lebenmitdiabetes - Wetterauer Zeitung

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Ausgabe 1/2017
Gießen & Mittelhessen
SENIOREN
Mobilität im Alter
ZAHN & KIEFER
Gesundes Zahnbett
STRESS
Prävention und Behandlung
LEBEN MIT DIABETES
Der Alltag mit der Zuckerkrankheit
2
INHALTSVERZEICHNIS
TITELTHEMA DIABETES
3
Das Problem mit dem Insulin
Diabetiker haben eine chronische Erhöhung des
Blutzuckers
4
Gesund, ausgewogen und abwechslungsreich
Zuckerkranke sollten Schritt für Schritt ihre Ernährung
umstellen
STRESSBEWÄLTIGUNG
5
Mensch ärgere dich nicht
Regelmäßige Entspannungsübungen helfen beim
Stressabbau
DARMKREBS
6
Darmkrebs kann erblich sein
Für Betroffene gelten andere Vorsorgeempfehlungen
7
Operation durch das Schlüsselloch
Patienten profitieren von der laparoskopischen
Darmchirurgie
IGEL-CHECK
8
Manchmal IGEL, manchmal nicht
Die Dermatoskopie zur Hautkrebsfrüherkennung erregt
die Gemüter
SENIORENMOBILITÄT
9
Gehhilfe auf vier Rädern
Der Rollator erleichtert den Alltag vieler Senioren
ZAHN & KIEFER
10
Keine Chance für Zahnbeläge
Die professionelle Zahnreinigung (PZR) kann
Zahnerkrankungen vorbeugen
SPORT & FITNESS
11
Hoher Kalorienverbrauch
Beim Inlineskaten werden viele unterschiedliche Muskeln
beansprucht
Impressum
Gesund durch die Region
Sonderbeilage der »Gießener Allgemeine« und
»Alsfelder Allgemeine«
Druck und Verlag:
Mittelhessische Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG, Marburger Straße 20, 35390 Gießen
(zugleich auch ladungsfähige Anschrift für alle im Impressum aufgeführten Verantwortlichen)
Auflage: 30.900 Exemplare
Verantwortlich für Anzeigen:
Anzeigenleitung:
Jens Trabusch, Telefon 06 41/30 03-2 11
Anzeigenverkaufsleitung: Ulrich Brandt, Telefon 06 41/30 03-2 24, Fax 06 41/30 03-3 00
[email protected]
Redaktion:
dbp Kommunikation GmbH & Co. KG
Europastraße 3, 35394 Gießen
V.i.S.d.P.: Dr. Andreas Bednorz, Telefon 06 41/94 88 64-90, Fax -99
[email protected]
www.gesund-durch.de
Deutschlandweite Auflage 1/2017: ca. 5 Millionen Exemplare
Urheberangaben zu den Titelbildern:
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gesund durch® die REGION
Gießener/Alsfelder Allgemeine
Andrey Popov/Fotolia (Titel Diabetes)
aletia2011/Fotolia (Senioren)
Cara-Foto/Fotolia (Zahn & Kiefer)
Phase4Photography/Fotolia (Stress)
EINE ECHTE UNTERSTÜTZUNG
FÜR HINTERBLIEBENE
Liebe Leserinnen, liebe
Leser,
statistisch gesehen stirbt
in Deutschland alle 8 Stunden ein Mensch, der mit
entsprechender Organspende hätte gerettet werden
können. In 2016 haben
857 Menschen nach ihrem
Tod Organe für schwer kranke Patienten gespendet.
Demgegenüber
stehen
nach wie vor über 10.000
Patienten auf den Wartelisten, die in Deutschland
dringend auf ein Spenderorgan warten.
Organisationen wie die
Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) sehen Organspende als eine
gesamtgesellschaftliche
Aufgabe und verweisen immer wieder auf die hierzulande im europäischen Vergleich niedrigen Organspendezahlen.
In Deutschland gibt es
nämlich keinen Zwang, eine
Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu
treffen.
Das hat allerdings auch
zur Folge, dass dadurch im
Todesfall die Hinterbliebenen massiv belastet werden können. So sind viele
Angehörige mit der Entscheidung für oder gegen
die Entnahme von Organen
oder Gewebe bei einem verstorbenen
Verwandten
schlichtweg
überfordert,
wenn diese Frage zu Lebzeiten nicht geklärt worden
ist.
Auch für Ärzte ist es nicht
leicht, den verzweifelten
Menschen die Hirntoddiagnose des geliebten Verwandten zu überbringen
und gleichzeitig die Einwilligung zur Organentnahme
zu erbitten. Doch ihnen
bleibt nichts anderes übrig,
wenn es keinen dokumentierten Willen gibt. Und seinen Willen – wie der auch
immer aussehen mag –
kann man anhand eines Organspendeausweises
für
alle sichtbar hinterlegen.
Denn auch eine Entscheidung gegen die eigene Organspende ist besser als
Unklarheit.
Laut einer Umfrage der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
stehen acht von zehn Bundesbürgern einer Organspende positiv gegenüber.
Wenn diese Menschen ihre
Entscheidung in einem Organspendeausweis festhalten würden, wäre das eine
gute Voraussetzung, um
deutlich mehr Transplantationen zu ermöglichen und
vielen Menschen das Leben zu retten. Und gleichzeitig würden auch die Angehörigen
bei
dieser
schwierigen Frage entlastet
werden.
Bleiben Sie gesund!
Ihr Felix Rotaru
Redaktion »gesund durch®…“
gesund durch® die REGION
Gießener/Alsfelder Allgemeine
3
DAS PROBLEM MIT DEM INSULIN
DIABETIKER HABEN EINE CHRONISCHE ERHÖHUNG DES BLUTZUCKERS
(dbp/fru) Diabetes ist
längst nicht mehr eine reine Alterserscheinung. Blutzucker messen, Insulin
spritzen, Broteinheiten zählen – das sieht man heutzutage nicht nur bei Senioren.
Auch die Zahl der diabeteskranken Kinder und Jugendlichen steigt seit Jahren an.
Laut dem Helmholtz Zentrum München ist der sogenannte
Typ-1-Diabetes
(auch juveniler Diabetes)
sogar die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter und
macht mittlerweile etwa 5
% aller Diabetes-Erkrankungen aus. Mehr als 20.000
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind von
dieser Stoffwechselstörung
betroffen. Man geht dabei
von einer genetischen Veranlagung aus. Aber auch
weitere
Umweltfaktoren
spielen eine Rolle.
