Was soll ich wissen 6 (alle Alex S.)

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Determinanten individueller Unterschiede: Was sollte ich wissen?
Welche entgegengesetzten Standpunkte können in Bezug auf die
Anlagebedingtheit bzw. Umweltbedingtheit von Persönlichkeitsunterschieden
vertreten werden? Können Sie dafür historische Beispiele nennen?
-genetische Faktoren
-sozioökonomischer Status und Qualität der Umgebung
-Ernährung
-Sozialisation in der Familie
-Einfluss von Gleichaltrigen und Freunden
-Berufliche Tätigkeiten
-kritische Lebensereignisse
-Geschlechtsunterschiede
-äußere Erscheinung
Wie würden Sie die Behauptung kommentieren, Intelligenz sei „zu 80%
erbbedingt“?
Wichtige Faktoren sind genetisch festgelegt, aber das Ausmaß, in dem sie sich entfalten
können, wird entscheidend durch die Umwelt beeinflusst.
Was bedeuten die Begriffe „Gen“ und „Allel“ und auf welche dieser Ebene kann
man genetisch bedingte Persönlichkeitsunterschiede begründen?
Gen: lokale Abschnitte der Erbinformation, die für die Steuerung bestimmter Funktionen
auftreten
Allele: unterschiedliche Varianten von Genen
Kann die Merkmalsvariation psychischer Merkmale ausschließlich durch einen
genetischen und einen umweltbedingten Varianzanteil erklärt werden, und wenn
nicht: Welche zusätzlichen Komponenten muss man zusätzlich in Betracht
ziehen?
Nein, weil es die Unabhängigkeit der Varianzanteile voraussetzt. Deshalb muss die
Kovarianz miteinbezogen werden
Wie ähnlich sind eineiige Zwillinge, zweieiige Zwillinge, Geschwister, Eltern und
Kinder, Adoptiveltern und Adoptivkinder in Bezug auf ihre Erbanlagen? Bezieht
sich diese Ähnlichkeit auf die Genstruktur oder auf die individuelle Ausprägung
von Genen (Allelmuster)?
Stimmen im Allelmuster folgendermaßen überein
Verwandtschaftsgrad
genetische Ähnlichkeit
Eltern und Kind
50 %
Geschwister
50 %
Zweieiige Zwillinge
50 %
Eineiige Zwillinge
100 %
Adoptiveltern und Adoptivkinder
0%
Können Sie die Begriffe „Genom-Umwelt-Interaktion“ und „Genom-UmweltKovariation“ erklären?
G-U Interaktion bedeutet:
-es hängt von der Umwelt ab, welche genetischen Anlagen wirksam werden bzw.
-von den genetischen Anlagen, welche Umwelteinflüsse in welchem Ausmaß wirksam
werden
aktive G-U Kovarianz
-kommt zustande, weil Menschen genetische beeinflusste Tendenzen haben und
bestimmte Umwelten aufsuchen
reaktive G-U Kovarianz
-Umwelt reagiert in bestimmter Weise auf genetische Anlagen des Menschen
passive G-U Kovarianz
-genetisch Verwandte sin in der Umwelt stärker präsent
Kennen Sie empirische Beweise für Interaktionswirkungen zwischen Anlage und
Umwelt?
Cooper & Zubek konnte zeigen, dass die Stimulationswirkung der Umgebung darüber
entscheidet, ob Ratten genetische Vorteile umsetzen können oder nicht
Welche methodischen Vorgangsweisen gibt es, um Merkmalsvariationen in
genetisch bedingte und umweltbedingte Varianzanteile aufzuschlüsseln?
-Familienstudien (es wird die Weitergabe von genetischen Anlagen und das daraus
resultierende Auftreten von Merkmalen über Generationen hinweg untersucht)
-Zwillingsstudien (unterschiedliches Auftreten von Merkmalen auf Anlage bzw.
umweltbedingte Ursachen schließen)
-Adoptionsmethode (Merkmalskorrelation bzw. –unterschiede)
Können Sie das Vorgehen bei Zwillingsstudien und bei Adoptionsstudien
erläutern?
