Lösungen - Ernst Klett Verlag

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Geographie 9
Gymnasium Thüringen
TERRA
Lösungen
ISBN 978-3-623-28655-6
28655_Umschlag.indd 2
30.03.2009 15:32:51
Raummodell / Raumanalyse: Die Taiga
Erkläre die folgenden Begriffe:
Naturraum:
Fachbegriff für einen Teil der Erdoberfläche, der einem ständigen Entwicklungsprozess
unterliegt. Komponenten sind seine einzelnen, in Beziehung stehenden Bestandteile.
Nachhaltige Nutzung:
Der Mensch hat die Pflicht Wälder so zu bewirtschaften, dass sie als Nutz- und
Schutzwälder auch künftigen Generationen erhalten bleiben.
Raubbau:
Es handelt sich um eine Wirtschaftsweise, bei der Rohstoffe rücksichtslos ausgebeutet
werden. Auf eine Erneuerung oder Wiederherstellung wird nicht geachtet.
Stelle Beziehungen zwischen den Komponenten Klima, Boden und Wasser in der naturnahen Taiga dar.
Nutze das Raummodell. Färbe die Kugeln entsprechend der Schülerbuchvorlage ein.
Klima
gemäßigt, kontinental;
große Amplitude; ganzBoden
jährig humid; Nieder-
Wasser
Permafrost; Sümpfe;
schlag ungleichmäßig
Wasserüberschuss; ho-
Podsol; Bodenfließen
verteilt
her Grundwasserstand;
Flüsse u. Seen im langen
Winter zugefroren
Die gegebenen natürlichen Bedingungen ermöglichen die Entwicklung von
Vegetation ist Bestandteil der Komponente
BIOS
Nadelwäldern
. Die Vegetationsperiode ist
kurz
.
.
Erstelle entsprechend der Aufgabenstellung
ein Schaubild, welches das gestörte natürliche
Gleichgewicht durch den Raubbau in der Taiga darstellt. Wähle drei Komponenten aus.
BIOS
flächenhafte Vernichtung
der ursprünglichen
Wasser
Vegetation; Gefährdung
Klima
Grundwasserspiegel
der Lebensgrundlage
Sommer werden heißer,
sinkt; Flüsse führen
von Tierarten
Winter werden kälter;
weniger Wasser
Niederschläge verringern sich ganzjährig
Der Mensch entzieht sich seine Lebensgrundlage.
Lösungen zu TERRA Arbeitsheft
Geographie 9 Gymnasium Thüringen
A1L
© Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2009.
Erdölverseuchung in Sibirien
Arbeite mit dem Text 2.
a) Entwirf eine Überschrift.
Mitschuldig an einer gigantischen Ölpest
b) Stelle fünf Fragen an den Text.
Wie viel Öl erhält Deutschland über die
„Druschba-Pipeline“? Welche Folgen hat der
Ölaustritt? Welche Ursachen hat die Ölpest?
Wieso hat TotalFinaElf eine Mitschuld an der
Bilderberg Hamburg
Ölkatastrophe? Wie geht TotalFinaElf mit Kritik an
Ölverseuchte Landschaft
ihrer Haltung gegenüber der Ölpest um?
2 Ein großer Teil des russischen Rohöls, das nach Deutschland exportiert wird, kommt über die „Druschba-Pipeline“.
Insgesamt rund 20 Mill. Tonnen russischen Öls gelangen auf diesem Weg in den Westen. Pro Stunde fließen 1 000t Rohöl,
jährlich rund 10 Mill. t, aus der russischen Pipeline in die Erdöl-Raffinerien.
Doch was anschließend in die Tanks von Autos, Flugzeugen und Häusern fließt, ist begleitet von einer gigantischen Ölpest
in Russland. Allein in den westsibirischen Ölförderregionen treten pro Jahr 5000 Brüche von Ölpipelines auf. Jährlich
werden 300 Havarien mit Ölaustritten von 100 000t gemeldet. Riesige Ölseen zerstören den Lebensraum von Menschen,
Tieren und Pflanzen. Von den bestehenden Pipelines ist ein Drittel über 30 Jahre alt und reparaturbedürftig. Auch die
einheimische Bevölkerung leidet unter der Ölverschmutzung. Ihr Lebensraum ist bedroht. Mehrere Mill. Hektar Rentierweide
sind durch das Öl vernichtet, Wasser und Nahrungsmittel verseucht. Die Luft ist durch das Gasabfackeln belastet.
Als einer der Hauptimporteure russischen Rohöls ist TotalFinaElf mitschuldig an den dort herrschenden Zuständen. Es wird
nichts unternommen, um die Situation zu ändern, im Gegenteil: Die Gewinne des Konzerns werden weiter gesteigert, auf
Kosten der Umwelt und der dort ansässigen Bevölkerung. Bei Aktionen vor den Raffinerien des Konzerns in Ostdeutschland
demonstrierte Greenpeace gegen diese Praktiken. Während eines vierwöchigen Camps begannen Greenpeace-Aktivisten
mit dem Beseitigen von Öl im Samotlor-Ölfeld und machten vor, was eigentlich Aufgabe von TotalFinaElf ist. Doch statt sich
Gedanken über die Veränderung der Zustände zu machen, versucht der Konzern mit einstweiligen Verfügungen
Greenpeace daran zu hindern, die Öffentlichkeit über die Missstände zu informieren.
