1941 МАТЕМАТИЧЕСКИЙ СБОРНИК Т. 9 (51), N. 1 RECUEIL MATHEMATIQUE Ober absolut konvergente trigonometrische Reihen und Integrale I. Gelfand (Moskau) § 1. N. Wiener [1], R. H. Cameron [2], N. Wiener und H. R. Pitt [3] haben einige sehr interessante Satze tiber absolut konvergente trigonometrische Reihen und Integrale bewiesen, die wesentliche Anwendungen in den Satzen des Tauberschen Typs besitzen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht in der Angabe einer allgemeinen Methode zur Deduktion solcher Satze, sowie im Beweis einer Reihe von allgemeineren Satzen. Urn die Grundideen am deutlichsten auseinanderzusetzen, beweisen wir zuerst mit unserer Methode den einfachsten der Wienerschen Satze. Betrachten wir den folgenden Ring /? 2 . Die Elemente des Ringes sind die Funktionen pint derart, dass 2 \an\<C00 ist - &ls <*ie Norm der Funktion nehmen wir Л = —00 + 00 11/11= 2 K|. /Z = —00 Die Addition und die Multiplikation in dem Ringe definieren wir als die gewohnlichen Addition und Multiplikation von Funktionen. Es ist leicht nachzuprufen, dass alle Axiome des normierten Ringes (siehe „Normierte Ringe", § 1 *), das Axiom (§') einschliessend, erfullt sind. Der Wienersche Satz besteht im folgenden: S a t z 1. Wennf(t) zu Rx angehort und nirgends zu Null wird, so gehort JJ- auch zu Rv B e w e i s . Finden wir die maximalen Ideale des Ringes Rr. Es sei M ein maximales Ideal. Nach Satz 7, § 5, N. R., entspricht jedem Element / beim Homomorphismus R—+ R\M eine bestimmte Zahl. Bezeichnen wir mit a die Zahl, die der Funktion eu entspricht, \a\ ^\\eu\\= 1 nach ((J), § 5, N. R. Der Funktion e~u entspricht die Zahl —. Folglich ist auch — 1 ,und also haben wir | a \ = * In diesem Heft des Recueil mathematique, S. 3—23. Im folgenden diese Arbeit als N. R. zitieren. 4* 1, d. h. werden wir % 52 I. Gelfand a kann folgendermassen geschrieben werden: 'a = el'to. Der Funktion eint entspricht die Zahl eint* (da das Produkt in das Produkt iibergeht). Folglich geht 2 a etnt n in n— — N N 2 int aae o uber, d. h. jedes Polynom geht beim Homomorphismus in den Wert n——N dieses Polynoms im Punkte t0 uber. Da unser Homomorphismus stetig ist, so geht jede Funktion f(t) des Ringes in den Wert dieser Funktion im Punkte t0 uber. Somit besteht jedes maximale Ideal Afaus denjenigen Funktionen, die beim Homomorphis­ mus in die Null ubergehen, d. h. aus solchen Funktionen, fur die/(^ 0 ) = 0 gilt. Somit bedeutet der Satz vf(t) wird nirgends zu Null", dass »f(t) in keinem maximalen Ideal enthalten ist". Nach Satz 6, N. R., besitzt also das Element / ein inverses. § 2. Beim Beweis des Satzes 1 haben wir viele Eigenschaften des Ringes Rt nicht benutzt. Es ist deshalb naturlich die durchgefuhrten Oberlegungen zu verallgemeinern. Betrachten wir die Menge R der formalen Potenzreihen 2 а я лгЛ > wo an eine beliebige Folge komplexer Zahlen ist, die der Bedingung + 00 2 |ee|<xe< + °o (1) П = — 00 genugt (die an sind fixierte positive Zahlen). Finden wir die Bedingungen, denen die an genugen miissen, damit in der Menge R zusammen mit zwei beliebigen Potenzreihen auch ihr Produkt enthalten ware. S a t z 2. Dafiir, dass zusammen mit zwei beliebigen Potenzreihen auch ihr Produkt der Bedingung (1) geniiget ist es notwendig und