Geschichte erleben – Zukunft gestalten Sanieren und Energie sparen 2012 Informationsbroschüre Garagenbeschichtung Kompetente Partner MAY Kübeldienste und Transporte GmbH - Entsorgungsfachbetrieb - Vorderer Böhl 42 • 55218 Ingelheim am Rhein Tel. 0 61 32 / 34 23 • Fax 7 60 29 www.may-kuebeldienst.de IMPRESSUM Herausgegeben in Zusammen arbeit mit der Stadt Ingelheim. Änderungswünsche, Anregungen und Ergänzungen für die nächste Auflage dieser Broschüre nimmt die Verwaltung oder das zuständige Amt entgegen. Titel, Umschlag- PUBLIKATIONEN gestaltung sowie Art und Anordnung des Inhalts sind zugunsten des jeweiligen Inhabers dieser Rechte urheberrechtlich geschützt. Nachdruck und Übersetzungen in Print und Online sind – auch auszugs weise – nicht gestattet. INTERNET Quellennachweis: Stadt Ingelheim am Rhein C.A.R.M.E.N. e.V., Deutsche Energie Agentur GmbH mediaprint infoverlag KARTOGRAFIE MOBILE WEB mediaprint infoverlag gmbh Lechstraße 2, D-86415 Mering Tel. +49 (0) 8233 384-0 Fax +49 (0) 8233 384-103 [email protected] www.mediaprint.info www.total-lokal.de 55218038/ 3. Auflage / 2012 1 Grußwort des Oberbürgermeisters Ralf Claus Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Wir alle wissen, dass die Vorräte an Öl, Gas oder Kohle über kurz oder lang unwiederbringlich verbraucht sein werden. Wir wissen auch, dass bei der Energieerzeugung klimaschädliches Kohlendioxid in die Atmosphäre abgegeben wird. Deshalb muss mit den wertvollen Rohstoffen sparsam umgegangen werden. Die vorhandenen Möglichkeiten zur Energieeffizienz sind auszunutzen und auszubauen. Darüber hinaus muss der globale Klimaschutz von uns allen ernst genommen werden. ter, Heizung oder Wärmedämmung in die Realität umsetzt. Energiesparendes und gemütliches Wohnen schließen sich übrigens nicht aus. Die vorliegende Broschüre gibt Ihnen bereits erste wichtige Informationen zu allen Bereichen der Sanierung und Energieeinsparung. Lassen Sie sich von unserem Energieberater Unterstützung geben für Ihre optimale Sanierung und helfen Sie mit Ihren Maßnahmen, Energie zu sparen und die immer teurer werdenden Strom- und Heizkosten zu senken. Die Stadt Ingelheim hat ein Klimaschutzkonzept beauftragt, das bereits den bisherigen Verbrauch an Energie und den Ausstoß an CO bilanziert hat. Dabei entfallen die größten Anteile des CO -Ausstoßes auf die privaten Haushalte und den Verkehr. Eine Reihe unterschiedlicher Maßnahmen werden nun durchgeführt werden. Ein Baustein dabei ist die Förderung der privaten Haushalte mit dem Förderprogramm der Stadt Ingelheim, die schon seit drei Ralf Claus Jahren energetische Sanierungen wie neue Fens- Oberbürgermeister 2 Grußwort des Beigeordneten Werner Kappesser Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, aufgrund der regen Nachfrage nach der 1. und 2. Auflage der Broschüre „Sanieren und Energie sparen“ und dem weiterhin bestehenden Informationsbedarf bei Gebäudemodernisierungen hat sich die Stadt Ingelheim am Rhein dazu entschlossen, eine 3. Auflage des Ratgebers zu veröffentlichen. Mittlerweile haben sich gerade im Bereich der Förderung von Sanierungsmaßnahmen viele Neuerungen ergeben, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. Darüber hinaus gibt es viele technische Möglichkeiten, den individuellen Charakter von Fassaden, Fenstern oder Dächern zu erhalten und trotzdem Energie zu sparen. Auch Denkmalschutz und niedriger Energieverbrauch schließen einander nicht aus. Als Besitzer eines Ein- oder Mehrfamilienhauses werden Sie früher oder später darüber nachdenken, an Ihrem Haus kleinere oder größere Instandsetzungen oder Modernisierungen vorzunehmen. Das ist der beste Zeitpunkt, auch in Energieeinsparung zu investieren. Gut vorbereitet, gewinnen Sie gleich dreifach: Erstens: Sie senken Ihre Energiekosten und machen sich damit unabhängiger von den künftigen Entwicklungen der Preise für Gas, Öl oder Strom. Zweitens: Sollten Sie sich eines Tages dazu entscheiden, Ihr Haus zu verkaufen oder zu vermieten, gilt geringer Energieverbrauch als wertsteigernd. Drittens: Ein energetisch sinnvoll modernisiertes Haus bietet nicht zuletzt einen hohen Wohnkomfort und ein angenehmes Wohnklima. Lassen Sie sich von diesem Ratgeber anregen und Mut machen zur Planung Ihrer ganz individuellen Modernisierung. Ob Sie gleich umfassend modernisieren oder Schritt für Schritt: Jede Kilowattstunde, die Sie sparen, zahlt sich aus – für Sie, Ihr Haus und die Umwelt. Werner Kappesser Beigeordneter 3 Inhaltsverzeichnis Karl Gemünden GmbH & Co. KG Grußwort des Oberbürgermeisters .............................1 Grußwort des Beigeordneten .....................................2 Branchenverzeichnis ..................................................4 1. Sanieren und Energiesparen als Geldanlage ........5 2. Gut geplant ans Ziel: Der Sanierungsfahrplan .......7 3. Ermittlung des Gebäude-Energiestandards .........10 4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotentiale ..12 4.1 Sanierung der Gebäudehülle .............................. 12 4.1.1 Dämmung der Außenwand .................................. 12 4.1.2 Dämmung des Daches ........................................ 14 4.1.3 Dämmung der Kellerdecke .................................. 15 4.1.4 Fenster und Rollläden.......................................... 16 4.2 Modernisierung der Haustechnik ........................ 17 4.2.1 Heizungsanlagen ................................................. 17 4.2.2 Energieträger ....................................................... 17 4.2.3 Warmwasserbereitung ......................................... 19 4.2.4 Die Sonne als Energiequelle ............................... 20 5. Förderprogramme im Überblick ...........................22 Impressum ............................................................... U2 Inserentenverzeichnis.............................................. U3 U= Umschlagseite Reinklicken und Ihre Kommune mobil erleben www.total-lokal.de Ihr Bauunternehmen mit Tradition „Wir bauen mit Menschen für Menschen.“ Die Karl Gemünden GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches Unternehmen mit zur Zeit ca. 300 Mitarbeitern, das seit seiner Gründung in der Kreisstadt Ingelheim am Rhein ansässig ist. Zahlreiche Bauwerke in und um unsere Heimatstadt zeugen von dieser langjährigen Tradition. Um einen optimalen Service an Flexibilität und hochwertiger Qualitätsarbeit zu garantieren, wird ständig in die Qualifikation unserer Mitarbeiter, in Dienstleistungen, Ausstattungen und moderne Baugeräte investiert. Solides Handwerk und Dienstleistungen rund um die Uhr sind die Richtschnur für unser Unternehmen. Über einhundert Jahre Erfahrung im Baugewerbe haben uns gelehrt, sensibel auf die innovativen Neuerungen der Zeit zu reagieren. Rheinstr. 194b 55218 Ingelheim e-mail: [email protected] www.gemuenden-bau.de 4 Branchenverzeichnisnis Liebe Leser! Hier finden sie eine wertvolle Einkaufshilfe, einen Querschnitt leistungsfähiger Betriebe aus Handel, Gewerbe und Industrie, alphabetisch geordnet. Alle diese Betriebe haben die kostenlose Verteilung Ihrer Broschüre ermöglicht. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.alles-deutschland.de. Architektenkammer Rheinland-Pfalz ....................................... 8 Heizungsbau..........................................................................U2 Architekturbüros ................................................................ 7, 17 Ingenieurbüro .................................................................... 7, 10 Badsanierung ........................................................................ 19 Innenarchitektur ....................................................................... 7 Bau-Sachverständige ............................................................U2 Isoliertechnik.......................................................................... 13 Bauunternehmung ................................................................... 3 Kanalservice .......................................................................... 14 Bauwerkinstandsetzung ........................................................U2 Katasterauskunft.................................................................... 13 Brandschutz........................................................................... 13 Kübeldienst ............................................................................U2 Containerdienst ...............................................................U2, 21 Natursteine .............................................................................. 6 Dachdecker ........................................................................... 23 Notdienst ............................................................................... 15 Elektrofachhandel .................................................................. 18 Planungsbüro .......................................................................... 7 Elektrotechnik .................................................................. 13, 18 Raumausstattung .................................................................. 