1 AATG/ACTFL 2010 Boston Nikhil Sathe

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AATG/ACTFL 2010 Boston
Nikhil Sathe-Ohio University
The Other Sound Of Music: Popular Music By Austrian Artists In The German Classroom
NOTE: I hope that you will be able to put these activities to use in your own classroom. Feel free to adopt and
adapt the materials as you see fit for your classroom use. I’d appreciate any feedback on what worked well or what
didn’t! ([email protected]).
NOTE ON MUSIC: most songs in this handout are available through online music stores, such as iTunes, and the
majority of these songs have videos or fan videos available on youtube.com and/or on the artist website.
*******
LIEDER: “Asthma” Kreisky; “Regen” Valerie
These two songs revolve around a similar situation: the speaker confronts his/her ex. In each song, the
singer describes how s/he is doing since the breakup, and what they say may or may not be true.
The activities described below can be used with either of the songs individually. If desired, there are a few
questions in the post-listening activities that involve a comparison of the two songs.
PRE-LISTENING ACTIVITIES:
Persönliche Fragen:
 Zufällige Begegnungen können unangenehm sein. Wem möchtest du nicht zufällig begegnen? Warum
(nicht)?
 Wenn du jemandem begegnest, den du nicht sehen willst, was tust du? Versuchst du, die Situation zu
vermeiden, oder sprichst du mit der Person? Warum?
 Wenn du mit der Person sprichst, was erzählst du? Was erzählst du nicht?
Oh, nein, mein(e) Ex-Freund(in)! Stell dir vor, du hast mit deiner Freundin/deinem Freund nach einer langen
Beziehung Schluss gemacht. Monate später begegnest du dieser Person zufällig. Welche Gefühle empfindest du?
Schreibe diese Gefühle als Imperativsätze! (zB: Sprich mit ihr/ihm! Vielleicht will er zu dir zurück!; Geh weg! Es
ist zu früh).
(Instructors then have one student play the role of the person who sees the ex. All other students line up in two
rows, facing each other, with one arm’s length apart. Each of these students will then recite the thoughts (in
imperative form) that they wrote. The single role-playing student must then walk through the two rows as the other
students deliver their imperatives, creating a situation that dramatizes the inner conflicts facing the character. Have
the role-playing student describe what s/he will do as this character. Other students can then assume this role. Point
out that students will then see how the characters in the following song(s) react to this situation). (This activity has
been adapted from Susanne Even’s concept of “Dramagrammatik” – See: Even, Susanne. Moving in(to) Imaginary
Worlds: Drama Pedagogy for Foreign Language Teaching and Learning. Unterrichtspraxis Deutsch 41.2 (2008):
161-170.; Even, Susanne. Dramagrammatik. Eine dramapädagogische Herangehensweise an fremdsprachliche
Grammatikvermittlung. AATG Newsletter 40.2 (2005): 8-12.; Even, Susanne. Drama Grammatik.
dramapädagogische Ansätze für den Grammatikunterricht Deutsch als Fremdsprache. München: iudicium 2003).
LIEDTEXT:
“Asthma”: Kreisky
Ich schlafe jede Nacht meine 8, 9 Stunden
Ich leuchte, sagen all, wie zu meiner hellsten Zeit
und du wirst es nicht glauben, aber seit du fort bist, ist mein Asthma so gut wie verschwunden
ist mein Asthma weg.
Ich habe oft gesagt,ich mag dich, wie du bist,
aber du musstest dich ja verändern.
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The Other Sound Of Music: Popular Music By Austrian Artists In The German Classroom
Von mir aus hättest du dich nicht verändern müssen.
Verbessert hast du dich dadurch nämlich nicht.
Und du hast hundertmal gesagt dass du ok bist
und hundertmal gesagt, dass ich ok bin,
aber gemeint hast du, dass du so richtig ok bist, und ich bin nur halbwegs ok. Ok!?
Und ständig hast du nur von Liebe geredet, doch von Liebe reden viel zu viele Leute.
So wie die jungen Männer im Priesterseminar, die Jesus, den Papst und die Beatles lieben.
Du wirst es nicht glauben, aber seit du weg bist, ist mein Asthma so gut wie verschwunden.
Ich atme viel freier, bin beinahe schon glücklich und mein Asthma ist de facto überwunden
Mein Asthma ist weg. Mein Asthma ist weg.
“Regen”: Valerie
So ein Zufall dir zu begegnen
Wir haben uns lang nicht mehr gesehen
Mein Make-up ist ganz verronnen
Weil wir hier im Regen stehen
Mir geht’s gut, danke, alles bestens
Hab endlos viel gemacht
Die Wohnung neu ausgemalt
Und mir ein Fahrrad angelacht
Die Welt ist doch so schön wie nie
Lebt in den Tag und denkt nicht mehr an dich
Ich wein nur, weil es regnet
Ich weine nur für mich
Ich seh’ den Regen vor lauter Tropfen nicht
Ich weine nur, weil es regnet
Ich weine nicht für dich
Weine, weil die Zeit niemals stehen bleibt
Jede Träne steht für sich
Bin noch immer ungebunden
Fühl mich gut allein
Rettung brauch ich nicht
Aber deinen Schirm könntest du mir leihen
Viel zu oft viel zu lang gefeiert
Die Mailbox immer voll
Hab da wen kennen gelernt
Weiß nicht, ob ich ihn treffen soll
Die Welt dreht sich so schnell wie nie
Fühl mich so frei, Ich denk nicht mehr an dich
Ich wein nur, weil es regnet
Ich weine nur für mich
Ich seh’ den Regen vor lauter Tropfen nicht
Ich weine nur, weil es regnet
Ich weine nicht für dich
Weine, weil die Zeit niemals stehen bleibt
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The Other Sound Of Music: Popular Music By Austrian Artists In The German Classroom
Jede Träne steht für sich
Ich will nicht mehr hier im Regen stehen
Muss gehen. Es war schön dich wieder mal zu sehen
Ich wein nur, weil es regnet
Ich weine nicht für dich
Sag, warum fällt denn der Regen nur auf mich?
Ich wein nur, weil es regnet
Ich weine nur für mich
Wein, weil die Zeit niemals stehen bleibt
Jede Träne steht für sich
POST-LISTENING ACTIVITIES:
Wie geht die Geschichte weiter?
 Stell dir vor, nachdem der Ex in dieser Geschichte die Frau sieht, sieht er einen Freund und erzählt ihm
von der Begegnung mit der Ex-Freundin. Was erzählt der Mann dem Freund? Welchen Rat hat der
Freund? Schreib einen Dialog.
 Stell dir vor, nachdem die Frau in dieser Geschichte den Ex sieht, sieht sie eine Freundin und erzählt ihr
von der Begegnung mit dem Ex-Freund. Was erzählt sie der Freundin? Welchen Rat hat die Freundin?
Schreib einen Dialog.
Glaubst du, dass das Ich in diesem Lied die Wahrheit erzählt? Warum (nicht)?
VERGLEICH:
Inwiefern ist das Ich in dem Lied “Regen” in einer ähnlichen Situation wie das Ich im Lied “Asthma?” Inwiefern
ist die Begegnung mit dem Ex anders?
