ISLAM Die fünf Säulen

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ISLAM
Die fünf Säulen
Die fünf „Säulen“ (arabisch ‫‏اركان‬arkān) des Islam sind die Grundpflichten, die jeder Muslim zu
erfüllen hat:
Schahada (islamisches Glaubensbekenntnis)
Salat (fünfmaliges Gebet)
Zakat (Almosensteuer)
Saum (Fasten im Ramadan)
Haddsch (Pilgerfahrt nach Mekka)
Die erste dieser Pflichten ist das islamische Glaubensbekenntnis, oder Schahada (arabisch ‫‏الشهادة‬
aš-šahāda), das wie folgt lautet:
aschhadu an lā ilāha illā 'llāh wa-aschhadu anna Muhammadan rasūlullāh / ‫‏أشهد‏أن‏ال‏إله‏إال‏هللا‏‬
ّ
‫وأشهد‏أن‏محمدا‏رسول‏هللا‬
/ ašhadu an lā ilāha illā 'llāh, wa-ašhadu anna muḥammadan rasūlu
'llāh /‚Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Gott gibt und dass Mohammed der Gesandte
Gottes ist.‘ FPRIVATE "TYPE=PICT;ALT=" Aussprache?/i
Mit dieser aus zwei Teilen bestehenden Formel bekennt sich der Muslim eindeutig zum strengen
Monotheismus, zu Mohammeds prophetischer Sendung und zu dessen Offenbarung, dem Koran,
und somit zum Islam selbst.[13] Wer das Glaubensbekenntnis bei vollem Bewusstsein vor zwei
Zeugen spricht, gilt als Muslim.
Diese Formel wird ebenfalls fünf mal am Tag vom Muezzin (arabisch ‫‏مؤ ّذن‬mu'adhdhin) beim
Adhan (arabisch ‫‏أذان‬adhān) vom Minarett (arabisch ‫‏مناره‬manara) gerufen, um die Muslime zum
rituellen Pflichtgebet (arabisch ‫‏صالة‬ṣalāt) zu rufen, in welchem die Formel ebenfalls vorkommt.
Das rituelle Gebet (arabisch ‫‏صالة‬salāt) soll fünf mal am Tag absolviert werden, vor dem
Sonnenaufgang, mittags, nachmittags, bei Sonnenuntergang und bei Einbruch der Nacht. Vor
jedem dieser Gebete sind eine Ankündigung durch den Gebetsruf und eine rituelle Waschung
verpflichtend. Ebenso soll der Muslim sich vor dem Gebet bewusst machen, dass er das Gebet
nicht aus Routine, sondern aus der Absicht, Gott zu dienen, vollzieht. Um in den für das Gebet
notwendigen Weihezustand (‫‏إحرام‬ihrām) einzutreten folgt die Formel „Gott ist größer (als alles
andere)“ (‫‏هللا‏أكبر‬Allāhu akbar). Im Stehen werden eine Reihe weiterer Formeln und die erste Sure
des Koran (‫‏الفاتحة‬al-Fātiha, ‚die Eröffnende‘) rezitiert. Es folgen mehrere von verschiedenen
Formeln begleitete Niederwerfungen (‫‏ركعات‬rakʿāt) in die Gebetsrichtung (‫‏قبلة‬qibla), welche zur
Kaaba (‫‏الكعبة‬al-Kaʿba) in Mekka (‫‏مكة‬Makka) führt. Mit einigen weiteren Formeln findet das
Gebet seinen Abschluss. An sich kann das Gebet an jedem rituell reinen Ort, eventuell auf einem
Gebetsteppich, vollzogen werden, idealerweise jedoch in der Moschee (‫‏مسجد‬masdschid, ‚Ort der
Niederwerfung‘). Am Freitag wird das Gebet am Mittag durch ein für Männer verpflichtendes
und für Frauen empfohlenes Gemeinschaftsgebet (‫‏صالة‏الجمعة‬salāt al-dschumʿa, ‚Freitagsgebet‘)
in der Moschee ersetzt, welches von einer Predigt (‫‏خطبة‬chutba) begleitet wird.
