605
67.817
8.889
34
13,7
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Falsterhalle
5.2 Dämmung Fassade
Beschreibung
Dämmung der Fassade z.B. mit WDVS 16 cm WLG 035
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Massive Konstruktion - Dämmung 16 cm
WLG 035
575,76
0,19
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 15 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 199.775
kWh/Jahr reduziert sich auf 169.310 kWh/Jahr um ca. 30.465 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 3.993 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
225
20.539 €/a
0
91
A
113
137
B
C
158
192
225 kWh/(m²a)
245
D
E
F
G
G
H
I
J
120 kWh/(m²a)
I17:I19 I19
D
E
F
24,67 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 262
auf 225 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 12.406 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
106.309
30.465
3.993
15
26,6
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Falsterhalle
5.3 Glasbausteine und Fensterfront
Beschreibung
Austausch Glasbausteine Südseite - Uw-1.3
Ersatz komplette Holzfensterkonstruktion auf der Nordseite- mit Uw 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
Dickglas mit Holzrahmen, Einfachverglasung - Ersatz
komplette Holzfensterkonstruktion - 1.3
188,16
1,30
1,30
Glasbausteine - Austausch Glasbausteine - Uw-1.3
59,40
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 10 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 199.775
kWh/Jahr reduziert sich auf 180.561 kWh/Jahr um ca. 19.214 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 2.517 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 262 auf 239 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um
7.822 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
239
22.011 €/a
0
91
A
113
137
B
C
158
192
239 kWh/(m²a)
245
D
E
F
G
G
H
I
J
120 kWh/(m²a)
I17:I19 I19
D
E
F
26,43 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
185.670
19.214
2.517
10
74
50
Alle Kosten verstehen sich brutto.
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Falsterhalle
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Dämmung 16 cm WLG 035
Dach / oberste Decke:
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
Fenster:
Austausch Glasbausteine - Uw-1.3
Ersatz komplette Holzfensterkonstruktion - 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Massive Konstruktion - Dämmung 16 cm
WLG 035
575,76
0,19
0,24
1958-1968 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach) Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
780,02
0,18
0,20
1958-1968 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
115,03
0,16
0,24
Dickglas mit Holzrahmen, Einfachverglasung - Ersatz
komplette Holzfensterkonstruktion - 1.3
188,16
1,30
1,30
Glasbausteine - Austausch Glasbausteine - Uw-1.3
59,40
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf
des Gebäudes um 58 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil
reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 199.775
kWh/Jahr reduziert sich auf 83.429
kWh/Jahr um ca. 116.346 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 15.252 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und
Klimabedingungen bedeuten.
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Falsterhalle
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
122
9.310 €/a
0
91
A
113
122 kWh/(m²a)
137
C
B
158
192
245
D
E
F
G
G
H
I
J
120 kWh/(m²a)
F17:F19F19
D
E
F
11,18 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 262
auf 122 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 47.393 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
413.584
116.346
15.252
58
27
30-50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Falsterhalle
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - Dämmung Fassade
Var.3 - Glasbausteine + Fensterfront
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - Dämmung Fassade
Var.3 - Glasbausteine + Fensterfront
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - Dämmung Fassade
Var.3 - Glasbausteine + Fensterfront
Var.4 - Zusammenfassung
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Falsterhalle
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
1,00
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
Verhältnis
Hs/Hi *
Arbeitspreis
Cent/kWh
19,20
13,10
Grundpreis
Euro/Jahr
50
SO2Emissionen
g/kWh
1,111
0,690
NOxEmissionen
g/kWh
0,583
0,058
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
19,2
13,1
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
Primärenergiefaktor
2,6
1,3
CO2Emissionen
g/kWh
633
407
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Falsterhalle
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Falsterhalle
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
17
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 7
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 8
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 9
5.
Maßnahmen ........................................................................................................................... 10
5.1
Fenster und Türen Altbau .......................................................................................... 10
5.2
Dach Altbau ................................................................................................................. 11
5.3
Dämmung Fassade Altbau......................................................................................... 12
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 13
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 15
7.
Anhang ................................................................................................................................... 16
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 16
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 16
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Poststraße 3a
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Feuerwehren und Garagengebäude
1965
Beheiztes Volumen Ve:
5.048 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV:
1.615 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
18,5 °C,
0,65 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 19.750 kWh
für Erdgas verbraucht.
Bei einem Preis von 10 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe von
ca. 1.973 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1958-1968 - Holzkonstruktion (insb. Steildach)
76,18
1,40
0,24
Flachdach Anbau 2008
493,14
0,23
0,20
1958-1968 - Holzbalkendecke
183,98
0,80
0,24
Rolltor
84,00
2,70
2,00
Tür
6,09
3,50
2,00
1969-1978 - Massive Konstruktion
315,97
1,00
0,24
Anbau Garage 2008
342,95
0,30
0,24
1969-1978 - Massive Konstruktion
144,67
1,00
0,30
ab 1995 - Alufenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
3,03
1,90
1,40
ab 1995 - Alufenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
9,69
1,90
1,30
bis 1994 - Holzfenster - 2-ScheibenIsolierverglasung
1,08
2,70
1,40
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
9,89
3,00
1,30
Oberlicht
13,50
2,50
1,40
1958-1968 - Massive Konstruktion
299,37
1,00
0,30
Boden Anbau 2008
506,64
0,32
0,30
Bauteil
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Zentralheizung mit Nah- oder Fernwärme (Heizwerk, fossil)
Zentrale Warmwasserbereitung über Heizungsanlage
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Poststraße 3a
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
632 m²
Nettogrundfläche
Hauptnutzung
7760 - Feuerwehren
181 m²
Sonderzone 1
7600 - Garagengebäude
451 m²
IST-Zustand
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
107
84
0
107 kWh/(m²a)
117
B
A
148
C
169
D
196
340
Kosten
E17:E19E19
D
E
F
G
10,61 €/(m²a)
kWh/(m²a)
E
F
G
H
I
J
156 kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
14
2.208 €/a
10
0
14 kWh/(m²a)
15
B
A
19
C
30
D
41
73
E25:E27E27
D
E
F
G
3,49 €/(m²a)
kWh/(m²a)
E
F
G
H
I
J
20 kWh/(m²a)
Wasser
Verbrauch
(Januar 2012 - Dezember 2012)
6.708 €/a
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
112
188 €/a
0
106
A
E33:E35E35
Einsparpotenzial
D
112 l/(m²a)
181
B
E
290
C
F
396
D
G
511
E
451 l/(m²a)
H
879
F
G
I
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
0,30 €/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
600 €/a
5.600 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
22 t/a
≙ 100 %
- 2 t/a
≙ 08 %
- 14 t/a
≙ 62 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Erdgas H":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf Treibhausgas-äquivalent-Werten, welche die gesamte vorgelagerte Produktionskette
berücksichtigen.
31. Oktober 2013
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Maßnahmen
5.1 Fenster und Türen Altbau
Beschreibung
Austausch der Türen im Altbau durch EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3 und
Austausch der Fenster im Altbau mit Uw 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
Tür - EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
6,09
1,30
2,00
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
9,89
1,30
1,30
Bauteil
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 1 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 103.875 kWh/Jahr reduziert sich
auf 102.659 kWh/Jahr um ca. 1.216 kWh/Jahr. Dies würde eine Energiekosteneinsparung
von rd. 159 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
105
6.549 €/a
0
84
A
105 kWh/(m²a)
117
B
148
C
169
D
196
340
E
F
G
H
I
J
156 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
G
10,36 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 107
auf 105 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 495 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
13.508
1.216
159
1
85
30-50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
5.2 Dach Altbau
Beschreibung
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
Steildach-Dämmung, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Holzkonstruktion (insb. Steildach) - Steildach-Dämmung, 20cm, WLG 040
76,18
0,18
0,24
1958-1968 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
183,98
0,16
0,24
Bauteil
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 8 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 103.875
kWh/Jahr reduziert sich auf 95.499 kWh/Jahr um ca. 8.376 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 1.098 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
94
5.613 €/a
0
84
A
94 kWh/(m²a)
117
B
148
C
169
D
196
340
E
F
G
H
I
J
156 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
G
8,88 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 107
auf 94 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 3.413 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
17.797
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
8.376
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
1.098
[%]
8
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
16
[Jahre]
30
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
5.3 Dämmung Fassade Altbau
Beschreibung
Kerndämmung, 5cm WLG 035
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1969-1978 - Massive Konstruktion - Kerndämmung, 5cm
WLG 035
315,97
0,41
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 8 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 103.875
kWh/Jahr reduziert sich auf 95.572 kWh/Jahr um ca. 8.303 kWh/Jahr. Dies
würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 1.089 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 107 auf 94 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen
werden um 3.383 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
94
5.622 €/a
0
84
A
94 kWh/(m²a)
117
B
148
C
169
D
196
340
E
F
G
H
I
J
156 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
G
8,89 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
11.957
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
8.302
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
1.089
[%]
8
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
11
[Jahre]
30
Alle Kosten verstehen sich brutto.
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Dach / oberste Decke:
Fenster:
EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
Kerndämmung, 5cm WLG 035
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
Steildach-Dämmung, 20cm, WLG 040
Austausch Kunststofffenster - 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Holzkonstruktion (insb. Steildach) - Steildach-Dämmung, 20cm, WLG 040
76,18
0,18
0,24
1958-1968 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
183,98
0,16
0,24
6,09
1,30
2,00
315,97
0,41
0,24
9,89
1,30
1,30
Bauteil
Tür - EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
1969-1978 - Massive Konstruktion - Kerndämmung, 5cm
WLG 035
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser
Variante vorgeschlagene/n
Maßnahme/n reduziert sich
der Endenergiebedarf des
Gebäudes um 17 %. Der
Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich
gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte
Endenergiebedarf von rund
103.875 kWh/Jahr reduziert
sich auf 86.051 kWh/Jahr um
ca. 17.824 kWh/Jahr. Dies
würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 2.337 € p.a
bei gleichem Nutzerverhalten
und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 107
auf 79 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 7.264 kgCO2/Jahr reduziert.
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
79
4.377 €/a
0
79 kWh/(m²a)
84
A
117
B
148
C
169
D
196
340
E
F
G
H
I
J
156 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
G
6,93 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
43.262
17.824
2.337
17
18,5
30-50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - Fenster + Türen Altbau
Var.2 - Dach Albau
Var.3 - Dämmung Fassade Altbau
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - Fenster + Türen Altbau
Var.2 - Dach Albau
Var.3 - Dämmung Fassade Altbau
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - Fenster + Türen Altbau
Var.2 - Dach Albau
Var.3 - Dämmung Fassade Altbau
Var.4 - Zusammenfassung
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
1,00
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
Verhältnis
Hs/Hi *
Arbeitspreis
Cent/kWh
19,20
13,10
Grundpreis
Euro/Jahr
50
SO2Emissionen
g/kWh
1,111
0,690
NOxEmissionen
g/kWh
0,583
0,058
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
19,2
13,1
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
Primärenergiefaktor
2,6
1,3
CO2Emissionen
g/kWh
633
407
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
17
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Ahrensbök
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
18
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Freiwillige Feuerwehr Böbs
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Dachdämmung .............................................................................................................. 9
5.2
Außenwanddämmung ................................................................................................ 10
5.3
Heizungstausch........................................................................................................... 11
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 12
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 14
7.
Anhang ................................................................................................................................... 15
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 15
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 15
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Birkengrund 4
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Feuerwehren
1966
Beheiztes Volumen Ve: 441 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV: 141 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur: 15 °C,
Luftwechselrate:
0,40 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 10.506 kWh
für Strom verbraucht.
Bei einem Preis von 17,6 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 1.848 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1958-1968 - Holzbalkendecke
67,92
0,80
0,24
1979-1983 - Holzbalkendecke
78,92
0,40
0,24
Rolltor
10,89
3,50
2,00
Tür
1,90
3,50
2,00
1958-1968 - Massive Konstruktion
174,44
1,40
0,24
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
14,29
3,00
1,30
1958-1968 - Massive Konstruktion
146,84
1,00
0,30
Bauteil
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Elektro-Speicherheizung (Strom)
Elektro-Kleinspeicher (Strom)
Elektro-Durchlauferhitzer (Strom)
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Freiwillige Feuerwehr Böbs
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Birkengrund 4
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
116 m²
Nettogrundfläche
7760 - Feuerwehren
Hauptnutzung
IST-Zustand
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
116 m²
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
91
1.843 €/a
0
91 kWh/(m²a)
99
A
127
B
151
C
178
204
271
D17:D19D19
D
E
F
15,89 €/(m²a)
kWh/(m²a)
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
132
2.217 €/a
0
10
A
14
B
20
C
26
37
63
D
E
F
G
G
H
I
J
20 kWh/(m²a)
Wasser
J25:J27 J27
D
E
F
132 kWh/(m²a)
19,12 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
34
37 €/a
0
A
D33:D35D35
Einsparpotenzial
34 l/(m²a)
92
D
151
B
E
288
C
F
419
D
G
560
E
516 l/(m²a)
H
840
F
G
I
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
0,32 €/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
2.000 €/a
2.900 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
16 t/a
≙ 100 %
- 9 t/a
≙ 54 %
- 12 t/a
≙ 76 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Strom":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf Treibhausgas-äquivalent-Werten, welche die gesamte vorgelagerte Produktionskette
berücksichtigen.
1. November 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
Maßnahmen
5.1 Dachdämmung
Beschreibung
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
67,92
0,16
0,24
1979-1983 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
78,92
0,13
0,24
Bauteil
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 9 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 12.793
kWh/Jahr reduziert sich auf 11.687 kWh/Jahr um ca. 1.106 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 212 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten
und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
82
1.631 €/a
0
82 kWh/(m²a)
99
A
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
14,07 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 91
auf 82 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 700 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
5.874
1.106
212
8
28
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
5.2 Außenwanddämmung
Beschreibung
Kerndämmung 5cm WLG035
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Massive Konstruktion - Kerndämmung 5cm
WLG035
174,44
0,47
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 28 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 12.793 kWh/Jahr
reduziert sich auf 9.151 kWh/Jahr um ca. 3.642 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 699 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten
und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 91 auf 60 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 2.306 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
60
1.146 €/a
0
60 kWh/(m²a)
99
A
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
9,88 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
8.061
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
3.642
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
699
[%]
28
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
11,5
[Jahre]
30
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
5.3 Heizungstausch
Beschreibung
Austausch der Nachtspeicheröfen mit einer Wasserführenden Heizung mit Flüssiggastherme.
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
Bauteil
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
Keine bauliche Maßnahme.
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 10 %.
Der Wärmeverlust des Heizungssystems erhöht sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 12.793
kWh/Jahr erhöht sich auf 14.036 kWh/Jahr um ca. 1.243 kWh/Jahr.
Dies würde dennoch eine Energiekosteneinsparung von rd. 1.192 €
p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen würde der Energieverbrauchskennwert von 91 auf
102 kWh/m² und Jahr steigen. Die CO2-Emissionen werden um 4.198 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
102
654 €/a
0
99
A
102 kWh/(m²a)
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
5,64 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
7.500
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
-1.243
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
1.192
[%]
48
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
6,3
[Jahre]
20
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Dach / oberste Decke:
Kerndämmung 5cm WLG035
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
67,92
0,16
0,24
1979-1983 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
78,92
0,13
0,24
1958-1968 - Massive Konstruktion - Kerndämmung 5cm
WLG035
174,44
0,47
0,24
Bauteil
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n
Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 27 %. Der Wärmeverlust über das betroffene
Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund
12.793 kWh/Jahr reduziert sich auf 9.378 kWh/Jahr um ca.
