anti-ccp rheuma_2012 - Medizinisches Labor Oldenburg

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Indikationen:
•
Diagnostik der Rheumatoiden Arthritis (RA)
•
Diagnostik der Juvenilen RA
•
Differentialdiagnostik von Kollagenosen mit
Begleitarthritis (SLE, Sjögren-Syndrom, Polymyositis/Dermatomyositis u.a.) zur Abgrenzung von RA
•
Prognostische Aussage hinsichtlich der Entwicklung von radiologisch nachweisbaren Gelenkschäden
•
Differentialdiagnostik der erosiven Form des
Lupus erythematodes und der RA
Abrechnung:
Hinweis: Bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis
(PCP) einschließlich Sonderformen und Kollagenosen unter immunsuppressiver oder immunmodulierender Therapie werden sämtliche Laboruntersuchungen des jeweiligen Quartals NICHT auf das
jeweilige Praxis-Laborbudget angerechnet. Bitte
geben Sie hierzu auf dem Labor-Überweisungsschein und bei der Abrechnung die Ausnahmekennziffer 32023 an.
Ein Krankheitsfall umfasst gem. § 21 BMV-Ä das
aktuelle und die drei nachfolgenden Kalendervierteljahre, die der Berechnung der krankheitsrelevanten Leistung folgen.
EBM
in €
(Ziffer)
Anti-CCP-Ak
Rheumafaktor
11,20
(32489)
einmal im
Krankheitsfall
4,20
(32461)
GOÄ
1fach in €
(Ziffer)
26,23
(3877)
Untersuchungsmaterial und Versand:
•
ca. 1,0 ml Serum
(Haltbarkeit ca. 14 Tage bei +2°C - +8°C)
•
Postversand möglich
MVZ Dr. Müller und Kollegen
Referenzbereich:
Die Referenzbereiche für Anti-CCP-Antikörper
sind abhängig von der verwendeten Testmethode. Mit dem von uns verwendeten Fluoreszenzenzymimmunoassay (FEIA) wurde an einem Referenzkollektiv von 400 Blutspendern für Anti-CCPIgG ein Mittelwert von 2,6 U/ml gemessen. Die
Messwerte für die 95. bzw. 99. Perzentile betragen 4,3 U/ml bzw. 6,2 U/ml. Hieraus ergeben
sich für die medizinische Bewertung die folgenden
Bereiche:
Anti-CCP
-Antikörper
negativ
grenzwertig
< 7 U/ml 7 - 10 U/ml
positiv
Eine Studie zur klinischen Wertigkeit von Anti-CCP
-Antikörpern (n = 532, 82 Fälle mit RA) erbrachte
folgende Ergebnisse:
87,8 %
86,9 %
83,7 %
97,8 %
95,5 %
Laborfachinformation
Rheumatoide
> 10 U/ml
Der Test hat einen Intra- und Inter-AssayVariationskoeffizient von 6,0 bis 10,0 % und
zeigt sich im Messbereich bis 340 U/ml linear.
Klinische Sensitivität
Klinische Spezifität
Positiver prädiktiver Wert
Negativer prädiktiver Wert
Diagnostische Effizienz
Laboratoriumsmedizin, Bluttransfusionswesen,
Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie,
Krankenhaushygiene
Arthritis
Bestimmung von Anti-CCP-Ak
(Antikörper gegen
cyclische citrullinierte Peptide)
Verbesserung der Diagnostik und
Abgrenzung zu anderen Arthritisformen
Koppelstraße 7 . 26135 Oldenburg
Tel.: 04 41 / 24 88 311
Fax.: 04 41 / 24 88 315
e-mail: [email protected]
Homepage: www.medlab-oldenburg.de
(11,66)
A3886
Stand der Information: 23.01.2012
Mit einer Prävalenz von ca. 1 Prozent der gesamten erwachsenen Bevölkerung ist die rheumatoide
Arthritis (RA) eine häufige Erkrankung. Bei einem
Häufigkeitsgipfel im 4. Lebensjahrzehnt sind Frauen
etwa dreimal bis viermal höufiger betroffen als
Männer. Die Ätiologie ist nachwievor weitgehend
unbekannt, die genetische Disposition in einzelnen
Familien ist akzeptiert.
Das Vorliegen einer Arthritis zusammen mit lang
andauernder Morgensteifigkeit (> 1 Stunde, meist
Beginn an den Fingern, symmetrischer Befall) und
ggf. extraartikulärer Symptome (an Herz, Lunge,
Leber, Nieren, Augen und Blutgefäßen) legen den
klinschen Verdacht auf eine RA nahe.
