Gebrauchsinformation: Information für Patienten Glimepirid Actavis 4 mg Tabletten Wirkstoff: Glimepirid Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen. Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4. Was in dieser Packungsbeilage steht 1. 2. 3. 4. 5. 6. Was ist Glimepirid Actavis und wofür wird es angewendet? Was sollten Sie vor der Einnahme von Glimepirid Actavis beachten? Wie ist Glimepirid Actavis einzunehmen? Welche Nebenwirkungen sind möglich? Wie ist Glimepirid Actavis aufzubewahren? Inhalt der Packung und weitere Informationen 1. Was ist Glimepirid Actavis und wofür wird es angewendet? Glimepirid Actavis ist ein blutzuckersenkendes Arzneimittel zum Einnehmen. Es gehört zur Arzneimittelgruppe der sog. Sulfonylharnstoffe, die den Blutzucker senken. Glimepirid Actavis wirkt, indem es die Insulinmenge erhöht, die von der Bauchspeicheldrüse abgegeben wird. Das Insulin senkt dann Ihren Blutzuckerspiegel. Wofür wird Glimepirid Actavis angewendet? Glimepirid Actavis wird zur Behandlung einer bestimmten Form der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2) angewendet, wenn Diät, körperliche Betätigung und Gewichtsabnahme allein nicht ausreichen, um den Blutzucker einzustellen. 2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Glimepirid Actavis beachten? Glimepirid Actavis darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch gegen Glimepirid andere Sulfonylharnstoffe, Sulfonamide oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. wenn Sie eine diabetische Ketoazidose haben (eine Komplikation des Diabetes, bei der der Säuregehalt in Ihrem Körper erhöht ist und Sie folgende Zeichen feststellen können: Müdigkeit, Übelkeit, häufiges Wasserlassen und Muskelsteifigkeit). wenn bei Ihnen ein diabetisches Koma eingetreten ist. wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben. wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben. Sie dürfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen, wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Glimepirid Actavis einnehmen. Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen Error! Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Glimepirid Actavis einnehmen, wenn Sie: sich gerade von einer Verletzung, Operation, Infektion mit Fieber oder anderen Belastungen erholen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt, da Ihre Behandlung möglicherweise vorübergehend geändert werden muss. eine schwere Leber- oder Nierenerkrankung haben. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Glimepirid Actavis einnehmen. Bei Patienten, denen das Enzym Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase fehlt, kann der Hämoglobinspiegel sinken und ein Abbau der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie) auftreten. Kinder und Jugendliche Die verfügbaren Informationen zur Anwendung von Glimepirid Actavis bei Personen unter 18 Jahren sind begrenzt, daher wird die Anwendung bei diesen Patienten nicht empfohlen. Wichtige Information über Hypoglykämie (Unterzuckerung, zu niedriger Blutzuckerspiegel): Wenn Sie Glimepirid Actavis einnehmen, können bei Ihnen Hypoglykämien auftreten. Bitte lesen Sie die folgenden zusätzlichen Informationen über Hypoglykämien, ihre Anzeichen und ihre Behandlung. Folgende Faktoren erhöhen das Risiko für das Auftreten einer Hypoglykämie: Unterernährung, unregelmäßige Essenszeiten, ausgelassene oder verspätete Mahlzeiten oder Fasten Veränderungen der Ernährungsweise Einnahme von mehr Glimepirid Actavis als notwendig eingeschränkte Nierenfunktion schwere Lebererkrankungen bestimmte, durch Hormone verursachte Störungen (Erkrankungen der Schilddrüse, der Hirnanhangdrüse oder der Nebennierenrinde) Alkoholkonsum (vor allem, wenn Sie eine Mahlzeit auslassen) Einnahme bestimmter anderer Arzneimittel (siehe unten „Einnahme von Glimepirid Actavis zusammen mit anderen Arzneimitteln“) wenn Sie sich stärker