Erbanlagen sind bei EZ 100 % und bei ZZ 50 %, wenn sie gemiensam aufwachsen,
dann ist die umweltbedingte Varianz bei EZ und ZZ gleich groß
 aus dem Unterschied der Korrelation von Merkmalen bei EZ und ZZ kann auf den
genetischen Varianzanteil geschlossen werden
umweltbedingte Varianz psychischer Merkmale ist bei leiblichen und adoptierte
Geschwistern gleich groß,
 wenn sie gemeinsam aufwachsen; wenn größere Ähnlichkeit bei leiblichen
Geschwistern gefunden wird, dann liegt der Grund in den gemeinsamen
genetischen Anlagen
Wie genau können eineiige Zwillinge von zweieiigen unterschieden werden?
Welche methodischen Einwände kann man gegen Zwillingsstudien und
Adoptionsstudien geltend machen?
-Wechselwirkung genetischer Anlagen
-Umwelt von EZ ist ähnlicher als von ZZ
-Kontrasteffekt
-selektive Platzierung
-Ähnlichkeit von Adoptionsfamilien
-Homogamie
Wie wird aus der Korrelation von Merkmalen bei eineiigen und zweieiigen
Zwillingen der genetisch bedingte Varianzanteil bestimmt?
Es wird aus der doppelten Differenz der Korrelationen geschätzt, weil leibliche
Gesdchwister durchnittlich 50 % ihrer Erbanlagen teilen,; Adoptionsgeschwister 0 %
 Korrelation spiegelt 50 % des genetischen Varianzanteils wider
Wie wird in Adoptionsstudien aus der Korrelation von Merkmalen bei
Geschwistern und bei Adoptivgeschwistern der genetisch bedingte Varianzanteil
bestimmt?
In welcher Größenordnung liegt der geschätzte genetisch bedingte Varianzanteil
von Intelligenz und „Big Five“-Variablen in Zwillingsstudien und in
Adoptionsstudien?
IQ
Big Five
Zwillingsmethode
44 %
ca. 55 %
Adoptionsmethode
48 %
ca. 30 %
Erklärungsansatz für Diskrepanz
-Wechselwirkung genetischer Anlagen
-Umwelt von EZ ist ähnliche als von ZZ und Geschwistern
-Beobachter von überschätzen die Unähnlichkeit von Geschwistern und ZZ
Inwieweit stimmen diese Befunde überein oder gibt es systematische
Unterschiede in den Ergebnissen der beiden methodischen Vorgangsweisen?
Falls es solche gibt: Worauf können diese zurückgeführt werden?
Können Sie Beispiele für geteilte und nicht geteilte Umweltfaktoren von
Geschwistern bzw. Adoptivgeschwistern nennen?
Geteilt
nicht geteilt
-soziale Schicht
-Umstände von Schwangerschaft und Geburt
-Wohnumgebung
-Geschwisterposition
-Verwandte/Bekannte d. Fam. -evt. Bevorzugung eines Kindes
-Beziehungsqualität der Eltern -soziale Beziehung der Kinder
-Arbeitsbeziehung der Eltern
-Kindergartengruppe/Schulklasse
Wie gut stimmen die Einschätzungen des Erziehungsstils und der familiären
Beziehungsqualitäten von Eltern, Kindern und externen Beobachtern überein?
Sie klaffen auseinander
Können Sie einige wichtige umweltbedingte Determinanten interindividueller
Unterschiede nennen?
-Stadt-Land Unterschiede
-physische Wohnverhältnisse (Lärm, Klima, soziale Dichte)
-zwischenmenschliche Beziehungen
-generelle und spezifische Stresspotentiale
-sozioökonomischer Status bzw. soziale Klassenunterschiede
Was bedeutet der Begriff „Situationsexposition“ und mit welchen Techniken kann
man die Situationsexposition einer Person sinnvoll erfassen? Wie verlässlich sind
diese einzelnen Techniken?