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LIED: "Zum Mond" Garish
PRE-LISTENING ACTIVITIES:
Wortschatz: Setze die fehlenden Formen ein.
Adjective
Adjectival noun (das..)
fein
Das Feine
Bieder
-keit/-heit form
Die Feinheit
Die Wirklichkeit
Das Helle
Die Beharrlichkeit
bunt
Das Weiße
X
X
X
Noun form
X
X
X
X
Das Unbehagen
X
X
Die Kälte
Die Hitze
X
Persönliche Fragen:
 Schreibe eine Liste von Adjektiven, die dein Leben und deine Welt beschreiben. Schreibe
daneben eine andere Liste mit Adjektiven, die deine ideale Welt beschreiben. Inwiefern sind
diese zwei Listen ähnlich?
 Gefällt dir deine Umgebung und dein Leben im Moment? Warum? Was möchtest du daran
ändern?
 Wie würde deine ideale Welt aussehen?
LIEDTEXT:
Wieder Nacht, kann es sein?
Leise die Beharrlichkeit.
Blicke bieder, kalt und fein.
Lügt meine Wirklichkeit?
Mein Weg führt mich weit weit fort
von hier.
Ich werd’ geh’n.
Wieder Nacht, einerlei.
Es ist hell um diese Zeit.
Blüten ohne Licht gedeihen,
trotz der Unbehaglichkeit.
Mein Weg führt mich weit weit fort
von hier.
Ich werd’ geh’n.
Ich sehe,
wo die Nacht erzählt vom Tag,
wo man sieht, wie ich es mag.
Ich denk’, ich geh’.
Alles Bunte ist hier weiss.
Alles Kalte kochend heiss
Ich denk’, ich geh’.
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POST-LISTENING ACTIVITIES:
 Die Pflanzen brauchen genug Wasser, Licht, und Wärme, damit sie richtig gedeihen können. Eine
Wüste, zum Beispiel, ist nicht der richtige Ort für Bananen- oder Orangenbäume. Metaphorisch
gesehen, was wären die richtige Bedingungen für dich, damit du richtig „gedeihen“ kannst?
Warum? Hast du diese Bedingungen im Moment? Inwiefern?
 Weißt du schon, was der Weg oder der Plan deines Lebens ist? Wenn ja, wohin führt dein Weg?
Wenn nicht, weißt du schon, in welche Richtung(en) dein Weg führt? Wohin?
 Ist deine Welt, so wie die des Ichs, eine Welt der Unbehaglichkeit? Warum? Inwiefern?
 Wenn du eine Pause von der wirklichen Welt brauchst, was machst du?
Jetzt bist du dran! Schreibe deine Version von diesem Lied und benutze das folgende Formatt. (Benutze
auch viele Adjektive, „adjectival nouns,“ und „-heit/-keit-Formen.“
Zum Mond
Wieder Nacht, kann es sein?
Leise die Beharrlichkeit.
Blicke bieder, kalt und fein.
Lügt meine Wirklichkeit?
Mein Weg führt mich weit weit fort
von hier.
Ich werd’ geh’n.
Zu___ ___________________
________________________________
________________________________.
________________________________.
________________________________
Mein Weg führt mich ________________________________
Ich werd’ geh’n.
Wieder Nacht, einerlei.
Es ist hell um diese Zeit.
Blüten ohne Licht gedeihen,
trotz der Unbehaglichkeit.
Mein Weg führt mich weit weit fort
von hier.
Ich werd’ geh’n.
________________________________.
________________________________
________________________________
________________________________
Mein Weg führt mich ________________________________
Ich werd’ geh’n.
Ich sehe,
wo die Nacht erzählt vom Tag,
wo man sieht, wie ich es mag.
Ich denk’, ich geh’.
Alles Bunte ist hier weiss.
Alles Kalte kochend heiss
Ich denk’, ich geh’.
Ich sehe,
________________________________
________________________________
Ich denk’, ich geh’.
Alles ___________ist hier_____________________.
Alles ___________ist hier_____________________.
Ich denk’, ich geh’.
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LIED: Tanz Baby “Nur du”
http://www.youtube.com/watch?v=PqpwTFUsPpg
PRE-LISTENING ACTIVITIES:
 Wie ist es, wenn man sich nach einer Person sehnt? Was macht man? Was macht
man nicht?
 Wie ist es, wenn man eine andere Person sehr vermisst? Was macht man? Was
macht man nicht?
 An wen denkst du oft? Warum?
 Gibt es etwas oder eine Person, woran du oft denkst – auch wenn du etwas anderes
tust (oder tun solltest)?
LIEDTEXT: (vollständig)
Ich habe getanzt, heut Nacht, ich habe getanzt, heut Nacht
und dabei noch nur an dich gedacht, ich habe getanzt, die ganze Nacht
und jede Frau in meinen Armen warst doch nur du.
Ich habe geliebt, heut Nacht, ich habe geliebt, heut Nacht
und dabei noch nur an dich gedacht, ich habe geliebt, die ganze Nacht
und jede Frau in meinen Armen warst doch nur du.
Nichts ist wunderbar, weil alles bist nur du. (4x)
Ich zog ein Heer, heut Nacht, durch alle Bars dieser Stadt, wo warst du?
Ich zog ein Heer, die ganze Nacht, durch alle Strassen dieser Stadt, wo bist du?
Ich habe geträumt, heut Nacht, ich habe geträumt, heut Nacht, und die Frau in diesem
Traum, die warst du.
Ich habe geträumt von dir, ich habe geträumt von dir, geträumt von dir. Wo bist du?
Nichts ist wunderbar, weil alles bist nur du.
Ich habe getanzt heut Nacht, ich habe geliebt heut Nacht
Ich habe getanzt heut Nacht, ich habe geliebt heut Nacht
LIEDTEXT: (mit Lücken)
 Was sind die Partizipienformen der folgenden Verben?
denken
lieben
tanzen
träumen
 Setze diese Partizipien in die Lücken ein!
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The Other Sound Of Music: Popular Music By Austrian Artists In The German Classroom
Ich habe ___________, heut Nacht, ich habe ___________, heut Nacht
und dabei noch nur an dich ___________, ich habe ___________, die ganze Nacht
und jede Frau in meinen Armen warst doch nur du.
Ich habe ___________, heut Nacht, ich habe ___________, heut Nacht
und dabei noch nur an dich ___________, ich habe ___________, die ganze Nacht
und jede Frau in meinen Armen warst doch nur du.
Nichts ist wunderbar, weil alles bist nur du. (4x)
Ich zog ein Heer, heut Nacht, durch alle Bars dieser Stadt, wo warst du?
Ich zog ein Heer, die ganze Nacht, durch alle Strassen dieser Stadt, wo bist du?
Ich habe ___________, heut Nacht, ich habe ___________, heut Nacht, und die Frau in
diesem Traum, die warst du.
Ich habe ___________von dir, ich habe ___________von dir, ___________von dir. Wo
bist du?
Nichts ist wunderbar, weil alles bist nur du.
