Kleine Mitteilungen - E

Werbung
Kleine Mitteilungen
Objekttyp:
Group
Zeitschrift:
Elemente der Mathematik
Band (Jahr): 35 (1980)
Heft 2
PDF erstellt am:
31.10.2017
Nutzungsbedingungen
Die ETH-Bibliothek ist Anbieterin der digitalisierten Zeitschriften. Sie besitzt keine Urheberrechte an
den Inhalten der Zeitschriften. Die Rechte liegen in der Regel bei den Herausgebern.
Die auf der Plattform e-periodica veröffentlichten Dokumente stehen für nicht-kommerzielle Zwecke in
Lehre und Forschung sowie für die private Nutzung frei zur Verfügung. Einzelne Dateien oder
Ausdrucke aus diesem Angebot können zusammen mit diesen Nutzungsbedingungen und den
korrekten Herkunftsbezeichnungen weitergegeben werden.
Das Veröffentlichen von Bildern in Print- und Online-Publikationen ist nur mit vorheriger Genehmigung
der Rechteinhaber erlaubt. Die systematische Speicherung von Teilen des elektronischen Angebots
auf anderen Servern bedarf ebenfalls des schriftlichen Einverständnisses der Rechteinhaber.
Haftungsausschluss
Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr für Vollständigkeit oder Richtigkeit. Es wird keine Haftung
übernommen für Schäden durch die Verwendung von Informationen aus diesem Online-Angebot oder
durch das Fehlen von Informationen. Dies gilt auch für Inhalte Dritter, die über dieses Angebot
zugänglich sind.
Ein Dienst der ETH-Bibliothek
ETH Zürich, Rämistrasse 101, 8092 Zürich, Schweiz, www.library.ethz.ch
http://www.e-periodica.ch
42
Kieme Mitteilungen
daran, dass der Rechner auf Exponentialanzeige umstellt. Dies
Beispiel 2 zu.
trifft beim folgenden
Beispiel 2
a(x) cp0(x) 3x5+5x4-3x3+x2+lx-5,
I5x*+20x3-9x2+2x + l.
ß(x) cpx(x)=
Der Ausdruck des Rechners ist - soweit er ganzzahlig ist - in der rechten Spalte von
Figur 5 festgehalten. Bei cp4(x) angelangt, hat der Rechner als nächstes mit dem
Faktor A 470232=2213043 849 das zu cp3(x) assoziierte Polynom zu bestimmen.
Da schon h eine lOstellige Zahl ist, gerät man mit diesem Schritt über den Bereich
der Ganzzahligkeit hinaus. (Fortsetzung im nächsten Heft.)
M. Jeger, Mathematisches Seminar, ETH Zürich
LITERATURVERZEICHNIS
G Birkhoff und S Mac Lane A Survey of modern Algebra, 4 Aufl New York, London 1977
M Jeger Algorithmische Kombinatorik auf der Stufe programmierbarer Taschen-Rechner ZAMP,
Heft 2, S 243-260(1979)
3
R KochendoriTer Einführung m die Algebra, 4 Aufl Berlin 1974
4 W Krull Elementare und klassische Algebra vom modernen Standpunkt, Band I Sammlung
Goschen, Bd 930, 3 Aufl Berlin 1963
5 N ObreschkofT Verteilung und Berechnung der Nullstellen reeller Polynome Berlin 1963
1
2
Kleine Mitteilungen
Die Cantorsche Abbildung ist ein Borel-Isomorphismus
Die Cantorsche Abbildung benutzt man im allgemeinen, um zu zeigen, dass
/=]0,1] und JxJ dieselbe Mächtigkeit haben. Sie ist folgendermassen definiert
(vgl. [2], S. 66): Jedes xeJ hat eine eindeutige Darstellung x Yjn=\2~~aX~ ~a",
wobei {an} eine Folge von naturhchen Zahlen ist. Dies gilt, da sich x in eindeutiger
Weise in einen dyadischen Bruch mit unendlich vielen Einsen entwickeln lässt. Die
Darstellung liefert für jedes neN [N bezeichnet die naturhchen Zahlen (ohne Null)]
eine Abbildung Xn von nach N, die durch Xn(x) an gegeben ist. Für alle x,yeJ
sei f(x,y)eJ definiert vermöge X2n_x(f(x,y))=Xn(x) und X2n(f(x,y)) =Xn(y),
neN. f'ist eine bijektive Abbildung von JxJ auf/. Hausdorff ([2], S. 377) nennt sie
Cantorsche Abbildung. Er sagt, sie rühre im Prinzip von Cantor her (vgl. [1]).
