Sanieren und Energie sparen 2012

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Sanieren und Energie sparen
2012
Informationsbroschüre
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IMPRESSUM
Herausgegeben in Zusammen arbeit mit der Stadt Ingelheim.
Änderungswünsche, Anregungen
und Ergänzungen für die nächste
Auflage dieser Broschüre nimmt die
Verwaltung oder das zuständige
Amt entgegen. Titel, Umschlag-
PUBLIKATIONEN
gestaltung sowie Art und Anordnung des Inhalts sind zugunsten
des jeweiligen Inhabers dieser
Rechte urheberrechtlich geschützt.
Nachdruck und Übersetzungen
in Print und Online sind – auch
auszugs weise – nicht gestattet.
INTERNET
Quellennachweis:
Stadt Ingelheim am Rhein
C.A.R.M.E.N. e.V., Deutsche Energie
Agentur GmbH
mediaprint infoverlag
KARTOGRAFIE
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mediaprint infoverlag gmbh
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55218038/ 3. Auflage / 2012
1
Grußwort des Oberbürgermeisters Ralf Claus
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Wir alle wissen, dass die Vorräte an Öl, Gas oder
Kohle über kurz oder lang unwiederbringlich verbraucht sein werden. Wir wissen auch, dass bei der
Energieerzeugung klimaschädliches Kohlendioxid
in die Atmosphäre abgegeben wird. Deshalb muss
mit den wertvollen Rohstoffen sparsam umgegangen werden. Die vorhandenen Möglichkeiten zur
Energieeffizienz sind auszunutzen und auszubauen. Darüber hinaus muss der globale Klimaschutz
von uns allen ernst genommen werden.
ter, Heizung oder Wärmedämmung in die Realität
umsetzt. Energiesparendes und gemütliches Wohnen schließen sich übrigens nicht aus.
Die vorliegende Broschüre gibt Ihnen bereits erste wichtige Informationen zu allen Bereichen der
Sanierung und Energieeinsparung. Lassen Sie sich
von unserem Energieberater Unterstützung geben
für Ihre optimale Sanierung und helfen Sie mit Ihren
Maßnahmen, Energie zu sparen und die immer teurer werdenden Strom- und Heizkosten zu senken.
Die Stadt Ingelheim hat ein Klimaschutzkonzept
beauftragt, das bereits den bisherigen Verbrauch an
Energie und den Ausstoß an CO bilanziert hat. Dabei
entfallen die größten Anteile des CO -Ausstoßes auf
die privaten Haushalte und den Verkehr.
Eine Reihe unterschiedlicher Maßnahmen werden
nun durchgeführt werden. Ein Baustein dabei ist die
Förderung der privaten Haushalte mit dem Förderprogramm der Stadt Ingelheim, die schon seit drei Ralf Claus
Jahren energetische Sanierungen wie neue Fens- Oberbürgermeister
2
Grußwort des Beigeordneten Werner Kappesser
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
aufgrund der regen Nachfrage nach der 1. und 2.
Auflage der Broschüre „Sanieren und Energie sparen“ und dem weiterhin bestehenden Informationsbedarf bei Gebäudemodernisierungen hat sich die
Stadt Ingelheim am Rhein dazu entschlossen, eine
3. Auflage des Ratgebers zu veröffentlichen.
Mittlerweile haben sich gerade im Bereich der Förderung von Sanierungsmaßnahmen viele Neuerungen ergeben, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.
Darüber hinaus gibt es viele technische Möglichkeiten, den individuellen Charakter von Fassaden,
Fenstern oder Dächern zu erhalten und trotzdem
Energie zu sparen. Auch Denkmalschutz und niedriger Energieverbrauch schließen einander nicht aus.
Als Besitzer eines Ein- oder Mehrfamilienhauses
werden Sie früher oder später darüber nachdenken,
an Ihrem Haus kleinere oder größere Instandsetzungen oder Modernisierungen vorzunehmen. Das
ist der beste Zeitpunkt, auch in Energieeinsparung
zu investieren. Gut vorbereitet, gewinnen Sie gleich
dreifach:
Erstens: Sie senken Ihre Energiekosten und machen
sich damit unabhängiger von den künftigen Entwicklungen der Preise für Gas, Öl oder Strom.
Zweitens: Sollten Sie sich eines Tages dazu entscheiden, Ihr Haus zu verkaufen oder zu vermieten,
gilt geringer Energieverbrauch als wertsteigernd.
Drittens: Ein energetisch sinnvoll modernisiertes
Haus bietet nicht zuletzt einen hohen Wohnkomfort
und ein angenehmes Wohnklima.
Lassen Sie sich von diesem Ratgeber anregen und
Mut machen zur Planung Ihrer ganz individuellen
Modernisierung. Ob Sie gleich umfassend modernisieren oder Schritt für Schritt: Jede Kilowattstunde,
die Sie sparen, zahlt sich aus – für Sie, Ihr Haus und
die Umwelt.
Werner Kappesser
Beigeordneter
3
Inhaltsverzeichnis
Karl Gemünden
GmbH & Co. KG
Grußwort des Oberbürgermeisters .............................1
Grußwort des Beigeordneten .....................................2
Branchenverzeichnis ..................................................4
1. Sanieren und Energiesparen als Geldanlage ........5
2. Gut geplant ans Ziel: Der Sanierungsfahrplan .......7
3. Ermittlung des Gebäude-Energiestandards .........10
4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotentiale ..12
4.1 Sanierung der Gebäudehülle .............................. 12
4.1.1 Dämmung der Außenwand .................................. 12
4.1.2 Dämmung des Daches ........................................ 14
4.1.3 Dämmung der Kellerdecke .................................. 15
4.1.4 Fenster und Rollläden.......................................... 16
4.2 Modernisierung der Haustechnik ........................ 17
4.2.1 Heizungsanlagen ................................................. 17
4.2.2 Energieträger ....................................................... 17
4.2.3 Warmwasserbereitung ......................................... 19
4.2.4 Die Sonne als Energiequelle ............................... 20
5. Förderprogramme im Überblick ...........................22
Impressum ............................................................... U2
Inserentenverzeichnis.............................................. U3
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Ihr Bauunternehmen mit Tradition
„Wir bauen mit Menschen für Menschen.“
Die Karl Gemünden GmbH &
Co. KG ist ein mittelständisches
Unternehmen mit zur Zeit ca.
300 Mitarbeitern, das seit
seiner Gründung in der Kreisstadt Ingelheim am Rhein ansässig ist.
Zahlreiche Bauwerke in und um
unsere Heimatstadt zeugen
von dieser langjährigen Tradition. Um einen optimalen Service an Flexibilität und hochwertiger Qualitätsarbeit zu garantieren, wird ständig in die
Qualifikation unserer Mitarbeiter, in Dienstleistungen, Ausstattungen und moderne Baugeräte investiert.
Solides Handwerk und Dienstleistungen rund um die Uhr
sind die Richtschnur für unser
Unternehmen. Über einhundert
Jahre Erfahrung im Baugewerbe haben uns gelehrt, sensibel
auf die innovativen Neuerungen der Zeit zu reagieren.
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4
Branchenverzeichnisnis
Liebe Leser!
Hier finden sie eine wertvolle Einkaufshilfe, einen Querschnitt leistungsfähiger Betriebe aus Handel, Gewerbe und Industrie,
alphabetisch geordnet. Alle diese Betriebe haben die kostenlose Verteilung Ihrer Broschüre ermöglicht. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.alles-deutschland.de.
Architektenkammer Rheinland-Pfalz ....................................... 8
Heizungsbau..........................................................................U2
Architekturbüros ................................................................ 7, 17
Ingenieurbüro .................................................................... 7, 10
Badsanierung ........................................................................ 19
Innenarchitektur ....................................................................... 7
Bau-Sachverständige ............................................................U2
Isoliertechnik.......................................................................... 13
Bauunternehmung ................................................................... 3
Kanalservice .......................................................................... 14
Bauwerkinstandsetzung ........................................................U2
Katasterauskunft.................................................................... 13
Brandschutz........................................................................... 13
Kübeldienst ............................................................................U2
Containerdienst ...............................................................U2, 21
Natursteine .............................................................................. 6
Dachdecker ........................................................................... 23
Notdienst ............................................................................... 15
Elektrofachhandel .................................................................. 18
Planungsbüro .......................................................................... 7
Elektrotechnik .................................................................. 13, 18
Raumausstattung .................................................................. 17
Energieversorgung ................................................................U4
Sachverständiger................................................................... 23
Entsorgungsbetrieb ...............................................................U2
Schreinerei ............................................................................ 14
Farben ..................................................................................... 4
Schrott-, Metallhandel............................................................ 21
Fenster und Türen ................................................................... 5
Solartechnik .....................................................................10, U2
Fussböden ............................................................................... 4
Vermessungsbüros ............................................................ 4, 13
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Garten- und Landschaftsbau ................................................. 22
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5
1. Sanieren und Energie sparen als Geldanlage
Energiesparende Sanierungsmaßnahmen sind eine
Investition in die Zukunft
Die meisten Häuser in der Bundesrepublik wurden in einer
Zeit gebaut, als Energieverbrauch und Umwelt kein Thema waren. Sie verursachen hohe Heizkosten, haben oft ein
unbehagliches Raumklima und belasten Umwelt und Geldbeutel.
Die meisten Hauseigentümer ahnen oft nicht, wie leicht und
rentabel sie mit den heutigen Möglichkeiten das Wohnklima
optimieren und Heizkosten sparen können.
EU-Richtlinie zur Gebäude-Energie-Effizienz
Käufer oder Mieter erfahren oft wenig über den Energiebedarf, wenn sie eine Immobilie beziehen. Seit Mitte des Jahres
2008 sehen sie jedoch klarer, denn die EU-Richtlinie über die
Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden ist in einer Novelle der
Energieeinsparverordnung (EnEV) in nationales Recht umgesetzt worden.