hinreichend, dass eine Zahl с existiere derart, dass а т + п^С*А (2) ist. Beweis. Zeigen wir die Notwendigkeit der Bedingung (2). + 00 +00 — 00 —00 Wenn wir setzen, so konnen wir R als einen normierten linearen Raum betrachten. Es sei + 00 +00 z='%bnxn, y=^anx", — 00 —00 + 00 wo у und z£R. Nach der Bedingung konvergiert die Reihe 2 a k^n-k fur n = — oo eine beliebige Folge ak, die der Bedingung (1) genugt. Fur fixierte bk ist das Funktional 2 I akbn-k I bezuglich у stetig. Folglich ist k— — N +oo ь +N S i ч п-к I = sup S д i яА-л i» als die obere Grenze von stetigen Funktionalen, ein halbstetiges Funktional. Also ist es stetig und beschrankt — dies nach dem folgenden Lemma, das wir noch in diesem Beweis benutzen werden: Absolut konvergente trigonometrische Reihen 53 Wenn p (y) ein halbstetiges konvexes Funktional ist, das in einem vollstandigen normierten Raum definiert ist, so ist p(y) stetig und genugt der Bedingung р(У)^с\\у\\ [4]. Zeigen wir, dass ist. Bei fixiertem z ist \\yz\\ ein konvexes Funktional beziiglich y. haben wir Ausserdem \\У4= 2 «J 2<ZA-*I= SU P S I S *A-Jn — — oo k= — oo N n — — N k——co Folglich ist \\yz\\, als die obere Grenze von stetigen Funktionalen, ein halbstetiges Funktional, und also, nach dem zitierten Lemma, ein stetiges Funktional, das nach у in der Einheitssphare ||.y||<l beschrankt ist. Somit existiert p{z)= sup |Ly*||. llyil^i Das Funktional p(z) ist, als die obere Grenze von stetigen Funktionalen, ein halbstetiges Funktional. Folglich, nach dem zitierten Lemma, ist p(z) ein beschranktes Funktional, d. h. p(z)^c\\z[\. Setzen wir y = xn, z = xmy so erhalten wir Dass dte Bedingung (2) hinreichend ist, wird durch direktes Nachrechnen gezeigt. Die Rechnung zeigt auch, dass ist. In dem Ring R kann man eine Norm einfuhren, die der urspriinglichen aquivalent ist, und fur die \\yz\\x ^ I b l l r l l ^ l l i £*^# ^ u diesem Ende £епй£Г* e s z u setzen + 00 S su lbili= mp -00 <*m+n I an I man beachte, dass С1т "*Л1±Я ||^ и Hi—sup aя ist. Den in Satz 1 betrachteten Ring Rx kann man aus der Klasse der normierten Ringe durch folgende Bedingungen herausheben (diese Bedingungen zeigen, fibrigens, dass dieser Ring besonders interessant ist). S a t z 3. Es sei R ein normlerter Ring mit zwei Erzeugenden x und x~l> der den folgenden Bedingungen geniigt: N 10 * a xn ) I I S n \ \ hangi nur von den \an\ abt und 2°) | | „ v 1 = l . Dann f'dllt der Ring R mit dem Rx des Satzes 1 zusammen. В e w e i s . Da in dem Ring zwei Erzeugende x und x~l vorhanden sind, so wlrdjedes maximale Ideal M vollstandig durch die Zahl bestimmt, in die x beim 54 I. Gelfand Homomorphismus R—+RJM iibergeht. Genau so, wie im Satz 1, wird gezeigt, dass, wenn л; in a iibergeht, a — e1'* ist. Bei diesem Homomorphismus geht N N ^anxn —N in ^aneinv iiber. Da in R maximale Ideale existieren, so existiert ein sol- —N ches <p, dass das Element N N Yiaxn—^ae^.e -TV -N kein inverses besitzt. Wir haben zu zeigen, dass ||2/яИ1 = | к 1 ist. Erstens ist es klar, dass N N ,W • 12<V?I<2I«*I-1*"K2I«J ist. Nehmen wir an, dass isvkSki —N —N N 1st. Infolge der Homogenitat der UngleJchung darf man annehmen, dass 2 l # J = l -TV a ist. Es sei also JSKI=1, l | ^ | < i . Nach der Bedingung 1°) ist auch N |2a,r^|<l. Folglich besitzt, nach