Gebrauchsinformation Epicin

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GEBRAUCHSINFORMATION: Information für den Anwender
Epirubicin STADA 2 mg/ml Injektionslösung
Wirkstoff: Epirubicinhydrochlorid
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor mit der
Anwendung dieses Arzneimittels begonnen wird, denn sie enthält wichtige
Informationen.
 Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals
lesen.
 Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder
Apotheker.
 Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an
Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen
Beschwerden haben wie Sie.
 Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch
für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe
Abschnitt 4..
Was in dieser Packungsbeilage steht:
1. Was ist Epirubicin STADA und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Epirubicin STADA beachten?
3. Wie ist Epirubicin STADA anzuwenden?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Epirubicin STADA aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was ist Epirubicin STADA und wofür wird es angewendet?
Epirubicinhydrochlorid ist ein zytostatisch wirkendes Arzneimittel.
Epirubicin STADA wird angewendet bei
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Brustkrebs (Mammakarzinom)
fortgeschrittenem Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
fortgeschrittenem Magenkarzinom
kleinzelligem Bronchialkarzinom
fortgeschrittenem Weichteilsarkom
intravesikale Rezidivprophylaxe oberflächlicher Harnblasenkarzinome nach
transurethraler Resektion (TUR)
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Epirubicin STADA beachten?
Sie DÜRFEN Epirubicin STADA NICHT erhalten
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wenn Sie allergisch gegen Epirubicinhydrochlorid, ähnliche Arzneimittel, die
Anthrazykline genannt werden (z.B. Doxorubicin und Daunorubicin) oder einen
der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
wenn Sie allergisch gegen Arzneimittel, die Anthacendinone genannt werden,
sind (Arzneimittel, die ebenfalls zur Therapie von Krebs angewendet werden)
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wenn bei Ihnen, durch vorherige zytostatische Therapie oder Bestrahlung, die
Bildung von Blutzellen im Knochenmark dauerhaft vermindert ist.
wenn Sie bereits die Maximaldosis von Epirubicin oder anderen Anthrazyklinen
(z.B. Doxorubicin oder Daunorubicin) und Anthracendinonen (Arzneimittel zur
Therapie von Krebs) erhalten haben.
wenn Sie Herzprobleme haben oder hatten (z.B. Herzrhythmusstörungen,
eingeschränkte Herzfunktion, Herzinfarkt, Herzmuskelschädigung, akute
Entzündung des Herzens, unstabile Angina pectoris)
wenn Sie schwere Leberprobleme haben
wenn Sie eine systemische Infektion haben
wenn Sie stillen
Zur Anwendung in der Blase DÜRFEN Sie Epirubicin STADA nicht
erhalten,
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wenn Sie eine Harnwegsinfektion haben
wenn der Tumor die Wand der Blase durchdrungen hat
wenn es beim Einsatz des Katheters in die Blase zu Problemen kommt
wenn Sie eine entzündete Blase haben
wenn Sie Blut im Urin haben
wenn Sie eine Schrumpfblase haben
wenn in Ihrer Blase nach dem Harnlassen eine große Menge Urin zurückbleibt
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor bei Ihnen Epirubicin STADA
angewendet wird. Speziell,
 wenn Ihre Nieren oder Leber nicht einwandfrei arbeiten
 wenn Sie während der Infusion Brennen oder Schmerzen an der Injektionsstelle
(möglicherweise durch Austritt der Infusionslösung in umliegendes Gewebe)
empfinden.
 wenn Sie eine reduzierte Anzahl weißer und roter Blutzellen und Blutplättchen
haben
 wenn Sie eine Stomatitis oder Mucositis haben (Trockene Lippen oder
Geschwüre im Mund)
 wenn Sie im Vorfeld eine Bestrahlung der Brust oder Arzneimittel, die eine
Nebenwirkung auf das Herz haben können, erhalten haben.
 wenn Sie kürzlich eine Impfung erhalten haben oder diese erhalten wollen.
