Grünbuch Philosophie Kommentiertes Verzeichnis der

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Grünbuch Philosophie
Kommentiertes Verzeichnis
der Lehrveranstaltungen
des Instituts für Philosophie
der Ruhr-Universität Bochum
Wintersemester 2008/09
Inhaltsverzeichnis
Allgemeines zum Studium und Veranstaltungsangebot ...................................................... 2
Betreuung während der B.A.-Phase ................................................................................. 3
Fachschaftsrat Philosophie............................................................................................... 4
Fristen für das WS 2008/2009 .......................................................................................... 7
Zusatzstudium „Praktische Philosophie“ (Sekundarstufe I) für Lehramts-Studierende..... 8
Wichtig: Allgemeine Hinweise zum gestuften B.A./M.A.-Studiengang.............................. 9
Studienverlaufsplan BA-Phase ....................................................................................... 10
Studienverlaufsplan Master of Education ....................................................................... 12
Master-Studium .............................................................................................................. 13
Studienverlaufsplan MA-Phase (Ein-Fach-Modell) ......................................................... 13
Studienverlaufsplan MA-Phase (Zwei-Fächer-Modell) ................................................... 14
Promotionsstudiengang Philosophie .............................................................................. 15
Bibliothek des Instituts für Philosophie ........................................................................... 16
Raum- und Sprechstundenplan Wintersemester 2008/09 .............................................. 17
Vorlesungen im WS 2008/09 .......................................................................................... 19
Auflistung der Lehrveranstaltungen nach Modulen im BA/MA-Studiengang ..................... 20
Meldefristen in VSPL ......................................................................................................... 25
Lehrveranstaltungen des Instituts für Philosophie ............................................................. 26
Bachelor of Arts .............................................................................................................. 27
Bachelor of Arts WM IIa, Master of Arts WM IIa, Master of Education WM IIa ............... 77
Master of Arts WM IIa/Kolloquien ................................................................................... 85
Bachelor of Arts WM IIb, Master of Arts WM IIb, Master of Education WM IIb ............... 88
Master of Education Fachdidaktik, Master of Education WM IIb..................................... 94
Bachelor of Arts WM IIc, Master of Arts WM IIc, Master of Education IIc ....................... 96
Master of Arts WM IIc, Master of Education WM IIc ..................................................... 101
M. Ed. Fachdidaktik ...................................................................................................... 103
Promotionsstudiengang Philosophie ............................................................................ 106
Kolloquien..................................................................................................................... 108
Übungen ....................................................................................................................... 119
Optionalbereich ............................................................................................................ 125
Index................................................................................................................................ 128
2
Allgemeines zum Studium und Veranstaltungsangebot
Institut für Philosophie der Ruhr-Universität Bochum
Geschäftszimmer
Gebäude GA 3/146
Universitätsstraße 150
D-44801 Bochum
Tel.: 0234/32-22716
[email protected]
Erstsemesterbegrüßung Montag, 13. Oktober 2008
11-12 Uhr im H-GA 30
durch den Geschäftsführenden Direktor und Studieninformationen von Herrn Dr. Flacke,
Vorstellung der Tutoren der beiden Einführungsvorlesungen sowie des Fachschaftsrats
Campusführung
im Anschluss an die Erstsemesterbegrüßung durch die Tutoren und Mitglieder des
Fachschaftsrats in kleinen Gruppen sowie Mittagessen in der Mensa
Vorstellung der Lehrenden
14-15 Uhr im H-GA 10
die im 1. Studienjahr HE2- und SE2-Vorlesungen und die dazugehörigen Begleitseminare
abhalten. Im Anschluss findet ein Beisammensein mit Getränken und Kuchen statt.
Bibliotheksfragen:
apl. Prof. Dr. Hans-Ulrich Lessing
Studienberatung:
Dr. Michael Flacke
Studien- und Prüfungsordnungen, Einstufungsfragen, Zwischenprüfungen, Bafög
Studienberatung wird von allen Lehrenden des Instituts für Philosophie zu den
nachstehend angegebenen Zeiten durchgeführt, insbesondere aber von Herrn Dr.
Michael Flacke in seinen Sprechstunden
montags 11-13 Uhr und mittwochs 14-16 Uhr während des Semesters
mittwochs 14-16 Uhr in der vorlesungsfreien Zeit
in GA 3/142.
Erstsemesterfrühstück mit Erstsemesterberatung:
Dienstag und Mittwoch, 7. und 8. Oktober 2008, ab 9 Uhr, Fachschaftsraum GA 3/36
3
Betreuung während der B.A.-Phase
Obligatorisches Tutorenprogramm
Begleitend zu den Einführungsmodulen im ersten Studienjahr bietet das Institut für
Philosophie Tutorien an, die aus Ihren Studiengebühren finanziert werden. Die
Teilnahme an den Tutorien ist Pflicht. Diese von erfahrenen Studierenden geleiteten
Veranstaltungen begleiten die jeweiligen Einführungsvorlesungen, bereiten den
Vorlesungsstoff nach und auf die Abschlussklausur vor. Darüber hinaus leisten sie
inhaltliche und methodische Hilfestellung beim Einstieg in Studium.
Die Tutoren stellen sich vor:
In unserer „Erstsemesterbegrüßung“ am Montag, 13.10.2008, 11.00 Uhr, HGA 30, und in
den beiden Einführungsvorlesungen HE 1 „Einführung in die antike Philosophie“, Montag,
16-18 Uhr, HGA 10, von Prof. Steigleder und SE 1 „Einführung in die theoretische
Philosophie“, Dienstag, 16-18 Uhr, HGA 10, von Prof. Pulte, Beginn jeweils in der 2.
Vorlesungswoche.
Obligatorisches Mentorenprogramm
Zum Sommersemester 2007 hat das Institut für Philosophie ein Mentorenprogramm
eingeführt, das aus Ihren Studiengebühren finanziert wird. Einige Hinweise sowie eine
Präsentation der 9 Mentorinnen und Mentoren finden sie auch auf der Homepage des
Instituts für Philosophie (Æ Studium und Lehre Æ Tutoren- und Mentorenprogramm).
Das Programm wendet sich an alle BA-Studierenden ab dem 1. Fachsemester
Philosophie; Studierende im MA-Studium können es ebenfalls nutzen. Das Programm
verfolgt das Ziel, Ihnen bei Fragen der Planung und Durchführung Ihres Fachstudiums bis
hin zur Abschlussprüfung konkrete organisatorische und auch inhaltliche Hilfestellungen
zu Hausarbeiten und Referaten zu geben. Die Mentorinnen und Mentoren sollen Sie dabei
nach Möglichkeit über eine längere Zeit Ihres Studiums begleiten und zu dessen Gelingen
beitragen.
Auf diesem Wege möchte ich daher alle Studierenden im BA-Studium ab dem 1.
Semester bitten, sich einer Mentorin oder einem Mentor zuzuordnen und mindestens
ein Beratungsgespräch pro Semester zu suchen. Dies erfolgt so, dass Sie auf Grund der
oben genannten Homepage-Informationen eine Entscheidung treffen, wem Sie sich
zuordnen möchten (ein späterer ‚Wechsel’ ist möglich) und sich mit einer kurzen Email an
Ihre Mentorin oder Ihren Mentor unter Angabe von Namen und Matrikelnummer
anmelden. Dabei sollten Sie möglichst auch schon einen Termin für ein
Beratungsgespräch vorschlagen bzw. anfragen.
In das Mentorenprogramm wird ein beträchtlicher Anteil der von Ihnen zu entrichtenden
Studiengebühren investiert. Zum Erfolg kann es nur führen, wenn Sie alle davon
Gebrauch machen und es zur Organisation und Planung Ihres Fachstudiums nutzen.
Daher hat sich das Institut – mit der Beteiligung Ihrer Vertreter – entschlossen, dieses
Programm direkt mit Semesterbeginn obligatorisch zu machen: Die Vergabe von
Modulscheinen wird ab dem Sommersemester 2007 an Ihre Anmeldung zum (und
Beteiligung im) Mentorenprogramm gekoppelt.
Der Geschäftsführende Direktor
4
Fachschaftsrat Philosophie
FR φιλοσοφία
Raum: GA 3/36 | Telefon: 0234/32-24720
E-Mail: [email protected] | Homepage: http://fr-philo.rub.de/
Herzlich Willkommen zum neuen Semester!
Der Fachschaftsrat
Wir sind Studierende der Philosophie, die sich zum
Ziel gesetzt haben, alle Studierenden des Faches
Philosophie (also die Fachschaft) nach besten
Kräften und bestem Wissen zu unterstützen.
Zu unserem Angebot und Aufgabenbereich
gehören:
Informationen zum Studium
Beratungsgespräche bei Problemen mit dem
Studium, Lehrenden...
Vertretung der studentischen Interessen in
den Verwaltungsgremien der Universität
(Direktorium, Fakultätsrat, Lehrkommission
zur Verwendung der Studiengebühren,
Kommission für Evaluation usw.)
Kulturelles Monatsprogramm: verschiedene
philosophische Lesekreise und Filmreihe
Organisation der Fachschaftsparty
Studienfahrt zum Kennenlernen und
gemeinsamen Philosophieren
Erstsemester-Info
Wir werden während der
Einschreibezeit für den
Philosophie-Bachelor mit einem
Stand im HZO präsent sein. Hier
bekommt ihr erste Informationen
und einen Stundenplan.
Das traditionelle Erstifrühstück
mit Brötchen, Kaffee und einer
Einführung in die elektronische
Studiumsverwaltung (VSPL) findet
Dienstag und Mittwoch, 7. und
8. Oktober 2008 ab 9 Uhr im
Fachschaftsraum GA 3/36 statt.
Hier könnt ihr erste Kontakte zu
den anderen Studierenden
knüpfen, euch allgemein über das
Studium der Philosophie an der
RUB informieren und euch bei der
Organisation eures Studiums im
ersten Semester beraten lassen.
Was sonst noch wäre...
Sprechstunden:
Newsletter:
Vollversammlung:
Ihr könnt uns während der Vorlesungszeit zu den ausgehängten
Sprechstunden in unserem Raum erreichen. Dort hängt auch ein
schwarzes Brett mit Ankündigungen.
Auf unser Homepage könnt ihr euch in unseren E-Mail-Verteiler
eintragen, so dass ihr immer unsere aktuellen Mitteilungen
bekommt.
Wenn ihr von eurem Mitbestimmungsrecht Gebrauch machen wollt,
schaut doch bei der Vollversammlung vorbei (der Termin wird durch
Aushang bekannt gegeben). Dort stellen wir unsere Arbeit vor,
geben den Kassenbericht ab und ihr könnt die Mitglieder des
Fachschaftsrats wählen
5
Fachschaftsrat Philosophie
Die Verwendung deiner Studiengebühren
Seit dem 1.4.2007 erhebt die Ruhr-Universität Bochum allgemeine Studiengebühren in
Höhe von 500 Euro pro Semester. 18 Prozent dieser Mittel gehen an einen landesweiten
„Ausfallfonds“. Aus diesem Fonds werden die BAföG- und Studienbeitragsdarlehen getilgt,
die die sogenannte Kappungsgrenze von 10.000 Euro überschritten haben. Dies
gewährleistet, dass Studierende, die BAföG und den Kredit der NRW.Bank in Anspruch
nehmen, am Ende ihres Studiums nicht mehr als 10.000 Euro zurückzahlen müssen.
Von den verbleibenden Mitteln (82 %) bekommen die Fakultäten zwei Drittel, ein Drittel
fließt in einen Topf der Hochschulleitung (Rektorat), um zentrale Maßnahmen zur
Verbesserung der Lehre zu finanzieren.
Die Studienbeiträge wurden gegen den überwiegenden Willen der Studierenden in NRW
eingeführt. Die möglichen Verbesserungen der Lehre sehen wir daher grundsätzlich
kritisch. Es ist dennoch die Aufgabe des Fachschaftsrates, an der sachgemäßen
Verwendung Eurer Gebühren mitzuarbeiten. Dazu entsendet der Fachschaftsrat zwei
Vertreter in die Studiengebühren-Kommission des Institutes für Philosophie. Diese
Kommission diskutiert mehrmals pro Semester über die Verwendung der Studiengebühren
hinsichtlich der Verbesserung der Lehre. Dabei haben die Vertreter des Fachschaftsrates
die Möglichkeit, Vorschläge einzureichen und gegebenenfalls von ihrem Vetorecht
Gebrauch zu machen.
Im SS 2007, WS 07/08 und SS 2008 wurden bisher folgende Projekte durch die
Studiengebühren finanziert:
Tutoren- und Mentorenprogramme
Institutsbibliothek:
Erweiterte Öffnungszeiten (Förderung der studentischen Hilfskräfte)
Neu- und Wiederanschaffungen von Büchern
Lehrveranstaltungen:
Optionalbereich: vier besoldete Lehraufträge sowie Grundfinanzierung
Gastvorträge
Sachausgaben (u.a. drei PC-Arbeitsplätze für die Bibliothek und den Tutorenraum)
Finanzierung des VSPL-Beauftragten (3,5 Stunden pro Woche)
Übernahme von Kosten, die die Studierenden ohnehin bezahlen müssen:
Kopien und Reader für Lehrveranstaltungen und Tutorien
Die Schutzgebühr des Grünbuchs wurde auf ein Euro gesenkt
Die Kopie- und Bindekosten fristgerechter BA- und MA-Arbeiten werden
übernommen
Geplant sind derzeit:
9 Zehn „tatsächlich zum Arbeiten geeignete“ PC-Arbeitsplätze in der
Institutsbibliothek
9 Ein Leitfaden für Techniken zum wissenschaftlichen Arbeiten
9 Höhere Bezahlung von Lehraufträgen
Zwei Lehraufträge im Bereich Fachdidaktik Philosophie (während des
Forschungssemesters von Prof. Steenblock)
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Fachschaftsrat Philosophie
Die Verwendung deiner Studiengebühren
(Fortsetzung)
Manche dieser Entscheidungen zur Förderung von gewissen Projekten sind von der
Studierendenschaft kritisch aufgefasst worden. Dazu ein paar Erklärungen.
Das verpflichtende Mentoren- und Tutorenprogramm
Das zugrunde liegende Problem ist die äußerst hohe Abbrecherquote am philosophischen
Institut, die die finanzielle und personelle Situation des Institutes erheblich verschlechtert
hat. Um die Gründe dafür besser nachvollziehen und diesen ggf. entgegenwirken zu
können, wurde ein obligatorisches Mentoren- und Tutorenprogramm ins Leben gerufen.
Wir können verstehen, dass sich Studierende durch den verpflichtenden Charakter
gegängelt fühlen, sehen aber keine Alternativen, um Studierende, die Probleme im
Studium haben, zu erreichen. Außerdem stellt das Programm unserer Meinung nach
keinen wesentlichen Zeitaufwand für den einzelnen Studierenden dar. Wir möchten dem
Programm daher die Gelegenheit geben, sich zu bewähren; sollte dies nicht der Fall sein,
werden wir eine Änderung bedenken.
Neben der kontinuierlichen Beratung von Studierenden zu ihrem Studium leisten die
Mentoren auch wichtige Unterstützung für die Lehrenden bei der Auswahl von
Seminarliteratur, der Vorbereitung von Readern etc., und tragen auch so zu einer
Verbesserung der Lehre bei.
Das Tutorenprogramm dient ebenfalls zur Verbesserung der Lehre: Denn so werden die
Studenten schon ab dem ersten Semester an Arbeitstechniken wie Referate herangeführt
und intensiver betreut. Ziel ist die qualitative Verbesserung der Lehrveranstaltungen, da
gerade der Unterricht in den WM-Modulen häufig von studentischer Mitarbeit lebt.
Der VSPL-Beauftragte
Obwohl wir den Nutzen von VSPL für die Studierenden äußerst kritisch sehen, müssen wir
uns auch hier arrangieren. Das VSPL funktioniert oft nur fehlerhaft und gestaltet das
Belegen von Veranstaltungen schwierig. Damit die Anmeldephase möglichst reibungslos
ablaufen kann, hielten wir es für notwendig, die Stelle des VSPL-Beauftragten (Herr
Tobias Schöttler, GA 3/147, E-Mail: [email protected]) mit 3,5 Wochenstunden zu
finanzieren. Diese ist vorerst auf ein Jahr beschränkt. Danach soll über eine Alternative
nachgedacht werden, wenn sich das System bis dato immer noch nicht verbessert hat.
Wenn ihr noch Fragen habt, die genaue Aufstellung der Verwendung
der Studiengebühren einsehen möchtet oder eigene Vorschläge / Kritik
einbringen möchtet, kommt einfach im Fachschaftsrat (GA 3/36) vorbei
oder schreibt eine E-Mail an [email protected] mit dem Betreff
„Studiengebühren-Verwendung“.
7
Fristen für das WS 2008/2009
8
Zusatzstudium „Praktische Philosophie“ (Sekundarstufe I)
für Lehramts-Studierende
(Veranstaltungen des Teilbereichs „E“)
Achtung: teilweise Neuregelung; Regelung betrifft nur Absolventen gemäß
bisheriger Prüfungsordnung, nicht Studierende nach neuem BA/MA – Studiengang
bzw. Master-Lehramtszweig –
Im Zusammenhang mit der Implementierung des neuen Faches „Praktische Philosophie“
für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen und den entsprechenden
Jahrgangsstufen der Gesamtschulen mit Studienschwerpunkt Haupt-, Real- und
Gesamtschule eröffnet sich für Lehramtsstudierende des Unterrichtsfaches Philosophie für
das Lehramt für die Sekundarstufe II eine erweiterte berufliche Option, nämlich das
Ablegen einer sogen. „integrierten Prüfung“.
Entsprechend bietet das Institut für Philosophie – in Abstimmung mit dem Staatlichen
Prüfungsamt für Erste Staatsprüfungen für Lehrämter an Schulen – ein Zusatzstudium an,
dass den Studierenden das Ablegen einer „integrierten Prüfung“, d.h. einer Prüfung auch
für die Sekundarstufe I, erlaubt.
Dafür sind zusätzliche Studien- und Prüfungsleistungen notwendig.
Die Prüfung umfasst entweder eine Klausur oder eine mündliche Prüfung von 15 Minuten
Dauer, wobei die Absolvierung der Klausur empfohlen wird.
Das zusätzliche Studium besteht – in Erweiterung der Studienordnung (vgl. Gelbbuch,
S. 7) – aus dem Bereich E, der sich in drei Teilgebiete gliedert:
1. Angewandte Ethik (E 1)
2. Religionsphilosophie/Religionskunde (E 2)
3. Philosophiedidaktik Sek. I (E 3)
Aus mindestens zwei dieser Teilgebiete, obligatorisch aber aus dem Teilgebiet E 3,
müssen insgesamt 6 SWS studiert und durch Belegen nachgewiesen werden. Für die
Prüfung müssen zwei Themen aus dem Bereich der Philosophiedidaktik Sek. I (E 3)
angegeben werden.
Die entsprechenden Veranstaltungen können nur auf Sek. I oder auf Sek. I und Sek. II
ausgerichtet sein und werden entsprechend gekennzeichnet.
Die neuen Veranstaltungen werden für das Grund- und Hauptstudium angeboten. Die Entscheidung hierüber treffen die Lehrenden mit Blick auf den jeweiligen Unterrichtsgegenstand.
1.6.2004
9
Wichtig: Allgemeine Hinweise zum gestuften B.A./M.A.-Studiengang
Ab dem WS 2005/06 gelten folgende Vorgaben für die Modularisierung von
Einzelveranstaltungen:
1. Alle für einen Bereich (a, b oder c) der WM-Module angekündigten
Einzelveranstaltungen sind jeweils zu einem Modul des jeweiligen Bereichs
modularisierbar. (Die Differenzierung nach WM I/WM II besteht weiterhin.)
2. Alle zu WM II-Modulen angekündigten Einzelveranstaltungen (mit Ausnahme der
Kolloquien) sind innerhalb des jeweiligen Bereichs (a, b oder c) im 3. Studienjahr
(B. A.-Phase) und auch im 4. und 5. Studienjahr (beide Master-Phasen) studierbar.
Das Institut für Philosophie strebt an, ab dem SS 2007 alle Studien- und
Prüfungsleistungen im Rahmen des BA/MA-Studiengangs über ein zentrales EDVgestütztes System namens VSPL (Verwaltung von Studien- und Prüfungsleistungen) zu
verwalten. Lehrende wie auch Studierende müssen zu diesem Zweck die Verwaltung des
Studiums von der Veranstaltungsanmeldung bis zur Ausstellung von Modulscheinen über
das Internet vornehmen. Achten Sie hinsichtlich der Anmeldungen über VSPL auf die im
Kommentierten Vorlesungsverzeichnis genannten Anmeldefristen zu den HE- und SEModulen.
(Stand Mai 2008)
Prüfungsberechtigte am Institut für Philosophie
Dozenten und Dozentinnen
Dr. Michael Anacker, Wiss. Mitarbeiter
Dr. Christoph Bauer
apl. Prof. Dr. Wolfgang Bonsiepen
PD Dr. Ulrich Charpa
PD Dr. Dirk Cürsgen
Dr. Ulrich Dierse, AOR
PD Dr. Friedrich Dudda
Dr. Michael Flacke, Wiss. Mitarbeiter
Dr. Holger Glinka
Dr. Carmen Götz, Wiss. Mitarbeiterin
Dr. Catia Goretzki
Prof. Dr. Alexander Haardt
Prof. Dr. Jürgen Hengelbrock
Prof. Dr. Walter Jaeschke
PD Dr. Udo Jeck
Dr. Klaus Kahnert, Wiss. Mitarbeiter
PD Dr. Antje Kapust
PD Dr. Dietmar Köhler
Ute Kruse-Ebeling, Wiss. Mitarbeiterin
apl. Prof. Dr. Wilfried Kühn
apl. Prof. Dr. Hans-Ulrich Lessing
apl. Prof. Dr. Burkhard Liebsch
apl. Prof. Dr. Kurt Meist
Prof. Dr. Burkhard Mojsisch
Prof. Dr. Albert Newen
PD Dr. Rebecca Paimann
Prof. Dr. Ulrich Pardey
Prof. Dr. Helmut Pulte
Dr. Tobias Schlicht
Dr. Kirsten Schmidt, Wiss. Mitarbeiterin
apl. Prof. Dr. Klaus Schmidt
PD Dr. Martin Schnell
Prof. em. Dr. Gunter Scholtz
Prof. Dr. Walter Schweidler
Dr. Anette Sell
Meike Siegfried, Wiss. Mitarbeiterin
Prof. Dr. Volker Steenblock
Prof. Dr. Klaus Steigleder
Klaus Thomalla, Wiss. Mitarbeiter
Dr. Gottfried Vosgerau, Wiss. Mitarbeiter
Dr. Alexandra Zinck
B. A.
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M. A.
M. Ed.
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Folgende Hefte des „Studienführers Philosophie“ bzw. Prüfungsleitfäden sind mittlerweile erschienen:
Heft 1: Bachelor (B.A.-Phase) [Rotbuch], Heft 2: Master of Arts (M.A.-Phase) [Gelbbuch], Heft 3: Master of Education (M.Ed.-Phase)
[Blaubuch], Leitfaden zur Bachelor-Prüfung mit der B. A.-Arbeit im Fach Philosophie.
10
Studienverlaufsplan BA-Phase
Semester
Semesterwochenstunden (SWS) / Kreditpunkte (CP)
1
Historische
Einführung 1 (HE 1)
Vorlesung (V) u. Seminar (S)
4
2
Systematische
Einführung 1 (SE 1)
Vorlesung (V) u. Seminar
(S)
6
HE 2
(V/S)
4
6
12
4
6
WM Ia
WM Ib
WM Ic
Erkenntnis
und Grund
Handlung
und Norm
Kultur und
Natur
12
4
12
4
5
8
4
8
4
8
WM I/IIa
WM I/IIb
Erkenntnis
und Grund
Handlung
und Norm
WM I/IIc
Kultur und Natur
4
4
BA-Prüfung
schriftlich/mündlich
8+6
6
4
Summe
12
6
SE 2
(V/S)
4
3
Summe CP
4-8
4-8
40 SWS / 65 CP + 14 CP
4-8
12
5 + 14
79 CP
Erläuterungen
Die Einführungsmodule des ersten Studienjahres bestehen in der Regel aus einer Vorlesung und einem
Seminar. In mindestens zwei der vier Einführungsmodule müssen größere Studienleistungen erbracht
werden, darunter mindestens eine schriftliche Hausarbeit. Größere Studienleistung sind: schriftliche
Hausarbeit, regelmäßige schriftliche Übungen, zweistündige Klausur oder dreißigminütige mündliche
Prüfung.
In mindestens zwei weiterführenden Modulen des zweiten Studienjahres (WM I) und mindestens zwei
weiterführenden Modulen des dritten Studienjahres (WM I/II) sind größere Studienleistungen zu erbringen,
darunter jeweils mindestens eine schriftliche Hausarbeit. In jedem Studienjahr der BA-Phase ist also
mindestens eine schriftliche Hausarbeit zu schreiben. Im dritten Studienjahr können Studienleistungen
weiterführender Module (WM I) durch solche weiterführender Module (WM II) ersetzt werden. Im Sinne
studienbegleitender Prüfungsleistungen gehen die Bewertungen zweier weiterführender Module in die BAEndnote ein. Prüfungsrelevant können demnach keine Module aus dem ersten Studienjahr sein.
11
Im Rahmen der Module “Erkenntnis und Grund” (WM I/IIa) bezieht sich das Lehrangebot auf die philosophischen
Teilgebiete: Ontologie/Metaphysik, Logik, Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie, Wissenschaftstheorie u. -geschichte.
Im Rahmen der Module “Handlung und Norm” (WM I/IIb) bezieht sich das Lehrangebot auf die philosophischen
Teilgebiete: Allgemeine Ethik, Medizin- und Bioethik, Rechts-, Staats- und Sozialphilosophie, Geschichtsphilosophie,
Handlungstheorie.
Im Rahmen der Module “Kultur und Natur” (WM I/IIc) bezieht sich das Lehrangebot auf die philosophischen Teilgebiete:
Kultur-, Technik- und Medienphilosophie, Religionsphilosophie, Kunstphilosophie/Ästhetik, Philosophische Anthropologie
und Naturphilosophie.
Module
Module setzen sich in der Regel aus mehreren Lehrveranstaltungen zusammen, die thematisch aufeinander abgestimmt
sind. In die Endnoten der BA-Phase gehen in jedem Fach zwei prüfungsrelevante Module, sowie ein Modul aus dem
Optionalbereich ein. Das Praktikum im Optionalbereich kann kein prüfungsrelevantes Modul sein.
Credit Point (CP)
Zum Nachweis der Studienleistungen wird jede Veranstaltung oder Prüfungsleistung nach dem voraussichtlich
erforderlichen Arbeitsaufwand gewichtet, den sogenannten Credit Points (CP). Ein CP entspricht dem geschätzten
Arbeitsaufwand von ca. 30 Stunden. CPs werden nur vergeben, wenn die Anforderungen der Veranstaltung oder
Prüfung erfüllt sind. Zum erfolgreichen Modulabschluss müssen alle Bestandteile mit mindestens ausreichendem Erfolg
abgeschlossen werden.