Bei jedem Verkauf eines Hauses oder der Neuvermietung einer
Wohnung kann der Kauf- oder Mietinteressent ein Zertifikat
über den Energiebedarf, den so genannten Energieausweis,
vom Verkäufer bzw. Vermieter verlangen.
Dieser Energieausweis informiert Verbraucher objektiv. Jeder
Interessent kann den Energiebedarf von Häusern bundesweit
vergleichen; Mieter und Verbraucher können einfach ablesen,
ob sie mit eher hohen oder niedrigen Energiekosten rechnen
müssen.
Der Energiepass ermöglicht den Vergleich verschiedener
Objekte und wird so maßgebliches Argument bei der Wohnungs- oder Hauswahl.
Wichtige Sanierungstipps
Eigentümern zeigen die im Energieausweis integrierten Modernisierungs-Tipps, mit welchen Sanierungsmaßnahmen das
Gebäude energetisch ertüchtigt werden kann. Wohnungsunternehmer erhalten wertvolle Informationen für das Instandsetzen
und Modernisieren sowie den Verkauf von Objekten.
Bis zu 70% weniger Energieverbrauch
So können durch die richtige Kombination von Umbau- und
Modernisierungsmaßnahmen Heizkosten und Energieverbrauch um 60 – 70 Prozent reduziert werden. Im Vordergrund
jeder Maßnahme stehen dabei die angenehme Behaglichkeit
und ein Wohlfühlklima für alle Bewohner.
Fenster & Türen
6
„Geld-zurück-Garantie“
ENERGIEAUSWEIS
für Wohngebäude
gemäß den §§ 16 ff. Energieeinsparverordnung (EnEV)
2
Berechneter Energiebedarf des Gebäudes
Energiebedarf
Endenergiebedarf
CO2-Emissionen 1)
kg/(m²·a)
Gerade im Hinblick auf das reduzierte Einkommen im Alter wird
die Bedeutung der heute notwendigen Modernisierungsmaßnahmen zur späteren Heizkostenentlastung konsequent aufgezeigt. Die beste Geldanlage ist Ihr Haus.
kWh/(m²·a)
0
50
100
150
200
250
300
350
400
Die Frage nach der Amortisation schließt die danach beginnende Gewinnzone ein und zeigt, dass Energiesparmaßnahmen
durch die Heizkostenentlastung eine eingebaute „Geld-zurückGarantie“ haben.
>400
kWh/(m²·a)
Primärenergiebedarf („Gesamtenergieeffizienz“)
Nachweis der Einhaltung des § 3 oder § 9 Abs. 1 EnEV 2)
Primärenergiebedarf
Energetische Qualität der Gebäudehülle
Gebäude Ist-Wert
kWh/(m²·a)
Gebäude Ist-Wert HTѳ
W/(m²·K)
EnEV-Anforderungswert
kWh/(m²·a)
EnEV-Anforderungswert HTѳ
W/(m²·K)
Endenergiebedarf
Gesamt in kWh/(m2 ·a)
Jährlicher Endenergiebedarf in kWh/(m2 ·a) für
Energieträger
Heizung
Sonstige Angaben
Warmwasser
Hilfsgeräte 3)
Vergleichswerte Endenergiebedarf
Staatliche Förderung
Einsetzbarkeit alternativer Energieversorgungssysteme
nach § 5 EnEV vor Baubeginn geprüft
0
50
100
150
200
250
300
350
400
>400
Alternative Energieversorgungssysteme werden
genutzt für:
Heizung
Warmwasser
Lüftung
Kühlung
Schachtlüftung
Lüftungskonzept
Die Lüftung erfolgt durch:
Fensterlüftung
Lüftungsanlage ohne Wärmerückgewinnung
Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
4)
Erläuterungen zum Berechnungsverfahren
Das verwendete Berechnungsverfahren ist durch die Energieeinsparverordnung vorgegeben. Insbesondere wegen standardisierter Randbedingungen erlauben die angegebenen Werte keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Energieverbrauch. Die ausgewiesenen Bedarfswerte sind spezifische Werte nach der EnEV pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche (AN).
1)
2)
freiwillige Angabe
nur in den Fällen des Neubaus und der Modernisierung auszufüllen
3)
4)
Durch wohlüberlegte Investitionen können erheblich Energiekosten gespart werden. Rechnen Sie doch mal, ob Ihr Geld ins
Haus investiert nicht viel mehr Nutzen abwirft als auf der Bank.
Warten Sie mit der Modernisierung nicht bis zum Ende der
gesetzlichen Fristen. Dann sind die Handwerksbetriebe überfordert und können nur noch in Eile und unter Zeitdruck arbeiten. Nein – machen Sie es gleich!
ggf. einschließlich Kühlung
EFH – Einfamilienhäuser, MFH – Mehrfamilienhäuser
Wer sich entschließt, zur Tat zu schreiten, wird in seinem Vorhaben, Energie zu sparen, auch von der öffentlichen Hand
unterstützt. Zuschüsse zur Energiesparberatung und für verschiedene Energieeinsparmaßnahmen gibt es auf Bundes-,
Landes- und Kommunalebene (siehe Kapitel 5).
7
2. Gut geplant ans Ziel: Der Sanierungsfahrplan
Haben Sie gerade ein Haus gekauft und planen eine umfassende Erneuerung? Oder wohnen Sie schon lange in Ihrem
Haus und es stehen die ersten größeren und kleineren Renovierungsarbeiten an? In beiden Fällen empfiehlt es sich, die
Modernisierung Ihres Gebäudes mit Energie sparenden Maßnahmen zu verbinden. Auf diese Weise können Sie nicht nur
Ihren Wohnkomfort steigern, sondern auch Energie und damit
Kosten sparen.
Sinnvoll kombinierte und fachgerecht aufeinander abgestimmte Maßnahmen erhöhen das Potenzial für die Einsparung von
Energiekosten. Eine umfassende Modernisierung kann den
Wert Ihres Hauses dauerhaft steigern.
Ob Sie nur kleinere Instandsetzungsmaßnahmen oder eine
größere Modernisierung planen, in jedem Fall empfiehlt sich
eine gründliche Analyse des baulichen und energetischen
Zustands Ihres Hauses im Rahmen einer Energieberatung.
Dadurch erhalten Sie wichtige Hinweise, welche Arbeiten vordringlich sind und in welchen Schritten Sie die weitere Modernisierung realisieren und finanzieren können. Es lohnt sich,
vorausschauend zu planen und Arbeiten, die erst in ein paar
Jahren fällig werden, in ein Gesamtkonzept einzubeziehen.
etwaiger Schäden. Das Ergebnis ist eine Liste der notwendigen
Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten und eine Empfehlung über die dringlichsten Arbeiten.
2.1 Umfassende Analyse sorgt für Überblick
Hinzu kommt eine energetische Bestandsaufnahme. Hier wird
überprüft, an welchen Stellen Ihr Haus zu viel Energie benötigt,
wie Sie Energie einsparen können und wie sich die notwendigen Arbeiten ggf. mit einer baulichen Instandsetzung koppeln
lassen.
Der Ausgangspunkt jeder Modernisierung ist die bauliche Analyse des Gebäudes. Dazu gehört die Begutachtung aller wichtigen Bauteile und der Anlagentechnik, ihres Zustandes und
Einen ersten Hinweis darauf, wie hoch das Einsparpotenzial in Ihrem Haus ist, gibt Ihnen der Verbrauchskennwert, den
Sie einfach selbst errechnen können (siehe Kapitel 3). Aller-
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Dipl. Ing. Innenarchitektin
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Mehr Nachdenken
Energetische Sanierungen bringen mehr Ersparnis
und mehr Komfort
Jede Waschmaschine, jeder Kühlschrank wird heute in Energieeffizienz-Klassen eingeteilt: Rot steht für einen hohen, grün
für einen niedrigen Energieverbrauch. Genauso leicht können
Käufer und Mieter die Energieeffizienz ihres Wohngebäudes
auf dem Energieausweis ablesen und damit beurteilen, wie
hoch die Energiekosten sein werden.
Und der zu erwartende Energieverbrauch eines Hauses oder
einer Wohnung wird eine immer wichtigere Entscheidungsgröße beim Kauf oder bei der Modernisierung eines Gebäudes. Denn für den Altbau gilt ebenso wie für den Neubau: Die
Kosten für den Betrieb eines Hauses übertreffen im Laufe der
Jahre und Jahrzehnte die Bau- und Umbaukosten deutlich.
Der Hauptanteil entfällt dabei auf den Energieverbrauch – und
das bei einem langfristig zu erwartenden Anstieg der Energiepreise. Hinzu kommt: Ein niedriger Energieverbrauch bedeutet
den Werterhalt oder sogar die Wertsteigerung der Immobilie.
In Rheinland-Pfalz gehen Schätzungen davon aus, dass rund
80 Prozent aller Gebäude aus energetischer Sicht verbessert
werden sollten.
Welche Energieeffizienzmaßnahmen bei einem Haus sinnvoll
sind, können Hausbesitzer am besten mit Hilfe eines Architekten oder Innenarchitekten herausfinden, Fachleuten also, die
über umfassende bautechnische, planerische und gestalterische Kenntnisse verfügen und ein Gebäude in seiner Gesamtheit beurteilen können. Da die bauliche Situation von vielen
Faktoren abhängt und daher bei jedem Gebäude anders ist,
kann eigentlich nur eine fachliche Beratung Aufschluss über
die beste und effizienteste Maßnahme geben. Dies sieht auch
der Gesetzgeber so und fördert die sogenannte „Vor-Ort-Ener-
gieberatung“ ebenso wie Sanierungsmaßnahmen. Das Dämmen alleine hilft oft nicht weiter, ja es kann auch schmucke
Fassaden verunstalten. Häuser, besonders ältere, sind auch
komplizierte bauphysikalische Systeme. Um keinen Schiffbruch zu erleiden, sollte man deshalb nicht einfach irgendwo
anfangen, sondern sich gründlich beraten und eine detaillierte
Planung erstellen lassen. Eine Reihe von Förderprogrammen
setzt sogar voraus, dass eine fachliche Planung zur Antragstellung vorliegt. Abzuwägen ist dann auch immer, wo das
vorhandene Budget am besten eingesetzt wird.