17 Energieversorgung ................................................................U4 Sachverständiger................................................................... 23 Entsorgungsbetrieb ...............................................................U2 Schreinerei ............................................................................ 14 Farben ..................................................................................... 4 Schrott-, Metallhandel............................................................ 21 Fenster und Türen ................................................................... 5 Solartechnik .....................................................................10, U2 Fussböden ............................................................................... 4 Vermessungsbüros ............................................................ 4, 13 Gardinen .................................................................................. 4 Wasserversorgung ................................................................U4 Garten- und Landschaftsbau ................................................. 22 U = Umschlagseite Heizung und Sanitär .................................................. 10, 15, 19 Vermessungsbüro RAUMAUSSTATTUNG s Ehemal erner W n e Farb Volker Pieroth INHABER Nahering 12 55218 Ingelheim Tel 0 61 32-89 73 77 Tel 0 61 32-9 82 88 11 www.fussboden-und-farbenwelt.de Gardinen · Bodenbeläge · Farben · Tapeten Wir liefern · verlegen · reinigen und ketteln · malen und tapezieren *(20(7(5 LP %'9, .DWDVWHU XQG,QJHQLHXU YHUPHVVVXQJHQDOOHU$UW 9HUPHVVXQJVEUR 'LSO,QJ -UJHQ.LHKO gIIHQWOLFKEHVWHOOWHU 9HUPHVVXQJVLQJHQLHXU .DWDVWHUDXVNXQIW 5GHVKHLPHU6WUDH%DG.UHX]QDFK 7HOHIRQ(0DLOLQIR#YHUPHVVXQJVEXHURNLHKOGH Morawietz Grundstücksvermessung Bauvermessung Lage- und Höhenpläne Katasterauszüge Katastervermessung Bauwerksüberwachung Dipl.-Ing. Rainer Morawietz Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur Beratender Ingenieur Binger Straße 66 55218 Ingelheim Fon 0 61 32 - 71 68 81 Fax 0 61 32 - 71 68 82 E-Mail: [email protected] www.vermessungsbuero-morawietz.de www.mein-profi.de 5 1. Sanieren und Energie sparen als Geldanlage Energiesparende Sanierungsmaßnahmen sind eine Investition in die Zukunft Die meisten Häuser in der Bundesrepublik wurden in einer Zeit gebaut, als Energieverbrauch und Umwelt kein Thema waren. Sie verursachen hohe Heizkosten, haben oft ein unbehagliches Raumklima und belasten Umwelt und Geldbeutel. Die meisten Hauseigentümer ahnen oft nicht, wie leicht und rentabel sie mit den heutigen Möglichkeiten das Wohnklima optimieren und Heizkosten sparen können. EU-Richtlinie zur Gebäude-Energie-Effizienz Käufer oder Mieter erfahren oft wenig über den Energiebedarf, wenn sie eine Immobilie beziehen. Seit Mitte des Jahres 2008 sehen sie jedoch klarer, denn die EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden ist in einer Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) in nationales Recht umgesetzt worden. Bei jedem Verkauf eines Hauses oder der Neuvermietung einer Wohnung kann der Kauf- oder Mietinteressent ein Zertifikat über den Energiebedarf, den so genannten Energieausweis, vom Verkäufer bzw. Vermieter verlangen. Dieser Energieausweis informiert Verbraucher objektiv. Jeder Interessent kann den Energiebedarf von Häusern bundesweit vergleichen; Mieter und Verbraucher können einfach ablesen, ob sie mit eher hohen oder niedrigen Energiekosten rechnen müssen. Der Energiepass ermöglicht den Vergleich verschiedener Objekte und wird so maßgebliches Argument bei der Wohnungs- oder Hauswahl. Wichtige Sanierungstipps Eigentümern zeigen die im Energieausweis integrierten Modernisierungs-Tipps, mit welchen Sanierungsmaßnahmen das Gebäude energetisch ertüchtigt werden kann. Wohnungsunternehmer erhalten wertvolle Informationen für das Instandsetzen und Modernisieren sowie den Verkauf von Objekten. Bis zu 70% weniger Energieverbrauch So können durch die richtige Kombination von Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen Heizkosten und Energieverbrauch um 60 – 70 Prozent reduziert werden. Im Vordergrund jeder Maßnahme stehen dabei die angenehme Behaglichkeit und ein Wohlfühlklima für alle Bewohner. Fenster & Türen 6 „Geld-zurück-Garantie“ ENERGIEAUSWEIS für Wohngebäude gemäß den §§ 16 ff. Energieeinsparverordnung (EnEV) 2 Berechneter Energiebedarf des Gebäudes Energiebedarf Endenergiebedarf CO2-Emissionen 1) kg/(m²·a) Gerade im Hinblick auf das reduzierte Einkommen im Alter wird die Bedeutung der heute notwendigen Modernisierungsmaßnahmen zur späteren Heizkostenentlastung konsequent aufgezeigt. Die beste Geldanlage ist Ihr Haus. kWh/(m²·a) 0 50 100 150 200 250 300 350 400 Die Frage nach der Amortisation schließt die danach beginnende Gewinnzone ein und zeigt, dass Energiesparmaßnahmen durch die Heizkostenentlastung eine eingebaute „Geld-zurückGarantie“ haben. >400 kWh/(m²·a) Primärenergiebedarf („Gesamtenergieeffizienz“) Nachweis der Einhaltung des § 3 oder § 9 Abs. 1 EnEV 2) Primärenergiebedarf Energetische Qualität der Gebäudehülle Gebäude Ist-Wert kWh/(m²·a) Gebäude Ist-Wert HTѳ W/(m²·K) EnEV-Anforderungswert kWh/(m²·a) EnEV-Anforderungswert HTѳ W/(m²·K) Endenergiebedarf Gesamt in kWh/(m2 ·a) Jährlicher Endenergiebedarf in kWh/(m2 ·a) für Energieträger Heizung Sonstige Angaben Warmwasser Hilfsgeräte 3) Vergleichswerte Endenergiebedarf Staatliche Förderung Einsetzbarkeit alternativer Energieversorgungssysteme nach § 5 EnEV vor Baubeginn geprüft 0 50 100 150 200 250 300 350 400 >400 Alternative Energieversorgungssysteme werden genutzt für: Heizung Warmwasser Lüftung Kühlung Schachtlüftung Lüftungskonzept Die Lüftung erfolgt durch: Fensterlüftung Lüftungsanlage ohne Wärmerückgewinnung Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung 4) Erläuterungen zum Berechnungsverfahren Das verwendete Berechnungsverfahren ist durch die Energieeinsparverordnung vorgegeben. Insbesondere wegen standardisierter Randbedingungen erlauben die angegebenen Werte keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Energieverbrauch. Die ausgewiesenen Bedarfswerte sind spezifische Werte nach der EnEV pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche (AN). 1) 2) freiwillige Angabe nur in den Fällen des Neubaus und der Modernisierung auszufüllen 3) 4) Durch wohlüberlegte Investitionen können erheblich Energiekosten gespart werden. Rechnen Sie doch mal, ob Ihr Geld ins Haus investiert nicht viel mehr Nutzen abwirft als auf der Bank. Warten Sie mit der Modernisierung nicht bis zum Ende der gesetzlichen Fristen. Dann sind die Handwerksbetriebe überfordert und können nur noch in Eile und unter Zeitdruck arbeiten. Nein – machen Sie es gleich! ggf. einschließlich Kühlung EFH – Einfamilienhäuser, MFH – Mehrfamilienhäuser Wer sich entschließt, zur Tat zu schreiten, wird in seinem Vorhaben, Energie zu sparen, auch von der öffentlichen Hand unterstützt. Zuschüsse zur Energiesparberatung und für verschiedene Energieeinsparmaßnahmen gibt es auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene (siehe Kapitel 5). 7 2. Gut geplant ans Ziel: Der Sanierungsfahrplan Haben Sie gerade ein Haus gekauft und planen eine umfassende Erneuerung? Oder wohnen Sie schon lange in Ihrem Haus und es stehen die ersten größeren und kleineren Renovierungsarbeiten an? In beiden Fällen empfiehlt es sich, die Modernisierung Ihres Gebäudes mit Energie sparenden Maßnahmen zu verbinden. Auf diese Weise können Sie nicht nur Ihren Wohnkomfort steigern, sondern auch Energie und damit Kosten sparen. Sinnvoll kombinierte und fachgerecht aufeinander abgestimmte Maßnahmen erhöhen das Potenzial für die Einsparung von Energiekosten. Eine umfassende Modernisierung kann den Wert Ihres Hauses dauerhaft steigern. Ob Sie nur kleinere Instandsetzungsmaßnahmen oder eine größere Modernisierung planen, in jedem Fall empfiehlt sich eine gründliche Analyse des baulichen und energetischen Zustands Ihres Hauses im Rahmen einer Energieberatung. Dadurch erhalten Sie wichtige Hinweise, welche Arbeiten vordringlich sind und in welchen Schritten Sie die weitere Modernisierung realisieren und finanzieren können. Es lohnt sich, vorausschauend zu planen und Arbeiten, die erst in ein paar Jahren fällig werden, in ein Gesamtkonzept einzubeziehen. etwaiger Schäden. Das Ergebnis ist eine Liste der notwendigen Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten und eine Empfehlung über die dringlichsten Arbeiten. 2.1 Umfassende Analyse sorgt für Überblick Hinzu kommt eine energetische Bestandsaufnahme. Hier wird überprüft, an welchen Stellen Ihr Haus zu viel Energie benötigt, wie Sie Energie einsparen können und wie sich die notwendigen Arbeiten ggf. mit einer baulichen Instandsetzung koppeln lassen. Der Ausgangspunkt jeder Modernisierung ist die bauliche Analyse des Gebäudes. Dazu gehört die Begutachtung aller wichtigen Bauteile und der Anlagentechnik, ihres Zustandes und Einen ersten Hinweis darauf, wie hoch das Einsparpotenzial in Ihrem Haus ist, gibt Ihnen der Verbrauchskennwert, den Sie einfach selbst errechnen können (siehe Kapitel 3). Aller- planARTESolar ,QJHQLHXUEUR0*HOKDXVHQ Planungsbüro für Architektur und Innenarchitektur Yvonne Leon- Weinz Dipl. Ing. Innenarchitektin Schifferstr. 