Modulanforderungen
Die erfolgreiche Teilnahme an einem Modul wird unter Angabe der erreichten Kreditpunktzahl nach Maßgabe der in der
zugehörigen Modulbeschreibung geforderten Studienleistungen bescheinigt. Eine Gesamtnote wird erteilt, wenn im
Modul eine mit mindestens “ausreichend” bewertete größere Studienleistung erbracht wurde. Die Kriterien für die
Leistungsbeurteilung und die Kreditierung geben die Lehrenden vor oder bei Beginn der Veranstaltungen in
unmissverständlicher Form bekannt.
Sprachnachweise
Neben den allgemeinen Zugangsvoraussetzungen für den BA/MA-Studiengang (vgl. GPO § 4) werden Kenntnisse des
Lateinischen oder Griechischen empfohlen.
BA-Prüfung
Die BA-Prüfung Philosophie besteht aus einer mündlichen Prüfung von 30 Minuten Dauer und ggf. der BA-Arbeit. Die
Fachprüfung kann abgelegt werden, wenn im Fach Philosophie mindestens 45 CP, eine studienbegleitende
Prüfungsleistung und mindestens 20 CP im Optionalbereich erreicht worden sind.
Die Bearbeitungszeit für die BA-Arbeit beträgt sechs Wochen.
Die BA-Gesamtnote setzt sich wie folgt zusammen: Die BA-Arbeit mit 15%, jede Fachnote mit 35% und das
prüfungsrelevante Modul des Optionalbereichs mit 15%.
Zulassung zur MA-Phase
Vor dem Beginn des MA-Studiums ist ein obligatorisches Beratungsgespräch mit der/dem Prüferin/Prüfer zu führen.
Dieses möglichst direkt im Anschluss an die BA-Prüfung stattfindende Gespräch wird bescheinigt. Ein entsprechendes
Formular finden Sie auf der Homepage des akademischen Prüfungsamts der Fakultät III. Die Bescheinigung muss bei
der Umschreibung in das MA-Studium dem Studierendensekretariat vorgelegt werden, entsprechend ist es erforderlich,
dass das Beratungsgespräch rechtzeitig vor den Umschreibungsterminen erfolgt ist, um einen nahtlosen Übergang von
der BA-Phase in die MA-Phase zu gewährleisten.
12
Studienverlaufsplan Master of Education
Seme
ster
7
8
9
Fachdidaktik
Fachwissenschaft
Seminar Fachdidaktik
KernpraktiTheorie der Didaktik
kum
und
Vor- und Nachbereitung
des Kernpraktikums
(schriftl. Hausarbeit)
3 CP
4 CP
WM IIa
Vorlesung/Seminar
Fachwissenschaft
Seminar Fachdidaktik
Sek. I:
Sozialwissenschaftliche
und -philosophische
Kontexte
philosophischer Bildung
4 CP
WM IIb
Vorlesung/Seminar
Fachwissenschaft
Kontaktkolloquium
Fachdidaktik
Philosophie
WM IIc
Vorlesung/Seminar
Fachwissenschaft
WM IIa
Seminar
Fachwissenschaft
(ggf. schriftl.
Hausarbeit)
6 CP
2 CP
ggf. Modulabschlussprüfung
1 CP : 1 CP (FW : FD)
WM IIb
Seminar
Fachwissenschaft
(ggf. schriftl.
Hausarbeit)
Seminar
Fachdidaktik
6 CP
2 CP
ggf. Modulabschlussprüfung
1 CP : 1 CP (FW : FD)
Seminar
Fachwissenschaft
2 CP
10
Seminar
Fachdidaktik
2 CP
Seminar
Fachdidaktik
2 CP
Masterarbeit
15 CP
Insgesamt müssen im Studiengang Master of Education 34 CP im Fach Philosophie erworben werden, davon fallen 15
CP auf die Fachdidaktik und 16 CP auf die Fachwissenschaft; das Kernpraktikum ist mit 3 CP kreditiert.
Die Modulabschlussprüfung wird nur in einem fachwissenschaftlich orientierten Modul (a oder b) abgelegt und geht mit
60% (zusammen mit der im fachphilosophischen Seminar geschriebenen schriftlichen Hausarbeit) in die Fachnote ein.
Das Prüfungsgebiet umfasst das ganze Modul, d.h. sowohl fachwissenschaftliche als auch fachdidaktische Themen
müssen Gegenstand der Prüfung sein. Entsprechend wird die Prüfung mit je 1 CP für den fachwissenschaftlichen und 1
CP für den fachdidaktischen Anteil kreditiert. Das Fachdidaktikmodul (schriftliche Hausarbeit) geht demnach mit 40% in
die Fachnote ein.
Pflichtbereich:
WM IIa: Weiterführendes Modul II: Erkenntnis und Grund (Lehramt Sek. I/II)
WM IIb: Weiterführendes Modul II: Handlung und Norm (Lehramt Sek. I/II)
WM IIc: Weiterführendes Modul II: Kultur und Natur (Lehramt Sek. I/II); Notwendigkeit von 6 SWS
religionswissenschaftlichen und -philosophischen Studien im gesamten B.A.-/M. Ed.-Studium
Modul Fachdidaktik: Fachdidaktische Theorie, Methode und Praxis
(Gestrichelte Umrandungen bedeuten, dass die Veranstaltungen zum Pflichtbereich gehören können.)
Erläuterungen: Für den Abschluss „Master of Education“ setzen Sie über weitere vier Semester das akademische
Studium in den aus dem BA-Studiengang bekannten drei Modulbereichen fort. Für diese drei Lehramtsmodule gilt: Im
Bereich a und b studieren Sie je eine fachwissenschaftliche und eine fachdidaktische Veranstaltung; wahlweise können
Sie je eine weitere fachwissenschaftliche Einzelveranstaltung aus diesen Bereichen besuchen und in dieser
Veranstaltung bis zu 2 CP erwerben. Im Bereich c studieren Sie zwei fachwissenschaftliche und eine fachdidaktische
Veranstaltungen mit einem Schwerpunkt auf religionskundlichen, -wissenschaftlichen, -philosophischen Themen.
Hinzu tritt ein Fachdidaktikmodul, das mit einer Veranstaltung in die Philosophiedidaktik einführt und das Kernpraktikum
vor- und nachbereitet. Darüber hinaus studieren Sie im Rahmen dieses Moduls eine zweite Veranstaltung, die die
sozialwissenschaftlichen und -philosophischen Kontexte philosophischer Bildung thematisiert. Zusätzlich können Sie
wahlweise das Kontaktkolloquium Fachdidaktik Philosophie besuchen.
13
Master-Studium
Achtung
Neuregelung der Zugangsvoraussetzungen zum Master-Studium hinsichtlich der
Sprachanforderungen:
Voraussetzung für die Zulassung zum Master-Studium ist (a) Latinum oder (b) Graecum
oder (c) zwei moderne Fremdsprachen und Lateinkenntnisse. Der Nachweis der
Sprachkenntnisse muss spätestens nach dem ersten Studienjahr der Masterphase
erfolgen.
Studienverlaufsplan MA-Phase (Ein-Fach-Modell)
Σ CP
Sem. Semesterwochenstunden (SWS) / Kreditpunkte (CP)
WM IIa
WM IIa
WM IIb
WM IIc
7
8
Erkenntnis
und Grund
Handlung
und Norm
Kultur und
Natur
9
WM II
Schwerpunkt
4
4
8
8
WM IIb
WM II
WM II
28
fächerübergreifend
28
Schwerpunkt
4
4
8
8
WM IIc
WM II
6
8
30
fächerübergreifend
6
12
10
Σ
6
12
WM II
Schwerpunkt
4
6
6
12
4
4
8
8
MA-Prüfung
schriftlich/mündlich
20 + 5 + 5
ca. 40 SWS (+ 10 SWS Ergänzungsbereich) / 90 CP + 30 CP
4+30
120
14
Studienverlaufsplan MA-Phase (Zwei-Fächer-Modell)
Σ CP
Sem. Semesterwochenstunden (SWS) / Kreditpunkte (CP)
WM IIa
WM IIb
WM IIc
7
WM II
18
Schwerpunkt
8
Erkenntnis
und Grund
Handlung
und Norm
Kultur und
Natur
6
12
6
12
6
12
4
6
12
9
10
Σ
WM II
Schwerpunkt
4
3-6
26 SWS / 45 CP + 20 CP + 5 CP
12
MA-Prüfung
schriftlich/mündlich
20 + 5
3+
20
+5
50/
70
Im Zwei-Fach-Modell der MA-Phase besteht das Studium aus einem Wahlpflichtbereich von
insgesamt etwa 25 SWS. Dabei ist je ein weiterführendes Modul (WM II) aus dem Bereich a, dem
Bereich b und dem Bereich c zu absolvieren. Hinzu treten zwei weiterführende Module (WM II)
nach freier Wahl, die der individuellen Schwerpunktbildung dienen. Die Veranstaltungsformen sind
Vorlesung, Seminar oder Kolloquium, wobei sich Module nicht nur aus Vorlesungen oder nur aus
Kolloquien zusammensetzen.
Im Ein-Fach-Modell der MA-Phase besteht das Studium entsprechend aus einem
Wahlpflichtbereich von insgesamt etwa 50 SWS, von denen 10 SWS aus dem Ergänzungsbereich
stammen. Es sind je zwei weiterführende Module (WM II) aus dem Bereich a, dem Bereich b und
dem Bereich c zu absolvieren.
In der MA-Phase im Zwei-Fach-Modell sind in mindestens drei weiterführenden Modulen (WM IIac) größere Studienleistungen zu erbringen, darunter mindestens eine schriftliche Hausarbeit. Im
Sinne einer studienbegleitenden Prüfungsleistung geht dabei die Bewertung eines Moduls in die
MA-Endnote ein. Prüfungsrelevant können nur benotete Module sein (in denen also eine größere
Studienleistung erbracht wurde), an denen prüfungsberechtigte Lehrende beteiligt sind. Im EinFach-Modell sind die genannten Zahlen zu verdoppeln und gelten entsprechend.
15
Promotionsstudiengang Philosophie
(Leitung: Prof. Dr. Klaus Steigleder)
Ab dem WS 2008/09 werden Doktorarbeiten im Fach Philosophie in der Regel im Rahmen
eines dreijährigen Promotionsstudiengangs angefertigt. Aufgabe des Studiengangs ist es,
die Doktoranden gezielt in die philosophische Forschungsarbeit und Forschungskultur und
in die Gepflogenheiten des philosophischen Wissenschaftsbetriebs einzuführen.
Außerdem will der Studiengang die Doktoranden in ihren speziellen Forschungsarbeiten
stärker unterstützen, zugleich aber auch Hilfestellungen dazu anbieten, die weiteren
Perspektiven des Fachs Philosophie nicht aus den Augen zu verlieren und in einen
intensiven wissenschaftlichen Austausch mit den anderen Doktoranden und den
Professoren des Instituts zu treten.
Die Aufnahme in den Studiengang ist (wie bislang schon die Annahme als Doktorand) bei
der Fakultät für Philosophie, Pädagogik und Publizistik zu beantragen. Eine Einschreibung
in den Studiengang ist erforderlich. Antrags- und Einschreibefristen werden noch
bekanntgegeben. Um die Startphase des Studiengangs möglichst reibungslos und
unbürokratisch zu gestalten, wird im Anfang dafür Sorge getragen, dass verspätete
Anträge und Einschreibungen noch berücksichtigt werden können bzw. möglich sind.
Doktoranden, die bereits die Arbeit an einer Doktorarbeit aufgenommen haben, aber noch
etwa 2 Jahre bis zur Fertigstellung ihrer Arbeit benötigen, können noch in den
Promotionsstudiengang gehen und sich in höheres Semester des Studiengangs
einzuschreiben. Dies wird ausdrücklich empfohlen.
Über den Promotionsstudiengang wird in einer eigenen Broschüre und auf der Homepage
des Instituts für Philosophie noch genauer informiert werden. Für nähere Auskünfte
wenden Sie sich an den Leiter des Promotionsstudiengangs, Prof. Dr. Klaus Steigleder,
der Sie gerne berät.
Lehrveranstaltungen des Promotionsstudiengangs im Wintersemester
Im
Wintersemester
nehmen
die
Doktorandinnen
und
Doktoranden
des
Promotionsstudiengangs an zwei Lehrveranstaltungen teil: an einem gemeinsamen
Doktorandenseminar und einem Fachseminar zu aktuellen Fragen der theoretischen oder
praktischen Philosophie oder der Philosophiegeschichte. Die Auswahl des Fachseminars
sollte in Absprache mit dem Betreuer der Doktorarbeit, dem Leiter des
Promotionsstudiengangs und dem Leiter der Veranstaltung erfolgen.
Zum Veranstaltungsangebot im Promotionsstudiengang siehe S. 109.
16
Bibliothek des Instituts für Philosophie
Anschrift
Ruhr-Universität Bochum
Institut für Philosophie
Bibliothek, GA 3/41
Universitätsstraße 150
D-44801 Bochum
Öffnungszeiten
Die Philosophische Bibliothek GA 3/41 und Historische Bibliothek GA 5/41 versehen ihren
Aufsichtsdienst gemeinsam, um die Öffnungszeiten zu optimieren. In nächster Zukunft
wird dieser gemeinsame Aufsichtsdienst um die Fächer Archäologie, Kunstgeschichte und
Pädagogik erweitert. Deshalb können sich die angegebenen Öffnungszeiten nach
Drucklegung dieses Heftes noch ändern (siehe Homepage).
Ab 1.8.2007 ist in der Philosophischen Bibliothek ein ganztägiger „Servicetag“ eingerichtet:
mittwochs von 9.00-20.00Uhr (bis auf weiteres).
Ab 13.00 Uhr (Mo/Di/Do/Fr) ist nur der Eingang/Ausgang GA 5/41 zu benutzen.
Öffnungszeiten während des Semesters:
Mo/Di/Do 9.00-17.00 Uhr (ab 17 - 20 Uhr nur über GA 5/41 – Historische Bibliothek)
Mi
9.00-20.00 Uhr
Fr
9.30-13.00 Uhr (ab 13 – 19 Uhr nur über GA 5/41 – Historische Bibliothek)
Öffnungszeiten in der vorlesungsfreien Zeit:
Siehe Aushang GA 3/41 und unsere Homepage
Benutzung
Präsenzbibliothek
beschränkte Ausleihe an Wochenenden und in der vorlesungsfreien Zeit (max. 3 Bände)
Nachtausleihe (max. 2 Bände)
Kopierausleihe stundenweise gegen Hinterlegung eines Ausweises
beschränkte Ausleihe an Lehrende der Ruhr-Universität
Bestand
59.042 Bände, 62 laufend gehaltene Zeitschriften (Stand: 31.12.2007)
Bestands- und Anschaffungsschwerpunkte
Entsprechend den vorhandenen Lehrstühlen. Zudem besonders erwähnenswert:
Philosophie des Mittelalters, englischer Deismus, europäische Aufklärung allgemein und
französische Philosophie der Gegenwart.
Ansprechpartner
Annette Lukas (Bibliotheksangestellte), Tel.: 0234/32-22752
Annette Mader (Bibliotheksaufsicht), Tel.: 0234/32-22747
Claudia Tosch (Bibliotheks-Oberinspektorin), Tel.: 0234/32-22752
Apl. Prof. Dr. Hans-Ulrich Lessing (Bibliotheksbeauftragter), Tel.: 0234/32-24729
e-mail: [email protected]
Dienststellung
Lehrbeauftragte Dr.
Wiss. Mitarbeiter Dr.
Wiss. Mitarbeiter Dr.
Lehrbeauftragter Dr.
Prof. Dr.
Lehrbeauftragter StR Dr.
Prof. Dr.
PD Dr.
PD Dr.
Lehrbeauftragte Dr.
Wiss. Mitarbeiter Dr.
Wiss. Mitarbeiter Dr.
Wiss. Mitarbeiterin Dr.
Prof. Dr.
Prof. em. Dr.
Prof. Dr.
apl. Prof. Dr.
Wiss. Mitarbeiter Dr.
apl. Prof. Dr.
Lehrbeauftragte M.A.
PD Dr.
Prof. em. Dr.
Wiss. Mitarbeiterin M .A.
Prof. Dr.
Prof. Dr.
Prof. Dr.
Lehrbeauftragter Dr.
Dr.
Name
ALKER
ANACKER
BAUER
BONNEMANN
BONSIEPEN
BIERBRODT
CHARPA
CÜRSGEN
DUDDA
EDEN
FLACKE
GLINKA
GORETZKI
HAARDT
HOCHE
JAESCHKE
JECK
KAHNERT
KAPUST
KLASEN
KÖHLER
KÖNIG
KRUSE-EBELING
KÜHN
LESSING
LIEBSCH, B.
LIEBSCH, D.
MAY
3/39
3/38
3/29
3/129
Hegel-Archiv
3/150
3/137
3/39
3/157
3/39
3/59
3/54
Raum GA
3/129
3/150
Hegel-Archiv
3/158
Hegel-Archiv
3/59
3/150
7/144
3/154
3/37
3/142
3/55
3/55
3/160
3/55
3/55
24727
22453
24722
24716
22725
22233
22207
24730
27679
27679/
22208
24721
24715
24734
25915
22208
24727
24723
24721
24729
24721
28711
22749
Tel.3225915
24727
22234
25543
22271
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
11-13
15-16
Mo
12-13
14-15
Di
Mi
12-13
14-16
11-12
Raum- und Sprechstundenplan Wintersemester 2008/09
17
14-15
12-13
12:15-13:15
Do
13-14
11-12
14-15
13-14
11-12
Fr
Prof. Dr.
Prof. Dr.
Prof. Dr.
PD Dr.
Prof. Dr.
Lehrbeauftragter Dr.
Lehrbeauftragte M. A.
Prof. Dr.
Dr. Lehrbeauftragter
Prof. em. Dr.
Dr. Wiss. Mitarbeiter
Wiss. Mitarbeiterin Dr.
Prof. Dr.
Prof. em. Dr.
Prof. Dr.
Wiss. Hilfskraft M.A.
Prof. Dr.
Wiss. Mitarbeiterin Dr.
Wiss. Mitarbeiterin M. A.
Lehrbeauftragter Dr.
Prof. Dr.
Prof. Dr.
Lehrbeauftragter Dr.
Wiss. Mitarbeiter Dr.
Prof. em. Dr.
Wiss. Mitarbeiterin Dr.
Hegel-Archiv, Overbergstraße 17
MEIST
MOJSISCH
NEWEN
PAIMANN
PARDEY
PLOTNIKOV
POMPE
PULTE
RAUPRICH
SASS
SCHLICHT
SCHMIDT, Kirsten
SCHNELL
SCHOLTZ
SCHULZ
SCHÖTTLER
SCHWEIDLER
SELL
SIEGFRIED
STAMMKÖTTER
STEENBLOCK
STEIGLEDER
VERWEYEN
VOSGERAU
WALDENFELS
ZINCK
3/39
3/31
3/152
1/136
3/156
3/129
3/141
3/149
3/58
3/53
3/153
3/58
3/39
3/55
GAFO 04/261
3/147
3/136
Hegel-Archiv
3/158
3/37
3/60
3/57
3/154
3/153
3/29
3/141
24721
22721
22139
22751
22714
25915
24724
22726
24733
22750
22711
24733
24721
27679
27895
22717
22722
22244
25543
24716
24726
22719
24722
22711
24734
24724
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
n.V.
18
14-15
10-11
13-14
12-13
13-14
9:30-10:30
14-15
10-11
9-10
14:15-15:15
11-12
15-16
12-13
12-13
14-15
11-12
14:30-15:30
16-17
19
Vorlesungen im WS 2008/09
Vorl.-Nr. Termin
030001
Fr 10-12
030002
Mi 18-20,
14tg.
030004
Di 16-18
030005
Mi 8-10
030006
Mo 16-18
030007
Mo 10-12
030008
Di 12-14
030011
Di 12-14
030012
Di 14-16
Titel
Der Geist der Tiere
(Optionalbereich)
Historische, erkenntnistheoretische und ethische
Grundlagen der Biologie
(Optionalbereich)
Einführung in die theoretische Philosophie
BA SE I Teil 1
Hegel: Eine Einführung
BA WM Ia
Einführung in die antike Philosophie
BA HE 1 Teil 1
Einführung in die Philosophie des Geistes:
Wahrnehmen, Denken, Fühlen, Handeln
BA WM Ic
Aristoteles
BA WM IIa MA WM IIa M. Ed. WM II a
Heidegger
BA WM IIa MA WM IIa M. Ed. WM IIa
Philosophische Epistemologie
BA WM IIa MA WM IIa M. Ed. WM IIa
Dozent
Jeck
König,
Pulte,
Stützel
Pulte
Jaeschke
Steigleder
Newen
Cürsgen
Paimann
Paimann
20
Auflistung der Lehrveranstaltungen nach Modulen im BA/MAStudiengang
Bachelor of Arts
BA HE 1 Teil 1
HE 1 Historische Einführung 1: Zentrale Themen der Philosophie in Antike, Mittelalter und früher
Neuzeit
030 006
Einführung in die antike Philosophie
Steigleder
BA HE 1 Teil 2
HE 1 Historische Einführung 1: Zentrale Themen der Philosophie in Antike, Mittelalter und früher
Neuzeit
030 034
Aristoteles: Ethik
Jaeschke
030 059
Augustin: Gegen die Akademiker
Kahnert
030 060
Philosophie im Mittelalter: Eine Einführung
Kahnert
030 046
Platon: Symposion, Phaidros
Kruse-Ebeling
030 039
Wissenstheorien bei Nikolaus von Kues
Mojsisch
030 035
Einführung in die Philosophie des Neuplatonismus
Stammkötter, Mojsisch
BA SE 1 Teil 1
SE 1 Systematische Einführung 1: Disziplinen der Theoretischen Philosophie
030 004
Einführung in die theoretische Philosophie
Pulte
BA SE 1 Teil 2
SE 1 Systematische Einführung 1: Disziplinen der Theoretischen Philosophie
030 024
Einführung in die Wissenschaftstheorie
Flacke, Anacker
030 057
Lockes Erkenntnistheorie
Haardt
030 056
Einführung in die Sprachphilosophie: Frege, Russell, Wittgenstein
und die modernen Entwicklungen
Newen
030 028
Freges Kritik an der Korrespondenztheorie der Wahrheit
Pardey
030 032
Seminar zur Vorlesung "Einführung in die theoretische Philosophie" Pulte
030 030
Einführung in die Logik und Argumentationstheorie
Vosgerau
BA WM Ia
WM Ia Weiterführendes Modul: Erkenntnis und Grund
030 037
Naturalismus
Anacker
030 038
R. Rorty: Der Spiegel der Natur. Eine Kritik der Philosophie
Eden, Flacke
030 040
Baruch de Spinoza: Kurze Abhandlung von Gott, dem Menschen
und dessen Glück
Glinka
030 058
René Descartes: Regeln zur Ausrichtung der Erkenntniskraft
(Regulae ad directionem ingenii)
Glinka
030 041
Einleitung in die Geschichte der Philosophie
Goretzki
030 043
Kants Kritik der Gottesbeweise
Haardt
030 005
Hegel: Eine Einführung
Jaeschke
030 044
Hegel: Wissenschaft der Logik. Einführung
Jaeschke
21
030 045
Martin Heidegger: Die Grundprobleme der Phänomenologie
Köhler
030 048
Biologische Information
Schmidt
030 023
Grundformen der Philosophie bei Platon und Aristoteles
Kühn
030 033
Platon: Phaidon
Goretzki
030 064
Einführung in die philosophische Logik und Argumentationstheorie Vosgerau
BA WM Ib
WM Ib Weiterführendes Modul: Handlung und Norm
030 047
G.W.F. Hegel: Grundlinien der Philosophie des Rechts
Plotnikov
030 052
Hirntod und Organtransplantation
Steigleder
030 025
Liberalismus und Kommunitarismus
Flacke
030 026
Philosophie des Glücks
Lessing
030 049
Zur Einführung in die Philosophie von Karl Jaspers
Schweidler
030 053
Platon Gorgias
Schweidler,
Kruse-Ebeling
030 055
Georg Lukács: Zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins; Teil 1
Bauer
BA WM Ic
WM Ic Weiterführendes Modul: Kultur und Natur
030 042
Philosophie der Ikone
Haardt
030 061
Cassirer: Versuch über den Menschen
Lessing
030 007
Einführung in die Philosophie des Geistes: Wahrnehmen, Denken, Newen
Fühlen, Handeln
030 029
Theorien der Intentionalität von Brentano bis Searle
Schlicht
030 063
Ideengeschichte, Begriffsgeschichte, Diskursanalyse. Methoden
der historischen Semantik
Schöttler
030 050
Zur Philosophie des Lebendigen I: Aristoteles: De Anima
Sell
030 051
Authentizität
Siegfried
030 054
Was sind Emotionen? Humes Traktat über die menschliche Natur
(Buch II) und die modernen Emotionstheorien
Zinck
BA WM IIa
WM IIa Weiterführendes Modul: Erkenntnis und Grund
030 008
Aristoteles
Cürsgen
030 075
Pragmatische Bedeutungstheorie
Dudda
030 011
Heidegger
Paimann
030 012
Philosophische Epistemologie
Paimann
030 079
Kripke, Naming and Necessity
Pardey
030 071
Gadamer: Wahrheit und Methode
Lessing
030 084
Erscheinung und Ding an sich bei Kant
Bonsiepen
BA WM IIb
WM IIb Weiterführendes Modul: Handlung und Norm
030 078
Philosophie der Aufmerksamkeit
Liebsch
030 082
Kants Freiheitstheorie
Schweidler
22
030 083
Weltarmut, globale Gerechtigkeit und das Problem der Governance Steigleder
030 076
Henri Bergson: Zeit und Freiheit
Haardt
030 081
Ethik und Handlungstheorie bei Thomas von Aquin
Schweidler
BA WM IIc
WM IIc Weiterführendes Modul: Kultur und Natur
030 077
Darwin und Darwinismus in der Philosophie des 20. Jahrhunderts
Lessing, Pulte
030 027
Phänomenales Bewusstsein und reduktive Erklärungen des
Geistes
Newen
030 072
Merleau-Ponty: Phänomenologie der Wahrnehmung
Bonsiepen
030 073
Philosophische Probleme der Kulturwissenschaften
Charpa
Master of Arts
MA WM IIa
WM IIa Weiterführendes Modul: Erkenntnis und Grund
030 008
Aristoteles
Cürsgen
030 075
Pragmatische Bedeutungstheorie
Dudda
030 116
Logisch-sprachanalytisches Kolloquium
Dudda, Hoche,
Pardey
030 011
Heidegger
Paimann
030 012
Philosophische Epistemologie
Paimann
030 079
Kripke, Naming and Necessity
Pardey
030 117
Kolloquium zur Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte Pulte, Charpa, König
030 071
Gadamer: Wahrheit und Methode
Lessing
030 084
Erscheinung und Ding an sich bei Kant
Bonsiepen
MA WM IIb
WM IIb Weiterführendes Modul: Handlung und Norm
030 078
Philosophie der Aufmerksamkeit
Liebsch
030 082
Kants Freiheitstheorie
Schweidler
030 083
Weltarmut, globale Gerechtigkeit und das Problem der Governance Steigleder
030 076
Henri Bergson: Zeit und Freiheit
Haardt
030 081
Ethik und Handlungstheorie bei Thomas von Aquin
Schweidler
MA WM IIc
WM IIc Weiterführendes Modul: Kultur und Natur
030 077
Darwin und Darwinismus in der Philosophie des 20. Jahrhunderts
Lessing, Pulte
030 027
Phänomenales Bewusstsein und reduktive Erklärungen des
Geistes
Newen
030 072
Merleau-Ponty: Phänomenologie der Wahrnehmung
Bonsiepen
030 073
Philosophische Probleme der Kulturwissenschaften
Charpa
030 086
Ulrich von Straßburg: Probleme der Naturphilosophie (mit
Quellenlektüre)
Mojsisch
Master of Education
M. Ed. WM IIa
WM IIa Weiterführendes Modul: Erkenntnis und Grund (Lehramt Sek. I/II)
23
030 008
Aristoteles
Cürsgen
030 075
Pragmatische Bedeutungstheorie
Dudda
030 079
Kripke, Naming and Necessity
Pardey
030 071
Gadamer: Wahrheit und Methode
Lessing
030 084
Erscheinung und Ding an sich bei Kant
Bonsiepen
M. Ed. WM IIb
WM IIb Weiterführendes Modul: Handlung und Norm (Lehramt Sek. I/II)
030 078
Philosophie der Aufmerksamkeit
Liebsch
030 082
Kants Freiheitstheorie
Schweidler
030 083
Weltarmut, globale Gerechtigkeit und das Problem der Governance Steigleder
030 076
Henri Bergson: Zeit und Freiheit
Haardt
030 081
Ethik und Handlungstheorie bei Thomas von Aquin
Schweidler
030 085
Gut leben - Grundprobleme der Praktischen Philosophie in
Bildungsprozessen
Bierbrodt
M. Ed. WM IIc
WM IIc Weiterführendes Modul: Kultur und Natur (Lehramt Sek. I/II)
030 077
Darwin und Darwinismus in der Philosophie des 20. Jahrhunderts
Lessing, Pulte
030 027
Phänomenales Bewusstsein und reduktive Erklärungen des
Geistes
Newen
030 072
Merleau-Ponty: Phänomenologie der Wahrnehmung
Bonsiepen
030 073
Philosophische Probleme der Kulturwissenschaften
Charpa
030 086
Ulrich von Straßburg: Probleme der Naturphilosophie (mit
Quellenlektüre)
Mojsisch
M. Ed. Fachdidaktik
Fachdidaktische Theorie, Methode und Praxis
030 074
Sozialwissenschaftliche und kulturreflexive Kontexte
philosophischer Bildung
Steenblock
030 085
Gut leben - Grundprobleme der Praktischen Philosophie in
Bildungsprozessen
Bierbrodt
Einzelveranstaltungen
Kolloquien
030 116
Logisch-sprachanalytisches Kolloquium
Dudda, Hoche,
Pardey
030 110
Doktorandenkolloquium
Jaeschke
030 119
Colloquium zur Klassischen Deutschen Philosophie
Jaeschke
030 114
Kolloquium über Neurophilosophie und Neuroethik
Jeck, Ritter
030 111
Methodische Probleme der ethischen Analyse medizinischer Fälle
May, Sass
030 112
Ethische Aspekte medizinischer und pflegerischer Behandlung von May, Sass
unter Betreuung stehenden Patienten
030 117
Kolloquium zur Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte Pulte, Charpa, König
030 118
Metaphysik und Praxis
Schweidler
030 113
Forschungskolloquium zur Phänomenologie und zur neueren
französischen Philosophie
Waldenfels
24
030 120
Forschungskolloquium zur Geschichte der Philosophie
Mojsisch, Rehn
Übungen
030 131
Betreuung von Seminararbeiten und wissenschaftlichen
Abschlussarbeiten
Pardey
030 132
Betreuung von Seminararbeiten und wissenschaftlichen
Abschlussarbeiten
Pulte
030 133
Betreuung von Doktoranden
Schweidler
030 134
Betreuung von Examens- und Doktorarbeiten
Mojsisch
030 135
Übung für Absolventen (Bachelor- und Masterstudierende)
Newen
Optionalbereich
030 021
Einführung in den Marxismus
Bonnemann
030 022
Einführung in den Anarchismus
Bonnemann
030 001
Der Geist der Tiere
Jeck
030 019
Tierethik
Jeck
030 015
Theorien der Ethik – Grundlagen und Positionen
Kapust
030 002
Historische, erkenntnistheoretische und ethische Grundlagen der
Biologie
König, Pulte, Stützel
030 020
Historische, erkenntnistheoretische und ethische Grundlagen der
Biologie
König, Pulte, Stützel
030 018
Einführung in die Ästhetik I
Liebsch
030 016
Logik der Argumentation
Pardey
030 017
Rhetorik der Argumentation
Verweyen
030 062
Das Projekt Aufklärung - Ansprüche, Schwierigkeiten, Perspektiven Alker, Klasen
25
Meldefristen in VSPL
Für alle Veranstaltungen sind in VSPL folgende Fristen eingerichtet:
Anmeldung:
Montag 22.09. – Donnerstag 09.10.2008
Abmeldung:
Montag 13.10. - Mittwoch 22.10.2008
Nachrückfrist: Freitag 31.10.2008
Zur Anmeldung sind Chipkarte und PC unter Windows mit Chipkartenlesegerät nötig.