Lemma 1, § 2, N. R., das Element e— 2 \an\e~invxnein inverses. Dies ist aber unmoglich, denn beim Homomorphismus nach M das N Element e — 2 ! | a I е~^хп N in 1 — 2 К I = ° iibergeht, -TV -N ' Scmit haben wir bewiesen, dass TV TV I2<yc"l=2Kl —TV —TV ist. Da es in dem Ring nur zwei Erzeugende x und л;- 1 gibt, so folgt hieraus, •• +oo dass jedes Element des Ringes in der Form 2 n=—oo wobei + 00 +.00 2 v l= 2 к —oo ist. — 00 а хП п dargestellt werden kann, Absolut konvergente trigonometrische Reihen 55 •+oo § 3. Wir stellen nun die folg-ende Aufgabe. Es sei eine Potenzreihe 2 a xn n ' — 00 gegeben, deren Koeffizienten der Bedingung (1) und die in der Bedingung (1) vorkommenden aa der Bedingung (2) genugen. Was sind die notwendigen und hinreichenden Bedingungen dafur, dass eine Reihe 2 bnxn derart existiere, dass — 00 + 00 а хП а das Produkt dieser Reihe und der Reihe 2 g* eicn x° = e ware? —oo + 00 S a t z 4. Es sei eine formate Potenzreihe 2 a n nx derart gegeben, dass -4l —00 + " 00 2кк<+*> O) —00 i$t} WO + 00 Dafur, dass eine Reihe 2 bnxn, deren Koeffizienten der Bedingung — 00 2«»l*.l<+«> genugen, derart existiere, dass 2 # а * л ' 2 ^r*'1 — ^ ist, ist es notwendig und hinreichend, dass die Funktion +oo 1 11 ?(/-,*) = 2 v ** —oo in dem Bereich rx ^ r ^ r 2 , 0 ^ / ^ 2тг, nicht verschwinde, wo ' I r x = lim a / , ' r2 = lim Л--»» —00 • I аля Я - * + 00 ist. B e m e r k u n g e n : 1°. Fur rt ^r^r2 darstellt, konvergent. ist die Reihe, die die Funktion cp (r, /) 2 ° . Der Grenzwert lim an n existiert. Be we i s . Finden wir die maximalen Ideale des Ringes R aller Reihen, die der Bedingung (1) genugen. Es sei M ein maximales Ideal. Beim Homomorphismus R—* /?/M geht x in re" uber. Dann geht xn in rV n * uber. Dabei ist | rneint | < || xn \\ u und folglich rn < sup 2s±s. d. h. 1 r < lim л-*+оо \ /я fsup^^)n=r, *2 u /w und 1 r^ lim (sup ^ ± 5 . ) ^ = ^ я-* —oo ^ m a m / 56 I. Gelfand (fur die Existenz dieser Grenzwerte siehe N. R., Satz 8\ oder P 6 1 y a und S z e g 6 , Aufgaben und Lehrsatze aus der Analysis. I, Nr. 98). Da fa < sup ^±s. < can ist, so haben wir iim (sup ^ ± я \ n _ iim a* +00 Folglich geht л; in reu uber, wo гг^г^г2 +N ist. Dabei geht xn in rnelnt +ЛГ 2 #„** in 2 anrneint uber. Da der Homomorphismus stetig ist, so geht 2 an*n — iV + 00 und -f~oo —iV in —oo 2 anrneint uber (und hieraus folgt schon die Konvergenz dieser letzteren Reihe). — 00 + 00 a Somit besteht das maximale Ideal M aus alien Elementen 2 n nx derart, dass — 00 + 00 2 anrneint = 0 1st, wo r und / fixierte Zahlen sind. Wenn also <p(r, t) in dem — 00 + 00 betrachteten Bereich nicht zu Null wird, so gehort 2 a x a " zu keinem maximalen — 00 Ideal und folglich besitzt ein inverses Element Die Notwendigkeit der Bedingung folgt daraus, dass fur jede r und tf die dem betrachteten Bereich angeh6ren, ein Homomorphismus existiert, der x in rea uberfuhrt. § 4. Betrachten wir nun die Gesamtheit aller Funktionen f(t) derart, dass + 00 J \f(t)\a(t)dt<+00 (3) — 00 ist. Dabei ist a(t) eine stetige Funktion, die den Bedingungen 1 ° ) a (t) > 0 und 2° ) a(s-\-t)^a(s)a(t) genugt. Die Faltung zweier Funktionen / j und / 2 definieren wir folgendermassen: /3-/1^/2» wo — 00 ist. Die Gesamtheit der Funktionen, die der Bedingung (3) genugen, besitzt die Eigenschaft, dass zusammen mit zwei beliebigen Funktionen in diese Gesamt­ heit auch ihre Faltung und ihre Summe eingehen. Somit bildet die Gesamtheit dieser Funktionen einen Ring. Setzen wir +00 ||/|]= j a{t)\f{t){'dt, Absolut konvergente trigonometrische Reihen 57 so wird unser Ring ein normierter Ring, wobei \\/г X/ 2 1| ^ Ц/i II'ИЛ! s e i n w i r d In diesem normierten Ring gibt es keine Einheit. Wir erweitern ihn deshalb durch Hinzufugung des Symbols e und werden als Elemente des erweiterten Ringes R die Symbole le-\-f betrachten und zwar mit der folgenden Multiplikationsregel: (^+/i)X(jw+/a) = ^ + V, + j i / 1 + / , X / 2 . ' Die Norm in dem erweiterten Ring ftihren wir als ii^+/«=m+ii/ii ein. Finden wir die maximalen Ideale in diesem Ring. Es sei M ein maximales Ideal. Betrachten wir die Funktion fa u\ = tur flr fur )0 „ fl O^t^a, °<'< « t£[0,d\. Es moge belm Homomorphismus R-+ R\M der Funktion fa(t) die Zahl ср(я) entsprechen. Zeigen wir, dass cp (a) eine Ableitung besitzt, die der Beziehung; ? r (« + *) = ?'(«)?'(*)' genugt. Setzen wir Das Diagramm der Funktion / ( / ) ist daneben dargestellt. Wir haben •f-{fa,b-fa\l= j a(f)dt+ a J a(t)dt, 1 a-\-b d. h. fur Да—^0 strebt das Element / zu fa+ъ—fa* B e i m Homomorphismus R—+RJM geht / in a a+Aa a+b a+b+&a >(д + А*)--?(Д) ?(*) Дя und fa+b—fa in y(a-\-b) — cp (a) tiber. Da der Homomorphismus stetig ist, so* existiert der Grenzwert des Ausdruckes *v ' Да und ist gleich y(a-\-b) — cp (a). Es sind zwei Falle m5glich: p . cp(^) = 0. In diesem Fall ist alles klar. 2°. Fur ein bestimmtes bQ ist cp (b0) ф 0. Dann besitzt cp (a) eine Ableitung,, denn да— ! - L ^-<P(*o)-*<P(* + *o) — ?(«). Wir erhalten somit cp' (a) cp (&) = cp (a-}-£)— cp (a). Differenzieren Beziehung nach b> so erhalten wir, dass и'(2)и'{Ь) = у'(а-]-Ь) wir diese 58 I. Gelfand 4st if'(a) ist eine stetige Funktion, da cpr ( a ) = = ? ( g + ^ f ?(д) i s t Hleraus folgt: iaa ® (a) = e , wo и eine Konstante ist. Betrachten wir die Zahl #. Da bei einem Homomorphismus die Norm sich nur verkleinern kann, so ist a-j-Aa /a-f&z fa II * ( * „ /A Л . Да Folglich haben wir | < р ' И 1 О ( 0 , oder e~a2(a)^a(a), d. h / wenn a <^ 0 , und 5(a)Ss_i2£^£); «wenn a > 0 . Folglich ist lim л^+оо to8«W<3f(B)< l i m l ° g « ( - « ) . a "~~fl a-*+oo {4 ) Somit sind beim Homomorphismus 7? —+ R\M zwei Falle moglich: 1°. (p(£)s=0. Dann geht jede Funktion [als der Grenzwert linearer Kombinationen der Funktionen fa (t)] in Null fiber, und das maximale Ideal besteht aus alien le+f, fur die \ = 0 i s t giaao — \ 2 ° . Der Funktion /a(t) entspricht die Zahl <p(a) = — [wir haben bewiepiCLttQ — _ 1 sen, dass y'(a)=eiaa* ist, aber da <p(0) = 0 ist, so ist cp(a) = der Ungleichung (4) geniigt Wir behaupten, dass in diesem Falle der Funktion / die Zahl ] , wo u0 +00 \ f(f)eitu*dt (5) •entspricht In der Tat, dies gilt fur die Funktionen fa(t)> folglich auch fur ihre lineare Kombinationen, und da der Homomorphismus stetig ist, auch fur die Grenzwerte der linearen Kombinationen, d. h. fur beliebige Funktionen des Ringes. Somit besteht das maximale Ideal aus alien Elementen \e-\-f derart, dass +«> X-|- \ f(t)eita°dt = 0 ist, und wird folglich durch die Zahl u0 bestimmt. Zei— GO ;gen wir, dass, umgekehrt, die