Bevor Sie beginnen

Werbung
c5541abf-15ce-464f-b5d2-758395fcdf3e
Arbeiten mit Microsoft Exchange
Server 2003-Informationsspeichern
Microsoft Corporation
Veröffentlicht: 12.12.06
Autor: Exchange Server-Dokumentationsteam
Kurzdarstellung
Der Microsoft Exchange Server 2003-Informationsspeicher ist eine Speicherplattform, die ein
einziges Repository zum Verwalten mehrerer Typen unstrukturierter Informationen zur
Verfügung stellt. Dieses Handbuch enthält ausführliche Informationen, die die Durchführung
von Verwaltungs– und Problembehandlungsaufgaben erleichtern.
Kommentare? Senden Sie Ihr Feedback an folgende Adresse: [email protected].
Contents
Arbeiten mit Exchange Server 2003-Informationsspeichern .................................................. 13
Einführung in das Arbeiten mit dem Exchange Server 2003-Informationsspeicher ............... 13
Welche Informationen bieten diese Themen? ..................................................................... 15
Wer sollte diese Themen lesen? ......................................................................................... 17
Terminologie ........................................................................................................................ 17
Informationen zum Exchange Server 2003-Informationsspeicher .......................................... 18
Logische Komponenten des Exchange-Informationsspeichers .............................................. 19
Dateistruktur des Exchange-Informationsspeichers ............................................................... 22
Steuern des Administratorzugriffs auf den Exchange-Informationsspeicher .......................... 24
Verwaltungsaufgaben für den Exchange-Informationsspeicher ............................................. 27
Fehlersuche und Beheben von Informationsspeicherproblemen in Exchange Server 2003 .. 28
Probleme bei der Volltextindizierung ...................................................................................... 28
Sichere Meldungen in der Ereignisanzeige ......................................................................... 29
Ereignis-ID 7000: The Indexer Started Successfully ........................................................... 29
Ereignis-ID 10006: Catastrophic Failure (Clusterumgebung) .............................................. 30
Für SMTP und Systemaufsicht wird ein Fehler protokolliert ............................................... 30
Der Auffüllvorgang ist langsam ............................................................................................ 31
Der Auffüllvorgang wurde angehalten ................................................................................. 31
Eine gelöschte Nachricht wird weiterhin in den Suchergebnissen angezeigt ..................... 32
Nach dem Verschieben des Indexes wird ein falscher Speicherort angezeigt ................... 32
Identifizieren von Fehlern anhand der Sammelprotokolleinträge ........................................ 32
Probleme beim Einstellen der Sprache ............................................................................... 33
Abfragen schlagen beim Hochfahren des Servers fehl ....................................................... 36
Wiederherstellen von fehlenden Leistungsindikatoren ........................................................ 37
Vermeiden von Datenträgerengpässen ............................................................................... 37
Auslastung durch Auslagerungsvorgänge ........................................................................... 38
Ändern der maximalen Downloadgröße von Anlagen ............................................................ 38
Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 38
Verfahren ............................................................................................................................. 38
Überprüfen des aktuellen Speicherorts des Index .................................................................. 39
Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 39
Verfahren ............................................................................................................................. 39
Entschlüsseln einer Fehlernummer aus der Sammelprotokolldatei mit dem Tool „Gthrlog“ .. 40
Verfahren ............................................................................................................................. 40
Probleme mit Berechtigungen beim Verwenden von Exchange Server 2003 und Exchange
Server 5.5 in derselben Umgebung ..................................................................................... 40
Ermitteln der Ursache für die Verhinderung der Anzeige Öffentlicher Ordner in Outlook ... 40
Anzeigen von Zugriffssteuerungslisten im Exchange-System-Manager ............................. 41
Überwachen von Berechtigungsereignissen in der Ereignisanzeige .................................. 41
Anzeigen der ptagNTSD-Berechtigungen für einen Ordner im Exchange-System-Manager 45
Verfahren ............................................................................................................................. 46
Festlegen der Diagnoseeinstellungen für Anmeldung und Zugriffssteuerung auf den
Höchstwert ........................................................................................................................... 46
Verfahren ............................................................................................................................. 47
Weitere Informationen ......................................................................................................... 47
Probleme bei der Replikation Öffentlicher Ordner .................................................................. 47
Nicht empfangene Replikationsnachrichten ........................................................................ 48
Das Abgleichen dauert sehr lange ...................................................................................... 49
Abgleich des Servers scheint nicht stattzufinden ................................................................ 49
Erkennen von Problemen bei der Replikation Öffentlicher Ordner mithilfe der
Diagnoseprotokollierung ...................................................................................................... 49
Verfahren ............................................................................................................................. 49
Sonstige Probleme .................................................................................................................. 50
Auf die Berechtigungen eines Öffentlichen Ordners kann nicht zugegriffen werden (Fehler
durch ungültige Windows-Zugriffsnummer) ..................................................................... 50
Mindestens ein Benutzer kann der Zugriffsliste nicht hinzugefügt werden ......................... 51
E-Mail-Nachrichten an den Öffentlichen Ordner konnten nicht zugestellt werden .............. 52
Outlook Web Access kann auf einen Öffentlichen Ordner nicht mehr zugreifen, nachdem
die Struktur umbenannt wurde ......................................................................................... 52
Meldung „Der Vorgang ist fehlgeschlagen“ beim Zugriff auf eine Struktur mit dem
Exchange-System-Manager ............................................................................................. 52
Für Exchange Server 5.5-Server werden mehrere Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner auf einem Exchange Server 2003-Server angezeigt ......................... 53
In einer gemischten Umgebung mit Exchange Server 5.5 und Exchange Server 2003
können Benutzer mit Outlook Web Access nicht auf einen Öffentlichen Ordner zugreifen
.......................................................................................................................................... 54
Anlage übersteigt die Speichergrenze in einem Öffentlichen Ordner ................................. 54
Zurücksetzen von Berechtigungen für Öffentliche Ordner...................................................... 55
Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 55
Verfahren ............................................................................................................................. 55
Aktualisieren von virtuellen Verzeichnissen und Weitergeben von Änderungen nach dem
Umbenennen einer Öffentliche Ordner-Struktur .................................................................. 56
Verfahren ............................................................................................................................. 56
Ändern oder Entfernen der Größenbeschränkung für Anhänge in Öffentlichen Ordnern ...... 57
Verfahren ............................................................................................................................. 57
Steuern der Replikation Öffentlicher Ordner in Exchange Server 2003 ................................. 58
Funktionsweise der Replikation .............................................................................................. 58
Grundzüge der Replikation von Hierarchie und Inhalt ......................................................... 63
Statusanforderungen und Statusnachrichten ...................................................................... 65
Abgleichanforderungen und Abgleichnachrichten .................................................................. 67
Vorteile der Exchange Server 2003-Abgleichfunktion ......................................................... 69
Beispiel für Replikationszyklen ............................................................................................ 70
Konfigurieren des Standardreplikationszeitplans .................................................................... 74
Einrichten eines Standardreplikationszeitplans für einen Ordner oder einen
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner........................................................................ 75
Verfahren ............................................................................................................................. 75
Konfigurieren von Replikaten .................................................................................................. 76
Festlegen eines ordnerspezifischen Replikationszeitplans ................................................. 77
Festlegen der Priorität von Replikationsnachrichten ........................................................... 77
Konfigurieren von Replikaten Öffentlicher Ordner .................................................................. 78
Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 78
Verfahren ............................................................................................................................. 78
Überprüfen des Replikationsstatus ......................................................................................... 79
Überprüfen des Replikationsstatus von Öffentlichen Ordnern................................................ 82
Verfahren ............................................................................................................................. 82
Manuelles Replizieren von Daten ........................................................................................... 83
Manuelles Replizieren von Daten Öffentlicher Ordner ........................................................... 84
Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 84
Verfahren ............................................................................................................................. 84
Spezielle Aspekte bei Topologien im gemischten Modus ....................................................... 85
Verbindungsvereinbarungen und Replikation von Öffentlichen Ordnern ............................ 85
Vermeiden von häufig auftretenden Problemen im gemischten Modus .............................. 91
Vorübergehendes Ignorieren unbekannter Benutzer auf einem Exchange Server 2003-Server
mit Replikaten Öffentlicher Ordner ...................................................................................... 94
Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 94
Verfahren ............................................................................................................................. 95
Weitere Informationen ......................................................................................................... 95
Verwalten der Replikation zwischen Organisationen .............................................................. 95
Volltextindizierung in Exchange Server 2003 ......................................................................... 97
Überprüfen empfohlener Hardwarekonfigurationen ................................................................ 97
Vorbereiten der Exchange Server 2003-Organisation ............................................................ 98
Bereitstellen der Volltextindizierung ........................................................................................ 98
Erstellen eines Volltextindexes ............................................................................................ 99
Optimieren der Volltextindizierung ....................................................................................... 99
Durchführen einer vollständigen Auffüllung ....................................................................... 103
Festlegen eines Zeitplans für inkrementelle Auffüllungen ................................................. 104
Aktivieren der Abfragefunktion für die Volltextindizierung ................................................. 105
Benachrichtigung und Einführung der Benutzer ................................................................ 105
Erstellen eines anfänglichen Volltextindex............................................................................ 105
Verfahren ........................................................................................................................... 106
Optimieren der Volltextindizierung ........................................................................................ 106
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 106
Verfahren ........................................................................................................................... 106
Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der Eigenschaftenspeicherprotokolle für
Volltextindizierung in einer Umgebung ohne Cluster ........................................................ 107
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 107
Verfahren ........................................................................................................................... 107
Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der Eigenschaftenspeicherprotokolle für
Volltextindizierung in einer Clusterumgebung ................................................................... 108
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 108
Verfahren ........................................................................................................................... 108
Verschieben des temporären Verzeichnisses des Microsoft Search-Servers ...................... 109
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 109
Verfahren ........................................................................................................................... 109
Verschieben des Index (Katalogs) für die Volltextindizierung............................................... 110
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 110
Verfahren ........................................................................................................................... 110
Verschieben der Sammelprotokolle für die Volltextindizierung ............................................ 111
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 111
Verfahren ........................................................................................................................... 111
Erhöhen der Beschränkung der Nachrichtengröße für die Volltextindizierung ..................... 112
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 112
Verfahren ........................................................................................................................... 113
Einrichten von Prüfpunkten für die Volltextindizierung ......................................................... 113
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 113
Verfahren ........................................................................................................................... 114
Starten einer vollständigen Auffüllung eines Volltextindex ................................................... 115
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 115
Verfahren ........................................................................................................................... 115
Anzeigen des Status einer Auffüllung eines Volltextindex .................................................... 116
Verfahren ........................................................................................................................... 116
Anhalten einer vollständigen Auffüllung eines Volltextindex ................................................ 117
Verfahren ........................................................................................................................... 117
Festlegen des Zeitplans für das inkrementelle Auffüllen des Volltextindex .......................... 117
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 117
Verfahren ........................................................................................................................... 118
Aktivieren von Volltextindexabfragen .................................................................................... 119
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 119
Verfahren ........................................................................................................................... 119
Verwalten der Volltextindizierung .......................................................................................... 119
Überprüfen der Größe des Indexes ................................................................................... 119
Hinzufügen von Benutzern zu einem indizierten Server ................................................... 120
Situationen, bei denen ein neues vollständiges Auffüllen erforderlich ist ......................... 120
Konfigurieren der Offlineadressbücher von Exchange Server 2003 .................................... 120
Einrichten der Server zur Unterstützung von Offlineadressbüchern .................................... 121
Server für Gebietsschemas und Öffentliche Ordner ......................................................... 122
Offlineadressbuch-Ordner ................................................................................................. 124
Offlineadressbuch-Dateien ................................................................................................ 125
Ändern des Standardgebietsschemas des Servers .............................................................. 134
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 134
Verfahren ........................................................................................................................... 135
Weitere Informationen ....................................................................................................... 135
Anzeigen des Systemorders für eine Öffentliche Ordner-Struktur ....................................... 135
Verfahren ........................................................................................................................... 135
Deaktivieren der Zertifikatsfilterung in Offlineadressbuchdateien ........................................ 136
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 136
Verfahren ........................................................................................................................... 137
Erstellen eines neuen Offlineadressbuchs............................................................................ 137
Erstellungsprozess für Offlineadressbücher ...................................................................... 138
Erstellen eines neuen Offlineadressbuchs............................................................................ 139
Verfahren ........................................................................................................................... 139
Konfigurieren eines Offlineadressbuchs ............................................................................... 140
Festlegen eines Offlineadressbuchs für einen Postfachspeicher ......................................... 142
Konfigurieren eines Postfachspeichers für die Verwendung eines bestimmten
Offlineadressbuchs ............................................................................................................ 143
Verfahren ........................................................................................................................... 143
Weitere Informationen ....................................................................................................... 143
Problembehandlung bei Serverkonfigurationsproblemen ..................................................... 144
Konfigurieren der Outlook-Clients ......................................................................................... 144
Windows-Profile und Outlook-Profile ................................................................................. 145
Schwellenwert für den vollständigen Download ................................................................ 145
Standarddateipfad ............................................................................................................. 145
Offlineadressbuch-Clientdateien ....................................................................................... 146
Konfigurieren des Outlook 2003-Exchange-Cachemodus ................................................ 147
Übermittlungsgruppen ....................................................................................................... 148
Konfigurieren von automatischen Downloads von Offlineadressbüchern im ExchangeCachemodus .................................................................................................................. 148
Konfigurieren von Auflösungen uneindeutiger Namen im Exchange-Cachemodus ......... 150
Konfigurieren des klassischen Offlinemodus in Outlook 2003 .......................................... 150
Überprüfen der Konfiguration von Outlook 2003 ............................................................... 150
Outlook 2002, Outlook 2000 und Offlineadressbücher ..................................................... 151
Ändern des Standarddateipfads der Offlineadressbuchdateien ........................................... 151
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 151
Verfahren ........................................................................................................................... 151
Verwalten von Übermittlungsgruppen in Outlook ................................................................. 152
Verfahren ........................................................................................................................... 152
Weitere Informationen ....................................................................................................... 153
Konfigurieren aller Cachemodeclients zur Verwendung der globalen Onlineadressliste zur
Auflösung von uneindeutigen Namen ................................................................................ 153
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 153
Verfahren ........................................................................................................................... 153
Manuelles Herunterladen der Offlineadressbücher .............................................................. 154
Verfahren ........................................................................................................................... 154
Überprüfen, ob Outlook 2003 das Offlineadressbuch verwendet ......................................... 155
Verfahren ........................................................................................................................... 156
Überprüfen, ob Outlook 2003 im Exchange-Cachemodus ausgeführt wird ......................... 156
Verfahren ........................................................................................................................... 156
Überprüfen, ob Outlook 2003 im Unicode-Modus ausgeführt wird ....................................... 156
Verfahren ........................................................................................................................... 157
Verwalten von Exchange Server 2003-Frei/Gebucht-Ordnern ............................................. 157
Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten............................................................................... 158
Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten mit Outlook ........................................................ 158
Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten mit Outlook Web Access und Outlook Mobile
Access ............................................................................................................................ 161
Suchen der Frei/Gebucht-Informationen für andere Benutzer ............................................. 163
Suchen von Frei/Gebucht-Informationen mit Outlook ....................................................... 163
Suchen von Frei/Gebucht-Daten mit Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access 163
Auswirkungen auf Frei/Gebucht-Daten beim Verschieben oder Löschen von
Benutzerpostfächern .......................................................................................................... 164
Unterstützte Topologien ........................................................................................................ 165
Topologie mit einem Server pro Standort .......................................................................... 165
Topologie mit einem Server und mehreren Standorten .................................................... 167
Topologie mit mehreren Gesamtstrukturen ....................................................................... 168
Kalenderunterstützung in einer Exchange- und in einer Nicht-Exchange-Umgebung ......... 171
Verwalten und Reparieren von Frei/Gebucht-Daten ............................................................. 172
Bereinigen von Postfachspeichern mit MadFB.................................................................. 173
Beheben von Problemen mit Stellvertreterbenutzern eines Postfachs ............................. 173
Beheben von Problemen mit Delegatbenutzern eines Postfachs in Outlook ....................... 174
Verfahren ........................................................................................................................... 174
Verhalten Öffentlicher Ordner in Topologien im gemischten Modus .................................... 174
Verbindungsvereinbarungen und Replikation von Öffentlichen Ordnern ............................. 175
Konfigurationsverbindungsvereinbarungen ....................................................................... 175
Benutzerverbindungsvereinbarung .................................................................................... 179
Verbindungsvereinbarung für Öffentliche Ordner .............................................................. 179
Überlegungen zu Clientverweisen im gemischten Modus .................................................... 181
Replikations- und Abgleichabläufe ........................................................................................ 183
Beispiele von Replikationen im gemischten Modus .......................................................... 184
Zugriffssteuerung für Öffentliche Ordner im gemischten Modus .......................................... 186
Gruppentypen in Zugriffssteuerungslisten ......................................................................... 187
Benutzerattribute in Zugriffssteuerungslisten .................................................................... 188
Replikation der Zugriffssteuerung im Kontext.................................................................... 190
Best Practices für Exchange Server 2003-Suchordner ........................................................ 196
Funktionsweise von Exchange Server 2003-Suchvorgängen .............................................. 196
Suchbeispiel ...................................................................................................................... 197
Die Volltextindizierung betreffende Attribute ..................................................................... 199
Clientanwendungen und Suchmethoden .............................................................................. 199
Wichtige Aspekte der Suche mit ExOLEDB ...................................................................... 201
Wichtige Aspekte der Suche mit HTTP/DAV ..................................................................... 201
Richtlinien zum Optimieren von Suchvorgängen .................................................................. 201
Einfluss von Suchordnern auf die Leistung ....................................................................... 201
Identische Abfrageausdrücke ............................................................................................ 202
Anzahl an Suchordnern ..................................................................................................... 203
Ändern der maximalen Anzahl von Suchordnern pro Zielordner für einen
Informationsspeicher ......................................................................................................... 204
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 204
Verfahren ........................................................................................................................... 204
Ändern der Aufbewahrungszeit von Suchordnern für einen Informationsspeicher in
Exchange Server 2003 ...................................................................................................... 205
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 205
Verfahren ........................................................................................................................... 205
Effektives Suchen in benutzerdefinierten Anwendungen ..................................................... 206
Vermeiden von SELECT * SQL-Anweisungen .................................................................. 206
Vermeiden von Where-Klauseln in SQL-Anweisungen ..................................................... 206
Verwenden von PropFind für HTTP/DAV-Suchen ............................................................ 207
Leistungsauswirkungen des Suchbereichs ....................................................................... 208
Richtlinien zur Fehlerbehebung bei Suchproblemen ............................................................ 209
Häufige Symptome ............................................................................................................ 209
Temporäre Korrekturen ..................................................................................................... 209
Lösen von Problemen ........................................................................................................ 211
Temporäres Löschen von vorhandenen Suchordnern ......................................................... 211
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 211
Verfahren ........................................................................................................................... 212
Informationen über das Delegieren des Postfachzugriffs in Exchange Server 2003 ........... 212
Gewähren des Benutzerzugriffs auf einen bestimmten Ordner ............................................ 214
Erteilen von Zugriffsberechtigungen für einen Ordner im Postfach eines anderen Benutzers
........................................................................................................................................... 215
Verfahren ........................................................................................................................... 215
Erteilen der Berechtigung zum Senden von Nachrichten im Namen anderer Benutzer an
einen Benutzer ................................................................................................................... 216
Erteilen der Berechtigung, Nachrichten mithilfe von Active Directory-Benutzer und -Computer
im Auftrag eines anderen Benutzers zu senden ............................................................... 217
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 218
Verfahren ........................................................................................................................... 218
Weitere Informationen ....................................................................................................... 219
Anzeigen des Ordners eines anderen Benutzers in Outlook mit „Senden im Auftrag von“Zugriff ................................................................................................................................. 219
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 219
Verfahren ........................................................................................................................... 219
Erteilen der Berechtigung an Benutzer in Outlook, E-Mail-Nachrichten in Ihrem Namen zu
senden ............................................................................................................................... 220
Verfahren ........................................................................................................................... 220
Weitere Informationen ....................................................................................................... 221
Gewähren des vollständigen Zugriffs auf ein anderes Postfach als das eigene .................. 221
Gewähren von „Senden als“-Berechtigungen ................................................................... 223
Gewähren von vollständigem Zugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers ............... 224
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 225
Verfahren ........................................................................................................................... 225
Weitere Informationen ....................................................................................................... 226
Manuelles Gewähren von „Senden als“-Berechtigungen für einen Benutzer mit vollständigem
Postfachzugriff ................................................................................................................... 226
Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 226
Verfahren ........................................................................................................................... 227
Gewähren des Zugriffs auf externe Konten .......................................................................... 227
Copyright ............................................................................................................................... 228
13
Arbeiten mit Exchange Server 2003Informationsspeichern
Der Microsoft® Exchange Server 2003-Informationsspeicher ist eine Speicherplattform, die
ein einziges Repository zum Verwalten mehrerer Typen unstrukturierter Informationen zur
Verfügung stellt. Eine einzelne Exchange-Topologie kann Informationsspeicherkomponenten
(Postfachspeicher und Informationsspeicher für Öffentliche Ordner) enthalten, die sich auf
mehreren Servern befinden.
Aufgrund der Komplexität und Flexibilität der Informationsspeicherkomponenten gehört die
Verwaltung des Informationsspeichers zu den schwierigsten Bereichen von
Exchange Server 2003. Dieses Handbuch enthält ausführliche Informationen, die die
Durchführung von Verwaltungs- und Problembehandlungsaufgaben erleichtern.
Die hierin enthaltenen Themen bauen auf den grundlegenden Konzepten auf, die im
Exchange Server 2003–Administratorhandbuch dargestellt werden. Verschiedene Features
des Informationsspeichers werden ausführlich behandelt, z. B. die Replikation Öffentlicher
Ordner und die Funktionsweise von Frei/Gebucht-Ordnern und Offlineadressbüchern. Diese
Informationen enthalten weiterhin ausführliche Erklärungen zur Funktionsweise und
Anleitungen für den effektiven Einsatz.
Hinweis:
Laden Sie Arbeiten mit Exchange Server 2003-Informationsspeichern herunter, um
dieses Dokument zu drucken oder offline zu lesen.
Einführung in das Arbeiten mit dem
Exchange Server 2003Informationsspeicher
Der Microsoft Exchange Server 2003-Informationsspeicher ist eine Speicherplattform, die ein
einziges Repository zum Verwalten mehrerer Typen unstrukturierter Informationen zur
Verfügung stellt. Eine einzelne Exchange-Topologie kann Informationsspeicherkomponenten
(Postfachspeicher und Informationsspeicher für Öffentliche Ordner) enthalten, die sich auf
mehreren Servern befinden.
Aufgrund der Komplexität und Flexibilität der Informationsspeicherkomponenten gehört die
Verwaltung des Informationsspeichers zu den schwierigsten Bereichen von
Exchange Server 2003. Probleme bei der Fehlerbehebung in Verbindung mit
Informationsspeichern können kompliziert sein und viel Zeit in Anspruch nehmen. Dieses
14
Handbuch enthält ausführliche Informationen, die die Durchführung von Verwaltungs- und
Problembehandlungsaufgaben erleichtern.
Vor dem Lesen dieses Handbuchs sollten Sie sich mit Exchange Server 2003 Administration
Guide vertraut machen, insbesondere mit dem Kapitel „Verwalten von Postfachspeichern und
Informationsspeichern für Öffentliche Ordner“. Dieses Thema enthält grundlegende
Informationen zum Exchange-Informationsspeicher sowie Erklärungen zu allgemeinen
administrativen Aufgaben.
Diesem Handbuch liegen die unter Exchange Server 2003 Administration Guide dargestellten
Konzepte zu Grunde. Verschiedene Features des Informationsspeichers werden ausführlich
behandelt, z. B. die Replikation Öffentlicher Ordner und die Funktionsweise von
Frei/Gebucht-Ordnern und Offlineadressbüchern. Diese Informationen enthalten weiterhin
ausführliche Erklärungen zur Funktionsweise und Anleitungen für den effektiven Einsatz.
Weiterhin werden Informationen zur Fehlerbehebung bei allgemeinen Problemen mit dem
Informationsspeicher zur Verfügung gestellt. Diese ausführlichen Informationen können Ihnen
auch bei Informationsspeicherproblemen helfen, die speziell in Ihrer Exchange-Topologie
auftreten.
Informationen zum Exchange Server 2003-Informationsspeicher ist eine Einführung in die
Konzeption des Exchange-Informationsspeichers. Es enthält eine Übersicht der
Komponenten des Informationsspeichers und ihrer Funktionen sowie der Interaktion mit
diesen. Fehlersuche und Beheben von Informationsspeicherproblemen in Exchange Server
2003 enthält Lösungen für die häufigsten Speicherprobleme. Die übrigen Themen dieses
Handbuchs enthalten genaue Informationen zu bestimmten Features des
Informationsspeichers wie Öffentliche Ordner. Diese Informationen können zur Analyse von
Problemen verwendet werden, die nicht im Thema zur Fehlerbehebung enthalten sind, sowie
zur Konfiguration Ihrer Topologie, sodass zukünftige Fehler vermieden werden.
Dieses Handbuch ergänzt andere Exchange Server 2003-Handbücher, die Informationen
bezüglich des Exchange-Informationsspeichers enthalten. Weitere Informationen finden Sie
in den folgenden Handbüchern:

Weitere Informationen zu Berechtigungen im Exchange-Informationsspeicher finden Sie
unter Working with Store Permissions in Microsoft Exchange 2000 and 2003.

Informationen über den Einsatz von Exchange Server 2003 auf Speicherhardware mit
hoher Kapazität und in Clusterkonfigurationen finden Sie unter „Planen einer
zuverlässigen Back-End-Speicherlösung“ und „Planen von Exchange-Clustering“ im
Exchange Server 2003-Handbuch für hohe Verfügbarkeit unter Exchange Server 2003
High Availability Guide.

Weitere Informationen zu Wiederherstellungsstrategien für Daten des ExchangeInformationsspeichers finden Sie unter Exchange Server 2003 Disaster Recovery
Planning Guide.
15

Einzelheiten zu Wiederherstellungsverfahren für Daten des ExchangeInformationsspeichers finden Sie unter Exchange Server 2003 Disaster Recovery
Operations Guide und Using Exchange Server 2003 Recovery Storage Groups.
Welche Informationen bieten diese Themen?
Dieses Handbuch enthält Antworten auf die folgenden Fragen:

Wie interagieren interne Komponenten mit dem Exchange-Informationsspeicher, und was
sollten Sie über diese Komponenten wissen? (Informationen zum Exchange Server
2003-Informationsspeicher)

Welche Dateien werden von Exchange Server 2003 zur Datenspeicherung verwendet,
und welche Aufgaben haben die verschiedenen Dateitypen? (Informationen zum
Exchange Server 2003-Informationsspeicher)

Welche Tools und Prozesse können Sie zur Fehlerbehebung und Reparatur bei
Problemen mit dem Speicher für Postfächer und Öffentliche Ordner verwenden?
(Fehlersuche und Beheben von Informationsspeicherproblemen in Exchange Server
2003)

Was sollten Sie über die Replikation Öffentlicher Ordner und den Replikationsvorgang
wissen? (Steuern der Replikation Öffentlicher Ordner in Exchange Server 2003)

Was bedeutet Volltextindizierung, und wie können Sie Volltextindizierung in Ihrer
Organisation effektiv anwenden? (Volltextindizierung in Exchange Server 2003)

Wie werden in Exchange Server 2003 Offlineadressbücher erstellt, und wie können Sie
Server effizient konfigurieren, um den Benutzern Unterstützung für Offlineadressbücher
zu garantieren? (Konfigurieren der Offlineadressbücher von Exchange Server 2003)

Welche lokalen Informationen werden in Exchange Server 2003 bei der Erstellung von
Offlineadressbüchern verwendet? (Konfigurieren der Offlineadressbücher von
Exchange Server 2003)

Wie werden Frei/Gebucht-Daten auf Exchange-Clients erstellt? Wie werden
Frei/Gebucht-Daten in Exchange Server 2003 verarbeitet und verteilt, und wie können
Sie Server effizient konfigurieren, um Ihren Benutzern Unterstützung für Frei/GebuchtDaten zu garantieren? (Verwalten von Exchange Server 2003-Frei/Gebucht-Ordnern)

Wie werden Frei/Gebucht-Daten bei mehreren Exchange-Organisationen oder einer
Exchange-Organisation und einer Lotus Notes-Organisation von Exchange Server 2003
zwischen den Organisationen repliziert? (Verwalten von Exchange Server 2003Frei/Gebucht-Ordnern)

Wie werden Frei/Gebucht-Daten in Exchange Server 2003 verwaltet? (Verwalten von
Exchange Server 2003-Frei/Gebucht-Ordnern)
16

Wenn Benutzer, die delegierten Zugriff auf ihre Postfächer haben, Fehlermeldungen
bezüglich des Kalenders und der Frei/Gebucht-Daten erhalten, wie können Sie das
Problem beheben? (Verwalten von Exchange Server 2003-Frei/Gebucht-Ordnern)

Wie unterscheidet sich die Replikation Öffentlicher Ordner in einer Exchange-Topologie
im gemischten Modus von der in einer reinen Exchange Server 2003-Topologie?
(Verhalten Öffentlicher Ordner in Topologien im gemischten Modus)

Welche Funktion haben Verbindungsvereinbarungen bei der Replikation Öffentlicher
Ordner im gemischten Modus? (Verhalten Öffentlicher Ordner in Topologien im
gemischten Modus)

Wie unterscheidet sich die Zugriffssteuerung Öffentlicher Ordner in Exchange
Server 2003 von der in Microsoft Exchange Server, Version 5.5, und wie werden die
Zugriffssteuerungsinformationen von Exchange Server 2003 übersetzt? (Verhalten
Öffentlicher Ordner in Topologien im gemischten Modus)

Wie wird die Suche von Exchange Server 2003 ausgeführt, wenn ein Benutzer von
Microsoft Office Outlook 2003 nach einem Postfach oder einem Öffentlichen Ordner
sucht? (Best Practices für Exchange Server 2003-Suchordner)

Welche Protokolle und APIs können Sie zur Durchführung der Suche nach Postfächern
und Öffentlichen Ordnern verwenden? (Best Practices für Exchange Server 2003Suchordner)

Wie lassen sich Suchanfragen strukturieren, um die für die Suche erforderlichen
Serverressourcen zu minimieren? (Best Practices für Exchange Server 2003Suchordner)

Welche Techniken sollten bei der Behebung von Suchproblemen angewendet werden?
(Best Practices für Exchange Server 2003-Suchordner)

Welche Arten des Zugriffs können Benutzer ihren eigenen Postfächern zuweisen?
(Informationen über das Delegieren des Postfachzugriffs in Exchange Server 2003)

Welche Arten des Zugriffs kann ein Administrator einem Benutzer für das Postfach eines
anderen Benutzers zuteilen? (Informationen über das Delegieren des Postfachzugriffs in
Exchange Server 2003)

Wie können Sie einen Benutzer dazu berechtigen, im Auftrag eines anderen Benutzers
E-Mail-Nachrichten zu senden oder Besprechungen zu planen? (Informationen über das
Delegieren des Postfachzugriffs in Exchange Server 2003)

Wie können Sie einen Benutzer dazu berechtigen, E-Mail-Nachrichten mit der Identität
eines anderen Benutzers zu senden? (Informationen über das Delegieren des
Postfachzugriffs in Exchange Server 2003)
17
Wer sollte diese Themen lesen?
Dieses Handbuch richtet sich an IT–Fachleute, die Exchange Server 2003 bereitstellen,
warten oder für die Fehlerbehebung zuständig sind. Der Schwerpunkt liegt auf den
Speicherkomponenten von Exchange Server 2003. Folgende Experten ziehen den
maximalen Nutzen aus diesem Handbuch:

Systemarchitekten
Personen, die für die Planung und Ausarbeitung allgemeiner Geschäftsstrategien und lösungen verantwortlich sind.

Exchange-Administratoren von Unternehmen
Personen, die für die Installation, Wartung und Administration von Software in einem
Unternehmen verantwortlich sind.

Messaging-Supportmitarbeiter
Personen, die sich auf die Fehlerbehebung bei Schwierigkeiten spezialisiert haben, die
Endbenutzer in ihrer Messagingumgebung haben.
Terminologie
Machen Sie sich vor dem Lesen dieser Themen mit den folgenden Begriffen vertraut:

Exchange-Cachemodus
Dabei handelt es sich um ein neues Feature, das in Outlook 2003 eingeführt wurde. Im
Exchange-Cachemodus kann Outlook 2003 mit dem Server verbunden werden und
dabei trotzdem die Offlineadressbuch-Dateien von der lokalen Festplatte verwenden.

Crawl (Vollständige Auffüllung)
Vorgang zur vollständigen Auffüllung eines Volltextindexes. Da ein vollständiges
Auffüllen die Indizierung eines gesamten Speichers für Postfächer oder Öffentliche
Ordner beinhaltet und als Hintergrundprozess ausgeführt werden kann, kann die
Vervollständigung mehrere Stunden oder sogar Tage dauern.

Allgemeine Öffentliche Ordner-Strukturen
Auch als „Öffentliche Ordner-Strukturen für Nicht-MAPI-Anwendungen“ bezeichnet. Neue
Öffentliche Ordner-Strukturen, die Sie in Exchange Server 2003 erstellen können.
Benutzer können in solchen Strukturen mithilfe von Microsoft Office Outlook Web Access
für Exchange Server 2003 auf Ordner zugreifen.

Postfachstellvertreter
Ein Benutzer, dem eine Zugriffsebene für das Postfach eines anderen Benutzers
zugeteilt wurde.
18

Öffentliche Ordner-Struktur von MAPI
Standardstruktur für Öffentliche Ordner in Exchange Server 2003 mit dem Namen
Öffentliche Ordner. Diese Öffentliche Ordner-Struktur ist mit der von Exchange
Server 5.5 kompatibel. Der Zugriff darauf erfolgt mit Outlook oder Outlook Web Access.
Jede Organisation verfügt über eine Öffentliche Ordner-Struktur.

Suchordner
Spezieller Ordner, der von Exchange Server 2003 für die Verfolgung von
Suchergebnissen verwendet wird, wenn Sie Outlook oder eine andere Clientanwendung
für die Suche nach Nachrichten in einem Postfach oder Öffentlichen Ordner verwenden.
Ein Suchordner ist mit dem Ordner verknüpft, der die gesuchten Informationen enthält.

Standortordnerserver
Der erste in der administrativen Gruppe installierte Server. Der Standardspeicher für
Öffentliche Ordner enthält mehrere Systemordner, die nur über ein Replikat pro
administrativer Gruppe verfügen. Diese Ordner werden als Standortordner bezeichnet.
Offlineadressbuch-Ordner sind ein häufig verwendeter Typ von Standortordnern.

Stillgelegter Benutzer
Normalerweise die Bezeichnung für einen unbekannten Benutzer. Ein unbekannter
Benutzer ist ein Benutzer, der in einer Zugriffssteuerungsliste für Öffentliche Ordner
enthalten ist, jedoch kein Konto im Active Directory-Verzeichnisdienst hat. Diese
Situation kann in einer Topologie im gemischten Modus eintreten.
Informationen zum Exchange Server 2003Informationsspeicher
In diesen Themen erhalten Sie einen Überblick über die Informationsspeicherkomponenten,
die logische Struktur der Informationsspeicher und die zugrunde liegende Dateistruktur von
Microsoft Exchange Server 2003. Dieses Kapitel bietet Hintergrundinformationen für das
gesamte Handbuch.
Der Exchange–Informationsspeicher ist eine Speicherplattform, die ein einziges Repository
zum Verwalten mehrerer Typen unstrukturierter Informationen in einer Infrastruktur zur
Verfügung stellt. In vielerlei Hinsicht ist der Exchange–Informationsspeicher von Exchange
Server 2003 der gleiche Informationsspeicher, der in Microsoft Exchange Server 5.5
verwendet wird. Mit dem Exchange Server 2003–Informationsspeicher verfügen Sie jedoch
über mehr Einstellungsmöglichkeiten, als mit dem Informationsspeicher in Exchange
Server 5.5. Zusätzlich wird im Exchange Server 2003-Informationsspeicher der Active
Directory-Verzeichnisdienst verwendet, um Informationen über Benutzerkonten und
19
Einstellungen zu speichern. Im Exchange Server 5.5–Informationsspeicher wird mit dem
Exchange–Verzeichnis ein spezieller Dienst verwendet, um diese Daten zu speichern.
In diesem Kapitel wird der Aufbau des Informationsspeichers behandelt, einschließlich der
logischen Struktur, innerhalb der Sie normalerweise arbeiten, und den zugrunde liegenden
Datendateien. Es werden weiterhin die Berechtigungsprobleme behandelt, die Sie kennen
müssen, um mit dem Informationsspeicher zu arbeiten. Diesem Handbuch liegen die unter
Exchange Server 2003 Administration Guide dargestellten Konzepte zu Grunde.
Logische Komponenten des ExchangeInformationsspeichers
Der Exchange-Informationsspeicher verfügt über mehrere logische Komponenten, die
interagieren. Diese Komponenten können sich entweder auf einem einzelnen Server
befinden oder über mehrere Server verteilt sein. Im Folgenden sind die primären
Komponenten des Exchange-Informationsspeichers aufgeführt:
Speichergruppe
Eine Gruppe von Postfachspeichern und Informationsspeichern für Öffentliche Ordner. Die
Informationsspeicher einer Speichergruppe weisen einen gemeinsamen Sicherungszeitplan
und einen gemeinsamen Satz an Transaktionsprotokollen auf. Pro Server können bis zu vier
Speichergruppen vorliegen.
Postfachspeicher
Eine Datenbank, in der Postfächer von Exchange Server 2003 gespeichert werden. In
Postfachspeichern werden individuelle, private Daten abgelegt. Sie enthalten Postfachordner,
wenn ein neues Postfach eingerichtet wird. Pro Speichergruppe können bis zu fünf
Informationsspeicher definiert werden, darunter eine beliebige Anzahl an Postfachspeichern.
Öffentliche Ordner-Struktur
Eine Gruppe Öffentlicher Ordner in einer hierarchischen Struktur (auch: Öffentliche OrdnerHierarchie). Eine Struktur kann mehrere Informationsspeicher für Öffentliche Ordner
aufweisen, wenn sich die entsprechenden Informationsspeicher auf jeweils unterschiedlichen
Servern befinden. Diese Informationsspeicher replizieren Strukturinformationen
untereinander. Da verschiedene Server Informationen enthalten können, die zu einem
einzigen Verzeichnis gehören, ist ein Verzeichnis einer administrativen Gruppe zugeordnet,
statt einem bestimmten Server.
Jede Organisation verfügt über eine Standardstruktur mit der Bezeichnung
Öffentliche Ordner (auch: Öffentliche Ordner-Struktur von MAPI). Sie ist mit der
Öffentlichen Ordner-Struktur von Exchange Server 5.5 kompatibel und kann über Microsoft
Office Outlook 2003 oder Microsoft Office Outlook Web Access für Exchange Server 2003
20
geöffnet werden. Es können neue Öffentliche Ordner-Strukturen erstellt werden (diese
werden als „Allgemeine Öffentliche Ordner-Strukturen“ bezeichnet oder auch
„Öffentliche Ordner-Strukturen für Nicht-MAPI-Anwendungen“), die Benutzer über Outlook
Web Access öffnen können. In Abbildung 1.1 ist dargestellt, wie Exchange Server 2003
mehrere Öffentliche Ordner-Strukturen in einer einzelnen Servergruppe unterstützt.
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner
Eine Datenbank, in der Öffentliche Ordner in Exchange Server 2003 gespeichert werden. In
Informationsspeichern für Öffentliche Ordner sind Daten enthalten, die für alle Benutzer mit
Postfächern und entsprechender Berechtigung zugänglich sind. Ein Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner muss einer Öffentlichen Ordner-Struktur zugeordnet sein. Pro
Speichergruppe können bis zu fünf Informationsspeicher definiert werden, darunter eine
beliebige Anzahl an Informationsspeichern für Öffentliche Ordner.
Jeder Server verfügt über einen Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner
(bezeichnet als Informationsspeicher für Öffentliche Ordner), mit dem die
Öffentliche Ordner-Struktur unterstützt wird. In der folgenden Abbildung ist eine Gruppe von
Servern für Öffentliche Ordner abgebildet, die zwei Strukturen von Öffentlichen Ordnern
unterstützen. Jeder der drei Server unterstützt die Öffentliche Ordner-Struktur. Zwei der
Server unterstützen außerdem eine allgemeine (Nicht-MAPI) Öffentliche Ordner-Struktur,
bezeichnet als Kontoführung. Jede Struktur hat pro Server nur einen Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner. Server, die mehrere Strukturen unterstützen, haben einen
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner pro Struktur.
Mehrere Öffentliche Ordner-Strukturen verteilt auf mehrere Server
Jeder Postfachspeicher ist einem Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner auf
dem lokalen oder einem anderen Server zugeordnet. Für einen Benutzer mit aktiviertem
Postfach, der von einem bestimmten Postfachspeicher unterstützt wird, ist der zugeordnete
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner der Stamminformationsspeicher für
Öffentliche Ordner des Benutzers.
21
In der folgenden Abbildung wird veranschaulicht, wo diese Komponenten im ExchangeSystem-Manager bereitgestellt werden. Speichergruppen, Postfachspeicher und
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner auf einem bestimmten Server werden unter dem
Knoten des entsprechenden Servers bereitgestellt. Öffentliche Ordner, die ihrer
Öffentlichen Ordner-Struktur entsprechend angezeigt werden, werden unter dem Knoten
Ordner bereitgestellt.
Speicherinformationen im Exchange-System-Manager unter dem Serverknoten und
dem Knoten „Ordner“
Exchange Server 2003 verfolgt die Attribute seiner Komponenten auf verschiedenen Servern,
indem die Attribute zentral in Active Directory gespeichert werden. In Active Directory sind
Objekte für mehrere Exchange Server 2003-Komponenten enthalten, einschließlich
administrativer Gruppen, Speichergruppen und Informationsspeicher. In der folgenden
Abbildung sind die in Active Directory gespeicherten Objekte dargestellt. Die Abbildung zeigt
eine Topologie, die aus einer administrativen Gruppe und zwei Servern besteht, auf denen
Exchange Server 2003 ausgeführt wird.
22
Exchange speichert den größten Teil der Konfigurationsdaten in Active Directory.
Dabei werden Active Directory-Objekte verwendet, um die entsprechenden ExchangeKomponenten darzustellen.
Dateistruktur des ExchangeInformationsspeichers
Sie verwalten den Exchange–Informationsspeicher, indem Sie mit dessen logischen
Komponenten arbeiten. Exchange Server 2003 speichert Daten jedoch in einer speziellen
Gruppe von Datendateien. Sofern Sie nicht Daten sichern oder wiederherstellen, werden Sie
selten mit den Dateien direkt arbeiten.
Jede Speichergruppe entspricht einer Instanz der ESE (Extensible Storage Engine). Mit der
ESE wird den zugrunde liegenden Datenbankstrukturen in Exchange Server 2003 eine
23
grundlegende API zugeordnet. Auf jedem Exchange–Server wird für jede Speichergruppe
von Exchange Server 2003 ein Datenverzeichnis erstellt. Jedes Datenverzeichnis enthält die
Datenbankdateien für jeden Informationsspeicher der Speichergruppe und die
Protokolldateien für die Speichergruppe. In der folgenden Abbildung ist die Dateistruktur
dargestellt, die einer bestimmten logischen Struktur entspricht, die im Exchange-SystemManager festgelegt ist.
Logische Struktur der Speichergruppen und Informationsspeicher auf einem einzelnen
Server und die daraus entstehende Dateistruktur
Die Dateien der Speichergruppe führen folgende Funktionen aus:

Datenbankdateien (.edb und .stm)
24
In Exchange Server 2003 ist jede Exchange Server 2003–Datenbank in zwei verknüpften
Dateien enthalten – der EDB–Datei und der STM–Datei. In der EDB–Datei sind Ordner,
Tabellen und Indizes für Nachrichtendaten sowie MAPI–Nachrichten und –Anhänge
enthalten. In der STM–Datei ist der systemeigene Internetinhalt gespeichert. Werden
Sicherungs– oder Wiederherstellungsvorgänge ausgeführt, müssen diese beiden Dateien
stets als eine Datei behandelt werden.

Protokolldateien (.log and .chk)
Exchange Server 2003 schreibt jede Speichertransaktion (z. B. Erstellen oder Ändern einer
Nachricht) zuerst in eine Protokolldatei der entsprechenden Speichergruppe und
anschließend in den Informationsspeicher. Durch diesen Vorgang wird gewährleistet, dass
alle abgeschlossenen und laufenden Transaktionen für den Fall von Dienstunterbrechungen
protokolliert sind. Die Informationsspeicher in einer Speichergruppe nutzen eine einzelne
Gruppe von Transaktionsprotokollen gemeinsam.
Prüfpunktdateien speichern Informationen über das erfolgreiche Speichern einer Transaktion
in den Datenbankdateien der Festplatte. Beim Wiederherstellen nach einer
Dienstunterbrechung ermöglicht Exchange Server 2003 einer ESE–Instanz durch die
Verwendung von Prüfpunktdateien das automatische Neueinspielen von Protokolldateien in
eine inkonsistente Datenbank. Dieser Vorgang beginnt mit der nächsten ungeschriebenen
Transaktion.
Steuern des Administratorzugriffs auf den
Exchange-Informationsspeicher
Um den Exchange-Informationsspeicher verwalten zu können, ist es notwendig, den Einfluss
von Berechtigungen auf die Exchange-Speicherkomponenten zu verstehen. Fehlerhaft
konfigurierte Berechtigungen sind eine häufige Fehlerquelle bei Informationsspeichern.
Hinweis:
Die Informationen in diesem Abschnitt befinden sich auch im Exchange Server 2003
Administration Guide und werden an dieser Stelle wiederholt.
Die für das Verwalten von Exchange Server 2003 notwendigen Berechtigungen finden Sie in
der nachfolgenden Tabelle. In der folgenden Abbildung wird dargestellt, wie diese
Berechtigungen an die Objekte des Exchange-Informationsspeichers vererbt werden.
Dadurch können Sie Situationen erkennen, in denen eine andere Administratorfunktion oder
andere Berechtigungen erforderlich sind.
In der folgenden Tabelle sind die Berechtigungen für die drei Exchange Server 2003Administratorfunktionen für Exchange-Informationsspeicherobjekte zusammengefasst.
25
Berechtigungen für die Exchange Server 2003-Administratorfunktionen für
Postfachspeicher, Informationsspeicher für Öffentliche Ordner und Öffentliche OrdnerStrukturen
Funktion
Zugelassen
Verweigert
Exchange-Administrator –
Vollständig
Vollzugriff
Empfangen als
Zusätzliche Berechtigungen
in Active Directory, die das
Arbeiten mit gelöschten
Objekten und
Offlineadresslisten
ermöglichen
Senden als
Exchange-Administrator
Alle, außer Berechtigungen
zum Ändern
Empfangen als
Senden als
Zusätzliche Berechtigungen
in Active Directory, die das
Arbeiten mit
Offlineadresslisten
ermöglichen
Exchange-Administrator –
Nur Ansicht
Lesen
Keine
Objekt auflisten
Inhalt auflisten
Status des
Informationsspeichers
anzeigen
Die folgende Abbildung fasst zusammen, wie Postfachspeicher, Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner und Öffentliche Ordner-Strukturen Berechtigungen vererben.
26
Vererbungsrichtung von Berechtigungen für Exchange-Administratoren mit
vollständiger Berechtigung, Exchange-Administratoren oder ExchangeAdministratoren – Nur Ansicht.
Wie in dieser Abbildung dargestellt, werden die Berechtigungen der administrativen Gruppen
an jeweils untergeordnete Objekte im Exchange-Informationsspeicher vererbt. Dabei gelten
folgende Ausnahmen:

Durch das Delegieren von Exchange-Administratorfunktionen an eine administrative
Gruppe erhalten Administratoren mit diesen Funktionen beschränkte Berechtigungen für
Postfächer. Diese sind für das Erstellen und Löschen von Postfächern und für das
Festlegen von Optionen (z. B. Speicherbegrenzungen) ausreichend.

Einige der administrativen Berechtigungen werden aus der Öffentlichen Ordner-Struktur
an die untergeordneten Öffentlichen Ordner vererbt. Berechtigungen aus dem
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner werden nicht vererbt.

Zu den administrativen Berechtigungen für einen Öffentlichen Ordner gehören viele
ordnerspezifische Berechtigungen, die in der Öffentlichen Ordner-Struktur nicht verfügbar
sind. Beispielsweise kann ein Exchange-Administrator zwar die Berechtigungen für einen
Öffentlichen Ordner ändern, jedoch nicht für die Öffentliche Ordner-Struktur.
Hinweis:
Damit ein Administrator eine Systemrichtlinie auf einen Informationsspeicher
anwenden kann, benötigt er sowohl für den Container Systemrichtlinien als auch für
den Zielspeicher die entsprechenden Berechtigungen. Wenn Sie ein verteiltes
Verwaltungsmodell mit mehreren administrativen Gruppen und mehreren
Administratoren verwenden, kann jeder Administrator nur die Informationsspeicher
seiner eigenen administrativen Gruppe bearbeiten.
27
Wichtig:
Die Strukturen Öffentlicher Ordner und die ihnen untergeordneten
Öffentlichen Ordner können nur in der administrativen Gruppe verwaltet werden, in
der sie erstellt wurden. Davon unabhängig können jedoch Ordner innerhalb der
Struktur in mehrere administrative Gruppen repliziert werden. Wird ein verteiltes
Verwaltungsmodell mit mehreren administrativen Gruppen verwendet, die wiederum
aus einzelnen Administratoren bestehen, kann jeder einzelne Administrator auf die
Informationsspeicher zugreifen, die seiner eigenen administrativen Gruppe
angehören. Unter Umständen besteht jedoch kein Zugriff auf die Öffentlichen Ordner,
die von diesen Informationsspeichern unterstützt werden.
Weitere Informationen finden Sie im Exchange Server 2003 Administration Guide. Dieses
Handbuch enthält spezifische Informationen zu folgenden Themen:

Berechtigungstypen, die den Zugang zu Postfächern und Öffentlichen Ordnern steuern
sowie deren Anwendungssituationen

Mindestberechtigungen für Postfachspeicher und Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner
Eine ausführliche Erläuterung von Speicherberechtigungen finden Sie unter Working with
Store Permissions in Microsoft Exchange 2000 and 2003.
Verwaltungsaufgaben für den ExchangeInformationsspeicher
Im Exchange Server 2003 Administration Guide finden Sie z. B. die folgenden Erläuterungen
und Anweisungen für grundlegende Speicherverwaltungsaufgaben:

Konfigurieren von Transaktionsprotokollen und anderen Speichergruppenoptionen

Erstellen von Speichergruppen, Informationsspeichern und Strukturen Öffentlicher
Ordner

Verschieben von Datenbankdateien

Konfigurieren von Postfachspeichern und Informationsspeichern für Öffentliche Ordner

Konfigurieren von Systemrichtlinien für Postfachspeicher und Informationsspeichern für
Öffentliche Ordner

Erstellen, Löschen und Wiederherstellen von Postfächern

Konfigurieren und E–Mail–Aktivieren von Öffentlichen Ordnern

Konfigurieren von Verweisen auf Öffentlicher Ordner
28
Bei den Erläuterungen und Anweisungen in diesem Handbuch wird davon ausgegangen,
dass Sie mit der Ausführung dieser Aufgaben vertraut sind. Den Informationen in diesem
Handbuch liegen die unter Exchange Server 2003 Administration Guide dargestellten
Konzepte zu Grunde.
Da Sie mehrere Informationsspeicherkomponenten auf mehreren Servern in
unterschiedlichen Kombinationen bereitstellen können, kann die Verwaltung der Exchange
Server 2003–Topologie zu einer komplexen Aufgabe werden. Dieses Handbuch hilft Ihnen,
die Interaktion der Informationsspeicherkomponenten zu verstehen, mögliche Probleme
vorauszusehen und auftretende Probleme zu lösen.
Fehlersuche und Beheben von
Informationsspeicherproblemen in
Exchange Server 2003
Dieses Kapitel enthält Informationen zu Problemen, die bei der Verwendung von Microsoft
Exchange Server 2003-Informationsspeichern auftreten können. Die folgenden
Problembereiche werden behandelt:

Volltextindizierung

Berechtigungen in einer gemischten Umgebung mit Exchange Server 2003 und Microsoft
Exchange Server Version 5.5

Öffentliche Ordner-Replikation

Sonstige Probleme
Probleme bei der Volltextindizierung
Dieser Abschnitt enthält Erläuterungen zur Behandlung von Problemen, die möglicherweise
bei der Volltextindizierung auftreten können. Er enthält Informationen zu den folgenden
Fehlermeldungen und Situationen:

Sichere Meldungen in der Ereignisanzeige

Der Auffüllvorgang ist langsam

Der Auffüllvorgang wurde angehalten

Eine gelöschte Nachricht wird weiterhin in den Suchergebnissen angezeigt

Nach dem Verschieben des Indexes wird ein falscher Speicherort angezeigt

Identifizieren von Fehlern anhand der Sammelprotokolleinträge
29

Probleme beim Einstellen der Sprache

Abfragen schlagen beim Hochfahren des Servers fehl

Wiederherstellen von fehlenden Leistungsindikatoren

Vermeiden von Datenträger-Engpässen

Auslastung durch Auslagerungsvorgänge
Bei Problemen im Zusammenhang mit der Volltextindizierung können die Ereignisanzeige
sowie die Leistungsprotokolle und Warnungen hilfreiche Informationen für die
Problembehandlung liefern.
Sichere Meldungen in der Ereignisanzeige
Obwohl die Ereignisanzeige nützliche Informationen zur Problembehandlung bei der
Volltextindizierung liefert, weisen nicht alle Ereignisse (beschrieben in den folgenden
Abschnitten) zwangsläufig auf ein Problem hin.
Ereignis-ID 7000: The Indexer Started
Successfully
Wenn Sie eine Indexauffüllung über den Exchange-System-Manager beenden, schreibt der
Microsoft Search-Dienst (MSSearch) eventuell fehlerhaft mehrmals die folgende
Ereignismeldung in das Anwendungsprotokoll der Ereignisanzeige:
Event Type: Information
Event Source: Microsoft Search
Event Category: Indexer
Event ID: 7000
Date: date
Time: time
User: N/A
Computer: server_name
Description:
The Indexer started successfully for project
<ExchangeServer_SERVERNAME priv78F2DC76>
Diese Meldung stellt kein Problem dar und kann übergangen werden.
30
Ereignis-ID 10006: Catastrophic Failure
(Clusterumgebung)
Wenn Sie den Microsoft Search-Dienst in einer Clusterumgebung beenden, wird eventuell
die folgende Fehlermeldung ausgegeben:
Event Type: Error
Event Source: Microsoft Search
Event Category: Gatherer
Event ID: 10006
Date: 2/11/2000
Time: 9:44:25 AM
User: N/A
Computer: <servername>
Description:
An error occurred during the online operation for instance <your instance>: 8000ffff Catastrophic failure
Dieser Fehler ist kein schwerwiegender Fehler. Warten Sie, bis alle Dienste erfolgreich
beendet wurden, und starten Sie die Dienste anschließend ggf. neu. Beenden Sie
Clusterressourcen nicht über die Anwendung Dienste in der Systemsteuerung, sondern
verwenden Sie zur Vermeidung dieser Fehlermeldung die Clusterverwaltung. Wenn Sie den
Dienst über Dienste in der Systemsteuerung beenden, geht der Clusterressourcen-Manager
von einem Ausfall der Ressource aus und versucht, den Dienst entweder neu zu starten oder
einen Failover der Gruppe durchzuführen.
Für SMTP und Systemaufsicht wird ein Fehler
protokolliert
Wenn der Microsoft Search-Dienst ausgeführt wird, werden eventuell Fehlermeldungen
ähnlich den folgenden Meldungen in die Sammelprotokolle geschrieben:
2b3b1b8 1bed2fc
file:\\.\BackOfficeStorage\server.microsoft.com\MBX\SMTP
(SERVER-{E2E63C70-4129-43F6-9363-6B501433C952}) 8000000c 0 80080005
2cdeb96 1bed2fc
31
file:\\.\BackOfficeStorage\server.extest.microsoft.com\MBX\System Attendant 8000000c 0
80080005
Diese Fehlermeldungen können Sie ignorieren. Weitere Informationen zu den
Sammelprotokollen finden Sie weiter unten in diesem Thema unter „Identifizieren von Fehlern
anhand der Sammelprotokolleinträge“.
Der Auffüllvorgang ist langsam
Wenn der Auffüllvorgang sehr lange dauert, können Internetnewsfeeds die Ursache sein.
Internetnewsfeeds können Binärdaten im Format „UUEncode“ enthalten, die sehr viel
langsamer indiziert werden als normale Nachrichten. Wenn Sie eine Auffüllung für einen
Öffentlichen Ordner durchführen, der Internetnewsfeeds enthält, erhöht sich die Dauer der
Auffüllung deutlich.
Nachrichten mit großen Anlagen können ebenfalls Leistungsprobleme verursachen, wenn Sie
die maximale Größe für Downloads nicht optimal angepasst haben. Eine Einstellung von
4.000 MB wird empfohlen. Zum Ändern dieser Einstellung müssen Sie die Registrierung
bearbeiten.
Vorsicht:
Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen.
Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben
werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
Weitere Informationen zum Ändern der maximalen Downloadgröße von Anlagen finden Sie
unter Ändern der maximalen Downloadgröße von Anlagen.
Weitere Informationen zum Einstellen der Downloadgröße finden Sie unter „Optimieren der
Volltextindizierung“ unter Volltextindizierung in Exchange Server 2003.
Der Auffüllvorgang wurde angehalten
Der Microsoft Search-Dienst unterbricht einen Auffüllvorgang, wenn der Dienst nicht
fortgeführt werden kann. Überprüfen Sie das Ereignisprotokoll, um sicherzustellen, dass der
Vorgang tatsächlich vom Microsoft Search-Dienst und nicht manuell von einem Administrator
angehalten wurde. Der Microsoft Search-Dienst protokolliert ein Ereignis, wenn die Auffüllung
angehalten oder beendet werden muss. Dies ist z. B. der Fall, wenn auf den Datenträgern
nicht mehr genügend Speicherplatz zur Verfügung steht, um den Indizes oder
Protokolldateien neue Informationen hinzuzufügen. In der Regel kann dieses Problem
behoben und die Auffüllung fortgesetzt werden (z. B. durch Freigeben von Speicherplatz auf
einem vollen Laufwerk). Dokumente, die neu hinzugefügt werden, während die Auffüllung
angehalten ist, werden erst mit der nächsten Auffüllung in den Index aufgenommen.
32
Hinweis:
In den meisten Fällen ist fehlender Speicherplatz die Ursache für die Unterbrechung,
auch wenn auf den ersten Blick ausreichend Speicherplatz zur Verfügung steht. Der
Microsoft Search-Dienst belegt zwischenzeitlich erheblichen Speicherplatz auf den
Datenträgern, da beim Zusammenführen neuer Ergebnisse große Abschnitte des
Indexes dekomprimiert werden, bevor die erneute Komprimierung erfolgt.
Eine gelöschte Nachricht wird weiterhin in den
Suchergebnissen angezeigt
Sie können eine Nachricht aus einem Ordner für Suchergebnisse löschen. Die Nachricht wird
gelöscht. Sie wird jedoch weiterhin im Ergebnisfenster angezeigt, bis Sie die Suche
aktualisieren.
Nach dem Verschieben des Indexes wird ein
falscher Speicherort angezeigt
Wenn Sie den Index mit dem Dienstprogramm Catutil (Catutil.exe) verschieben, wird die
Anzeige des Speicherorts im Exchange-System-Manager nicht aktualisiert. Einzelheiten zum
Verschieben des Indexes mit dem Dienstprogramm Catutil finden Sie unter
Volltextindizierung in Exchange Server 2003. Der Index wurde erfolgreich verschoben und
kann verwendet werden, lediglich die Angabe des Speicherorts im Exchange-SystemManager entspricht noch dem ursprünglichen Speicherort. Es handelt sich um einen
Anzeigefehler, der keinen Einfluss auf die ordnungsgemäße Ausführung der
Volltextindizierung hat. Die Anzeige kann nicht korrigiert werden. Sie können jedoch den
aktuellen Speicherort des Indexes jederzeit in der Registrierung überprüfen.
Weitere Informationen zur Überprüfung des aktuellen Speicherorts des Indexes nach der
Verwendung von Catutil finden Sie unter Überprüfen des aktuellen Speicherorts des Index.
Identifizieren von Fehlern anhand der
Sammelprotokolleinträge
Sammelprotokolldateien werden während einer Auffüllung erstellt. Diese Dateien enthalten
Protokollinformationen für den Microsoft Search-Dienst. Die Dateien befinden sich im
Verzeichnis Programme\Exchsrvr\ExchangeServer_<Servername>\GatherLogs. Die
Dateierweiterung lautet .gthr.
Wenn die Indizierung eines bestimmten Dokuments fehlschlägt, wird ein Eintrag in das
Sammelprotokoll geschrieben. Jeder Eintrag enthält Angaben zum Dateinamen sowie die
33
Fehlernummer. Verwenden Sie zum Entschlüsseln der Fehlernummern das Tool Gthrlog im
Verzeichnis Programme\Gemeinsame Dateien\System\MSSearch\Bin.
Einzelheiten zur Verwendung des Tools Gthrlog zum Entschlüsseln einer Fehlernummer im
Sammelprotokoll finden Sie unter Entschlüsseln einer Fehlernummer aus der
Sammelprotokolldatei mit dem Tool „Gthrlog“.
Probleme beim Einstellen der Sprache
Wenn verschiedene Spracheinstellungen bei der Volltextindizierung berücksichtigt werden
müssen, sind komplexe Richtlinien zu beachten. Die Spracheinstellungen einzelner
Nachrichten, Anlagen, des Servers und der Clientcomputer beeinflussen das Verhalten der
Indexerstellung. In der folgenden Tabelle wird erläutert, wie die einzelnen
Spracheinstellungen das Verhalten der Indexerstellung beeinflussen. Sie können anhand
dieser Informationen die Ursache ermitteln, wenn Benutzer von Problemen bei
Suchvorgängen berichten.
34
Auswirkungen von Spracheinstellungen auf das Verhalten der Indexerstellung
Spracheinstellung
Verhalten der Indexerstellung
Einzelne Nachrichten

MAPI-Nachrichten enthalten die
Eigenschaft Gebietsschema-ID. Die
Volltextindizierung verwendet diesen
Wert zur Ermittlung der geltenden
Wörtertrennungen (diese legen fest, an
welcher Stelle ein einzelnes Wort in
einem Text beginnt und endet). Dieser
Eigenschaftenwert wird gemäß den
Spracheinstellungen von Microsoft Office
auf dem Clientcomputer festgelegt. Wenn
die Volltextindizierung keine
Wörtertrennung ermitteln kann, die dem
Wert der Eigenschaft Gebietsschema-ID
entspricht, wird die Eigenschaft Neutral
<0> verwendet. Weitere Informationen zu
Wörtertrennungen bei der
Volltextindizierung finden Sie unter
Volltextindizierung in Exchange Server
2003.