Das rituelle Gebet ist von den Bittgebeten (‫‏دعاء‬duʿāʾ) und dem Gedenken (‫‏ذكر‬dhikr) zu
unterscheiden.
Almosensteuer
Die Almosensteuer (Zakāt, ‫[)زكاة‬16]
‫‏‬
ist die verpflichtende, von jedem psychisch gesunden, freien,
erwachsenen und finanziell dazu fähigen Muslim[17] zur finanziellen Beihilfe von Armen,
Sklaven, Schuldnern und Reisenden sowie für die Anstrengung oder den Kampf auf dem Wege
Gottes[18] zu zahlende Steuer.[19] Die Höhe variiert je nach Einkunftsart (Handel, Viehzucht,
Anbau) zwischen 2,5 und 10 Prozent ebenso wie die Besteuerungsgrundlage (Einkommen oder
Gesamtvermögen).[20]
Die Zakat ist eine fromme Handlung und religiöse Pflicht des Muslims und kann somit nur
Muslimen zugute kommen.
Fasten
Das Fasten (saum) findet alljährlich im islamischen Monat Ramadan statt. Der islamische
Kalender verschiebt sich jedes Jahr im Vergleich zum gregorianischen Kalender um elf Tage.
Gefastet wird von Beginn der Morgendämmerung – wenn man einen „weißen von einem
schwarzen Faden unterscheiden“ kann (Sure 2, Vers 187) – bis zum vollendeten
Sonnenuntergang; es wird nichts gegessen, nichts getrunken, nicht geraucht, kein ehelicher
Verkehr und Enthaltsamkeit im Verhalten geübt.
Muslime brechen das Fasten gerne mit einer Dattel und einem Glas Milch, wie dies der Prophet
getan haben soll. Der Fastenmonat wird mit dem Fest des Fastenbrechens ('Īd al-fitr) beendet.
Pilgerfahrt
Die im letzten Mondmonat Dhu l-hiddscha stattfindende Pilgerfahrt nach Mekka (Haddsch, ‫‏)حج‬
soll jeder Muslim, sofern möglich, mindestens einmal in seinem Leben antreten, um dort unter
anderem die Kaaba siebenmal zu umschreiten. Entscheidend dafür, ob die Pilgerfahrt zur Pflicht
wird, sind unter anderem seine finanziellen und gesundheitlichen Lebensumstände. Die
Einschränkung der ritualrechtlichten Pflicht der Pilgerfahrt ist in Sure 3, Vers 97 begründet:
„… Und die Menschen sind Gott gegenüber verpflichtet, die Wallfahrt nach dem Haus zu
machen – soweit sie dazu eine
Die sechs Glaubensartikel,
Im Islam gibt es sechs Glaubensartikel, nämlich den Glauben an:
 den einzigen Gott (arab. Allah)
 seine Engel
 seine Offenbarung (heilige Bücher: Tora, die Evangelien; gemäß Koran und Hadith sind
die Schriften der Juden und Christen jedoch verfälscht und verändert worden (→ Tahrif)
 seine Gesandten, die Propheten Gottes: darunter Adam, Abraham, Moses, Jesus und
zuletzt Mohammed
 den Tag des jüngsten Gerichts und das Leben nach dem Tod: Der Mensch werde eines
Tages für seine Taten zur Verantwortung gezogen und mit dem Höllenfeuer bestraft oder
mit dem Paradies belohnt
 die Vorherbestimmung
KABBA (arabisch ‫الكعبة‬,‫ ‏‬DMG al-Kaʿba ‚Kubus; Würfel‘) ist ein quaderförmiges Gebäude und
das zentrale Heiligtum des Islam. Sie befindet sich im Innenhof der
Al-HaramMoschee in Mekka,
Die Kaaba (arabisch ‫الكعبة‬,‫ ‏‬DMG al-Kaʿba ‚Kubus; Würfel‘) ist ein quaderförmiges Gebäude und
das zentrale Heiligtum des Islam. Sie befindet sich im Innenhof der Al-Haram-Moschee in
Mekka, Saudi-Arabien. Im Islam gilt die Kaaba als erstes Gotteshaus. Der Legende nach soll sie
vom ersten Propheten Adam (‫‏آدم‬Ādam) erbaut worden sein, dann aber in Vergessenheit geraten
und zu einer Ruine verkommen sein. Der Prophet Abraham (‫‏إبراهيم‬/ Ibrāhīm) und sein Sohn
Ismāʿīl (‫ ‏)إسماعيل‬hätten sie durch göttliche Fügung wiederentdeckt und wiederaufgebaut. Beide
Gestalten, die auch im Christen- und Judentum eine Rolle spielen, gelten als Propheten des Islam.