Sanierungsmaßnahmen sparen nicht nur Heizkosten, sondern
sollten auch den Wohnkomfort erhöhen. So kann oft ohne großen Mehraufwand das Haus beispielsweise barrierefrei umgestaltet werden. Dies erleichtert nicht nur das problemlose
Wohnen im Alter, sondern hilft allen Altersgruppen, besonders
auch kleinen Kindern. Und Krankenhausflair gehört hier schon
lange der Vergangenheit an: bodengleiche, große Duschen,
breite Türen, elektrische Rollladenheber oder der Abbau von
Schwellen und unnötigen Stufen sind Maßnahmen, die jetzt
nur chic und bequem sind, im Alter aber mit über ein selbstbestimmtes Leben entscheiden können.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter dem
Stichwort „Energie“ auf der Seite der Architektenkammer: www.diearchitekten.org. Eine Liste mit qualifizierten Architekten und Innenarchitekten steht dort unter
dem Menüpunkt „fürbauherren“ / „Architektenliste“.
9
2. Gut geplant ans Ziel: Der Sanierungsfahrplan
dings zeigt Ihnen diese einfache Methode nicht, ob Ihr zu hoher
Verbrauch durch den baulichen Zustand des Gebäudes, etwa
durch eine schlechte Dämmung oder eine veraltete Heizung,
verursacht werden. Auch durch bestimmte Gewohnheiten und
Verhaltensweisen der Nutzer, wie z. B. dauernde Kipplüftung,
wird viel Energie verschwendet.
2.2 Finanziellen Spielraum prüfen
Zur Vorbereitung einer Modernisierung gehört natürlich auch,
den Finanzbedarf und den individuellen finanziellen Spielraum
zu prüfen. Deswegen sollten Sie schon in der Planung staatliche Förderungen berücksichtigen. Für die meisten Modernisierungsmaßnahmen wie auch für die Baubegleitung durch einen
Sachverständigen gibt es attraktive Förderprogramme, z. B.
zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse der KfW Bankengruppe
im Programm „Energieeffizient Sanieren". Mehr zu den Förderprogrammen finden Sie in Kapitel 5.
2.3 Gute Planung spart Kosten
Nach der Energieberatung wissen Sie als Eigentümer, welche
Arbeiten notwendig sind. Zusammen mit dem Energieberater
können Sie nun die nächsten Schritte planen. Wenn Sie sich für
kleinere Maßnahmen entschieden haben, können Sie Angebote der entsprechenden Handwerker einholen.
Bei umfassenden Sanierungsmaßnahmen ist es in jedem Fall
empfehlenswert, einen Architekten zu beauftragen, der den
Bauablauf überwacht und auf eine gute Umsetzung achtet.
Um einen in der energetischen Modernisierung von Gebäuden
erfahrenen Architekten zu finden, sollten Sie sich Referenzobjekte von ihm nennen lassen.
2.4 Mindestens drei Angebote einholen
Bevor Sie Handwerksfirmen beauftragen, sollten Sie mindestens drei Angebote einholen. Damit Sie die Angebote auch
wirklich vergleichen können, nutzen Sie am besten einen einheitlichen Ausschreibungstext, bei dessen Erstellung Ihnen
ein Energieberater helfen kann. Darin sollten die anstehenden
Maßnahmen und die benötigten Mengen an Baumaterial so
genau wie möglich beschrieben sein.
Es ist auch sinnvoll, sich Referenzen über bereits durchgeführte
Arbeiten zeigen zu lassen. Sprechen Sie ruhig auch mit anderen Hausbesitzern über deren Erfahrungen mit dem Betrieb.
Ein gutes Angebot zeichnet sich durch Vollständigkeit aus.
Die wesentlichen Leistungen sind genau benannt und detailliert
beschrieben. Fragen Sie nach, ob die empfohlenen Leistungen
und Maßnahmen auch die Anforderungen der KfW-Förderung
(oder eines anderen Förderprogramms) erfüllen.
Für Geräte oder Materialien sind der Hersteller, das Fabrikat
und der Typ benannt. Auch die technischen Daten, Angaben
zur Leistung und Qualitätsmerkmale sollten beschrieben sein,
eventuell anhand von beigefügten Datenblättern des Herstellers z. B. bei Heizkesseln.
In das Angebot gehören auch die genauen Rohrlängen, die
Anzahl von Bauteilen (z. B. Heizkörper), Flächen (z. B. Putz)
oder Volumina.
2.5 Bauvertrag, Abnahme und Einweisung
Haben Sie sich für ein Angebot entschieden, empfiehlt sich häufig der Abschluss eines Bauvertrages anstelle der Beauftragung
des Angebots. Im Vertrag können Sie die Punkte festlegen, die
im Angebot nicht genau beschrieben sind, wie z.B. Details der
Preisgestaltung, Zahlungsfristen und Mängelansprüche. Legen
Sie im Vertrag auch wichtige Stufen des Bauablaufs sowie die
Abnahme mit verbindlichen Terminen fest. Alle Details sollten
Sie im Bauvertrag konkret vereinbaren, auch die Eigenleistungen. Achten Sie auf Terminvorgaben aus bewilligten Förderungen. Nähere Infos zur Vertragsgestaltung erhalten Sie z.B. bei
der Verbraucherzentrale.
Nach Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB)
und Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) haben Sie Anspruch darauf, dass die vereinbarte Leistung bei der Abnahme die vertraglich zugesicherten Eigenschaften hat. Der von Ihnen beauftragte Energieberater unterstützt Sie bei der Überwachung
und Sicherung einer qualitativ hochwertigen Bauausführung.
Lesen Sie sich das Abnahmeprotokoll sorgfältig durch, bevor
Sie unterschreiben.
Bestehen Sie darauf, dass Mängel umgehend beseitigt werden. Setzen Sie dafür schriftlich neue, verbindliche Fristen.
Durch die sogenannten Mängelansprüche ist der Auftragnehmer innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Fristen auch
zur nachträglichen Beseitigung von auftretenden Mängeln verpflichtet.
Zur neuen Technik Ihres Hauses gehören beispielsweise die
Regelung Ihrer Heizung oder die Lüftungsanlage. Lassen Sie
sich die Handbücher aushändigen und von den Fachfirmen in
die Bedienung einweisen. Sie sollten Wartungsverträge für Ihre
Anlagentechnik abschließen.
Je nach Umfang der durchgeführten Modernisierung können
Sie in den Folgejahren mit Energie- und damit Kosteneinsparungen rechnen – Grund genug, sich auch nach einer Modernisierung Energieverbrauchsabrechnungen einmal im Jahr
genauer anzusehen. Entsprechen die Einsparungen nicht den
Erwartungen und lassen sich größere Abweichungen nicht
durch besonders kalte Winter oder eine geänderte Gebäudenutzung erklären, bitten Sie Ihren Energieberater um eine Prüfung der Verbrauchswerte.
10
3. Ermittlung des Gebäudeenergiestandards
Der erste Schritt zu einer energetisch und ökonomisch sinnvollen Gebäudesanierung ist, wie in Kapitel 2 beschrieben, die
Ermittlung des Gebäudeenergiestandards. Richtwert hierfür ist
der so genannte Verbrauchskennwert, der sich aus dem Jahresenergieverbrauch und der beheizten Wohnfläche errechnet.
Der jährliche Energieverbrauch pro Quadratmeter ist eine ähnliche Vergleichsgröße wie der Benzinverbrauch eines Autos pro
100 km.
des Öltanks kann der Verbrauch umgerechnet werden: 1 Liter
Öl = ~ 1 Kubikmeter Erdgas = ~ 10 kWh. Vergleichen Sie nun
Ihre persönliche Energiekennzahl mit den Werten in der folgenden Tabelle:
Energiekennzahl kWh/m²a
Bewertung
Gebäudetyp
Bis 20
Optimal
Passivhaus
Energiekennzahl selbst berechnen
20–50
Sehr gut
gutes
Niedrigenergiehaus
Die Energiekennzahl kann leicht selbst berechnet werden: Der
Jahresheizenergieverbrauch wird durch die beheizte Wohnfläche dividiert. Ist in dem Energieverbrauch die Warmwasserbereitung mit enthalten, so werden pauschal 1.000 kWh für jede
im Haushalt lebende Person vor der Division abgezogen.
50–80
Gut
Energieeinsparverordnung
80–120
Befriedigend
Wärmeschutzverordnung ´95
120–160
Verbesserungswürdig
Wärmeschutzverordnung ´84
160–200
Mangelhaft
Sanierungsbedarf
Über 200
Ungenügend
dringender
Sanierungsbedarf
Der Energieverbrauch – am besten sind gemittelte Werte über
die letzten 3 Jahre – kann den Rechnungen des Energieversorgers oder der Heizkostenabrechnung entnommen werden. Bei
eigenen Ablesungen am Gaszähler oder an der Messanzeige
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11
3. Ermittlung des Gebäudeenergiestandards
Altbauten: Doppelter Heizenergieverbrauch
im Vergleich zu Neubauten
Der durchschnittliche Heizenergieverbrauch pro Quadratmeter
Wohnfläche und Jahr beträgt im Gebäudebestand zwischen 220
bis 280 kWh/m² und Jahr, in Neubauten etwa 100 kWh/m² und
in Niedrigenergiehäusern zwischen 30 und 70 kWh/m² und Jahr.
