42 Anl.4 MV DGVP 2014 Protokoll

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DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR VERKEHRSPSYCHOLOGIE E.V. (DGVP)
Protokoll der
15. Mitgliederversammlung der DGVP
am 12.12.2014, 11:00 – 16:00 Uhr in Berlin
Teilnehmer
Verteiler:
Mitglieder der DGVP
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Zu Beginn der MV begrüßte der Präsident die Teilnehmer.
Anwesend sind 18 Mitglieder. Die Versammlung ist beschlussfähig
(Teilnehmerliste Anlage 1).
TOP 1 Protokollbestätigung der 14. Mitgliederversammlung
Das Protokoll wird einstimmig angenommen.
TOP 2 Bericht des Präsidenten (Herr Schubert)
Die DGVP hat derzeit 62 Mitglieder (neu: Johanna Nädtke, Herr Chielino, Austritte: Dr.
Perfahl (Wechsel des Tätigkeitsfelds, Dr. Kriegeskorte, altershalber). 10 verschiedene
Länder.
Blockwahl des Vorstands, wie sie bei der letzten MV vorgenommen wurde, entspricht
nicht der Satzung, so dass die einzelnen Vorstandsmitglieder neu bestätigt werden müssen, incl. der Funktionen. Der Präsident wurde persönlich gewählt, so dass diese Funktion Bestand hat (Anlage 2).
Die Ergebnisse des Strategieworkshops werden zusammengefasst an die Mitglieder in
einem der nächsten Informationsschreiben zur Kenntnis gegeben.
TOP 3 Berichte der Vorstandsmitglieder (Herr DeVol, Herr Wagner, Herr Fastenmeier, Herr Brenner-Hartmann)
Herr DeVol berichtet über die MPU-Reformgruppe (Anlage 3). Des Weiteren informierte
er über seine Teilnahme auf dem Verkehrspsychologen-Kongress in Wien. Die hierbei
von Herrn DeVol verwendete Präsentation wird über ein Informationsschreiben der
DGVP den Mietgliedern zur Kenntnis gegeben. Herr Wagner stellt die internationalen
Aktivitäten vor. Der „englische Grundriss“ wurde im Juni 2014 veröffentlicht, stellt dabei
jedoch nicht nur eine Übersetzung des Grundrisses sondern eine Neufassung vor, um
den Bedürfnissen der europäischen Zielgruppe gerecht zu werden. Ist auf dem Fit-todrive-kongress in Warschau und dem CIECA-Kongress in Dublin vorgestellt worden (Anlage 4). Des Weiteren ist im Protokoll ein Artikel von dem Fit-to-drive-Kongress in Warschau (Anlage 5) beigefügt.. Auf großes Interesse gestoßen und hat auch bereits Aktivitäten z.B. in der CIECA ausgelöst. Es ist festzustellen, dass die Begriffe der Fahreignung
und der Befähigung in verschiedenen Gremien durcheinander gebracht (z.B. argeTP 21).
Den drei Arbeitsgruppenberichten (Projekt Road User Education Project, kurz RUE; Einzelberichte: „Minimum Driving and Riding Competence Standards –Work Group 1-;
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Framework for a curriculum for driver education –Work Group 2-; Minimum Competence
Standards for Driving/Riding Teachers, Accompanying Drivers and Driving Schools –
Work Group 3-XX) der CIECA soll ein Theorieteil vorgestellt werden, wo der Unterschied
von Befähigung und Eignung deutlich gemacht werden soll. Herr Wagner und Herr DeVol waren auf dem 5. Österreichischen Verkehrspsychologen-Kongress, wo eine hohe
Teilnehmerzahl verzeichnet wurden (300 Teilnehmer).
Herr Brenner-Hartmann berichtet über die Einführung der BK3 und die weitere Entwicklung sowie über den Stand bei der Pflege der Internetseite (Anlage 6).
Herr Fastenmeier hat sich des Schwerpunkts „demographischer Wandel“ angenommen
und zusammen mit Herr Risser eine Reihe von Veröffentlichungen vorbereitet. Es soll
ein „policy paper“ zusammen mit der DGVM herausgegeben werden. Versucht Mitglieder
aus den Bereichen außerhalb der Begutachtung und Förderung der Fahreignung für die
DGVP zu gewinnen.
TOP 4 Berichte aus den Arbeitsgruppen von CIECA (Herr Bartl und Herr Wagner)
Wurde im Rahmen von TOP 3 mit erledigt.