Quelle: Jörg Feddern: W&F Wissenschaft und Frieden, 3/2001 Juli, 19. Jahrgang, S. 55ff. gekürzt
c) Erstelle Überschriften für jeden Abschnitt.
1 Russisches Erdöl in Deutschland
2 Ursachen und Folgen der Ölpest
3 Die Rolle von TotalFinaElf
d) Erstelle ein UrsacheWirkungs-Schema
über Ursachen und
Folgen der Ölpest in
Sibirien.
Lösungen zu TERRA Arbeitsheft
Geographie 9 Gymnasium Thüringen
A2L
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Der Aralsee
Vergleiche die Veränderungen der Größe des Aralsees.
a) Kennzeichne die Ausdehnung in den Vergleichsjahren unterschiedlich
farbig.
b) Formuliere eine Aussage.
Die Größe des Aralsees hat sich im Laufe von 50 Jahren dramatisch
reduziert. Besonders in den letzten 20 Jahren nimmt die Wasserfläche
extrem ab.
Vervollständige das Schaubild. Nutze Schülerbuch und Atlaskarten.
Dauerhafte Zerstörung des Ökosystems mit negativen Folgen für die Menschen
Wasser
Klima
Boden/Vegetation
verringerte Zuflussmenge zum Aralsee;
höhere Verdunstung;
Versickerung des
Bewässerungswassers; Grundwasserspiegel sinkt;
Seefläche verringert
sich, Salzgehalt
nimmt zu, Vergiftung
zunehmend kontinentaler; aride Zeit
nimmt zu; Amplitude
vergrößert sich,
Anzahl der Frosttage
nimmt zu
Bodenerosion nimmt
zu; Vergiftung durch
Düngung; Bildung
von Salzwüsten;
Ausbreitung der
Wüsten
Veränderungen im
Ausweitung des
Klima
Lösungen zu TERRA Arbeitsheft
Geographie 9 Gymnasium Thüringen
Krankheiten breiten
sich aus; Lebenserwartung sinkt,
Kindersterblichkeit
nimmt zu; Arbeitsplätze gehen
verloren (Fischerei,
Fischverarbeitung);
Abwanderung vor
allem junger Menschen Krankheiten
Naturraum
Bewässerungskanäle
große Temperaturunterschiede So/Wi;
ganzjährig geringe
Niederschläge
Mensch
Baumwollanbaus
werden gebaut
(der Mensch greift ein)
Wasser
NATUR-
Wasserzufuhr durch
Amu-Darja und
Syr-Darja, Ausgleich
der hohen Verdunstungsmenge
A3L
Vegetation
RAUM
Halbwüste und
Wüste, Vegetationsperiode 2 bis
3 Monate
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Doppelkontinent Amerika – Topografischer Überblick 1
Trage die Inseln und Halbinseln a bis k mit schwarzen
Kleinbuchstaben in die Karte
ein.
a Niederkalifornien
b HI Alaska
c Grönland
d Labrador
e Neufundland
f Florida
g Große Antillen
h Feuerland
i Alëuten
j HI Yucatan
k Kleine Antillen
Beschrifte die Meere
in der Karte mit
Großbuchstaben:
A Pazifischer Ozean
B Golf von Alaska
C Beringmeer
D Nordpolarmeer
E Hudsonbay
F Labradorsee
G Atlantischer Ozean
H Golf von Mexiko
I Karibisches Meer
Benenne die Städte des
Doppelkontinents mit mehr als
5 Mio. Einwohnern und trage
die Ziffern in die Karte ein.
1
Los Angeles
2
New York
3
Mexico City
4
Bogota
5
Rio de Janeiro
6
São Paulo
7
Buenos Aires
8
Santiago de Chile
9
Lima
Je ein Begriff passt nicht in die Aufzählung. Unterstreiche ihn. Begründe kurz.
a) Alaska, Feuerland, Labrador, Neufundland
Feuerland ist keine Halbinsel
b) New York, Lima, Bogota, Ottawa New York ist keine Hauptstadt
c) Brasilien, Chile, Kanada, Peru
Kanada liegt nicht auf dem südamerikanischen Kontinent
d) Orinoco, St.-Lorenz-Strom, Parana, Colorado der Colorado mündet nicht in den Atlantik
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Geographie 9 Gymnasium Thüringen
A4L
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Doppelkontinent Amerika – Topografischer Überblick 2
Gestalte die Karte entsprechend der Höhenstufen farbig. Ordne Beispiele für Großlandschaften in die
Tabelle ein.