Gesamtheit der Funktionen, die dieser Bedingung genugen, wo uQ der Ungleichung (4) geniigt, ein maximales Ideal bestimmt. Erstens hat das Integral (5) einen Sinn. In der Tat, die Bedingung (4) ist equivalent der folgenden: ijdenn lim а-юо iog«(-g) = l n f а fl^O iog«(-q). a 59 Absolut konvergente trigonometrische Reihen siehe P o l y a und S z e g o , Aufgaben und Lehrsatze aus der Analysis. I, Nr. 98] Folglich konvergiert das Integral (5) und dabei absolut, denn es exist!ert \ a(t)\f(t)\dt. — GO Ordnen wir dem Element le-\-f \ f{t)eia*ldt die Zahl 1-f- zu. Diese —-*Q0 Zuordnung ist ein Homomorphismus, denn der Faltung zweier Funktionen entspricht das Produkt ihrer Fouriertransformierten. Aber jeder Homomorphismus auf dem Korper der komplexen Zahlen bestimmt ein maximales Ideal. Den Satz 6, § 4, N. R., S. 9 anwendend, erhalten wir somit den S a t z 5. Es set eine positive stetige Funktion a(t) gegeben, die der Bedingung a{t-\-s) ^a (t)a(s) genii gt. Es sei f(t) derart gegeben, dass \ I/WI a (t) ^ <C ~b °° ist. Betrachten wir die Funktion — 00 \ f(t)eita F(u) = a-\- dt, — 00 die in dem Streifen , lm /->+00 l0 gaw<g(K)< ~~* Ilm '°g°(-*> /-*+00 * definiert ist; daftir, dass die Funktion -щ— (in demselben Streifen) in der Form 1 F(u) , . +00 С S '+ j./iW«>* iut e dt — 00 dargestellt werden kenne, wo +«> ||Л(0|аОЛ<+оо. — 00 Ы , ist es notwendig und hinreichend, dass F(u) in diesem Streifen nicht zu Null werde, und dass a=^=0 sei. B e m e r k u n g e n : 1 ° . Fur den Fall a(^)==l war dieser Satz von N.Wiener bewiesen. 2 ° . Die Bedingung a (t -f- s) = a (t) a (s) kann durch eine schwachere, namlich a (t -f- s) ^ с a (t) a (s), ersetzt werden. 3 ° . Interessante Sonderfalle des Satzes erhalt man, wenn man a (/) = J ^ | л -f- 1, k ^ 0, oder • a W = { | * | * + l } { | l o g | * + l | | } * , s^O, k^O, setzt. § 5. Gehen wir nun zu der Betrachtung des folgenden Ringes iiber, Nehmen wir eine Funktion a(t), die den folgenden Bedingungen genugt: 1°) a ( / ) > 0 , . ; 2°) a ( * 4 - s ) < a ( * ) a ( s ) , 60 I. Gelfand 3o) a(0) = l, 4°) loga(/) ist auf dem Intervall — 1 ^ ^ ^ - j - l beschrankt. +00 Als Elemente des Ringes R werden wir die * = 2 a e nt n °' nehmen, wo die au — 00 derart sind, dass +00 2 I*. !*(**)<+oo (6) — 00 (die Reihe 2 а / ^ Л п ' se^bst setzen wir nicht als konvergent voraus). Als das Element xy definieren wir die Reihe, die durch Multiplikation von Reihen erhalten wird, die den Elementen x und у entsprechen. Die Norm des Elementes x setzen wir gleich dem Ausdruck auf der linken Seite von (6). Es ist leicht zu zeigen, dass das Produkt von Reihen, die der Bedingung (6) genugen, auch der Bedingung (6) genugt, und dass [| xy || ^ || x || • \\y || ist. Beschreiben wir die maximalen Ideale in diesem >Ring R. Es moge beim Homomorphismus R~+ R\M das Element des Ringes х = еш in die Zahl <p(X) ubergehen. Da ||лг|| = а(Х) ist, so ist | <p (X) | < a ( X ) . Ausserdem haben wir cp(X + }i) = cp(X).(f)(fi). Folglich ist ср"(Х) = ср(/гХ), d. h. log|T(X)|<l2£^ f!ir«>0 und iogi?a)i>1-^^) игя<о. Somit ist log s a (/A); ^ . 1S lim n n-> —oo , A X , _- *—- <; log I cp (X) | ^ • 13 lim loga(/zX) & v n я->+оо —-. Setzen wir lim , n->—oo ^ ^ i > = pi(X), n lim ! 