TOP 5 Bericht des Schatzmeisters (Herr Jacobshagen)
Zwischenbericht mit aktuellem Stand 2014 (Anlage 7).
Jacobshagen nimmt nochmal mit Frau Yen, Schatzmeisterin der DGVM, Kontakt auf, da
die Hälfte der Übersetzungskosten der englischen Fassung des Grundrisses von der
DGVM übernommen werden sollten.
Herr Kirschbaum soll zur Vorstandssitzung eingeladen werden, um die Verrechnungsmodalitäten der Autorenhonorare und Erstellungskosten der DGVP-Veröffentlichungen
zu erläutern.
TOP 6 Aussprache und Diskussion
Dr. Kranich beantragt, dass die Vorstände eine Aufwandsentschädigung von 2000,- € für
den Präsidenten und 1000,- € für die anderen Mitglieder des Vorstands. Herr Prof. Echterhoff unterstreicht die guten Erfolge für die Verkehrspsychologie durch die DGVP und
unterstützt den Vorschlag.
Abstimmung: 12 stimmen dafür, 5 Enthaltungen, keine Gegenstimmen (Fr. Schützenhöfer als Wahlleiterin stimmt nicht mit ab).
Dr. Kranich schlägt vor, dass die verkehrspsychologischen Testverfahren besser für die
Anwendung bei älteren Verkehrsteilnehmern normiert werden. Echterhoff bringt das Motto „Lieber fördern als selektieren“ in die Diskussion und stellt die Frage, wo die Diagnostik bleibt. Fastenmeier erinnert an die kleine, problematische Gruppe, die als „dysfunktionale Kompensierer“ bezeichnet werden können. Thema Testverfahren ist dabei im Auge
zu behalten und wird von der Wissenschaft bearbeitet. Brenner-Hartmann spricht sich
dafür aus, dass Testung zur gezielten Beratung herangezogen werden sollte, auch wenn
es um die Erhaltung der Mobilität und nicht um die Selektion handelt. Ungeachtet dessen
ist eine selektive Aufgabe bei der Problemgruppe der auffälligen Verkehrsteilnehmer
wahrzunehmen. Frau Schützenhöfer unterstützt dies und erinnert an die Problematik der
schweren Demenz. Prof. Echterhoff weist auf die Notwendigkeit der Identifikation spezieller Leistungsbereiche hin (eine reine Anpassung von Normen genüge nicht) und auf
den „therapeutischen“ Aspekt, den eine gezielt Beratung annimmt.
Dr. Seidl spricht unseriöse Aktivitäten im Bereich der Vorbereiter auf die MPU an. Regt
an, dass die DGVP die Eignung von Verkehrspsychologen für die Herstellung der Fahr-
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eignung unterstreicht. Es wird kontrovers diskutiert, ob sich eine Betonung der ausschließlichen verkehrspsychologischen Kompetenz politisch nützlich ist. Es wird vorgeschlagen, die inhaltlichen Erfordernisse zu beschreiben, um die Felder zu kennzeichnen,
wo psychologische Kompetenz am besten einzusetzen ist. Diese Position wird weitgehend unterstützt, wobei eine Abgrenzung zu den Kompetenzen anderer Berufsfelder mit
deren jeweils eigenen Kompetenzen erfolgen kann. Verkehrspsychologen verfügen dabei in der Regel über eine übergreifende Kompetenz bei der Beratung im Hinblick auf
das Erreichen der Fahreignung. Es ist für die DGVP wichtig, einerseits gezielt die verkehrspsychologische Kompetenz darzustellen, ohne berufsständisch aktiv zu werden.
Vorgeschlagen wird die Einrichtung eine Arbeitsgruppe, die ein Positionspapier erarbeitet (Seidl, DeVol, Wagner, Kiegeland).
Offen diskutiert wurden die Entwicklungen zum Thema „Alco-Interlock“ anlässlich der
Veröffentlichung des BASt-Berichts. Bei der TPI wurde beschlossen, dass es keynotes of
recommendations zu dem Thema geben solle. Stellungnahmen der TPI müssen mit dem
Vorstand abgestimmt werden. Fr. Schützenhofer berichtet, dass es in Österreich auch
eine Einführung von Interlock geben wird, ohne Einbeziehung der Verkehrspsychologie
(billigere Varianten durch Lebensberater wird favorisiert). Auf der BÖP-Website wird es
ein Paper zur Qualifikation von Verkehrspsychologen für die Nachschulung geben.
TOP 7 Entlastung des alten Vorstandes
Herr Prof. Echterhoff stellt den Antrag auf Entlastung des Vorstands.