Häufigkeit/Dauer, mit deren eine Person Situationen eines bestimmten Typs ausgesetzt
ist (Eigenschaft der spezifischen Umwelt einer Situation)
-retrospektive Einschätzung
-Tagebuch/Logbuchverfahren
-Piepsertechnik
-direkte Beobachtung
Können Sie einige Zusammenhänge zwischen sozialer Schichtzugehörigkeit und
Intelligenz angeben? Wie sind solche Zusammenhänge begründbar?
-positive Zusammenhänge zw. Sozialstatus und Intelligenz
-Zusammenhang wird mit zunehmenden Alter stärker
-Faktorenstruktur in höheren sozialen Schichten ist differenzierter
-verbale Intelligenzaufgaben differenzieren stärker zwischen Angehörigen höherer und
niedriger sozialer Schicht als Aufgaben aus anderen Intelligenzbereichen
Gibt es Zusammenhänge zwischen Kontrollüberzeugung und sozialer Schicht?
Wenn ja: in welcher Richtung und in welchem ungefähren Ausmaß?
Schichtmerkmal korrelieren positiv mit internalen Kontrollüberzeugen und negativ mit
externalen Kontrollüberzeugungen
Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem formalen Bildungsniveau und
politischen Einstellungen? Welche Erklärungen könnte man dafür heranziehen?
-Bildungsniveau korreliert hoch mit Faktoren wie Selbstbestimmung, liberlae
Einstellungen zu gesellschaftspolitischen Fragen, Einstellungen zu Ausländern
-korrelieren deutlich geringer mit Schichtzugehörigkeit
 möglicherweise spielt dabei die Tendenz, im Sinne schichtspezifischer „sozialer
Erwünschtheit zu reagieren, eine Rolle
Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem sozioökonomischen Status und
der Lebenszufriedenheit? Was spricht gegen einen linearen Zusammenhang
zwischen „Wohlstandsvariablen“ (zB. Einkommen) und Lebenszufriedenheit?
-geringer sozioökonomischer Status korreliert mit geringer Lebenszufriedenheit,
umgekehrt hoher sozioök. Status nicht unbedingt mit hoher Lebenszufriedenheit
-Korrelation ist deutlich an Kultur/länderspezifische Standards gebunden
-Veränderungen der sozialen Lage -> nicht unbedingt Verbesserung der
Lebenszufriedenheit
Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem sozioökonomischen Status und
dem Merkmal „Gesundheit“ und wie kann man diese Zusammenhänge erklären?
-bedeutender Determinant für Gesundheit (linearer Zusammenhang)
-hoher Zusammenahng zw. Schichtzugehörigkeit und koronaren Herzerkrankungen
 unzureichende finanziellen Reddourcen
 unhygienische Lebensumstände
 risikoreichere Arbeits-/Lebensbedingunge
 risikoreicheres Risikoverhalten und Gesundheitsverhalten
Welche Rolle spielen Anlage und Umwelt als determinierende Faktoren von
Persönlichkeitsmerkmalen in den unterschiedlichen Paradigmen (zB.
Psychoanalyse, Behaviorismus, faktorenanalytische Ansätze)?
-Psychoanalyse: neben genetischer Komponente, frühkindliche Umwelteinflüsse
-lerntheoretische Ansätze: weitgehend Umweltdeterminanten
-sozial-kognitive Lerntheorien: subjektive Repräsentationen der Umwelt
-Faktorenanalyse: durch traits vorgegebene Reaktionstendenzen auf
Umweltgegebenheiten
Was bedeutet im Zusammenhang mit Umweltfaktoren eine „individuumzentrierte“
und eine „systemische“ Sicht? Wie sind diese Sichtweisen zu bewerten?
Individuumzentriert: Individuum = Objekt einzelner Umweltvariablen
Systemische Betrachtung: Individuum = Teil eines komplexen Systemd dessen
Wechselwirkung als Ganzes betrachtet werden müssen
 Kompromiss beider ist möglich
Können Sie einige Persönlichkeitstheorien (auch im historischen Bereich)
anführen, die in besonderer Weise das Verhältnis von Individuum und Umwelt
thematisieren?