Gesetzliche Bestimmungen
Im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV)
hat der Gesetzgeber klare Regelungen für den
Wohnbaubestand vorgegeben. Diese gelten
regelmäßig bei Neueinbau, Austausch oder
Änderung von Bauteilen (wie Dach, Fassade,
Fenster etc.) – also dann, wenn ohnehin Baumaßnahmen durchgeführt werden. Nach der
Modernisierung sind bestimmte Mindestanforderungen einzuhalten.
Für das Jahr 2012 ist eine neuerliche Novelle der
Energieeinsparverordnung vorgesehen, die bis dato aber noch
nicht in Kraft getreten ist. Nach dem Inkrafttreten der EnEVNovelle 2012 sind deren Mindestanforderungen bei der Sanierung von Gebäuden und Bauteilen einzuhalten.
Die wichtigsten Nachrüstpflichten nach EnEV 2009
Im Rahmen der aktuell gültigen EnEV 2009 gelten folgende Nachrüstverpflichtungen:
• Dämmung des Daches oder
• Wärmedämmung
oberster
nicht begehbarer Geschossdecken.
• Wärmedämmung oberster begehbarer Geschossdecken.
• Für Klimaanlagen wird eine
generelle Pflicht zum Nachrüsten von automatischen Einrichtungen der Be- und Entfeuchtung vorgesehen.
• Heizkessel, die mit flüssigen
oder gasförmigen Brennstoffen beheizt werden und die vor
dem 01.10.1978 installiert worden sind, dürfen nicht mehr
betrieben werden. Dies trifft
nicht zu, wenn die vorhandenen Heizkessel Niedertemperatur- oder Brennwertkessel
sind.
• Gebäudeeigentümer müssen dafür sorgen, dass bisher nicht
gedämmte Heizleitungen, zugängliche Wärmeverteilungsund Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, gedämmt werden.
Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz
Das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (EEWärmeG) wurde als Ergänzung zum ErneuerbareEnergien-Gesetz (EEG) eingeführt.
Ziel des EEWärmeG ist es, die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Wärme und Kälte aus erneuerbaren
Energien zu fördern.
Seit seiner Einführung muss bei Neubauten neben der EnEV
auch das EEWärmeG eingehalten werden.
12
4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale
4.1 Sanierung der Gebäudehülle
4.1.1 Dämmung der Außenwand
Dach, Fassade und Fenster sind meist die ersten Ansatzpunkte, wenn es um die energetische Sanierung geht. Dabei gibt
es je nach Baujahr einer Immobilie notorische Schwachpunkte, die erhebliche Auswirkungen auf den Energieverbrauch und
das Raumklima haben:
cherfähigkeit. Zu einem behaglichen Raumklima gehört jedoch
neben der Dämmung auch eine gute Wärmespeicherkapazität,
um die tageszeitlich-, witterungs- oder nutzungsbedingten Temperaturschwankungen auszugleichen. Diese Aufgabe erfüllen
schwere, dichte Baustoffe wie zum Beispiel Betondecken oder
Ziegelwände.
Gründerzeit (1890–1930er): An Fenstern und Balkonen rostender Stahl (nicht immer sichtbar); Schallschutz und Wärmedämmung mangelhaft; Schimmelpilz oder Schädlingsbefall
(Holzbock, Mauerschwamm); Hohlstellen unter dem Putz (Fassade und innen).
50er-Jahre: Baumaterialien manchmal minderwertig; Wärmeund Schallschutz schlecht; Schäden an Fassade und Dach.
60er-Jahre: Wärmeschutz unzureichend und viele Wärmebrücken; Schäden an Balkonen und vorgehängten Fassaden.
70er-Jahre: Wärmedämmputzfassaden von schlechter Qualität; elastische Fugen spröde.
80/90er-Jahre: Haus bei Dachausbauten undicht; Unterspannbahnen nicht UV-beständig (Folie zerstört, Feuchtigkeit bildet
sich in Dämmwolle), Blasenbildung und Ablösung von Anstrichen.
In regelmäßigen Abständen sanieren
Jedes Haus hat seine eigene Geschichte. Für jedes Gebäude
gilt, dass alle 5 bis 15 Jahre die Außenanstriche an den Fassaden erneuert werden sollten. Alle 15 bis 30 Jahre erneuerungsbedürftig sind Plattenverkleidungen, außerdem sollten
Außenbauteile und Fugenmassen abgedichtet werden. Nach
30 bis 50 Jahren sind Dacheindeckungen und Dachanschlüsse, Außenwandputz und -bekleidung zu erneuern.
Gebäude als Ganzes betrachten
Doch bei allen bauphysikalischen Details darf das Gebäude
als Ganzes nicht aus den Augen verloren werden. Neben den
tragenden Wänden und dem Dach treten noch weitere Bauteile in Kontakt mit der Außenluft: die erdberührten Bauteile,
die Geschossdecken im Bereich von Auflagern und Einschnitten, wie zum Beispiel bei einer Loggia. Und natürlich Fenster,
Rollladenkästen oder Türen. Der beste Wärmeschutz ist dabei
eine konstruktive thermische Trennung, sprich: Durchbrüche
durch die Wand sollten vermieden werden. Was bei einem vorgehängten Balkon oder beim außen angebrachten Rollladenkasten kein Problem ist, lässt sich bei anderen Bauteilen gar
nicht oder nur mit großem Aufwand und höchster handwerklicher Sorgfalt erreichen.
Selbst Innenbauteile benötigen eine Dämmung, nämlich dann,
wenn sie an Räume angrenzen zu denen ein starkes Temperaturgefälle besteht. Neben Energieverlusten drohen bei der Auskühlung von Bauteilen die gefürchteten Wärmebrücken und in deren
Folge Feuchtigkeitsbildung, Stockflecken und Schimmelbefall.
Keller richtig dämmen
Aus alt und zugig mach schön und behaglich
Eine gute Wärmedämmung sorgt in erster Linie für ein behagliches Raumklima und körperliches Wohlbefinden, indem im
Winter die Kälte draußen bleibt und im Sommer möglichst
wenig Hitze durch Dach oder Wand dringt. Nebenbei bewahrt
sie aber auch die Baukonstruktion vor extremen Temperaturschwankungen und Feuchtigkeitseinwirkungen mit den damit
verbundenen Folgeschäden.
Optimale Dämmung für Ihr Haus
Dabei funktionieren die heute marktüblichen Dämmungen nach
dem Prinzip einer in hohem Maße Wärme dämmenden Struktur, die Platz lässt für Luft- oder Gaseinschlüsse.
Es gibt anorganische und organische Dämmstoffe, wobei sich
die organischen noch in künstliche wie zum Beispiel Polyurethan-Hartschaum (PUR) und natürliche Stoffe wie Holzwolle untergliedern. Dämmstoffe haben ein geringes Gewicht,
dadurch aber gleichzeitig auch eine relativ geringe Wärmespei-
Beheizte Keller müssen gemäß der Energieeinsparverordnung
(EnEV) eine Wärmedämmung aufweisen. Das spart nicht nur
Heizenergie. Die höheren Oberflächentemperaturen der Wände und Kellersohle sorgen zusätzlich für Behaglichkeit und verhindern Schwitzwasser. Auf die Dämmung der Kelleraußenwände und -böden zu verzichten, kann fatale Folgen haben, denn:
Wie auf einem kalten Glas kann sich auch auf kalten Bauteilen
die Luftfeuchtigkeit niederschlagen. Schimmelpilze setzen sich
fest, es entsteht der typisch modrige Geruch Schimmelsporen
belasteter Raumluft.
Als Wärmedämmung genügt bei Kalksandstein- und Betonwänden bereits eine je nach Wärmeleitzahl des Dämmstoffs ca.
10 cm bis 14 cm dicke Perimeterdämmung. Das gleiche gilt für
die Kellersohle. Kellerwände aus Wärme dämmenden Leichtbetonsteinen oder Wärmedämmziegeln kommen zwar ohne
weitere Dämmung aus, sollten aber eine Perimeterdämmung
als Schutz der Kellerabdichtung erhalten.
13
4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale
Außenhülle richtig dämmen
Die Außenhülle des Hauses ist dem Wetter gnadenlos ausgesetzt. Klar, dass hier im Laufe der Zeit die Farben verblassen
und der Putz spröde und schmutzig wird. Wer denkt, mit ein
paar Eimern Farbe und einigen Säcken Außenputz sei das Problem gelöst, hat auf Jahrzehnte hinaus die Chance einer dauerhaften Energie sparenden Lösung verspielt. Sanieren Sie
gleich richtig und verpassen Sie Ihrer alten Fassade eine Wärmedämmung.
40% weniger Heizkosten
Die Energieeinsparverordnung zwingt Sie zudem zum nachträglichen Dämmen, wenn Sie den Außenputz erneuern. Aber
auch wenn die Fassadenoberfläche noch ganz passabel aussieht, sollten Sie an der ungedämmten Außenhaut einen Wärmeschutz anbringen. Mit einem Wärmemantel für das Haus
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Warm „einpacken‟ können Sie Ihr Haus auf verschiedene Weise. Beim Wärmedämmverbundsystem werden beispielsweise
Dämmstoffplatten mit Hilfe eines speziellen Klebemörtels direkt
auf den Außenputz geklebt. Darüber wird eine Armierungsschicht fixiert, die Temperaturschwankungen ausgleicht und als
Grundlage für den Außenputz dient.