»Honigsüßer Durchfluss«
heißt Diabetes mellitus
übersetzt. Der Name beschreibt eines der augenscheinlichsten Symptome
der Krankheit, die hohe
Konzentration von Zucker
im Urin. Sie entsteht, weil
Zucker nicht in ausreichendem Maß in die Zellen gelangen kann und daher
nicht für den Stoffwechsel
zur Verfügung steht.
INSULIN IST UNVERZICHTBAR FÜR DEN
STOFFWECHSEL
Am häufigsten wird jedoch der Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Dieser tritt
meist erst im Erwachsenenalter auf, allerdings verschiebt sich das Alter der
Erstdiagnose mehr und
mehr hin zu jüngeren Jahr-
gängen, teilt das Helmholtz
Zentrum mit. Kinder und Jugendliche sind daher durch
Übergewicht und Bewegungsmangel immer mehr
gefährdet, diesen Typ der
Erkrankung im Laufe ihres
Lebens zu erwerben. Typ2-Diabetes kann in vielen
Fällen verhindert werden.
Beim gesunden Menschen produziert die Bauchspeicheldrüse das Hormon
Insulin, das den Zuckermolekülen im Blut den Zugang
zu den Zellen ermöglicht.
Bei Typ-2-Diabetes wird
zwar im Gegensatz zum Typ1-Diabetes genügend Insulin produziert, doch die Zellen sprechen nicht ausreichend auf das Hormon an.
ÜBERGEWICHT
IST GRÖßTER
RISIKOFAKTOR
Typ-2-Diabetes
betrifft
hauptsächlich
Personen
über vierzig Jahre, doch
auch bei Kindern und Jugendlichen
kommt
die
Krankheit mittlerweile vor.
Neben dem Alter und genetisch bedingten Ursachen
spielt offensichtlich auch
der Lebensstil eine ganz
entscheidende Rolle. Dem
Deutschen Diabetikerbund
zufolge haben 90 Prozent
der Typ-2-Diabetiker deutliches Übergewicht. Übergewicht und mangelnde Bewegung sind daher nach Ansicht der Experten auch der
Grund, warum der früher
»Altersdiabetes« genannte
Typ 2 heutzutage in immer
jüngeren Jahren diagnostiziert wird. Als Maß für das
Diabetesrisiko wird deshalb
auch der sogenannte BodyMass-Index (BMI) herangezogen. Daneben spielt aber
auch der Taillenumfang eine wichtige Rolle. Das
Helmholtz Zentrum München weist darauf hin, dass
Männer mit einem Taillenumfang von über 102 cm
ein 3,4-fach höheres Diabetesrisiko als Männer haben, deren Taillenumfang
im Normalbereich (unter 94
cm) liegt. Gewichtsreduktion, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung sind daher die
wichtigsten Punkte zur Vorbeugung, aber auch zur Behandlung von Typ-2-Diabetes. Für übergewichtige Diabetiker gilt: Jedes Kilo weniger erleichtert die Einstellung der Krankheit und hilft,
die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern. Im
Idealfall ist es Typ-2-Diabe-
Patienten mit einem Typ1-Diabetes müssen täglich
Insulin spritzen, da der
Körper kein eigenes Insulin mehr produziert. (Foto:
Dmitry Lobanov / Fotolia)
tikern möglich, den Blutzuckerspiegel nur durch einen
bewussten Lebenswandel
im Gleichgewicht zu halten
und in manchen Fällen sogar ein Rückgang der Erkrankung zu erreichen.
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4
gesund durch® die REGION
Gießener/Alsfelder Allgemeine
GESUND, AUSGEWOGEN UND ABWECHSLUNGSREICH
ZUCKERKRANKE SOLLTEN SCHRITT FÜR SCHRITT IHRE ERNÄHRUNG UMSTELLEN
(dbp/fru) In Deutschland
werden fast sieben Millionen Menschen wegen eines Diabetes mellitus behandelt. Die Krankheit
zeichnet sich durch dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte, so genannte Hyperglykämien, aus. Laut der Seite
»Diabetes Deutschland« leiden 90 % der Diabetespatienten in Deutschland an
einem Typ-2-Diabetes und
knapp 5 % an einen Typ1-Diabetes. Bei den restlichen ca. 5 % handelt es
sich um Schwangerschaftsdiabetes und sonstige Diabetesformen. Bei allen Diabetesarten müssen Betroffene auf ihre Ernährung
achten.
Gerade für Menschen mit
Typ-2-Diabetes ist eine fettreduzierte, ballaststoff- und
abwechslungsreiche Ernährung ein zentraler Therapiebestandteil. Mit der richtigen Ernährung, einem guten Diabetesmanagement
(Schulung, Kontrolluntersuchungen und eventuell Medikamente) sowie regelmäßiger Bewegung können Betroffene aktiv zum positiven
Verlauf der Erkrankung beitragen.
Beim Essen gelten für
Diabetiker in Bezug auf die
Auswahl der Lebensmittel,
dieselben Vorgaben, wie
für gesundheitsbewusste
Nichtdiabetiker. Die Kost
sollte sich laut Helmholtz
Zentrum München insgesamt der mediterranen Küche annähern.
ESSEN SO ZUSAMMENSTELLEN, DASS
MAN NICHT ZUNIMMT
Es muss also reichlich
Gemüse, Obst und Salat
(Ballaststoffe)
auf
den
Tisch, zudem Öle mit mehrfach (z. B. Sonnenblumenöl) oder einfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. Olivenöl) sowie mageres Fleisch,
Fisch (Omega-3-Fettsäuren)
und Magerquark als Eiweißträger. Kochsalz sollte nur
sparsam eingesetzt werden
– empfohlen werden maximal 6 Gramm am Tag. Prof.
Dr. Rüdiger Landgraf von
der Deutschen Diabetes
Stiftung empfiehlt, die tägliche Menge Kohlenhydrate,
Eiweiß und Fett so zusammenzustellen, dass man
nicht zunimmt oder sogar
abnimmt. Denn Übergewicht sei nicht nur ein Risikofaktor für Diabetes, sondern auch für andere chronische Erkrankungen. Diabetiker müssen also nicht
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Diabetiker sollten sich insgesamt an der mediterranen
Küche orientieren mit reichlich Gemüse, Obst und Salat
sowie Ölen, mageres Fleisch und Fisch.