-Autonomie vs. Homonomie
-Person-Spezialisten, Ding-Spezialisten, Generalisten, Nichtspezialisierte
Welche Merkmalsdimensionen erfasst das Environmental Personality Inventory
von SONNENFELD? Können Sie ähnliche Verfahren zur Messung des
Umweltbezuges von Individuen angeben?
-Umweltsensitivtät
-Umweltmobiität
-Umweltkontrolle
-umweltbezogene Risikobereitschaft
-Environmental Response Inventory (McKechnie 1974)
-Environmental Preference Questionnaire (Kaplan)
Welche klassischen Persönlichkeitsmerkmalskonstrukte haben sich als
Prädiktoren für bestimmte Aspekte der Mensch-Umwelt-Beziehung bewährt?
-extravertiert/intorvertiert
-internale vs. Externale Kontrollüberzeugungen
-kongnitive Stile
Gibt es generelle oder spezielle Zusammenhänge zwischen
Persönlichkeitsmerkmalen und Witterungseinflüssen?
-hohe Temperatur und aggressives Verhalten
-Regionen mit höherer Temperatur -> höhere Kriminalitätsrate
-Einfluss von Hitze auf Leistungsverhalten
-positive Stimmung korreliert mit geringer Luftfeuvhtigkeit, hoher Luftdruck und Zahl der
Sonnenstunden (neue Studien bezweifeln dies verweisen aber auf differenzielle Effekte)
-hoher Wert auf Dimensionen Extraversion und Neurotizismus (man füht sich bei
warmen, trockenem, ruhigen Wetter besser)
-hoher Wert Introversion und Neurotizismus (man fühlt sich besser bei kühlem Wetter)
Gibt es Zusammenhänge zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und
Lärmsensibilität? Wie hoch korreliert subjektive Lärmempfindlichkeit mit der
objektiven Lärmbelastung (ungefähre Angabe)?
Lärmempfindlichkeit ist unter anderem von Kontrollüberzeugungen abhängig
-externale Kontr.überz. korreliert positiv mit Lärmepf.
-introvertierte nehmen Lärm stärker wahr als Extravertierte
Korrelation ist ungefähr ,45
Was versteht man unter „Interpersoneller Distanz“ und welche interindividuellen
Unterschiede lassen sich in Bezug auf diese Merkmalsdimension angeben?
Räumliche Distanz zu anderen Menschen, die man im Kontakt mit ihnen als angenehm
empfindet
Kulturelle und individuelle Unterschiede
-Männer bevorzugen größer ID als Frauen
-Das Bedürfnis nach ID nimmt in Pubertät zu
-ängstliche Personen/Personen mit Gewalterfahrungen bevorzugen größere ID
-psychische Störungen können ID Verhalten beeinflussen
Was versteht man unter „Territorialitätsverhalten“ und welche interindividuellen
Unterschiede lassen sich in Bezug auf diese Merkmalsdimension angeben?
Tendenz auf ein Eindringen Anderer in das eigene Territorium mit negativen Empfinden
und Abwehrverhalten zu reagieren
-Männer reagieren stärker als Frauen
-intelligentere Personen beanspruchen ein größerers Territorium
-vorgängige Wohnerfahrungen beeinflussen Territorialitätsverhalten
-im Alter korreliert Territorialitätsverhalten mit Mobilität
Was bedeuten die Ausdrücke „räumliche Dichte“, „soziale Dichte“, „indoor
density“, „outdoor density“ und „Crowding“?
Indoor density: Personen pro Wohnfläche
Outdoor density: Bevölkerungsdiche des Wohnviertels
Räunliche Dichte: erhöht sich, wenn eienr Gruppe von Personen weniger Raum zur
Verfüfung steht
Soziale Dichte: erhöht sich, wenn auf Konstantem Raum zusätzlich Personen auftreten
Crowding: subjektive Wahrnehmung von Beengung
Mit welchen Persönlichkeitsmerkmalen korrelieren Crowding-Effekte? Gibt es
Geschlechtsunterschiede in Bezug auf diesen Effekt?