Hochwirksam: Die Vorhangfassade (VHF)
Eine andere nachträgliche Dämmmöglichkeit ist die VHF. Durch
die konstruktive Trennung der Funktionen Wärmeschutz und
Witterungsschutz ist sie ein hochwirksames System. Auf eine
Vorbehandlung der renovierungsbedürftigen Wand kann meistens verzichtet werden. Bei der vorgehängten Fassade wird
von außen nach innen unterschieden in: die Bekleidung (Wetterschale), die Hinterlüftung (Luftschicht), die Wärmedämmung
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4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale
und die an der Hauswand verankerte Unterkonstruktion (Latten- oder Metallkonstruktion). Die Dämmschicht wird so in die
Unterkonstruktion eingebracht, dass zwischen Dämmung und
Außenhaut ein 2 bis 4 cm breiter Luftraum bleibt. Dieser Spalt
genügt, um Feuchtigkeit schnell abtrocknen zu lassen oder
abzuführen. Lüftungsschlitze an den Ober- und Unterseiten
der VHF begünstigen diesen Effekt. Die VHF hat zwei Vorteile: Sie ist schnell montiert und hält lange, in der Regel mehr
als 30 Jahre. Einige Experten sprechen vom „System mit der
geringsten Schadenshäufigkeit‟. Grundsätzlich eignet sich die
vorgehängte hinterlüftete Fassade für jeden Sanierungstyp. Die
Unterkonstruktion (Holz oder Aluminium) kann an jeder Wand
befestigt werden, auch an solchen, die als nur schwach belastbar eingeschätzt werden. Allerdings ist die VHF teurer als ein
Wärmedämmverbundsystem.
Bei der Wahl des Dämmverfahrens, des Dämmmaterials und
der Dicke des Wärmeschutzmantels raten wir einen Stuckateur- oder Malerbetrieb in Ihrer Nähe zu Rate zu ziehen.
Innendämmung
Bei denkmalgeschützten Fassaden darf häufig keine Dämmung
von außen aufgebracht werden. Als einzige Möglichkeit bleibt
damit nur die Dämmung von innen. Wichtig ist hier das sorgfältige Anbringen eine Dampfbremse, um Feuchtigkeitsschäden
zu vermeiden. Aus diesem Grund sollte die Innendämmung nur
von Fachleuten ausgeführt werden.
quasi auf Außentemperaturniveau, weil fast keine Wärme mehr
durch die gedämmte Geschossdecke nach oben gelangt.
4.1.2 Dämmung des Daches
Dächer von außen dämmen
Neben der Außenwand bietet auch die nachträgliche Dachdämmung erhebliches Energieeinsparpotenzial. Zudem ist in
der Energieeinsparverordnung vorgegeben, dass beim Dachauf- oder -umbau und bei einer neuen Dacheindeckung ein
bestimmter U-Wert einzuhalten ist. Hierzu gibt es verschiedene
Möglichkeiten.
Dämmung der obersten Geschossdecke
Bevor Sie sich für die Dämmung der Dachschrägen entscheiden,
sollten Sie sich über die zukünftige Nutzung des Dachraums im
Klaren sein. Falls dieser Raum in Zukunft z.B. „nur“ als Abstellraum
vorgesehen ist, ist die Dämmung der obersten Geschossdecke
wirtschaftlicher und mit weniger Aufwand realisierbar. Auf der
einen Seite reduzieren Sie mit dieser Maßnahme das zu beheizenden Gebäudevolumen und sparen somit Heizkosten; auf
der anderen Seite liegen die Temperaturen auf Ihrem Speicher
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Am besten wird die Dämmschicht als Außenhaut rund um das
Gebäude angebracht – etwa als Wärmedämmfassade oder im
Dachbereich als Aufsparrendämmung. Hier bildet die Dämmschicht
eine durchgehende Ebene direkt unter der Dacheindeckung.
Dafür gibt es spezielle Systeme aus Hartschaum-Platten und
-Formelementen sowie aus Mineralwolle. Bei diesem System werden auf den verschalten Dachflächen in regelmäßigen Abständen druckfeste Mineralwollstreifen aufgenagelt. Die
Zwischenräume werden dann mit Mineralwollmatten gefüllt, so
dass die gesamte Dachfläche mit einer durchgehenden Dämmschicht abgedeckt ist.
Wenn ohnehin eine neue Dacheindeckung ansteht, ist die Aufsparrendämmung die beste Lösung. Beim nachträglichen Ausbau aber wird man sich trotz der Vorteile nur selten für diese
15
4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale
Dämmart entscheiden. Denn oft ist diese Außendämmung von
Dächern nicht möglich oder mit einem zu großem Aufwand verbunden. In diesem Fall hilft nur die zweitbeste Lösung weiter:
die Dämmung von innen.
hinter der Dämmung, kühlt sie ab und es kommt zur Tauwasserbildung. Die allmähliche Durchfeuchtung des Baukörpers
und der Dämmschicht sind die Folge. Diesem Effekt begegnet
man durch den Einbau einer Dampfbremse vor der Dämmung.
Innendämmung fürs Dach
Perfekte Dämmung nur bei professioneller Ausführung
Die Innendämmung ist vor allem zur Komplettierung des Wärmeschutzes beim Dachausbau sinnvoll. Die Dämmung zwischen den Sparren ist dabei das am häufigsten ausgeführte
Dachdämmverfahren.
Ein Grund für hohe Wärmeverluste durch das Dach ist häufig eine zu dünne und unsorgfältig ausgeführte Dämmung. Bei
Altbauten ist die Dämmung oftmals zusammengesackt und
lückenhaft, so dass zum Teil nur 50 Prozent der ursprünglichen
Dämmstoffdicke vorhanden ist. Eine schlechte Dachdämmung
führt dazu, dass der Dachraum im Sommer überhitzt und im
Winter unbehaglich kalt ist. Deshalb ist es ratsam, die Dachdämmung durch einen Fachmann ausführen zu lassen.
Da hier die Dämmstoffstärke oft durch die Sparrentiefe begrenzt
wird, sollte eine Zwischensparrendämmung mit einer Dämmung unter den Sparren kombiniert werden. Die Sparren bil-
den sonst Wärmebrücken, die den Wärmeschutz verschlechtern. Um die erforderlichen Dämmstoffstärken zu erreichen wird
zunehmend die Vollsparrendämmung eingesetzt. Hierbei wird
die gesamte Sparrentiefe mit Dämmstoff verfüllt.
Dabei empfiehlt sich ein Dämmstoff mit faseriger Struktur wie
beispielsweise Mineralwolle. So kann neben der Wärmedämmung auch der Schallschutz erhöht werden. Dämmplatten aus
Polystyrol haben dagegen keine schalldämmende Wirkung –
im Gegenteil. Unter bestimmten Voraussetzungen verschlechtern sie sogar die Schalldämmeigenschaften.
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Dämmt man Dachräume auf der Innenseite, entsteht ein Problem: Gelangt warme Luft aus dem Wohnraum in den Bereich
4.1.3 Dämmung Kellerdecke
Gedämmte Kellerdecken erhöhen die Wohnqualität
Spätestens beim Spielen mit Kleinkindern auf dem Wohnzimmerfußboden fällt in schlecht gedämmten Gebäuden die Fußkälte auf. Weil die Kellerdecke häufig gar nicht oder nur gering
gegenüber dem nicht beheizten Keller gedämmt ist, entstehen
relativ niedrige Temperaturen an der Fußbodenoberfläche.
So dämmen Sie Ihren Keller richtig
Eine Kellerdeckendämmung kann hier Abhilfe schaffen. Die
einfachste Art der nachträglichen Wärmedämmung von ebenen Massivdecken ist das Ankleben oder Andübeln von Styroporplatten an der Deckenunterseite.
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4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale
doppelt so viel Wärme nach außen wie durch zweifach verglaste Fenster. Im Verhältnis zu den Investitionskosten sind moderne Fenster die unwirtschaftlichste Methode, Energie zu sparen.
Im Vergleich zur Außenwandfläche ist die Wärme abgebende
Fensterfläche bei Wohngebäuden eher gering, die Investitionskosten dagegen sind sehr hoch. Bei der Fenstererneuerung
steht eine verbesserte Wohnqualität (Vermeidung von Zugerscheinungen) im Vordergrund.
Heute gibt es komfortable und intelligente Lösungen, die Wärmeverluste um einiges zu reduzieren. Neben der Qualität des
Glases spielen auch die Konstruktion der Rahmen und der Einbau der Fenster eine wichtige Rolle bei der Einsparung von
Heizenergie. Bei der Wärmedämmung ist dabei das Gesamtfenster zu betrachten und nicht nur die Verglasung.
Die Rahmenkonstruktion hat einen wesentlichen Einfluss auf
die Wärmedämmung. Um eine hohe Dämmung zu erzielen, ist
es wichtig, den Fensterrahmen mit der Wärmedämmung der
angrenzenden Wand abzudecken.
Besonders gute Dämmeigenschaften werden erzielt, wenn die
Wärmedämmung bis zum Glas reicht. Ferner ist auf eine gute
Abdichtung der Fuge zwischen Rahmen und Mauerwerk zu
achten. Hier ist wesentlich, dass sie von außen luft- und wasserdicht ist. Als Rahmenmaterialien werden Aluminium, Kunststoff und Holz verwendet. Holz zeichnet sich durch gute Wärmedämmeigenschaften und eine geringe Wärmedehnung aus.
Die Dämmstoffdicke richtet sich häufig nach der vorhandenen
Raumhöhe im Keller und der verbleibenden Höhe von Fensterund Türstürzen. Wenn möglich, sollten 8 bis 12 cm Dämmstoff
eingeplant werden. Installationsleitungen (z.B. Wasser, Heizung, Elektro) bedürfen einer besonderen Beachtung. Deckenleuchten müssen eventuell neu befestigt und deren Anschlüsse
verlängert werden.
