MB 1/09 - Willkommen

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Mitgliederbrief
der
Buddhistischen Gemeinschaft Salzburg
A-5020 Salzburg, Lehenerstraße 15
Tel.: 0699-10759774 od. 0664-2237111
Email: [email protected]
http://www.buddhismus-salzburg.org
April 2009
Veranstaltungen
im BZ
_______________________
Montag
27.April
Liebe Mitglieder und Freunde der BGS,
liebe Weggefährten!
Beginn 19.00 Uhr
Nach der Neuorganisation und mit Frühlingsbeginn ist rege
Aktivität in unseren Gemeinschaft erwacht.
Die
Hospizbewegung
in Salzburg
Spiritueller Dialog, Engagierter Buddhismus, Chorgesang
geben kräftige Lebenszeichen von sich, die kleine
Umgestaltung des "Teeraumes" nimmt langsam Form an und
der "Tag der offenen Türe" ist für den 9. Mai 2009 angesagt.
Auch die erfreuliche Anzahl der Beiträge zu diesem
Mitgliederbrief zeigt, dass viele Menschen an der Entwicklung
innerhalb der BGS und darüber hinaus interessiert sind.
Möge uns die Aufbruchstimmung durch dieses Jahr begleiten.
Unser besonderer Dank gebührt Fritz für seine Bereitschaft, die
Beiträge zu sammeln, in les- und druckbare Form zu bringen
und den Brief zu versenden.
Die Mitglieder des Vorstandes werden Euch mit offenen Ohren
und offenen Herzen so gut wie möglich unterstützen und helfen
wo immer es nötig ist.
Mögen alle Wesen glücklich sein!
Renate
Details dazu auf Seite 4
Samstag
9.Mai
13.00 bis 16.00 Uhr
Tag der offenen Tür
ab 18.00 Uhr
VESAKH
Feier
____________
Samstag
22.August
Beginn 11.00 Uhr
Nächste Montags-Meditationen im BZ :
4. Mai : Meditation für den Alltag
Beginn : 19.00 Uhr ( Tee ab 18.00 Uhr )
___________________________
18. Mai : Meditation in Stille
Einstieg in die ZEN - Praxis
19.00 – 20.00 Uhr ( Tee ab 18.30 )
ULLAMBANA
Feier
anschließend
Gartenfest
Anmeldung
erforderlich !
0699 - 10759774
Dharma Vortrag von Thich Nhat Hanh
am 22.1.2009 anläßlich der Inauguration von Barack Obama
Der 20. Januar 2009 war ein glücklicher Tag für die USA, der Angelobungstag
des neuen Präsidenten. Ein Tag der Hoffnung. Der Wunsch Amerika neu zu
gestalten. Die Ansprache Obamas zur Angelobung war wie ein „Dharma Talk“.
Sie verkörperte die 4 Edlen Wahrheiten.
Die Tatsache des Überkonsums und die Notwendigkeit auszusteigen. Das kam in
der Essenz der 4 Edlen Wahrheiten bei den Menschen an und sie hörten genau
hin. Der 20.1.09 war wie ein Achtsamkeitstag für die USA!
Unsere Praxis ist gleichzeitig individuell, auf Familien bezogen, auf die
Gemeinschaft und die Nation. Im Persönlichen haben wir die 5 Skandas zu
beachten, sind wir mit ihnen eins oder haben wir damit einen Konflikt? Angst,
Begierden, Verblendung sind Hindernisse, die uns von der Praxis abhalten.
Andere Elemente fördern unsere Praxis wie Fleiß, Begeisterung etc.
Wenn wir uns in verschieden Richtungen zerstreuen, kann das unserer Praxis schaden, wenn sie harmonisch
ist, wirkt sie förderlich. Wenn die Dinge auseinander driften, entsteht Chaos und Leid kommt auf.
Das Gleiche passiert mit Nationen. Obama hat alle eingeladen mitzugestalten. Als Individuen müssen wir
auch auf die 5 Skandas achten. Wir müssen herausfinden, wie sie am besten wirksam werden, also „inter“
werden können.
Es gibt 51 Geistige Gebilde, wir sollten sie beachten wie z. B. Begierden, Angst..
Was können wir tun? Achtsamkeit, Konzentration und Einsicht praktizieren! Wenn alle gleich ausgerichtet
sind steigert das die Konzentration.
