Salofalk® 500 mg - Zäpfchen - Bundesamt für Sicherheit im

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GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR ANWENDER
Salofalk® 500 mg - Zäpfchen
Mesalazin
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses
Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter.
Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt
auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Was in dieser Packungsbeilage steht:
1.
Was sind Salofalk® - Zäpfchen und wofür werden sie angewendet?
2.
Was sollten Sie vor der Anwendung von Salofalk® - Zäpfchen beachten?
3.
Wie sind Salofalk® - Zäpfchen anzuwenden?
4.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5.
Wie sind Salofalk® - Zäpfchen aufzubewahren?
6.
Inhalt der Packung und weitere Informationen
1. Was sind Salofalk®- Zäpfchen und wofür werden sie angewendet?
Salofalk® - Zäpfchen enthalten den Wirkstoff Mesalazin, eine entzündungshemmende Substanz zur
Anwendung bei entzündlichen Darmerkrankungen.
Salofalk® - Zäpfchen werden zur Behandlung des akuten Schubes bei chronischen Entzündungen des
Dickdarms (Colitis ulcerosa, chronische unspezifische Colitis) und des Enddarms (Proctosigmoiditis,
hämorrhagische Proctitis) verwendet.
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Salofalk® - Zäpfchen beachten?
Salofalk® - Zäpfchen dürfen nicht angewendet werden, wenn
Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Mesalazin, andere Salicylate wie z. B.
Aspirin oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels
sind oder waren.
die Funktion Ihrer Leber oder Nieren schwer beeinträchtigt ist.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Salofalk®-Zäpfchen anwenden, wenn Sie:
 eine Störung der Lungenfunktion haben oder früher einmal hatten. Dies gilt vor allem, wenn
Sie an Bronchialasthma leiden.
 eine Überempfindlichkeit gegenüber Sulfasalazin, einer mit Mesalazin verwandten Substanz,
haben oder früher einmal hatten.
 eine Störung der Leberfunktion haben.
 eine Störung der Nierenfunktion haben.
Weitere Vorsichtsmaßnahmen
Während der Behandlung wird Ihr Arzt Sie sorgfältig überwachen und regelmäßig Blut- und
Urinuntersuchungen durchführen.
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Anwendung von Salofalk® - Zäpfchen zusammen mit anderen Arzneimitteln
Bitte teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen/anwenden, da sich die
Wirkung dieser Arzneimittel verändern kann (Wechselwirkungen):


Azathioprin, 6-Mercaptopurin oder Tioguanin (Arzneimittel zur Behandlung von
Erkrankungen des Immunsystems)
Bestimmte Mittel, die die Blutgerinnung hemmen (Arzneimittel gegen Thrombose oder
zur Blutverdünnung, z. B. Warfarin)
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden,
kürzlich
eingenommen/angewendet
haben
oder
beabsichtigen
andere
Arzneimittel
einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Behandlung mit Salofalk® - Zäpfchen kann dennoch angebracht sein. Ihr Arzt weiß, was in diesem
Fall das Richtige für Sie ist.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen,
schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker
um Rat.
Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie Salofalk® - Zäpfchen nur auf Anweisung Ihres Arztes
anwenden.
Wenn Sie stillen, sollten Sie Salofalk® - Zäpfchen nur auf Anweisung Ihres Arztes anwenden, da der
Wirkstoff und seine Abbauprodukte in die Muttermilch übergehen können.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Salofalk® - Zäpfchen haben keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum
Bedienen von Maschinen.
3. Wie sind Salofalk® - Zäpfchen anzuwenden?
Wenden Sie Salofalk® - Zäpfchen immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei
Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Art der Anwendung:
Die Zäpfchen sollen tief in den After eingeführt werden.
Dosierungsanweisung:
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis bei akuten Entzündungserscheinungen:
Anfangs 3 x 1 Salofalk® - Zäpfchen täglich morgens, mittags und abends. Sobald der akute Schub
überwunden ist, soll zur Vermeidung eines Rückfalls die Dosis vom Arzt auf 3 x täglich ein 250 mg
Mesalazin - Zäpfchen reduziert, oder auf die Salofalk® 500 mg - Tabletten zurückgegriffen werden.
Anwendung bei Leber- und Nierenfunktionsstörung:
Bei Leber- und Nierenfunktionsstörung sollte Salofalk® mit Vorsicht unter Kontrolle der Leber- und
Nierenwerte im Blut angewandt werden. Bei schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen wird die
Anwendung von Salofalk® nicht empfohlen.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen:
Es gibt wenig Erfahrung und nur begrenzte Daten über die Anwendung und die Wirksamkeit bei
Kindern und Jugendlichen.
Dauer der Anwendung:
Über die Dauer der Behandlung entscheidet der Arzt.