(Foto: Pixelot/Fotolia)
unbedingt auf etwas komplett verzichten (auch nicht
auf Zucker) und benötigen
auch keine speziellen Diabetikerlebensmittel.
Es
komme lediglich darauf an,
dass die Gesamtenergiebilanz austariert sei.
KEINE STRENGE DIÄT
FÜR TYP-1-DIABETIKER NOTWENDIG
Noch vor ein paar Jahren
wurde
Typ-1-Diabetikern
häufig eine strenge Diät
empfohlen. Kaum eine
Obstsorte, wenig Kartoffeln
und gar keinen Zucker durfte sie enthalten. Diese
Empfehlung ist inzwischen
überholt, sagen Experten
der Deutschen Diabetes
Gesellschaft (DDG). Auch
für diese Patienten ist vielmehr eine abwechslungsreiche Ernährungsform ratsam. Typ-1-Diabetiker mit
intensivierter
Insulinbehandlung (ICT) können vor
den Mahlzeiten die erforderliche Insulindosis anpassen. Voraussetzung dafür
ist die Kenntnis des persönlichen sogenannten BEFaktors sowie der Kohlenhy-
dratmenge, die sie essen
möchten. Bei Diabetikern,
die mit einer konventionellen Insulintherapie behandelt werden, muss die Nahrungsaufnahme an die Wirkung des gespritzten Insulins angepasst werden, damit es nicht zu Unterzuckerungen oder überhöhten
Blutzuckerwerten
kommt.
Das bedeutet zum einen,
dass man nach einem festgelegten Zeitplan essen
muss. Und zum anderen ist
der Kohlenhydratgehalt der
Mahlzeiten genau festgelegt. Es fällt Betroffenen übrigens leichter, ihre Ernährungsgewohnheiten Schritt
für Schritt umzustellen.
WEITERE
INFORMATIONEN:
www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de;
Seiten des Helmholtz
Zentrums München mit
weiterführenden Informationen zum Thema
»Ernährung bei Diabetes«
gesund durch® die REGION
Gießener/Alsfelder Allgemeine
5
MENSCH ÄRGERE DICH NICHT
REGELMÄSSIGE ENTSPANNUNGSÜBUNGEN HELFEN BEIM STRESSABBAU
(dbp/fru) Ärger und Frust
sind menschlich. Wenn sie
jedoch einen großen Teil
unseres Alltags ausmachen, ohne dass sie abgebaut werden können, kann
dies über kurz oder lang zu
ernsthaften
körperlichen
und seelischen Erkrankungen führen. Denn an
Stressreaktionen ist immer
der ganze Körper beteiligt.
So kann Stress bei Menschen beispielsweise Kopfund
Rückenschmerzen,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Verdauungsprobleme
oder auch Schlafstörungen
verursachen oder verstärken. Stress ist eine normale und teilweise sinnvolle
Reaktion auf äußere Reize,
die sich meist in Form von
Anspannung zeigt. Manche
Menschen brauchen solch
positiven Stress sogar, um
gute Leistungen im Sport
oder Beruf abzuliefern. Daneben gibt es aber auch
den negativen Stress, der
durch ungelöste Probleme,
Angst und langfristige Überlastung entstehen kann.
Einfach mal loslassen: Entspannungsübungen (z. B. im Rahmen von Meditation oder
Yoga) kann man immer und überall durchführen.
(Foto: ZoneCreative/Fotolia)
Stress als eine der größten
Gesundheitsgefahren
für
das 21. Jahrhundert. »Informationsflut, ständige Erreichbarkeit, Termindruck,
Überforderung, aber auch
Unterforderung lassen die
gesunde Balance zwischen
Spannung und Entspannung verloren gehen«, sagt
auch der Berufsverband für
Entspannungspädagogen.
Niemand könne Stress ausBALANCE ZWISCHEN lösende Faktoren komplett
ANSPANNUNG
aus seinem Leben verbanUND ENTSPANNUNG
nen. Aber mit einem professionellen
StressmanageFINDEN
ment könne es gelingen,
Die Weltgesundheitsorga- die richtige Balance zwinisation (WHO) bewertet schen Anspannung und Entspannung ins eigene Leben
zurückzubringen.
Da jeder Mensch unterschiedliche individuelle Bedürfnisse in Bezug auf Entspannung hat, ist dies nicht
www.dg-e.de; Seite der
so einfach. Manche entDeutschen Gesellschaft
spannen eher beim Sport,
für Entspannungsverfahandere benötigen dazu Ruren mit Liste zertifizierhe. Die gute Nachricht ist,
ter Trainer
dass Entspannen für jedermann erlernbar ist. Und
WEITERE
INFORMATIONEN:
hier kommen vielfältige Als geeignete Verfahren
zum Stressabbau empfiehlt
Techniken infrage.
Husmann unter anderem
ENTSPANNUNGS- UND Autogenes Training, ProACHTSAMKEITSBAgressive Relaxation, MediSIERTE VERFAHREN
tation, Yoga oder MultimoStresskompetenz
Psychotherapeut
Björn dale
Husmann, erster Vorsitzen- (MMSK).
Gemeinsames
der der Deutschen Gesell- Kernelement der Entspanschaft für Entspannungs- nungs- und achtsamkeitsverfahren, stellt ebenfalls basierten Verfahren sei die
klar, dass die Fähigkeit zur sogenannte tophotropische
ganzheitlichen
Entspan- Reaktion (relaxe response),
nung auch keine besonde- bei der der Hirnstoffwechre, sondern ein normaler sel, das Nervensystem und
Teil des menschlichen Po- der Gesamtorganismus in
leib-seelischer
tentials ist, das durch Ent- Richtung
spannungs- und achtsam- Entspannung
»umschalkeitsbasierte Verfahren ge- ten«. Bei Entspannungswissermaßen freigelegt und und achtsamkeitsbasierten
gefördert wird. »Bei denjeni- Verfahren spielt die Achgen, die solche Übungen re- tung und Förderung der pergelmäßig praktizieren, fin- sönlichen Eigenständigkeit
den nach und nach körperli- (Autonomie) eine zentrale
che, seelische, emotionale Rolle – das heißt, sie stelund neuronale Veränderun- len immer eine Form von
gen statt, die allgemein hel- »Hilfe zur Selbsthilfe« dar
fen, auf Stresssituationen und sollen dadurch den Lerweniger »anzuspringen« und nenden langfristig selbst
insgesamt gelassener zu befähigen,
persönlichen
reagieren«, erklärt der Ex- Stress zu erkennen und
perte.
diesem entgegenzuwirken.
