Wie man Kids perfekt fördert

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Gesundheit | 28.11.2015
Entwicklung durch Bewegung
Wie man Kids perfekt fördert
Bewegung treibt die Entwicklung von Kindern voran.
Bild: Thinkstock über The Digitale
Bewegung, Bewegung, Bewegung - so fördern sie ihre Kinder am besten. Wir erklären ihnen die
Hintergründe, warum der natürliche Bewegungsdrang der lieben Kleinen für ihre Entwicklung so
elementar ist wie Essen und Trinken.
Je vielfältiger die Bewegungsabläufe und -erfahrungen der Kids ausfallen, umso schneller
kommen sie voran. Bis zum achten Lebensjahr sind daher hüpfen, rennen, klettern, fangen,
balancieren oder Rad fahren angesagt. Im Grundschulalter sind Kinder dann so weit, dass sie
eine Sportart erlernen und in einen Verein eintreten können. Sie haben Spaß daran, sich neue
Techniken anzueignen und mit anderen zu messen. Und das bringt Bewegung in die kindliche
Entwicklung:
Knochen und Muskeln entwickeln sich erst
Starke Knochen: Kinder haben bei der Geburt noch kein Skelett aus fester Knochensubstanz,
sondern Ersatzgewebe aus Knorpeln. Erst im Kindes- und Jugendalter lagert sich feste
Knochensubstanz ein. Das ist genetisch bedingt, Bewegung indes fördert diesen Prozess. Je
mehr Bewegung, umso robuster und dichter die Knochen.
Kräftige Muskeln: Beim Baby sind bereits alle Muskeln komplett vorhanden, aber sie
funktionieren noch nicht alle. Die Greif- und Saugmuskulatur arbeitet sofort, andere Muskeln etwa
zum Heben des Kopfes bilden sich erst nach und nach aus. Zu wenig Bewegung und zu viel
Sitzen verhindern, dass die Muskulatur sich richtig ausprägt.
Bessere Koordination: Um Körpergefühl und Raumerfahrung zu entwickeln, muss sich der
gesamte Körper bewegen. Schaukeln, drehen oder hüpfen vermitteln dem Kind eine Vorstellung
von seinem Körper, ein Gefühl von der Lage seiner Arme und Beine im Raum und
Gleichgewichtssinn.
Bessere Haltung: Erst in den ersten sechs Lebensjahren bildet sich die S-Form der Wirbelsäule
aus. Viel Bewegung beansprucht das Muskel-Skelett-System ausreichend. Sonst kann sich die
Wirbelsäule nicht aufrichten. Fehlstellungen lassen sich im Erwachsenenalter kaum verbessern.
Bewegung schärft die Sinne
Mehr Köpfchen: Ein Baby kommt mit 100 Milliarden Nervenzellen auf die Welt. Diese
funktionieren erst, wenn sie verknüpft worden sind. In der frühen Kindheit sorgen Tätigkeiten der
Sinne und Bewegung für Reize, die die Bildung von Synapsen fördern: Jede Bewegung, jede
Wahrnehmung, jede Erfahrung schafft eine neue Nervenverbindung im Gehirn. Bewegung und
intellektuelle Entwicklung hängen untrennbar zusammen. Die motorische Entwicklung ist
Bedingung für die geistige.
Gute Motorik verbessert Selbstbewusstsein
Starkes Selbstbewusstsein: Über Bewegungserfahrungen erlangt das Kind ein Gefühl für
eigene Fähigkeiten. Es erlebt, dass seine Handlungen etwas bewirken können. Die Erfahrung von
Erfolg und Misserfolg, von Leistungsfähigkeit und deren Grenzen vermitteln dem Kind
Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit.
Gute Gesundheit: Bewegungsmangel und schlechte Ernährung führen zu Übergewicht,
ausreichend Bewegung hält gesund. Kinder, die täglich im Freien toben, stärken ihr Immunsystem
und sind seltener krank. Dicke Kinder aber haben es doppelt schwer: Sie leiden unter der
Ablehnung ihrer Umwelt und erkranken häufiger an Diabetes, Bluthochdruck oder Herz-KreislaufErkrankungen.
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