Ich habe ___________heut Nacht, ich habe ___________heut Nacht
Ich habe ___________heut Nacht, ich habe ___________heut Nacht
POST-LISTENING ACTIVITIES:
 Schreib zwei weitere Strophen für das Lied. Eine Strophe soll die gleiche
emotionale Stimmung des originalen Liedes benutzen. Die ander Strophe soll eine
andere Stimmung benutzen (zB: der Sänger beschreibt, was er getan hat, aber er
will die Frau eigentlich gar nicht sehen). Im Plenum werden wir dann überlegen,
welche Strophe zum originalen Lied passt.
 Schreib das Lied neu und benutze die Perspektive der Frau, nach der sich der Mann
sehnt. Diese Frau, im Gegensatz zum Mann, muss die ganze Nacht im Büro
arbeiten.
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PRE-LISTENING ACTIVITIES:
Bilder anschauen: Überlegen wir eine Geschichte für diese Person.
NOTE: For this activitiy, the instructor should find old photographs of railway workers from the turn of the century era. A
google image search with the subject“eisenbahn k u k“ will yield numerous sutiable pictures.
Wer ist dieser Mann im Foto? Was ist er vom Beruf? Wo arbeitet er? Wann lebte er?
Welche Ereignisse aus der europäischen Geschichte hat er erlebt? Was ist ihm passiert?
Was für eine Familie hat dieser Mann? Wie groß ist sie? Was ist aus der Familie geworden? Was machen seine Nachfahren
heute?
Persönliche Fragen:
Lebt dein(e) Großvater/Großmutter noch? Wo? Arbeitet er/sie noch?
Was ist/war dein(e) Großvater/Großmutter vom Beruf?
Hatte/Hat dein(e) Großvater/Großmutter Lebensträume? Sind sie in Erfüllung gegangen?
Gibt es etwas, das dein(e) Großvater/Großmutter oft sagt(e)? (Spruch oder Redewendung, oder Geschichte zB)
“Die letzte Eisenbahn (für meinen Großvater)”
Georg Danzer
Setze die Präteritumformen der Verben in Klammer ein. (*=regelmässiges Verb) Beim Lesen hören wir, ob die Formen richtig
sind.
anfangen Als junger Mann ________ er ____ - bei der Eisenbahn als Zimmermann
haben Er ________ diesen Traum: aus seinem Leben was zu machen.
sein Das ________ ein stolzer Traum,
träumen* und er ________ ihn vor achtzig Jahren.
sagen* Und er ________ stets (immer): “die letzte Eisenbahn ist noch nicht abgefahren.”
sein, lieben
kommen/beginnen/müssen
gehen
sagen
zurückkommen/sein
anfangen
sein
sagen*
kommen/rollen
ankommen
kommen/bauen*
sein
sagen*
sein/sterben
taugen*
sitzen
glauben*
Er ________ mein Großvater und er ________ meine Großmutter.
Für ihn die schönste Frau der Welt.
Meine Mutter ________, als der Krieg ________ und da ________ er ins Feld.
Er ________ als junger Mann, mit lockigen Haaren.
Und er ________ stets: “die letzte Eisenbahn ist noch nicht abgefahren,
die allerletzte Eisenbahn ist noch nicht abgefahren.”
Und dann ________ er _______ mit den Viehwaggons, und sein Traum _______ nicht mehr so
stolz.
Er ________ wieder ________ bei der Eisenbahn als Zimmermann.
Hände hart wie Holz.
Und wenn die Zeiten auch sehr schlechte ________,
er ________ immer noch: “die letzte Eisenbahn ist noch nicht abgefahren.”
Dann _______ ein zweiter Krieg, Räder _______ wieder für den “Sieg”
victory, term the Nazis often
used
und ________ niemals ________.
Nach dem Krieg ________ ich und er ________ für mich eine hölzerne Eisenbahn.
Er ________ mein Großvater mit grauen Haaren
Und er ________ nun: “die letzte Eisenbahn wird schon bald fahren.”
Er ________ ein alter Mann, als er ________ in einem Altersheim.
und sein Traum ________ nichts mehr. (taugen= to be valid)
Er ________ sein Leben lang in einem Wartesaal. Sein Grab ist schäbig (=shabby) und leer
(=deserted).
Und er ________ so sehr an die himmlischen Scharen,
(flocks of heavenly angels)
und ich hoffe nur, die letzte Eisenbahn hat ihn dorthin gefahren.
Die allerletzte Eisenbahn ist längst schon abgefahren
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POST-LISTENING EXERCISES:
Grammatik:
Welche Stellen(passages) benutzen Präsens? Warum?
Welche Stellen benutzen Perfekt? Warum?
Welche Stellen benutzen Futur? Warum?
Verständnis:
Wer ist der Erzähler vom Text?
Was meinte (to mean, intend) der Grossvater, als er sagte :”Die letzte Eisenbahn ist noch nicht abgefahren?”
a. Es gibt immer noch Zeit für ihn – er hat noch eine Chance, etwas zu machen
b. Er kann nicht mehr mit dem Zug fahren, weil er den letzten Zug verpasst (to miss, fail to catch
punctually) hat.
c. In der Zukunft wird man keine Züge mehr brauchen und er wird keine Arbeit haben.
Schreiben wir den Text neu! Aber nur die eine Zeile mit der Metapher.
Für einen Arbeiter bei der Eisenbahn:
“Die letzte Eisenbahn ist noch nicht abgefahren.”___________
Für eine/n Arzt/Ärztin:
_________________________________________________________
Für eine/n LehrerIn:
_________________________________________________________
Für eine/n ____________:
“Das war noch nicht der letzte Kunde! Ich kann noch etwas verkaufen!”
Für eine/n ____________:
“Das war noch nicht der Abgabetermin (“deadline”) vom Redakteur (editor)”
Für eine/n ____________:
“Das war noch nicht mein letzter Auftritt auf der Bühne.”
Für eine/n ____________:
____________________________________________________________
Die Biografie des Grossvaters: Schreiben wir eine kurze Biografie (in Prosa) von dem Grossvater. Bentuze
entweder die Perspektive des Grossvaters oder eine neutrale, aussenstehende Perspektive. Benutze Imperfekt
(simple past).
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“Die letzte Eisenbahn”
Georg Danzer
Als junger Mann fing er an bei der Eisenbahn als Zimmermann
Er hatte diesen Traum: aus seinem Leben was zu machen.
Das war ein stolzer Traum,
und er träumte ihn vor achtzig Jahren.
Und er sagte stets: die letzte Eisenbahn ist noch nicht abgefahren.
Er war mein Großvater und er liebte meine Großmutter.
Für ihn die schönste Frau der Welt.
Meine Mutter kam, als der Krieg begann und da mußte er ins Feld.
Er ging als junger Mann, mit lockigen Haaren.
Und er sagte stets: die letzte Eisenbahn ist noch nicht abgefahren,
die allerletzte Eisenbahn ist noch nicht abgefahren
Und dann kam er zurück mit den Viehwaggons, und sein Traum war nicht mehr so stolz.
Er fing wieder an bei der Eisenbahn als Zimmermann.
Hände hart wie Holz.
Und wenn die Zeiten auch sehr schlechte waren,
er sagte immer noch: die letzte Eisenbahn ist noch nicht abgefahren
Dann kam ein zweiter Krieg, Räder rollten wieder für den “Sieg”
und kamen niemals an.
Nach dem Krieg kam ich und er baute für mich eine hölzerne Eisenbahn.