körperlich betätigen als üblich und nicht genug essen oder Nahrungsmittel essen, die weniger Kohlenhydrate als sonst enthalten Zeichen einer Hypoglykämie sind unter anderem: Heißhunger, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Antriebslosigkeit, Schläfrigkeit, Schlafstörungen, Unruhe, Aggressivität, Konzentrationsstörungen, verminderte Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit, Depressionen, Verwirrtheit, Sprach- und Sehstörungen, verwaschene Sprache, Zittern, unvollständige Lähmungen, Empfindungsstörungen, Schwindelgefühl, Hilflosigkeit. Auch die folgenden Zeichen können auftreten: Schwitzen, feuchtkalte Haut, Angst, beschleunigter Herzschlag, hoher Blutdruck, Herzklopfen, plötzliche starke Schmerzen im Brustkorb, die in benachbarte Bereiche ausstrahlen können (Angina pectoris und Herzrhythmusstörungen). Wenn der Blutzuckerspiegel noch weiter abfällt, leiden Sie möglicherweise unter erheblicher Verwirrtheit (Delirium), bekommen Krämpfe und verlieren die Selbstkontrolle; die Atmung kann flach und der Herzschlag verlangsamt sein und Sie können das Bewusstsein verlieren. Das klinische Bild bei stark erniedrigtem Blutzuckerspiegel kann dem eines Schlaganfalls ähnlich sein. Behandlung einer Hypoglykämie: In den meisten Fällen gehen die Zeichen einer Unterzuckerung sehr schnell zurück, wenn Sie Zucker in irgendeiner Form zu sich nehmen, z. B. Zuckerwürfel, süßen Saft oder gesüßten Tee. Sie sollten daher stets Zucker in irgendeiner Form mit sich führen (z. B. Zuckerwürfel). Beachten Sie, dass künstliche Süßstoffe keine Wirkung haben. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder suchen Sie Error! das nächstgelegene Krankenhaus auf, wenn die Einnahme von Zucker nicht hilft oder die Symptome erneut auftreten. Labortests: Der Zuckergehalt in Ihrem Blut und Urin sollte regelmäßig überprüft werden. Ihr Arzt wird möglicherweise auch Ihr Blutbild und Ihre Leberfunktion durch Bluttests überwachen. Einnahme von Glimepirid Actavis zusammen mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen. Ihr Arzt wird möglicherweise Ihre Dosis von Glimepirid Actavis ändern, wenn Sie Medikamente einnehmen, welche die Wirkung von Glimepirid Actavis auf den Blutzuckerspiegel schwächen oder verstärken. Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid Actavis verstärken. Es besteht dadurch ein Risiko für erniedrigten Blutzucker (Hypoglykämie): Andere Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes mellitus (z. B. Insulin oder Metformin) Arzneimittel zur Schmerzbehandlung und gegen Entzündungen (Phenylbutazon, Azopropazon, Oxyphenbutazon, Aspirin ähnliche Arzneimittel) Arzneimittel zur Behandlung von Harnwegsinfektionen (wie einige langwirkende Sulfonamide) Arzneimittel gegen Infektionen verursacht durch Bakterien und Pilzen (Tetrazykline, Chloramphenicol, Fluconazol, Miconazol, Chinolon-Antibiotika, Clarithromycin) Arzneimittel, die die Bildung von Blutgerinnseln verhindern (Coumarinderivate wie Warfarin) Arzneimittel zum Muskelaufbau (Anabolika) Arzneimittel zur Hormonersatztherapie bei Männern Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Fluoxetin, MAO-Hemmer) Arzneimittel zur Senkung von zu hohen Cholesterinspiegeln (Fibrate) Arzneimittel zur Senkung erhöhten Blutdrucks (ACE-Hemmer) Arzneimittel, die zur Kontrolle von zu schnellem, zu langsamem oder unregelmäßigem Herzschlag verwendet werden (sog. Antiarrhythmika, z. B. Disopyramid) Arzneimittel gegen Gicht (Allopurinol, Probenecid, Sulfinpyrazon) Arzneimittel zur Behandlung von Krebs (Cyclophosphamid, Ifosfamid, Trofosfamid) Arzneimittel zur Gewichtsreduktion (Fenfluramin) Arzneimittel zur Kontrolle eines unregelmäßigen Herzschlags (Disopyramid) Arzneimittel zur Erhöhung des Kreislaufs als hoch dosierte intravenöse Infusion (Pentoxifyllin) Arzneimittel zur Behandlung von nasalen Allergien wie Heuschnupfen (Tritoqualin) Sogenannte Sympatholytika zur Behandlung