Hochgebirge
Bergland/Mittelgebirge
Tiefland
Rocky Mountains
Appalachen
Golfküstenebene
Anden
Brasilianisches Bergland
La-Plata-Tiefland
Bergland von Guayana
Amazonastiefland
Orinoco-Tiefland
a) Ergänze die fehlenden Namen der Flüsse.
b) Trage die fehlenden Kleinbuchstaben blau in die Karte ein.
a
Yukon
e
Missouri
i
Orinoco
n
Parana
b
Mackenzie
f
Rio Grande
k
Amazonas
o
Paraguay
c
Colorado
g
Große Seen
l
Rio Negro
p
Panamakanal
d
Mississippi
h
St. Lorenz-Strom
m
Madeira
q
Ohio
a) Finde die sechs bevölkerungsreichsten Länder des Doppelkontinentes und trage sie mit ihren
Hauptstädten der Größe nach in die untere Tabelle ein.
b) Ergänze die Flächengröße der Länder und notiere die Rangfolge in Klammern.
Land
Hauptstadt
Bevölkerung in Mio.
Fläche in km² (Rang)
USA
Washington D. C.
294,0
9631000 (2)
Brasilien
Brasilia
178,5
8547000 (3)
Mexico
Mexico City
103,5
1964000 (5)
Kolumbien
Bogota
44,2
1139000 (6)
Argentinien
Buenos Aires
38,4
2780000 (4)
Kanada
Ottawa
31,5
9985000 (1)
Löse das Rätsel. Das Lösungswort ergibt den Namen eines bekannten Indianerstammes. (ä=ae; ö=oe)
A
T
A C A M A
P R A
C A N
T
I
1 trockenste Wüste der Erde
E R
I
E
2 Bezeichnung für Steppe in Nordamerika
Y O N
3 Tal mit treppenartiger Stufung
C A C A
S
E
4 höchstgelegener schiffbarer See der Erde
C H
I
L
E
R
E
D W O O D
6 die größten Bäume der Erde
G R O E
N
L
7 größte Insel der Welt
T
I
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Geographie 9 Gymnasium Thüringen
E
A N D
5 Staat mit der größten N-S-Ausdehnung der Welt
A5L
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Kulturerdteile Anglo- und Lateinamerika – ein Vergleich
Angloamerika
Lateinamerika
Ergänze die Lückentexte.
Angloamerika wurde vorherrschend von
Lateinamerika
sprachigen Menschen besiedelt.
englisch
Daher wird auch heute noch vorwiegend
gesprochen. Eine Ausnahme ist
englisch
die Provinz
Quebec
in Kanada, dort wir
vorwiegend
französisch
gesprochen.
von spanisch- und
genannt.
portugiesisch
sprechenden Menschen besiedelt. Daher wird
auch heute noch vorwiegend
spanisch
und portugiesisch (in
Brasilien
)
gesprochen. Da diese beiden Sprachen einen
Deswegen wird der Kulturerdteil
Angloamerika
wurde vorwiegend
lateinischen
Ursprung
haben heißt der Kulturerdteil Lateinamerika.
Ermittle mit Hilfe des Internets die Kolonialzeiten und die Kolonialmächte.
Kolonialzeit: 1607 bis 1776
Kolonialzeit: 1492 bis 1824
Kolonialmächte: England, Frankreich,
Kolonialmächte: Spanien, Portugal
Spanien (S und SW der USA)
Ordne die folgenden Begriffe zu den vorkolonialen Kulturen dem richtigen Kulturerdteil zu Prärieindianer,
Mohikaner, Azteken, Hochkulturen, Maya, Stammeskulturen, Inkareich
Prärieindianer, Mohikaner, Stammeskulturen
Azteken, Hochkulturen, Inkareich, Maya
Heutiger Entwicklungsstand
Nenne die Gruppe, zu der die Länder der Kulturerdteile wirtschaftlich gezählt werden. Begründe diese
Zuordnung. Kreuze die richtigen Begriffe an.
Ländergruppe: Industrieländer
Ländergruppe: Entwicklungsländer,
Schwellenländer
Begründung:
wenig Sozialleistungen
x
x
Begründung:
x
viel Industrie
wenig Sozialleistungen
viel Industrie
geringe Wirtschaftskraft
x
geringe bis mittlere Wirtschaftskraft
wenig Industrie
x
wenig bis einige Industrie
großer Dienstleistungssektor
x
großer Dienstleistungssektor (durch informellen Sektor)
geringer Dienstleistungssektor
geringer Dienstleistungssektor
x
viele Sozialleistungen
viele Sozialleistungen
x
große Wirtschaftskraft
große Wirtschaftskraft
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Geographie 9 Gymnasium Thüringen
A6L
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Großlandschaften Nordamerikas
Arbeite mit der Karte
a) Markiere die Ländergrenzen rot.
b) Gestalte die Karte zu den Großlandschaften
farbig und ergänze die Legende.
c) Benenne Flüsse und Seen.
a
Mackenzie
g
Michigansee
b
Colorado
h
Oberer See
c
St.-Lorenz-Strom
i
Ohio
d
Ontariosee
j
Mississippi
e
Eriesee
k
Missouri
f
Huronsee
l
Rio Grande
Stelle wesentliche Merkmale der Großlandschaften zusammen.
