a. das menschliche skelett 1. übersicht und hauptaufgaben

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ANTRIEB UND BEWEGUNG
A. DAS MENSCHLICHE SKELETT
1. ÜBERSICHT UND HAUPTAUFGABEN
Das Knochengerüst des Menschen besteht aus etwa 200 Knochen. Ohne ein stabiles Skelett wäre
unser Körper nur eine weiche und formlose Fleischmasse.
Hauptaufgaben des Skeletts: (2 als Antwort auswählen)
1. Bewegungsfunktion
Beispiele: Arm- und Beinknochen
2. Schutzfunktion
Beispiele: Schädel, Brustkorb
3. Stützfunktion
Beispiele: Wirbelsäule, Becken
 Beschrifte die einzelnen Knochen des Menschen. Kennzeichne dabei mit folgenden Farben:
Schädelskelett (rot), Rumpfskelett (gelb) und Gliedmassenskelett (grün)!
1. Schädel
2. Schlüsselbein
3. Schulterblatt
4. Brustbein
5. Oberarmknochen
6.
7.
8.
9.
Rippe
Wirbelsäule
Elle
Speiche
10.Beckenknochen
11.Handwurzelknochen
12.Mittelhandknochen
13.Fingerknochen
14.Oberschenkelknochen
15.Kniescheibe
16.Wadenbein
17.Schienbein
18.Fusswurzelknochen
19.Mittelfussknochen
20.Zehenknochen
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A. DAS MENSCHLICHE SKELETT
2.1 SKELETTVERGLEICH: MENSCH - GORILLA (2)
Arbeitsanweisungen:
1. Halte die wesentlichsten Unterschiede der beiden Skelette in der untenstehenden Tabelle fest.
2. Unterstreiche Anpassungen an das Baumleben grün, Anpassungen an den aufrechten Gang rot.
3. Zeichne jeweils den Körperschwerpunkt mit einem roten Pfeil in die Skelette ein.
Gorilla
Wirbelsäule
Becken
Gliedmassen
Schädel
Gebiss
Mensch
relativ gerade
doppelt S-förmig
 wenig Federung
 wirkt abfedernd
kelch- oder vasenförmig
wenig tragend
lange Arme
 abstützend, Gehhilfe
lange Hand- und Fussknochen, kurzer
Daumen
wenig Fussgewölbe
 kleine Federung
Hinterhauptsloch liegt eher hinten
 Schwerpunkt
Oberaugenwülste und grosser Unterkiefer
schüsselförmig
 trägt Eingeweide
lange Beine, kurze Arme
 besseres Gehen
langer Daumen, drehbarer Unterarm 
Greifhand
Fussgewölbe
 gute Federung
Hinterhauptsloch liegt in der Mitte
 Schwerpunkt
kleiner Unterkiefer
kleines Gehirn
 kleine Intelligenz
grosse Eck- und Backenzähne
stark entwickeltes Grosshirn
 grosse Intelligenz
kleine Eck- und Backenzähne
Zähne
 reissen und mahlen
Zähne
 schneiden und mahlen
ANTRIEB UND BEWEGUNG
A. DAS MENSCHLICHE SKELETT
4.1 KNOCHENBAU - RÖHRENKNOCHEN
Die Festigkeit gesunder Knochen reicht nahezu an diejenige des Gusseisens heran, doch ist ihre
Elastizität viel grösser. Ein Knochen ist keineswegs eine einheitliche Masse wie etwa eine Steinsäule, sondern ein äusserst kompliziert geschichtetes Bauwerk, das an eine durchdachte technische Konstruktion erinnert.
Die Knochenhaut hüllt den Knochen wie einen Mantel ein. Sie ist mit vielen Blutgefässen und
Nervenfasern durchzogen. Daher ist diese Schutzhaut auch sehr empfindlich gegen Schlag und
Stoss ( z.B. Schienbein, Elle).
Die Knochenwand (= Elfenbeinschicht) wird durch eine sehr kompakte und harte Knochensubstanz
gebildet, die eine hohe Festigkeit abgibt und praktisch das ganze Körpergewicht trägt. Die
Knochenbälkchen bestehen aus ineinandergeschachtelten Röhrchen, die optimal nach den vorherrschenden Druck- und Zugsspannungen ausgerichtet sind (vergleiche dazu das Stahlgittergerüst einer Eisenbahnbrücke oder das Bogengewölbe eines Kirchenschiffs!).
Das gelbe und das rote Knochenmark füllen den Knochen im Innern aus und sind mit einer
Schwammschicht zu vergleichen, die aus vielen Hohlräumen besteht. Dabei ist das rote Knochenmark auch der wichtigste Bildungsort für die roten Blutkörperchen.