Er war mein Großvater mit grauen Haaren
Und er sagte nun: die letzte Eisenbahn wird schon bald fahren
Er war ein alter Mann, als er starb in einem Altersheim.
und sein Traum taugte nichts mehr.
Er saß sein Leben lang in einem Wartesaal sein Grab ist schäbig und leer.
Und er glaubte so sehr an die himmlischen Scharen,
und ich hoffe nur, die letzte Eisenbahn hat ihn dorthin gefahren.
Die allerletzte Eisenbahn ist längst schon abgefahren
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LIED: “Österreich” – texta
PRE-LISTENING ACTIVITIES:
Persönliche Fragen:
 Wie heißt die Nationalhymne deines Landes?
 Gefällt dir deine Nationalhymne? Warum (nicht)?
 Findes du, dass deine Nationalhymne ein gutes und repräsentatives Bild von den Menschen in
deinem Land gibt? Inwiefern?
 Wenn du deine Nationalhymne neu schreiben könntest, welche Bilder und Ideen würdest du
benutzen?
 Wie würde die Musik klingen?
Die Nationalhymne Österreichs (Text: Paula von Preradovic, 1947)



Lesen wir den Text von der österreichischen Nationalhymne und besprechen wir die folgenden
Fragen:
Was für ein Bild von Österreich und den ÖsterreicherInnen entsteht in der Nationalhymne?
Findest du, dass das ein gutes und repräsentatives Bild ist? Ein realistisches?
1. Land der Berge, Land am Strome,
Land der Äcker, Land der Dome,
Land der Hämmer, zukunftsreich!
Heimat bist du großer Söhne,
Volk, begnadet für das Schöne,
vielgerühmtes Österreich.
2. Heiß umfehdet, wild umstritten
liegst dem Erdteil du inmitten,
einem starken Herzen gleich.
Hast seit frühen Ahnentagen
hoher Sendung Last getragen,
vielgeprüftes Österreich.|
3. Mutig in die neuen Zeiten,
frei und gläubig sieh uns schreiten,
arbeitsfroh und hoffnungsreich.
Einig laß in Brüderchören,
Vaterland, dir Treue schwören,
vielgeliebtes Österreich.
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LIEDTEXT: “Österreich” – texta
Huckey: Willkommen in Österreich/ der einzigen Insel der Seligen/ wo die Menschen Wasser trinken
und Wein predigen/ wo man in bergigen Gegenden zehrt vom Ruhm von ein paar wenigen/ und zwar
Toten und Lebenden/ die oft nur den Weg ebneten/ in einen Schritt in die Fusstapfen der Mentalität der
Punschkrapfen/ dort wo die Leute gross reden aber nicht zupacken/ und sich selber mehr lieben als Amis
ihre Schusswaffen/ in Burschenschaften wird der Rausschmiss geübt/ und im Suff macht man mobil
gegen die Rauschgifttrafik/ hier liebt man traurige Musik und den faulen Kompromiss/ ist dauernd
depressiv und glaubt nicht an sein Glück/ in diesem Land traut man sich nichts sondern schaut weg/ wenn
jemand sich outet endet es mit Kopfweh oder Bauchfleck/ die Parole lautet: jeder gegen jeden, sowohl im
Dorf als auch im Grossstadtleben/ aber ändern will man weder sich noch sonst was/ na eben!
Chorus:
Du bist nur klein von Größe, Österreich - doch würdest gern von Bedeutung sein
man will Veränderung doch zögert meist - viele Ideen werden Träume bleiben
wir lieben und hassen dich größtenteils - ich schwör dir sicher keinen Treueeid
dich zu verlassen wär ´ne Möglichkeit - aber vorerst laß uns Freunde bleiben
Flip: Österreich bleibt mir ein ewiges Rätsel, nenn es täglich grüsst das Murmeltier oder Leben im Nebel/
zwischen Redseligkeit und bleiernem Schweigen/ treiben Geister von Gestern ihre Spiele, viel Material
für die drei Weisen/ zur Aufhebung der Sanktionen, während die Nation Schultern schließt/ hier lernt
man Menschen kalt zu stellen ohne daß man Blut vergießt/ kaum ein Unterschied zwischen gestern und
heute/ feige Schreibtischattentäter drohen Verrätern mit der Populismuskeule/ die Krone setzt den
Standard der Presse/ ein gehässiger Dichand bläst zur Jagd von seinem Schiessstand/ hier wird man
schnell zum Niemand und ein Niemand schnell zum Star/ Drittplatzierte stellen sich selber auf zur
Kanzlerwiederwahl/ zwischen Bären- und Wiesenthal werden alte Gräben aufgerissen/ bauernschlaue
Christen ehren Portraits von Austrofaschisten/ draußen auf den Pisten tanzen wir den
Schneekanonenwalzer/ im Ballsaal sind wir Großmacht, Jahr für Jahr auch ohne K.u.K/ Heimat großer
Söhne Kafka, Mozart, Freud und Kepler/ doch heute sind es Vera, Ötzi, Moik und Schwarzenegger/ fast
nur Männer regeln Wirtschaft, Politik und Drogenkauf/ und im Prater blühen wieder die Neurosen auf
Chorus
Skero: Du bist ein einziger Widerspruch, zwischen Feindbild und Bilderbuch/ Küsschen und
Kieferbruch/ versteinerte Schluchten klaffen zwischen eurem Schulterschluß/ vom Riesenreich zum
Riesenrad, den Geist vergast und klein geschrumpft/ die Messer sind vom Schneiden stumpf, Herz und
Vernunft eingequetscht in einer Brust/ Ich hör wie der Berg mich ruft, ich spur auf seinem weißen Tuch,
dort wo der Horizont das Weite sucht/ Sauerstoff statt heißer Luft/ ich steh dazu, dort hat das Leben mich
hingespuckt/ Lügen werden kleingedruckt im Massenblatt der Eifersucht/ sie heiligen das Eigentum,
Reinlichkeit und Vernunft/ Kinder bleiben besser stumm/ Zuneigung bekommt der Hund, ich sehe es als
Herausforderung/ eure Trägheit zu durchbrechen und eure Herzen aufzutun
Laima: Ich lebe in einem Land der Berge und Seen/ und kann vor lauter Wald die Bäume schwer sehen/
verlier ich den Verstand und werde selbst zum Problem/ oder ist das alles hier wirklich so unangenehm/
Ich lebe in einem Land, wo die Musikindustrie/ keinen eigenen Plan mehr hat und keine Philosophie/
Künstler gelten hier als krank/ die wahren Helden fahren Schi/ im Land der Freunderlwirtschaft und der
Haberapartie.
Chorus
Cuts: in a critical state, my state is critical - not in the physical form but in the mental
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POST-LISTENING ACTIVITIES:
 Inwiefern ist dieses Lied eine Anspielung auf die (oder sogar eine Kritik von der) Nationalhymne
Österreichs?
 Das Lied wurde im Jahr 2000 herausgebracht. Welche damals aktuellen Ereignissen werden im
Text erwähnt?
 Was für ein Verhältnis zwischen dem Einzelnen und der Nation beschreiben die Sänger im
Refrain?
 Wie findes du dieses Verhältnis? Würden die Leute in deinem Land das akzeptieren? Warum
(nicht)?