Großlandschaft
Oberfläche
Gewässernetz
Vegetation / Nutzung
Kanadischer
Schild
flachwelliges Relief, Hügelketten
und ausgeschürfte Rinnen,
eiszeitlich überformt
Schmelzwasserseen,
zahlreiche Flüsse
Norden: Tundra
Süden: Nadelwälder
Innere
Ebenen
flachwelliges Relief, im Westen
(Great Plains) und Osten
(Zentrales Tiefland) ansteigend
Entwässerung durch
das MississippiMissouri-Flusssystem
Steppenvegetation,
intensive
landwirtschaftliche
Nutzung
Küstenebene
Eben, Flussaufschüttungen, an
der Küste Deiche,
Überschwemmungsdelta
im Mündungsgebiet der Flüsse
Deltamündungen
großer Flüsse
Subtropische Feuchtwälder, fruchtbare
Auelehmböden mit
intensivem Ackerbau
Appalachen
Mittelgebirge, meridionale,
parallele Gebirgsketten,
Plateaus, tief eingeschnittene
Flusstäler
Wasserscheide mit
Kaskaden und
Wasserfällen
Laubmischwälder, im
Kammbereich Nadelwälder
Nordamerik.
Kordilleren
Gebirgssystem mit drei großen
Gebirgszügen, weiträumige
Becken und Plateaus, tief
eingeschnittene Flusstäler
Wasserscheide
mit zahlreichen
Gebirgsflüssen
Steppen, Wüsten und
Halbwüsten im Innern,
Nadelwälder am Rand
Erkläre die Zusammenhänge zwischen den Merkmalen der Oberfläche, dem
Gewässernetz und der Nutzung für eine selbst gewählte Landschaft.
z.B.
Zentrales Tiefland
Das Zentrale Tiefland wurde überwiegend durch die großen Flüsse aufgeschüttet. Durch den fruchtbaren Boden werden die Flächen intensiv landwirtschaftlich genutzt. Die Flüsse können auch zur Bewässerung beitragen.
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Geographie 9 Gymnasium Thüringen
A7L
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Nordamerika – Klima 1
Trage die Inhalte der Legende in die Karte ein. Gestalte die Karte und Legende farbig. Beschrifte Gebirge
und Meeresströmungen in der Legende. Nutze dazu das Schülerbuch und den Atlas.
Ergänze die Übersicht zum Klima in Nordamerika.
Ursachen
Auswirkungen auf das Klima
ausschließlich meridionale Anordnung der
großen Gebirgszüge
ungehinderter nord-südlicher Luftmassenaustausch
(Northers – Blizzards; Southers); Entstehung von Tornados;
im Bereich der Westwinde Steigungsregen im Luvbereich
(Pazifikküste), Trockenheit im Leebereich
kalte und warme
Meeresströmungen an
den Küsten
geringere Temperaturen im Bereich kalter Meeresströmungen; feuchtwarme
Luftmassen im Bereich des Golf von Mexiko
(feuchtes Passatklima)
große West-OstAusdehnung des
Kontinents
großer Anteil an der polaren und subpolaren Klimazone
sowie am kühlen Kontinentalklima der gemäßigten Klimazone
in den zentralen Bereichen; Ausbildung der Trockengrenze bei
etwa 100° w.L.
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Geographie 9 Gymnasium Thüringen
A8L
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Nordamerika – Klima 2
Ordne die Klimadiagramme richtig zu. Schreibe dazu die Buchstaben A bis D in die Kreise neben den
Klimadiagrammen. Begründe deine Entscheidung.
A
Subpolare
Klimazone
Gemäßigte Klimazone
B
sehr kalte Winter,
mäßig warme Sommer;
ganzjährig humid,
geringe Niederschläge;
Lage im Norden, daher
Wirkung polarer Luft
besonders im Winter
Kühles
Kontinentalklima
kalte Winter; warme
Sommer; geringe
Niederschläge (zwei Monate im Sommer arid)
Lage im Kontinent zwischen den meridional
verlaufenden Gebirgen
C
Subtropische Klimazone
Ostseitenklima
kühle Winter; warme
Sommer; ganzjährig
humid; Lage am Atlantik
(Einfluss der Meeresströmungen), Einfluss der
Northers (im Winter) bzw.
der Southers (Sommer)
D
Winterregenklima
der Westseiten
milde, humide Winter;
warme aride Sommer;
Lage am Pazifik (Meeresströmungen, Wirkung
gemäßigter Westwinde
im Winter), Sommer:
tropische Luft aus
Südost
Welcher Klimatyp nimmt in Nordamerika den größten Raum ein? Begründe.
Das Kontinentalklima der Gemäßigten Klimazone nimmt den größten Raum ein. Aufgrund der großen
Festlandsmasse geringere Niederschläge und größere Temperaturunterschiede zwischen Sommer und
Winter. Über dem Festland wirken im Winter die Northers und im Sommer die Southers. Die Gebirge
im Westen verhindern das Vordringen feuchtgemäßigter Westwinde.
Vergleiche Hurrikans und Tornados miteinander.