Wenn eine Nachricht unter Verwendung
von DAV (Distributed Authoring and
Versioning) erstellt wird, wird das
erforderliche Gebietsschema im Header
mit „Accept-Language“ festgelegt.

Wenn in einer Nachricht kein
Gebietsschema angegeben ist (dies ist
häufig bei Nachrichten aus dem Internet
der Fall), wird die Wörtertrennung über
das eingestellte Systemgebietsschema
des Computers festgelegt, auf dem
Microsoft Exchange Server 2003 die
Volltextindizierung ausführt.
Anlagen zu Nachrichten
Wenn es sich bei einer Anlage um ein
Microsoft Office-Dokument handelt,
verwendet die Volltextindizierung die
Spracheinstellung, die beim Erstellen des
Dokuments verwendet wurde.
35
Spracheinstellung
Verhalten der Indexerstellung
Server mit Microsoft Windows 2000 Server
Wenn eine Nachricht keine MAPI-Nachricht
ist (eine Nachricht aus dem Internet), ist die
Eigenschaft Gebietsschema-ID nicht
festgelegt. Die Volltextindizierung wählt dann
die für das Systemgebietsschema des
Servers gültige Wörtertrennung.
Clientcomputer
Wenn Microsoft Office Outlook 2003 eine
Abfrage sendet, wird auch die
Gebietsschema-ID des Clientcomputers
übermittelt. Wenn die Gebietsschema-ID der
Nachricht nicht mit der Gebietsschema-ID
der Abfrage übereinstimmt, sind die
Ergebnisse der Suche nicht vorhersehbar.
Hinweis:
Die Sprache des Computers, auf
dem Exchange Server 2003
ausgeführt wird, spielt in diesem
Szenario keine Rolle. Die Einstellung
des Clientcomputers ist vorrangig.
Verhalten der Volltextindizierung bei mehreren
Spracheinstellungen
Die folgenden Szenarien beschreiben das Abfrageverhalten der Inhaltsindizierung bei
mehreren Spracheinstellungen.
Alle US-Spracheinstellungen
Wenn Sie US-Spracheinstellungen in Outlook auf einem Clientcomputer mit einer USSpracheinstellung verwenden, gelten die folgenden Ausführungsrichtlinien beim Erstellen und
Senden einer Nachricht an Exchange 2003 auf einem Server, auf dem Windows 2000 Server
mit einer US-Spracheinstellung ausgeführt wird:
1. Die Volltextindizierung nimmt die Nachricht mit der für die US-Spracheinstellung
geltenden Wörtertrennung in den Index auf.
2. Abfragen von Clientcomputern mit US-Spracheinstellungen werden ordnungsgemäß
verarbeitet.
36
Clientcomputer mit Spracheinstellung „Hebräisch“, Spracheinstellung
„USA“ in Office und Spracheinstellung „Hebräisch“ in Windows 2000
Server
In diesem Beispiel ist der Clientcomputer folgendermaßen konfiguriert:

Auf dem Clientcomputer wurden hebräische Spracheinstellungen festgelegt.

Für Office wurde die Spracheinstellung „USA“ festgelegt.

Für Outlook wurde die Spracheinstellung „Hebräisch“ festgelegt.
Wenn Sie auf dem in diesem Beispiel beschriebenen Clientcomputer eine Nachricht erstellen
und diese an Exchange Server 2003 übermitteln, geschieht Folgendes, sofern als
Systemgebietschema die Option USA ausgewählt ist:
1. Bei der Volltextindizierung wird zum Indizieren der Nachricht die US-Wörtertrennung
verwendet. Die Eigenschaft Gebietsschema-ID der Nachricht weist aufgrund der OfficeEinstellungen den Standardwert USA auf.
2. Abfragen vom hebräischen Clientcomputer schlagen fehl, da für das hebräische
Dokument nicht die richtige Wörtertrennung verwendet wird.
Clientcomputer mit Spracheinstellung „Japanisch“, Spracheinstellung
„Japanisch“ in Office und Spracheinstellung „USA“ in Windows 2000
Server
In diesem Beispiel ist der Clientcomputer folgendermaßen konfiguriert:

Auf dem Clientcomputer wurden japanische Spracheinstellungen festgelegt.

Für Office wurde die Spracheinstellung „Japanisch“ festgelegt.

Für Outlook wurde die Spracheinstellung „Japanisch“ festgelegt.
Wenn Sie auf dem in diesem Beispiel beschriebenen Clientcomputer eine Nachricht erstellen
und diese an Exchange Server 2003 übermitteln, geschieht Folgendes, sofern als
Systemgebietschema die Option USA ausgewählt ist:
1. Bei der Volltextindizierung wird zum Indizieren der Nachricht die japanische
Wörtertrennung verwendet.
2. Abfragen vom japanischen Clientcomputer sind erfolgreich, da die Nachricht mit
derselben Gebietsschema-ID indiziert und abgefragt wurde.
Abfragen schlagen beim Hochfahren des
Servers fehl
Bei der Initialisierung eines Computers mit Exchange Server 2003 und Volltextindizierung
erhalten Benutzer in den ersten Minuten nach dem Starten unter Umständen ihre E-Mail-
37
Nachrichten, jedoch keine Ergebnisse von Abfragen. Dieser Fehler beim Empfangen von
Abfrageergebnissen tritt auf, da der Index vom Microsoft Search-Dienst und der
Informationsspeicher für die Eigenschaften von Exchange Server 2003 geladen wird.
Abfragen führen nicht zu Ergebnissen, bis diese Vorgänge vollständig abgeschlossen
wurden.
Wiederherstellen von fehlenden
Leistungsindikatoren
Durch Ereignismeldungen wie die folgenden wird angezeigt, dass die vom Dienst für
Leistungsdatenprotokolle und Warnungen sowie von der Leistungsanwendung verwendeten
Indikatoren (auch als Systemmonitor bezeichnet) fehlen. Wenn Sie eine dieser Meldungen
erhalten, stellen Sie die Indikatoren wieder her, indem Sie den Microsoft Search-Dienst
erneut starten. Weitere Informationen zu diesen Überwachungsanwendungen finden Sie im
Windows Resource Kit.
Performance monitoring for the Gatherer service cannot be initialized because the
counters are not loaded or the shared memory object cannot be opened. This only
affects availability of the performance counters. Rebooting the system may fix the
problem.
Performance monitoring cannot be initialized for the Gatherer object because the
counters are not loaded or the shared memory object cannot be opened. This only
affects availability of the performance counters. Rebooting the system may fix the
problem.
Performance monitoring for the Indexer object cannot be initialized because the
counters are not loaded or the shared memory object cannot be opened. Stop and restart
the Search service. If this error continues, reinstall the application.
Vermeiden von Datenträgerengpässen
Gehen Sie nach den folgenden Richtlinien vor, um Engpässe bei Lese- und
Schreibvorgängen auf Datenträger zu vermeiden:

Die Länge der Datenträger-Warteschlange sollte überwacht werden.

Die durchschnittliche Warteschlangenlänge sollte kleiner sein als die Anzahl der Spindles
im Redundant Array Of Independent Disks (RAID). Bei Verwendung eines Storage Area
Networks (SAN) wird empfohlen, die Latenz mithilfe der folgenden Leistungsindikatoren
zu überwachen: PhysicalDisk: Durchschnittliche Lesevorgänge/s und
durchschnittliche Schreibvorgänge/s.
38

Die Länge sollte gelegentlich auf null fallen.

Die Warteschlange sollte gelegentlich leer sein. Wenn die Warteschlange zu jedem
Zeitpunkt Daten enthält, deutet dies auf ein Problem hin.

Die durchschnittliche Zeit für Lese- und Schreibvorgänge auf dem Datenträger sollte
nahe der erwarteten Latenz liegen. Das System sollte für einen Lese- oder
Schreibvorgang auf dem Datenträger etwa 10 ms benötigen. Wenn in der Konfiguration
ein Hardwarecache oder ein RAID-Controller enthalten ist, fällt die Zeit u. U. sogar
geringer aus.
Auslastung durch Auslagerungsvorgänge
Häufige Auslagerungsvorgänge aus dem Speicher auf die Festplatte weisen möglicherweise
auf Engpässe im Arbeitsspeicher hin. Überprüfen Sie die Leistungsindikatoren, und
überwachen Sie diese auf Warnhinweise. Überprüfen Sie insbesondere die Indikatoren
Memory: Seitenschreibvorgänge/s und Memory: Seitenlesevorgänge/s.
Ändern der maximalen Downloadgröße von
Anlagen
Das Ändern der maximalen Downloadgröße von Anlagen kann in manchen Fällen die
Leistung des Servers verbessern, z.B. beim Auffüllen von Volltextindizes. Führen Sie zum
Ändern der maximalen Downloadgröße von Anlagen das folgende Verfahren durch
Bevor Sie beginnen
Dieses Thema enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung.
Die falsche Verwendung des Registrierungs-Editors kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Dadurch
entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben werden. Sichern Sie
vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
Verfahren
So ändern Sie die maximale Downloadgröße von Anlagen
1. Starten Sie den Registrierungs–Editor.
2. Setzen Sie im Registrierungs–Editor den folgenden DWORD–
Registrierungsschlüssel auf 4.000 MB:
39
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Search\1.0\Gathering
Manager\MaxDownloadSize
Überprüfen des aktuellen Speicherorts des
Index
In manchen Fällen, zeigt der Exchange-System-Manager möglicherweise nicht den richtigen
Speicherort des Volltextindex an. Die Anzeige kann nicht korrigiert werden. Sie können
jedoch den aktuellen Speicherort des Indexes mit dem folgenden Verfahren jederzeit in der
Registrierung überprüfen.
Bevor Sie beginnen
Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung.
Die falsche Verwendung des Registrierungs-Editors kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Dadurch
entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben werden. Sichern Sie
vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
Verfahren
So überprüfen Sie den aktuellen Speicherort des Index

Der Pfad für den Speicherort kann im Registrierungs–Editor unter folgendem
Registrierungsschlüssel überprüft werden:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Search\1.0\Indexer\<application
name>\<index name>\ProjectPath
40
Entschlüsseln einer Fehlernummer aus der
Sammelprotokolldatei mit dem Tool
„Gthrlog“
Wenn die Indizierung eines bestimmten Dokuments fehlschlägt, wird ein Eintrag in das
Sammelprotokoll geschrieben. Jeder Eintrag enthält Angaben zum Dateinamen und die
Fehlernummer. Verwenden Sie zum Entschlüsseln der Fehlernummern das Tool „Gthrlog“ im
Verzeichnis Programme\Gemeinsame Dateien\System\MSSearch\Bin.
Verfahren
So entschlüsseln Sie eine Fehlernummer aus der Sammelprotokolldatei mit dem Tool
„Gthrlog“

Geben Sie an einer Eingabeaufforderung folgenden Befehl ein. Ersetzen Sie
<Dateiname> durch den Namen der GTHR–Datei:
cscript gthrlog.vbs <Dateiname>
Die Ergebnisse des Tools werden an der Eingabeaufforderung angezeigt.
Probleme mit Berechtigungen beim
Verwenden von Exchange Server 2003 und
Exchange Server 5.5 in derselben
Umgebung
Wenn ein Benutzer in Outlook keine Öffentlichen Ordner anzeigen kann, weist dies häufig auf
ein Problem mit Berechtigungen hin. In diesem Abschnitt werden Methoden beschrieben, mit
denen Sie herausfinden können, ob dieses Problem durch die Berechtigungsreplikation
verursacht wird und wie Sie den Ursprung des Problems ermitteln können.
Ermitteln der Ursache für die Verhinderung der
Anzeige Öffentlicher Ordner in Outlook
Ermitteln Sie, durch welche der folgenden Situationen der Benutzer am Anzeigen von
Öffentlichen Ordnern in Outlook gehindert wird:
41

Der Öffentliche Ordner wird nicht auf den Server repliziert.

Die Berechtigungen für den Öffentlichen Ordner wurden nicht ordnungsgemäß
umgewandelt.
Die beste Methode zum Ermitteln der Ursache des Problems besteht im Anzeigen der
Ordnerstruktur mit dem Exchange-System-Manager. Wenn der Öffentliche Ordner bei einer
Verbindung des Exchange-System-Managers mit einem bestimmten Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner in der Struktur angezeigt wird, ein Benutzer mit einem Postfach jedoch auf
demselben Server den Öffentlichen Ordner nicht anzeigen kann, ist das Problem auf
Berechtigungen zurückzuführen, nicht auf die Replikation. Wenn der Öffentliche Ordner in
der Struktur jedoch nicht vorhanden ist, liegt möglicherweise ein Replikationsproblem vor.
Anzeigen von Zugriffssteuerungslisten im
Exchange-System-Manager
In Umgebungen im gemischten Modus, in denen die Berechtigungen aus Access Control
Lists (ACL – Zugriffssteuerungsliste) nicht ordnungsgemäß in ptagNTSD-Daten
umgewandelt wurden, können Benutzer möglicherweise nicht auf den Ordner zugreifen,
obwohl die Berechtigungen im Exchange-System-Manager als ausreichend angezeigt
werden. Weitere Informationen zum Konvertierungsvorgang und den zugehörigen
Eigenschaften finden Sie unter „Arbeiten mit Berechtigungen für Öffentliche Ordner und
Postfächer“ im Exchange Server 2003 Administration Guide.
Wenn Sie die Berechtigungen für einen Öffentlichen Ordner in der Öffentliche OrdnerStandardstruktur (auch als MAPI-Struktur bezeichnet) mit dem Exchange-System-Manager
anzeigen, werden die Berechtigungen aufgeführt, die in der Eigenschaft ptagACLData (falls
vorhanden) enthalten sind, anstatt die Berechtigungen aus der Eigenschaft ptagNTSD erneut
zu berechnen. Der Exchange-System-Manager zeigt also Berechtigungen aus der
Eigenschaft repliziert in an (die von Exchange normalerweise verworfen wird), nicht die aus
der Eigenschaft ptagNTSD berechneten, mit denen der Zugriff auf den Ordner tatsächlich
gesteuert wird. Gehen Sie folgendermaßen vor, um die ptagNTSD-Berechtigungen
anzuzeigen.
Einzelheiten zum Anzeigen der ptagNTSD-Berechtigungen für einen Ordner im ExchangeSystem-Manager finden Sie unter Anzeigen der ptagNTSD-Berechtigungen für einen Ordner
im Exchange-System-Manager.
Überwachen von Berechtigungsereignissen in
der Ereignisanzeige
Sie können mit der Diagnoseprotokollierung Berechtigungsereignisse im
Anwendungsereignisprotokoll der Ereignisanzeige aufzeichnen. Für die Protokollierung
42
Öffentlicher Ordner ist der Standardwert Keine ausgewählt, bei dem nur schwerwiegende
Fehler protokolliert werden.
Sie können die Protokollierungsebene für einen Öffentlichen Ordner auf einem Server mit
Exchange Server 2003 auf der Registerkarte Diagnoseprotokoll unter Eigenschaften
erhöhen. Mit der höheren Protokollierungsebene erhalten Sie ausführlichere
Berechtigungsinformationen.
Um die Zugriffsversuche der Benutzer auf Ordner sowie die für den Zugriff auf Ordner
gewährten Berechtigungen anzuzeigen, legen Sie die Diagnoseeinstellungen für
Anmeldungen und Zugriffssteuerung auf den Maximalwert fest.
Weitere Informationen zum Festlegen der Diagnoseeinstellungen für Anmeldungen und
Zugriffssteuerung auf den Maximalwert finden Sie unter Festlegen der
Diagnoseeinstellungen für Anmeldung und Zugriffssteuerung auf den Höchstwert.
Ereignis-ID 9548: Deaktivierte Benutzer verfügen über keine
Hauptkonto-SID
Wenn nur der Ordnerbesitzer auf einen Ordner zugreifen kann, suchen Sie im
Anwendungsereignisprotokoll nach den Ereignissen 9548 und 9551. (Das Ereignis 9551 wird
im nächsten Abschnitt erläutert.)
Event ID: 9548
Date: 2/11/2000
Time: 9:44:25 AM
User: <user>
Computer: <servername>
Description:
Disabled user <user> does not have a master account SID. Please use Active Directory
MMC to set an active account as this user's master account.
Wenn Sie die Clientberechtigungen mit dem Exchange-System-Manager anzeigen lassen,
scheinen diese zunächst den Anforderungen zu entsprechen. Wenn Sie die Berechtigungen
jedoch im Dialogfeld Erweitert anzeigen (hierbei handelt es sich um die unverarbeiteten
Berechtigungen, die in der Eigenschaft ptagNTSD gespeichert sind), wird deutlich, dass nur
die Berechtigungen des Besitzers ordnungsgemäß von Microsoft Exchange Server 5.5 nach
Exchange Server 2003 konvertiert wurden.
Für dieses Problem gibt es zwei mögliche Ursachen:

Im Microsoft Active Directory®-Verzeichnisdienst wurde keine Vertrauensstellung für die
Microsoft Windows NT® Server 4.0-Domäne eingerichtet, in der sich das Konto des
Benutzers befindet.
43

Der Benutzer wurde manuell deaktiviert und verfügt nicht über ein externes Konto.
Das Problem kann über die folgenden Herangehensweisen behoben werden:

Entfernen Sie die deaktivierten Konten aus der Zugriffssteuerungsliste.

Weisen Sie den deaktivierten Konten entsprechende externe Konten zu.

Erstellen Sie eine Vertrauensstellung zwischen der Windows NT Server 4.0-Domäne
(oder der externen Windows-Domäne) und Active Directory. Diese Vertrauensstellung
weist den deaktivierten Konten entsprechende externe Konten zu. Gleichzeitig werden
Hauptkonten-SIDs (Sicherheits-IDs) zugewiesen.
Ereignis-ID 9551: Fehler beim Aktualisieren der ACL für
Ordner in der Datenbank
Wenn nur der Ordnerbesitzer auf einen Ordner zugreifen kann, suchen Sie im
Anwendungsereignisprotokoll nach den Ereignissen 9548 und 9551. (Das Ereignis 9548 wird
im vorherigen Abschnitt erläutert.) Das Ereignis 9551 tritt auf und wird protokolliert, wenn ein
Benutzer versucht, auf den Ordner zuzugreifen:
Event ID: 9551
Date: 2/11/2000
Time: 9:44:25 AM
User: <user>
Computer: <servername>
Description:
An error occurred while upgrading the ACL on folder <folder> located on database
<database>.
The Information Store was unable to convert the security for <user> into a Microsoft
Windows 2000 Security Identifier.
It is possible that this is caused by latency in the Active Directory Service, if so,
wait until the user record is replicated to the Active Directory and attempt to access
the folder (it will be upgraded in place). If the specified object does NOT get
replicated to the Active Directory, use the Microsoft Exchange System Manager or the
Exchange Client to update the ACL on the folder manually.
The access rights in the ACE for this DN were 0x41b.
Hinweis:
Wenn der Ordner von einem Exchange 5.5-Server auf den Exchange 2003-Server
repliziert wurde, enthält die Zugriffssteuerungsliste den Namen in Großbuchstaben,
da Distinguished Names (DN) immer in Großbuchstaben angegeben werden.
44
Beachten Sie jedoch, dass der Exchange-System-Manager zum Anzeigen von
Berechtigungen eine Verbindung mit einem Informationsspeicher herstellt, in dem ein
Inhaltsreplikat des Ordners enthalten ist. Wenn der Exchange-System-Manager eine
Verbindung mit einem Exchange 5.5-Server herstellt, scheint die
Zugriffssteuerungsliste die Anforderungen zu erfüllen. Lassen Sie sich von der
Anzeige der Zugriffssteuerungsliste nicht beeinflussen. Wenn das Ereignis 9551
protokolliert wird, muss die Ursache dieser Ereignisse behoben werden, damit
Exchange Server 2003-Benutzer auf den Ordner zugreifen können.
Für Aktualisierungsprobleme gibt es drei mögliche Ursachen:

Es besteht keine Benutzerverbindungsvereinbarung zum Replizieren der Exchange
Server 5.5-Postfächer in Active Directory.

Der Benutzer wurde aus Active Directory gelöscht.

Es liegt eine Verzögerung der Replikation vor.
Wenn Exchange Server 2003 die Replikationsmeldung erhält, wird versucht, die in
ptagACLData gespeicherten Daten in Windows NT Server 4.0-SIDs zu aktualisieren. Falls
der Aktualisierungsvorgang fehlschlägt, werden nur Besitzer in ptagNTSD gespeichert. In
diesem Fall kann kein anderer Benutzer auf den Ordner zugreifen.
Das Problem kann über die folgenden Herangehensweisen behoben werden:

Entfernen Sie den fehlerhaften Eintrag.

Replizieren Sie den fehlenden Benutzer in Active Directory.
Ereignis-IDs 9552 oder 9556: Verteilerliste kann nicht in
Sicherheitsgruppe konvertiert werden
Wenn Benutzer, die einer bestimmten Verteilerliste oder -gruppe angehören, nicht auf einen
Ordner zugreifen können, suchen Sie im Anwendungsereignisprotokoll nach den
Ereignissen 9552 und 9556. Es folgen die Beschreibungen für die Ereignisse 9552 und 9556:
9552
While processing public folder replication, moving user, or copying folders on
database <database>, DL <distribution list> could not be converted to a security
group.
Please grant or deny permissions to this DL on Folder <folder> again. This most likely
is because your system is in a mixed domain.
9556
Unable to set permission for DL <distribution list> because it could not be converted
to a security group. This most likely is because your system is in a mixed domain.
45
Darüber hinaus wird für Outlook-Benutzer möglicherweise die folgende Fehlermeldung
angezeigt, wenn sie versuchen, Berechtigungen für Benutzer einzurichten, die nicht über
Zugriff verfügen:
The modified permissions could not be saved. The client operation failed.
Für Administratoren wird möglicherweise die folgende Fehlermeldung angezeigt, wenn sie
versuchen, mit dem Exchange-System-Manager Berechtigungen für Benutzer einzurichten,
die nicht über Zugriff verfügen:
The operation failed. ID no 8004005 Exchange System Manager.
Die häufigste Ursache für diese Fehler liegt darin, dass die Exchange Server 5.5Verteilerliste, der die Benutzer angehören, in eine gemischte Active Directory-Domäne und
nicht in eine Active Directory-Domäne im einheitlichen Modus repliziert wurde. Als Ergebnis
wurde die der Verteilerliste entsprechende universelle Verteilergruppe in einer
Active Directory-Domäne im gemischten Modus erstellt. Die Domäne, in die Gruppen
repliziert werden, wird in der Benutzerverbindungsvereinbarung repliziert, über die die
Migration von Exchange Server 5.5-Verteilerlisten nach Active Directory verwaltet wird.
Wenn die universelle Verteilergruppe zum Festlegen von Berechtigungen verwendet werden
soll, muss sie in eine universelle Sicherheitsgruppe konvertiert werden. Diese Konvertierung
kann nur dann ausgeführt werden, wenn die universelle Verteilergruppe in einer Domäne im
einheitlichen Modus erstellt wurde. Weitere Informationen zu diesem Konvertierungsvorgang
finden Sie unter „Arbeiten mit Berechtigungen für Öffentliche Ordner und Postfächer“ im
Exchange Server 2003 Administration Guide.
Gehen Sie zum Beheben des Konvertierungsproblems folgendermaßen vor:
1. Erstellen Sie in Active Directory eine Domäne im einheitlichen Modus.
2. Konfigurieren Sie die Benutzerverbindungsvereinbarung so, dass die neue Domäne für
von Exchange Server 5.5 migrierte Gruppen verwendet wird.
Anzeigen der ptagNTSD-Berechtigungen
für einen Ordner im Exchange-SystemManager
In Umgebungen im gemischten Modus, in denen die Berechtigungen aus Access Control
Lists (ACL – Zugriffssteuerungsliste) nicht ordnungsgemäß in ptagNTSD-Daten
umgewandelt wurden, können Benutzer möglicherweise nicht auf den Ordner zugreifen,
obwohl die Berechtigungen im Exchange-System-Manager als ausreichend angezeigt
werden. Gehen Sie zum Anzeigen der ptagNTSD-Berechtigungen für einen Ordner im
Exchange-System-Manager wie folgt vor:
46
Verfahren
So zeigen Sie im Exchange-System-Manager die ptagNTSD-Berechtigungen für einen
Ordner an
1. Klicken Sie im Exchange-System-Manager in der Konsolenstruktur mit der rechten
Maustaste auf den Öffentlichen Ordner, dessen Eigenschaften Sie anzeigen
möchten, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
2. Klicken Sie in den Eigenschaften des Öffentlichen Ordners auf die Registerkarte
Berechtigungen.
3. Halten Sie die STRG-TASTE gedrückt, klicken Sie auf Clientberechtigungen, und
klicken Sie dann auf Erweitert, um die ptagNTSD-ACL-Daten anzuzeigen, mit denen
der Zugriff auf den Ordner gesteuert wird.
Wichtig:
Legen Sie im Exchange-System-Manager keine Berechtigungen fest,
während Sie die ptagNTSD-Berechtigungen anzeigen. Wenn Sie während
der Anzeige in diesem Format Berechtigungen ändern, können Sie
Berechtigungen anschließend nicht mehr über MAPI-Tools ändern.
Hinweis:
Wenn Sie mit dem Exchange-System-Manager Berechtigungen für
allgemeine (Nicht-MAPI-) Öffentliche Ordner anzeigen, werden immer die
ptagNTSD-Berechtigungen angezeigt.
Festlegen der Diagnoseeinstellungen für
Anmeldung und Zugriffssteuerung auf den
Höchstwert
Um die Zugriffsversuche der Benutzer auf Ordner und die für Benutzer beim Zugreifen auf
Ordner gewährten Berechtigungen anzuzeigen, legen Sie die Diagnoseeinstellungen für
Anmeldungen und Zugriffssteuerung auf Maximum fest.
47
Verfahren
So setzen Sie die Diagnoseeinstellungen für Anmeldung und Zugriffssteuerung auf
den Höchstwert
1. Doppelklicken Sie im Exchange-System-Manager auf Server, klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf einen Server, und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
2. Klicken Sie auf die Registerkarte Diagnoseprotokoll.
3. Doppelklicken Sie unter Dienste auf MSExchangeIS, und klicken Sie dann auf
Öffentlicher Ordner.
4. Klicken Sie unter Kategorien auf Anmeldungen. Klicken Sie unter Protokolliergrad
auf Maximum.
5. Klicken Sie unter Kategorien auf Zugriffssteuerung. Klicken Sie unter
Protokolliergrad auf Maximum.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zur Diagnoseprotokollierung finden Sie in der Exchange Server 2003–
Hilfe unter „Verwenden des Diagnoseprotokolls und der Ereignisanzeige“.
Probleme bei der Replikation Öffentlicher
Ordner
Wenn ein Problem bei der Ordnerreplikation vorliegt (insbesondere bei der Replikation der
Hierarchie), überprüfen Sie mit dem Exchange–System–Manager, ob Ordner repliziert
wurden. Verlassen Sie sich nicht auf die Anzeige von Outlook, wenn Sie feststellen möchten,
ob Ordner repliziert wurden. Das Problem ist möglicherweise auf Berechtigungen und nicht
auf die Replikation zurückzuführen.
Konfigurieren Sie Diagnoseprotokolle, um das Erkennen von Replikationsproblemen zu
erleichtern.
Ausführliche Anweisungen zum Erkennen von Problemen bei der Replikation Öffentlicher
Ordner mithilfe von Diagnoseprotokollen finden Sie unter Erkennen von Problemen bei der
Replikation Öffentlicher Ordner mithilfe der Diagnoseprotokollierung.
Wenn keine Replikationsnachrichten gesendet oder empfangen werden, vergewissern Sie
sich, dass die normale E–Mail–Weiterleitung zwischen den Servern ordnungsgemäß
durchgeführt wird.
48
Weitere Informationen zum Beheben von Problemen bei der Replikation von Öffentlichen
Ordnern finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 842273: „How to troubleshoot public
folder replication problems in Exchange 2000 Server and in Exchange Server 2003“.
Nicht empfangene Replikationsnachrichten
Für dieses Problem liegt möglicherweise eine der folgenden Ursachen vor, für die jeweils
eine eigene Lösungsmöglichkeit besteht:


Die Informationsspeicher für Öffentliche Ordner enthalten keine E–Mail–Adressen:

Vergewissern Sie sich, dass die Nachrichtenattribute vom
Empfängeraktualisierungsdienst ordnungsgemäß auf die Verzeichnisobjekte im
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner gestempelt wurden.

Vergewissern Sie sich bei gemischten Exchange Server 2003/Exchange Server 5.5–
Organisationen, dass Exchange Server 5.5 auf die Verzeichniseinträge der
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner von Exchange Server 2003 und
Exchange Server 2003 auf die Verzeichniseinträge der Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner von Exchange Server 5.5 zugreifen kann.
Es ist keine Route vorhanden, der Nachrichten folgen können:

Vergewissern Sie sich, dass normaler Nachrichtenverkehr zwischen den Servern
möglich ist.

Wenn die Replikationsnachricht über einen Exchange Server 5.5-IMC (Internet Mail
Connector) geleitet wird, vergewissern Sie sich, dass der Registrierungsschlüssel
ResolveP2 auf 1 festgelegt ist. Dieser Registrierungsschlüssel befindet sich unter:
HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\MSExchangeTransport\Param
eters\<VSID>
Überprüfen Sie gleichzeitig, dass das Exchange Server 5.5-Objekt Öffentlicher
Informationsspeicher im Active Directory-Container Konfiguration existiert und
über eine gültige X.400–Proxyadresse verfügt. (Zum Überprüfen der Attributwerte
können Sie ADSI–Bearbeitung oder das Dienstprogramm LDP verwenden.)

Transportverknüpfungen wurden beschränkt, sodass Systemmeldungen nicht zulässig
sind:

Vergewissern Sie sich, dass eine Route für Systemmeldungen zwischen den Servern
vorhanden ist. Mit Winroute.exe können Sie feststellen, ob Beschränkungen für die
Verknüpfungen vorhanden sind.
49
Das Abgleichen dauert sehr lange
Der Abgleich kann eine lange Zeit in Anspruch nehmen, wenn ein neuer Server installiert
wurde und die ursprüngliche Statusanfrage verloren geht oder an einen Server gesendet
wurde, auf dem keine Daten über die Hierarchie vorhanden sind. Um dies zu beheben,
ändern Sie die Hierarchie auf einem anderen Server, und vergewissern Sie sich, dass sie
ordnungsgemäß repliziert wird. Der Abgleich des Servers sollte innerhalb von 24 bis 48
Stunden stattfinden.
Abgleich des Servers scheint nicht
stattzufinden
Wenn auf einem Server kein Abgleich stattzufinden scheint, überprüfen Sie, ob anderen
Servern hinzugefügte neue Ordner während der Hierarchiereplikation in den
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner repliziert werden, in dem der Abgleich
durchgeführt wird. Wenn sie in diesen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner
ordnungsgemäß repliziert werden, legt der Server fest, dass keine Synchronisierung vorliegt,
und er erstellt einen Eintrag im Abgleicharray. Der vollständige Abgleichsvorgang kann zwei
bis drei Tage in Anspruch nehmen.
Erkennen von Problemen bei der
Replikation Öffentlicher Ordner mithilfe der
Diagnoseprotokollierung
Bei Problemen bei der Replikation von Ordnern können Sie mithilfe der
Diagnoseprotokollierung zusätzliche Einzelheiten zum Replikationsvorgang erhalten. Führen
Sie zum Konfigurieren der Diagnoseprotokollierung das folgende Verfahren durch.
Verfahren
Erkennen von Problemen bei der Replikation Öffentlicher Ordner mithilfe der
Diagnoseprotokollierung

Legen Sie als Hilfe beim Erkennen von Replikationsproblemen die
Diagnoseprotokollierung für die MSExchangeIS: Öffentliche Ordner-Kategorien
Eingehende Nachrichten (Replikation), Ausgehende Nachrichten (Replikation)
und Unzustellbarkeitsberichte auf Maximum fest.
50
Sonstige Probleme
Dieser Abschnitt enthält Informationen zum Beheben von Problemen, die nicht unter die
anderen Kategorien dieses Abschnitts fallen. Dazu gehören folgende Probleme:

Auf die Berechtigungen eines Öffentlichen Ordners kann nicht zugegriffen werden
(Fehler durch ungültige Windows-Zugriffsnummer)

Mindestens ein Benutzer kann der Zugriffsliste des Ordners nicht hinzugefügt werden

E-Mail-Nachrichten an den Öffentlichen Ordner konnten nicht zugestellt werden

Outlook Web Access kann auf einen Öffentlichen Ordner nicht mehr zugreifen, nachdem
die Struktur umbenannt wurde

Meldung „Der Vorgang ist fehlgeschlagen“ beim Zugriff auf eine Struktur mit dem
Exchange-System-Manager

Für Exchange 5.5-Server werden mehrere Informationsspeicher für Öffentliche Ordner
auf einem Exchange 2003-Server angezeigt

In einer gemischten Umgebung mit Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5
können Benutzer mit Outlook Web Access nicht auf einen Öffentlichen Ordner zugreifen

Anlage übersteigt die Speichergrenze in einem Öffentlichen Ordner
Auf die Berechtigungen eines
Öffentlichen Ordners kann nicht zugegriffen
werden (Fehler durch ungültige WindowsZugriffsnummer)
Die häufigste Ursache des Fehlers bei ungültiger Windows-Zugriffsnummer in
Microsoft Exchange Server 2000 liegt in der Verwendung des Laufwerks M:\ (installierbares
Exchange-Dateisystem) durch einen Administrator zum Ändern der Berechtigungen für einen
Öffentlichen Ordner. Server, auf denen vollständige Neuinstallationen von
Exchange Server 2003 durchgeführt wurden, verfügen nicht über das Laufwerk M:\, dieses
kann jedoch auf aktualisierten Servern noch vorhanden sein, auf denen zuvor
Exchange 2000 Server ausgeführt wurde.
Dieser Fehler kann auch auftreten, wenn im Exchange-System-Manager das falsche
Dialogfeld zum Ändern der Clientberechtigungen für einen Öffentlichen Ordner verwendet
wurde. Dies geschieht jedoch selten. Weitere Informationen zum ordnungsgemäßen Ändern
von Berechtigungen für einen Öffentlichen Ordner finden Sie unter „Besondere
Berücksichtigungen beim Arbeiten mit Clientberechtigungen“ im Exchange Server 2003
Administration Guide.
51
Die Ursache dieses Fehlers besteht darin, dass bei Verwendung der WindowsBenutzeroberfläche zum Ändern der Clientberechtigungen für einen Öffentlichen Ordner die
Berechtigungen so gespeichert werden, dass Exchange Server 2003 sie nicht mehr in das
MAPI-Format umwandeln kann. Wenn dies der Fall ist, können Sie zum Ändern der
Berechtigungen nicht mehr die Dialogfelder von Outlook oder den Exchange-SystemManager verwenden.
Wichtig:
Nach dem Durchführen dieses Verfahrens verfügt der betroffene Öffentliche Ordner
nur über Berechtigungen für den Ordnerbesitzer (ein administratives Konto), für
Standardbenutzer und für anonyme Benutzer.
Ausführliche Anweisungen zum Zurücksetzen von Berechtigungen für Öffentliche Ordner
finden Sie unter Zurücksetzen von Berechtigungen für Öffentliche Ordner.
Mindestens ein Benutzer kann der Zugriffsliste
nicht hinzugefügt werden
Diese Meldung erhalten Benutzer von Outlook oder Administratoren, die den ExchangeSystem-Manager verwenden, bei der Vergabe von Benutzerberechtigungen für einen Ordner
in der Struktur Öffentliche Ordner. Wenn dieser Fehler auftritt, können die Berechtigungen
Standard und Anonym auf den betreffenden Ordner nicht angewendet werden. Es können
lediglich Benutzer auf den Ordner zugreifen, die bereits über Berechtigungen für diesen
Ordner verfügen. Wenn Sie die Schaltfläche Eigenschaften verwenden, um die
Eigenschaften eines oder mehrerer Benutzer im Dialogfeld Clientberechtigungen des
Ordners anzuzeigen, erhalten Sie eine MAPI-Fehlermeldung. Die betroffenen Benutzer
stellen die Ursache des Berechtigungsproblems dar.
Das Berechtigungsproblem tritt auf, wenn ein Benutzer, der nicht über ein ExchangePostfach verfügt, einen Ordner so erstellt oder einrichtet, dass der Benutzer explizit für
diesen Ordner Berechtigungen erhält. (Diese Einstellung kann mithilfe des ExchangeSystem-Managers oder des installierbaren Dateisystems von Exchange vorgenommen
werden.) Die häufigste Ursache besteht darin, dass ein Benutzer ein Konto verwendet hat,
das über Berechtigungen zur Verwaltung von Ordnern verfügt (z. B. ein Konto, das der
Gruppe Organisations-Admins angehört), für das bisher jedoch kein Postfach erstellt
wurde.
Stellen Sie im Dialogfeld Clientberechtigungen des Ordners den Benutzer fest, auf dessen
Eigenschaften Sie nicht zugreifen können. Entfernen Sie den Benutzer aus der
Zugriffsteuerungsliste des Ordners, oder verwenden Sie das Active Directory-Benutzer und Computer-Snap-In, um ein Postfach für diesen Benutzer zu erstellen.
52
E-Mail-Nachrichten an den Öffentlichen Ordner
konnten nicht zugestellt werden
Überprüfen Sie bei einer Exchange-Organisation im gemischten Modus, ob die
Verbindungsvereinbarung für den Öffentlichen Ordner die Verzeichnisobjekte des Ordners
ordnungsgemäß repliziert hat. Beachten Sie, dass allgemeine Hierarchieordner aus
Exchange Server 2003 nicht gesendet werden können, wenn die E-Mail-Nachricht über einen
Exchange Server 5.5-Server übertragen wird.
In jeder Exchange-Organisation muss eine an einen Ordner gesendete E-Mail-Nachricht
zunächst an einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner übertragen werden, der die
korrekte Öffentliche Ordner-Struktur unterstützt, sodass die Replikatliste für den Zielordner
gefunden werden kann. Möglicherweise wurde die aktualisierte Replikatliste des Zielordners
noch nicht an den gewählten Informationsspeicher für Öffentliche Ordner übermittelt.
Outlook Web Access kann auf einen
Öffentlichen Ordner nicht mehr zugreifen,
nachdem die Struktur umbenannt wurde
Wenn Sie eine Öffentliche Ordner-Struktur umbenennen, müssen Sie alle virtuellen
Verzeichnisse aktualisieren, die auf diese Struktur verweisen. Die Übermittlung der
Änderungen von Exchange Server 2003 an die Internetinformationsdienste (IIS) kann nicht
abgeschlossen werden, solange der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner nicht erneut
bereitgestellt wird.
Ausführliche Anweisungen zum Aktualisieren von virtuellen Verzeichnissen und zum
Weiterleiten von Änderungen nach dem Umbenennen einer Struktur Öffentliche Ordner
finden Sie unter Aktualisieren von virtuellen Verzeichnissen und Weitergeben von
Änderungen nach dem Umbenennen einer Öffentliche Ordner-Struktur.
Meldung „Der Vorgang ist fehlgeschlagen“ beim
Zugriff auf eine Struktur mit dem ExchangeSystem-Manager
Der Exchange-System-Manager verwendet für den Zugriff auf die Öffentlichen OrdnerStrukturen einen OLEDB-Dienst, der in Abhängigkeit zum WWW-Publishingdienst (W3SVC)
steht. Wenn beim Zugriff auf eine Struktur mithilfe des Exchange-System-Managers
Probleme auftreten, überprüfen Sie Folgendes:

Der WWW-Publishingdienst wird auf dem Exchange Server 2003-Server ausgeführt.
53

Die Microsoft Internet Explorer-Einstellungen sind für einen Proxyserver konfiguriert, der
vorhanden ist.
Für Exchange Server 5.5-Server werden
mehrere Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner auf einem Exchange
Server 2003-Server angezeigt
Dieses Problem kann auftreten, wenn eine bestehende
Konfigurationsverbindungsvereinbarung durch eine neue ersetzt wird. Diese Ersetzung tritt
beispielsweise auf, wenn Server, auf denen der Standortreplikationsdienst (SRS) ausgeführt
wird, fehlerhaft aus einer Organisation entfernt werden.
Das Problem entsteht, wenn die neue Konfigurationsverbindungsvereinbarung das
Active Directory-Objekt eines Standardinformationsspeichers für Öffentliche Ordner eines
Exchange Server 2003-Servers in einer Exchange Server 2003-Administrationsgruppe in ein
Exchange Server 5.5-Verzeichnis eines Exchange Server 5.5-Servers repliziert. Die neue
Konfigurationsverbindungsvereinbarung kann nicht erkennen, dass das
Standardinformationsspeicherobjekt von Exchange Server 2003 bereits im Exchange
Server 5.5-Verzeichnis vorhanden ist, da das Objekt die Replikationssignatur der alten
Konfigurationsverbindungsvereinbarung hat.
Dies hat zur Folge, dass durch den Replikationszyklus ein zweiter
Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner im Exchange Server 5.5-Verzeichnis für
den Exchange Server 2003-Server angezeigt wird. Da der Container des Servers bereits ein
Objekt mit dem Namen Microsoft Public MDB enthält, erhält das neue Objekt den Namen
Microsoft Public MDB – 1. Dieser Name ist jedoch für ein Informationsspeicherobjekt für
Öffentliche Ordner unter Exchange Server 5.5 zu lang. Daher starten die Replikationsmodule
auf Exchange Server 5.5-Servern innerhalb der Organisation nicht.
Die folgenden Fehler werden protokolliert:
Error 0x3f0 occured while performing a site folder teardown check
Event 3079 MSExchangeIS Public
Unexpected replication thread error 0x3f0
EcGetReplMsg
EcReplStartup
FreplAgent
Die Überprüfung nach dem Löschen der Standortordner nach dem Löschen eines Standorts,
auf die in der Fehlermeldung Bezug genommen wird, wird bei jedem Start eines Exchange
Server 5.5-Servers ausgeführt, um festzustellen, ob Standorte entfernt wurden. In diesem
54
Fall muss die Liste der Standortordner (SCHEDULE + FREE BUSY usw.) bereinigt werden.
Diese Bereinigung kann über einen Vergleich der Details aller Standortordner mit den Details
aller Informationsspeicher für Öffentliche Ordner in der Organisation vorgenommen werden.
Da die Zeichenfolge Microsoft Public MDB -1 zu lang ist, schlägt der Replikationsthread
beim Versuch, die Standortdetails des betreffenden Informationsspeichers zu holen, mit der
Fehlermeldung „Nicht genügend Speicher“ (0x3f0) fehl. Dieser Fehler wiederum verursacht,
dass das Replikationsmodul nicht gestartet wird. Die einzige Möglichkeit, dieses Problem zu
lösen, besteht darin, das fehlerhafte und das ursprünglich korrekte Verzeichnisobjekt des
Informationsspeichers für Öffentliche Ordner in Exchange Server 2003 aus dem Exchange
Server 5.5–Verzeichnis zu entfernen und den Verzeichniseintrag erneut zu replizieren.
Bevor Sie die Standardinformationsspeicherobjekte von Exchange Server 2003 aus dem
Exchange Server 5.5-Verzeichnis entfernen und dem richtigen Objekt eine Replikation zurück
in das Verzeichnis ermöglichen, nehmen Sie Kontakt mit dem Microsoft Software Service auf,
um sicherzustellen, dass Sie richtig verfahren.
In einer gemischten Umgebung mit
Exchange Server 5.5 und Exchange Server 2003
können Benutzer mit Outlook Web Access nicht
auf einen Öffentlichen Ordner zugreifen
Microsoft Outlook Web Access-Benutzer haben keinen Zugriff auf Ordner, die sich
ausschließlich auf Exchange Server 5.5-Servern befinden. Prüfen Sie die
Verbindungsvereinbarungen für Öffentliche Ordner, um sicherzustellen, dass die Ordner auf
mindestens einen Exchange Server 2003-Server repliziert werden.
Anlage übersteigt die Speichergrenze in einem
Öffentlichen Ordner
Wenn Sie nach der Installation von Exchange Server 2003 (oder Exchange 2000 Server SP1
oder höher) mit Microsoft Office Outlook Web Access neue Objekte in einem
Öffentlichen Ordner bereitstellen, deren Anlage die Größe von 1 MB überschreitet, erhalten
Sie folgende Fehlermeldung:
This item exceeds the maximum size defined for this folder and cannot be saved.
Contact your administrator to have the folder limits increased.
Anlagen kleiner als 1 MB sind nicht betroffen. Dieses Problem tritt auch dann auf, wenn für
den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner keine Beschränkungen festgelegt sind. Das
Problem betrifft nur Benutzer von Outlook Web Access. Benutzer von Outlook sind nicht
betroffen.
55
Dieses Problem tritt auf, da der Systemordner OWAScratchPad{GUID} erstellt wird, wenn
ein Benutzer einer Nachricht in einem Öffentlichen Ordner eine Anlage hinzufügt. Die
maximale Größe dieses Systemordners beträgt 1.024 Kilobytes (KB).
Erhöhen oder entfernen Sie diesen Wert des Ordners OWAScratchPad{GUID} im
Exchange-System-Manager, um dieses Problem zu vermeiden.
In jeder Exchange 2003-Serverinstallation ohne Obergrenze für die Nachrichtengröße beträgt
die maximale Größe für Nachrichten in Öffentlichen Ordern 10.240 KB. Diese Einstellung
betrifft auch neue mit Exchange-System-Manager erstellte Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner. Weitere Informationen zum Ändern oder Löschen der
Größenbeschränkung von Anhängen in Öffentlichen Ordnern finden Sie unter Ändern oder
Entfernen der Größenbeschränkung für Anhänge in Öffentlichen Ordnern.
Zurücksetzen von Berechtigungen für
Öffentliche Ordner
Wenn Clientberechtigungen für einen Öffentlichen Ordner mithilfe der WindowsBenutzeroberfläche über das Laufwerk M:\ geändert wurden, kann Exchange Server 2003
diese möglicherweise nicht mehr in das MAPI-Format konvertieren. Führen Sie zum
Zurücksetzen von Berechtigungen für Öffentliche Ordner und um das Bearbeiten von
Berechtigungen mit Outlook und dem Exchange-System-Manager zu ermöglichen das
folgende Verfahren durch.
Bevor Sie beginnen
Beachten Sie, dass nach dem Durchführen dieses Verfahrens die betroffenen
Öffentlichen Ordner nur über Berechtigungen für den Ordnerbesitzer (ein administratives
Konto), für Standardbenutzer sowie für anonyme Benutzer verfügen.
Verfahren
So setzen Sie die Berechtigungen für Öffentliche Ordner zurück
1. Erstellen Sie im Exchange-System-Manager unter dem Knoten Öffentliche Ordner
einen neuen Ordner auf höchster Ebene.
2. Verschieben Sie den betroffenen Ordner und die entsprechenden Unterordner (alle
Ordner, die die falschen Berechtigungseinstellungen aufweisen) in den neuen
Ordner.
3. Richten Sie die Berechtigungen des neuen Ordners auf höchster Ebene so ein, dass
56
ein Konto mit Administratorberechtigungen in Active Directory als Besitzer festgelegt
wird.
4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den neuen Ordner auf höchster Ebene,
zeigen Sie auf Alle Aufgaben, klicken Sie auf Einstellungen weitergeben, und
aktivieren Sie dann die Kontrollkästchen Administratorrechte und Ordnerrechte.
5. Nachdem Sie auf OK geklickt haben, werden die Änderungen der Berechtigungen für
alle Unterordner des neuen Ordners auf höchster Ebene übernommen.
6. Verschieben Sie den betroffenen Ordner und die Unterordner zurück an die
ursprünglichen Positionen in der Struktur Öffentliche Ordner.
7. Vergewissern Sie sich, dass Sie nun im Exchange-System-Manager die
Berechtigungen ändern können.
Aktualisieren von virtuellen Verzeichnissen
und Weitergeben von Änderungen nach
dem Umbenennen einer
Öffentliche Ordner-Struktur
Nach dem Umbenennen einer Öffentliche Ordner-Struktur werden die virtuellen
Verzeichnisse, die auf diese Struktur verweisen, automatisch aktualisiert. Führen Sie zum
Aktualisieren von virtuellen Verzeichnissen und zur Weitergabe von Änderungen nach
Umbenennen einer Öffentliche Ordner-Struktur folgende Schritte durch:
Verfahren
So aktualisieren Sie virtuelle Verzeichnisse und geben Änderungen nach Umbenennen
einer Öffentliche Ordner-Struktur weiter
1.
Aktualisieren Sie die virtuellen Verzeichnisse auf den Servern, auf denen die
Informationsspeicher für die Öffentlichen Ordner der entsprechenden Struktur
gespeichert sind, sodass diese auf die neue Struktur verweisen.
2. Stellen Sie die gesamten Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, die die Struktur
unterstützen, zum Weiterleiten der Änderung über Exchange Server 2003 und IIS
erneut bereit.
57
Ändern oder Entfernen der
Größenbeschränkung für Anhänge in
Öffentlichen Ordnern
Wenn Sie nach der Installation von Exchange Server 2003 (oder Exchange 2000 Server
Service Pack 1 oder höher) neue Objekte in einem Öffentlichen Ordner bereitstellen, deren
Anlage die Größe von 1 MB überschreitet, erhalten Sie folgende Fehlermeldung:
This item exceeds the maximum size defined for this folder and cannot be saved.
Contact your administrator to have the folder limits increased.
Führen Sie zur Lösung dieses Problems das folgende Verfahren durch:
Verfahren
So ändern oder entfernen Sie die maximale Größe von Anlagen in
Öffentlichen Ordnern
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Exchange-System-Manager auf
Öffentliche Ordner, und klicken Sie anschließend auf Systemordner anzeigen.
2. Erweitern Sie Öffentliche Ordner, und klicken Sie anschließend mit der rechten
Maustaste auf den Ordner OWAScratchPad. Klicken Sie auf Eigenschaften, und
klicken Sie anschließend auf Grenzwerte.
3. Der unter Speicherbegrenzungen festgelegte Standardwert für die Maximale
Objektgröße (KB) beträgt 1.024 KB (1 MB). So ändern Sie die Begrenzung:

Ändern Sie die Grenze unter Speicherbegrenzungen im Feld Maximale
Objektgröße (KB).
– oder –

Klicken Sie auf Standardwerte des Öffentlichen Informationsspeichers
verwenden. Wenn dieses Kontrollkästchen aktiviert ist, werden die
Grenzwerteinstellungen im Dialogfeld Eigenschaften des
Informationsspeichers für Öffentliche Ordner auf der Registerkarte
Grenzwerte durch die Werte für Maximale Objektgröße (KB) und Ablegen
verbieten ab (KB) gesteuert. Wenn der Informationsspeicher jedoch über eine
Systemrichtlinie konfiguriert wurde, befinden sich die Einstellungen im Dialogfeld
Eigenschaften auf der Registerkarte Grenzwerte dieser Richtlinie.
58
Steuern der Replikation Öffentlicher
Ordner in Exchange Server 2003
Dieser Anhang bietet eine Übersicht über die Funktionsweise der Replikation Öffentlicher
Ordner in Microsoft® Exchange Server 2003. Darüber hinaus wird beschrieben, wie Sie
Replikate konfigurieren und den Replikationsvorgang optimieren können. Das Verständnis
der grundlegenden Replikationsvorgänge erleichtert Ihnen die Behebung spezieller
Replikationsprobleme Ihrer Exchange Server 2003–Topologie. (Informationen über häufige
Probleme bei der Replikation von Öffentlichen Ordnern finden Sie unter Fehlersuche und
Beheben von Informationsspeicherproblemen in Exchange Server 2003.)
Diese Themen enthalten auch Empfehlungen zum Konfigurieren der Replikation Öffentlicher
Ordner in einer Topologie im gemischten Modus (eine Topologie, die Server enthält, auf
denen Microsoft Exchange Server 5.5 ausgeführt wird), und es wird die Verwendung des
Tools für die Replikation zwischen Organisationen (Exscfg.exe; Exssrv.exe) zum Replizieren
von Informationen zwischen zwei Exchange-Organisationen beschrieben.
Funktionsweise der Replikation
Wenn mehrere Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, von denen sich jeder auf einem
eigenen Server befindet, eine einzige Öffentliche Ordner-Struktur unterstützen, werden die
Informationsspeicher durch die Replikation Öffentlicher Ordner synchronisiert.
Inhalte Öffentlicher Ordner sind nur in Informationsspeichern vorhanden, die so konfiguriert
sind, dass sie ein Replikat eines bestimmten Ordners enthalten. Die Informationen über
Inhalt und Hierarchie werden getrennt repliziert. Jeder Informationsspeicher enthält eine
Kopie der Hierarchie, die eine Liste der anderen Informationsspeicher mit Replikaten des
Inhalts jedes Ordners umfasst. Inhaltsreplikate sind nur auf den von Ihnen angegebenen
Informationsspeichern vorhanden.
Jeder Speicher für Öffentliche Ordner verwaltet eine Replikationsstatustabelle, um den
Status der einzelnen Replikate im Speicher zu verfolgen. In der Replikationsstatustabelle
sind die folgenden Informationen gespeichert:

Grundlegende Informationen, die zum Erstellen von aktualisierten Replikaten erforderlich
sind.