von Bluthochdruck, Herzversagen oder Prostatabeschwerden Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid Actavis abschwächen. Es besteht dadurch ein Risiko für erhöhten Blutzucker (Hyperglykämie): Arzneimittel, die weibliche Sexualhormone enthalten (Östrogene, Progestogene) Arzneimittel, die die Urinproduktion fördern (Thiaziddiuretika) Arzneimittel zur Stimulation der Schilddrüse (wie z. B. Levothyroxin) Arzneimittel zur Behandlung von Allergien und Entzündungen (Glukokortikoide) Arzneimittel zur Behandlung von schweren psychischen Erkrankungen (Chlorpromazin und andere Phenothiazinderivate) Arzneimittel zur Steigerung des Herzschlags, zur Behandlung von Asthma oder Nasenverstopfung, Husten und Erkältungen, zur Gewichtsreduktion, oder solche Arzneimittel, die in lebensbedrohlichen Notfällen eingesetzt werden (Adrenalin und Sympathomimetika) Arzneimittel zur Behandlung von hohen Cholesterinspiegeln (Nikotinsäure) Arzneimittel gegen Verstopfung, wenn sie über längere Zeit angewendet werden (Laxanzien) Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanfällen (Phenytoin) Arzneimittel bei Nervosität und bei Schlafproblemen (Barbiturate) Error! Arzneimittel zur Behandlung von erhöhtem Augeninnendruck (Acetazolamid) Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck oder zur Senkung des Blutzuckers (Diazoxid) Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen, Tuberkulose (Rifampicin) Arzneimittel zur Hebung des Blutzuckerspiegels bei starker Absenkung (Glukagon) Die folgenden Arzneimittel können die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid Actavis verstärken oder abschwächen: Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren (sog. H2-Antagonisten) Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck oder Herzversagen wie z. B. Betablocker, Clonidin, Guanethidin und Reserpin. Diese Arzneimittel können auch die Anzeichen für eine Hypoglykämie verdecken, daher ist besondere Vorsicht bei der Anwendung dieser Arzneimittel erforderlich. Glimepirid Actavis kann die Wirkung folgender Arzneimittel entweder verstärken oder abschwächen: Arzneimittel, die die Bildung von Blutgerinnseln verhindern (Coumarinderivate wie Warfarin) Einnahme von Glimepirid Actavis zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol Alkohol kann die blutzuckersenkende Wirkung von Glimepirid Actavis in unvorhersehbarer Weise verstärken oder abschwächen. Schwangerschaft und Stillzeit Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Glimepirid Actavis sollte während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Glimepirid Actavis kann in die Muttermilch übergehen und sollte daher in der Stillzeit nicht eingenommen werden. Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit ! Achtung: beeinträchtigen. Ihre Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit kann beeinträchtigt sein, wenn Ihr Blutzuckerspiegel erniedrigt (Hypoglykämie) oder erhöht (Hyperglykämie) ist oder wenn Sie infolge solcher Blutzuckeränderungen Sehstörungen bekommen. Bedenken Sie, dass Sie sich und andere gefährden können (z. B. wenn Sie ein Kraftfahrzeug steuern oder Maschinen bedienen). Bitte fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie Auto fahren dürfen, wenn Sie: häufige Hypoglykämie-Episoden haben. bei Hypoglykämien nur schwache oder gar keine Warnsignale bemerken. Glimepirid Actavis enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Glimepirid Actavis erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden. 3. Wie ist Glimepirid Actavis einzunehmen? Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Die übliche Dosierung für Erwachsene ist 1 - 4 mg pro Tag in Abhängigkeit vom Blutzuckerspiegel. Die empfohlene tägliche Maximaldosis beträgt 6 mg. Einnahme dieses Arzneimittels: Nehmen Sie Glimepirid Actavis kurz vor oder während der ersten Hauptmahlzeit des Tages (d. h. in der Regel vor dem Frühstück) ein. Wenn Sie nicht frühstücken, nehmen Sie das Arzneimittel bitte planmäßig nach Verordnung Ihres Arztes ein. Es ist wichtig, dass Sie keine Error! Mahlzeit auslassen, wenn Sie mit Glimepirid Actavis behandelt werden. Schlucken Sie die Tabletten unzerteilt mit mindestens einem halben Glas Wasser. Sie dürfen die Tabletten nicht zerkauen oder zerstoßen. Wie viele Tabletten sind einzunehmen? Die Dosis hängt von Ihrem Bedarf und Ihrer Erkrankung ab. Sie ergibt sich aus Ihren Blut- und Urinzuckerwerten und wird von Ihrem Arzt festgelegt. Nehmen Sie nicht mehr Tabletten, als der Arzt Ihnen verordnet hat. Die übliche Anfangsdosis ist einmal täglich eine Tablette Glimepirid Actavis 1 mg. Bei Bedarf kann Ihr Arzt nach jeweils 1 - 2 Behandlungswochen die Dosis erhöhen. Die empfohlene Höchstdosis beträgt 6 mg Glimepirid pro Tag. Es ist möglich, eine Kombinationstherapie mit Glimepirid und Metformin oder mit Glimepirid und Insulin zu beginnen. In diesem Fall bestimmt Ihr Arzt die für Sie geeigneten individuellen Dosen von Glimepirid, Metformin bzw. Insulin. Wenn Ihr Gewicht sich ändert, wenn Sie ihren Lebensstil ändern oder wenn Sie sich in einer Stresssituation befinden, kann eine veränderte Dosierung von Glimepirid Actavis notwendig sein. Informieren Sie daher gegebenenfalls Ihren Arzt. Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu schwach oder zu stark ist, ändern Sie bitte Ihre Dosis nicht selbstständig, sondern fragen Sie Ihren Arzt. Wenn Sie eine größere Menge von Glimepirid Actavis eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie zu viel Glimepirid Actavis oder eine zusätzliche Dosis eingenommen haben, besteht die Gefahr einer Hypoglykämie (Zeichen einer Hypoglykämie siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Daher sollten Sie sofort genug Zucker zu sich nehmen (z. B. mehrere Zuckerwürfel, süßen Saft oder gesüßten Tee) und umgehend einen Arzt informieren. Wenn eine Hypoglykämie aufgrund versehentlicher Einnahme bei Kindern behandelt wird, muss die Menge des verabreichten Zuckers sorgfältig kontrolliert werden, da es ansonsten zu einer gefährlichen Hyperglykämie kommen kann. Bewusstlosen Personen dürfen keine Nahrungsmittel oder Getränke eingeflösst werden. Da der hypoglykämische Zustand über längere Zeit andauern kann, ist es sehr wichtig, dass der Patient sorgfältig überwacht wird, bis keine Gefahr mehr besteht. Möglicherweise ist eine Krankenhausaufnahme, auch als Vorsichtsmaßnahme, erforderlich. Zeigen Sie dem Arzt die Packung oder die übrig gebliebenen Tabletten, damit er weiß, was eingenommen wurde. Schwere Hypoglykämien, die mit Bewusstlosigkeit und schwerwiegenden neurologischen Ausfällen einhergehen, sind medizinische Notfälle, die eine sofortige ärztliche Versorgung und Krankenhauseinweisung erfordern. Es sollte sichergestellt werden, dass immer eine informierte Person verfügbar ist, die bei einem Notfall einen Arzt rufen kann. Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid Actavis vergessen haben Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie die Einnahme von Glimepirid Actavis abbrechen Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder beenden, sollten Sie wissen, dass die blutzuckersenkende Wirkung nicht mehr erreicht werden kann bzw. Ihre Erkrankung sich wieder verschlimmert. Sie müssen Glimepirid Actavis so lange einnehmen, bis der Arzt Ihnen sagt, dass Sie die Einnahme beenden können. Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich? Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Error! Wenn eines der folgenden Ereignisse auftritt, wenden Sie sich bitte umgehend an einen Arzt oder suchen Sie das nächstgelegene Krankenhaus auf, da Sie möglicherweise dringend ärztliche Hilfe brauchen: Selten (kann bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten auftreten) Schwere Hypoglykämie mit Bewusstlosigkeit, Krampfanfällen oder Koma Sehr selten (kann bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten auftreten) Allergische Reaktionen (einschließlich Entzündung der Blutgefäße, oft mit Hautausschlag), die sich zu schwerwiegenden Reaktionen mit Atemnot und Blutdruckabfall entwickeln und manchmal bis zum Schock fortschreiten können Leberfunktionsstörungen einschließlich Gelbwerden von Haut und Augen (Gelbsucht), Gallenabflussstörungen (Cholestase), Leberentzündung (Hepatitis) oder Leberversagen Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) Allergie (Überempfindlichkeitsreaktion) der Haut, z. B. Juckreiz, Ausschlag, Nesselsucht und verstärkte Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht. In manchen Fällen können sich leichte allergische Reaktionen zu schwerwiegenden Reaktionen mit Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen und Schwellungen von Lippen, Rachen oder Zunge weiterentwickeln. Weitere mögliche Nebenwirkungen: Selten (kann bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten auftreten) Erniedrigter Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“) Abnahme der Zahl der Blutkörperchen: - Thrombozyten (erhöhtes Risiko für Blutungen oder Blutergüsse) - Weiße Blutkörperchen (Infektionsanfälligkeit) - Rote Blutkörperchen (Hautblässe, Schwäche oder Kurzatmigkeit) Diese Veränderungen gehen meistens zurück, nachdem Sie aufgehört haben, Glimepirid Actavis einzunehmen. Sehr selten (kann bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten auftreten) Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Völle- oder Druckgefühl, Bauchschmerzen Abnahme der Natriummenge in Ihrem Blut (wird durch Bluttests nachgewiesen) Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) Allergische Reaktionen gegen Sulfonylharnstoffe, Sulfonamide oder verwandte Arzneimittel können auftreten. Zu Beginn der Behandlung mit Glimepirid Actavis können Probleme mit dem Sehen auftreten. Sie beruhen auf der Änderung des Blutzuckerspiegels und sollten bald wieder abklingen. Erhöhte Leberenzyme Starke ungewöhnliche Blutung oder Blutergüsse unter der Haut Meldung von Nebenwirkungen Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen: Österreich: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5 1200 WIEN ÖSTERREICH Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Error! Website: http://www.basg.gv.at/ Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden. 5. Wie ist Glimepirid Actavis aufzubewahren? Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und Umkarton nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Nicht über 30 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. 6. Inhalt der Packung und weitere Informationen Was Glimepirid Actavis enthält Der Wirkstoff ist: Glimepirid. Jede Tablette enthält 4 mg Glimepirid. Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), Povidon, Magnesiumstearat und Indigocarmin (E132) (siehe Abschnitt 2 „Glimepirid Actavis enthält“). Wie Glimepirid Actavis aussieht und Inhalt der Packung Die Tabletten sind flach, länglich, mit abgeschrägtem Rand, mit Prägung „G“ auf der einen Seite und einer Bruchkerbe auf der anderen Seite. Die Tabletten sind blau und 10,1 x 5,1 mm groß. Packungsgrößen: 10, 20, 30, 50, 60, 90 und 120 Tabletten Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller Pharmazeutischer Unternehmer: Actavis Group PTC ehf. Reykjavikurvegur 76 - 78 220 Hafnarfjördur Island Hersteller: Actavis hf. Reykjavikurvegur 78 220 Hafnarfjördur Island Error! und Actavis Ltd. BLB016, Bulebel Industrial Estate Zejtun, ZTN3000 Malta und Balkanpharma – Dupnitsa AD 3 Samokovsko Shosse Str. Dupnitsa 2600 Bulgarien Zulassungsnummer: 1-28163 Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen: Österreich: Griechenland: Spanien: Italien: Glimepirid Actavis 4 mg Tabletten Glimepiride / Actavis Glimepirida Actavis 4 mg comprimidos EFG Glimepiride Actavis 4 mg compresse Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Februar 2014. Error!