c5541abf-15ce-464f-b5d2-758395fcdf3e Arbeiten mit Microsoft Exchange Server 2003-Informationsspeichern Microsoft Corporation Veröffentlicht: 12.12.06 Autor: Exchange Server-Dokumentationsteam Kurzdarstellung Der Microsoft Exchange Server 2003-Informationsspeicher ist eine Speicherplattform, die ein einziges Repository zum Verwalten mehrerer Typen unstrukturierter Informationen zur Verfügung stellt. Dieses Handbuch enthält ausführliche Informationen, die die Durchführung von Verwaltungs– und Problembehandlungsaufgaben erleichtern. Kommentare? Senden Sie Ihr Feedback an folgende Adresse: [email protected]. Contents Arbeiten mit Exchange Server 2003-Informationsspeichern .................................................. 13 Einführung in das Arbeiten mit dem Exchange Server 2003-Informationsspeicher ............... 13 Welche Informationen bieten diese Themen? ..................................................................... 15 Wer sollte diese Themen lesen? ......................................................................................... 17 Terminologie ........................................................................................................................ 17 Informationen zum Exchange Server 2003-Informationsspeicher .......................................... 18 Logische Komponenten des Exchange-Informationsspeichers .............................................. 19 Dateistruktur des Exchange-Informationsspeichers ............................................................... 22 Steuern des Administratorzugriffs auf den Exchange-Informationsspeicher .......................... 24 Verwaltungsaufgaben für den Exchange-Informationsspeicher ............................................. 27 Fehlersuche und Beheben von Informationsspeicherproblemen in Exchange Server 2003 .. 28 Probleme bei der Volltextindizierung ...................................................................................... 28 Sichere Meldungen in der Ereignisanzeige ......................................................................... 29 Ereignis-ID 7000: The Indexer Started Successfully ........................................................... 29 Ereignis-ID 10006: Catastrophic Failure (Clusterumgebung) .............................................. 30 Für SMTP und Systemaufsicht wird ein Fehler protokolliert ............................................... 30 Der Auffüllvorgang ist langsam ............................................................................................ 31 Der Auffüllvorgang wurde angehalten ................................................................................. 31 Eine gelöschte Nachricht wird weiterhin in den Suchergebnissen angezeigt ..................... 32 Nach dem Verschieben des Indexes wird ein falscher Speicherort angezeigt ................... 32 Identifizieren von Fehlern anhand der Sammelprotokolleinträge ........................................ 32 Probleme beim Einstellen der Sprache ............................................................................... 33 Abfragen schlagen beim Hochfahren des Servers fehl ....................................................... 36 Wiederherstellen von fehlenden Leistungsindikatoren ........................................................ 37 Vermeiden von Datenträgerengpässen ............................................................................... 37 Auslastung durch Auslagerungsvorgänge ........................................................................... 38 Ändern der maximalen Downloadgröße von Anlagen ............................................................ 38 Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 38 Verfahren ............................................................................................................................. 38 Überprüfen des aktuellen Speicherorts des Index .................................................................. 39 Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 39 Verfahren ............................................................................................................................. 39 Entschlüsseln einer Fehlernummer aus der Sammelprotokolldatei mit dem Tool „Gthrlog“ .. 40 Verfahren ............................................................................................................................. 40 Probleme mit Berechtigungen beim Verwenden von Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 in derselben Umgebung ..................................................................................... 40 Ermitteln der Ursache für die Verhinderung der Anzeige Öffentlicher Ordner in Outlook ... 40 Anzeigen von Zugriffssteuerungslisten im Exchange-System-Manager ............................. 41 Überwachen von Berechtigungsereignissen in der Ereignisanzeige .................................. 41 Anzeigen der ptagNTSD-Berechtigungen für einen Ordner im Exchange-System-Manager 45 Verfahren ............................................................................................................................. 46 Festlegen der Diagnoseeinstellungen für Anmeldung und Zugriffssteuerung auf den Höchstwert ........................................................................................................................... 46 Verfahren ............................................................................................................................. 47 Weitere Informationen ......................................................................................................... 47 Probleme bei der Replikation Öffentlicher Ordner .................................................................. 47 Nicht empfangene Replikationsnachrichten ........................................................................ 48 Das Abgleichen dauert sehr lange ...................................................................................... 49 Abgleich des Servers scheint nicht stattzufinden ................................................................ 49 Erkennen von Problemen bei der Replikation Öffentlicher Ordner mithilfe der Diagnoseprotokollierung ...................................................................................................... 49 Verfahren ............................................................................................................................. 49 Sonstige Probleme .................................................................................................................. 50 Auf die Berechtigungen eines Öffentlichen Ordners kann nicht zugegriffen werden (Fehler durch ungültige Windows-Zugriffsnummer) ..................................................................... 50 Mindestens ein Benutzer kann der Zugriffsliste nicht hinzugefügt werden ......................... 51 E-Mail-Nachrichten an den Öffentlichen Ordner konnten nicht zugestellt werden .............. 52 Outlook Web Access kann auf einen Öffentlichen Ordner nicht mehr zugreifen, nachdem die Struktur umbenannt wurde ......................................................................................... 52 Meldung „Der Vorgang ist fehlgeschlagen“ beim Zugriff auf eine Struktur mit dem Exchange-System-Manager ............................................................................................. 52 Für Exchange Server 5.5-Server werden mehrere Informationsspeicher für Öffentliche Ordner auf einem Exchange Server 2003-Server angezeigt ......................... 53 In einer gemischten Umgebung mit Exchange Server 5.5 und Exchange Server 2003 können Benutzer mit Outlook Web Access nicht auf einen Öffentlichen Ordner zugreifen .......................................................................................................................................... 54 Anlage übersteigt die Speichergrenze in einem Öffentlichen Ordner ................................. 54 Zurücksetzen von Berechtigungen für Öffentliche Ordner...................................................... 55 Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 55 Verfahren ............................................................................................................................. 55 Aktualisieren von virtuellen Verzeichnissen und Weitergeben von Änderungen nach dem Umbenennen einer Öffentliche Ordner-Struktur .................................................................. 56 Verfahren ............................................................................................................................. 56 Ändern oder Entfernen der Größenbeschränkung für Anhänge in Öffentlichen Ordnern ...... 57 Verfahren ............................................................................................................................. 57 Steuern der Replikation Öffentlicher Ordner in Exchange Server 2003 ................................. 58 Funktionsweise der Replikation .............................................................................................. 58 Grundzüge der Replikation von Hierarchie und Inhalt ......................................................... 63 Statusanforderungen und Statusnachrichten ...................................................................... 65 Abgleichanforderungen und Abgleichnachrichten .................................................................. 67 Vorteile der Exchange Server 2003-Abgleichfunktion ......................................................... 69 Beispiel für Replikationszyklen ............................................................................................ 70 Konfigurieren des Standardreplikationszeitplans .................................................................... 74 Einrichten eines Standardreplikationszeitplans für einen Ordner oder einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner........................................................................ 75 Verfahren ............................................................................................................................. 75 Konfigurieren von Replikaten .................................................................................................. 76 Festlegen eines ordnerspezifischen Replikationszeitplans ................................................. 77 Festlegen der Priorität von Replikationsnachrichten ........................................................... 77 Konfigurieren von Replikaten Öffentlicher Ordner .................................................................. 78 Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 78 Verfahren ............................................................................................................................. 78 Überprüfen des Replikationsstatus ......................................................................................... 79 Überprüfen des Replikationsstatus von Öffentlichen Ordnern................................................ 82 Verfahren ............................................................................................................................. 82 Manuelles Replizieren von Daten ........................................................................................... 83 Manuelles Replizieren von Daten Öffentlicher Ordner ........................................................... 84 Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 84 Verfahren ............................................................................................................................. 84 Spezielle Aspekte bei Topologien im gemischten Modus ....................................................... 85 Verbindungsvereinbarungen und Replikation von Öffentlichen Ordnern ............................ 85 Vermeiden von häufig auftretenden Problemen im gemischten Modus .............................. 91 Vorübergehendes Ignorieren unbekannter Benutzer auf einem Exchange Server 2003-Server mit Replikaten Öffentlicher Ordner ...................................................................................... 94 Bevor Sie beginnen ............................................................................................................. 94 Verfahren ............................................................................................................................. 95 Weitere Informationen ......................................................................................................... 95 Verwalten der Replikation zwischen Organisationen .............................................................. 95 Volltextindizierung in Exchange Server 2003 ......................................................................... 97 Überprüfen empfohlener Hardwarekonfigurationen ................................................................ 97 Vorbereiten der Exchange Server 2003-Organisation ............................................................ 98 Bereitstellen der Volltextindizierung ........................................................................................ 98 Erstellen eines Volltextindexes ............................................................................................ 99 Optimieren der Volltextindizierung ....................................................................................... 99 Durchführen einer vollständigen Auffüllung ....................................................................... 