6
gesund durch® die REGION
Gießener/Alsfelder Allgemeine
DARMKREBS KANN ERBLICH SEIN
FÜR BETROFFENE GELTEN ANDERE VORSORGEEMPFEHLUNGEN
(dbp/fru) Das hört man
beim Thema Darmkrebs öfters: »Meine Schwester hatte Darmkrebs und auch unser Vater ist daran gestorben.« In solchen Fällen
müssen bei direkten Verwandten von Darmkrebspatienten (Eltern, Geschwister
oder Kinder) die Alarmglocken läuten.
Jedes Jahr erhalten hierzulande mehr als 62.000
Menschen die Diagnose
Darmkrebs. Laut dem Verbundprojekt
»Familiärer
Darmkrebs« der Deutschen
Krebshilfe treten die meisten Fälle in einem höheren
Lebensalter und sporadisch
als Einzelfall innerhalb einer Familie auf und sind
nicht erblich. Bei etwa 25
% der Patienten findet man
jedoch eine familiäre Häu-
fung der Erkrankung. Bei
ca. 5 % liegt sogar eine der
heute bereits bekannten
erblichen
Formen
von
Darmkrebs vor.
FAMILIÄRE HÄUFUNG
VON ERBLICHEM
DARMKREBS
UNTERSCHEIDEN
In Familien, in denen eine
oder gar mehrere Personen
vor dem 51. Lebensjahr an
Darmkrebs erkrankt sind
oder schon in jungen Jahren Vorstufen von Darmkrebs (Darmpolypen) entwickelt haben, zeigt die Erfahrung, dass auch die Familienmitglieder ein erhöhtes
Darmkrebsrisiko haben. Jedoch lassen sich in solchen Fällen mit familiärer
Häufung die genetischen
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Ursachen nicht eindeutig
mit molekulargenetischen
Tests bestimmen.
Die Formen von erblichem
Darmkrebs kann man heute hingegen mit solchen
Tests nachweisen. Man unterscheidet hierbei hauptsächlich zwischen erblichem Darmkrebs ohne Polyposis (HNPCC = englisch
für Hereditary Non-Polyposis Colorectal Cancer, auch
Lynch-Syndrom) und der Familiären Adenomatösen Polyposis (FAP). Das HNPCC
ist für den Großteil der familiären
Darmkrebsfälle
verantwortlich. Das mittlere
Alter bei der Diagnosestellung liegt bei 45 Jahren. Ist
ein Elternteil erkrankt, so
beträgt das Risiko der Kinder, ebenfalls zu erkranken,
etwa 50 %. Bei der FAP
kommt es zur Überwucherung des Darms mit Darmpolypen. Die Erkrankungswahrscheinlichkeit liegt hier
bei 100 %. Man nimmt an,
dass ca. 1 % der Darmkrebspatienten davon betroffen ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit
weitervererbt wird, liegt bei
ungefähr 50 Prozent.
BERATUNG UND UNTERSUCHUNG BEIM
HUMANGENETIKER
SINNVOLL
»Bei Verdacht auf eine
erbliche Tumorerkrankung
in der Familie wird den Patienten bzw. deren Angehörigen eine humangenetische Beratung empfohlen.
Hierbei werden das Vorliegen und gegebenenfalls die
Form der erblichen Krebserkrankung in der Familie eingeschätzt, es werden die
Darmkrebs kann in bestimmten Fällen auch von
Generation zu Generation
weitervererbt werden. (Foto: Barabas Attila/Fotolia)
Risikopersonen
ermittelt
und die Möglichkeiten der
molekulargenetischen Diagnostik bei Erkrankten sowie
bei gesunden Risikopersonen aufgezeigt«, erklärt das
Verbundprojekt »Familiärer
Darmkrebs« der Deutschen
Krebshilfe auf dessen Internetseiten www.hnpcc.de.
Diesem
Personenkreis
werden dann auch engmaschigere Vorsorge- bzw.
Früherkennungs-Untersuchungen empfohlen. Insbesondere mit der Darmspiegelung (Koloskopie) steht
Risikopersonen heute eine
effektive Form der Früherkennung von Dickdarmkrebs bzw. dessen gutartiger Vorstufen (Darmpolypen) zur Verfügung. Wenn
eine familiäre Belastung
vorliegt, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die
Kosten für diese Untersuchung auch vor dem 55.
Lebensjahr.
Weitere Informationen:
www.darmkrebs.de; Informationen der Felix Burda
Stiftung rund um das Thema Darmkrebs
www.hnpcc.de; Informationsseiten des Verbundprojektes
der
Deutschen
Krebshilfe zum Familiären
Darmkrebs
www.darmspezialisten.de; Seite der »Aktion
Deutschland gegen Darmkrebs« mit umfangreicher
Expertensuche rund um
das Thema Darmkrebs
gesund durch® die REGION
Gießener/Alsfelder Allgemeine
7
OPERATION DURCH DAS SCHLÜSSELLOCH
PATIENTEN PROFITIEREN VON DER LAPAROSKOPISCHEN DARMCHIRURGIE
(dbp/fru) In Deutschland
erkranken jährlich mehr als
62.000
Menschen
an
Darmkrebs. Eine Operation
ist für viele der Erkrankten
unausweichlich. Die gute
Nachricht ist, dass Darmkrebs heilbar ist, wenn er in
einem frühen Stadium entdeckt wurde. Das Stadium
bestimmt man nach dem
sogenannten TNM-System.
Dabei beschreibt das »T“
die Ausdehnung des Tumors, das »N“ den Lymphknotenbefall
(lateinisch:
Nodus = Knoten) und das
»M“, ob Metastasen (Tochtergeschwülste) vorhanden
sind. Durch einen chirurgischen Eingriff kann man
dann entsprechend eine
Heilung (kurative Operation)
oder eine Linderung (Palliative Operation) ermöglichen. Um das Behandlungsergebnis zu verbessern, kann je nach Stadium
vor dem Eingriff eine Chemotherapie oder eine kombinierte
Chemo-Strahlentherapie eingesetzt werden.