Informationen über die letzte Aktualisierung der Replikate, die vom lokalen
Informationsspeicher stammen, einschließlich der Änderungsnummer der Aktualisierung.

Gruppen von Aktualisierungen, die auf alle anderen bekannten Replikate des Ordners
angewendet wurden. Die Aktualisierungen in jeder Gruppe werden anhand von
Änderungsnummern bestimmt. Der Satz der Änderungsnummern aller Aktualisierungen
in einer Gruppe wird als CNSet bezeichnet. Bei der Replikation werden
59
Aktualisierungsinformationen von einem Informationsspeicher an den anderen
übergeben.
Die folgenden Tabellen enthalten ein vereinfachtes Beispiel für die Funktionsweise von
Replikationsstatustabellen. In diesem Beispiel verfügen die Speicher für Öffentliche Ordner
auf Server A und Server B über Replikate eines Ordners mit der Bezeichnung Projekte. Auf
beiden Servern wird in der Replikationsstatustabelle nicht nur der Status des Replikats auf
diesem Server verfolgt, sondern auch der Status des Replikats auf dem anderen Server.
Mithilfe dieser Informationen kann Server A ermitteln, ob sein Replikat von Projekte mit dem
Replikat von Projekte auf Server B synchronisiert wird. Server B kann dementsprechend
genauso seinen Status in Bezug auf Server A überprüfen.
Beispieldaten aus der Replikationsstatustabelle für Server A
Replikat
Daten
Projekte auf Server A
Letzte gesendete Aktualisierung: A-100
(lokales Replikat)
Projekte auf Server B
A-100 empfangen
B-50 empfangen
Beispieldaten aus der Replikationsstatustabelle für Server B
Replikat
Daten
Projekte auf Server A
A-100 empfangen
B-50 empfangen
Projekte auf Server B
Letzte gesendete Aktualisierung: B-50
(lokales Replikat)
Durch die gemeinsame Auswertung der Listen von Informationsspeichern mit
Inhaltsreplikaten sowie der Informationen in den Replikationsstatustabellen kann jeder
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner bestimmen, wie aktuell seine Informationen im
Vergleich zu den anderen Informationsspeichern sind, die die Öffentliche Ordner-Struktur
unterstützen. Informationen zur Verwendung dieser Informationen durch
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner finden Sie unter Abgleichanforderungen und
Abgleichnachrichten.
Wenn ein Ordner oder dessen Inhalt geändert wurde, benachrichtigt der
Informationsspeicher, auf dem sich das geänderte Replikat befindet, die anderen
Informationsspeicher per E-Mail in Form einer Replikationsnachricht über diese Änderung.
Exchange Server 2003 leitet die Replikationsnachricht auf die gleiche Weise weiter wie alle
60
anderen E-Mail-Nachrichten. Für die ordnungsgemäße Ausführung der Replikation müssen
folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

Der Empfängeraktualisierungsdienst muss die Informationsspeicherobjekte im
Active Directory-Verzeichnisdienst (mail, proxyAddresses usw.) mit E-Mail-Attributen
versehen können. Normalerweise werden durch Exchange Server 2003 die
Empfängerrichtlinien für den Empfängeraktualisierungsdienst zum Aktualisieren der
Informationsspeicherobjekte automatisch erstellt.

Exchange Server 2003 muss E-Mail-Nachrichten zwischen den Servern weiterleiten
können, die Replikationsvorgänge ausführen. Replikationsnachrichten können über
unterschiedliche Arten von E-Mail-Verbindungen (z. B. Routinggruppen-Connectors,
X.400–Connectors) weitergeleitet werden.
Hinweis:
Bei der Replikation werden die Active Directory-Attribute des Informationsspeichers
für Öffentliche Ordner und nicht der einzelnen Öffentlichen Ordner verwendet. Die
Active Directory-Einträge für die einzelnen Öffentlichen Ordner werden nur zum
Senden regulärer E-Mail-Nachrichten an die Ordner oder von den Ordnern
verwendet. In der folgenden Abbildung wird ein Objekt eines Informationsspeichers
für Öffentliche Ordner in Active Directory dargestellt. Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner-Objekte werden automatisch konfiguriert und verwaltet und
befinden sich in Active Directory im Container Konfiguration.
61
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner-Objekte in Active Directory
Replikationsnachrichten unterscheiden sich von normalen E-Mail-Nachrichten darin, dass sie
von Exchange Server 2003 wie Systemmeldungen behandelt werden. Dies bedeutet, dass
Replikationsnachrichten nicht den normalen Beschränkungen unterliegen, die auf E-MailNachrichten von Benutzern angewendet werden, z. B. Größen- und
Übermittlungsbeschränkungen. Im Exchange Server 5.5-Verzeichnis waren
Replikationsnachrichten gleichzeitig Systemmeldungen.
In der folgenden Tabelle sind die unterschiedlichen Arten von Replikationsnachrichten
aufgeführt, die in Exchange Server 2003 verwendet werden.
62
Arten von Nachrichten zur Replikation von Öffentlichen Ordnern und ihre Verwendung
Nachrichtentyp*
Verwendung
Hierarchie (0x2)
Repliziert Änderungen der Hierarchie vom
lokalen Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner in alle anderen
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner,
die dieselbe Hierarchie unterstützen. Obwohl
Exchange Server 2003
Hierarchieänderungen unabhängig von
Änderungen an Inhaltsreplikaten behandelt,
wird die Hierarchie andernfalls wie ein
weiterer Ordner verwaltet. In einigen
Ereignismeldungen und anderen Vorgängen
bezeichnet Exchange Server 2003 die
Hierarchie als Ordner 1-1.
Inhalt (0x4)
Repliziert Inhaltsänderungen von einem
Replikat in alle anderen Inhaltsreplikate des
Ordners. Eine Inhaltsmeldung enthält nur
Informationen, die für einen einzigen Ordner
angewendet werden.
Abgleichanfrage (0x8)
Fordert fehlende Daten (in CNSets) von einer
anderen Informationsspeicherhierarchie
(sowohl Änderungsnummern für die
Hierarchie als auch für den Inhalt) an.
Abgleichantwort (0x80000002 oder
0x80000004)
Sendet fehlende Daten (in CNSets) an einen
Informationsspeicher, von dem fehlende
Aktualisierungen angefordert wurden.
Status (0x10)
Sendet die aktuellen CNSets eines Ordners
an eines oder mehrere Replikate dieses
Ordners (sowohl Änderungsnummern für die
Hierarchie als auch für den Inhalt).
Statusanforderung (0x20)
Fordert zu replizierende CNSets oder
zurückzugebende Statusmeldungen an
(sowohl Änderungsnummern für die
Hierarchie als auch für den Inhalt).
* Bei dem Wert in Klammern handelt es sich um die Hexadezimaldarstellung des
Nachrichtentyps, die für Ereignisse und in Protokollen verwendet wird. Verwenden Sie beim
Beheben von Replikationsproblemen den Hexadezimalwert. Weitere Informationen zur
63
Fehlersuche bei Replikationsproblemen finden Sie unter Fehlersuche und Beheben von
Informationsspeicherproblemen in Exchange Server 2003.
Grundzüge der Replikation von Hierarchie und
Inhalt
Wenn ein Benutzer einen Öffentlichen Ordner ändert, geschieht Folgendes auf dem Server,
auf dem sich das Replikat des Ordners befindet, mit dem der Benutzer verbunden ist:
1. Der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner zeichnet die Änderung auf.
2. Beim nächsten geplanten Replikationszyklus (der durch das für den Informationsspeicher
für Öffentliche Ordner festgelegte Replikationsintervall bestimmt wird) überprüft der
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner die Ordnereigenschaften, um festzustellen,
auf welchen anderen Servern sich ein Replikat dieses Ordners befindet. Wenn andere
Replikate vorhanden sind, bestimmt der Informationsspeicher, welche Informationen in
diese repliziert werden müssen. Diese Informationen stellen die Aktualisierung der
Replikate dar.
Die Replikation Öffentlicher Ordner ist objektbasiert. Wenn eine Eigenschaft eines
Objekts geändert wird, muss das gesamte Objekt repliziert werden. Der die Änderung
replizierende Informationsspeicher kann nicht davon ausgehen, dass alle empfangenden
Replikate die aktuellen Informationen enthalten, und muss daher das ganze Objekt
senden. Für die unterschiedlichen Replikationsarten bedeutet dies Folgendes:

Replikation der Hierarchie Wenn ein neuer Ordner erstellt oder eine
Ordnereigenschaft (z. B. der Anzeigename) geändert wird, umfasst die
Aktualisierung alle Eigenschaften des Ordners.

Replikation des Inhalts Wenn eine neue Nachricht gesendet oder eine
vorhandene Nachricht geändert wird, umfasst die Aktualisierung die gesamte
Nachricht und ihre Eigenschaften.
3. Der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner weist der Aktualisierung eine
Änderungsnummer zu.
Wenn ein Ordner eine Aktualisierung auf einen anderen Server repliziert, enthält die
Aktualisierung die Änderungsnummer. Der empfangende Server bestimmt dann anhand
der Änderungsnummer, ob es sich bei der Aktualisierung um eine neue Änderung
handelt, und er legt darüber hinaus fest, ob Daten in der Aktualisierung fehlen.
Änderungsnummern sind mit den bei der Active Directory-Replikation verwendeten
Update Sequence Numbers (USN – Aktualisierungssequenznummer) vergleichbar. Unter
den meisten anderen Gesichtspunkten unterscheidet sich jedoch die Replikation
Öffentlicher Ordner von der Active Directory-Replikation.
64
4. Der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner fasst Aktualisierungen in einer
Replikationsnachricht zusammen. Die Änderungsnummern aller Aktualisierungen werden
in der Nachricht als CNSet bezeichnet.
Zusammen mit den Aktualisierungen fügt der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner
Informationen aus den Einträgen der Replikationsstatustabelle der Ordner, einschließlich
der zuvor auf die Replikate angewendeten CNSets, in die Replikationsnachricht ein. Dies
bedeutet, dass die Replikationsnachricht den Status des sendenden Ordners enthält.
Um den Nachrichtenverkehr zu verringern, fasst der Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner mehrere Hierarchieaktualisierungen in einer Replikationsnachricht
zusammen. Entsprechend kann eine Replikationsnachricht mehrere
Inhaltsaktualisierungen für denselben Ordner enthalten. Jedoch können
Hierarchieaktualisierungen nicht in dieselbe Replikationsnachricht wie
Inhaltsaktualisierungen eingefügt werden, und jede Inhaltsreplikationsnachricht enthält
Aktualisierungen für einen einzelnen Ordner.
5. Der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner adressiert die Replikationsnachricht an
die Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, die die Replikate der aktualisierten
Ordner enthalten. Der Speicher sendet die Nachricht zusammen mit sämtlichen anderen
Nachrichten, die seit dem letzten Replikationszyklus zusammengefasst wurden.
Die Übermittlung von Replikationsnachrichten durch den Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner erfolgt mithilfe der internen Routingkomponenten von
Exchange Server 2003. Der Informationsspeicher teilt Replikationsnachrichten nicht
anhand von Topologiedetails auf. Wenn der Inhalt eines Ordners geändert wird und über
fünf weitere Replikate verfügt, wird eine einzige Replikationsnachricht erzeugt und an alle
fünf weiteren Informationsspeicher adressiert, in denen sich Replikate befinden. Wie die
Nachricht weitergeleitet und übermittelt wird, hängt von den Routingkomponenten ab.
Wenn ein Informationsspeicher für Öffentliche Ordner eine Replikationsnachricht empfängt,
geschieht Folgendes:
1. Der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner liest die Aktualisierungen und
Statusinformationen aus der Replikationsnachricht.
2. Der Informationsspeicher vergleicht die Änderungsnummern der neuen Aktualisierungen
mit der Liste der vorhandenen Änderungsnummern und bestimmt die Aktualisierungen,
die noch nicht empfangen wurden.
3. Der Informationsspeicher wendet die neuen Aktualisierungen auf die entsprechenden
Ordnerreplikate an.
4. Für jedes aktualisierte Replikat aktualisiert der Informationsspeicher die
Replikationsstatustabelle mit den Änderungsnummern der aktuellen Aktualisierungen und
den Ordnerstatusinformationen der Replikationsnachricht.
Wenn in den Informationen der Replikationsstatustabelle angegeben wird, dass andere
CNSets auf andere Replikate des Ordners, jedoch nicht auf das Replikat dieses Ordners
65
angewendet wurden, zeichnet der Informationsspeicher auf, welche CNSets im Bereich
des Abgleicharrays fehlen und bereitet das Senden einer Abgleichanfrage vor. (Weitere
Informationen finden Sie unter Abgleichanforderungen und Abgleichnachrichten.)
Vorsicht:
Wenn Sie Änderungen an der Öffentlichen Ordner-Hierarchie vornehmen, von denen
gleichzeitig mehrere Ordner betroffen sind, kann der Replikationsvorgang erheblich
mehr Netzwerkbandbreite erfordern. Wenn z. B. Öffentliche Ordner von einem Server
auf einen anderen verschoben werden sollen, müssen Sie auf dem neuen Server
neue Replikate erstellen. Anschließend müssen zunächst die Hierarchieänderungen
auf dem ursprünglichen Server repliziert werden, und Sie müssen warten, bis die
Inhalte in die neuen Replikate repliziert werden. Nachdem die Replikate
synchronisiert wurden, müssen Sie die Replikate vom alten Server entfernen. Auch
bei diesem Vorgang entsteht Netzwerkverkehr, da die Tatsache, dass die Replikate
entfernt wurden, als Hierarchieänderung repliziert werden muss. Erläuterungen zu
den Auswirkungen solcher Änderungen auf das System finden Sie weiter unten unter
„Statusanforderungen und Statusnachrichten“ und unter Abgleichanforderungen und
Abgleichnachrichten.
Statusanforderungen und Statusnachrichten
Zusätzlich zu den Statusinformation in den einzelnen Replikationsnachrichten verwendet
Exchange Server 2003 Statusanforderungen und Statusnachrichten, um zu bestimmen, ob
Öffentliche Ordner Abgleichanfragen ausgeben sollen.
Statusanforderungen werden von Informationsspeichern für Öffentliche Ordner unter den
folgenden Voraussetzungen gesendet:

Der Speicher wird über die Änderung der Liste der Informationsspeicher benachrichtigt,
die Replikate eines Ordners enthalten. Sie haben beispielsweise mit dem ExchangeSystem-Manager der Liste einen Informationsspeicher hinzugefügt oder einen
Informationsspeicher aus der Liste entfernt. Exchange Server 2003 repliziert diese
Änderung mithilfe von Hierarchieaktualisierungsnachrichten. In diesem Fall sendet der
Speicher eine Statusanforderung, die von sämtlichen Speichern, die ein Replikat des
Ordners enthalten, eine Antwort anfordert.

Ein neuer Informationsspeicher wurde das erste Mal gestartet. In diesem Fall fordert der
Speicher den Status der Öffentlichen Ordner-Hierarchie an (die für Statuszwecke als
spezieller Ordner mit der Bezeichnung „Ordner 1-1“ behandelt wird). Der Speicher sendet
eine Statusanforderung, die von sämtlichen Speichern, die die Öffentliche OrdnerStruktur unterstützen, eine Antwort anfordert.

Ein mithilfe des Microsoft Windows-Sicherungsprogramms wiederhergestellter Speicher
wird zum ersten Mal nach Abschluss der Wiederherstellung gestartet. In diesem Fall
fordert der Speicher den Status der Öffentlichen Ordner-Hierarchie und aller Ordner an,
66
für die sich im Speicher Inhaltsreplikate befinden. Diese Statusanforderung führt zwei
oder drei Speicher als erforderliche Antwortsender auf. Erforderliche Antwortsender sind
Speicher, die diese Hierarchie unterstützen, und entsprechend einem internen
Auswahlverfahren von Ordnerinhalten abhängige Quellen.

Ein Speicher wurde mit dem Registrierungsschlüssel Replication Flags neu gestartet.
Weitere Informationen über diesen Registrierungsschlüssel finden Sie im Microsoft
Knowledge Base-Artikel 813629, „Update to Send Status Request Messages in Microsoft
Exchange 2000 Server“. In diesem Fall fordert der Speicher den Status der
Öffentlichen Ordner-Hierarchie und sämtlicher Inhaltsreplikate an, bei denen es sich um
fehlende Aktualisierungen handelt. Diese Anforderung listet zwei oder drei Speicher als
erforderliche Antwortsender auf.

Ein Speicher wurde mit dem Registrierungsschlüssel Enable Replication Messages On
Startup neu gestartet. Weitere Informationen über diesen Registrierungsschlüssel finden
Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 321082, „How to Send Replication Status
Request Messages in Exchange 2000 Server“. In diesem Fall fordert der Speicher den
Status der Öffentlichen Ordner-Hierarchie und sämtlicher Inhaltsreplikate an. Diese
Anforderung listet zwei oder drei Speicher als erforderliche Antwortsender auf.
Ein Informationsspeicher sendet eine Statusmeldung an einen anderen Informationsspeicher,
um den aktuellen Zustand eines bestimmten Ordners im sendenden Informationsspeicher
anzugeben. Statusmeldungen werden von Informationsspeichern unter zwei
Voraussetzungen gesendet:


Als Antwort auf eine Statusanforderung durch einen anderen Informationsspeicher. Die
Statusnachricht wird lediglich an den anfordernden Speicher gesendet, sofern die beiden
folgenden Bedingungen zutreffen:

Der Speicher, der die Statusanforderung empfangen hat, befindet sich in der
Anforderungsliste der erforderlichen Antwortsender.

Die Replikationsstatustabelle gibt an, dass der Speicher, der die Stausanforderung
empfangen hat, über Aktualisierungen verfügt, die in dem Speicher fehlen, der die
Anforderung gesendet hat.
Es sind 24 Stunden nach dem Empfang der letzten Aktualisierung eines Ordners
vergangen, und inzwischen sind keine Aktualisierungen erfolgt. Nach jedem Empfang der
Aktualisierung eines bestimmten Ordners durch den Informationsspeicher wird der
Zeitgeber auf 24 Stunden zurückgesetzt. Die Statusmeldung wird an die anderen
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner übermittelt, die über Replikate des
aktualisierten Ordners verfügen.
Speicher folgen bei der Überprüfung, ob Statusnachrichten gesendet werden sollen, einem
festgelegten Plan. In der Standardeinstellung wird diese Überprüfung um 00:15 und
12:15 UTC (Universal Time Coordinated/Greenwich Mean Time) durchgeführt. Daher kann
eine Statusmeldung bis zu 36 Stunden nach der Aktualisierung eines Ordners gesendet
werden.
67
Wenn ein Informationsspeicher für Öffentliche Ordner eine Statusmeldung über einen Ordner
empfängt, die angibt, dass der sendende Informationsspeicher aktuellere Informationen über
diesen Ordner besitzt, erstellt der empfangende Informationsspeicher eine Abgleichanfrage.
Wenn die Änderungsnummern identisch (oder die Änderungsnummern auf dem
empfangenden Server aktueller) sind, wird keine Aktion durchgeführt.
Wenn z. B. ein neuer Informationsspeicher für Öffentliche Ordner zum ersten Mal gestartet
wird, sendet dieser Statusanforderungsnachrichten an sämtliche Speicher, die die Öffentliche
Ordner-Hierarchie unterstützen. Jeder Speicher antwortet mit Informationen über den Status
der Hierarchie (wie vom Speicher nachverfolgt). Der neue Speicher legt anhand dieser
Informationen fest, welche Replikate (gegebenenfalls) erforderlich sind. Der neue Speicher
kann anschließend nach Bedarf Abgleichanfragen senden, um die Replikatinhalte zu
ergänzen.
Abgleichanforderungen und
Abgleichnachrichten
Ein Abgleich erfolgt, wenn ein Informationsspeicher für Öffentliche Ordner ermittelt, dass er
nicht alle Aktualisierungen eines replizierten Ordners (oder der Hierarchie) empfangen hat
und die fehlenden Aktualisierungen von einem anderen Informationsspeicher abrufen muss.
Exchange Server 2003 speichert Informationen über fehlende Aktualisierungen im
Abgleicharray, um den Abgleichprozess zu verkürzen.
Die folgenden Ereignisse können einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner auf
fehlende Aktualisierungen hinweisen, die abgeglichen werden müssen:

Die Statusinformationen in einer eingehenden Replikationsnachricht geben an, dass das
Replikat im Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, von dem die Nachricht gesendet
wurde, Aktualisierungen enthält, die in dem Informationsspeicher fehlen, der die
Nachricht erhält. Der Informationsspeicher, der die Nachricht erhält, identifiziert die
fehlenden Änderungsnummern und speichert sie in seinem Abgleicharray.

Ein neuer Informationsspeicher für Öffentliche Ordner wurde das erste Mal gestartet. Der
neue Informationsspeicher sendet Statusanforderungen, um Informationen über die
anderen Informationsspeicher in der Hierarchie zu erhalten. Nach dem Eintreffen der
entsprechenden Statusnachrichten füllt der Informationsspeicher seine
Replikationsstatustabelle und gegebenenfalls das Abgleicharray auf. Das Abgleicharray
kann Einträge für die Hierarchie und für alle Inhaltsreplikate enthalten, die der
Informationsspeicher bereitstellen soll.

In einer eingehenden Hierarchienachricht wird angegeben, dass ein neues Inhaltsreplikat
im Informationsspeicher für Öffentliche Ordner abgelegt werden soll. Der neue
Informationsspeicher sendet Statusanforderungen, um Informationen über Inhalte zu
68
erhalten, die in anderen Informationsspeichern in der Hierarchie verfügbar sein könnten.
Nach dem Eintreffen der entsprechenden Statusnachrichten füllt der
Informationsspeicher seine Replikationsstatustabelle und (wenn erforderlich) das
Abgleicharray.
Das Abgleicharray speichert diese Informationen für einen bestimmten Zeitraum (der als
Abgleichtimeout bezeichnet wird). Wenn die fehlenden Aktualisierungen in diesem Zeitraum
in aufeinander folgenden Replikationsnachrichten eintreffen, werden sie aus dem
Abgleicharray entfernt. In der folgenden Tabelle sind die Standardwerte für den
Abgleichtimeout aufgeführt, die davon abhängen, wo die fehlenden Aktualisierungen zur
Verfügung stehen und ob sie bereits einmal angefordert wurden.
Standardtimeouts für Abgleichanforderungen
Typ der Anforderung
Inhalt steht in einem
Inhalt steht in einem
Informationsspeicher in der
Informationsspeicher in einer
lokalen Routinggruppe zur
Remote-Routinggruppe zur
Verfügung
Verfügung
Erster Abgleich
6 Stunden
12 Stunden
Erste Abgleichwiederholung
12 Stunden
24 Stunden
Nachfolgende
Abgleichwiederholungen
24 Stunden
48 Stunden
Wenn der Abgleichtimeout abläuft, die Aktualisierungen aber weiterhin fehlen, erstellt
Exchange Server 2003 eine oder mehrere Abgleichanforderungen und bestimmt, welche
Server für den Abgleich verwendet werden sollen.
Zum Auswählen der Server, die als Quellen zum Abgleich verwendet werden sollen, erstellt
Exchange Server 2003 zuerst eine Liste aller Server, die über Replikate des Ordners
verfügen, und sortiert die Liste anschließend nach folgenden Kriterien:
1. Sortierung nach Serverstatus. Server, die nicht in Betrieb oder nicht verfügbar sind,
werden in der Liste unten angezeigt.
2. Sortierung nach bevorzugtem Abgleichserver (falls vorhanden). Exchange Server 2003
prüft das Objekt für den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner in Active Directory
für einen bevorzugten Abgleichserver. Diese Einstellung wird selten verwendet. In den
meisten Fällen läuft der Abgleichprozess am effizientesten, wenn Exchange Server 2003
einen Abgleichserver automatisch auswählt. In den meisten Exchange Server 2003Umgebungen muss kein bevorzugter Abgleichserver definiert werden. Der
Produktsupport von Microsoft kann Ihnen ein Skript zur Verfügung stellen, das einen
bevorzugten Abgleichserver definiert, sofern das für Ihre Umgebung erforderlich ist.
3. Sortierung nach Übertragungskosten (aufsteigend). Server in derselben Routinggruppe
besitzen Vorrang vor Servern in Remote-Routinggruppen. Die Übertragungskosten eines
69
Servers werden vom Exchange Server 2003-Routingmodul berechnet. Das Modul
berechnet normalerweise den effizientesten Weg zur Übermittlung einer Nachricht.
4. Sortierung nach der Exchange-Version (absteigend).
5. Sortierung nach der Anzahl an erforderlichen Änderungen, die auf dem Server verfügbar
sind (absteigend). Server, die keine der fehlenden Änderungen zur Verfügung stellen
können, werden aus der Liste entfernt.
Wenn auf einem Server nicht alle erforderlichen Änderungen verfügbar sind, sendet
Exchange Server 2003 eine zusätzliche Abgleichanforderung an den nächsten Server in der
Liste. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis alle Änderungen angefordert wurden.
Antwortet der ausgewählte Server auf die Abgleichanforderung nicht, wird dieser Server vom
Informationsspeicher als außer Betrieb eingestuft, und die Serverauswahl wird wiederholt.
Server, die außer Betrieb oder nicht verfügbar sind, werden in der Liste unten angezeigt.
Vorteile der Exchange Server 2003Abgleichfunktion
Die Abgleichfunktion in Exchange Server 2003 ist effizienter als in früheren ExchangeVersionen. Die verbesserte Effizienz liegt darin begründet, dass bei den Auswahlkriterien für
die Abgleichserver die Übertragungskosten stärker berücksichtigt werden und
Abgleichanforderungen gleichzeitig an mehrere Server gesendet werden können. Die
Verbesserungen beinhalten Folgendes:

Übertragungskosten haben Priorität gegenüber der Exchange-Version.
Betrachten Sie eine Exchange Server 5.5-Umgebung mit mehreren Standorten, die auf
Exchange Server 2003 aktualisiert werden muss. Jeder Standort verfügt über mehrere
Server, die alle Öffentliche Ordner replizieren. Fügen Sie an jedem Standort einen Server
hinzu, der Exchange Server 2003 ausführt. An jedem Standort führt der
Exchange Server 2003-Server einen Abgleich seiner Öffentlichen Ordner mit den lokalen
Exchange Server 5.5-Servern durch, anstatt nach einem aktuelleren Server an einem der
Remotestandorte zu suchen.

Übertragungskosten haben Priorität gegenüber der Anzahl an verfügbaren
Aktualisierungen.
Wenn zum Beispiel auf einem Server mit geringeren Übertragungskosten ein Teil der
Aktualisierungen verfügbar ist, wird dieser Server für den Abgleich ausgewählt, auch
wenn die restlichen Aktualisierungen von anderen Servern mit höheren
Übertragungskosten abgerufen werden müssen. In früheren Versionen von Exchange
wurde ein Server, auf dem alle erforderlichen Aktualisierungen vorhanden waren, einem
Server mit nur einem Teil der Aktualisierungen vorgezogen, ohne die
Übertragungskosten zu berücksichtigen.
70
Eine weitere Verbesserung der Exchange Server 2003-Abgleichfunktion besteht in der
Möglichkeit, nach Ablauf des ursprünglichen Zeitlimits von 6 Stunden (oder 12 Stunden für
das Senden von Anfragen an Server an Remotestandorten) Abgleichanfragen gleichzeitig an
verschiedene Server senden zu können. Dieses Verfahren ist wesentlich schneller als das
früherer Exchange-Versionen, die Abgleichanforderungen nur an einen Server zur selben
Zeit senden, auch wenn die fehlenden Aktualisierungen für einen bestimmten Ordner nicht
alle auf einem einzigen Server verfügbar sind. Ältere Versionen von Exchange warten nach
jeder Anforderung erst den Ablauf des Zeitlimits für eine Wiederholung ab (24 bis
48 Stunden), bevor eine weitere Anforderung gesendet wird. Weitere Informationen über
Abgleichtimeouts finden Sie oben in der Tabelle mit den Standardtimeouts für
Abgleichanforderungen.
Beispiel für Replikationszyklen
In der folgenden Abbildung ist die Abfolge der Ereignisse, die beim Hinzufügen eines
Inhaltsreplikats zu einem Informationsspeicher für Öffentliche Ordner ausgelöst werden, in
einem vereinfachten Szenario mit zwei Servern dargestellt. Dieser Vorgang fügt der
Replikatliste des Ordners den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner hinzu. Beachten
Sie, dass die Abfolge der Schritte von Faktoren wie den Replikationsintervallen und der
Routingtopologie abhängt.
71
Abfolge der Ereignisse beim Hinzufügen eines Replikats zu einem
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner
Der Vorgang umfasst folgende Schritte:
1. Ein Administrator von ExServ01 fügt der Replikatliste eines Ordners ExServ01 hinzu.
2. ExServ01 sendet eine Hierarchienachricht.
3. ExServer02 fügt ExServ01 zur lokalen Kopie der Replikatliste des Ordners hinzu.
4. ExServ01 sendet eine Statusanforderung an ExServ02.
5. ExServ02 sendet eine Statusmeldung an ExServ01, die das vollständige CNSet des
Ordners enthält.
6. ExServ01 stellt fest, dass der gesamte Ordnerinhalt fehlt und zeichnet die
entsprechenden Einträge im Abgleicharray auf.
72
7. Wenn der Inhalt nach Ablauf des Abgleichtimeouts noch fehlt, erstellt ExServ01 eine
Abgleichanforderung und sendet sie an ExServ02.
8. ExServ02 stellt die Inhaltsnachrichten zusammen und sendet sie an ExServ01.
9. ExServ01 aktualisiert den Ordnerinhalt und die zugehörigen Verfolgungsinformationen
mit den eingehenden Inhaltsnachrichten.
10. Wenn weiterhin Änderungsnummern fehlen, wartet ExServ01 24 Stunden und sendet
dann eine aktualisierte Abgleichanforderung. Wenn ein anderer Server als ExServ02
verfügbar ist, sendet ExServ01 die Anforderung möglicherweise an diesen Server.
In der folgenden Abbildung ist die Abfolge der Ereignisse, die beim Entfernen eines Replikats
aus einem Informationsspeicher für Öffentliche Ordner ausgelöst werden, in einem
vereinfachten Szenario mit zwei Servern dargestellt. (Dieser Vorgang entfernt den
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner aus der Replikatliste des Ordners.) Beachten Sie,
dass die Abfolge der Schritte von Faktoren wie der Anzahl von Servern in der Topologie
abhängt.
73
Abfolge der Ereignisse beim Entfernen eines Replikats aus einem
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner
Der Vorgang umfasst folgende Schritte:
1. Ein Administrator von ExServ01 entfernt ExServ01 aus der Replikatliste eines Ordners.
2. ExServ01 kennzeichnet sein Replikat (die Kopie des Ordners auf ExServ01) als
Löschvorgang in Bearbeitung.
Clients können nicht mehr mit diesem Informationsspeicher auf den Ordner zugreifen.
3. ExServ01 sendet eine Hierarchienachricht.
4. ExServ02 aktualisiert seine Kopie der Replikatliste des Ordners, um anzuzeigen, dass
der Ordner auf ExServ01 im Zustand „Löschvorgang in Bearbeitung“ ist.
ExServ02 leitet Clients, die nach diesem Ordner suchen, nicht mehr an ExServ01 weiter.
5. ExServ01 sendet eine Statusanforderung an ExServ02.
74
6. ExServ02 sendet eine Statusmeldung an ExServ01. Wenn das Replikat auf ExServ02
nicht aktuell ist, schreibt ExServ02 die entsprechenden Einträge in das Abgleicharray.
Nach fünf Minuten sendet ExServ02 die entsprechende Abgleichanforderung an
ExServ01.
7. ExServ01 überprüft, ob das Ordnerreplikat auf ExServ02 alle Informationen des mit
„Löschvorgang in Bearbeitung“ gekennzeichneten Replikats enthält. Wenn dies nicht der
Fall ist, sendet ExServ01 die entsprechenden Aktualisierungen des Inhalts und führt den
Vorgang ab Schritt 5 erneut aus. Andernfalls setzt ExServ01 den Vorgang mit Schritt 8
fort.
Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass durch das Löschen eines einzelnen Replikats
kein Inhalt verloren geht, solange andere Replikate vorhanden sind.
8. ExServ01 kennzeichnet sein Replikat mit „Jetzt löschen“. Beim nächsten Wartungszyklus
wird das Replikat von ExServ01 gelöscht.
9. ExServ01 sendet eine Hierarchienachricht.
10. ExServer02 entfernt ExServ01 aus seiner lokalen Kopie der Replikatliste des Ordners.
Konfigurieren des
Standardreplikationszeitplans
Wenn die Mehrzahl der Ordner in einem bestimmten Informationsspeicher für Öffentliche
Ordner Informationen enthält, die sich selten ändern, können Sie für alle Ordner in diesem
Informationsspeicher ein längeres Replikationsintervall festlegen. Wenn ein Ordner jedoch
wichtige oder dringliche Informationen enthält, die häufiger aktualisiert werden, können Sie
für diesen Ordner kürzere Replikationsintervalle einrichten, um sicherzustellen, dass alle
Replikate aktuell bleiben. Sie können die Replikation auch außerhalb der Spitzenzeiten
planen, um den Nachrichtenverkehr zu verringern.
Ausführliche Anweisungen zum Konfigurieren des Standardreplikationszeitplans finden Sie
unter Einrichten eines Standardreplikationszeitplans für einen Ordner oder einen
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner.
75
Einrichten eines
Standardreplikationszeitplans für einen
Ordner oder einen Informationsspeicher
für Öffentliche Ordner
Gehen Sie zum Einrichten des Standardreplikationszeitplans für den Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner und zum Überschreiben des Standardreplikationszeitplans für bestimmte
Ordner wie folgt vor.
Verfahren
Einrichten eines Standardreplikationszeitplans für einen Ordner oder einen
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner

Replikationsintervall Wählen Sie ein Replikationsintervall aus, oder klicken Sie auf
Anpassen, um das Dialogfeld Zeitplan anzuzeigen, in dem Sie das gewünschte
Replikationsintervall definieren können.

Reguläres Replikationsintervall (Minuten) Verwenden Sie diese Einstellung,
wenn Sie für Replikationsintervall die Einstellung Immer ausführen verwenden. Mit
diesem Intervall wird die Anzahl der Minuten zwischen den Replikationszyklen
angegeben.

Maximale Größe der Replikationsnachrichten (KB) Geben Sie einen Grenzwert
für die Größe der Nachrichten an, die zum Übergeben von Replikationsinformationen
zwischen Servern verwendet werden.
Sie können diesen Replikationszeitplan für einen bestimmten Ordner außer Kraft setzen,
indem Sie auf der Registerkarte Replikation mithilfe der Liste Replikationsintervall für
Öffentliche Ordner ein Replikationsintervall von 2 oder 4 Stunden einrichten, oder
indem Sie auf Anpassen klicken und einen neuen Zeitplan erstellen.
76
Registerkarte „Replikation“ für einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner
Konfigurieren von Replikaten
Vor dem Konfigurieren von Replikationseinstellungen müssen Sie zunächst auf den
Zielservern für die Replikation Informationsspeicher für Öffentliche Ordner erstellen. Ordnen
Sie diese Informationsspeicher der Öffentlichen Ordner–Struktur zu, die den zu
replizierenden Ordner enthält.
Nachdem Sie mehrere Informationsspeicher für Öffentliche Ordner für eine Öffentliche
Ordner–Struktur erstellt haben, müssen Sie die in die Informationsspeicher zu replizierenden
Ordner festlegen. Ordner werden nicht automatisch repliziert.
Ausführliche Anweisungen zur Konfiguration von Replikaten für Öffentliche Ordner finden Sie
unter Konfigurieren von Replikaten Öffentlicher Ordner.
77
Festlegen eines ordnerspezifischen
Replikationszeitplans
Ordner in einem bestimmten Informationsspeicher für Öffentliche Ordner werden
standardmäßig entsprechend dem Zeitplan des Informationsspeichers repliziert. Wenn einige
Ordner häufiger oder seltener als andere Ordner repliziert werden sollen, können Sie für
diese Ordner einen speziellen Replikationszeitplan festlegen.
Ausführliche Anweisungen zum Überschreiben dieses Zeitplans für einen bestimmten
Ordnern finden Sie unter Einrichten eines Standardreplikationszeitplans für einen Ordner
oder einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner.
Festlegen der Priorität von
Replikationsnachrichten
Mit der Einstellung Priorität für Replikationsnachrichten auf der Registerkarte Replikation
wird die Reihenfolge festgelegt, in der die Replikationsnachrichten in einem bestimmten
Ordner an den Zielspeicher übermittelt werden (im Verhältnis zu den
Replikationsnachrichten, die aus anderen Quellen in den Zielspeicher übermittelt werden).
Erläuterungen zu den verfügbaren Einstellungen finden Sie in der folgenden Tabelle.
Prioritäten für Replikationsnachrichten
Option
Beschreibung
Nicht dringend
Nachrichten mit dieser Priorität werden
zuletzt übermittelt.
Normal
Nachrichten mit dieser Priorität werden vor
nicht dringenden Nachrichten gesendet. Alle
dringenden Nachrichten werden jedoch
zuerst übermittelt.
Dringend
Nachrichten mit dieser Priorität werden vor
Nachrichten mit einer normalen oder nicht
dringenden Priorität gesendet.
78
Konfigurieren von Replikaten Öffentlicher
Ordner
Bevor Exchange Server 2003 den Inhalt Ihrer Ordner auf andere Server für
Öffentliche Ordner replizieren kann, müssen Sie die Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner auf diesen Servern identifizieren, die die Replikate enthalten sollen.
Führen Sie zum Hinzufügen oder Entfernen von Inhaltsreplikaten zu Informationsspeichern
für Öffentliche Ordner das folgende Verfahren durch.
Bevor Sie beginnen
Vor dem Konfigurieren von Replikationseinstellungen müssen Sie zunächst auf den
Zielservern für die Replikation Informationsspeicher für Öffentliche Ordner erstellen. Ordnen
Sie diese Informationsspeicher der Öffentlichen Ordner-Struktur zu, die den zu replizierenden
Ordner enthält.
Verfahren
Konfigurieren von Replikaten Öffentlicher Ordner
1. Verwenden Sie die Registerkarte Replikation eines Öffentlichen Ordners (siehe
Abbildung), um festzulegen, welche Informationsspeicher über Replikate des
Ordners verfügen und wie häufig die Replikation durchgeführt wird.
2. Geben Sie auf der Registerkarte Replikation im Abschnitt Inhalte in diese
Öffentlichen Informationsspeicher replizieren mit den Schaltflächen Hinzufügen
oder Entfernen die Informationsspeicher für Öffentliche Ordner an, die über
Inhaltsreplikate für diesen Ordner verfügen sollen. Die von Ihnen angegebene
Gruppe von Informationsspeichern für Öffentliche Ordner ist die Replikatliste des
Ordners.
79
Registerkarte „Replikation“ für einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner
Überprüfen des Replikationsstatus
Sie sollten zur Überwachung der Leistung regelmäßig den Replikationsstatus überprüfen.
Hierbei können Sie aktualisierte Informationen anzeigen, z. B. eine Liste der Server mit
Inhaltsreplikaten des jeweiligen Öffentlichen Ordners, dem Replikationsstatus jedes Servers,
dem Zeitpunkt der letzten Übertragung einer Replikationsnachricht und der durchschnittlichen
Übertragungsdauer.
Ausführliche Anweisungen zum Überprüfen des Replikationsstatus finden Sie unter
Überprüfen des Replikationsstatus von Öffentlichen Ordnern.
In der folgenden Tabelle werden mehrere zusätzliche Timeouts und Einstellungen aufgeführt,
mit denen die Replikation von Öffentlichen Ordnern gesteuert wird. In der Tabelle finden Sie
Vermerke über Werte, die geändert werden können. Andere Werte dienen ausschließlich
Referenzzwecken. Mithilfe dieser Angaben können Sie Problembehandlungen bei
80
Replikationsproblemen durchführen, insbesondere wenn die Replikation ungewöhnlich viel
Zeit in Anspruch nimmt.
Standardtimeouts und -intervalle bei der Replikation in Exchange Server 2003
Replikationsereignis
Standardtimeout
Beschreibung
Replication Expiry
24 Stunden
Die Häufigkeit, mit der im
Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner nach
Ordnern mit abgelaufenen
Informationen gesucht wird.
Replication Send Always
15 Minuten
Mit dem Standardwert
Replicate Always wird
angegeben, wie oft im
Informationsspeicher geprüft
wird, ob Inhalt repliziert
werden muss. Der Wert kann
im Exchange-SystemManager geändert werden.
Replication Send Folder Tree
5 Minuten
Die Häufigkeit, mit der im
Informationsspeicher
überprüft wird, ob eine
Hierarchiereplikationsnachric
ht gesendet werden sollte.
Replication Send Status
Timeout
24 Stunden
Die Häufigkeit, in der im
Informationsspeicher
überprüft wird, ob eine
Statusmeldung für einen
Ordner gesendet werden
sollte.
Replication Timeout
5 Minuten
Die Häufigkeit, mit der im
Informationsspeicher geprüft
wird, ob Abgleichtimeouts
abgelaufen sind.
81
Replikationsereignis
Standardtimeout
Beschreibung
Replication New Replica
Backfill Request Delay
15 Minuten
Die Verzögerungsdauer des
Informationsspeichers vor
dem Senden einer
Abgleichanfrage für ein
neues Ordnerreplikat, wenn
die Daten in der gleichen
Exchange-Routinggruppe
verfügbar sind.
Replication Short Backfill
Request Delay
6 Stunden
Die Verzögerungsdauer
eines Informationsspeichers
vor dem Senden einer
Abgleichanfrage, wenn die
Daten im gleichen ExchangeRoutinggruppe verfügbar
sind.
Replication Long Backfill
Request Delay
12 Stunden
Die Verzögerungsdauer
eines Informationsspeichers
vor dem Senden einer
Abgleichanfrage, wenn die
Daten nicht in der gleichen
Exchange-Routinggruppe
verfügbar sind.
Replication Short Backfill
Request Timeout
12 Stunden
Der beim Senden einer
Abgleichanfrage verwendete
Timeoutwert, wenn die Daten
in der gleichen ExchangeRoutinggruppe verfügbar
sind.
Replication Long Backfill
Request Timeout
24 Stunden
Der beim Senden einer
Abgleichanfrage verwendete
Timeoutwert, wenn die Daten
nicht in der gleichen
Exchange-Routinggruppe
verfügbar sind.
82
Replikationsereignis
Standardtimeout
Beschreibung
Replication Short Backfill
Request Timeout Retry
24 Stunden
Der beim Senden einer
Abgleichanfrage verwendete
Timeoutwert, wenn die Daten
in der gleichen ExchangeRoutinggruppe verfügbar sind
und es sich bei der Anfrage
um eine Wiederholung einer
früheren Abgleichanfrage
handelt.
Replication Long Backfill
Request Timeout Retry
48 Stunden
Der beim Senden einer
Abgleichanfrage verwendete
Timeoutwert, wenn die Daten
nicht in der gleichen
Exchange-Routinggruppe
verfügbar sind und es sich
bei der Anfrage um eine
Wiederholung einer früheren
Abgleichanfrage handelt.
Überprüfen des Replikationsstatus von
Öffentlichen Ordnern
Führen Sie zum Anzeigen der aktiv aktualisierten Informationen zum Replikationsstatus eines
bestimmten Öffentlichen Ordners das folgende Verfahren durch.
Verfahren
So überprüfen Sie den Replikationsstatus eines Öffentlichen Ordners

Aktiv aktualisierte Informationen über den Replikationsstatus eines bestimmten
Öffentlichen Ordners erhalten Sie über die Registerkarte Replikation im rechten
Fensterausschnitt des Exchange-System-Managers. Siehe die folgende Abbildung.
Auf der Registerkarte Replikation werden die Server mit Inhaltsreplikaten des
jeweiligen Öffentlichen Ordners, der Replikationsstatus jedes Servers, der Zeitpunkt
der letzten Übertragung einer Replikationsnachricht und die durchschnittliche
Übertragungsdauer aufgeführt.

Diese Informationen werden auch durch Klicken auf Details auf der Registerkarte
83
Replikation im Dialogfeld Eigenschaften des Ordners angezeigt.
Registerkarte „Replikation“ eines Öffentlichen Ordners
Manuelles Replizieren von Daten
Wenn Änderungen Öffentlicher Ordner vor Ablauf des normalen Replikationsintervalls
repliziert werden sollen, können Sie die Replikation manuell ausführen.
Wichtig:
Die manuelle Replikation wirkt sich nur auf Änderungen aus, die zuvor mindestens
einmal repliziert wurden. Änderungen nach dem Senden der letzten
Replikationsnachricht sind davon nicht betroffen.
Ausführliche Anweisungen zum manuellen Replizieren von Daten finden Sie unter Manuelles
Replizieren von Daten Öffentlicher Ordner.
84
Manuelles Replizieren von Daten
Öffentlicher Ordner
Wenn Änderungen Öffentlicher Ordner vor Ablauf des normalen Replikationsintervalls
repliziert werden sollen, können Sie die Replikation manuell ausführen.
Bevor Sie beginnen
Die manuelle Replikation wirkt sich nur auf Änderungen aus, die zuvor mindestens einmal
repliziert wurden. Änderungen nach dem Senden der letzten Replikationsnachricht sind
davon nicht betroffen.
Verfahren
Manuelles Replizieren von Daten Öffentlicher Ordner

Verwenden Sie die folgenden Befehle:

Hierarchie senden
Dieser Befehl ist im Exchange-System-Manager im Menü Vorgang für
Öffentliche Ordner-Strukturen, für einzelne Öffentliche Ordner mit Unterordnern
oder für Informationsspeicher für Öffentliche Ordner verfügbar. Mit diesem Befehl
werden Hierarchieänderungen (einschließlich Änderungen in der Struktur oder
an Ordnereigenschaften) repliziert.

Inhalt senden
Dieser Befehl ist im Exchange-System-Manager im Menü Vorgang für einzelne
Öffentliche Ordner verfügbar.
Beim Verwenden dieser Befehle werden Sie in Exchange Server 2003
aufgefordert, mindestens einen Quell- und Zielserver auszuwählen und den
Bereich der zu replizierenden Änderungen anzugeben. Der Bereich der zu
replizierenden Änderungen beginnt bei der angegebenen Anzahl zurückliegender
Tage und endet beim letzten Replikationszyklus. Sie können beispielsweise alle
Änderungen der letzten zwei Tage mit Ausnahme der Änderungen replizieren,
die seit dem letzten Replikationszyklus vorgenommen wurden.
85
Spezielle Aspekte bei Topologien im
gemischten Modus
In diesem Thema werden Verbindungsvereinbarungen ausschließlich im Zusammenhang mit
Öffentlichen Ordnern vorgestellt. Eine ausführliche Erläuterung zu Topologien im gemischten
Modus (Topologien mit Exchange Server 2003- und Exchange Server 5.5-Servern),
einschließlich Anweisungen zum Einrichten von ADC (Active Directory Connector) sowie zum
Verwenden von Verbindungsvereinbarungen, finden Sie unter „Migrieren von Exchange
Server 5.5“ und „Aktualisieren von gemischten Exchange 2000- und Exchange 5.5Organisationen“ unter Exchange Server 2003 Deployment Guide.
Mit den durch Active Directory Connector verwalteten Verbindungsvereinbarungen werden
Informationen zu Benutzern und Gruppen, Informationen zu Öffentlichen Ordnern sowie
andere Konfigurationsinformationen zwischen dem Exchange Server 5.5-Verzeichnis und
Active Directory synchronisiert. Mithilfe dieser Informationen werden Replikationsnachrichten
zwischen Exchange Server 2003-Servern und Exchange Server 5.5-Servern genauso
übertragen wie zwischen Exchange Server 2003-Servern.
Hinweis:
Exchange 5.5-Server können als Host für Replikate von Ordnern aus der Struktur
Öffentliche Ordner eingesetzt werden. Dagegen können sie nicht als Host für
Replikate von Ordnern allgemeiner Öffentlicher Ordner-Strukturen dienen.
Verbindungsvereinbarungen und Replikation
von Öffentlichen Ordnern
Alle drei Verbindungsvereinbarungstypen – Konfigurationsverbindungsvereinbarungen,
Benutzerverbindungsvereinbarungen und Öffentliche Ordner-Verbindungsvereinbarungen –
sind für die Replikation von Öffentlichen Ordnern von großer Bedeutung.
Wichtig:
In Exchange Server 5.5 werden allgemeine Öffentliche Ordner-Strukturen nicht
unterstützt. Exchange Server 5.5-Server können jedoch so konfiguriert werden, dass
sie beim Routing der Replikationsnachrichten von allgemeinen Strukturen beteiligt
sind. Dazu müssen im Exchange Server 5.5-Verzeichnis im Container
Exchange 2003-Konfigurationsobjekte Einträge für die allgemeinen
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner hinzugefügt werden.
Konfigurationsverbindungsvereinbarungen
Konfigurationsverbindungsvereinbarungen (Config CAs) replizieren Konfigurationsobjekte für
Standorte und administrative Gruppen zwischen Exchange Server 5.5 und Active Directory.
86
Config CAs werden beim Exchange-Setup automatisch erstellt. In den folgenden Tabellen
werden wichtige mit den Config CAs verarbeitete Attribute aufgeführt. Diese Attribute werden
bei der Replikation der Struktur Öffentliche Ordner zwischen Exchange Server 5.5- und
Exchange Server 2003-Servern verwendet.
Attribute, die mit ADC vom Objekt „Site-MDB-Config“ in Exchange Server 5.5 in das
Objekt „Administrative Gruppe“ in Active Directory repliziert werden
Exchange Server 5.5
Active Directory
Beschreibung
Site-Folder-Guid
siteFolderGUID
Identifikation der
Standortordner für den
Standort.
Site-Folder-Server
siteFolderServer
Name des Servers, der als
Host für die Standortordner
dient (i. d. R. der erste Server
im Standort oder in der
administrativen Gruppe).
87
Exchange Server 5.5
Active Directory
Beschreibung
Folders-Container
msExchPfCreation
Verzeichnis der zu
erstellenden
Verzeichniseinträge des
Öffentlichen Ordners in
Exchange Server 5.5. Wenn
dieses Attribut nicht
vorhanden ist, wird der
Container Empfänger
verwendet. In
Exchange Server 2003 wird
dieses Attribut beim Start im
Informationsspeicher
gelesen, um zu bestimmen,
welches Attribut
LegacyExchangeDN beim
Erstellen eines Ordners in
Exchange Server 2003 im
Informationsspeicher
verwendet wird. Durch die
Verwendung dieses Attributs
wird der neue Ordner mit der
Verbindungsvereinbarung für
Öffentliche Ordner zurück auf
den entsprechenden
Container in
Exchange Server 5.5
repliziert.
Attribute, die mit ADC vom Objekt „Microsoft Public MDB“ in Exchange Server 5.5 in
das Objekt „Informationsspeicher für Öffentliche Ordner“ in Active Directory repliziert
werden
Exchange Server 5.5
Active Directory
Beschreibung
Obj-Dist-Name
LegacyExchangeDN
Protokolliert den mit dem
Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner
kompatiblen Namen in
Exchange Server 5.5.
88
Exchange Server 5.5
Active Directory
Beschreibung
Email Addresses
proxyAddresses
Identifiziert die E-MailAdressen des
Informationsspeichers für
Öffentliche Ordner.
Home-MTA
HomeMTA
Repliziert den Wert HomeMTA in Exchange Server 5.5,
sodass Exchange Server 5.5
Replikationsnachrichten an
Exchange Server 2003
weiterleiten kann.
Mit Exchange Server 5.5-Servern können Replikationsnachrichten für allgemeine Öffentliche
Ordner-Strukturen weitergeleitet werden. In der folgenden Tabelle sind die für diese Funktion
verfügbaren Attribute aufgeführt. Diese Attribute werden aus Active Directory auf den
Container Exchange Server 2003-Konfigurationsobjekte im Exchange Server 5.5Verzeichnis repliziert.
Attribute, die aus Active Directory auf den Container „Exchange Server 2003–
Konfigurationsobjekte“ in Exchange Server 5.5 repliziert werden
Active Directory
Exchange Server 5.5
Beschreibung
LegacyExchangeDN
Modified Obj-Dist-Name
Das Attribut
LegacyExchangeDN wird
dem Attribut Obj-Dist-Name
nicht direkt zugeordnet.
(Andernfalls befindet sich das
allgemeine
Informationsspeicherobjekt
für Öffentliche Ordner im
gleichen Container wie
Informationsspeicherobjekte
für Öffentliche Ordner in der
Struktur Öffentliche Ordner.)
Das Objekt wird jedoch im
Container Exchange 2003Konfigurationsobjekte
abgelegt.
LegacyExchangeDN
X.500 Pilgrim Address
Wird auf eine zusätzliche
X.500- oder Pilgrim-Adresse
repliziert.
89
Active Directory
Exchange Server 5.5
Beschreibung
HomeMTA
Home-MTA
Repliziert einen Wert
HomeMTA in Exchange
Server 5.5, sodass
Exchange Server 5.5
Replikationsnachrichten an
Exchange Server 2003
weiterleiten kann.
proxyAddresses
Email Addresses
Repliziert die E-MailAdressen des
Informationsspeichers auf
das
Informationsspeicherobjekt in
Exchange Server 5.5.
Wichtig:
Wenn Sie zum Replizieren von Informationen für eine allgemeine Öffentliche Ordner–
Struktur einen Exchange Server 5.5-IMC (Internet Mail Connector) verwenden
müssen, muss eine zusätzliche X.500-Proxyadresse für das allgemeine
Informationsspeicherobjekt im Exchange Server 5.5-Verzeichnis konfiguriert werden.
Verwenden Sie das Exchange Server 5.5-Attribut Obj-Dist-Name für die neue
Proxyadresse.
Benutzerverbindungsvereinbarungen
Mit der Benutzerverbindungsvereinbarung werden Postfächer, benutzerdefinierte Empfänger
und Verteilerlisten von Exchange Server 5.5 auf Benutzer, Kontakte und Gruppen von
Active Directory repliziert. Da diese Objekte in ACLs (Access Control Lists) für Öffentliche
Ordner verwendet werden, müssen diese Informationen unbedingt ordnungsgemäß repliziert
werden.
Öffentliche Ordner-Verbindungsvereinbarungen
Mit der Öffentlichen Ordner-Verbindungsvereinbarung werden die Verzeichnisobjekte für
Öffentliche Ordner zwischen Exchange Server 5.5 und Active Directory repliziert. In
Exchange Server 5.5 verfügen alle Öffentlichen Ordner über Verzeichnisobjekte. In
Exchange Server 2003 verfügen nur E-Mail-aktivierte Öffentliche Ordner über
Verzeichnisobjekte. Im gemischten Modus sind Ordner in der Struktur Öffentliche Ordner in
der Standardeinstellung automatisch E-Mail-aktiviert.
90
Durch die Einrichtung von Öffentlichen Ordner-Verbindungsvereinbarungen können folgende
Probleme vermieden werden:

Die in Exchange Server 2003 erstellten Ordner können nicht in Exchange Server 5.5
verwaltet werden, wenn sie keinen Verzeichniseintrag im Exchange Server 5.5Verzeichnis haben. Im Exchange Server 5.5-Verwaltungsprogramm müssen für alle
Öffentlichen Ordner Verzeichnisobjekte vorliegen.