103 Festlegen eines Zeitplans für inkrementelle Auffüllungen ................................................. 104 Aktivieren der Abfragefunktion für die Volltextindizierung ................................................. 105 Benachrichtigung und Einführung der Benutzer ................................................................ 105 Erstellen eines anfänglichen Volltextindex............................................................................ 105 Verfahren ........................................................................................................................... 106 Optimieren der Volltextindizierung ........................................................................................ 106 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 106 Verfahren ........................................................................................................................... 106 Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der Eigenschaftenspeicherprotokolle für Volltextindizierung in einer Umgebung ohne Cluster ........................................................ 107 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 107 Verfahren ........................................................................................................................... 107 Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der Eigenschaftenspeicherprotokolle für Volltextindizierung in einer Clusterumgebung ................................................................... 108 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 108 Verfahren ........................................................................................................................... 108 Verschieben des temporären Verzeichnisses des Microsoft Search-Servers ...................... 109 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 109 Verfahren ........................................................................................................................... 109 Verschieben des Index (Katalogs) für die Volltextindizierung............................................... 110 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 110 Verfahren ........................................................................................................................... 110 Verschieben der Sammelprotokolle für die Volltextindizierung ............................................ 111 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 111 Verfahren ........................................................................................................................... 111 Erhöhen der Beschränkung der Nachrichtengröße für die Volltextindizierung ..................... 112 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 112 Verfahren ........................................................................................................................... 113 Einrichten von Prüfpunkten für die Volltextindizierung ......................................................... 113 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 113 Verfahren ........................................................................................................................... 114 Starten einer vollständigen Auffüllung eines Volltextindex ................................................... 115 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 115 Verfahren ........................................................................................................................... 115 Anzeigen des Status einer Auffüllung eines Volltextindex .................................................... 116 Verfahren ........................................................................................................................... 116 Anhalten einer vollständigen Auffüllung eines Volltextindex ................................................ 117 Verfahren ........................................................................................................................... 117 Festlegen des Zeitplans für das inkrementelle Auffüllen des Volltextindex .......................... 117 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 117 Verfahren ........................................................................................................................... 118 Aktivieren von Volltextindexabfragen .................................................................................... 119 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 119 Verfahren ........................................................................................................................... 119 Verwalten der Volltextindizierung .......................................................................................... 119 Überprüfen der Größe des Indexes ................................................................................... 119 Hinzufügen von Benutzern zu einem indizierten Server ................................................... 120 Situationen, bei denen ein neues vollständiges Auffüllen erforderlich ist ......................... 120 Konfigurieren der Offlineadressbücher von Exchange Server 2003 .................................... 120 Einrichten der Server zur Unterstützung von Offlineadressbüchern .................................... 121 Server für Gebietsschemas und Öffentliche Ordner ......................................................... 122 Offlineadressbuch-Ordner ................................................................................................. 124 Offlineadressbuch-Dateien ................................................................................................ 125 Ändern des Standardgebietsschemas des Servers .............................................................. 134 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 134 Verfahren ........................................................................................................................... 135 Weitere Informationen ....................................................................................................... 135 Anzeigen des Systemorders für eine Öffentliche Ordner-Struktur ....................................... 135 Verfahren ........................................................................................................................... 135 Deaktivieren der Zertifikatsfilterung in Offlineadressbuchdateien ........................................ 136 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 136 Verfahren ........................................................................................................................... 137 Erstellen eines neuen Offlineadressbuchs............................................................................ 137 Erstellungsprozess für Offlineadressbücher ...................................................................... 138 Erstellen eines neuen Offlineadressbuchs............................................................................ 139 Verfahren ........................................................................................................................... 139 Konfigurieren eines Offlineadressbuchs ............................................................................... 140 Festlegen eines Offlineadressbuchs für einen Postfachspeicher ......................................... 142 Konfigurieren eines Postfachspeichers für die Verwendung eines bestimmten Offlineadressbuchs ............................................................................................................ 143 Verfahren ........................................................................................................................... 143 Weitere Informationen ....................................................................................................... 143 Problembehandlung bei Serverkonfigurationsproblemen ..................................................... 144 Konfigurieren der Outlook-Clients ......................................................................................... 144 Windows-Profile und Outlook-Profile ................................................................................. 145 Schwellenwert für den vollständigen Download ................................................................ 145 Standarddateipfad ............................................................................................................. 145 Offlineadressbuch-Clientdateien ....................................................................................... 146 Konfigurieren des Outlook 2003-Exchange-Cachemodus ................................................ 147 Übermittlungsgruppen ....................................................................................................... 148 Konfigurieren von automatischen Downloads von Offlineadressbüchern im ExchangeCachemodus .................................................................................................................. 148 Konfigurieren von Auflösungen uneindeutiger Namen im Exchange-Cachemodus ......... 150 Konfigurieren des klassischen Offlinemodus in Outlook 2003 .......................................... 150 Überprüfen der Konfiguration von Outlook 2003 ............................................................... 150 Outlook 2002, Outlook 2000 und Offlineadressbücher ..................................................... 151 Ändern des Standarddateipfads der Offlineadressbuchdateien ........................................... 151 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 151 Verfahren ........................................................................................................................... 151 Verwalten von Übermittlungsgruppen in Outlook ................................................................. 152 Verfahren ........................................................................................................................... 152 Weitere Informationen ....................................................................................................... 153 Konfigurieren aller Cachemodeclients zur Verwendung der globalen Onlineadressliste zur Auflösung von uneindeutigen Namen ................................................................................ 153 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 153 Verfahren ........................................................................................................................... 153 Manuelles Herunterladen der Offlineadressbücher .............................................................. 154 Verfahren ........................................................................................................................... 154 Überprüfen, ob Outlook 2003 das Offlineadressbuch verwendet ......................................... 155 Verfahren ........................................................................................................................... 156 Überprüfen, ob Outlook 2003 im Exchange-Cachemodus ausgeführt wird ......................... 156 Verfahren ........................................................................................................................... 156 Überprüfen, ob Outlook 2003 im Unicode-Modus ausgeführt wird ....................................... 156 Verfahren ........................................................................................................................... 157 Verwalten von Exchange Server 2003-Frei/Gebucht-Ordnern ............................................. 157 Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten............................................................................... 158 Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten mit Outlook ........................................................ 158 Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten mit Outlook Web Access und Outlook Mobile Access ............................................................................................................................ 161 Suchen der Frei/Gebucht-Informationen für andere Benutzer ............................................. 163 Suchen von Frei/Gebucht-Informationen mit Outlook ....................................................... 163 Suchen von Frei/Gebucht-Daten mit Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access 163 Auswirkungen auf Frei/Gebucht-Daten beim Verschieben oder Löschen von Benutzerpostfächern .......................................................................................................... 164 Unterstützte Topologien ........................................................................................................ 165 Topologie mit einem Server pro Standort .......................................................................... 165 Topologie mit einem Server und mehreren Standorten .................................................... 167 Topologie mit mehreren Gesamtstrukturen ....................................................................... 168 Kalenderunterstützung in einer Exchange- und in einer Nicht-Exchange-Umgebung ......... 171 Verwalten und Reparieren von Frei/Gebucht-Daten ............................................................. 