Unterkonstruktion bei Kappen- oder Gewölbedecken
Es besteht auch die Möglichkeit, erst eine Unterkonstruktion
mit Verkleidung einzubauen und nachträglich den Hohlraum
mit Dämmstoff ausblasen zu lassen. Dieses Verfahren bietet
sich bei Kellerdecken mit ungerader oder unebener Unterseite
(Kappen- oder Gewölbedecken) an.
Perimeterdämmung
Wird eine Kellerdeckendämmung zusammen mit einer Außenwanddämmung durchgeführt, so sollte die Außenwanddämmung bis unter das Kellerdeckenniveau heruntergezogen
werden (sog. Perimeterdämmung mit wasserabweisenden
Platten), um Wärmebrücken zu vermeiden. Insbesondere bei
durchgehenden Kellerdecken aus Beton besteht aufgrund des
Wärmebrückeneffekts die Gefahr von Bauschäden und Schimmelbildung.
4.1.4 Fenster und Rollläden
So reduzieren Sie Wärmeverluste
Wärmeverluste treten auch im Bereich der Fenster auf. So
strömt beispielsweise durch einfach verglaste Fenster nahezu
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4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale
g- und U-Wert: Die Energiespar-Kennzahlen
Zu beachten sind beim Kauf von Fenstern der g- und U-Wert:
Der g-Wert misst den Energiedurchlass von außen nach innen
in Prozent. Je höher der g-Wert liegt, desto mehr Sonneneinstrahlung wird über die Verglasung als Strahlungswärme nach
innen abgegeben. Ein hoher g-Wert bedeutet hohen Wärmegewinn.
Für ein ideal strahlungsdurchlässiges Fenster beträgt der
g-Wert 1,00 oder 100%. Bei doppelt verglasten Wärmeschutzfenstern liegen die Werte bei 0,7 bis 0,9.
Mit der Messung des U-Wertes wird der Wärmeverlust von
innen nach außen bestimmt, und zwar in Watt pro m² und bei
1 Kelvin Temperaturunterschied [W/m²K]. Leitfähige Werkstoffe
(Metalle) haben einen ungünstigeren, d.h. höheren U-Wert als
isolierende. Mit anderen Worten:
• Je niedriger der U-Wert, umso geringer der Wärmeverlust.
• Je niedriger der U-Wert, desto besser die Dämmung.
• Je besser die Fenster, desto weniger Geld verheizen Sie.
Wirksamkeit und Kosten. Bei der Sanierung sollte noch genauer als beim Neubau jedes Projekt individuell geprüft werden,
um ein energetisch und wirtschaftlich optimales Ergebnis zu
erreichen.
Heizung sanieren und Geld sparen
Die Kosteneffizienz von Haustechnikmaßnahmen hängt sehr
stark von der individuellen Einbindung in das Gesamtkonzept
ab. Die Sanierung alter Heizanlagen führt fast immer zu deutlichen Einsparungen von 10 bis 30 Prozent.
Die Verbesserung von Regelungen kann Effekte von fünf bis
zehn Prozent (in Einzelfällen bis 20 Prozent) Einsparung bringen, ist aber allein nicht ausreichend für effiziente Verbesserungen. Lüftungsanlagen mit oder ohne Wärmerückgewinnung
reduzieren den Energieverbrauch und gewährleisten eine hervorragende Raumlufthygiene.
Ebenso entschärfen oder vermeiden sie das Problem der
Schimmelpilzbildung.
4.2.2 Energieträger
Schwachstelle Rollladenkästen
Eine weitere Schwachstelle in der Außenwand stellen die Rollladenkästen dar. Hier können durch den nachträglichen Einbau von Dämmstoffen Energieverluste reduziert und Zugluft ins
Rauminnere vermieden werden.
Im Zuge der Sanierung der Heizungsanlage kann auch ein
Wechsel zu einem anderen Energieträger (Heizöl, Erdgas,
Sonnenenergie) aus ökologischer und ökonomischer Sicht
sinnvoll sein.
4.2 Modernisierung der Haustechnik
Ölheizungsanlagen
4.2.1 Heizungsanlagen
Neben der Sanierung der Gebäudehülle können auch durch
die Modernisierung der Haustechnik erhebliche Einspareffekte erzielt werden.
Private Haushalte verbrauchen knapp 30 Prozent der gesamten Endenergie. Davon entfallen 77 Prozent auf die Raumheizung und etwa 10 Prozent auf die Warmwasserbereitung.
Während bei Neubauten der durchschnittliche Heizwärmebedarf heute deutlich unter 10 Liter Heizöl pro m² und Jahr liegt,
verbraucht der durchschnittliche Altgebäudebestand mehr als
das Doppelte! Voraussetzung für die sinnvolle und kostengünstige energetische Sanierung ist ein möglichst breites Wissen
über die verfügbaren Einspartechniken und deren spezifische
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Gerade in älteren Gebäuden finden sich oft Ölheizungsanlagen. Diese zumeist älteren Anlagen sind meist überdimensioniert, arbeiten mit zu hohen Heiztemperaturen und mit einem
schlechten Wirkungsgrad in Folge zu hoher Abstrahl- und Stillstandsverluste. Eine Sanierung lohnt sich auf jeden Fall.
Durch die verbesserte Verbrennungstechnik gelangen weniger
Schadstoffe in die Umgebung. Nach dem Einbau eines neuen
Heizkessels kann der Wirkungsgrad, je nach Anlagekonzept,
um über 20 Prozent erhöht werden.
Eine Sanierung umfasst im Normalfall den Ersatz des alten
Heizkessels, des Ölbrenners und eventuell der Warmwassererwärmung. Auch der Kamin ist im Normalfall infolge der Sanierung der Anlage und den dadurch veränderten Betriebsbedingungen anzupassen.
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4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale
Erdgas
Immer weiter ausgebaut wird derzeit das Erdgasnetz; viele
Anbieter warten hier mit günstigen Angeboten kombiniert mit
Wartungsverträgen auf, die in jedem Fall geprüft werden sollten. Eine Kosten-Nutzen-Analyse im Vergleich zu einer mit Öl
betriebenen Anlage hängt sehr stark von den jeweiligen Anbieterpreisen ab und ist daher für jeden Einzelfall gesondert zu
berechnen.
Als Pluspunkt gegenüber der Ölheizung ist die etwas umweltfreundlichere Verbrennung zu nennen.
Holzpellet-Heizung
Eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Alternative stellen
Holzpellet-Heizungen dar. Eine Holzpellet-Heizung ist eine
Holzheizung mit dem Komfort einer Ölheizung. Die Holzpellets
werden mit einem Tankwagen als lose Ware angeliefert und in
den Lagerraum eingeblasen.
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4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale
Mit Hilfe einer Förderschnecke werden die Holzpellets (gepresstes Sägemehl ohne Zusatzstoffe) aus dem Lagerraum in den
Pelletkessel gefördert und verbrannt.
Die anfallende Asche sammelt sich im Aschekasten, der während der Heizperiode ca. alle 6–8 Wochen geleert werden
muss.
Den derzeit noch relativ hohen Investitionskosten für eine Holzpellet-Heizung und die Herrichtung des Lagerraums stehen im
Gegensatz zum Heizöl ca. 50 Prozent günstigere Brennstoffkosten gegenüber.
Wärmepumpe
Auch im Winter bei niedrigen Temperaturen enthalten Erdreich
und Grundwasser viel Wärme. Wärmepumpen können diese
Wärmequellen nutzen, indem sie das Temperaturniveau der
entnommenen Wärme anheben und anschließend in Hausheizungen einspeisen.
In Kühlschränken zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf ein
Kältemittel. Dieses Arbeitsmittel nimmt Wärme im Kühlschrankinneren auf, um sie an der Geräterückseite an die Umgebung
abzugeben.
Eine Wärmepumpe funktioniert nach dem gleichen Prinzip; sie
entnimmt Wärme auf einem niedrigen Temperaturniveau aus
einer äußeren Wärmequelle, z.B. Erdreich, Grundwasser oder
Außenluft.
Zentrale Warmwasserbereitung
Warmwasser kann entweder dezentral in unmittelbarer Nähe
der Zapfstelle (Waschbecken oder Dusche) oder zentral bereitet werden.
Bei der zentralen Warmwasserbereitung wird das Wasser
zunächst in einem zentralen Speicher auf 45 bis 60 °C erwärmt
und dann von dort an die Zapfstellen verteilt.
Wird warmes Wasser angefordert, steht meist noch ausgekühltes Wasser in der Warmwasserleitung. Bei Bedarf muss daher
zunächst solange gezapft werden, bis warmes Wasser vom
Speicher an die Zapfstelle nachgeflossen ist und dort zur Verfügung steht. Nach dem Zapfen bleibt warmes Wasser in der
Leitung stehen und kühlt aus. Die so entstehenden Wärmeverluste werden als Verteilungsverluste bezeichnet.
Um diese Wärmeverluste möglichst gering zu halten, ist auch
für das Warmwassernetz grundsätzlich eine Dämmung der
Rohrleitungen vorgeschrieben. Im Keller sind diese Rohrleitungen oft frei zugänglich. Es besteht daher die Möglichkeit,
diese nachträglich kostengünstig durch Eigenleistung zu dämmen.
Mit einer fachmännischen Wärmedämmung garantiert die zentrale Warmwasserbereitung neben einem hohen Maß an Komfort auch niedrige Verbrauchskosten.
Dezentrale Warmwasserbereitung
Diese hebt sie dann auf ein Temperaturniveau an, das für eine
Hausheizung benötigt wird. Für diesen Temperaturhub benötigt
die Wärmepumpe eine Antriebsenergie. Ziel einer guten Wärmepumpe ist, dass die aus der Umwelt entnommene Wärme
um ein mehrfaches größer ist als die zur Temperaturanhebung
erforderliche Antriebsenergie.