In Exchange Server 5.5 erstellte Ordner ohne Active Directory-Objekt verursachen beim
Verwalten mit Exchange-System-Manager Fehler. In den Eigenschaften des Ordners ist
angegeben, dass er E-Mail-aktiviert ist, sodass im Exchange-System-Manager nach dem
Verzeichnisobjekt für diesen Ordner gesucht wird. Die Fehlermeldung kann gelöscht und
der Ordner dennoch verwaltet werden. Der Fehler tritt jedoch bei jeder Verwendung des
Ordners erneut auf. Außerdem kann ein Administrator erneut versuchen, eine E-MailAktivierung für den Ordner einzurichten. Er erstellt dazu ein anderes Objekt für den
Ordner in Active Directory. Wenn in diesem Fall eine Öffentliche OrdnerVerbindungsvereinbarung eingerichtet wird, liegen für den gleichen Ordner zwei
Verzeichnisobjekte vor. Die an den Ordner gesendeten E-Mail-Nachrichten werden als
nicht übermittelbar zurückgesendet.

Wenn Ordnerobjekte nicht ordnungsgemäß repliziert werden, kann ein Administrator
beim Ausführen der DS/IS-Konsistenzanpassung in Exchange Server 5.5 Ordnerobjekte
im Exchange 5.5-Verzeichnis erstellen, die den Ordnerobjekten in Active Directory nicht
entsprechen. Wenn in diesem Fall eine Öffentliche Ordner-Verbindungsvereinbarung
eingerichtet wird, liegen für den gleichen Ordner zwei Verzeichnisobjekte vor. Die an den
Ordner gesendeten E-Mail-Nachrichten werden als nicht übermittelbar zurückgesendet.

Möglicherweise ist es zu einem späteren Zeitpunkt notwendig, einen Ordner per E–Mail
zu versenden. Wenn zu diesem Zeitpunkt alle Exchange Server 5.5–Server bereits
entfernt wurden, können die Verzeichnisobjekte nicht mehr repliziert werden, und die
Ordner müssen manuell aktualisiert werden (oder es muss erneut eine E-Mail-Aktivierung
mithilfe eines Skripts eingerichtet werden).
Ausführliche Informationen zur Vorgehensweise beim Replizieren von Objekten für
Öffentliche Ordner zwischen Active Directory und dem Exchange Server 5.5Verzeichnis
Zwischen Exchange Server 5.5 und
Zwischen Active Directory und Exchange
Active Directory
Server 5.5
Suchen Sie im Exchange Server 5.5Verzeichnis beginnend auf der
Standortebene nach Öffentlichen OrdnerObjekten. Dies bedeutet, dass alle Container
und nicht nur der Container Empfänger nach
Öffentlichen Ordner-Objekten durchsucht
werden.
Suchen Sie in Active Directory im Container
Microsoft Exchange-Systemobjekte nach
Öffentlichen Ordner-Objekten. Dabei handelt
es sich um den einzigen Active DirectoryContainer mit Öffentlichen Ordner-Objekten.
91
Zwischen Exchange Server 5.5 und
Zwischen Active Directory und Exchange
Active Directory
Server 5.5
Öffentliche Ordner-Objekte werden auf den
Container Microsoft ExchangeSystemobjekte in Active Directory repliziert.
Öffentliche Ordner-Objekte werden auf den
Container im Exchange Server 5.5Verzeichnis repliziert, der mit dem Wert
LegacyExchangeDN angegeben wird (und
beim Erstellen des Ordners basierend auf
dem Wert für msExchPfCreation im
Informationsspeicher festgelegt wird). Wenn
kein anderer Container angegeben ist, wird
das Objekt im Container Empfänger
abgelegt.
Die Attribute Home-MTA und Home-MDB
werden nicht repliziert, da sie in Exchange
Server 2003 keine Bedeutung haben.
Die Attribute HomeMDB und targetAddress
werden nicht repliziert, da sie in Exchange
Server 5.5 keine Bedeutung haben.
Vermeiden von häufig auftretenden Problemen
im gemischten Modus
Zahlreiche häufig auftretende Fehler bei der Replikation von Öffentlichen Ordnern im
gemischten Modus sind auf zwei Probleme zurückzuführen:

An der Stelle, an der eine ACL in einem Öffentlichen Ordner in Exchange Server 5.5 eine
Verteilerliste enthält, muss in der ACL in einem Replikat des Ordners in Exchange
Server 2003 eine Active Directory–Sicherheitsgruppe vorliegen. Die Exchange
Server 5.5-Verteilerliste wird bei einer korrekt konfigurierten Topologie automatisch in
eine Active Directory-Verteilergruppe und anschließend in eine Active DirectorySicherheitsgruppe konvertiert. Weitere Informationen finden Sie unter „Gruppentypen in
Zugriffssteuerungslisten“ weiter unten in diesem Thema.

An der Stelle, an der eine ACL in einem Öffentlichen Ordner einen Benutzer enthält,
muss der entsprechende Benutzer in Exchange Server 2003 in Active Directory gefunden
werden. Wenn eine aus Exchange Server 5.5 replizierte ACL einen nicht mehr
vorhandenen Benutzer aufweist (oder in Exchange Server 2003 ein entsprechender
Benutzer aus anderen Gründen in Active Directory nicht gefunden wird), kann die ACL in
Exchange Server 2003 nicht verarbeitet werden. Bis zur Behebung des Problems kann
ausschließlich der Ordnerbesitzer auf den Ordner zugreifen. Weitere Informationen
finden Sie unter „Unbekannte Benutzer in Zugriffssteuerungslisten“ weiter unten in
diesem Thema.
In diesem Abschnitt werden Schritte zur Vermeidung dieser Probleme beschrieben.
Anweisungen zum Erkennen und Beheben dieser Probleme finden Sie unter Probleme mit
92
Berechtigungen beim Verwenden von Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 in
derselben Umgebung.
Gruppentypen in Zugriffssteuerungslisten
In Exchange Server 5.5 werden Verteilerlisten bei der Nachrichtenübermittlung und der
Zugriffssteuerung verwendet, in Exchange Server 2003 dagegen nur bei der
Nachrichtenübermittlung. In Exchange Server 2003 werden für die Zugriffssteuerung
Active Directory-Sicherheitsgruppen verwendet. ADC repliziert Exchange Server 5.5Verteilerlisten auf Universal Distribution Groups (UDG – universelle Verteilergruppe) von
Active Directory. Beim Verarbeiten einer ACL für Öffentliche Ordner und beim Ermitteln einer
UDG in Exchange Server 2003 wird die UDG automatisch in eine universelle
Sicherheitsgruppe konvertiert. Die universelle Sicherheitsgruppe ersetzt die UDG in der ACL.
Wichtig:
Die UDG muss unter Microsoft Windows Server 2003 oder Microsoft Windows 2000
in einer Domäne im einheitlichen Modus vorliegen, damit sie in Exchange
Server 2003 auf eine universelle Sicherheitsgruppe aktualisiert werden kann. In einer
gemischten Umgebung mit Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 wird in
ADC beim Replizieren von Exchange Server 5.5-Verteilerlisten auf eine Domäne im
nichteinheitlichen Modus eine Warnmeldung angezeigt.
In Exchange Server 2003 kann eine UDG unter folgenden Umständen nicht in eine
universelle Sicherheitsgruppe konvertiert werden:

Die UDG befindet sich in einer Windows Server 2003- oder Windows 2000-Domäne im
gemischten Modus.

Eine universelle Sicherheitsgruppe wurde manuell in eine UDG umgewandelt.

Die Mitgliedschaft der UDG wurde nicht auf Active Directory repliziert.
Wichtig:
Verwenden Sie UDGs nicht als Mitglieder von universellen Sicherheitsgruppen. In
Exchange Server 2003 wird nicht überprüft, ob es sich bei Gruppenmitgliedern um zu
konvertierende Gruppen handelt. Aus diesem Grund werden bei einer universellen
Sicherheitsgruppe in einer ACL mit UDGs als Mitgliedern die UDGs ignoriert, und die
ACL wird nicht ordnungsgemäß erzwungen.
Unbekannte Benutzer in Zugriffssteuerungslisten
Bei einem unbekannten Benutzer (manchmal auch als stillgelegter Benutzer bezeichnet)
handelt es sich um einen in einer ACL aufgeführten Benutzer, der jedoch nicht über ein
Konto verfügt. Diese Situation tritt am häufigsten im folgenden Fall auf: Wenn in einer reinen
Exchange Server 5.5–Topologie ein Exchange Server 5.5–Benutzer gelöscht wird, für den
93
Berechtigungen in Öffentlichen Ordnern in Exchange Server 5.5 vorliegen. Anschließend wird
der Öffentliche Ordner mit Verweisen auf den weiterhin in der ACL aufgeführten Benutzer auf
Exchange Server 2003 repliziert. Die ACL kann in Exchange Server 2003 nicht verarbeitet
werden, da der Benutzer in Active Directory nicht ermittelt werden kann. Bis zur Behebung
des Problems kann ausschließlich der Ordnerbesitzer auf den Ordner zugreifen. Dabei
können Benutzer, denen möglicherweise ausdrücklich die Berechtigungen für den Ordner
verwehrt wurden, nicht auf den Ordner zugreifen. Darüber hinaus wird in
Exchange Server 2003 das Ereignis 9551 protokolliert, wenn Ordnerberechtigungen
ausschließlich für den Besitzer eingerichtet wurden. Weitere Informationen zum
Ereignis 9551 und zu anderen möglicherweise beim Replizieren von Informationen zwischen
Exchange Server 5.5 und Exchange Server 2003 auftretenden Ereignissen finden Sie unter
Fehlersuche und Beheben von Informationsspeicherproblemen in Exchange Server 2003.
Ausführliche Informationen zur Umwandlung von ACLs beim Replizieren von Ordnern von
Exchange Server 5.5 auf Exchange Server 2003 finden Sie unter „Anatomy of Object Level
Access Control“ in Working with Store Permissions in Microsoft Exchange 2000 and 2003.
Dabei sind insbesondere die Hinweise in Abschnitt „Special Considerations for Coexisting
Exchange 2000 and Exchange 5.5 Servers“ zu beachten. Dieser technische Artikel bezieht
sich auf Exchange Server 2003 und Exchange 2000 Server.
Unbekannte Benutzer lassen sich am besten dadurch vermeiden, dass vor dem Replizieren
von Öffentlichen Ordnern auf Exchange Server 2003 das Exchange Server 5.5Dienstprogramm zur DS/IS-Konsistenzanpassung ausgeführt wird. Dabei werden
unbekannte Benutzer in den ACLs gelöscht.
Unter bestimmten Umständen werden unbekannte Benutzer in Exchange Server 2003 auf
unterschiedliche Art und Weise verarbeitet:

Wenn der Ordner bereits fehlerfrei aus Exchange Server 5.5 repliziert wurde und plötzlich
einen unbekannten Benutzer in der ACL aufweist, wird der unbekannte Benutzer in
Exchange Server 2003 ignoriert, und die restlichen Einträge in der ACL werden normal
verarbeitet. Dabei wird davon ausgegangen, dass in Exchange Server 5.5 ein Benutzer
gelöscht oder ein neuer Benutzer hinzugefügt und noch nicht auf Active Directory
repliziert wurde. Das Problem wird beim nächsten ADC-Replikationsintervall von selbst
gelöst.

Wenn alle Exchange Server 5.5-Server entfernt wurden und der einheitliche Modus in
Exchange Server 2003 eingerichtet wurde, wird in Exchange Server 2003 angenommen,
dass der Benutzer gelöscht wurde, und der unbekannte Benutzer wird in der ACL
entfernt.
In einigen Fällen kann ein Registrierungsschlüssel festgelegt werden, über den im
gemischten Modus unbekannte Benutzer in der ACL gelöscht werden. Es empfiehlt sich
dringend, diesen Registrierungsschlüssel nur in wirklich erforderlichen Fällen festzulegen
(wenn beispielsweise eine kleine Gruppe von unbekannten Benutzern vorliegt, die alle
problemlos in ACLs für Öffentliche Ordner gelöscht werden können). Andernfalls gehen alle
94
Berechtigungsdaten für einen Benutzer verloren, der aufgrund einer Replikationsverzögerung
(siehe Beschreibung in der vorherigen Liste) nur vorübergehend unbekannt ist.
Vorsicht:
Das Löschen von unbekannten Benutzern hat zur Folge, dass die Zugriffs– und
Nicht–Zugriffsberechtigungen dieser Benutzer für Öffentliche Ordner möglicherweise
verloren gehen. Vom langfristigen Löschen unbekannter Benutzer wird daher
abgeraten.
Detaillierte Anweisungen zum vorübergehenden Ignorieren von unbekannte Benutzern auf
einem Exchange Server 2003-Server mit Replikaten Öffentlicher Ordner finden Sie unter
Vorübergehendes Ignorieren unbekannter Benutzer auf einem Exchange Server 2003-Server
mit Replikaten Öffentlicher Ordner.
Vorübergehendes Ignorieren unbekannter
Benutzer auf einem Exchange Server 2003Server mit Replikaten Öffentlicher Ordner
Es kann ein Registrierungsschlüssel festgelegt werden, über den im gemischten Modus
unbekannte Benutzer von Exchange in der Zugriffssteuerungsliste ignoriert werden. Wenn
dieser Registrierungsschlüssel festgelegt wird, ignoriert ein Exchange Server 2003-Server
mit Öffentlichen Ordnern unbekannte Benutzer in der Zugriffssteuerungsliste vorübergehend.
Bevor Sie beginnen
Es wird empfohlen, diesen Registrierungsschlüssel nur bei Bedarf festzulegen. Dies ist z. B.
der Fall, wenn eine kleine Teilmenge unbekannter Benutzer vorhanden ist, die problemlos
aus den Zugriffssteuerungslisten der Öffentlichen Ordner entfernt werden können.
Andernfalls gehen alle Berechtigungsdaten für einen Benutzer verloren, der aufgrund einer
Replikationsverzögerung vorübergehend unbekannt ist.
Beachten Sie, dass das Löschen von unbekannten Benutzern zur Folge hat, dass die
Zugriffs- und Nicht-Zugriffsberechtigungen dieser Benutzer für Öffentliche Ordner
möglicherweise verloren gehen. Vom Ignorieren von unbekannten Benutzern über längere
Zeit wird daher abgeraten.
Vorsicht:
Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen.
Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben
werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
95
Verfahren
So ignorieren Sie vorübergehend unbekannte Benutzer auf einem Exchange
Server 2003-Server mit Replikaten Öffentlicher Ordner
1. Legen Sie den folgenden Registrierungsschlüssel fest:
HKLM\System\CurrentControlSet\Services\MSExchangeIS\ParametersSystem\Ig
nore zombie users = <Wert ungleich 0>
Dabei handelt es sich um einen DWORD-Wert. Wenn der Wert auf Null gesetzt oder
der Schlüssel nicht vorhanden ist, werden unbekannte Benutzer in Exchange
Server 2003 normal verarbeitet.
2. Starten Sie den Microsoft Exchange-Informationsspeicherdienst neu.
Weitere Informationen
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Themen:

Microsoft Knowledge Base-Artikel 812963, „Using the 'Ignore Zombie Users' Registry
Key“ unter http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=3052&kbid=812963

Verhalten Öffentlicher Ordner in Topologien im gemischten Modus
Verwalten der Replikation zwischen
Organisationen
Mit dem Tool für die Replikation zwischen Organisationen können Sie Öffentliche Ordner und
Frei/Gebucht–Informationen in mehreren Organisationen in unterschiedlichen
Active Directory-Gesamtstrukturen gemeinsam verwenden. Sie können das Tool für die
Replikation zwischen Organisationen unter Downloads for Exchange Server 2003
downloaden. Das Dienstprogrammpaket umfasst zwei Anwendungen:

Microsoft Exchange Server Replikations-Konfigurationsdienstprogramm (Exscfg.exe)

Microsoft Exchange Server–Replikationsdienst (Exssrv.exe)
Das Paket enthält darüber hinaus die zum Einrichten der Replikation zwischen
Organisationen erforderliche Dokumentation. Weitere Informationen zur Replikation zwischen
Organisationen finden Sie unter Exchange Server 2003 Deployment Guide.
Nach der Konfiguration der Exchange-Organisationen können Sie mithilfe dieses
Dienstprogramms Besprechungen, Termine und Kontaktinformationen zwischen Mitgliedern
der beiden Organisationen abstimmen. Wie in der folgenden Abbildung dargestellt, umfasst
der Replikationsprozess zwischen Organisationen einen Exchange-Server in jeder
96
Gesamtstruktur. Ein Server dient als Verlegerserver und sendet Informationen an den
zweiten Server (den Abonnentenserver).
Verwenden von Verleger- und Abonnentenservern zum Replizieren von Informationen
zwischen Gesamtstrukturen
Befolgen Sie zum Konfigurieren des Tools zur Replikation zwischen Organisationen die
Anweisungen in der zugehörigen Infodatei. Nach Abschluss der Konfiguration liegen folgende
Komponenten vor:

Auf der ersten Ebene der Öffentlichen Ordner-Struktur des Verlegerservers und des
Abonnentenservers jeweils der Öffentliche Ordner ExchsyncSecurityFolder

Für jeden zu replizierenden Öffentlichen Ordner auf der ersten Ebene in der
Verlegerstruktur jeweils ein entsprechender Zielordner in der Abonnentenstruktur.
(Unterordner in der Abonnentenstruktur werden automatisch erstellt.)

Ein postfachaktiviertes Konto mit folgenden Berechtigungen:

Jeweils lokale Administratorrechte auf dem Verleger– und dem Abonnentenserver

Besitzerberechtigung für die beiden Ordner ExchsyncSecurityFolder

Besitzerberechtigung für die zu replizierenden Ordner und die entsprechenden
Zielordner
97

Sitzungskonfigurationseinstellungen für eine Frei/Gebucht–Replikationssitzung

Sitzungskonfigurationseinstellungen für mindestens eine Öffentliche Ordner–
Replikationssitzung. Zum Abstimmen der Replikationsübertragung können Sie
Öffentliche Ordner–Sitzungen für die Replikation zu unterschiedlichen Uhrzeiten und in
unterschiedlichen Intervallen erstellen.
Volltextindizierung in Exchange Server
2003
Bei der Bereitstellung der Volltextindizierung wählen Sie einen einzelnen
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner oder einen einzelnen Postfachspeicher für die
Indizierung aus. Die Benutzer können dann in den Nachrichten und Anlagen im
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner oder im Postfachspeicher Volltextsuchvorgänge
durchführen. In der Standardeinstellung enthält der Index den Betreff und Text der
Nachrichten sowie den Namen des Absenders und Empfängers und die Namen, die in den
Feldern Cc und Bcc angezeigt werden. Der Index enthält auch den Text folgender
Anlagentypen: DOC–, XLS–, PPT–, HTML–, HTM–, ASP–, TXT– und EML–Dateien
(eingebettete MIME–Nachrichten, Multipurpose Internet Mail Extensions). Binäre Anlagen,
z. B. Bilder und Sounds, werden nicht indiziert.
Die Genauigkeit der Suchergebnisse hängt vom letzten Zeitpunkt der Indexaktualisierung ab.
Da sich der Inhalt der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner oder der Postfachspeicher
ändert, muss der Index aktualisiert werden, um den neuen Inhalt wiederzugeben. Die
Aktualisierung von Indizes kann manuell oder automatisch nach einem Zeitplan erfolgen.
Um mit Volltextindizes zu arbeiten, müssen Sie zumindest als Exchange–Administrator
angemeldet sein. Um Dateien wie in diesen Themen beschrieben zu verschieben, müssen
Sie über Lese– und Schreibberechtigungen für die entsprechenden Laufwerke und
Verzeichnisse verfügen.
Überprüfen empfohlener
Hardwarekonfigurationen
Für Server, auf denen Sie Volltextindizes bereitstellen, wird die folgendende
Hardwarekonfiguration empfohlen:

Verwenden Sie eine gespiegelte RAID–Konfiguration (Redundant Array of Independent
Disks). Es wird empfohlen, eine RAID–0+1–Konfiguration (oder eine RAID–1+0–
Konfiguration) zu verwenden. RAID–5 wird für die Volltextindizierung nicht empfohlen.
98

Stellen Sie sicher, dass die Festplatte, auf der sich der Index befindet, groß genug ist, um
stets 15 Prozent freien Speicher aufweisen zu können. Je nach den gespeicherten
Dateitypen kann die Indexgröße zwischen 10 und 30 Prozent der Datenbankgröße
betragen.

Fügen Sie für einen Computer, auf dem Microsoft Exchange Server 2003 ausgeführt
wird, zusätzlich zur empfohlenen Konfiguration 256 MB Arbeitsspeicher hinzu. Es wird
nicht empfohlen, Volltextindizierung mit weniger als 512 MB RAM auszuführen.
Vorbereiten der Exchange Server 2003Organisation
Stellen Sie vor dem Konfigurieren der Volltextindizierung sicher, dass die Exchange
Server 2003–Topologie ordnungsgemäß konfiguriert ist und ordnungsgemäß ausgeführt wird.
Wenn Sie die Exchange Server 2003–Organisation nach dem Konfigurieren der
Volltextindizierung ändern, kann der Index eine vollständige neue Auffüllung erfordern.
Stellen Sie außerdem Folgendes sicher:

Die SMTP–Adresskonfiguration (Simple Mail Transfer Protocol) ist stabil und wird
ordnungsgemäß ausgeführt. Diese Konfiguration wirkt sich auf den zum Indizieren von
Objekten verwendeten URL aus.

Die Serversprache ist richtig eingestellt. Um die Spracheinstellung zu überprüfen, öffnen
Sie die Systemsteuerung, doppelklicken Sie auf Regionale Einstellungen, und
überprüfen Sie die Spracheinstellungen für das System. Bei der Volltextindizierung wird
für die Silbentrennung und Bestimmung von Wortstämmen (die es ermöglicht, dass eine
Suche nach „reisen“ die Wörter „reist“, „reiste“ und „reisend“ zurückgibt) die in der
Systemsteuerung angegebene Serversprache verwendet. Mit der Volltextindizierung
werden optimale Ergebnisse erzielt, wenn die Abfragesprache des Clientcomputers mit
der Sprache der zu indizierenden Dateien übereinstimmt. Die Serversprache wird
zuweilen als Abfragesprache verwendet, wenn die Sprache des Clientcomputers nicht
bekannt ist. Daher sollte die Serversprache möglichst mit der Sprache der meisten
Dokumente auf dem Server übereinstimmen.

Alle Server werden ordnungsgemäß ausgeführt, und die Verbindungen sind in der
gesamten Organisation stabil. Führen Sie Tests durch, um die ordnungsgemäße
Konfiguration aller Server in der Organisation sicherzustellen.
Bereitstellen der Volltextindizierung
Verwenden Sie zum Bereitstellen der Volltextindizierung den Exchange-System-Manager.
Die Bereitstellung umfasst die folgenden Aufgaben:
99

Erstellen eines Volltextindexes

Optimieren der Volltextindizierung

Durchführen einer vollständigen Auffüllung

Festlegen eines Zeitplans für das inkrementelle Auffüllen

Aktivieren von Volltextindexabfragen

Benachrichtigen der Benutzer
Unter diesen Aufgaben ist die Auslastung des Servers bei der vollständigen Auffüllung am
größten, deren Dauer bei einer kleinen Datenbank wenige Minuten und bei einer großen
Datenbank bis zu mehrere Tage betragen kann. Sie können jedoch die Auffüllung während
der Geschäftszeit im Hintergrund durchführen, ohne dass die Systemreaktionszeit für die
Benutzer wesentlich verlängert wird.
Erstellen eines Volltextindexes
Bevor Sie die Volltextindizierung verwenden können, müssen Sie für jeden zu indizierenden
Postfachspeicher oder Informationsspeicher für Öffentliche Ordner einen anfänglichen Index
(Katalog) erstellen. Dabei wird die erforderliche Dateistruktur erstellt, die Sie beim Optimieren
des Index ändern.
Weitere Informationen zum Erstellen eines anfänglichen Volltextindexes finden Sie unter
Erstellen eines anfänglichen Volltextindex.
Optimieren der Volltextindizierung
In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Sie die Volltextindizierung auf einem Computer mit
Exchange Server 2003 optimieren. Sie können die Systemleistung erhöhen, indem Sie
Dateien mit häufigem Zugriff an verschiedenen Speicherorten eines RAID-Arrays ablegen.
Es werden fünf Hauptkategorien von Dateien mit Volltextindizierung unterschieden. Diese
Dateien werden in der Standardeinstellung auf dem Systemlaufwerk installiert, das
normalerweise über keinen E/A-Durchsatz (Eingabe/Ausgabe) des RAID-Arrays verfügt.
Wählen Sie (wie in der folgenden Tabelle beschrieben) die Speicherorte dieser Dateien auf
dem Laufwerk so aus, dass die Leistung der Volltextindizierung optimiert wird. Einige Teile
dieses Themas enthalten Anleitungen zum Verschieben von Dateien in Clustertopologien
und Topologien ohne Cluster. Im Folgenden sind die fünf Hauptkategorien von Dateien mit
Volltextindizierung aufgeführt:

Kataloge Die Hauptindizes. Für jeden Postfachspeicher oder Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner in Exchange Server 2003 ist jeweils nur ein Katalog vorhanden.
100

Eigenschaftenspeicher Eine Datenbank, die verschiedene Eigenschaften im Katalog
indizierter Objekte enthält. Es ist pro Server nur ein einziger Informationsspeicher für
Eigenschaften vorhanden.

Eigenschaftenspeicherprotokolle Die der Eigenschaftenspeicherdatenbank
zugeordneten Protokolldateien.

Temporäre Dateien Dateien, die temporäre Informationen enthalten, die vom Microsoft
Search-Dienst verwendet werden.

Sammelprotokolle Protokolldateien, die Protokollinformationen für den Indexdienst
enthalten. Für jeden Index ist ein Satz von Protokollen vorhanden.
In diesem Abschnitt werden die folgenden Tools zum Verschieben von Dateien beschrieben:

Pstoreutl Unter Programme\Gemeinsame Dateien\System\MSSearch\Bin.

SetTempPath Unter Programme\Gemeinsame Dateien\System\MSSearch\Bin.

Catutil Unter Programme\Gemeinsame Dateien\System\MSSearch\Bin.
Empfohlene Speicherorte für Dateien der Volltextindizierung
Dateityp
Empfohlener Speicherort
Methode zum Angeben des
Speicherorts
Katalog
RAID-Array
Geben Sie einen Speicherort
im RAID-Array an, wenn Sie
den Katalog mit dem
Exchange-System-Manager
erstellen.
Hinweis:
Wenn der Index
bereits an einem
anderen Speicherort
erstellt wurde,
können Sie ihn mit
dem Tool Catutil
verschieben.
Eigenschaftenspeicher
RAID-Array
Verwenden Sie das Tool
Pstoreutl
Eigenschaftenspeicherprotok
olle
Im RAID-Array am selben
Speicherort wie der
Eigenschaftenspeicher
Verwenden Sie das Tool
Pstoreutl
101
Dateityp
Empfohlener Speicherort
Methode zum Angeben des
Speicherorts
Temporäre Dateien
RAID-Array
Verwenden Sie das Tool
SetTempPath.
Hinweis:
Speichern Sie diese
Dateien in einem
Cluster auf einem
Laufwerk ohne
Failover, z. B. einem
lokalen Laufwerk
oder einem Laufwerk
im RAID-Array oder
SAN (Storage Area
Network), das nur zur
Ausführung auf
einem bestimmten
Computer konfiguriert
ist.
Sammelprotokolle
Belassen Sie diese am
Standardspeicherort, oder
verschieben Sie sie an einen
gewünschten Speicherort.
Weisen Sie den Speicherort
im Registrierungsschlüssel
StreamLogsDirectory zu.
Weitere Informationen zum Optimieren der Volltextindizierung finden Sie unter Optimieren
der Volltextindizierung.
Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der
Eigenschaftenspeicherprotokolle.
Beim Erstellen des ersten Indexes auf dem Server wird in Exchange Server 2003 auf dem
Exchange Server 2003-Systemlaufwerk eine neue Eigenschaftenspeicher-Datenbank erstellt.
Um die Leistung zu erhöhen, verschieben Sie die Dateien der
Eigenschaftenspeicherdatenbank in das RAID-Array. Sie müssen den Eigenschaftenspeicher
und die Eigenschaftenspeicherprotokolle nur einmal für jeden Server verschieben, da für alle
Indizes auf einem Server derselbe Eigenschaftenspeicher verwendet wird.
Weitere Informationen zum Verschieben des Eigenschaftenspeichers in einer Umgebung
ohne Cluster finden Sie unter Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der
Eigenschaftenspeicherprotokolle für Volltextindizierung in einer Umgebung ohne Cluster.
102
Weitere Informationen zum Verschieben des Eigenschaftenspeichers in einer Umgebung mit
Clustern finden Sie unter Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der
Eigenschaftenspeicherprotokolle für Volltextindizierung in einer Clusterumgebung.
Verschieben des temporären Verzeichnisses
Die temporären Dateien zum Erfassen und Filtern befinden sich auf dem Systemlaufwerk von
Exchange Server 2003, das normalerweise keinen E/A-Durchsatz des RAID-Arrays aufweist.
Verschieben Sie das temporäre Verzeichnis mithilfe des SetTempPath-Tools in das RAIDArray. Sie müssen dieses Verzeichnis nur einmal für jeden Server verschieben, da für alle
Indizes auf einem Server dasselbe temporäre Verzeichnis verwendet wird.
Weitere Informationen zum Verschieben des temporären Verzeichnisses des Microsoft
Search-Diensts finden Sie unter Verschieben des temporären Verzeichnisses des Microsoft
Search-Servers.
Verschieben des Indexes (Katalog)
Der Index sollte sich in einem RAID-Array befinden. Wenn Sie diesen Speicherort nicht beim
Erstellen des Indexes angegeben haben, verschieben Sie ihn mit dem Tool Catutil.
Weitere Informationen zum Verschieben eines Indexes finden Sie unter Verschieben des
Index (Katalogs) für die Volltextindizierung.
Verschieben der Sammelprotokolle
Die Sammelprotokolle werden auf dem Systemlaufwerk von Exchange Server 2003 erstellt,
das normalerweise keinen E/A-Durchsatz des RAID-Arrays aufweist. Sie können die
Sammelprotokolle am Standardspeicherort belassen oder einen Speicherort auf einem
Laufwerk mit höherer Leistung angeben.
Weitere Informationen zum Verschieben der Sammelprotokolle finden Sie unter Verschieben
der Sammelprotokolle für die Volltextindizierung.
Erhöhen des Grenzwerts für die Nachrichtengröße
Der Index enthält in der Standardeinstellung Nachrichten (einschließlich Anlagen), deren
Größe höchstens 16 MB beträgt. Daher sind Nachrichten mit umfangreichen Anlagen
möglicherweise nicht im Index und den Suchergebnissen von Benutzern enthalten. Es wird
empfohlen, zum Vermeiden von Leistungsproblemen, diesen Grenzwert auf die maximale
Einstellung von 4.000 MB zu erhöhen, sodass größere Nachrichten und Anlagen indiziert
werden.
Weitere Informationen zur Erhöhung der Beschränkung der Nachrichtengröße finden Sie
unter Erhöhen der Beschränkung der Nachrichtengröße für die Volltextindizierung.
103
Einrichten von Prüfpunkten
Es wird dringend empfohlen, das in Microsoft Exchange 2000 Server SP2 enthaltene Skript
für Prüfpunktvorgänge zu verwenden, um mögliche Indizierungsprobleme zu vermeiden.
Wenn der Microsoft Search-Dienst während einer inkrementellen Indexauffüllung mit einem
Fehler beendet wird, werden einige Ordner und Nachrichten möglicherweise nicht
ordnungsgemäß indiziert. (Bei der inkrementellen Auffüllung wird ein vorhandener Index mit
Daten aktualisiert, die sich seit der vorangegangenen Auffüllung geändert haben.) Durch
Prüfpunkte wird dieses Problem behoben, da im Katalogverzeichnis die folgenden
Sicherungsdateien angelegt werden.

Zwei Dateien mit Prüfpunktdatensätzen: <Katalog>.chk1.gthr und <Katalog>.chk2.gthr.

Etwa 13 Dateien mit den zuletzt bekannten vollständigen und unbeschädigten
Katalogdateien, die in einem Unterverzeichnis zur Sicherung gespeichert werden.
Das Prüfpunkt-Feature ist in der Standardeinstellung nicht aktiviert, da es eine beträchtliche
Menge zusätzlichen Festplattenspeichers benötigt. Die zusätzliche Dateigröße beträgt für
jedes Dokument in der Datenbank etwa 200 Bytes. So werden bei 5.000.000 Nachrichten
oder Dokumenten in der Datenbank Prüfpunktdateien mit einer Gesamtgröße von 1 GB
erstellt. Die Größe dieser Dateien nimmt mit zunehmender Anzahl der Dokumente in der
Datenbank zu. Stellen Sie sicher, dass genügend Festplattenspeicher verfügbar ist, bevor
Sie das Prüfpunktskript ausführen. Auf der Festplatte, auf der Volltextindexkataloge abgelegt
werden, sollten mindestens 15 % freier Speicher verfügbar sein.
Weitere Informationen zum Einrichten von Prüfpunkten finden Sie unter Einrichten von
Prüfpunkten für die Volltextindizierung.
Durchführen einer vollständigen Auffüllung
Nachdem Sie einen Index erstellt haben, müssen Sie eine vollständige Auffüllung (auch als
Crawl bezeichnet) des Index mit Daten durchführen. Die Einstellung für die
Ressourcenauslastung bei der Volltextindizierung befindet sich im Dialogfeld Eigenschaften
des Servers auf der Registerkarte Volltextindizierung. Die Standardeinstellung lautet
Niedrig. Es wird empfohlen, die Standardeinstellung zu verwenden. Die Vorteile einer
höheren Einstellung sind gering und können zu einer Verringerung der Geschwindigkeit des
Benutzerzugriffs auf den Server führen, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird.
Mit der Einstellung Niedrig für die Ressourcenauslastung wird die Auffüllung im Hintergrund
ausgeführt und kann während der Geschäftszeit erfolgen. Die Threads des
Auffüllungsvorgangs verwenden Leerlaufzeiten. Benutzeraktivitäten erhalten im System
Vorrang. Da für die Volltextindizierung nur Prozessorzyklen verwendet werden, die
andernfalls nicht genutzt werden, wird die Geschwindigkeit des Benutzerzugriffs auf den
Server nicht wesentlich verringert. Sie können davon ausgehen, dass die
Prozessorauslastung während der Auffüllung normalerweise annähernd 100 Prozent beträgt.
104
Hinweis:
Wenn während einer vollständigen oder inkrementellen Auffüllung durch den
Microsoft Search-Dienst Leistungsprobleme am Exchange-Server auftreten, können
Sie den Wert für die Ressourcenauslastung auf Minimum verringern. Wenn Sie die
Ressourcenauslastung auf Minimum festlegen, wird die Menge der Ressourcen
verringert, die der Microsoft Search-Dienst verwenden kann. Daher nimmt die Zeit für
die Durchführung vollständiger oder inkrementeller Auffüllungen zu, doch es tritt kein
Datenverlust auf.
Weitere Informationen zum Starten einer Volltextindizierung finden Sie unter Starten einer
vollständigen Auffüllung eines Volltextindex.
Die erste vollständige Auffüllung kann sehr lange dauern. Bei einer typischen Exchange
Server 2003-Konfiguration beträgt die Auffüllungsgeschwindigkeit in der Regel zwischen
10 und 20 Nachrichten pro Sekunde. Die Geschwindigkeit hängt von der
Hardwarekonfiguration, dem Typ und der Größe der Nachrichten und den verfügbaren
Serverressourcen ab. Daher kann die Gesamtzeit für eine vollständige Auffüllung zwischen
einigen Minuten bei einer kleinen und bis zu mehreren Tagen bei einer großen Datenbank
liegen.
Die für die Auffüllung erforderliche Zeit hängt auch von der Sprache des Inhalts der
Dokumente auf dem Server ab. Beispielsweise kann das Auffüllen eines Index auf einem
Server, der zum Großteil in ostasiatischen Sprachen verfasste Dokumente enthält, über
fünfmal mehr Zeit beanspruchen als bei einem Server mit Dokumenten, die in
westeuropäischen Sprachen verfasst wurden. Ordner mit Internetnewsfeeds können
außerdem die Auffüllungszeit beträchtlich verlängern, wenn die Ordner Nachrichten im
UUEncode-Format enthalten.
Weitere Informationen zum Anzeigen des Status des Auffüllvorgangs finden Sie unter
Anzeigen des Status einer Auffüllung eines Volltextindex.
Weitere Informationen zum Anhalten einer Volltextindizierung finden Sie unter Anhalten einer
vollständigen Auffüllung eines Volltextindex.
Festlegen eines Zeitplans für inkrementelle
Auffüllungen
Ermitteln Sie, wie oft inkrementelle Auffüllungen zur Aktualisierung des Indexes ausgeführt
werden sollen. Da inkrementelle Auffüllungen wie vollständige Auffüllungen im Hintergrund
ausgeführt werden, entstehen für die Benutzer auch bei häufigen Aktualisierungen nur
unwesentliche Verlängerungen der Systemantwortzeiten. Planen Sie mindestens einmal
täglich eine inkrementelle Auffüllung. Häufigere Planungen einer Aktualisierung werden
ebenfalls empfohlen, da der Index nur nach einer Auffüllung den aktuellen Status wiedergibt.
Berücksichtigen Sie auch die Zeit, die für das Abschließen einer inkrementellen Auffüllung
benötigt wird. In einem typischen Zeitplan werden inkrementelle Aktualisierungen z. B. zu
105
Beginn jeder Stunde geplant. Wenn die Aktualisierung jedoch länger als eine Stunde dauert,
wird die nächste Aktualisierung erst zu Beginn der darauffolgenden Stunde begonnen.
Im Zeitplan für inkrementelle Auffüllungen wird nur festgelegt, wann eine Auffüllung beginnen
kann. Es ist keine Zeitbegrenzung für die Auffüllung vorgesehen. Daher ist es möglich, dass
eine inkrementelle Auffüllung erst nach Überschreiten der geplanten Zeit beendet wird.
Hinweis:
Wenn der Postfachspeicher oder der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner
6 GB nicht überschreitet, können Sie stündlich inkrementelle Aktualisierungen
durchführen. Wenn der Speicher größer ist als 6 GB oder auf dem Server eine hohe
Speicherauslastung vorliegt, muss die Aktualisierung des Indexes weniger häufig
durchgeführt werden.
Weitere Informationen zum Festlegen eines Zeitplans zum inkrementellen Auffüllen finden
Sie unter Festlegen des Zeitplans für das inkrementelle Auffüllen des Volltextindex.
Aktivieren der Abfragefunktion für die
Volltextindizierung
Aktivieren Sie nach der ersten Auffüllung und dem Durchführen mindestens einer
inkrementellen Auffüllung die Verwendung des Indexes, um Benutzern die Volltextsuche im
Index zu ermöglichen.
Weitere Informationen zum Aktivieren der Verwendung eines Volltextindexes finden Sie unter
Aktivieren von Volltextindexabfragen.
Benachrichtigung und Einführung der Benutzer
Teilen Sie den Benutzern mit, dass die Indizes für Suchvorgänge zur Verfügung stehen,
sobald Sie die Abfragefunktion aktiviert haben, und weisen Sie die Benutzer darauf hin,
welche Ergebnisse bei Volltextsuchen in einem Index zu erwarten sind. Sie können die
Benutzer beispielsweise durch eine E-Mail-Ankündigung informieren.
Erstellen eines anfänglichen Volltextindex
Um Benutzern die Volltextsuche in Postfachfächern und Informationsspeichern für Öffentliche
Ordner zu ermöglichen, müssen Sie einen anfänglichen Volltextindex erstellen. Führen Sie
zum Erstellen eines anfänglichen Volltextindex das folgende Verfahren durch.
106
Verfahren
So erstellen Sie einen anfänglichen Volltextindex
1. Klicken Sie im Exchange-System-Manager mit der rechten Maustaste auf den zu
indizierenden Postfachspeicher oder Informationsspeicher für Öffentliche Ordner,
und klicken Sie anschließend auf Volltextindex erstellen.
2. Wenn Sie in einem Dialogfeld aufgefordert werden, den Speicherort für den Index
auszuwählen, geben Sie einen Speicherort im RAID–Array an.
Optimieren der Volltextindizierung
Das Optimieren der Volltextindizierung besteht aus sechs Schritten. Führen Sie zum
Optimieren der Volltextindizierung das folgende Verfahren und die erwähnten Schritte aus.
Bevor Sie beginnen
Dieses Thema enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung.
Vorsicht:
Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen.
Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben
werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
Verfahren
So optimieren Sie die Volltextindizierung
1. Verschieben Sie den Eigenschaftenspeicher und die
Eigenschaftenspeicherprotokolle. Weitere Informationen finden Sie unter
Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der Eigenschaftenspeicherprotokolle
für Volltextindizierung in einer Umgebung ohne Cluster und Verschieben des
Eigenschaftenspeichers und der Eigenschaftenspeicherprotokolle für
Volltextindizierung in einer Clusterumgebung.
2. Verschieben Sie das temporäre Verzeichnis. Weitere Informationen finden Sie unter
Verschieben des temporären Verzeichnisses des Microsoft Search-Servers.
3. Verschieben Sie den Index (Katalog). Weitere Informationen finden Sie unter
107
Verschieben des Index (Katalogs) für die Volltextindizierung.
4. Verschieben Sie die Sammelprotokolle. Weitere Informationen finden Sie unter
Verschieben der Sammelprotokolle für die Volltextindizierung.
5. Erhöhen Sie den Wert für die maximale Nachrichtengröße. Weitere Informationen
finden Sie unter Erhöhen der Beschränkung der Nachrichtengröße für die
Volltextindizierung.
6. Richten Sie Prüfpunkte ein. Weitere Informationen finden Sie unter Einrichten von
Prüfpunkten für die Volltextindizierung.
Das Prüfpunkt-Feature wird mit Microsoft Exchange 2000 Server SP2 und späteren
Versionen bereitgestellt, um Indizierungsprobleme zu verhindern.
Verschieben des Eigenschaftenspeichers
und der Eigenschaftenspeicherprotokolle
für Volltextindizierung in einer Umgebung
ohne Cluster
Um die Leistung des Volltextindex-Servers zu erhöhen, verschieben Sie die Dateien der
Eigenschaftenspeicherdatenbank in das RAID-Array. Sie müssen den Eigenschaftenspeicher
und die Eigenschaftenspeicherprotokolle nur einmal für jeden Server verschieben, da für alle
Indizes auf einem Server derselbe Eigenschaftenspeicher verwendet wird.
Bevor Sie beginnen
Dieses Verfahren ist einer von sechs Schritten, die bei der Optimierung der
Volltextindizierung durchgeführt werden sollten. Weitere Informationen über den
vollständigen Vorgang finden Sie unter Optimieren der Volltextindizierung.
Verfahren
So verschieben Sie den Eigenschaftenspeicher in einer Umgebung ohne Cluster
1. Starten Sie das Pstoreutl–Tool über die Eingabeaufforderung, um die Datenbank auf
das neue Laufwerk zu verschieben. (Einzelheiten hierzu finden Sie im folgenden
Beispiel.)
2. Starten Sie den Microsoft Search–Dienst neu.
108
Beispiel Die Exchange Server 2003–Eigenschaftenspeicherdatenbank befindet sich auf
Laufwerk C und der Servername lautet 01. Sie möchten den Eigenschaftenspeicher auf
Laufwerk D verschieben. Führen Sie an der Eingabeaufforderung das Pstoreutl–Tool
aus. Verwenden Sie die Option –m, um die Datenbank an den angegebenen Speicherort
zu verschieben, und die Option –l, um das Verzeichnis für Protokolldateien zu ändern.
Geben Sie den folgenden Befehl in einer Zeile ein. Zur besseren Lesbarkeit ist der Befehl
auf mehrere Zeilen aufgeteilt dargestellt:
pstoreutl.exe ExchangeServer_01 –m
d:\exchsrvr\ExchangeServer_01\ExchangeServer_myserver.edb –l
d:\exchsrvr\ExchangeServer_01
Verschieben des Eigenschaftenspeichers
und der Eigenschaftenspeicherprotokolle
für Volltextindizierung in einer
Clusterumgebung
Um die Leistung des Volltextindex-Servers zu erhöhen, verschieben Sie die Dateien der
Eigenschaftenspeicherdatenbank in das RAID-Array. Sie müssen den Eigenschaftenspeicher
und die Eigenschaftenspeicherprotokolle nur einmal für jeden Server verschieben, da für alle
Indizes auf einem Server derselbe Eigenschaftenspeicher verwendet wird. Führen Sie zum
Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der Eigenschaftenspeicherprotokolle in einer
Clusterumgebung das folgende Verfahren durch.
Bevor Sie beginnen
Dieses Verfahren ist einer von sechs Schritten, die bei der Optimierung der
Volltextindizierung durchgeführt werden sollten. Weitere Informationen über den
vollständigen Vorgang finden Sie unter Optimieren der Volltextindizierung.
Verfahren
So verschieben Sie den Eigenschaftenspeicher in einer Clusterumgebung
1. Führen Sie den Microsoft Search-Dienst weiterhin in der Systemsteuerung aus.
Schalten Sie die MSSearch-Ressource (die Clusterressource für den Microsoft
Search-Dienst) mithilfe der Clusterverwaltung offline.
109
2. Verschieben Sie die Datenbank mithilfe des Pstoreutl-Tools auf das neue Laufwerk.
Die Datenverzeichnisse von Exchange Server 2003 befinden sich auf dem
freigegebenen Laufwerk, das Sie beim Erstellen des virtuellen Exchange
Server 2003-Servers angegeben haben.
3. Schalten Sie die MSSearch-Ressource mithilfe der Clusterverwaltung online.
Verschieben des temporären
Verzeichnisses des Microsoft SearchServers
Die temporären Dateien zum Erfassen und Filtern befinden sich auf dem Systemlaufwerk von
Exchange Server 2003, das normalerweise keinen E/A–Durchsatz des RAID–Arrays
aufweist. Sie müssen dieses Verzeichnis nur einmal für jeden Server verschieben, da für alle
Indizes auf einem Server dasselbe temporäre Verzeichnis verwendet wird. Führen Sie zum
Verschieben des temporären Verzeichnisses des Microsoft Search-Servers das folgende
Verfahren durch.
Bevor Sie beginnen
Dieses Verfahren ist einer von sechs Schritten, die bei der Optimierung der
Volltextindizierung durchgeführt werden sollten. Weitere Informationen über den
vollständigen Vorgang finden Sie unter Optimieren der Volltextindizierung.
Verfahren
So verschieben Sie das temporäre Verzeichnis des Microsoft Search–Diensts
1. Führen Sie an der Eingabeaufforderung das SetTempPath–Tool aus. (Die Syntax
hierzu finden Sie im folgenden Beispiel.)
2. Beenden Sie den Microsoft Search–Dienst, und starten Sie ihn erneut.
Beispiel Geben Sie den folgenden Befehl in einer Zeile ein. Zur besseren
Lesbarkeit ist der Befehl auf mehrere Zeilen aufgeteilt dargestellt:
cscript "c:\Program Files\Common Files\System\MSSearch\Bin\settemppath.vbs"
d:\temp
Sie können den aktuellen Speicherort des temporären Verzeichnisses jederzeit anzeigen,
110
indem Sie das oben dargestellte SetTempPath–Skript ohne Parameter ausführen.
Hinweis:
In einem Cluster muss sich das temporäre Verzeichnis für den Volltextindex auf
einem Laufwerk befinden, auf dem kein erfolgt. Legen Sie das temporäre
Verzeichnis unbedingt auf einem lokalen Laufwerk oder auf einem Laufwerk im
RAID–Array oder SAN ab, das so konfiguriert ist, dass es nur auf einem
bestimmten Computer ausgeführt wird.
Verschieben des Index (Katalogs) für die
Volltextindizierung
Der Index sollte sich in einem RAID-Array befinden. Wenn Sie diesen Speicherort nicht beim
Erstellen des Index angegeben haben, verschieben Sie ihn mit dem Tool „Catutil“.
Bevor Sie beginnen
Dieses Verfahren ist einer von sechs Schritten, die bei der Optimierung der
Volltextindizierung durchgeführt werden sollten. Weitere Informationen über den
vollständigen Vorgang finden Sie unter Optimieren der Volltextindizierung.
Verfahren
So verschieben Sie einen Index
1. Halten Sie die vollständige oder inkrementelle Auffüllung an, sofern diese ausgeführt
wird.
2. Führen Sie an der Eingabeaufforderung das Tool „Catutil“ aus.
Hinweis:
Wenn Sie Hilfe zur Verwendung des Tools „Catutil“ erhalten möchten,
wechseln Sie zur Eingabeaufforderung, und geben Sie catutil movecat /?
ein.
Wichtig:
Wenn Sie das Tool „Catutil“ verwenden, wird der Index ordnungsgemäß
verschoben und ausgeführt, doch wird der im Exchange-System-Manager
angezeigte Speicherort des Index nicht aktualisiert. Die normale Ausführung
der Volltextindizierung wird hierdurch nicht beeinträchtigt. Sie können die
111
Anzeige nicht korrigieren. Sie können jedoch den aktuellen Speicherort des
Index jederzeit überprüfen, indem Sie in der Registrierung den folgenden
Schlüssel anzeigen:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Search\1.0\Indexer\<application
name>\<index name>\ProjectPath.
Verschieben der Sammelprotokolle für die
Volltextindizierung
Sie können die Leistung von Servern, auf denen Volltextindizierung durchgeführt wird,
steigern, indem Sie die Sammelprotokolldateien vom Systemlaufwerk auf ein Laufwerk mit
höherer Leistung verschieben. Führen Sie zum Verschieben der Sammelprotokolle das
folgende Verfahren durch.
Bevor Sie beginnen
Dieses Verfahren ist einer von sechs Schritten, die bei der Optimierung der
Volltextindizierung durchgeführt werden sollten. Weitere Informationen über den
vollständigen Vorgang finden Sie unter Optimieren der Volltextindizierung.
Vorsicht:
Die falsche Verwendung des Registrierungs-Editors kann zu ernsthaften Problemen
führen, die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich
machen. Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr
behoben werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen
Daten.
Sie müssen ein gültiges Verzeichnis angeben, da die Volltextindizierung nicht ausgeführt
wird, wenn Sie ein ungültiges Verzeichnis angeben. Der Microsoft Search–Dienst muss nicht
ausgeführt werden, wenn Sie den Registrierungsschlüssel bearbeiten. Wenn Sie jedoch den
Registrierungsschlüssel bearbeiten, während der Microsoft Search–Dienst ausgeführt wird,
müssen Sie den Dienst nach erfolgter Änderung neu starten, damit die Änderung wirksam
wird.
Verfahren
So verschieben Sie die Sammelprotokolle
1. Starten Sie den Registrierungs–Editor.
112
2. Geben Sie im Registrierungs–Editor unter Verwendung des folgenden
Registrierungsschlüssels den gewünschten Speicherort für Sammelprotokolle an:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Search\1.0\gather\ExchangeServer_<instance>\<index
name>\StreamLogsDirectory
Hinweis:
Stellen Sie in einem Cluster vor dem Ändern des Registrierungsschlüssels
StreamLogsDirectory sicher, dass die MSSearch-Ressource online ist. Stellen Sie
außerdem sicher, dass Sie den richtigen Knoten bearbeiten, indem Sie mithilfe der
Clusterverwaltung den Knoten ermitteln, in dem die Gruppe ausgeführt wird. Starten Sie
nach dem Ändern des Registrierungsschlüssels die MSSearch–Ressource mithilfe der
Clusterverwaltung neu, indem Sie die Ressource offline und anschließend wieder online
schalten.
Erhöhen der Beschränkung der
Nachrichtengröße für die
Volltextindizierung
Wenn Nachrichten indiziert werden müssen, deren Anhänge größer als 16 MB sind, muss die
Beschränkung der Nachrichtengröße für die Volltextindizierung erhöht werden. Führen Sie
zum Erhöhen der Größenbeschränkung das folgende Verfahren durch:
Bevor Sie beginnen
Dieses Verfahren ist einer von sechs Schritten, die bei der Optimierung der
Volltextindizierung durchgeführt werden sollten. Weitere Informationen über den
vollständigen Vorgang finden Sie unter Optimieren der Volltextindizierung.
Der Microsoft Search-Dienst muss nicht ausgeführt werden, wenn Sie den
Registrierungsschlüssel bearbeiten. Wenn Sie jedoch den Registrierungsschlüssel
bearbeiten, während der Microsoft Search-Dienst ausgeführt wird, müssen Sie den Dienst
nach erfolgter Änderung beenden und neu starten, damit die Änderung wirksam wird.
Vorsicht:
Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen.
Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben
werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
113
Verfahren
So erhöhen Sie den Grenzwert für die Nachrichtengröße
1.
Starten Sie den Registrierungs-Editor.
2. Legen Sie im Registrierungs-Editor den folgenden Registrierungsschlüssel auf
4.000 MB fest:
HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Search\1.0\Gathering
Manager\MaxDownloadSize
Hinweis:
Stellen Sie in einem Cluster vor dem Ändern des Registrierungsschlüssels
sicher, dass die MSSearch-Ressource online ist. Stellen Sie außerdem sicher,
dass Sie den richtigen Knoten bearbeiten, indem Sie mithilfe der
Clusterverwaltung den Knoten ermitteln, in dem die Gruppe ausgeführt wird.
Starten Sie nach dem Ändern des Registrierungsschlüssels die MSSearchRessource mithilfe der Clusterverwaltung neu, indem Sie die Ressource offline
und anschließend wieder online schalten.
Einrichten von Prüfpunkten für die
Volltextindizierung
Es wird dringend empfohlen, das in Microsoft Exchange 2000 Server SP2 enthaltene Skript
für Prüfpunktvorgänge zu verwenden, um mögliche Indizierungsprobleme zu vermeiden.
Führen Sie zum Einrichten von Prüfpunkten für die Volltextindizierung das folgende
Verfahren durch.
Bevor Sie beginnen
Dieses Verfahren ist einer von sechs Schritten, die bei der Optimierung der
Volltextindizierung durchgeführt werden sollten. Weitere Informationen über den
vollständigen Vorgang finden Sie unter Optimieren der Volltextindizierung.
Das Prüfpunkt–Feature ist standardmäßig nicht aktiviert, da es eine beträchtliche Menge
zusätzlichen Festplattenspeichers benötigt. Stellen Sie sicher, dass genügend
Festplattenspeicher verfügbar ist, bevor Sie das Prüfpunktskript ausführen. Auf der
Festplatte, auf der Volltextindexkataloge abgelegt werden, sollten mindestens 15 Prozent
freier Speicher verfügbar sein.
114
Verfahren
So richten Sie Prüfpunkte ein
1. Stellen Sie sicher, dass genügend freier Festplattenspeicher vorhanden ist. Erhöhen
Sie bei Bedarf die Größe des Datenträgers, oder verschieben Sie die Kataloge auf
einen größeren Datenträger.
2. Führen Sie an der Eingabeaufforderung das folgende Skript aus.
<Systemlaufwerk>:\Programme\Gemeinsame
Dateien\System\MSSearch\Bin\EnableCheckPoints.vbs <ANWENDUNG>
[KATALOG]

Parameterdefinitionen
<ANWENDUNG>
Dies ist der Name der Volltextindexanwendung. Die Namenskonvention für die
Anwendung ist ExchangeServer_<Servername>. In einer eigenständigen
Konfiguration ist <Servername> der Name des Servers. In einer
Clusterumgebung ist <Servername> der Name des virtuellen Servers.
[KATALOG]
Dieser Parameter bezieht sich auf den Namen des Volltextindexkatalogs. Um
den Namen des Katalogs im Exchange-System-Manager zu ermitteln,
doppelklicken Sie auf den Exchange-Informationsspeicher, für den ein
Volltextindex erstellt wurde, und doppelklicken Sie dann auf Volltextindizierung.
Die Bezeichnung der Eigenschaft lautet „Indexname“, und ihr Wert ist der Name
des Katalogs.