Hurrikans
Tornados
Entstehungsraum
Meeresflächen in Äquatornähe
Festlandsflächen der Inneren Ebenen
Ursachen der
Entstehung
Über stark erwärmtem Wasser steigt
feuchtheiße Luft auf, verwirbelt dabei
spiralförmig um ein Tiefdruckgebiet.
Zusammentreffen feuchtheißer
Luftmassen vom Golf von Mexiko mit
trockenkalten Winden aus Norden.
Lebensdauer
5 bis 10 Tage
5 Sekunden bis drei Stunden
Windgeschwindigkeit
150 bis 200km/h
vermutlich bis 1 000km/h
Durchmesser
bis zu 200km (Auge 15 bis 30km)
50 bis 400m
Zugbahn
südliche Karibik bis Südstaaten
Schneisen durch den Mittelwesten
Auswirkungen
großräumigere Auswirkungen: hohe
Niederschläge, Flutwellen an den
Küsten und hohe Windgeschwindigkeiten zerstören Gebäude, Brücken, …
Menschen müssen evakuiert werden
und verlieren ihre Existenzgrundlage
kleinräumigere Auswirkungen
Zerstörung von ganzen Ortschaften,
Menschen geraten in akute
Lebensgefahr
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Geographie 9 Gymnasium Thüringen
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Die nordamerikanische Stadt
Ergänze die Tabelle.
Grundbedürfnisse
werden in der Stadt erfüllt durch
arbeiten
Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich (Handel, Versicherungen, Banken)
wohnen
Mehr- und Einfamilienhäuser
sich versorgen
Geschäfte in der Innenstadt, Einkaufszentren am Stadtrand
sich bilden
Schulen, Universitäten
sich erholen
Parks, Sportanlagen, Museen, Kinos, Stadthallen
Stadtmodell
a) Vervollständige die Tabelle.
b) Beschrifte die Teilräume des Modells einer Stadtregion und trage mit Pfeilen die Wanderungsbewegungen
zwischen den Teilräumen in das Schema ein.
c) Trage die Grundbedürfnisse ein, welche in den einzelnen Teilräumen überwiegend erfüllt werden.
d) Ergänze Auswirkungen der Suburbanisierung auf die einzelnen Teilräume sowie die gesamte Stadtregion.
Umland
Teilraum
Übergangsbereich
Downtown (CBD)
Downtown
Übergangsbereich
Übergangsbereich
Umland
Umland
Foto
Getty Images, München
Hahn, Stuttgart
Grundbedürfnisse
arbeiten, sich
versorgen, sich erholen
wohnen, arbeiten,
sich bilden, sich
erholen, sich versorgen
wohnen, sich bilden,
sich erholen, sich
versorgen
Prozesse und
Folgen für die
Bevölkerungsentwicklung
anwachsender
Flächenbedarf für
Dienstleistungsgewerbe, Verdrängung
Wohnbauten
Abriss und Verfall von
Wohnvierteln durch
den Ausbau des
Straßennetzes und
Ausweisung neuer
Wohnbauflächen im
Umland, beginnende
Sanierung
schnelles Anwachsen
neuer Wohnsiedlungen, Ansiedlung
von flächenintensivem
Gewerbe wie Handel
und Fabriken
Probleme
täglich große Pendlerströme haben hohe Umweltbelastung zur Folge,
hoher Zeitverlust, Eigenheimsiedlungen führen zu großer
Flächeninanspruchnahme
Lösungen zu TERRA Arbeitsheft
Geographie 9 Gymnasium Thüringen
A 10 L
Hahn, Stuttgart
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New York – the Big Apple
Trage in die Leerfelder des Stadtplanes von Manhattan
die angrenzenden Gewässer, Stadtteile und die
Straßenbezeichnungen ein.
Kennzeichne die in der Legende aufgeführten Gebiete
in der Karte flächenhaft.
Notiere Merkmale, die New York als Metropole
kennzeichnen.
New York ist das bedeutendste Finanz-, Handelsund Kulturzentrum der Welt.
Trage die Anteile der Bevölkerungsgruppen in die
vorgegebenen Diagramme ein.
Manhattan
davon in
Harlem
Weiße
Schwarze
Hispanics
50%
20%
24%
–
52%
48%
Finde das
Lösungswort:
2. F
1. B O S W A
S
H
I
E
N U
F
T
H A
3. Y
E
L
L
O W C A B
S
4. C H R
Y
S
L
E
I
L
U B U R B
S
5. S
6. C H
I
N A
T
V
R B U
E
U B U R B A N
I
S
I
E
9. M E
10. M
I
N U
I
I
N G
O W N
7. B R O A D W A
8. S
D
Y
R U N G
T
R O P O
L
E
T
1. Bezeichnung für Städteband zwischen Boston und Washington; 2. Straße der Millionäre; 3. Taxis in New
York; 4. Erster Wolkenkratzer in New York; 5. Name für Vororte; 6. Berühmtes Ghetto in Manhattan;
7. Älteste und längste Straße; New Yorks mit zahlreichen Theatern; 8. Flächenhaftes Wachstum der Städte am
Stadtrand; 9. Hauptstadt, Hauptsitz; 10. Käufer der Insel Manna-Hatta (Nachname)
Lösungswort (hier befindet sich der Sitz der größten Börse der Welt):
Lösungen zu TERRA Arbeitsheft
Geographie 9 Gymnasium Thüringen
A 11 L
WALLSTREET
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Wirtschaft im Wandel
Industriegebiete der USA
a) Trage die räumliche Verbreitung der Alt- und
Jungindustriegebiete in die Karte ein. Markiere
zuvor die Ländergrenzen rot.
b) Erkläre den Begriff Standortfaktoren.