3.415 kWh/Jahr. Dies würde eine Energiekosteneinsparung
von rd. 1.616 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und
Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 91 auf 62 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 5.447 kgCO2/Jahr
reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
62
231 €/a
0
62 kWh/(m²a)
99
A
127
B
151
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
1,99 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
21.434
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
3.415
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
1.616
[%]
64
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
13
[Jahre]
20 - 30
Alle Kosten verstehen sich brutto.
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - Außenwanddämmung
Var.3 - Heizungstausch
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - Außenwanddämmung
Var.3 - Heizungstausch
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - Außenwanddämmung
Var.3 - Heizungstausch
Var.4 - Zusammenfassung
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Flüssiggas
Strom
kg
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
12,80
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
13,95
Verhältnis
Hs/Hi *
1,09
Arbeitspreis
Cent/kWh
8,84
19,2
Grundpreis
Euro/Jahr
SO2Emissionen
g/kWh
0,110
1,111
NOxEmissionen
g/kWh
0,260
0,583
Flüssiggas
Strom
kWh
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
8,84
19,20
Flüssiggas
Strom
Primärenergiefaktor
1,1
2,6
CO2Emissionen
g/kWh
263
633
Einheit
50
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Böbs
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
17
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ........................................................................ 9
5.2
Dachdämmung ............................................................................................................ 10
5.3
Heizungstausch........................................................................................................... 11
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 11
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 13
7.
Anhang ................................................................................................................................... 14
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 14
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 14
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Dorfallee 32
23623 Cashagen
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Feuerwehren
1989
Beheiztes Volumen Ve:
604 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV: 193 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
19,5 °C,
0,60 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 19.376 kWh
für Strom verbraucht.
Bei einem Preis von 17,4 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 3.366 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Cashagen
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1979-1983 - Holzbalkendecke
172,66
0,40
0,24
Rolltor
14,08
3,00
2,00
Tür
2,21
3,50
2,00
183,12
0,60
0,24
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
8,95
3,00
1,30
Glasbausteine
1,89
1,93
1,30
172,66
0,80
0,30
1984-1994 - Massive Konstruktion
1979-1983 - Massive Konstruktion
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Elektro-Speicherheizung (Strom)
Elektro-Kleinspeicher (Strom)
Elektro-Durchlauferhitzer (Strom)
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Cashagen
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Cashagen, Dorfallee 32
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
148 m²
Nettogrundfläche
7760 - Feuerwehren
Hauptnutzung
IST-Zustand
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
148 m²
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
132
3.357 €/a
0
99
A
127
132 kWh/(m²a)
151
C
B
178
204
271
F17:F19F19
D
E
F
22,70 €/(m²a)
kWh/(m²a)
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
30
1.153 €/a
10
0
A
14
B
20
C
26
30 kWh/(m²a)
37
63
D
E
F
G
G
H
I
J
20 kWh/(m²a)
H25:H27H27
Wasser
D
E
F
7,79 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
256
97 €/a
0
92
A
F33:F35F35
Einsparpotenzial
D
151
B
E
256 l/(m²a)
288
C
F
419
D
G
560
E
516 l/(m²a)
H
840
F
G
I
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
0,65 €/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
1.300 €/a
3.200 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
15 t/a
≙ 100 %
- 3 t/a
≙ 23 %
- 10 t/a
≙ 66 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Strom":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf Treibhausgas-äquivalent-Werten, welche die gesamte vorgelagerte Produktionskette
berücksichtigen.
1. November 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Maßnahmen
5.1 Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Beschreibung
WDVS 20cm, auf Mauerwerk
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1984-1994 - Massive Konstruktion - WDVS 20cm, auf
Mauerwerk
183,12
0,15
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 21 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 19.143 kWh/Jahr
reduziert sich auf 15.171 kWh/Jahr um ca. 3.972 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 763 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten
und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 132 auf 105 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen
werden um 2.515 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
105
2.596 €/a
0
99
A
105 kWh/(m²a)
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
17,56 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
21.444
3.973
763
20
28
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Cashagen
5.2 Dachdämmung
Beschreibung
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1979-1983 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
172,66
0,13
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 9 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 19.143
kWh/Jahr reduziert sich auf 17.374 kWh/Jahr um ca. 1.769 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 340 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 132
auf 120 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 1.120 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
120
3.018 €/a
0
99
A
120 kWh/(m²a)
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
20,41 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
6.906
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
1.769
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
340
[%]
9
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
20
[Jahre]
30
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Cashagen
5.3 Heizungstausch
Beschreibung
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
Bauteil
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
Keine bauliche Maßnahme
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
erhöht sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 8 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 19.143
kWh/Jahr erhöht sich auf 20.711 kWh/Jahr um ca. 1.568 kWh/Jahr. Dies
würde dennoch eine Energiekosteneinsparung von rd. 1.796 € p.a bei
gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 132
auf 143 kWh/m² und Jahr steigen. Die CO2-Emissionen werden um 6.397 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
143
1.566 €/a
0
99
A
127
143 kWh/(m²a)
151
C
B
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
F17:F19F19
D
E
F
10,59 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
7.500
-1.568
1.796
48
4,2
20
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Außenwände:
Dach / oberste Decke:
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Cashagen
WDVS 20cm, auf Mauerwerk
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1979-1983 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
172,66
0,13
0,24
1984-1994 - Massive Konstruktion - WDVS 20cm, auf
Mauerwerk
183,12
0,15
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n
Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 21 %. Der Wärmeverlust über das betroffene
Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund
19.143 kWh/Jahr reduziert sich auf 15.133 kWh/Jahr um ca.
4.010 kWh/Jahr. Dies würde eine Energiekosteneinsparung
von rd. 2.304 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und
Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 132 auf 105 kWh/m² und Jahr
fallen. Die CO2-Emissionen werden um 7.896 kgCO2/Jahr
reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
105
1.059 €/a
0
99
A
105 kWh/(m²a)
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
7,16 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
35.851
4.010
2.304
62
16
20 - 30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - WDVS
Var.2 - Dachdämmung
Var.3 - Heizungstausch
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - WDVS
Var.2 - Dachdämmung
Var.3 - Heizungstausch
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - WDVS
Var.2 - Dachdämmung
Var.3 - Heizungstausch
Var.4 - Zusammenfassung
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Flüssiggas
Strom
kg
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
12,80
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
13,95
Verhältnis
Hs/Hi *
1,09
Arbeitspreis
Cent/kWh
8,84
19,2
Grundpreis
Euro/Jahr
SO2Emissionen
g/kWh
0,110
1,111
NOxEmissionen
g/kWh
0,260
0,583
Flüssiggas
Strom
kWh
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
8,84
19,20
Flüssiggas
Strom
Primärenergiefaktor
1,1
2,6
CO2Emissionen
g/kWh
263
633
Einheit
50
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Cashagen
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Cashagen
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ........................................................................ 9
5.2
Flachdachdämmung ................................................................................................... 10
5.3
Heizungstausch........................................................................................................... 11
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 12
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 13
7.
Anhang ................................................................................................................................... 14
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 14
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 14
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Am Schulberg 3
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Feuerwehren
1977
Beheiztes Volumen Ve:
374 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV: 120 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
17,5 °C,
0,50 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 17.583 kWh
für Strom verbraucht.
Bei einem Preis von 17,4 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 3.059 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1969-1978 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach)
105,42
0,60
0,20
Rolltor
10,20
3,00
2,00
Tür
7,26
3,50
2,00
114,55
0,80
0,24
ab 1995 - Kunststofffenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
3,98
1,90
1,30
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
12,74
3,00
1,30
1979-1983 - Massive Konstruktion
105,42
0,80
0,30
1979-1983 - Massive Konstruktion
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Elektro-Speicherheizung (Strom)
Elektro-Kleinspeicher (Strom)
Elektro-Durchlauferhitzer (Strom)
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Dunkelsdorf, Am Schulberg 3
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
124 m²
Nettogrundfläche
7760 - Feuerwehren
Hauptnutzung
IST-Zustand
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
124 m²
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
143
3.051 €/a
0
99
A
127
143 kWh/(m²a)
151
C
B
178
204
271
F17:F19F19
D
E
F
24,56 €/(m²a)
kWh/(m²a)
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
31
992 €/a
10
0
A
14
B
20
C
26
31 kWh/(m²a)
37
63
D
E
F
G
G
H
I
J
20 kWh/(m²a)
H25:H27H27
Wasser
D
E
F
7,99 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
626
119 €/a
0
92
A
I33:I35 I35
Einsparpotenzial
D
151
B
E
288
C
F
419
D
G
560
E
516 l/(m²a)
H
626 l/(m²a)
840
F
G
I
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
0,96 €/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
1.300 €/a
2.900 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
14 t/a
≙ 100 %
- 4 t/a
≙ 28 %
- 9 t/a
≙ 69 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Strom":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf Treibhausgas-äquivalent-Werten, welche die gesamte vorgelagerte Produktionskette
berücksichtigen.
15. August 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Maßnahmen
5.1 Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Beschreibung
Wärmedämmverbundsystem, 16cm
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1979-1983 - Massive Konstruktion - Wärmedämmverbundsystem, 16cm
114,55
0,19
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 21 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 16.827 kWh/Jahr
reduziert sich auf 13.340 kWh/Jahr um ca. 3.487 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 669 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten
und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 143 auf 114 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen
werden um 2.207 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
114
2.384 €/a
0
99
A
114 kWh/(m²a)
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
19,19 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
13.387
3.487
669
20
20
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
5.2 Flachdachdämmung
Beschreibung
Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1969-1978 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach) Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
105,42
0,15
0,20
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 14 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 16.827
kWh/Jahr reduziert sich auf 14.465 kWh/Jahr um ca. 2.362 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 454 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 143 auf 123 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2Emissionen werden um 1.495 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
123
2.598 €/a
0
99
A
123 kWh/(m²a)
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
20,92 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
15.813
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
2.362
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
454
[%]
14
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
35
[Jahre]
30
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
5.3 Heizungstausch
Beschreibung
Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
Bauteil
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
Keine bauliche Maßnahme
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 17 %.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 16.827
kWh/Jahr erhöht sich auf 19.747 kWh/Jahr um ca. 2.920 kWh/Jahr. Dies
würde dennoch eine Energiekosteneinsparung von rd. 1.437 € p.a bei
gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 143 auf 166 kWh/m² und Jahr steigen. Die CO2-Emissionen werden
um 5.184 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
166
1.618 €/a
0
99
A
127
151
B
C
166 kWh/(m²a)
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
G17:G19G19
D
E
F
13,02 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
7.500
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
-2.920
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
1.437
[%]
44
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
5,2
[Jahre]
20
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Dach / oberste Decke:
Wärmedämmverbundsystem, 16cm
Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1969-1978 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach) Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
105,42
0,15
0,20
1979-1983 - Massive Konstruktion - Wärmedämmverbundsystem, 16cm
114,55
0,19
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n
Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 18 %. Der Wärmeverlust über das betroffene
Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund
16.827 kWh/Jahr reduziert sich auf 13.742 kWh/Jahr um ca.
3.085 kWh/Jahr. Dies würde eine Energiekosteneinsparung
von rd. 1.987 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und
Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 143 auf 118 kWh/m² und Jahr
fallen. Die CO2-Emissionen werden um 6.807 kgCO2/Jahr
reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
118
1.069 €/a
0
99
A
118 kWh/(m²a)
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
8,61 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
36.700
3.085
1.987
61
19
20 - 30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - WDVS
Var.2 - Flachdachdämmung
Var.3 - Heizungstausch
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - WDVS
Var.2 - Flachdachdämmung
Var.3 - Heizungstausch
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - WDVS
Var.2 - Flachdachdämmung
Var.3 - Heizungstausch
Var.4 - Zusammenfassung
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Flüssiggas
Strom
kg
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
12,80
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
13,95
Verhältnis
Hs/Hi *
1,09
Arbeitspreis
Cent/kWh
8,84
19,2
Grundpreis
Euro/Jahr
SO2Emissionen
g/kWh
0,110
1,111
NOxEmissionen
g/kWh
0,260
0,583
Flüssiggas
Strom
kWh
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
8,84
19,20
Flüssiggas
Strom
Primärenergiefaktor
1,1
2,6
CO2Emissionen
g/kWh
263
633
Einheit
50
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Dunkelsdorf
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Fassadendämmung ...................................................................................................... 9
5.2
Dachdämmung ............................................................................................................ 10
5.3
Zusammenfassung ..................................................................................................... 11
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 12
7.
Anhang ................................................................................................................................... 13
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 13
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 13
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Rosenstraße 6
23623 Gießelrade
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Feuerwehren
1975
Beheiztes Volumen Ve:
374 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV: 120 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
15 °C,
0,35 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 12.930 kWh
für Flüssiggas verbraucht.
Bei einem Preis von 16,5 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 2.131 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1969-1978 - Holzbalkendecke
116,96
0,60
0,24
Rolltor
10,17
3,00
2,00
Tür
2,12
3,50
2,00
1969-1978 - Massive Konstruktion
175,95
1,00
0,24
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
16,32
3,00
1,30
1958-1968 - Massive Konstruktion
116,96
1,00
0,30
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Zentralheizung mit NT-Kessel (Flüssiggas)
Zentrale Warmwasserbereitung über Heizungsanlage
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Gießelrade, Rosenstraße 6
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
103 m²
Nettogrundfläche
7760 - Feuerwehren
Hauptnutzung
IST-Zustand
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
103 m²
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
126
2.125 €/a
99
0
126 kWh/(m²a)
127
B
A
151
C
178
204
271
E17:E19E19
D
E
F
20,55 €/(m²a)
kWh/(m²a)
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
11
345 €/a
10
0
11 kWh/(m²a)
14
B
A
20
C
26
37
63
D
E
F
G
G
H
I
J
20 kWh/(m²a)
Wasser
E25:E27E27
D
E
F
3,34 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
29
40 €/a
0
A
D33:D35D35
Einsparpotenzial
29 l/(m²a)
92
D
151
B
E
288
C
F
419
D
G
560
E
516 l/(m²a)
H
840
F
G
I
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
0,38 €/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
200 €/a
1.500 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
4 t/a
≙ 100 %
- 0 t/a
≙ 08 %
- 3 t/a
≙ 60 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Flüssiggas":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf Treibhausgas-äquivalent-Werten, welche die gesamte vorgelagerte Produktionskette
berücksichtigen.
15. August 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Maßnahmen
5.1 Fassadendämmung
Beschreibung
Kerndämmung, 4cm WLG 035
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1969-1978 - Massive Konstruktion - Kerndämmung, 4cm
WLG 035
175,95
0,47
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 20 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 18.628 kWh/Jahr
reduziert sich auf 14.968 kWh/Jahr um ca. 3.660 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 334 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und
Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 126 auf 90 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 985 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
90
1.792 €/a
0
90 kWh/(m²a)
99
A
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
17,33 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
7.160
3.660
334
19
21
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
5.2 Dachdämmung
Beschreibung
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1969-1978 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
116,96
0,15
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 9 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 18.628
kWh/Jahr reduziert sich auf 17.002 kWh/Jahr um ca. 1.626 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 148 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 126
auf 110 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 437 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
110
1.978 €/a
0
99
A
110 kWh/(m²a)
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
E
F
19,12 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
4.678
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
1.626
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
148
[%]
9
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
32
[Jahre]
30
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
5.3 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Dach / oberste Decke:
Kerndämmung, 4cm WLG 035
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1969-1978 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
116,96
0,15
0,24
1969-1978 - Massive Konstruktion - Kerndämmung, 4cm
WLG 035
175,95
0,47
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n
Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 29 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund
18.628 kWh/Jahr reduziert sich auf 13.286 kWh/Jahr um ca.