Atmen bringt ungleiche Teile zusammen. Einatmen, ausatmen, so dass alle Zellen vom Atem berührt
werden. Thay vergleicht das Einatmen mit Musik, wir musizieren, wenn wir einatmen. Führt alle 5 Skandas
zusammen in das Einatmen, dann werden wir tief berührt sein.
Ausatmen von einem Punkt zu anderen, das ist die Zeitspanne des Ausatmens, die sich fortsetzt. Unsere
gesamte Person atmet ein und aus! Das eine ist die Fortsetzung des anderen.
Das ist Musik, da kommt Konzentration auf.
Wenn die Amerikaner/innen hinter ihrem Präsidenten stehen, stellt sich Erfolg wie von selbst ein. Wir alle
müssen unsere Konsumgewohnheiten ändern, unsere Selbstbezogen aufgeben und kollektiv denken lernen.
Jeder sollte den Drang haben, mit seinen Gewohnheitsenergien aufzuräumen, sie wissentlich loslassen, im
Bewusstsein, dass uns Begierden leiden lassen. Wir müssen eine persönliche Entscheidung treffen, doch
noch schieben wir sie auf? Wir befinden uns in einer persönlichen und auch kollektiven Lage, weshalb wir
zur Einsicht kommen müssen, diese Unzulänglichkeiten aufzugeben. Wenn wir es alleine persönlich nicht
schaffen, können wir Zuflucht in einer Gemeinschaft suchen. Lasst uns mit dem Fluss fließen, im Kollektiv
vergeuden wir wenig Energie.
Was haben wir bis jetzt gelernt? Manchmal gibt es Chaos und Konflikte. Wenn das geschieht, sollten wir
ein Musikstück spielen, Achtsamkeit ist die Musik der Praxis. Unser Trachten muss sein, unsere
Konzentration Stunde für Stunde, Tag für Tag aufrecht zu halten; eine geschickte Praxis erleichtert das.
Obama gebrauchte das Wort „Achtsamkeit“ in seiner Ansprache, sein Verhalten ist beruhigend, ermutigend.
Das ist interessant, vielleicht sollten wir ihm ein Buch von Thay senden!
Jetzt spricht Thay von den 4 Arten der Nachforschungen:
1. Bezeichnung:
Eine Untersuchung von Namen/Begriffen
Wenn Bodhisattvas wahrnehmen, verlieren sie sich nicht in Begriffen. Wir dürfen nicht den Fehler
machen, Begriffe mit den Dingen wie sie sind zu verwechseln. Namen sind hilfreich auf etwas
hinzuweisen. Das Wort Sitzpolster verweist auf einen Gegenstand, worauf wir sitzen. Aber was können
wir sehen? Stoff, Gewebe, Zwirn, Füllung etc. Das Wort Sitzpolster ist ein üblicher Begriff, aber es
existiert so nicht, außer eben nur als Wort.
Das Wort „Paris“ ist ein Begriff für einen Ort. Aber für jeden ist seine Bedeutung eine andere. Lass dich
nicht gefangen nehmen von Worten und Begriffen.
2. Funktion:
Wenn wir auf die Funktion achten, brauchen wir nicht mehr auf Bezeichnung schauen. Wir können die
Dinge wie sie sind erkennen, nicht nur ihre Namen. Lass die Namen los und du kannst die Person, die
Dinge sehen wie sie sind.
3. Die Natur der Dinge wie sie sind:
Beim Betrachten der Welle, wenn wir ihre Natur erkennen, sehen wir das Wasser. Betrachten wir
Bäume, Menschen etc. tief, so können wir ihre Natur erkennen.
Diese Natur wird bezeichnet als Atom, Gott, Tao die vier großen Elemente.
Die Wissenschaft klopft an das Tor der Seinsforschung, auf der Suche nach der Natur allen Seins. Das
Herz Sutra handelt davon. Wenn wir die 5 Skandas tief betrachten, erkennen wir die Leerheit allen
Seins. So wie wenn wir die wahre Natur des Sitzpolsters suchen und wir keine finden. Wir finden die
Elemente, die ihn ausmachen, aber keinen Sitzpolster, er ist zwar vorhanden, jedoch in einer Art und
Weise, die leer ist. So wie die Blume leer ist, weil sie aus lauter Nichtblumenelementen besteht. Mit
dieser 3. Betrachtung sind wir schon der Realität näher. Form ist Leerheit, Leerheit ist Form! Das ist
kein Widerspruch.