Verwendung
Um Informationen zur Verwendung des Skriptes anzuzeigen, führen Sie das
Skript ohne Parameter aus.
Wenn Sie nur den Namen der Volltextindexanwendung angeben, wird das
Prüfpunkt–Feature für die gesamte Anwendung aktiviert. Dies bedeutet, dass alle
von nun an erstellten Volltextindizes automatisch diese Eigenschaft übernehmen.
Wenn bereits Volltextindizes vorhanden sind, müssen Sie das Prüfpunkt–Feature
für einen dieser Indizes aktivieren, indem Sie den Namen des Katalogs als
Parameter im Skript angeben.
Wenn Sie sowohl den Namen der Volltextindexanwendung als auch den Katalog
angeben, werden Prüfpunkte nur für diesen bestimmten Volltextindex und nicht
für andere Volltextindizes aktiviert. Dies hat auf zukünftig erstellte Volltextindizes
keine Auswirkungen.
Hinweis:
115
Prüfpunkte können für einen Volltextindex (Katalog) nur deaktiviert
werden, indem der Index gelöscht und anschließend neu erstellt wird.

Beispiel
Einrichten von Prüfpunkten auf dem Server TUNIS01 für alle neuen Kataloge:
D:\Program Files\Common Files\System\MSSearch\Bin\
EnableCheckPoints.vbs ExchangeServer_TUNIS01

Beispiel
Aktivieren von Prüfpunkten für einen vorhandenen Katalog in einem
Postfachspeicher:
D:\Program Files\Common Files\System\MSSearch\Bin\
EnableCheckPoints.vbs ExchangeServer_TUNIS01 privE34F12BB
Starten einer vollständigen Auffüllung
eines Volltextindex
Nachdem Sie einen Index erstellt haben, müssen Sie eine vollständige Auffüllung des Index
mit Daten (auch als Crawl bezeichnet) durchführen. Führen Sie zum Starten einer
vollständigen Auffüllung eines Volltextindexes die folgenden Schritte durch:
Bevor Sie beginnen
Die Einstellung für die Ressourcenauslastung bei der Volltextindizierung befindet sich im
Dialogfeld Eigenschaften des Servers auf der Registerkarte Volltextindizierung. Die
Standardeinstellung lautet Niedrig. Wenn während einer vollständigen oder inkrementellen
Auffüllung durch den Microsoft Search-Dienst Leistungsprobleme am Exchange-Server
auftreten, können Sie den Wert für die Ressourcenauslastung auf Minimum verringern.
Wenn Sie die Ressourcenauslastung auf Minimum festlegen, wird die Menge der
Ressourcen verringert, die der Microsoft Search-Dienst verwenden kann. Daher nimmt die
Zeit für die Durchführung vollständiger oder inkrementeller Auffüllungen zu, doch es tritt kein
Datenverlust auf.
Verfahren
So starten Sie eine vollständige Auffüllung
1. Stellen Sie sicher, dass die Volltextsuche während der Auffüllung nicht verfügbar ist.
116
Andernfalls gehen Benutzer davon aus, dass sie Volltextsuchvorgänge durchführen
können, die Suchvorgänge geben jedoch nicht die erwarteten Ergebnisse zurück. So
heben Sie die Verfügbarkeit der Volltextsuche auf
a. Klicken Sie im Exchange-System-Manager mit der rechten Maustaste auf den zu
indizierenden Postfachspeicher oder Informationsspeicher für Öffentliche Ordner,
und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.
b. Klicken Sie auf Volltextindizierung, und deaktivieren Sie anschließend das
Kontrollkästchen Dieser Index kann aktuell von Clients durchsucht werden.
2. Klicken Sie im Exchange-System-Manager mit der rechten Maustaste auf den zu
indizierenden Postfachspeicher oder Informationsspeicher für Öffentliche Ordner,
und klicken Sie anschließend auf Vollständiges Auffüllen beginnen.
Anzeigen des Status einer Auffüllung eines
Volltextindex
Da das Auffüllen eines Volltextindex beträchtliche Zeit in Anspruch nehmen kann, möchten
Sie möglicherweise den Status des Auffüllvorgangs anzeigen. Führen Sie zum Anzeigen des
Status einer Auffüllung eines Volltextindex die folgenden Schritte durch.
Verfahren
So zeigen Sie den Status des Auffüllungsvorgangs an

Erweitern Sie im Exchange-System-Manager den Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner oder den Postfachspeicher, und klicken Sie auf
Volltextindizierung.
Während der ersten Auffüllung lautet der Status Crawling. Sie können festlegen, ob
die Auffüllung beendet ist, indem Sie prüfen, ob der Status weiterhin angezeigt wird,
oder indem Sie in der Ereignisanzeige nach Meldungen des Microsoft Search–
Diensts suchen.
Hinweis:
Beenden Sie eine vollständige Auffüllung nicht während der Ausführung.
Wenn Sie eine vollständige Ausführung beenden müssen, diese jedoch zu
einem anderen Zeitpunkt wiederaufnehmen möchten, wählen Sie Auffüllen
anhalten und nicht Auffüllen beenden aus.
117
Anhalten einer vollständigen Auffüllung
eines Volltextindex
Führen Sie zum Anhalten einer vollständigen Auffüllung eines Volltextindex die folgenden
Schritte durch.
Verfahren
So halten Sie eine vollständige Auffüllung an
1. Klicken Sie im Exchange–System–Manager mit der rechten Maustaste auf den
Postfachspeicher oder Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, den Sie anhalten
möchten.
2. Klicken Sie auf Auffüllen anhalten.
Festlegen des Zeitplans für das
inkrementelle Auffüllen des Volltextindex
Planen Sie mindestens einmal täglich eine inkrementelle Auffüllung. Häufigere Planungen
einer Aktualisierung sind möglicherweise vorzuziehen, da der Index nur nach einer Auffüllung
den aktuellen Status wiedergibt. Führen Sie zum Festlegen des Zeitplans für das
inkrementelle Auffüllen des Volltextindex die folgenden Schritte durch.
Bevor Sie beginnen
Im Zeitplan für inkrementelle Auffüllungen wird nur festgelegt, wann eine Auffüllung beginnen
kann. Es ist keine Zeitbegrenzung für die Auffüllung vorgesehen. Daher ist es möglich, dass
eine inkrementelle Auffüllung erst nach Überschreiten der geplanten Zeit beendet wird.
Hinweis:
Wenn der Postfachspeicher oder der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner
6 GB nicht überschreitet, können Sie im Allgemeinen stündlich inkrementelle
Aktualisierungen durchführen. Wenn der Speicher größer ist als 6 GB oder auf dem
Server eine hohe Speicherauslastung vorliegt, könnte die Aktualisierung des Indexes
weniger häufig durchgeführt werden.
118
Verfahren
So legen Sie den Zeitplan für inkrementelle Auffüllungen fest
1.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Exchange-System-Manager auf den
Postfachspeicher oder den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, den Sie
indizieren möchten. Klicken Sie auf Eigenschaften, und klicken Sie anschließend
auf die Registerkarte Volltextindizierung. Siehe die folgende Abbildung.
Registerkarte „Volltextindizierung“ eines Postfachspeichers
2. Wählen Sie in der Liste Aktualisierungsintervall einen Intervallzeitplan aus.
119
Aktivieren von Volltextindexabfragen
Aktivieren Sie nach der anfänglichen Auffüllung und mindestens einer inkrementellen
Auffüllung die Verwendung des Index, um Benutzern die Volltextsuche mit Index zu
ermöglichen. Führen Sie zum Aktivieren von Abfragen das folgende Verfahren durch.
Bevor Sie beginnen
Überprüfen Sie, ob die anfängliche Auffüllung und mindestens eine inkrementelle Auffüllung
durchgeführt wurden.
Verfahren
So aktivieren Sie die Verwendung des Indexes
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Exchange-System-Manager auf den
Postfachspeicher oder den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, den Sie
aktivieren möchten, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften.
2. Klicken Sie auf Volltextindizierung, und aktivieren Sie das Kontrollkästchen Dieser
Index kann aktuell von Clients durchsucht werden.
Verwalten der Volltextindizierung
Im Folgenden finden Sie hilfreiche Informationen über die Verwaltung der Volltextindizierung
nach der Bereitstellung. Enthalten sind auch Richtlinien, die Ihnen helfen, den richtigen
Zeitpunkt für Auffüllungen zu ermitteln und so sicherzustellen, dass im Index jederzeit
aktuelle Informationen zur Verfügung stehen.
Überprüfen der Größe des Indexes
Sie können die Größe des Indexes im folgenden Ordner überprüfen:
<driveletter>:\Exchsrvr\ExchangeServer_<servername>\Projects\<indexname>\Build\Indexer
\CiFiles
120
Hinzufügen von Benutzern zu einem indizierten
Server
Wenn Sie einem indizierten Server einen Benutzer hinzufügen, sollten Sie eine inkrementelle
Auffüllung durchführen, um das neue Postfach in den Index aufzunehmen.
Situationen, bei denen ein neues vollständiges
Auffüllen erforderlich ist
In den folgenden Fällen müssen Sie den Index vollständig auffüllen:

Die Wörtertrennungen wurden geändert. (Wörtertrennungen werden in der
Volltextindizierung verwendet, um festzustellen, an welcher Stelle ein einzelnes Wort in
einem beliebigen Text beginnt und endet.)

Ein Füllwort wurde geändert. Informationen zum Ändern von Füllwörtern finden Sie unter
„Customizing Full-Text Indexing“ (Anpassen der Volltextindizierung) unter Exchange
Server 2003 Software Development Kit (SDK).

Es wurden neue Filter für Dokumentformate hinzugefügt.

Die Schemadatei wurde geändert.

Die SMTP–Adresse des Speichers wurde geändert.

Eine Wiederherstellung wird durchgeführt.
Während der Auffüllung bleibt der Index für Volltextsuchen verfügbar. Der Index steht nur
dann nicht für Abfragen zur Verfügung, wenn Sie den alten Index vor dem Erstellen des
neuen Indexes und einer neuen vollständigen Auffüllung löschen mussten. Dies ist i. d. R.
nur erforderlich, wenn der alte Index fehlerhaft war.
Konfigurieren der Offlineadressbücher von
Exchange Server 2003
Benutzer von Microsoft Office Outlook 2003 können sich das Adressbuch von Microsoft
Exchange Server 2003 auf ihren lokalen Computer downloaden. Die daraus resultierende
Datei ist das Offlineadressbuch. Outlook muss durch die Verwendung des
Offlineadressbuchs keine Verbindung mit dem Active Directory-Verzeichnisdienst herstellen,
um allgemeine Vorgänge durchzuführen, z. B. die Auflösung von Namen, das Durchsuchen
von Adresslisten oder das Erhalten von Adressdetails. Die zur Verfügung stehenden
Funktionen sind zwar begrenzt, jedoch denen der globalen Adressliste oder anderen
Adresslisten ähnlich, mit denen Sie im Netzwerk arbeiten.
121
Offlineadressbücher wurden bisher nur bei der Offlinearbeit verwendet. Outlook 2003
verwendet ein Offlineadressbuch beim Arbeiten im Cachemodus (Standardmodus). Beim
Installieren von Exchange Server 2003 wird die Standard-Offlineadressliste automatisch
konfiguriert. Dabei handelt es sich um eine Offlineversion der gesamten globalen Adressliste.
Sie können ggf. zusätzliche Offlineadresslisten erstellen, um beispielsweise folgende
Anforderungen zu erfüllen:

Wenn Ihre Organisation mehrere Sprachen und mehrere Sortierreihenfolgen verwendet,
verschiedene Unternehmen hostet oder über mehrere politische oder physikalische
Standorte verfügt, können Sie verschiedene Offlineadressbücher erstellen, um den
unterschiedlichen Benutzeranforderungen problemlos gerecht zu werden.

Active Directory-Filter können zum Erstellen von Adresslisten verwendet werden, die
lediglich Untermengen der Globalen Adressliste enthalten. Anschließend können Sie
diese Adresslisten in Offlineadressbüchern verwenden.

Sie können Berechtigungen verwenden, um den Zugriff von einzelnen Benutzern oder
Gruppen auf bestimmte Offlineadressbücher einzuschränken.
Für das Einrichten von Offlineadressbüchern sind folgende grundlegende Schritte
erforderlich:
1. Richten Sie die Server zur Unterstützung der Offlineadressbücher ein. Beim Erstellen von
Offlineadressbüchern benötigt Exchange Server 2003 Zugriff auf einen globalen
Katalogserver und auf einen Server, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird und
der die Standardstruktur Öffentliche Ordner unterstützt.
2. Konfigurieren Sie das Offlineadressbuch, und erstellen Sie ein Offlineadressbuch-Objekt
in Active Directory.
3. Erstellen Sie die Offlineadressbuch-Dateien. In der Standardeinstellung erfolgt dieser
Vorgang während die Exchange-Postfachwartung ausgeführt wird.
4. Achten Sie darauf, dass die Benutzer Outlook so konfigurieren, dass diese das richtige
Offlineadressbuch downloaden. Dieser Vorgang ist von der verfügbaren Version von
Outlook abhängig.
Einrichten der Server zur Unterstützung
von Offlineadressbüchern
Zum Erstellen von Offlineadressbüchern muss Exchange Server 2003 mindestens auf einen
der folgenden Servertypen Zugriff haben:

Globaler Katalogserver Wenn Sie über mehrere globale Katalogserver verfügen,
müssen Sie darauf achten, dass die Active Directory-Replikation einwandfrei funktioniert,
sodass Exchange genaue Informationen abrufen kann, unabhängig davon, welcher
122
Server kontaktiert wird. Achten Sie zudem auf den erforderlichen Zeitraum, der für die
Active Directory-Replikation benötigt wird. Ein neues Konto ist möglicherweise nicht
sofort auf allen globalen Katalogservern verfügbar. Weitere Informationen zur
Active Directory-Replikation finden Sie in der Onlinehilfe zu Microsoft Windows.

Server für Öffentliche Ordner Dieser Server ist der Exchange-Server, der die
Öffentliche Ordner-Standardstruktur unterstützt. Weitere Informationen zum Verwalten
mehrerer Instanzen von Offlineadressbuch-Ordnern, insbesondere bei mehreren Servern
für Öffentliche Ordner, mehreren Routinggruppen bzw. mehreren administrativen
Gruppen, finden Sie im Abschnitt „Offlineadressbuch-Ordner“ dieses Themas.
Server für Gebietsschemas und Öffentliche
Ordner
Sie können die Sortierreihenfolge sowie die Konfiguration von Codeseiten auf Serverebene
einstellen. Exchange Server 2003 verwendet beim Erstellen des Offlineadressbuchs die
Gebietsschemaeinstellungen des Offlineadressbuch-Servers. Die
Gebietsschemaeinstellungen des Outlook-Profils wirken sich nicht auf das Offlineadressbuch
aus. Wenn Outlook im Exchange-Cachemodus ausgeführt wird, verwendet die Software
anstatt der Globalen Adressliste normalerweise das Offlineadressbuch. Die Benutzer können
ggf. Unterschiede im Verhalten der beiden Arten von Adressbüchern feststellen.
Unterschiede zwischen dem Offlineadressbuch und der
globalen Adressliste
Die unterschiedlichen Erfahrungen mit Outlook sind abhängig davon, mit welcher Adressliste
Benutzer arbeiten. Entweder sie verwenden eine Onlineadressliste (z. B. die Globale
Adressliste) oder eine Offlineadressliste.
Wenn ein Outlook-Benutzer eine Informationsanfrage an die Globale Adressliste stellt, fordert
Outlook an, dass die Informationen mit den Gebietschemaeinstellungen des Outlook-Profils
und der Windows-Registrierung zur Verfügung gestellt werden. Die Anfrage wird an einen
globalen Katalogserver geleitet, der, wenn er richtig konfiguriert wurde, die Informationen mit
den entsprechenden Gebietsschemainformationen zurück an Outlook sendet. Wenn der
globale Katalogserver die angefragte Sprache nicht unterstützt, werden die Informationen
unter Verwendung des englischen Gebietsschemas an Outlook zurückgegeben.
Fordert ein Outlook-Benutzer Informationen aus dem Offlineadressbuch an, verwendet
Outlook die Dateien des Offlineadressbuchs. Die Gebietsschemainformationen für diese
Dateien sind statisch. Exchange Server 2003 stellt beim Erstellen der OfflineadressbuchDateien fest, welche Gebietsschemainformationen zu verwenden sind. Die Dateien werden
beim Download in Outlook nicht verändert. Exchange Server 2003 fordert das
Offlineadressbuch nur für eine Sprache an und erstellt es lediglich für diese.
123
Verwendet der Computer des Benutzers dieselben Gebietsschemainformationen wie der
Offlineadressbuch-Server, ist kein Unterschied im Verhalten sichtbar. Wenn Benutzer
allerdings ein anderes Gebietsschema eingestellt haben als auf dem OfflineadressbuchServer, werden die Benutzer einen Unterschied feststellen. Wenn Benutzer diese
Konfiguration verwenden, insbesondere, wenn Sie den Exchange-Cachemodus verwenden,
sollten Sie die entsprechenden Benutzer auf die Unterschiede zwischen den zwei Arten von
Adressbüchern hinweisen.
Die primären Gebietschemaeinstellungen lauten wie folgt:
Codeseite
Die Versionen 1 und 2 des ANSI-Offlineadressbuchs werden unter Verwendung der ANSIStandardcodeseite des Serversystems erstellt.
In diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass ein englischer Server ein
Offlineadressbuch erstellt und dieses Offlineadressbuch von einem russischen OutlookBenutzer gedownloadet wird. Das Offlineadressbuch verwendet immer noch
westeuropäische Zeichen. Wenn der russische Outlook-Benutzer mit der Globalen
Adressliste verbunden ist, wird die Adressliste in kyrillischen Zeichen angezeigt.
Sortierreihenfolge
Alle Offlineadressbücher, die auf einem bestimmten Server erstellt wurden, verwenden die
Sortierreihenfolge des entsprechenden Servers.
In diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass ein englischer Server ein
Offlineadressbuch erstellt und dieses Offlineadressbuch von einem deutschen OutlookBenutzer gedownloadet wird. Das Offlineadressbuch verwendet weiterhin die englische
Sortierreihenfolge. Wenn der deutsche Outlook-Benutzer mit der globalen Adressliste
verbunden ist, wird die Adressliste in der deutschen Sortierreihenfolge angezeigt.
Überprüfen und Konfigurieren des Standardgebietsschemas
des Offlineadressbuchs
Outlook-Benutzer können das Gebietsschema des Offlineadressbuchs überprüfen, indem Sie
die folgenden Registrierungsschlüssel auf dem Computer überprüfen, auf dem Outlook
ausgeführt wird:

HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Exchange\Exchange Provider\OAB
Sort LocaleU Die Gebietsschema-ID für das UNICODE-Offlineadressbuch als
Hexadezimalwert und binär gespeichert, beispielsweise 09 04 00 00 für Englisch (USA).

HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Exchange\Exchange Provider\OAB
Sort Locale Die Gebietsschema-ID für das ANSI–Offlineadressbuch als
Hexadezimalwert und binär gespeichert, beispielsweise 09 04 00 00 für Englisch (USA).
124
Wichtig:
Nehmen Sie keine Änderungen an diesen Registrierungsschlüsseln vor.
Das Offlineadressbuch verwendet das Standardgebietsschema des OfflineadressbuchServers. Sie können das Standardgebietsschema ändern. Denken Sie jedoch daran, dass
der Server nur ein Standardgebietsschema verwenden kann. Der Wert für das
Gebietsschema ist eine hexadezimale Zeichenfolge, beispielsweise 00000409 für Englisch
(USA). Weitere Informationen zu Werten für Gebietsschema-IDs finden Sie in der
Dokumentation zu Microsoft Windows Server 2003.
Ausführliche Anweisungen zum Ändern des Servergebietsschemas finden Sie unter Ändern
des Standardgebietsschemas des Servers.
Offlineadressbuch-Ordner
Wenn Exchange Server 2003 Offlineadressbuch-Dateien erstellt, werden die Dateien an EMail-Nachrichten angehängt und in speziellen Öffentlichen Ordner abgelegt. Outlook erhält
Nachrichten von diesem Ordner und downloadet die angehängten Dateien.
Die Nachrichten des Offlineadressbuchs werden in Unterordnern des Ordners
Offlineadressbuch gespeichert. Dieser Ordner ist ein Systemordner der Öffentliche
Ordner-Standardstruktur. Der Ordner enthält Unterordner für jede administrative Gruppe
(oder jeden Standort) in Ihrer Topologie. In der Standardeinstellung befindet sich ein
Inhaltsreplikat einer bestimmten Verwaltungsgruppe auf dem ersten Server, der in der
Verwaltungsgruppe (Standortordnerserver genannt) installiert ist.
Ausführliche Anweisungen zum Anzeigen von Systemordnern finden Sie unter Anzeigen des
Systemorders für eine Öffentliche Ordner-Struktur.
Hinweis:
Durch den Standortordnerserver wird sichergestellt, dass Standortordner vorhanden
sind. Wenn der Standortordnerserver vom Standort entfernt werden muss, müssen
Sie zuvor sicherstellen, dass die Standortordner auf einen neuen Server repliziert
wurden, der dann die Funktion des Standortordnerservers übernehmen kann.
Sie können Systemordner ggf. auf zusätzliche Server replizieren. Sie können weiterhin
einzelne Offlineadressbücher konfigurieren, um diese auf bestimmten Servern
bereitzustellen. Für die Unterstützung der Offlineadressbuch-Ordner muss der Server über
den Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner verfügen. Weitere
Informationen zum Verweisverfahren für Systemordner finden Sie unter „Verwalten von
Postfachspeichern und Informationsspeichern für Öffentliche Ordner“ im Exchange Server
2003-Administratorhandbuch.
Wenn ein Server in einer Umgebung im gemischten Modus auf einen Exchange Server 2003
aktualisiert wird, müssen Sie u. U. neue Ordnerreplikate erstellen. Weitere Information zum
Erstellen neuer Replikate der Offlineadressbücher finden Sie im Microsoft Knowledge Base-
125
Artikel 817377, „Offline Address Book Replication Does Not Work After You Upgrade to
Exchange Server 2003“.
Offlineadressbuch-Dateien
Beim Erstellen eines Offlineadressbuchs erstellt Exchange Server 2003 mehrere Dateisätze.
Mit diesen Dateien unterstützt Exchange Server 2003 verschiedene Formate für das
Offlineadressbuch:

OAB Version 1 Wenn das Offlineadressbuch mit der Option Exchange 4.0- und 5.0Kompatibilität konfiguriert wird, erstellt Exchange einen Dateisatz im OfflineadressbuchFormat, Version 1 (OAB Version 1). Diese Dateien werden an Nachrichten im
Stammordner des Offlineadressbuchs angehängt (in der Regel: /o=Erste
Organisation/cn=Adresslisten/cn=OABs/cn=Standard-Offlineadressliste). DOS, Windows
16 Bit und Exchange 4.0-Clients verwenden OAB-Informationen in der Version 1. Diese
Informationen wird nicht mit Outlook-Clients verwendet.

OAB, Version 2 Für Nicht-Unicode (ANSI)-Clients. Exchange erstellt Dateien im
Offlineadressbuch–Format in der Version 2 (OAB Version 2). Diese Dateien werden an
Nachrichten im Ordner für OAB, Version 2, angehängt. Alle Outlook-Clients können die
Dateien verwenden.

OAB Version 3a Für Unicode-Outlook-Clients. Exchange erstellt Dateien im
Offlineadressbuch-Format in der Version 3a (OAB, Version 3a). Diese Dateien werden an
Nachrichten im Ordner für OAB, Version 3a, angehängt (siehe Abbildung). Outlook 2003Clients können diese Dateien verwenden.
126
Nachrichten in einem Offlineadressbuch-Ordner
In der folgenden Tabelle werden die Dateien aufgeführt, die Exchange Server 2003 für
verschiedene Offlineadressbuch-Formate erstellt.
Dateien, die von Exchange Server 2003 für Offlineadressbücher erstellt werden
ANSI-OAB, Version 1
ANS-OAB,Version 2
(Stammordner)
Browse.oab
Unicode-OAB,
Beschreibung
Version 3a
Browse2.oab
Browse2_u.oab
Diese Datei bildet die
Kernkomponente des
Offlineadressbuchs.
Sie beinhaltet die
Verweise auf Daten
in anderen OABDateien.
127
ANSI-OAB, Version 1
ANS-OAB,Version 2
(Stammordner)
Details.oab
Unicode-OAB,
Beschreibung
Version 3a
Details2.oab
Details2_u.oab
Diese Datei enthält
die detaillierten
Datensätze. Eine
Liste der Attribute,
die in dieser Datei
enthalten sind, finden
Sie unter „In
OfflineadressbuchDateien gespeicherte
Benutzerattribute“
weiter unten in
diesem Kapitel. Sie
können die Attribute
in den detaillierten
Datensätzen nicht
anpassen.
Outlook-Benutzer
können über die
Option Alle Details
auswählen, ob sie die
Datei mit den Details
downloaden
möchten. Es wird
empfohlen, die
Option Alle Details
auszuwählen, wenn
der Outlook-Client im
Cachemodus
ausgeführt wird.
Wenn der Client über
wenig Speicherplatz
verfügt, sollte der
Benutzer die Option
Keine Details
auswählen.
128
ANSI-OAB, Version 1
ANS-OAB,Version 2
(Stammordner)
Unicode-OAB,
Beschreibung
Version 3a
Rdndex.oab
Rdndex2.oab
Rdndex2_u.oab
Outlook verwendet
diesen Index bei der
Suche nach
Distinguished Names
(DN). Outlook erstellt
die Dateien rdndex
und pdndex mithilfe
dieser Informationen.
Anrdex.oab
Anrdex.oab
Anrdex2_u.oab
Outlook verwendet
diese Indexdatei, um
mehrdeutige Namen
aufzulösen.
Lngxxx.oab
Lngxxx.oab
Lngxxx.oab
Diese Dateien
enthalten Anzeigeund Adressvorlagen
für
Gebietschemainform
ationen
(Spracheinstellungen
). Die Vorlagen
enthalten
Informationen
darüber, wie Outlook
die Eigenschaften der
Objekte darstellt. In
der Vorlage stellt xxx
die GebietsschemaID dar, die zur
Identifikation der
Sprache verwendet
wird. Outlook
benennt die Vorlage
während des
Downloads in
Tmplts.oab um.
129
ANSI-OAB, Version 1
ANS-OAB,Version 2
(Stammordner)
Macxxx.oab
Unicode-OAB,
Beschreibung
Version 3a
Macxxx.oab
Macxxx.oab
Die Datei enthält
Anzeige- und
Adressvorlagen für
Macintosh, wobei xxx
für die Codeseite
steht. Der Client
benennt die Vorlage
während des
Downloads in
Tmplts.oab um. Zum
Zeitpunkt der
Veröffentlichung
dieses Handbuchs
verwenden
Macintosh-Clients,
einschließlich
Outlook 2001, das
Nicht-UnicodeOfflineadressbuch.
Die Unicode-Datei
wird für die
zukünftige
Verwendung erstellt.
130
ANSI-OAB, Version 1
ANS-OAB,Version 2
(Stammordner)
Changes.oab
Unicode-OAB,
Beschreibung
Version 3a
Changes.oab
Changes.oab
Diese Datei wird
auch DIFF-Datei
(oder DifferenceDatei) genannt. Sie
enthält die
Unterschiede
zwischen dem
aktuellen
Offlineadressbuch
und dem zuvor
erstellten
Offlineadressbuch.
Outlook verwendet
die Informationen
dieser Datei, um
festzustellen, ob eine
Aktualisierung der
Kopie des
Offlineadressbuchs
vorgenommen oder
ein neues
Offlineadressbuch
erstellt werden soll.
Diese Datei ist als
Anlage in einer
separaten Nachricht
enthalten.
Benutzerzertifikate in Offlineadressbuch-Dateien
Die Dateien mit den Details eines Offlineadressbuchs enthalten Benutzerzertifikate. In
Exchange Server 2003 werden unwichtige Zertifikate jedoch herausgefiltert. Es gibt drei
verschiedene Zertifikatsattribute in Active Directory. Nur wenige dieser Zertifikate werden für
die Verschlüsselung und als Signatur von E-Mail-Nachrichten verwendet. Outlook verwendet
aus diesem Grund nur diese und keine anderen Zertifikate. Zertifikate, die nicht von Outlook
verwendet werden, beispielsweise EFS (Encrypted File System) und die 802.1xAuthentifizierung, werden aus dem Offlineadressbuch herausgefiltert. Abgelaufene Zertifikate
werden ebenfalls aus dem Offlineadressbuch herausgefiltert.
131
Ausführliche Anweisungen zum Deaktivieren der Zertifikatfilterung finden Sie unter
Deaktivieren der Zertifikatsfilterung in Offlineadressbuchdateien.
In Offlineadressbuch-Dateien gespeicherte Benutzerattribute
Mit Outlook können Benutzer Adressattribute anderer Benutzer anzeigen lassen, wenn Sie
das Offlineadressbuch verwenden. Welche Attribute verfügbar sind, hängt von der OutlookKonfiguration ab.
Zeigen Sie im Menü Extras auf Senden/Empfangen, und klicken Sie anschließend auf
Onlineadressbuch downloaden, um die Attributeinstellungen anzuzeigen. Outlook stellt
zwei Optionen zur Verfügung:

Alle Details Outlook downloadet alle Adressattribute.

Keine Details Outlook downloadet eine Teilmenge der Offlineattribute.
In der folgenden Tabelle sind die Adressattribute aufgeführt, die Teil des Offlineadressbuchs
sind, und es wird gezeigt, ob diese als Teil der Version des Offlineadressbuchs ohne Details
gedownloadet werden oder nicht.
Adressattribute des Offlineadressbuchs nach Adressbuchregisterkarte geordnet
Registerkarte
Anzeigename
Attributname
Keine Details
Alle Details
Nicht zutreffend
Nicht zutreffend
PR_OBJECT
TYPE
X
X
PR_ENTRYID
X
X
PR_DISPLAY_T
YPE
X
X
PR_SEND_RIC
H_INFO
X
X
PR_USER_CER
TIFICATE
X
PR_USER_X50
9_CERTIFICAT
E
X
PR_EMS_AB_X
509_CERT
X
PR_EMS_AB_H
OME_MDB_A
X*
132
Registerkarte
Anzeigename
Attributname
Keine Details
Alle Details
Allgemein
Vorname
PR_GIVEN_NA
ME_A
X
Initiale
PR_INITIALS_A
X
Nachname
PR_SURNAME_ X
A
X
Anzeigename
PR_DISPLAY_N
AME_A
X
X
Alias
PR_ACCOUNT_
A
X
X
Adresse
PR_STREET_A
DDRESS_A
X
Stadt
PR_LOCALITY_
A
X
Bundesland
PR_STATE_OR
_PROVINCE_A
X
PLZ
PR_POSTAL_C
ODE_A
X
Land/Region
PR_COUNTRY_
A
X
Anrede
PR_TITLE_A
X
Firma
PR_COMPANY_
NAME_A
X
Sekretariat
PR_ASSISTANT
_A
X
Abteilung
PR_DEPARTME
NT_NAME_A
X
Büro
PR_OFFICE_LO X
CATION
X
Telefon
PR_BUSINESS_
TELEPHONE_N
UMBER_A
X
133
Registerkarte
Anzeigename
Attributname
Telefon/Anmerk
ungen:
Geschäftlich 1
PR_BUSINESS_
TELEPHONE_N
UMBER_A
X
Geschäftlich 2
PR_BUSINESS_
TELEPHONE_N
UMBER_A
X **
Fax
PR_PRIMARY_
FAX_NUMBER_
A
X
Sekretariat
PR_ASSISTANT
_TELEPHONE_
NUMBER_A
X
Privat 1
PR_HOME_TEL
EPHONE_NUM
BER_A
X
Privat 2
PR_HOME2_TE
LEPHONE_NU
MBER_A
X **
Mobil
PR_MOBILE_TE
LEPHONE_NU
MBER_A
X
Pager
PR_PAGER_TE
LEPHONE_NU
MBER_A
X
Anmerkungen
PR_COMMENT
_A
X
Nicht zutreffend
PR_ADDRTYPE
_A
X
X
Nicht zutreffend
PR_EMAIL_AD
DRESS_A
X
X
Nicht zutreffend
PR_SMTP_ADD
RESS_A
X
X
Nicht zutreffend
PR_EMS_AB_P
ROXY_ADDRES
SES
E-Mail-Adressen
Keine Details
Alle Details
X
134
Registerkarte
Anzeigename
Attributname
Nicht zutreffend
PR_EMS_AB_T
ARGET_ADDRE
SS
Keine Details
Alle Details
X*
* V3 steht für Version 3a des Offlineadressbuchs. Derzeit steht diese Version lediglich in
Exchange Server 2003 und Outlook 2003 zur Verfügung.
** Geschäftlich 2 und Privat 2 stehen als einzelner Wert in der Version 5.5 von Microsoft
Exchange Server und mehrwertig lediglich in der Version 3 von Exchange Server 2003.
Diese Werte stehen für Exchange Server 2003-ANSI, Version 2, oder Microsoft
Exchange 2000 Server nicht zur Verfügung.
In der folgenden Tabelle sind die Attribute aufgeführt, die weder in der Version Keine Details
noch in der Version Alle Details des Offlineadressbuchs enthalten sind.
Attribute, die im Offlineadressbuch nicht verfügbar sind
Registerkarte
Anzeigename
Attributname
Organisation
Direkt unterstellt
directReports
Mitglied von
Gruppenmitgliedschaft
groupMembershipSAM
Nicht zutreffend
Benutzerdefinierte Attribute
Nicht zutreffend
Ändern des Standardgebietsschemas des
Servers
Das Offlineadressbuch verwendet das Standardgebietsschema des Offlineadressbuch–
Servers. Führen Sie zum Ändern des Standardgebietsschemas des Servers das folgende
Verfahren durch.
Bevor Sie beginnen
Sie können das Standardgebietsschema ändern, denken Sie jedoch daran, dass der Server
nur ein Standardgebietsschema verwenden kann. Der Wert für das Gebietsschema ist eine
hexadezimale Zeichenfolge, beispielsweise 00000409 für Englisch (US).
135
Verfahren
So ändern Sie das Standardgebietsschema des Servers
1. Starten Sie den Registrierungs–Editor auf dem Exchange–Server.
2. Wechseln Sie zu HKEY_USERS\.Default\Control Panel\International\Locale.
3. Ändern Sie den Wert des Schlüssels Locale, sodass die richtige Gebietsschema–ID
verwendet wird.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zu Werten für Gebietsschema–IDs finden Sie in der Dokumentation zu
Microsoft Windows Server™ 2003.
Anzeigen des Systemorders für eine
Öffentliche Ordner-Struktur
Führen Sie zum Anzeigen des Systemordners für eine Öffentliche Ordner-Struktur das
folgende Verfahren durch.
Verfahren
So zeigen Sie Systemordner an
1. Öffnen Sie den Exchange-System-Manager.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Knoten der Öffentliche Ordner-Struktur,
und klicken Sie dann auf Systemordner anzeigen.
Die folgende Abbildung zeigt die Offlineadressbuch-Ordner und -Unterorder, wie Sie im
Exchange-System-Manager angezeigt werden.
Offlineadressbuch-Ordner im Exchange-System-Manager
136
Deaktivieren der Zertifikatsfilterung in
Offlineadressbuchdateien
Führen Sie zum Deaktivieren der Zertifikatsfilterung in Offlineadressbuchdateien das
folgende Verfahren durch.
Bevor Sie beginnen
Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung.
Vorsicht:
Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen.
Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben
werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
137
Verfahren
So deaktivieren Sie die Zertifikatsfilterung
1. Starten Sie den Registrierungs-Editor auf dem Exchange-Server.
2. Wechseln Sie zu
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\services\MSExchangeSA\Parame
ters\
3. Wenn der Eintrag OAL Invalid Cert Behavior nicht vorhanden ist, fügen Sie eine neue
Zeichenfolge hinzu:
Wert: OAL Invalid Cert Behavior
Typ: DWORD _
Wert: 2
Die Datenwerte haben folgende Entsprechung:
0 = filtert abgelaufene und ungültige Zertifikate
1 = filtert nur abgelaufene Zertifikate
2 = filtert das Attribut UserCertificate nicht
Erstellen eines neuen Offlineadressbuchs
Die Standard-Offlineadressliste enthält alle Adressen aus der globalen Adressliste. Sie
können bei Bedarf weitere Offlineadressbücher erstellen.
138
Offlineadresslisten-Container im Exchange-System-Manager
Ausführliche Anweisungen zum Erstellen eines neuen Offlineadressbuchs finden Sie unter
Erstellen eines neuen Offlineadressbuchs.
Erstellungsprozess für Offlineadressbücher
Mehrere Dienste sind an der Erstellung und Verwaltung der Offlineadressbuch–Dateien
beteiligt. Bevor Offlineadressbücher erstellt werden können, müssen die Adresslisten in
Active Directory aktualisiert werden. Der Microsoft Exchange–Systemaufsichtsdienst ruft den
Empfängeraktualisierungsdienst auf, um die Adresslisten zu verwalten. Wenn der
Empfängeraktualisierungsdienst die Adresslisten nicht auffüllen kann, schlägt das Erstellen
der Offlineadressbücher in Exchange Server 2003 fehl.
Während der Ausführung der Verwaltungsprozesse für den Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner initiiert Exchange Server 2003 die folgenden Vorgänge, um das
Offlineadressbuch zu erstellen:
1. Der Microsoft Exchange–Informationsspeicherdienst (MSExchangeIS) erstellt die Ordner
für das Offlineadressbuch.
2. Der Microsoft Exchange–Systemaufsichtsdienst (MSExchangeSA, auch als Mad.exe
bezeichnet) ruft die Adresslisteninhalte und die Konfigurationsinformationen für das
Offlineadressbuch aus Active Directory ab.
3. Der Microsoft Exchange–Systemaufsichtsdienst ruft Oabgen.dll auf.
139
Oabgen.dll ist eine MAPI–Anwendung für das Lesen von Daten aus Active Directory.
Beim ersten Erstellen eines Offlineadressbuchs erstellt Oabgen.dll die Ordner OAB
Version 2 und OAB Version 3a. Bei jeder weiteren Ausführung von Oabgen.dll werden
Dateien für alle Versionen des Offlineadressbuchs erstellt, die Dateien komprimiert und
anschließend für jede konfigurierte Offlineadressbuch–Version Nachrichten in den
entsprechenden Ordnern abgelegt. Die Offlineadressbuch–Dateien werden als Anhänge
dieser Nachrichten gespeichert.
Erstellen eines neuen Offlineadressbuchs
Die Standard-Offlineadressliste (siehe Abbildung) enthält alle Adressen, die in der Globalen
Adressliste aufgeführt sind.
Offlineadresslisten-Container im Exchange-System-Manager
Mit dem folgenden Verfahren können Sie ggf. zusätzliche Offlineadressbücher erstellen.
Verfahren
So erstellen Sie ein neues Offlineadressbuch
1.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Exchange-System-Manager unter
140
Empfänger auf Offlineadresslisten, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie
anschließend auf Offlineadressliste.
2. Geben Sie einen Namen für die Offlineadressliste ein. Dies ist der Name für das
Offlineadressbuch-Objekt in Active Directory. Bei der Verwaltung des
Offlineadressbuchs im Exchange-System-Manager können Sie unter diesem Namen
auf das Adressbuch zugreifen. Outlook verwendet diesen Namen nicht.
3. Klicken Sie auf Durchsuchen, um einen Server für Öffentliche Ordner für das
Offlineadressbuch auszuwählen. Geben Sie den Namen des Servers ein, oder
verwenden Sie die Option Erweitert, um einen Server zu suchen.
4. Klicken Sie auf Weiter, und wählen Sie mit Hinzufügen und Entfernen Adresslisten
aus, die Exchange Server 2003 als Quelle für das Offlineadressbuch verwenden soll.
Beenden Sie den Assistenten Neues Objekt – Offlineadressliste, indem Sie alle
verbleibenden Schritte ausführen
Exchange Server 2003 konfiguriert das Active Directory-Objekt für das neue
Offlineadressbuch. Die Offlineadressbuch-Dateien werden bei der nächsten Ausführung
der Verwaltungsprozesse für den Exchange-Informationsspeicher erstellt.
Konfigurieren eines Offlineadressbuchs
Nach dem Erstellen eines neuen Offlineadressbuchs können Sie zusätzliche Eigenschaften
bearbeiten, einschließlich des Aktualisierungsintervalls und der Kompatibilitätsoptionen für
ältere Clients.
141
Eigenschaften einer Offlineadressliste
Für eine Offlineadressliste können die folgenden Optionen eingestellt werden:

Server für Offlineadresslisten
In jedem Offlineadressbuch wird ein Server für das Erstellen der Dateien angegeben.
Klicken Sie auf Durchsuchen, um eine Liste der verfügbaren Server anzuzeigen.
Hinweis:
Stellen Sie vor der Angabe eines neuen Offlineadressbuch-Servers für ein
vorhandenes Offlineadressbuch sicher, dass der neue Server über
Inhaltsreplikate der entsprechenden Offlineadressbuch-Ordner verfügt (wie unter
„Offlineadressbuch–Ordner“ in Einrichten der Server zur Unterstützung von
Offlineadressbüchern beschrieben). Wenn die Ordner nicht vorhanden sind, kann
ein Fehler beim Erstellen des Offlineadressbuchs durch den OABGEN–Prozess
auftreten. In der Ereignisanzeige wird dann das Ereignis 9333 oder 9335
angezeigt. Sollte dieser Fall eintreten, konfigurieren Sie die Ordner manuell,
sodass sie auf den entsprechenden Server repliziert werden. Informationen zum
142
Konfigurieren von Ordner zum Replizieren finden Sie unter Steuern der
Replikation Öffentlicher Ordner in Exchange Server 2003.

Adresslisten
In der Standardeinstellung wird die globale Adressliste einbezogen. Sie können die
globale Adressliste entfernen oder weitere Adresslisten hinzufügen. Unabhängig davon,
wie viele Adresslisten ausgewählt wurden, kann Outlook nur eine einzige Adressliste
downloaden. Outlook wird ggf. aufgefordert, eine Adressliste auszuwählen, die als
Offlineadressbuch gedownloadet werden soll.
Hinweis:
Weitere Informationen zu Adresslisten finden Sie unter „Arbeiten mit
Adresslisten“ in der Hilfe zu Exchange Server 2003.

Aktualisierungsintervall
In der Standardeinstellung wird das Offlineadressbuch jeden Tag um 05:00 Uhr morgens
erstellt. Klicken Sie auf Anpassen, um den Zeitplan zu ändern.

Kompatibilität mit Exchange 4.0 und 5.0
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Exchange 4.0- und 5.0-Kompatibilität, wenn Ihre
Umgebung ältere Clientversionen unterstützt (einschließlich Exchange-Clients). Wenn
diese Option ausgewählt ist, erstellt Exchange Server 2003 Offlineadressbuch–Dateien
der Version 1.
Um die Leistung des Servers zu verbessern, ist diese Option standardmäßig nicht
aktiviert. Wenn Sie diese Option aktivieren, verlängert sich die Zeit für das Erstellen der
Offlineadressbuch–Dateien, und die Offlineadressbuch–Ordner werden größer.
Weitere Informationen zu diesem Kompatibilitätsproblem finden Sie im Microsoft
Knowledge Base-Artikel 191909: „XCLN: Error Msg: Unable to Download Offline Address
Book).
Festlegen eines Offlineadressbuchs für
einen Postfachspeicher
Wenn Sie mehrere Offlineadressbücher erstellen, können Sie jeden Postfachspeicher so
konfigurieren, dass dieser ein bestimmtes Offlineadressbuch verwendet. Für alle Postfächer
in diesem Speicher wird dann das angegebene Offlineadressbuch verwendet, und alle
Benutzer in diesem Postfachspeicher erhalten Zugriff auf die Adresslisten dieses
Offlineadressbuchs.
Die Konfiguration unterschiedlicher Offlineadressbücher für verschiedene Postfachspeicher
empfiehlt sich, wenn mehrere Umgebungen verwaltet werden oder in einer Umgebung
143
mehrsprachig gearbeitet wird und daher der Benutzerzugriff auf bestimmte Adresslisten
eingeschränkt werden muss. Wenn von den Benutzern unterschiedliche Codeseiten oder
Sortierreihenfolgen verwendet werden, können diese Benutzer auf mehrere Postfachspeicher
aufgeteilt werden. Jedem Speicher kann dann ein entsprechendes Offlineadressbuch
zugewiesen werden, dass auf einem Server mit den erforderlichen
Gebietsschemainformationen erstellt wurde.
Ausführliche Anweisungen zur Konfiguration eines Postfachspeichers zur Verwendung eines
bestimmten Offlineadressbuchs finden Sie unter Konfigurieren eines Postfachspeichers für
die Verwendung eines bestimmten Offlineadressbuchs.
Konfigurieren eines Postfachspeichers für
die Verwendung eines bestimmten
Offlineadressbuchs
Wenn Sie mehrere Offlineadressbücher erstellen, können Sie jeden Postfachspeicher so
konfigurieren, dass dieser ein bestimmtes Offlineadressbuch verwendet. So konfigurieren Sie
einen Postfachspeicher für die Verwendung eines bestimmten Offlineadressbuchs
Verfahren
So konfigurieren Sie einen Postfachspeicher für die Verwendung eines bestimmten
Offlineadressbuchs
1. Erweitern Sie im Exchange-System-Manager unter Server die Server- und
Speichergruppe, die Sie konfigurieren möchten.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den zu konfigurierenden Postfachspeicher,
und klicken Sie dann auf Eigenschaften.
3. Klicken Sie unter Offlineadressliste auf Durchsuchen.
4. Geben Sie den Namen des Offlineadressbuchs ein, oder klicken Sie auf Erweitert,
um ein Offlineadressbuch auszuwählen.
Weitere Informationen
Informationen zur Angabe eines Offlineadressbuchs für ein bestimmtes Postfach finden Sie
im Microsoft Knowledge Base-Artikel 275203: „Offline Address Book Cannot Be Associated
with a Particular Mailbox“.
144
Problembehandlung bei
Serverkonfigurationsproblemen
Weitere Informationen und Unterstützung bei der Behandlung von Problemen mit
Offlineadressbüchern finden Sie in den folgenden Microsoft Knowledge Base–Artikeln:

286328, "Offline Address Book Is Missing and Cannot Be Generated in Microsoft
Exchange"

822931, "How to Remove the First Exchange 2003 Server Computer from the Site"

307917, "XADM: How to Remove the First Exchange 2000 Server Computer from the
Site"

273364 "XADM: Unable to Create or Rebuild Default Offline Address List"
Weitere Informationen zum Überprüfen, neu Erstellen und Replizieren des
Offlineadressbuchs und der entsprechenden Systemordner finden Sie im Microsoft
Knowledge Base-Artikel 311742, „XADM: Troubleshooting the Exchange 2000 Offline
Address List“.
Ausführliche Informationen zum Zurücksetzen von Systemordnern finden Sie im Microsoft
Knowledge Base-Artikel 275171: „XADM: How to Reset System Folders on an
Exchange 2000 Server“.
Für die Problembehandlung bei Active Directory ist eine Vielzahl von Tools und Ressourcen
verfügbar, so z. B. das Ereignisprotokoll, Dcdiag.exe und Netdiag.exe. Weitere Informationen
zu diesen Ressourcen finden Sie in folgenden Microsoft Knowledge Base–Artikeln:

249256, "HOW TO: Troubleshoot Intra-Site Replication Failures"

321708, "HOW TO: Use the Network Diagnostics Tool (Netdiag.exe) in Windows 2000"
Konfigurieren der Outlook-Clients
Nach dem Erstellen der lokalen Adressbuchdateien auf dem Exchange-Server können die
lokalen Adressbuchdateien vom Client gedownloadet werden. Nachdem die Dateien auf die
lokale Festplatte gedownloadet wurden, kann Outlook auf die Adressinformationen in den
Dateien zugreifen.
Bisher verwendeten Outlook-Clients das lokale Adressbuch nur, während offline gearbeitet
wurde („Klassischer Offlinemodus“). Mit Outlook 2003 wird ein neues Feature namens
Exchange-Cachemodus eingeführt. Im Exchange-Cachemodus kann Outlook 2003 die
lokalen Adressbuchdateien auf der lokalen Festplatte auch dann verwenden, wenn eine
Verbindung mit dem Server besteht. Sowohl der Exchange-Cachemodus als auch der
klassische Offlinemodus werden später in diesem Thema ausführlich beschrieben.
145
Weitere Informationen zu den Registrierungseinstellungen für das Offlineadressbuch von
Outlook 2003 finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 841273: „Verwalten des
Offlineadressbuchs in Outlook 2003“.
Windows-Profile und Outlook-Profile
Es wird empfohlen, in jedem Windows-Benutzerprofil nur ein Outlook-Profil zu konfigurieren,
das auf das Offlineadressbuch zugreift. In einem Windows-Profil können mehrere OutlookProfile konfiguriert werden. Bei dieser Konfiguration wird u. U. für jedes Outlook-Profil im
Benutzer-Profil ein Offlineadressbuch gedownloadet. In Outlook werden jedoch nur
Änderungen an einem Offlineadressbuch für jeden Windows–Benutzer unterstützt,
unabhängig davon, wie viele Outlook-Profile konfiguriert wurden.
Hinweis:
Wenn innerhalb eines Windows-Profils mehrere Profile im Exchange-Cachemodus
Offlineadressbücher verwenden, kann dies zu unerwünschten Ergebnissen führen.
Wenn im Windows-Profil zwischen Outlook-Profilen gewechselt wird, muss das
Offlineadressbuch für jedes Outlook-Profil vollständig gedownloadet werden.
Schwellenwert für den vollständigen Download
Nach dem ersten Download der lokalen Adressbuchdateien muss Outlook nur dann das
gesamte Offlineadressbuch downloaden, wenn umfassende Änderungen vorgenommen
wurden. Üblicherweise werden nur Aktualisierungen gedownloadet. Wenn die Aktualisierung
mehr als ein Achtel des (auf dem Server gespeicherten) Offlineadressbuchs umfasst, werden
alle Dateien neu gedownloadet.
Eine ausführliche Behandlung der Änderungen, nach denen Outlook ein vollständiges
Offlineadressbuch downloadet finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 839826: „High
network usage occurs while Outlook clients download the offline Address Book from
Exchange 2003 at the same time“. Diese Details sind besonders dann relevant, wenn
Outlook über eine langsame WAN-Verbindung mit den Exchange-Servern kommuniziert oder
ein Benutzer umfassende Änderungen an einer großen Adressliste vornimmt. Weitere
Informationen zur Steuerung der Auswirkungen derartiger Downloads auf das System finden
Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 867623, „Throttling full offline Address Book
downloads to limit the effect on a LAN in Exchange Server 2003“.
Standarddateipfad
In der Standardeinstellung speichert Outlook die lokalen Adressbuchdateien auf dem
Clientcomputer an folgendem Ort:
146
\Dokumente und Einstellungen\<Windows-Alias>\Lokale
Einstellungen\Anwendungsdaten\Microsoft\Outlook\
Dieser Ort kann durch Bearbeiten der Registrierung geändert werden. Schließen Sie Outlook
vor dem Bearbeiten der Registrierung, und erstellen Sie einen geeigneten Dateipfad
(beispielsweise D:\OAB).
Ausführliche Anweisungen zum Ändern des Standarddateipfads der lokalen
Adressbuchdateien finden Sie unter Ändern des Standarddateipfads der
Offlineadressbuchdateien.
Offlineadressbuch-Clientdateien
In den folgenden Tabellen werden die Dateien aufgelistet, die Outlook auf den
Clientcomputer downloadet. Diese Informationen können bei der Behebung von Problemen
mit dem Offlineadressbuch nützlich sein.
Dateien, die von Outlook 2003 im ANSI-Modus (Nicht-Unicode), von Outlook 2002 und
von Outlook 2000 gedownloadet werden.
ANSI OAB (Version 2)
Alle Details/Keine
Aus Serverdateien
Zweck
Details
extrahiert
Browse.oab
Beides
Browse2.oab
Enthält DN und
Verweise zu allen
Daten und Dateien
Details.oab
Nur „Alle Details“
Details2.oab
Enthält Details
Rdndex.oab
Beides
Rdndex2.oab
Relative DNs
Pdndex.oab
Beides
Rdndex2.oab
Änderungen an
Domänennamen
Anrdex.oab
Beides
Anrdex2.oab
Uneindeutige Namen
Tmplts.oab
Beides
Lngxxx.oab
Vorlagen, z. B.
Dialogfelder
Dateien, die im Unicode-Modus von Outlook 2003 gedownloadet werden.
Unicode OAB
Alle Details/Keine
Aus Serverdateien
(Version 3a)
Details
extrahiert
Ubrowse.oab
Beides
Browse2_u.oab
Zweck
Enthält DN und
Verweise zu allen
Daten und Dateien
147
Unicode OAB
Alle Details/Keine
Aus Serverdateien
Zweck
(Version 3a)
Details
extrahiert
Udetails.oab
Nur „Alle Details“
Details2_u.oab
Enthält Details
Urdndex.oab
Beides
Rdndex2_u.oab
Relative DNs
Updndex.oab
Beides
Rdndex2_u.oab
Änderungen an
Domänennamen
Uanrdex.oab
Beides
Anrdex2_u.oab
Uneindeutige Namen
Utmplts.oab
Beides
Lngxxx_u.oab
Vorlagen, z. B.
Dialogfelder
In der Standardeinstellung verwendet Outlook 2003 das Offlineadressbuch im UnicodeFormat mit allen Details. Wenn Sie mithilfe bestehender Outlook-Profile auf Outlook 2003
aktualisieren, verwendet Outlook 2003 das Offlineadressbuch im ANSI-Format. Outlook 2002
und Outlook 2000 verwenden das Offlineadressbuch im ANSI-Format.
Manchmal befinden sich sowohl ANSI- als auch Unicode-Dateien im lokalen Verzeichnis
eines Clientcomputers. Outlook verwendet jedoch nur eine Version der Dateien. Beide
Dateisätze können vorhanden sein, wenn Outlook zwischen dem ANSI- und Unicode-Modus
wechselt, oder wenn Outlook von einer früheren Version zu Outlook 2003 aktualisiert wurde.
Outlook 2003 verwendet jedoch immer nur einen Dateisatz.
Weitere Informationen dazu, wie Sie überprüfen, ob Outlook 2003 im Unicode-Modus
ausgeführt wird, finden Sie unter „Überprüfen der Konfiguration von Outlook 2003“ weiter
unten in diesem Thema.
Konfigurieren des Outlook 2003-ExchangeCachemodus
Der Outlook 2003 Exchange-Cachemodus verwendet in der Standardeinstellung das
Offlineadressbuch. Bei der ersten Synchronisierung des Postfachs eines Benutzers in
Outlook, wird das Offlineadressbuch gedownloadet, das dem entsprechenden Benutzer
zugewiesen ist. Weitere Informationen zu mehreren Offlineadressbüchern und zum
Auswählen eines einzelnen Adressbuchs finden Sie im Abschnitt „Konfigurieren des
klassischen Offlinemodus in Outlook 2003“ weiter unten in diesem Thema.
Wenn ein Offlineadressbuch vollständig gedownloadet wurde, überprüft Outlook im
Anschluss alle 24 Stunden nach der letzten erfolgreichen Aktualisierung, ob eine weitere
Aktualisierung vorliegt. Sie können die Art der Verwendung des Offlineadressbuchs
folgendermaßen ändern:
148

Richten Sie eine Übermittlungsgruppe ein, wenn Sie häufiger nach Aktualisierungen
suchen möchten.