9 55218 Ingelheim tel: 06132- 84930 mobil: 0174- 1898385 Planung und Gestaltung Aus- und Umbauplanung Sanierung Beleuchtungskonzepte Innenraumgestaltung Corporate Architecture mail: [email protected] )DFKSODQHU(QHUJLHHI¿]LHQWHU*HElXGHWHFKQLN +HL]XQJ/IWXQJ6DQLWlU 0DUWLQ*HOKDXVHQ 'LSO,QJ)+(QHUJLHX:lUPHWHFKQLN 7HO )D[ 0RELO 0DLO0*HOKDXVHQ#JP[GH ,QJHQLHXUEUR0*HOKDXVHQ 7DVVLORVWUDVVH ,QJHOKHLP .FIS /BDIEFOLFO G×ISU[VXFOJHFS"VGXBOEVOEXFOJHFS&OFSHJFLPTUFO #BVFONJU1MBO.FIS*OGPSNBUJPOVOUFSXXXEJFBSDIJUFLUFOPSH Mehr Nachdenken Energetische Sanierungen bringen mehr Ersparnis und mehr Komfort Jede Waschmaschine, jeder Kühlschrank wird heute in Energieeffizienz-Klassen eingeteilt: Rot steht für einen hohen, grün für einen niedrigen Energieverbrauch. Genauso leicht können Käufer und Mieter die Energieeffizienz ihres Wohngebäudes auf dem Energieausweis ablesen und damit beurteilen, wie hoch die Energiekosten sein werden. Und der zu erwartende Energieverbrauch eines Hauses oder einer Wohnung wird eine immer wichtigere Entscheidungsgröße beim Kauf oder bei der Modernisierung eines Gebäudes. Denn für den Altbau gilt ebenso wie für den Neubau: Die Kosten für den Betrieb eines Hauses übertreffen im Laufe der Jahre und Jahrzehnte die Bau- und Umbaukosten deutlich. Der Hauptanteil entfällt dabei auf den Energieverbrauch – und das bei einem langfristig zu erwartenden Anstieg der Energiepreise. Hinzu kommt: Ein niedriger Energieverbrauch bedeutet den Werterhalt oder sogar die Wertsteigerung der Immobilie. In Rheinland-Pfalz gehen Schätzungen davon aus, dass rund 80 Prozent aller Gebäude aus energetischer Sicht verbessert werden sollten. Welche Energieeffizienzmaßnahmen bei einem Haus sinnvoll sind, können Hausbesitzer am besten mit Hilfe eines Architekten oder Innenarchitekten herausfinden, Fachleuten also, die über umfassende bautechnische, planerische und gestalterische Kenntnisse verfügen und ein Gebäude in seiner Gesamtheit beurteilen können. Da die bauliche Situation von vielen Faktoren abhängt und daher bei jedem Gebäude anders ist, kann eigentlich nur eine fachliche Beratung Aufschluss über die beste und effizienteste Maßnahme geben. Dies sieht auch der Gesetzgeber so und fördert die sogenannte „Vor-Ort-Ener- gieberatung“ ebenso wie Sanierungsmaßnahmen. Das Dämmen alleine hilft oft nicht weiter, ja es kann auch schmucke Fassaden verunstalten. Häuser, besonders ältere, sind auch komplizierte bauphysikalische Systeme. Um keinen Schiffbruch zu erleiden, sollte man deshalb nicht einfach irgendwo anfangen, sondern sich gründlich beraten und eine detaillierte Planung erstellen lassen. Eine Reihe von Förderprogrammen setzt sogar voraus, dass eine fachliche Planung zur Antragstellung vorliegt. Abzuwägen ist dann auch immer, wo das vorhandene Budget am besten eingesetzt wird. Sanierungsmaßnahmen sparen nicht nur Heizkosten, sondern sollten auch den Wohnkomfort erhöhen. So kann oft ohne großen Mehraufwand das Haus beispielsweise barrierefrei umgestaltet werden. Dies erleichtert nicht nur das problemlose Wohnen im Alter, sondern hilft allen Altersgruppen, besonders auch kleinen Kindern. Und Krankenhausflair gehört hier schon lange der Vergangenheit an: bodengleiche, große Duschen, breite Türen, elektrische Rollladenheber oder der Abbau von Schwellen und unnötigen Stufen sind Maßnahmen, die jetzt nur chic und bequem sind, im Alter aber mit über ein selbstbestimmtes Leben entscheiden können. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter dem Stichwort „Energie“ auf der Seite der Architektenkammer: www.diearchitekten.org. Eine Liste mit qualifizierten Architekten und Innenarchitekten steht dort unter dem Menüpunkt „fürbauherren“ / „Architektenliste“. 9 2. Gut geplant ans Ziel: Der Sanierungsfahrplan dings zeigt Ihnen diese einfache Methode nicht, ob Ihr zu hoher Verbrauch durch den baulichen Zustand des Gebäudes, etwa durch eine schlechte Dämmung oder eine veraltete Heizung, verursacht werden. Auch durch bestimmte Gewohnheiten und Verhaltensweisen der Nutzer, wie z. B. dauernde Kipplüftung, wird viel Energie verschwendet. 2.2 Finanziellen Spielraum prüfen Zur Vorbereitung einer Modernisierung gehört natürlich auch, den Finanzbedarf und den individuellen finanziellen Spielraum zu prüfen. Deswegen sollten Sie schon in der Planung staatliche Förderungen berücksichtigen. Für die meisten Modernisierungsmaßnahmen wie auch für die Baubegleitung durch einen Sachverständigen gibt es attraktive Förderprogramme, z. B. zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse der KfW Bankengruppe im Programm „Energieeffizient Sanieren". Mehr zu den Förderprogrammen finden Sie in Kapitel 5. 2.3 Gute Planung spart Kosten Nach der Energieberatung wissen Sie als Eigentümer, welche Arbeiten notwendig sind. Zusammen mit dem Energieberater können Sie nun die nächsten Schritte planen. Wenn Sie sich für kleinere Maßnahmen entschieden haben, können Sie Angebote der entsprechenden Handwerker einholen. Bei umfassenden Sanierungsmaßnahmen ist es in jedem Fall empfehlenswert, einen Architekten zu beauftragen, der den Bauablauf überwacht und auf eine gute Umsetzung achtet. Um einen in der energetischen Modernisierung von Gebäuden erfahrenen Architekten zu finden, sollten Sie sich Referenzobjekte von ihm nennen lassen. 2.4 Mindestens drei Angebote einholen Bevor Sie Handwerksfirmen beauftragen, sollten Sie mindestens drei Angebote einholen. Damit Sie die Angebote auch wirklich vergleichen können, nutzen Sie am besten einen einheitlichen Ausschreibungstext, bei dessen Erstellung Ihnen ein Energieberater helfen kann. Darin sollten die anstehenden Maßnahmen und die benötigten Mengen an Baumaterial so genau wie möglich beschrieben sein. Es ist auch sinnvoll, sich Referenzen über bereits durchgeführte Arbeiten zeigen zu lassen. Sprechen Sie ruhig auch mit anderen Hausbesitzern über deren Erfahrungen mit dem Betrieb. Ein gutes Angebot zeichnet sich durch Vollständigkeit aus. Die wesentlichen Leistungen sind genau benannt und detailliert beschrieben. Fragen Sie nach, ob die empfohlenen Leistungen und Maßnahmen auch die Anforderungen der KfW-Förderung (oder eines anderen Förderprogramms) erfüllen. Für Geräte oder Materialien sind der Hersteller, das Fabrikat und der Typ benannt. Auch die technischen Daten, Angaben zur Leistung und Qualitätsmerkmale sollten beschrieben sein, eventuell anhand von beigefügten Datenblättern des Herstellers z. B. bei Heizkesseln. In das Angebot gehören auch die genauen Rohrlängen, die Anzahl von Bauteilen (z. B. Heizkörper), Flächen (z. B. Putz) oder Volumina. 2.5 Bauvertrag, Abnahme und Einweisung Haben Sie sich für ein Angebot entschieden, empfiehlt sich häufig der Abschluss eines Bauvertrages anstelle der Beauftragung des Angebots. Im Vertrag können Sie die Punkte festlegen, die im Angebot nicht genau beschrieben sind, wie z.B. Details der Preisgestaltung, Zahlungsfristen und Mängelansprüche. Legen Sie im Vertrag auch wichtige Stufen des Bauablaufs sowie die Abnahme mit verbindlichen Terminen fest. Alle Details sollten Sie im Bauvertrag konkret vereinbaren, auch die Eigenleistungen. Achten Sie auf Terminvorgaben aus bewilligten Förderungen. Nähere Infos zur Vertragsgestaltung erhalten Sie z.B. bei der Verbraucherzentrale. Nach Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) und Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) haben Sie Anspruch darauf, dass die vereinbarte Leistung bei der Abnahme die vertraglich zugesicherten Eigenschaften hat. Der von Ihnen beauftragte Energieberater unterstützt Sie bei der Überwachung und Sicherung einer qualitativ hochwertigen Bauausführung. Lesen Sie sich das Abnahmeprotokoll sorgfältig durch, bevor Sie unterschreiben. Bestehen Sie darauf, dass Mängel umgehend beseitigt werden. Setzen Sie dafür schriftlich neue, verbindliche Fristen. Durch die sogenannten Mängelansprüche ist der Auftragnehmer innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Fristen auch zur nachträglichen Beseitigung von auftretenden Mängeln verpflichtet. Zur neuen Technik Ihres Hauses gehören beispielsweise die Regelung Ihrer Heizung oder die Lüftungsanlage. Lassen Sie sich die Handbücher aushändigen und von den Fachfirmen in die Bedienung einweisen. Sie sollten Wartungsverträge für Ihre Anlagentechnik abschließen. Je nach Umfang der durchgeführten Modernisierung können Sie in den Folgejahren mit Energie- und damit Kosteneinsparungen rechnen – Grund genug, sich auch nach einer Modernisierung Energieverbrauchsabrechnungen einmal im Jahr genauer anzusehen. Entsprechen die Einsparungen nicht den Erwartungen und lassen sich größere Abweichungen nicht durch besonders kalte Winter oder eine geänderte Gebäudenutzung erklären, bitten Sie Ihren Energieberater um eine Prüfung der Verbrauchswerte. 