Exkurs Lavendel- Balsam f\374r die Seele.indd

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Maria Vogel, Dipl.-Ing. (FH) Pharmazie
Oktober 2007
wirkt Lavendel entkrampfend, wundheilend, leicht antidepressiv, schmerzlindernd, entzündungshemmend und
desinfi zierend.
Lavendel ist in verschiedenen Arzneizubereitungen erhältlich:
Für den innerlichen Gebrauch wird Lavendel als Tee, homöopathisches Einzeloder Komplexmittel und als Bestandteil
von Tropfen, Tinkturen oder Wein angeboten.
Die äußerlichen Anwendungen – zum
Beispiel als Bad, Massageöl, Duftkissen
oder Parfüm – rufen einerseits Wohlgeruch hervor, andererseits haben sie positive Wirkung auf Psyche und Organismus.
Ebenso beliebt ist der Lavendel als Küchengewürz. Er kann für herzhafte wie
auch für süße Gerichte verwendet werden und verleiht so den Speisen eine
exotische Würze, die wiederum an Sommer, Sonne und Urlaub erinnert.
Wer Weiteres zu Lavendel erfahren
möchte, kann über das Organisationsbüro des NHV Theophrastus die 16-seitige Lavendel-Broschüre von Anke Herrmann bestellen.
Autor sowie Herausgeber übernehmen keine Haftung für Schäden jedweder Art, die direkt oder
indirekt bei der Anwendung der hier vorgestellten Behandlungsmöglichkeiten entstehen können.
Der Artikel ist urheberrechtlich geschützt. Medien-Nr.: 02-14-0437, Stand: 2014
Herausgeber: NHV Theophrastus, Sitz München, VR-Nr. 16437, Steuer-Nr.: 143/223/81205
Vorstand: Konrad Jungnickel (1. Vorsitzender)
Kontakt: NHV Theophrastus, Organisationsbüro, Bayreuther Str. 12, 09130 Chemnitz,
Tel. +49 (0) 371/666 58 12, Fax 666 58 13, [email protected], www.nhv-theophrastus.de
Sträußen gebunden zum Trocknen an
einen luftigen, schattigen Ort.
Es wird angenommen, dass sich der
botanische Name Lavandula vom lateinischen „lavare“ – waschen – ableitet.
Seit alters her sind die verschiedenen
Lavendelarten wegen ihres frischen,
würzigen Duftes beliebt und bekannt.
Den Griechen und Römern war er unerlässlich für das tägliche Bad. Hildegard von Bingen empfahl ihn als Mittel
gegen Kopfläuse. Der Arzt und Chemiker Paracelsus wendete den Lavendel
unter anderem als Räucherwerk an. Im
16. und 17. Jahrhundert wurde Lavendel als wirkungsvoller Schutz vor Pest
und Cholera gepriesen. Aus dieser Zeit
stammt auch der „Vier-Diebe-Essig“,
eine lavendelhaltige Essenz, mit der
sich die vier legendären Diebe einrieben, bevor sie die Häuser der Pestopfer betraten und ausraubten. Königin
Elisabeth I. von England trank Lavendeltee gegen ihren häufigen Migränekopfschmerz und während des Ersten
Weltkrieges verwendete man Lavendelöl zur Wunddesinfektion.
Wissenschaftliche
Untersuchungen
unterstreichen die beruhigende und
entspannende Wirkung von Echtem
Lavendel und Lavendelöl. Außerdem
LAVENDEL - BALSAM FÜR DIE SEELE
Bekannt ist der Echte Lavendel als Duftund Zierpflanze. Dennoch hat ihn die
Expertenjury des NHV Theophrastus
zur Heilpflanze des Jahres 2008 gewählt.
Ausschlaggebend für die Wahl war vor
allem die Bedeutung des Echten Lavendels (Lavandula angustifolia) als Nervenpflanze. Die Gesunderhaltung von
Nerven und Seele sei in Zeiten der Reizüberflutung besonders wichtig, erläuterte Christina Schäfer, Heilpraktikerin
und Vorsitzende der Jury.
Von der Gattung Lavandula, zu der
rund 26 Arten zählen, werden der Echte
Lavendel (Lavandula angustifolia), der
Speiklavendel (Lavandula latifolia), der
Lavandin (Lavandula hybrida) und der
Schopflavendel (Lavandula stoechas)
heilkundlich verwendet.
Lavandula angustifolia wird je nach Höhenlage des Anbaugebietes in zwei Varietäten (Lavendel fein und Lavendel
extra) unterschieden. Das bekannteste
Anbaugebiet ist die französische Hochprovence. Er wird aber auch in Spanien, Südosteuropa, Russland und Großbritannien kultiviert.
Der Halbstrauch wird bis zu 60 Zentimeter groß und hat schmale, lanzettliche, graugrüne behaarte Blätter. Die
violetten Blüten duften stark und stehen in Scheinquirlen. Er blüht je nach
Höhenlage ab Mitte Juni. Der beste Erntezeitpunkt für eine heilkundliche Verwendung ist erreicht, wenn reichlich die
Hälfte der kleinen Blüten an den Scheinähren voll entfaltet sind. Dann ist der
Gehalt an wertvollem ätherischem Öl
am höchsten. Geerntet wird am besten
an einem trockenen, sonnigen Tag. Doch
Vorsicht! Man sollte nicht zu tief ins
Blattwerk schneiden, denn das macht
die Pflanze frostempfi ndlich.
Für Heilzwecke werden die kleinen Blüten von den Stängeln gerebelt und auf
Pergament, Leinen oder Baumwolle getrocknet. Die für floristische Arrangements geernteten Blüten hängt man zu
BALSAM FÜR DIE SEELE
LAVENDEL •
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