Ändern Sie den Typ des automatischen Downloads.

Konfigurieren Sie Outlook für die Verwendung der Onlineadressliste zur Auflösung
uneindeutiger Namen.
Weitere Informationen zum Outlook 2003 Exchange-Cachemodus finden Sie in der Hilfe zu
Outlook 2003.
Übermittlungsgruppen
Im Outlook 2003 Exchange-Cachemodus sind für das Synchronisieren des
Offlineadressbuchs keine Übermittlungsgruppen erforderlich. Außerdem ist in der
Standardeinstellung in der Übermittlungsgruppe kein Offlineadressbuch enthalten. Wenn
Outlook im klassischen Modus statt im Cachemodus ausgeführt wird, enthält die
Übermittlungsgruppe in der Standardeinstellung ein Offlineadressbuch.
Unter bestimmten Umständen ist eine Übermittlungsgruppe für den Benutzer erforderlich.
Wenn der Benutzer beispielsweise möchte, dass Outlook stündlich statt nur täglich nach
Aktualisierungen sucht, kann eine entsprechende Übermittlungsgruppe konfiguriert werden.
Wichtig:
Automatische Downloads von Offlineadressbüchern im Exchange-Cachemodus
können nicht durch die Übermittlungsgruppen gesteuert werden.
Einzelheiten zur Verwaltung von Übermittlungsgruppen finden Sie unter Verwalten von
Übermittlungsgruppen in Outlook.
Bei der Verwendung von Übermittlungsgruppen, sucht Outlook nach Änderungen am
Offlineadressbuch und der Benutzer kann mit der Übermittlungsgruppe keinen vollständigen
Download durchführen. Weitere Informationen über die Verwendung von
Übermittlungsgruppen finden Sie in der Hilfe zu Outlook.
Konfigurieren von automatischen Downloads
von Offlineadressbüchern im ExchangeCachemodus
Outlook 2003 verfügt über Optimierungen, um extrem große Downloads zu verhindern und
sicherzustellen, dass das Offlineadressbuch zur richtigen Zeit gedownloadet wird. Es stehen
vier Einstellungen für den Download zur Verfügung: Elemente vollständig downloaden,
Kopfzeilen zuerst downloaden, Kopfzeilen downloaden und Bei langsamer Verbindung
nur Kopfzeilen downloaden. (Weitere Informationen zur Auswahl der Einstellungen für den
Download finden Sie in der folgenden Abbildung.) Wird eine der Kopfzeilen-Optionen
149
ausgewählt, werden die Downloads für Offlineadressbücher in der Standardeinstellung
deaktiviert.
Wenn die Option Bei langsamer Verbindung nur Kopfzeilen downloaden verwendet wird
(normalerweise für DFÜ-Verbindungen), downloadet Outlook lediglich die Kopfzeilen.
Dadurch wird sichergestellt, dass Outlook die eingeschränkte Bandbreite der langsamen
Verbindung nicht für Adressbuchaktualisierungen verwendet.
Die vier verfügbaren Einstellungen zum automatischen Download im ExchangeCachemodus
Um eine Überbelastung des Netzwerks zu verhindern, wiederholt Outlook fehlgeschlagene
Offlineadressbuch-Downloads in Intervallen von 13 Stunden. Wenn der Download eines
Offlineadressbuchs unterbrochen wird, muss der Download von Outlook neu gestartet
werden. Outlook wiederholt fehlgeschlagene Downloads stündlich, bis der Download
erfolgreich ist.
150
Konfigurieren von Auflösungen uneindeutiger
Namen im Exchange-Cachemodus
Outlook 2003 verwendet das Offlineadressbuch im Exchange-Cachemodus zum Auflösen
uneindeutiger Namen, auch wenn eine Verbindung mit dem Server besteht. Outlook versucht
die uneindeutigen Namen aufzulösen, wenn ein Benutzer in die Zeile An eine Adresse
eingibt, und wenn der Benutzer die Nachricht sendet.
Bei der Suche nach uneindeutigen Namen im Offlineadressbuch müssen die Optionen
Anzeigename, Nachname, Spitzname und Bürostandort verwendet werden.
Einzelheiten zur Konfiguration aller Cachemodus-Clients zur Verwendung der globalen
Adressbuchliste zu Auflösung von uneindeutigen Namen finden Sie unter Konfigurieren aller
Cachemodeclients zur Verwendung der globalen Onlineadressliste zur Auflösung von
uneindeutigen Namen.
Konfigurieren des klassischen Offlinemodus in
Outlook 2003
Wenn ein Benutzer zum ersten Mal offline arbeitet, wird er von Outlook dazu aufgefordert, die
Offlineordnerdateien (OST-Dateien) und die lokalen Adressbuchdateien zu konfigurieren.
Outlook fügt das Offlineadressbuch außerdem der Übermittlungsgruppe der
Standardeinstellung hinzu. Der Benutzer kann das Offlineadressbuch auch manuell
downloaden.
Einzelheiten zum manuellen Download des Offlineadressbuchs finden Sie unter Manuelles
Herunterladen der Offlineadressbücher.
Überprüfen der Konfiguration von Outlook 2003
Verwenden Sie die im Folgenden beschriebenen Verfahren, um Probleme mit dem
Offlineadressbuch in Outlook 2003 zu beheben.
Einzelheiten zur Überprüfung, ob Outlook 2003 das Offlineadressbuch verwendet, finden Sie
unter „Überprüfen, ob Outlook 2003 das Offlineadressbuch verwendet“.
Einzelheiten zur Überprüfung, ob Outlook 2003 im Unicode-Modus ausgeführt wird, finden
Sie unter „Überprüfen, ob Outlook 2003 im Unicode-Modus ausgeführt wird“.
Einzelheiten zur Überprüfung, ob Outlook 2003 im Exchange-Cachemodus ausgeführt wird,
finden Sie unter „Überprüfen, ob Outlook 2003 im Exchange-Cachemodus ausgeführt wird“.
Im Gegensatz zu früheren Versionen von Outlook, schreibt Outlook 2003 keine Protokolle in
den Ordner Gelöschte Objekte. Wenn ein Offlineadressbuch nicht erfolgreich synchronisiert
wurde, wird in Outlook stattdessen eine Nachricht im Ordner Synchronisierungsfehler
abgelegt.
151
Outlook 2002, Outlook 2000 und
Offlineadressbücher
In Outlook 2002 und Outlook 2000 wird das Offlineadressbuch ähnlich wie Outlook 2003
verwendet. Unicode wird jedoch nicht unterstützt (keine Unterstützung der Offlineadressbuch
Version 3a), und der Exchange-Cachemodus steht nicht zur Verfügung. Außerdem wird bei
einer nicht erfolgreichen Synchronisation eines Offlineadressbuchs eine Nachricht im Ordner
Gelöschte Objekte gespeichert. Dies stellt einen Unterschied zu Outlook 2003 dar.
In Outlook 2000 besteht außerdem ein bekanntes Problem, bei dem E-Mail-Nachrichten an
den falschen Empfänger gesendet werden. Weitere Informationen zur Behebung dieses
Problems finden Sie in den folgenden Microsoft Knowledge Base–Artikeln:

820838, "OL2000: E-mail Messages That You Created While Offline Are Sent to the
Wrong Recipient"

232767, "OL2000: Integritätsprüfung für Client-Offlineadressbuch"
Ändern des Standarddateipfads der
Offlineadressbuchdateien
Führen Sie zum Ändern des von Outlook zum Speichern der Offlineadressbuchdateien
verwendeten Standarddateipfads die folgenden Schritte durch:
Bevor Sie beginnen
Dieses Thema enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung.
Vorsicht:
Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen.
Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben
werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
Verfahren
So ändern Sie den Standarddateipfad der Offlineadressbuchdateien
1. Schließen Sie Outlook auf dem Clientcomputer, und erstellen Sie einen geeigneten
Dateipfad (beispielsweise D:\OAB).
2. Starten Sie den Registrierungseditor auf dem Clientcomputer, auf dem Outlook
152
ausgeführt wird.
3. Navigieren Sie zu
HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\WindowsNT\CurrentVersion\Windo
ws Messaging Subsystem\Profiles\<Microsoft OutlookStandardprofil>\13dbb0c8aa05101a9bb000aa002fc45a.
4. Fügen Sie einen neuen Wert hinzu:
Parameter: 001e660e
Wert:<Pfad der Offlineadressbuch–Dateien>
Typ: Zeichenfolge
Beispiel:
Parameter: 001e660e
Wert: D:\OAB
Typ: Zeichenfolge
Verwalten von Übermittlungsgruppen in
Outlook
Wenn Sie möchten, dass Outlook stündlich statt nur täglich nach Aktualisierungen sucht,
kann eine entsprechende Übermittlungsgruppe konfiguriert werden.
Wichtig:
Automatische Downloads von Offlineadressbüchern im Exchange-Cachemodus
können nicht durch die Übermittlungsgruppen gesteuert werden.
Führen Sie zum Verwalten von Übermittlungsgruppen in Outlook das folgende Verfahren
durch.
Verfahren
So verwalten Sie Übermittlungsgruppen
1.
Klicken Sie in Outlook im Menü Extras auf Optionen.
2. Klicken Sie auf Mail-Setup und anschließend auf Senden und Empfangen.
153
Weitere Informationen
Weitere Informationen über die Verwendung von Übermittlungsgruppen finden Sie in der
Hilfe zu Outlook.
Konfigurieren aller Cachemodeclients zur
Verwendung der globalen
Onlineadressliste zur Auflösung von
uneindeutigen Namen
Outlook 2003 verwendet das Offlineadressbuch im Exchange-Cachemodus zum Auflösen
uneindeutiger Namen, auch wenn eine Verbindung mit dem Server besteht. Führen Sie zum
Konfigurieren von Outlook zur Verwendung der globalen Onlineadressliste das folgende
Verfahren durch.
Bevor Sie beginnen
Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung.
Vorsicht:
Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen.
Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben
werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
Verfahren
So konfigurieren Sie alle Cachemodusclients zur Verwendung der globalen
Adressbuchliste zur Auflösung von uneindeutigen Namen
1.
Starten Sie auf dem Computer, auf dem Outlook ausgeführt wird, den
Registrierungs-Editor.
2. Navigieren Sie zu einem der folgenden Registrierungsschlüssel:

HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\11.0\Outlook\Cached Mode

HKEY_LOCAL_MACHINE\Software \Microsoft\Office\11.0\Outlook\Cached Mode
Hinweis:
Sie müssen möglicherweise einen Schlüssel für den Cachemodus erstellen.
154
3. Fügen Sie einen neuen Wert hinzu:
Parameter: ANR Include Online GAL
Typ: DWORD _
Wert: 0 oder 1
Die Datenwerte haben folgende Entsprechung:
0 = Standardwert für den Outlook 2003 Cachemodus. Das Offlineadressbuch wird
zur Auflösung uneindeutiger Namen verwendet.
1 = ändert den Cachemodus, um eine Verbindung mit der Serveradressliste
herzustellen und dort nach Auflösungen uneindeutiger Namen zu suchen. Dieser
Wert erzwingt RPC-Verbindungen zur Serveradressliste.
Manuelles Herunterladen der
Offlineadressbücher
Gehen Sie zum manuellen Herunterladen der Offlineadressbücher wie folgt vor:
Verfahren
So laden Sie das Offlineadressbuch manuell herunter
1.
Klicken Sie in Outlook im Menü Extras auf Senden/Empfangen, und klicken Sie
dann auf Adressbuch downloaden.
2. Um nur die Änderungen seit dem letzten Download abzurufen, wählen Sie
Änderungen seit der letzten Übermittlung downloaden. Einzelheiten hierzu finden
Sie in der folgenden Abbildung. Wenn dieses Kontrollkästchen nicht aktiviert ist, wird
das gesamte Offlineadressbuch gedownloadet. Beim ersten Download wird immer
das gesamte Adressbuch heruntergeladen.
Das Dialogfeld „Offlineadressbuch“ in Outlook mit ausgewählter Option „Alle
Details“
155
3. Klicken Sie auf den gewünschten Downloadtyp: Alle Details oder Keine Details. Die
Verwendung von Alle Details wird empfohlen und ist im Exchange-Cachemodus als
Standard konfiguriert.
Hinweis:
Im klassischen Offlinemodus wird in der Standardeinstellung „Keine Details“
verwendet.
Weitere Informationen über die heruntergeladenen Attribute finden Sie unter „In
Offlineadressbuch-Dateien gespeicherte Benutzerattribute“ unter Einrichten der
Server zur Unterstützung von Offlineadressbüchern.
4. Wenn das Offlineadressbuch so erstellt wurde, dass es mehrere Adresslisten
enthalten kann, klicken Sie auf Adressbuch wählen, um eine Adressliste
auszuwählen.
Überprüfen, ob Outlook 2003 das
Offlineadressbuch verwendet
Führen Sie zum Überprüfen, ob Outlook 2003 das Offlineadressbuch verwendet, das
folgende Verfahren durch.
156
Verfahren
So überprüfen Sie, ob Outlook 2003 das Offlineadressbuch verwendet
1. Klicken Sie in Outlook 2003 auf das Symbol Adressbuch.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Globale Adressliste und anschließend
auf Eigenschaften.
Wenn der Microsoft Exchange-Adressbuchanbieter als Verzeichnispfad auf dem
lokalen Computer angezeigt wird, verwendet Outlook das Offlineadressbuch.
Überprüfen, ob Outlook 2003 im ExchangeCachemodus ausgeführt wird
Führen Sie zum Überprüfen, ob Outlook 2003 im Exchange–Cachemodus ausgeführt wird,
das folgende Verfahren durch.
Verfahren
So überprüfen Sie, ob Outlook 2003 im Exchange–Cachemodus ausgeführt wird
1. Klicken Sie in Outlook 2003 mit der rechten Maustaste auf den Ordner Postfach und
anschließend auf Eigenschaften.
2. Klicken Sie auf Erweitert und anschließend auf die Registerkarte Erweitert.
3. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Exchange-Cache-Modus verwenden
aktiviert ist.
Überprüfen, ob Outlook 2003 im UnicodeModus ausgeführt wird
Führen Sie zum Überprüfen, ob Outlook 2003 im Unicodemodus ausgeführt wird, das
folgende Verfahren durch.
157
Verfahren
So überprüfen Sie, ob Outlook 2003 im Unicode–Modus ausgeführt wird
1. Klicken Sie in Outlook 2003 mit der rechten Maustaste auf den Ordner Postfach und
anschließend auf Eigenschaften.
2. Klicken Sie auf Erweitert und anschließend auf die Registerkarte Erweitert.
3. Überprüfen Sie den Postfachmodus auf die aktuelle Einstellung.
Verwalten von Exchange Server 2003Frei/Gebucht-Ordnern
Bei Frei/Gebucht–Daten handelt es sich um veröffentlichte Informationen, die aus dem
Zeitplan eines Benutzers erstellte, persönliche Verfügbarkeitsdaten für den Benutzer
enthalten. Microsoft Exchange Server 2003 greift auf diese Informationen zu, wenn Benutzer
Besprechungen planen. In diesen Themen wird erläutert, auf welche Weise Clients wie
Microsoft Office Outlook 2003 mit Exchange Server 2003 zusammenarbeiten, um die
Frei/Gebucht-Daten zu verwalten. Zusätzlich enthält das Kapitel Informationen zur optimalen
Bereitstellung und Verwaltung der Frei/Gebucht-Server.
Exchange Server 2003 speichert Frei/Gebucht–Informationen in einem dedizierten
Öffentlichen Ordner mit der Bezeichnung SCHEDULE+ FREE BUSY. In diesem Ordner wird
ein separater Unterordner für jede administrative Gruppe in der Exchange–Organisation
erstellt. Wenn ein Benutzer Frei/Gebucht–Daten veröffentlicht, stellt Exchange Server 2003
die Informationen in einer Nachricht im entsprechenden Frei/Gebucht–Unterordner bereit. Bei
den Frei/Gebucht–Ordnern handelt es sich um Systemordner, die ähnlich den Ordnern für
Offlineadressbücher verwaltet werden.
Im Exchange–System–Manager können Sie die Systemordner für eine bestimmte Öffentliche
Ordner–Struktur anzeigen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den Knoten des
Öffentlichen Ordners klicken und anschließend Systemordner anzeigen auswählen.
158
Nachrichten im Systemordner SCHEDULE+Free/Busy
Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten
Nach welchem Verfahren die Frei/Gebucht-Daten aus der Clientanwendung eines Benutzers
im richtigen Frei/Gebucht-Ordner veröffentlicht werden, ist u. a. vom verwendeten Client
abhängig. Outlook und andere MAPI-Clients greifen hierbei auf etwas andere Verfahren
zurück als webbasierte Clients, z. B. Microsoft Office Outlook Web Access für Exchange
Server 2003 und Microsoft Outlook Mobile Access.
Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten mit
Outlook
In der Standardeinstellung veröffentlicht Outlook die Frei/Gebucht-Daten eines Benutzers alle
15 Minuten und beim Beenden von Outlook. Bei der Veröffentlichung aktualisiert Outlook die
gesamte Frei/Gebucht-Nachricht anstatt der vorhandenen Nachricht die aktuellen
Änderungen hinzuzufügen. Die in der Nachricht enthaltenen Frei/Gebucht-Daten umfassen
den Zeitraum vom aktuellen Monat bis zwei Monate nach dem aktuellen Datum.
Outlook-Benutzer können die folgenden Einstellungen für Frei/Gebucht-Daten anpassen:

Veröffentlichungsintervall: Intervalle ab einer Minute sind möglich.

Anzahl der kommenden Monate, die veröffentlicht werden sollen: Maximal können die
nächsten 36 Monate veröffentlicht werden.
Die folgende Abbildung gibt einen Überblick über die Veröffentlichung der Frei/GebuchtDaten eines Benutzers durch Outlook.
159
Vorgehensweise bei der Veröffentlichung von Frei/Gebucht-Daten durch Outlook
Wenn eine Veröffentlichung durchgeführt werden soll, ermittelt Outlook zunächst den
richtigen Frei/Gebucht-Unterordner. Anschließend wird das legacyExchangeDN-Attribut des
Benutzerkontos aus dem Active Directory-Verzeichnisdienst abgerufen. Outlook unterteilt
dann den legacyExchangeDN-Wert. Aus dem ersten Abschnitt wird die administrative
Gruppe des Benutzers und damit der zu aktualisierende Frei/Gebucht-Unterordner ermittelt.
Der zweite Abschnitt wird als Betreff für die Frei/Gebucht-Nachricht verwendet.
Hinweis:
Der legacyExchangeDN-Wert verweist immer auf die administrative Gruppe, in der
das Postfach des Benutzers ursprünglich erstellt wurde.
Beispiel: Der Wert des legacyExchangeDN-Attributs für einen Benutzer lautet
/o=Microsoft/ou=APPS-ABC/cn= RECIPIENTS/cn=ASAMPLE. Die Frei/Gebucht-Daten des
Benutzers werden in einer Nachricht mit der Betreffzeile „USER/cn=RECIPIENTS/cn=ASAMPLE“ gespeichert. Die Nachricht wird im Ordner
EX:/o=Microsoft/ou=APPS-ABC bereitgestellt, bei dem es sich um einen Unterordner des
Ordners SCHEDULE+ FREE BUSY handelt.
Hinweis:
Bestimmte Fehler oder Probleme bei der Replikation können dazu führen, dass
doppelte Frei/Gebucht-Nachrichten für einen einzelnen Benutzer erstellt und
gespeichert werden. An die Betreffzeilen solcher Nachrichten wird dann –2
angehängt (z. B. „USER–/cn=RECIPIENTS/cn=ASAMPLE-2“).
Nach dem Ermitteln des Frei/Gebucht-Ordners wählt Outlook einen Öffentlichen Ordner aus,
in dem die Nachricht bereitgestellt werden kann. Hierfür muss ein Öffentlicher Ordner
gefunden werden, der über Replikate des betreffenden Unterordners im Systemordner
SCHEDULE+ FREE BUSY verfügt.
160
Das Verfahren, mit dem Outlook einen Frei/Gebucht-Ordner sucht, ähnelt dem normalen
öffentlichen Verfahren, mit dem Exchange Server 2003 Verweise auf Daten und Information
für Outlook bereitstellt. Outlook führt die folgenden Schritte aus, um einen Frei/GebuchtOrdner zu ermitteln:
1. Outlook stellt eine Verbindung mit dem Postfachspeicher des Benutzers her, um den
Speicherort des zugeordneten (Standard-) Informationsspeichers für Öffentliche Ordner
zu ermitteln. Dieser kann sich auf demselben Server wie der Postfachspeicher oder auf
einem anderen dedizierten Server für Öffentliche Ordner befinden.
2. Outlook versucht, die Frei/Gebucht-Daten im Standardinformationsspeicher für
Öffentliche Ordner des Benutzers zu veröffentlichen.
3. Wenn der Standardinformationsspeicher nicht verfügbar ist, wird Outlook von
Exchange Server 2003 zu einem anderen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner
umgeleitet, der die Standardstruktur Öffentliche Ordner unterstützt.
4. Wenn dieser neue Informationsspeicher für Öffentliche Ordner keine Replikate der
Frei/Gebucht-Ordner enthält (dies wird häufig der Fall sein), gibt Exchange Server 2003
eine Liste mit Servern zurück, die die erforderlichen Replikate enthalten.
(Serverprioritäten in dieser Liste werden nach einem internen Algorithmus festgelegt.)
Wenn auf dem verweisenden Server eine konfigurierte Liste der Verweisserver verfügbar
ist, verwendet Exchange Server 2003 diese Liste.
Hinweis:
Wenn mehrere Server die nötigen Kriterien für einen Verweis erfüllen, verwendet
Exchange Server 2003 einen Hashalgorithmus zur Auswahl eines bevorzugten
Servers für den Benutzer. Mit diesem Algorithmus kann Exchange Server 2003
einen Lastenausgleich für Benutzer unter den Informationsspeichern für
Öffentliche Ordner durchführen und gleichzeitig einen bestimmten Benutzer an
einen angegebenen Informationsspeicher senden.
5. Outlook versucht, die Daten auf dem ersten Server für Öffentliche Ordner in der Liste zu
veröffentlichen. Die Serverliste wird abgearbeitet, bis die Daten erfolgreich veröffentlicht
wurden.
Bei diesem Verweisverfahren gibt es keine Garantie dafür, dass die Frei/GebuchtInformationen immer in demselben Informationsspeicher für Öffentliche Ordner
veröffentlicht werden. Durch die Replikation ist jedoch sichergestellt, dass die
Informationen in allen Informationsspeichern repliziert werden. Das Verweisverfahren
wird automatisch durchgeführt und kann nicht deaktiviert werden.
Weitere Informationen zum Verweisverfahren für Öffentliche Ordner finden Sie unter
„Verwalten von Postfachspeichern und Informationsspeichern für Öffentliche Ordner“ im
Exchange Server 2003 – Administratorhandbuch.
Weitere Informationen zum legacyExchangeDN-Attribut finden Sie in den folgenden Microsoft
Knowledge Base-Artikeln:
161

264391, "XADM: Move Mailbox Informational Messages List the legacyExchangeDN
Attribute of Source and Destination Information Store"

286783, "Error Message Updating Free and Busy Data in Exchange 2000 Server"
Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten mit
Outlook Web Access und Outlook Mobile
Access
In Outlook Web Access und Outlook Mobile Access werden Frei/Gebucht-Daten nicht direkt
im Informationsspeicher für Öffentliche Ordner veröffentlicht. Die Veröffentlichung erfolgt
stattdessen über den Frei/Gebucht-Veröffentlichungs-Agenten MadFB (auch als
MSExchangeFBPublish bezeichnet), der als Teil des Microsoft ExchangeSystemaufsichtsdiensts (MSExchangeSA) ausgeführt wird. MadFB führt zwei Funktionen
aus. Veröffentlichen der Frei/Gebucht-Nachrichten für Outlook Web Access und Outlook
Mobile Access und Löschen doppelter Frei/Gebucht-Nachrichten. In diesem Abschnitt wird
die erste Funktion beschrieben.
Hinweis:
Microsoft Entourage für Macintosh verwendet den gleichen MadFB-Prozess zum
Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten.
Outlook Web Access und Outlook Mobile Access veröffentlichen Frei/Gebucht-Daten nicht in
vorgegebenen Intervallen, sondern immer dann, wenn ein Benutzer einen neuen Termin
speichert, einen Termin löscht oder Änderungen an der Start- oder Endzeit eines Termins
speichert. In der folgenden Abbildung sind die grundlegenden Schritte des
Veröffentlichungsvorgangs dargestellt.
162
Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten mit einem webbasierten Client in einer
Exchange-Topologie mit Front-End- und Back-End-Servern
Der Veröffentlichungsvorgang umfasst die folgenden grundlegenden Schritte:
1. Outlook Web Access (oder Outlook Mobile Access) sendet die Frei/Gebucht-Änderung
an den Server mit Exchange Server 2003, der für die Unterstützung von Outlook Web
Access-Anwendungen konfiguriert wurde (i. d. R. ein Front-End-Server). Dieser Server
leitet die Änderung weiter an den Postfachserver des Benutzers, auf dem die Änderung
gespeichert wird.
2. Beim Bestätigen der Änderung durch Exchange Server 2003 wird eine Frei/GebuchtNachricht an das Postfach der Systemaufsicht gesendet.
3. MadFB ruft in vorgegebenen Intervallen (der Standardwert beträgt 5 Minuten) die
Frei/Gebucht-Nachricht ab und veröffentlicht sie im Öffentlichen Frei/Gebucht-Ordner.
MadFB verwendet beim Veröffentlichen von Frei/Gebucht–Daten dasselbe Verfahren wie
Outlook. Auch MadFB wird durch Exchange Server 2003 an einen geeigneten
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner verwiesen. Die Betreffzeilen möglicherweise
doppelter Frei/Gebucht-Nachrichten enden auf -2.
Hinweis:
Da die Verarbeitung zum größten Teil auf den Exchange-Servern und nicht auf
den Clients erfolgt, können Leistung und Zuverlässigkeit u. U. durch die
Verwendung von Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access verbessert
werden.
163
Suchen der Frei/Gebucht-Informationen für
andere Benutzer
Wenn ein Benutzer einen Termin oder eine Besprechung plant und die Verfügbarkeit eines
anderen Benutzers prüfen möchte, muss der Client die Frei/Gebucht-Daten für diesen
Benutzer abrufen. Hierfür muss zunächst der betreffende Frei/Gebucht-Ordner gesucht und
anschließend die Frei/Gebucht-Nachricht des gesuchten Benutzers überprüft werden. Das
Verfahren zum Abrufen der Daten unterscheidet sich in Outlook etwas von den Verfahren in
Outlook Web Access und Outlook Mobile Access.
Suchen von Frei/Gebucht-Informationen mit
Outlook
Beim Suchen eines Öffentlichen Ordners mit den Frei/Gebucht-Daten eines Benutzers geht
Outlook ähnlich vor wie beim Veröffentlichen von Daten. Zunächst wird der Wert des
legacyExchangeDN-Attributs für den Benutzer aus Active Directory abgerufen. Anschließend
wird dieser Wert analysiert, um den Namen des Frei/Gebucht-Ordners und die Betreffzeile
der entsprechenden Frei/Gebucht-Nachricht zu ermitteln. Outlook sucht dann, beginnend mit
dem angegebenen Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner des Benutzers, nach
dem Ordner und der Nachricht. Sofern erforderlich, wird ein Verweis auf einen geeigneten
Server angefordert.
Suchen von Frei/Gebucht-Daten mit Outlook
Web Access oder Outlook Mobile Access
Wenn Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access Frei/Gebucht-Informationen für
einen Benutzer anfordert, wird diese Anforderung von dem Exchange-Server verarbeitet, der
für die Unterstützung von Outlook Web Access-Anwendungen konfiguriert wurde (i. d. R. ein
Front-End-Server). Der Front-End-Server sendet eine Abfrage an den
Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner des Benutzers. Dieser gibt als Antwort
eine Liste der verfügbaren Frei/Gebucht-Server zurück. Wie bei einem normalen Verweis auf
einen Öffentlichen Ordner sendet der Front-End-Server eine Abfrage an den ersten
verfügbaren Server in der Liste, der daraufhin die Frei/Gebucht-Daten zurückgibt. Ein
anderer Frei/Gebucht-Server wird nur dann abgefragt, wenn der erste Server in der Liste
nicht reagiert. Wenn Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access nicht auf einen FrontEnd-Server zugreifen, gibt der Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner des
Benutzers lediglich einen Verweis auf einen einzelnen Frei/Gebucht-Server zurück. Sollte
dieser Server nicht verfügbar sein, schlägt die Anforderung fehl. Es können keine weiteren
Server abgefragt werden.
164
Wichtig:
Wenn Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access Frei/Gebucht-Informationen
anfordert, verwendet der Postfachspeicher nur einen Frei/Gebucht-Server zum
Abrufen der Informationen. Diese Einschränkung kann zu Problemen führen, wenn
innerhalb der Topologie mehrere Standorte eingerichtet sind, da jeder Frei/GebuchtServer in der Standardkonfiguration nur Frei/Gebucht-Daten des eigenen Standorts
verwaltet. Sie müssen die Frei/Gebucht-Ordner so konfigurieren, dass sie repliziert
werden, um Daten aus mehreren Standorten für alle Benutzern zugänglich zu
machen.
Auswirkungen auf Frei/Gebucht-Daten
beim Verschieben oder Löschen von
Benutzerpostfächern
Wenn Sie das Postfach eines Benutzers von einem Exchange–Server auf einen anderen
verschieben, wird das legacyExchangeDN-Attribut für den Benutzer nicht geändert. Daher
werden die Frei/Gebucht-Daten durch die Clients weiterhin am ursprünglichen Speicherort
veröffentlicht.
Wenn Sie das Postfach eines Benutzers löschen, wird die zugehörige Frei/Gebucht–
Nachricht im Frei/Gebucht–Ordner nicht gelöscht und als verwaist angesehen.
In einigen Fällen werden Benutzer alte Frei/Gebucht-Informationen für einen Benutzer
erhalten, dessen Postfach verschoben wurde, da der Wert des legacyExchangeDN-Attributs
nicht mehr gültig ist oder manuell geändert wurde. Für den verschobenen Benutzer kann dies
erhebliche Unannehmlichkeiten bedeuten, da er u. U. eine Vielzahl sich überschneidender
Besprechungsanfragen erhält.
Die folgenden Artikel in der Microsoft Knowledge Base können Sie beim Behebn einiger
Probleme unterstützen, die sich auf Frei/Belegt-Daten beziehen und beim Verschieben des
Postfachs eines Benutzers auftreten können:

915780: Benutzern werden veraltete Informationen oder keine Daten angezeigt, wenn sie
versuchen, Frei/Belegt-Informationen für ein Postfach anzuzeigen, das sich in einer
Exchange Server 2003-Organisation im einheitlichen Modus befindet.

841658: Frei/Belegt-Informationen für eine Ressource müssen im Kalender erneut
bereitgestellt werden, nachdem ein standortübergreifender Postfachverschiebevorgang in
Exchange Server 2003 stattgefunden hat.
165
Unterstützte Topologien
In diesem Thema werden zwei Exchange-Topologien mit einer einzelnen Gesamtstruktur
sowie eine Exchange-Topologie mit mehreren Gesamtstrukturen beschrieben. Diese
Topologien werden empfohlen, um die Verzögerung ab dem Zeitpunkt, zu dem ein Benutzer
eine Änderung vornimmt, bis zu dem Zeitpunkt zu minimieren, zu dem die Änderung für alle
Benutzer sichtbar ist. Diese Verzögerung wird als Frei/Gebucht-Latenz bezeichnet. Je größer
die Latenzzeit, desto wahrscheinlicher ist es, dass Benutzer veraltete Frei/Gebucht-Daten
erhalten.
In diesen Topologien ist eine gewisse, durch die Clientanwendungen entstehende
Frei/Gebucht-Latenz unvermeidbar. Outlook beispielsweise veröffentlicht Frei/Gebucht-Daten
nur alle 45 Minuten. MadFB überprüft Frei/Gebucht-Daten, die von Outlook Web Access oder
Outlook Mobile Access veröffentlicht werden, ebenfalls alle 15 Minuten. In jeder Topologie
können die Frei/Gebucht-Daten eines bestimmten Benutzers somit bis zu 45 Minuten alt sein.
Wichtig:
Wenn in Ihrer Topologie mehrere Standorte vorhanden sind und die Benutzer
Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access verwenden, müssen Sie
sicherstellen, dass auf allen Frei/Gebucht-Servern Replikate aller verfügbaren
Frei/Gebucht-Ordner zur Verfügung stehen. Wenn Outlook Web Access oder Outlook
Mobile Access Frei/Gebucht-Informationen anfordert, verwendet der
Postfachspeicher nur einen Frei/Gebucht-Server zum Abrufen der Informationen. Der
Postfachspeicher wird nicht versuchen, weitere Frei/Gebucht-Server zu ermitteln
(z. B. Frei/Gebucht-Server an anderen Standorten).
Topologie mit einem Server pro Standort
In einer der Topologie mit einem Server pro Standort ist für jeden Standort ein Frei/GebuchtServer vorhanden, der alle lokalen Benutzer unterstützt. Diese Topologie unterstützt eine
Active Directory-Gesamtstruktur (und eine Exchange-Organisation), die in einen oder
mehrere Standorte oder administrative Gruppen unterteilt wurde.
166
Einfache Topologie mit einem Frei/Gebucht-Server für jeden Standort bzw. jede
administrative Gruppe
Die Benutzer jedes Standorts verwenden einen lokalen Frei/Gebucht-Server. Frei/GebuchtDaten werden zwischen den verschiedenen Servern repliziert. Diese Anordnung eignet sich
für Topologien mit ungenügenden Verbindungen zwischen den einzelnen Standorten
(beispielsweise mehrere Standorte, die über Verbindungen mit geringer Bandbreite
kommunizieren). Unter der Annahme, dass die meisten Benutzer die Frei/Gebucht-Daten der
anderen Benutzer am selben Standort benötigen (z. B. für lokale, interne Besprechungen),
bietet diese Topologie den Benutzern einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Daten.
Sobald ein Benutzer die Frei/Gebucht-Daten für einen Benutzer an einem Remotestandort
benötigt, kann die Latenzzeit eine Rolle spielen. Die Frei/Gebucht-Daten auf einem der
Server können bis zu 15 Minuten alt sein. Änderungen aus diesem Zeitraum sind noch nicht
mit den anderen Servern synchronisiert.
Folgende Faktoren beeinflussen die Frei/Gebucht-Latenz in dieser Topologie:

V Das Veröffentlichungsintervall für Frei/Gebucht-Daten von Outlook oder MadFB. Der
Standardwert beträgt bei Outlook 15 Minuten.

R Das Replikationsintervall für Frei/Gebucht-Daten. Der Standardwert beträgt
15 Minuten.

G Das Intervall für die Replikation zwischen mehreren Gesamtstrukturen. Dieser Faktor
spielt in dieser Topologie keine Rolle.
Bei dieser Topologie beträgt die maximale Verzögerung V + R, also 1 Stunde, wenn von den
Standardeinstellungen ausgegangen wird.
167
Topologie mit einem Server und mehreren
Standorten
In einer Topologie mit einem Server und mehreren Standorten verfügt nur einer der
Standorte über einen Frei/Gebucht-Server. Dieser Server unterstützt neben den lokalen
Benutzern auch die Benutzer an den Remotestandorten. Diese Topologie unterstützt eine
Active Directory-Gesamtstruktur (und eine Exchange-Organisation), die in einen oder
mehrere Standorte oder administrative Gruppen unterteilt wurde.
Einfache Topologie mit einem Frei/Gebucht-Server für alle Standorte
Die Benutzer an allen Standorten verwenden einen zentralen Frei/Gebucht-Server. Die durch
das Replikationsintervall für Öffentliche Ordner entstehenden Latenzzeiten werden bei dieser
Anordnung eliminiert. Die Remotebenutzer müssen allerdings gewisse Verzögerungen
aufgrund der Netzwerklatenzen in Kauf nehmen. Diese Anordnung eignet sich für
Topologien, in denen alle Standorte über Verbindungen mit hoher Bandbreite verbunden
sind.
Folgende Faktoren beeinflussen die Frei/Gebucht-Latenz in dieser Topologie:

V Das Veröffentlichungsintervall für Frei/Gebucht-Daten von Outlook oder MadFB. Der
Standardwert beträgt bei Outlook 15 Minuten.

R Das Replikationsintervall für Frei/Gebucht-Daten. Dieser Faktor spielt in dieser
Topologie keine Rolle.

G Das Intervall für die Replikation zwischen mehreren Gesamtstrukturen. Dieser Faktor
spielt in dieser Topologie keine Rolle.
Bei dieser Topologie ist die maximale Verzögerung V, also 45 Minuten, wenn von den
Standardeinstellungen ausgegangen wird.
168
Topologie mit mehreren Gesamtstrukturen
In einer Topologie mit mehreren Gesamtstrukturen replizieren ausgewählte Exchange-Server
die Frei/Gebucht-Daten zwischen den vorhandenen Active Directory-Gesamtstrukturen (und
den entsprechenden Exchange-Organisationen). Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel
für eine Topologie mit mehreren Gesamtstrukturen, in der die verschiedenen
Gesamtstrukturen intern unterschiedliche Topologien verwenden. Eine solche Topologie ist
häufig in großen Unternehmen anzutreffen.
Komplexe Topologie mit mehreren Gesamtstrukturen, die unterschiedliche
Frei/Gebucht-Serverkonfigurationen verwenden
Das eigenständige Exchange Server 2003-Tool für die Replikation zwischen Organisationen
(Exchsync.exe) repliziert Frei/Gebucht-Daten aus einer Organisation in eine andere
Organisation. Dieses Tool repliziert die Daten i. d. R. in Abständen von 30 Minuten, was
einen deutlichen Einfluss auf die Frei/Gebucht-Latenz haben kann.
169
Folgende Faktoren beeinflussen die Frei/Gebucht-Latenz dieser Topologie:

V Das Veröffentlichungsintervall für Frei/Gebucht-Daten von Outlook oder MadFB. Der
Standardwert beträgt bei Outlook 15 Minuten.

R Das Replikationsintervall für Frei/Gebucht-Daten. Das Standardintervall beträgt
15 Minuten.

G Das Intervall für die Replikation zwischen mehreren Gesamtstrukturen. Das
Standardintervall beträgt 30 Minuten.
Bei dieser Topologie beträgt die maximale Verzögerung V +nR + mG, wobei m die Anzahl
der maximal erforderlichen Replikationsschritte über Gesamtstrukturen hinweg bezeichnet,
die zur Bereitstellung der Replikationsnachricht erforderlich sind, und n die Anzahl der
maximal erforderlichen internen Replikationsschritte, die vor oder nach der Replikation
zwischen Gesamtstrukturen ausgeführt werden müssen, um die Nachricht innerhalb einer
Organisation bereitzustellen.
Weitere Informationen zum Verknüpfen von mehreren Exchange-Organisationen finden Sie
unter Exchange Server 2003 Deployment Guide.
Replikation zwischen Gesamtstrukturen
Exchange-Benutzer in unterschiedlichen Gesamtstrukturen können auf die Frei/GebuchtDaten aller Benutzer zugreifen. Diese Funktionalität wird in erster Linie über zwei
Mechanismen bereitgestellt:

Verzeichnissynchronisierung Es wird sichergestellt, dass die Benutzer in einer
Gesamtstruktur als Kontakte in einer anderen Gesamtstruktur verfügbar sind. Damit ein
Benutzer Frei/Gebucht-Daten für einen anderen Benutzer abrufen kann, muss der
angeforderte Benutzer in der Globalen Adressliste der lokalen Gesamtstruktur aufgeführt
sein.

Frei/Gebucht-Replikation Stellt Frei/Gebucht-Informationen aus einer ExchangeOrganisation in einer anderen bereit. Die Frei/Gebucht-Replikation zwischen
Organisationen verwendet das MAPI-Protokoll. Eine Replikation über das Internet ist
daher bei dieser Lösung nicht vorgesehen.
Hinweis:
Die Replikation zwischen Organisationen erfolgt nur in eine Richtung. Um eine
beidseitige Replikation zwischen zwei Organisationen einzurichten, muss die
Replikation für jede Organisation getrennt konfiguriert werden.
Wie zuvor beschrieben, repliziert das Tool für die Replikation zwischen Organisationen die
Frei/Gebucht-Daten aus einer Organisation in eine andere. Das Tool verwendet dieselben
MAPI-Synchronisierung-APIs, auf die auch Outlook bei der Synchronisierung von
Offlineordnern zurückgreift. Bei der Replikation schreibt und liest das Tool ein Attribut, das
170
als Quellschlüssel bezeichnet wird, um Daten in den Quell- und Zielordnern abzugleichen.
Der Replikationsvorgang umfasst die folgenden Schritte:
1. Es wird eine Liste der Änderungen erstellt, die aus dem zu replizierenden
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner exportiert werden müssen. Anschließend
wird der aktuelle Zustand des Zielinformationsspeichers ermittelt.
2. Alle zu verarbeitenden Änderungen werden an den Zielinformationsspeicher für
Öffentliche Ordner (in der Zielorganisation) übertragen.
Hinweis:
Wenn kein Zielelement im Zielinformationsspeicher erstellt werden kann, wird
das Quellelement gelöscht, um eine Synchronisierung der Daten sicherzustellen.
Wenn das Element mit dem betreffenden Quellschlüssel gelöscht wurde und die
Tombstone-Verarbeitung des Informationsspeicher für Öffentliche Ordner
aktiviert ist, kann das Element nicht wiederhergestellt werden, und die
Replikation schlägt fehl.
Im normalen Betrieb schreibt das Tool für die Replikation zwischen Organisationen
Meldungen der folgenden Form in das Ereignisprotokoll:
Event Type:
Information
Event Source:
Event Category:
Event ID:
Exchsync
None
107
Date:
9/19/2001
Time:
9:12:27 AM
User:
N/A
Computer:
RED-FBS-05
Description:
Statistics for Free/Busy replication session 'Dogfood --> ITG Free/Busy sync' [81
Message Changes, 0 Message Deletions, 690 Message Ignores, 0 Message Errors, 0 Folder
Changes, 0 Folder Deletions, 0 Folder Ignores, 0 Folder Errors].
Anhand dieser Informationen kann der Status des Replikationsdatenverkehrs überprüft
werden.
171
Kalenderunterstützung in einer Exchangeund in einer Nicht-Exchange-Umgebung
Der Microsoft Exchange Connector für Lotus Notes und der Microsoft Exchange Connector
für Novell GroupWise stellen verschiedene Funktionen für den Austausch von
Kalenderinformationen zwischen dem Fremdsystem und Exchange Server 2003 bereit:

Replikation der Verzeichnisinformationen: Benutzer aus beiden Systemen erhalten
Zugriff auf die Kalenderdaten.

Konvertieren der Elemente in Besprechungsanfragen aus dem Exchange–Format in das
fremde Format und umgekehrt

Erkennen von Frei/Gebucht-Anforderungen in Exchange Server 2003 und Prüfen der
entsprechenden Frei/Gebucht-Daten im Fremdsystem. Diese Frei/Gebucht–Suche ist
bidirektional.
Die folgende Abbildung zeigt die Darstellung der Connectors im Exchange-System-Manager
sowie einige der verfügbaren Konfigurationsoptionen.
172
Über Exchange-Connectors steuerbare Frei/Gebucht-Optionen bei Verwendung des
Exchange-Connectors für Lotus Notes oder Novell GroupWise
Verwalten und Reparieren von
Frei/Gebucht-Daten
Mit der Zeit können sich in den Frei/Gebucht-Ordnern doppelte Frei/Gebucht-Nachrichten
ansammeln. Darüber hinaus kann die Synchronisierung zwischen Outlook und den
Frei/Gebucht-Ordnern verloren gehen, insbesondere bei Postfächern, denen mehrere
Benutzer als Stellvertreter zugeordnet sind. In diesem Abschnitt finden Sie Informationen
darüber, wie Exchange Server 2003 automatisch Frei/Gebucht-Daten nach einem
konfigurierbaren Zeitplan verwaltet und wie Sie Synchronisationsprobleme beheben können.
173
Bereinigen von Postfachspeichern mit MadFB
MadFB führt zwei Funktionen aus. Veröffentlichen der Frei/Gebucht-Nachrichten für Outlook
Web Access und Outlook Mobile Access und Löschen doppelter Frei/Gebucht-Daten.
In der Standardeinstellung wird die Bereinigung jede Nacht um 2:00 Uhr morgens
durchgeführt. MadFB ermittelt für jeden Exchange-Server mit einem Postfachspeicher den
Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner, der dem lokalen Postfachspeicher
zugeordnet ist, und bereinigt anschließend diesen Informationsspeicher (auch wenn er sich
auf einem anderen Server befindet). Der Bereinigungsvorgang umfasst folgende Schritte:

Löschen doppelter Frei/Gebucht-Datennachrichten
Hierbei handelt es sich um Nachrichten, an deren URL eine Zahl angehängt ist, die die
Nummer der doppelten Nachricht anzeigt (z. B. –2). Wenn mehrere Versionen einer
Nachricht vorhanden sind, behält MadFB die älteste Nachricht bei und löscht alle
weiteren Nachrichten.

Reparieren der URLs von Frei/Gebucht-Nachrichten
Der URL einer Frei/Gebucht-Nachricht muss in kanonischer Form vorliegen und auf
Betreff.EML (basierend auf legacyExchangeDN) enden.
Die URLs von Nachrichten, bei denen es sich um Duplikate vorhandener Frei/GebuchtNachrichten handelt, liegen aufgrund der angefügten Nummer nicht in kanonischer Form
vor. Die URLs von Nachrichten, die aus Microsoft Exchange Server, Version 5.5,
aktualisiert oder repliziert wurden, enthalten GUIDs. Diese Nachrichten werden ebenfalls
als nicht kanonisch eingestuft.
Beheben von Problemen mit
Stellvertreterbenutzern eines Postfachs
Durch das Ausführen von Outlook mit der Option /cleanfreebusy werden Probleme
behoben, die auftreten können, wenn Stellvertreterbenutzer eines Postfachs Besprechungen
planen.
Outlook verwaltet eine versteckte Nachricht mit der Bezeichnung LocalFreeBusy im
Kalenderordner des Postfachs. Diese Nachricht ist nur relevant für den Besitzer und die
Stellvertreter des Postfachs und unterscheidet sich von der Frei/Gebucht-Hauptnachricht in
den Frei/Gebucht-Ordnern. Es können Probleme auftreten, wenn ein Stellvertreter die
LocalFreeBusy-Nachricht neu erstellt, da sie dann nicht mehr mit den übrigen Kalenderdaten
synchronisiert ist. Wenn eine solche Situation eintritt, erhalten Stellvertreterbenutzer eine
Fehlermeldung, z. B. „Die Frei/Gebucht-Nachricht konnte nicht geöffnet werden“, sobald sie
versuchen, den Kalender des Postfachbesitzers zu bearbeiten.
174
Ausführliche Anweisungen zur Lösung von Problemen für Stellvertreterbenutzer eines
Postfachs finden Sie unter Beheben von Problemen mit Delegatbenutzern eines Postfachs in
Outlook.
Beheben von Problemen mit
Delegatbenutzern eines Postfachs in
Outlook
Führen Sie dieses Verfahren aus, wenn Delegaten eine Fehlermeldung erhalten, z. B. „Die
Frei/Gebucht-Nachricht konnte nicht geöffnet werden“, sobald sie versuchen, den Kalender
des Postfachbesitzers zu bearbeiten.
Verfahren
Beheben von Problemen mit Delegatbenutzern eines Postfachs in Outlook
1. Bitten Sie alle Delegaten und den Besitzer des Postfachs, Outlook zu beenden.
2. Bitten Sie den Besitzer des Postfachs, Outlook mit der Option /cleanfreebusy zu
starten. Der Besitzer kann hierzu eine Eingabeaufforderung öffnen und folgenden
Befehl eingeben: outlook/cleanfreebusy
Outlook erstellt die LocalFreeBusy-Nachricht neu und synchronisiert alle anderen
Postfachordner mit der neuen Nachricht.
3. Outlook kann nun wieder verwendet werden. Die Delegaten sollten das Postfach
wieder normal verwenden können.
Verhalten Öffentlicher Ordner in
Topologien im gemischten Modus
Da die Migration von Microsoft Exchange Server 5.5 auf Exchange Server 2003 längere Zeit
dauern kann, führen viele Exchange-Kunden Exchange für mehrere Wochen oder Monate im
gemischten Modus aus, bis sie den letzten Server entfernen können, der Exchange
Server 5.5 ausführt. Während dieser Phase können sich Inhalte Öffentlicher Ordner sowohl
auf Servern befinden, die Exchange Server 2003 ausführen als auch Exchange Server 5.5.
Die Inhalte können zwischen den Servern repliziert werden. Diese Server können in einer
einzigen Domäne existieren oder in separaten Microsoft Windows Server 2003- und
175
Microsoft Windows NT Server 4.0-Domänen (vorausgesetzt, die Windows Server 2003Domäne vertraut der Windows NT Server 4.0-Domäne). Die hier beschriebenen Server
müssen alle zu einer einzigen Exchange–Organisation gehören.
In den meisten Fällen verhalten sich Öffentliche Ordner in dieser Konfiguration wie
Öffentliche Ordner in einem System, in dem ausschließlich Exchange Server 2003
ausgeführt wird. Es gibt jedoch mehrere entscheidende Unterschiede. Diese Unterschiede
werden in diesem Kapitel beschrieben. Durch Kenntnisse über diese Unterschiede lassen
sich die meisten Replikationsprobleme im gemischten Modus vermeiden.
Weitere Informationen über das Migrieren von Exchange Server 5.5 zu
Exchange Server 2003 oder das Verwenden mehrerer Exchange-Organisationen finden Sie
im Exchange Server 2003 Deployment Guide.
Weitere allgemeine Informationen zur Replikation von Öffentlichen Ordnern finden Sie unter
Steuern der Replikation Öffentlicher Ordner in Exchange Server 2003.
Verbindungsvereinbarungen und
Replikation von Öffentlichen Ordnern
Konfigurationsverbindungsvereinbarungen, Benutzerverbindungsvereinbarungen und
Öffentliche Verbindungsvereinbarungen sind für die Replikation von Öffentlichen Ordnern von
großer Bedeutung.
Wichtig:
In Exchange Server 5.5 werden allgemeine Öffentliche Ordner-Strukturen nicht
unterstützt. Computer, auf denen Exchange 5.5-Server ausgeführt wird, können
jedoch so konfiguriert werden, dass sie beim Routing der Replikationsnachrichten
von allgemeinen Strukturen beteiligt sind. Dazu fügt die
Konfigurationsverbindungsvereinbarung im Exchange Server 5.5-Verzeichnis im
Container Exchange 2003-Konfigurationsobjekte Einträge für die allgemeinen
Informationsspeicher für Öffentliche Ordner hinzu.
Konfigurationsverbindungsvereinbarungen
Konfigurationsverbindungsvereinbarungen (Config CAs) replizieren Konfigurationsobjekte für
Standorte und administrative Gruppen zwischen Exchange Server 5.5 und dem
Active Directory-Verzeichnisdienst. Config CAs werden beim Exchange-Setup automatisch
erstellt. In den folgenden Tabellen werden wichtige mit den Config CAs verarbeitete Attribute
aufgeführt. Diese Attribute spielen bei der Replikation der Öffentlichen Ordner-Struktur
zwischen Computern, auf denen Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 ausgeführt
wird, eine wichtige Rolle.
176
Attribute, die mit Active Directory Connector (ADC) vom Objekt „Site-MDB-Config“ in
Exchange Server 5.5 in das Objekt „Administrative Gruppe“ in Active Directory
repliziert werden.
Exchange Server 5.5
Active Directory
Beschreibung
Site-Folder-Guid
siteFolderGUID
Identifikation der
Standortordner für den
Standort.
Site-Folder-Server
siteFolderServer
Name des Servers, der als
Host für die Standortordner
dient (i. d. R. der erste Server
im Standort oder in der
administrativen Gruppe).
Folders-Container
msExchPfCreation
Verzeichnis der zu
erstellenden
Verzeichniseinträge des
Öffentlichen Ordners in
Exchange Server 5.5. Wenn
dieses Attribut nicht
vorhanden ist, wird der
Container Empfänger
verwendet. In
Exchange Server 2003 wird
dieses Attribut beim Start im
Informationsspeicher
gelesen, um zu bestimmen,
welches Attribut
LegacyExchangeDN beim
Erstellen eines Ordners in
Exchange Server 2003 im
Informationsspeicher
verwendet wird. Durch die
Verwendung dieses Attributs
wird der neue Ordner mit der
Verbindungsvereinbarung für
Öffentliche Ordner zurück auf
den entsprechenden
Container in
Exchange Server 5.5
repliziert.
177
Attribute, die mit ADC vom Objekt „Microsoft Public MDB“ in Exchange Server 5.5 in
das Objekt „Informationsspeicher für Öffentliche Ordner“ in Active Directory repliziert
werden
Exchange Server 5.5
Active Directory
Beschreibung
Obj-Dist-Name
LegacyExchangeDN
Protokolliert den mit dem
Informationsspeicher für
Öffentliche Ordner
kompatiblen Namen in
Exchange Server 5.5.
Email Addresses
proxyAddresses
Identifiziert die E-MailAdressen des
Informationsspeichers für
Öffentliche Ordner.
Home-MTA
HomeMTA
Repliziert den Wert HomeMTA in Exchange Server 5.5,
sodass Exchange Server 5.5
Replikationsnachrichten an
Exchange Server 2003
weiterleiten kann.
Wie bereits erläutert, können Computer, auf denen Exchange Server 5.5 ausgeführt wird,
Replikationsnachrichten für allgemeine Öffentliche Ordner-Strukturen weiterleiten. In der
folgenden Tabelle sind die für diese Funktion verfügbaren Attribute aufgeführt. Diese
Attribute werden aus Active Directory auf den Container Exchange 2003Konfigurationsobjekte im Exchange Server 5.5-Verzeichnis repliziert.
178
Attribute, die aus Active Directory auf den Container „Exchange 2003Konfigurationsobjekte“ in Exchange Server 5.5 repliziert werden
Active Directory
Exchange Server 5.5
Beschreibung
LegacyExchangeDN
Modified Obj-Dist-Name
Das Attribut
LegacyExchangeDN wird
dem Attribut Obj-Dist-Name
nicht direkt zugeordnet. Wäre
dies der Fall, befände sich
das allgemeine
Informationsspeicherobjekt
für Öffentliche Ordner im
gleichen Container wie
Informationsspeicherobjekte
für Öffentliche Ordner in der
Struktur Öffentliche Ordner.
Das Objekt wird jedoch im
Container Exchange 2003Konfigurationsobjekte
abgelegt.
LegacyExchangeDN
X.500 Address
Wird auf eine zusätzliche
X.500-Adresse repliziert.
HomeMTA
Home-MTA
Repliziert einen Wert
HomeMTA in Exchange
Server 5.5, sodass
Exchange Server 5.5
Replikationsnachrichten an
Exchange Server 2003
weiterleiten kann.
proxyAddresses
Email Addresses
Repliziert die E-MailAdressen des
Informationsspeichers auf
das
Informationsspeicherobjekt in
Exchange Server 5.5.
Wichtig:
Wenn Sie zum Replizieren von Informationen für eine allgemeine Öffentliche OrdnerStruktur einen Exchange Server 5.5-Internet Mail Connector (IMC) verwenden
müssen, muss eine zusätzliche X.500-Proxyadresse für das allgemeine
Informationsspeicherobjekt im Exchange Server 5.5-Verzeichnis konfiguriert werden.
179
Verwenden Sie das Exchange Server 5.5-Attribut Obj-Dist-Name für die neue
Proxyadresse.
Benutzerverbindungsvereinbarung
Mit der Benutzerverbindungsvereinbarung werden Postfächer, benutzerdefinierte Empfänger
und Verteilerlisten von Exchange Server 5.5 auf Benutzer, Kontakte und Gruppen von
Active Directory repliziert. Da diese Objekte in Access Control Lists (ACL –
Zugriffssteuerungsliste) für Öffentliche Ordner verwendet werden, müssen diese
Informationen unbedingt ordnungsgemäß repliziert werden.
Verbindungsvereinbarung für
Öffentliche Ordner
Mit der Verbindungsvereinbarung für Öffentliche Ordner werden die Verzeichnisobjekte für
Öffentliche Ordner zwischen Exchange Server 5.5 und Active Directory repliziert. In
Exchange Server 5.5 verfügen alle Öffentlichen Ordner über Verzeichnisobjekte. In
Exchange Server 2003 verfügen nur E-Mail-aktivierte Öffentliche Ordner über
Verzeichnisobjekte. Im gemischten Modus sind Ordner in der Struktur Öffentliche Ordner in
der Standardeinstellung automatisch E-Mail-aktiviert. Die folgende Tabelle zeigt ausführlich,
wie durch die Verbindungsvereinbarung für Öffentliche Ordner Objekte zwischen Exchange
Server 5.5 und Active Directory repliziert werden.
Durch die Einrichtung von Verbindungsvereinbarungen für Öffentliche Ordner können
folgende Probleme vermieden werden:

Die in Exchange Server 2003 erstellten Ordner können nicht in Exchange Server 5.5
verwaltet werden, wenn sie keinen Verzeichniseintrag im Exchange Server 5.5Verzeichnis haben. Im Exchange Server 5.5-Verwaltungsprogramm müssen für alle
Öffentlichen Ordner Verzeichnisobjekte vorliegen.