5.342 kWh/Jahr. Dies würde eine Energiekosteneinsparung
von rd. 487 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 126 auf 74 kWh/m² und Jahr fallen.
Die CO2-Emissionen werden um 1.439 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
74
1.640 €/a
0
74 kWh/(m²a)
99
A
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
15,85 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
11.838
5.342
487
28
24
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - Kerndämmung
Var.2 - Dachdämmung
Var.3 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - Kerndämmung
Var.2 - Dachdämmung
Var.3 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - Kerndämmung
Var.2 - Dachdämmung
Var.3 - Zusammenfassung
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Flüssiggas
Strom
kg
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
12,80
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
13,95
Verhältnis
Hs/Hi *
1,09
Arbeitspreis
Cent/kWh
113,2
19,2
Grundpreis
Euro/Jahr
SO2Emissionen
g/kWh
0,110
1,111
NOxEmissionen
g/kWh
0,260
0,583
Flüssiggas
Strom
kWh
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
8,84
19,20
Flüssiggas
Strom
Primärenergiefaktor
1,1
2,6
CO2Emissionen
g/kWh
263
633
Einheit
50
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gießelrade
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Fenstersanierung .......................................................................................................... 9
5.2
Fassadendämmung .................................................................................................... 10
5.3
Dachdämmung ............................................................................................................ 11
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 12
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 13
7.
Anhang ................................................................................................................................... 14
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 14
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 14
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Gnissaustraße
23623 Gnissau
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Feuerwehren
1940
Beheiztes Volumen Ve:
222 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV: 347 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
15 °C,
0,20 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 11.278 kWh
für Strom verbraucht.
Bei einem Preis von 17,7 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 1.997 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gnissau
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1958-1968 - Holzbalkendecke
216,84
0,80
0,24
Rolltor
24,56
3,00
2,00
Tür
2,21
3,50
2,00
1958-1968 - Massive Konstruktion
202,83
1,40
0,24
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
23,00
3,00
1,30
1958-1968 - Massive Konstruktion
216,84
1,00
0,30
1958-1968 - Holzbalkendecke
216,84
0,80
0,24
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Elektro-Speicherheizung (Strom)
Elektro-Kleinspeicher (Strom)
Elektro-Durchlauferhitzer (Strom)
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gnissau
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Gnissau, Gnissanastr. 1
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
186 m²
Nettogrundfläche
7760 - Feuerwehren
Hauptnutzung
IST-Zustand
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
186 m²
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
61
1.991 €/a
0
61 kWh/(m²a)
99
A
127
B
151
C
178
204
271
D17:D19D19
D
E
F
10,72 €/(m²a)
kWh/(m²a)
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
27
1.295 €/a
10
0
A
14
B
20
C
26
27 kWh/(m²a)
37
63
D
E
F
G
G
H
I
J
20 kWh/(m²a)
H25:H27H27
Wasser
D
E
F
6,97 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
413
195 €/a
0
92
A
G33:G35G35
Einsparpotenzial
D
151
B
E
288
C
F
413 l/(m²a)
419
D
G
560
E
516 l/(m²a)
H
840
F
G
I
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
1,05 €/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
800 €/a
1.700 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
10 t/a
≙ 100 %
- 2 t/a
≙ 17 %
- 4 t/a
≙ 38 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Strom":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf Treibhausgas-äquivalent-Werten, welche die gesamte vorgelagerte Produktionskette
berücksichtigen.
5. August 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Maßnahmen
5.1 Fenstersanierung
Beschreibung
Austausch Kunststofffenster - 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
23,00
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 3 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 17.643
kWh/Jahr reduziert sich auf 17.067 kWh/Jahr um ca. 576 kWh/Jahr. Dies
würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 110 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und
Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
58
1.882 €/a
0
58 kWh/(m²a)
99
A
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
10,13 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 61
auf 58 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 364 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
17.250
575
110
3
157
50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gnissau
5.2 Fassadendämmung
Beschreibung
Kerndämmung 5cm WLG035
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Massive Konstruktion - Kerndämmung 5cm
WLG035
202,83
0,47
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 24 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 17.643 kWh/Jahr
reduziert sich auf 13.333 kWh/Jahr um ca. 4.310 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 827 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten
und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 61 auf 38 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 2.728 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
38
1.167 €/a
0
38 kWh/(m²a)
99
A
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
6,28 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
10.104
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
4.309
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
827
[%]
24
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
12
[Jahre]
30
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gnissau
5.3 Dachdämmung
Beschreibung
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
216,84
0,16
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 14 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 17.643
kWh/Jahr reduziert sich auf 15.161 kWh/Jahr um ca. 2.482 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 476 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 61 auf 48 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen
werden um 1.571 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
48
1.517 €/a
0
48 kWh/(m²a)
99
A
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
8,16 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
8.673
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
2.482
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
476
[%]
14
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
18
[Jahre]
30
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gnissau
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Dach / oberste Decke:
Fenster:
Kerndämmung 5cm WLG035
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
Austausch Kunststofffenster - 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
216,84
0,16
0,24
1958-1968 - Massive Konstruktion - Kerndämmung 5cm
WLG035
202,83
0,47
0,24
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
23,00
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 44 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 17.643
kWh/Jahr reduziert sich auf 9.896 kWh/Jahr um ca. 7.747 kWh/Jahr. Dies
würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 1.487 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 61
auf 19 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 4.903 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
19
508 €/a
0
19 kWh/(m²a)
99
A
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
2,74 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
36.027
7.746
1.487
43
24
30-50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - Fensteraustausch
Var.2 - Kerndämmung
Var.3 - Dachdämmung
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - Fensteraustausch
Var.2 - Kerndämmung
Var.3 - Dachdämmung
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - Fensteraustausch
Var.2 - Kerndämmung
Var.3 - Dachdämmung
Var.4 - Zusammenfassung
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Strom
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
Verhältnis
Hs/Hi *
Arbeitspreis
Cent/kWh
19,20
Grundpreis
Euro/Jahr
50
SO2Emissionen
g/kWh
1,111
NOxEmissionen
g/kWh
0,583
Strom
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
19,2
Strom
Primärenergiefaktor
2,6
CO2Emissionen
g/kWh
633
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gnissau
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Gnissau
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Fassadendämmung ...................................................................................................... 9
5.2
Dachdämmung ............................................................................................................ 10
5.3
Fenstersanierung ........................................................................................................ 11
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 12
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 14
7.
Anhang ................................................................................................................................... 15
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 15
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 15
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Tankenrade 3
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Feuerwehren
1992
Beheiztes Volumen Ve:
475 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV:
152 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
16,5 C
0,40 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 12.155 kWh
für Flüssiggas verbraucht.
Bei einem Preis von 10,3 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 1.255 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1979-1983 - Holzbalkendecke
148,88
0,40
0,24
Rolltor
14,04
3,00
2,00
Tür
2,21
3,50
2,00
1969-1978 - Massive Konstruktion
210,74
1,00
0,24
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
10,64
3,00
1,30
1969-1978 - Massive Konstruktion
148,88
1,00
0,30
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Zentralheizung mit NT-Kessel (Flüssiggas)
Zentrale Warmwasserbereitung über Heizungsanlage
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Tankenrade 3
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
136 m²
Nettogrundfläche
7760 - Feuerwehren
Hauptnutzung
IST-Zustand
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
136 m²
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
90
1.251 €/a
0
90 kWh/(m²a)
99
A
127
B
151
C
178
204
271
D17:D19D19
D
E
F
9,23 €/(m²a)
kWh/(m²a)
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
16
573 €/a
10
0
A
14
16 kWh/(m²a)
20
C
B
26
37
63
D
E
F
G
G
H
I
J
20 kWh/(m²a)
Wasser
F25:F27F27
D
E
F
4,23 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
66
49 €/a
0
A
D33:D35D35
Einsparpotenzial
66 l/(m²a)
92
D
151
B
E
288
C
F
419
D
G
560
E
516 l/(m²a)
H
840
F
G
I
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
0,36 €/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
100 €/a
1.000 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
5 t/a
≙ 100 %
- 0 t/a
≙ 07 %
- 2 t/a
≙ 52 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Flüssiggas":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf Treibhausgas-äquivalent-Werten, welche die gesamte vorgelagerte Produktionskette
berücksichtigen.
15. August 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Maßnahmen
5.1 Fassadendämmung
Beschreibung
Kerndämmung, 4cm WLG 035
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1969-1978 - Massive Konstruktion - Kerndämmung, 4cm
WLG 035
210,74
0,47
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 21 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 25.481 kWh/Jahr
reduziert sich auf 20.122 kWh/Jahr um ca. 5.359 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 488 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten
und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 90 auf 50 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 1.439 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
50
765 €/a
0
50 kWh/(m²a)
99
A
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
5,64 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
8.317
5.359
488
21
17
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
5.2 Dachdämmung
Beschreibung
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1979-1983 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
148,88
0,13
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 6 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 25.481
kWh/Jahr reduziert sich auf 23.990 kWh/Jahr um ca. 1.491 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 136 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 90
auf 79 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 400 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
79
1.116 €/a
0
79 kWh/(m²a)
99
A
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
8,23 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
5.955
1.491
136
6
44
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
5.3 Fenstersanierung
Beschreibung
Austausch Kunststofffenster - 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
10,64
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 3 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 25.481
kWh/Jahr reduziert sich auf 24.839 kWh/Jahr um ca. 642 kWh/Jahr. Dies
würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 58 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 90
auf 86 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 171 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
86
1.194 €/a
0
86 kWh/(m²a)
99
A
127
151
B
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
8,80 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
7.979
642
58
2
138
50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Dach / oberste Decke:
Fenster:
Kerndämmung, 4cm WLG 035
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
Austausch Kunststofffenster - 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1979-1983 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
148,88
0,13
0,24
1969-1978 - Massive Konstruktion - Kerndämmung, 4cm
WLG 035
210,74
0,47
0,24
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
10,64
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich
der Endenergiebedarf des Gebäudes um
30 %. Der Wärmeverlust über das betroffene
Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 25.481 kWh/Jahr reduziert sich
auf 17.855 kWh/Jahr um ca. 7.626 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung
von rd. 694 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen
könnte der Energieverbrauchskennwert von
90 auf 34 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2Emissionen werden um 2.047 kgCO2/Jahr
reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
IST-Zustand
Effizienzklasse
effizient

effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
34
559 €/a
34 kWh/(m²a)
99
0
A
127
B
151
C
178
204
271
D
E
F
G
G
H
I
J
145 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
4,13 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
22.252
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
7.626
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
694
[%]
29
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
32
[Jahre]
30-50
Alle Kosten verstehen sich brutto.
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - Kerndämmung
Var.2 - Dachdämmung
Var.3 - Fensteraustausch
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - Kerndämmung
Var.2 - Dachdämmung
Var.3 - Fensteraustausch
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - Kerndämmung
Var.2 - Dachdämmung
Var.3 - Fensteraustausch
Var.4 - Zusammenfassung
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Flüssiggas
Strom
kg
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
12,80
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
13,95
Verhältnis
Hs/Hi *
1,09
Arbeitspreis
Cent/kWh
8,84
19,2
Grundpreis
Euro/Jahr
SO2Emissionen
g/kWh
0,110
1,111
NOxEmissionen
g/kWh
0,260
0,583
Flüssiggas
Strom
kWh
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
8,84
19,20
Flüssiggas
Strom
Primärenergiefaktor
1,1
2,6
CO2Emissionen
g/kWh
263
633
Einheit
50
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Freiwillige Feuerwehr Tankenrade
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
17
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Gemeinschaftsschule, Anbau 2002
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Anbau 2002
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 10
7.
Anhang ................................................................................................................................... 11
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 11
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 11
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Anbau 2002
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Anbau 2002
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Gartenweg
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Gesamtschulen
2002
Beheiztes Volumen Ve:
2.266 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV:
725 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
19 °C,
0,55 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 71.120 kWh
für Nahwärme ohne KWK verbraucht.
Bei einem Preis von 13 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe von
ca. 9.246 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Anbau 2002
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
ab 1995 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach)
423,00
0,30
0,24
ab 1995 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach)
279,50
0,30
0,20
Tür
31,81
3,50
2,00
ab 1995 - Massive Konstruktion
177,51
0,50
0,24
Sandwichelement 0,35
79,25
0,35
0,24
ab 1995 - Alufenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
83,40
1,90
1,30
ab 1995 - Massive Konstruktion
668,40
0,60
0,30
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Zentralheizung mit Nah- oder Fernwärme (Heizwerk, fossil)
Zentrale Warmwasserbereitung über Heizungsanlage
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Anbau 2002
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Anbau 2002
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Erweiterungsbau 2002
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Gartenweg
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
602 m²
Nettogrundfläche
4150 - Gesamtschulen
Hauptnutzung
IST-Zustand
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
602 m²
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
119
9.220 €/a
0
70
A
84
B
97
C
113
D
119 kWh/(m²a)
142
195
H17:H19H19
D
E
F
G
15,32 €/(m²a)
kWh/(m²a)
E
F
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
6
903 €/a
6 kWh/(m²a)
9
0
A
D25:D27D27
Wasser
10
B
10 kWh/(m²a)
D
E
14
16
20
33
1,50 €/(m²a)
kWh/(m²a)
C
D
E
F
G
F
G
H
I
J
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
297
303 €/a
0
57
A
J33:J35 J35
Einsparpotenzial
D
81
B
E
110
C
F
119
D
G
161
E
H
245
F
163 l/(m²a)
I
0,50 €/(m²a)
G
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
297 l/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
3.500 €/a
7.000 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
25 t/a
≙ 100 %
- 8 t/a
≙ 32 %
- 17 t/a
≙ 66 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Nahwärme ohne KWK":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf einer Nahwärmeversorgung durch ein Erdgas-BHKW + Erdgas Spitzenlastkessel. Sie dienen
lediglich der Veranschaulichung.
4. November 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Anbau 2002
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Anbau 2002
Maßnahmen
Das Gebäude wurde im Jahr 2002 unter dem Einfluss der Energieeinsparverordnung 2002
erbaut. Bauliche Maßnahmen oder Anpassung der Anlagentechnik sind aufgrund des geringen Alters des Gebäudes noch nicht sinnvoll. Erste energetische Maßnahmen sind nach
einer Nutzungsdauer von 20 Jahren zu lokalisieren.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Anbau 2002
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Anbau 2002
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
1,00
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
Verhältnis
Hs/Hi *
Arbeitspreis
Cent/kWh
19,20
13,10
Grundpreis
Euro/Jahr
50
SO2Emissionen
g/kWh
1,111
0,690
NOxEmissionen
g/kWh
0,583
0,058
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
19,2
13,1
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
Primärenergiefaktor
2,6
1,3
CO2Emissionen
g/kWh
633
407
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Anbau 2002
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Anbau 2002
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Fassadendämmung ...................................................................................................... 9
5.2
Dachdämmung ............................................................................................................ 10
5.3
Sanierung Fenster und Türen .................................................................................... 11
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 12
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 14
7.
