Die Organspende aus Sicht der Katholischen Kirche

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FOS 12 GS, 26.10.09
Halloween :-)
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Warum ist Halloween bei den Jugendlichen so beliebt? Das Problem mit den
katholischen Festtagen wie Allerheiligen oder Allerseelen ist die Tatsache, dass
sie längst nicht mehr das Herz der Menschen berühren. Wer kann sich denn
heute noch in die Heiligen und Märtyrer hineinversetzen, denen an
Allerheiligen gedacht wird und wer will das überhaupt noch? Allerheiligen und
Allerseelen spenden keinen Sinn mehr. Gehst Du noch regelmäßig auf den
Friedhof? Was die katholischen Feiertage nicht bieten können hat Halloween in
Hülle und Fülle: Es ist ein Fest zum Anfassen in einer Zeit, in der Jugendliche
eher diversen Mystery-Sendungen im TV anhängig sind. Aber eigentlich
könnte doch das Gedenken an die Toten an Allerseelen auch Mystisches
bieten? Offenbar zu langweilig. Es tut sich ja nichts beim Friedhofsbesuch!
Man sieht die Skelette ja nicht in den Gräber liegen! Gedenktage sind
obendrein deprimierend.
Was steckt also hinter Halloween? Die Ursprünge sind nicht ganz klar. Sie
könnten z.B. im keltischen „Samhain“ liegen, eine Feier des Winteranfangs,
welche mit Opfern, ausgelassenen Tanz um das Feuer und Masken vollzogen
wurde. Die Kelten glaubten, dass in dieser Jahreszeit die Seelen der Toten die
Erde besuchen und in die Körper der Lebenden schlüpfen um ihr Unwesen zu
treiben. Die Menschen versuchten die Geister der Toten gnädig zu stimmen
oder mit Masken abzuwehren. So dürfte es dann heute zur
Halloweenverkleidung gekommen sein. Der Name leitet sich von „Allhallows
Eve“ ab, was zu Deutsch „Vorabend zu Allerheiligen“ heißt. In seiner heutigen
Form stammt Halloween von irischen Einwanderern in den USA. Als Legende
fungiert die Geschichte von einem trunksüchtigen irischen Schmied namens
Jack O´Lantern. Er konnte den Teufel zweimal überlisten, seine Seele nicht zu
holen. Als Jack dann doch stirbt wird er nicht ins Himmelreich gelassen, weil
er zeitlebens geizig, falsch und hinterlistig war. Auch der Teufel gewährt im
keinen Eintritt in die Hölle. Er hat ja versprochen Jacks Seele nicht zu holen.
Weil es jedoch so dunkel war, bekam Jack vom Teufel ein Stück Kohle aus
dem Höllenfeuer. Damit sie nicht verlosch, legte sie Jack in eine ausgehöhlte
Rübe. Mit dieser Laterne muss Jacks Seele nun bis zum jüngsten Gericht
rastlos umherirren.
Halloween und der Glaube an Geister hat wenig mit dem Christentum zu tun.
Nach christlichem Verständnis ist allein Gott Herr über alle Mächte. Dass
Geister der Toten die Erde heimsuchen, wird als Aberglaube betrachtet. Das
Fest ist nur ein weiterer „erlebnisintensiver Event“ der heutigen
Spaßgeneration (ca. 15-25 Jährige). Problematisch wird Halloween stets dann,
wenn es in Vandalismus ausartet oder aus den gruseligen Spielen blutiger Ernst
wird. Die Presse dieser Tage berichtet im Vorfeld von einem erhöhten
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Polizeiaufkommen in den größeren Städten zum 31.10. Besonders dramatisch
ist die Tatsache, dass satanische Gruppen Halloween als Tag des Teufels
feiern.
Der Münchner Pater Alfons Friedrich hat aber auch eine Verbindung zwischen
Halloween und den katholischen Bräuchen entdeckt und darüber ein Buch
geschrieben. So geht das Betteln der Kinder („trick or treat – Süßes oder es gibt
Saures“) an Halloween auf einen christlichen Brauch im 9. Jahrhundert zurück.
Hier haben sich damals die jugendlichen Gläubigen in der Nacht zum
Allerseelenfest sog. „Seelenkuchen“ (Brot mit Johannisbeeren) erbettelt. Bei
jedem erbettelten Kuchen mussten sie versprechen, für einen Verstorbenen zu
beten.
Arbeitsauftrag
Skizziert kurz gemeinsam in der Gruppe auf einem Flipchart
a) warum Halloween so „in“ ist?
Erläutert weiterhin kurz
b) wie sich Halloween geschichtlich ableiten lässt
und führt kurz
c) die christliche Kritik oder auch Verbindung zu Hallowen an!
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