Die PCs der Philosophischen Bibliothek und zahlreiche andere Rechner auf dem
Campus sind hinreichend ausgestattet, um den Zugang zu VSPL zu ermöglichen.
Weitere Infos zur Benutzung usw. unter http:/www.ruhr-uni-bochum.de/vspl/
26
Lehrveranstaltungen des Instituts für Philosophie
Grundform des Philosophiestudiums an der Ruhr-Universität Bochum ist der gestufte
BA/MA-Studiengang. Die Bezeichnungen HE 1/2, SE 1/2, WM I/IIa-c verweisen auf
die Studieninhalte dieses BA/MA-Studiengangs. WM IIa-c "Master of Arts" bzw.
"Lehramt" (M.Ed.) beziehen sich auf die jeweilige Master-Phase dieses
Studiengangs. Nähere Erläuterungen geben die Studienführer BA ("Rotbuch"), MA
("Gelbbuch") und M. Ed. ("Blaubuch"), die Sie im Geschäftszimmer und in der
Bibliothek des Instituts für Philosophie erhalten.
Für Lehramtsstudenten, die das Fach Philosophie gemäß der LPO
(Lehramtsprüfungsordnung vom 21.5.1999) studieren, verweisen die Kombinationen
der Großbuchstaben A, B, C oder D mit arabischen Ziffern auf die Bereiche und
Teilgebiete im Sinne von § 9 der Studienordnung für den Studiengang Philosophie
mit dem Abschluss Erste Staatsprüfung für das Lehramt für die Sekundarstufe II; z.
B. verweist "B1" auf "Erkenntnistheorie". Diese Kennzeichnungen entsprechen auch
den Teilgebieten der Magisterprüfungsordnung, die für alle seit dem SS 1997
eingeschriebenen Studierenden des Magister-Studiengangs gilt. "E1" - "E3"
bedeutet: Zusatzstudium für das Fach "Praktische Philosophie" in der Sekundarstufe
I.
Die hinzugefügten Kennzeichnungen "AM", "N" bzw. "G" beziehen sich auf die
philosophiegeschichtlichen Epochen "Antike oder Mittelalter", "Neuzeit" bzw.
"Gegenwart".
Die Kennzeichnung "e" bedeutet, dass die betreffende Lehrveranstaltung für das
Erziehungswissenschaftliche Studium angerechnet werden kann. Die nachfolgenden
Ziffern verweisen auf die betreffenden Teilgebiete nach § 2 der Ordnung für das
Studium der Fächer Pädagogik, Philosophie und Sozialwissenschaft im Rahmen des
Erziehungswissenschaftlichen Studiums ("e") für die Lehrämter für die
Sekundarstufen I und II vom 28.7.1986; z. B. verweist "A2" auf "Erziehungs- und
Bildungstheorien", "A3" auf "Philosophische und anthropologische Grundfragen der
Erziehung".
27
Bachelor of Arts
28
BA HE 1 Teil 1
HE 1 Historische Einführung 1: Zentrale Themen der Philosophie in Antike, Mittelalter
und früher Neuzeit
29
030 006
Prof. Dr. Klaus Steigleder
Einführung in die antike Philosophie
2 st.,
Mo
16.00-18.00, HGA 10 ,
Beginn: MO, 20.10.2008
Teilgebiete/Epochen: MARS C1; BA HE 1 Teil 1
Veranstaltungsart: Vorlesung
Creditpoints: 2
Die Vorlesung ist 1. Bestandteil des Einführungsmoduls HE1 für den BA/MAStudiengang.
2.
Bestandteil
030034
030059
030060
030046
030039
030035
ist
eines
der
folgenden
Seminare
im
Grundstudium:
Jaeschke: Aristoteles, Ethik, Do 14.00-16.00, GA 03/46
Kahnert: Augustin, Gegen die Akademiker, Mo 14.00-16.00, GA 03/46
Kahnert: Philosophie im Mittelalter. Eine Einführung, Mo 8.00-10.00,
GA 03/46
Kruse-Ebeling, Platon: Symposion, Phaidros, Fr 12.00-14.00,
GA 04/716
Mojsisch, Wissenstheorien bei Nikolaus von Kues, Di 14.00-16.00,
GA 04/716
Stammkötter, Mojsisch, Einführung in die Philosophie des Neuplatonismus, Mo 12.00-14.00, GA 04/716
Die Teilnahme setzt eine Anmeldung über VSPL im Zeitraum 22.9.-9.10.2007 voraus
Die Vorlesung versucht wesentliche Stationen der antiken Philosophie von den
Vorsokratikern bis hin zum Hellenismus zu verfolgen. Von den Vorsokratikern werden
vor allem Heraklit und Parmenides behandelt. Sodann wird ein Blick auf die
"sophistische Aufklärung" geworfen sowie auf Sokrates, von dem es bei Cicero heißt,
er habe "als erster die Philosophie vom Himmel heruntergeholt und in den Städten
angesiedelt und sogar in die Häuser eingeführt." (Tusc. 5.4.10) Im Zentrum der
Vorlesung stehen Aspekte von Platons Ideenlehre und der aristotelischen
Metaphysik. Schließlich sollen noch die Stoa und der Epikureismus vorgestellt
werden.
Literatur:
Zur vorbereitenden Lektüre empfehle ich:
Friedo Ricken, Philosophie der Antike = Grundkurs Philosophie Bd. 6, Stuttgart, 3.
Aufl. 2000.
30
BA HE 1 Teil 2
HE 1 Historische Einführung 1: Zentrale Themen der Philosophie in Antike, Mittelalter
und früher Neuzeit
31
030 034
Prof. Dr. Walter Jaeschke
Aristoteles: Ethik
2 st.,
Do
14.00-16.00, GA 03/46 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA HE I Teil 2
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Empfohlene Modularisierung:
Die Vorlesung 030 006 „Einführung in die antike Philosophie“ von Prof. Steigleder.
Die Aristotelische Ethik ist - um ein Wort aus anderem Kontext zu adaptieren - einer
der großen Gedanken, von denen die Menschheit gelebt hat. Sie entwickelt ein
Konzept des sittlichen Lebens, das, obschon es im Blick auf die griechische Antike
entworfen ist, nicht allein eine lange, die Zeiten übergreifende Wirkungsgeschichte
gehabt hat, sondern sich auch in der gegenwärtigen Diskussion über Fragen der
Ethik als einer der beiden Brennpunkte von Ethikkonzeptionen erweist.
Das Seminar ist als Begleitseminar zur Vorlesung "Historische Einführung 1"
(030006) angelegt. Es möchte in die - von der heutigen völlig unterschiedene und
dennoch aktuelle - Denkwelt dieses Denkers einführen, der lange als "der Philosoph"
schlechthin bezeichnet worden ist. Hierzu werden besonders für die Lektüre und
Diskussion geeignete Textpartien ausgewählt und in der ersten Sitzung angegeben.
Literatur:
Ausgaben: Da ich nicht davon ausgehen kann, dass die Edition im Rahmen der
deutschen Übersetzung der Werke des Aristoteles in allen Händen ist, empfehle ich
als Text:
Aristoteles: Nikomachische Ethik. Übersetzung und Nachwort von Franz Dirlmeier.
Reclam-Verlag.
32
030 059
Dr. Klaus Kahnert
Augustin: Gegen die Akademiker
2 st.,
Mo
14.00-16.00, GA 03/46 ,
Beginn: MO, 20.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA HE I Teil 2
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Empfohlene Modularisierung:
Die Vorlesung 030 006 „Einführung in die antike Philosophie“ von Prof. Steigleder.
Augustins Frühschrift "Contra Academicos vel de Academicis" ist eine
Auseinandersetzung mit der Akademischen Skepsis. In Dialogform thematisiert
Augustin das Problem der Möglichkeit bzw. Unmöglichkeit der Wahrheitserkenntnis
als Mittel und Weg zu wahrem Glück. In den einführenden Passagen wirbt Augustin
nicht nur glühend für die Philosophie, sondern hält es für möglich und notwendig,
Glaubenswahrheiten mit der Vernunft zu erfassen. Der Dialog führt die konträren
Positionen des stoisch-skeptischen Streites um die Wahrheitserkenntnis und ihre
Kriterien vor, um dann die Argumente der Skeptiker zu widerlegen. Entscheidend ist
dabei die Auffassung, dass bei allem Zweifel an Wahrgenommenem und bei all der
'Gleich-Gültigkeit' entgegen gesetzter Positionen doch zumindest die Tatsache des
Wahrnehmens bzw. Empfindens, der Zweifel und die Sätze, in denen er zum
Ausdruck gebracht wird, ebenso wahr und gültig sein müssen wie die Gesetze der
Mathematik. Diesem Zusammenhang entstammt die berühmte Sentenz, drei mal drei
sei notwendigerweise auch dann neun, wenn die ganze Menschheit schnarche.
Auffallend und interessant ist besonders die Tatsache, dass Augustin sich teilweise
selbst skeptischer Terminologie bedient und die Anwendbarkeit der skeptischen
Argumente auf die sinnlich wahrnehmbare Welt durchaus zugesteht.
Literatur:
Text:
Aurelius Augustinus, Philosophische Frühdialoge (hrsg. v. C. Andresen): Gegen die
Akademiker, Über das Glück, Über die Ordnung. Eingel., übers. u. erl. von B. R.
Voss, I. Schwarz-Kirchbauer, W. Schwarz und E. Mühlenberg, Zürich 1972.
Literatur:
Kurt Flasch, Augustin. Einführung in sein Denken, Stuttgart (Reclam), 2. Aufl. 1994.
33
030 060
Dr. Klaus Kahnert
Philosophie im Mittelalter: Eine Einführung
2 st.,
Mo
08.00-10.00, GA 03/46 ,
Beginn: MO, 20.10.2008
Teilgebiete/Epochen: MARS BA HE I Teil 2
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Empfohlene Modularisierung:
Die Vorlesung 030 006 „Einführung in die antike Philosophie“ von Prof. Steigleder.
Da man wegen ihrer - für viele überraschend - Vielschichtigkeit nicht sinnvoll von 'der'
Philosophie des Mittelalters sprechen kann, soll dieses Seminar anhand
ausgesuchter Autoren und ihrer Texte einführend ermitteln, wo, warum und wie, d.h.
in welcher (auch literarischen) Form, im Mittelalter philosophisch gedacht wurde.
Wichtige Voraussetzungen für das Verständnis mittelalterlicher Philosophie sind
Grundkenntnisse
des Aristotelischen, (Neu-)Platonischen und Augustinischen
Denkens. Aus diesem Grunde werden im Seminar zunächst Autoren der Antike, bzw.
Spätantike behandelt. Gelesen und diskutiert werden Textauszüge folgender
Autoren: Aristoteles, Augustin, Boëthius, Anselm von Canterbury, Thomas von Aquin,
Dietrich von Freiberg, Meister Eckhart und Nikolaus von Kues.
Literatur:
Ein Reader mit Quellentexten und weiterführenden bibliographischen Hinweisen wird
zur Verfügung gestellt.
34
030 046
M.A. Ute Kruse-Ebeling
Platon: Symposion, Phaidros
2 st.,
Fr
12.00-14.00, GA 04/716 ,
Beginn: FR, 17.10.2008
Teilgebiete/Epochen: B; BA HE I Teil 2
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Empfohlene Modularisierung:
Die Vorlesung 030 006 „Einführung in die antike Philosophie“ von Prof. Steigleder.
Platons "Gastmahl" (Symposion) zählt zu den berühmtesten und zugleich schönsten
Zeugnissen der abendländischen Philosophiegeschichte. Im Seminar sollen der
innere Aufbau und die Argumentationsstruktur des Werkes nachvollzogen und dem
darin erörterten Wesen der Liebe (eros) sowie ihrem Verhältnis zum Guten und
Schönen, zur Vernunft, Bildung und Rhetorik näher nachgespürt werden. Zur
Ergänzung wird Platons Dialog "Phaidros" herangezogen werden, in dem es um
Liebe, Schönheit und göttlichen Wahnsinn, um die Seele und die wahre Redekunst
geht.
Literatur:
Platon, Symposion, z. B. in der Meiner-Ausgabe: Platon, Symposion / Gastmahl, gr.dt., hrsg. u. übers. v. Barbara Zehnpfennig, Hamburg 2006 oder der ReclamAusgabe: Platon, Symposion, Neuübersetzung, gr.-dt., hrsg. u. übers. v. Thomas
Paulsen u. Rudolf Rehn, Ditzingen 2006;
Platon, Phaidros, z. B. in der gr.-dt.-Ausgabe, hrsg. und übers. v. Wolfgang
Buchwald, München: Heimeran, 1964.
Ein Reader mit Sekundärliteratur zum Thema wird zu Beginn des Seminars
bereitgestellt.
35
030 039
Prof. Dr. Burkhard Mojsisch
Wissenstheorien bei Nikolaus von Kues
2 st.,
Di
14.00-16.00, GA 04/716 ,
Beginn: DI, 14.10.2008
Teilgebiete/Epochen: B1, C1, AM; BA HE 1Teil 2
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Empfohlene Modularisierung:
Die Vorlesung 030 006 „Einführung in die antike Philosophie“ von Prof. Steigleder.
Die Philosophie des Nikolaus von Kues ist kein starres Gebilde. Das läßt sich
eigenen Äußerungen des Cusanus entnehmen und ist anhand zentraler Schriften
auch verifizierbar.
Im Seminar sollen drei seiner Werke - zumindest partiell - analysierend erschlossen
werden, um seinen verschiedenen Wissenstheorien nachzugehen: "De docta
ignorantia" ("Über das wissende Nicht-Wissen"), "De coniecturis" ("Über die
Mutmaßungen") und "De apice theoriae" ("Über den Kulminationspunkt der
theoretischen Philosophie").
Literatur:
Texte:
Nikolaus von Kues, Die belehrte Unwissenheit, Buch I, lat.-dt., übers. und mit Vorw.
und Anm. hrsg. von H. G. Senger, (Philosophische Bibliothek, Bd. 264 a) Hamburg
1979.
Nikolaus von Kues, Mutmaßungen, lat.-dt., übers. und mit Einf. und Anm. hrsg. von J.
Koch, W. Happ, (PhB, Bd. 268, 2. Aufl.) Hamburg 1988.
Nikolaus von Kues, Die höchste Stufe der Betrachtung, lat.-dt., übers. und hrsg. von
H. G. Senger, (PhB, Bd. 383) Hamburg 1986.
Literatur:
K. Flasch, Nikolaus von Kues. Geschichte einer Entwicklung. Vorlesungen zur
Einführung in seine Philosophie, Frankfurt a. M. 1998.
K. Jacobi (Hrsg.), Nikolaus von Kues. Einführung in sein philosophisches Denken,
Freiburg / München 1979.
B. Mojsisch, Nikolaus von Kues: "De coniecturis", in: K. Flasch (Hrsg.),
Interpretationen. Hauptwerke der Philosophie: Mittelalter, Stuttgart 1998, 470-489.
36
030 035
Dr. Franz-Bernhard Stammkötter, Prof. Dr. Burkhard Mojsisch
Einführung in die Philosophie des Neuplatonismus
2 st.,
Mo
12.00-14.00, GA 04/716 ,
Beginn: MO, 20.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA HE 1 Teil 2
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Empfohlene Modularisierung:
Die Vorlesung 030 006 „Einführung in die antike Philosophie“ von Prof. Steigleder.
Der Neuplatonismus ist die letzte große philosophische Schule, die in der Antike
entwickelt wurde. Obwohl die Schriften Plotins, der als Begründer dieser
Denkrichtung gilt, nur wenig direkt rezipiert wurden, gewann der Neuplatonismus vor
allem durch seine christliche Transformation der Kirchenväter eine gewichtige
Position in der Philosophiegeschichte; sein Einfluß reicht über das Mittelalter bis zu
Denkansätzen der Gegenwart.
Im Seminar sollen zunächst einige grundlegende Texte Plotins gelesen werden, im
Anschluß daran Texte anderer Autoren, die der neuplatonischen Tradition
zuzurechnen sind, etwa Augustinus, Boethius oder Giordano Bruno; eventuelle
Wünsche der Teilnehmer können dabei berücksichtigt werden.
Literatur:
Plotin, Ausgewählte Schriften, hrsg. von Christian Tornau, Stuttgart 2001
Beierwaltes,
Werner,
Denken
des
Einen,
Frankfurt
Halfwassen, Jens, Plotin und der Neuplatonismus, München 2004
a.
M.
1985
37
BA SE 1 Teil 1
SE 1 Systematische Einführung 1: Disziplinen der Theoretischen Philosophie
38
030 004
Prof. Dr. Helmut Pulte
Einführung in die theoretische Philosophie
2 st.,
Di
16.00-18.00, HGA 10 ,
Beginn: DI, 21.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA SE I Teil 1
Veranstaltungsart: Vorlesung
Creditpoints: 2
Die Vorlesung ist Bestandteil des Einführungsmoduls SE1
2. Bestandteil ist eines der folgenden Seminare im Grundstudium:
für
den
BA/MA-Studiengang,
030024
Flacke, Anacker: Einführung in die Wissenschaftstheorie
Fr 10.00-12.00, GA 03/46
030057
Haardt: Lockes Erkenntnistheorie
Di 16.00-18.00, GA 03/46
030056
Newen: Einführung in die Sprachphilosophie: Frege, Russell, Wittgenstein und die
modernen Entwicklungen
Do 10.00-12.00, GA 04/716
030028
Pardey: Freges Kritik an der Korrespondenztheorie der Wahrheit
Mo 14.00-16.00, GA 04/716
030032
Pulte: Seminar zur Vorlesung "Einführung in die theoretische Philosophie"
Mo 8.30-10.00, GABF 05/705
030030
Vosgerau: Einführung in die Logik und Argumentationstheorie
Mi 14.00-16.00, GA 04/358
Die in der Geschichte der Philosophie geläufige, immer wieder aber auch in Frage gestellte und recht
unterschiedlich vollzogene Unterscheidung von theoretischer und praktischer Philosophie zielt
zunächst darauf ab, die philosophische Reflexion über den Menschen als erkennendes, auf Wissen
oder Weisheit (sophia) ausgehendes und um dessen Begründung bemühtes Wesen einerseits und die
philosophische Reflexion über den Menschen als handelndes, dabei bestimmten Normen und Regeln
verpflichtetes Wesen andererseits auseinander zu halten. Theoretische Philosophie im weitesten
Sinne hat es also mit Fragen des Erkennens und des Wissens zu tun: Sie sucht, diese Begriffe zu
klären und einzugrenzen, indem sie Erkenntnisprozesse erforscht, die Artikulation von Wissen (in
Urteilen oder ganzen Satzsystemen) analysiert, geeignete Methoden der Wissensgewinnung und begründung herausarbeitet, die adäquate inhaltliche und formale Organisation von Wissensbeständen
in bestimmter Verfasstheit (wie etwa wissenschaftlicher Theorie) thematisiert und ggf. nach ‚letzten'
Begründungsprinzipien unseres Wissens fragt und deren Möglichkeit hinterfragt.
Die wichtigsten Teildisziplinen der theoretischen Philosophie sind die Logik, die Erkenntnistheorie, die
Sprachphilosophie, die Wissenschaftstheorie sowie - für die neuere Philosophie mit gewissen
Einschränkungen zu versehen - die Ontologie und Metaphysik.
Die Vorlesung gibt eine Einführung in diese Gebiete anhand einiger ihrer (jeweils) wichtigsten
Leitprobleme und Leitbegriffe. Der zeitliche Schwerpunkt wird auf der neueren Philosophie liegen,
wobei gelegentliche historische Exkurse dem Problemverständnis dienlich sein dürften. Sie ist für alle
Studierende der Philosophie im ersten Jahr des BA/MA-Studiums obligatorisch und wird mit einer
Klausur abgeschlossen. Der Besuch ist auch anzuraten für Studierende, die Philosophie als
Nebenfach im Rahmen entsprechender Studiengänge (etwa als "Philosophie der
Naturwissenschaften" oder "Philosophie der Mathematik") belegen oder die sich einfach nur einen
ersten Einblick in die theoretische Philosophie verschaffen wollen. Hinweise zur (weiteren) Literatur,
zur Kreditierung und zu anderen studienorganisatorischen Fragen werden in der ersten Vorlesung (am
14.10.2008) gegeben.
Literatur:
zur Einführung:
Martens, E./Schnädelbach, H. (Hgg.): Philosophie. Ein Grundkurs. 2 Bde., Hamburg 72003 (Rowohlt).
39
BA SE 1 Teil 2
SE 1 Systematische Einführung 1: Disziplinen der Theoretischen Philosophie
40
030 024
Dr. Michael Flacke, Dr. Michael Anacker
Einführung in die Wissenschaftstheorie
2 st.,
Fr
10.00-12.00, GA 03/46 ,
Beginn: FR, 17.10.2008
Teilgebiete/Epochen: B1, B3, G, e:A3; BA SE I Teil 2
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Dieses Seminar ist ein Teil des Einführungsmoduls SE 1 des BA/MA-Studiengangs.
Es ergänzt die Vorlesung 030 004 von Prof. Dr. Pulte: "Einführung in die theoretische
Philosophie"
Das Seminar möchte anhand klassischer Primärtexte zur Wissenschaftstheorie einen
Überblick über die Themen, Probleme und Fragestellungen dieser Disziplin sowie
einen Einblick in ihre historische Entwicklung geben. Ausgehend von Auguste
Comtes "Rede über den Geist des Positivismus" von 1844 bis hin zu der
"Rationalitätskrise" der Wissenschaftstheorie und den Versuchen einer methodischen
Neuorientierung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sollen die jeweiligen
Positionen in ihren unterschiedlichen Perspektivierungen von wissenschaftlichem
Wissen vorgestellt und besprochen werden.
Literatur:
Zu Beginn des Semesters wird ein Reader mit den zu besprechenden Texten zur
Verfügung gestellt.
Zur Einführung geeignet:
Wofgang Detel: Wissenschaft, in: Martens, E./Schnädelbach, H. (Hg.): Philosophie.
Ein Grundkurs, Reinbek bei Hamburg 1994, Bd. 1, S. 172-216.