10 3. Ermittlung des Gebäudeenergiestandards Der erste Schritt zu einer energetisch und ökonomisch sinnvollen Gebäudesanierung ist, wie in Kapitel 2 beschrieben, die Ermittlung des Gebäudeenergiestandards. Richtwert hierfür ist der so genannte Verbrauchskennwert, der sich aus dem Jahresenergieverbrauch und der beheizten Wohnfläche errechnet. Der jährliche Energieverbrauch pro Quadratmeter ist eine ähnliche Vergleichsgröße wie der Benzinverbrauch eines Autos pro 100 km. des Öltanks kann der Verbrauch umgerechnet werden: 1 Liter Öl = ~ 1 Kubikmeter Erdgas = ~ 10 kWh. Vergleichen Sie nun Ihre persönliche Energiekennzahl mit den Werten in der folgenden Tabelle: Energiekennzahl kWh/m²a Bewertung Gebäudetyp Bis 20 Optimal Passivhaus Energiekennzahl selbst berechnen 20–50 Sehr gut gutes Niedrigenergiehaus Die Energiekennzahl kann leicht selbst berechnet werden: Der Jahresheizenergieverbrauch wird durch die beheizte Wohnfläche dividiert. Ist in dem Energieverbrauch die Warmwasserbereitung mit enthalten, so werden pauschal 1.000 kWh für jede im Haushalt lebende Person vor der Division abgezogen. 50–80 Gut Energieeinsparverordnung 80–120 Befriedigend Wärmeschutzverordnung ´95 120–160 Verbesserungswürdig Wärmeschutzverordnung ´84 160–200 Mangelhaft Sanierungsbedarf Über 200 Ungenügend dringender Sanierungsbedarf Der Energieverbrauch – am besten sind gemittelte Werte über die letzten 3 Jahre – kann den Rechnungen des Energieversorgers oder der Heizkostenabrechnung entnommen werden. Bei eigenen Ablesungen am Gaszähler oder an der Messanzeige )D*XQGODFK 6DQLWlUā+HL]XQJā6RODU 6LPRQ*XQGODFK ,QVWDOODWHXUXQG +HL]XQJVEDXHUPHLVWHU ,QJHOKHLPā%DKQKRIVWU 7HOā)D[ HPDLOVJXQGODFKVKN#WRQOLQHGH · Tragwerksplanung (Statik) · Energieberatung · Bauschadensgutachten www.ig-tragwerk.de 11 3. Ermittlung des Gebäudeenergiestandards Altbauten: Doppelter Heizenergieverbrauch im Vergleich zu Neubauten Der durchschnittliche Heizenergieverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr beträgt im Gebäudebestand zwischen 220 bis 280 kWh/m² und Jahr, in Neubauten etwa 100 kWh/m² und in Niedrigenergiehäusern zwischen 30 und 70 kWh/m² und Jahr. Gesetzliche Bestimmungen Im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) hat der Gesetzgeber klare Regelungen für den Wohnbaubestand vorgegeben. Diese gelten regelmäßig bei Neueinbau, Austausch oder Änderung von Bauteilen (wie Dach, Fassade, Fenster etc.) – also dann, wenn ohnehin Baumaßnahmen durchgeführt werden. Nach der Modernisierung sind bestimmte Mindestanforderungen einzuhalten. Für das Jahr 2012 ist eine neuerliche Novelle der Energieeinsparverordnung vorgesehen, die bis dato aber noch nicht in Kraft getreten ist. Nach dem Inkrafttreten der EnEVNovelle 2012 sind deren Mindestanforderungen bei der Sanierung von Gebäuden und Bauteilen einzuhalten. Die wichtigsten Nachrüstpflichten nach EnEV 2009 Im Rahmen der aktuell gültigen EnEV 2009 gelten folgende Nachrüstverpflichtungen: • Dämmung des Daches oder • Wärmedämmung oberster nicht begehbarer Geschossdecken. • Wärmedämmung oberster begehbarer Geschossdecken. • Für Klimaanlagen wird eine generelle Pflicht zum Nachrüsten von automatischen Einrichtungen der Be- und Entfeuchtung vorgesehen. • Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beheizt werden und die vor dem 01.10.1978 installiert worden sind, dürfen nicht mehr betrieben werden. Dies trifft nicht zu, wenn die vorhandenen Heizkessel Niedertemperatur- oder Brennwertkessel sind. • Gebäudeeigentümer müssen dafür sorgen, dass bisher nicht gedämmte Heizleitungen, zugängliche Wärmeverteilungsund Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die sich in unbeheizten Räumen befinden, gedämmt werden. Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz Das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (EEWärmeG) wurde als Ergänzung zum ErneuerbareEnergien-Gesetz (EEG) eingeführt. Ziel des EEWärmeG ist es, die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien zu fördern. Seit seiner Einführung muss bei Neubauten neben der EnEV auch das EEWärmeG eingehalten werden. 12 4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale 4.1 Sanierung der Gebäudehülle 4.1.1 Dämmung der Außenwand Dach, Fassade und Fenster sind meist die ersten Ansatzpunkte, wenn es um die energetische Sanierung geht. Dabei gibt es je nach Baujahr einer Immobilie notorische Schwachpunkte, die erhebliche Auswirkungen auf den Energieverbrauch und das Raumklima haben: cherfähigkeit. Zu einem behaglichen Raumklima gehört jedoch neben der Dämmung auch eine gute Wärmespeicherkapazität, um die tageszeitlich-, witterungs- oder nutzungsbedingten Temperaturschwankungen auszugleichen. Diese Aufgabe erfüllen schwere, dichte Baustoffe wie zum Beispiel Betondecken oder Ziegelwände. Gründerzeit (1890–1930er): An Fenstern und Balkonen rostender Stahl (nicht immer sichtbar); Schallschutz und Wärmedämmung mangelhaft; Schimmelpilz oder Schädlingsbefall (Holzbock, Mauerschwamm); Hohlstellen unter dem Putz (Fassade und innen). 50er-Jahre: Baumaterialien manchmal minderwertig; Wärmeund Schallschutz schlecht; Schäden an Fassade und Dach. 60er-Jahre: Wärmeschutz unzureichend und viele Wärmebrücken; Schäden an Balkonen und vorgehängten Fassaden. 70er-Jahre: Wärmedämmputzfassaden von schlechter Qualität; elastische Fugen spröde. 80/90er-Jahre: Haus bei Dachausbauten undicht; Unterspannbahnen nicht UV-beständig (Folie zerstört, Feuchtigkeit bildet sich in Dämmwolle), Blasenbildung und Ablösung von Anstrichen. In regelmäßigen Abständen sanieren Jedes Haus hat seine eigene Geschichte. Für jedes Gebäude gilt, dass alle 5 bis 15 Jahre die Außenanstriche an den Fassaden erneuert werden sollten. Alle 15 bis 30 Jahre erneuerungsbedürftig sind Plattenverkleidungen, außerdem sollten Außenbauteile und Fugenmassen abgedichtet werden. Nach 30 bis 50 Jahren sind Dacheindeckungen und Dachanschlüsse, Außenwandputz und -bekleidung zu erneuern. Gebäude als Ganzes betrachten Doch bei allen bauphysikalischen Details darf das Gebäude als Ganzes nicht aus den Augen verloren werden. Neben den tragenden Wänden und dem Dach treten noch weitere Bauteile in Kontakt mit der Außenluft: die erdberührten Bauteile, die Geschossdecken im Bereich von Auflagern und Einschnitten, wie zum Beispiel bei einer Loggia. Und natürlich Fenster, Rollladenkästen oder Türen. Der beste Wärmeschutz ist dabei eine konstruktive thermische Trennung, sprich: Durchbrüche durch die Wand sollten vermieden werden. Was bei einem vorgehängten Balkon oder beim außen angebrachten Rollladenkasten kein Problem ist, lässt sich bei anderen Bauteilen gar nicht oder nur mit großem Aufwand und höchster handwerklicher Sorgfalt erreichen. Selbst Innenbauteile benötigen eine Dämmung, nämlich dann, wenn sie an Räume angrenzen zu denen ein starkes Temperaturgefälle besteht. Neben Energieverlusten drohen bei der Auskühlung von Bauteilen die gefürchteten Wärmebrücken und in deren Folge Feuchtigkeitsbildung, Stockflecken und Schimmelbefall. Keller richtig dämmen Aus alt und zugig mach schön und behaglich Eine gute Wärmedämmung sorgt in erster Linie für ein behagliches Raumklima und körperliches Wohlbefinden, indem im Winter die Kälte draußen bleibt und im Sommer möglichst wenig Hitze durch Dach oder Wand dringt. Nebenbei bewahrt sie aber auch die Baukonstruktion vor extremen Temperaturschwankungen und Feuchtigkeitseinwirkungen mit den damit verbundenen Folgeschäden. Optimale Dämmung für Ihr Haus Dabei funktionieren die heute marktüblichen Dämmungen nach dem Prinzip einer in hohem Maße Wärme dämmenden Struktur, die Platz lässt für Luft- oder Gaseinschlüsse. Es gibt anorganische und organische Dämmstoffe, wobei sich die organischen noch in künstliche wie zum Beispiel Polyurethan-Hartschaum (PUR) und natürliche Stoffe wie Holzwolle untergliedern. Dämmstoffe haben ein geringes Gewicht, dadurch aber gleichzeitig auch eine relativ geringe Wärmespei- Beheizte Keller müssen gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) eine Wärmedämmung aufweisen. Das spart nicht nur Heizenergie. Die höheren Oberflächentemperaturen der Wände und Kellersohle sorgen zusätzlich für Behaglichkeit und verhindern Schwitzwasser. Auf die Dämmung der Kelleraußenwände und -böden zu verzichten, kann fatale Folgen haben, denn: Wie auf einem kalten Glas kann sich auch auf kalten Bauteilen die Luftfeuchtigkeit niederschlagen. Schimmelpilze setzen sich fest, es entsteht der typisch modrige Geruch Schimmelsporen belasteter Raumluft. Als Wärmedämmung genügt bei Kalksandstein- und Betonwänden bereits eine je nach Wärmeleitzahl des Dämmstoffs ca. 10 cm bis 14 cm dicke Perimeterdämmung. Das gleiche gilt für die Kellersohle. Kellerwände aus Wärme dämmenden Leichtbetonsteinen oder Wärmedämmziegeln kommen zwar ohne weitere Dämmung aus, sollten aber eine Perimeterdämmung als Schutz der Kellerabdichtung erhalten. 13 4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale Außenhülle richtig dämmen Die Außenhülle des Hauses ist dem Wetter gnadenlos ausgesetzt. Klar, dass hier im Laufe der Zeit die Farben verblassen und der Putz spröde und schmutzig wird. Wer denkt, mit ein paar Eimern Farbe und einigen Säcken Außenputz sei das Problem gelöst, hat auf Jahrzehnte hinaus die Chance einer dauerhaften Energie sparenden Lösung verspielt. Sanieren Sie gleich richtig und verpassen Sie Ihrer alten Fassade eine Wärmedämmung. 