Am weitesten verbreitet sind Elektro-Erdwärmepumpen, die
dem Erdreich mittels Erdwärmekollektoren (Verlegetiefe ca.
1m) oder Erdwärmesonden (Bohrtiefe ca. 60 bis 100m) die
Wärme entziehen. Wärmepumpen eigenen sich besonders für
Fußboden- oder Wandflächenheizungssysteme, da diese mit
niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten.
4.2.3 Warmwasserbereitung
Die Warmwasserbereitung hat nach der Raumheizung mit ca.
zehn Prozent den zweitgrößten Anteil am Endenergieverbrauch
der privaten Haushalte.
Der Warmwasserverbrauch im Haushalt hängt stark von den
individuellen Gewohnheiten des Einzelnen ab. So kann der
tägliche Verbrauch an warmem Wasser pro Person zwischen
10 und 150 Litern betragen. Damit greifen bei der Warmwasserbereitung Umweltschutz und Energiesparen direkt ineinander: Wer weniger kostbares Trinkwasser zum Duschen,
Waschen oder Spülen verbraucht, benötigt auch weniger
Energie.
Für selten genutzte, entfernt liegende Zapfstellen (z.B. Gäste-WC) kann es energetisch günstiger sein, diese von der
zentralen Versorgung abzukoppeln und mit einem elektrisch
beheizten Kleinspeicher (Speichervolumen 5 bis 10 Liter) auszustatten. Sollen mehrere unmittelbar benachbarte Zapfstellen
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4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale
(z.B. Waschbecken, Dusche und Spülbecken) versorgt werden,
können Platz sparende elektrische oder gasbeheizte Durchlauferhitzer und Vorratswasserheizer sowie mit Nachtstrom
elektrisch beheizte Speicher mit einem Volumen von 80 bis 150
Litern eingebaut werden.
Elektrisch beheizte Durchlauferhitzer benötigen allerdings hohe
Leistungen. Ihr Anschluss an das Stromnetz muss deshalb vom
zuständigen Energieversorgungsunternehmen genehmigt werden. Vollelektronische Geräte garantieren dabei gleich bleibende
Zapftemperaturen und sind daher auch zum Duschen geeignet.
Alle dezentralen Systeme haben den Vorteil, dass die einzelnen Wärmeerzeuger gezielt zu- beziehungsweise abgeschaltet
werden können und dass die Warmwassertemperatur individuell an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden kann.
4.2.4 Die Sonne als Energiequelle
Solarthermie
Solarkollektoren sammeln Sonnenlicht und wandeln es in
Absorbern in Wärme um. Kollektoren werden möglichst nach
Süden ausgerichtet und gegen die Sonne geneigt. Im Jahres-
Die Absorber werden von einem frostsicheren Wärmeträgermedium (Wasser-Glykol-Gemisch) durchströmt, das die Wärme aufnimmt und in den Warmwasserspeicher transportiert.
Dort wird die Wärme über Solarwärmetauscher an das Brauchwarmwasser abgegeben.
Liefert die Solaranlage nicht genügend Wärme um das Brauchwarmwasser zu erhitzen, heizt die Heizungsanlage das Wasser im Warmwasserspeicher auf. Über das ganze Jahr gesehen bereitet die Solaranlage (ca. 6 m² Kollektorfläche in einem
4-Personen-Haushalt) ca. 70 Prozent des benötigten Warmwassers auf.
Neben der Bereitstellung von Brauchwarmwasser können
solarthermische Anlagen auch zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden. Im Gegensatz zur Brauchwarmwasserbereitung wird eine größere Kollektorfläche (ca. 10 bis 20 m²)
benötigt und der solare Deckungsgrad beträgt, je nach Gebäudedämmstandard, 10 bis 30 Prozent.
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oder des Neigungswinkels den Ertrag nur wenig reduzieren.
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4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale
Photovoltaik
Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich Photovoltaikanlagen.
Hier wird Sonnenenergie nicht wie bei der solarthermischen
Anlage in Wärme sondern direkt in elektrische Energie umgewandelt, die dann ins Stromnetz eingespeist wird. Da die Solarzellen Gleichstrom produzieren, muss dieser mit Hilfe eines
Wechselrichters vor der Netzeinspeisung erst in stromnetzfähigen Wechselstrom umgewandelt werden. Nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sind die Netzbetreiber (Energieversorgungsunternehmen = EVU) verpflichtet, den solar
erzeugten Strom abzunehmen und mit einem festgelegten
Betrag zu vergüten (Einspeisevergütung).
Die Höhe der Einspeisevergütung in Cent pro Kilowattstunde
für Photovoltaik-Anlagen hängt vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme ab und bleibt über 20 Jahre konstant. Die ins Netz eingespeiste Strommenge wird vom Strom-Einspeisezähler erfasst.
Neben dem oben beschriebenen netzgekoppelten System ist
auch die Eigennutzung des Solarstroms möglich. Zunächst
wird der Strombedarf des Hauses gedeckt. Überschüssiger
Sonnenstrom lädt automatisch einen Batteriespeicher oder
fließt, sobald der Batteriespeicher geladen ist, in das öffentliche
Stromnetz (Einsparvergütung nach EEG).
Entsorgungsfachbetrieb gem. § 52 KrwG / AbfG
Containerdienst
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5. Förderprogramme im Überblick
Bei Ihrem Vorhaben, ein älteres Gebäude umfassend zu sanieren und damit den Energieverbrauch deutlich zu senken, können Sie zahlreiche Förderprogramme auf Bundes-, Landesund kommunaler Ebene in Anspruch nehmen.
Förderprogramme unterliegen generell ständigen Modifizierungen und Änderungen, weshalb die Gültigkeit der verschiedenen Programme bei der Planung Ihres Vorhabens auf ihre
Aktualität hin überprüft werden müssen (z.B. die Kumulierbarkeit mit anderen Fördermaßnahmen).
5.1 Bundesförderung
Programme der KfW
Energieeffizient Bauen: Das Förderprogramm dient der zinsgünstigen langfristigen Finanzierung der Errichtung, Herstellung oder des Ersterwerbs von KfW-Effizienzhäusern.
Energieeffizient Sanieren – Kredit: Das Förderprogramm
dient der zinsgünstigen langfristigen Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Minderung des CO Ausstoßes bei bestehenden Wohngebäuden. Neben der
Sanierung zum KfW-Effizienzhaus ist die Förderung von Einzelmaßnahmen möglich.
Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss: Das Förderprogramm dient der Förderung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Minderung des CO -Ausstoßes bei
bestehenden Wohngebäuden. Neben der Sanierung zum KfWEffizienzhaus ist die Förderung von Einzelmaßnahmen möglich.
Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung: Mit dem Förderprogramm gewährt die KfW einen Zuschuss für die energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen externen
Sachverständigen während der Sanierungsphase.
Altersgerecht Umbauen: Das Programm Altersgerecht
Umbauen unterstützt den Abbau von Barrieren in bestehenden
Wohngebäuden unabhängig vom Alter und jeglicher Einschränkung der Nutzer durch zinsgünstige Darlehen.
Garten- & Landschaftsbau
Dipl.-Ing. T. Kaufmann
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Mobil 0171 5704706
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KfW-Wohneigentumsprogramm: Das KfW-Wohneigentumsprogramm unterstützt den Bau oder Erwerb von selbst genutzten Eigenheimen und Eigentumswohnungen in Deutschland
sowie den Erwerb von Genossenschaftsanteilen durch zinsgünstige Darlehen.
Erneuerbare Energien-Standard: Dieses KfW-Programm fördert die Installation von Photovoltaik-Anlagen in Form eines
zinsgünstigen Darlehens.
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5. Förderprogramme im Überblick
Anträge für die KfW-Programme sind grundsätzlich vor Maßnahmenbeginn zu stellen (außer Energieeffizient Sanieren –
Baubegleitung) und werden, bis auf die Zuschussprogramme,
über Ihre Hausbank abgewickelt.
Weitere detaillierte Informationen zu diesen und weiteren
KfW-Programmen erhalten Sie im Internet unter www.kfw.de.
Programm des Bundesamtes für Wirtschaft und
Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Das BAFA unterstützt Ihre Gebäudesanierung in Form von einmaligen Zuschüssen in den Bereichen Solarkollektoranlagen,
Biomasseanlagen, Wärmepumpen und Mini-KWK-Anlagen.
Die Anträge können mit Ausnahme der Mini-KWK-Anlagen bis
zu einem halben Jahr nach Inbetriebnahme der technischen
Anlage gestellt werden.
Solarkollektoranlagen: Bei der Errichtung von Solarkollektoranlagen zur Warmwasserbereitung, zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, zur Bereitstellung von Prozesswärme und zur solaren Kälteerzeugung
gewährt das BAFA einen Zuschuss. Die Zuschusshöhe hängt
von der Größe und dem Typ der Solarkollektoranlage ab und
wird, mit Ausnahme der Anlagen zur Bereitstellung von Prozesswärme, nur im Gebäudebestand gewährt.
Biomasseanlagen: Im Bereich der Biomasseanlagen sind Pelletöfen mit Wassertasche, Pelletkessel, Holzhackschnitzelfeuerungen und Scheitholzvergaserkessel im Gebäudebestand
förderfähig. Die Zuschusshöhe hängt von der Anlagenleistung
und dem Typ der Biomasseanlage ab.
Wärmepumpen: Bei den Wärmepumpen (sowohl elektrisch
als auch gasbetrieben) sind Luft/Wasser-Wärmepumpen, Wasser/Wasser-Wärmepumpen und Sole/Wasser-Wärmepumpen
förderfähig. Die Zuschusshöhe hängt vom Typ der Wärmepumpe ab und wird nur für Bestandsgebäude gewährt.