Arbeitsanweisungen:
Das folgende Abbild zeigt den Feinbau eines Röhrenknochens. Bemale und beschrifte die Zeichnung mit Hilfe der folgenden Begriffe:
Knochenbälkchen, Blutgefässe, rotes Knochenmark, Knochenhaut, Nervenfasern, gelbes Knochenmark (= Schwammschicht), Knochenwand (= Elfenbeinschicht)
1
1. Knochenbälkchen
(Druck- und Zugspannungen)
2
2. Rotes Knochenmark
3. Blutgefässe und Nervenfasern
4. Gelbes Knochenmark
(= Schwammschicht)
4
5
5. Knochenwand
(=Elfenbeinschicht)
6. Knochenhaut
6
3
ANTRIEB UND BEWEGUNG
B. DIE MUSKELN
2. MUSKELBAU
Unsere ca. 640 Muskeln machen 40% des Körpergewichts aus. Dabei gibt es gewaltige Grössenunterschiede: der grösste und schwerste Muskel ist der Gesässmuskel (etwa 2kg), der kleinste und
leichteste Muskel befindet sich im Mittelohr (etwa 0,01g).
Nach ihrem Aufbau unterscheidet man allgemein glatte und quergestreifte Muskulaturen!
In der folgenden Skizze ist der Aufbau eines quergestreiften Skelettmuskels abgebildet. Ergänze
die fehlenden Begriffe und male die Abbildung sinnvoll aus!
1. Sehne
2. Knochenende
3. Muskelhaut
4. Bindegewebe
5. Blutgefässe (O2 / CO2)
6. Muskelfaserbündel
7. Nervenfaser
8. Muskelfaser
9. Zellkern
10.Zellplasma
11.Muskelfibrille
12.Myosin (Muskeleiweiss)
13. Aktin (Muskeleiweiss)
ANTRIEB UND BEWEGUNG
ANTRIEB UND BEWEGUNG
B. DIE MUSKELN
3. MUSKELARTEN UND MUSKELZUSAMMENSPIEL
1) Quergestreifte Muskulatur: Diese Muskeln bestehen aus Muskelfasern, die bis zu 30cm lang
sein können. Unter dem Mikroskop zeigen sie eine auffallende Querstreifung. Ihre Bewegungen
können sehr schnell sein, verbrauchen aber viel Energie. Sie unterliegen unserem Willen.
Beispiel: unsere Skelettmuskulatur
2) Glatte Muskulatur: Diese Muskeltypen arbeiten langsam, dafür aber sehr ausdauernd und mit
geringem Energieaufwand. Ihre Bewegungen sind allerdings nicht willentlich beeinflussbar.
Beispiel: unsere Eingeweidemuskulatur
Das Zusammenspiel von Armbeuger (Biceps) und Armstrecker (Triceps)
 Muskeln können sich zwar stark zusammenziehen, niemals aber von alleine wieder ausdehnen!
Sie brauchen deshalb immer einen Gegenspieler (Antagonist), der sie wieder in den ursprünglich
gedehnten Zustand zurückzieht. Dieser Gegenspieler ist meist ein weiterer Muskel oder ein
elastisches Band. Ist zum Beispiel der Armbeugermuskel zusammengezogen (= angespannt), so ist
gleichzeitig der Armstreckermuskel ausgedehnt (= entspannt) oder umgekehrt.
Damit der Mensch im aufrechten Gleichgewicht bleibt, sind die Muskeln und ihre Gegenspieler
dauernd im Wechselspiel miteinander. Kontrolliert wird der ganze Vorgang vom Kleinhirn!
9
3
7
1
8
2
4
6
5
1 Armbeuger (Bizeps)
4 Oberarmknochen
7 Muskelkopf
2 Armstrecker (Tripez)
5 Elle
8 Muskelbauch
3 Schulterblatt
6 Speiche
9 Sehne
ANTRIEB UND BEWEGUNG
C. DIE GELENKE
1. GELENKARTEN UND DEREN BEWEGUNGEN
Die meisten Knochen unseres Skelettes sind durch Gelenke miteinander verbunden. Dadurch
werden mit Hilfe der Muskulatur die unterschiedlichsten Bewegungsrichtungen möglich.
Häufige Gelenkarten unseres Körpers
Gelenkart
Kugelgelenk
Scharniergelenk
Bewegung
nach allen Richtungen
Schulter, Hüfte
links - rechts bzw. auf - ab
Ellenbogen, Finger, Zehen
Beispiele
Gelenkart
Bewegung
Beispiele
Drehgelenk
Drehung um
Knochen
Unterarm
einen
Sattelgelenk
anderen in zwei Richtungen
Daumen
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