41
030 057
Prof. Dr. Alexander Haardt
Lockes Erkenntnistheorie
2 st.,
Di
16.00-18.00, GA 03/46 ,
Beginn: DI, 14.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA SE I Teil 2
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Empfohlene Modularisierung:
Die Vorlesung 030 004 „Einführung in die theoretische Philosophie“ von Prof. Pulte.
In diesem Seminar geht es um John Lockes "Essay concerning Human
Understanding" von 1689, das erkenntnistheoretischen Hauptwerk des Englischen
Empirismus. Locke stellt hier die Frage nach dem Ursprung, den Grenzen und der
Reichweite unserer Erkenntnis. Dabei will er auch Unterscheidungskriterien zwischen
gesichertem Wissen und bloßer Vermutung herausarbeiten.
Es geht nun darum, die zentralen Gedanken und Begriffe von Lockes empiristischer
Erkenntnistheorie herauszuarbeiten: seine Argumente gegen die Annahme
angeborener Prinzipien bzw. Ideen im 1. Buch, seine Theorie der Entstehung all
unserer Ideen bzw. Konzepte aus der äußeren und inneren Erfahrung im 2. Buch,
ferner der Verbindung unserer Ideen mit sprachlichen Zeichen im 3. Buch, um uns
schließlich der für jede Erkenntnistheorie zentralen Frage nach der Struktur und
Begründung gesicherten Wissens
im 4. und letzten Buch der Lockeschen
Abhandlung zuzuwenden.
Literatur:
Textgrundlage:
John Locke: Versuch über den menschlichen Verstand in zwei Bänden, 4. durchges.
Auflage, Hamburg: Meiner 1981 (Phil. Bibl. Bd. 75)
Literatur:
Udo Thiel: John Locke. 2. Auflage. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 2000
42
030 056
Prof. Dr. Albert Newen
Einführung in die Sprachphilosophie: Frege, Russell, Wittgenstein und die
modernen Entwicklungen
2 st.,
Do
10.00-12.00, GA 04/716 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: B1, C2, N: BA SE I Teil 2
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Empfohlene Modularisierung:
Die Vorlesung 030 004 „Einführung in die theoretische Philosophie“ von Prof. Pulte.
Das Seminar wird historisch und systematisch in die Sprachphilosophie des 20.
Jahrhunderts einführen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der frühen analytischen
Sprachphilosophie. Zunächst werden Frege, Russell und der frühe Wittgenstein
ausführlich vorgestellt. Damit erfolgt zugleich ein Einarbeiten in die Grundzüge der
philosophischen Logik, denn die Klassiker der Sprachphilosophie haben die
Philosophie der formalen Sprache eingeführt. Eine wichtige Weiterentwicklung stellt
die Sprachphilosophie Carnaps dar, die zugleich paradigmatisch die Philosophie des
logischen Empirismus repräsentiert. Im zweiten Block wird die Philosophie der
normalen Sprache vorgestellt, und zwar am Beispiel des späten Wittgenstein. Es
werden dann einige Beispiele vorgestellt, die aufzeigen, in welche Richtungen sich
die moderne Sprachphilosophie weiterentwickelt hat, z.B. Austins Sprechakttheorie
und Grice' Theorie des Meinens.
Bei der Erarbeitung der Texte wird Wert darauf gelegt, dass nicht nur die
sprachphilosophischen Thesen vorgestellt, sondern auch die Kernthesen zur
Ontologie, zur Erkenntnistheorie oder zur Philosophie des Geistes erläutert werden,
die darauf aufbauen.
Literatur:
Frege, G., Logische Untersuchungen, Göttingen 3. Aufl. 1986: Vandhoeck & Ruprech
(bzw. eine neuere Auflage).
Newen, A. & Schrenk, M., Einführung in die Sprachphilosophie, Darmstadt: Wiss.
Buchgesellschaft 2008.
43
030 028
Prof. Dr. Ulrich Pardey
Freges Kritik an der Korrespondenztheorie der Wahrheit
2 st.,
Mo
14.00-16.00, GA 04/716 ,
Beginn: MO, 20.10.2008
Teilgebiete/Epochen: B2, B4, G; BA SE I Teil 2
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Empfohlene Modularisierung:
Die Vorlesung 030 004 „Einführung in die theoretische Philosophie“ von Prof. Pulte.
Gottlob Frege (1848 - 1925) ist der Begründer der modernen Logik und Sprachanalyse,
seine Schriften gelten "wegen ihrer vorbildlichen Klarheit und ihres Scharfsinns [als] eine
außerordentlich anregende Lektüre" (Kutschera) und seine philosophische Bedeutung wird in
der "Vorbildlichkeit seiner Argumentationsweise" (Patzig) gesehen. In seinem berühmten
Aufsatz "Der Gedanke" kritisiert Frege im dritten Absatz die sogenannte
Korrespondenztheorie der Wahrheit und kommt dabei zu dem Ergebnis, dass nicht nur der
"Versuch, die Wahrheit als eine Übereinstimmung ["Korrespondenz"] zu erklären", scheitere,
sondern auch "jeder andere Versuch, das Wahrsein zu definieren."
Mit dieser These, der Begriff der Wahrheit sei undefinierbar, steht Frege im Gegensatz zu
der in der Analytischen Philosophie vorherrschenden Überzeugung, die Wahrheit sei im
Sinne der Korrespondenztheorie als Übereinstimmung mit der Wirklichkeit zu verstehen.
Alfred Tarski (1901 - 1983) hat angeblich Freges Undefinierbarkeitsthese widerlegt, indem er
den Wahrheitsbegriff im Sinne der Korrespondenztheorie widerspruchsfrei definiert habe.
Fast alle Interpreten haben Freges Kritik an der Korrespondenztheorie durch eine Tarskische
Brille gelesen. Deshalb sind sie zu dem Ergebnis gekommen, alle fünf Argumente, die Frege
in diesem Zusammenhang formuliert, seien ungültig. Die Fehler, die Frege angeblich in
seiner Argumentation gemacht hat, sind dabei allesamt logische Anfängerfehler. Dies ist für
den Leser der Interpretationen insofern überraschend, als dieselben Leute, welche einerseits
die Klarheit, den Scharfsinn und die Vorbildlichkeit von Freges Argumentationsweise rühmen
(s.o.), ihm andererseits diese Anfängerfehler vorwerfen und ihn damit als logischen Deppen
hinstellen.
In diesem Seminar soll Freges Kritik an der Korrespondenztheorie als in sich
widerspruchsfrei ("konsistent") verteidigt werden, sofern das möglich ist. Das Seminar ist
gedacht als eine exemplarische Einführung in die systematische Interpretation
philosophischer Texte. Die Teilnehmer sollten an gründlicher Textinterpretation interessiert
und bereit sein, sich auf detaillierte Argumentationen einzulassen, sie nachzuvollziehen und
selbständig zu kritisieren.
Die Bedingungen für den Scheinerwerb werden in der ersten Sitzung erklärt.
Literatur:
Textgrundlagen:
Gottlob Frege, Logische Untersuchungen, hrsg. und eingel. von G. Patzig, Göttingen 20035,
ISBN 978-3-525-34031-8, 11,90 €
Interpretationen von Freges Kritik an der Korrespondenztheorie, Reader zum Seminar, ab
dem 01.10.2008 bei Frau Tomczak in GA3, 162 erhältlich.
Weitere Literatur:
Ulrich Pardey, Freges Kritik an der Korrespondenztheorie der Wahrheit, Paderborn 2004,
ISBN: 978-3-89785-393-5, 19,80 €
44
030 032
Prof. Dr. Helmut Pulte
Seminar zur Vorlesung "Einführung in die theoretische Philosophie"
2 st.,
Mo
08.30-10.00, GABF 05/705 ,
Beginn: MO, 20.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA SE 1 Teil 2
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Empfohlene Modularisierung:
Die Vorlesung 030 004 „Einführung in die theoretische Philosophie“ von Prof. Pulte.
Im Seminar wird der Inhalt der Einführungsvorlesung zur theoretischen Philosophie
an ausgewählten Problemen und Grundbegriffen vertieft oder ergänzt. In der
Veranstaltung werden Kurzreferate zu einzelnen Themen vorgestellt und schriftliche
Hausarbeiten sowie Essays und Protokolle geschrieben. Über geeignete
Studienliteratur, Einzelheiten der Kreditierung und andere organisatorische Fragen
wird in der ersten Sitzung (am 20.10.2008) informiert.
45
030 030
Dr. Gottfried Vosgerau
Einführung in die Logik und Argumentationstheorie
2 st.,
Mi
14.00-16.00, GA 04/358 ,
Beginn: MI, 15.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA SE I Teil 2
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Empfohlene Modularisierung:
Die Vorlesung 030 004 „Einführung in die theoretische Philosophie“ von Prof. Pulte.
Argumente sind das zentrale Werkzeug eines jeden Philosophen jeglicher
Ausrichtung und gleichzeitig – deswegen – auch Gegenstand philosophischer
Untersuchungen, wie sie in der philosophischen Logik und Argumentationstheorie zu
finden sind. Die Veranstaltung bietet eine systematische Einführung in die moderne
Logik in Hinblick auf ihre Anwendung in der Philosophie. Daher werden nicht nur die
formalen Kalküle und Beweismethoden erarbeitet, sondern auch ein Einblick in die
Argumentationstheorie gegeben.
Neben der regelmäßigen Teilnahme und der erfolgreichen Absolvierung der
Übungsaufgaben ist das Bestehen der Abschlussklausur Voraussetzung zur
Erlangung eines benoteten Scheins.
Literatur:
Graeme Forbes: Modern Logic. Oxford University Press, Oxford, 1994.
Wesley C. Salmon: Logik. Reclam, 1983.
46
BA WM Ia
WM Ia Weiterführendes Modul: Erkenntnis und Grund
47
030 037
Dr. Michael Anacker
Naturalismus
2 st.,
Mi
14.00-16.00, GA 3/143 ,
Beginn: MI, 15.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ia
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Sowohl in der Erkenntnistheorie als auch in der Philosophie des Geistes hält sich
hartnäckig eine Strömung, die man unter dem Sammelbegriff "Naturalismus"
zusammenfassen kann. Bei allen Unterschiedlichkeiten der verschiedenen
Positionen - es gibt z.B. eliminative, reduktive und nicht-reduktive Naturalismen lässt sich jedoch auch eine Gemeinsamkeit feststellen: Die naturalistischen
Positionen beabsichtigen originär philosophische Fragen auf Fragen, die mit (natur-)
wissenschaftlichen Methoden behandelt werden können, zurückzuführen und damit
die philosophischen Fragen in das Gebiet der Naturwissenschaften "einzubürgern".
Obwohl dieses naturalistische Programm auf eine Reihe von Vorläufern - in der
Neuzeit etwa auf La Mettries physiologische Erklärungsversuche oder Humes
experimentelle Metaphysik - verweisen kann, gewinnt es doch erst ab ungefähr der
Mitte des 20. Jahrhunderts an Attraktivität: Die zunehmende Erklärungsmacht von
Biologie und Neurophysiologie lässt das naturalistische Programm nicht nur
plausibler erscheinen, sondern sie bietet ihm auch einen neuen institutionellen
Rahmen mit eigenen Forschungsprogrammen, die die Möglichkeiten klassischen
Philosophierens - auch finanziell - weit übersteigen.
Trotzdem sollte man im Auge behalten, dass das naturalistische Programm selbst
kein naturwissenschaftliches, sondern ein philosophisches Projekt ist und als solches
eben auch philosophischer Kritik Stand halten und sich nicht nur erfolgreich in die
naturwissenschaftliche Landschaft integrieren muss.
Im Seminar werden zunächst zentrale Positionen des naturalistischen Projekts aus
dem 20. Jahrhundert vorgestellt, um Gemeinsamkeiten und unterschiedliche
Merkmale der einzelnen Positionen markieren und die Tragweite des gesamten
Projekts bewerten zu können. Hieran anschließend werden wir einige prominente
Kritiken am Naturalismus untersuchen und auf ihre Stichhaltigkeit überprüfen.
Literatur:
Ein Reader wird in den ersten Sitzungen zur Verfügung gestellt, die Texte stehen
aber auch im Semesterapparat als Kopiervorlage bereit.
Einführende Literatur:
Keil, Geert/Schnädelbach, Herbert (Hg.): Naturalismus. Philosophische Beiträge,
Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2000.
Keil, Geert: Kritik des Naturalismus, Berlin/New York: de Gruyter 1993.
Koppelberg, Dirk: "Was macht eine Erkenntnistheorie naturalistisch?", in: Journal for
General Philosophy of Science 27 (1996), 71-90.
48
030 038
Dr. Tania Eden, Dr. Michael Flacke
R. Rorty: Der Spiegel der Natur. Eine Kritik der Philosophie
2 st.,
Fr
14.00-16.00, GA 03/46 ,
Beginn: FR, 17.10.2008
Teilgebiete/Epochen: B1, e:A3, G; BA WM Ia
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Der Glaube, dass eine Grundlegung der Wissenschaften notwendig sei, hat das Bild
der Erkenntnistheorie als einer „prima philosophia“ geprägt. Erkenntnistheorie in der
Tradition Kants wird zur „Wissenschaftswissenschaft“ (Popper), die unsere
Wahrheitsansprüche überprüft und als Methodenlieferant für die Wissenschaften
fungiert.
Dieses Bild wird von R. Rorty radikal in Zweifel gezogen. In seinem Buch "Der
Spiegel der Natur. Eine Kritik der Philosophie" will er zeigen, dass hinter den
fundamentalistischen Ambitionen der neuzeitlichen Erkenntnistheorie eine bestimmte
Auffassung von Wissen steht. Sie lautet in ihrer einfachsten Form, dass Erkenntnis
als korrekte Abbildung einer unabhängigen Realität anzusehen sei. Seinen
folgenreichsten Ausdruck findet das abbildtheoretische Wissensschema bei
Descartes. Indem Descartes den Geist als einen ausgezeichneten
Wirklichkeitsbereich eigenen Rechts definiert, führt er ein Ideal reflexiver Klarheit ein,
dem unser Wissen über die äußere Welt nicht genügen kann. Deren Erkenntnis kann
sich der Selbsttransparenz des Bewusstseins lediglich annähern, indem sie
möglichst akkurate Darstellungen („Repräsentationen“) der materiellen Außenwelt
liefert. Der Geist wird zu einem Spiegel der Natur, wobei sich der cartesianische
Zweifel jederzeit wiederholen lässt: der Spiegel, in den unser geistiges Auge blickt,
könnte eben so gut ein „Zerrspiegel“ sein.
Im Seminar soll anhand der Lektüre des Buches von Rorty der Zweifel nachvollzogen
und Rortys Lösungsvorschlag, der die Philosophie in ein "hermeneutisches Gespräch
der Menschheit" verwandelt, selber kritisch hinterfragt werden.
Literatur:
R. Rorty: Spiegel der Natur. Eine Kritik der Philosophie, Frankfurt 1987 (engl. 1979)
49
030 040
Dr. Holger Glinka
Baruch de Spinoza: Kurze Abhandlung von Gott, dem Menschen und dessen
Glück
2 st.,
Di
10.00-12.00, GA 3/143 ,
Beginn: DI, 14.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ia
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Spinozas "Kurze Abhandlung von Gott, dem Menschen und dessen Glück"
ermöglicht nicht nur einen Ausblick auf seine spätere Ethik, sondern stellt auch ein
denkwürdiges Beispiel dar für die zu selten betonte Verschränkung von Theorie und
Praxis innerhalb der sog. rationalistischen Philosophie. Insgesamt erwachsen aus
der "Kurzen Abhandlung" viele Zentralthemen der späteren reifen Spinozanischen
Philosophie von Gott, seinen Attributen, den Formen des menschlichen Wissens, der
Einsicht in das Wesen der Affekte, vom geglückten Leben des Menschen sowie der
Unsterblichkeit der Seele bzw. des Geistes.
In der ersten Sitzung findet eine Vorbesprechung statt.
Die Veranstaltung ist auch für Studierende des Studiengangs Religionswissenschaft
geöffnet.
Literatur:
Text:
Baruch de Spinoza: Kurze Abhandlung von Gott, dem Menschen und dessen Glück.
Auf der Grundlage der Übersetzung von Carl Gebhardt neu bearbeitet, eingeleitet
und herausgegeben von Wolfgang Bartuschat. - In: Baruch de Spinoza: Sämtliche
Werke. Band 1. Hamburg: Meiner 1991. (PhB 91)
Literatur zur Einführung:
Kuno Fischer: Geschichte der neuern Philosophie. Jubiläumsausgabe. Zweiter Band.
Descartes' Schule. Spinozas Leben, Werke und Lehre. Vierte neu bearbeitete
Auflage. Heidelberg 1898. 214-251.
Stanislaus Dunin-Borkowski: Spinozas Korte Verhandeling von God, de Mensch en
deszelfs Welstand. - In: Chronicon Spinozanum 3. Den Haag 1923. 108-141.
Edwin M. Curley: Notes on the immortality of the soul in Spinoza's "Short Treatise". In: Giornale Critico della Filosofia Italiana. Firenze. 56 (1977), 327-336.
Konrad Hecker: Spinozas allgemeine Ontologie. Darmstadt 1978. (Erträge der
Forschung. Band 101)
50
030 058
Dr. Holger Glinka
René Descartes: Regeln zur Ausrichtung der Erkenntniskraft (Regulae ad
directionem ingenii)
2 st.,
Do
10.00-12.00, GA 04/352 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ia
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Die postum erst 1684 auf Niederländisch publizierten, Fragment gebliebenen
Regulae entstehen um 1628, d.h. 13 Jahre vor der Pariser Erstausgabe der
Meditationes de prima philosophia, die wie kein anderes damaliges philosophisches
Werk in Europa gewirkt haben. Ungeachtet der bis heute umstrittenen Datierung
sowie Einordnung der Regulae in das Cartesianische Gesamtwerk läßt sich doch
sagen, daß sie Descartes' ersten Versuch darstellen, eine auf die menschliche
Erkenntniskraft (ingenium) abgestimmte allgemeine Methodologie für sämtliche
Wissenschaften (sapientia universalis) auszuarbeiten: Wird die 1. Regel (in der
humana scientia gründe die Einheit aller Wissenschaften) durch die 2. Regel
(zuverlässige und evidente Erkenntnis beschränke sich auf Intuition und Deduktion)
präzisiert, belegt die 3. Regel Descartes' Antischolastizismus (Kritik an Syllogismus
und Autoritäten), der dem Anspruch nach mit der 4. Regel (das lumen naturale
müsse methodisch angeleitet werden) konstruktiv überwunden wird. An der
Mathematik orientiert fordern die Regeln 5-7 eine Komplexitätsreduktion gebildeter
Reihen (series rerum), um einen vernunftbasierten Aufstieg zu verwickeltsten
Sachverhalten zu gewährleisten. Die 8. Regel schreibt einen erkenntnistheoretischen
Grenzbegriff vor: Nur die Sachen selbst, insoweit sie den Verstand angehen, dürfen
thematisch werden. In ihren Grundzügen entsprechen die Regulae den vier
Methodenregeln des 1637 anonym publizierten Discours de la méthode, so daß sich
ein Ausblick auf dieses Werk anbietet.
In der ersten Sitzung findet eine Vorbesprechung statt.
Literatur:
Text:
René Descartes: Regulae ad directionem ingenii. Regeln zur Ausrichtung der
Erkenntniskraft. Lateinisch-deutsch. Kritisch revidiert, übersetzt und herausgegeben
von Heinrich Springmeyer, Lüder Gäbe und Hans Günter Zekl. Unveränderter
Nachdruck der Ausgabe von 1973. Hamburg 1993. (PhB 262a)
Literatur zur Einführung:
Lüder Gäbe: Descartes' Selbstkritik. Untersuchungen zur Philosophie des jungen
Descartes. Neufassung einer im Jahre 1965 von der Hohen Philosophischen Fakultät
der Philippsuniversität in Marburg angenommenen Habilitationsschrift. Hamburg
1972.
51
030 041
Dr. Catia Goretzki
Einleitung in die Geschichte der Philosophie
2 st.,
Di
10.00-12.00, GA 04/358 ,
Beginn: DI, 14.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ia
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Modulempfehlung: 030005
Hegels erstmalig 1805/06 in Jena und zuletzt in seinem Todesjahr 1831 in Berlin
gehaltene Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie stehen im Zeichen eines
seit dem Ende des 18. Jahrhunderts gewandelten Begriffs von Geschichte. Diese
wird nicht mehr verstanden als vom Zufall bestimmte Abfolge diverser
Begebenheiten im Verlauf der Menschheitsentwicklung, sondern als objektiver, d. h.
notwendiger Geschehenszusammenhang. Dementsprechend versteht Hegel die
Geschichte der Philosophie auch nicht als bloße Aufzählung vielfältiger, sich
gegenseitig relativierender philosophischer Systeme - als solche wäre sie Ausdruck
eines abstrakten, isolierenden Verstandesdenkens. Philosophie aber hat es mit
Vernunfterkenntnis zu tun, und daher ist die Geschichte der Philosophie nach Hegel
als notwendige Abfolge von Entwicklungsstufen der einen organisch sich
entfaltenden Vernunft aufzufassen. Dieses Verhältnis von Vernunft und Geschichte,
das Hegel in den Einleitungen seiner Vorlesungen über Geschichte der Philosophie
erörtert, soll Thema dieses Seminars sein. Dabei dienen speziell die Manuskripte der
Vorlesungen 1820 und 1823 sowie die Nachschrift zur Vorlesung von 1820/21 als
Arbeitsgrundlage (enthalten in der unten angegebenen Ausgabe). Unter welchen
Aspekten und in welchen Schritten der Text untersucht werden soll, wird in der ersten
Sitzung besprochen.
Literatur:
Textgrundlage:
Hegel: Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie. Teil 1. Kritische Ausgabe.
Neu hrsg. v. Walter Jaeschke. Hamburg 1993 (PhB 439).
52
030 043
Prof. Dr. Alexander Haardt
Kants Kritik der Gottesbeweise
2 st.,
Do
16.00-18.00, GA 04/716 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ia
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Nachdem Kant in seiner Kritik der reinen Vernunft (1781) im Rahmen der
"Transzendentalen Analytik" den Nachweis geführt hat, dass wir gesicherte
Erkenntnis nur innerhalb der Grenzen möglicher Erfahrung zu gewinnen vermögen,
wendet er sich in der "Transzenden-talen Dialektik" (als einer "Logik des Scheins")
den Versuchen menschlicher Vernunft zu, jenseits der Grenzen von Erfahrung zu
Erkenntnissen zu gelangen.
Von besonderer Bedeutung ist hier Kants Kritik der traditionellen Beweise vom
Dasein Gottes. Ob im kosmologischen Beweis von der Kontingenz der Welt auf einen
schlechthin notwendigen Welturheber geschlossen wird, ob - wie im ontologischen
Beweis - aus dem Begriff Gottes als eines schlechthin vollkommenen Wesens
dessen Existenz gefolgert wird, oder ob man schließlich aus der zweckmäßigen
Organisation des Weltganzen auf einen weisen,
teleologisch verfahrenden
Welturheber schließt, immer versucht Kant, bestimmte Denk- bzw. Kategorienfehler
in den Gottesbeweisen nachzuweisen.
Im angekündigten Seminar wird es darum gehen, die Argumentationen der
Gottesbeweise und deren Kantische Kritik zu rekonstruieren, aber auch durch
Rückgriff auf jene Denker, welche die kritisierten Gottesbeweise entwickelt haben
(Descartes, Leibniz) zu überprüfen, inwieweit Kant den historisch vorliegenden
Beweisführungen für das Dasein Gottes auch gerecht geworden ist.
Literatur:
Textgrundlage:
Jede Ausgabe von Kants "Kritik der reinen Vernunft", in welcher die Seitenangaben
der 1. und 2. Auflage vermerkt sind . Besonders zu empfehlen ist die Meinerausgabe.
Literatur:
Jonathan Benneth: Kant's Dialectic. Cambridge 1974
Dieter Henrich: Der ontologische Gottesbeweis. 2. A. Tübingen 1967
Georg Mohr, Marcus Willaschek (Hrsg.): I. Kant: Kritik der reinen Vernunft. Berlin:
Akademieverlag 1998 (= Klassiker Auslegen 17/18
53
030 005
Prof. Dr. Walter Jaeschke
Hegel: Eine Einführung
2 st.,
Mi
08.00-10.00, HGA 30 ,
Beginn: MI, 15.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ia
Veranstaltungsart: Vorlesung
Creditpoints: 4
Modulempfehlung: 030 041 oder 030 044
Hegels Philosophie ragt aus der großen Zahl wichtiger Entwürfe der Epoche nach
Kant heraus, durch seine methodische Strenge, durch seine inhaltliche Breite und
auch durch seine Wirkungsmächtigkeit. Das, wodurch es sich auszeichnet, erschwert
aber auch den Zugang: Es kann nur im Kontext der Entwicklung der nachkantischen
Philosophie verstanden werden, und ein angemessenes Verständnis erfordert, daß
man sich auf das breite Themenspektrum einläßt, das es abhandelt.
Die Vorlesung will deshalb in Hegels Denken einführen - durch Nachvollzug der
Genese seiner Problemstellung, durch Hilfestellung beim Verständnis der
systematischen Schlüsseltexte (der "Phänomenologie des Geistes" und der
"Wissenschaft der Logik") und durch eine Übersicht über die thematische Breite, die
auch eine Bedingung ihrer großen Wirkung auf die politische Philosophie, die
Geschichtsphilosophie,
die
Ästhetik,
Religionsphilosophie
und
Philosophiegeschichtsschreibung bildet.
Literatur:
Hans Friedrich Fulda: Hegel. München 2003.
Walter Jaeschke: Hegel-Handbuch. Stuttgart 2003.
Thomas Sören Hoffmann: Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Eine Propädeutik.
Wiesbaden 2004.
54
030 044
Prof. Dr. Walter Jaeschke
Hegel: Wissenschaft der Logik. Einführung
2 st.,
Mi
10.00-12.00, GABF 05/705 ,
Beginn: MI, 15.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ia
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Modulempfehlung: 030 005
Hegels "Wissenschaft der Logik" gilt nicht zu Unrecht als einer der schwierigen Texte
der Philosophiegeschichte. Daraus kann man die Folge ableiten, es sei besser, einen
Bogen darum zu machen, aber mit besserem Recht auch die Folge, eine Einführung
in dieses Werk zu nutzen und sich mit Hegels Denken und insbesondere der
Methode seiner Entfaltung vertraut zu machen.
Im Seminar sollen - ergänzend zur Vorlesung - ausgewählte Partien dieses Werkes
textnah diskutiert werden. Die Auswahl wird in der ersten Sitzung mitgeteilt.
Literatur:
Hegel: Wissenschaft der Logik. Erster Teil. Die objektive Logik. Erster Band. Die
Lehre vom Sein (1832). Neu herausgegeben von Hans-Jürgen Gawoll […]. 2.
verbesserte Auflage. Hamburg: Felix Meiner Verlag 2008 (=Philosophische Bibliothek
Band 385)
55
030 045
PD Dr. Dietmar Köhler
Martin Heidegger: Die Grundprobleme der Phänomenologie
2 st.,
Mi
16.00-18.00, GA 04/358 ,
Beginn: MI, 15.10.2008
Teilgebiete/Epochen: B1,C1, G, e:A3; BA WM Ia
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Heideggers Vorlesung vom Sommersemester 1927 sollte als Einführung in die
Grundprobleme der Phänomenologie und zugleich als "Neue Ausarbeitung des 3.