-Menschen mit internalen Kontrollüberz. sind resistenter als mit externalen
-Männer erleben hohe Wohndichte als belastender als Frauen (werden oft aggressiv)
-in abgeschlossenen Settings kommen Frauen mit hoher Dichte besser zurecht ,
während die Möglichkeit eines Fluchtwegs zu einem besseren Coping beim Männern
führt
Was versteht man unter „Privatheit“ (privacy) und welche interindividuellen
Unterschiede bzw. Geschlechtsunterschiede lassen sich in Bezug auf diese
Merkmalsdimension angeben?
Bedürfnis persönliche Dinge und Informationen nur mit einem ausgewähltem
Personenkreis zu teilen
-in der Stadt aufwchsende Personen haben stärkere Bedürfnis nach Anpnymität und
Intimität
-Frauen verbinden Privatheit stärker damit intime Informationen im kleinen
Freundeskreis auszutauschen; Männer verbinden Rückzug und Nichtkommunikation
-überdurchschnittliches Bedürfnis nach Privatheit: man ist oft ängstlicher und weniger
selbstsicher
Welche Merkmale der sozialen bzw. familiären Umwelt fördern die Entwicklung
kognitiver Fähigkeiten von Kindern?
-elterliche Involviertheit
-tkaile und kinästhetische Stimulation
-kognitive Reaktionen auf kindliche Stress
-verbale Stimulation
-aufgabenbezogenen, nicht überfordernde Interaktion seitens der Eltern
Welche Typen des Familienklimas kann man unterscheiden, und welche Einflüsse
des Familienklimas auf Persönlichkeitsmerkmale der Kinder sind empirisch
nachgewiesen?
-emotional-positives Klima
-anregendes Familienklima
-mormativ-autritäres Familienklima
 Selbstverantwortlichkeitsüberzeugungen
Welche Varianten des Erziehungsstils unterscheidet man (nach BAUMRIND) und
welche Auswirkungen des elterlichen Erziehungsstils auf
Persönlichkeitsmerkmale der Kinder werden in der Literatur berichtet?
-Autorativer Erziehungsstil: hohe Anpassungsfähigkeit und Selbstwertgefühl, gute
schulische Leistungen und gute internale Kontrollüberz.
-Autoritär: geringe soziale und kognitive Kompetenzen, geringes Selbstvertrauen,
Konformität, gute Schulleistunge
-Permissiv: deviantes Verhalten, geringes Bildungsinteresse, geringe Delinquenz und
hohes Selbstvertrauen
-vernachlässigend: niedriges Selbstwertgefühl und erhöhtes Delinquenzrisiko
Welche Formen von Bindung unterscheidet man in der Tradition von BOWLBY?
Wie wirken sich Bindungsstile auf Persönlichkeitsmerkmale von Kindern aus?
Wie kann man Bindungsstile erheben bzw. messen?
Bindungsstil
Verhalten
Sicher
keine Kontaktvermeidungen
Vermeidend
ignorieren, aktives Vermeiden
Ängstlich-ambivalent
Annäherungs-, Vermeidungskonflikte
-sicherer Bindungsstil -> Kinder werden kompetenter eingeschätzt
-vermeidender BS –> Kinder werden aggressiver eingeschätzt
-ängstlich ambivalent -> als ängstlicher eingeschätzt
-unsicher gebundene Jungs sind eher aggressiv und zeigen geringere
Hilfsbereitschaft
-unsicher gebundene Mädchen -> Zurückhaltend und geringes
Durchsetzungsvermögen
Welche Zusammenhänge zwischen Bindungsstil und Persönlichkeitsvariablen
gibt es bei Erwachsenen?