40% weniger Heizkosten Die Energieeinsparverordnung zwingt Sie zudem zum nachträglichen Dämmen, wenn Sie den Außenputz erneuern. Aber auch wenn die Fassadenoberfläche noch ganz passabel aussieht, sollten Sie an der ungedämmten Außenhaut einen Wärmeschutz anbringen. Mit einem Wärmemantel für das Haus Elektro-Berlenbach Inh. Ronald Fleischer Elektro-Installation Elektro-Artikel Hausgeräte-Kundendienst BK-Anlagen Netzwerke Ronald Fleischer Elektroinstallateur-Meister Werkstatt: Rheinstraße 165 · 55218 Ingelheim · Fax 06132 897324 Büro: Rheinstraße 92 · 55218 Ingelheim · 06132 87406 E-Mail: [email protected] Meisterbetrieb für Wärme-, Kälte-, Schallschutzisolierung, Ausführung von Brandschutz Hauptstraße 20, 56459 Pottum Tel. 02664 4999009, Fax 02664 4999010 Mobil 0171 8927257 E-Mail: [email protected] senken Sie Ihre jährlichen Heizkosten um bis zu 40 Prozent. Warm „einpacken‟ können Sie Ihr Haus auf verschiedene Weise. Beim Wärmedämmverbundsystem werden beispielsweise Dämmstoffplatten mit Hilfe eines speziellen Klebemörtels direkt auf den Außenputz geklebt. Darüber wird eine Armierungsschicht fixiert, die Temperaturschwankungen ausgleicht und als Grundlage für den Außenputz dient. Hochwirksam: Die Vorhangfassade (VHF) Eine andere nachträgliche Dämmmöglichkeit ist die VHF. Durch die konstruktive Trennung der Funktionen Wärmeschutz und Witterungsschutz ist sie ein hochwirksames System. Auf eine Vorbehandlung der renovierungsbedürftigen Wand kann meistens verzichtet werden. Bei der vorgehängten Fassade wird von außen nach innen unterschieden in: die Bekleidung (Wetterschale), die Hinterlüftung (Luftschicht), die Wärmedämmung VERMESSUNGSBÜRO DIPL.-ING. R.-D. SCHRÖDER Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur Vermessungsbüro Dipl.-Ing. Rolf-Dieter Schröder Bahnhofstraße 44 55218 Ingelheim am Rhein Telefon 06132/76141 Telefax 06132/76483 www.vermessungsbuero-schroeder.de E-Mail: [email protected] 14 4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale und die an der Hauswand verankerte Unterkonstruktion (Latten- oder Metallkonstruktion). Die Dämmschicht wird so in die Unterkonstruktion eingebracht, dass zwischen Dämmung und Außenhaut ein 2 bis 4 cm breiter Luftraum bleibt. Dieser Spalt genügt, um Feuchtigkeit schnell abtrocknen zu lassen oder abzuführen. Lüftungsschlitze an den Ober- und Unterseiten der VHF begünstigen diesen Effekt. Die VHF hat zwei Vorteile: Sie ist schnell montiert und hält lange, in der Regel mehr als 30 Jahre. Einige Experten sprechen vom „System mit der geringsten Schadenshäufigkeit‟. Grundsätzlich eignet sich die vorgehängte hinterlüftete Fassade für jeden Sanierungstyp. Die Unterkonstruktion (Holz oder Aluminium) kann an jeder Wand befestigt werden, auch an solchen, die als nur schwach belastbar eingeschätzt werden. Allerdings ist die VHF teurer als ein Wärmedämmverbundsystem. Bei der Wahl des Dämmverfahrens, des Dämmmaterials und der Dicke des Wärmeschutzmantels raten wir einen Stuckateur- oder Malerbetrieb in Ihrer Nähe zu Rate zu ziehen. Innendämmung Bei denkmalgeschützten Fassaden darf häufig keine Dämmung von außen aufgebracht werden. Als einzige Möglichkeit bleibt damit nur die Dämmung von innen. Wichtig ist hier das sorgfältige Anbringen eine Dampfbremse, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Aus diesem Grund sollte die Innendämmung nur von Fachleuten ausgeführt werden. quasi auf Außentemperaturniveau, weil fast keine Wärme mehr durch die gedämmte Geschossdecke nach oben gelangt. 4.1.2 Dämmung des Daches Dächer von außen dämmen Neben der Außenwand bietet auch die nachträgliche Dachdämmung erhebliches Energieeinsparpotenzial. Zudem ist in der Energieeinsparverordnung vorgegeben, dass beim Dachauf- oder -umbau und bei einer neuen Dacheindeckung ein bestimmter U-Wert einzuhalten ist. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dämmung der obersten Geschossdecke Bevor Sie sich für die Dämmung der Dachschrägen entscheiden, sollten Sie sich über die zukünftige Nutzung des Dachraums im Klaren sein. Falls dieser Raum in Zukunft z.B. „nur“ als Abstellraum vorgesehen ist, ist die Dämmung der obersten Geschossdecke wirtschaftlicher und mit weniger Aufwand realisierbar. Auf der einen Seite reduzieren Sie mit dieser Maßnahme das zu beheizenden Gebäudevolumen und sparen somit Heizkosten; auf der anderen Seite liegen die Temperaturen auf Ihrem Speicher BAU- UND MÖBELSCHREINEREI – INNENAUSBAU Friedrich Ruppert · Inh. Matthias Heinen · Auf dem Graben 12 55218 Ingelheim · Telefon 06132 2698 · Telefax 06132 76290 Am besten wird die Dämmschicht als Außenhaut rund um das Gebäude angebracht – etwa als Wärmedämmfassade oder im Dachbereich als Aufsparrendämmung. Hier bildet die Dämmschicht eine durchgehende Ebene direkt unter der Dacheindeckung. Dafür gibt es spezielle Systeme aus Hartschaum-Platten und -Formelementen sowie aus Mineralwolle. Bei diesem System werden auf den verschalten Dachflächen in regelmäßigen Abständen druckfeste Mineralwollstreifen aufgenagelt. Die Zwischenräume werden dann mit Mineralwollmatten gefüllt, so dass die gesamte Dachfläche mit einer durchgehenden Dämmschicht abgedeckt ist. Wenn ohnehin eine neue Dacheindeckung ansteht, ist die Aufsparrendämmung die beste Lösung. Beim nachträglichen Ausbau aber wird man sich trotz der Vorteile nur selten für diese 15 4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale Dämmart entscheiden. Denn oft ist diese Außendämmung von Dächern nicht möglich oder mit einem zu großem Aufwand verbunden. In diesem Fall hilft nur die zweitbeste Lösung weiter: die Dämmung von innen. hinter der Dämmung, kühlt sie ab und es kommt zur Tauwasserbildung. Die allmähliche Durchfeuchtung des Baukörpers und der Dämmschicht sind die Folge. Diesem Effekt begegnet man durch den Einbau einer Dampfbremse vor der Dämmung. Innendämmung fürs Dach Perfekte Dämmung nur bei professioneller Ausführung Die Innendämmung ist vor allem zur Komplettierung des Wärmeschutzes beim Dachausbau sinnvoll. Die Dämmung zwischen den Sparren ist dabei das am häufigsten ausgeführte Dachdämmverfahren. Ein Grund für hohe Wärmeverluste durch das Dach ist häufig eine zu dünne und unsorgfältig ausgeführte Dämmung. Bei Altbauten ist die Dämmung oftmals zusammengesackt und lückenhaft, so dass zum Teil nur 50 Prozent der ursprünglichen Dämmstoffdicke vorhanden ist. Eine schlechte Dachdämmung führt dazu, dass der Dachraum im Sommer überhitzt und im Winter unbehaglich kalt ist. Deshalb ist es ratsam, die Dachdämmung durch einen Fachmann ausführen zu lassen. Da hier die Dämmstoffstärke oft durch die Sparrentiefe begrenzt wird, sollte eine Zwischensparrendämmung mit einer Dämmung unter den Sparren kombiniert werden. Die Sparren bil- den sonst Wärmebrücken, die den Wärmeschutz verschlechtern. Um die erforderlichen Dämmstoffstärken zu erreichen wird zunehmend die Vollsparrendämmung eingesetzt. Hierbei wird die gesamte Sparrentiefe mit Dämmstoff verfüllt. Dabei empfiehlt sich ein Dämmstoff mit faseriger Struktur wie beispielsweise Mineralwolle. So kann neben der Wärmedämmung auch der Schallschutz erhöht werden. Dämmplatten aus Polystyrol haben dagegen keine schalldämmende Wirkung – im Gegenteil. Unter bestimmten Voraussetzungen verschlechtern sie sogar die Schalldämmeigenschaften. ST TD IE N O O TR N EK IT EL N SA H EI ZU N Ä R G Dämmt man Dachräume auf der Innenseite, entsteht ein Problem: Gelangt warme Luft aus dem Wohnraum in den Bereich 4.1.3 Dämmung Kellerdecke Gedämmte Kellerdecken erhöhen die Wohnqualität Spätestens beim Spielen mit Kleinkindern auf dem Wohnzimmerfußboden fällt in schlecht gedämmten Gebäuden die Fußkälte auf. Weil die Kellerdecke häufig gar nicht oder nur gering gegenüber dem nicht beheizten Keller gedämmt ist, entstehen relativ niedrige Temperaturen an der Fußbodenoberfläche. So dämmen Sie Ihren Keller richtig Eine Kellerdeckendämmung kann hier Abhilfe schaffen. Die einfachste Art der nachträglichen Wärmedämmung von ebenen Massivdecken ist das Ankleben oder Andübeln von Styroporplatten an der Deckenunterseite. VWT Wärmetechnik GmbH Carl-von-Linde-Str. 12 55129 Mainz Tel.06131 - 55 45 45 Fax: 55 45 50 URL: www.vwt-mainz.de email: [email protected] VWT GmbH 16 4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale doppelt so viel Wärme nach außen wie durch zweifach verglaste Fenster. Im Verhältnis zu den Investitionskosten sind moderne Fenster die unwirtschaftlichste Methode, Energie zu sparen. Im Vergleich zur Außenwandfläche ist die Wärme abgebende Fensterfläche bei Wohngebäuden eher gering, die Investitionskosten dagegen sind sehr hoch. Bei der Fenstererneuerung steht eine verbesserte Wohnqualität (Vermeidung von Zugerscheinungen) im Vordergrund. Heute gibt es komfortable und intelligente Lösungen, die Wärmeverluste um einiges zu reduzieren. Neben der Qualität des Glases spielen auch die Konstruktion der Rahmen und der Einbau der Fenster eine wichtige Rolle bei der Einsparung von Heizenergie. Bei der Wärmedämmung ist dabei das Gesamtfenster zu betrachten und nicht nur die Verglasung. Die Rahmenkonstruktion hat einen wesentlichen Einfluss auf die Wärmedämmung. Um