2 £ f ^ n w->+oo p8(X)f = so haben wir Also ist log|cp(X)| eine additive Funktion von X, die auf dem Intervall (0, 1) beschrankt ist [die Beschranktheit von log | cp (X) | folgt aus der Beschranktheit von p2(X); ($2(X) ist beschrankt, weil о л\ i«-• + 00 \oga(nl) '* _ ,. П-ЮО я log a (X) '" , ,*. Absolut konvergente trigonometrische Reihen 61 ist, und logaflt) ist auf (0, 1) beschrankt nach der Bedingung 4°)]. Folgllch haben wir l o g | cp (X) | = pX, wo Iim !2£lW<p<iim 1 °Ц&, (7) d. h. cp(X) = cb(X)ex?, wo |ф(Х)| = 1, ф(Х + |1) = ф(Х)ф(»1) (8) ist. Umgekehrt, entspricht jeder Funktion еРхф(1), wo p eine fixierte Zahl ist, die der Bedingung (7) genugt, und <b(l) eine Funktion ist, die der Bedingung (8) genugt, ein bestimmtes maximales Ideal. Urn dies zu beweisen, konstruieren wir den Homomorphismus, der der Funk00 lion £XP ф (X) entspricht. Ordnen wir dem Element ^akelk^ 00 die Zahl k==\ ^ake?^^(lk) k=\ 00 zu. Zeigen wir, dass die Reihe 2 а * * р ) * Ф ( ^ absolut konvergiert. k=\ Da am l£EiLW existiert und gleich inf X-*oo l IzzO log * ( Ц 1st (slehe P o ly a und S z e g o , к Aufgaben und Lehrsatze aus der Analysis. I, Nr. 98), so ist p ^ ° g * 1 > 0 und p > l o g t t ( X ) - fur X < 0 . a a fur Somit ist ^ < a ( X ) , und also folgt aus der die Konvergenz der Reihe 2 J k I (W Konvergenz der Reihe 2 I ak I e?Xk» u s w Unter den maximalen Idealen des Ringes R die einfachsten sind diejenigen, fur die y(\) stetig ist. Sie haben die folgende Form: <pQ,) = e?xeM*, (9) wo p der Bedingung (7) genugt. Wenn man die Menge aller maximalen Ideale topologisiert (siehe N. R., § 7), so erweist sich, dass die Menge der maximalen Ideale der Form, welche von den Funktionen der Form (9) beschrieben wird, in der Gesamtheit aller maximalen Ideale eine uberall dichte Menge bildet. Beweisen wir dies. Betrachten wir ein maximales Ideal, das von der Funktion £xP(b(X) beschrieben wird. Bilden wir mit Hilfe der Erzeugenden eiU ein System seiner Umgebungen und beweisen, dass in einer beliebigen solchen Umgebung ein maximales Ideal der Form (9) vorhanden ist. Eine Umgebung des maximalen Ideals wird durch eine endliche Anzahl von Erzeugenden elK** 9 . . . , e'V und eine Zahl s bestimmt. In diese Umgebung gehen maximaleldeale ein, die von Funktionen beschrieben werden, die der Bedingung l ^ o W - ? W I < e ( £ = 1 , 2 , ...,/z) (10) 62 I. Gelfand genugen. Es ist leicht zu zeigen, dass es geniigt sich auf solche Umgebungen zu beschranken, fur welche zwischen den \ v X2, . . . , Хл keine Beziehung der Art ^ak\k = 0 mit rationalen ak existiert. Es sei cp0 (\k) = e2Ki**; nach dem Kroneckerschen Satz existiert ein t0 derart, dass 1 ^ - f t K ' (A=l, 2 я) (10') ist, wo die pk ganze Zahlen sind und 5 eine vorgegebene Zahl ist. § kann man so klein wahlen, dass aus (10') (10) fur <p (X) = £A/°£XP folgt. Unsere Behauptung ist somit bewiesen. S a t z 6. Es sei 2 Ki*a*)<+~- *=i Es sei ferner 5зс>0 (11) 4= 1 fur alle t und fur ein p, das der Bedingung (7) geniigt. [Die Konvergenz dieser Reihe ist eine Folgerung der Bedingungen (6) und (7).] Dann existiert eine Funktion 2 ^ ( p ^ ~ / Y ) . ^ derart, dass 2 bk a (\ik) <^ -f- oo ##</ 2 дяе<Р + л)х* - 2 ^P+^I** « 1 /5/ / # r #//£ t und p, *to & r Bedingung (7) geniigt. Es gilt auch die inverse Behauptung. B e w e i s . Beim Homomorphismus nach dem maximalen Ideal, das von der Funktion ех?