Gründe und Bedingungen, die die Standortwahl
eines Unternehmens beeinflussen (z.B. Rohstoffe,
Verkehrsgunst …)
Arbeite mit dem Atlas.
Zeichne eine kartographische Skizze der Region um
Detroit und trage die wichtigsten Industriezweige und
Rohstoffe ein.
Beschreibe die Veränderungen bei den
Beschäftigten nach Wirtschaftsbereichen in Detroit.
Die Anzahl der Beschäftigten steigt an. Vor
allem im Tertiären Sektor wurden viele Arbeitsplätze geschaffen. Der prozentuale Anteil im
Sekundären Sektor hat sich verringert, die Anzahl
der Beschäftigten bleibt nahezu gleich.
Vom Manufacturing Belt in den Sunbelt.
a) Nenne Gründe für die Krise der Eisen- und Stahlindustrie im Manufacturing Belt.
b) Vervollständige das Schema.
Gründe für die Krise der Eisen- und
Stahlindustrie:
– Nachfrage nach Eisen und Stahl
sinkt.
– Kunststoff verdrängt Eisen als
Werkstoff
– Stahlwerke sind veraltet
– Import von Eisen und Stahl ist
billiger
Wandel im Manufacturing Belt durch:
Struktur
wandel
Ursachen für die Entstehung neuer Industriegebiete:
Abwanderung
Lösungen zu TERRA Arbeitsheft
Geographie 9 Gymnasium Thüringen
– Ansiedlung moderner Industriebetriebe
– Schaffung von Arbeitsplätzen außerhalb der
Industrie
– Entwicklung des Tertiären Sektors
– staatliche Subventionen
– Kapital und Arbeitskräfte aus dem Norden
– niedrige Grundstückspreise und Energiekosten
– geringe Steuerbelastung
A 12 L
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Agrobusiness
Landwirtschaft in den USA.
a) Bestimme die Lage des
Satelittenbildes.
Kansas ist ein Bundesstaat der
USA im Mittelwesten. Er liegt im
fruchtbaren Landwirtschaftsgebiet der Great Plains.
b) Welche Bildinhalte werden durch
die Ziffern 1 bis 3 dargestellt?
1 Landesvermessungsflächen
2 Bewässerungsflächen
3 Konturpflügen
c) Erkläre den Bildinhalt.
Die quadratischen Felder sind das Ergebnis der Landvermessung von 1785. Die dunklen Flächen,
Weideland, wechseln sich mit den hellen Flächen der Mais- und Sojafelder ab. Durch die intensive
Beanspruchung des Bodens, verbunden mit klimatischen Extremen wie großer Trockenheit, kommt es
zu Bodenerosion. Im Ergebnis entstehen Längs- und Querrinnen.
In der Landwirtschaft vollzieht sich ein Strukturwandel.
a) Nenne mindestens sechs Veränderungen:
1 Aufgabe kleinerer Farmen
4 Spezialisierung der Produktion
2 Bildung von Agrarunternehmen
5 Massenproduktion
3 Technisierung der Landwirtschaft
6 Züchtung genmanipulierter Pflanzen
weitere Veränderungen: Vertragslandwirtschaft, Aufbau von Veredelungsbetrieben,
Bewässerungslandwirtschaft …
b) Eine wesentliche Veränderung besteht in der Industrialisierung der Landwirtschaft. Stelle in einer Übersicht
Folgen dieser Entwicklung dar. Markiere die positiven Folgen blau und die negativen rot.
Bodenerosion
Farmsterben
Einkommenssicherung
Lösungen zu TERRA Arbeitsheft
Geographie 9 Gymnasium Thüringen
Ernährungssicherung
„industrial farming“ mit
– neuen Produktionsformen, z.B. Monokultur
– neuen Organisationsformen, z.B. Massentierhaltung
Land-Stadt-Wanderung
A 13 L
Grundwasserschwund
Verschuldung
Boden- u.
Grundwasserbelastung
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Verstädterung in Lateinamerika
a) Definiere den Begriff „Metropole“.
Eine Metropole ist eine bedeutende Großoder Hauptstadt
eines Landes. Sie überragt alle anderen Städte an Größe,
Einwohnerzahl und Bedeutung. Metropolen sind politischer,
wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Mittelpunkt eines
Staates. Sie sind Zentren für Handel, Verkehr, Wissenschaft
und Kultur.