eine hohe Dämmung zu erzielen, ist es wichtig, den Fensterrahmen mit der Wärmedämmung der angrenzenden Wand abzudecken. Besonders gute Dämmeigenschaften werden erzielt, wenn die Wärmedämmung bis zum Glas reicht. Ferner ist auf eine gute Abdichtung der Fuge zwischen Rahmen und Mauerwerk zu achten. Hier ist wesentlich, dass sie von außen luft- und wasserdicht ist. Als Rahmenmaterialien werden Aluminium, Kunststoff und Holz verwendet. Holz zeichnet sich durch gute Wärmedämmeigenschaften und eine geringe Wärmedehnung aus. Die Dämmstoffdicke richtet sich häufig nach der vorhandenen Raumhöhe im Keller und der verbleibenden Höhe von Fensterund Türstürzen. Wenn möglich, sollten 8 bis 12 cm Dämmstoff eingeplant werden. Installationsleitungen (z.B. Wasser, Heizung, Elektro) bedürfen einer besonderen Beachtung. Deckenleuchten müssen eventuell neu befestigt und deren Anschlüsse verlängert werden. Unterkonstruktion bei Kappen- oder Gewölbedecken Es besteht auch die Möglichkeit, erst eine Unterkonstruktion mit Verkleidung einzubauen und nachträglich den Hohlraum mit Dämmstoff ausblasen zu lassen. Dieses Verfahren bietet sich bei Kellerdecken mit ungerader oder unebener Unterseite (Kappen- oder Gewölbedecken) an. Perimeterdämmung Wird eine Kellerdeckendämmung zusammen mit einer Außenwanddämmung durchgeführt, so sollte die Außenwanddämmung bis unter das Kellerdeckenniveau heruntergezogen werden (sog. Perimeterdämmung mit wasserabweisenden Platten), um Wärmebrücken zu vermeiden. Insbesondere bei durchgehenden Kellerdecken aus Beton besteht aufgrund des Wärmebrückeneffekts die Gefahr von Bauschäden und Schimmelbildung. 4.1.4 Fenster und Rollläden So reduzieren Sie Wärmeverluste Wärmeverluste treten auch im Bereich der Fenster auf. So strömt beispielsweise durch einfach verglaste Fenster nahezu 17 4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale g- und U-Wert: Die Energiespar-Kennzahlen Zu beachten sind beim Kauf von Fenstern der g- und U-Wert: Der g-Wert misst den Energiedurchlass von außen nach innen in Prozent. Je höher der g-Wert liegt, desto mehr Sonneneinstrahlung wird über die Verglasung als Strahlungswärme nach innen abgegeben. Ein hoher g-Wert bedeutet hohen Wärmegewinn. Für ein ideal strahlungsdurchlässiges Fenster beträgt der g-Wert 1,00 oder 100%. Bei doppelt verglasten Wärmeschutzfenstern liegen die Werte bei 0,7 bis 0,9. Mit der Messung des U-Wertes wird der Wärmeverlust von innen nach außen bestimmt, und zwar in Watt pro m² und bei 1 Kelvin Temperaturunterschied [W/m²K]. Leitfähige Werkstoffe (Metalle) haben einen ungünstigeren, d.h. höheren U-Wert als isolierende. Mit anderen Worten: • Je niedriger der U-Wert, umso geringer der Wärmeverlust. • Je niedriger der U-Wert, desto besser die Dämmung. • Je besser die Fenster, desto weniger Geld verheizen Sie. Wirksamkeit und Kosten. Bei der Sanierung sollte noch genauer als beim Neubau jedes Projekt individuell geprüft werden, um ein energetisch und wirtschaftlich optimales Ergebnis zu erreichen. Heizung sanieren und Geld sparen Die Kosteneffizienz von Haustechnikmaßnahmen hängt sehr stark von der individuellen Einbindung in das Gesamtkonzept ab. Die Sanierung alter Heizanlagen führt fast immer zu deutlichen Einsparungen von 10 bis 30 Prozent. Die Verbesserung von Regelungen kann Effekte von fünf bis zehn Prozent (in Einzelfällen bis 20 Prozent) Einsparung bringen, ist aber allein nicht ausreichend für effiziente Verbesserungen. Lüftungsanlagen mit oder ohne Wärmerückgewinnung reduzieren den Energieverbrauch und gewährleisten eine hervorragende Raumlufthygiene. Ebenso entschärfen oder vermeiden sie das Problem der Schimmelpilzbildung. 4.2.2 Energieträger Schwachstelle Rollladenkästen Eine weitere Schwachstelle in der Außenwand stellen die Rollladenkästen dar. Hier können durch den nachträglichen Einbau von Dämmstoffen Energieverluste reduziert und Zugluft ins Rauminnere vermieden werden. Im Zuge der Sanierung der Heizungsanlage kann auch ein Wechsel zu einem anderen Energieträger (Heizöl, Erdgas, Sonnenenergie) aus ökologischer und ökonomischer Sicht sinnvoll sein. 4.2 Modernisierung der Haustechnik Ölheizungsanlagen 4.2.1 Heizungsanlagen Neben der Sanierung der Gebäudehülle können auch durch die Modernisierung der Haustechnik erhebliche Einspareffekte erzielt werden. Private Haushalte verbrauchen knapp 30 Prozent der gesamten Endenergie. Davon entfallen 77 Prozent auf die Raumheizung und etwa 10 Prozent auf die Warmwasserbereitung. Während bei Neubauten der durchschnittliche Heizwärmebedarf heute deutlich unter 10 Liter Heizöl pro m² und Jahr liegt, verbraucht der durchschnittliche Altgebäudebestand mehr als das Doppelte! Voraussetzung für die sinnvolle und kostengünstige energetische Sanierung ist ein möglichst breites Wissen über die verfügbaren Einspartechniken und deren spezifische Öffentl. Hochbau G e w e r b e b a u Wohnungsbau Denkmalschutz Innenarchitektur Kulla A rc h i te k te n An der Burgkirche 11 55218 Ingelheim am Rhein Fon: 0 61 32 – 7 19 69 11 Fax: 0 61 32 – 7 19 69 12 www.kulla-architekten.de Gerade in älteren Gebäuden finden sich oft Ölheizungsanlagen. Diese zumeist älteren Anlagen sind meist überdimensioniert, arbeiten mit zu hohen Heiztemperaturen und mit einem schlechten Wirkungsgrad in Folge zu hoher Abstrahl- und Stillstandsverluste. Eine Sanierung lohnt sich auf jeden Fall. Durch die verbesserte Verbrennungstechnik gelangen weniger Schadstoffe in die Umgebung. Nach dem Einbau eines neuen Heizkessels kann der Wirkungsgrad, je nach Anlagekonzept, um über 20 Prozent erhöht werden. Eine Sanierung umfasst im Normalfall den Ersatz des alten Heizkessels, des Ölbrenners und eventuell der Warmwassererwärmung. Auch der Kamin ist im Normalfall infolge der Sanierung der Anlage und den dadurch veränderten Betriebsbedingungen anzupassen. Wohnideen vom Spezialisten N Dekostoffe N Parkett N Schlafsysteme N Teppiche N Heimtextilien N Gardinen NBodenbeläge NFarben NTapeten NSonnenschutz Filiale Binger Str. 7 · 55218 Ingelheim Tel. 0 61 32/33 34 www.erbelding.de Stammhaus Kapuziner Str. 30 · 55411 Bingen Tel. 0 67 21/1 71 11 18 4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale Erdgas Immer weiter ausgebaut wird derzeit das Erdgasnetz; viele Anbieter warten hier mit günstigen Angeboten kombiniert mit Wartungsverträgen auf, die in jedem Fall geprüft werden sollten. Eine Kosten-Nutzen-Analyse im Vergleich zu einer mit Öl betriebenen Anlage hängt sehr stark von den jeweiligen Anbieterpreisen ab und ist daher für jeden Einzelfall gesondert zu berechnen. Als Pluspunkt gegenüber der Ölheizung ist die etwas umweltfreundlichere Verbrennung zu nennen. Holzpellet-Heizung Eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Alternative stellen Holzpellet-Heizungen dar. Eine Holzpellet-Heizung ist eine Holzheizung mit dem Komfort einer Ölheizung. Die Holzpellets werden mit einem Tankwagen als lose Ware angeliefert und in den Lagerraum eingeblasen. 19 4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale Mit Hilfe einer Förderschnecke werden die Holzpellets (gepresstes Sägemehl ohne Zusatzstoffe) aus dem Lagerraum in den Pelletkessel gefördert und verbrannt. Die anfallende Asche sammelt sich im Aschekasten, der während der Heizperiode ca. alle 6–8 Wochen geleert werden muss. Den derzeit noch relativ hohen Investitionskosten für eine Holzpellet-Heizung und die Herrichtung des Lagerraums stehen im Gegensatz zum Heizöl ca. 50 Prozent günstigere Brennstoffkosten gegenüber. Wärmepumpe Auch im Winter bei niedrigen Temperaturen enthalten Erdreich und Grundwasser viel Wärme. Wärmepumpen können diese Wärmequellen nutzen, indem sie das Temperaturniveau der entnommenen Wärme anheben und anschließend in Hausheizungen einspeisen. In Kühlschränken zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf ein Kältemittel. Dieses Arbeitsmittel nimmt Wärme im Kühlschrankinneren auf, um sie an der Geräterückseite an die Umgebung abzugeben. Eine Wärmepumpe funktioniert nach dem gleichen Prinzip; sie entnimmt Wärme auf einem niedrigen Temperaturniveau aus einer äußeren Wärmequelle, z.B. Erdreich, Grundwasser oder Außenluft. Zentrale Warmwasserbereitung Warmwasser kann entweder dezentral in unmittelbarer Nähe der Zapfstelle (Waschbecken oder Dusche) oder zentral bereitet werden. Bei der zentralen Warmwasserbereitung wird das Wasser zunächst in einem zentralen Speicher auf 45 bis 60 °C erwärmt und dann von dort an die Zapfstellen verteilt. Wird warmes Wasser angefordert, steht meist noch ausgekühltes Wasser in der Warmwasserleitung. Bei Bedarf muss daher zunächst solange gezapft werden, bis warmes Wasser vom Speicher an die Zapfstelle nachgeflossen ist und dort zur Verfügung steht. Nach dem Zapfen bleibt warmes Wasser in der Leitung stehen und kühlt aus. Die so entstehenden Wärmeverluste werden als Verteilungsverluste bezeichnet. Um diese Wärmeverluste möglichst gering zu halten, ist auch für das Warmwassernetz grundsätzlich eine Dämmung der Rohrleitungen vorgeschrieben. Im Keller sind diese Rohrleitungen oft frei zugänglich. Es besteht daher die Möglichkeit, diese nachträglich kostengünstig durch