Zustimmung:
18
Gegenstimmen:
0
Enthaltungen:
0
TOP 8 Personenbezogene Nachwahl des neuen Vorstandes in die einzelnen Funktionen (außer Präsident).
Wahlleiterin : Frau Schützhofer, Wahlhelfer Herr Kranich. Geheime, schriftliche Wahl
wird vereinbart.
Vorschläge für den Vizepräsidenten:
Prof. Fastenmeier
DeVol (ist nicht bereit, zu kandidieren)
Ergebnisse:
Zustimmung:
15
Gegenstimmen:
1
Enthaltungen:
2
Herr Prof. Fastenmeier nimmt die Wahl an.
Vorschläge für den Schriftführer:
Brenner-Hartmann, Schützhofer, Herle
Ergebnisse:
Schützhofer
Herle
Brenner-Hartmann:
Enthaltungen
2
2
13
1
Brenner-Hartmann nimmt die Wahl an.
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Vorschläge für den Schatzmeister
M. Keller
Ergebnisse
Zustimmung:
Gegenstimmen:
Enthaltungen:
17
1
0
Vorschläge für die 3 Beisitzer
Herr Wagner, Frau Herle, Frau Schützhofer, Herr DeVol, Herr Risser
Ergebnisse
Herr Wagner
Frau Herle
Frau Schützhofer
Herr DeVol
Herr Risser
Enthaltungen
13
5
10
15
9
2
Frau Schützhofer, Herr DeVol und Herr Wagner nehmen die Wahl an.
TOP 9 Verständigung über die Zielstellungen für 2015
Nickel schlägt vor, sich neben den bereits priorisierten Themen „Ältere“ und „Interlock“
auch die Gruppe der „Jungen Raser“ in den Fokus zu nehmen. Schubert bringt das
Thema „Automatisiertes, pilotiertes Fahren“ und „Fahrerassistenzsysteme“ und die
Schnittstelle/Übergabe der Steuerungsfunktion. Schlottke weist auf den Ersatz von Verantwortungsübernahme durch technische Lösungen hin. Die Verkehrspsychologie sollte
Vorschläge dazu machen, wie diese Entwicklung so begleitet werden kann, dass alte
Fehler bei der Einführung von Technologien wieder gemacht werden. Die Bereitschaft
der Menschen, sich in ein autonomes System hineinzubegeben und die Kontrolle abzugeben, ist noch kritisch zu diskutieren. Auf diesem Feld wäre eine bessere Zusammenarbeit mit den Ingenieuren wünschenswert.
Info: Fachgruppe Verkehrspsychologie der DGPS macht in Braunschweig einen Kongress, Seidl hat Beitrag angemeldet.
Brenner-Hartmann bringt das Thema „Fahreignungsprobleme im Rahmen der Fahrprüfung“ ein. Kooperation mit Sachverständigen oder mit Verkehrspädagogen.
TOP 10 Verschiedenes
Prof. Echterhoff berichtet über seine Arbeit im Rahmen der Mobilität für behinderte Menschen im öffentlichen Verkehrsraum und bei der Nachsorge von Unfallopfern (psychische Probleme bis hin zur Verschleppung von Versicherungsleistungen). DGVP ist auch
Mitglied in der Gesellschaft für Verkehrsunfallopferhilfe (VOD). Die Idee einer gemeinsamen Veranstaltung mit der GUVU und der DGVP wird eingebracht, bei der es um Unfallopfer gehen soll (voraussichtlich November 2015). Inhaltlich könnten Kinderunfälle /
LKW-Unfälle in den Vordergrund gestellt werden. Lokalität: Deutsche Polizeihochschule,
Münster. KRAVAG-Versicherung wäre zur Finanzierung bereit. Der Gedanke findet breite Zustimmung. Vorschläge an [email protected] und cc an Vorstand der
DGVP. Abstimmung mit DGVM wird angeregt.
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J. Brenner-Hartmann/ Wolfgang Schubert
Berlin, den 13. 12. 2014
Anlagen:
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(3)
(4)
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Teilnehmerliste
Bericht des Präsidenten (Schubert)
Bericht aus der Arbeitsgruppe der BAST „MPU-Reform“ (DeVol)
Kurzprotokoll zum CIECA-Kongress in Dublin
Publikation zum engl. Grundriss im Kongressband zum Fit-to-drive-Kongress in
Warschau
(6) Bericht der Vorstandsmitglieder (Brenner-Hartmann)
(7) Bericht des Schatzmeisters (Jacobshaben)
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