UNTERSCHIEDLICHE
BEHANDLUNG BEI
DICKDARM- UND
ENDDARMKREBS
Lymphabflussgebiets. Um
das Risiko eines Wiederauftretens des Tumors (Rezidiv) zu minimieren, werden
für gewöhnlich sicherheitshalber auch einige Zentimeter des umliegenden gesunden Gewebes herausoperiert. Die verbliebenen Darmenden werden anschließend miteinander vernäht,
um die Darmpassage wiederherzustellen. Die Behandlung eines Enddarmkrebses unterscheidet sich
in mehrfacher Hinsicht von
der des Dickdarmkrebses.
»Alle Patienten mit einem
Enddarmkrebs sollten in einer interdisziplinären Tumorkonferenz vor Therapiebeginn besprochen werden,
in der dann gemeinsam
das optimale Therapiekonzept für den Patienten festgelegt wird«, erklärt Prof.
Gerdes. Denn bei der Mehrzahl der Patienten liegt zum
Zeitpunkt der Diagnose ein
Tumorstadium vor, bei dem
zunächst über mehrere Wochen
eine
kombinierte
Strahlen- und Chemotherapie vorgenommen werden
sollte, die häufig zu einem
wesentlichen Rückgang der
Tumorgröße führt. Dann
kann noch besser operiert
werden. Manche der Darmtumoren liegen aber so nahe am Schließmuskel, dass
dieser womöglich bei einer
Operation entfernt werden
muss und ein dauerhafter
künstlicher Darmausgang
angelegt wird, ein so genanntes Stoma oder Anus
praeter.
Der Dickdarm des Menschen hat unterschiedliche
Anteile und damit auch eine unterschiedliche Gefäßversorgung. Laut Prof. Dr.
Berthold Gerdes, Chefarzt
der Klinik für Allgemeinchirurgie, Visceral-, Thoraxund Gefäßchirurgie am Johannes Wesling Klinikum
Minden, ist das Ziel einer
Operation bei Dickdarm- LAPAROSKOPISCHE
krebs die vollständige Ent- VERFAHREN BIETEN
fernung des Tumors sowie VORTEILE
des zum Tumor gehörenden Sowohl Dickdarm- als
Bei der laparoskopischen Chirurgie (auch Schlüsselloch-Chirurgie) bleiben im Vergleich zur herkömmlichen
Darmkrebs-Operation nur kleine Narben zurück.
(Foto: Cara-Foto/Fotolia)
auch Enddarmkrebs lassen
sich mittlerweile sehr gut
mittels laparoskopischem
Verfahren (SchlüssellochChirurgie) operieren. Diese
Operationstechnik kann für
den Patienten deutlich
schonender sein, denn es
wird mit nur kleinen Schnitten gearbeitet. Der große
Schnitt durch die Bauchdecke entfällt also und somit
auch die Risiken. Zudem
benötigt der Patient in den
allermeisten Fällen keine
extra Blutkonserven und
kann das Krankenhaus
auch früher verlassen bzw.
ist früher wieder voll belastbar. Wegen der vielen Spezialinstrumente ist die Operation jedoch teurer und
auch schwieriger durchzuführen. Sie sollte deshalb
nur von erfahrenen Operateuren eingesetzt werden.
In bestimmten Fällen, wie
beispielsweise
einem
Darmverschluss ist die
Schlüsselloch-Operation
eher nicht geeignet.
WEITERE
INFORMATIONEN:
www.darmkrebs.de; Informationen der Felix
Burda Stiftung rund um
das Thema Darmkrebs
www.darmspezialisten.de; Seite der Aktion
»Deutschland gegen
Darmkrebs« mit umfangreicher Expertensuche
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8
gesund durch® die REGION
Gießener/Alsfelder Allgemeine
MANCHMAL IGEL, MANCHMAL NICHT
DIE DERMATOSKOPIE ZUR HAUTKREBSFRÜHERKENNUNG ERREGT DIE GEMÜTER
(dbp/fru) Eigentlich ist es
Aufgabe des IGeL-Monitors
laut eigenem Claim »Individuelle Gesundheitsleistungen auf dem Prüfstand« zu
stellen und für Patienten eine Orientierung nach dem
aktuellsten wissenschaftlichen Stand im IGeLDschungel zu bieten. Dabei
geht es um die Bewertung
ärztlicher Leistungen, die
nicht von den gesetzlichen
Krankenkassen
bezahlt
werden. Nur auf Wunsch
und mit schriftlicher Zustimmung des gesetzlich
Versicherten darf der Arzt
eine IGeL erbringen und
muss diese nach der Gebührenordnung für Ärzte
(GOÄ) abrechnen. Die GOÄ
sieht einen Gebührenrahmen mit Mindest- und
Höchstsätzen vor, je nach
Aufwand
der
Leistung.
Beim Thema »Dermatoskopie« hat der IGeL-Monitor
2012 jedoch eher für Verwirrung gesorgt.
STREIT ZWISCHEN
KASSEN UND
DERMATOLOGEN
Nach seiner Beschreibung der Dermatoskopie
(auch Auflichtmikroskopie),
die von Hautärzten teilweise bis heute als IGeL bei
der Früherkennung von
Hautkrebs angeboten wird,
erntete der IGeL-Monitor
prompt Kritik vom Berufsverband der Deutschen
Dermatologen (BVDD). Der
Grund: Die Dermatoskopie
wurde als »entbehrliche Inklusivleistung der gesetzli-
chen Krankenkassen« bewertet. Der IGeL-Monitor
stellte sich also auf dem
Standpunkt, dass sobald
der Hautarzt eine verdächtige Hautstelle mit dem bloßen Auge oder mit einer Lupe erkennt, er sowieso den
Verdacht abklären wird, in
dem er unter anderem ein
Dermatoskop
zu
Hilfe
nimmt. Diese Abklärung
zählte nach Ansicht der Autoren des IGeL-Monitors bereits zu den kurativen Leistungen, also den Leistungen, die von den gesetzlichen Krankenkassen pauschal bezahlt werden. Allerdings wird in einem solchen Fall der Einsatz des
Dermatoskops nicht vergütet, wogegen sich die Hautärzte entsprechend wehren.