Es ist wohlbekannt, dass es keine stetige bijektive Abbildung von JxJ auf/ gibt
([2], S. 377). Also ist/nicht stetig. Es ist nicht schwierig zu zeigen, dass die Unstetigkeitsstellen von auf abzählbar vielen Hyperebenen Rx{>>} bzw. (x}xR liegen,
wobei x,ye{zeJ:z k 2~l,k,leN} gilt und R die reellen Zahlen bezeichne. Das
Ziel dieser Note ist es, einen elementaren Beweis dafür zu geben, dass/ein BorelIsomorphismus ist.
/
f
•
Aufgaben
43
Satz. Die Cantorsche Abbildung ist ein Borel-Isomorphismus.
/
Beweis: Die <7-Algebra der Boreischen Mengen von wird erzeugt von den Mengen
{x:Xx(x) kx, ...,X„(x) kn], wobei n,kx, ...,kneN und kn=2 ist. In der Tat, sei
z
+
+2-;i- -1j, zo=0 und zk=2~li+ •. +2~l\~ -'*, wobei
l'l\
• • •
•
k^j
gilt ]0,z]=|Ji=ih-b4
2-/'2-/i-^+w),zi,_I +
US=ih-i +
-^+w~l)]und
]z^_1 + 2-/i- -«k+m\zk„x + 2-lx- -('*+«-»]
j)k,lx,...,lJeN und
{x:^1(x)
/1,
sei, dann
...,^_1(x) 4_1,^(x)
/ist nun Borel messbar, da/_1{z:_Y1(z)
l^-i^H
4H-m}.
Ä:1,..., _Yn(z)=Ä:„}
{x:Xl(x) k2l_x,i=l,...,[n/2] + ön}x{y:XJ(y) k2j,j=l,...,[n/2]}g^
(ön= 1 fur« 2m+ und(5w=Ofurn 2m).
Schliesslich ist/-1 Borel messbar, da
1
f({x:Xx(x) kx,...,Xm(x) km}x{y:Xx(y) lx,...,Xn(y)=ln})
{z:X2l_ l(z) kl,X2j(z)=lJ,i=l, ...,m,j=l, ...,n] gilt.
Die rechte Seite ist ein endlicher Durchschnitt von Mengen {z:Xr(z)
Diese Mengen sind Borel messbar wegen der Gleichung {z: Xr(z) s]
LJ
k],
,^_|gN
s},
r,seN.
{z:Xx(z) kx,...,Xr_x(z) kr_x,Xr(z)=s}.
D. Mussmann und D. Plachky, Münster, Westfalen
LITERATURVERZEICHNIS
1
2
G. Cantor* Ein Beitrag zur Mannigfaltigkeitslehre J reme angew Math. 84, 242-258 (1878)
F. Hausdorff: Grundzuge der Mengenlehre. Chelsea Pubhcation Co., New York 1949.
Aufgaben
Aufgabe 819. Zu gegebenem neN bestimme man die grosste natürliche Zahl t(n)
mit folgender Eigenschaft: In jeder 5zeiligen und «-spaltigen Matrix aus Nullen und
Einsen gibt es zwei Zeilen, die in t(n) Spalten jeweils zwei Nullen oder zwei Einsen
enthalten.
H. Harborth und J. Mengersen, Braunschweig, BRD
Lösung der Aufgabensteller: Jede Spalte einer beliebigen fünfzeiligen und nspaltigen Matrix M aus Nullen und Einsen enthält mindestens drei Nullen oder drei
Einsen. Damit enthält ein Zeilentripel T der f
1
10
möglichen Zeilentripel von
M nach dem Schubfachprinzip in mindestens [n/W] Spalten jeweils drei Nullen
bzw. L*J bezeichnen die kleinste ganze Zahl ^x bzw. die
grosste ganze Zahl ^x). Da in jeder der übrigen Spalten in T mindestens zwei
Nullen oder zwei Einsen stehen, enthält eines der drei Zeilenpaare aus T in
mindestens
oder drei Einsen
(f*!
y(/i-r*/ioi) +r«/ioi
Herunterladen