Mini-KWK-Anlagen: Förderfähig ist die Installation wärmegeführter Mini-KWK-Anlagen (KWK = Kraft-Wärme-Kopplung:
gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom) im Leistungsbereich bis einschließlich 20 kW elektrisch im Gebäudebestand. Die Zuschusshöhe hängt von der elektrischen Anlagenleistung ab und wird nur für gelistete Mini-KWK-Anlagen
gewährt. Der Antrag auf Förderung ist vor der Errichtung der
Anlage zu stellen.
Energiesparberatung: Die Förderung besteht in der Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zuschusses zu den in Rechnung gestellten Ausgaben für die Beratung (Beratungshonorar). Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Anzahl der
Wohneinheiten des zu beratenden Gebäudes sowie der Höhe
des Beratungshonorars.
Weitere Informationen zu den Programmen des BAFA
erhalten Sie unter www.bafa.de.
5.2 Landesförderung
Förderprogramm für hochenergieeffiziente Gebäude durch
das Land Rheinland-Pfalz
Das Förderprogramm zielt darauf ab, Eigentümer von Immobilien im Neubau und im Bestand in Rheinland-Pfalz in einem
anspruchsvollen Pilotvorhaben dauerhaft von steigenden Energiepreisen zu entkoppeln. Dabei geht es jeweils um die Verbindung von hocheffizientem Wärmestandard mit dem Einsatz
erneuerbarer Energien. Die Förderung erfolgt durch Zuschüsse. Der Antrag muss vor Bau- bzw. Sanierungsbeginn gestellt
werden. Die Zuschüsse werden nach Baufertigstellung und der
Vorlage eines erfolgreichen Qualitätstests, dem sog. „Luftdichtigkeitstest“ (Blower-Door-Test), ausgezahlt.
Weitere Infos erhalten Sie im Internet unter www.eor.de.
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5. Förderprogramme im Überblick
Weitere Infos zum Thema:
Förderung der Modernisierung durch
das Land Rheinland-Pfalz
In diesem Programm des Landes Rheinland-Pfalz wird die
Modernisierung von selbst genutztem Wohneigentum und von
Mietwohnungen gefördert. Anträge auf Förderung sind vor
Beginn der Modernisierungsarbeiten bei der Stadt- oder Kreisverwaltung, in deren Gebiet das Wohngebäude liegt, zu stellen.
Die Förderung ist an die Unterschreitung festgelegter Einkommensgrenzen gebunden.
Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter
www.isb-rlp.de.
5.3 Kommunalförderung
Geschichte erleben – Zukunft gestalten
Förderung der energetischen Sanierung von Wohngebäuden der Stadt
Ingelheim am Rhein
Gefördert werden Wärmedämmmaßnahmen, der Austausch
von Ein- und Zweischeibenfenstern und Glasbausteinen sowie
die Erneuerung der Heizungstechnik. Die Förderung erfolgt in
Form eines Zuschusses; die Antragstellung ist bis zu einem halben Jahr nach Fertigstellung der Sanierungsmaßname erfolgen
möglich (Maßgebend ist das Datum der Schlussrechnung des
ausführenden Fachunternehmens). Es können nur solche Maßnahmen gefördert werden, die von Fachunternehmen ausgeführt wurden, in Eigenleistung erbrachte Maßnahmen sind nicht
förderfähig. Bei den Wärmedämmmaßnahmen und der Fenstererneuerung sind die Mindestanforderungen gemäß den Förderrichtlinien einzuhalten. Bei der Erneuerung der Heizungstechnik
wird unterschieden nach Maßnahmen mit oder ohne Einhaltung
der BAFA-Kriterien. Antragstelle ist das Amt für Bauen, Planen
und Umwelt der Stadt Ingelheim am Rhein.
Weitere Informationen sowie die Förderrichtlinien und
Antragsformulare erhalten Sie im Internet oder telefonisch
unter www.ingelheim.de bzw. 06132 782-199.
Rheinhessische
Die Rheinhessische hat in den letzten Jahren verschiedene,
zeitlich befristete Förderprogramme für die Heizungserneuerung aufgelegt.
Informationen über aktuelle Fördermöglichkeiten erhalten Sie vom Energieberater der Rheinhessischen unter
der Telefonnummer 06132 7801-114 oder im Internet unter
www.rheinhessische.de.
Neben den bereits aufgeführten Internet-Seiten und Telefonnummern gibt es noch weitere Internetadressen, die sich mit
der Gebäudesanierung und deren Fördermöglichkeiten sowie
dem Thema Energie im Allgemeinen beschäftigen:
• www.energiefoerderung.info
Zusammenstellung der Fördermöglichkeiten in Abhängigkeit
von der baulichen bzw. energetischen Maßnahme und dem
Wohnort (Postleitzahlensuche).
• www.thema-energie.de
Energie-Spartipps für Haus und Wohnung, Mobilität sowie
Fakten zu erneuerbaren Energien.
• www.zukunft-haus.info
Wirtschaftliche Energiesparmöglichkeiten im Alt- und Neubau
für Bauherren und Fachleute und Informationen zum Energieausweis.
• www.enbausa.de
Wissen und Neuigkeiten zum energetischen Bauen und
Sanieren
• www.initiative-energieeffizienz.de
Tipps und praktische Informationen rund um die effiziente
Stromnutzung im Haushalt, Industrie und Gewerbe sowie im
Dienstleistungssektor.
• www.solarserver.de
Das Internetportal zur Sonnenenergie.
• www.unendlich-viel-energie.de
Informationsportal zu erneuerbare Energien.
• www.fnr.de
Informationen zum Thema nachwachsende Rohstoffe und
biogene Treibstoffe der Fachagentur für nachwachsende
Rohstoffe.
• www.intelligent-heizen.info
Aktuelle Infos rund um die Themen Heizungsmodernisierung,
Heizungstechniken und Energieeinsparung.
Inserentenverzeichnis
Angnes + Rohde GmbH
Ingenieure
Ottonenstr. 33
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 90880
Kaiser
10
Aqua Concept GmbH
Bausanierungen
Binger Str. 2
55262 Heidesheim
Tel.: 06132 657232
U2
8
13
6
14
U2
17
14
4
Gundlach
Sanitär-Heizung-Solar
Bahnhofstr. 108
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 899690
Heiztechnik
Wilh.-von-Erlanger-Str. 50 – 52
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 3491
Architekten
An der Burgkirche 11
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 7196911
Ingenieurbüro
Tassilostr. 11
55218 Ingelheim
Tel.: 06130 325358
Kübeldienste u. Transporte
Vorderer Böhl 42
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 3423
Heizung-Wasser-Solar
Bahnhofstr. 89
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 2153
4
19
10
Binger Straße 135
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 78010
U4
Vermessungsbüro
Bahnhofstr. 44
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 76141
13
Isoliertechnik
Hauptstr. 20
56459 Pottum
Tel.: 02664 4999009
13
Schuster
17
Architekturbüro
Im Saal 10
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 76518
7
Taurus GmbH
7
Containerdienst, Schrott- u. Metallhandel
An der Griesmühle 13
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 8971026
21
VWT GmbH
U2
Wärmetechnik
Carl-von-Linde-Str. 12
55129 Mainz
Tel.: 06131 554545
15
Zimmermann
U2
4
Pax AG
Fenster und Türen
Neuweg 7
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 791110
19
Schulze
Morawitz Rainer, Dipl.-Ing.
Vermessungsbüro
Bingen Str. 66
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 716881
Sanitär & Heizung
Kempter Weg 5
55437 Ockenheim
Tel.: 06725 5306
Schröder Rolf-Dieter, Dipl.-Ing.
MAY, Inh. J. Weindorf
Fussboden und Farbenwelt, Inh. V. Pieroth
Fachhandel für Bodenbeläge und Farben
Am Nahering 12
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 9828811
22
May
Friedrich Ruppert
Schreinerei
Auf dem Graben 12
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 2698
Vermessungsbüro
Rüdesheimer Str. 44
55545 Bad Kreuznach
Tel.: 0671 837970
7
Rheinhessische Energie- und
Wasserversorgungs-GmbH
Martin Gelhausen
Erbelding KG
Wohnideen
Kapuzinerstr. 30
55411 Bingen
Tel.: 06132 3334
3
Kulla
EPO Concept GmbH
Betoninstandsetzung
Binger Str. 2
55262 Heidesheim
Tel.: 06132 657232
Garten- & Landschaftsbau
Otto-Hahn-Str. 6
55435 Gau-Algesheim
Tel.: 06725 307123
Planungsbüro für Architektur
Schifferstr. 9
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 84930
Reckert
KORUS GmbH
David Grün
Kanalservice
Am Wasserwerk 4
55268 Nieder-Olm
Tel.: 06136 7630177
Bauunternehmung
Rheinstr. 194b
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 9955-0
Kiehl Jürgen, Dipl.-Ing.
Bussmer & Orben
Natursteine
Mainzer Str. 16
55545 Bad Kreuznach
Tel.: 0671 8833-0
18
Kaufmann
Berlenbach, Inh. R. Fleischer
Elektrotechnik
Rheinstr. 92 u. 165
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 87406
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Karl Gemünden GmbH & Co. KG
Architektenkammer Rheinland-Pfalz
Körperschaft d. öffentlichen Rechts
Hindenburgplatz 6
55118 Mainz
Tel.: 06131 99800
Elektrotechnik
Grundstr. 4
55218 Ingelheim
Tel.: 06132 2154
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Bedachungen
Binger Weg 13
55437 Ockenheim
Tel.: 06725 95767
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Die Rheinhessische.
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