172 Bereinigen von Postfachspeichern mit MadFB.................................................................. 173 Beheben von Problemen mit Stellvertreterbenutzern eines Postfachs ............................. 173 Beheben von Problemen mit Delegatbenutzern eines Postfachs in Outlook ....................... 174 Verfahren ........................................................................................................................... 174 Verhalten Öffentlicher Ordner in Topologien im gemischten Modus .................................... 174 Verbindungsvereinbarungen und Replikation von Öffentlichen Ordnern ............................. 175 Konfigurationsverbindungsvereinbarungen ....................................................................... 175 Benutzerverbindungsvereinbarung .................................................................................... 179 Verbindungsvereinbarung für Öffentliche Ordner .............................................................. 179 Überlegungen zu Clientverweisen im gemischten Modus .................................................... 181 Replikations- und Abgleichabläufe ........................................................................................ 183 Beispiele von Replikationen im gemischten Modus .......................................................... 184 Zugriffssteuerung für Öffentliche Ordner im gemischten Modus .......................................... 186 Gruppentypen in Zugriffssteuerungslisten ......................................................................... 187 Benutzerattribute in Zugriffssteuerungslisten .................................................................... 188 Replikation der Zugriffssteuerung im Kontext.................................................................... 190 Best Practices für Exchange Server 2003-Suchordner ........................................................ 196 Funktionsweise von Exchange Server 2003-Suchvorgängen .............................................. 196 Suchbeispiel ...................................................................................................................... 197 Die Volltextindizierung betreffende Attribute ..................................................................... 199 Clientanwendungen und Suchmethoden .............................................................................. 199 Wichtige Aspekte der Suche mit ExOLEDB ...................................................................... 201 Wichtige Aspekte der Suche mit HTTP/DAV ..................................................................... 201 Richtlinien zum Optimieren von Suchvorgängen .................................................................. 201 Einfluss von Suchordnern auf die Leistung ....................................................................... 201 Identische Abfrageausdrücke ............................................................................................ 202 Anzahl an Suchordnern ..................................................................................................... 203 Ändern der maximalen Anzahl von Suchordnern pro Zielordner für einen Informationsspeicher ......................................................................................................... 204 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 204 Verfahren ........................................................................................................................... 204 Ändern der Aufbewahrungszeit von Suchordnern für einen Informationsspeicher in Exchange Server 2003 ...................................................................................................... 205 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 205 Verfahren ........................................................................................................................... 205 Effektives Suchen in benutzerdefinierten Anwendungen ..................................................... 206 Vermeiden von SELECT * SQL-Anweisungen .................................................................. 206 Vermeiden von Where-Klauseln in SQL-Anweisungen ..................................................... 206 Verwenden von PropFind für HTTP/DAV-Suchen ............................................................ 207 Leistungsauswirkungen des Suchbereichs ....................................................................... 208 Richtlinien zur Fehlerbehebung bei Suchproblemen ............................................................ 209 Häufige Symptome ............................................................................................................ 209 Temporäre Korrekturen ..................................................................................................... 209 Lösen von Problemen ........................................................................................................ 211 Temporäres Löschen von vorhandenen Suchordnern ......................................................... 211 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 211 Verfahren ........................................................................................................................... 212 Informationen über das Delegieren des Postfachzugriffs in Exchange Server 2003 ........... 212 Gewähren des Benutzerzugriffs auf einen bestimmten Ordner ............................................ 214 Erteilen von Zugriffsberechtigungen für einen Ordner im Postfach eines anderen Benutzers ........................................................................................................................................... 215 Verfahren ........................................................................................................................... 215 Erteilen der Berechtigung zum Senden von Nachrichten im Namen anderer Benutzer an einen Benutzer ................................................................................................................... 216 Erteilen der Berechtigung, Nachrichten mithilfe von Active Directory-Benutzer und -Computer im Auftrag eines anderen Benutzers zu senden ............................................................... 217 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 218 Verfahren ........................................................................................................................... 218 Weitere Informationen ....................................................................................................... 219 Anzeigen des Ordners eines anderen Benutzers in Outlook mit „Senden im Auftrag von“Zugriff ................................................................................................................................. 219 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 219 Verfahren ........................................................................................................................... 219 Erteilen der Berechtigung an Benutzer in Outlook, E-Mail-Nachrichten in Ihrem Namen zu senden ............................................................................................................................... 220 Verfahren ........................................................................................................................... 220 Weitere Informationen ....................................................................................................... 221 Gewähren des vollständigen Zugriffs auf ein anderes Postfach als das eigene .................. 221 Gewähren von „Senden als“-Berechtigungen ................................................................... 223 Gewähren von vollständigem Zugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers ............... 224 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 225 Verfahren ........................................................................................................................... 225 Weitere Informationen ....................................................................................................... 226 Manuelles Gewähren von „Senden als“-Berechtigungen für einen Benutzer mit vollständigem Postfachzugriff ................................................................................................................... 226 Bevor Sie beginnen ........................................................................................................... 226 Verfahren ........................................................................................................................... 227 Gewähren des Zugriffs auf externe Konten .......................................................................... 227 Copyright ............................................................................................................................... 228 13 Arbeiten mit Exchange Server 2003Informationsspeichern Der Microsoft® Exchange Server 2003-Informationsspeicher ist eine Speicherplattform, die ein einziges Repository zum Verwalten mehrerer Typen unstrukturierter Informationen zur Verfügung stellt. Eine einzelne Exchange-Topologie kann Informationsspeicherkomponenten (Postfachspeicher und Informationsspeicher für Öffentliche Ordner) enthalten, die sich auf mehreren Servern befinden. Aufgrund der Komplexität und Flexibilität der Informationsspeicherkomponenten gehört die Verwaltung des Informationsspeichers zu den schwierigsten Bereichen von Exchange Server 2003. Dieses Handbuch enthält ausführliche Informationen, die die Durchführung von Verwaltungs- und Problembehandlungsaufgaben erleichtern. Die hierin enthaltenen Themen bauen auf den grundlegenden Konzepten auf, die im Exchange Server 2003–Administratorhandbuch dargestellt werden. Verschiedene Features des Informationsspeichers werden ausführlich behandelt, z. B. die Replikation Öffentlicher Ordner und die Funktionsweise von Frei/Gebucht-Ordnern und Offlineadressbüchern. Diese Informationen enthalten weiterhin ausführliche Erklärungen zur Funktionsweise und Anleitungen für den effektiven Einsatz. Hinweis: Laden Sie Arbeiten mit Exchange Server 2003-Informationsspeichern herunter, um dieses Dokument zu drucken oder offline zu lesen. Einführung in das Arbeiten mit dem Exchange Server 2003Informationsspeicher Der Microsoft Exchange Server 2003-Informationsspeicher ist eine Speicherplattform, die ein einziges Repository zum Verwalten mehrerer Typen unstrukturierter Informationen zur Verfügung stellt. Eine einzelne Exchange-Topologie kann Informationsspeicherkomponenten (Postfachspeicher und Informationsspeicher für Öffentliche Ordner) enthalten, die sich auf mehreren Servern befinden. Aufgrund der Komplexität und Flexibilität der Informationsspeicherkomponenten gehört die Verwaltung des Informationsspeichers zu den schwierigsten Bereichen von Exchange Server 2003. Probleme bei der Fehlerbehebung in Verbindung mit Informationsspeichern können kompliziert sein und viel Zeit in Anspruch nehmen. Dieses 14 Handbuch enthält ausführliche Informationen, die die Durchführung von Verwaltungs- und Problembehandlungsaufgaben erleichtern. Vor dem Lesen dieses Handbuchs sollten Sie sich mit Exchange Server 2003 Administration Guide vertraut machen, insbesondere mit dem Kapitel „Verwalten von Postfachspeichern und Informationsspeichern für Öffentliche Ordner“. Dieses Thema enthält grundlegende Informationen zum Exchange-Informationsspeicher sowie Erklärungen zu allgemeinen administrativen Aufgaben. Diesem Handbuch liegen die unter Exchange Server 2003 Administration Guide dargestellten Konzepte zu Grunde. Verschiedene Features des Informationsspeichers werden ausführlich behandelt, z. B. die Replikation Öffentlicher Ordner und die Funktionsweise von Frei/Gebucht-Ordnern und Offlineadressbüchern. Diese Informationen enthalten weiterhin ausführliche Erklärungen zur Funktionsweise und Anleitungen für den effektiven Einsatz. Weiterhin werden Informationen zur Fehlerbehebung bei allgemeinen Problemen mit dem Informationsspeicher zur Verfügung gestellt. Diese ausführlichen Informationen können Ihnen auch bei Informationsspeicherproblemen helfen, die speziell in Ihrer Exchange-Topologie auftreten. Informationen zum Exchange Server 2003-Informationsspeicher ist eine Einführung in die Konzeption des Exchange-Informationsspeichers. Es enthält eine Übersicht der Komponenten des Informationsspeichers und ihrer Funktionen sowie der Interaktion mit diesen. Fehlersuche und Beheben von Informationsspeicherproblemen in Exchange Server 2003 enthält Lösungen für die häufigsten Speicherprobleme. Die übrigen Themen dieses Handbuchs enthalten genaue Informationen zu bestimmten Features des Informationsspeichers wie Öffentliche Ordner. Diese Informationen können zur Analyse von Problemen verwendet werden, die nicht im Thema zur Fehlerbehebung enthalten sind, sowie zur Konfiguration Ihrer Topologie, sodass zukünftige Fehler vermieden werden. Dieses Handbuch ergänzt andere Exchange Server 2003-Handbücher, die Informationen bezüglich des Exchange-Informationsspeichers enthalten. Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Handbüchern: Weitere Informationen zu Berechtigungen im Exchange-Informationsspeicher finden Sie unter Working with Store Permissions in Microsoft Exchange 2000 and 2003. Informationen über den Einsatz von Exchange Server 2003 auf Speicherhardware mit hoher Kapazität und in Clusterkonfigurationen finden Sie unter „Planen einer zuverlässigen Back-End-Speicherlösung“ und „Planen von Exchange-Clustering“ im Exchange Server 2003-Handbuch für hohe Verfügbarkeit unter Exchange Server 2003 High Availability Guide. Weitere Informationen zu Wiederherstellungsstrategien für Daten des ExchangeInformationsspeichers finden Sie unter Exchange Server 2003 Disaster Recovery Planning Guide. 15 Einzelheiten zu Wiederherstellungsverfahren für Daten des ExchangeInformationsspeichers finden Sie unter Exchange Server 2003 Disaster Recovery Operations Guide und Using Exchange Server 2003 Recovery Storage Groups. Welche Informationen bieten diese Themen? Dieses Handbuch enthält Antworten auf die folgenden Fragen: Wie interagieren interne Komponenten mit dem Exchange-Informationsspeicher, und was sollten Sie über diese Komponenten wissen? (Informationen zum Exchange Server 2003-Informationsspeicher) Welche Dateien werden von Exchange Server 2003 zur Datenspeicherung verwendet, und welche Aufgaben haben die verschiedenen Dateitypen? (Informationen zum Exchange Server 2003-Informationsspeicher) Welche Tools und Prozesse können Sie zur Fehlerbehebung und Reparatur bei Problemen mit dem Speicher für Postfächer und Öffentliche Ordner verwenden? (Fehlersuche und Beheben von Informationsspeicherproblemen in Exchange Server 2003) Was sollten Sie über die Replikation Öffentlicher Ordner und den Replikationsvorgang wissen? (Steuern der Replikation Öffentlicher Ordner in Exchange Server 2003) Was bedeutet Volltextindizierung, und wie können Sie Volltextindizierung in Ihrer Organisation effektiv anwenden? (Volltextindizierung in Exchange Server 2003) Wie werden in Exchange Server 2003 Offlineadressbücher erstellt, und wie können Sie Server effizient konfigurieren, um den Benutzern Unterstützung für Offlineadressbücher zu garantieren? (Konfigurieren der Offlineadressbücher von Exchange Server 2003) Welche lokalen Informationen werden in Exchange Server 2003 bei der Erstellung von Offlineadressbüchern verwendet? (Konfigurieren der Offlineadressbücher von Exchange Server 2003) Wie werden Frei/Gebucht-Daten auf Exchange-Clients erstellt? Wie werden Frei/Gebucht-Daten in Exchange Server 2003 verarbeitet und verteilt, und wie können Sie Server effizient konfigurieren, um Ihren Benutzern Unterstützung für Frei/GebuchtDaten zu garantieren? (Verwalten von Exchange Server 2003-Frei/Gebucht-Ordnern) Wie werden Frei/Gebucht-Daten bei mehreren Exchange-Organisationen oder einer Exchange-Organisation und einer Lotus Notes-Organisation von Exchange Server 2003 zwischen den Organisationen repliziert? (Verwalten von Exchange Server 2003Frei/Gebucht-Ordnern) Wie werden Frei/Gebucht-Daten in Exchange Server 2003 verwaltet? (Verwalten von Exchange Server 2003-Frei/Gebucht-Ordnern) 16 Wenn Benutzer, die delegierten Zugriff auf ihre Postfächer haben, Fehlermeldungen bezüglich des Kalenders und der Frei/Gebucht-Daten erhalten, wie können Sie das Problem beheben? (Verwalten von Exchange Server 2003-Frei/Gebucht-Ordnern) Wie unterscheidet sich die Replikation Öffentlicher Ordner in einer Exchange-Topologie im gemischten Modus von der in einer reinen Exchange Server 2003-Topologie? (Verhalten Öffentlicher Ordner in Topologien im gemischten Modus) Welche Funktion haben Verbindungsvereinbarungen bei der Replikation Öffentlicher Ordner im gemischten Modus? (Verhalten Öffentlicher Ordner in Topologien im gemischten Modus) Wie unterscheidet sich die Zugriffssteuerung Öffentlicher Ordner in Exchange Server 2003 von der in Microsoft Exchange Server, Version 5.5, und wie werden die Zugriffssteuerungsinformationen von Exchange Server 2003 übersetzt? (Verhalten Öffentlicher Ordner in Topologien im gemischten Modus) Wie wird die Suche von Exchange Server 2003 ausgeführt, wenn ein Benutzer von Microsoft Office Outlook 2003 nach einem Postfach oder einem Öffentlichen Ordner sucht? (Best Practices für Exchange Server 2003-Suchordner) Welche Protokolle und APIs können Sie zur Durchführung der Suche nach Postfächern und Öffentlichen Ordnern verwenden? (Best Practices für Exchange Server 2003Suchordner) Wie lassen sich Suchanfragen strukturieren, um die für die Suche erforderlichen Serverressourcen zu minimieren? (Best Practices für Exchange Server 2003Suchordner) Welche Techniken sollten bei der Behebung von Suchproblemen angewendet werden? (Best Practices für Exchange Server 2003-Suchordner) Welche Arten des Zugriffs können Benutzer ihren eigenen Postfächern zuweisen? (Informationen über das Delegieren des Postfachzugriffs in Exchange Server 2003) Welche Arten des Zugriffs kann ein Administrator einem Benutzer für das Postfach eines anderen Benutzers zuteilen? (Informationen über das Delegieren des Postfachzugriffs in Exchange Server 2003) Wie können Sie einen Benutzer dazu berechtigen, im Auftrag eines anderen Benutzers E-Mail-Nachrichten zu senden oder Besprechungen zu planen? (Informationen über das Delegieren des Postfachzugriffs in Exchange Server 2003) Wie können Sie einen Benutzer dazu berechtigen, E-Mail-Nachrichten mit der Identität eines anderen Benutzers zu senden? (Informationen über das Delegieren des Postfachzugriffs in Exchange Server 2003) 17 Wer sollte diese Themen lesen? Dieses Handbuch richtet sich an IT–Fachleute, die Exchange Server 2003 bereitstellen, warten oder für die Fehlerbehebung zuständig sind. Der Schwerpunkt liegt auf den Speicherkomponenten von Exchange Server 2003. Folgende Experten ziehen den maximalen Nutzen aus diesem Handbuch: Systemarchitekten Personen, die für die Planung und Ausarbeitung allgemeiner Geschäftsstrategien und lösungen verantwortlich sind. Exchange-Administratoren von Unternehmen Personen, die für die Installation, Wartung und Administration von Software in einem Unternehmen verantwortlich sind. Messaging-Supportmitarbeiter Personen, die sich auf die Fehlerbehebung bei Schwierigkeiten spezialisiert haben, die Endbenutzer in ihrer Messagingumgebung haben. Terminologie Machen Sie sich vor dem Lesen dieser Themen mit den folgenden Begriffen vertraut: Exchange-Cachemodus Dabei handelt es sich um ein neues Feature, das in Outlook 2003 eingeführt wurde. Im Exchange-Cachemodus kann Outlook 2003 mit dem Server verbunden werden und dabei trotzdem die Offlineadressbuch-Dateien von der lokalen Festplatte verwenden. Crawl (Vollständige Auffüllung) Vorgang zur vollständigen Auffüllung eines Volltextindexes. Da ein vollständiges Auffüllen die Indizierung eines gesamten Speichers für Postfächer oder Öffentliche Ordner beinhaltet und als Hintergrundprozess ausgeführt werden kann, kann die Vervollständigung mehrere Stunden oder sogar Tage dauern. Allgemeine Öffentliche Ordner-Strukturen Auch als „Öffentliche Ordner-Strukturen für Nicht-MAPI-Anwendungen“ bezeichnet. Neue Öffentliche Ordner-Strukturen, die Sie in Exchange Server 2003 erstellen können. Benutzer können in solchen Strukturen mithilfe von Microsoft Office Outlook Web Access für Exchange Server 2003 auf Ordner zugreifen. Postfachstellvertreter Ein Benutzer, dem eine Zugriffsebene für das Postfach eines anderen Benutzers zugeteilt wurde. 18 Öffentliche Ordner-Struktur von MAPI Standardstruktur für Öffentliche Ordner in Exchange Server 2003 mit dem Namen Öffentliche Ordner. Diese Öffentliche Ordner-Struktur ist mit der von Exchange Server 5.5 kompatibel. Der Zugriff darauf erfolgt mit Outlook oder Outlook Web Access. Jede Organisation verfügt über eine Öffentliche Ordner-Struktur. Suchordner Spezieller Ordner, der von Exchange Server 2003 für die Verfolgung von Suchergebnissen verwendet wird, wenn Sie Outlook oder eine andere Clientanwendung für die Suche nach Nachrichten in einem Postfach oder Öffentlichen Ordner verwenden. Ein Suchordner ist mit dem Ordner verknüpft, der die gesuchten Informationen enthält. Standortordnerserver Der erste in der administrativen Gruppe installierte Server. Der Standardspeicher für Öffentliche Ordner enthält mehrere Systemordner, die nur über ein Replikat pro administrativer Gruppe verfügen. Diese Ordner werden als Standortordner bezeichnet. Offlineadressbuch-Ordner sind ein häufig verwendeter Typ von Standortordnern. Stillgelegter Benutzer Normalerweise die Bezeichnung für einen unbekannten Benutzer. Ein unbekannter Benutzer ist ein Benutzer, der in einer Zugriffssteuerungsliste für Öffentliche Ordner enthalten ist, jedoch kein Konto im Active Directory-Verzeichnisdienst hat. Diese Situation kann in einer Topologie im gemischten Modus eintreten. Informationen zum Exchange Server 2003Informationsspeicher In diesen Themen erhalten Sie einen Überblick über die Informationsspeicherkomponenten, die logische Struktur der Informationsspeicher und die zugrunde liegende Dateistruktur von Microsoft Exchange Server 2003. Dieses Kapitel bietet Hintergrundinformationen für das gesamte Handbuch. Der Exchange–Informationsspeicher ist eine Speicherplattform, die ein einziges Repository zum Verwalten mehrerer Typen unstrukturierter Informationen in einer Infrastruktur zur Verfügung stellt. In vielerlei Hinsicht ist der Exchange–Informationsspeicher von Exchange Server 2003 der gleiche Informationsspeicher, der in Microsoft Exchange Server 5.5 verwendet wird. Mit dem Exchange Server 2003–Informationsspeicher verfügen Sie jedoch über mehr Einstellungsmöglichkeiten, als mit dem Informationsspeicher in Exchange Server 5.5. Zusätzlich wird im Exchange Server 2003-Informationsspeicher der Active Directory-Verzeichnisdienst verwendet, um Informationen über Benutzerkonten und 19 Einstellungen zu speichern. Im Exchange Server 5.5–Informationsspeicher wird mit dem Exchange–Verzeichnis ein spezieller Dienst verwendet, um diese Daten zu speichern. In diesem Kapitel wird der Aufbau des Informationsspeichers behandelt, einschließlich der logischen Struktur, innerhalb der Sie normalerweise arbeiten, und den zugrunde liegenden Datendateien. Es werden weiterhin die Berechtigungsprobleme behandelt, die Sie kennen müssen, um mit dem Informationsspeicher zu arbeiten. Diesem Handbuch liegen die unter Exchange Server 2003 Administration Guide dargestellten Konzepte zu Grunde. Logische Komponenten des ExchangeInformationsspeichers Der Exchange-Informationsspeicher verfügt über mehrere logische Komponenten, die interagieren. Diese Komponenten können sich entweder auf einem einzelnen Server befinden oder über mehrere Server verteilt sein. Im Folgenden sind die primären Komponenten des Exchange-Informationsspeichers aufgeführt: Speichergruppe Eine Gruppe von Postfachspeichern und Informationsspeichern für Öffentliche Ordner. Die Informationsspeicher einer Speichergruppe weisen einen gemeinsamen Sicherungszeitplan und einen gemeinsamen Satz an Transaktionsprotokollen auf. Pro Server können bis zu vier Speichergruppen vorliegen. Postfachspeicher Eine Datenbank, in der Postfächer von Exchange Server 2003 gespeichert werden. In Postfachspeichern werden individuelle, private Daten abgelegt. Sie enthalten Postfachordner, wenn ein neues Postfach eingerichtet wird. Pro Speichergruppe können bis zu fünf Informationsspeicher definiert werden, darunter eine beliebige Anzahl an Postfachspeichern. Öffentliche Ordner-Struktur Eine Gruppe Öffentlicher Ordner in einer hierarchischen Struktur (auch: Öffentliche OrdnerHierarchie). Eine Struktur kann mehrere Informationsspeicher für Öffentliche Ordner aufweisen, wenn sich die entsprechenden Informationsspeicher auf jeweils unterschiedlichen Servern befinden. Diese Informationsspeicher replizieren Strukturinformationen untereinander. Da verschiedene Server Informationen enthalten können, die zu einem einzigen Verzeichnis gehören, ist ein Verzeichnis einer administrativen Gruppe zugeordnet, statt einem bestimmten Server. Jede Organisation verfügt über eine Standardstruktur mit der Bezeichnung Öffentliche Ordner (auch: Öffentliche Ordner-Struktur von MAPI). Sie ist mit der Öffentlichen Ordner-Struktur von Exchange Server 5.5 kompatibel und kann über Microsoft Office Outlook 2003 oder Microsoft Office Outlook Web Access für Exchange Server 2003 20 geöffnet werden. Es können neue Öffentliche Ordner-Strukturen erstellt werden (diese werden als „Allgemeine Öffentliche Ordner-Strukturen“ bezeichnet oder auch „Öffentliche Ordner-Strukturen für Nicht-MAPI-Anwendungen“), die Benutzer über Outlook Web Access öffnen können. In Abbildung 1.1 ist dargestellt, wie Exchange Server 2003 mehrere Öffentliche Ordner-Strukturen in einer einzelnen Servergruppe unterstützt. Informationsspeicher für Öffentliche Ordner Eine Datenbank, in der Öffentliche Ordner in Exchange Server 2003 gespeichert werden. In Informationsspeichern für Öffentliche Ordner sind Daten enthalten, die für alle Benutzer mit Postfächern und entsprechender Berechtigung zugänglich sind. Ein Informationsspeicher für Öffentliche Ordner muss einer Öffentlichen Ordner-Struktur zugeordnet sein. Pro Speichergruppe können bis zu fünf Informationsspeicher definiert werden, darunter eine beliebige Anzahl an Informationsspeichern für Öffentliche Ordner. Jeder Server verfügt über einen Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner (bezeichnet als Informationsspeicher für Öffentliche Ordner), mit dem die Öffentliche Ordner-Struktur unterstützt wird. In der folgenden Abbildung ist eine Gruppe von Servern für Öffentliche Ordner abgebildet, die zwei Strukturen von Öffentlichen Ordnern unterstützen. Jeder der drei Server unterstützt die Öffentliche Ordner-Struktur. Zwei der Server unterstützen außerdem eine allgemeine (Nicht-MAPI) Öffentliche Ordner-Struktur, bezeichnet als Kontoführung. Jede Struktur hat pro Server nur einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner. Server, die mehrere Strukturen unterstützen, haben einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner pro Struktur. Mehrere Öffentliche Ordner-Strukturen verteilt auf mehrere Server Jeder Postfachspeicher ist einem Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner auf dem lokalen oder einem anderen Server zugeordnet. Für einen Benutzer mit aktiviertem Postfach, der von einem bestimmten Postfachspeicher unterstützt wird, ist der zugeordnete Informationsspeicher für Öffentliche Ordner der Stamminformationsspeicher für Öffentliche Ordner des Benutzers. 