Abschnitts des I. Teiles von Sein und Zeit" gelten, wie Heidegger in einer Marginalie
zum Text festhält. Damit unterstreicht sie, daß Sein und Zeit in systematischer
Hinsicht an zentraler Stelle unvollendet geblieben ist; die im § 69, c angedeuteten
temporalen Bedingungen des Seinsverständnisses wurden nicht hinreichend
entfaltet. Die Vorlesung nimmt diese Thematik wieder auf, indem sie zugleich den
Gesamtansatz von Heideggers frühem Hauptwerk und damit Heideggers Konzeption
einer phänomenologischen Philosophie im Ganzen zur Darstellung bringt. Vor die
eigentliche Entwicklung der fundamentalontologischen Frage nach dem Sinn von
Sein stellt Heidegger die phänomenologische Kritik einiger traditioneller Thesen über
das Sein, die das thematische Feld abrunden.
Aufgrund des Umfangs der Vorlesung wird das Seminar sich auf ausgewählte Kapitel
beschränken müssen. So soll zunächst anhand der intensiven Behandlung der
Einleitung ein Zugang zu Heideggers Problemstellung erarbeitet werden. Ein weiterer
Schwerpunkt wird Heideggers Analyse der Zeit und Zeitlichkeit im zweiten Teil
gewidmet sein. Die ggf. zurückgestellten philosophiehistorischen Erörterungen im
ersten Teil können bei Interesse u. a. in Referatform ins Seminar eingebracht
werden.
Spezifische Vorkenntnisse der Philosophie Heideggers werden nicht vorausgesetzt,
wohl aber die Bereitschaft zur intensiven Textlektüre sowie zur aktiven Mitarbeit, ggf.
auch in Form eines Textreferates.
Literatur:
Martin Heidegger: Die Grundprobleme der Phänomenologie.
Zur allgemeinen Einführung:
Otto Pöggeler: Der Denkweg Martin Heideggers. 3. erw. Aufl., Pfullingen 1990.
Zur Thematik des 3. Abschnitts von Sein und Zeit:
Dietmar Köhler: Martin Heidegger. Die Schematisierung des Seinssinnes als
Thematik des dritten Abschnittes von Heideggers "Sein und Zeit". Bonn 1993.
(weitere Literaturangaben im Seminar)
56
030 048
Dr. phil. Kirsten Schmidt
Biologische Information
2 st.,
Fr
12.00-14.00, GA 03/46 ,
Beginn: FR, 17.10.2008
Teilgebiete/Epochen: A2, B3; BA WM Ia
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Sowohl in der biologischen "Scientific Community" als auch in der öffentlichen
Diskussion der Biologie sind Begriffe, die ursprünglich aus den Bereichen der
Informations- bzw. Nachrichtentechnik und der Linguistik stammen, allgegenwärtig.
So spricht man etwa von der genetischen Information, vom genetischen Programm
oder Code; Gene werden als Botschaften verstanden, die einerseits im Körper selbst
für Proteine codieren, die transkribiert und translatiert (übersetzt) werden und
andererseits durch den Menschen entziffert bzw. entschlüsselt werden können. Das
Genom eines Lebewesens wird, z.B. in der Diskussion um das Human-GenomProjekt, häufig als Buch des Lebens bzw. der Natur bezeichnet, das man lesen kann,
wenn man die Reihenfolge der einzelnen "Wörter" bzw. "Buchstaben" (d.h. der Gene
bzw. Basenpaare) kennt.
In den letzten Jahren wird in der Philosophie der Biologie zunehmend diskutiert,
welche Bedeutung der Begriff der genetischen bzw. allgemeiner biologischen
Information eigentlich besitzt und wie sinnvoll die Verwendung des
Informationsvokabulars in der Biologie ist. Dieser aktuellen Diskussion soll im
Seminar nachgegangen werden.
Wir werden uns dabei u. a. mit den folgenden Fragen beschäftigen: Was heißt
"biologische Information"? Wie kommt der Informationsbegriff in die Biologie?
Handelt es sich dabei lediglich um eine Metapher oder um ein Konzept mit
substantieller Bedeutung? Was sind Gene und welche Rolle spielen sie für den
Organismus? Determinieren Gene die Eigenschaften und das Verhalten eines
Organismus? Welche Art von Information erhalten wir, wenn wir das Erbgut eines
Lebewesens "entschlüsseln"? Ist biologische Information immer genetische
Information oder gibt es auch nicht-genetische biologische Information?
Teilnahmebedingung für alle Seminarteilnehmer ist neben regelmäßiger Anwesenheit
und intensiver Vorbereitung der (zum Teil englischsprachigen) Texte die
wöchentliche Anfertigung eines kurzen schriftlichen Essays.
Literatur:
In der ersten Seminarsitzung wird ein Reader mit den Seminartexten verteilt.
Literatur zur Einführung:
Peter Janich: Was ist Information? Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2006.
Lily E. Kay: Das Buch des Lebens, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2005.
Bernd-Olaf Küppers: Der Ursprung biologischer Information, München: Piper 1990.
Ulrich Stegmann: Der Begriff der genetischen Information, in: Ulrich Krohs/Georg
Toepfer (Hg.): Philosophie der Biologie, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2005, S. 212-230.
57
030 023
apl. Prof. Dr. phil. Wilfried Kühn
Grundformen der Philosophie bei Platon und Aristoteles
2 st.,
Mo - Fr 10.00-13.00, GA 3/143 09.-20.02.2009, Beginn: MO, 09.02.2009
Teilgebiete/Epochen: A1, A2, B1, C1, AM; BA WM Ia
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Die europäische Philosophie kommt von weit her, aus einer Epoche, von der "uns"
zuerst das Christentum und dann die Moderne mit ihren technischen und politischen
Strukturen entfernt haben. Im Unterschied zu anderen Wissenschaften kann man von
der Philosophie aber nicht verstehen, worum es in ihr geht, wenn man sich nicht mit
ihrer Geschichte von den Anfängen an beschäftigt. Am Anfang wurden die Weichen
gestellt : für die Rolle der Philosophie in Gesellschaft und Staat, für die Ausbildung
vieler Konzepte mit Langzeitwirkung.
An ihren Anfängen ist auch zu erkennen, wie sich die Philosophie in der kritischen
Auseinandersetzung mit anderen soziokulturellen Faktoren selber bestimmte :
gegenüber der mythischen Welterklärung und der religiösen Tradition einerseits,
gegenüber der öffentlichen Rede- und Bildungspraxis (Rhetorik und Sophistik)
andererseits. Alternativ zum Mythos entwickelten die Philosophen rationale
Erklärungen, alternativ zur Sophistik präzise Formen des Argumentierens.
In der Veranstaltung möchte ich mit den TeilnehmerInnen diese Grundlegung der
Philosophie in einigen Zügen studieren:
Von welchen ethischen Problemen ging Sokrates aus, und wie wurde daraus eine
Frage nach der Erkenntnis?
Wie erklären Platon und Aristoteles Motivation und Handlung?
Wie mündete die Unterscheidung von Meinung und Wissen in die ersten Theorien
von Wissen?
Wie hängen Begriffe von Sprache mit Bestimmungen der Struktur der Wirklichkeit
zusammen?
Diese Themen möchte ich anhand von Texten Platons und des Aristoteles
behandeln, aber im Wesentlichen nicht in Vortragsform, sondern auf der Grundlage
studentischer Gruppenarbeit. Das kann nur gelingen, wenn die Teilnehmer sich
jeden Tag gründlich vorbereiten.
Literatur:
Friedo Ricken, Philosophie der Antike.
58
030 033
Dr. Catia Goretzki
Platon: Phaidon
2 st.,
Do
10.00-12.00, GA 04/354 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ia
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Der Phaidon gehört zu der Gruppe von Dialogen, in denen Platon seine Ideenlehre
ausbildet. Die Ideen machen den Begriff, d. h. das Wesen der Dinge aus. Sie sind
unveränderlich, ewig und nur der Vernunft zugänglich, entziehen sich demnach der
sinnlichen Wahrnehmung. Die Seele, durch die der Mensch Vernunft hat und somit
die Ideen erkennt, muß, ihrem Erkenntnisgegenstand entsprechend, unsterblich sein.
Die drei Beweise zur Unsterblichkeit der Seele, die Platon im Dialog Phaidon führt,
sollen in dieser Veranstaltung erörtert werden.
Literatur:
Textgrundlage: Platon: Sämtliche Werke (Rowohlt Taschenbuch). 2004. Bd. 2
59
030 064
Dr. Gottfried Vosgerau
Einführung in die Logik und Argumentationstheorie
Beginn: MI, 15.10.2008
Teilgebiete/Epochen: WM Ia
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Argumentieren ist das Handwerkzeug jedweden Philosophierens, sei in Antike,
Mittelalter, Neuzeit oder Gegenwart. Dieser Kurs führt systematisch in die
philosophische Logik und Argumentationstheorie ein, wobei besonderen Wert darauf
gelegt wird, dass viele Beispiele aus der Philosophie herangezogen werden. Die
Veranstaltung bietet somit eine systematische Einführung in die moderne Logik mit
einem Schwerpunkt auf ihre Anwendung in der Philosophie, wobei Beispiele aus
unterschiedlichen Epochen besprochen werden.
Das Seminar wird als on-line Seminar durchgeführt: Auf der Lernplattform wird nicht
nur ein Skript bereitgestellt, sondern auch Übungsaufgaben gelöst und Diskussionen
und Foren angeboten. Zusätzlich wird das Seminar durch on-line Tutorien
unterstützt. Dadurch ist es möglich, an dem Seminar mit besonderer zeitlicher
Flexibilität teilzunehmen. Drei Präsenzsitzungen werden im Laufe des Semesters
stattfinden:
1) Mi. 15.10.2008, 16.00 Uhr, Einführungssitzung
2) Termin wird noch bekanntgegeben
3) Mi. 04.02.2009, 14.00 Uhr Abschlussklausur
Neben der Anwesenheit bei den Präsenzterminen sowie der regelmäßigen und
erfolgreichen Absolvierung der Übungsaufgaben ist das Bestehen der
Abschlussklausur Voraussetzung zur Erlangung eines Scheins. Die
Abschlussklausur wird in zweierlei Form angeboten, so dass man einen benoteten
oder einen unbenoteten Schein erwerben kann.
Literatur:
Graeme Forbes: Modern Logic. Oxford University Press, Oxford, 1994.
Wesley C. Salmon: Logik. Reclam, 1983.
60
BA WM Ib
WM Ib Weiterführendes Modul: Handlung und Norm
61
030 047
Dr. Nikolaj Plotnikov
G.W.F. Hegel: Grundlinien der Philosophie des Rechts
2 st.,
Mo
14.00-16.00, GA 3/143 ,
Beginn: MO, 13.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ib
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Für den gestuften BA/MA-Studiengang bildet dieses Seminar ein Teil des Moduls
WMIb. Es wird ergänzt durch mein Seminar im SoSe 2009 "Der Begriff der
Menschenwürde".
Hegels Werk "Grundlinien der Philosophie des Rechts" gehört zu den
einflussreichsten Schriften in der Geschichte der politischen Philosophie. Seit seiner
Publikation 1821 werden immer wieder Debatten über ihn geführt, die Hegels
Verständnis vom Staat, von der politischen Freiheit, von der Rolle der ‚bürgerlichen
Gesellschaft' betreffen.
Im Seminar sollen zentrale Begriffe der Hegelschen Rechtsphilosophie - ‚Vernunft',
‚Wirklichkeit', ‚Person', ‚Strafe', ‚bürgerliche Gesellschaft' u.a. - analysiert und in ihrer
Bedeutung für die moderne politische Philosophie diskutiert werden. Die Diskussion
erfolgt anhand einer eingehenden Lektüre der zentralen Paragraphen des Werks.
Bedingung der Teilnahme ist die Bereitschaft, an der Diskussion aktiv mitzuwirken
oder ein Referat zu übernehmen.
Literatur:
Eine Liste mit Literaturhinweisen wird zum Seminarbeginn ausgehändigt.
Als orientierende Einführung ist das Buch zu empfehlen:
Ludwig Siep (Hrsg.): G. W. F. Hegel: Grundlinien der Philosophie des Rechts. Berlin
Akad.-Verl., 1997 (Klassiker auslegen, 9)
Für die Lektüre kann die Ausgabe der Grundlinien beim Reclam-Verlag oder
Suhrkamp-Verlag benutzt werden.
62
030 052
Prof. Dr. Klaus Steigleder
Hirntod und Organtransplantation
2 st.,
Do
10.00-12.00, GA 03/46 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: A1, A2; BA WM Ib
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Unter dem Hirntod versteht man den vollständigen und irreversiblen Verlust aller
Hirnfunktionen. Da die Herztätigkeit vom Hirn (teilweise) unabhängig ist, kann bei
künstlicher Beatmung der Hirntod bereits eingetreten sein, während das Herz
weiterhin schlägt und ein intakter Kreislauf existiert. Dies spielt eine wichtige Rolle für
die Praxis der Organtransplantation, da einem Hirntoten Organe entnommen werden
können, die bis zuletzt durchblutet wurden. Vorausgesetzt ist dabei, dass ein
Hirntoter wirklich tot ist.
Im ersten Teil des Seminars soll die Frage behandelt werden, ob der Hirntod der Tod
des Menschen ist. Es sollen die unterschiedlichen Positionen in der Debatte um
diese Frage untersucht werden. Im zweiten Teil sollen unterschiedliche moralische
Fragestellungen im Zusammenhang mit der Organtransplantation selbst näher in den
Blick genommen werden.
Literatur:
Textgrundlage:
Zu Beginn des Seminars wird eine Aufsatzsammlung zur Verfügung gestellt werden.
Literaturhinweise:
Johann S. Ach/ Michael Anderheiden/ Michael Quante, Ethik der
Organtransplantation, Erlangen 2000.
Günter U. Höglinger/ Stefan Kleinert (Hg.), Hirntod und Organtransplantation, Berlin
1998.
Johannes Hoff/ Jürgen in der Schmitten (Hg.), Wann ist der Mensch tot?
Organverpflanzung und 'Hirntod'-Kriterium, Reinbek 1995 (rororo 9991).
Thomas Schlich, Transplantation. Geschichte, Medizin, Ethik der Organverpflanzung,
München 1998.
Thomas Schlich/ Claudia Wiesemann (Hg.), Hirntod. Zur Kulturgeschichte der
Todesfeststellung, Frankfurt/M. 2001 (stw 1525).
Klaus Steigleder, Hirntod, in: Stefan Schulz, Klaus Steigleder, Heiner Fangerau,
Norbert W. Paul (Hg.), Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin. Eine Einführung,
Frankfurt/M. 2006, 435-445 (stw 1791).
Klaus Steigleder, Organtransplantation, in: Stefan Schulz, Klaus Steigleder, Heiner
Fangerau, Norbert W. Paul (Hg.), Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin. Eine
Einführung, Frankfurt/M. 2006, 410-433 (stw 1791).
Ralf Stoecker, Der Hirntod. Ein medizinethisches Problem und seine
moralphilosophische Transformation, Freiburg/ München 1999.
63
030 025
Dr. Michael Flacke
Liberalismus und Kommunitarismus
2 st.,
Mi
10.00-12.00, GA 04/716 ,
Beginn: MI, 15.10.2008
Teilgebiete/Epochen: B1, G, e:A3; BA WM Ib
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt sich im Zuge der Rezeption
von John Rawls Buch "Eine Theorie der Gerechtigkeit" ein Streit zwischen
Liberalisten und Kommunitaristen. In liberalistischer Perspektive versuchte Rawls in
seinem Werk, universell gültige Gerechtigkeitsgrundsätze zu formulieren und ihre
Geltung mittels der Theorie des Gesellschaftsvertrages zu begründen. Der
Gesellschaftsvertrag basiert dabei auf der individuellen Vernunft freier und gleicher
Menschen sowie dem Prinzip allgemeiner Zustimmungsfähigkeit. Die Zentralthese
der Liberalisten im Sinne Rawls besagt demnach, dass angesichts der pluralistischen
Vielfalt moderner Gesellschaften nur ein allgemeines Prinzip von Freiheit und
Gleichheit als normativer Maßstab einer politischen Ethik gelten kann.
Die Kommunitaristen sind der gegenteiligen Auffassung. Die gerechte Ordnung einer
Gesellschaft ist abhängig von einem Horizont gemeinschaftlich geteilter Werte und
Lebensformen. In einer Gemeinschaft herrschen bestimmte, gemeinsam geteilte
Wert- und Moralvorstellungen sowie Traditionen vor. Nur auf der Basis dieser
gemeinsamen Wertvorstellungen, vor allem auf der Grundlage einer
gemeinschaftlichen Konzeption des Guten, kann sinnvoll über die Grundsätze von
Gerechtigkeit verhandelt werden.
Während die Liberalisten auf die universellen Rechte freier und gleicher Bürger
setzen, warnen die Kommunitaristen vor den Zerfallstendenzen, die eine rein
individualistische Konzeption des Staatsbürgers mit sich bringt und betonen die
Notwendigkeit von Solidarität und gemeinsamen Vorstellungen eines guten Lebens
innerhalb des Gemeinschaft.
Im Seminar sollen Texte von Liberalisten (John Rawls, Ronald Dworkin) und
Kommunitaristen (Michael Walzer, Alasdair MacIntyre, Charles Taylor) gelesen und
diskutiert werden.
Literatur:
Brumlik, Micha/Brunkhorst, Hauke (Hrsg.): Gemeinschaft und Gerechtigkeit,
Frankfurt 1995
Honneth, Axel (Hg.), Kommunitarismus. Eine Debatte über die moralischen
Grundlagen moderner Gesellschaften, Frankfurt 1993.
Reese-Schäfer, Walter, Was ist Kommunitarismus? Frankfurt 2001.
64
030 026
apl. Prof. Dr. phil. Hans-Ulrich Lessing
Philosophie des Glücks
2 st.,
Di
10.00-12.00, GA 03/46 ,
Beginn: DI, 14.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ib
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Die Fragen, was Glück ist und wie ein gelungenes, glückliches Leben realisiert
werden kann, beschäftigen nicht nur (fast) jeden Menschen, sondern sind auch
Zentralfragen nahezu jeder philosophischen Ethik. Seit dem Beginn des
philosophischen Denkens haben Philosophen versucht, eine verbindliche Antwort auf
diese Fragen zu geben, und sind dabei immer wieder zu unterschiedlichen
Bestimmungen des Glücks gekommen. Thema des Seminars sind die wichtigsten
philosophischen Glückskonzeptionen von der Antike bis zur Gegenwart. Im
Mittelpunkt der Seminararbeit sollen u.a. Texte von Aristoteles, Epikur, Kant, Freud
und Camus stehen.
Zu den einzelnen Sitzungen sind einführende Referate vorgesehen. Der genaue
Semesterplan wird in der ersten Stunde festgelegt.
Literatur:
Die zu bearbeitenden Texte werden in einem Reader zusammengestellt.
zur Einführung:
Günther Bien (Hrsg.): Die Frage nach dem Glück. Stuttgart-Bad Cannstatt 1978
Günther Bien: Glück - was ist das? Frankfurt a.M. 1999
Maximilian Forschner: Über das Glück des Menschen. Aristoteles, Epikur, Stoa,
Thomas von Aquin, Kant. Darmstadt 1993
Christoph Horn: Antike Lebenskunst. Glück und Moral von Sokrates bis zu den
Neuplatonikern. München 1998
Ludwig Marcuse: Philosophie des Glücks. Von Hiob bis Freud. Zürich 1972 (zuerst
1949)
Annemarie Pieper: Glückssache. Die Kunst, gut zu leben. Hamburg 2001
65
030 049
Prof. Dr. Walter Schweidler
Zur Einführung in die Philosophie von Karl Jaspers
2 st.,
Mi
14.00-16.00, GA 04/716 ,
Beginn: MI, 15.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ib
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Das Seminar kann zusammen mit dem Seminar "030 061 Cassirer: Versuch über
den Menschen" von Prof. Dr. Lessing modularisiert werden.
Jaspers ist ein weltweit anerkannter Denker von bis heute ungebrochener und oft
unterschätzter Aktualität. Der Grundansatz seiner dreibändigen "Philosophie" ist eine
äußerst empfehlenswerte Ausgangsbasis zur Einführung in die praktische
Philosophie mit ebenso weitreichenden Perspektiven auch für fortgeschrittenere
Studierende. Jaspers entwirft darin einen Zugang zur Philosophie über die Stufen
Weltorientierung, Existenzerhellung und Metaphysik. Im ersten Teil steht die
Reflexion auf die Grenzen naturwissenschaftlicher und empirischer Erfassung des
Seienden überhaupt, die vielseitige Bezüge zu gegenwärtigen Diskussionen wie der
Debatte um Hirnforschung und Willensfreiheit oder um die Evolution und die Eigenart
der menschlichen Natur aufweist. Der zweite Teil, die Existenzerhellung, enthält die
eminent originelle und bis heute in vielfacher Weise weitergedachte Theorie der
"Grenzsituationen": in den Situationen wie denen der Liebe, der Schuld, des
Kampfes und des Umgangs mit dem Tod erfährt der Mensch den Zugang zu dem
Lebenssinn, den man nicht intentional herbeiführen, nicht "planen" und auch nicht
normativ befehlen kann. "Metaphysik" interpretiert Jaspers in scharfer Absetzung
gegen die Tradition als eine Weise des Umgangs mit dem, was jenseits unserer
Aussage- und Denkmöglichkeiten ist, als ein Lesen der "Chiffren der Transzendenz".
In Aufbau und Anspruch, Stil und Umfang ist das Werk, zu dem auch noch weitere
Texte von Jaspers, etwa über den "philosophischen Glauben" hinzugenommen
werden können, eine sehr empfehlenswerte Möglichkeit des Einstiegs in das
Philosophiestudium; das Seminar ist daher für Anfänger und Studierende, die sich im
Gesamtgebiet der Philosophie orientieren wollen, gut geeignet.
Literatur:
Karl Jaspers: Philosophie. 3 Bde., Heidelberg 1999.
Karl Jaspers: Der philosophische Glaube angesichts der Offenbarung, München
1962.
Kurt Salamun: Karl Jaspers, Würzburg 2006.
Paul Arthur Schillp [Hrsg.]: Karl Jaspers, Stuttgart 1957.
Werner Schüßler: Jaspers zur Einführung, Hamburg 1995.
66
030 053
Prof. Dr. Walter Schweidler, M.A. Ute Kruse-Ebeling
Platon Gorgias
2 st.,
Mi
12.00-14.00, GABF 05/705,
Beginn: MI, 15.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ib
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Das Seminar kann zusammen mit dem Seminar „030 049 Zur Einführung in die
Philosophie von Karl Jaspers“ von Prof. Dr. Walter Schweidler modularisiert werden.
Platons Dialog „Gorgias“ enthält eine der schönsten und tiefgründigsten
Einführungen in die Ethik und Philosophie überhaupt. Einige der radikalsten
Infragestellungen des moralischen Denkens, wie sie bis heute immer wieder
vorgebracht werden, werden auf der Basis der Prinzipien der sokratischen Dialektik
diskutiert und widerlegt: die Vorwürfe der Nutzlosigkeit, Unbeweisbarkeit,
Weltanschaulichkeit und der Weltfremdheit der sittlichen Einsicht und des
philosophischen Lebens. Sokrates verteidigt, nicht als Appell, sondern mit den
besseren Argumenten, die berühmte These, Unrecht zu leiden sei besser als Unrecht
zu tun. Der Gedankengang, an dessen Ende auch noch die Voraussage auftaucht,
ein wirklich Gerechter, der in die Welt käme, würde gekreuzigt werden, ist auch für
den philosophischen Hintergrund der christlichen Theologie von hoher Bedeutung.
Das Seminar ist für Anfänger aller mit dem Philosophiestudium verbundenen
Kontexte geeignet. Griechischkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.
Literatur:
Spaemann, Robert; Schweidler, Walter (Hg.): Ethik - Lehr- und Lesebuch: Texte,
Fragen, Antworten, 3. Aufl., Stuttgart 2007.
67
030 055
Dr. Christoph Bauer
Georg Lukács: Zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins; Teil 1
2 st.,
Di
12.00-14.00, GA 3/143 ,
Beginn: DI, 14.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ib
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Georg Lukács hat mit seinem 1400 Druckseiten umfassenden Spätwerk Zur
Ontologie des gesellschaftlichen Seins den Versuch unternommen, das Ganze, die
Totalität - den ‚ganzen' Menschen, die ‚ganze' Geschichte, die ‚ganze' Gesellschaft begrifflich zu explizieren, d.h. jene "Daseinsformen, Existenzbestimmungen" (Marx)
offen zu legen, die die menschliche Gesellschaft wesentlich kennzeichnen. Der
Ontologie des gesellschaftlichen Seins geht es deshalb um die Analyse der
objektiven Wirklichkeit, "um den realen Spielraum für die reale Praxis" (Lukács)
aufzuzeigen, sie war von ihm gedacht als Vorbereitung einer Ethik, die dann jedoch
nicht mehr verwirklicht werden konnte. Sie präsentiert sich darüber hinaus als eine
Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Tendenzen der Philosophie - mit dem
Neopositivismus, dem Existentialismus, der für Lukács wichtigen "echten Ontologie"
von Nikolai Hartmann und den Ontologien von Hegel und Marx; sie ist aber auch eine
Auseinandersetzung um die Möglichkeiten marxistischen Denkens jenseits der
Dogmen, die sich aus der Sicht von Lukács insbesondere während der Zeit des
Stalinismus herausgebildet hatten.
Das Seminar wird sich im ersten Teil (WS 2008/09) mit der Lektüre der
"Prolegomena zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins" (Bd 1. S. 3 - 324)
beschäftigen, um in einem zweiten Teil - im Sommersemester 2009 - die
ontologischen ‚Kategorien' des 2. Bandes - "Arbeit", "Reproduktion", "Das Ideelle und
die Ideologie" und "Entfremdung" - zu diskutieren.
Literatur:
Textgrundlage:
Georg Lukács: Zur Ontologie des Gesellschaftlichen Seins. Darmstadt und Neuwied
1984 / 1986 (Da die Ausgabe im Buchhandel nicht mehr erhältlich ist, werden die im
Seminar behandelten Passagen in einem Reader präsentiert, der den
TeilnehmerInnen nach der Anmeldung über VSPL zur Verfügung gestellt wird)
Zur Vorbereitung:
R. Dannemann/W. Jung (Hg.): Objektive Möglichkeit. Beiträge zu Lukács' Zur
Ontologie des gesellschaftlichen Seins. Opladen 1995.
C.J. Bauer/B. Caspers/N. Hebing/W. Jung/H. Wendt (Hg.): "Bei mir ist jede Sache
Fortsetzung von etwas". Georg Lukács - Werk und Wirkung. Duisburg 2008.