Anhang ................................................................................................................................... 15
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 15
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 15
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Gartenweg
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Gesamtschulen
1973
Beheiztes Volumen Ve:
11.656 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV:
3.730 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
18 °C,
0,45 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 394.740 kWh
für Nahwärme ohne KWK verbraucht.
Bei einem Preis von 13 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe von
ca. 51.316 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1969-1978 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach)
3252,33
0,60
0,20
1979-1983 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach)
438,88
0,50
0,20
Tür
34,87
3,50
2,00
1969-1978 - Massive Konstruktion
1079,03
1,00
0,24
1979-1983 - Massive Konstruktion
117,70
0,80
0,24
ab 1984 bis 1994 - Alufenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
578,16
3,20
1,30
Lichtkuppel
20,52
2,50
1,30
1969-1978 - Massive Konstruktion
1301,09
1,00
0,30
1969-1978 - Massive Decke
957,95
1,00
0,30
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Zentralheizung mit Nah- oder Fernwärme (Heizwerk, fossil)
Zentrale Warmwasserbereitung über Heizungsanlage
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Gemeinschaftsschule
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Gartenweg
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
Nettogrundfläche
4150 - Gesamtschulen
Hauptnutzung
IST-Zustand
3.340 m²
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
3.340 m²
119
0
70
A
84
B
97
C
113
D
119 kWh/(m²a)
142
195
Kosten
H17:H19H19
D
E
F
G
15,32 €/(m²a)
kWh/(m²a)
E
F
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
31
24.708 €/a
9
0
A
Wasser
Verbrauch
(Januar 2012 - Dezember 2012)
51.176 €/a
Strom
Kennwerte für

ineffizient
I25:I27 I27
10
B
10 kWh/(m²a)
D
E
14
16
20
31 kWh/(m²a)
33
7,40 €/(m²a)
kWh/(m²a)
C
D
E
F
G
F
G
H
I
J
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
298
1.685 €/a
0
57
A
J33:J35 J35
Einsparpotenzial
D
81
B
E
110
C
F
119
D
G
161
E
H
245
F
163 l/(m²a)
I
0,50 €/(m²a)
G
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
298 l/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
36.700 €/a
58.800 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
193 t/a
≙ 100 %
- 91 t/a
≙ 47 %
- 146 t/a
≙ 76 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Nahwärme ohne KWK":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf einer Nahwärmeversorgung durch ein Erdgas-BHKW + Erdgas Spitzenlastkessel. Sie dienen
lediglich der Veranschaulichung.
4. November 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
Maßnahmen
5.1 Fassadendämmung
Beschreibung
Kerndämmung, 4cm WLG 035
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1969-1978 - Massive Konstruktion - Kerndämmung, 4cm
WLG 035
1079,03
0,47
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 8 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 406.471
kWh/Jahr reduziert sich auf 374.580 kWh/Jahr um ca. 31.891 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 4.180 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
109
47.007 €/a
0
70
A
84
B
97
C
109 kWh/(m²a)
113
D
142
195
E
F
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
G17:G19G19
D
E
F
G
14,07 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 119
auf 109 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 12.989 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
63.342
31.891
4.180
8
15
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
5.2 Dachdämmung
Beschreibung
Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1969-1978 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach) Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
3252,33
0,15
0,20
1979-1983 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach) Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
438,88
0,14
0,20
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 20 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 406.471
kWh/Jahr reduziert sich auf 323.162 kWh/Jahr um ca. 83.309 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 10.920 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 119 auf 94 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 33.930 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
94
40.286 €/a
0
70
A
84
B
94 kWh/(m²a)
97
C
113
D
142
195
E
F
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
F17:F19F19
D
E
F
G
12,06 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
482.525
83.309
10.920
20
44
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
5.3 Sanierung Fenster und Türen
Beschreibung
EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
Austausch Alufenster 1,3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
Tür - EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
34,87
1,30
2,00
ab 1984 bis 1994 - Alufenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung - Austausch Alufenster 1,3
578,16
1,30
1,30
Bauteil
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf
des Gebäudes um 17 %. Der Wärmeverlust über das
betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von
rund 406.471 kWh/Jahr reduziert sich auf 337.568
kWh/Jahr um ca. 68.903 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 9.033 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der
Energieverbrauchskennwert von 119 auf 98 kWh/m² und
Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 28.068
kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
98
42.168 €/a
0
70
A
84
B
97
C
98 kWh/(m²a)
113
D
142
195
E
F
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
G17:G19G19
D
E
F
G
12,62 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
468.495
68.903
9.033
17
52
30-50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Dach / oberste Decke:
Fenster:
EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
Kerndämmung, 4cm WLG 035
Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
Austausch Alufenster 1,3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1969-1978 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach) Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
3252,33
0,15
0,20
1979-1983 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach) Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
438,88
0,14
0,20
Tür - EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
34,87
1,30
2,00
1969-1978 - Massive Konstruktion - Kerndämmung, 4cm
WLG 035
1079,03
0,47
0,24
1979-1983 - Massive Konstruktion - Kerndämmung, 4cm
WLG 035
117,70
0,42
0,24
ab 1984 bis 1994 - Alufenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung - Austausch Alufenster 1,3
578,16
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante
vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert
sich der Endenergiebedarf des Gebäudes
um 45 %. Der Wärmeverlust über das
betroffene Bauteil reduziert sich gemäß
nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 406.471 kWh/Jahr
reduziert sich auf 225.356 kWh/Jahr um
ca. 181.115 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 23.745
€ p.a bei gleichem Nutzerverhalten und
Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen
könnte der Energieverbrauchskennwert
von 119 auf 64 kWh/m² und Jahr fallen.
Die CO2-Emissionen werden um 73.783
kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
64
27.496 €/a
0
64 kWh/(m²a)
70
A
84
B
97
C
113
D
142
195
E
F
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
E
F
G
8,23 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
1.014.361
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
181.115
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
23.745
[%]
44
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
43
[Jahre]
30-50
Alle Kosten verstehen sich brutto.
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - Kerndämmung
Var.2 - Dachdämmung
Var.3 - Fenster +Türen
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - Kerndämmung
Var.2 - Dachdämmung
Var.3 - Fenster +Türen
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - Kerndämmung
Var.2 - Dachdämmung
Var.3 - Fenster +Türen
Var.4 - Zusammenfassung
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
1,00
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
Verhältnis
Hs/Hi *
Arbeitspreis
Cent/kWh
19,20
13,10
Grundpreis
Euro/Jahr
50
SO2Emissionen
g/kWh
1,111
0,690
NOxEmissionen
g/kWh
0,583
0,058
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
19,2
13,1
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
Primärenergiefaktor
2,6
1,3
CO2Emissionen
g/kWh
633
407
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Altbau + 1. Erweiterung
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
17
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Gemeinschaftsschule, ehem. Hausmeisterwohnung
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Dachdämmung .............................................................................................................. 9
5.2
Fassadendämmung .................................................................................................... 10
5.3
Fenstersanierung ........................................................................................................ 11
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 12
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 14
7.
Anhang ................................................................................................................................... 15
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 15
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 15
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Gartenweg 10
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Schulen
1973
Beheiztes Volumen Ve:
339 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV:
108 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
18 °C,
0,40 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 30.283 kWh
für Erdgas verbraucht.
Bei einem Preis von 6,1 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 1.851 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1969-1978 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach)
106,25
0,60
0,20
2,03
3,50
2,00
1969-1978 - Massive Konstruktion
129,94
1,00
0,24
ab 1984 bis 1994 - Alufenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
24,14
3,20
1,30
1969-1978 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach)
106,25
0,60
0,30
Tür
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Zentralheizung mit NT-Kessel (Erdgas E)
Zentrale Warmwasserbereitung über NT-Kessel (Erdgas E)
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
OGA ehm. Hausmeisterwohnung
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Gartenweg 10
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
106 m²
Nettogrundfläche
4000 - Schulen
Hauptnutzung
IST-Zustand
106 m²
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
288
0
84
A
104
B
123
145
C
171
217
Kosten
J17:J19 J19
D
E
F
288 kWh/(m²a)
17,45 €/(m²a)
kWh/(m²a)
D
E
F
G
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
33
902 €/a
8
0
A
Wasser
Verbrauch
(Januar 2012 - Dezember 2012)
1.846 €/a
Strom
Kennwerte für

ineffizient
J25:J27 J27
11
B
D
14
17
C
E
D
15 kWh/(m²a)
F
G
23
31
33 kWh/(m²a)
8,53 €/(m²a)
kWh/(m²a)
E
F
G
H
I
J
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
236
74 €/a
0
75
A
I33:I35 I35
Einsparpotenzial
D
112
B
E
140
C
F
178
D
G
227
E
219 l/(m²a)
H
236 l/(m²a)
324
F
G
I
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
0,70 €/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
1.800 €/a
2.500 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
10 t/a
≙ 100 %
- 7 t/a
≙ 68 %
- 8 t/a
≙ 86 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Erdgas H":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf Treibhausgas-äquivalent-Werten, welche die gesamte vorgelagerte Produktionskette
berücksichtigen.
4. November 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
Maßnahmen
5.1 Dachdämmung
Beschreibung
Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1969-1978 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach) Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
106,25
0,15
0,20
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 9 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 23.507
kWh/Jahr reduziert sich auf 21.322 kWh/Jahr um ca. 2.185 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 141 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
IST-Zustand
Effizienzklasse
effizient

effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
268
1.706 €/a
0
84
A
104
123
B
C
145
171
217
D
E
F
G
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
J17:J19 J19
D
E
F
268 kWh/(m²a)
16,12 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 288
auf 268 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 547 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
15.938
2.185
141
8
113
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
5.2 Fassadendämmung
Beschreibung
Kerndämmung, 4cm WLG 035
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1969-1978 - Massive Konstruktion - Kerndämmung, 4cm
WLG 035
129,94
0,47
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 17 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 23.507 kWh/Jahr
reduziert sich auf 19.538 kWh/Jahr um ca. 3.969 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 257 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten
und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 288 auf 251 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen
werden um 995 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
251
1.590 €/a
0
84
A
104
123
B
C
145
171
217
D
E
F
G
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
J17:J19 J19
D
E
F
251 kWh/(m²a)
15,03 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
5.464
3.969
257
15
21
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
5.3 Fenstersanierung
Beschreibung
Austausch Alufenster 1,3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
ab 1984 bis 1994 - Alufenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung - Austausch Alufenster 1,3
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
24,14
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 14 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 23.507
kWh/Jahr reduziert sich auf 20.291 kWh/Jahr um ca. 3.216 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 209 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 288 auf 258 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um
808 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
258
1.638 €/a
0
84
A
104
123
B
C
145
171
217
D
E
F
G
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
J17:J19 J19
D
E
F
258 kWh/(m²a)
15,48 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
18.102
3.216
209
12
87
50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Dach / oberste Decke:
Fenster:
Kerndämmung, 4cm WLG 035
Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
Austausch Alufenster 1,3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1969-1978 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach) Flachdach-Dämmung, 20cm, WLG 040
106,25
0,15
0,20
1969-1978 - Massive Konstruktion - Kerndämmung, 4cm
WLG 035
129,94
0,47
0,24
ab 1984 bis 1994 - Alufenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung - Austausch Alufenster 1,3
24,14
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich
der Endenergiebedarf des Gebäudes um 40
%. Der Wärmeverlust über das betroffene
Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 23.507 kWh/Jahr reduziert
sich auf 14.188 kWh/Jahr um ca. 9.319
kWh/Jahr. Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 606 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen
könnte der Energieverbrauchskennwert von
288 auf 200 kWh/m² und Jahr fallen. Die
CO2-Emissionen werden um 2.343
kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
200
1.242 €/a
0
84
A
104
B
123
C
145
171
200 kWh/(m²a)
217
D
E
F
G
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
I17:I19 I19
D
E
F
11,74 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
39.504
9.319
606
35
65
30-50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - Fassadendämmung
Var.3 - Fensteraustausch
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - Fassadendämmung
Var.3 - Fensteraustausch
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - Fassadendämmung
Var.3 - Fensteraustausch
Var.4 - Zusammenfassung
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Erdgas E
Strom
m³
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
10,42
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
11,57
Verhältnis
Hs/Hi *
1,11
Arbeitspreis
Cent/kWh
6,26
19,20
Grundpreis
Euro/Jahr
182
50
SO2Emissionen
g/kWh
0,157
1,111
NOxEmissionen
g/kWh
0,200
0,583
Erdgas E
Strom
m³
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
65,2
19,2
Erdgas E
Strom
Primärenergiefaktor
1,1
2,6
CO2Emissionen
g/kWh
244
633
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Hausmeisterwohnung
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
17
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ........................................................................ 9
5.2
Fenstersanierung ........................................................................................................ 10
5.3
Dachdämmung ............................................................................................................ 11
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 12
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 14
7.
Anhang ................................................................................................................................... 15
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 15
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 15
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Gartenweg
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Gesamtschulen
1996
Beheiztes Volumen Ve:
3.636 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV:
1.163 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
19,5 °C,
0,65 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 125.400 kWh
für Nahwärme ohne KWK verbraucht.
Bei einem Preis von 13,1 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 16.458 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
ab 1995 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach)
1024,47
0,30
0,24
Tür
25,00
3,50
2,00
ab 1995 - Massive Konstruktion
378,40
0,50
0,24
ab 1995 - Alufenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
88,14
1,90
1,40
Lichthof
6,00
1,90
1,40
Oberlicht
8,48
2,50
1,40
1038,95
0,60
0,30
ab 1995 - Massive Konstruktion
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Zentralheizung mit Nah- oder Fernwärme (Heizwerk, fossil)
Zentrale Warmwasserbereitung über Heizungsanlage
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Wichernschule
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Gartenweg
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
Nettogrundfläche
4150 - Gesamtschulen
Hauptnutzung
IST-Zustand
1.058 m²
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
1.058 m²
119
0
70
A
84
B
97
C
113
D
119 kWh/(m²a)
142
195
Kosten
H17:H19H19
D
E
F
G
15,51 €/(m²a)
kWh/(m²a)
E
F
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
33
8.236 €/a
9
0
A
Wasser
Verbrauch
(Januar 2012 - Dezember 2012)
16.413 €/a
Strom
Kennwerte für

ineffizient
I25:I27 I27
10
B
10 kWh/(m²a)
D
E
14
16
20
33 kWh/(m²a)
33
7,78 €/(m²a)
kWh/(m²a)
C
D
E
F
G
F
G
H
I
J
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
298
534 €/a
0
57
A
J33:J35 J35
Einsparpotenzial
D
81
B
E
110
C
F
119
D
G
161
E
H
245
F
163 l/(m²a)
I
0,50 €/(m²a)
G
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
298 l/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
12.100 €/a
19.200 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
62 t/a
≙ 100 %
- 30 t/a
≙ 48 %
- 48 t/a
≙ 76 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Nahwärme ohne KWK":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf einer Nahwärmeversorgung durch ein Erdgas-BHKW + Erdgas Spitzenlastkessel. Sie dienen
lediglich der Veranschaulichung.