 Welche Eigenschaften von Österreich und den ÖsterreicherInnen werden im Lied beschrieben?
Natur und Landschaften
Architektur
Politik
Ethik oder Ideale
Ortsnamen
Geschichtliche Ereignisse
Wichtige Figuren aus der Geschichte
Menschliche Qualitäten und Eigenschaften
Sachen/Gerichte/Gegenstände, für die dieses Land bekannt ist
 Wie würde deine Nationalhymne klingen? Schreib eine Strophe!
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LIED: “Nestbeschmutzer” Die Landstreich (www.landstreich.at)
(“one who soils his/her own nest” / one who is critical of his/her own country)
Mir san im Osten Vorposten des Westen
und im Westen selbstredend die Besten.
Mir san aus Östreich, Autriche, Austria, gö;
auf die Knie mit da Wölt oba schnö.
Wir sind im Osten ein Vorposten (outpost) des Westen
Natürlich
Wir sind aus …, gell (gell = “right, you know”)
Auf die Knie mit der Welt aber schnell!
Mir san im Zentrum, mir san in d'Mittn,
wer von uns was wüll, der muaß uns bitten.
Mir san die Ökos, mir san so gsund,
mit an Schnitzl und Bier im Schlund.
Wir sind……
Wer von uns was will, der muss uns bitten
Mir bringen Ordnung in die EU,
mir haltn Grenzen sauber von den Tschu------
“in the throat”
Wir….
We keep our borders free of Tschu…… (Tschuschen =
racist pejorative for people from former Yugoslavia)
---schen is bei uns, alls lauft nach Plan,
mir habn die erste Frau Landeshauptmann.
Mir san der Entwicklungshilfe gute Fee,
Schön ist bei uns.
mir zagn den Indianern und den schwarzen Ne---------gern wiast Geld sparst, wannst das dawartst,
“wir zeigen den Indianern und den Ne…….gern
Gerne, wie sie Geld sparen, wenn sie so lange warten
können und…..
Wir sind eine gute Fee der Entwicklungshilfe
und nach Ungarn fahrst zum Zahnarzt.
Uns fragt die ganze Welt, wie machts ihr das nur wie?
Das Land ist sauber und ohne Zi----------keiner weiß, ka Opa und ka Oma,
ja wo Sinti, unsre Roma?
Ohne Zi-----geuner (Zigeuner = “Gypsies”)
Kein(e)
Pun = sind die / Sinti (Sinti & Roma are the two main
ethnic groups that are known as “Gypsies”)
Refr.
Mir san begabt und gsund national------------sozialistisch war ma auch amal.
Noch heute zehren wir von vorgestern,
von den geistigen und künstlerischen Resterln.
Wir sind begabt und gesund national….
Sozialistisch waren wir auch einmal
Zehren = to nourisch onself from…
Resterln = leftovers (note how the singer imitates Hitler’s
speech patterns in this line)
Mir san die Bio-Freaks, mir san die Gsunden
Watschen helfen auch den Hunden.
Mir san wirklich keine Hurenschinder,
weil für sowas nehm ma lieber unsere Kinder.
Gesunden
Ohrfeigen helfen auch bei den Hunden
Wir sind wirklich keine Hurentreiber
…nehmen wir lieber unsere Kinder
Von Polen bis zum Ural,
happerts mit dem Geld und der Moral.
Mir werdn denen zagen miassen wia ma ehrlich's Geld
macht,
mit'n Money-Maker um halb acht.
Ural = Bergkette in Russland
“there is a shortage of money and morals”
“we’ll have to show them how one makes money
honestly”
“Money-Maker” = TV Lottery show
Repeat 1st
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The Other Sound Of Music: Popular Music By Austrian Artists In The German Classroom
LIED:
w üst
( f r om dog ( 2005) )
wüst a auntwort – griagst do frong
wüst as leicht haum – muast di blong
wüst a bradl – griagst an kas
und für dei göd do griagst an schas
willst du eine Antwort, kriegst du Fragen
willst du es leicht haben, musst du dich plagen (anstrengen)
…. Braten ……Käse
und für dein Geld kriegst du”eine Scheisse” (nichts)
wüst a keuwi – griagst a kua
wüst an mau – griagst an bua
wüst a pferd – griagst an hund
wüst wos song – hoizd n mund
….ein Kalb….. eine Kuh
…Mann ….Bub
wüst du segln – ged koa wind
wüst nur schmusn – griagst a kind
wüst as gmiadlich – griagst an schtress
wüst du plottn – griagst zehdes
…. segeln, geht kein Wind
… nur schmusen (cuddle)…. ein Kind
willst du es gemütlich haben, kriegst du Stress
….Platten….CDs
wüst zehdes – griagst du plottn
wüst a sun haum – sitzt im schottn
wüst a hendl – griagst a antn
wüst du meis – griagst elefantn
… CDs … Platten
willst du Sonne haben, sitzt du im Schatten
…Hendl … Ente
..Mäuse …. Elefanten
wüst an aunzug – griagst an hodan
gest du waundan – griagst a blodan
wüst an schnops – griagst a bia
wüst a hüftn – griagst a knia
…einen Anzug… einen Hodan (Fetzen = rags)
gehst du wandern, .. eine Blase
..Schnaps…Bier
…Hüfte….Knie
wüst a leber – griagst a hian
wüst du zfuas geh – dans di fian
wüst midn auto foan – muast hadschn
wüst di aufreng – griagst a watschn
….Leber….Hirn
..zu Fuß gehen, “tun sie dich führen”= wirst du gefahren
mit dem Auto fahren… musst du zu Fuß gehen
..dich aufregen, …a Watschn = eine Ohrfeige
wüst dass schloffm – daun sans munter
wüst midn schiff foan – ged des unter
wüst wo hifliag – dan sis kenzln
wüst dass hupfm – dans nur denzln
willst du, dass sie schlafen, dann sind sie munter
… mit dem Schiff fahren, geht es unter
… wohin fliegen, tun sie es “cancelln”
willst du, dass sie hüpfen, …. nur herumtanzen
wüst wos lesn – hosd ka buach
wüst an botschn – griagst an schuach
wüst an schlafpfm – griagst an schtüfi
wüst an knofi – griagst an zwüfi
willst du etwas lesen, hast du kein Buch
willst du einen “botschn” (slipper) …. Schuh
…. einen “schlapfn” (sandal)… Stiefel
…. Knoblauch……. Zwiebel
wüst orauschn – griagst zitronen
wüst bananen – griagst melonen
wüst du erbsn – griagst fisoin
wüst in dtschechei – kumst noch boin
….. Orangen ….. Zitronen
…. Bananen …. Melonen
…. Erbsen …. Fisolen (grüne Bohnen
… in die Tschechei, kommst du nach Polen
wüst dass schnippn – daun dans schnoizn
wüst a suppm – is vasoizn
wüst fritattn – griagst du nudln
wüst vü dringa – muast vü ludln
willst du, dass sie schnippen, dann “tun sie” sich schneuzen
willst du eine Suppe, ist sie versalzen
willst du Fritatten, kiregst du Nudeln
willst du viel trinken, musst du viel “ludln” (pinkeln)
wüst an fisch – griagst nur gradn
wüst an schlaunkn – griagst an bladn
wüst as lauda – drahn sis leisa
wüst aufs laund foan – san nur heisa
willst du einen Fisch, kriegst du nur Gräten
willst du eine Schlanke, kriegt du eine Blade (Dicke)
willst du es lauter haben, drehen sie es leiser
willst du aufs Land fahren, sind es nur Häuser
wüst kaukau – griagst an kaffee
wüst wos eafoan – dazöhns an schmeh
wüst a gligg – host a pech
owa sunst geds da ned schlecht
willst du Kakao, kriegst du einen Kaffee
willst du etwas erfahren, erzählen sie nur einen “Schmäh” (Blödsinn)
willst du Glück haben, hast du Pech
aber sonst geht es dir nicht schlecht!