21 In der folgenden Abbildung wird veranschaulicht, wo diese Komponenten im ExchangeSystem-Manager bereitgestellt werden. Speichergruppen, Postfachspeicher und Informationsspeicher für Öffentliche Ordner auf einem bestimmten Server werden unter dem Knoten des entsprechenden Servers bereitgestellt. Öffentliche Ordner, die ihrer Öffentlichen Ordner-Struktur entsprechend angezeigt werden, werden unter dem Knoten Ordner bereitgestellt. Speicherinformationen im Exchange-System-Manager unter dem Serverknoten und dem Knoten „Ordner“ Exchange Server 2003 verfolgt die Attribute seiner Komponenten auf verschiedenen Servern, indem die Attribute zentral in Active Directory gespeichert werden. In Active Directory sind Objekte für mehrere Exchange Server 2003-Komponenten enthalten, einschließlich administrativer Gruppen, Speichergruppen und Informationsspeicher. In der folgenden Abbildung sind die in Active Directory gespeicherten Objekte dargestellt. Die Abbildung zeigt eine Topologie, die aus einer administrativen Gruppe und zwei Servern besteht, auf denen Exchange Server 2003 ausgeführt wird. 22 Exchange speichert den größten Teil der Konfigurationsdaten in Active Directory. Dabei werden Active Directory-Objekte verwendet, um die entsprechenden ExchangeKomponenten darzustellen. Dateistruktur des ExchangeInformationsspeichers Sie verwalten den Exchange–Informationsspeicher, indem Sie mit dessen logischen Komponenten arbeiten. Exchange Server 2003 speichert Daten jedoch in einer speziellen Gruppe von Datendateien. Sofern Sie nicht Daten sichern oder wiederherstellen, werden Sie selten mit den Dateien direkt arbeiten. Jede Speichergruppe entspricht einer Instanz der ESE (Extensible Storage Engine). Mit der ESE wird den zugrunde liegenden Datenbankstrukturen in Exchange Server 2003 eine 23 grundlegende API zugeordnet. Auf jedem Exchange–Server wird für jede Speichergruppe von Exchange Server 2003 ein Datenverzeichnis erstellt. Jedes Datenverzeichnis enthält die Datenbankdateien für jeden Informationsspeicher der Speichergruppe und die Protokolldateien für die Speichergruppe. In der folgenden Abbildung ist die Dateistruktur dargestellt, die einer bestimmten logischen Struktur entspricht, die im Exchange-SystemManager festgelegt ist. Logische Struktur der Speichergruppen und Informationsspeicher auf einem einzelnen Server und die daraus entstehende Dateistruktur Die Dateien der Speichergruppe führen folgende Funktionen aus: Datenbankdateien (.edb und .stm) 24 In Exchange Server 2003 ist jede Exchange Server 2003–Datenbank in zwei verknüpften Dateien enthalten – der EDB–Datei und der STM–Datei. In der EDB–Datei sind Ordner, Tabellen und Indizes für Nachrichtendaten sowie MAPI–Nachrichten und –Anhänge enthalten. In der STM–Datei ist der systemeigene Internetinhalt gespeichert. Werden Sicherungs– oder Wiederherstellungsvorgänge ausgeführt, müssen diese beiden Dateien stets als eine Datei behandelt werden. Protokolldateien (.log and .chk) Exchange Server 2003 schreibt jede Speichertransaktion (z. B. Erstellen oder Ändern einer Nachricht) zuerst in eine Protokolldatei der entsprechenden Speichergruppe und anschließend in den Informationsspeicher. Durch diesen Vorgang wird gewährleistet, dass alle abgeschlossenen und laufenden Transaktionen für den Fall von Dienstunterbrechungen protokolliert sind. Die Informationsspeicher in einer Speichergruppe nutzen eine einzelne Gruppe von Transaktionsprotokollen gemeinsam. Prüfpunktdateien speichern Informationen über das erfolgreiche Speichern einer Transaktion in den Datenbankdateien der Festplatte. Beim Wiederherstellen nach einer Dienstunterbrechung ermöglicht Exchange Server 2003 einer ESE–Instanz durch die Verwendung von Prüfpunktdateien das automatische Neueinspielen von Protokolldateien in eine inkonsistente Datenbank. Dieser Vorgang beginnt mit der nächsten ungeschriebenen Transaktion. Steuern des Administratorzugriffs auf den Exchange-Informationsspeicher Um den Exchange-Informationsspeicher verwalten zu können, ist es notwendig, den Einfluss von Berechtigungen auf die Exchange-Speicherkomponenten zu verstehen. Fehlerhaft konfigurierte Berechtigungen sind eine häufige Fehlerquelle bei Informationsspeichern. Hinweis: Die Informationen in diesem Abschnitt befinden sich auch im Exchange Server 2003 Administration Guide und werden an dieser Stelle wiederholt. Die für das Verwalten von Exchange Server 2003 notwendigen Berechtigungen finden Sie in der nachfolgenden Tabelle. In der folgenden Abbildung wird dargestellt, wie diese Berechtigungen an die Objekte des Exchange-Informationsspeichers vererbt werden. Dadurch können Sie Situationen erkennen, in denen eine andere Administratorfunktion oder andere Berechtigungen erforderlich sind. In der folgenden Tabelle sind die Berechtigungen für die drei Exchange Server 2003Administratorfunktionen für Exchange-Informationsspeicherobjekte zusammengefasst. 25 Berechtigungen für die Exchange Server 2003-Administratorfunktionen für Postfachspeicher, Informationsspeicher für Öffentliche Ordner und Öffentliche OrdnerStrukturen Funktion Zugelassen Verweigert Exchange-Administrator – Vollständig Vollzugriff Empfangen als Zusätzliche Berechtigungen in Active Directory, die das Arbeiten mit gelöschten Objekten und Offlineadresslisten ermöglichen Senden als Exchange-Administrator Alle, außer Berechtigungen zum Ändern Empfangen als Senden als Zusätzliche Berechtigungen in Active Directory, die das Arbeiten mit Offlineadresslisten ermöglichen Exchange-Administrator – Nur Ansicht Lesen Keine Objekt auflisten Inhalt auflisten Status des Informationsspeichers anzeigen Die folgende Abbildung fasst zusammen, wie Postfachspeicher, Informationsspeicher für Öffentliche Ordner und Öffentliche Ordner-Strukturen Berechtigungen vererben. 26 Vererbungsrichtung von Berechtigungen für Exchange-Administratoren mit vollständiger Berechtigung, Exchange-Administratoren oder ExchangeAdministratoren – Nur Ansicht. Wie in dieser Abbildung dargestellt, werden die Berechtigungen der administrativen Gruppen an jeweils untergeordnete Objekte im Exchange-Informationsspeicher vererbt. Dabei gelten folgende Ausnahmen: Durch das Delegieren von Exchange-Administratorfunktionen an eine administrative Gruppe erhalten Administratoren mit diesen Funktionen beschränkte Berechtigungen für Postfächer. Diese sind für das Erstellen und Löschen von Postfächern und für das Festlegen von Optionen (z. B. Speicherbegrenzungen) ausreichend. Einige der administrativen Berechtigungen werden aus der Öffentlichen Ordner-Struktur an die untergeordneten Öffentlichen Ordner vererbt. Berechtigungen aus dem Informationsspeicher für Öffentliche Ordner werden nicht vererbt. Zu den administrativen Berechtigungen für einen Öffentlichen Ordner gehören viele ordnerspezifische Berechtigungen, die in der Öffentlichen Ordner-Struktur nicht verfügbar sind. Beispielsweise kann ein Exchange-Administrator zwar die Berechtigungen für einen Öffentlichen Ordner ändern, jedoch nicht für die Öffentliche Ordner-Struktur. Hinweis: Damit ein Administrator eine Systemrichtlinie auf einen Informationsspeicher anwenden kann, benötigt er sowohl für den Container Systemrichtlinien als auch für den Zielspeicher die entsprechenden Berechtigungen. Wenn Sie ein verteiltes Verwaltungsmodell mit mehreren administrativen Gruppen und mehreren Administratoren verwenden, kann jeder Administrator nur die Informationsspeicher seiner eigenen administrativen Gruppe bearbeiten. 27 Wichtig: Die Strukturen Öffentlicher Ordner und die ihnen untergeordneten Öffentlichen Ordner können nur in der administrativen Gruppe verwaltet werden, in der sie erstellt wurden. Davon unabhängig können jedoch Ordner innerhalb der Struktur in mehrere administrative Gruppen repliziert werden. Wird ein verteiltes Verwaltungsmodell mit mehreren administrativen Gruppen verwendet, die wiederum aus einzelnen Administratoren bestehen, kann jeder einzelne Administrator auf die Informationsspeicher zugreifen, die seiner eigenen administrativen Gruppe angehören. Unter Umständen besteht jedoch kein Zugriff auf die Öffentlichen Ordner, die von diesen Informationsspeichern unterstützt werden. Weitere Informationen finden Sie im Exchange Server 2003 Administration Guide. Dieses Handbuch enthält spezifische Informationen zu folgenden Themen: Berechtigungstypen, die den Zugang zu Postfächern und Öffentlichen Ordnern steuern sowie deren Anwendungssituationen Mindestberechtigungen für Postfachspeicher und Informationsspeicher für Öffentliche Ordner Eine ausführliche Erläuterung von Speicherberechtigungen finden Sie unter Working with Store Permissions in Microsoft Exchange 2000 and 2003. Verwaltungsaufgaben für den ExchangeInformationsspeicher Im Exchange Server 2003 Administration Guide finden Sie z. B. die folgenden Erläuterungen und Anweisungen für grundlegende Speicherverwaltungsaufgaben: Konfigurieren von Transaktionsprotokollen und anderen Speichergruppenoptionen Erstellen von Speichergruppen, Informationsspeichern und Strukturen Öffentlicher Ordner Verschieben von Datenbankdateien Konfigurieren von Postfachspeichern und Informationsspeichern für Öffentliche Ordner Konfigurieren von Systemrichtlinien für Postfachspeicher und Informationsspeichern für Öffentliche Ordner Erstellen, Löschen und Wiederherstellen von Postfächern Konfigurieren und E–Mail–Aktivieren von Öffentlichen Ordnern Konfigurieren von Verweisen auf Öffentlicher Ordner 28 Bei den Erläuterungen und Anweisungen in diesem Handbuch wird davon ausgegangen, dass Sie mit der Ausführung dieser Aufgaben vertraut sind. Den Informationen in diesem Handbuch liegen die unter Exchange Server 2003 Administration Guide dargestellten Konzepte zu Grunde. Da Sie mehrere Informationsspeicherkomponenten auf mehreren Servern in unterschiedlichen Kombinationen bereitstellen können, kann die Verwaltung der Exchange Server 2003–Topologie zu einer komplexen Aufgabe werden. Dieses Handbuch hilft Ihnen, die Interaktion der Informationsspeicherkomponenten zu verstehen, mögliche Probleme vorauszusehen und auftretende Probleme zu lösen. Fehlersuche und Beheben von Informationsspeicherproblemen in Exchange Server 2003 Dieses Kapitel enthält Informationen zu Problemen, die bei der Verwendung von Microsoft Exchange Server 2003-Informationsspeichern auftreten können. Die folgenden Problembereiche werden behandelt: Volltextindizierung Berechtigungen in einer gemischten Umgebung mit Exchange Server 2003 und Microsoft Exchange Server Version 5.5 Öffentliche Ordner-Replikation Sonstige Probleme Probleme bei der Volltextindizierung Dieser Abschnitt enthält Erläuterungen zur Behandlung von Problemen, die möglicherweise bei der Volltextindizierung auftreten können. Er enthält Informationen zu den folgenden Fehlermeldungen und Situationen: Sichere Meldungen in der Ereignisanzeige Der Auffüllvorgang ist langsam Der Auffüllvorgang wurde angehalten Eine gelöschte Nachricht wird weiterhin in den Suchergebnissen angezeigt Nach dem Verschieben des Indexes wird ein falscher Speicherort angezeigt Identifizieren von Fehlern anhand der Sammelprotokolleinträge 29 Probleme beim Einstellen der Sprache Abfragen schlagen beim Hochfahren des Servers fehl Wiederherstellen von fehlenden Leistungsindikatoren Vermeiden von Datenträger-Engpässen Auslastung durch Auslagerungsvorgänge Bei Problemen im Zusammenhang mit der Volltextindizierung können die Ereignisanzeige sowie die Leistungsprotokolle und Warnungen hilfreiche Informationen für die Problembehandlung liefern. Sichere Meldungen in der Ereignisanzeige Obwohl die Ereignisanzeige nützliche Informationen zur Problembehandlung bei der Volltextindizierung liefert, weisen nicht alle Ereignisse (beschrieben in den folgenden Abschnitten) zwangsläufig auf ein Problem hin. Ereignis-ID 7000: The Indexer Started Successfully Wenn Sie eine Indexauffüllung über den Exchange-System-Manager beenden, schreibt der Microsoft Search-Dienst (MSSearch) eventuell fehlerhaft mehrmals die folgende Ereignismeldung in das Anwendungsprotokoll der Ereignisanzeige: Event Type: Information Event Source: Microsoft Search Event Category: Indexer Event ID: 7000 Date: date Time: time User: N/A Computer: server_name Description: The Indexer started successfully for project <ExchangeServer_SERVERNAME priv78F2DC76> Diese Meldung stellt kein Problem dar und kann übergangen werden. 