68
BA WM Ic
WM Ic Weiterführendes Modul: Kultur und Natur
69
030 042
Prof. Dr. Alexander Haardt
Philosophie der Ikone
2 st.,
Mi
14.00-16.00, GABF 05/705 ,
Beginn: MI, 15.10.2008
Teilgebiete/Epochen: MARS BA WM Ic
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
In diesem Seminar werden Fragen zur Philosophie (Ästhetik) und Theologie der
Ikone i.S. des ostkirchlichen Kultbildes besprochen . Dabei interpretieren und
diskutieren wir Texte des renommierten russischen Philosophen Pavel Florenskij
(1882 - 1937), die in deutscher Übersetzung vorliegen.
Literatur:
Pavel Florenskij: Die Ikonostase. Urbild und Grenzerlebnis im revolutionären
Russland. Einführung von Ulrich Werner. 2. aktualisierte Auflage. Stuttgart:
Urachhaus 1990
Ders.: Raum und Zeit. Hrsg. v. Olga Radetzkaja und Ulrich Werner. Berlin: edition
Kontext 1997 (= Bd. 5 der "Werke in zehn Lieferungen")
Helmut Fischer: Die Ikone. Frankfurt/M. 1996 (Insel-Taschenbuch)
70
030 061
apl. Prof. Dr. phil. Hans-Ulrich Lessing
Cassirer: Versuch über den Menschen
2 st.,
Mi
10.00-12.00, GA 3/143 ,
Beginn: MI, 15.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ic
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Mit seinem Werk "Versuch über den Menschen" (Originalausgabe: An Essay on Man,
1944) unternimmt es Ernst Cassirer, die wesentlichen Gedanken und Ergebnisse
seiner Philosophie der symbolischen Formen (3 Bände, 1923, 1925, 1929)
zusammenzufassen. Ausgehend von dem Entwurf einer philosophischen
Anthropologie, die den Menschen als "animal symbolicum" definiert, skizziert
Cassirer eine umfassende Kulturphilosophie. In dieser "Phänomenologie der
menschlichen Kultur" untersucht Cassirer Mythos und Religion, Sprache, Kunst,
Geschichte und Wissenschaft.
Die gemeinsame Lektüre und Interpretation des Textes soll jeweils durch ein Referat
eingeleitet werden. Der genaue Semesterplan wird in der ersten Stunde festgelegt.
Literatur:
Seminargrundlage:
Ernst Cassirer: Versuch über den Menschen. Einführung in eine Philosophie der
Kultur. Hamburg 1996
Literatur zur Einführung:
Andreas Graeser: Ernst Cassirer. München 1994 (Beck'sche Reihe)
Heinz Paetzold: Ernst Cassirer zur Einführung. Hamburg 1993.
Heinz Paetzold: Ernst Cassirer - Von Marburg nach New York. Eine philosophische
Biographie. Darmstadt 1995
Udo Tietz: Hans-Georg Gadamer zur Einführung. Hamburg 1999
71
030 007
Prof. Dr. Albert Newen
Einführung in die Philosophie des Geistes: Wahrnehmen, Denken, Fühlen,
Handeln
2 st.,
Mo
10.00-12.00, HGA 30 ,
Beginn: MO, 20.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ic
Veranstaltungsart: Vorlesung
Creditpoints: 4
Die Philosophie des Geistes ist eine der Grunddisziplinen der theoretischen
Philosophie, die in der gegenwärtigen philosophischen und gesellschaftlichen
Debatte eine zentrale Rolle spielt. Zu den Grundfragen, die auf eine Bestimmung des
Verhältnisses von Körper und Geist zielen, gehören die folgenden:
•
Was ist Bewusstsein? Was zeichnet unser subjektives Empfinden aus?
•
Was ist Selbstbewusstsein?
•
Wie ist das Verhältnis von geistigen Zuständen und Hirnzuständen beim
Menschen genau zu bestimmen?
•
Was ist eine Person?
•
Haben wir einen freien Willen?
•
Wie sind Gefühle, Emotionen adäquat zu bestimmen?
•
Können Tiere oder Computer Wünsche oder Überzeugungen haben?
Die Philosophie und auch die Kognitionswissenschaften sind auf der Suche nach
neuen Antworten auf diese Grundfragen der Philosophie, denn die empirischen
Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie und der Hirnforschung stellen die
Diskussion in einen neuen Rahmen. Die Vorlesung möchte die Grundlinien der
Philosophie des Geistes ausgehend von Gilbert Ryle ("The concept of mind") bis zur
Gegenwart aufzeigen und dabei alle wesentlichen Diskussionen vorstellen.
Literatur:
Ansgar Beckermann: Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes, Berlin:
de Gruyter 1999.
Jürgen Schröder: Einführung in die Philosophie des Geistes, Frankfurt: Suhrkamp
2005.
72
030 029
Dr. Tobias Schlicht
Theorien der Intentionalität von Brentano bis Searle
2 st.,
Di
14.00-16.00, GA 03/46 ,
Beginn: DI, 14.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ic
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Intentionalität ist ein philosophischer Begriff zur Bezeichnung der Eigenschaft, auf
etwas gerichtet zu sein oder von etwas zu handeln. Paradigmatisch weisen
Gedanken, Meinungen und Wünsche diese Eigenschaft auf. Nach Brentano kommt
sie allen und ausschließlich allen geistigen Vorstellungen zu und dient somit zur
Abgrenzung des Geistigen vom Physischen. Damit aber entstehen verschiedene
Leib-Seele-Probleme: Wenn man annimmt, dass der Bereich physischer Phänomene
kausal geschlossen ist, geistige sich aber durch ihre Intentionalität von physischen
Phänomenen unterscheiden, wie können dann unsere Meinungen und Wünsche
Wirkungen im Bereich physischer Phänomene hervorrufen? Wie lassen sich
aufgrund dieses unterscheidenden Merkmals intentionale geistige Phänomene
überhaupt in die natürliche Welt einordnen?
Das Spektrum von Theorien der Intentionalität reicht von dualistischen Auffassungen
über Naturalisierungsversuche unterschiedlichster Art bis hin zur Elimination der
Intentionalität. Auch werden die Auffassungen vertreten, dass Intentionalität keine
reale Eigenschaft geistiger Phänomene, sondern vielmehr ein logisch-semantisches
Merkmal von Sätzen ist, oder aber allgemein eine Eigenschaft zielgerichteter
Verhaltensweisen,
nicht
aber
zwangsläufig
geistiger
Entitäten.
Im Seminar sollen durch die Lektüre von Texten verschiedener Autoren vornehmlich
des 20. Jahrhunderts wie z.B. Brentano, Husserl, Chisholm, Fodor, Dennett,
Churchland, Millikan und Searle unterschiedliche Positionen bezüglich dieser Fragen
untersucht werden.
Literatur:
In der ersten Sitzung wird ein Reader mit den Primärtexten ausgeteilt.
Als einführende und begleitende Lektüre empfohlen:
A. Beckermann: Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes. Berlin/New
York 1999.
73
030 063
M.A. Tobias Schöttler
Ideengeschichte, Begriffsgeschichte, Diskursanalyse. Methoden der
historischen Semantik
2 st.,
Mo
12.00-14.00, GA 04/354,
Beginn: MO, 13.10.2008
Teilgebiete/Epochen: B4, C2; N; B.A. WM Ic
Veranstaltungsart: Proseminar
Creditpoints: 4
Die
historische
Semantik
ist
ein
interdisziplinäres
Projekt
der
Geistesgeschichtsschreibung. Gemeinsam ist den verschiedenen Ansätzen die
Annahme einer Korrelation von Kultur, Wissenschaft und Sprache. In dieser
Perspektive verweisen die Ideen, Begriffe oder Diskurse auf je eigene Auffassungen
von Wirklichkeit sowie auf spezifische Denkweisen, welche wiederum die
Formulierbarkeit neuer Thesen und Theorien begrenzen. Man kann nicht alles zu
jeder Zeit sagen.
Nicht zuletzt wegen seiner interdisziplinären Anlage zeichnet sich das Projekt einer
historischen Semantik durch eine gewisse Methodenvielfalt aus. Über diese
Methodenpluralität soll das Seminar einen Überblick verschaffen. Gelesen werden
erstens Klassiker der Ideengeschichte wie Lovejoy und Collingwood. Zweitens
werden im Rahmen der Auseinandersetzung mit verschiedenen Varianten der
Begriffsgeschichte einerseits die jeweils vorausgesetzten Bedeutungs- sowie
Begriffskonzeptionen untersucht und andererseits die methodischen Probleme
beleuchtet, die sich bei der Bedeutungsanalyse wie auch bei der Beschreibung eines
Bedeutungswandels ergeben. Drittens sollen Grundbegriffe und Strategien der
Foucaultschen Diskursanalyse geklärt werden, sofern diese in einigen neueren
Ansätzen für die historische Semantik fruchtbar gemacht wird.
Literatur:
Busse, Dietrich: Historische Semantik. Analyse eines Programms. Stuttgart: KlettCotta 1987.
Koselleck, Reinhart (Hrsg.): Historische Semantik und Begriffsgeschichte. Stuttgart
1979.
Dietrich Busse, Fritz Hermanns und Wolfgang Teubert (Hrsg.): Begriffsgeschichte
und Diskursgeschichte. Methodenfragen und Forschungsergebnisse der historischen
Semantik. Opladen 1994.
74
030 050
Dr. Annette Sell
Zur Philosophie des Lebendigen I: Aristoteles: De Anima
2 st.,
Do
12.00-14.00, GA 3/143 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ic
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Was ist das Lebendige?
Diese Frage hat die Philosophen zu allen Zeiten bewegt und steht auch noch in der
heutigen Zeit im Zentrum des philosophischen Diskurses. Aristoteles gibt eine
Antwort, indem er in seiner Schrift "De Anima" (gr.: peri psyches, dt.: Über die Seele)
das Prinzip des Lebens als Seele erkennt. In drei Büchern wendet sich Aristoteles
dem Begriff der Seele zu. Dabei stellt er die Probleme dar, die sich mit einer
Untersuchung der Seele ergeben, unterscheidet die verschiedenen Seelenvermögen
und kommt zu einer Definition der Seele als "Entelechie". Sowohl für die
Psychologie, die Naturphilosophie, die Anthropologie als auch die Erkenntnistheorie
ist "De Anima" eine überaus wichtige Schrift der Philosophiegeschichte und der
philosophischen Gegenwart.
Im Seminar soll dieser schwierige und vielschichtige Text gemeinsam gelesen
werden. Dabei ermöglichen Textreferate den Einstieg in jede Sitzung und in eine sich
anschließende Diskussion.
Literatur:
Im Seminar wird folgende Ausgabe zugrunde gelegt:
Aristoteles: Über die Seele. Mit Einleitung, Übersetzung (nach W. Theiler) und
Kommentar herausgegeben von Horst Seidl. Griechischer Text in der Edition von
Wilhelm Biel u. Otto Apelt, Felix Meiner Verlag Hamburg 1998.
75
030 051
M.A. Meike Siegfried
Authentizität
2 st.,
Mo
12.00-14.00, GA 03/46 ,
Beginn: MO, 13.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ic
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Schon ein kurzer Blick ins aktuelle Fernsehprogramm mit seinen zahlreichen RealityFormaten vermag die These zu bestätigen, dass Authentizität mit seiner ‚Aura' von
Wahrhaftigkeit, Ursprünglichkeit und Echtheit zu einem erfolgversprechenden
Warenzeichen geworden ist: Wir sehen hier ganz ‚normale' Menschen, die bei ihrem
‚Abenteuer Alltag' mit ‚echten' Problemen zu kämpfen haben. Die offenkundige
Inszeniertheit dieser Unmittelbarkeit tut der Hochkonjunktur des Authentizitätsbegriffs
- auch in Sport, Politik, Wirtschaft und Kunstbetrieb - jedoch keinen Abbruch, ebenso
wenig wie die Angriffe aus dem Lager der Postmodernen.
Ausgehend von solch alltäglichen Verwendungsweisen des Begriffs sollen im
Seminar die verschiedenen Aspekte des ‚Authentischen' untersucht werden; und
zwar unter Berücksichtigung sowohl des Bereichs der Objekte - Kunstwerke etwa als auch der Frage nach den Möglichkeiten authentischen Existierens von Personen.
Obgleich ‚Authentizität' sich erst im 20. Jahrhundert zu einem Modebegriff entwickelt
hat, lohnt sich ein Blick auch auf frühere Entwürfe, welche dazu beigetragen haben,
dass die Feststellung des Authentisch-Seins zumeist mit einer eindeutigen (positiven)
Wertung verbunden ist.
Je nach Interesse der Seminarteilnehmer/innen bieten sich u. a. folgende Autoren
an: J.-J. Rousseau, S. Kierkegaard, W. Benjamin, J.-P. Sartre, J. Derrida und Ch.
Taylor. Als konkrete Themenbereiche für die Betrachtung des Phänomens des
Authentischen ergeben sich z. B. die Frage nach Natürlichkeit und Künstlichkeit
sowie Original und Reproduktion; im Bereich der Subjekt-Authentizität muss geprüft
werden, welche grundlegenden Vorstellungen menschlichen Existierens diesen
‚Idealen' von Selbstbestimmtheit, Wahrhaftigkeit und Ursprünglichkeit überhaupt
zugrunde liegen.
Literatur:
zum Einlesen:
S. Knaller/H. Müller (Hrsg.): Authentizität. Diskussion eines ästhetischen Begriffs.
München 2006.
H. Lethen: Versionen des Authentischen: sechs Gemeinplätze. In: H. Böhme/K.
Scherpe (Hrsg.): Literatur und Kulturwissenschaften. Positionen, Theorien, Modelle.
Frankfurt 1996. 205-231.
L. Trilling: Sincerity and Authenticity. Cambridge 1972 (dt.: Das Ende der
Aufrichtigkeit. München/Wien 1980).
B. Williams: Truth and Truthfulness. An Essay in Genealogy. Princeton 2002 (dt.:
Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Frankfurt a. M. 2003).
76
030 054
M.A. Alexandra Zinck
Was sind Emotionen? Humes Traktat über die menschliche Natur (Buch II) und
die modernen Emotionstheorien
2 st.,
Mi
10.00-12.00, GA 04/354 ,
Beginn: MI, 15.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM Ic
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Emotionen bilden neben Wahrnehmen und Denken eine Klasse mentaler
Phänomene, die entscheidend und kennzeichnend sind für das menschliche Leben:
Sie sind qualitativ bedeutungsvoll für das eigene Erleben und motivieren zu
Handlungen.
Die Untersuchung der Emotionen ist daher ein zentrales Thema in der Philosophie
des Geistes.
Ziel des Seminars ist eine Einführung in philosophische Theorien der Emotionen. Der
Schwerpunkt liegt hier bei Hume, aber auch Aristoteles, Spinoza, Freud und Sartre
sollen behandelt werden. Weiterhin sollen auch die Forschung in Psychologie und
Neurobiologie und neuere, darauf basierende interdisziplinäre Ansätze in der
Untersuchung der komplexen emotionalen Phänomene berücksichtigt werden.
Wir wollen uns die Frage stellen, welche Eigenschaften es sind, die die Emotionen
ausmachen, welche Funktionen sie für den Menschen haben und wie diese
charakterisiert und erklärt werden können.
Literatur:
Hume, D., (2005) [1739]. Of the Passions. Vol. A Treatise of Human Nature. Oxford
University Press, Oxford, Ch. 2, pp. 46-106.
Aristoteles, (1995), De Anima, Rhetorik, Nikomachische Ethik, Meiner, Hamburg.
Griffiths, Paul (1997), What Emotions really are: The Problem of Psychological
Categories, The University of Chicago Press; daraus Kapitel 3: The
Psychoevolutionary Approach to Emotion.
77
Bachelor of Arts WM IIa,
Master of Arts WM IIa,
Master of Education WM IIa
78
030 008
PD Dr. phil. Dirk Cürsgen
Aristoteles
2 st.,
Di
12.00-14.00, GA 03/149 ,
Beginn: DI, 21.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM IIa MA WM IIa M. Ed. WM II a
Veranstaltungsart: Vorlesung
Creditpoints: 4
Neben seinem Lehrer Platon zählt Aristoteles zu den Klassikern der griechischen
Philosophie, die der Philosophie insgesamt bis heute ihren thematischen,
konzeptionellen
und
disziplinären
Charakter
aufgeprägt
hat.
Die Vorlesung möchte - mit einem Schwerpunkt im theoretischen Gebiet (Metaphysik
und Naturphilosophie) - die konstitutiven Grundzüge des Aristotelischen Denkens
mitsamt seinen historischen und systematischen Implikationen skizzieren sowie in
ihrer Aktualität präsentieren.
Details zur Veranstaltungsorganisation werden in der ersten Sitzung besprochen.
79
030 075
PD Dr. Friedrich Dudda
Pragmatische Bedeutungstheorie
2 st.,
Mo
16.00-18.00, GA 04/358 ,
Beginn: MO, 13.10.2008
Teilgebiete/Epochen: B2, B4, G; BA WM IIa MA WM IIa M.Ed. WM II a
Veranstaltungsart: Hauptseminar
Creditpoints: 4
Empfehlung zur Modularisierung: Dudda "Dummett: Thought and Reality" im SoSe
2009
Pragmatische Bedeutungstheorien thematisieren sprachliche Bedeutung aus der
Perspektive des Sprachgebrauchs. Ihr Untersuchungsgegenstand ist die
Makroeinheit Text als Bestandteil des interaktionalen Handelns von
Kommunizierenden. Die Frage nach der Bedeutung einer Äußerung interpretieren
pragmatische Bedeutungstheorien als eine Frage nach dem Verstehen einer
Äußerung. Im Seminar sollen die begrifflichen Grundlagen von pragmatischen
Bedeutungstheorien diskutiert werden. Als Textgrundlage dienen einige Aufsätze
Albrecht Wellmers aus der Aufsatzsammlung „Wie Worte Sinn machen“.
Literatur:
Textgrundlage:
Wellmer, Albrecht (2007). Wie Worte Sinn machen. Aufsätze zur Sprachphilosophie.
Frankfurt a.M.: Suhrkamp.
Literatur:
Dummett, Michael (1993). The Seas of Language. Oxford: Clarendon Press.
Preyer, Gerhard & Peter. Georg (Eds) (2005). Contextualism in Philosophy.
Knowledge, Meaning, and Truth. Oxford: Oxford University Press.
Preyer, Gerhard & Peter. Georg (Eds) (2007). Context-Sensitivity and Semantic
Minimalism. New Essays on Semantics and Pragmatics. Oxford: Oxford University
Press.
Szabó, Zoltán Gendler (Ed.) (2005). Semantics Versus Pragmatics. Oxford: Oxford
University Press.
80
030 011
PD Dr. Rebecca Paimann
Heidegger
2 st.,
Di
12.00-14.00, GABF 05/705 ,
Beginn: DI, 21.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM IIa MA WM IIa
Veranstaltungsart: Vorlesung
Creditpoints: 4
Die Vorlesung will einen Überblick über die stark von der ontologischen
Fragestellung beeinflußte Philosophie Martin Heideggers geben und insbesondere
seine Beziehung zur Phänomenologie genauer analysieren, da mit ihr eine der
Konstanten des Heideggerschen Denkens gegeben ist.
Alle Details zu Aufbau und Inhalten der Veranstaltung sowie zu den praktischen
Studienaspekten werden in der ersten Sitzung geklärt werden.
81
030 012
PD Dr. Rebecca Paimann
Philosophische Epistemologie
2 st.,
Di
14.00-16.00, GABF 05/705 ,
Beginn: DI, 21.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM IIa MA WM IIa
Veranstaltungsart: Vorlesung
Creditpoints: 4
In der Vorlesung soll die Erkenntnislehre in ihrer Bedeutung für die Philosophie
behandelt werden, wobei zum einen ihre systematische Stellung und Relevanz, zum
anderen ihre historische Entwicklung betrachtet und nachvollzogen werden sollen.
Alle Details zu Aufbau und Inhalten der Veranstaltung sowie zu den praktischen
Studienaspekten werden in der ersten Sitzung geklärt werden.
82
030 079
Prof. Dr. Ulrich Pardey
Kripke, Naming and Necessity
2 st.,
Mo
10.00-12.00, GA 03/46 ,
Beginn: MO, 13.10.2008
Teilgebiete/Epochen: B2, B4, G; BA WM IIa MA WM IIa M. Ed. WM IIa
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
"Naming and Necessity" (Name und Notwendigkeit) ist eins der interessantesten,
einflussreichsten und spannendsten (!) Bücher in der Analytischen Philosophie. In
diesem Buch werden modallogische, sprachphilosophische, erkenntnistheoretische
und metaphysische Fragestellungen eng miteinander verknüpft.
Bis zu Kripke hat man die Begriffe des Apriori und des Notwendigen - und analog die
Begriffe des Aposteriori und des Kontingenten - mehr oder weniger miteinander
gleichgesetzt: Etwas, das a priori erkannt wird, ist notwendig, und etwas, das
kontingent ist, wird a posteriori erkannt. Die Erfahrung kann nach Kant nur sagen,
dass etwas so ist, aber sie kann nicht sagen, dass etwas notwendig so ist.
Kripke unterscheidet dagegen scharf zwischen der epistemischen Frage, ob etwas a
priori oder a posteriori erkannt wird, und der metaphysischen Frage, ob etwas
notwendig oder kontingent sei. Notwendig ist etwas im Sinne der Metaphysik und der
Modallogik, wenn es in jeder möglichen Welt so ist, aber aus dieser Notwendigkeit
folgt keineswegs, dass es auch a priori erkannt werden kann. Kripkes Beispiel für
eine notwendige Wahrheit a posteriori ist der Satz "Hesperus ist identisch mit
Phosphorus". Wenn diese Planeten miteinander identisch sind, dann ist das nach
Kripke in jeder möglichen Welt so, es kann nicht anders sein, d.h. es ist notwendig
so. Aber man muss keineswegs a priori wissen, dass diese Identität besteht.
Im Mittelpunkt von Kripkes Untersuchungen stehen Eigennamen und
Kennzeichnungen, Identitätsaussagen mit Eigennamen oder Kennzeichnungen,
mögliche Welten und irreale Konditionalsätze. Besonders interessant sind die
Konsequenzen seiner Analysen für die Philosophie des Geistes: Die häufig
vertretene Identitätstheorie, nach der geistige und körperliche Ereignisse kontingent
identisch sind, scheitert nach Kripke daran, dass die fragliche Identität nicht
kontingent sein kann, sondern notwendig sein muss.
Die Bedingungen für den Scheinerwerb werden in der ersten Sitzung erklärt.
Grundkenntnisse in Logik sind nützlich, aber nicht erforderlich.
Literatur:
Textgrundlage ist der englische Text:
Saul Kripke, Naming and Necessity, Blackwell, Oxford, Paperback edition 1981 ff.,
ISBN 9780631128014 (pbk.), Neupreis in GB: 29.70 €
(dt. Übersetzung: Saul Kripke, Name und Notwendigkeit, übersetzt von Ursula Wolf,
Suhrkamp, Frankfurt a. M., 9,00 €, ISBN 978-3-518-28656-2)
83
(030 071)
apl. Prof. Dr. phil. Hans-Ulrich Lessing
Gadamer: Wahrheit und Methode
2 st.,
Do
10.00-12.00, GABF 05/705 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM IIa MA WM IIa M. Ed. WM IIa
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Mit seinem Werk "Wahrheit und Methode" (1960) hat Hans-Georg Gadamer eine der
wirkungsreichsten philosophischen Konzeptionen der zweiten Hälfte des 20.
Jahrhunderts vorgelegt. Seine "philosophische Hermeneutik", die in entscheidender
Weise von Heidegger beeinflusst ist, versteht sich als Gegenentwurf zur sog.
"traditionellen Hermeneutik" Schleiermachers und Diltheys. Gadamers Hermeneutik
soll in diesem Seminar eingehend untersucht und diskutiert werden, wobei der Fokus
v.a. auf den zweiten Teil von "Wahrheit und Methode" ("Ausweitung der
Wahrheitsfrage auf das Verstehen in den Geisteswissenschaften") gelegt werden
soll.
Die gemeinsame Lektüre und Interpretation des Textes soll jeweils durch ein Referat
eingeleitet werden. Der genaue Semesterplan wird in der ersten Stunde festgelegt.
Literatur:
Seminargrundlage:
Hans-Georg Gadamer: Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen
Hermeneutik. (Gesammelte Werke Band 1). Tübingen 1990
Literatur zur Einführung:
Jean Grondin: Einführung in die philosophische Hermeneutik. Darmstadt 1991
Jean Grondin: Einführung zu Gadamer. Tübingen 2000 (UTB 2139)
Udo Tietz: Hans-Georg Gadamer zur Einführung. Hamburg 1999
Weiterführende Literatur:
Karl-Otto Apel u.a.: Hermeneutik und Ideologiekritik. Frankfurt a.M. 1971
Hans Krämer: Kritik der Hermeneutik. Interpretationsphilosophie und Realismus.
München 2007
84
030 084
apl. Prof. Dr. phil. Wolfgang Bonsiepen
Erscheinung und Ding an sich bei Kant
2 st.,
Mo
10.00-12.00, NA 02/99 ,
Beginn: MO, 20.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM IIa, MA WM IIa, M.Ed. WM IIa,
Veranstaltungsart: Hauptseminar
Creditpoints: 4
Kants Transzendentalphilosophie geht von der Unterscheidung zwischen
Erscheinung und Ding an sich aus, die sowohl systematisch als auch vom
Textbestand vielfach erklärungsbedürftig ist. Es finden sich verschiedene
Bedeutungen von Erscheinung und Ding an sich bei Kant, die im vorliegenden
Seminar an Hand des Kanttextes (besonders 1. und 2. Auflage der ‚Kritik der reinen
Vernunft' und ‚Prolegomena') herausgearbeitet werden sollen. Berücksichtigt werden
soll aber auch die Rezeptionsgeschichte jener Unterscheidung, beginnend bei den
frühen zeitgenössischen Reaktionen (F. H. Jacobi, Fichte) über O. Liebmanns ‚Kant
und die Epigonen' (1865) bis zum späteren Neukantianismus (A. Riehl).
Für die Vergabe von Creditpoints gelten die üblichen Bedingungen, die zu Anfang
des Seminars erläutert werden.
Literatur:
G. Prauss: Erscheinung bei Kant. Ein Problem der "Kritik der reinen Vernunft". Berlin
1971 (Quellen und Studien zur Philosophie. Bd 1)
G. Prauss: Kant und das Problem der Dinge an sich. 2. Aufl. Bonn 1977
(Abhandlungen zur Philosophie, Psychologie und Pädagogik. Bd 90)
85
Master of Arts WM IIa/Kolloquien
WM IIa Weiterführendes Modul: Erkenntnis und Grund
86
030 116
PD Dr. Friedrich Dudda, Prof. Dr. Hans-Ulrich Hoche, Prof. Dr. Ulrich Pardey
Logisch-sprachanalytisches Kolloquium
2 st.,
Fr 14tgl. 10.00-13.00, GA 3/156 ,
Beginn: FR, 24.10.2008
Teilgebiete/Epochen: B2, B4, G; MA WM IIa
Veranstaltungsart: Kolloquium
Creditpoints: 4
In diesem Kolloquium haben die Teilnehmer* die Möglichkeit, eigene philosophische
Texte zur Diskussion zu stellen. Das Thema ist frei zu wählen, doch sollten bei seiner
Behandlung und Diskussion auch sprachanalytische und logische Gesichtspunkte
gebührend beachtet werden. Es empfiehlt sich, dass die Referenten* ihre Texte
spätestens zwei bis drei Wochen vor der jeweiligen Sitzung im Sekretariat Pardey
einreichen, so dass sie vervielfältigt und den übrigen Teilnehmern* rechtzeitig zur
häuslichen Lektüre zur Verfügung gestellt werden können. So erübrigt sich eine
‚Vorlesung', und die Zeit kann voll für eine fundierte Diskussion genutzt werden.