…etwas sagen, hältst du den Mund
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österreichischer Dialekt
Dialekt wird gesprochen – selten geschrieben
Aussprache:
 a o/oa/å
Mann  må
 ü  ia süss  siass, Füsse  Fiass
 ei  oa zB: eins oans, kein  koa
 eu ei
neu  nei/neich
 vowels followed by “l” often become diphthongs: will  wü, Polen Boin
 d and t are virtually indistinguishable (sounds more like “d”) Vater Voda, tun dan
 b and p are virtually indistinguishable (sounds more like “b”)
 ck/k has more voicing. Speck = speg, krank= grang
 ich/ dich/sich  i, di, si….
Grammatik:
 In spoken language, there is no simple past. Present perfect is used exclusively (except sein)
 Subjunctive is formed differently (wäre = warat) (hätte = hadat) (ginge = gangat)
 The verb “tun” is used as a generic, especially in imperatives. (Dama spüln! = tun wir spielen / spielen wir!)
 Genitive is not really used in dialect.
 Dialect does not generally use formal forms.
 Plural formation is often different (it reflects Middle High German plural forms) Füsse  Fiass
 Adjective endings and other case markers are less significant: oa/oan da Ma / da Frau
 Indefinite adjectives: only two “oa/a” or “oan/an”
 “wir” becomes “mir” (uns becomes “ins”
 “ihr” (y’all) becomes “ös” (euch becomes eich or enk)
 with “du” the pronoun is not omitted, but is barely pronounced in questions. hast du ein Buch host a Buach?
Zahlen:
oan
zwoa
drei
vier(e)
fünf(e)
zwanzk
dreissk vierzkk
usw.
oanadreissk
zwoaazwanzkk
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sechs(e)
siem(e)/siebm
ocht(e)
nein(e)
zehn(e)
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"1+2, 3" Attwenger
Und oans und zwoa drei und oid is ned nei,
und neich is ned oid und woam is ned koid,
und koid is ned woam und reich is ned oam,
oam is ned reich und ungrod ned gleich,
gleich is ned ungrod, da wong dea hod vier-rod
vier-rod hod da wong und singa is ned song
song is ned singa und daunzn ned springa
s'springa is fesch, a karpf is koa hecht
a hecht is koa karpf, a zida koa hapf,
a hapfa koa zida, siass is ned bida, bida ned siass
de hend san koane fiass, de fiass san koane hend
de nosn koane zent
zent san koane nosn, d'hund san koane hosn
d'hosn koane hund und graung is ned gsund
gsund is ned graung, da disch is koa baung
baung san koane stüh, und weng is ned fü
fü is ned weni, a dreg is koa heni,
a heni koa dreg, a schwoartn koa speg
speg is koa schwoatn, spün damma aufda koatn,
aufda koatn damma spün und d'schiffleid foan z'südn
z'südn foan d'schiffleid, de noan de wean nia gscheid,
nia gscheid wean d'noan
heama auf mid dem schmoan
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LIED: “Sprachbarrieren” texta
Ref.:Wir vier brechen Sprachbarrieren vom Hamburger Hafen bis zum Wiener Praterstern.
Meine Damen und Herren wir wollen nix von euch nur verstanden werden!
Wans da de Schuach ausziagt bläst dich unser Sound weg
und bist' a Obizahra dann nennt man dich Faulpelz.
Waun i sog "hoit de papn" dann wird's Zeit daß du das Maul hältst.
Waunst ins Noankastl schaust dann lebst du in einer Traumwelt.
Büseln ist schlafen, und das Bett is a Hapfn,
wenn jemand zornig wird dann kriagt er an Gachen.
Hat wer eine lange Leitung dann steht er auf da Safn
und nutzlose Sachen san a Schaß mit Quasteln.
Verzünden ist verraten Tomaten Paradeiser,
verpiss dich! heißt schleich di, hau di üba d'Heisa.
Wann zwa de Brunzbuschn zaumduschn, dann geht's um's bumsen
und fällt dir was nicht leicht dann kanns di hunzen.
A Funsn ist `ne Tussi und Scheißegal is ghupft wi ghatscht,
Dreck is Gatsch und Spucke is Schlaz.
Wenn einer keine Arbeit hat, dann is er hacknstad.
Bist du gelangweilt, daun host a fads Aug
und wenn's zu lange dauert dann wirst stadschauat.
Andauernd is in ana dua, Zuhälter is a Breitschalbua
und wenn Sperrstunde ist, daun is des Beisl zua.
Ref.:Wir vier brechen Sprachbarrieren vom Hamburger Hafen bis zum Wiener Praterstern.
Meine Damen und Herren wir wollen nix von euch nur verstanden werden!
Unnedig ist umsonst aber nicht gratis und
Freunde sind Hawara und Hawara sind Hapschis.
Wonst waach bist bist eitschikt, das heißt daß du high bist,
a Kraxn ist eine Unterschrift in Schreibschrift
a Heftl eine Zeitschrift und ein Auto gleichzeitg.
Breitbeinig pinkeln ist soachen, pekln ist stinken,
hekln veräppeln, bräckln is kotzen,
meckern heißt motschkern und motzen,
hatschn heißt hinken.
Palatschinken sind Crepes, blad ist fett,
die Garconiere heißt Zimmer, Kuchl, Kabinett.
Hast du Ärger host a Gfrett und hast du einen Bart a Pözgoschn.
Dazu gibt es Wörter die se net übersetzen lossen
wie z.B. Schmäh, die Haft ist der Hefn,
der Staat ist die Heh ein Feigling a Weh.
Lügner sind Schmähdandler und Landstreicher Sandler.
Pandas sind Pezis und Buzis sind Babies. Gschroppn sind Kiddis und später werns Strizis.
Wantst hi bist, bist hin und brauchst Bompfenewara,
das sind Leichenträger und Totengräber weil jeder sterben muß,
des heisst die Bodschn streckt a jeder!
Ref.
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LIED: “waun da waun ned wa”: Mieze Medusa feat. Wolfgang Kühn (auf Wiener Dialekt und Hochdeutsch)
PRE-LISTENING:
Bild anschauen:



Was ist das?
Warum steht das Wenn im Schlafzimmer?
Was könnte es für dich machen?
Das Wenn könnte vieles für dich machen! Welche Wünsche hast du? Schreib diese Sätze zu Ende und benutze Konjunktiv!
 Wenn ich mehr Zeit hätte, ______________________________________________________________________.
 Wenn ich mehr Geld hätte, _____________________________________________________________________.