4. Unterschiedliche Dinge:
Schauen wir uns die Elemente der früheren Untersuchung an. Die Elemente, die ein Ding ausmachen,
sind auch leer.
Die Blume besteht aus Regen, aber der Regen hat keine separate Identität, er besteht wieder aus Wolken
etc.
Linke und rechte Hand, ist die linke Hand vorhanden? Wir können sie sehen, sie existiert. Aber ohne das
eine, kann das andere nicht existieren, ohne rechte Hand keine Linke. Die ist, weil das ist, keine Linke,
dann auch keine Rechte welche war zuerst da? Das ist eine falsche Frage, denn sie waren gleichzeitig
da. Sie sind gleichzeitig präsent, bedingen einander, manifestieren sich zusammen. Die linke Hand
besteht aus der rechten Hand.
Wenn wir die 4 Nachforschungen betrachten, erkennen wir die Bezeichnungen aller Dinge. Alle Worte,
die wir gebrauchen, alle Dinge, die wir wahrnehmen, alles was wir als wahre Natur bezeichnen, erschöpft
sich in Begrifflichkeiten.
Beziehen wir uns auf „die Weisheit der Dinge wie sie sind“, auf ihre Leerheit und Thay verweist in
diesem Kontext auf die unterschiedlichen Buddhistischen Schulen.
Unterscheiden wir Unendlichkeit und Erscheinung separat.
Die Worte, die wir gebrauchen, um Wellen zu beschreiben, können für Wasser nicht verwendet werden.
Worte die verwendet werden die Welt zu beschreiben, können nicht für die Beschreibung von Gott
verwendet werden. Es sind unterschiedliche Begrifflichkeiten.
In der Lehre Buddhas gibt es jedoch eine Verbindung zwischen Begrifflichkeiten. Schauen wir tief in die
Phänomene, erkennen wir ihre leere Natur. Durch die Untersuchung der Phänomene berühren wir das
Universelle.
Wie lässt sich das auf gut und schlecht, richtig und falsch übertragen? Erstens sind gut und schlecht
übliche Bezeichnungen für bestimmte Dinge. Zweitens was sind das für Dinge, die wir als gut
bezeichnen? Wenn wir tiefer eindringen, erkennen wir, dass gut aus lauter nicht gut Elementen besteht.
An diesem Punkt angelangt, sind wir nicht mehr gefangen von Form. Religionen tendieren zu
Unterscheidungen. Gott ist gut, Satan ist böse. Leerheit transzentiert diese Begriffe, zerstört sie weder,
noch begrenzt er sie in ihrer Unbeflecktheit.
Wenn wir vom Leid davonlaufen und nur Glücklichsein suchen, kann es nicht aufkommen.
Glücklichsein besteht aus Elementen des Leidens. Der Lotus entsteht aus Schlamm.
Wenn wir ihn vom Schlamm entfernen, kann er nicht überleben.
Wir können unser Leid unarmen und aus ihm herauswachsen.
Übersetzt von Axel Träxler
Inter-Spiritueller Dialog
Unseren Statuten gemäß ist es eines der Anliegen der BGS, vergleichende Studien zur
abendländisch-christlichen, und zur buddhistischen Kultur und Religion durchzuführen. Diesem inhärenten
Auftrag gemäß wurde am 10.September 2008 der Arbeitskreis Buddhistisch-Christlicher Dialog (ABCD)
gegründet, wobei auch vor-christliche und vor- buddhistische Praktiken erörtert werden können. Als
Bezugsrahmen wurden jedoch in erster Linie die Grundaussagen von Buddhismus und Christentum
festgelegt. ‚Wir tendieren immer zu dem Glauben, die ‚bessere’ Spiritualität zu haben’, sagte Kurt einmal.
Der vorgegebene deklarierte Rahmen sollte eine Möglichkeit zur Reflexion und eventuellen Revision
solcher Denkmuster anregen.