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Wenn Sie eine größere Menge von Salofalk® - Zäpfchen angewendet haben, als Sie sollten,
verständigen Sie bitte im Zweifelsfall einen Arzt. Bei Überdosierung ist, bedingt durch die
substanzspezifischen Eigenschaften von Salofalk®, auch bei Anwendung hoher Dosen kaum mit
Vergiftungserscheinungen zu rechnen. Mögliche Symptome einer Überdosierung sind Übelkeit,
Erbrechen und Durchfall und eine Verstärkung der genannten Nebenwirkungen.
Wenn Sie die Anwendung von Salofalk® - Zäpfchen vergessen haben, dürfen Sie dies nicht
nachholen, indem Sie die Dosis bei der nächsten Anwendung verdoppeln. Wenden Sie stattdessen
einfach die folgende Dosis zur gewohnten Zeit an.
Wenn Sie die Anwendung von Salofalk® - Zäpfchen abbrechen.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung und hören Sie nicht plötzlich mit der
Anwendung von Salofalk® - Zäpfchen auf. Wenn Sie glauben, das Medikament wirke zu stark oder zu
schwach, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder
Apotheker.
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel können Salofalk® - Zäpfchen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem
auftreten müssen.
Alle Arzneimittel können allergische Reaktionen hervorrufen. Schwere allergische Reaktionen
sind jedoch sehr selten. Wenn Sie eine der folgenden Krankheitserscheinungen nach
Anwendung dieses Arzneimittels bei sich feststellen, sollten Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt in
Verbindung setzen:
• Allergischer Hautausschlag
• Fieber
• Atembeschwerden
Wenn Sie eine schwerwiegende Verschlechterung Ihres allgemeinen Gesundheitszustandes bemerken,
vor allem wenn diese mit Fieber und/oder Schmerzen im Mund- und Rachenraum einhergeht, dann
dürfen Sie Salofalk® - Zäpfchen nicht weiter anwenden. Wenden Sie sich sofort an einen Arzt.
Diese Symptome können in sehr seltenen Fällen von einer Verringerung der Anzahl weißer
Blutkörperchen in Ihrem Blut herrühren (Agranulozytose). Dadurch erhöht sich das Risiko, dass Sie
an einem schwerwiegenden Infekt erkranken. Mit einer Blutuntersuchung kann überprüft werden, ob
Ihre Symptome durch ein Einwirken dieses Arzneimittels auf Ihre Blutzellen verursacht wurden.
Folgende Nebenwirkungen wurden außerdem bei Patienten, die mesalazinhaltige Arzneimittel
anwenden, beobachtet:
Selten auftretende Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 1 000 Patienten):
• Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen
• Kopfschmerzen, Schwindel
• Brustschmerzen, Atemnot oder geschwollene Gliedmaßen auf Grund von Auswirkungen auf Ihr
Herz
Sehr selten auftretende Nebenwirkungen (betreffen weniger als 1 von 10 000 Patienten):
• Nierenfunktionsstörungen, die manchmal mit geschwollenen Gliedmaßen und Flankenschmerz
einhergehen
• Schwere Bauchschmerzen aufgrund einer akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse
• Fieber, Halsschmerzen oder Unwohlsein aufgrund von Blutbildveränderungen
• Atemnot, Husten, pfeifende Atmung oder Verschattung der Lunge im Röntgenbild auf Grund von
allergischen und/oder entzündlichen Reaktionen der Lunge
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• Schwerer Durchfall und Bauchschmerzen aufgrund einer allergischen Reaktion des Darms auf
dieses Arzneimittel
• Hautausschlag oder -entzündung
• Muskel- und Gelenkschmerzen
• Gelbsucht oder Bauchschmerzen aufgrund von Leber- bzw. Gallenfunktionsstörungen
• Haarausfall mit Glatzenbildung
• Taubheit und Kribbeln in den Händen und Füßen (periphere Neuropathie)
• Abnahme der Samenproduktion, die sich nach Absetzen des Arzneimittels wieder zurückbildet
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie
ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels.
Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über
das nationale Meldesystem anzuzeigen:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
AT-1200 WIEN
Fax: + 43 (0) 50 555 36207
Website: http://www.basg.gv.at/
5. Wie sind Salofalk® - Zäpfchen aufzubewahren?
Nicht über 25°C lagern. In der Orginalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr
anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren
Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme
hilft die Umwelt zu schützen.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Salofalk® - Zäpfchen enthalten
-
Der Wirkstoff ist: Mesalazin
1 Zäpfchen enthält 500 mg Mesalazin (5-Aminosalicylsäure; 5-ASA).
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Die sonstige Bestandteile sind:
Hartfett, Docusat-Natrium, Cetylalkohol.
Wie Salofalk® - Zäpfchen aussehen und Inhalt der Packung
weiß- bis cremefarbene, torpedoförmige Zäpfchen
Zäpfchen-Gießverpackung aus PVC zu 10 und 20 Stück
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
Dr. Falk Pharma GmbH
Leinenweberstr. 5
4
79108 Freiburg
Deutschland
Tel. (0761) 1514-0
Fax: (0761) 1514-321
E-Mail: [email protected]
Z. Nr.: 1-19005
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Februar 2016.
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