1. April 2014
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
Maßnahmen
5.1 Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Beschreibung
Wärmedämmverbundsystem, 14cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
ab 1995 - Massive Konstruktion - Wärmedämmverbundsystem, 14cm, WLG 040
378,40
0,18
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 9 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 87.715
kWh/Jahr reduziert sich auf 80.087 kWh/Jahr um ca. 7.628 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 1.000 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
112
15.416 €/a
0
70
A
84
B
97
C
112 kWh/(m²a)
113
D
142
195
E
F
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
G17:G19G19
D
E
F
G
14,57 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 119
auf 112 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 3.109 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
49.154
7.628
1.000
9
49
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
5.2 Fenstersanierung
Beschreibung
3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
ab 1995 - Alufenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung - 3-ScheibenWärmeschutzverglasung
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
88,14
1,30
1,40
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 6 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 87.715
kWh/Jahr reduziert sich auf 82.674 kWh/Jahr um ca. 5.041 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 662 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Effizienzklasse
Sanierter Zustand 
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
115
15.753 €/a
0
70
A
84
B
97
C
113
D
115 kWh/(m²a)
142
195
E
F
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
H17:H19H19
D
E
F
G
14,89 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 119
auf 115 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 2.057 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
66.105
5.040
662
6
100
50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
5.3 Dachdämmung
Beschreibung
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
ab 1995 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach) Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
1024,47
0,12
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 3 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 87.715
kWh/Jahr reduziert sich auf 85.370 kWh/Jahr um ca. 2.345 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 307 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
117
16.107 €/a
0
70
A
84
B
97
C
113
D
117 kWh/(m²a)
142
195
E
F
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
H17:H19H19
D
E
F
G
15,22 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 119
auf 117 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 956 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
41.558
2.345
307
3
135
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Dach / oberste Decke:
Fenster:
Wärmedämmverbundsystem, 14cm, WLG 040
Dämmung Flachdach, 20cm, WLG 040
3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
ab 1995 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach) Dämmung Flachdach, 20cm, WLG 040
1024,47
0,12
0,24
ab 1995 - Massive Konstruktion - Wärmedämmverbundsystem, 14cm, WLG 040
378,40
0,18
0,24
ab 1995 - Alufenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung - 3-ScheibenWärmeschutzverglasung
88,14
1,30
1,40
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf
des Gebäudes um 17 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil
reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 87.715
kWh/Jahr reduziert sich auf 72.914 kWh/Jahr um ca. 14.801 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 1.942 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
105
14.476 €/a
0
70
A
84
B
97
C
105 kWh/(m²a)
113
D
142
195
E
F
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
G17:G19G19
D
E
F
G
13,68 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 119
auf 105 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 6.036 kgCO2/Jahr reduziert.
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
156.817
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
14.801
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
1.942
[%]
17
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
80
[Jahre]
30-50
Alle Kosten verstehen sich brutto.
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - WDVS
Var.2 - Fensteraustausch
Var.3 - Dachdämmung
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - WDVS
Var.2 - Fensteraustausch
Var.3 - Dachdämmung
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - WDVS
Var.2 - Fensteraustausch
Var.3 - Dachdämmung
Var.4 - Zusammenfassung
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
1,00
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
Verhältnis
Hs/Hi *
Arbeitspreis
Cent/kWh
19,20
13,10
Grundpreis
Euro/Jahr
50
SO2Emissionen
g/kWh
1,111
0,690
NOxEmissionen
g/kWh
0,583
0,058
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
19,2
13,1
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
Primärenergiefaktor
2,6
1,3
CO2Emissionen
g/kWh
633
407
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Gemeinschaftsschule, Wichernhaus
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
17
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Haus der Familie und Jugend
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Haus der Familie und Jugend
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 10
7.
Anhang ................................................................................................................................... 11
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 11
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 11
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Haus der Familie und Jugend
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Haus der Familie und Jugend
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Lindenstraße 13
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Jugendzentren
2002
Beheiztes Volumen Ve:
1.528 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV:
489 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
20 °C,
0,65 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 58.674 kWh
für Erdgas verbraucht.
Bei einem Preis von 6,1 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 3.565 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Haus der Familie und Jugend
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
Flachdach FD 12/0,19
543,50
0,19
0,24
Tür
11,24
3,50
2,00
Außenwand mit Wärmedämmverbundsystem KS
24/10/0,30
156,68
0,30
0,24
ab 1995 - Kunststofffenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
27,34
1,90
1,30
Glaselemente
120,28
1,90
1,30
5,94
3,00
1,40
485,00
0,52
0,30
Oberlicht
KFB/5+1/0,52
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Zentralheizung mit Brennwert-Kessel (Erdgas E)
Zentrale Warmwasserbereitung über Brennwert-Kessel (Erdgas E)
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Haus der Familie und Jugend
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Haus der Familie und Jugend
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Haus der Jugend und Familie
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Lindenstraße 13
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
412 m²
Nettogrundfläche
6430 - Jugendzentren
Hauptnutzung
IST-Zustand
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
412 m²
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
143
3.555 €/a
0
83
A
121
B
139
143 kWh/(m²a)
181
208
260
G17:G19G19
D
E
8,62 €/(m²a)
kWh/(m²a)
C
D
E
F
G
F
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
26
2.695 €/a
12
0
A
18
B
21
C
26 kWh/(m²a)
27
35
44
D
E
F
G
G
H
I
J
20 kWh/(m²a)
G25:G27G27
Wasser
D
E
F
6,54 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
339
302 €/a
0
103
A
I33:I35 I35
Einsparpotenzial
D
137
B
E
159
C
F
224
D
G
301
E
292 l/(m²a)
H
339 l/(m²a)
400
F
G
I
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
0,73 €/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
2.300 €/a
4.900 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
21 t/a
≙ 100 %
- 7 t/a
≙ 33 %
- 16 t/a
≙ 73 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Erdgas H":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf Treibhausgas-äquivalent-Werten, welche die gesamte vorgelagerte Produktionskette
berücksichtigen.
1. November 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Haus der Familie und Jugend
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Haus der Familie und Jugend
Maßnahmen
Das Gebäude wurde im Jahr 2002 erbaut. Bauliche Maßnahmen oder Anpassung der Anlagentechnik sind aufgrund des geringen Alters des Gebäudes noch nicht sinnvoll. Erste energetische Maßnahmen sind nach einer Nutzungsdauer von 20 Jahren zu lokalisieren.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Haus der Familie und Jugend
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Haus der Familie und Jugend
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Erdgas E
Strom
m³
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
10,42
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
11,57
Verhältnis
Hs/Hi *
1,11
Arbeitspreis
Cent/kWh
6,26
19,20
Grundpreis
Euro/Jahr
182
50
SO2Emissionen
g/kWh
0,157
1,111
NOxEmissionen
g/kWh
0,200
0,583
Erdgas E
Strom
m³
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
65,2
19,2
Erdgas E
Strom
Primärenergiefaktor
1,1
2,6
CO2Emissionen
g/kWh
244
633
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Haus der Familie und Jugend
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Haus der Familie und Jugend
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
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Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Kindergarten Brummkreisel
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Oberste Geschossdecke .............................................................................................. 9
5.2
Fenster und Türen....................................................................................................... 10
5.3
Fassadendämmung .................................................................................................... 12
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 13
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 15
7.
Anhang ................................................................................................................................... 16
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 16
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 16
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Gartenweg 8
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Kindertagesstätten
1965
Beheiztes Volumen Ve:
2.633 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV: 843 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur: 18,5 °C,
Luftwechselrate:
0,45 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 83.340 kWh
für Fernwärme verbraucht.
Bei einem Preis von 12,5 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 10.380 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1958-1968 - Holzkonstruktion (insb. Steildach)
127,23
1,40
0,24
1958-1968 - Holzbalkendecke
389,25
0,80
0,24
Tür
16,79
3,50
2,00
1958-1968 - Massive Konstruktion
422,16
1,40
0,24
3,92
1,80
1,40
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
113,53
3,00
1,30
1958-1968 - Massive Konstruktion
440,80
1,00
0,30
ab 1995 - Holzfenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Zentralheizung mit Nah- oder Fernwärme (Heizwerk, fossil)
Elektro-Kleinspeicher (Strom)
Elektro-Durchlauferhitzer (Strom)
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Kindergarten Brummkreisel
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Gartenweg 8
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
538 m²
Nettogrundfläche
4400 - Kindertagesstätten
Hauptnutzung
IST-Zustand
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
538 m²
156
0
112
A
134
156 kWh/(m²a)
158
179
209
267
Kosten
F17:F19F19
D
19,26 €/(m²a)
kWh/(m²a)
B
C
D
E
F
G
E
F
G
H
I
J
110 kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
(Januar 2012 - Dezember 2012)
23
3.153 €/a
14
0
A
19
23 kWh/(m²a)
24
C
B
27
32
37
F25:F27F27
D
0
#NV ##
Einsparpotenzial
E
188
F
D
E
F
G
G
H
I
J
361
483
575
669
A
B
C
D
E
D
E
F
G
H
837
F
678 l/(m²a)
I
Vergleichswert gem. EnEV 2009
l/(m²a)
G
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
5,87 €/(m²a)
kWh/(m²a)
20 kWh/(m²a)
Wasser
Verbrauch
(Januar 2012 - Dezember 2012)
10.352 €/a
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
3.100 €/a
8.800 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
34 t/a
≙ 100 %
- 8 t/a
≙ 23 %
- 22 t/a
≙ 65 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Fernwärme mit KWK":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf einer Fernwärmeversorgung durch eine Steinkohlekraftswerkseinheit mit einem HeizölSpitzenlastkessel. Sie dienen lediglich der Veranschaulichung
4. November 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
Maßnahmen
5.1 Oberste Geschossdecke
Beschreibung
Einblasdämmung 20 cm auf die oberste Geschossdecke im nicht ausgebauten Dachbereich
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Holzbalkendecke - Einblasdämmung, 20cm
389,25
0,16
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 11 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 88.494
kWh/Jahr reduziert sich auf 78.885 kWh/Jahr um ca. 9.609 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 1.260 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 156 auf 138 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2Emissionen werden um 3.915 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
138
9.095 €/a
0
112
A
134
138 kWh/(m²a)
158
179
209
267
B
C
D
E
F
G
E
F
G
H
I
J
110 kWh/(m²a)
F17:F19F19
D
16,92 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
11.678
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
9.609
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
1.260
[%]
10
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
9
[Jahre]
30
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
5.2 Fenster und Türen
Beschreibung
Tür:
Fenster:
EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
Austausch Holzfenster 1,3
Austausch Kunststofffenster - 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
Tür - EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
16,79
1,30
2,00
ab 1995 - Holzfenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung - Austausch Holzfenster 1,3
3,92
1,30
1,40
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
113,53
1,30
1,30
Bauteil
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n
Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf des
Gebäudes um 10 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund
88.494 kWh/Jahr reduziert sich auf 79.378 kWh/Jahr um
ca. 9.116 kWh/Jahr. Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 1.194 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten
und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der
Energieverbrauchskennwert von 156 auf 139 kWh/m² und
Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 3.711
kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
139
9.161 €/a
112
0
A
134
139 kWh/(m²a)
158
179
209
267
B
C
D
E
F
G
E
F
G
H
I
J
110 kWh/(m²a)
F17:F19F19
D
17,04 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
101.935
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
9.115
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
1.194
[%]
10
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
85
[Jahre]
30-50
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
5.3 Fassadendämmung
Beschreibung
Kerndämmung 5cm WLG035
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Massive Konstruktion - Kerndämmung 5cm
WLG035
422,16
0,47
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 22 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 88.494 kWh/Jahr
reduziert sich auf 68.672 kWh/Jahr um ca. 19.822 kWh/Jahr. Dies würde
eine Energiekosteneinsparung von rd. 2.599 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 156 auf 119 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen
werden um 8.076 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
119
7.760 €/a
0
112
A
119 kWh/(m²a)
134
158
179
209
267
B
C
D
E
F
G
E
F
G
H
I
J
110 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
14,44 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
22.099
19.821
2.599
21
8,5
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
Kerndämmung 5cm WLG035
Einblasdämmung, 20cm
ab 1995 - Kunststofffenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
Dach / oberste Decke:
Fenster:
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Holzbalkendecke - Einblasdämmung, 20cm
389,25
0,16
0,24
Tür - EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
16,79
1,30
2,00
1958-1968 - Massive Konstruktion - Kerndämmung 5cm
WLG035
422,16
0,47
0,24
3,92
1,30
1,40
113,53
1,30
1,30
ab 1995 - Holzfenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - ab 1995 Kunststofffenster - 2-Scheiben-Wärmeschutzverglasung
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante
vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert
sich der Endenergiebedarf des Gebäudes
um 46 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 88.494 kWh/Jahr reduziert sich auf 48.132 kWh/Jahr um ca.
40.362 kWh/Jahr. Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 5.292 € p.a
bei gleichem Nutzerverhalten und
Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen
könnte der Energieverbrauchskennwert
von 156 auf 81 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 16.445 kgCO2/Jahr
reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
81
5.074 €/a
0
81 kWh/(m²a)
112
A
134
158
179
209
267
B
C
D
E
F
G
E
F
G
H
I
J
110 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
9,44 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
Wirtschaftlichkeit
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
135.712
40.361
5.292
43
26
30-50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - oberste Geschossdecke
Var.2 - Fenster & Türen
Var.3 - Außenwände Einblasdämmung
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - oberste Geschossdecke
Var.2 - Fenster & Türen
Var.3 - Außenwände Einblasdämmung
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - oberste Geschossdecke
Var.2 - Fenster & Türen
Var.3 - Außenwände Einblasdämmung
Var.4 - Zusammenfassung
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
1,00
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
Verhältnis
Hs/Hi *
Arbeitspreis
Cent/kWh
19,20
13,10
Grundpreis
Euro/Jahr
50
SO2Emissionen
g/kWh
1,111
0,690
NOxEmissionen
g/kWh
0,583
0,058
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
19,2
13,1
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
Primärenergiefaktor
2,6
1,3
CO2Emissionen
g/kWh
633
407
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
17
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht KiGa Brummkreisel
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
18
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Kindergarten Lowigushaus
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Dämmung Fassade ....................................................................................................... 9
5.2
Fenstersanierung ........................................................................................................ 10
5.3
Dämmung Spitzboden ................................................................................................ 12
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 13
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 15
7.
Anhang ................................................................................................................................... 16
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 16
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 16
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Lindenstraße 11a
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Kindertagesstätten
1949
Beheiztes Volumen Ve:
379 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV:
121 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
21,5 °C,
0,7 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 42.390 kWh
für Fernwärme mit KWK verbraucht.