Anwendung von Epirubicin STADA zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,
kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen,
andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
 Andere Arzneimittel (z.B. Zytostatika, Sulphonamide, Chloramphenicol,
Diphenylhydantoin, Amiodarn-Derivate, antiretrovirale Arzneimittel), die einen
Effekt auf das Knochenmark haben können
 Andere Arzneimittel zur Behandlung von Krebs (die die Wahrscheinlichkeit für das
Auftreten von Nebenwirkungen im Gastrointestinaltrakt erhöhen)
 Andere kardiotoxische Arzneimittel (z.B. F-Fluorouracil, Cyclophosphamid,
Cisplatin, Taxane) oder eine Bestrahlung des Mediastinums (kann die
Kardiotoxizität von Epirubicin erhöhen)
 Cimetidin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren und
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Sodbrennen. Cimeticin kann die Effekte von Epirubicin verstärken
Calciumkanalblocker (Arzneimittel, die für Herzbeschwerden angewendet
werden)
Chinin (ein Arzneimittel gegen Malaria)
Antibiotika wie Sulphonamide oder Chlorampfenicol
Antiretrovirale Arzneimittel (Arzneimittel zur Behandlung von HIV)
Diphenhydantoin (Ein Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie)
Schmerzmittel wie Amidopyrin-Derivate
Paclitaxel und Docetaxel (zur Behandlung von Krebs)
Trastuzumab (zur Behandlung von Krebs), Epirubicin sollte in den ersten 27
Wochen nach einer Trastuzumab-Anwendung nicht gegeben werden.
Dexverapamil (zur Behandlung von bestimmten Herzerkrankungen)
Lebendimpfstoffe
Arzneimittel, die Ihre Leberfunktion beeinflussen können (sie können damit die
Wirksamkeit und Toxizität von Epirubicin beeinflussen)
Interferon (zur Behandlung von bestimmten Krebsarten, Lymphomen und
Gelbfieber)
Dexrazoxane (ein Arzneimittel, welches die Kardiotoxizität von Epirubicin
verringern soll), vor Anwendung hoher Dosen (900 mg/m2 und 1200 mg/m2)
Bestimmte Diuretika (sogenannte entwässernde Tabletten)
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Epirubicin bindet an Heparin, so dass der Effekt von beiden reduziert sein kann.
Epirubicin kann den Effekt einer Bestrahlung potenzieren.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein
oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses
Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Vermeiden Sie schwanger zu werden, wenn Sie oder Ihr Partner mit Epirubicin
STADA behandelt wird. Wenn Sie – egal ob männlich oder weiblich – sexuell aktiv
sind, müssen Sie eine effektive Empfängnisverhütungsmethode anwenden, um eine
Schwangerschaft zu vermeiden. Epirubicin STADA kann Fehlbildungen verursachen
– daher ist es wichtig, dass Sie Ihrem Arzt mitteilen, wenn Sie denken, schwanger zu
sein.
Stillzeit:
Unterbrechen Sie das Stillen vor der Anwendung von Epirubicin STADA. Ein Teil des
Arzneimittels kann in die Muttermilch übertreten und möglicherweise ihr Kind
schädigen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
!
Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und
Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen!
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Die Wirkung von Epirubicin auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum
Bedienen von Maschinen ist nicht systematisch untersucht worden. Epirubicin kann
Episoden von Übelkeit und Erbrechen hervorrufen, die zeitweise zu einer
Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit oder der Fähigkeit zum Bedienen von
Maschinen führen können.
3. Wie ist Epirubicin STADA anzuwenden?
Die Behandlung sollte nur von Ärzten, die in der Tumorbehandlung erfahren sind,
erfolgen.
Normalerweise wird Ihnen Epirubicin STADA von Ihrem Arzt als Tropf (Infusion) in
die Vene verabreicht. Ihr Arzt wird abhängig von Ihrem Zustand entscheiden, wie viel
Epirubicin STADA Sie erhalten und an welchen Tagen Sie es bekommen.
Die Dosis richtet sich nach Ihrem Zustand, Ihrer Größe und Ihrem Gewicht. Mit der
Angabe von Ihrem Gewicht und Ihrer Größe wird Ihr Arzt Ihre Körperoberfläche
berechnen und hiervon wird Ihre Dosis abgeleitet.
Epirubicin STADA kann ebenfalls direkt in Ihre Harnblase gegeben werden, um
Blasenkrebs zu behandeln bzw. zu verhindern, dass er wieder auftritt. Die Dosis
hängt davon ab, welchen Typ von Blasenkrebs Sie haben. Wenn Epirubicin STADA
direkt in die Blase injiziert wird, wird Ihr Arzt Ihnen sagen, dass Sie für viele Stunden
vor der Behandlung nichts trinken dürfen. Dies verhindert eine Verdünnung des
Arzneimittels in der Blase.