STECKBRIEF VON MEXIKO
Staat:
103,5 Mio. Einwohner
Mexiko-Stadt:
8,59 Mio. Einwohner
Guadalajara:
1,65 Mio. Einwohner
Anteil der Hauptstadt am Staat:
ca. 40% der Erwerbstätigen
ca. 50% der Banken
ca. 60% der Industrie
ca. 80% der Forschungseinrichtungen
Zeichne Kreisdiagramme zu Anteilen der Metropole Mexiko-Stadt an den Kennwerten des gesamten
Staates. Nutze dazu den Steckbrief.
Bevölkerung
Erwerbstätige
Industrie
Banken
Forschungseinrichtungen
Weise mithilfe des Steckbriefs nach, dass Mexiko-Stadt eine Metropole ist.
Mexiko-Stadt ist Hauptstadt und Metropole. Die Stadt hat eine große politische, wirtschaftliche
und gesellschaftliche Bedeutung für den Staat Mexiko. Die nach der Einwohnerzahl zweitgrößte
Stadt Guadalajara besitzt eine viel geringere Bedeutung. Mexiko-Stadt ist Zentrum von Industrie,
Banken, Verkehr, Kultur und Wissenschaft des Staates.
Begründe die Lage der
Slums und Notquartiere.
Nutze dazu auch den Atlas.
Die Slums befinden
sich vor allem an
Stadtrand, entlang
der Verkehrswege und
Industriegebiete.
Dort siedeln sich die
Zuwanderer vom
Land an.
Lösungen zu TERRA Arbeitsheft
Geographie 9 Gymnasium Thüringen
A 14 L
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Raubbau in Amazonien
Vervollständige das Schema.
Naturraumpotential Amazoniens
– größtes zusammenhängendes
Regenwaldgebiet der Erde
– Holz
– Landwirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten
– Bodenschätze
– Sammelwirtschaft der indigenen Völker
– Artenvielfalt
– Wasserkraft
Erschließungsmaßnahmen
Verkehr
Maßnahmen:
– Ausbau und Nutzung
des Flusssystems zur
Schifffahrt
– Bau und Asphaltierung von Straßen
– Bau von Eisenbahnlinien
– Bau von Flugplätzen
Landwirtschaft
Maßnahmen:
– Ansiedlung von
Kleinbauern
– Errichtung von
Siedlungen
– Rodung großer
Flächen
– Vergabe großer
Flächen an in- und
ausländische
Agrarunternehmen
– Anlage von
Rinderweiden
Holzwirtschaft
Bergbau/
Energiegewinnung
Maßnahmen:
– selektiver Holzeinschlag zur Rodung
von Edelhölzern
– großflächige
Rodungen, Bau von
Sägewerken
– Holzkohleerzeugung
– nachhaltige
Waldbewirtschaftung
Maßnahmen:
– Abbau von Bodenschätzen im Tagebau
– Bau von Verarbeitungsbetrieben
– Anlage von Stauseen
und Wasserkraftwerken zur
Energiegewinnung
– Bau von Hochspannungsleitungen
Beurteile die Auswirkungen der Erschließungsmaßnahmen für verschiedene Bereiche.
Betrachtungsbereich
Positive Auswirkung
Negative Auswirkung
Umwelt
– Einrichtung von Schutzgebieten
durch gewachsenes
Umweltbewusstsein
– Rodung und damit Vernichtung
großer Teile des TRW
– Dezimierung der Artenvielfalt
Indigene Völker
– Möglichkeit dauerhafter
Arbeitsplätze
– Zugang zu Vorteilen der modernen
Welt: Strom, Kleidung, Geld,
Fernsehen ...
– Vernichtung des Lebensraumes
– Verlust von Traditionen, Bräuchen,
– Verlust des Wissens zur Nutzung
vieler Urwaldpflanzen und zur
angepassten Nutzung des TRW
Wirtschaft
Brasiliens
– hohe Einnahmen durch Exporte
von Bodenschätzen und
Rindfleisch
– Abbau der Staatsverschuldung
– illegale Landnahmen und
Rodungen führen zu
Absatzeinbußen auf
internationalen Märkten
Bevölkerungsverteilung
– Entlastung des
Bevölkerungsdruckes der
Küstengebiete
– Zwangsumsiedlung von
Ureinwohnern in Reservate
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Geographie 9 Gymnasium Thüringen
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Was ist ein Entwicklungsland?
Der HDI-Koeffizient dient zur Beschreibung globaler Ungleichheiten. Erkläre diesen Begriff.
HDI: (Human Development Index – Index der menschlichen Entwicklung) ist eine Maßzahl, die den
Stand der menschlichen Entwicklung in den Ländern der Welt verdeutlicht. Er berücksichtigt neben
dem Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner eines Landes die Lebenserwartung und den Bildungsgrad
mithilfe der Alphabetisierungsrate und der Einschulungsrate der Bevölkerung. Der Faktor Lebenserwartung gilt als Indikator für Gesundheitsfürsorge, Ernährung und Hygiene, das Bildungsniveau
steht ebenso wie das Einkommen für erworbene Kenntnisse und die Teilhabe am öffentlichen und
politischen Leben für einen angemessenen Lebensstandard.