Bei einem Preis von 10,8 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 4.589 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1958-1968 - Holzkonstruktion (insb. Steildach)
25,81
1,40
0,24
1984-1994 - Holzkonstruktion (insb. Steildach)
26,11
0,40
0,24
1958-1968 - Holzbalkendecke
15,40
0,80
0,24
1984-1994 - Holzbalkendecke
12,00
0,30
0,24
Tür
6,09
3,50
2,00
138,40
1,40
0,24
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
5,05
3,00
1,30
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
3,06
3,00
1,40
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
8,86
3,00
1,30
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
1,49
3,00
1,40
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
13,27
3,00
1,30
1984-1994 - Massive Konstruktion
26,40
0,60
0,30
1958-1968 - Massive Decke
52,51
1,00
0,30
Bauteil
1958-1968 - Massive Konstruktion
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Zentralheizung mit Nah- oder Fernwärme (Heizwerk, fossil)
Zentrale Warmwasserbereitung über Heizungsanlage
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
4
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Kindergarten Lowigushaus
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Lindenstraße 11a
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
125 m²
Nettogrundfläche
4400 - Kindertagesstätten
Hauptnutzung
IST-Zustand
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
125 m²
342
0
112
A
134
158
179
209
267
Kosten
J17:J19 J19
D
342 kWh/(m²a)
36,61 €/(m²a)
kWh/(m²a)
B
C
D
E
F
G
E
F
G
H
I
J
110 kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
(Januar 2012 - Dezember 2012)
21
718 €/a
14
0
A
19
21 kWh/(m²a)
24
C
B
27
32
37
F25:F27F27
D
0
#NV ##
Einsparpotenzial
E
188
F
D
E
F
G
G
H
I
J
361
483
575
669
A
B
C
D
E
D
E
F
G
H
837
F
678 l/(m²a)
I
Vergleichswert gem. EnEV 2009
l/(m²a)
G
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
5,74 €/(m²a)
kWh/(m²a)
20 kWh/(m²a)
Wasser
Verbrauch
(Januar 2012 - Dezember 2012)
4.576 €/a
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
3.100 €/a
4.300 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
15 t/a
≙ 100 %
- 9 t/a
≙ 59 %
- 12 t/a
≙ 82 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Fernwärme mit KWK":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf einer Fernwärmeversorgung durch eine Steinkohlekraftswerkseinheit mit einem HeizölSpitzenlastkessel. Sie dienen lediglich der Veranschaulichung
4. November 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
Maßnahmen
5.1 Dämmung Fassade
Beschreibung
Kerndämmung 5cm WLG035
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Massive Konstruktion - Kerndämmung 5cm
WLG035
138,40
0,47
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 28 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 41.006 kWh/Jahr
reduziert sich auf 29.715 kWh/Jahr um ca. 11.291 kWh/Jahr. Dies würde
eine Energiekosteneinsparung von rd. 1.479 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 342 auf 251 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen
werden um 4.595 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
251
3.101 €/a
0
112
A
134
158
179
209
251 kWh/(m²a)
267
B
C
D
E
F
G
E
F
G
H
I
J
110 kWh/(m²a)
I17:I19 I19
D
24,81 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
6.867
11.291
1.479
27
4,6
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
5.2 Fenstersanierung
Beschreibung
Austausch Kunststofffenster - 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
5,05
1,30
1,30
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
3,06
1,30
1,40
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
8,86
1,30
1,30
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
1,49
1,30
1,40
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
13,27
1,30
1,30
Bauteil
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 9 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 41.006
kWh/Jahr reduziert sich auf 37.382 kWh/Jahr um ca. 3.624 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 475 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 342
auf 312 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 1.475 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
312
4.102 €/a
0
112
A
134
158
179
209
267
B
C
D
E
F
G
E
F
G
H
I
J
110 kWh/(m²a)
J17:J19 J19
D
312 kWh/(m²a)
32,82 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
23.806
3.624
475
9
50
50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
5.3 Dämmung Spitzboden
Beschreibung
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
15,40
0,16
0,24
1984-1994 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
12,00
0,12
0,24
Bauteil
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 2 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 41.006
kWh/Jahr reduziert sich auf 40.161 kWh/Jahr um ca. 845 kWh/Jahr. Dies
würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 111 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 342
auf 335 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 344 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
335
4.465 €/a
112
0
A
134
158
179
209
267
B
C
D
E
F
G
E
F
G
H
I
J
110 kWh/(m²a)
J17:J19 J19
D
335 kWh/(m²a)
35,72 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
1.096
845
111
2
10
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Dach / oberste Decke:
Fenster:
Kerndämmung 5cm WLG035
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
Austausch Kunststofffenster - 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1958-1968 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
15,40
0,16
0,24
1984-1994 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
12,00
0,12
0,24
1958-1968 - Massive Konstruktion - Kerndämmung 5cm
WLG035
138,40
0,47
0,24
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
5,05
1,30
1,30
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
3,06
1,30
1,40
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
8,86
1,30
1,30
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
1,49
1,30
1,40
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
13,27
1,30
1,30
Bauteil
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich der
Endenergiebedarf des Gebäudes um 39 %. Der
Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf
von rund 41.006 kWh/Jahr reduziert sich auf
25.174 kWh/Jahr um ca. 15.832 kWh/Jahr. Dies
würde eine Energiekosteneinsparung von rd.
2.075 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und
Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 342
auf 214 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 6.446 kgCO2/Jahr reduziert.
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Effizienzklasse
Sanierter Zustand 
effizient
Heizenergie
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
214
2.507 €/a
112
0
A
134
158
179
209
214 kWh/(m²a)
267
B
C
D
E
F
G
E
F
G
H
I
J
110 kWh/(m²a)
I17:I19 I19
D
20,05 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. EnEV 2009
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
31.770
15.832
2.075
38
15
30-50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dämmung Fassade
Var.2 - Fensteraustausch
Var.3 - Dämmung Spitzboden
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dämmung Fassade
Var.2 - Fensteraustausch
Var.3 - Dämmung Spitzboden
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dämmung Fassade
Var.2 - Fensteraustausch
Var.3 - Dämmung Spitzboden
Var.4 - Zusammenfassung
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
1,00
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
Verhältnis
Hs/Hi *
Arbeitspreis
Cent/kWh
19,20
13,10
Grundpreis
Euro/Jahr
50
SO2Emissionen
g/kWh
1,111
0,690
NOxEmissionen
g/kWh
0,583
0,058
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
19,2
13,1
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
Primärenergiefaktor
2,6
1,3
CO2Emissionen
g/kWh
633
407
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
17
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Kindergarten Lowigushaus
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
18
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Kinderkrippe (ehem. Jugendhaus)
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Kinderkrippe
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 10
7.
Anhang ................................................................................................................................... 11
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 11
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 11
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Kinderkrippe
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Kinderkrippe
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Lindenstraße 11
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Kindergarten
2013
Beheiztes Volumen Ve:
540 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV:
173 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
17,5 °C,
0,45 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 29.130 kWh
für Fernwärme mit KWK verbraucht.
Bei einem Preis von 12,1 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 3.539 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Kinderkrippe
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
Dachgeschossdecke GD 24/0,16
186,15
0,16
0,24
2,42
3,50
2,00
Ziegelwand Bestand 36,5cm mit WDV 18cm
171,80
0,32
0,24
3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung 3/0,9/1,8
69,29
1,30
1,30
Kellerdecke + 10cm Dämmung
157,63
0,34
0,30
Tür
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Zentralheizung mit Nah- oder Fernwärme (Heizwerk, fossil)
Zentrale Warmwasserbereitung über Heizungsanlage
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Kinderkrippe
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Kinderkrippe
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
ehem. Jugendhaus
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Lindenstraße 11
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
132 m²
Nettogrundfläche
6430 - Jugendzentren
Hauptnutzung
IST-Zustand
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
132 m²
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
222
3.529 €/a
0
83
A
121
B
139
181
208
222 kWh/(m²a)
260
I17:I19 I19
D
E
26,70 €/(m²a)
kWh/(m²a)
C
D
E
F
G
F
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
8
315 €/a
8 kWh/(m²a)
12
0
A
18
B
21
C
27
35
44
D
E
F
G
G
H
I
J
20 kWh/(m²a)
D25:D27D27
Wasser
D
E
F
2,39 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
45
45 €/a
0
A
D33:D35D35
Einsparpotenzial
45 l/(m²a)
103
D
137
B
E
159
C
F
224
D
G
301
E
292 l/(m²a)
H
400
F
G
I
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
0,34 €/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
1.900 €/a
3.000 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
10 t/a
≙ 100 %
- 5 t/a
≙ 50 %
- 8 t/a
≙ 77 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Fernwärme mit KWK":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf einer Fernwärmeversorgung durch eine Steinkohlekraftswerkseinheit mit einem HeizölSpitzenlastkessel. Sie dienen lediglich der Veranschaulichung
4. November 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Kinderkrippe
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Kinderkrippe
Maßnahmen
Das Gebäude wurde im Jahr 2013 umfangreich saniert und ungenutzt. Bauliche Maßnahmen
oder Anpassungen der Anlagentechnik sind aufgrund dessen noch nicht sinnvoll. Neue
energetische Maßnahmen sind nach einer Nutzungsdauer von 20 Jahren zu lokalisieren.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Kinderkrippe
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Kinderkrippe
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
1,00
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
Verhältnis
Hs/Hi *
Arbeitspreis
Cent/kWh
19,20
13,10
Grundpreis
Euro/Jahr
50
SO2Emissionen
g/kWh
1,111
0,690
NOxEmissionen
g/kWh
0,583
0,058
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
19,2
13,1
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
Primärenergiefaktor
2,6
1,3
CO2Emissionen
g/kWh
633
407
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Kinderkrippe
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Kinderkrippe
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
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Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Obdachlosenunterkunft
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Wärmedämmverbundsystem (WDVS) 20cm.............................................................. 9
5.2
Fenstersanierung ........................................................................................................ 10
5.3
oberste Geschossdecke............................................................................................. 11
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 12
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 14
7.
Anhang ................................................................................................................................... 15
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 15
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 15
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Triftstraße 54a
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Gemeinschaftsunterkünfte
1991
Beheiztes Volumen Ve: 406 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV: 130 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur: 19 °C,
Luftwechselrate:
0,70 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 32.605 kWh
für Erdgas verbraucht.
Bei einem Preis von 6 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe von
ca. 1.953 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1984-1994 - Holzbalkendecke
159,13
0,30
0,24
2,03
3,50
2,00
1984-1994 - Massive Konstruktion
135,97
0,60
0,24
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
13,85
3,00
1,30
1984-1994 - Massive Konstruktion
159,13
0,60
0,30
Tür
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Zentralheizung mit NT-Kessel (Erdgas E)
Zentrale Warmwasserbereitung über Heizungsanlage
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Obdachlosenunterkunft Triftstr. 54a
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Triftstraße 54a
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
135 m²
Nettogrundfläche
6300 - Gemeinschaftsunterkünfte
Hauptnutzung
IST-Zustand
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
135 m²
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
243
1.948 €/a
0
104
A
119
B
134
C
152
D
183
214
J17:J19 J19
D
E
F
G
243 kWh/(m²a)
14,39 €/(m²a)
kWh/(m²a)
E
F
G
H
I
J
150 kWh/(m²a)
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
4
173 €/a
4 kWh/(m²a)
15
0
A
21
B
26
30
34
54
C
D
E
F
G
F
G
H
I
J
20 kWh/(m²a)
D25:D27D27
Wasser
D
E
1,28 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
1.997
479 €/a
0
169
A
J33:J35 J35
Einsparpotenzial
D
204
B
E
256
C
F
295
D
G
433
E
H
960
F
537 l/(m²a)
I
3,54 €/(m²a)
G
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
1.997 l/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
1.500 €/a
2.000 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
8 t/a
≙ 100 %
- 4 t/a
≙ 52 %
- 6 t/a
≙ 75 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Erdgas H":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf Treibhausgas-äquivalent-Werten, welche die gesamte vorgelagerte Produktionskette
berücksichtigen.
4. November 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
Maßnahmen
5.1 Wärmedämmverbundsystem (WDVS) 20cm
Beschreibung
WDVS 20 cm, auf Mauerwerk.
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1984-1994 - Massive Konstruktion - WDVS 20cm, auf
Mauerwerk
135,97
0,15
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 26 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 24.611 kWh/Jahr
reduziert sich auf 18.266 kWh/Jahr um ca. 6.345 kWh/Jahr. Dies würde
eine Energiekosteneinsparung von rd. 411 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 243 auf 195 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen
werden um 1.589 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
195
1.538 €/a
104
0
A
119
B
134
C
152
D
183
195 kWh/(m²a)
214
E
F
G
H
I
J
150 kWh/(m²a)
I17:I19 I19
D
E
F
G
11,36 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
15.488
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
6.345
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
411
[%]
23
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
38
[Jahre]
30
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
5.2 Fenstersanierung
Beschreibung
Austausch Kunststofffenster - 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
13,85
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 13 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 24.611
kWh/Jahr reduziert sich auf 21.314 kWh/Jahr um ca. 3.297 kWh/Jahr. Dies
würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 212 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 243
auf 218 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 822 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
218
1.736 €/a
0
104
A
119
B
134
C
152
D
183
214
E
F
G
H
I
J
150 kWh/(m²a)
J17:J19 J19
D
E
F
G
218 kWh/(m²a)
12,83 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
10.388
3.297
212
12
49
50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
5.3 oberste Geschossdecke
Beschreibung
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1984-1994 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
159,13
0,12
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 15 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 24.611
kWh/Jahr reduziert sich auf 20.997 kWh/Jahr um ca. 3.614 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 234 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 243 auf 216 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 904
kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
216
1.714 €/a
0
104
A
119
B
134
C
152
D
183
214
E
F
G
H
I
J
150 kWh/(m²a)
J17:J19 J19
D
E
F
G
216 kWh/(m²a)
12,67 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
6.365
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
3.614
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
234
[%]
13
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
27
[Jahre]
30
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Dach / oberste Decke:
Fenster:
WDVS 20cm, auf Mauerwerk
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
Austausch Kunststofffenster - 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1984-1994 - Holzbalkendecke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
159,13
0,12
0,24
1984-1994 - Massive Konstruktion - WDVS 20cm, auf
Mauerwerk
135,97
0,15
0,24
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
13,85
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf
des Gebäudes um 38 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil
reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 24.611
kWh/Jahr reduziert sich auf 15.241
kWh/Jahr um ca. 9.370 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 607 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 260 auf 173 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um
2.347 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
173
1.342 €/a
0
104
A
119
B
134
C
152
D
173 kWh/(m²a)
183
214
E
F
G
H
I
J
150 kWh/(m²a)
H17:H19H19
D
E
F
G
9,92 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
32.241
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
9.370
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
607
[%]
33
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
53
[Jahre]
30-50
Alle Kosten verstehen sich brutto.
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - WDVS 20cm
Var.2 - Austausch Fenster
Var.3 - oberste Geschossdecke
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - WDVS 20cm
Var.2 - Austausch Fenster
Var.3 - oberste Geschossdecke
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - WDVS 20cm
Var.2 - Austausch Fenster
Var.3 - oberste Geschossdecke
Var.4 - Zusammenfassung
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Erdgas E
Strom
m³
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
10,42
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
11,57
Verhältnis
Hs/Hi *
1,11
Arbeitspreis
Cent/kWh
6,26
19,20
Grundpreis
Euro/Jahr
182
50
SO2Emissionen
g/kWh
0,157
1,111
NOxEmissionen
g/kWh
0,200
0,583
Erdgas E
Strom
m³
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
65,2
19,2
Erdgas E
Strom
Primärenergiefaktor
1,1
2,6
CO2Emissionen
g/kWh
244
633
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Obdachlosenunterkunft
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
17
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Rathaus
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Rathaus
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Dachdämmung .............................................................................................................. 9
5.2
Sanierung Türen und Fenster .................................................................................... 10
5.3
Zusammenfassung ..................................................................................................... 11
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 13
7.
Anhang ................................................................................................................................... 14
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 14
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 14
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Rathaus
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Rathaus
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Poststraße 3a
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Rathäuser
1985
Beheiztes Volumen Ve:
5.168 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV:
1.654 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
21,5 °C,
0,80 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 111.042 kWh
für Erdgas verbraucht.