30 Ereignis-ID 10006: Catastrophic Failure (Clusterumgebung) Wenn Sie den Microsoft Search-Dienst in einer Clusterumgebung beenden, wird eventuell die folgende Fehlermeldung ausgegeben: Event Type: Error Event Source: Microsoft Search Event Category: Gatherer Event ID: 10006 Date: 2/11/2000 Time: 9:44:25 AM User: N/A Computer: <servername> Description: An error occurred during the online operation for instance <your instance>: 8000ffff Catastrophic failure Dieser Fehler ist kein schwerwiegender Fehler. Warten Sie, bis alle Dienste erfolgreich beendet wurden, und starten Sie die Dienste anschließend ggf. neu. Beenden Sie Clusterressourcen nicht über die Anwendung Dienste in der Systemsteuerung, sondern verwenden Sie zur Vermeidung dieser Fehlermeldung die Clusterverwaltung. Wenn Sie den Dienst über Dienste in der Systemsteuerung beenden, geht der Clusterressourcen-Manager von einem Ausfall der Ressource aus und versucht, den Dienst entweder neu zu starten oder einen Failover der Gruppe durchzuführen. Für SMTP und Systemaufsicht wird ein Fehler protokolliert Wenn der Microsoft Search-Dienst ausgeführt wird, werden eventuell Fehlermeldungen ähnlich den folgenden Meldungen in die Sammelprotokolle geschrieben: 2b3b1b8 1bed2fc file:\\.\BackOfficeStorage\server.microsoft.com\MBX\SMTP (SERVER-{E2E63C70-4129-43F6-9363-6B501433C952}) 8000000c 0 80080005 2cdeb96 1bed2fc 31 file:\\.\BackOfficeStorage\server.extest.microsoft.com\MBX\System Attendant 8000000c 0 80080005 Diese Fehlermeldungen können Sie ignorieren. Weitere Informationen zu den Sammelprotokollen finden Sie weiter unten in diesem Thema unter „Identifizieren von Fehlern anhand der Sammelprotokolleinträge“. Der Auffüllvorgang ist langsam Wenn der Auffüllvorgang sehr lange dauert, können Internetnewsfeeds die Ursache sein. Internetnewsfeeds können Binärdaten im Format „UUEncode“ enthalten, die sehr viel langsamer indiziert werden als normale Nachrichten. Wenn Sie eine Auffüllung für einen Öffentlichen Ordner durchführen, der Internetnewsfeeds enthält, erhöht sich die Dauer der Auffüllung deutlich. Nachrichten mit großen Anlagen können ebenfalls Leistungsprobleme verursachen, wenn Sie die maximale Größe für Downloads nicht optimal angepasst haben. Eine Einstellung von 4.000 MB wird empfohlen. Zum Ändern dieser Einstellung müssen Sie die Registrierung bearbeiten. Vorsicht: Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen, die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten. Weitere Informationen zum Ändern der maximalen Downloadgröße von Anlagen finden Sie unter Ändern der maximalen Downloadgröße von Anlagen. Weitere Informationen zum Einstellen der Downloadgröße finden Sie unter „Optimieren der Volltextindizierung“ unter Volltextindizierung in Exchange Server 2003. Der Auffüllvorgang wurde angehalten Der Microsoft Search-Dienst unterbricht einen Auffüllvorgang, wenn der Dienst nicht fortgeführt werden kann. Überprüfen Sie das Ereignisprotokoll, um sicherzustellen, dass der Vorgang tatsächlich vom Microsoft Search-Dienst und nicht manuell von einem Administrator angehalten wurde. Der Microsoft Search-Dienst protokolliert ein Ereignis, wenn die Auffüllung angehalten oder beendet werden muss. Dies ist z. B. der Fall, wenn auf den Datenträgern nicht mehr genügend Speicherplatz zur Verfügung steht, um den Indizes oder Protokolldateien neue Informationen hinzuzufügen. In der Regel kann dieses Problem behoben und die Auffüllung fortgesetzt werden (z. B. durch Freigeben von Speicherplatz auf einem vollen Laufwerk). Dokumente, die neu hinzugefügt werden, während die Auffüllung angehalten ist, werden erst mit der nächsten Auffüllung in den Index aufgenommen. 32 Hinweis: In den meisten Fällen ist fehlender Speicherplatz die Ursache für die Unterbrechung, auch wenn auf den ersten Blick ausreichend Speicherplatz zur Verfügung steht. Der Microsoft Search-Dienst belegt zwischenzeitlich erheblichen Speicherplatz auf den Datenträgern, da beim Zusammenführen neuer Ergebnisse große Abschnitte des Indexes dekomprimiert werden, bevor die erneute Komprimierung erfolgt. Eine gelöschte Nachricht wird weiterhin in den Suchergebnissen angezeigt Sie können eine Nachricht aus einem Ordner für Suchergebnisse löschen. Die Nachricht wird gelöscht. Sie wird jedoch weiterhin im Ergebnisfenster angezeigt, bis Sie die Suche aktualisieren. Nach dem Verschieben des Indexes wird ein falscher Speicherort angezeigt Wenn Sie den Index mit dem Dienstprogramm Catutil (Catutil.exe) verschieben, wird die Anzeige des Speicherorts im Exchange-System-Manager nicht aktualisiert. Einzelheiten zum Verschieben des Indexes mit dem Dienstprogramm Catutil finden Sie unter Volltextindizierung in Exchange Server 2003. Der Index wurde erfolgreich verschoben und kann verwendet werden, lediglich die Angabe des Speicherorts im Exchange-SystemManager entspricht noch dem ursprünglichen Speicherort. Es handelt sich um einen Anzeigefehler, der keinen Einfluss auf die ordnungsgemäße Ausführung der Volltextindizierung hat. Die Anzeige kann nicht korrigiert werden. Sie können jedoch den aktuellen Speicherort des Indexes jederzeit in der Registrierung überprüfen. Weitere Informationen zur Überprüfung des aktuellen Speicherorts des Indexes nach der Verwendung von Catutil finden Sie unter Überprüfen des aktuellen Speicherorts des Index. Identifizieren von Fehlern anhand der Sammelprotokolleinträge Sammelprotokolldateien werden während einer Auffüllung erstellt. Diese Dateien enthalten Protokollinformationen für den Microsoft Search-Dienst. Die Dateien befinden sich im Verzeichnis Programme\Exchsrvr\ExchangeServer_<Servername>\GatherLogs. Die Dateierweiterung lautet .gthr. Wenn die Indizierung eines bestimmten Dokuments fehlschlägt, wird ein Eintrag in das Sammelprotokoll geschrieben. Jeder Eintrag enthält Angaben zum Dateinamen sowie die 33 Fehlernummer. Verwenden Sie zum Entschlüsseln der Fehlernummern das Tool Gthrlog im Verzeichnis Programme\Gemeinsame Dateien\System\MSSearch\Bin. Einzelheiten zur Verwendung des Tools Gthrlog zum Entschlüsseln einer Fehlernummer im Sammelprotokoll finden Sie unter Entschlüsseln einer Fehlernummer aus der Sammelprotokolldatei mit dem Tool „Gthrlog“. Probleme beim Einstellen der Sprache Wenn verschiedene Spracheinstellungen bei der Volltextindizierung berücksichtigt werden müssen, sind komplexe Richtlinien zu beachten. Die Spracheinstellungen einzelner Nachrichten, Anlagen, des Servers und der Clientcomputer beeinflussen das Verhalten der Indexerstellung. In der folgenden Tabelle wird erläutert, wie die einzelnen Spracheinstellungen das Verhalten der Indexerstellung beeinflussen. Sie können anhand dieser Informationen die Ursache ermitteln, wenn Benutzer von Problemen bei Suchvorgängen berichten. 34 Auswirkungen von Spracheinstellungen auf das Verhalten der Indexerstellung Spracheinstellung Verhalten der Indexerstellung Einzelne Nachrichten MAPI-Nachrichten enthalten die Eigenschaft Gebietsschema-ID. Die Volltextindizierung verwendet diesen Wert zur Ermittlung der geltenden Wörtertrennungen (diese legen fest, an welcher Stelle ein einzelnes Wort in einem Text beginnt und endet). Dieser Eigenschaftenwert wird gemäß den Spracheinstellungen von Microsoft Office auf dem Clientcomputer festgelegt. Wenn die Volltextindizierung keine Wörtertrennung ermitteln kann, die dem Wert der Eigenschaft Gebietsschema-ID entspricht, wird die Eigenschaft Neutral <0> verwendet. Weitere Informationen zu Wörtertrennungen bei der Volltextindizierung finden Sie unter Volltextindizierung in Exchange Server 2003. Wenn eine Nachricht unter Verwendung von DAV (Distributed Authoring and Versioning) erstellt wird, wird das erforderliche Gebietsschema im Header mit „Accept-Language“ festgelegt. Wenn in einer Nachricht kein Gebietsschema angegeben ist (dies ist häufig bei Nachrichten aus dem Internet der Fall), wird die Wörtertrennung über das eingestellte Systemgebietsschema des Computers festgelegt, auf dem Microsoft Exchange Server 2003 die Volltextindizierung ausführt. Anlagen zu Nachrichten Wenn es sich bei einer Anlage um ein Microsoft Office-Dokument handelt, verwendet die Volltextindizierung die Spracheinstellung, die beim Erstellen des Dokuments verwendet wurde. 35 Spracheinstellung Verhalten der Indexerstellung Server mit Microsoft Windows 2000 Server Wenn eine Nachricht keine MAPI-Nachricht ist (eine Nachricht aus dem Internet), ist die Eigenschaft Gebietsschema-ID nicht festgelegt. Die Volltextindizierung wählt dann die für das Systemgebietsschema des Servers gültige Wörtertrennung. Clientcomputer Wenn Microsoft Office Outlook 2003 eine Abfrage sendet, wird auch die Gebietsschema-ID des Clientcomputers übermittelt. Wenn die Gebietsschema-ID der Nachricht nicht mit der Gebietsschema-ID der Abfrage übereinstimmt, sind die Ergebnisse der Suche nicht vorhersehbar. Hinweis: Die Sprache des Computers, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird, spielt in diesem Szenario keine Rolle. Die Einstellung des Clientcomputers ist vorrangig. Verhalten der Volltextindizierung bei mehreren Spracheinstellungen Die folgenden Szenarien beschreiben das Abfrageverhalten der Inhaltsindizierung bei mehreren Spracheinstellungen. Alle US-Spracheinstellungen Wenn Sie US-Spracheinstellungen in Outlook auf einem Clientcomputer mit einer USSpracheinstellung verwenden, gelten die folgenden Ausführungsrichtlinien beim Erstellen und Senden einer Nachricht an Exchange 2003 auf einem Server, auf dem Windows 2000 Server mit einer US-Spracheinstellung ausgeführt wird: 1. Die Volltextindizierung nimmt die Nachricht mit der für die US-Spracheinstellung geltenden Wörtertrennung in den Index auf. 2. Abfragen von Clientcomputern mit US-Spracheinstellungen werden ordnungsgemäß verarbeitet. 36 Clientcomputer mit Spracheinstellung „Hebräisch“, Spracheinstellung „USA“ in Office und Spracheinstellung „Hebräisch“ in Windows 2000 Server In diesem Beispiel ist der Clientcomputer folgendermaßen konfiguriert: Auf dem Clientcomputer wurden hebräische Spracheinstellungen festgelegt. Für Office wurde die Spracheinstellung „USA“ festgelegt. Für Outlook wurde die Spracheinstellung „Hebräisch“ festgelegt. Wenn Sie auf dem in diesem Beispiel beschriebenen Clientcomputer eine Nachricht erstellen und diese an Exchange Server 2003 übermitteln, geschieht Folgendes, sofern als Systemgebietschema die Option USA ausgewählt ist: 1. Bei der Volltextindizierung wird zum Indizieren der Nachricht die US-Wörtertrennung verwendet. Die Eigenschaft Gebietsschema-ID der Nachricht weist aufgrund der OfficeEinstellungen den Standardwert USA auf. 2. Abfragen vom hebräischen Clientcomputer schlagen fehl, da für das hebräische Dokument nicht die richtige Wörtertrennung verwendet wird. Clientcomputer mit Spracheinstellung „Japanisch“, Spracheinstellung „Japanisch“ in Office und Spracheinstellung „USA“ in Windows 2000 Server In diesem Beispiel ist der Clientcomputer folgendermaßen konfiguriert: Auf dem Clientcomputer wurden japanische Spracheinstellungen festgelegt. Für Office wurde die Spracheinstellung „Japanisch“ festgelegt. Für Outlook wurde die Spracheinstellung „Japanisch“ festgelegt. Wenn Sie auf dem in diesem Beispiel beschriebenen Clientcomputer eine Nachricht erstellen und diese an Exchange Server 2003 übermitteln, geschieht Folgendes, sofern als Systemgebietschema die Option USA ausgewählt ist: 1. Bei der Volltextindizierung wird zum Indizieren der Nachricht die japanische Wörtertrennung verwendet. 2. Abfragen vom japanischen Clientcomputer sind erfolgreich, da die Nachricht mit derselben Gebietsschema-ID indiziert und abgefragt wurde. Abfragen schlagen beim Hochfahren des Servers fehl Bei der Initialisierung eines Computers mit Exchange Server 2003 und Volltextindizierung erhalten Benutzer in den ersten Minuten nach dem Starten unter Umständen ihre E-Mail- 37 Nachrichten, jedoch keine Ergebnisse von Abfragen. Dieser Fehler beim Empfangen von Abfrageergebnissen tritt auf, da der Index vom Microsoft Search-Dienst und der Informationsspeicher für die Eigenschaften von Exchange Server 2003 geladen wird. Abfragen führen nicht zu Ergebnissen, bis diese Vorgänge vollständig abgeschlossen wurden. Wiederherstellen von fehlenden Leistungsindikatoren Durch Ereignismeldungen wie die folgenden wird angezeigt, dass die vom Dienst für Leistungsdatenprotokolle und Warnungen sowie von der Leistungsanwendung verwendeten Indikatoren (auch als Systemmonitor bezeichnet) fehlen. Wenn Sie eine dieser Meldungen erhalten, stellen Sie die Indikatoren wieder her, indem Sie den Microsoft Search-Dienst erneut starten. Weitere Informationen zu diesen Überwachungsanwendungen finden Sie im Windows Resource Kit. Performance monitoring for the Gatherer service cannot be initialized because the counters are not loaded or the shared memory object cannot be opened. This only affects availability of the performance counters. Rebooting the system may fix the problem. Performance monitoring cannot be initialized for the Gatherer object because the counters are not loaded or the shared memory object cannot be opened. This only affects availability of the performance counters. Rebooting the system may fix the problem. Performance monitoring for the Indexer object cannot be initialized because the counters are not loaded or the shared memory object cannot be opened. Stop and restart the Search service. If this error continues, reinstall the application. Vermeiden von Datenträgerengpässen Gehen Sie nach den folgenden Richtlinien vor, um Engpässe bei Lese- und Schreibvorgängen auf Datenträger zu vermeiden: Die Länge der Datenträger-Warteschlange sollte überwacht werden. Die durchschnittliche Warteschlangenlänge sollte kleiner sein als die Anzahl der Spindles im Redundant Array Of Independent Disks (RAID). Bei Verwendung eines Storage Area Networks (SAN) wird empfohlen, die Latenz mithilfe der folgenden Leistungsindikatoren zu überwachen: PhysicalDisk: Durchschnittliche Lesevorgänge/s und durchschnittliche Schreibvorgänge/s. 38 Die Länge sollte gelegentlich auf null fallen. Die Warteschlange sollte gelegentlich leer sein. Wenn die Warteschlange zu jedem Zeitpunkt Daten enthält, deutet dies auf ein Problem hin. Die durchschnittliche Zeit für Lese- und Schreibvorgänge auf dem Datenträger sollte nahe der erwarteten Latenz liegen. Das System sollte für einen Lese- oder Schreibvorgang auf dem Datenträger etwa 10 ms benötigen. Wenn in der Konfiguration ein Hardwarecache oder ein RAID-Controller enthalten ist, fällt die Zeit u. U. sogar geringer aus. Auslastung durch Auslagerungsvorgänge Häufige Auslagerungsvorgänge aus dem Speicher auf die Festplatte weisen möglicherweise auf Engpässe im Arbeitsspeicher hin. Überprüfen Sie die Leistungsindikatoren, und überwachen Sie diese auf Warnhinweise. Überprüfen Sie insbesondere die Indikatoren Memory: Seitenschreibvorgänge/s und Memory: Seitenlesevorgänge/s. Ändern der maximalen Downloadgröße von Anlagen Das Ändern der maximalen Downloadgröße von Anlagen kann in manchen Fällen die Leistung des Servers verbessern, z.B. beim Auffüllen von Volltextindizes. Führen Sie zum Ändern der maximalen Downloadgröße von Anlagen das folgende Verfahren durch Bevor Sie beginnen Dieses Thema enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Die falsche Verwendung des Registrierungs-Editors kann zu ernsthaften Problemen führen, die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten. Verfahren So ändern Sie die maximale Downloadgröße von Anlagen 1. Starten Sie den Registrierungs–Editor. 