Auch wenn ein Behandlungszyklus manchmal ausreicht, wird Ihr Arzt Ihnen
wahrscheinlich mitteilen, dass Sie nach 3 oder 4 Wochen erneut einen
Behandlungsyzyklus benötigen. Es kann viele Behandlungszyklen benötigen, bis es
Ihnen besser geht und Ihre Krankheit unter Kontrolle ist.
Folgende Untersuchungen werden regulär während der Epirubicin STADA Behandlung durchgeführt:
 Blut – um zu schauen, ob Sie eine so geringe Anzahl an Blutzellen haben, dass
Sie eine Behandlung brauchen
 Herzfunktion – bei Anwendung hoher Dosen von Epirubicin STADA kann es zu
einer Schädigung des Herzens kommen. Dies könnte für viele Wochen
unentdeckt bleiben. Daher sind regelmäßige Herztests erforderlich.
 Leber – Bluttests, um zu schauen, ob Epirubicin STADA die Leberfunktion
schädigt
 Blutharnsäurewert – Epirubicin STADA kann zu einem Anstieg des
Blutharnsäurewertes führen, was zu Gicht führen kann. Es kann sein, dass Sie
ein weiteres Arzneimittel einnehmen müssen, wenn Ihre Blutharnsäurewerte zu
hoch sind.
Wenn Sie eine größere Menge Epirubicin STADA angewendet haben, als
Sie sollten
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Hohe Dosen können Nebenwirkungen wie schmerzhafte Stellen im Mund
verschlimmern oder die Anzahl der weißen Blutkörperchen (bekämpfen Injektionen)
und Blutplättchen (helfen, dass das Blut koaguliert) verringern. Wenn dies passiert,
brauchen Sie vielleicht Antibiotika oder Transfusionen. Geschwüre im Mund können
behandelt werden, damit sie weniger weh tun und besser abheilen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie
Ihren Arzt oder Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht
bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal sofort, wenn Sie eine
der folgenden Nebenwirkungen während der Behandlung mit Epirubicin STADA
bemerken:
 Sie können eine schwere allergische Reaktion (Anaphylaxis) einschließlich einer
allergie-ähnlichen Reaktion (anaphylaktoide Reaktion) mit oder ohne Schock
inklusive Hautrötung, Jucken, Fieber und Schüttelfrost entwickeln
 Nach Anwendung direkt in der Harnblase können ebenfalls allergische Reaktionen
auftreten.
Sehr häufig (kann bei mehr als 1 von 10 Personen auftreten)
 Hemmung der Blutzellenproduktion im Knochenmark (Myelosuppression)
 Mangel an weißen Blutkörperchen (Leukopenie) oder Mangel an bestimmten
weißen Blutkörperchen (Granulozytopenie und Neutropenie), was die
Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von Infektionen und Fieber erhöht
 Mangel an roten Blutkörperchen (Blutarmut), der sie müde und lethargisch
machen kann
 Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen in Verbindung mit Fieber (febrile
Neutropenie)
 Haarausfall – dieser kann sehr schwer sein. Bei Männern kann auch der
Bartwuchs beeinträchtigt sein. Nach Ende des Behandlungszyklus wird Ihr Haar
normalerweise wieder normal wachsen.
 Rotfärbung des Urins (welcher normalerweise durch die Färbung des Arzneimittels
bedingt ist). Informieren Sie Ihren Arzt, wenn die Rotfärbung anhält und Sie
denken, dass Sie Blut im Urin haben.
Häufig (kann bei bis zu 1 von 10 Personen auftreten)
 Infektionen
 Appetitlosigkeit
 Austrocknung (Dehydratation), die Sie durstig macht
 Hitzewallungen
 Schleimhautentzündungen im Mund (Mucositis, Stomatitis), Entzündung der
Speiseröhrenschleimhaut
 Übelkeit und Erbrechen oder wässriger Stuhlgang (Durchfall), die mit
Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen einher gehen können
 Schmerzen, Hautrötung oder Brennen/Stechen an der Injektionsstelle
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 Blasenentzündung (chemische Cystitis), welche zu Dysurie, Polyurie, Nocturie,
Strangurie, Haematurie oder Schmerzen/Schädigung (Necrose) in der
Blasenwand sowie einer Schrumpfblase führen kann.
Gelegentlich (kann bei bis zu 1 von 100 Personen auftreten)
 Mangel an Blutplättchen (Blutkörperchen, die helfen, das Blut zu koagulieren), was
dazu führen kann, dass Sie schneller blaue Flecken bekommen oder bluten. Wenn
dies passiert, informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.