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So ist faktisch außerhalb
der gesetzlichen Krankenversicherung mit der Ziffer
750 in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) eine
eigene Regelung geschaffen worden, nach der die
Dermatoskopie als Individuelle
Gesundheitsleistung
für rund 16 Euro erbracht
werden kann. Die Gesamtkosten der Untersuchung
können aber je nach Aufwand auch bis zu 25 Euro
betragen. Etliche gesetzliche Krankenkassen übernehmen heute bereits im
Rahmen von Sonderverträgen die Kosten der Untersuchung für ihre Patienten.
Hier lohnt es sich also, bei
der eigenen Kasse nachzufragen.
»Seit dem 1. Juli 2008
haben gesetzlich Versicher-
Beim Hautkrebs-Screening
wird die Haut nur mit bloßem Auge und ggf. einer
herkömmlichen Lupe untersucht. Mit dem Auflichtmikroskop kann der Arzt
die Haut noch besser beurteilen.
(Foto:
Fotolia
/ M.Dörr & M.Frommherz)
te ab 35 Jahren alle zwei
Jahre Anspruch auf ein
Hautkrebs-Screening (Früherkennungsuntersuchung
auf Hautkrebs). Die Kosten
übernehmen, wie bei allen
anderen
gesetzlichen
Krebsfrüherkennungsuntersuchungen, die Krankenkassen«, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention. Dabei wird
die Haut von einem erfahrenen Arzt vom Scheitel bis
zur Sohle mit dem bloßen
Auge und ggf. einer Lupe
sorgfältig untersucht.
Bei der Dermatoskopie
kommt zudem eine beleuchtete Lupe zum Einsatz, die es ermöglicht, die
Haut besser zu beurteilen.
Der große Vorteil dieser Untersuchung ist, dass unnötige Entfernungen von verdächtigen Hautstellen entgegengewirkt werden kann.
Schließlich
werden
in
Deutschland jährlich hundertausende
Muttermale
entfernt, bei denen die Laboruntersuchung anschließend Entwarnung für einen
Hautkrebs gibt.
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GEHHILFE AUF VIER RÄDERN
DER ROLLATOR ERLEICHTERT DEN ALLTAG VIELER SENIOREN
Bremshebel vom Handgriff
aus leicht erreichbar ist.
Der Rollator sollte auch mit
Beladung über eine kleine
Schwelle gefahren werden,
um zu beobachten, ob dieser eventuell kippt. Wenn
der Rollator öfters im Auto
oder der Bahn verstaut werden muss, sollte er ein geringes Gewicht haben und
einfach faltbar (in Längsrichtung) sein.
NUR STANDARDMODELLE VON DER
Rollatoren haben in der Regel eine integrierte Sitzflä- KRANKENKASSE
Es lohnt aber in jedem
Fall bei der Krankenkasse
nachzufragen. Denn in Einzelfällen – z. B. bei schwerer Atemnot, Muskel- oder
Gelenkerkrankungen – können die Krankenkassen
auch die Kosten für leichtere Modelle übernehmen.
Für alle Gehhilfen ist der
Antragsweg übrigens derselbe: Es wird die Verordnung des Hausarztes zugrunde gelegt. Bewohner
von Pflegeheimen können
eine Gehhilfe auch vom Betreiber des Pflegeheims beantragen lassen. Kostenträger wäre in diesem Fall die
Pflegekasse des Heimbewohners.
che mit Rückenlehne. So können Senioren auch länge- »Die Krankenkassen sind
re Spaziergänge wieder in Angriff nehmen.
dazu
angehalten,
aus(Foto: Fotolia / klick61) schließlich diejenigen Gehhilfen zur Verfügung zu stel(dbp/fru) Für Menschen, den Vorteil, dass er vom len, die in den Hilfsmitteldie sich aus eigener Kraft Nutzer nicht vom Boden ab- Richtlinien aufgeführt sind.
nicht mehr einwandfrei be- gehoben werden muss. So- Sind sie dort genannt, gibt
wegen können, sind Gehil- mit bietet er viel Stabilität es keinen Ermessensspielfen ein verlässlicher Beglei- beim Gehen und Stehen. Er raum«,
heißt
es
ter im Alltag. Meistens wer- kann zudem als mobile auf dem Internetportal
den Gehilfen im Alter ge- Bank benutzt werden, da in www.pflegestufen.org
nutzt, wenn man altersbe- der Regel eine Sitzfläche Die Krankenkassen zahdingt eben nicht mehr so zur Verfügung steht. Wichti- len daher meist nur ein einStandardmodell.
mobil ist. Aber auch jünge- ge Entscheidungskriterien faches
re Menschen können auf bei der Anschaffung eines Wer einen höherwertigen
Gehilfen angewiesen sein, Rollators sollten die indivi- Rollator wünscht, muss die
wenn sie beispielsweise ei- duelle Handhabung, die Differenz in der Regel
nen Unfall hinter sich ha- Stabilität, die Sicherheit selbst übernehmen. In solben oder mit einer dauer- und die Verarbeitung sein. chen Fällen kann der Eigenhaften Behinderung leben Hochwertige
Rollatoren anteil je nach Modell und
müssen. Je nach Ein- zeichnen sich durch eine Kassenleistung zwischen
schränkung der Mobilität einfache Bedienung und 100 und 300 Euro betragibt es unterschiedliche ein sicheres Fahren auf je- gen.
Gehilfen. Sie können unter dem Untergrund aus. Sie
anderem Gangunsicherhei- besitzen zudem gute Brem„Die Würde des Menschen
ten ausgleichen, die Sturz- sen, lassen sich leicht zuist unantastbar“
gefahr vermindern oder ei- sammenklappen, transporne aufrechte Körperhaltung tieren sowie anheben und
unterstützen. Es gibt z. B. enthalten keine gesundAlten- und Pflegeheim Salzmann
Gehstöcke, Unterarmgeh- heitsgefährdenden SchadHeimleitung: Gerda Salzmann
stützen,
Achselstützen, stoffe.