+ш° beschrieben wird, geht das Element у unseres Ringes in die Zahl 2 ^ X f c P + A f c / ° tiker. Folglich entspricht dem Element y, tiber das in der Bedingung des Satzes die Rede ist, eine Funktion y(M) derart, dass \y{M)\^c>0 ist. Da die Menge der maximalen Ideale der Form (9) in der Menge aller maxi­ malen Ideale uberall dicht ist, so gilt \y (M) \ ^ с auch ftir ein beliebiges maximales Ideal M [denn die Funktion y(M) ist stetig]. Folglich geh5rt у kelnem maximalen Ideal an, d. h. besitzt ein inverses Element. § 6. Betrachten wir nun einen Ring /?, der die vorigen als Unterringe enthalt. Als Elemente des Ringes R werden wir Funktionen f(s) annehmen, die den folgenden Bedingungen geniigen: a) f(s) ist fur alle s definiert und ist auf jedem endlichen Intervall von beschrankter Schwankung, + 00 b) \ a(s)\df (s)\<d~\-oo, — 00 Bedingungen geniigt: 1°) a(s-\-t)^a(s)a(t), 20) a ( * ) > « , wo a(s) eine Funktion ist, die den folgenden Absolut konvergente trigonometrische Reihen 63- 3o) a(0) = l, 4°) a (s) ist stetig. Die Multiplikation im Ring definieren wir folgendermassen: wir werden sagen,, dass / = = Д Х Л ist» wenn -foo —00 ist. Setzen wir 11/11= j \df(t)\. —00 Es ist leicht ersichtlich, dass \\fx X / 2 | | < | | Л|Н|/ 2 || ist. Die Rolle der Einheife spielt in diesem Ringe die Funktion fl e(t) fur*>0, . t<u -*o Setzen wir f(t) = h(t) + g(t) + s(t), WO g(t) absolut stetig 1st, h (t) eine Treppenfunktion ist, s(t) eine stetige Funktion mit beschrankter Schwankung ist, die fast liberal!' eine verschwindende Ableitung besitzt. S a t z 7. Ist f(t) eine Funktion unseres Ringes, und ist — 00 fur alle I und alle p, die den Ungleichungen Иш bZlB < p < lim !2ifW (12), geniigen, und gilt schliesslich 4-00 +00 infI J *p'+' A dfc(*)|> J а(/)|Ж?(/)|, p»x —00 —00 so existiert im Ring eine Funktion fx (t) derart, dass №Xft{t) = e(t) • ist. B e w e i s . Wir haben zu zeigen, dass das Element /(/) im Ringe ein inverses besitzt. Betrachten wir den Homomorphismus unseres Ringes nach dem maximaleu. Ideal M: R —• R\M. Dabei konnen zwei Falle vorkommen: * Im Falle a (t) за 1 geh6rt dieser Satz N. Wiener und H. R, Pitt [3]. I. Gelfand •64 1) nicht alle absolut stetige Funktionen gehen in M ein, 2) alle absolut stetige Funktionen kommen in M vor. Betrachten wir den ersten Fall. Es sei gx (t) eine absolut stetige Funktion, die in M nicht eingeht. Die Gesamtheit aller absolut stetigen Funktionen unseres Ringes ist auch ein Ring. Die Homomorphismen dieses Ringes auf den Korper der komplexen Zahlen wurden beim Beweis des Satzes 5 betrachtet. gx (t) geht + 00 bei diesem Homomorphismus R—+R\M in \ g[ (t)e?t+iU dt=£0 fiber, wo p — 00 und X fixiert sind, wobei p den Ungleichungen (12) geniigt. 