Eigenleistung zu dämmen. Mit einer fachmännischen Wärmedämmung garantiert die zentrale Warmwasserbereitung neben einem hohen Maß an Komfort auch niedrige Verbrauchskosten. Dezentrale Warmwasserbereitung Diese hebt sie dann auf ein Temperaturniveau an, das für eine Hausheizung benötigt wird. Für diesen Temperaturhub benötigt die Wärmepumpe eine Antriebsenergie. Ziel einer guten Wärmepumpe ist, dass die aus der Umwelt entnommene Wärme um ein mehrfaches größer ist als die zur Temperaturanhebung erforderliche Antriebsenergie. Am weitesten verbreitet sind Elektro-Erdwärmepumpen, die dem Erdreich mittels Erdwärmekollektoren (Verlegetiefe ca. 1m) oder Erdwärmesonden (Bohrtiefe ca. 60 bis 100m) die Wärme entziehen. Wärmepumpen eigenen sich besonders für Fußboden- oder Wandflächenheizungssysteme, da diese mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten. 4.2.3 Warmwasserbereitung Die Warmwasserbereitung hat nach der Raumheizung mit ca. zehn Prozent den zweitgrößten Anteil am Endenergieverbrauch der privaten Haushalte. Der Warmwasserverbrauch im Haushalt hängt stark von den individuellen Gewohnheiten des Einzelnen ab. So kann der tägliche Verbrauch an warmem Wasser pro Person zwischen 10 und 150 Litern betragen. Damit greifen bei der Warmwasserbereitung Umweltschutz und Energiesparen direkt ineinander: Wer weniger kostbares Trinkwasser zum Duschen, Waschen oder Spülen verbraucht, benötigt auch weniger Energie. Für selten genutzte, entfernt liegende Zapfstellen (z.B. Gäste-WC) kann es energetisch günstiger sein, diese von der zentralen Versorgung abzukoppeln und mit einem elektrisch beheizten Kleinspeicher (Speichervolumen 5 bis 10 Liter) auszustatten. Sollen mehrere unmittelbar benachbarte Zapfstellen Individuelle Beratung, Planung und Ausführung von Bädern und Heizungsanlagen Meisterbetrieb Alexander Reckert 55437 Ockenheim Kempter Weg 5 Telefon: 06725/5306 Fax: 06725/992250 E-Mail: Sanitaer-Heizung.Reckert@ t-online.de k • Erneuerbare Energien • Brennwerttechnik • Wärmepumpen • Solar • Sanitärinstallation • Planung und Beratung • Kunden- und Wartungs• dienst Wilhelm-von-Erlanger-Straße 50-52 55218 Ingelheim Tel.: 0 61 32/34 91 Tel.: 0 61 32/78 67 96 Fax: 0 61 32/7 63 24 www.korus-gmbh.de [email protected] 20 4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale (z.B. Waschbecken, Dusche und Spülbecken) versorgt werden, können Platz sparende elektrische oder gasbeheizte Durchlauferhitzer und Vorratswasserheizer sowie mit Nachtstrom elektrisch beheizte Speicher mit einem Volumen von 80 bis 150 Litern eingebaut werden. Elektrisch beheizte Durchlauferhitzer benötigen allerdings hohe Leistungen. Ihr Anschluss an das Stromnetz muss deshalb vom zuständigen Energieversorgungsunternehmen genehmigt werden. Vollelektronische Geräte garantieren dabei gleich bleibende Zapftemperaturen und sind daher auch zum Duschen geeignet. Alle dezentralen Systeme haben den Vorteil, dass die einzelnen Wärmeerzeuger gezielt zu- beziehungsweise abgeschaltet werden können und dass die Warmwassertemperatur individuell an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden kann. 4.2.4 Die Sonne als Energiequelle Solarthermie Solarkollektoren sammeln Sonnenlicht und wandeln es in Absorbern in Wärme um. Kollektoren werden möglichst nach Süden ausgerichtet und gegen die Sonne geneigt. Im Jahres- Die Absorber werden von einem frostsicheren Wärmeträgermedium (Wasser-Glykol-Gemisch) durchströmt, das die Wärme aufnimmt und in den Warmwasserspeicher transportiert. Dort wird die Wärme über Solarwärmetauscher an das Brauchwarmwasser abgegeben. Liefert die Solaranlage nicht genügend Wärme um das Brauchwarmwasser zu erhitzen, heizt die Heizungsanlage das Wasser im Warmwasserspeicher auf. Über das ganze Jahr gesehen bereitet die Solaranlage (ca. 6 m² Kollektorfläche in einem 4-Personen-Haushalt) ca. 70 Prozent des benötigten Warmwassers auf. Neben der Bereitstellung von Brauchwarmwasser können solarthermische Anlagen auch zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden. Im Gegensatz zur Brauchwarmwasserbereitung wird eine größere Kollektorfläche (ca. 10 bis 20 m²) benötigt und der solare Deckungsgrad beträgt, je nach Gebäudedämmstandard, 10 bis 30 Prozent. deen hre I I n e h c i l k r i ner verw rt Pa Kompetente mittel liegt die optimale Neigung in Deutschland zwischen 30 und 40°, wobei geringe Abweichungen von der Südorientierung oder des Neigungswinkels den Ertrag nur wenig reduzieren. www.total-lokal.de mediaprint infoverlag gmbh 21 4. Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotenziale Photovoltaik Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich Photovoltaikanlagen. Hier wird Sonnenenergie nicht wie bei der solarthermischen Anlage in Wärme sondern direkt in elektrische Energie umgewandelt, die dann ins Stromnetz eingespeist wird. Da die Solarzellen Gleichstrom produzieren, muss dieser mit Hilfe eines Wechselrichters vor der Netzeinspeisung erst in stromnetzfähigen Wechselstrom umgewandelt werden. Nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sind die Netzbetreiber (Energieversorgungsunternehmen = EVU) verpflichtet, den solar erzeugten Strom abzunehmen und mit einem festgelegten Betrag zu vergüten (Einspeisevergütung). Die Höhe der Einspeisevergütung in Cent pro Kilowattstunde für Photovoltaik-Anlagen hängt vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme ab und bleibt über 20 Jahre konstant. Die ins Netz eingespeiste Strommenge wird vom Strom-Einspeisezähler erfasst. Neben dem oben beschriebenen netzgekoppelten System ist auch die Eigennutzung des Solarstroms möglich. Zunächst wird der Strombedarf des Hauses gedeckt. Überschüssiger Sonnenstrom lädt automatisch einen Batteriespeicher oder fließt, sobald der Batteriespeicher geladen ist, in das öffentliche Stromnetz (Einsparvergütung nach EEG). Entsorgungsfachbetrieb gem. § 52 KrwG / AbfG Containerdienst Schrott- + Metallhandel Tel. 06132 / 8971026 · An der Griesmühle 13 55218 Ingelheim www.taurus-gmbh.de Wir beraten Sie gerne! 22 5. Förderprogramme im Überblick Bei Ihrem Vorhaben, ein älteres Gebäude umfassend zu sanieren und damit den Energieverbrauch deutlich zu senken, können Sie zahlreiche Förderprogramme auf Bundes-, Landesund kommunaler Ebene in Anspruch nehmen. Förderprogramme unterliegen generell ständigen Modifizierungen und Änderungen, weshalb die Gültigkeit der verschiedenen Programme bei der Planung Ihres Vorhabens auf ihre Aktualität hin überprüft werden müssen (z.B. die Kumulierbarkeit mit anderen Fördermaßnahmen). 5.1 Bundesförderung Programme der KfW Energieeffizient Bauen: Das Förderprogramm dient der zinsgünstigen langfristigen Finanzierung der Errichtung, Herstellung oder des Ersterwerbs von KfW-Effizienzhäusern. Energieeffizient Sanieren – Kredit: Das Förderprogramm dient der zinsgünstigen langfristigen Finanzierung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Minderung des CO Ausstoßes bei bestehenden Wohngebäuden. Neben der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus ist die Förderung von Einzelmaßnahmen möglich. Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss: Das Förderprogramm dient der Förderung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Minderung des CO -Ausstoßes bei bestehenden Wohngebäuden. Neben der Sanierung zum KfWEffizienzhaus ist die Förderung von Einzelmaßnahmen möglich. Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung: Mit dem Förderprogramm gewährt die KfW einen Zuschuss für die energetische Fachplanung und Baubegleitung durch einen externen Sachverständigen während der Sanierungsphase. Altersgerecht Umbauen: Das Programm Altersgerecht Umbauen unterstützt den Abbau von Barrieren in bestehenden Wohngebäuden unabhängig vom Alter und jeglicher Einschränkung der Nutzer durch zinsgünstige Darlehen. Garten- & Landschaftsbau Dipl.-Ing. T. Kaufmann Otto-Hahn-Straße 6 55435 Gau-Algesheim Telefon 06725 307123 Fax 06725 307131 Mobil 0171 5704706 [email protected] www.garten-kaufmann.de ,KUH([SHUWHQIU *DUWHQ/DQGVFKDIW er seln in d Themenin eb W s e d lt e weiten W vielfältig aktuell tlich e üb rsich leistungen Internetle Mehr zu den rlag unter ve print info vom media iaprint.info www.med KfW-Wohneigentumsprogramm: Das KfW-Wohneigentumsprogramm unterstützt den Bau oder Erwerb von selbst genutzten Eigenheimen und Eigentumswohnungen in Deutschland sowie den Erwerb von Genossenschaftsanteilen durch zinsgünstige Darlehen. Erneuerbare Energien-Standard: Dieses KfW-Programm fördert die Installation von Photovoltaik-Anlagen in Form eines zinsgünstigen Darlehens. 