Bei der Diagnose gilt es, andere Formen der Arthritis sicher abzugrenzen. Die Laboratoriumsdiagnostik
spielt hierbei eine wichtige Rolle. Neben unspezifischen Entzündungszeichen (BSG, CRP, Entzündungsanämie) stellen die Bestimmung des Rheumafaktors
und der Anti-CCP-Antikörper wichtige diagnostische
Kriterien dar.
In einer ganzen Reihe von klinischen Studien wurde
die Wertigkeit von Autantikörpern gegen cyclische
citrullinierte Peptide (CCP) für die Diagnostik und
Prognose hin untersucht. Hierbei zeigte sich zunächst
für die Diagnose der rheumatoiden Arthritis (RA) eine
Sensitivität von etwa 80 % bei einer Spezifität von
96 %. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass die Antikörper gegen CCP im Kindesalter in etwas geringerer Häufigkeit nachgewiesen werden können.
Die Spezifität von Anti-CCP wurde in umfangreichen
Studien untersucht; eine Übersicht der Ergebnisse zu
verschiedenen Krankheitsgruppen zeigen die folgende Tabelle sowie die beiden Abbildungen:
Die nebenstehende Abb.
zeigt die gute Trennung
der Patienten mit RA, Kollagenosen (CTD) und Infektionen mittels der Bestimmung von Anti-CCPAk
Abb. 1. Klinische Performance von Ant-CCP-Ak
Rheumafaktoren (RF) sind Antikörper (meist Klasse
IgM), die mit Serumproteinen reagieren und bei bis
zu 80 % der RA-Patienten nachweisbar sind. Nachteil der RF-Bestimmung ist die mäßige Spezifität
von ca. 60 %. Sie finden sich auch bei Gesunden,
Patienten mit Infektionen oder anderen Autoimmunerkrankungen.
Die ROC-Analyse der
Daten an 532 Patienten (82 RA-Fälle) belegt die überaus gute
diagnostische Effizienz
des eingesetzten Testverfahrens.
Ca. 80 % der RA-Patienten weisen im Serum IgGAntikörper gegen ein epidermales Protein Filaggrin
auf. Es wurde gezeigt, dass die Aminosäure Citrullin
ein wichtiger Bestandteil der Bindungsepitope für
diese Antikörper ist. Testsysteme, die Proteine mit
hohem Anteil an Citrullin enthalten, weisen diese
Autoantikörper gut nach. Die Sensitivität kann deutlich gesteigert werden, wenn es sich beim Zielantigen um ein cyclisches citrulliniertes Peptid handelt.
Zudem zeichnet sich ab,
dass Patienten mit
Nachweis von Anti-CCP
signifikant häufiger radiologisch nachweisbare Gelenkschäden entwickeln. Bei frühem Nachweis eröffnet sich hier eine Möglichkeit der optimierten Therapie.
Eine Übersicht über die Prävalenz von Rheumafaktor
und Anti-CCP-Ak bei verschiedenen Erkrankungen
gibt die folgende Tabelle:
Erkrankungen mit
ähnlichen Symptomen
Anti-CCP
positiv
(%)
RF-positiv
(%)
Rheumatoide Arthritis
77
74
Osteoarthritis
9
18
Arthropathien
(inkl. reaktive Arthritis,
Gicht, Psoriasisarthritis,
Fibromyalgie, entzündliche Polyarthritis, Spondylitis ankylans)
4
7
Kollagenosen
(inkl. SLE, Mischkollagenosen, Sklerodermie,
Sjögren-Syndrom, CREST,
Polymyositis)
5
38
Entzündliche
Erkrankungen
(inkl. M. Crohn, Colitis ulcerosa, Polymyalgia rheumatica, M. Wegener, Sarkoidose, Thyreoiditis)
1
9
Virale Erkrankungen
(EBV, Parvo B19, Rubella)
1
25
Bakterielle Erkrankungen
(inkl. Endokarditis, Legionellose, Lyme-Borreliose,
Yersinien, Salmonellen,
TBC, Strept. pyogenes)
1
12
HCV-Infektion
0
44
Gesunde
(im hohen Alter)
0
(0,3)
5
(15)
Weitergehende Literaturangaben stellen wir Ihnen
gern zur Verfügung. Für Rückfragen erreichen Sie
uns unter den bekannten Telefonnummern oder
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