 Venenentzündung (Phlebitis) oder Venenentzündung mit Ausbildung eines
Gefäßverschlusses durch Blutgerinnsel (Thrombophlebitis), was zu Schwellung,
Rötung oder Beinschmerzen führen kann.
Selten (kann bei bis zu 1 von 1.000 Personen auftreten)
 Bestimmte Arten von Blutkrebs (Akute lymphatische Leukämie, Akute myelogene
Leukämie)
 Schwindel
 Unwohlsein, Schwäche, Fieber, Schüttelfrost
 Nesselsucht (Urticaria)
 Fehlen der Spermien in der Samenflüssigkeit
 Ausbleiben der Monatsblutung
 Eingeschränkte Herzfunktion (Kongestive Herzinsuffizienz), welche zu Atemnot
(Dyspnoe), Wasseransammlung in den Beinen (Ödem), Vergrößerung der Leber,
Wasseransammlung im Bauch (Aszites), Wasseransammlung in der Lunge
(Lungenödem), Wasseransammlung zwischen Thorax und Lunge (Pleuraerguss)
oder annomalem Herzrhythmus („gallopierender Rhythmus) führen kann
 herzschädigende Wirkungen wie z. B. abnormales EKG (Elektrokardiogramm, die
elektrische Aufzeichnung Ihrer Herzaktivität), unregelmäßiger Herzschlag
(Arrhythmien) Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathie), lebensbedrohliche
Veränderung im Herzrhythmus (ventrikuläre Tachykardie) oder langsamer
Herzschlag (Bradykardie )
 Veränderung von Leberwerten
 Erhöhter Harnsäuregehalt im Blut was zu Gicht führen kann
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
 Blutvergiftung (Sepsis), septischer Schock aufgrund einer Blutvergiftung
 Lungenentzündung
 Innere Blutungen
 Entzündungen des Auges (Bindehautentzündung), Entzündungen der Hornhaut
des Auges (Keratitis)
 Schock, Verschluss der Blutgefäße durch abgelöste Blutgerinnsel
(Thromboembolie), einschließlich Verschluss eines Blutgefäßes durch abgelöste
Blutgerinnsel in der Lunge (Lungenembolie).
 Lokale Toxizität, Hautausschlag, Juckreiz, Hautveränderungen, Hautrötung
(Erythem), Hitzewallungen, verstärkte Pigmentierung der Haut und Nägel,
Überempfindlichkeit von bestrahlter Haut (sogenannte Radiation-Recall-Reaktion,
Wiederauftreten von durch Strahlung ausgelöste Hautprobleme)
 Erhöhte Lichtempfindlichkeit (Photosensitivität)
 Asymptomatische Abnahme der linksventrikulären Auswurffraktion
 Schwellung und Schmerzen in Ihrem Mund, einschließlich der Erosion der
Schleimhäute, Blutungen und Bildung von Geschwüren
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 Pigmentierung im Mund
 Brennen der Schleimhäute
 Reaktionen an der Injektionsstelle, einschließlich Verdickung und Verhärtung der
Venenwand, lokale Schmerzen und Gewebsschädigung (die nach versehentlicher
Injektion außerhalb der Vene auftreten können)
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder
Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage
angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:
Österreich
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
1200 WIEN
ÖSTERREICH
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr
Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5. Wie ist Epirubicin STADA aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Im Kühlschrank lagern (2°-8°C). Die Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren,
um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach
„verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
Ihr Arzneimittel wird in einer Apotheke aufbewahrt und wird vor der Anwendung von
geschultem Personal in einem dafür vorgesehenen Arbeitsbereich zubereitet.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Epirubicin STADA enthält
Der Wirkstoff ist: Epirubicinhydrochlorid .
1 ml Injektionslösung enthält 2 mg Epirubicinhydrochlorid
Die sonstigen Bestandteile sind
Natriumchlorid, Natrium (S) lactat-Lösung und Salzsäure zur Pufferung, Wasser für
Injektionszwecke
Wie Epirubicin STADA aussieht und Inhalt der Packung
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Klare, rote Lösung in Durchstechflaschen.