2. Setzen Sie im Registrierungs–Editor den folgenden DWORD– Registrierungsschlüssel auf 4.000 MB: 39 HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Search\1.0\Gathering Manager\MaxDownloadSize Überprüfen des aktuellen Speicherorts des Index In manchen Fällen, zeigt der Exchange-System-Manager möglicherweise nicht den richtigen Speicherort des Volltextindex an. Die Anzeige kann nicht korrigiert werden. Sie können jedoch den aktuellen Speicherort des Indexes mit dem folgenden Verfahren jederzeit in der Registrierung überprüfen. Bevor Sie beginnen Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Die falsche Verwendung des Registrierungs-Editors kann zu ernsthaften Problemen führen, die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten. Verfahren So überprüfen Sie den aktuellen Speicherort des Index Der Pfad für den Speicherort kann im Registrierungs–Editor unter folgendem Registrierungsschlüssel überprüft werden: HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Search\1.0\Indexer\<application name>\<index name>\ProjectPath 40 Entschlüsseln einer Fehlernummer aus der Sammelprotokolldatei mit dem Tool „Gthrlog“ Wenn die Indizierung eines bestimmten Dokuments fehlschlägt, wird ein Eintrag in das Sammelprotokoll geschrieben. Jeder Eintrag enthält Angaben zum Dateinamen und die Fehlernummer. Verwenden Sie zum Entschlüsseln der Fehlernummern das Tool „Gthrlog“ im Verzeichnis Programme\Gemeinsame Dateien\System\MSSearch\Bin. Verfahren So entschlüsseln Sie eine Fehlernummer aus der Sammelprotokolldatei mit dem Tool „Gthrlog“ Geben Sie an einer Eingabeaufforderung folgenden Befehl ein. Ersetzen Sie <Dateiname> durch den Namen der GTHR–Datei: cscript gthrlog.vbs <Dateiname> Die Ergebnisse des Tools werden an der Eingabeaufforderung angezeigt. Probleme mit Berechtigungen beim Verwenden von Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 in derselben Umgebung Wenn ein Benutzer in Outlook keine Öffentlichen Ordner anzeigen kann, weist dies häufig auf ein Problem mit Berechtigungen hin. In diesem Abschnitt werden Methoden beschrieben, mit denen Sie herausfinden können, ob dieses Problem durch die Berechtigungsreplikation verursacht wird und wie Sie den Ursprung des Problems ermitteln können. Ermitteln der Ursache für die Verhinderung der Anzeige Öffentlicher Ordner in Outlook Ermitteln Sie, durch welche der folgenden Situationen der Benutzer am Anzeigen von Öffentlichen Ordnern in Outlook gehindert wird: 41 Der Öffentliche Ordner wird nicht auf den Server repliziert. Die Berechtigungen für den Öffentlichen Ordner wurden nicht ordnungsgemäß umgewandelt. Die beste Methode zum Ermitteln der Ursache des Problems besteht im Anzeigen der Ordnerstruktur mit dem Exchange-System-Manager. Wenn der Öffentliche Ordner bei einer Verbindung des Exchange-System-Managers mit einem bestimmten Informationsspeicher für Öffentliche Ordner in der Struktur angezeigt wird, ein Benutzer mit einem Postfach jedoch auf demselben Server den Öffentlichen Ordner nicht anzeigen kann, ist das Problem auf Berechtigungen zurückzuführen, nicht auf die Replikation. Wenn der Öffentliche Ordner in der Struktur jedoch nicht vorhanden ist, liegt möglicherweise ein Replikationsproblem vor. Anzeigen von Zugriffssteuerungslisten im Exchange-System-Manager In Umgebungen im gemischten Modus, in denen die Berechtigungen aus Access Control Lists (ACL – Zugriffssteuerungsliste) nicht ordnungsgemäß in ptagNTSD-Daten umgewandelt wurden, können Benutzer möglicherweise nicht auf den Ordner zugreifen, obwohl die Berechtigungen im Exchange-System-Manager als ausreichend angezeigt werden. Weitere Informationen zum Konvertierungsvorgang und den zugehörigen Eigenschaften finden Sie unter „Arbeiten mit Berechtigungen für Öffentliche Ordner und Postfächer“ im Exchange Server 2003 Administration Guide. Wenn Sie die Berechtigungen für einen Öffentlichen Ordner in der Öffentliche OrdnerStandardstruktur (auch als MAPI-Struktur bezeichnet) mit dem Exchange-System-Manager anzeigen, werden die Berechtigungen aufgeführt, die in der Eigenschaft ptagACLData (falls vorhanden) enthalten sind, anstatt die Berechtigungen aus der Eigenschaft ptagNTSD erneut zu berechnen. Der Exchange-System-Manager zeigt also Berechtigungen aus der Eigenschaft repliziert in an (die von Exchange normalerweise verworfen wird), nicht die aus der Eigenschaft ptagNTSD berechneten, mit denen der Zugriff auf den Ordner tatsächlich gesteuert wird. Gehen Sie folgendermaßen vor, um die ptagNTSD-Berechtigungen anzuzeigen. Einzelheiten zum Anzeigen der ptagNTSD-Berechtigungen für einen Ordner im ExchangeSystem-Manager finden Sie unter Anzeigen der ptagNTSD-Berechtigungen für einen Ordner im Exchange-System-Manager. Überwachen von Berechtigungsereignissen in der Ereignisanzeige Sie können mit der Diagnoseprotokollierung Berechtigungsereignisse im Anwendungsereignisprotokoll der Ereignisanzeige aufzeichnen. Für die Protokollierung 42 Öffentlicher Ordner ist der Standardwert Keine ausgewählt, bei dem nur schwerwiegende Fehler protokolliert werden. Sie können die Protokollierungsebene für einen Öffentlichen Ordner auf einem Server mit Exchange Server 2003 auf der Registerkarte Diagnoseprotokoll unter Eigenschaften erhöhen. Mit der höheren Protokollierungsebene erhalten Sie ausführlichere Berechtigungsinformationen. Um die Zugriffsversuche der Benutzer auf Ordner sowie die für den Zugriff auf Ordner gewährten Berechtigungen anzuzeigen, legen Sie die Diagnoseeinstellungen für Anmeldungen und Zugriffssteuerung auf den Maximalwert fest. Weitere Informationen zum Festlegen der Diagnoseeinstellungen für Anmeldungen und Zugriffssteuerung auf den Maximalwert finden Sie unter Festlegen der Diagnoseeinstellungen für Anmeldung und Zugriffssteuerung auf den Höchstwert. Ereignis-ID 9548: Deaktivierte Benutzer verfügen über keine Hauptkonto-SID Wenn nur der Ordnerbesitzer auf einen Ordner zugreifen kann, suchen Sie im Anwendungsereignisprotokoll nach den Ereignissen 9548 und 9551. (Das Ereignis 9551 wird im nächsten Abschnitt erläutert.) Event ID: 9548 Date: 2/11/2000 Time: 9:44:25 AM User: <user> Computer: <servername> Description: Disabled user <user> does not have a master account SID. Please use Active Directory MMC to set an active account as this user's master account. Wenn Sie die Clientberechtigungen mit dem Exchange-System-Manager anzeigen lassen, scheinen diese zunächst den Anforderungen zu entsprechen. Wenn Sie die Berechtigungen jedoch im Dialogfeld Erweitert anzeigen (hierbei handelt es sich um die unverarbeiteten Berechtigungen, die in der Eigenschaft ptagNTSD gespeichert sind), wird deutlich, dass nur die Berechtigungen des Besitzers ordnungsgemäß von Microsoft Exchange Server 5.5 nach Exchange Server 2003 konvertiert wurden. Für dieses Problem gibt es zwei mögliche Ursachen: Im Microsoft Active Directory®-Verzeichnisdienst wurde keine Vertrauensstellung für die Microsoft Windows NT® Server 4.0-Domäne eingerichtet, in der sich das Konto des Benutzers befindet. 43 Der Benutzer wurde manuell deaktiviert und verfügt nicht über ein externes Konto. Das Problem kann über die folgenden Herangehensweisen behoben werden: Entfernen Sie die deaktivierten Konten aus der Zugriffssteuerungsliste. Weisen Sie den deaktivierten Konten entsprechende externe Konten zu. Erstellen Sie eine Vertrauensstellung zwischen der Windows NT Server 4.0-Domäne (oder der externen Windows-Domäne) und Active Directory. Diese Vertrauensstellung weist den deaktivierten Konten entsprechende externe Konten zu. Gleichzeitig werden Hauptkonten-SIDs (Sicherheits-IDs) zugewiesen. Ereignis-ID 9551: Fehler beim Aktualisieren der ACL für Ordner in der Datenbank Wenn nur der Ordnerbesitzer auf einen Ordner zugreifen kann, suchen Sie im Anwendungsereignisprotokoll nach den Ereignissen 9548 und 9551. (Das Ereignis 9548 wird im vorherigen Abschnitt erläutert.) Das Ereignis 9551 tritt auf und wird protokolliert, wenn ein Benutzer versucht, auf den Ordner zuzugreifen: Event ID: 9551 Date: 2/11/2000 Time: 9:44:25 AM User: <user> Computer: <servername> Description: An error occurred while upgrading the ACL on folder <folder> located on database <database>. The Information Store was unable to convert the security for <user> into a Microsoft Windows 2000 Security Identifier. It is possible that this is caused by latency in the Active Directory Service, if so, wait until the user record is replicated to the Active Directory and attempt to access the folder (it will be upgraded in place). If the specified object does NOT get replicated to the Active Directory, use the Microsoft Exchange System Manager or the Exchange Client to update the ACL on the folder manually. The access rights in the ACE for this DN were 0x41b. Hinweis: Wenn der Ordner von einem Exchange 5.5-Server auf den Exchange 2003-Server repliziert wurde, enthält die Zugriffssteuerungsliste den Namen in Großbuchstaben, da Distinguished Names (DN) immer in Großbuchstaben angegeben werden. 44 Beachten Sie jedoch, dass der Exchange-System-Manager zum Anzeigen von Berechtigungen eine Verbindung mit einem Informationsspeicher herstellt, in dem ein Inhaltsreplikat des Ordners enthalten ist. Wenn der Exchange-System-Manager eine Verbindung mit einem Exchange 5.5-Server herstellt, scheint die Zugriffssteuerungsliste die Anforderungen zu erfüllen. Lassen Sie sich von der Anzeige der Zugriffssteuerungsliste nicht beeinflussen. Wenn das Ereignis 9551 protokolliert wird, muss die Ursache dieser Ereignisse behoben werden, damit Exchange Server 2003-Benutzer auf den Ordner zugreifen können. Für Aktualisierungsprobleme gibt es drei mögliche Ursachen: Es besteht keine Benutzerverbindungsvereinbarung zum Replizieren der Exchange Server 5.5-Postfächer in Active Directory. Der Benutzer wurde aus Active Directory gelöscht. Es liegt eine Verzögerung der Replikation vor. Wenn Exchange Server 2003 die Replikationsmeldung erhält, wird versucht, die in ptagACLData gespeicherten Daten in Windows NT Server 4.0-SIDs zu aktualisieren. Falls der Aktualisierungsvorgang fehlschlägt, werden nur Besitzer in ptagNTSD gespeichert. In diesem Fall kann kein anderer Benutzer auf den Ordner zugreifen. Das Problem kann über die folgenden Herangehensweisen behoben werden: Entfernen Sie den fehlerhaften Eintrag. Replizieren Sie den fehlenden Benutzer in Active Directory. Ereignis-IDs 9552 oder 9556: Verteilerliste kann nicht in Sicherheitsgruppe konvertiert werden Wenn Benutzer, die einer bestimmten Verteilerliste oder -gruppe angehören, nicht auf einen Ordner zugreifen können, suchen Sie im Anwendungsereignisprotokoll nach den Ereignissen 9552 und 9556. Es folgen die Beschreibungen für die Ereignisse 9552 und 9556: 9552 While processing public folder replication, moving user, or copying folders on database <database>, DL <distribution list> could not be converted to a security group. Please grant or deny permissions to this DL on Folder <folder> again. This most likely is because your system is in a mixed domain. 9556 Unable to set permission for DL <distribution list> because it could not be converted to a security group. This most likely is because your system is in a mixed domain. 