In Exchange Server 5.5 erstellte Ordner ohne Active Directory-Objekt verursachen beim
Verwalten mit dem Exchange-System-Manager Fehler. In den Eigenschaften des
Ordners ist angegeben, dass er E-Mail-aktiviert ist, sodass im Exchange-SystemManager nach dem Verzeichnisobjekt für diesen Ordner gesucht wird. Die
Fehlermeldung kann gelöscht und der Ordner dennoch verwaltet werden. Der Fehler tritt
jedoch bei jeder Verwendung des Ordners erneut auf. Außerdem kann ein Administrator
erneut versuchen, eine E-Mail-Aktivierung für den Ordner einzurichten. Er erstellt dazu
ein anderes Objekt für den Ordner in Active Directory. Wenn in diesem Fall eine
Verbindungsvereinbarung für Öffentliche Ordner eingerichtet wird, liegen für den gleichen
Ordner zwei Verzeichnisobjekte vor. Die an den Ordner gesendeten E-Mail-Nachrichten
werden als nicht übermittelbar zurückgesendet.
180

Wenn Ordnerobjekte nicht ordnungsgemäß repliziert werden, kann ein Administrator
beim Ausführen der DS/IS-Konsistenzanpassung in Exchange Server 5.5 Ordnerobjekte
im Exchange 5.5-Verzeichnis erstellen, die den Ordnerobjekten in Active Directory nicht
entsprechen. Wenn in diesem Fall eine Verbindungsvereinbarung für Öffentliche Ordner
eingerichtet wird, liegen für den gleichen Ordner zwei Verzeichnisobjekte vor. Die an den
Ordner gesendeten E-Mail-Nachrichten werden als nicht übermittelbar zurückgesendet.

Möglicherweise ist es zu einem späteren Zeitpunkt notwendig, einen Ordner per E-Mail
zu versenden. Wenn zu diesem Zeitpunkt alle Exchange Server 5.5-Server bereits
entfernt wurden, können die Verzeichnisobjekte nicht mehr repliziert werden, und die
Ordner müssen manuell aktualisiert werden (oder es muss erneut eine E-Mail-Aktivierung
mithilfe eines Skripts eingerichtet werden).
Ausführliche Informationen zur Vorgehensweise beim Replizieren von Objekten für
Öffentliche Ordner zwischen Active Directory und dem Exchange Server 5.5Verzeichnis
Zwischen Exchange Server 5.5 und
Zwischen Active Directory und
Active Directory
Exchange Server 5.5
Suchen Sie im Exchange Server 5.5Verzeichnis beginnend auf der
Standortebene nach Öffentlichen OrdnerObjekten. Dies bedeutet, dass alle Container
und nicht nur der Container Empfänger nach
Öffentlichen Ordner-Objekten durchsucht
werden.
Suchen Sie in Active Directory im Container
Microsoft Exchange-Systemobjekte nach
Öffentlichen Ordner-Objekten. Dabei handelt
es sich um den einzigen Active DirectoryContainer mit Öffentlichen Ordner-Objekten.
Öffentliche Ordner-Objekte werden auf den
Container Microsoft ExchangeSystemobjekte in Active Directory repliziert.
Öffentliche Ordner-Objekte werden auf den
Container im Exchange Server 5.5Verzeichnis repliziert, der mit dem
LegacyExchangeDN-Wert angegeben (und
beim Erstellen des Ordners basierend auf
dem msExchPfCreation-Wert im
Informationsspeicher festgelegt) wird. Wenn
kein anderer Container angegeben ist, wird
das Objekt im Container Empfänger
abgelegt.
Die Home-MTA-Attribut und das Home-MDBAttribut werden nicht repliziert, da sie in
Exchange Server 2003 keine Bedeutung
haben.
Das HomeMDB-Attribut und das
targetAddress-Attribut werden nicht repliziert,
da sie in Exchange Server 5.5 keine
Bedeutung haben.
181
Überlegungen zu Clientverweisen im
gemischten Modus
Jeder Benutzer hat einen zugewiesenen Standardinformationsspeicher für
Öffentliche Ordner. Wenn sich der Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner des
Benutzers auf einem Exchange Server 5.5-Server befindet, wird der Benutzer entsprechend
der Konfiguration für die Öffentliche Ordner-Affinität in Exchange Server 5.5 weitergeleitet.
Wenn sich der Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner auf einem
Exchange Server 2003-Server befindet, wird der Benutzer entsprechend der Konfiguration für
Verweise in Exchange Server 2003 weitergeleitet. Dieser Vorgang ist unter „Informationen zu
Verweisen auf Öffentliche Ordner“ in Exchange Server 2003 Administration Guide
beschrieben. In der Standardeinstellung folgen Verweise in Exchange Server 2003 der
Routingtopologie. Sie können diese Standardeinstellung außer Kraft setzen, indem Sie für
Verweise eine spezifizierte Liste von Servern verwenden.
Beachten Sie bei der Entscheidung, ob die Standardeinstellungen für Verweise oder
Affinitäten geändert werden sollen, folgende Punkte:

Microsoft Office Outlook Web Access für Exchange Server 2003 kann keine
Inhaltsreplikkate Öffentlicher Ordner anzeigen, die sich auf Computern befinden, auf
denen Exchange Server 5.5 ausgeführt wird.

Für einen Connector zwischen einer Exchange Server 2003- oder Microsoft
Exchange 2000 Server-Routinggruppe und einer Routinggruppe mit Exchange 5.5Servern ist die Option Keine Verweise auf Öffentliche Ordner zulassen in der
Standardeinstellung deaktiviert. (Einzelheiten dazu finden Sie in der folgenden
Abbildung.) Mit dieser Konfiguration kann Exchange Benutzer auf Server in
Remoteroutinggruppen verweisen.
Die Standardeinstellung ist in den meisten Fällen für einen solchen Connector geeignet.
Hinweis:
Benutzern von Outlook Web Access können Inhalte Öffentlicher Ordner nicht
angezeigt werden, die sich auf Computern befinden, auf denen Exchange Server
5.5 ausgeführt wird. Die Option Keine Verweise auf Öffentliche Ordner
zulassen betrifft diese Benutzer nicht.
182
Registerkarte „Allgemein“ für einen Routinggruppenconnector
Hinweis:
Abhängig von den Konfigurationen der Verweise für Öffentliche Ordner können
Benutzer beim Zugriff auf einen einzelnen Öffentlichen Ordner mehrmals auf ihre
Berechtigung geprüft werden. Auf jedem Server für Öffentliche Ordner befinden sich
Kopien der Berechtigungen aller Ordner des Verzeichnisses. Bei jedem Zugriff des
Benutzers auf einen Öffentlichen Ordner prüft der Server die Berechtigungen, bevor
der Zugriff auf ein lokales Replikat freigegeben oder der Benutzer auf einen anderen
Server verwiesen wird.
Weitere Informationen über das Konfigurieren von Verweisen finden Sie unter „Informationen
zu Verweisen auf Öffentliche Ordner“ im Exchange Server 2003 Administration Guide.
183
Replikations- und Abgleichabläufe
Es gibt kaum Unterschiede bei der Replikation in einer Topologie im gemischten Modus und
einer reinen Exchange Server 2003-Topologie. Die wichtigsten Ausnahmen sind folgende:

Verzeichnisobjekte Wie unter Verbindungsvereinbarungen und Replikation von
Öffentlichen Ordnern beschrieben, stellt Active Directory-Connector (ADC) sicher, dass
die richtigen Verzeichnisobjekte aus den Öffentlichen Ordnern sowohl in Active Directory
als auch im Exchange-Verzeichnis vorhanden sind. Die Replikationsabläufe, die ADC
verwendet, um diese Objekte zwischen Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5
zu synchronisieren, ersetzen jedoch nicht die normalen Abläufe zur Replikation
Öffentlicher Ordner. In der folgenden Abbildung sind die verschiedenen Funktionen der
unterschiedlichen Verfahren dargestellt.

Attribute mit geändertem Format Das Hauptproblem ist die Zugriffssteuerung.
Exchange Server 2003-Zugriffssteuerungsinformationen verwenden ein anderes Format
als in Exchange Server 5.5. Da Exchange Server 5.5 nicht das Exchange Server 2003Format verwenden kann, übernimmt Exchange Server 2003 die Umwandlung von einem
Format zum anderen. Weitere Informationen zu dieser Umwandlung und ihren
Auswirkungen finden Sie unter Zugriffssteuerung für Öffentliche Ordner im gemischten
Modus.
Replikation von Daten Öffentlicher Ordner zwischen Exchange Server 2003 und
Exchange Server 5.5
184
Beispiele von Replikationen im gemischten
Modus
In den folgenden Beispielen wird der Ablauf von Replikationsvorgängen in der Topologie
eines gemischten Modus veranschaulicht. Im ersten Beispiel wird die Replikation von
Exchange Server 2003 auf Exchange Server 5.5 erläutert. Im zweiten Beispiel wird die
Replikation von Exchange Server 5.5 auf Exchange Server 2003 dargestellt.
Szenario 1: Replikation eines neuen Ordners von Exchange
Server 2003 auf Exchange Server 5.5
Stellen Sie sich eine einfache Topologie im gemischten Modus mit Öffentlichen Ordnern auf
einem Computer vor, auf dem Exchange Server 5.5 ausgeführt wird, und einem Computer,
auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird. Eine solche Topologie ist oben abgebildet.
Ein Administrator, der mit dem Computer verbunden ist, auf dem Exchange Server 2003
ausgeführt wird, fügt dem Verzeichnis einen neuen Öffentlichen Ordner hinzu. Er konfiguriert
den Ordner so, dass Inhaltsreplikate auf beiden Servern abgelegt werden. Der Vorgang, mit
dem Exchange die neue Konfiguration abschließt, umfasst folgende Arbeitsschritte:
1. Unter Verwendung der Informationen der Öffentlichen Ordner in Active Directory erstellt
ADC ein neues Objekt im Exchange-Verzeichnis.
2. Der Computer, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird (ExchServ02), sendet
eine Hierarchienachricht an den Computer, auf dem Exchange Server 5.5 ausgeführt
wird (ExchServ01). Die Hierarchienachricht enthält die Aktualisierung der Struktur der
Öffentlichen Ordner und die Attribute des neuen Ordners (ggf. in das Exchange
Server 5.5-Format umgewandelt).
3. Die Vorgänge der Inhaltsreplikation und des Abgleichs werden dann normalerweise wie
folgt ausgeführt:
a. ExchServ02 fügt ExchServ01 zur lokalen Kopie der Replikatliste des Ordners hinzu.
b. ExchServ01 sendet eine Statusanforderung an ExchServ02.
c.
ExchServ02 sendet eine Statusmeldung an ExchServ01, die das vollständige CNSet
des Ordners enthält.
d. ExchServ01 stellt fest, dass der gesamte Ordnerinhalt fehlt und zeichnet die
entsprechenden Einträge im Abgleicharray auf.
e. Wenn der Inhalt nach Ablauf des Abgleichtimeouts noch fehlt, erstellt ExchServ01
eine Abgleichanforderung und sendet sie an ExchServ02.
f.
ExchServ02 stellt die Inhaltsnachrichten zusammen und sendet sie an ExchServ01.
g. ExchServ01 aktualisiert den Ordnerinhalt und die zugehörigen
Überwachungsinformationen mit den eingehenden Inhaltsnachrichten.
185
h. Wenn weiterhin Änderungsnummern fehlen, wartet ExchServ01 24 Stunden und
sendet dann eine aktualisierte Abgleichanforderung.
Hinweis:
Exchange Server 5.5 verfügt nicht über die verbesserten Abgleichfunktionen von
Exchange Server 2003. Weitere Informationen finden Sie unter Steuern der
Replikation Öffentlicher Ordner in Exchange Server 2003.
Szenario 2: Replikation eines neuen Ordners von Exchange
Server 5.5 auf Exchange Server 2003
Dieses Beispiel bezieht sich auf die gleiche Topologie wie Szenario 1. Ein Benutzer mit
entsprechender Berechtigung, der mit dem Computer verbunden ist, auf dem Exchange
Server 5.5 ausgeführt wird, fügt einen neuen Öffentlichen Ordner zur Struktur hinzu. Ein
Administrator konfiguriert den Ordner, sodass Inhaltsreplikate auf beiden Servern vorhanden
sind. Der Vorgang, mit dem Exchange die neue Konfiguration abschließt, umfasst folgende
Arbeitsschritte:
1. Unter Verwendung der Informationen der Öffentlichen Ordner im Exchange-Verzeichnis
erstellt ADC ein neues Objekt in Active Directory.
2. Der Computer, auf dem Exchange Server 5.5 ausgeführt wird (ExchServ01), sendet eine
Hierarchienachricht an den Computer, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird
(ExchServ02). Die Hierarchienachricht enthält die Aktualisierung der Struktur der
Öffentlichen Ordner und die Attribute des neuen Ordners.
3. ExchServ02 wandelt Attribute, wie die Zugriffssteuerungsinformationen, in das Exchange
Server 2003-Format um.
4. Die Vorgänge der Inhaltsreplikation und des Abgleichs werden dann wie folgt ausgeführt.
Dieser Vorgang gleicht dem Vorgang für eine Exchange-Topologie im einheitlichen
Modus:
a. ExchServ01 fügt ExchServ02 zur lokalen Kopie der Replikatliste des Ordners hinzu.
b. ExchServ02 sendet eine Statusanforderung an ExchServ01.
c.
ExchServ01 sendet eine Statusmeldung an ExchServ02, die das vollständige CNSet
des Ordners enthält.
d. ExchServ02 stellt fest, dass der gesamte Ordnerinhalt fehlt und zeichnet die
entsprechenden Einträge im Abgleicharray auf.
e. Wenn der Inhalt nach Ablauf des Abgleichtimeouts noch fehlt, erstellt ExchServ02
eine Abgleichanforderung und sendet sie an ExchServ01.
186
Hinweis:
Existiert in dem System mehr als ein Computer, auf dem Exchange Server 2003
ausgeführt wird, sucht ExchServ02 nach einem weiteren Computer, auf dem
Exchange Server 2003 ausgeführt wird, um ihn als Abgleichserver zu
verwenden, bevor die Anforderung an den Computer gesendet wird, auf dem
Exchange Server 5.5 ausgeführt wird.
a. ExchServ01 stellt die Inhaltsnachrichten zusammen und sendet sie an ExchServ02.
b. ExchServ02 aktualisiert den Ordnerinhalt und die zugehörigen
Überwachungsinformationen mit den eingehenden Inhaltsnachrichten.
c.
Wenn weiterhin Änderungsnummern fehlen, wartet ExchServ02 24 Stunden und
sendet dann eine aktualisierte Abgleichanforderung.
Zugriffssteuerung für Öffentliche Ordner
im gemischten Modus
Die Zugriffssteuerung für Öffentlicher Ordner im gemischten Modus ist komplex, da folgende
Unterschiede zwischen Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 bestehen:

An der Stelle, an der eine ACL in einem Öffentlichen Ordner in Exchange Server 5.5 eine
Verteilerliste enthält, muss in der ACL in einem Replikat des Ordners in Exchange
Server 2003 eine Active Directory-Sicherheitsgruppe vorliegen. Die Exchange
Server 5.5-Verteilerliste wird bei einer korrekt konfigurierten Topologie automatisch in
eine Active Directory-Verteilergruppe und anschließend in eine Active DirectorySicherheitsgruppe umgewandelt. Weitere Informationen zur Gruppenumwandlung finden
Sie unter „Gruppentypen in Zugriffssteuerungslisten“ weiter unten in diesem Thema.

Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 verwenden unterschiedliche Attribute,
um Benutzer in Zugriffssteuerungslisten zu identifizieren:

Normalerweise hat jeder Benutzer in Exchange Server 5.5 ein Windows NT
Server 4.0-Konto (identifiziert durch sein Windows NT Server 4.0-SID-Attribut) und
ein Exchange Server 5.5-Postfach (identifiziert durch einen Distinguished Name im
Exchange Server 5.5-Verzeichnis). In Zugriffssteuerungslisten werden Benutzer (und
Gruppen) durch DNs (Distinguished Names) identifiziert.

In Exchange Server 2003 hat jeder Benutzer ein Active Directory-Konto (identifiziert
durch das SID-Attribut), das Postfach-bezogene Attribute beinhaltet. Durch diese
Attribute werden die Benutzer mit den entsprechenden Mail-Inhalten des ExchangeInformationsspeichers verbunden. In Zugriffssteuerungslisten werden Benutzer (und
Gruppen) durch den SID (Security Identifier) identifiziert.
187
Weitere Informationen zum Nachverfolgen von Benutzern im gemischten Modus in
Exchange Server 2003 finden Sie unter „Benutzerattribute in
Zugriffssteuerungslisten“ und „Vermeidung von Problemen durch unbekannte
Benutzer in Zugriffssteuerungslisten“ weiter unten in diesem Thema.

Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 verwenden unterschiedliche Formate
beim Speichern von Berechtigungsinformationen. Unter dem Thema „Benutzerattribute in
Zugriffssteuerungslisten“ weiter unten in diesem Thema werden die Grundlagen der
Umwandlung beschrieben und wann diese durchgeführt wird. Ausführliche Informationen
zu Berechtigungsformaten und dem Umwandlungsvorgang finden Sie unter Working with
Store Permissions in Microsoft Exchange 2000 and 2003.
Gruppentypen in Zugriffssteuerungslisten
In Exchange Server 5.5 werden Verteilerlisten bei der Nachrichtenübermittlung und der
Zugriffssteuerung verwendet, in Exchange Server 2003 dagegen nur bei der
Nachrichtenübermittlung. In Exchange Server 2003 werden für die Zugriffssteuerung
Active Directory-Sicherheitsgruppen verwendet. ADC repliziert Exchange Server 5.5Verteilerlisten auf Universal Distribution Groups (UDG – universelle Verteilergruppe) von
Active Directory. Beim Verarbeiten einer ACL für Öffentliche Ordner und dem Ermitteln einer
UDG in Exchange Server 2003 wird die UDG automatisch in eine universelle
Sicherheitsgruppe umgewandelt. Die universelle Sicherheitsgruppe ersetzt die UDG in der
ACL.
Wichtig:
Die UDG muss unter Windows Server 2003 oder Microsoft Windows 2000 in einer
Domäne im einheitlichen Modus vorliegen, damit sie in Exchange Server 2003 auf
eine universelle Sicherheitsgruppe aktualisiert werden kann. In einer gemischten
Umgebung mit Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 wird in ADC beim
Replizieren von Exchange Server 5.5-Verteilerlisten auf eine Domäne im
nichteinheitlichen Modus eine Warnmeldung angezeigt.
Eine UDG kann unter folgenden Umständen nicht in eine universelle Sicherheitsgruppe
umgewandelt werden:

Die UDG befindet sich in einer Windows Server 2003- oder Windows 2000-Domäne im
gemischten Modus.

Eine universelle Sicherheitsgruppe wurde manuell in eine UDG umgewandelt.

Die Mitgliedschaft der UDG wurde nicht auf Active Directory repliziert.
Wichtig:
Verwenden Sie UDGs nicht als Mitglieder von universellen Sicherheitsgruppen. In
Exchange wird nicht überprüft, ob es sich bei Gruppenmitgliedern um zu
konvertierende Gruppen handelt. Aus diesem Grund werden bei einer universellen
188
Sicherheitsgruppe in einer ACL mit UDGs als Mitgliedern die UDGs ignoriert, und die
ACL wird nicht korrekt erzwungen.
Benutzerattribute in Zugriffssteuerungslisten
In diesem Abschnitt wird dargestellt, wie Exchange Benutzer in Bezug auf die
Zugriffssteuerung identifiziert und wie diese Informationen zwischen Exchange Server 2003
und Exchange Server 5.5 ausgetauscht werden, sodass ein Benutzer über die gleichen
Berechtigungen verfügt, gleichgültig ob er von einem Computer, auf dem Exchange
Server 2003 oder Exchange Server 5.5 ausgeführt wird, auf einen Öffentlichen Ordner
zugreift.
Da Zugriffssteuerungslisten Attribute Öffentlicher Ordner sind, werden sie als Teil der
Hierarchie Öffentlicher Ordner repliziert. Unabhängig von der Exchange-Version hat darum
jeder Server für Öffentliche Ordner eine Kopie der Zugriffssteuerungsinformationen für jeden
Ordner, selbst wenn auf ihm keine Inhaltsreplikate abgelegt sind.
Die Replikation der Zugriffssteuerungsinformationen im gemischten Modus umfasst drei
Zugriffssteuerungsattribute für jedes Öffentliche Ordner-Objekt: ptagACLData, ptagNTSD
und ptagAdminNTSD:

ptagACLData Enthält die DNs und Berechtigungen im MAPI-basierten Format, das von
Exchange Server 5.5 verwendet wird.

ptagNTSD Enthält die Benutzer-SIDs und Berechtigungen für den Clientzugriff im
Exchange Server 2003-Format.

ptagAdminNTSD Enthält die Benutzer-SIDs und administrative Zugriffsberechtigungen
im Exchange Server 2003-Format.
Exchange Server 2003 verwendet während des Umwandlungsvorgangs bis zu drei Attribute
des Benutzerkontos, um den Benutzer zu identifizieren und die entsprechenden
Informationen in die Zugriffssteuerungsliste zu schreiben:

SID Eindeutige Bezeichnung des Objekts in Active Directory. Diese Bezeichnung kann
genau der SID des ursprünglichen, nicht migrierten Windows NT Server 4.0-Kontos
entsprechen. Meist handelt es sich jedoch um einen neuen Wert.

LegacyExchangeDN DN des Postfachs im Exchange-Verzeichnis. Exchange
Server 2003 verwendet diesen Wert, um Benutzer den Exchange Server 5.5-Postfächern
zuzuordnen.

msExchangeMasterAccountSID Arbeiten Sie im gemischten Modus, während sich die
primären Benutzerkonten noch in der Windows NT Server 4.0-Domäne befinden (die
Benutzer melden sich über ihre Windows NT Server 4.0-Konten an), enthält
Active Directory stillgelegte Konten, um die Benutzer darzustellen. Jedes dieser Konten
verfügt über ein msExchangeMasterAccountSID–Attribut (auch als Associated External
189
Account-Attribut bezeichnet). Dieses Attribut enthält die SID des Windows NT Server 4.0Domänenkontos des Benutzers.
Wichtig:
Wenn Sie zu einem zukünftigen Zeitpunkt Ihre Benutzer vollständig zu
Active Directory migrieren und die Active Directory-Konten aktivieren, müssen Sie
das msExchMasterAccountSID-Attribut zurücksetzen. Andernfalls registriert
Exchange Server 2003 das Active Directory-Konto nicht als aktiviert.
Wichtig:
SIDHistory ist als viertes Attribut bei der Migration von Benutzern von
Exchange Server 5.5 zu Exchange Server 2003 ebenfalls von Bedeutung. Wenn das
Benutzerobjekt in Active Directory während des Migrationsvorgangs eine neue SID
erhält, muss die alte SID in das SIDHistory-Attribut übertragen werden, damit
Exchange Server 5.5 weiterhin das Benutzerkonto identifizieren kann. Dieses Attribut
spielt bei der Umwandlung der Zugriffssteuerung jedoch keine Rolle.
Exchange Server 2003 verarbeitet den Umwandlungsprozess, wenn die Hierarchie
Öffentlicher Ordner repliziert wird. Von jedem Ordner müssen die Attribute für die
Zugriffsteuerung umgewandelt werden.
Während der Replikation der Ordnerzugriffssteuerungslisten von Exchange Server 2003 auf
Exchange Server 5.5 geschieht Folgendes:
1. Die Active Directory-SIDs von Benutzern und Gruppen werden in Exchange-VerzeichnisDNs umgewandelt.

Wenn die Benutzerkonten in Active Directory aktivierte Standardkonten sind, sucht
Exchange im SID-Attribut nach der SID.

Wenn die Konten deaktiviert sind, sucht Exchange im
msExchangeMasterAccountSID-Attribut nach der SID.
In beiden Fällen ruft Exchange nach dem Feststellen des Benutzerkontos den
LegacyExchangeDN-Wert ab und schreibt ihn in die Zugriffssteuerungsliste.
2. Die Exchange Server 2003-Berechtigungen werden zu Exchange Server 5.5Berechtigungen umgewandelt.
3. Die konvertierten Zugriffssteuerungsinformationen werden in ptagACLData gespeichert.
4. ptagNTSD, ptagAdminNTSD und ptagACLData werden auf den Computer repliziert, auf
dem Exchange Server 5.5 ausgeführt wird.
Während der Replikation der Ordnerzugriffssteuerungslisten von Exchange Server 5.5 auf
Exchange Server 2003 geschieht Folgendes:
1. Die eingehenden Werte von ptagNTSD und ptagAdminNTSD werden verworfen. Durch
diesen Schritt wird ein Schutz gegenüber möglichen Änderungen gewährleistet, die
190
während der Steuerung durch Exchange Server 5.5 an diesen Eigenschaften
vorgenommen wurden.
2. Die Benutzer- und Gruppen-DNs werden aus ptagACLData entnommen und in SIDs
umgewandelt.
Exchange sucht den DN im LegacyExchangeDN-Attribut des Benutzerkontos in
Active Directory.

Hat der Benutzer ein aktiviertes Active Directory-Konto, verwendet Exchange den
Wert des SID-Attributs aus der Zugriffssteuerungsliste.

Hat der Benutzer ein Windows NT Server 4.0-Konto und ein deaktiviertes
Active Directory-Konto, verwendet Exchange den Wert des
msExchangeMasterAccountSID-Attributs aus der Zugriffssteuerungsliste. Dies ist der
SID des Windows NT Server 4.0-Kontos.
3. Die Berechtigungen werden aus ptagACLData entnommen und in Exchange
Server 2003-Berechtigungen umgewandelt.
4. Die konvertierten Zugriffssteuerungsinformationen werden in ptagNTSD gespeichert. Der
ursprüngliche Wert von ptagAdminNTSD bleibt unverändert.
5. Der Wert von ptagACLData wird normalerweise verworfen. Wenn jedoch bei der
Umwandlung in Schritt 2 oder Schritt 3 ein Problem auftritt, wird der Wert von
ptagACLData in Exchange Server 2003 beibehalten.
Hinweis:
Wenn Sie Ordner und deren Inhalte von Exchange Server 5.5 auf Exchange
Server 2003 replizieren, versuchen Sie nicht, explizite Berechtigungen für
Nachrichten festzulegen. Exchange Server 5.5 wendet die Berechtigungen auf
Ordner an. Berechtigungen können einzelnen Nachrichten nicht explizit zugewiesen
werden (Berechtigungen auf Objektebene) wie dies in Exchange Server 2003
möglich ist. Exchange Server 2003 verwaltet Berechtigungen, sodass der Zugriff auf
Nachrichten beschränkt ist. Versuchen Sie jedoch, in dieser Situation die
Nachrichtenberechtigungen zu ändern, gehen diese Änderungen im nächsten
Replikationszyklus verloren.
Replikation der Zugriffssteuerung im Kontext
In diesem Abschnitt wird die Funktionsweise des Umwandlungsprozesses durch zwei
Beispiele veranschaulicht.
191
Szenario 1: Einzelne Domäne mit Benutzerkonten in
Active Directory
Die einfachste Konfiguration im gemischten Modus besteht aus einer einzelnen Domäne, in
der die Benutzerkonten von der Windows NT Server 4.0-Sicherheitskontenverwaltung zu
Active Directory migriert wurden. Auch wenn sich die Postfächer noch auf dem Computer
befinden, auf dem Exchange Server 5.5 ausgeführt wird, werden sie Active Directory-Konten
anstelle von Windows NT Server 4.0-Konten zugeordnet. Die folgende Abbildung zeigt eine
solche Konfiguration.
Eine einfache Topologie im gemischten Modus mit einer Domäne
Es gibt zwei Möglichkeiten, von Ihrem ursprünglichen Exchange Server 5.5- und
Windows NT Server 4.0-System zu dieser Konfiguration zu wechseln:

Aktualisieren Sie den primären Domänencontroller (PDC) von Windows NT Server 4.0
auf Windows Server 2003, und stufen Sie ihn zu einem Domänencontroller für die
bestehende Domäne herauf.
Durch diesen Vorgang wird Active Directory installiert und konfiguriert, während die
Windows NT Server 4.0-Konten verschoben werden. Für jedes Konto bleibt das SIDAttribut erhalten. (Die SID des Windows NT Server 4.0-Kontos wird zur SID des neuen
Active Directory-Kontos.)

Mit dem Tool für die Migration nach Active Directory können Sie die Benutzerkonten vom
primären Domänencontroller von Windows NT Server 4.0 zu Active Directory migrieren.
192
Vergewissern Sie sich, dass das Tool für die Migration die bestehende SID des
Benutzers zum SIDHistory-Attribut migriert. Dieser Vorgang erstellt und aktiviert ein
Active Directory-Konto für die Benutzer.
Nach der Konfiguration des Active Directory Connectors schließt er die Aktualisierung der
Active Directory-Benutzerkonten mit Postfachattributen ab, z. B. mit dem
LegacyExchangeDN-Attribut.
Angenommen, eine Topologie, wie sie in der obigen Abbildung dargestellt wird, weist den
Benutzer Benutzer1 auf, der über ein Konto in Active Directory und ein Postfach in
Exchange Server 5.5 verfügt.
In diesem Beispiel hat Benutzer1 Autorenberechtigungen für einen Öffentlichen Ordner
erhalten, dessen Inhaltsreplikate sowohl auf dem Computer, auf dem Exchange Server 2003
ausgeführt wird, als auch auf dem Computer, auf dem Exchange Server 5.5 ausgeführt wird,
abgelegt sind. Wenn Benutzer1 zum Replikat auf dem Exchange Server 5.5-Server für
Öffentliche Ordner weitergeleitet wird, wird Benutzer1 von der Zugriffssteuerungsliste für
Öffentliche Ordner durch den DN identifiziert
(/o=Org/ou=Standort/cn=Empfänger/cn=Benutzer1). Wenn die Zugriffssteuerungsliste auf
den Exchange Server 2003 für Öffentliche Ordner repliziert wird, wandelt Exchange
Server 2003 die Informationen um. Exchange Server 2003 sucht das Benutzerkonto in
Active Directory, das den LegacyExchangeDN-Wert
/o=Org/ou=Standort/cn=Empfänger/cn=Benutzer1 hat und ruft den SID-Wert für dieses
Konto ab. Exchange schreibt diesen Wert in die Zugriffssteuerungsliste für Öffentliche
Ordner, um Benutzer1 zu identifizieren.
Über jeden Server kann Benutzer1 Zugriff auf den Ordner erhalten.
Szenario 2: Mehrere Domänen mit Windows NT Server 4.0Benutzerkonten
Eine komplexere Konfiguration im gemischten Modus besteht aus einer einzelnen ExchangeKonfiguration mit mehreren Domänen. Sie erhalten eine solche Konfiguration, indem Sie eine
neue Windows Server 2003-Domäne einrichten, die die bestehende Windows NT Server 4.0Domäne als vertrauenswürdig einstuft, statt die Windows NT Server 4.0-Domäne zu
migrieren oder zu aktualisieren.
Die folgende Abbildung zeigt eine solche Konfiguration. In diesem Beispiel befinden sich die
Postfächer noch auf dem Computer, auf dem Exchange Server 5.5 ausgeführt wird, und die
Benutzerkonten verbleiben in der Windows NT Server 4.0-Domäne. Exchange Server 2003
wurde in der neuen Windows Server 2003-Domäne installiert.
193
Exchange-Topologie mit Windows Server 2003- und Windows NT Server 4.0-Domäne
sowie Benutzerkonten in der Windows NT Server 4.0-Domäne
In dieser Konfiguration verwendet Exchange zusätzlich zu den SID-, SIDHistory- und
LegacyExchangeDN-Attributen das msExchMasterAccountSID-Attribut (auch als Associated
External Account bezeichnet), um Benutzer zu identifizieren und sie den Postfach- oder
Zugriffssteuerungsinformationen zuzuordnen. Das msExchMasterAccountSID-Attribut enthält
den SID des Windows NT Server 4.0-Kontos des Benutzers.
Angenommen, eine Topologie, wie sie in der obigen Abbildung dargestellt wird, weist den
Benutzer Benutzer1 auf, der über ein Konto in Windows NT Server 4.0 in Domäne1 und ein
Postfach in Exchange Server 5.5 verfügt. Benutzer1 hat weiterhin ein deaktiviertes Konto in
Active Directory in Domäne2.
In diesem Beispiel hat Benutzer1 Autorenberechtigungen für einen Öffentlichen Ordner
erhalten, der sowohl auf Servern, auf denen Exchange Server 2003 ausgeführt wird, als auch
auf Servern, auf denen Exchange Server 5.5 ausgeführt wird, über Inhaltsreplikate verfügt.
Wenn Benutzer1 zum Replikat auf dem Exchange Server 5.5-Server für Öffentliche Ordner
weitergeleitet wird, wird Benutzer1 von der Zugriffssteuerungsliste für Öffentliche Ordner
durch den DN identifiziert (/o=Org/ou=Standort/cn=Empfänger/cn=Benutzer1).
Wenn die Zugriffssteuerungsliste auf den Exchange Server 2003 für Öffentliche Ordner
repliziert wird, wandelt Exchange Server 2003 die Informationen um. Wie üblich sucht
Exchange Server 2003 das Benutzerkonto in Active Directory, das den
194
LegacyExchangeDN-Wert /o=Org/ou=Standort/cn=Empfänger/cn=Benutzer1 aufweist.
Exchange findet das Active Directory Konto von Benutzer1, das jedoch deaktiviert ist.
Exchange ruft die SID nicht aus dem SID-Attribut ab, sondern aus dem
msExchMasterAccountSID-Attribut. Exchange schreibt diesen Wert, die ursprüngliche
Windows NT Server 4.0-SID, in die Zugriffssteuerungsliste für Öffentliche Ordner, um
Benutzer1 zu identifizieren.
Das Verwenden mehrerer Domains hat einen deutlichen Nebeneffekt. Wenn ein
Administrator oder Benutzer versucht, die Clientberechtigung von Benutzer1 für den
Öffentlichen Ordner zu ändern, während er mit dem Computer verbunden ist, auf dem
Exchange Server 2003 ausgeführt wird, zeigt das Dialogfeld Berechtigungen den Benutzer in
folgendem Format an: Domäne1\Benutzer1 statt Benutzer1.
Vermeidung von Problemen durch unbekannte Benutzer in
Zugriffssteuerungslisten
Bei einem unbekannten Benutzer (manchmal auch als stillgelegter Benutzer bezeichnet)
handelt es sich um einen in einer ACL aufgeführten Benutzer, der jedoch nicht über ein
Konto verfügt. Die Problematik unbekannter Benutzer wird am häufigsten durch folgende
Situation verursacht. Wenn in einer reinen Exchange Server 5.5-Topologie ein Exchange
Server 5.5-Benutzer gelöscht wird, für den Berechtigungen in Öffentlichen Ordnern in
Exchange Server 5.5 vorliegen. Anschließend wird der Öffentliche Ordner mit Verweisen auf
den weiterhin in der ACL aufgeführten Benutzer auf Exchange Server 2003 repliziert. Die
ACL kann in Exchange Server 2003 nicht verarbeitet werden, da der Benutzer in
Active Directory nicht ermittelt werden kann. Bis zur Behebung des Problems kann
ausschließlich der Ordnerbesitzer auf den Ordner zugreifen. Durch diese Beschränkung
können Benutzer, denen möglicherweise ausdrücklich die Berechtigungen für den Ordner
verwehrt wurden, nicht auf den Ordner zugreifen. Darüber hinaus wird das Ereignis 9551
protokolliert, wenn Ordnerberechtigungen ausschließlich für den Besitzer eingerichtet
wurden. Weitere Informationen zum Ereignis 9551 und zu anderen Ereignissen, die beim
Replizieren von Informationen zwischen Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5
auftreten können, finden Sie unter Fehlersuche und Beheben von
Informationsspeicherproblemen in Exchange Server 2003.
Ausführliche Informationen zur Umwandlung von ACLs beim Replizieren von Ordnern von
Exchange Server 5.5 auf Exchange Server 2003 finden Sie unter „Anatomy of Object Level
Access Control“ in Working with Store Permissions in Microsoft Exchange 2000 and 2003.
Dabei sind insbesondere die Hinweise in Abschnitt „Special Considerations for Coexisting
Exchange 2000 and Exchange 5.5 Servers“ zu beachten.
Das Auftreten von unbekannten Benutzern wird am besten dadurch vermieden, dass vor dem
Replizieren von Öffentlichen Ordnern auf Exchange Server 2003 das Exchange Server 5.5Dienstprogramm zur DS/IS-Konsistenzanpassung ausgeführt wird. Dabei werden
unbekannte Benutzer in den ACLs gelöscht.
195
Unter bestimmten Umständen werden unbekannte Benutzer in Exchange Server 2003 auf
unterschiedliche Art und Weise verarbeitet:

Wurde der Ordner bereits fehlerfrei aus Exchange Server 5.5 repliziert und weist plötzlich
einen unbekannten Benutzer in der ACL auf, wird der unbekannte Benutzer in Exchange
Server 2003 ignoriert, und die restlichen Einträge in der ACL werden normal verarbeitet.
Dabei wird davon ausgegangen, dass in Exchange Server 5.5 ein Benutzer gelöscht oder
ein neuer Benutzer hinzugefügt und noch nicht auf Active Directory repliziert wurde. Das
Problem wird wahrscheinlich beim nächsten ADC-Replikationsintervall automatisch
gelöst.

Wurden alle Exchange Server 5.5-Server entfernt und in Exchange Server 2003 der
einheitliche Modus eingerichtet, nimmt Exchange an, dass der Benutzer gelöscht wurde
und löscht den unbekannten Benutzer in der ACL.
In einigen Fällen kann ein Registrierungsschlüssel festgelegt werden, über den im
gemischten Modus unbekannte Benutzer in der ACL gelöscht werden. Es empfiehlt sich
dringend, diesen Registrierungsschlüssel nur in wirklich erforderlichen Fällen festzulegen
(wenn beispielsweise eine kleine Gruppe von unbekannten Benutzern vorliegt, die alle
problemlos in ACLs für Öffentliche Ordner gelöscht werden können). Andernfalls gehen alle
Berechtigungsdaten für einen Benutzer verloren, der aufgrund einer Replikationsverzögerung
(siehe Beschreibung in der vorangehenden Liste) nur vorübergehend unbekannt ist.
Vorsicht:
Das Löschen von unbekannten Benutzern hat zur Folge, dass die Zugriffs- und
Nicht–Zugriffsberechtigungen dieser Benutzer für Öffentliche Ordner möglicherweise
verloren gehen. Vom langfristigen Löschen unbekannter Benutzer wird daher
abgeraten.
Vorsicht:
Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen.
Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben
werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
Detaillierte Anweisungen zum vorübergehenden Ignorieren von unbekannte Benutzern auf
einem Exchange Server 2003-Server mit Replikaten Öffentlicher Ordner finden Sie unter
Vorübergehendes Ignorieren unbekannter Benutzer auf einem Exchange Server 2003-Server
mit Replikaten Öffentlicher Ordner.
196
Best Practices für Exchange Server 2003Suchordner
Wenn mithilfe von Microsoft Office Outlook 2003 oder einer anderen Clientanwendung
Nachrichten in einem Postfachspeicher oder einem Informationsspeicher für Öffentliche
Ordner gesucht werden, verfolgt Microsoft Exchange Server 2003 die Suchergebnisse mit
speziellen Ordnern nach, den Suchordnern. Ein Suchordner ist mit dem Ordner verknüpft,
der die gesuchten Informationen enthält. Die Suchleistung kann variieren, und die Suche
kann Auswirkungen auf die Exchange Server 2003-Vorgänge haben. So können einige
Suchtypen beispielsweise zu deutlich vergrößerten Exchange Server 2003Transaktionsprotokollen führen.
In diesem Kapitel werden die Suchprozesse von Exchange Server 2003, die verschiedenen
Suchmethoden für Exchange Server 2003 sowie die Faktoren erläutert, die die Suchleistung
beeinflussen können. Mithilfe dieser Informationen kann die Sucheffizienz und -leistung
verbessert werden. Außerdem können Sie die Informationen in diesen Themen beim
Erstellen einer benutzerdefinierten Anwendung verwenden, die Suchen in Exchange
Server 2003-Daten durchführt, um die effizientesten Suchmethoden festzulegen.
Funktionsweise von
Exchange Server 2003-Suchvorgängen
Als Datenbanksystem verwendet der Exchange-Informationsspeicher Tabellen zum
Organisieren von Daten, z. B. Postfächern, Ordnern und Nachrichten. Wie bei anderen
Datenbanken werden bestimmte Attribute jeder Tabelle für eine vereinfachte Suche indiziert.
Diese Indizes unterscheiden sich von Volltextindizes, die sich außerhalb des
Informationsspeichers befinden. Volltextindizes werden vom Microsoft Search-Dienst
(MSSearch) erstellt und verwaltet. Ein Volltextindex deckt einen vollständigen
Postfachspeicher oder Informationsspeicher für Öffentliche Ordner ab.
Weitere Informationen zu Volltextindizes finden Sie unter Volltextindizierung in Exchange
Server 2003. Die Volltextindizierung verringert die für die Suche erforderlichen Ressourcen,
indem diese vor der Suche für das Erstellen des Index eingesetzt werden. Die
Volltextindizierung bringt jedoch folgende Nachteile mit sich:

Das Erstellen eines Index mit einer Größe von mehreren Gigabyte (GB) kann mehrere
Tage dauern.

Korrekte Suchergebnisse lassen sich lediglich durch regelmäßige Aktualisierungen des
Indexes erreichen.
197
Wenn Exchange Server 2003 eine Suchabfrage erhält, werden die in der Abfrage
festgelegten Suchbedingungen von der QP-Informationsspeicherkomponente (Query
Processor) analysiert, damit diese auf die effizienteste Weise verarbeitet werden kann. So
wird beispielsweise der Ablauf der Suchbedingungen geändert oder unnötige
Suchbedingungen gelöscht.
Außerdem wird vom QP festgelegt, ob ein Volltextindex oder die Exchange Server 2003Tabellenindizes durchsucht werden sollen. Der QP kann beide Suchtypen verwenden, um
eine einzelne Suchabfrage zu beantworten.
Um festzustellen, ob für eine Suchabfrage ein Volltextindex, ein Tabellenindex oder eine
bestimmte Kombination verwendet werden soll, werden vom QP folgende Faktoren
ausgewertet:

Speicherorte der als Suchkriterien verwendeten Attribute.
Dies beinhaltet, ob die Suchbedingungen sich auf Attribute beziehen, die Teil eines
Volltextindex oder eines Tabellenindex sind.
Wenn die Suchabfrage z. B. eine Contains-Klausel beinhaltet, die sich auf ein im
Volltextindex indiziertes Attribut bezieht, empfiehlt sich eine Suche im Volltextindex.
Wenn der QP einen oder mehrere Tabellenindizes findet, die das entsprechende Attribut
beinhalten, wird die Anzahl der Nachrichten berechnet, die bei der Verwendung der
jeweiligen Tabelle zurückgegeben werden. Anschließend wählt der Abfrageprozessor die
Tabelle aus, die die meisten Nachrichten bei geringstem Ressourcenverbrauch
zurückgibt.

Typ der ausgegebenen Suchabfrage.
Wenn die Suchabfrage beispielsweise einen Vergleich sämtlicher Werte eines Attributs
umfasst, ist eine Suche in den Volltextindizes nicht angebracht.
Suchbeispiel
In der folgenden Abbildung werden die grundlegenden Schritte eines Suchvorgangs
dargestellt. Dieses Beispiel beinhaltet die Outlook-Funktion „Erweiterte Suche“. Um diese
Funktion zu verwenden, klicken Sie auf der Outlook-Symbolleiste auf Suchen. Zeigen Sie auf
der Symbolleiste Suchen auf Optionen, und klicken Sie anschließend auf Erweiterte
Suche.
198
Komponenten einer komplexen Suche mithilfe von Outlook
Im Folgenden finden Sie die Abfolge der Ereignisse bei einem Suchvorgang:
1. Ein Benutzer erstellt in Outlook eine Suchabfrage mit folgenden Suchbedingungen:

Die Nachricht befindet sich im Ordner Test.

Das Feld Betreff der Nachricht enthält die Zeichenfolge „Testplan“.