1st auch absolut stetig. Also geht diese Funktion in g2{t)—gi(t)Xf(t) — 00 liber. Da das Fourier-Stieltjessche Integral der Funktion g2 (t) gleich dem Produkt der Fourierschen Integrale der Funktionen gx (t) und f(t) ist, so haben wir + 00 Г +00 e?t+tktdg2ty= +00 Г e?t+todg1(t)- — 00 —00 [ ev*+Mdf(t). —00 Andererseits geht g2 (t) in das Produkt derjenigen Zahlen iiber, in die gx (t) und f(t) ubergehen. Folglich geht f(t) in \ e?i+™df(t) •J — 00 iiber. Da nach der Bedingung des Satzes diese Zahl von Null verschieden ist, so gehort f(t) nicht zu den maximalen Idealen des ersten Typs. Betrachten wir nun die maximalen Ideale M des zweiten Typs. In jeden von ihnen gehen alle absolut stetige Funktionen ein, d. h. beim Homomorphismus nach einem solchen M geht g(t) in Null iiber. Urn das Bild der Funktion f(t) = g(t)-{-h(t)-\-s(t) zu finden, geniigt es, folglich, das Bild der Funktion h(t)-\-s(t) zu finden. Die Homomorphismen des Ringes der Funktionen h(t) wurden beim Beweis des Satzes 6 betrachtet. Aus dem Beweis des Satzes 6 ist ersichtlich, dass wenn I [ е?*+шdh (t)\^a fur alle den Ungleichungen (12) geniigenden p und X ist, so — CO geht h(t) beim Homomorphismus nach einem beliebigen maximalen Ideal in eine Zahl iiber, die dem absoluten Betrage nach grosser oder gleich a ist; da nach Voraussetzung + 00 |inf J e^t+i^dh{t)\^\\s\ — 00 Absolut konvergente trigonometrische Reihen 65 ; st, so geht also beim Homomorphismus h(t) in eine Zahl ^\\s\\ und s (t) — in eine Zahl kleiner als \\s\\ uber. Folglich geht h(t)-\-s(t) nicht in Null uber. Folglich geht auch f(t) = g(t) -\-h (t) - f s (t) nicht in Null uber. Folglich gehort / zu keinem maximalen Ideal und besitzt also ein inverses Element: Z u s a t z . Der Satz 4 kann auf beliebige Abelsche Gruppen verallgemeinert werden. S a t z 8. Es set © eine Abelsche Gruppe; t, s,. . . — die Elemente der Gruppe @; a(t) — eine Funktion, die auf der Gruppe definiert ist und den Bedingungen 1°) a(t-\-s)^a(t)a(s), 2°) a ( * ) > 0 , 3°) a(0) = l geniigt; f{t)—eine Funktion, die auf® definiert ist, auf einer nicht mehr als abzcihlbaren Menge von Punkten von Null verschieden ist und derart, dass 2*MI/WI<+~ (i3) and fur einen beliebigen Charakter %(t) der Gruppe © und eine beliebige Funktion p (t), die den Bedingungen jp(' + *) = PW + P(*)> pW<loga(/) geniigt. Dann existiert eine Funktion git), die von Null auf einer nicht mehr als abzcihlbaren Menge von Punkten verschieden ist, derart, dass a) 2*Ml*W|<+«> und ist. Wenn wir fur © die Gruppe der ganzen Zahlen nehmen, so erhalten wir den Satz 4. Der Satz 8 wird fast genau in derselben Weise, wie Satz 4, bewiesen. Beachten wir, dass beim Beweis des Satzes 7 gleichzeitig die Existenz einer additiven Funktion p (t) ^ log a (t) bewiesen wird. Aus dem Satz 20, § 12, N. R. ergeben sich Satze uber analytische Funktionen von Elementen des Ringes, die die Satze von Levy [5] und Wiener-Pitt [31 verallgemeinern. 5 Математический сборник, т. 9 (51), N. 1. 66 И. М. Гельфанд Literatur 1. N. W i e n e r , Tauberian Theorem, Annals of Math., 33, (1932). 2. R. H. C a m e r o n , Duke Math. Journal, 3, (1937), 682—688. 3. N. W i e n e r and H. R. P i t 1 , ibid., 4, N. 2, (1938), 420—436. 4. I. G e 1 f a n d, Abstrakte Funktionen und lineare Operatoren, I. Teil, § 3, Recueil math., 4 (46): 2, (1938), 235—284. 5. P. L e v y, Sur la convergence absolue des series de Fourier, Compositio Math., I, (1934). Mathematisches Institut der Akademie der Wissenschaiten der U. d. S. S. R. (Поступило в редакцию 27/VI 1940 г.) О б абсолютно сходящихся тригонометрических рядах и интегралах И. М. Гельфанд (Москва) (Резюме) Краткое изложение этой работы на>к С С С Р . , XXV, N. 7, (1939). было опубликовано в Докл. Академии