 Wenn ich größer (kleiner) wäre, _________________________________________________________________.
 Wenn ich älter (jünger) wäre, ___________________________________________________________________.
 Wenn ich fliegen könnte, ______________________________________________________________________.
LIEDTEXT:
Wolfgang Kühn:
waun i net aufsteh miassat,
Wenn ich nur nicht aufstehen müsste!
waun mi net ois vadriassat!
Wenn mich nur nicht alles verdriessen würde! (ärgern)
Waun i net hakln brauchat,
Wenn ich nicht arbeiten müsste!
waun i nur d´höfte rauchat!
Wenn ich nur die Hälfte rauchen würde! *
Waun i im lotto gwinnat,
Wenn ich nur in der Lotterie gewinnen würde*
waun i mehr göd vadienat!
Wenn ich nur mehr Geld verdienen würde! *
Waun i net ois vadrahrat,
Wenn ich nur nicht alles verdrehen würde! (falsch verstehen/falsch interpretieren)
waun heite murgen warat!
Wenn heute nur morgen wäre!
Waun i an porsche hättat,
Wenn ich nur einen Porsche hätte!
waun i wos finden tätat!
Wenn ich nur etwas finden könnte!
waun i nur aufhearn kennat,
Wenn ich nur aufhören könnte!
waun i mi aun wos gwehnat!
Wenn ich mich nur an etwas gewöhnen könnte!
Refrain:
waun da waun waun da waun waun da waun da waun ned wa!
Wenn es das “Wenn” nicht geben würde *
Mieze Medusa:
Ich sehe ein riesengroßes “Wenn” in meinem Zimmer stehen.
Es bedroht den Status quo, ist groß und stark und sowieso.
Es ist der Möglichkeit im Weg und wunderschön.
Es haut dem Wecker eins darauf und zieht dem Kontostand eins darüber. (wieviel Geld man in der Bank (im Konto) hat)
Es hat die Kraft dazu und sagt, ich sehe das so, wenn ich das will.
Schieb ich dir Oscars, Grammys und den Lottosechser ‘rüber. (Gewinnzahl in der Lotterie)
Du brauchst kein Tschigg (Zigarette)
und auch keinen Job, du hast den Überblick.
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Und was den Alkohol betrifft,
bist du ab heute ohne Folgen! Bodenlos (kein Limit)!
Denn Kopfweh gibt es nicht,
den Kater hab ich abgeschafft. (es existiert nicht mehr)
Geh hin zum Typen deiner Träume! Red ihn an, er fliegt auf dich und ist nur abgeschlafft (bum), wenn du es willst.
Er gibt dir immer recht und widerspricht (contradict) nur dann, wenn dich das mehr erfüllt (fulfill).
Du wählst ab jetzt sogar das Wetter aus. Doch denk gelegentlich (ab und zu) auch an den Bauern, der den Regen braucht.
Ansonsten steck die Sonnenbrille ein und auch die Badehose.
Du badest nackt? Es ist kein Problem für mich. Nach Wahl gibt's mit und ohne Publikum.
Ich krieg das hin für dich! Ich bin das große Wenn und (ich) stehe in deinem Zimmer herum.
Und bitte sehr, vergiss das nie! Ich bin das Wenn und ohne mich keine Utopie!
Waun mi mei pech valossat,
waun i de wöd net hossat!
waun i mia wos daspoarat,
waun i nua wos erfoahrat!
waun mia wer wos vagunnat,
waun i wem höffn kunnat!
waun mi de sunn net blendat,
waun si amoi wos ändat !
Waun i mei meinung sogat,
waun mi wer danoch frogat!
Waun i kaiser warat,
waun mia wer rosn strarat!
Ref: waun da waun …
Wenn mich nur mein Pech verlassen würde! (Pech = das Gegenteil von Glück)
Wenn ich nur die Welt nicht hassen würde! *
Wenn ich mir nur etwas sparen könnte!
Wenn ich nur etwas erfahren würde! *
Wenn mir nur jemand etwas vergönnen würde (erlauben,dass ich etw. machen/haben kann)
Wenn ich nur jemandem helfen könnte!
Wenn mich nur die Sonne nicht blenden würde! *
Wenn sich nur einmal etwas ändern würde! *
Wenn ich nur meine Meinung sagen würde! *
Wenn mich nur jemand danach fragen würde! *
Wenn ich nur Kaiser wäre!
Wenn mir nur jemand Rosen streuen würde! *
POST-LISTENING ACTIVITIES:
Fragen:
 Was meint die Sängerin, wenn sie sagt, dass es ohne “Wenn” keine Utopie gibt?
 Die Sängerin (M.M.) übernimmt die Rolle des großen “Wenn” und erwähnt viele Möglichkeiten, die es
machen könnte. Nenne ein paar! (zB: Es könnte das Läuten des Weckers ausschalten).
 Was für Wünsche hat der Sänger (Kühn)? Was für Wünsche hat er nicht?
Das Wenn ist wie ein Superhero, der alles möglich machen kann! Was sagt er dir? Was für eine Traum- oder
Wunschwelt verspricht er dir?
Wenn du ____________________, _________________________.
______________________________________________________.
______________________________________________________.
______________________________________________________.
______________________________________________________.
______________________________________________________.
______________________________________________________.
______________________________________________________.
______________________________________________________.
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Additional Texts that were not discussed in the presentation
“Ein Lied für Österreich” Willi Astor
Als Deutscher kennt man ja das Land Österreich, wenn man nach Italien will...
Es gibt an wilden Volkstamm auf diesem Kontinent
Den man, wenn's schnell gehn muss, "Ösis" nennt
Der Ösi is voll Rätsel, so würd mich int'ressier'n:
Hat dieser Anton aus Tirol zwei Germknödel im Hirn?
Das ist ein kleines Lied für Österreich
Am Wolfgangsee geht's über'n großen Teich
Ich denk an Kottan und die EAV
An einen Kleinen Braunen aus Braunau...
Ich komm in dieses Land und bin verliebt
Und frag mich, ob's im Zillertal noch Türkenjäger gibt...?
Wenn ich das Lied hier weitersing, will ich, dass keiner lacht!
Ich schwärm für diese große Fußballmacht...
Ich träum von Romy Schneider und von einem zarten Kuss
Auf ihren kaiserlichen Sissi-Fuss...
Das ist ein kleines Lied für Austria
Für Moser Hans und Erika Proha
Beim Heurigen entsteht a so a G'fühi
Das schätzte schon ein John F. Kennedy
Er trank fast hundert Achtel, des is g'wiß
Und sagte dann zu Kreisky: Ich bin ein Berliner- tschüss!
Der Arnie hat an Job als Gouverneur
Ob nicht für so an Job der André heller wär?
Und weißt Du auch, mein Alpenhollywood
Wie so ein kleines Pickerl picken tut?
So lehn ich mich zu Dir und geb mich hin
Ich grüße Deine Hauptstadt: Hello Wien!
Das war ein kleines Lied für Österreich
Und Mozart, der is leider aa von eich
Du Falco-Schneckerl-Ambros-Austria
Ich bin a Eier-Schwammerl-Gulasch-Haberar
Ein Lied für Fendrich, Deichs und Hadarah
Für'n Heider Josef nur ein liebes: Ciao Papa
Mein Herz, das schlagt im Bergwerk vis-à-vis
Weils'd einfach der Wahnsinn bist für mi!