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Mehrfußgehhilfen, Gehrah- Vor dem Kauf rät die Stif35321 Laubach
men und –gestelle oder tung Warentest deshalb,
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Rollatoren bzw. Gehwagen. auszuprobieren, ob man
Familiäre Atmosphäre
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Der Rollator hat gegen- gut mit den Bremsen umHomepage: www.altenheim-salzmann-laubach.de
über anderen Gehhilfen gehen kann und der
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KEINE CHANCE FÜR ZAHNBELÄGE
DIE PROFESSIONELLE ZAHNREINIGUNG (PZR) KANN ZAHNERKRANKUNGEN VORBEUGEN
(dbp/fru) Zwei Mal täglich
Zähne putzen, die schwer
erreichbaren Stellen mit
Zahnseide bearbeiten und
regelmäßig die Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt
in Anspruch nehmen –
reicht das eigentlich aus,
um eine optimale Zahnhygiene zu erreichen? Experten empfehlen zusätzlich
mindestens einmal im Jahr
noch eine Professionelle
Zahnreinigung (PZR) als Ergänzung zur häuslichen
Zahnhygiene.
»Durch die PZR werden
die Zähne gründlich gereinigt, poliert und fluoridiert.
So können sich Bakterien
deutlich schwerer ansiedeln«, heißt es auf den Internetseiten der Initiative
proDente. Eine PZR wird
vom Zahnarzt selbst oder
einer speziell fortgebildeten
Mitarbeiterin wie z. B. einer
sogenannten Prophylaxeassistentin (ZMP), einer Zahnmedizinischen Fachassistentin (ZMF) oder einer
Dentalhygienikerin
(DH)
durchgeführt.
und an denen sich Zahnbelag und Zahnstein ungestört ablagern können. Zudem werden auch Putzdauer und –intensität beim
Zähneputzen oft nicht eingehalten. So können sich
unschöne
Verfärbungen
und auch mitunter gefährliche Ablagerungen bilden,
die zu Zahnerkrankungen
wie beispielsweise Parodontitis führen können.
Bei der PZR werden mit
speziellen
Werkzeugen
Zahnstein und Zahnbelag
gründlich entfernt, die Zähne poliert und vorhandene
Zahnfleischtaschen, die im
Hausgebrauch unerreichbar
sind,
ausgeputzt.
Die
gründliche Reinigung hat
auch einen ästhetischen
Nebeneffekt: Durch die Reinigung gewinnen die Zähne
ihren natürlichen Weißton
wieder, wenn Tee, Kaffee
und Nikotin mit der Zeit die
Zähne verfärbt haben.
ZUSÄTZLICHER
SCHUTZ FÜR EMPFINDLICHERE ZÄHNE
Besonders
für
Ältere
lohnt sich die Zahnreinigung, denn neu entstandeLeider gibt es Stellen im ne Nischen (z. B. durch
Mund, die man auch mit Zahnimplantate) und freilieZahnseide schwer erreicht gende Zahnhälse durch zu-
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n
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digitale
Abschließend wird bei der PZR die Zahnoberfläche mit
fluoridhaltiger Paste poliert. Das beseitigt raue Stellen
und erschwert das Ansiedeln neuer Beläge.
(Foto: proDente e. V. / Johann Peter Kierzkowski )
rückgehendes Zahnfleisch
stellen besondere Anforderungen an die Hygiene.
Wenn gleichzeitig die motorischen Fähigkeiten nachlassen, sind viele ältere
Menschen diesen Anforderungen nicht mehr gewachsen.
Eine professionelle Zahnreinigung läuft in mehreren
Schritten ab und dauert etwa 45 Minuten. Je nach
Verschmutzungsgrad
und
Art der Beläge können
Handinstrumente, Schalloder
Ultraschall-Geräte
oder ein Pulver-WasserSpray zum Einsatz kommen.
Anschließend wird die
Zahnoberfläche mit fluoridhaltiger Paste poliert, um
raue Stellen zu beseitigen
und das Ansiedeln neuer
Beläge zu erschweren. Und
zuletzt werden die Zähne
noch mit einem Fluoridlack
versiegelt.
Die Einlagerung der Fluoride in den Zahnschmelz
führt dazu, dass dieser widerstandsfähiger wird. Der
Patient erhält bei der PZR
auch Tipps zum Zähneputzen, zur Reinigung der
Zahnzwischenräume,
zur
zahngesunden Ernährung
und zur Anwendung von
Fluoriden.
Die Kosten für die Behandlung schwanken dabei
stark, liegen aber in der Regel für eine einfache PZR
zwischen 60 und 100 Euro.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen diese
Kosten in den meisten Fällen nicht.
Private Zahnzusatzversicherungen übernehmen die
Kosten je nach Tarif oft einmal, manchmal sogar zweimal pro Jahr.
WEITERE
INFORMATIONEN:
www.prodente.de; Informationen der Initiative
proDente zur Zahngesundheit
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HOHER KALORIENVERBRAUCH
BEIM INLINESKATEN WERDEN VIELE UNTERSCHIEDLICHE MUSKELN BEANSPRUCHT
Nicht nur Kinder sollten beim Inlineskaten Schutzkleidung tragen. Ein fest sitzender Helm sowie Knie-, Ellbogenund Handgelenk-Protektoren schützen vor Verletzungen.
(Foto: stylefoto24/Fotolia)
(dbp/fru) Ursprünglich waren Rollschuhe die dominierende Art, sich auf Rollen
fortzubewegen. Mittlerweile
ist aber das sogenannte Inlineskaten, bei der die Rollen in einer (Längs-)Reihe
(englisch: in-line) angeordnet sind, die deutlich beliebtere Sportart. Wie bei
vielen Trends ist auch dieser in den 90er Jahren aus
den USA zu uns rüber geschwappt. Das Faszinierende daran ist, dass man relativ schnell fahren lernen
kann und es jede Menge
Variationen in dieser Sportart gibt.
Ob man nun Inline-Kunstlauf, Inline-Skaterhockey, Inline-Speedskating oder Inline-Alpin betreibt – Spaß ist
immer garantiert. Zudem
hält das Inlineskating einen
besonders fit. Denn es werden viele unterschiedliche
Muskelgruppen
beansprucht und mit über 400
verbrannten
Kilokalorien
pro Stunde bei normaler
Fahrweise ist der Sport ein
wirklicher Schlankmacher.