Bei einem Preis von 10 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe von
ca. 11.094 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Rathaus
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1984-1994 - Massive Decke
584,22
0,40
0,24
Tür
33,60
3,50
2,00
1984-1994 - Massive Konstruktion
213,14
0,60
0,24
1984-1994 - Massive Konstruktion
145,24
0,60
0,30
ab 1984 bis 1994 - Stahlfenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
213,90
3,20
1,30
1984-1994 - Massive Konstruktion
726,64
0,60
0,30
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Zentralheizung mit NT-Kessel (Erdgas E)
Zentrale Warmwasserbereitung über Heizungsanlage
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Rathaus
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Rathaus
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Rathaus Ahrensbök
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Poststraße 3a
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
Nettogrundfläche
1313 - Rathäuser
Hauptnutzung
IST-Zustand
1.006 m²
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
1.006 m²
111
0
81
A
105
111 kWh/(m²a)
136
146
181
242
Kosten
F17:F19F19
D
11,00 €/(m²a)
kWh/(m²a)
B
C
D
E
F
G
E
F
G
H
I
J
80 kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
30
7.278 €/a
21
0
A
27
30 kWh/(m²a)
34
C
B
38
D
42
54
F25:F27F27
D
E
F
G
7,24 €/(m²a)
kWh/(m²a)
E
F
G
H
I
J
35 kWh/(m²a)
Wasser
Verbrauch
(Januar 2012 - Dezember 2012)
11.064 €/a
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
146
313 €/a
0
76
A
F33:F35F35
Einsparpotenzial
D
129
B
E
146 l/(m²a)
175
C
F
216
D
G
272
E
H
460
F
275 l/(m²a)
I
G
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
0,31 €/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
3.300 €/a
11.900 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
46 t/a
≙ 100 %
- 8 t/a
≙ 18 %
- 30 t/a
≙ 64 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Erdgas H":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf Treibhausgas-äquivalent-Werten, welche die gesamte vorgelagerte Produktionskette
berücksichtigen.
31. Oktober 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Rathaus
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Rathaus
Maßnahmen
5.1 Dachdämmung
Beschreibung
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1984-1994 - Massive Decke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
584,22
0,13
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 5 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 216.925
kWh/Jahr reduziert sich auf 205.689 kWh/Jahr um ca. 11.236 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 839 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten
und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
100
10.227 €/a
0
81
A
100 kWh/(m²a)
105
136
146
181
242
B
C
D
E
F
G
E
F
G
H
I
J
80 kWh/(m²a)
E17:E19E19
D
10,17 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 111
auf 100 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 2.774 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
22.369
11.236
839
5
28
30
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Rathaus
5.2 Sanierung Türen und Fenster
Beschreibung
EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1984-1994 - Massive Konstruktion
213,14
0,60
0,24
ab 1984 bis 1994 - Stahlfenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung - 3-ScheibenWärmeschutzverglasung
213,90
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf
des Gebäudes um 22 %. Der Wärmeverlust über das
betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von
rund 216.925 kWh/Jahr reduziert sich auf 169.450
kWh/Jahr um ca. 47.475 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 3.546 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
64
7.527 €/a
0
64 kWh/(m²a)
81
A
105
136
146
181
242
B
C
D
E
F
G
E
F
G
H
I
J
80 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
7,49 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 111
auf 64 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 11.720 kgCO2/Jahr reduziert.
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
prognostizierte Einsparungen
statische
Amortisation
Lebensdauer
der Maßnahme
Endenergiebedarf
[kWh/a]
[€/a]
[%]
[Jahre]
[Jahre]
355.450
47.475
3.546
22
100
30-50
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Rathaus
5.3 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Dach / oberste Decke:
Fenster:
EnEV - Leichtmetallrahmentür 1,3
Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1984-1994 - Massive Konstruktion
213,14
0,60
0,24
ab 1984 bis 1994 - Stahlfenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung - 3-ScheibenWärmeschutzverglasung
213,90
1,30
1,30
1984-1994 - Massive Decke - Dämmung Oberste Geschoßdecke, 20cm, WLG 040
584,22
0,13
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf
des Gebäudes um 27 %. Der Wärmeverlust über das
betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von
rund 216.925 kWh/Jahr reduziert sich auf 158.819
kWh/Jahr um ca. 58.106 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 4.340 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
53
6.735 €/a
0
53 kWh/(m²a)
81
A
105
136
146
181
242
B
C
D
E
F
G
E
F
G
H
I
J
80 kWh/(m²a)
D17:D19D19
D
6,70 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 111
auf 53 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 14.345 kgCO2/Jahr reduziert.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Rathaus
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
377.819
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
58.106
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
4.340
[%]
27
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
87
[Jahre]
30-50
Alle Kosten verstehen sich brutto.
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Rathaus
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - Austausch Türen+Fenster
Var.3 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - Austausch Türen+Fenster
Var.3 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - Dachdämmung
Var.2 - Austausch Türen+Fenster
Var.3 - Zusammenfassung
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Rathaus
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Erdgas E
Strom
m³
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
10,42
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
11,57
Verhältnis
Hs/Hi *
1,11
Arbeitspreis
Cent/kWh
7,38
19,20
Grundpreis
Euro/Jahr
SO2Emissionen
g/kWh
0,157
1,111
NOxEmissionen
g/kWh
0,200
0,583
Erdgas E
Strom
m³
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
76,9
19,2
Erdgas E
Strom
Primärenergiefaktor
1,1
2,6
CO2Emissionen
g/kWh
244
633
Einheit
50
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
14
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Rathaus
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
15
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Rathaus
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
16
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht
Realschulhaus
Investitionsbank Schleswig-Holstein
IB.SH Energieagentur
Dipl.-Ing. Kai Jerma
Fleethörn 29-31
24103 Kiel
(Stand: April 2014)
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Realschulhaus
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung......................................................................................................................... 3
2.
Ist-Zustand des Gebäudes ..................................................................................................... 4
2.1
Gebäuderahmendaten .................................................................................................. 4
2.2
Gebäudehülle und Anlagentechnik............................................................................. 5
2.3
Energiebilanz ................................................................................................................. 6
3.
Zusammenfassung Ist - Zustand .......................................................................................... 7
4.
Rechtliche Rahmenbedingungen.......................................................................................... 8
5.
Maßnahmen ............................................................................................................................. 9
5.1
Fenstersanierung .......................................................................................................... 9
5.2
Dämmung Fassade Altbau......................................................................................... 11
5.3
Dämmung Fassade Neubau ...................................................................................... 12
5.4
Zusammenfassung ..................................................................................................... 13
6.
Gesamtdarstellung ............................................................................................................... 15
7.
Anhang ................................................................................................................................... 16
7.1
Brennstoffdaten .......................................................................................................... 16
7.2
Glossar ......................................................................................................................... 16
2
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
1.
Gebäudebericht Realschulhaus
Vorbemerkung
Auf Basis einer überschlägigen Ist-Analyse des Gebäudes zeigt dieser Bericht mögliche Sanierungsmaßnahmen auf. Die Maßnahmen werden in Bezug auf die zu erzielende Energieeinsparung und den damit verbundenen Kosten verglichen.
Damit bekommt die Gemeinde Ahrensbök für das Gebäude eine Entscheidungshilfe zu ökologisch und wirtschaftlich sinnvollen Energiesparmaßnahmen an die Hand.
Dieser Bericht wurde nach bestem Wissen auf Grundlage der verfügbaren Daten erstellt. Die
Durchführung und der Erfolg einzelner Maßnahmen bleiben deshalb in der Verantwortung
des Gebäudeeigentümers. Dieser Bericht beinhaltet keine Planungsleistungen insbesondere
im Bereich von energetischen Nachweisen oder Fördergeldanträgen, Kostenermittlungen
und Bauphysik. Die Berechnungen der vorliegenden Betrachtung basieren auf den Geometriedaten des unsanierten Gebäudes.
Eine Gewähr für die tatsächliche Erreichung der abgeschätzten Energieeinsparung kann
nicht übernommen werden, da nicht erfasste Randbedingungen wie außergewöhnliches
Nutzerverhalten, untypische Bauausführung usw. Einflüsse darstellen, die im Rahmen dieser
Orientierungshilfe nicht berücksichtigt werden können.
Es werden nur Bauteile betrachtet, deren Sanierung sinnvoll erscheint, oder die im Laufe des
"Gebäudelebens" erneuert werden müssen.
Die Vorschläge ersetzen keine genaue Planung. Um eine bauphysikalisch und technisch
einwandfreie Konstruktion zu erhalten, sind für die Durchführung der empfohlenen Maßnahmen Fachleute einzuschalten.
Für die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt die Wirtschaftlichkeitsbewertung über eine statische Amortisationsbetrachtung. Für die Grobbetrachtung liefert die statische Amortisation
hinreichende Genauigkeit. Als wirtschaftlich gilt eine Maßnahme, sofern diese sich innerhalb
der Lebensdauer des Bauteils amortisiert.
3
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
2.
Gebäudebericht Realschulhaus
Ist-Zustand des Gebäudes
2.1 Gebäuderahmendaten
Objekt:
Lindenstraße 13
23623 Ahrensbök
Beschreibung:
Gebäudetyp:
Baujahr:
Realschulen
1928
Beheiztes Volumen Ve:
9.561 m³
Das beheizte Volumen wurde gemäß EnEV unter Verwendung von Außenmaßen ermittelt.
Nutzfläche AN nach EnEV:
3.060 m²
Die Bezugsfläche AN in m² wird aus dem Volumen des Gebäudes mit einem Faktor von 0,32
ermittelt. Dadurch unterscheidet sich die Bezugsfläche im Allgemeinen von der tatsächlichen
Wohnfläche.
Lüftung:
Das Gebäude wird mittels Fensterlüftung belüftet.
Nutzerverhalten:
Für energetische Berechnungen wie z.B. zur Erstellung von Energieausweisen, Förderanträgen usw. werden genormte Rahmenbedingungen gemäß EnEV verwendet.
Um das Nutzerverhalten für Heizung und Lüftung genauer abzubilden und eine mögliche
Energieeinsparung darzustellen, wurde in diesem Bericht von den Rahmenbedingungen abgewichen und stattdessen dem Nutzerverhalten folgende Werte zugrunde gelegt:
mittlere Innentemperatur:
Luftwechselrate:
17 °C,
0,45 h-1
Mit diesen Werten entspricht der tatsächliche Verbrauch dem errechneten Bedarf.
Jahresverbrauch:
In diesem Gebäude wurde in 2012 für die Beheizung eine Energiemenge von 268.700 kWh
für Fernwärme mit KWK verbraucht.
Bei einem Preis von 13,1 Cent/kWh ergeben sich im Jahr 2012 Verbrauchskosten in Höhe
von ca. 35.265 Euro inkl. 19 % MwSt.
4
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Realschulhaus
2.2 Gebäudehülle und Anlagentechnik
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Bauteile der Gebäudehülle mit ihren momentanen U-Werten. Der Bauteilaufbau wurde der Baubeschreibung
entnommen. Sofern keine Baubeschreibung vorlag, wurden die U-Werte gem. Typologie1
ermittelt:
Bauteil
Fläche
in m²
U-Wert
in W/m²K
Um a x EnEV*
in W/m²K
1979-1983 - Massive Konstruktion (insb. Flachdach)
962,92
0,50
0,20
Tür
35,92
3,50
2,00
1880-1948 - Mauerwerk verbessert
1089,46
1,40
0,24
1984-1994 - Massive Konstruktion
450,71
0,60
0,24
1984-1994 - Massive Konstruktion
115,02
0,60
0,30
ab 1995 - Kunststofffenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung
47,13
1,90
1,30
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
226,06
1,90
1,30
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung
177,27
3,00
1,30
1919-1948 - Massive Konstruktion
962,92
1,20
0,30
*) Als U-Wert (früher k-Wert) wird der Wärmedurchgangskoeffizient eines Bauteils bezeichnet. Bei Änderungen von Bauteilen
an bestehenden Gebäuden muss der von der EnEV vorgegebene maximale U-Wert eingehalten werden. Die angegebenen
Maximalwerte gelten für Dämmungen auf der kalten Außenseite. Bei Innendämmung darf ein Wärmedurchgangskoeffizient von
0,35 W/m²K nicht überschritten werden. Ist die Dämmschichtdicke aus technischen Gründen begrenzt, so ist die höchstmögliche Dämmschichtdicke einzubauen. Wird bei vorhandenen Fenstern nur die Verglasung ersetzt, so gilt für die Verglasung der
Maximalwert 1,30 W/m²K.
Anlagentechnik
Heizung:
Warmwasser:
Zentralheizung mit Nah- oder Fernwärme (Heizwerk, fossil)
Zentrale Warmwasserbereitung über Heizungsanlage
1 Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung von Nichtwohngebäuden vom 30.07.2009.
HRSG: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung.
5
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Realschulhaus
2.3 Energiebilanz
Energieverluste entstehen über die Gebäudehülle, durch den Luftwechsel sowie bei der Erzeugung und Bereitstellung der benötigten Energie.
In dem folgenden Diagramm ist die Energiebilanz für die Raumwärme aus Wärmegewinnen
und Wärmeverlusten der Gebäudehülle und der Anlagentechnik dargestellt.
Die Aufteilung der Transmissionsverluste auf die Bauteilgruppen - Dach - Außenwand Fenster - Keller - und der Anlagenverluste auf die Bereiche - Heizung - Warmwasser Hilfsenergie (Strom) - kann den folgenden Diagrammen entnommen werden. Die Energiebilanz gibt Aufschluss darüber, in welchen Bereichen hauptsächlich Energie verloren geht bzw.
wo zurzeit die größten Einsparpotenziale beim Gebäude liegen.
6
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
3.
Gebäudebericht Realschulhaus
Zusammenfassung Ist - Zustand
Die Gesamtbewertung des Gebäudes erfolgt aufgrund des jährlichen Endenergieverbrauchs
pro m² Nutzfläche, der den gesamten Energiebedarf berücksichtigt, welcher zur Beheizung
des Gebäudes und der Warmwasserbereitung erforderlich ist.
Realschulhaus
Liegenschaft
Foto einfügen
(sofern vorhanden)
23623 Ahrensbök, Lindenstraße 13
Anschrift
Gebäude / -teil
BZK - Nutzungsart
Nettogrundfläche
4130 - Realschulen
Hauptnutzung
IST-Zustand
1.714 m²
Effizienzklasse

effizient
Heizenergie
1.714 m²
Verbrauch
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
158
35.169 €/a
0
90
A
101
B
121
C
139
158 kWh/(m²a)
159
224
H17:H19H19
D
E
F
20,52 €/(m²a)
kWh/(m²a)
D
E
F
G
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
Strom
Kennwerte für

ineffizient
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
16
6.678 €/a
9
0
A
H25:H27H27
Wasser
11
B
10 kWh/(m²a)
D
E
13
14
16 kWh/(m²a)
17
21
3,90 €/(m²a)
kWh/(m²a)
C
D
E
F
G
F
G
H
I
J
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
(Januar 2012 - Dezember 2012)
90
327 €/a
0
38
A
F33:F35F35
Einsparpotenzial
D
89
B
E
90 l/(m²a)
123
C
F
164
D
G
219
E
H
294
F
226 l/(m²a)
I
G
J
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'B' *)
Ist-Zustand
0,19 €/(m²a)
l/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Einsparung auf Niveau
Energieeffizienzklasse 'A' *)
Heizenergie
Strom
16.400 €/a
30.200 €/a
Wasser
Einsparung
CO2-Situation in t/a
■ CO2-Emission
 CO2-Minderung
Hinweise zur Berechnung
102 t/a
≙ 100 %
- 40 t/a
≙ 39 %
- 73 t/a
≙ 71 %
*) Grundlage ist der Mittelwert der Energieffizienzklasse A bzw. B. Bei Unterschreitung des Mittelwertes im Bestand wird mit tatsächlichen Werten
gerechnet.