Bei der eingänglichen Frage an die Mitglieder nach religiöser Beheimatung und Suche zeigten sich
sowohl katholische, wenn auch nicht unbedingt kirchennahe, und buddhistische Positionen, wie auch ein
allgemeines Interesse am Christentum, am Buddhismus und anderen Traditionen. Als wichtig wurde erlebte
Spiritualität erachtet, und gleichzeitig dazu Skepsis gegenüber starren Dogmen geäußert. Im Mittelpunkt
sollte vor allem auch die persönliche Sichtweise der Teilnehmer, sowie die spirituelle Praxis und deren
Einbindung in den Alltag stehen. Bisher ist es zu sechs Zusammenkünften des Arbeitskreises im BZ, mit
unterschiedlicher Anwesenheit der zehn Teilnehmer gekommen.
Im vergangenen Herbst wurde der Dialog aus gegebenem Anlass mit dem Themenkreis ‚Tod und
ewiges Leben’ mit zahlreichen Beiträgen und Impulsreferaten begonnen, die vom Kult des Wandels bei den
Kelten, über die Idee der Reinkarnation im Westen, ein Interview mit Erzbischof Kothgasser in Bezug auf
den Verwandlungsgedanken in allem Erschaffenen, bis zu einer Aussage Thich Nhat Hanh’s über das
Fortleben durch im menschlichen Leben gelegte spirituelle Samen, reichten. Das Thema wurde sowohl aus
der Sicht des Zen-Buddhismus, als auch aus der Sicht einer zeitgemäßen christlichen Theologie beleuchtet,
und. Parallelen in den einzelnen Traditionen in der Überwindung des Ich, etwa am Beispiel des
eingebrachten ‚Einfältigen Gebets’ des Hl. Franziskus, festgestellt.
Der zweite bis jetzt behandelte große Themenkreis war das Ritual in den zu betrachtenden
Religionen, wobei wiederum Zen-Praktiken, schamanische Traditionen und christliche Liturgie erörtert,
und u.a. Aspekte wie ‚Ritual als gelebte Spiritualität und Zugehörigkeitsempfinden’, ‚Gruppenzwänge und
auf Ritual ausgerichtete Machtstrukturen’, ‚Äußerlichkeit und Innerlichkeit von Ritualen’, ‚Ritualkritik und
Ritualtreue’, ‚Gefahren eines Ritualismus’ und ‚Kriterien für stabilisierende Rituale’ thematisiert wurden.
Es hat sich bei allen Teilnehmern großes Interesse an Menschen, die den interreligiösen Dialog leben
und gelebt haben (von Meister Eckhart über Bede Griffiths, zu David Steindl-Rast und Willigis Jäger)
gezeigt, was einmal mehr beweist, wie wichtig ein derartiger Austausch in unserer Zeit geworden ist. Es ist
Kurts und Monikas Initiative zu danken, dass er durch den ABCD in der BGS einen entsprechenden Raum
und Rahmen gefunden hat, und nun kontinuierlich durch informierte und interessierte Teilnehmer gepflegt
werden kann.
Ilse Lehnert
Aufgaben und Ziele der Hospiz-Bewegung
Vortragende: Frau Liselotte Jarolin und Frau Mai Urban
Montag, 27. April 2009 im BZ
Die Hospizbewegung Salzburg ist eine überparteiliche und überkonfessionelle Gemeinschaft,
die sich der Begleitung Schwer- und Todkranker in den letzten Stunden und der Trauerarbeit widmet.
Der Salzburger Buddhismus ist im spirituellen Leitungskomitee seit zehn Jahren vertreten.
Informationsmaterial über die Hospizbewegung liegt beim Vortrag auf.
Friedrich Fenzl
Meditation für den Alltag
Am 1. Montag im April dieses Jahres besteht die
Montagsgruppe "Meditation im Alltag" 3 Jahre.
Ich freue mich über den regen Besuch, der nach
wie vor besteht. Ab 18:00 Uhr tauschen wir uns
bei Tee über die Erfahrungen aus, die wir im
Alltag in den vergangenen 4 Wochen mit dem
Thema des letzten Abends gemacht haben. Es
können dabei auch Fragen beantwortet werden,
was besonders für Neuankömmlinge wichtig ist.
19:00 Uhr beginnen wir dann den Meditationsabend mit einer kurzen Entspannungsübung.
.