In der Sitzung am 24. Oktober sollen zuerst die weiteren Termine, Themen und
Referenten* für das Wintersemester 2008/09 abgesprochen werden. Dann wollen wir
sofort mit der Diskussion eines am Ende des Sommersemesters 2008 bestimmten
Textes beginnen. Den bisherigen Kolloquiumsteilnehmern* wird der Text rechtzeitig
zugeschickt, und neue Teilnehmer* können sich ihn ab dem 8. Oktober bei Frau
Tomczak (GA 3/162) abholen oder nach vorheriger Angabe einer Adresse ebenfalls
zuschicken lassen.
___________________________________________________________________
________________
* Mit diesem Wort sind gleichermaßen weibliche wie männliche Studierende gemeint.
["Hoc verbum tam feminas quam masculos complectitur" (frei nach Corpus Iuris
Civilis Dig. L, 16, 1)]
87
030 117
Prof. Dr. Helmut Pulte, apl. Prof. Ulrich Charpa, Prof. Dr. Gert König
Kolloquium zur Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte
2 st.,
Do
18.00-19.30, GA 3/143 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: MA WM IIa
Veranstaltungsart: Kolloquium
Creditpoints: 4
Im Kolloquium werden Themen und Literatur zur Wissenschaftstheorie und geschichte sowie angrenzender Bereiche behandelt. In diesem Rahmen finden
gewöhnlich auch Vorträge auswärtiger Philosophen, Wissenschaftstheoretiker und historiker statt. Zudem gibt das Kolloquium die Möglichkeit, Magister- und
Examensarbeiten sowie Dissertationsprojekte vorzustellen und in der Diskussion zu
erproben. Interessierte aller Fachrichtungen sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.
88
Bachelor of Arts WM IIb,
Master of Arts WM IIb,
Master of Education WM IIb
WM IIb Weiterführendes Modul: Handlung und Norm
89
030 078
apl. Prof. Dr. phil. Burkhard Liebsch
Philosophie der Aufmerksamkeit
2 st.,
Mi 14tgl. 16.00-19.30, GA 03/49 ,
Beginn: MI, 15.10.2008
Teilgebiete/Epochen: A1,2,4 C1, E1; BA WM IIb MA WM IIb M. Ed. WM IIb
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Dieses Seminar wird sich im Wesentlichen mit zwei Spätschriften Hans Blumenbergs
befassen: mit der Beschreibung des Menschen. Aus dem Nachlaß herausgegeben
von Manfred Sommer, Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 2006; und mit dem Buch Zu
den Sachen und zurück. Aus dem Nachlaß herausgegeben von Manfred Sommer.
Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 2002/7. Und zwar speziell im Hinblick auf die Rolle,
die der Aufmerksamkeit in diesen Schriften als Gegenstand einer von Blumenberg
konzipierten Anthropologie, aber auch als Sinn der Philosophie selber zukommt. Das
Seminar wird so gesehen zugleich als Einführung in die Philosophische
Anthropologie konzipiert.
Blumenberg mahnt nicht nur eine in der Phänomenologie erstaunlicherweise
weitgehend vernachlässigte Philosophie der Aufmerksamkeit an, sondern versteht
auch die Aufgabe der Anthropologie als vorrangige Angelegenheit der
Aufmerksamkeit. Anthropologische Philosophie als Aufmerksamkeit - so könnte man
ohne weiteres beschreiben, was Blumenberg vorschwebt. Die Aufmerksamkeit wird
in ihrer philosophischen Bedeutung erst dann angemessen gewürdigt, wenn sie nicht
als bloßes Sichrichten auf salient Gegebenes, als passives Aufmerksamwerden oder
aktives Aufmerksammachen, sondern als ein Prozess originärer Realisierung von
Erfahrbarem verstanden wird. In diesem Sinne hat Paul Klee in seiner
Schöpferischen Konfession davon gesprochen, die Kunst mache sichtbar (statt nur
bereits Sichtbares abzubilden). Ähnlich nimmt Blumenberg an, die "Sache Mensch"
werde im Lichte der - als Gegenstand und Methode der Philosophie aufgefassten Aufmerksamkeit anders, neu sichtbar. Aber nicht in transzendentaler Distanz,
sondern in verschärfter Beteiligung am mundanen Leben, wo man nie die ganz freie
Wahl habe, wie, als was oder wer (oder wozu lebend) man sich verstehen wolle.
Interessenten werden gebeten, sich die o. g. Schriften Blumenbergs vor Beginn des
Seminars anzuschauen und sich aktive eigene Beiträge zum Seminar vorzunehmen.
Eine genaue Seminarplanung soll bereits in der ersten Sitzung vorgenommen
werden. Unabhängig von der VSPL-Anmeldung sollte eine Anmeldung per e-mail an
die Adresse des Veranstalters erfolgen ([email protected]).
Literatur:
Neben den genannten Schriften von Blumenberg sei zur Einführung empfohlen:
J. Crary, Aufmerksamkeit, Frankfurt am Main 2002.
B. Waldenfels, Phänomenologie der Aufmerksamkeit, Frankfurt am Main 2004.
B. Liebsch, "Von den Sachen zurück zu den Menschen. Profile einer Philosophie der
Aufmerksamkeit in Hans Blumenbergs nachgelassenen Schriften" [Rezension von H.
Blumenberg, Beschreibung des Menschen; ders., Zu den Sachen und zurück], in:
Philosophischer Literaturanzeiger 61, Heft 1 (2008), S. 87-101.
90
030 081
Prof. Dr. Walter Schweidler
Ethik und Handlungstheorie bei Thomas von Aquin
2 st.,
Do
14.00-16.00, NA 6/99 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: MARS BA WM IIb MA WM IIb M. Ed. WM IIb
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Das Seminar kann zusammen mit dem Seminar "030 082 Kants Freiheitstheorie" von
Prof. Dr. Schweidler modularisiert werden.
In den systematisch zentralen Fragestellungen der 18. bis 21. Quaestio der Summa
Theologiae I-II, die im Seminar analysiert, interpretiert und diskutiert werden sollen,
stellt der heilige Thomas die bis heute richtungweisenden handlungstheoretischen
Grundlagen einer deontologischen Ethik dar, welche die Substanz der antiken
Tugendlehre in die normativen Prinzipien der naturrechtlich fundierten Moraltheorie
transformiert. In den Themen der Handlungstypisierung und der Gliederung
menschlichen Lebensvollzuges, der Asymmetrie zwischen in sich guten und in sich
schlechten Handlungen, der Frage nach dem Gewissen und nach objektiven
Pflichtkonflikten zwischen Menschen, die sich gegenseitig den Anspruch der
Rechtfertigung ihres Tuns trotz gegensätzlicher Zielsetzungen zugestehen müssen,
weist der hier entworfene Ansatz bis heute aktuelle Perspektiven deontologischer
Moralbegründung auf, die auch für die Diskussion um die neuzeitlichen und
gegenwärtigen Modelle strukturierend und hilfreich sind. Grundkenntnisse der
antiken Tugendethik und der neuzeitlichen Pflichtethik werden als Ausgangsbasis
vorausgesetzt.
Literatur:
Thomas von Aquin: Über die Sittlichkeit der Handlung. Sum. Theol. I-II q. 18-21
übers. von R. Schönberger, Weinheim 1990.
Rolf Schönberger: Thomas von Aquin zur Einführung, Hamburg 2006.
Wolfgang Kluxen: Philosophische Ethik bei Thomas von Aquin, Hamburg 1980.
Martin Rhonheimer: Natur als Grundlage der Moral. Die personale Struktur des
Naturgesetze bei Thomas von Aquin. Eine Auseinandersetzung mit autonomer und
teleologischer Ethik, Innsbruck 1987.
A.D. Sertillanges: Der heilige Thomas von Aquin, Köln, Olten 1954.
91
030 082
Prof. Dr. Walter Schweidler
Kants Freiheitstheorie
2 st.,
Do
12.00-14.00, GABF 05/705 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM II b MA WM IIb M. Ed. WM IIb
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Das Seminar kann zusammen mit dem Seminar "030 081 Ethik und
Handlungstheorie bei Thomas von Aquin" von Prof. Dr. Schweidler modularisiert
werden.
Der Freiheitsbegriff ist das strukturell-systematische Zentrum der gesamten
praktischen Philosophie Kants wie auch der Markierung ihrer Grenzen und ihres
Verhältnisses zur theoretischen Philosophie und deren geistesgeschichtlichen
Grundlagen. In dem Seminar soll es vor allem darauf ankommen, die systematischen
Bezüge zwischen diesen Komponenten herauszuarbeiten und kritisch zu beurteilen.
So wird es unter anderem um das Verhältnis zwischen dem transzendentalen
Idealismus in der theoretischen und der Lehre von den außerzeitlichen Bedingungen
freien Handelns in der praktischen Philosophie, um die Begriffe der negativen und
der positiven Freiheit, um die Eigenart der Beziehung zwischen Freiheit und
Notwendigkeit und um die Abgrenzung zwischen innerer Freiheit im Sinne der
Moralbegründung und äußerer Freiheit als Prinzip der politischen Philosophie gehen.
Eine gründliche Vertrautheit mit der kantischen Philosophie und der Ethik der Neuzeit
ist vorauszusetzen.
Literatur:
Ernst Cassirer: Kants Leben und Lehre, Darmstadt 1994.
Johannes Schwartländer: Der Mensch ist Person. Kants Lehre vom Menschen,
Stuttgart 1968.
Friedrich Kaulbach: Studien zur späten Rechtsphilosophie Kants und ihrer
transzendentalen Methode, Würzburg 1982.
Wolfgang Kersting: Wohlgeordnete Freiheit. Immanuel Kants Rechts- und
Staatsphilosophie, Paderborn 2007.
Otfried Höffe: Immanuel Kant, München 2007.
92
030 083
Prof. Dr. Klaus Steigleder
Weltarmut, globale Gerechtigkeit und das Problem der Governance
2 st.,
Di
16.00-18.00, GA 04/716 ,
Beginn: DI, 14.10.2008
Teilgebiete/Epochen: A1, A2, A3; BA WM IIb MA WM IIb M. Ed. WM IIb
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4 (BA, MA)
Creditpoints: 2 (Promotionsstudiengang)
Die Kluft zwischen den reichsten und ärmsten Ländern der Erde nimmt ständig zu.
Auf der einen Seite entfallen auf 900 Millionen Menschen in den reichen Ländern 86
Prozent der globalen Konsumausgaben, während andererseits 1,2 Milliarden
Menschen nur einen Anteil von 1,3% an den globalen Konsumausgaben haben
(David Held). Welche moralischen Forderungen ergeben sich (an wen?) angesichts
massiver und dauerhafter Armut in der Welt? Welche realistischen
Handlungsmöglichkeiten bestehen? Welcher Institutionen und institutioneller
Änderungen bedarf es, um Verbesserungen zu erreichen? Das Seminar wird keine
Patentrezepte auf diese Fragen anbieten können. Es sollen unterschiedliche
Antworten und Vorschläge auf bzw. zu diesen Fragen studiert und diskutiert werden.
Eine weitere Zielsetzung des Seminars ist es, bessere Kenntnisse der
unterschiedlichen Dimensionen der Armut in der Welt zu gewinnen.
Literatur:
Textgrundlage:
Zu Beginn des Seminars wird eine Aufsatzsammlung (mit voraussichtlich großenteils
englischsprachigen Texten) zur Verfügung gestellt werden.
Literaturhinweise:
A. V. Banerjee, R. Bénabou, D. Mookherjee, Understanding Poverty, Oxford 2006.
Christian Barry, Thomas Pogge (eds.), Global Institutions and Responsibilities.
Achieving Global Justice, Oxford 2005.
Barbara Bleisch, Peter Schaber (Hg.), Weltarmut und Ethik, Paderborn 2007.
Paul Collier, Die unterste Milliarde. Warum die ärmsten Länder scheitern und was
man dagegen tun kann, München 2008.
William Easterly, Wir retten die Welt zu Tode. Für ein professionelleres Management
im Kampf gegen die Armut, Frankfurt/New York: Campus, 2006.
David Held, Soziale Demokratie im globalen Zeitalter, Frankfurt/M. 2007.
Andrew Kuper (ed.), Global Responsibilities. Who Must Deliver on Human Rights?,
New York, London 2005.
Thomas Pogge (ed.), Freedom from Poverty as a Human Right. Who Owes What to
the Very Poor?, Oxford 2007.
93
030 076
Prof. Dr. Alexander Haardt
Henri Bergson: Zeit und Freiheit
2 st.,
Di
12.00-14.00, GA 03/46 ,
Beginn: DI, 14.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM IIb MA WM IIb M. Ed. WM IIb
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4 (BA, MA)
Creditpoints: 2 (Promotionsstudiengang)
Bestimmend für das Denken des Lebensphilosophen Henri Bergson (1859 - 1941) ist
sein Impetus, "das Leben selbst" von seinen Verfälschungen zu befreien, welche die
wissenschaftlich-technische Zivilisation mit sich bringen. Er stellt die Perspektive des
gelebten Lebens
derjenigen der objektivierenden (Natur-)Wissenschaften
gegenüber. Dabei entdeckt er eine Zweiheit von Zeitformen: Im Gegensatz zur
objektivierten, verräumlichten und messbaren Zeit bringt er ein authentisches
Zeiterleben zur Geltung, in dem Zeit als "reine Dauer" erfahren wird, wo die
Vergangenheit in der jeweiligen Gegenwart aufgehoben und auf eine offene Zukunft
hin ausgerichtet ist.
In seinem 1889 erschienenen Buch, das in der deutschen Übersetzung "Zeit und
Freiheit" genannt wurde (der französische Titel lautet, wörtlich übersetzt,
"Abhandlung über die unmittelbaren Gegebenheiten des Bewusstseins"), soll
gemeinsam interpretiert und diskutiert werden. Besonders interessant ist dabei die
Frage, ob es Bergson durch die Unterscheidung von messbarer und gelebter Zeit
gelingt, auch das Problem der menschlichen Willensfreiheit zu lösen.
Literatur:
Textgrundlage:
Henri Bergson: Zeit und Freiheit. Hamburg: Meiner 1994
Literatur:
Gilles Deleuze: Henri Bergson zur Einführung. 2.A., hrsg. u. übers. v. Martin
Weinmann. Hamburg: Junius 1997
94
Master of Education Fachdidaktik,
Master of Education WM IIb
WM IIb Weiterführendes Modul: Handlung und Norm (Lehramt Sek. I/II)
95
030 085
Dr. Johannes P. Bierbrodt
Gut leben - Grundprobleme der Praktischen Philosophie in Bildungsprozessen
2 st.,
Do
16.00-18.00, GA 3/143 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: M.Ed. WM IIb M. Ed. Fachdidaktik
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Gemäß dem Bochumer Studienplan "Master of Education Philosophie/Praktische
Philosophie" verbinden sich je ein oder zwei fachphilosophische Seminare der
Modulbereiche "Erkenntnis und Grund", "Handlung und Norm" sowie "Natur und
Kultur" mit einem thematisch passenden fachdidaktischen Seminar zu einem Modul
"M. Ed. WM II a" oder einem Modul "M. Ed. WM II b" oder zu einem Modul "M. Ed.
WM II c". Das hiermit angekündigte Seminar ergänzt ein/zwei Seminare aus dem bBereich zu einem Modul M. Ed. WM !I b.
Als didaktisch orientiertes Seminar zur Ethik wird die Veranstaltung anhand
ausgesuchter Zugriffe und in Ergänzung zu fachwissenschaftlichen Ethik-Seminaren
auf Grundprobleme der Ethik aufmerksam machen, wie sie in schulischen
Bildungsprozessen und in schulischen Arbeits- und Diskussionszusammenhängen
entwickelt werden können.
Ob nämlich der oft Nerven zehrende Einstieg in den Berufsalltag als
Philosophielehrer gelingt, hängt auch von der richtigen Vorbereitung ab. Dazu gehört
natürlich das intensive Philosophiestudium, darüber hinaus aber auch, dass man den
Kontakt zur Schule, zu Kindern und Jugendlichen nicht ganz verliert. Die wichtigste
unmittelbare Vorbereitung besteht darin, schon auf der Universität die Augen offen
zu halten für Texte, die im schulischen Philosophieunterricht "funktionieren" können.
Nur wer schon im Studium eine Vielzahl solcher Texte kennen gelernt und präpariert
hat, kann in den ersten Berufsjahren variantenreich unterrichten und auf
Lernsituationen mit passenden Fragestellungen und Texten flexibel reagieren.
Hierzu wird im Seminar in ein Spektrum einschlägig aufbereiteter Texte und
Materialien sowie Methoden eingeführt, deren Kenntnis es ermöglicht, auf die
Interessen später zu unterrichtender Schülerinnen und Schüler flexibel, mit
angemessenem Hintergrund und folglich motivierend zu reagieren. Das Seminar
bietet somit einen Grundstock später möglicher Kursprogramme in Referendariat wie
Berufstätigkeit.
Literatur:
Textgrundlage:
V. Steenblock (Hrsg.), Praktische Philosophie/Ethik. Ein Studienbuch. Münsteraner
Philosophische Arbeitsbücher Bd. 2, Münster 3. Aufl. 2006; Materialien zum
Unterrichtsfach "Praktische Philosophie" S 1 werden im Seminar zur Verfügung
gestellt.
96
Bachelor of Arts WM IIc,
Master of Arts WM IIc,
Master of Education IIc
WM IIc Weiterführendes Modul: Kultur und Natur
97
030 077
apl. Prof. Dr. phil. Hans-Ulrich Lessing, Prof. Dr. Helmut Pulte
Darwin und Darwinismus in der Philosophie des 20. Jahrhunderts
2 st.,
Do
08.30-10.00, GA 04/716 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: B1, C1, G; BA WM IIc MA WM IIc M. Ed. WM IIc
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
In Fortsetzung unseres Seminars "Darwin-Rezeption in der deutschen Philosophie"
(WS 07/08), in dem die wichtigsten Positionen einer Darwin-Aneignung oder -Kritik in
der deutschen Philosophie des 19. Jahrhunderts (Marx, Nietzsche, Simmel, Dilthey,
Lotze, Helmholtz, Haeckel, Lange u. a.) thematisiert wurden, sollen nun zentrale
philosophische Auseinandersetzungen mit Darwin des vergangenen Jahrhunderts
vorgestellt, analysiert und diskutiert werden. Behandelt werden u. a. Texte von K. R.
Popper, K. Lorenz, H. Jonas, V. Hösle, R. Spaemann, E. Mayr, R. Riedel und G.
Vollmer. Das Seminar stellt sich somit an der Schwelle zum ‚Darwin-Jahr' 2009 (200.
Geburtsjahr von Ch. Darwins und 150. Erscheinungsjahr von Origin of Species) die
Aufgabe, die neuere philosophische Auseinandersetzung mit Darwin und seiner
Evolutionstheorie zu sichten und einer eingehenden, vergleichend-kritischen Prüfung
zu unterziehen.
Der Besuch der Vorgängerveranstaltung ist keine Voraussetzung für die Teilnahme
am Seminar. Kreditierungs- und andere ‚Scheinfragen' werden in der ersten Sitzung
(am 16.10.2008) besprochen.
Literatur:
Den Teilnehmern wird ein Reader mit allen benötigten Quellentexten zur Verfügung
gestellt.
Literatur zur Einführung:
Engels, E.-M.: Darwin. München 2007 (Beck)
Hösle, V./Illies, Ch. (Eds.): Darwinism & Philosophy. Notre Dame 2005 (Univ. Press).
98
030 027
Prof. Dr. Albert Newen
Phänomenales Bewusstsein und reduktive Erklärungen des Geistes
2 st.,
Do
14.00-16.00, GA 03/49 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA WM IIc MA WM IIc M. Ed. WM IIc
Veranstaltungsart: Hauptseminar
Creditpoints: 4 (BA, MA)
Creditpoints: 2 (Promotionsstudiengang)
Das, was unser Leben auszeichnet, ist das bewusste Erleben von Empfindungen,
Emotionen, Wahrnehmungen und Gedanken.
Das Problem des Bewusstseins, also die Frage, was Bewusstsein ausmacht und
welchen Platz Bewusstsein in einem naturalistischen Weltbild einnehmen kann, spielt
eine zentrale Rolle in gegenwärtigen Diskussionen in der Philosophie des Geistes.
Zwei prominente Antworten lauten: (i) Das Bewusstsein ist identisch mit bestimmten
physiologischen Phänomenen und (ii) zwischen Phänomenen des Bewusstseins und
physiologischen Phänomenen besteht zumindest eine funktionale Äquivalenz. Im
Gegensatz zur dritten Option - einem Dualismus - sind diese beiden Strategien, die
identitätstheoretische und die funktionalistische, reduktionistisch. Ziel des Seminars
ist es, diese Strategien im Lichte unterschiedlicher Reduktionsbegriffe zu betrachten,
die in der Wissenschaftstheorie bereit gestellt werden. So soll der Diskurs in der
Philosophie des Geistes systematisch mit dem der Wissenschaftstheorie verknüpft
werden.
Für einen unbenoteten Schein ist üblicherweise ein Referat zu halten. Für einen
benoteten Schein ist eine Hausarbeit (ca. 20 Seiten) zu verfassen. Abgabefrist für die
Hausarbeiten ist der 1. März 2009.
Literatur:
Thomas Metzinger: Grundkurs Philosophie des Geistes I - Phänomenales
Bewusstsein, mentis, Paderborn 2006
Robert van Gulick: "Reduction, Emergence and Other Recent Options on the
Mind/Body Problem: A Philosophic Overview", Journal of Consciousness Studies, 8,
9/10 2001, S. 1-34 Darin: Erster Teil zum Reduktionsbegriff.
Der van Gulick-Text und weitere Texte zum Reduktionsbegriff werden in einem
Reader zu Beginn des Seminars bereitgestellt.
99
030 072
apl. Prof. Dr. phil. Wolfgang Bonsiepen
Merleau-Ponty: Phänomenologie der Wahrnehmung
2 st.,
Fr
10.00-12.00, GABF 05/705 ,
Beginn: FR, 17.10.2008
Teilgebiete/Epochen: A4, B1; N; BA WM IIc MA WM IIc, M. Ed. WM IIc
Veranstaltungsart: Hauptseminar
Creditpoints: 4
Modularisierungsempfehlung: Seminar von Prof.
Bewusstsein und reduktive Erklärungen des Geistes
A.
Newen:
Phänomenales
Ziel des Seminars ist die Erarbeitung des umfangreichen Werks ‚Phénomenologie de
la Perception' (1945), das zahlreiche Anregungen für die Philosophie des Geistes,
Erkenntnistheorie und Phänomenologie bietet. Im ersten Teil geht Merleau-Ponty von
der Erfahrung des Leibes aus, der weder als vergegenständlichter noch einseitig als
Moment eines transzendentalen Bewusstseins verstanden wird. Von diesem
Ausgangspunkt erschließt sich im zweiten Teil die Welt der Empfindung, des Raums,
der Dinge und der sozialen Welt. Der dritte Teil geht auf die Problematik einer zeitlich
strukturierten Subjektivität und Freiheit ein. Im einzelnen ist der Auseinandersetzung
mit der Phänomenologie Husserls, der zeitgenössischen Psychologie
(Sinnespsychologie, Gestaltpsychologie, Psychoanalyse) und Anthropologie (M.
Scheler) nachzugehen.
Für die Vergabe von Creditpoints gelten die üblichen Bedingungen, die zu Anfang
des Seminars erläutert werden.
Literatur:
Textgrundlage:
M. Merleau-Ponty: Phänomenologie der Wahrnehmung. Aus dem Französischen
übers. u. eingeführt durch eine Vorrede von R. Boehm. Berlin 1966. Reprograf.
Nachdruck 1974 (Phänomenologisch-Psychologische Forschungen. Bd 7)
Literaturhinweise:
St. Günzel: Maurice Merleau-Ponty, Werk und Wirkung, eine Einführung. Wien 2007
S. Stoller: Wahrnehmung bei Merleau-Ponty. Studie zur Phänomenologie der
Wahrnehmung. Frankfurt/M., Bern 1995
100
030 073
apl. Prof. Ulrich Charpa
Philosophische Probleme der Kulturwissenschaften
2 st.,
Do
16.00-18.00, GA 04/354 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: B1, C, N; BA WM IIc MA WM IIc M. Ed. WM IIc
Veranstaltungsart: Hauptseminar
Creditpoints: 4
Die Selbstreflexion der Kulturwissenschaften wird derzeit weitgehend durch die
Übernahme philosophischer bzw. philosophienaher Konzeptionen (Konstruktivismus,
Dekonstruktivismus
usw.)
bestimmt.
Dies
wiederholt
das
traditionelle
Orientierungsmuster der Kulturwissenschaften an jeweils modischen Zeitströmungen,
das sich in den vorausgegangenen Jahrzehnten in der Anbindung an die Frankfurter
Schule und andere ‚behauptende' Ansätze realisierte. Demgegenüber soll das
Seminar weniger Thesen als vielmehr grundlegende Begriffe thematisieren und den
damit verbundenen Problemstoff herausstellen. Dies gilt in ontologischer Hinsicht
zuvorderst für die Begriffe ‚Artefakt', ‚Text', ‚Struktur', ‚Ganzes/Teil'‚Prozess',
‚Ereignis', ‚Handlung', ‚Autor' - unter methodologischem Aspekt für ‚Analyse',
‚Interpretation', ‚Erklären', ‚Verstehen'.
Die Diskussion nimmt einschlägige Vorlagen von der älteren Auslegungslehre des
17. Jahrhunderts bis hin zur modernen Ontologie und Wissenschaftstheorie auf.
Literatur:
A Companion to Metaphysics, hg. v. J. Kim u. E. Sosa, Oxford 1995.
J. E. J. Gracia, Texts. Ontological Status, Identity, Author, Audience, New York 1996.
W. Kintsch, Comprehension, Cambridge 1998.
101
Master of Arts WM IIc,
Master of Education WM IIc
WM IIc Weiterführendes Modul: Kultur und Natur
102
030 086
Prof. Dr. Burkhard Mojsisch
Ulrich von Straßburg: Probleme der Naturphilosophie (mit Quellenlektüre)
2 st.,
Do
14.00-16.00, GA 04/354 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: MARS C1, C3, AM; MA WM IIc M. Ed. WM IIc
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4 (BA, MA)
Creditpoints: 2 (Promotionsstudiengang)
Ulrich von Straßburg entfaltet seine Naturphilosophie um die Mitte des XIII.
Jahrhunderts, und zwar in seiner Schrift "De summo bono". Besonders ausführlich
widmet er sich der Philosophie der Zeit (liber IV, tractatus 2). In enger Anlehnung an
den Physikkommentar Alberts des Großen stellt Ulrich verschiedene
Zeitkonzeptionen vor, um sich schließlich für ein bestimmtes Zeitmodell zu
entscheiden.