al-Haram-Moschee, die heilige Moschee oder geweihte Moschee (arabisch ‫‏المسجد‏الحرام‬almasdschid al-haram, DMG al-masǧid al-ḥarām) in Mekka (Saudi-Arabien) ist die wichtigste
Moschee des Islam – und zugleich die größte der Welt. Gemeinsam mit der Prophetenmoschee in
Medina und der al-Aqsa-Moschee in Jerusalem bildet die Heilige Moschee in Mekka die drei
heiligsten Stätten des Islam.
Mekka (arabisch ‫‏مكة‬Makka, in neuerer Zeit meist ‫‏مكة‏المكرّمة‬Makka al-Mukarrama, ‚Mekka, die
Ehrwürdige‘) ist eine Stadt mit 1.484.858 Einwohnern (Stand 2010)[1] im westlichen SaudiArabien. Sie ist Hauptstadt der Provinz Mekka in der Region Hedschas. Mekka ist die
Geburtsstadt Mohammeds, des Propheten des Islam, und die heiligste Stadt der Muslime. Jedes
Jahr pilgern drei Millionen [2] Muslime zur Haddsch zu diesem Wallfahrtsort, während NichtMuslimen das Betreten der Stadt
Mekka liegt ca. 90 km vom Roten Meer entfernt zwischen der Küstenebene und dem Hochland in
einem wüstenartigen Becken, eingeschlossen zwischen zwei Bergketten. Der tiefer gelegene Teil
der Stadt um die Kaaba ist der ältere Siedlungskern; die Oberstadt liegt im Norden. Wegen der
zahlreichen in das Stadtgebiet hineinragenden Berge und Hügel war es erforderlich, mehrere
Straßentunnel zu bauen.
In den letzten Jahren war ein deutliches Wachstum Mekkas um jährlich fast 200.000 Einwohner
zu beobachten, damit geht ein Stadtumbau einher, der sich z. B. um die Heiligen Stätten herum
besonders bemerkbar macht. Ganze bisher niedrig und locker bebaute Hügelsiedlungen wurden
abgetragen und die Flächen begradigt, um Platz für Großbauten, vor allem Pilgerhotels zu
schaffen. Südlich der Großen Heiligen Moschee entsteht bis 2010 ein massiger Hotelkomplex, in
dessen Mittelpunkt der höchste der Abraj Al Bait Towers mit über 600 Metern die neue
Stadtkrone bilden.
Mekka hat nur einen kleinen Flughafen ohne Linienverkehr. Der Jeddah King Abdulaziz
International Airport und der Hafen von Dschidda sind daher wichtige Infrastrukturen für die
Pilger. In Zukunft soll eine Eisenbahnstrecke von Dschidda nach Mekka durch ein spanisches
Konsortium gebaut werden.[3] Auch mehrere U-Bahnlinien sind geplant.
Staat Saudi-Arabien Provinz Mekka Höhe 300 m Fläche 850 km² Einwohner 1.484.858 (2010)
Dichte 1.746,9 Ew./km² ISO 3166-2 SA-02 Webauftritt www.holymakkah.gov.sa/Default.aspx
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