Hinweis zum gewählten Heizenergieträger "Fernwärme mit KWK":
Die errechneten CO2-Emissionen basieren auf einer Fernwärmeversorgung durch eine Steinkohlekraftswerkseinheit mit einem HeizölSpitzenlastkessel. Sie dienen lediglich der Veranschaulichung
4. November 2013
7
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
4.
Gebäudebericht Realschulhaus
Rechtliche Rahmenbedingungen
Nachrüstverpflichtungen nach EnEV
Gemäß EnEV 2009 § 10 Satz 1- 6 sind folgende Nachrüstpflichten zu beachten.
Anlagen
Eigentümer von Gebäuden dürfen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind,
nicht mehr betreiben. (Ausnahmen NT-Kessel, Brennwert-Kessel, besonders kleine oder
große Anlagen).
Ungedämmte, zugängliche Wärmeverteil- und Warmwasserleitungen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, sind zu dämmen.
Obere Geschoßdecken
Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so
gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke einen U-Wert von
U=0,24 W/m²K nicht überschreitet.
Die Pflicht gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher
ungedämmte Dach entsprechend gedämmt wird.
Für begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume besteht die
Dämmpflicht ab dem 1. Januar 2012.
Für dieses Gebäude sind keine Nachrüstverpflichtungen zu erfüllen.
Berücksichtigung des EEWärmeG 2
Gemäß §1a des EEWärmeG kommt öffentlichen Gebäuden im Sinne dieses Gesetztes eine
Vorbildfunktion zu.
Das Gesetz ist zu beachten, sofern eine grundlegende Renovierung durchgeführt wird. Eine
grundlegende Renovierung ist jede Maßnahme, durch die an einem Gebäude in einem zeitlichen Zusammenhang von nicht mehr als zwei Jahren
a) ein Heizkessel ausgetauscht oder die Heizungsanlage auf einen anderen fossilen Energieträger umgestellt wird und
b) mehr als 20 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle renoviert werden.
Trifft dies zu, sind die entsprechenden Anforderungen an Wärme- und Kältebereitstellungen
zu beachten.
Für dieses Gebäude kommt das Gesetz zur Anwendung, sofern mehr als eine Einzelmaßnahme realisiert wird.
2 Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) im letzten Stand vom 22.12.2011
8
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
5.
Gebäudebericht Realschulhaus
Maßnahmen
5.1 Fenstersanierung
Beschreibung
3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung
Austausch Kunststofffenster - 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
ab 1995 - Kunststofffenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung - 3-ScheibenWärmeschutzverglasung
47,13
1,30
1,30
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - 3Scheiben-Wärmeschutzverglasung
226,06
1,30
1,30
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
177,27
1,30
1,30
Bauteil
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 9 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 279.109
kWh/Jahr reduziert sich auf 253.772 kWh/Jahr um ca. 25.337 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 3.321 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
143
31.857 €/a
0
90
A
101
B
121
C
139
143 kWh/(m²a)
159
224
D
E
F
G
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
H17:H19H19
D
E
F
18,59 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 158
auf 143 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 10.318 kgCO2/Jahr reduziert.
9
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Realschulhaus
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
132.950
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
25.337
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
3.321
[%]
9
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
40
[Jahre]
50
Alle Kosten verstehen sich brutto.
10
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Realschulhaus
5.2 Dämmung Fassade Altbau
Beschreibung
Kerndämmung 5cm WLG035
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1880-1948 - Mauerwerk verbessert - Kerndämmung 5cm
WLG035
1089,46
0,47
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 20 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 279.109
kWh/Jahr reduziert sich auf 224.556 kWh/Jahr um ca. 54.553 kWh/Jahr.
Dies würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 7.150 € p.a bei gleichem
Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 158 auf 126 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen
werden um 22.217 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
126
28.039 €/a
0
90
A
101
121
B
C
126 kWh/(m²a)
139
159
224
D
E
F
G
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
G17:G19G19
D
E
F
16,36 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
50.594
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
54.553
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
7.150
[%]
19
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
7
[Jahre]
30
Alle Kosten verstehen sich brutto.
11
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Realschulhaus
5.3 Dämmung Fassade Neubau
Beschreibung
Vorhangfassade mit Dämmung
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1984-1994 - Massive Konstruktion - Vorhangfassade mit
Dämmung
450,71
0,20
0,24
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n
reduziert sich der Endenergiebedarf des Gebäudes um 4 %. Der Wärmeverlust über das betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von rund 279.109
kWh/Jahr reduziert sich auf 269.327 kWh/Jahr um ca. 9.782 kWh/Jahr. Dies
würde eine Energiekosteneinsparung von rd. 1.282 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der Energieverbrauchskennwert von 158 auf 152 kWh/m² und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen
werden um 3.984 kgCO2/Jahr reduziert.
Sanierter Zustand 
Effizienzklasse
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
152
33.891 €/a
0
90
A
101
121
B
C
139
152 kWh/(m²a)
159
224
D
E
F
G
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
H17:H19H19
D
E
F
19,78 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
297.480
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
9.782
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
1.282
[%]
3
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
232
[Jahre]
30
Alle Kosten verstehen sich brutto.
12
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Realschulhaus
5.4 Zusammenfassung
Beschreibung
Außenwände:
Fenster:
Kerndämmung 5cm WLG035 Vorhangfassade
3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung
Austausch Kunststofffenster - 1.3
U-Wert-Übersicht der einzelnen Bauteile im modernisierten Zustand:
Bauteil
Fläche
[m²]
U-WErt
[W/m²K]
UmaxEnEV
[W/m²K]
1880-1948 - Mauerwerk verbessert - Kerndämmung 5cm
WLG035
1089,46
0,47
0,24
1984-1994 - Massive Konstruktion - Vorhangfassade
450,71
0,20
0,24
ab 1995 - Kunststofffenster - 2-ScheibenWärmeschutzverglasung - 3-ScheibenWärmeschutzverglasung
47,13
1,30
1,30
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - 3Scheiben-Wärmeschutzverglasung
226,06
1,30
1,30
bis 1994 - Kunststofffenster - Isolierverglasung - Austausch Kunststofffenster - 1.3
177,27
1,30
1,30
Energieeinsparung
Nach Umsetzung der in dieser Variante vorgeschlagene/n Maßnahme/n reduziert sich der Endenergiebedarf
des Gebäudes um 32 %. Der Wärmeverlust über das
betroffene Bauteil reduziert sich gemäß nebenstehender
Grafik.
Der derzeitige klimabereinigte Endenergiebedarf von
rund 279.109 kWh/Jahr reduziert sich auf 190.004
kWh/Jahr um ca. 89.105 kWh/Jahr. Dies würde eine
Energiekosteneinsparung von rd. 11.680 € p.a bei gleichem Nutzerverhalten und Klimabedingungen bedeuten.
Durch diese Modernisierungsmaßnahmen könnte der
Energieverbrauchskennwert von 158 auf 106 kWh/m²
und Jahr fallen. Die CO2-Emissionen werden um 36.292
kgCO2/Jahr reduziert.
Effizienzklasse
Sanierter Zustand 
effizient
Heizenergie
Kennwerte für

Verbrauch
ineffizient
Kosten
(Januar 2012 - Dezember 2012)
106
23.521 €/a
0
90
A
101
B
106 kWh/(m²a)
121
C
139
159
224
D
E
F
G
G
H
I
J
105 kWh/(m²a)
F17:F19F19
D
E
F
13,73 €/(m²a)
kWh/(m²a)
Vergleichswert gem. Energieausweis Frankfurt
13
Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Realschulhaus
Wirtschaftlichkeit
Die Wirtschaftlichkeitsbewertung erfolgt über eine statische Amortisationsbetrachtung. Die
tatsächlichen Amortisationszeiten können je nach Finanzierungskonditionen, Förderung und
tatsächlichen zukünftigen Energiepreisentwicklungen auch deutlich kürzer ausfallen. Die
Betrachtung beinhaltet keine Prognose der Kostenentwicklungen in der Zukunft. Die als heutige Energiekosten angesetzten Brennstoffkosten können dem Anhang Brennstoffdaten entnommen werden.
energetisch
bedingte
Investitionskosten
[€]
481.024
prognostizierte Einsparungen
Endenergiebedarf
[kWh/a]
89.105
statische
Amortisation
(bei regelmäßigem
Unterhalt)
Energiekosten
[€/a]
11.680
[%]
32
Lebensdauer
der Maßnahme
[Jahre]
41
[Jahre]
30-50
Alle Kosten verstehen sich brutto.
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Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
6.
Gebäudebericht Realschulhaus
Gesamtdarstellung
Heizwärmebedarf in kWh/a
Ist-Zustand
Var.1 - Fensteraustausch
Var.2 - Dämmung Fassade Altbau
Var.3 - Dämmung Fassade Neubau
Var.4 - Zusammenfassung
CO2-Einsparung in kg/a
Ist-Zustand
Var.1 - Fensteraustausch
Var.2 - Dämmung Fassade Altbau
Var.3 - Dämmung Fassade Neubau
Var.4 - Zusammenfassung
Kosteneinsparung in Euro/a
Ist-Zustand
Var.1 - Fensteraustausch
Var.2 - Dämmung Fassade Altbau
Var.3 - Dämmung Fassade Neubau
Var.4 - Zusammenfassung
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Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
7.
Gebäudebericht Realschulhaus
Anhang
7.1 Brennstoffdaten
Einheit
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Heizwert Hi
kWh/Einheit
1,00
1,00
Brennwert Hs
kWh/Einheit
Verhältnis
Hs/Hi *
Arbeitspreis
Cent/kWh
19,20
13,10
Grundpreis
Euro/Jahr
50
SO2Emissionen
g/kWh
1,111
0,690
NOxEmissionen
g/kWh
0,583
0,058
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
kWh
kWh
Arbeitspreis
Cent/Einheit
19,2
13,1
Strom
Nah-/Fernwärme aus Heizwerken, fossil
Primärenergiefaktor
2,6
1,3
CO2Emissionen
g/kWh
633
407
Einheit
7.2 Glossar
Im Folgenden werden die einzelnen Fachbegriffe erläutert:
Energiebedarf
Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für
Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese
Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmeschutzes von Gebäuden
und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung
sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch
weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen,
abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten Bedarf ab.
Jahres-Primärenergiebedarf
Jährliche Endenergiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des Brennstoffes und der
Hilfsenergien für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden
Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) erforderlich ist.
Die Primärenergie kann auch als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie z.B. CO2Emission, herangezogen werden, weil damit der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung einbezogen wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung der
Energiesparverordnung.
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Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Realschulhaus
Endenergiebedarf
Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Rauminnentemperatur und die
Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge
bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung, usw.) benötigte
Hilfsenergie ein.
Die Endenergie wird an der “Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die
Energiemenge dar, die dem Verbraucher (im allgemeinen der Eigentümer) geliefert und mit
ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.
Die Endenergie umfasst die Nutzenergie und die Anlagenverluste.
Nutzenergie
Als Nutzenergie bezeichnet man, vereinfacht ausgedrückt, die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Erzeugung des Warmwassers unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Die Nutzenergie ist die Summe von Transmissionswärmeverlusten, Lüftungswärmeverlusten und Warmwasserbedarf abzüglich der nutzbaren
solaren und inneren Wärmegewinne.
Transmissionswärmeverluste QT
Als Transmissionswärmeverluste bezeichnet man die Wärmeverluste, die durch Wärmeleitung (Transmission) der wärmeabgebenden Gebäudehülle entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und diese wird durch den UWert angegeben.
Lüftungswärmeverluste QV
Lüftungswärmeverluste entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch durch
Undichtigkeiten der Gebäudehülle. Die Undichtigkeit kann bei Altbauten insbesondere bei
sehr undichten Fenstern, Außentüren und in unsachgemäß ausgebauten Dachräumen zu
erheblichen Wärmeverlusten sowie zu bauphysikalischen Schäden führen.
U-Wert (früher k-Wert)
Wärmedurchgangskoeffizient, Größe für die Transmission durch ein Bauteil. Er beziffert die
Wärmemenge (in KWh), die bei einem Grad Temperaturunterschied durch einen Quadratme-
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Klimaschutzteilkonzept Ahrensbök
Gebäudebericht Realschulhaus
ter des Bauteils entweicht. Folglich sollte ein U-Wert möglichst gering sein. Er wird bestimmt
durch die Dicke des Bauteils und den Lambda-Wert (Dämmwert) des Baustoffes.
Solare Wärmegewinne QS
Das durch die Fenster eines Gebäudes, insbesondere die mit Südausrichtung, einstrahlende
Sonnenlicht wird im Innenraum größtenteils in Wärme umgewandelt.
Interne Wärmegewinne Qi
Im Innern der Gebäude entsteht durch Personen, elektrisches Licht, Elektrogeräte usw.
Wärme, die ebenfalls bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz angesetzt werden kann.
Anlagenverluste
Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung Qg (Abgasverlust), ggf. Speicherung Qs (Abgabe von Wärme durch einen Speicher), Verteilung Qd (Leitungsverlust durch
ungedämmt bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Abgabe Qc (Verluste durch mangelnde
Regelung) bei der Wärmeübergabe.
Wärmebrücken
Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den
angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben
sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in
dem betreffenden Bereich. Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der
Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z.B. Schimmelpilzbefall kommen. Typische Wärmebrücken sind z.B. Balkonplatten. Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an
Laibungen.
Gebäudevolumen Ve
Das beheizte Gebäudevolumen ist das an Hand von Außenmaßen ermittelte, von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche eines Gebäudes umschlossene Volumen.
Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Es kann deshalb das gesamte Gebäude oder aber nur die entsprechenden beheizten Bereiche einbeziehen.
Wärmeübertragende Umfassungsfläche A
Die Wärmeübertragende Umfassungsfläche, auch Hüllfläche genannt, bildet die Grenze zwischen dem beheizten Innenraum und der Außenluft, nicht beheizten Räumen und dem Erdreich. Sie besteht üblicherweise aus Außenwänden einschließlich Fenster und Türen,
Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut
gedämmt sein, weil über sie die Wärme aus dem Rauminneren nach außen dringt.
Kompaktheit A/V
Das Verhältnis der errechneten wärmeübertragenden Umfassungsfläche bezogen auf das
beheizte Gebäudevolumen ist eine Aussage zur Kompaktheit des Gebäudes.
Gebäudenutzfläche AN
Die Gebäudenutzfläche beschreibt die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende nutzbare Fläche. Sie wird aus dem beheizten Gebäudevolumen unter Berücksichtigung einer üblichen Raumhöhe im Wohnungsbau abzüglich der von Innen- und
Außenbauteilen beanspruchten Fläche aufgrund einer Vorgabe in der Energiesparverordnung (Faktor von 0,32) ermittelt. Sie ist in der Regel größer als die Wohnfläche, da z.B. auch
indirekt beheizte Flure und Treppenhäuser einbezogen werden.
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