SICHERHEIT GEHT
VOR
»Inlineskaten ist relativ
einfach zu erlernen, vielseitig, für (fast) jedes Alter geeignet und aufgrund seiner
hohen Attraktivität ideal,
auch sonst eher unsportlichen Zeitgenossen viel
Spaß an sportlichen Bewegungen zu vermitteln«, erklärt auch der ADAC die
Vorzüge des Sports auf seinen Internetseiten. Gleichzeitig warnt der Automobilclub auch vor den Tücken –
insbesondere im Straßenverkehr: »Nach wie vor geschehen die meisten Unfälle mit Inline Skatern deshalb, weil diese die Basistechniken z. B. das Bremsen nicht ausreichend beherrschen oder ihr Können
falsch einschätzen. Dabei
verleiten die auch für viele
Einsteiger leicht zu erreichenden hohen Geschwindigkeiten dazu, sich zu
sorglos auf öffentliche Verkehrsflächen zu begeben,
wo es dann auch zu Problemen mit anderen Verkehrsteilnehmern
kommen
kann.«
Grundsätzlich gelten laut
Straßenverkehrsordnung
(StVO) Inlineskates als besondere Fortbewegungsmit-
tel, die auf den Gehweg gehören.
Auf die Fahrbahn dürfen
Skater laut ADAC nur dann
ausweichen, wenn kein
Gehweg vorhanden ist (z.
B. auf Landstraßen).
Innerhalb von Ortschaften
müssen sie sich in diesem
Fall rechts, außerhalb von
Ortschaften
möglichst
(ebenso wie Fußgänger) am
äußeren linken Fahrbahnrand aufhalten, es sei denn
sie sehen das Zusatzschild
Schwerpunktpraxis für Erwachsene
mit demenziellen Erkrankungen, Schlaganfall,
M. Parkinson, MS usw.
• Handtherapie • Präventionskurse für Senioren
• Kognitives Training mit RehaCom® 6 • Haus- und Heimbesuche
Melanie Starna-Morneweg · Fachtherapeutin Demenz
Felsweg 4 | 35435 Wettenberg OT Krofdorf-Gleiberg
Tel.: 06 41/58 09 80 06 | [email protected] I www.ergo-vergissmeinnicht.de
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HOHER ...
»Inline Skater zugelassen«,
das eine ausnahmsweise
Nutzung von Radwegen,
Fahrradstraßen und Fahrbahnen erlaubt.
EINE GUTE AUSRÜSTÜSTUNG IST PFLICHT
Wann immer es um höhere Geschwindigkeiten geht
und Sturzgefahr besteht, ist
eine sichere Schutzkleidung das A und O. Beim Inlineskaten besteht diese
aus einem fest sitzenden
Helm sowie Knie-, Ellbogenund Handgelenk-Protektoren. Zudem sollte laut dem
Portal Wissen.de der SkateSchuh gut passen. Er sollte
beim Kauf nicht drücken,
aber dennoch relativ eng
am Fuß sitzen.
»Da die Füße im Laufe
des Tages anschwellen, ist
es vorteilhaft, die Schuhe
nicht morgens anzuprobieren.
Um festzustellen, ob es
Druckstellen gibt, sollten
auf jeden Fall im Geschäft
oder noch besser draußen
einige Runden gedreht werden.
Bei vielen Fachgeschäften
ist es zudem möglich, den
Schuh auszuleihen. So lassen sich ärgerliche Überraschungen
vermeiden«,
heißt es dort in den Empfehlungen.
Schalenschuhe
würden
sich für Anfänger eher eignen, da der Fuß besser fixiert sei. Zudem sei der
Kraftaufwand bei einem
Schalenschuh geringer, so
dass der Skater ermüdungsfreier fährt.
Na, das wäre ja was!
Sportlicher geht’s mit unserem
Online-Coaching Aktiv@Fit.
Mehr Infos zu unseren PLUS-Leistungen:
DAK-Gesundheit Gießen
Südanlage 30
35390 Gießen
Telefon: 0641 979 04 80
Fax: 0641 979 048 70 30
E-Mail: [email protected]
www.dak-vorteile.de
Schnürschuhe bieten dagegen einen höheren Tragekomfort. Generell kann
man sagen, dass die
Schuhwahl vom Fahrkön-
nen, dem Fuß und den Skate-Vorlieben abhängt. Wenn
dann alles passt, steht
dem Vergnügen auf Rollen
nichts mehr im Wege.
WEITERE
INFORMATIONEN:
www.adac.de; Seiten des ADAC mit Hinweisen zur Sicherheit beim Skaten
WANDERN IST GESUND FÜR
KÖRPER UND SEELE
(dbp/wgt) Wandern ist angesagt bei den Deutschen,
ob zur Stressbewältigung
oder zur gezielten Förderung der Gesundheit. Jeder
dritte Bundesbürger über
16 Jahre schnürt nach Angaben des Deutschen Wanderverbands (DWV) mindestens einmal im Monat seine Wanderschuhe.
Dass sich das ausdauernde Gehen in freier Natur positiv auf Körper und Seele
auswirkt, ist mittlerweile
auch durch wissenschaftliche Studien bestätigt, wie
aus einem Forschungsbericht des Wirtschaftsministeriums hervorgeht. Demnach gilt Wandern als Ausdauersportart, die das
Herz- und Kreislaufsystem
stärkt und damit das Risiko
senkt, an Herz- und Kreislaufstörungen zu erkranken.
Auch das Immunsystem
profitiert von regelmäßiger
Bewegung. Die Anfälligkeit
für
Infektionskrankheiten
sinkt.
Im Unterschied zu anderen
Ausdauersportarten
eignet sich Wandern besonders gut als Einstieg in die
körperliche Bewegung, insbesondere für stark überge-
wichtige Menschen. Wer
mehr Gewicht auf die Waage bringt, verbraucht auch
mehr Energie und verbrennt
beim Wandern deutlich
mehr Kalorien als Normalgewichtige.
Gleichzeitig kräftigt Wandern den Bewegungsapparat. Dadurch werden Knieund Hüftgelenke entlastet
und die gesamte Haltemuskulatur des Körpers gestärkt.
Das macht Wandern auch
für ältere Menschen attraktiv. Denn verbesserte Ausdauer und Körperkoordination senken das im Alter zunehmende Sturzrisiko und
tragen damit zu einer deutlich längeren selbstständigen Lebensführung bei.
Weil regelmäßige Bewegung hilft, überschüssige
Pfunde abzubauen, kann
Wandern auch dazu beitragen, das Diabetes-Risiko im
Alter zu verringern.
Doch nicht nur dem Körper, auch der Psyche
kommt das sportliche Gehen im Grünen zugute. Es
kann negative Stimmungen
reduzieren, Depressionen
vorbeugen
und
helfen,
Stresssituationen besser
zu bewältigen.
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