Danach folgt eine stille Meditation von 15-20
Minuten, dann eine Gehmeditation, der ein
kurzer Vortrag zu einem Thema aus der Lehre
des Buddha folgt. Zur Zeit besprechen wir
die 10 Vollkommenheiten ( Paramis), deren
Entwicklung wir als Ausrichtung in unserem
Leben betrachten können. Nach dem Vortrag gibt
es die Möglichkeit für Gespräche und Fragen.
Der Abend endet mit einer Metta- Meditation.
Waltraud Postl
Buddha-Chor
Intrabuddhistisches Singen
Seit sich zum Fest in Salzburg 2008 anlässlich
der 25 Jahresfeier der ÖBR eine Gruppe
Buddhisten aus verschiedenen Salzburger
Zentren zusammengefunden hat, um bei diesem
Feste einen musikalischen Beitrag zu gestalten,
existierte weiterhin der Wunsch, sich
regelmäßig zu gemeinsamem Singen zu treffen.
Seit
Jahresbeginn
treffen
sich
nun
Sangesfreudige Buddhisten einmal im Monat,
um unter der Leitung von Wolfgang
Fuchsberger buddhistisch inspirierte Lieder
einzustudieren. Dabei stammen die Lieder aus
verschiedenen buddhistischen Traditionen, bzw.
werden vom Chorleiter unter Heranziehung von
Texten aus dem Dhammapada u.a. neue Lieder
geschrieben, darunter befinden sich 3-stimmige
Kanons und bis zu 4-stimmige Lieder.
Dieses gemeinsame Singen gereicht in erster
Linie den Beteiligten zur Freude, wird aber auch
die Praxis in den Zentren bereichern, bzw. stellt
für sich selbst eine freudvolle buddhistische
Praxis dar, dies zudem in intrabuddhistischer
und westlicher Weise.
Weitere Sangesfreudige aus allen Zentren und
darüber hinaus sind herzlich willkommen.
Nächste Termine:
28. April, 26. Mai, 23. Juni
jeweils von 18.00 bis 18.50 im BZ Lehen
W.F.
Zur Information :
Buddhismus im TV
ORF 2
am
jeweils Samstag
16.55 h
9. Mai und 6. Juni
Ihre Beiträge und Zuwendungen werden dankbar entgegengenommen
Konto Nr. 40426785 bei der Salzburger Sparkasse, BLZ 20404
IBAN: AT412040400040426785 Bic Code: SBGSAT2S
„ Bei uns zu Gast “
Die Theravada Gruppe Salzburg ist an einem regen Austausch mit allen buddhistischen Gruppen in
Salzburg und Umgebung interessiert. Durch Einladung einer der Gruppen pro Quartal soll dieses Projekt
umgesetzt werden. Den Anfang machte die Shin-Gemeinschaft Bad Reichenhall am 17. März 2009.
Thomas Moser als Leiter der Shin-Gemeinschaft kam
mit einigen seiner Mitglieder zu uns nach Salzburg in
das Buddhistische Zentrum in der Lehener-Straße. Er
erläuterte die Theorie und Praxis der Shin-Tradition,
wie sie in Bad Reichenhall gelehrt und erfahren
wird.Anschließend gab es noch genügend Zeit für
Fragen. Es zeigte sich, wie wichtig es ist, offen für
Neues oder uns Unbekanntes zu sein. Da kommt dann
auch gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung auf.
Gestärkt mit dieser ersten Erfahrung ist nun bereits eine
weitere Gruppe am 23. Juni 2009 „Bei uns zu Gast“: es
ist die Zen-Gruppe mit Kurt Krammer.
Wenn es durch solche Einladungen gelingt mit den anderen Gruppen-Mitgliedern Kontakte zu knüpfen
und schon vorhandene Kontakte freundschaftlich zu erweitern, dann ist dieses Projekt „Bei uns zu Gast“
bereits ein schöner Erfolg. Dank an alle, die dabei mitwirken wollen.
Paul Chalupny
Buddhistische Pilgerstätten
Am 23. März veranstaltete die
BGS einen Vortragsabend über
„Buddhistische Pilgerstätten“. Kurt
Krammer hatte von seiner Reise
nach Nepal und Indien zahlreiche
Fotos mitgebracht und gab einen
Vortrag
darüber
mit
beeindruckenden
Bildern
in
Großprojektion.
Zuerst ging es um die Darstellung
der vier großen Lebensstationen,
Lumbini, Bodhgaya, Sarnath und
Kusinara.