Bester Textzeuge für Ulrichs Zeitphilosophie ist eine lateinische Handschrift aus dem
XIV. Jahrhundert. Die zeitphilosophischen Passagen dieser Handschrift sollen im
Seminar gemeinsam gelesen werden. Gute Lateinkenntnisse sind daher notwendige
Voraussetzung für die Seminarteilnahme. Den Seminarteilnehmerinnen und teilnehmern werden Kopien dieser Passagen zur Verfügung gestellt werden.
Literatur:
Zur Anschaffung empfohlen:
A. Cappelli, Dizionario di abbreviature latine ed italiane, 6. Auflage, Milano 1967.
Literatur:
U. R. Jeck, Aristoteles contra Augustinum. Zur Frage nach dem Verhältnis von Zeit
und Seele bei den antiken Aristoteleskommentatoren, im arabischen Aristotelismus
und im 13. Jahrhundert, (Bochumer Studien zur Philosophie, Bd. 21) Amsterdam /
Philadelphia 1994, 289-295.
103
M. Ed. Fachdidaktik
Fachdidaktische Theorie, Methode und Praxis
104
030 074
Prof. Dr. Volker Steenblock
Sozialwissenschaftliche und kulturreflexive Kontexte philosophischer Bildung
2 st.,
Di
14.00-16.00, GA 3/143 ,
Beginn: DI, 14.10.2008
Teilgebiete/Epochen: D1, D2, E3; M.Ed. Fachdidaktik
Veranstaltungsart: Hauptseminar
Creditpoints: 4
Das Seminar bildet zusammen mit der Parallelveranstaltung "Philosophische Bildung"
(jeweils im Sommersemester), dem Blockpraktikum und meinen an den Ruhrgebietsschulen
stattfindenden Unterrichtsbesuchen das "Fachdidaktik-Modul". Über das Studium dieses
Moduls im Besonderen und das Lehramtsstudium im Allgemeinen geben Auskunft: (1) der
"Studienverlaufsplan Master of Education" in diesem Grünbuch, (2) die Informationstafeln vor
den Räumen GA 3/59 und GA 3/60, (3) das "Blaubuch", also der Studienführer des Instituts
zum M.-Ed.-Studium, (4) die Internetseite des Instituts, (5) meine Netzseite, schließlich jede
meiner Sprechstunden. Bitte beachten Sie, dass meine Sprechstunden im WS 2008/09
(anders als sonst üblich) jeweils am Dienstag, 13.00-14.00 Uhr stattfinden. Die Teilnahme an
der "Informationsveranstaltung Lehramt" am 14. 10. 2008, 14.00-16.00 Uhr in GA 3-/43
(=erste Sitzung dieses Seminars; siehe auch Aushang) ist zum Eintritt in die LehramtsMasterphase verbindlich!
Die vielgestaltigen Prozesse und Folgeerscheinungen der Globalisierung legen es nahe, die
Frage nach den "Abenteuern der Vernunft" im Zeitalter des Pop zu stellen. Offenkundige
gegenwartskulturelle Veränderungen (z. B. Individualisierung und Pluralisierung von
Lebensformen, "Patchwork-Familien", Migration und Multikulturalität, Gesetzmäßigkeiten der
"Panökonomisierung" und sozialen "Flexibilisierung", Allpräsenz der Medien und der
Populärkultur, Wandlungen der Mentalitäten etc.) stellen insbesondere für Bildungsprozesse
eine massive Herausforderung und zugleich für ihre Gestaltung eine wichtige "Koordinate"
dar. Zukünftige Lehrerinnen und Lehrer werden vielfachen sozialwissenschaftlichen
Diagnosen zufolge mit einer Schülerklientel arbeiten, die durch allenthalben konstatierte
Veränderungstendenzen in avancierten Gesellschaften in nachhaltiger Weise anders geprägt
sein dürfte als bisher. Ein Selbst- und Weltdeutungen diskutierendes, sinn- und
wertorientierendes Fach wie die Philosophie betrifft all dies in besonderem Maße. Dieses
Hauptseminar möchte deshalb den Blick für die genannten Entwicklungen schärfen; es trägt
damit den "Fächerspezifischen Vorgaben" des Schulministeriums NRW Rechnung, die für
das Lehramtsstudium der Fächer Philosophie/Praktische Philosophie sozialwissenschaftliche
Inhalte als konstitutive Bestandteile vorsehen.
Ziel der Veranstaltung wird es zunächst sein, einige der einschlägigen Gesellschafts- und
Gegenwartskultur-Diagnosen in ihrem "generellen" Überblick vorzustellen (Anthony Giddens,
Richard Sennett, Franz Josef Radermacher, Matthias Junge, Jürgen Habermas). Zugleich
soll es uns darum gehen, ihnen entsprechende Konsequenzen für Prozesse philosophischer
Bildung zu diskutieren (u.a. mit Rekurs auf Dieter Thomä, Josef Früchtl).
Literatur:
Als Arbeitsgrundlage wird im Seminar ein "Reader" mit Kopien zur Verfügung gestellt, der für
unsere Fragestellung relevante Ausschnitte aus einschlägiger Literatur enthält. Diese
Literatur empfiehlt sich zugleich generell für einen einführenden Blick auf die Thematik:
Heiner Barz, Kultur und Lebensstile. In: R. Tippelt (Hrsg.), Handbuch Bildungsforschung,
Opladen 2002, 725-744; Thomas Hecken, Theorien der Populärkultur. Dreißig Positionen
von Schiller bis zu den Cultural Studies, Bielefeld 2007; Stephan Moebius - Dirk Quadflieg
(Hrsg.), Kultur. Theorien der Gegenwart, Wiesbaden 2006; Armin Pongs, In welcher
Gesellschaft leben wir eigentlich? München 1999 u.ö.; Franz Josef Wetz - Volker Steenblock
(Hrsg.), Zeitdiagnose (Kolleg Praktische Philosophie, Bd. III), Stuttgart 2008.
105
(030 085)
Dr. Johannes P. Bierbrodt
Gut leben - Grundprobleme der Praktischen Philosophie in Bildungsprozessen
2 st.,
Do
16.00-18.00, GA 3/143 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: M.Ed. WM IIb M. Ed. Fachdidaktik
Veranstaltungsart: Seminar
Creditpoints: 4
Gemäß dem Bochumer Studienplan "Master of Education Philosophie/Praktische
Philosophie" verbinden sich je ein oder zwei fachphilosophische Seminare der
Modulbereiche "Erkenntnis und Grund", "Handlung und Norm" sowie "Natur und
Kultur" mit einem thematisch passenden fachdidaktischen Seminar zu einem Modul
"M. Ed. WM II a" oder einem Modul "M. Ed. WM II b" oder zu einem Modul "M. Ed.
WM II c". Das hiermit angekündigte Seminar ergänzt ein/zwei Seminare aus dem bBereich zu einem Modul M. Ed. WM !I b.
Als didaktisch orientiertes Seminar zur Ethik wird die Veranstaltung anhand
ausgesuchter Zugriffe und in Ergänzung zu fachwissenschaftlichen Ethik-Seminaren
auf Grundprobleme der Ethik aufmerksam machen, wie sie in schulischen
Bildungsprozessen und in schulischen Arbeits- und Diskussionszusammenhängen
entwickelt werden können.
Ob nämlich der oft Nerven zehrende Einstieg in den Berufsalltag als
Philosophielehrer gelingt, hängt auch von der richtigen Vorbereitung ab. Dazu gehört
natürlich das intensive Philosophiestudium, darüber hinaus aber auch, dass man den
Kontakt zur Schule, zu Kindern und Jugendlichen nicht ganz verliert. Die wichtigste
unmittelbare Vorbereitung besteht darin, schon auf der Universität die Augen offen
zu halten für Texte, die im schulischen Philosophieunterricht "funktionieren" können.
Nur wer schon im Studium eine Vielzahl solcher Texte kennen gelernt und präpariert
hat, kann in den ersten Berufsjahren variantenreich unterrichten und auf
Lernsituationen mit passenden Fragestellungen und Texten flexibel reagieren.
Hierzu wird im Seminar in ein Spektrum einschlägig aufbereiteter Texte und
Materialien sowie Methoden eingeführt, deren Kenntnis es ermöglicht, auf die
Interessen später zu unterrichtender Schülerinnen und Schüler flexibel, mit
angemessenem Hintergrund und folglich motivierend zu reagieren. Das Seminar
bietet somit einen Grundstock später möglicher Kursprogramme in Referendariat wie
Berufstätigkeit.
Literatur:
Textgrundlage:
V. Steenblock (Hrsg.), Praktische Philosophie/Ethik. Ein Studienbuch. Münsteraner
Philosophische Arbeitsbücher Bd. 2, Münster 3. Auf). 2006; Materialien zum
Unterrichtsfach "Praktische Philosophie" S 1 werden im Seminar zur Verfügung
gestellt.
106
Promotionsstudiengang Philosophie
107
030 121
Prof. Dr. Klaus Steigleder
Doktorandenseminar zum Promotionsstudiengang Philosophie
2 st.,
Mo 18.00-19.30, GA 3/143 ,
Beginn: MO, 20.10.2008
Die Mitglieder des Promotionsstudienganges stellen hier ihre Dissertationsprojekte
vor. Gegenstand sind zunächst vor allem die leitenden Forschungsfragen und die
Methodenprobleme der Arbeiten.
Wählbare Fachseminare des Promotionsstudiengangs Philosophie
030 076
Haardt, Hauptseminar: Henri Bergson, Zeit und Freiheit, Di 12.00-14.00,
GA 04/716
030119
Jaeschke, Kolloquium zur Klassischen Deutschen Philosophie, Di 16.0018.00, SG 1/Ebene 0/12
030086
Mojsisch, Hauptseminar: Ulrich von Straßburg, Probleme der
Naturphilosophie (mit Quellenlektüre), Do 14.00-16.00, GA 04/716
030027
Newen, Phänomenales Bewusstsein und reduktive Erklärungen des
Geistes, Do 14.00-16.00, GA 03/49
030116
Dudda, Hoche, Pardey, Logisch-sprachanalytisches Kolloquium, Fr 10.0014.00, 14-tägig
030117
Pulte, Charpa, König, Kolloquium zur Wissenschaftstheorie und
Wissenschaftsgeschichte, Do 18.00-19.30
030118
Schweidler, Kolloquium Metaphysik und Praxis, Fr 8.00-12.00, 14-tägig,
GABF 04/609
030083
Steigleder, Hauptseminar: Weltarmut, globale Gerechtigkeit und das
Problem der Governance, Di 16.00-18.00, GA 03/46
108
Kolloquien
109
(030 116)
PD Dr. Friedrich Dudda, Prof. Dr. Hans-Ulrich Hoche, Prof. Dr. Ulrich Pardey
Logisch-sprachanalytisches Kolloquium
2 st.,
Fr 14tgl. 10.00-13.00, GA 3/156 ,
Beginn: FR, 24.10.2008
Teilgebiete/Epochen: B2, B4, G; MA WM IIa
Veranstaltungsart: Kolloquium
Creditpoints: 4 (BA, MA)
Creditpoints: 2 (Promotionsstudiengang)
In diesem Kolloquium haben die Teilnehmer* die Möglichkeit, eigene philosophische
Texte zur Diskussion zu stellen. Das Thema ist frei zu wählen, doch sollten bei seiner
Behandlung und Diskussion auch sprachanalytische und logische Gesichtspunkte
gebührend beachtet werden. Es empfiehlt sich, dass die Referenten* ihre Texte
spätestens zwei bis drei Wochen vor der jeweiligen Sitzung im Sekretariat Pardey
einreichen, so dass sie vervielfältigt und den übrigen Teilnehmern* rechtzeitig zur
häuslichen Lektüre zur Verfügung gestellt werden können. So erübrigt sich eine
‚Vorlesung', und die Zeit kann voll für eine fundierte Diskussion genutzt werden.
In der Sitzung am 24. Oktober sollen zuerst die weiteren Termine, Themen und
Referenten* für das Wintersemester 2008/09 abgesprochen werden. Dann wollen wir
sofort mit der Diskussion eines am Ende des Sommersemesters 2008 bestimmten
Textes beginnen. Den bisherigen Kolloquiumsteilnehmern* wird der Text rechtzeitig
zugeschickt, und neue Teilnehmer* können sich ihn ab dem 8. Oktober bei Frau
Tomczak (GA 3/162) abholen oder nach vorheriger Angabe einer Adresse ebenfalls
zuschicken lassen.
___________________________________________________________________
________________
* Mit diesem Wort sind gleichermaßen weibliche wie männliche Studierende gemeint.
["Hoc verbum tam feminas quam masculos complectitur" (frei nach Corpus Iuris
Civilis Dig. L, 16, 1)]
110
030 110
Prof. Dr. Walter Jaeschke
Doktorandenkolloquium
2 st.,
Mi
16.00-18.00, SG 1/Ebene 0 /12 ,
Beginn: MI, 15.10.2008
Veranstaltungsart: Doktorandenkolloquium
Das Doktorandencolloquium dient der Vorstellung und Diskussion der gegenwärtig
vorbereiteten Dissertationen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf die für die
"strukturierte Promotion" eingeschriebenen Doktoranden.
111
030 119
Prof. Dr. Walter Jaeschke
Colloquium zur Klassischen Deutschen Philosophie
2 st.,
Di
16.00-18.00, SG 1/Ebene 0 /12 ,
Beginn: DI, 14.10.2008
Veranstaltungsart: Kolloquium
Creditpoints: 4 (BA, MA)
Creditpoints: 2 (Promotionsstudiengang)
Das "Colloquium zur Klassischen deutschen Philosophie" ist gedacht als
institutioneller
Rahmen
für
ein
gemeinsames
Philosophieren
von
Examenskandidaten sowie Mitarbeitern und Gästen des Hegel-Archivs. Das Thema
des Wintersemesters wird in der letzten Veranstaltung des Sommersemesters
festgelegt.
112
030 114
apl. Prof. Udo Reinhold Jeck, Dr. med. Peter Rudolf Ritter
Kolloquium über Neurophilosophie und Neuroethik
2 st.,
Teilgebiete/Epochen: Zeit nach Vereinbarung, 2 Std.
Veranstaltungsart: Kolloquium
Das Kolloquium für Neurophilosophie eröffnet die Möglichkeit eines interdisziplinären
Informationsaustausches
zwischen
repräsentativen
Vertretern
der
Neurowissenschaften und Philosophen an der Ruhr-Universität Bochum über
aktuelle Fragen der philosophischen Gehirntheorie und der Neuroethik.
Die Termine werden im Internet (www.ruhr-uni-bochum.de/neurophil/) und durch
Aushang mitgeteilt.
113
030 111
Dr. Arnd T. May, Prof. Dr. phil. Hans-Martin Sass
Methodische Probleme der ethischen Analyse medizinischer Fälle
2 st.,
Sa 10.00-16.00, GA 3/143 31.01.2009,
Beginn: SA, 31.01.2009
Veranstaltungsart: Kolloquium
Das Fallstudienkolloquium stellt Methoden und Prinzipien für die ethische Analyse
komplexer klinischer Entscheidungssituationen vor und wird speziell für Studierende
der Medizin und Ärzte im Praktikum angeboten, steht aber auch Studierenden der
Philosophie, Theologie und anderer Disziplinen offen. Schriftliche, elektronische
Anmeldung über VSPL ist erforderlich. Das Kolloquium eignet sich nicht zum Erwerb
von Leistungsnachweisen in der Philosophie oder im erziehungswissenschaftlichen
Begleitstudium.
Vorzugsweise auch für Studierende der Medizin und AiP'ler
114
030 112
Dr. Arnd T. May, Prof. Dr. phil. Hans-Martin Sass
Ethische Aspekte medizinischer und pflegerischer Behandlung von unter
Betreuung stehenden Patienten
Sa 10.00-16.00, GA 3/143 17.01.2009,
Beginn: SA, 17.01.2009
Veranstaltungsart: Kolloquium
Das Fallstudienkolloquium führt in komplexe ethisch-rechtliche Probleme
stellvertretender Entscheidungen nach den Regelungen des Betreuungsrechts ein.
Diese Entscheidungskonflikte z.B. in Fragen der medizinischen Behandlung bei
nichteinwilligungsfähigen Patienten zu lösen setzt ethische Kompetenz voraus und
dafür hilfreiche Methodik wird diskutiert.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Es wird speziell für im Betreuungswesen Tätige
sowie für Studierende der Medizin und Ärzte im Praktikum angeboten, steht aber
auch Studierenden der Philosophie, Theologie und anderer Disziplinen offen.
Schriftliche, elektronische Anmeldung über VSPL ist erforderlich. Das Kolloquium
eignet sich nicht zum Erwerb von Leistungsnachweisen in der Philosophie oder im
erziehungswissenschaftlichen Begleitstudium.
Vorzugsweise auch für Studierende der Medizin und AiP'ler
115
(030 117)
Prof. Dr. Helmut Pulte, apl. Prof. Ulrich Charpa, Prof. Dr. Gert König
Kolloquium zur Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte
2 st.,
Do
18.00-19.30, GA 3/143 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: MA WM IIa
Veranstaltungsart: Kolloquium
Creditpoints: 4 (BA, MA)
Creditpoints: 2 (Promotionsstudiengang)
Im Kolloquium werden Themen und Literatur zur Wissenschaftstheorie und geschichte sowie angrenzender Bereiche behandelt. In diesem Rahmen finden
gewöhnlich auch Vorträge auswärtiger Philosophen, Wissenschaftstheoretiker und historiker statt. Zudem gibt das Kolloquium die Möglichkeit, Magister- und
Examensarbeiten sowie Dissertationsprojekte vorzustellen und in der Diskussion zu
erproben. Interessierte aller Fachrichtungen sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.
116
(030 118)
Prof. Dr. Walter Schweidler
Metaphysik und Praxis
2 st.,
Fr 14tgl. 08.00-12.00, GABF 04/609 ,
Beginn: FR, 17.10.2008
Veranstaltungsart: Kolloquium
Creditpoints: 4 (BA, MA)
Creditpoints: 2 (Promotionsstudiengang)
Nach den Diskussionen der vorangegangenen Semester um das Verhältnis von
Freiheit, Apriorität und Notwendigkeit soll nunmehr der Begriff der Zeit als
systematischer Focus der Verbindung von Metaphysik und Praxis auf dieses
Strukturfeld bezogen werden. Dazu bieten sich sowohl die Lektüre des platonischen
"Parmenides" und die Frage nach der nicht zuletzt aus diesem hervorgegangenen
Tradition der via negativa und der "negativen Theologie" als auch die Transformation
dieser Problematiken in die neueste Diskussion um den Begriff der Gabe etwa bei
Derrida und Marion an. Der genauere Zuschnitt der Themen und Gegenstände des
Kolloquiums wird sich nach den Vorstellungen der Teilnehmenden richten.
Literatur:
Dirk Westerkamp: Via negativa. Sprache und Methode der negativen Theologie.
München 2006
117
030 113
Prof. Dr. Bernhard Waldenfels
Forschungskolloquium zur Phänomenologie und zur neueren französischen
Philosophie
2 st.,
Teilgebiete/Epochen: Zeit: nach Vereinbarung, 2 Std.
Veranstaltungsart: Kolloquium
118
030 120
Prof. Dr. Burkhard Mojsisch, Prof. Dr. Rudolf Rehn
Forschungskolloquium zur Geschichte der Philosophie
2 st.,
Teilgebiete/Epochen: C2, nach Vereinbarung, 2 Std.
Veranstaltungsart: Kolloquium
Die jeweiligen Veranstaltungstermine werden durch Aushang angekündigt.
119
Übungen
120
030 131
Prof. Dr. Ulrich Pardey
Betreuung von Seminararbeiten und wissenschaftlichen Abschlussarbeiten
1 st.,
Mo
13.00-14.00, GA 3/156 ,
Beginn: MI, 15.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA, MA, Staatsexamen, Dissertationen
Veranstaltungsart: Übung
121
030 132
Prof. Dr. Helmut Pulte
Betreuung von Seminararbeiten und wissenschaftlichen Abschlussarbeiten
2 st.,
Mi
11.00-12.00, GA 3/149 ,
Beginn: MI, 15.10.2008
Veranstaltungsart: Übung
Diese Übung wendet sich an alle Studierende, die in meinen Vorlesungen und
Seminaren schriftliche Aufgaben, insbesondere größere Hausarbeiten, übernommen
haben oder mit der Anfertigung von BA- und MA-Arbeiten befasst sind und beraten
werden möchten.
122
030 133
Prof. Dr. Walter Schweidler
Betreuung von Doktoranden
1 st.,
Do
10.00-11.00, GA 3/136 ,
Veranstaltungsart: Übung
Beginn: DO, 16.10.2008
123
030 134
Prof. Dr. Burkhard Mojsisch
Betreuung von Examens- und Doktorarbeiten
1 st.,
Do
17.00-18.00, GA 3/31 ,
Veranstaltungsart: Übung
Beginn: DO, 16.10.2008
124
030 135
Prof. Dr. Albert Newen
Übung für Absolventen (Bachelor- und Masterstudierende)
1 st.,
Do
16.00-17.00, GA 05/709 ,
Beginn: DO, 16.10.2008
Teilgebiete/Epochen: BA, MA
Veranstaltungsart: Übung
Mit dieser Übung wird eine gezielte Begleitung beim Anfertigen einer Abschlussarbeit
(Bachelor- und Masterarbeit) angeboten. Es werden die konkreten Schritte zur
Vorbereitung und Durchführung einer Arbeit besprochen. Dabei werden sowohl 1.
methodische Lern- und Arbeitshilfen besprochen, 2. konkrete Arbeitseinheiten
verabredet und 3. vor allem inhaltliche Diskussionen geführt, um dadurch die
Arbeiten zu einem gelungenen Abschluss zu führen.
125
Optionalbereich
126
Modulname: „Dialektik der Aufklärung“
030062, Dr. Andrea Alker:, M.A. Isabelle Klasen::
„Das Projekt Aufklärung - Ansprüche, Schwierigkeiten, Perspektiven“,
Do 14-16, NC 02/99
030017, Dr. Andrea Alker:, M.A. Isabelle Klasen::
„Geschichtsphilosophische Entwürfe im Kontext der Dialektik der Aufklärung“,
im SoSe 2009
2 CP
3 CP
Modulname: „Zwei feindliche Brüder: Marxismus und Anarchismus“
030021, Dr. Jens Bonnemann:
„Einführung in den Marxismus“, Fr 12-14, GABF 05/705
030022, Dr. Jens Bonnemann:
„Einführung in den Anarchismus“, Fr 14-16, GABF 05/705
3 CP
2 CP
Modulname: Der Geist der Tiere/Tierethik
030001, apl. Prof. Udo Reinhold Jeck:
„Der Geist der Tiere“, Fr 10-12, NA 02/99
2 CP
030019, apl. Prof. Udo Reinhold Jeck:
„Tierethik“, Fr 12.00-14.00, NA 02/99
3 CP
Modulname: „Theorien der Ethik“
030015, apl. Prof. Antje Kapust:
„Theorien der Ethik – Grundlagen und Positionen“
Mi 10.00-12.00, GA 04/356
030016, apl. Prof. Antje Kapust:
„Normativität, Motivation und Konflikt (Übungen und Praxis)“, im SoSe 2009
3 CP
2 CP
Modulname: „Historische, erkenntnistheoretische und ethische Grundlagen der
Biologie“
030002, Prof. Dr. Gert König, Prof. Dr. Helmut Pulte, Prof. Dr. Thomas Stützel:
„Historische, erkenntnistheoretische und ethische Grundlagen der Biologie“
Mi 14tgl. 18.00-20.00, HGA 30
2 CP
030020, Prof. Dr. Gert König, Prof. Dr. Helmut Pulte, Prof. Dr. Thomas Stützel:
„Historische, erkenntnistheoretische und ethische Grundlagen der Biologie“
Mi 14tgl. 18.00-20.00, HGA 30
3 CP
Modulname: „Einführung in die Ästhetik“
030018, Dr. Dimitri Liebsch:
„Einführung in die Ästhetik I“, Fr 14-16, GA 04/716
030015, Dr. Dimitri Liebsch:
„Einführung in die Ästhetik II“, im SoSe 2009
2 CP
3 CP
Modulname: „Lassen Sie sich nicht über den Tisch ziehen! Logik und Rhetorik der
Argumentation“
030016, Prof. Dr. Ulrich Pardey:
„Logik der Argumentation“, Mi 10-12, GA 03/46
3 CP
030017, Dr. Georg Verweyen:
„Rhetorik der Argumentation“, Mi 14-16, GA 03/46 und Fr 12-14, GA 3/143
2 CP
127
128
Index
Liebsch, Dimitri 24, 126
Alker, Andrea 126
Anacker, Michael 20, 40, 47
Bauer, Christoph 21, 67
Bierbrodt, Johannes P. 23, 95, 105
Bonnemann, Jens 24, 126
Bonsiepen, Wolfgang 21, 22, 23, 84, 99
Charpa, Ulrich 22, 23, 87, 100, 115
Cürsgen, Dirk 21, 22, 23, 78
Dudda, Friedrich 21, 22, 23, 79, 86, 109
May, Arnd T. 23, 113, 114
Mojsisch, Burkhard 20, 22, 23, 24, 35, 36, 102,
118, 123
Newen, Albert 20, 21, 22, 23, 24, 42, 71, 98, 124
Paimann, Rebecca 21, 22, 80, 81
Pardey, Ulrich 20, 21, 22, 23, 24, 43, 82, 86, 109,
120, 126
Plotnikov, Nikolaj 21, 61
Pulte, Helmut 20, 22, 23, 24, 38, 44, 87, 97, 115,
121, 126
Eden, Tania 20, 48
Flacke, Michael 20, 21, 40, 48, 63
Glinka, Holger 20, 49, 50
Goretzki, Catia 20, 21, 51, 58
Haardt, Alexander 20, 21, 22, 23, 41, 52, 69, 93
Hoche, Hans-Ulrich 22, 23, 86, 109
Jaeschke, Walter 20, 23, 31, 53, 54, 110, 111
Jeck, Udo Reinhold 23, 24, 112, 126
Kahnert, Klaus 20, 32, 33
Kapust, Antje 24, 126
Klasen, Isabelle 126
Köhler, Dietmar 21, 55
König, Gert 22, 23, 24, 87, 115, 126
Kruse-Ebeling, Ute 20, 34, 66
Kühn, Wilfried 21, 57
Rehn, Rudolf 24, 118
Ritter, Peter Rudolf 23, 112
Sass, Hans-Martin 23, 113, 114
Schlicht, Tobias 21, 72
Schmidt, Kirsten 21, 56
Schöttler, Tobias 21, 73
Schweidler, Walter 21, 22, 23, 24, 65, 66, 90, 91,
116, 122
Sell, Annette 21, 74
Siegfried, Meike 21, 75
Stammkötter, Franz-Bernhard 20, 36
Steenblock, Volker 23, 104
Steigleder, Klaus 20, 21, 22, 23, 29, 62, 92, 107
Stützel, Thomas 24, 126
Verweyen, Georg 24, 126
Vosgerau, Gottfried 20, 21, 45, 59
Waldenfels, Bernhard 23, 117
Lessing, Hans-Ulrich 21, 22, 23, 64, 70, 83, 97
Liebsch, Burkhard 21, 22, 23, 89
Zinck, Alexandra 21, 76
Herunterladen