Packung mit 1, 5, 6, 10 oder 12 Durchstechflasche/n mit 5 ml, 10 ml, 25 ml und 100
ml Injektionslösung mit 10, 20, 50 und 200 mg Epirubicinhydrochlorid.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer:
STADA Arzneimittel GmbH, 1190 Wien
Hersteller:
STADApharm GmbH
Stadastrasse 2-18
61118 Bad Vilbel
Deutschland
Z.Nr.: 1-25465
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Mai 2017.
Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal
bestimmt:
WICHTIG: Bitte beachten Sie die Fachinformation bevor Sie dieses Arzneimittel
verschreiben!
Aussehen:
Sterile, klare, rote Lösung (2 mg/ml) mit 10 mg, 20 mg, 50 mg und 200 mg
Epirubicinhydrochlorid in einer 0,9%igen Natriumchloridlösung.
Inkompatibilitäten
Wegen chemischer Inkompatibilität sollte Epirubicin STADA 2 mg/ml Injektionslösung
nicht mit Heparin gemischt werden. Wenn Epirubicin STADA 2 mg/ml
Injektionslösung in Kombination mit anderen Zytostatika verabreicht wird, sollte keine
direkte Mischung erfolgen. Ebenso sollte Epirubicin STADA 2 mg/ml Injektionslösung
nicht mit einer alkalischen Lösung in Kontakt kommen, da dies zu einer Hydrolyse
führt.
Lagerung
Bei +2°C bis +8°C lagern. Bewahren Sie die Durchstechflasche im Umkarton auf.
Die chemische und physikalische Stabilität nach Verdünnung mit 0,9%iger
Natriumchloridlösung oder 5%iger Glukoselösung (Konzentration 0,35 – 2 mg/ml
Epirubicin) wurde bei lichtgeschützter Lagerung für 14 Tage im Kühlschrank und bei
Raumtemperatur nachgewiesen.
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Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet
werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist der
Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Die
Aufbewahrung sollte normalerweise 24 Stunden bei +2°C bis +8°C nicht
überschreiten, es sei denn, die Verdünnung hat unter kontrollierten und validierten
aseptischen Bedingungen stattgefunden.
Nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt. Verwerfen Sie den restlichen Inhalt nach
dem Gebrauch.
Anleitung für Gebrauch und Handhabung
Epirubicin 2 mg/ml Injektionslösung ist eine gebrauchsfertige Lösung und hat einen
pH-Wert von 2,5 – 3,5. Die Lösung sollte vor der Verabreichung auf Raumtemperatur
gebracht werden. Epirubicin 2 mg/ml Injektionslösung beinhaltet keine
Konservierungsstoffe und ist daher nicht für mehrmaligen Gebrauch bestimmt.
Das Personal sollte in der Handhabung mit zytotoxischen Arzneimitteln geübt sein.
Schwangeres Personal sollte vom Umgang mit diesem Arzneimittel ausgeschlossen
werden. Das mit Epirubicin 2mg/ml Injektionslösung handhabende Personal muss
Schutzkleindung tragen.
Bei der Handhabung mit Epirubicin 2 mg/ml Injektionslösung sollten vorsorglich
entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, wie bei allen ähnlichen zytotoxischen
Substanzen (der Kontakt mit der Haut und den Schleimhäuten soll vermieden
werden). Sollte Epirubicin 2 mg/ml Injektionslösung in Kontakt mit der Haut oder den
Schleimhäuten kommen, ist die gründliche Reinigung mit Wasser und Seife zu
empfehlen. Der Kontakt mit der Haut oder den Augen sollte sofort mit einer
ausreichend langen Spülung mit Wasser oder Wasser mit Seife oder
Natriumhydrogencarbonat behandelt werden, und ein Arzt sollte aufgesucht werden.
Die Inaktivierung von verschüttetem oder ausgelaufenem Arzneimittel oder der mit
Epirubicin kontaminierte Urin (als Folge von intravesikulärer Anwendung) kann mit
1%iger Natriumhypochloridlösung oder einfacher mit Phosphatpuffer (pH>8) bis zur
Entfärbung der Lösung erreicht werden. Alle Reinigungsmaterialien sollten wie zuvor
angegeben entsorgt werden.
Anleitung für die Entsorgung von nicht verbrauchter Lösung:
Nicht verbrauchte Epirubicin 2 mg/ml Injektionslösung und alle Materialien, die in
Kontakt mit Epirubicin 2 mg/ml Injektionslösung gekommen sind, müssen richtig und
in Übereinstimmung mit den aktuellen Leitlinien für Zytostatika entsorgt werden.
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