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Gustav – “Verlass die Stadt”
Sie haben die Straßen
Auf Sprengstoff gebaut
Die Kanäle geflutet, den Abfluss gestaut
Die Luft längst vermengt
Mit astreinem Asbest
Und Beton dort gestreut
Wo das Gras nicht mehr wächst
Manche Gegenden der Stadt
Wurden gänzlich abgetrennt
Da kommt kein Auto mehr hin
Da fährt die Tram nicht mehr hin
Da in recht regelmässigen Intervallen
Menschen auf den Asphalt knallen
Bevor die Glut in dir erlischt
Verlass die Stadt
Die keine ist
Ein neuer Wundbrand in Athen
S'ist an der Zeit endlich zu gehn
Was uns abdrängt von dem Weg
Der da noch vor uns liegt
Ist das abgestandne Gas
Das noch immer durch uns fließt
Es ist Sommer in Wien
Und nicht Stalingrad, sagt er
Ich weiss, sag ich,
Und trotzdem ist mir kalt
Nur eine Frage der Zeit
Bis der nächste Stadtteil brennt
Seine-Saint-Denis scheint abgespannt
Doch eingedämmt
Mach die Augen zu und wünsch mich
Ins Zentrum der Leidenschaft zurück
Und plötzlich liegt was auf der Hand
Das auch sie zum Zittern bringt
Die Seele brennt
Genau wie all der Orte Straßen
Es ist Zeit diese Stadt zu verlassen
Bevor die Glut in dir erlischt
Verlass die Stadt
Die keine ist
Ein neuer Wundbrand in Athen
Ist an der Zeit endlich zu gehn
Nimm meine Hand
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Und führ mich weg
Aus meiner Stadt
An jenen Ort
Der mich vermisst
Dort führ mich hin
Nimm meine Hand
Und bleib nicht stehn
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** Marathon – ja panik***
Wenn der Typ am Kiosk mich eine Schwuchtel nennt
und du aus meinem Bett in seine Arme rennst
wenn diese Junkies mir schon wieder Geld stehlen
mir am Morgen nicht nur Erinnerungen fehlen
Wenn ich zum tausendsten Mal mein letztes Geld vertrinke
mit jedem Versuch ein bisschen tiefer sinke
dann hör ich auf mir was vorzumachen
da war schon, war schon viel zu lang
ein schwarzes Loch in meiner Brust
nur zu gut, dass ich damit nicht mehr leben muss.
Ich wusste es doch lange schon, dieses Jahr es wird ein Marathon.
Sie werden sagen sieh dir den Deppen an
er hatte alle Zeit der Welt, um da rauszukommen.
Wenn es Stunden braucht mich aus dem Bett zu bewegen
alte Freunde mich drängen dich ad acta zu legen
wenn ich vergebens versuche dich zu erreichen
ist es kein Wunder, wenn ich in Seitengassen feilsche
Wenn meine Gitarre schon wieder betrunken ist
und ich mitansehen muss wie du diese Nutte küsst
dann hör ich auf, mir was vorzumachen
da war schon, war schon viel zu lang
ein schwarzes Loch in meiner Brust
nur zu gut, dass ich damit nicht mehr leben muss.
Ich wusste es doch lange schon, dieses Jahr es wird ein Marathon.
Sie werden sagen sieh dir den Deppen an
er hatte alle Zeit der Welt, um da rauszukommen.
Ich wusste es doch lange schon, dieses Jahr es wird ein Marathon.
Sie werden sagen sieh dir den Deppen an
er hatte alle Zeit der Welt, um da rauszukommen.
Ich warte, ich warte, wo ist sie jetzt
ich warte, ich warte, ja wo ist sie jetzt die Explosion!
Sie werden sagen sieh dir den Deppen an
er hatte alle Zeit der Welt um da rauszukommen!
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JÖ SCHAU (1975) Georg Danzer
neilich sitz' i umma hoiba zwa im Hawelka
bei a poa wuchtel'n und bei an bier.
auf amoi gibt's beim eingang vuan an mords
trara
weu a nackerter kummt eine bei der tür.
neulich sitze ich um halb zwei im Hawelka
bei ein paar Buchteln und bei einem Bier*
auf einmal gibt es beim Eingang vorne ein Mords-trara (grosse
Aufregung)
weil ein Nackter kommt bei der Tür hinein
da oide hawelka sagt: "suach ma an platz"
owa sie macht an patz'n bahöl.
weu sie mant, dass sowas da net geht
und er soll si schleich'n, aber schnö.
der alte Hawelka sagt “suchen wir einen Platz”
aber sie (die Hawelka) macht ein Trara
weil sie meint, dass so etwas da nicht geht
und er soll sich schleichen (abhauen), “aber schnell!”
jö schau, so a sau, jössas na!
was macht a nackerter im Hawelka?
geh wui, oiso pfui, meiner söh!
horst i schenierat mi an seiner stöh.
Schau, so eine Sau, mein Gott!
Was macht ein Nackter im Hawelka?
Geh! also Pfui! Meine Seele!
Hör mal, ich würde mich genieren – an seiner Stelle
einer ruaft: "a wahnsinn,
gebt's eam was zum anziehn!"
doch sein freindin mant: "geh fesch,
endlich aner ohne wäsch'"
jö schau, so a sau, jössas na
was macht a nackerter im hawelka?
Einer ruft “Ein Wahnsinn!
Gebt ihm etwas zum anziehen!”
Doch seine Freundin meint: “Geh, das ist fesch.
Endlich einer ohne Wäsch’ (Unterhose)”
=
=
der ober fritz sagt: "wir sind hier ein
stadtcafé
und was sie da mach'n is a schweinerei."
ein alter schauspieler wiederum meint:
"aber, geh, also i find' da garnix dabei.”
Der Ober Fritz sagt “Wir sind hier ein Stadtcafe!
drauf sagt der nackerte: "moment, moment,
sie wissen wohl nicht wer i bin,
a wann mi kaner kennt, i bin sehr prominent
als elegantester flitzer von wien."
Worauf der Nackte sagt: “ Moment, Moment!
Sie wissen wohl nich, wer ich bin.
Auch wenn mich keiner kennt, bin ich sehr prominent
als elegantester Flitzer von Wien." (streaker)
jö schau, so a sau, jössas na!
was macht a nackerter im hawelka?!?
geh wui, oiso pfui, andrerseits
a so a nackerter, hat a sein' reitz.
=
=
….. anderseits
Auch so ein Nackter hat seinen Reiz (charm)
mach ma halt a ausnahm'
san wir heut' ned grausam.
weu ein bohemienlokal
pfeift auf spießbürgermoral!
Machen wir halt eine Ausnahme! (exception)
Seien wir heute nicht grausam.
Weil ein Bohemenlokal (hip/artsy)
pfeift auf die Spießbürgermoral ! (shouldn’t care about fuddy-duddy
Und was Sie da machen, ist eine Schweinerei!”
Ein alter Schauspieler wiederum meint:
“Aber, geh, also, ich finde gar nichts dabei”
morals)
jö schau, so a sau, jössas na!
was macht a nackerter im hawelka?!?
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