Nenne 5 Beispielländer mit dem niedrigsten und 5 Beispielländer mit dem höchsten HDI.
niedrigster HDI: z.B. Äthiopien, Kongo, Tschad,
höchster HDI:
Mosambik, Kenia
Schweden, Deutschland, Australien
z.B. USA, Frankreich,
2 Reiche Länder halten die Entwicklungshilfezusagen nicht ein
1 Index der menschlichen Entwicklung (HDI) 2006
Beurteile die in der Karte 1 und im Diagramm 2 erkennbaren globalen Ungleichheiten.
Schülermeinung, z. B.: Die globalen Ungleichheiten sind sehr groß und in den letzten Jahren auch
immer größer geworden. Es gibt eine sehr ungerechte Verteilung des Wohlstandes auf der Erde.
Das gilt zwischen den einzelnen Staaten und innerhalb eines Staates. Während es Menschen gibt,
die nicht genug zu essen haben, leben andere im Überfluss. Es muss durch verschiedene Maßnahmen, wie Entwicklungszusammenarbeit versucht werden, diese Ungleichheiten abzubauen.
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Kaffee – Trans – Fair
Interpretiere die Tabelle.
Erlöse der Kaffeeerzeugerländer (in Mrd. US-$)
1997
1998
1999
2000
2001
2002
12,88
11,43
9,47
8,17
5,43
5,26
Die Kaffeeerzeugerländer erzielen seit 1997 beständig sinkende Erlöse aus dem Kaffeehandel.
So wurde 2002 nur etwa die Hälfte der Erlöse im Vergleich mit 1997 erlangt. Die Folge für die Verbraucher sind sinkende Kaffeepreise und für die Kaffeeindustrie ansteigende Gewinne. Die Erlöse
für die Hersteller sinken auch durch Überschüsse auf dem Weltmarkt.
Francisca Minaya, 48, Kaffeebäuerin aus den Hochanden, Peru: „Eigentlich wollten wir alles verlassen. Aber wir hielten durch, denn unsere
„chacra“ ist das Wichtigste in unserem Leben.“
Francisca Minaya baut ihre Kaffeesträucher unter den Baumkronen am Steilufer des Rio Ahubamba, 1900 Meter über dem Meer, an. Der
Hochlandkaffee von ihrer „chacra“, ihrer Kaffeefarm, gehört zu den besten Kaffees ganz Perus. Reichtum brachte er Francisca in den
vergangenen Jahren dennoch nicht ein. Denn an der New Yorker Börse werden nur 47 US-Dollar für den Zentner „Arábico“ bezahlt.
Außerdem erhält Peru im internationalen Gefecht um den Kaffeeabsatz zusätzlich noch einen Strafzoll von etwa fünf Dollar Preisabschlag.
Nach Abzug der Selbstkosten ihrer Kooperative für Transport, Endschälung, Sortierung, Verpackung und Direktvertrieb blieben Francisca in
diesen Jahren des Preisverfalls nur noch rund 30 Dollar Erlös pro Zentner. Das wäre der Ruin für sie und für weitere 407 Familien der
Kaffeebauern-Kooperative Huadquiña gewesen. Die Rettung kam durch den „mercado solidario“, den „solidarischen Markt“, wie die
Kaffeebauern von Huadquiña ihre Kooperation mit TransFair und dem holländischen Importeur Neuteboom nennen. Seit fünf Jahren
zertifiziert Naturland den Kaffee als „Café Orgánico“. Alle Familien von Huadquiña stellten ihre Produktion auf Biobedingungen ein. Heute
wissen die Bauern: Das war die Rettung für ihre Kooperative, die noch vor zehn Jahren kurz vor der Aufgabe stand. Statt den New Yorker
Preis von 47 Dollar wie Mitte 2002, garantiert der Faire Handel den Bauernkooperativen 126 Dollar Erlös, beim biologisch zertifizierten
Kaffee sogar 141 Dollar. Dank dieser Einnahmen konnten Francisca und ihr Mann Leocardio ihre jüngste Tochter nun sogar auf die
weiterführende Schule schicken. Ans Aufgeben denkt die Familie nicht mehr.
Erkläre die im Schema verdeutlichten Ungerechtigkeiten beim Kaffeehandel.
Zwei Drittel des Endverbraucherpreises gehen an die Akteure in Industrieländern (Großhandel,
Röster …) und nur etwa ein Drittel bleibt im Erzeugerland. Die Pflanzer erhalten nur etwa 10 – 15%.
Dies ist im Vergleich zu den arbeitsaufwändigen Arbeiten der Pflanzer zu wenig und belegt
die Ungerechtigkeiten im Kaffeehandel.
Erkläre mithilfe des Textes, inwieweit TransFair eine Alternative zum ungerechten Kaffeehandel sein kann.
TransFair sichert den Erzeugern für ihren Kaffee höhere Erlöse. In dem dargestellten Beispiel erhält
die Kooperative für BioKaffee sogar fast die 3-fache Summe. Damit wird ein Stück gerechtere Weltwirtschaft geschaffen, die den Betroffenen für ihre harte Arbeit eine bessere Entlohnung und damit
einen Hauch von Wohlstand zusichert. Außerdem wird damit auch der biologische Anbau gefördert.
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