Die Nachricht ist größer als 10 KB.
2. Der Benutzer führt die Suche aus. Die Suchabfrage wird von Outlook an
Exchange Server 2003 gesendet.
3. Die Suche wird vom Exchange Server 2003-QP analysiert, und es wird festgestellt, dass
sich sowohl der Tabellenindex als auch der Volltextindex eignen.
4. Eine Suchzeichenfolge für das Feld Betreff wird vom QP an MSSearch gesendet.
199
5. Die Suche wird von MSSearch durchgeführt, und die der Suchzeichenfolge
entsprechenden Ergebnisse werden an den QP zurückgegeben.
6. Der QP verwendet eine Tabellenindexsuche, um nach dem in Schritt 5 erhaltenen
Ergebnissatz in Nachrichten zu suchen, die größer als 10 KB sind.
7. Die endgültigen Suchergebnisse werden vom QP an Outlook gesendet.
Die Volltextindizierung betreffende Attribute
Volltextindizes enthalten in der Standardeinstellung folgende MAPI-Attribute:
PR_SUBJECT
PR_SUBJECT_W
PR_BODY
PR_BODY_W
PR_SENDER_NAME
PR_SENDER_NAME_W
PR_SENDER_EMAIL_ADDRESS
PR_SENDER_EMAIL_ADDRESS_W
PR_SENT_REPRESENTING_NAME
PR_SENT_REPRESENTING_NAME_W
PR_SENT_REPRESENTING_EMAIL_ADDRESS
PR_SENT_REPRESENTING_EMAIL_ADDRESS_W
PR_DISPLAY_TO
PR_DISPLAY_TO_W
PR_DISPLAY_CC
PR_DISPLAY_CC_W
PR_DISPLAY_BCC
PR_DISPLAY_BCC_W
Volltextindizes enthalten in der Standardeinstellung folgende DAV/OLEDB-Attribute:
urn:schemas:httpmail:subject
urn:schemas:httpmail:textdescription
urn:schemas:httpmail:sendername
urn:schemas:httpmail:fromname
urn:schemas:httpmail:displayto
urn:schemas:httpmail:displaycc
urn:schemas:httpmail:displaybcc
Clientanwendungen und Suchmethoden
Outlook verwendet MAPI-basierte Suchmethoden für die Suche in Exchange Server 2003.
Beim Entwickeln benutzerdefinierter Clientanwendungen, können diese MAPI-basierten oder
ExOLEDB-basierten Suchmethoden verwendet werden. Um ExOLEDB zu verwenden, kann
aus verschiedenen APIs ausgewählt werden: HTTP/DAV, CDO (Collaboration Data Objects)
oder ADO (ActiveX Data Objects).
200
Hinweis:
MAPI kann nicht für Termin- oder Aufgabensuchen verwendet werden.
In der folgenden Tabelle finden Sie weitere Informationen über die verschiedenen
Suchmethoden in Exchange Server 2003. In dieser Tabelle bezieht sich der Begriff flach auf
eine Suche, deren Bereich auf einen einzelnen Ordner oder eine Reihe bestimmter Ordner
begrenzt ist. Tief bezieht sich auf eine Suche, deren Bereich einen Ordner und sämtliche
zugehörigen Unterordner umfasst.
Suchmethoden, die von den verfügbaren Protokollen in Exchange Server 2003
verwendet werden
API oder Anwendung
Bereich
Methode
Erstellt Suchordner
MAPI
Flach
Restrict
Ja
FindRow
Nur im
Arbeitsspeicher
Flach
Restrict
Ja
Beliebig
SetSearchCriteria
Ja
Beliebig
Restrict
Ja
Flach (einzelner
Ordner)
Restrict
Ja
Tief oder flach mit
mehreren Ordnern
SRestrict
Ja
SetSearchCriteria
Temporär
Beliebig
Search
Ja, kann
verschachtelt sein
Beliebig
PropFind
Nein
Outlook (lediglich
Öffentliche Ordner)
(MAPI-Protokoll)
Outlook (Postfächer)
(MAPI-Protokoll)
CDO 1.2
(MAPI-Protokoll)
CDO 2.x, CDO 3.x,
ADO
(ExOLEDB)
CDO 2.x, CDO 3.x,
ADO
(ExOLEDB)
HTTP/DAV
(ExOLEDB)
HTTP/DAV
(ExOLEDB)
201
Wichtige Aspekte der Suche mit ExOLEDB
Um mithilfe einer ExOLEDB-Methode suchen zu können, muss für die Suche eine SQLAnweisung erstellt werden. Beim Verarbeiten der SQL-Anweisung wird diese von Exchange
Server 2003 in eine MAPI-kompatible SRestrict-Struktur konvertiert.
ExOLEDB-Vorgänge können nur auf dem Server ausgeführt werden, auf dem sich die zu
durchsuchenden Daten befinden. Daher kann die Suche die Exchange Server 2003-Server
für Öffentliche Ordner oder Postfachordner verlangsamen.
Wichtige Aspekte der Suche mit HTTP/DAV
Da von HTTP/DAV-Suchen intern ExOLEDB verwendet wird, werden diese in den meisten
Fällen wie andere ExOLEDB-Suchen ausgeführt. Mit der HTTP/DAV-PropFind-Methode kann
jedoch ein Teil der Suchverarbeitungslast auf einen anderen Server als den Exchange
Server 2003-Server für Öffentliche Ordner und Postfachordner verlagert werden.
Mithilfe von HTTP/DAV können verschachtelte Suchordner erstellt werden. Bei der Suche
nach einem vorhandenen Suchordner wird von Exchange Server 2003 im ursprünglichen
Suchordner ein neuer Suchordner erstellt.
Richtlinien zum Optimieren von
Suchvorgängen
In diesem Thema finden Sie Informationen zur Verbesserung der Sucheffizienz und zur
Minimierung des Leistungsaufwands dieser Suchvorgänge. Es wird erläutert, wie Suchordner
den Betrieb des Exchange Server 2003-Server beeinflussen, auf dem diese sich befinden,
wie die Anzahl der erstellten Suchordner reduziert werden kann und unter welchen
Bedingungen die Standardgrenzwerte zur Steuerung der Suchordner geändert werden
sollten.
Einfluss von Suchordnern auf die Leistung
Suchordner können die Leistung eines Exchange Server 2003-Postfach- oder
Öffentliche Ordner-Servers vor allem auf folgene Weise beeinflussen: Sie können die
Verarbeitungslast auf dem Server erhöhen und die Transaktionsprotokolle auf dem Server
(mitunter erheblich) vergrößern.
Das Erstellen eines Suchordners führt zu einem bestimmten Verarbeitungsaufwand auf dem
Exchange-Server. Außerdem wird der Vorgang von Exchange Server 2003 als zu
protokollierende Transaktion behandelt. Bei jeder neuen Suchabfrage von
Exchange Server 2003, vergrößert sich das Transaktionsprotokoll. Eine der einfachsten
202
Möglichkeiten zur Steuerung dieser Vergrößerung ist das erneute Verwenden vorhandener
Suchabfragen.
Wenn ein Suchordner erstellt wurde, wird dieser von Exchange Server 2003 erhalten und
immer dann aktualisiert, wenn der Zielordner (der durchsuchte Ordner) sich ändert. Wenn im
Zielordner eine Nachricht hinzugefügt, gelöscht oder geändert wird, aktualisiert Exchange
Server 2003 den Suchordner entsprechend. Diese Aktualisierungen vergrößern die
Verarbeitungslast mit jedem betroffenen Suchordner, und jede dieser Aktualisierungen wird
in den Transaktionsprotokollen protokolliert. Daher kann das Suchen in häufig geänderten
Ordnern die Serverleistung weitaus mehr beeinträchtigen als die Suche in statischen, sich
nicht verändernden Ordnern.
Hinweis:
Wenn ein Benutzer in einem Zielordner eine Nachricht mit einer großen angehängten
Datei bereitstellt, verändert sich die dem Transaktionsprotokoll hinzugefügte
Datenmenge entsprechend der Größe des Anhangs.
Suchen, bei denen der Status „gelesen“ oder „ungelesen“ von Nachrichten als
Suchbedingung verwendet wird, beeinflussen die Leistung auf besondere Weise. Wenn ein
Öffentlicher Ordner durchsucht wird, der nach gelesenen und ungelesenen Informationen
verfolgt, wird bei der Suche nicht nur ein Suchordner erstellt, sondern je einer für jeden einer
Nachricht im Zielordner zugewiesenen Benutzer. Jeder dieser Suchordner beeinflusst
entsprechend die Leistung und die Transaktionsprotokolle. Außerdem ändert der Verweis auf
ein ungelesenes Element in einem solchen Ordner dessen Status in „gelesen“. Dieser
Vorgang wird von Exchange Server 2003 als Ordneraktualisierung betrachtet, wodurch auch
die entsprechenden Suchordner aktualisiert werden.
Die Anzahl der jeweils einem Suchordner zugewiesenen Benutzer kann außerdem die Last
des Exchange-Servers erhöhen, was zu einer merklich erhöhten Antwortzeit führen kann.
Identische Abfrageausdrücke
Für jede eindeutige Suchabfrage wird ein eigener Suchordner erstellt. Wenn die
Ergebnissätze und Suchausdrücke zweier Suchen identisch sind, werden diese vom QP
(Query Processor) als eine betrachtet. Wenn eine neue Suche einer vorherigen Suche
entspricht, für die ein Suchordner vorhanden ist, wird der vorhandene Suchordner vom QP
erneut verwendet und kein neuer erstellt.
Wenn mehrere Benutzer wiederholt die gleiche Suche ausführen oder viele ähnliche Suchen
ausgeführt werden, sollten nach Möglichkeit die gleichen Suchausdrücke verwendet werden.
Mit der Anzahl an Suchausdrücken verringert sich auch die Serverlast und die Anzahl der
erstellten Suchordner.
203
Anzahl an Suchordnern
Exchange Server 2003 begrenzt die Anzahl der Suchordner, die für einen einzelnen
Zielordner erhalten werden. Außerdem ist die Aufbewahrungszeit dieser Suchordner nach
deren letzten Verwendung begrenzt. In der Standardeinstellung sind maximal elf Suchordner
möglich, und die maximale Aufbewahrungszeit beträgt acht Tage. Diese Standardwerte
können auf Speicherebene mithilfe des msExchMaxCachedViews-Attributs und des
msExchAgingKeepTime-Attributs geändert werden. Außerdem kann das Attribut
http://schemas.microsoft.com/mapi/proptag/0x680003 eines Ordners verwendet werden,
um die Anzahl an Suchordnern für einen bestimmten Zielordner zu beschränken.
Durch jede sich unterscheidende Suchanfrage wird ein unterschiedlicher Suchordner erstellt,
wobei die Anzahl der gleichzeitigen Suchordner für einen bestimmten Zielordner beschränkt
ist. Wenn Benutzer oder benutzerdefinierte Anwendungen viele verschiedene Arten von
Suchabfragen verwenden (anstatt wiederholt die gleichen Suchabfragen auszugeben), wird
durch eine erhöhte maximale Anzahl an Suchordnern die Sucheffizienz verbessert. Dieser
Ansatz hat jedoch einen wesentlichen Nachteil. Das Erhöhen der Anzahl an Suchordnern
verlängert auch die Zeitspanne, die zum Aktualisieren dieser Ordner erforderlich ist.
Außerdem steigt der Verarbeitungsaufwand der einzelnen Suchen, da von Exchange
Server 2003 überprüft wird, ob einer der vorhandenen Ordner bei einer Suche verwendet
werden kann. Daher ist das Erhöhen der Anzahl an Suchordner nur dann sinnvoll, wenn eine
begrenzte Auswahl von Suchabfragen für Ordner verwendet wird, die zumeist statisch sind
(und selten aktualisiert werden).
Im Allgemeinen sollte die Anzahl an verschiedenen Suchtypen sowie die Anzahl an
Suchordnern gering gehalten werden.
Wichtig:
Obwohl die Standardwerte geändert werden können, sollten Sie die Ergebnisse im
Falle einer Änderung ausgiebig testen. Verwenden Sie eine Testtopologie, um die zu
erwartende Last zu simulieren. Stellen Sie dabei sicher, dass die Änderungen Ihr
System nicht negativ beeinflussen.
Weitere Informationen zum Ändern der maximalen Anzahl der Suchordner pro Zielordner für
einen Informationsspeicher finden Sie unter Ändern der maximalen Anzahl von Suchordnern
pro Zielordner für einen Informationsspeicher.
Weitere Informationen zum Ändern der Aufbewahrungszeit für Suchordner in
Exchange Server 2003 für einen Informationsspeicher finden Sie unter Ändern der
Aufbewahrungszeit von Suchordnern für einen Informationsspeicher in
Exchange Server 2003.
204
Ändern der maximalen Anzahl von
Suchordnern pro Zielordner für einen
Informationsspeicher
Wenn Benutzer oder benutzerdefinierte Anwendungen viele verschiedene Arten von
Suchabfragen verwenden (anstatt wiederholt die gleichen Suchabfragen auszugeben), wird
durch eine erhöhte maximale Anzahl von Suchordnern die Sucheffizienz verbessert. Führen
Sie zum Ändern der maximalen Anzahl der Suchordner pro Zielordner für einen
Informationsspeicher die folgenden Schritte aus:
Bevor Sie beginnen
Durch die Implementierung dieses Verfahrens kommt es zu Leistungseinbußen. Sie sollten
daher diese Einbußen und die Auswirkungen auf die Umgebung kennen und die Änderungen
zuvor in einer Testtopologie überprüfen. Dort können Sie die zu erwartende Belastung
simulieren und dafür sorgen, dass diese Änderungen das System nicht in Mitleidenschaft
zieht. Im Abschnitt „Weitere Informationen“ dieses Themas finden Sie Verweise auf
Einzelheiten zu den Leistungseinbußen durch diese Änderungen.
Verfahren
So ändern Sie die maximale Anzahl an Suchordnern pro Zielordner für einen
Informationsspeicher
1. Erweitern Sie in ADSI-Bearbeitung die Konsolenstruktur. Klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf das Informationsspeicherobjekt, und klicken Sie dann auf
Eigenschaften. Die Informationsspeicherobjekte verfügen über Distinguished
Names (DN). Diese legen den Speicherort in der Konfigurationsstruktur des
Active Directory-Verzeichnisdiensts fest. Hierfür finden Sie nachfolgend einige
Beispiele: CN=Configuration,DC=<Domain>,CN=Services,CN=Microsoft
Exchange,CN=<Organization>,CN=Administrative Groups,CN=<Administrative
group>,CN=Servers,CN=<Server>,CN=InformationStore,CN=<Storage
group>,CN=<Store>
2. Klicken Sie auf der Registerkarte des Attribut-Editors in der Liste Attribute auf
msExchMaxCachedViews und anschließend auf Bearbeiten.
3. Geben Sie im Dialogfeld des Ganzzahl-Attribut-Editors einen ganzzahligen Wert (für
die Anzahl der Suchordner) ein, und klicken Sie anschließend auf OK.
4. Wenn die Replikation auf alle Domänencontroller abgeschlossen ist, starten Sie den
Informationsspeicherdienst von Microsoft Exchange.
205
Ändern der Aufbewahrungszeit von
Suchordnern für einen
Informationsspeicher in
Exchange Server 2003
In Exchange Server 2003 ist die Aufbewahrungszeit für Suchordner nach ihrer letzten
Verwendung beschränkt. Die maximale Aufbewahrungszeit beträgt in der
Standardeinstellung acht Tage. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die
Aufbewahrungszeit für Suchordner in Exchange Server 2003 für einen Informationsspeicher
zu ändern:
Bevor Sie beginnen
Obwohl Sie den Standardwert ändern können, wird empfohlen, die Änderungen in einer
Testumgebung gründlich zu testen. Verwenden Sie eine Testtopologie, um die zu erwartende
Last zu simulieren. Stellen Sie dabei sicher, dass die Änderungen Ihr System nicht negativ
beeinflussen.
Verfahren
So ändern Sie die Aufbewahrungszeit für Suchordner in Exchange Server 2003 für
einen Informationsspeicher
1.
Erweitern Sie in ADSI-Bearbeitung die Konsolenstruktur. Klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf das Informationsspeicherobjekt, und klicken Sie dann auf
Eigenschaften.
2. Die Informationsspeicherobjekte verfügen über DNs (die den Speicherort in der
Active Directory-Konfigurationsstruktur festlegen), für die Sie im Folgenden einige
Beispiele finden.
CN=Configuration,DC=Domain,CN=Services,CN=Microsoft
Exchange,CN=Organization,CN=Administrative Groups,CN=Administrative
group,CN=Servers,CN=Server,CN=InformationStore,CN=Storage group,CN=Store
3. Klicken Sie auf der Registerkarte Attribut-Editor in der Liste Attribute auf
msExchMaxCachedViews und anschließend auf Bearbeiten.
4. Geben Sie im Dialogfeld des Ganzzahl-Attribut-Editors einen ganzzahligen Wert (für
206
die Aufbewahrungszeit) ein, und klicken Sie anschließend auf OK.
5. Wenn die Replikation auf alle Domänencontroller abgeschlossen ist, starten Sie den
Informationsspeicherdienst von Microsoft Exchange.
Effektives Suchen in benutzerdefinierten
Anwendungen
In den folgenden Abschnitten finden Sie Empfehlungen zu Techniken für das Erstellen
benutzerdefinierter Clientanwendungen. Zu diesen Empfehlungen gehört, welche SQLStrukturen verwendet und welche vermieden werden sollten und wie die Effizienz von
Suchabfragen mithilfe von HTTP/DAV verbessert werden kann.
Weitere Informationen zur Verwendung von Suchabfragen in benutzerdefinierten
Anwendungen finden Sie unter dem Thema „Search“ unter Exchange Server 2003 SDK.
Vermeiden von SELECT * SQL-Anweisungen
Verwenden Sie sofern möglich stets SQL-Ausdrücke wie SELECT <erforderliches Attribut>
anstelle von SELECT *. Wenn eine Suche unter Verwendung von SELECT * von
Exchange Server 2003 ausgeführt wird, wird das Schema des Zielelements überprüft, um
das zurückzugebende Attribut zu identifizieren.
Das Überprüfen des Schemas erhöht die Verarbeitungslast der Abfrage und verursacht den
größten Teil dieser Last.
Durch die Verwendung einer Anweisung vom Typ SELECT <erforderliches Attribut> wird die
Schemaüberprüfung umgangen, und die Abfrage gibt lediglich die für die Anwendung
erforderlichen Attribute zurück. Dadurch kann die weitere Verarbeitung effizienter ausgeführt
werden.
Vermeiden von Where-Klauseln in SQLAnweisungen
Anstatt in einem SQL-Ausdruck eine WHERE-Klausel zu verwenden, sollte der Suchbereich
mithilfe einer anderen Methode eingeengt werden. Das Entfernen der WHERE-Klausel
verringert die Verarbeitungslast der Suchabfrage sowie die Größe der
Transaktionsprotokolle. Wenn die WHERE-Klausel z. B. lediglich dazu verwendet wird,
ungelesene Nachrichten abzurufen, kann die Verarbeitungseffizienz gesteigert werden,
207
indem zunächst sowohl gelesene als auch ungelesene Nachrichten abgerufen und
anschließend nur die gelesenen entfernt werden.
Verwenden Sie diese Methode jedoch mit Vorsicht. Diese Methode ist für Suchen weniger
effektiv, bei denen die Ergebnissatzgröße erheblichen Schwankungen unterliegt, sofern eine
WHERE-Klausel enthalten ist.
Verwenden von PropFind für HTTP/DAV-Suchen
Wenn mithilfe von HTTP/DAV-Suchanweisungen oder ADO-SQL-Anweisungen gesucht wird,
kann die HTTP/DAV-PropFind-Methode zur Durchführung der Suchen verwendet werden.
Mithilfe von PropFind kann ein Teil der Suchverarbeitungslast vom Exchange Server 2003Postfach- oder Öffentlichen Ordner-Server entfernt, und somit die Auswirkungen der Suche
auf die Größe der Transaktionsprotokolle verringert werden.
Wenn Sie sich für die Verwendung von PropFind entscheiden (insbesondere beim Ändern
einer vorhandenen Anwendung), sollten Sie diese Lösung umfassend testen, damit die
Ergebnisse und die Auswirkungen auf die Leistung Ihren Vorstellungen entsprechen.
Die PropFind-Methode bietet folgende Vorteile:

Eine Vergrößerung der Transaktionsprotokolle kann verhindert werden.

Die Last kann leicht zwischen den Exchange-Servern und anderen Anwendungsservern
aufgeteilt werden. Die Last auf den Exchange-Servern beschränkt sich auf die eigentliche
PropFind-Abfrage, während die Anwendungsserver verwandte Aufgaben wie das
Authentifizieren von Benutzern, das Erstellen von Ansichten und das Verarbeiten von
XML-Ergebnissätzen ausführen.
Die PropFind-Methode hat jedoch die folgenden Nachteile:

Es gibt keine Entsprechung für die SQL-Klausel WHERE. Bei der Verarbeitung des XMLErgebnissatzes muss eine entsprechende Funktion implementiert werden. Ausführliche
Informationen hierzu finden Sie weiter unten in diesem Kapitel unter „XML-Beispielcode
für eine PropFind-Suche“.

Die Netzwerklast kann ansteigen. Wenn zwischen dem Exchange-Server und dem
Anwendungsserver eine große Datenmenge ausgetauscht wird, muss möglicherweise
sichergestellt werden, dass diese Server über ein Netzwerk mit hoher Kapazität
verbunden sind.

Die Einbindung der Methode in bereits erstellte Anwendungen ist kompliziert.
XML-Beispielcode für eine PropFind-Suche
Das folgende XML-Codebeispiel zeigt, wie PropFind verwendet werden kann. Anstatt eine
WHERE-Klausel zu verwenden, können ungelesene Nachrichten mithilfe von XSL aus dem
Ergebnissatz extrahiert werden.
208
Hinweis:
Dieser Beispielcode beinhaltet nicht alle DAV-Kopfzeilen.
<?xml version='1.0'?>
<d:propfind xmlns:d='DAV:'
xmlns:h='urn:schemas:httpmail:'
xmlns:e='http://schemas.microsoft.com/exchange/'>
<d:prop>
<d:href />
<d:displayname />
<h:subject />
<h:sendername />
<d:creationdate />
<h:read />
</d:prop>
</d:propfind>
Leistungsauswirkungen des Suchbereichs
Suchen können über einen flachen Bereich (wird auch als flach durchquerend bezeichnet)
oder einen tiefen Bereich (tief durchquerend) verfügen. Flach bezieht sich auf eine Suche,
deren Bereich sich auf einen einzelnen Ordner oder eine Reihe bestimmter Ordner
beschränkt. Tief bezieht sich auf eine Suche, deren Bereich einen Ordner und sämtliche
dazugehörigen Unterordner umfasst.
Die Tiefe der Ordnerhierarchie und die Größe der Ordner entscheidet, ob tief durchquerende
Suchen bessere Leistungen erbringen, als mehrere flach durchquerende Suchen. Bei der
Durchführung einer tief durchquerenden Suche muss die Ordnerhierarchie von
Exchange Server 2003 gesperrt werden, damit diese sich während der Suche nicht ändert.
Diese Einschränkung kann andere Vorgänge beeinflussen, die Zugriff auf die Ordner
erfordern. Mehrere flach durchquerende Suchen erfordern jedoch eine etwas längere
Verarbeitungszeit als tief durchquerende Suchen, da Active Server Pages (ASP) von
Exchange Server 2003 für das Erstellen von aufeinander folgenden SQL-Anweisungen
verwendet werden. Um die Suchleistung insbesondere beim Erstellen benutzerdefinierter
Anwendungen zu optimieren, sollte zum Simulieren der Komplexität der Ordnerhierarchie
und der zu erwartenden Last eine Testtopologie verwendet werden. Legen Sie anhand der
Testergebnisse fest, welcher Suchtyp in Ihrer Situation am besten geeignet ist.
Sowohl bei tief als auch bei flach durchquerenden Suchen erhöht sich die Verarbeitungszeit
mit der Anzahl an durchsuchten Ordnern.
Hinweis:
Anstelle eines tief durchquerenden Bereichstyps kann ein dritter, hierarchisch
durchquerender Bereichstyp verwendet werden, wenn lediglich Attribute eines
Ordners einschließlich der Unterordner erforderlich sind. Da eine hierarchisch
durchquerende Suche lediglich Attribute zurückgibt, wird sie schneller abgeschlossen
als eine entsprechende tief durchquerende Suche.
209
Die Suchleistung kann außerdem verbessert werden, wenn mithilfe der benutzerdefinierten
Anwendung zusätzlich zur Festlegung des Suchbereichs ausdrücklich Suchordner erstellt
werden. Wenn für eine Suchabfrage ein ausdrücklich erstellter Suchordner vorhanden ist,
muss bei der Verarbeitung der Suche von Exchange Server 2003 kein neuer Suchordner
erstellt werden. Dieser Ansatz kann insbesondere für das Einengen eines
Suchergebnissatzes für eine komplexe Suchabfrage effektiv sein.
Richtlinien zur Fehlerbehebung bei
Suchproblemen
Bei der Fehlerbehebung von Suchproblemen sollte eine Testtopologie verwendet und das
typische Verhalten des Systems beachtet werden (Serverleistung und Verhalten bei der
Transaktionsprotokollerstellung). Halten Sie außerdem genaue Informationen zu den
verwendeten Suchtypen und deren Verarbeitung bereit, insbesondere wenn diese Suchen
mithilfe einer benutzerdefinierten Anwendung erstellt werden.
Häufige Symptome
Bei einem häufig durchsuchten Ordner (ohne das erneute Verwenden vorhandener
Suchabfragen) kann auf dem Server, auf dem sich der Ordner befindet, folgendes Verhalten
beobachtet werden:

Der freie Festplattenspeicherplatz nimmt merklich ab, wenn von Exchange Server 2003
große Transaktionsprotokolle erstellt werden.

Eine erhebliche Serverlast verlangsamt Vorgänge wie das Öffnen von Ordnerelementen
oder das Erweitern der Ordnerstruktur. Wenn Suchordner häufig von
Exchange Server 2003 erstellt und aktualisiert werden, kann die Serverlast bis zu einem
Punkt ansteigen, an dem Exchange Server 2003 nicht mehr zu reagieren scheint.
Wenn eines dieser Probleme zu groß wird, reagiert der Informationsspeicherdienst von
Microsoft Exchange (MSExchangeIS) möglicherweise nicht mehr.
Temporäre Korrekturen
Möglicherweise können Sie die in diesem Abschnitt beschriebenen Probleme schnell in den
Griff bekommen. Diese Methoden lösen u. U. jedoch nicht die ursprüngliche Ursache des
Problems. Sie sollen lediglich dazu dienen, die Funktionsfähigkeit des Systems zu erhalten,
während Sie nach der eigentlichen Lösung suchen. Weitere Informationen zur dauerhaften
Problemlösung finden Sie weiter unten in diesem Thema unter „Lösen von Problemen“.
210
Schnelle Korrektur von Transaktionsprotokollen
Wenn Transaktionsprotokolle zu viel Speicherplatz verwenden, können diese reduziert
werden, indem eine vollständige Onlinesicherung der Exchange Server 2003-Datenbanken
durchgeführt wird. Beim Sicherungsvorgang werden nicht mehr benötigte Protokolldateien
bereinigt.
Wichtig:
Versuchen Sie niemals, Transaktionsprotokolldateien durch Löschen zu entfernen.
Fehlerhafte Datenbanken können ohne einen vollständigen
Transaktionsprotokollsatz möglicherweise nicht wiederhergestellt werden. Beim
Abschneiden der Protokolldateien während des Sicherungsvorgangs wird zunächst
sichergestellt, dass sämtliche entsprechenden Daten ordnungsgemäß in die
Datenbank übernommen wurden. Nicht vollständig abgeschlossene Transaktionen
verbleiben in den Protokolldateien.
Schnelle Korrektur der Leistung
Wenn Exchange Server 2003 nicht mehr reagiert (die Verarbeitung wurde angehalten oder
ist sehr langsam), kann ein Neustart von Diensten die Symptome verringern:

Wenn der Dienst MSExchangeIS angehalten wurde, kann mit einem Neustart
möglicherweise die normale Leistung wiederhergestellt werden. Stellen Sie vor dem
Neustart des Diensts jedoch sicher, dass Exchange Server 2003 über ausreichend
Speicherplatz verfügt. Der Dienst wird nicht gestartet, wenn der Speicherplatz nicht
ausreicht.

Wenn Ihr System mehrere HTTP/DAV-Suchabfragen unterstützt, sollten Sie versuchen
den WWW-Dienst zu starten und sämtliche ausstehenden Abfragen abzubrechen.
Die Leistungsprobleme werden jedoch erneut auftreten, wenn die tatsächliche Ursache des
Problems nicht behoben wird.
Schnelle Korrektur von Suchordnern
Wenn durch zu viele Suchordner Probleme auftreten, können vorhandene Suchordner
mithilfe des Registrierungsschlüssels Reset Views gelöscht werden. Die Auswirkungen
dieses Registrierungsschlüssels sind vorübergehend. Während der Wartungszyklen des
Informationsspeichers werden die vorhandenen Suchordner von Exchange Server 2003
bereinigt und der Registrierungsschlüssel anschließend auf den normalen Wert
zurückgesetzt. Anschließend werden Suchordner von Exchange Server 2003 wieder wie
gewohnt erstellt. Sie sollten zwischenzeitlich dafür sorgen, dass die Anzahl der erforderlichen
Suchordner reduziert wird.
Einzelheiten zu Problemen, die aufgrund einer zu großen Anzahl von Suchordnern auftreten,
finden Sie unter Temporäres Löschen von vorhandenen Suchordnern.
211
Lösen von Problemen
Mithilfe folgender Techniken können Probleme im Zusammenhang mit der Suche isoliert und
behoben werden:

Optimieren Sie Suchabfragen mithilfe der bereits in diesem Kapitel vorgestellten
Richtlinien so weit wie möglich.

Wenn die Standardwerte für die maximale Anzahl an Suchordnern oder für die
Aufbewahrungszeit von Suchordern geändert wurden, sollten diese erneut überprüft
werden, um sicherzustellen, dass sie nicht die Problemursache darstellen.

Überprüfen Sie, wie Benutzer oder Anwender in Ihrem System in der Regel
Ordnerelemente bereitstellen, zuordnen, aktualisieren und löschen. Beachten Sie, dass
das Ändern eines ungelesenen Elements in ein gelesenes als Aktualisierung gilt.

Überprüfen Sie die Ordnerberechtigungen. Benutzer oder benutzerdefinierte
Anwendungen müssen zum Durchsuchen eines Ordners über die entsprechenden
Berechtigungen für den Zugriff auf den Ordner verfügen. Wenn die Benutzer oder
benutzerdefinierten Anwendungen nicht mindestens über Leseberechtigungen für die zu
durchsuchenden Ordner verfügen, werden die Suchen nicht die erwarteten Ergebnisse
zurückgeben.

Identifizieren Sie die Vorgänge, die auf die Ordner zugreifen, und überprüfen Sie die
jeweilige Leistung. Sie können Vorgänge mit ungewöhnlich hohen Lasten mithilfe des
Leistungsmonitors und einer Testumgebung isolieren.

Verwenden Sie Diagnoseprotokolle, z. B. IIS-Protokolle (Internet Information Services),
um die meistverwendeten Suchabfragen zu identifizieren.
Temporäres Löschen von vorhandenen
Suchordnern
Wenn es aufgrund zu vieler Suchordner zu Problemen kommt, können Sie vorhandene
Suchordner löschen, indem Sie das folgende Verfahren durchführen. Die Auswirkungen
dieser Änderung sind vorübergehend. Während der Wartungszyklen des
Informationsspeichers werden die vorhandenen Suchordner von Exchange Server 2003
bereinigt und der Registrierungsschlüssel anschließend auf den Standardwert zurückgesetzt.
Anschließend werden Suchordner von Exchange Server 2003 wieder wie gewohnt erstellt.
Bevor Sie beginnen
Dieses Thema enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung.
212
Vorsicht:
Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen,
die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen.
Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben
werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten.
Verfahren
So löschen Sie vorhandene Suchordner temporär
1. Starten Sie den Registrierungs-Editor auf dem Exchange-Server.
2. Navigieren Sie zu
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\MSExchangeIS\<Servername>\Pu
blic-<GUID>\.
3. Wenn Reset Views nicht vorhanden ist, müssen Sie einen neuen Wert hinzufügen:
Wert:: Reset Views
Typ: DWORD _
Daten: 1
Die Datenwerte haben folgende Entsprechung:
0 = Standardverhalten
1 = Löschen vorhandener Suchordner beim nächsten Wartungszyklus
Bei der nächsten Ausführung des Wartungsvorgangs für den Exchange-Informationsspeicher (in der Regel
14:00 oder 02:00 Uhr) werden die vorhandenen Suchordner von Exchange Server 2003 gelöscht. Der
Registrierungsschlüssel wird auf 0 zurückgesetzt.
Informationen über das Delegieren des
Postfachzugriffs in Exchange Server 2003
In der üblichen Konfiguration von Microsoft Exchange Server 2003 verfügt jeder Benutzer
über ein einzelnes Postfach, und jedes Postfach wird von einem einzelnen Benutzer
verwendet (dem Postfachbesitzer). Unter verschiedenen Umständen reicht diese Anordnung
jedoch nicht aus. Beachten Sie folgende Beispiele:

Ein Ressourcenpostfach mit der Funktion eines Konferenzraums, auf das alle Benutzer
Zugriff haben müssen.
213

Ein Postfach für einen Manager, der einen administrativen Assistenten hat. Der Assistent
benötigt Zugriff auf bestimmte Ordner im Postfach und muss im Namen des Managers
Nachrichten senden oder Termine vereinbaren können.
Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, ist es möglich, den Postfachzugriff zu delegieren.
Ein Benutzer, dem eine Zugriffsebene für das Postfach eines anderen Benutzers zugeteilt
wurde, wird als Stellvertreter bezeichnet. In diesem Kapitel werden die verschiedenen
Methoden behandelt, mit denen Sie Zugriffe gewähren können. Einige dieser Methoden
können von Microsoft Office Outlook 2003-Benutzern angewendet werden, andere erfordern
Administratorrechte. Es gibt sieben verschiedene Ebenen, auf denen Benutzern Zugriff auf
das Postfach eines anderen Benutzers gewährt werden kann:

Unter Outlook kann ein Benutzer einem anderem Benutzer Zugriff auf bestimmte Ordner
in seinem Postfach gewähren.

Mit Outlook oder Active Directory-Benutzer und -Computer kann ein Benutzer oder
Administrator einem Benutzer gewähren, Nachrichten im Namen eines anderen
Benutzers zu senden.

Mithilfe von Active Directory-Benutzer und -Computer kann ein Administrator einem
Benutzer ermöglichen, sich am Postfach eines anderen Benutzers (oder einem
Ressourcenpostfach) anzumelden. Ein Administrator kann außerdem einem Benutzer die
Berechtigung erteilen, Nachrichten im Namen eines anderen Benutzers zu senden.

Wenn Exchange Server 2003 in einer gemischten Topologie von Exchange Server 2003und Microsoft Exchange Server, Version 5.5, ausgeführt wird, kann ein Administrator mit
Active Directory-Benutzer und -Computer einem Benutzer aus einer Microsoft
Windows NT Server 4.0-Domäne ermöglichen, sich bei einem Postfach eines anderen
Benutzers anzumelden oder im Namen eines anderen Benutzers Nachrichten zu senden.
Wichtig:
Gehen Sie beim Ändern von Berechtigungen vorsichtig vor. Ein skrupelloser
Benutzer mit Berechtigungen für Postfächer anderer Benutzer könnte diesen
Postfächern oder deren Inhalten Schaden zufügen.
Der Hauptgrund für die Komplexität der Delegierung von Berechtigungen liegt in der Art, wie
Exchange Server 2003 den Zugriff auf Postfächer und darin enthaltene Elemente steuert.
Das Anmelden an einem Postfach und der Zugriff auf einen Ordner in einem Postfach sind
unabhängige Vorgänge, die von Exchange Server 2003 getrennt gesteuert werden. Weitere
Informationen zur Steuerung von Postfachzugriffen in Exchange Server 2003 finden Sie unter
Working with Store Permissions in Microsoft Exchange 2000 and 2003.
214
Gewähren des Benutzerzugriffs auf einen
bestimmten Ordner
Einem Benutzer Zugriff auf einen Ordner zu gewähren, ist die einfachste Methode, Zugriff zu
delegieren. Nach der Gewährung des Zugriffs melden sich die Benutzer an ihrem eigenen
Postfach an und verwenden unter Outlook im Menü Datei den Befehl Ordner eines anderen
Benutzers öffnen, um den Benutzer und dessen Ordner auszuwählen. Der Benutzer
benötigt kein Outlook–Profil für das andere Postfach. Der Benutzer kann nur Aktionen
durchführen, zu denen er vom Postfachbesitzer berechtigt wurde. In der folgenden Abbildung
wird dieses Verfahren veranschaulicht.
Hinweis:
Benutzer haben auf diese Weise nur Zugriff auf Outlook-Standardordner. Dazu
gehören die Ordner Posteingang, Kalender, Kontakte, Notizen, Journal und
Aufgaben.
Benutzer A greift auf einen Ordner im Postfach von Benutzer B zu, ohne sich beim
Postfach von Benutzer B anmelden zu müssen
Diese Art des Zugriffs wird durch Outlook–Benutzer gewährt statt durch Administratoren. Wie
in Abbildung dargestellt wird, gewährt Benutzer B Benutzer A Zugriff auf den Kalenderordner.
Ausführliche Anweisungen zum Gewähren von Benutzerzugriff auf das Postfach eines
anderen Benutzers finden Sie unter Erteilen von Zugriffsberechtigungen für einen Ordner im
Postfach eines anderen Benutzers.
215
Erteilen von Zugriffsberechtigungen für
einen Ordner im Postfach eines anderen
Benutzers
Diese Art des Zugriffs wird durch Outlook-Benutzer anstelle von Administratoren gewährt.
Wie beispielsweise die folgende Abbildung zeigt, gewährt Benutzer B mithilfe von Outlook
Benutzer A Zugriff auf den Kalenderordner von Benutzer B.
Benutzer A greift auf einen Ordner im Postfach von Benutzer B zu, ohne sich beim
Postfach von Benutzer B anmelden zu müssen
Führen Sie folgende Schritte aus, um einem Benutzer Zugriff auf einen Standardordner im
Postfach eines anderen Benutzers zu gewähren.
Verfahren
So gewähren Sie einem Benutzer Zugriff auf einen Ordner im Postfach eines anderen
Benutzers
1. Öffnen Sie in Outlook im Dialogfeld Eigenschaften des entsprechenden Ordners die
Registerkarte Berechtigungen. Sie können auf verschiedene Weisen vorgehen:

Wenn in Outlook eine Ordnerliste angezeigt wird, klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf Eigenschaften und dann auf Berechtigungen.

Wenn in Outlook ein einzelner Ordner angezeigt wird, sollte im linken Fenster
von Outlook der Befehl Ordnername freigeben angezeigt werden. Klicken Sie
auf diesen Befehl, um zur Registerkarte Berechtigungen zu gelangen.
2. Mit der Registerkarte Berechtigungen können Sie Benutzer oder Gruppen angeben
und ihnen Berechtigungen für den Ordner zuweisen.
3. Der delegierte Benutzer kann jetzt im Menü Datei mit dem Befehl Ordner eines
216
anderen Benutzers öffnen sowohl den Benutzer, dessen Ordner geöffnet werden
soll, als auch den Namen des Ordners auswählen.
Erteilen der Berechtigung zum Senden von
Nachrichten im Namen anderer Benutzer
an einen Benutzer
Diese Art des Zugriffs können Sie entweder als Administrator gewähren (mithilfe von
Active Directory-Benutzer und -Computer) oder als Postfachbesitzer (mit Outlook). In vielerlei
Hinsicht ist diese Art des Zugriffs ähnlich dem Zugriff eines Benutzers auf einen einzelnen
Ordner. Der Benutzer benötigt kein Outlook-Profil für das andere Postfach. Der Benutzer
kann nur auf Ordner zugreifen, für die er vom Postfachbesitzer die Berechtigung erhalten hat.
Mit dieser Art des Zugriffs kann der Benutzer jedoch Nachrichten erstellen und senden.
Empfängern wird bei Nachrichten, die auf diese Weise gesendet werden, im Feld Von der
Hinweis „Stellvertreter sendete eine Nachricht im Auftrag von Postfachbesitzer“ angezeigt. In
der folgenden Abbildung wird dieses Verfahren veranschaulicht.
Benutzer A erstellt im Namen von Benutzer B Terminanfragen, ohne dass er sich beim
Postfach von Benutzer B anmelden muss
217
Unabhängig von der Methode, die Sie für das Gewähren einer Senden im Auftrag vonBerechtigung verwenden, zeichnet der Active Directory-Verzeichnisdienst auf, welchen
Benutzern in dieser Weise Zugriff auf ein Postfach erteilt wird. Jedes Postfachobjekt verfügt
über ein Attribut publicDelegates, das eine Liste von Benutzer-DNs enthält, denen Senden
im Auftrag von-Zugriff auf das Postfach gewährt wurde.
Um einem Benutzer mithilfe von Active Directory-Benutzer und -Computer Zugriff auf das
Postfach eines anderen Benutzers zu gewähren, müssen Sie entsprechende Berechtigungen
zum Ändern der Benutzerobjekte in Active Directory vergeben haben. Weitere Informationen
zu diesen Berechtigungen, finden Sie in der Hilfe zu Microsoft Windows.
Weitere Informationen zum Erteilen der Berechtigung mit Active Directory-Benutzer und
Computer, Nachrichten im Auftrag eines anderen Benutzers zu senden, finden Sie unter
Erteilen der Berechtigung, Nachrichten mithilfe von Active Directory-Benutzer und -Computer
im Auftrag eines anderen Benutzers zu senden.
Weitere Informationen zum Anzeigen des Ordners eines anderen Benutzers oder zum
Senden von Nachrichten im Auftrag eines anderen Benutzers bei vorhandenem Senden im
Auftrag von-Zugriff finden Sie unter Anzeigen des Ordners eines anderen Benutzers in
Outlook mit „Senden im Auftrag von“-Zugriff.
Wichtig:
In diesem Fall benötigt der zweite Benutzer weitere Berechtigungen, um auf
bestimmte Ordner des Postfachs zugreifen zu können. Der Postfachbesitzer muss
die Berechtigungen mit Outlook vergeben.
Weitere Informationen zum Erteilen der Berechtigung mit Outlook, Nachrichten in Ihren
Namen zu senden, finden Sie unter Erteilen der Berechtigung an Benutzer in Outlook, EMail-Nachrichten in Ihrem Namen zu senden.
Erteilen der Berechtigung, Nachrichten
mithilfe von Active Directory-Benutzer und
-Computer im Auftrag eines anderen
Benutzers zu senden
Gehen Sie zum Erteilen der Berechtigung, Nachrichten im Auftrag eines anderen Benutzers
zu senden, wie nachfolgend beschrieben vor.
218
Benutzer A erstellt im Namen von Benutzer B Terminanfragen, ohne dass er sich am
Postfach von Benutzer B anmelden muss
Bevor Sie beginnen
Um einem Benutzer mithilfe von Active Directory-Benutzer und -Computer Zugriff auf das
Postfach eines anderen Benutzers zu gewähren, müssen Sie entsprechende Berechtigungen
zum Ändern der Benutzerobjekte in Active Directory vergeben haben. Weitere Informationen
zu diesen Berechtigungen, finden Sie in der Hilfe zu Microsoft Windows.
Wichtig:
In diesem Fall benötigt der zweite Benutzer weitere Berechtigungen, um auf
bestimmte Ordner des Postfachs zugreifen zu können. Der Postfachbesitzer muss
die Berechtigungen mit Outlook vergeben.
Verfahren
So verwenden Sie Active Directory-Benutzer und -Computer, um einem Benutzer die
Berechtigung zum Senden von Nachrichten im Auftrag eines anderen Benutzers
zuzuweisen
1. Klicken Sie in Active Directory-Benutzer und -Computer auf den Container Benutzer
oder auf die Organisationseinheit, in der sich der Benutzer befindet.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Benutzerkonto, und klicken Sie dann
219
auf Eigenschaften.
3. Klicken Sie auf die Registerkarte Exchange – Allgemein, und klicken Sie
anschließend auf Übermittlungsoptionen.
4. Klicken Sie auf Hinzufügen, um einen Benutzer anzugeben.
Weitere Informationen
Weitere Informationen finden Sie unter Informationen über das Delegieren des
Postfachzugriffs in Exchange Server 2003 und Verwalten von Postfachspeichern und
Informationsspeichern für Öffentliche Ordner.
Anzeigen des Ordners eines anderen
Benutzers in Outlook mit „Senden im
Auftrag von“-Zugriff
Wenn Sie die entsprechenden Berechtigungen besitzen, können Sie in Outlook Ordner
anderer Benutzer anzeigen und Nachrichten in ihrem Auftrag senden. Führen Sie zum
Anzeigen des Ordners eines anderen Benutzers in Outlook oder zum Senden von
Nachrichten im Auftrag eines anderen Benutzers das folgende Verfahren durch.
Bevor Sie beginnen
Beachten Sie, dass ein Benutzer nur auf Ordner zugreifen kann, für die er vom
Postfachbesitzer die Berechtigung erhalten hat.
Verfahren
So zeigen Sie mit Outlook den Ordner eines anderen Benutzers an oder senden
Nachrichten im Auftrag eines anderen Benutzers, wenn Sie „Senden im Auftrag
von“-Zugriff besitzen
1. Melden Sie sich an Ihrem eigenen Postfach an, und wählen Sie dann in Outlook im
Menü Datei mit dem Befehl Ordner eines anderen Benutzers öffnen sowohl den
Benutzer, dessen Ordner geöffnet werden soll, als auch den Namen des Ordners
aus.
2. Melden Sie sich zum Senden einer Nachricht im Auftrag eines anderen Benutzers an
Ihrem eigenen Postfach an, und erstellen Sie eine neue Nachricht. Fügen Sie im Feld
Von manuell den Postfachbesitzer hinzu, in dessen Auftrag Sie die Nachricht senden
220
möchten. Die Empfänger der Nachricht sehen, dass die Nachricht von Ihnen im
Auftrag des anderen Benutzers gesendet wurde.
Erteilen der Berechtigung an Benutzer in
Outlook, E-Mail-Nachrichten in Ihrem
Namen zu senden
Führen Sie folgendes Verfahren aus, um einem Benutzer die Berechtigung zu erteilen, EMail-Nachrichten in Ihrem Namen zu senden.
Verfahren
So erteilen Sie einem Benutzer in Outlook die Berechtigung, E-Mail-Nachrichten in
Ihrem Auftrag zu senden
1. Klicken Sie in Outlook im Menü Extras auf Optionen, und klicken Sie anschließend
auf die Registerkarte Stellvertretungen.
2. Klicken Sie auf Hinzufügen, um einem neuen Benutzer oder eine Gruppe den Zugriff
zu gewähren.
Outlook stellt das Adressbuch bereit, aus dem Sie Benutzer auswählen können.
3. Klicken Sie auf einen Benutzer, und klicken Sie dann auf OK.
Outlook stellt das Dialogfeld Berechtigungen der Stellvertretung für den
ausgewählten Benutzer bereit. Siehe die folgende Abbildung.
Dialogfeld „Berechtigungen der Stellvertretung“
221
4. Gewähren Sie dem ausgewählten Benutzer im Dialogfeld Berechtigungen der
Stellvertretung Zugriff auf die entsprechenden Ordner. In der Standardeinstellung
verfügt der Benutzer über Herausgeberberechtigungen im Kalenderordner.
5. Die Funktionen, die Sie hier zuweisen können, sind dieselben, die Sie auch im
Dialogfeld Berechtigungen eines Benutzers zuweisen können.
Weitere Informationen
Weitere Informationen finden Sie unter Informationen über das Delegieren des
Postfachzugriffs in Exchange Server 2003Gewähren des vollständigen Zugriffs auf ein
anderes Postfach als das eigene, und „Verwalten von Postfachspeichern und
Informationsspeichern für Öffentliche Ordner“ in Exchange Server 2003 Administration
Guide.
Gewähren des vollständigen Zugriffs auf
ein anderes Postfach als das eigene
Einem Benutzer vollständigen Zugriff auf das Postfach zu gewähren, unterscheidet sich vom
Gewähren des Zugriffs auf einen Ordner oder dem „Senden im Auftrag von“-Zugriff. Durch
222
den vollständigen Zugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers kann ein Benutzer im
Wesentlichen wie der Postfachbesitzer zugreifen (siehe Abbildung). Diese Vorgehensweise
wird oft zur Implementierung von Ressourcenpostfächern verwendet, da diese
notwendigerweise nicht nur einen einzelnen Besitzer haben, sondern eine Gruppe von
Benutzern auf das Postfach zugreifen muss.
Benutzer A meldet sich mit vollständigem Postfachzugriff am Postfach von Benutzer B
an.
Es gibt bestimmte Ausnahmen bezüglich der Rechte eines Benutzers mit vollständigem
Postfachzugriff. Ein Benutzer mit vollständigem Postfachzugriff für das Postfach eines
anderen Benutzers, hat keinen Zugriff auf Ordner oder Postfächer, auf die der
Postfachbesitzer Zugriff hat. Betrachten Sie beispielsweise die Situation in Abbildung 9.4.
Benutzer A meldet sich am Postfach von Benutzer B an. Angenommen ein weiterer Benutzer
(Benutzer C) hat Benutzer B Herausgeberberechtigungen für seinen Kalenderordner erteilt.
Selbst wenn Benutzer A am Postfach von Benutzer B angemeldet ist, hat Benutzer A keine
Möglichkeit, den Kalenderordner von Benutzer C zu öffnen. (Dies war in Exchange
Server 5.5 und früheren Versionen möglich.)
Zudem hat ein Benutzer, der über vollständigen Postfachzugriff auf das Postfach eines
anderen Benutzers verfügt, nicht automatisch die Möglichkeit Nachrichten in dessen Namen
oder als dieser Benutzer zu senden. Der Administrator muss diese Rechte separat vergeben.
Benutzer mit vollständigem Postfachzugriff auf ein bestimmtes Postfach können Ordner im
Postfach öffnen, ohne sich bei diesen anzumelden und können „Senden im Auftrag von“Berechtigungen erhalten (siehe Abbildung).
223
Benutzer A öffnet mit vollständigem Postfachzugriff Ordner im Postfach von
Benutzer B und sendet Nachrichten im Auftrag von Benutzer B (ohne sich am Postfach
von Benutzer B anzumelden)
Diese Art des Zugriffs kann nur ein Administrator mithilfe von Active Directory-Benutzer und Computer gewähren. Um einem Benutzer Zugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers
zu gewähren, müssen Sie entsprechende Berechtigungen zum Ändern der Benutzerobjekte
in Active Directory haben. Weitere Informationen zu diesen Berechtigungen finden Sie in der
Windows-Hilfe.
Ausführliche Anweisungen dazu, wie einem Benutzer der volle Zugriff auf das Postfach eines
anderen Benutzers gewährt wird, finden Sie unter Gewähren von vollständigem Zugriff auf
das Postfach eines anderen Benutzers.
Gewähren von „Senden als“-Berechtigungen
Wenn Benutzer sich an einem Postfach anmelden können (Vollständiger PostfachzugriffBerechtigung ), haben Sie u. U. auch „Senden als“-Berechtigungen für das Postfach. Diese
Berechtigungen können automatisch oder manuell vergeben werden. Mit der „Senden als“Berechtigung kann ein Benutzer beim Senden von Nachrichten als Postfachbesitzer
fungieren (siehe Abbildung). (Die Nachricht wird vom Postfachbesitzer und nicht im Auftrag
des Postfachbesitzers gesendet.)
224
Benutzer A meldet sich mit vollständigem Postfachzugriff und der Berechtigung
Senden als am Postfach von Benutzer B an und sendet Nachrichten als Benutzer B.
Wenn es sich beim angemeldeten Benutzer um den Postfachbesitzer handelt (die BenutzerSID ist dieselbe, die beim Erstellen des Postfachs mit diesem verknüpft wurde), hat der
Benutzer automatisch „Senden als“-Berechtigungen. Für jeden anderen Benutzer, der sich
am Postfach anmeldet, sind die Berechtigungen nicht automatisch definiert und können
jedoch manuell gewährt werden.
Wichtig:
Frühere Versionen und Service Packs von Exchange Server 2003 unterscheiden sich
bei der Implementierung von „Senden als“- und „Empfangen als“-Berechtigungen.
Weitere Informationen zur Änderung dieses Verhaltens finden Sie in den
Versionshinweisen zu Microsoft Exchange 2000 Server und den zugehörigen
Service Packs (in der Microsoft Knowledge Base verfügbar).
Ausführliche Anweisungen über das manuelle Erteilen der Berechtigung Senden als an
einen Benutzer mit vollständigem Postfachzugriff finden Sie unter Manuelles Gewähren von
„Senden als“-Berechtigungen für einen Benutzer mit vollständigem Postfachzugriff.
Gewähren von vollständigem Zugriff auf
das Postfach eines anderen Benutzers
Führen Sie die folgenden Schritte aus, um einem Benutzer vollständigen Zugriff auf ein
Postfach zu gewähren (siehe Abbildung).
225
Benutzer A meldet sich mit vollständigem Postfachzugriff am Postfach von Benutzer B
an.
Bevor Sie beginnen
Diese Art des Zugriffs kann nur ein Administrator mithilfe von Active Directory-Benutzer und Computer gewähren. Um einem Benutzer Zugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers
zu gewähren, müssen Sie entsprechende Berechtigungen zum Ändern der Benutzerobjekte
in Active Directory haben. Weitere Informationen zu diesen Berechtigungen finden Sie in der
Windows-Hilfe.
Verfahren
So erteilen Sie einem Benutzer vollständigen Zugriff auf das Postfach eines anderen
Benutzers
1. Klicken Sie in Active Directory-Benutzer und -Computer mit der rechten Maustaste
auf den Domänennamen der Organisation, zeigen Sie auf Ansicht, und klicken Sie
dann auf Erweiterte Funktionen.
2. Klicken Sie auf den Container Benutzer oder die Organisationseinheit, in der sich
der Benutzer befindet.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Benutzerkonto, und klicken Sie dann
auf Eigenschaften.
4. Klicken Sie auf Exchange – Erweitert, und klicken Sie dann auf
Postfachberechtigungen.
5. Klicken Sie auf Hinzufügen, um den Benutzer der Liste der Benutzer hinzuzufügen,
denen ein Zugriff auf dieses Postfach gewährt wurde.
226
6. Aktivieren Sie für die Berechtigung Vollständiger Postfachzugriff in der
Berechtigungsliste das Kontrollkästchen Zulassen.
Weitere Informationen
Weitere Informationen finden Sie unter Informationen über das Delegieren des
Postfachzugriffs in Exchange Server 2003 und „Verwalten von Postfachspeichern und
Informationsspeichern für Öffentliche Ordner“ in Exchange Server 2003 Administration
Guide.
Manuelles Gewähren von „Senden als“Berechtigungen für einen Benutzer mit
vollständigem Postfachzugriff
Führen Sie zum manuellen Gewähren von „Senden als“-Berechtigungen für einen Benutzer
mit vollständigem Postfachzugriff (siehe Abbildung) das folgende Verfahren durch.
Benutzer A meldet sich mit vollständigem Postfachzugriff am Postfach von Benutzer B
an und sendet Nachrichten als Benutzer B.
Bevor Sie beginnen
Frühere Versionen und Service Packs von Exchange Server 2003 unterscheiden sich bei der
Implementierung von „Senden als“- und „Empfangen als“-Berechtigungen. Weitere
227
Informationen zur Änderung dieses Verhaltens finden Sie in den Versionshinweisen zu
Microsoft Exchange 2000 Server und den zugehörigen Service Packs (in der Microsoft
Knowledge Base verfügbar).
Verfahren
So erteilen Sie manuell „Senden als“–Berechtigungen an einen Benutzer mit
vollständigem Postfachzugriff
1. Klicken Sie in Active Directory-Benutzer und -Computer mit der rechten Maustaste
auf den Domänennamen der Organisation, zeigen Sie auf Ansicht, und klicken Sie
dann auf Erweiterte Funktionen.
2. Klicken Sie auf den Container Benutzer oder die Organisationseinheit, in der sich
der Benutzer befindet.
3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Benutzerkonto, und klicken Sie dann
auf Eigenschaften.
4. Klicken Sie auf Sicherheit, und klicken Sie anschließend auf den Benutzer oder die
Gruppe, der Sie Berechtigungen erteilen möchten. Möglicherweise müssen Sie der
Liste den Benutzer oder die Gruppe hinzufügen.
5. Klicken Sie auf Senden als, und aktivieren Sie anschließend die entsprechenden
Kontrollkästchen Zulassen oder Verweigern.
Gewähren des Zugriffs auf externe Konten
Wenn Sie Zugriff auf Konten gewähren müssen, die nicht Teil der Active DirectoryGesamtstruktur der Exchange Server 2003-Organisation sind, ist die Vorgehensweise
dieselbe wie anderweitig in diesem Kapitel beschrieben.
Wenn Sie das Dialogfeld Postfachberechtigungen eines Postfachs (in Active DirectoryBenutzer und -Computer) verwenden, um Berechtigungen wie Vollständiger
Postfachzugriff für Stellvertreter zu gewähren, haben Sie sicherlich die Berechtigung
Zugeordnetes externes Konto bemerkt. Um Verwirrungen bei der Verwendung (bzw. bei
keiner Verwendung) dieses Werts zu vermeiden, beachten Sie folgende Richtlinien:

Obwohl die Berechtigung Zugeordnetes externes Konto in der Berechtigungsliste
angezeigt wird, handelt es sich nicht um eine richtige Berechtigung. Sie sollte nur
verwendet werden, wenn das Postfach mit einem deaktivierten Konto und dieses Konto
wiederum mit einem anderen Benutzerkonto verknüpft ist (normalerweise ein
Windows NT Server 4.0-Konto, das noch nicht zu Active Directory migriert wurde).
228
Verfügt das Postfach über ein normales, aktiviertes Active Directory-Konto, kann das
Festlegen des Attributs Zugeordnetes externes Konto zu ungewöhnlichem Verhalten
führen, z. B. zum Verlust von Berechtigungseinstellungen.

Wenn sich die Benutzer, denen Sie Stellvertreterzugriff erteilen möchten, in einer
Domäne außerhalb der Active Directory-Gesamtstruktur befinden (z. B. in einer
Windows NT Server 4.0-Domäne oder in einer separaten Active DirectoryGesamtstruktur), können Sie diese Benutzer zur Liste im Dialogfeld Berechtigungen
hinzufügen, genauso wie Sie es mit jedem anderen Benutzer auch machen würden.
Legen Sie das Attribut Zugeordnetes externes Konto nicht für Stellvertreterbenutzer
fest. Das Attribut Zugeordnetes externes Konto kann unter den beschriebenen
Bedingungen pro Postfach nur einmal verwendet werden. Dies hat keinerlei
Auswirkungen für Stellvertreter.
Copyright
Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen entsprechen der zum Zeitpunkt der
Veröffentlichung aktuellen Ansicht der Microsoft Corporation bezüglich der behandelten
Themen. Da Microsoft auf wechselnde Marktbedingungen reagieren muss, sollte dies nicht
als Verpflichtung seitens Microsoft betrachtet werden. Ferner kann Microsoft keine
Gewährleistung für die Richtigkeit der dargestellten Informationen nach dem
Veröffentlichungsdatum übernehmen.
Dieses White Paper dient nur zu Informationszwecken. MICROSOFT ÜBERNIMMT
BEZÜGLICH DER INFORMATIONEN IN DIESEM DOKUMENT KEINE
GEWÄHRLEISTUNGEN, SEI SIE AUSDRÜCKLICH, KONKLUDENT ODER GESETZLICH
GEREGELT.
Die Benutzer sind verpflichtet, sich an alle anwendbaren Urheberrechtsgesetze zu halten.
Ohne die Urheberrechtsgesetze einzuschränken darf ohne ausdrückliche schriftliche
Genehmigung der Microsoft Corporation kein Teil dieser Unterlagen für irgendwelche Zwecke
vervielfältigt oder übertragen werden, unabhängig davon, auf welche Art und Weise oder mit
welchen Mitteln, elektronisch, mechanisch, durch Fotokopie oder Aufzeichnen, dies
geschieht.
Es ist möglich, dass Microsoft Rechte an Patenten bzw.angemeldeten Patenten, an Marken,
Urheberrechten oder sonstigem geistigen Eigentum besitzt, die sich auf den fachlichen Inhalt
dieses Dokuments beziehen. Die Bereitstellung dieses Dokuments erteilt keinerlei
Lizenzrechte an diesen Patenten, Marken, Urheberrechten oder anderem geistigen
Eigentum, ausgenommen, dies wurde explizit durch einen schriftlich festgehaltenen
Lizenzvertrag mit der Microsoft Corporation vereinbart.
Die in den Beispielen verwendeten Namen von Firmen, Organisationen, Produkten,
Domänennamen, E-Mail-Adressen, Logos, Personen, Orten und Ereignissen sind frei
229
erfunden, soweit dies nicht anders angegeben ist. Jede Ähnlichkeit mit bestehenden Firmen,
Organisationen, Produkten, Domänennamen, E-Mail-Adressen, Logos, Personen, Orten und
Ereignissen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.
© 2006 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
Microsoft, MS-DOS, Windows, Windows Server, Windows Vista, Active Directory,
ActiveSync, ActiveX, Entourage, Excel, FrontPage, Hotmail, JScript, Microsoft Press, MSDN,
MSN, Outlook, SharePoint, Visual Basic, Visual C++, Visual Studio, Win32, Windows Mobile,
Windows NT und Windows Server System sind eingetragene Marken oder Marken der
Microsoft Corporation in den USA und/oder anderen Ländern..
Alle anderen geschützten Marken gehören dem jeweiligen Eigentümer.
Herunterladen