Sicher: extravertiert, verträglicher, geringere Neurotizimsus-Werte, zufriedener mit
Arbeitsumgebung
Gibt es einen Einfluss der Stellung in der Geschwisterreihe auf
Persönlichkeitsmerkmale?
-Nachteil in kognitiver Entwikclung bei später geborenen Kindern
 Qualitätsverlust der Familienumwelt durch geringere Aufmerksamkeit
 Wachsende Kinderzahl, sinkender sozioök. Status
 Immunologische Effekte
Wie weit beeinflusst der Umgang mit Gleichaltrigen (peer groups) die
Persönlichkeit von Kindern?
-mangelnde Akzeptanz in Peer Group korreliert mit niedriger Intelligenz (jedoch nicht
sehr ausgeprägt)
-Akzeptanz in Peer Group -> guter Prädiktor für Schulerfolg und Einstellung zur Schule
-heranwchsende mit unterstützenden Freundschaften haben in der Regel weniger
schulbezogene Probleme
-Ablehnung -> fördert aggressives Verhalten in der Schule und korreliert später mit
Delinquenz
-Einflüsse enger Beziehungen auf Persönlichkeitsentwicklung sind sowohl negativ als
auch positiv
Welcher Zusammenhang besteht zwischen kritischen Lebensereignissen und
Persönlichkeitsmerkmalen?
Kritische Lebensereignisse können wesentlichen Einfluss auf die
Persönllichkeitsentwicklung ausüben aber es gibt auch einen umgekehrten
Zusammenhang
 was in welchem zusammenhang als kritisches Lebensereignis wahrgenommen
wird, hängt von den Persönlichkeitsmerkmalen ab
 wie ein kritisches Lebensereignisse verarbeitet werden, hängt von
Persönlichkeitsmerkmalen ab
Welche Moderatorvariablen können die Verarbeitung kritischer Lebensereignisse
beeinflussen?
-internale Kontrollüberzeugungen
-Selbstwirksamkeitserwartungen
-Attributationsstile
-Selbstvertrauen
-„dispositionale Selbstaufmerksamkeit“
-„Reselienz“ (Invulneriabilität)
Worin besteht der Unterschied zwischen den Begriffen „sex“ und „gender“?
Sex = biologisches Geschlecht
Gender = soziokulturelles Geschlecht (verweist auf Verhaltensweisen, die in einer
Gesellschaft für typisch und angemessen für eines der beiden Geschlechter angesehen
wird)
Was versteht man unter Geschlechtsrollenidentifikation?
Ausmaß, indem sich eine Person mit der ihr zugeschriebenen Geschlechtsrolle
identifiziert
Können Sie den Unterschied bzw. Zusammenhang zwischen
Geschlechtsmerkmalen und Geschlechtsstereotypen erklären?
Geschlechtsstereotype: in Kultur oder Schicht verbreitete Meinung über
Geschlechtsunterschiede
Die Verteilung der Geschlechter in Bezug auf die meisten psychologischen Merkmale
überlappen miteinander meist sehr stark, jedenfalls aber stärker als
GEschlechtsstereotype
Können Sie den Unterschied zwischen „Geschlechtskonstanz“ und
„Geschlechtsidentität“ erläutern? In welchem Alter entwickeln sich diese
Persönlichkeitsmerkmale, und sind sie zeitlich synchron?
Geschlechtskonstanz: Annahme der Unveränderlichkeit des Geschlechts
Geschlechtsidentifikation: Bewusstsein der eigenen Geschlechtszugehörigkeit
-mit ungefähr 3 Jahren: zuverlässiges zuordnen des Geschlechts
-Grundschulalter: Geschlechtsmerkmal wird als unveränderlich erkannt
In welchem Ausmaß variiert das Merkmal „sexuelle Orientierung“ und wie ist das
Ausmaß an genetischer Festlegung dieses Merkmals einzuschätzen?