23 5. Förderprogramme im Überblick Anträge für die KfW-Programme sind grundsätzlich vor Maßnahmenbeginn zu stellen (außer Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung) und werden, bis auf die Zuschussprogramme, über Ihre Hausbank abgewickelt. Weitere detaillierte Informationen zu diesen und weiteren KfW-Programmen erhalten Sie im Internet unter www.kfw.de. Programm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Das BAFA unterstützt Ihre Gebäudesanierung in Form von einmaligen Zuschüssen in den Bereichen Solarkollektoranlagen, Biomasseanlagen, Wärmepumpen und Mini-KWK-Anlagen. Die Anträge können mit Ausnahme der Mini-KWK-Anlagen bis zu einem halben Jahr nach Inbetriebnahme der technischen Anlage gestellt werden. Solarkollektoranlagen: Bei der Errichtung von Solarkollektoranlagen zur Warmwasserbereitung, zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, zur Bereitstellung von Prozesswärme und zur solaren Kälteerzeugung gewährt das BAFA einen Zuschuss. Die Zuschusshöhe hängt von der Größe und dem Typ der Solarkollektoranlage ab und wird, mit Ausnahme der Anlagen zur Bereitstellung von Prozesswärme, nur im Gebäudebestand gewährt. Biomasseanlagen: Im Bereich der Biomasseanlagen sind Pelletöfen mit Wassertasche, Pelletkessel, Holzhackschnitzelfeuerungen und Scheitholzvergaserkessel im Gebäudebestand förderfähig. Die Zuschusshöhe hängt von der Anlagenleistung und dem Typ der Biomasseanlage ab. Wärmepumpen: Bei den Wärmepumpen (sowohl elektrisch als auch gasbetrieben) sind Luft/Wasser-Wärmepumpen, Wasser/Wasser-Wärmepumpen und Sole/Wasser-Wärmepumpen förderfähig. Die Zuschusshöhe hängt vom Typ der Wärmepumpe ab und wird nur für Bestandsgebäude gewährt. Mini-KWK-Anlagen: Förderfähig ist die Installation wärmegeführter Mini-KWK-Anlagen (KWK = Kraft-Wärme-Kopplung: gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom) im Leistungsbereich bis einschließlich 20 kW elektrisch im Gebäudebestand. Die Zuschusshöhe hängt von der elektrischen Anlagenleistung ab und wird nur für gelistete Mini-KWK-Anlagen gewährt. Der Antrag auf Förderung ist vor der Errichtung der Anlage zu stellen. Energiesparberatung: Die Förderung besteht in der Gewährung eines nicht rückzahlbaren Zuschusses zu den in Rechnung gestellten Ausgaben für die Beratung (Beratungshonorar). Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Anzahl der Wohneinheiten des zu beratenden Gebäudes sowie der Höhe des Beratungshonorars. Weitere Informationen zu den Programmen des BAFA erhalten Sie unter www.bafa.de. 5.2 Landesförderung Förderprogramm für hochenergieeffiziente Gebäude durch das Land Rheinland-Pfalz Das Förderprogramm zielt darauf ab, Eigentümer von Immobilien im Neubau und im Bestand in Rheinland-Pfalz in einem anspruchsvollen Pilotvorhaben dauerhaft von steigenden Energiepreisen zu entkoppeln. Dabei geht es jeweils um die Verbindung von hocheffizientem Wärmestandard mit dem Einsatz erneuerbarer Energien. Die Förderung erfolgt durch Zuschüsse. Der Antrag muss vor Bau- bzw. Sanierungsbeginn gestellt werden. Die Zuschüsse werden nach Baufertigstellung und der Vorlage eines erfolgreichen Qualitätstests, dem sog. „Luftdichtigkeitstest“ (Blower-Door-Test), ausgezahlt. Weitere Infos erhalten Sie im Internet unter www.eor.de. 24 5. Förderprogramme im Überblick Weitere Infos zum Thema: Förderung der Modernisierung durch das Land Rheinland-Pfalz In diesem Programm des Landes Rheinland-Pfalz wird die Modernisierung von selbst genutztem Wohneigentum und von Mietwohnungen gefördert. Anträge auf Förderung sind vor Beginn der Modernisierungsarbeiten bei der Stadt- oder Kreisverwaltung, in deren Gebiet das Wohngebäude liegt, zu stellen. Die Förderung ist an die Unterschreitung festgelegter Einkommensgrenzen gebunden. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.isb-rlp.de. 5.3 Kommunalförderung Geschichte erleben – Zukunft gestalten Förderung der energetischen Sanierung von Wohngebäuden der Stadt Ingelheim am Rhein Gefördert werden Wärmedämmmaßnahmen, der Austausch von Ein- und Zweischeibenfenstern und Glasbausteinen sowie die Erneuerung der Heizungstechnik. Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses; die Antragstellung ist bis zu einem halben Jahr nach Fertigstellung der Sanierungsmaßname erfolgen möglich (Maßgebend ist das Datum der Schlussrechnung des ausführenden Fachunternehmens). Es können nur solche Maßnahmen gefördert werden, die von Fachunternehmen ausgeführt wurden, in Eigenleistung erbrachte Maßnahmen sind nicht förderfähig. Bei den Wärmedämmmaßnahmen und der Fenstererneuerung sind die Mindestanforderungen gemäß den Förderrichtlinien einzuhalten. Bei der Erneuerung der Heizungstechnik wird unterschieden nach Maßnahmen mit oder ohne Einhaltung der BAFA-Kriterien. Antragstelle ist das Amt für Bauen, Planen und Umwelt der Stadt Ingelheim am Rhein. Weitere Informationen sowie die Förderrichtlinien und Antragsformulare erhalten Sie im Internet oder telefonisch unter www.ingelheim.de bzw. 06132 782-199. Rheinhessische Die Rheinhessische hat in den letzten Jahren verschiedene, zeitlich befristete Förderprogramme für die Heizungserneuerung aufgelegt. Informationen über aktuelle Fördermöglichkeiten erhalten Sie vom Energieberater der Rheinhessischen unter der Telefonnummer 06132 7801-114 oder im Internet unter www.rheinhessische.de. Neben den bereits aufgeführten Internet-Seiten und Telefonnummern gibt es noch weitere Internetadressen, die sich mit der Gebäudesanierung und deren Fördermöglichkeiten sowie dem Thema Energie im Allgemeinen beschäftigen: • www.energiefoerderung.info Zusammenstellung der Fördermöglichkeiten in Abhängigkeit von der baulichen bzw. energetischen Maßnahme und dem Wohnort (Postleitzahlensuche). • www.thema-energie.de Energie-Spartipps für Haus und Wohnung, Mobilität sowie Fakten zu erneuerbaren Energien. • www.zukunft-haus.info Wirtschaftliche Energiesparmöglichkeiten im Alt- und Neubau für Bauherren und Fachleute und Informationen zum Energieausweis. • www.enbausa.de Wissen und Neuigkeiten zum energetischen Bauen und Sanieren • www.initiative-energieeffizienz.de Tipps und praktische Informationen rund um die effiziente Stromnutzung im Haushalt, Industrie und Gewerbe sowie im Dienstleistungssektor. • www.solarserver.de Das Internetportal zur Sonnenenergie. • www.unendlich-viel-energie.de Informationsportal zu erneuerbare Energien. • www.fnr.de Informationen zum Thema nachwachsende Rohstoffe und biogene Treibstoffe der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe. • www.intelligent-heizen.info Aktuelle Infos rund um die Themen Heizungsmodernisierung, Heizungstechniken und Energieeinsparung. Inserentenverzeichnis Angnes + Rohde GmbH Ingenieure Ottonenstr. 33 55218 Ingelheim Tel.: 06132 90880 Kaiser 10 Aqua Concept GmbH Bausanierungen Binger Str. 2 55262 Heidesheim Tel.: 06132 657232 U2 8 13 6 14 U2 17 14 4 Gundlach Sanitär-Heizung-Solar Bahnhofstr. 108 55218 Ingelheim Tel.: 06132 899690 Heiztechnik Wilh.-von-Erlanger-Str. 50 – 52 55218 Ingelheim Tel.: 06132 3491 Architekten An der Burgkirche 11 55218 Ingelheim Tel.: 06132 7196911 Ingenieurbüro Tassilostr. 11 55218 Ingelheim Tel.: 06130 325358 Kübeldienste u. Transporte Vorderer Böhl 42 55218 Ingelheim Tel.: 06132 3423 Heizung-Wasser-Solar Bahnhofstr. 89 55218 Ingelheim Tel.: 06132 2153 4 19 10 Binger Straße 135 55218 Ingelheim Tel.: 06132 78010 U4 Vermessungsbüro Bahnhofstr. 44 55218 Ingelheim Tel.: 06132 76141 13 Isoliertechnik Hauptstr. 20 56459 Pottum Tel.: 02664 4999009 13 Schuster 17 Architekturbüro Im Saal 10 55218 Ingelheim Tel.: 06132 76518 7 Taurus GmbH 7 Containerdienst, Schrott- u. Metallhandel An der Griesmühle 13 55218 Ingelheim Tel.: 06132 8971026 21 VWT GmbH U2 Wärmetechnik Carl-von-Linde-Str. 12 55129 Mainz Tel.: 06131 554545 15 Zimmermann U2 4 Pax AG Fenster und Türen Neuweg 7 55218 Ingelheim Tel.: 06132 791110 19 Schulze Morawitz Rainer, Dipl.-Ing. Vermessungsbüro Bingen Str. 66 55218 Ingelheim Tel.: 06132 716881 Sanitär & Heizung Kempter Weg 5 55437 Ockenheim Tel.: 06725 5306 Schröder Rolf-Dieter, Dipl.-Ing. MAY, Inh. J. Weindorf Fussboden und Farbenwelt, Inh. V. Pieroth Fachhandel für Bodenbeläge und Farben Am Nahering 12 55218 Ingelheim Tel.: 06132 9828811 22 May Friedrich Ruppert Schreinerei Auf dem Graben 12 55218 Ingelheim Tel.: 06132 2698 Vermessungsbüro Rüdesheimer Str. 44 55545 Bad Kreuznach Tel.: 0671 837970 7 Rheinhessische Energie- und Wasserversorgungs-GmbH Martin Gelhausen Erbelding KG Wohnideen Kapuzinerstr. 30 55411 Bingen Tel.: 06132 3334 3 Kulla EPO Concept GmbH Betoninstandsetzung Binger Str. 2 55262 Heidesheim Tel.: 06132 657232 Garten- & Landschaftsbau Otto-Hahn-Str. 6 55435 Gau-Algesheim Tel.: 06725 307123 Planungsbüro für Architektur Schifferstr. 9 55218 Ingelheim Tel.: 06132 84930 Reckert KORUS GmbH David Grün Kanalservice Am Wasserwerk 4 55268 Nieder-Olm Tel.: 06136 7630177 Bauunternehmung Rheinstr. 194b 55218 Ingelheim Tel.: 06132 9955-0 Kiehl Jürgen, Dipl.-Ing. Bussmer & Orben Natursteine Mainzer Str. 16 55545 Bad Kreuznach Tel.: 0671 8833-0 18 Kaufmann Berlenbach, Inh. R. Fleischer Elektrotechnik Rheinstr. 92 u. 165 55218 Ingelheim Tel.: 06132 87406 planARTESolar Karl Gemünden GmbH & Co. KG Architektenkammer Rheinland-Pfalz Körperschaft d. öffentlichen Rechts Hindenburgplatz 6 55118 Mainz Tel.: 06131 99800 Elektrotechnik Grundstr. 4 55218 Ingelheim Tel.: 06132 2154 5 Bedachungen Binger Weg 13 55437 Ockenheim Tel.: 06725 95767 23 Die Rheinhessische. Energie für’s Leben. www.rheinhessische.de PUBLIKATIONEN mediaprint infoverlag gmbh lechstraße 2 | 86 415 mering telefon 08233 384 - 0 INTERNET KARTOGRAFIE MOBILE WEB e-mail [email protected] internet www.mediaprint.info www.total-lokal.de