An vier Stätten hat der Buddha,
nachdem das heilsame Leben in
zahllosen Lebensexistenzen Frucht
getragen hat, schließlich die
Vollendung erreicht. Seit damals
sind immer wieder Pilger aus allen Ländern der Erde an diese Stätten gekommen, um mit ganzem Herzen
wahrzunehmen, wie der Buddha den Weg der Befreiung vorangegangen ist, den er uns zeigt und weist.
LUMBINI
In der Legende heißt es, dass Mahamaya, die Mutter des späteren Buddha, zur Geburt ihres Sohnes von
Kapilavastu, der Stadt ihres Mannes, des Fürsten Suddhodanna, in ihre Heimatstadt Devadaha aufbrach. An
der Grenze der beiden Reiche, in einem blühenden Salawald in Lumbini, wurde der Prinz nun geboren.
Gleich nach seiner Geburt machte er 7 Schritte und rief aus: „In dieser Welt bin ich einzigartig!“
BODHGAYA
Nachdem der junge Prinz seine Heimatstadt verlassen hatte, um als
Wanderasket alle Entbehrungen auf sich zu nehmen, damit er den
Weg zur Befreiung von allem Leidvollen entdecken möge,
erkannte er nach sechs Jahren erfolgloser Suche, dass nur der
Mittlere Weg zur Erkenntnis führen könne. Er setzte sich zur
Meditation unter einen Pippala-Baum und verwirklichte das
Vollkommene Erwachen und wurde dadurch zum Buddha.
SARNATH
Er beschloss, die fünf ernsthaft suchenden Asketen, die lange Zeit
mit ihm das Leben in Entbehrung geführt hatten, aufzusuchen und
ihnen den Weg zur Befreiung durch Erkenntnis darzulegen. Er
fand sie im Gazellenhain von Sarnath unweit der Stadt Varanasi.
Ihnen legte er in der ersten Lehrrede die vier Edlen Wahrheiten
dar. Er hatte damit das Rad des Dharma zu drehen begonnen.
KUSINARA
Im Alter von 80 Jahren, von Krankheit gebeugt, erreichte der Buddha die Stadt Kusinara. Dort hielt er den
Anhängern der Vierfachen Gemeinschaft ein letztes Mal eine Lehrrede (Parinibbana Sutta) und erklärte
ihnen, dass alles Entstandene vergehen müsse. Er ermunterte sie: „Was ich euch als Lehre und Disziplin
aufgewiesen und angegeben habe, das ist nach meinem Hinscheiden euer Meister.“ Dann vollendete er das
Verlöschen und verwirklichte das Parinirvana.
RAJGIR und NALANDA
Abschließend sahen wir noch Rajgir, wo der Buddha mehrere Regenzeiten verbracht und viele Lehrreden
gehalten hatte, sowohl im dortigen Bambushain, als auch auf dem Geierfelsen, südlich der Hauptstadt des
Königs Bimbisara. Auch ist Rajgir der Ort des Ersten Konzils und damit der Geburtsort des Palikanon.
Das ganz in der Nähe gelegene Nalanda zeigt noch heute Spuren der größten Universität der Antike. Sieben
Jahrhunderte war hier das Zentrum buddhistischer Gelehrsamkeit, das Mönche und Gelehrte aus ganz
Asien, von Tibet bis Indonesien in seinen Bann zog. Dem hier einige Jahre studierenden Mönchsgelehrten
Xuan Zang ist die Übermittlung der ganzen Fülle buddhistischen Wissens nach China und Ostasien zu
verdanken. Ihm wurde in Nalanda auch in neuerer Zeit ein sehenswertes Museum gewidmet.
VAISHALI
Unter den weiteren bedeutsamen Stätten der Buddhazeit
ragt noch das alte Vesali heraus, dem Ort der
Begründung des Bhikkhuni-Ordens, wo derzeit gerade
ein großes vietnamesisches Nonnenkloster im
Entstehen begriffen ist.
Eine nächste Gelegenheit, etwas von dieser
Pilgerreise zu sehen ergibt sich bei der Veranstaltung
im ShinDo in Bad Reichenhall am 24.4.
um 19:00 mit dem Titel „Einführung in den
Buddhismus anhand von Bildern einer Pilgerreise“.
„ Salzburger Woche “ der SN vom 9. April
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