-in westlichen Kulturen sind 90 % der Erwachsenen heterosexuell
-Homosexualität ist auf Grund von Zwillingsstudien genetisch mitbedingt, aber nicht rein
genetisch erklärbar
 spezifischer nicht genetischer Einfluss auf die Entwicklung von Homosexualität
konnte nicht gefunden werden
Was versteht man unter einer Metaanalyse? Wie bestimmt man die Effektstärke,
welchen Wertbereich kann sie annehmen und wie bewertet man die Höhe der
Effektstärke? Können Sie an einem einfachen Beispiel die Effektstärke berechnen,
wenn Mittelwerte und Standardabweichung vorgegeben sind?
-Metaanalysen fassen Studien zusammen, die sich auf ein ähnliches merkmal und auf
eine ähnliche Population beziehen
-cohen’s d
0-,2 -> gering
über ,5 ->hoch
Welche Geschlechtsunterschiede gibt es in Bezug auf das motorische
Aktivationsniveau?
Motorisches Aktionsniveau: Häufigkeit, Dauer, Amplitude körperlicher Bewegungen
-bei Männern höher als bei Frauen
-Jungs sind Mädchen bereits im Vorschulalter im Werfen überlegen
-keine Geschlechtsunterschiede, wenn kognitive Verarbeitung eine Rolle spielt (z.B.
Wurfgenauigkeit)
Gibt es generelle Unterschiede in der kognitiven Leistungsfähigkeit zwischen
Männern und Frauen und in Bezug auf welche speziellen Fähigkeiten wurden
derartige Unterschiede festgestellt?
Ja,
-räumliche Fähikgeiten (männer)
-Leseschwierigkeiten/Legasthenie (Männer)
-Redegewandtheit (Frauen)
-mathematische Fähigkeiten (eigentlich identisch für unausgelesene Studien)
 bei Hochbegabten/Frühbegabten (Männer)
 mit Lebensalter wächst der Vorsprung der Männer
 mit wachsender Aufgabenschwierigkeit wächst der Vorsprung der Männer
Was lässt sich hinsichtlich der Ursachen dieser Unterschiede sagen (genetisch
präformiertes Geschlechtsmerkmal oder Produkt soziokultureller Einflüsse)?
Freud: Entwicklung anatomischer Geschlechtsunterschiede und nachfolgende
Identifikation mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil
Behaviorismus: Bekräftigunslernen und Imitationslernen
Kognitive Theorien: Tendenz zur Erreichung kognitiver Konsistenz
Kulturpsychische Ansätze: kulturell tradierte Formen der Arbeitsstellung
Soziobiologische Ansätze: Asymmetrie der Fortpfalnzungsstrategien
Welche Geschlechtsunterschiede gibt es in Bezug auf das Merkmal
Aggressivität?
-höhere Werte bei Männern (d=,54); es wurde aber nur offene physische und verbale
Aggression untersucht
-Beziehungsaggressionen sind bei Mädchen häufiger als bei Jungen
-berücksichtigt man auch indirekte Formen von Aggressivität, so gleicht es sich wieder
aus
Was versteht man unter individualistischen bzw. kollektivistischen Kulturen und
welche Formen des Selbstkonzepts kann man diesen Kulturformen zuordnen?
Individualismus: Eintreten für persönliche Autonomie und das Verfolgen persönlicher
Ziele sowie Selbstbezogenheit (abhängiges Selbstkonzept)
Kollektivismus: hohe Wertschätzung für Bindungen an Gruppen und an die Familie,
hohes Verpflichtungsgefühl diesen Gruppen gegenüber (interdependentes
Selbstkonzept)
Wieweit lassen sich die gängigen Persönlichkeitsmodelle auf andere Kulturen
übertragen und welche Unterschiede lassen sich im Kulturvergleich feststellen?
-Kontrollüberzeugungen -> westliche Kulturen zeigen meist höheres Maß an internalen
Kontrollüberzeugungen als nicht westliche Kulturen
-Selbstwertgefühl -> in westlichen Kulturen stärker als in östlichen
-Eysenck-Persönlichkeitsskalen
->Psychotizismus Werte sind bei Erwachsenen in Hong Kong höher als in
England, Extravertierte niedriger
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