45 Darüber hinaus wird für Outlook-Benutzer möglicherweise die folgende Fehlermeldung angezeigt, wenn sie versuchen, Berechtigungen für Benutzer einzurichten, die nicht über Zugriff verfügen: The modified permissions could not be saved. The client operation failed. Für Administratoren wird möglicherweise die folgende Fehlermeldung angezeigt, wenn sie versuchen, mit dem Exchange-System-Manager Berechtigungen für Benutzer einzurichten, die nicht über Zugriff verfügen: The operation failed. ID no 8004005 Exchange System Manager. Die häufigste Ursache für diese Fehler liegt darin, dass die Exchange Server 5.5Verteilerliste, der die Benutzer angehören, in eine gemischte Active Directory-Domäne und nicht in eine Active Directory-Domäne im einheitlichen Modus repliziert wurde. Als Ergebnis wurde die der Verteilerliste entsprechende universelle Verteilergruppe in einer Active Directory-Domäne im gemischten Modus erstellt. Die Domäne, in die Gruppen repliziert werden, wird in der Benutzerverbindungsvereinbarung repliziert, über die die Migration von Exchange Server 5.5-Verteilerlisten nach Active Directory verwaltet wird. Wenn die universelle Verteilergruppe zum Festlegen von Berechtigungen verwendet werden soll, muss sie in eine universelle Sicherheitsgruppe konvertiert werden. Diese Konvertierung kann nur dann ausgeführt werden, wenn die universelle Verteilergruppe in einer Domäne im einheitlichen Modus erstellt wurde. Weitere Informationen zu diesem Konvertierungsvorgang finden Sie unter „Arbeiten mit Berechtigungen für Öffentliche Ordner und Postfächer“ im Exchange Server 2003 Administration Guide. Gehen Sie zum Beheben des Konvertierungsproblems folgendermaßen vor: 1. Erstellen Sie in Active Directory eine Domäne im einheitlichen Modus. 2. Konfigurieren Sie die Benutzerverbindungsvereinbarung so, dass die neue Domäne für von Exchange Server 5.5 migrierte Gruppen verwendet wird. Anzeigen der ptagNTSD-Berechtigungen für einen Ordner im Exchange-SystemManager In Umgebungen im gemischten Modus, in denen die Berechtigungen aus Access Control Lists (ACL – Zugriffssteuerungsliste) nicht ordnungsgemäß in ptagNTSD-Daten umgewandelt wurden, können Benutzer möglicherweise nicht auf den Ordner zugreifen, obwohl die Berechtigungen im Exchange-System-Manager als ausreichend angezeigt werden. Gehen Sie zum Anzeigen der ptagNTSD-Berechtigungen für einen Ordner im Exchange-System-Manager wie folgt vor: 46 Verfahren So zeigen Sie im Exchange-System-Manager die ptagNTSD-Berechtigungen für einen Ordner an 1. Klicken Sie im Exchange-System-Manager in der Konsolenstruktur mit der rechten Maustaste auf den Öffentlichen Ordner, dessen Eigenschaften Sie anzeigen möchten, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. 2. Klicken Sie in den Eigenschaften des Öffentlichen Ordners auf die Registerkarte Berechtigungen. 3. Halten Sie die STRG-TASTE gedrückt, klicken Sie auf Clientberechtigungen, und klicken Sie dann auf Erweitert, um die ptagNTSD-ACL-Daten anzuzeigen, mit denen der Zugriff auf den Ordner gesteuert wird. Wichtig: Legen Sie im Exchange-System-Manager keine Berechtigungen fest, während Sie die ptagNTSD-Berechtigungen anzeigen. Wenn Sie während der Anzeige in diesem Format Berechtigungen ändern, können Sie Berechtigungen anschließend nicht mehr über MAPI-Tools ändern. Hinweis: Wenn Sie mit dem Exchange-System-Manager Berechtigungen für allgemeine (Nicht-MAPI-) Öffentliche Ordner anzeigen, werden immer die ptagNTSD-Berechtigungen angezeigt. Festlegen der Diagnoseeinstellungen für Anmeldung und Zugriffssteuerung auf den Höchstwert Um die Zugriffsversuche der Benutzer auf Ordner und die für Benutzer beim Zugreifen auf Ordner gewährten Berechtigungen anzuzeigen, legen Sie die Diagnoseeinstellungen für Anmeldungen und Zugriffssteuerung auf Maximum fest. 47 Verfahren So setzen Sie die Diagnoseeinstellungen für Anmeldung und Zugriffssteuerung auf den Höchstwert 1. Doppelklicken Sie im Exchange-System-Manager auf Server, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Server, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. 2. Klicken Sie auf die Registerkarte Diagnoseprotokoll. 3. Doppelklicken Sie unter Dienste auf MSExchangeIS, und klicken Sie dann auf Öffentlicher Ordner. 4. Klicken Sie unter Kategorien auf Anmeldungen. Klicken Sie unter Protokolliergrad auf Maximum. 5. Klicken Sie unter Kategorien auf Zugriffssteuerung. Klicken Sie unter Protokolliergrad auf Maximum. Weitere Informationen Weitere Informationen zur Diagnoseprotokollierung finden Sie in der Exchange Server 2003– Hilfe unter „Verwenden des Diagnoseprotokolls und der Ereignisanzeige“. Probleme bei der Replikation Öffentlicher Ordner Wenn ein Problem bei der Ordnerreplikation vorliegt (insbesondere bei der Replikation der Hierarchie), überprüfen Sie mit dem Exchange–System–Manager, ob Ordner repliziert wurden. Verlassen Sie sich nicht auf die Anzeige von Outlook, wenn Sie feststellen möchten, ob Ordner repliziert wurden. Das Problem ist möglicherweise auf Berechtigungen und nicht auf die Replikation zurückzuführen. Konfigurieren Sie Diagnoseprotokolle, um das Erkennen von Replikationsproblemen zu erleichtern. Ausführliche Anweisungen zum Erkennen von Problemen bei der Replikation Öffentlicher Ordner mithilfe von Diagnoseprotokollen finden Sie unter Erkennen von Problemen bei der Replikation Öffentlicher Ordner mithilfe der Diagnoseprotokollierung. Wenn keine Replikationsnachrichten gesendet oder empfangen werden, vergewissern Sie sich, dass die normale E–Mail–Weiterleitung zwischen den Servern ordnungsgemäß durchgeführt wird. 48 Weitere Informationen zum Beheben von Problemen bei der Replikation von Öffentlichen Ordnern finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 842273: „How to troubleshoot public folder replication problems in Exchange 2000 Server and in Exchange Server 2003“. Nicht empfangene Replikationsnachrichten Für dieses Problem liegt möglicherweise eine der folgenden Ursachen vor, für die jeweils eine eigene Lösungsmöglichkeit besteht: Die Informationsspeicher für Öffentliche Ordner enthalten keine E–Mail–Adressen: Vergewissern Sie sich, dass die Nachrichtenattribute vom Empfängeraktualisierungsdienst ordnungsgemäß auf die Verzeichnisobjekte im Informationsspeicher für Öffentliche Ordner gestempelt wurden. Vergewissern Sie sich bei gemischten Exchange Server 2003/Exchange Server 5.5– Organisationen, dass Exchange Server 5.5 auf die Verzeichniseinträge der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner von Exchange Server 2003 und Exchange Server 2003 auf die Verzeichniseinträge der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner von Exchange Server 5.5 zugreifen kann. Es ist keine Route vorhanden, der Nachrichten folgen können: Vergewissern Sie sich, dass normaler Nachrichtenverkehr zwischen den Servern möglich ist. Wenn die Replikationsnachricht über einen Exchange Server 5.5-IMC (Internet Mail Connector) geleitet wird, vergewissern Sie sich, dass der Registrierungsschlüssel ResolveP2 auf 1 festgelegt ist. Dieser Registrierungsschlüssel befindet sich unter: HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\MSExchangeTransport\Param eters\<VSID> Überprüfen Sie gleichzeitig, dass das Exchange Server 5.5-Objekt Öffentlicher Informationsspeicher im Active Directory-Container Konfiguration existiert und über eine gültige X.400–Proxyadresse verfügt. (Zum Überprüfen der Attributwerte können Sie ADSI–Bearbeitung oder das Dienstprogramm LDP verwenden.) Transportverknüpfungen wurden beschränkt, sodass Systemmeldungen nicht zulässig sind: Vergewissern Sie sich, dass eine Route für Systemmeldungen zwischen den Servern vorhanden ist. Mit Winroute.exe können Sie feststellen, ob Beschränkungen für die Verknüpfungen vorhanden sind. 49 Das Abgleichen dauert sehr lange Der Abgleich kann eine lange Zeit in Anspruch nehmen, wenn ein neuer Server installiert wurde und die ursprüngliche Statusanfrage verloren geht oder an einen Server gesendet wurde, auf dem keine Daten über die Hierarchie vorhanden sind. Um dies zu beheben, ändern Sie die Hierarchie auf einem anderen Server, und vergewissern Sie sich, dass sie ordnungsgemäß repliziert wird. Der Abgleich des Servers sollte innerhalb von 24 bis 48 Stunden stattfinden. Abgleich des Servers scheint nicht stattzufinden Wenn auf einem Server kein Abgleich stattzufinden scheint, überprüfen Sie, ob anderen Servern hinzugefügte neue Ordner während der Hierarchiereplikation in den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner repliziert werden, in dem der Abgleich durchgeführt wird. Wenn sie in diesen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner ordnungsgemäß repliziert werden, legt der Server fest, dass keine Synchronisierung vorliegt, und er erstellt einen Eintrag im Abgleicharray. Der vollständige Abgleichsvorgang kann zwei bis drei Tage in Anspruch nehmen. Erkennen von Problemen bei der Replikation Öffentlicher Ordner mithilfe der Diagnoseprotokollierung Bei Problemen bei der Replikation von Ordnern können Sie mithilfe der Diagnoseprotokollierung zusätzliche Einzelheiten zum Replikationsvorgang erhalten. Führen Sie zum Konfigurieren der Diagnoseprotokollierung das folgende Verfahren durch. Verfahren Erkennen von Problemen bei der Replikation Öffentlicher Ordner mithilfe der Diagnoseprotokollierung Legen Sie als Hilfe beim Erkennen von Replikationsproblemen die Diagnoseprotokollierung für die MSExchangeIS: Öffentliche Ordner-Kategorien Eingehende Nachrichten (Replikation), Ausgehende Nachrichten (Replikation) und Unzustellbarkeitsberichte auf Maximum fest. 50 Sonstige Probleme Dieser Abschnitt enthält Informationen zum Beheben von Problemen, die nicht unter die anderen Kategorien dieses Abschnitts fallen. Dazu gehören folgende Probleme: Auf die Berechtigungen eines Öffentlichen Ordners kann nicht zugegriffen werden (Fehler durch ungültige Windows-Zugriffsnummer) Mindestens ein Benutzer kann der Zugriffsliste des Ordners nicht hinzugefügt werden E-Mail-Nachrichten an den Öffentlichen Ordner konnten nicht zugestellt werden Outlook Web Access kann auf einen Öffentlichen Ordner nicht mehr zugreifen, nachdem die Struktur umbenannt wurde Meldung „Der Vorgang ist fehlgeschlagen“ beim Zugriff auf eine Struktur mit dem Exchange-System-Manager Für Exchange 5.5-Server werden mehrere Informationsspeicher für Öffentliche Ordner auf einem Exchange 2003-Server angezeigt In einer gemischten Umgebung mit Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 können Benutzer mit Outlook Web Access nicht auf einen Öffentlichen Ordner zugreifen Anlage übersteigt die Speichergrenze in einem Öffentlichen Ordner Auf die Berechtigungen eines Öffentlichen Ordners kann nicht zugegriffen werden (Fehler durch ungültige WindowsZugriffsnummer) Die häufigste Ursache des Fehlers bei ungültiger Windows-Zugriffsnummer in Microsoft Exchange Server 2000 liegt in der Verwendung des Laufwerks M:\ (installierbares Exchange-Dateisystem) durch einen Administrator zum Ändern der Berechtigungen für einen Öffentlichen Ordner. Server, auf denen vollständige Neuinstallationen von Exchange Server 2003 durchgeführt wurden, verfügen nicht über das Laufwerk M:\, dieses kann jedoch auf aktualisierten Servern noch vorhanden sein, auf denen zuvor Exchange 2000 Server ausgeführt wurde. Dieser Fehler kann auch auftreten, wenn im Exchange-System-Manager das falsche Dialogfeld zum Ändern der Clientberechtigungen für einen Öffentlichen Ordner verwendet wurde. Dies geschieht jedoch selten. Weitere Informationen zum ordnungsgemäßen Ändern von Berechtigungen für einen Öffentlichen Ordner finden Sie unter „Besondere Berücksichtigungen beim Arbeiten mit Clientberechtigungen“ im Exchange Server 2003 Administration Guide. 51 Die Ursache dieses Fehlers besteht darin, dass bei Verwendung der WindowsBenutzeroberfläche zum Ändern der Clientberechtigungen für einen Öffentlichen Ordner die Berechtigungen so gespeichert werden, dass Exchange Server 2003 sie nicht mehr in das MAPI-Format umwandeln kann. Wenn dies der Fall ist, können Sie zum Ändern der Berechtigungen nicht mehr die Dialogfelder von Outlook oder den Exchange-SystemManager verwenden. Wichtig: Nach dem Durchführen dieses Verfahrens verfügt der betroffene Öffentliche Ordner nur über Berechtigungen für den Ordnerbesitzer (ein administratives Konto), für Standardbenutzer und für anonyme Benutzer. Ausführliche Anweisungen zum Zurücksetzen von Berechtigungen für Öffentliche Ordner finden Sie unter Zurücksetzen von Berechtigungen für Öffentliche Ordner. Mindestens ein Benutzer kann der Zugriffsliste nicht hinzugefügt werden Diese Meldung erhalten Benutzer von Outlook oder Administratoren, die den ExchangeSystem-Manager verwenden, bei der Vergabe von Benutzerberechtigungen für einen Ordner in der Struktur Öffentliche Ordner. Wenn dieser Fehler auftritt, können die Berechtigungen Standard und Anonym auf den betreffenden Ordner nicht angewendet werden. Es können lediglich Benutzer auf den Ordner zugreifen, die bereits über Berechtigungen für diesen Ordner verfügen. Wenn Sie die Schaltfläche Eigenschaften verwenden, um die Eigenschaften eines oder mehrerer Benutzer im Dialogfeld Clientberechtigungen des Ordners anzuzeigen, erhalten Sie eine MAPI-Fehlermeldung. Die betroffenen Benutzer stellen die Ursache des Berechtigungsproblems dar. Das Berechtigungsproblem tritt auf, wenn ein Benutzer, der nicht über ein ExchangePostfach verfügt, einen Ordner so erstellt oder einrichtet, dass der Benutzer explizit für diesen Ordner Berechtigungen erhält. (Diese Einstellung kann mithilfe des ExchangeSystem-Managers oder des installierbaren Dateisystems von Exchange vorgenommen werden.) Die häufigste Ursache besteht darin, dass ein Benutzer ein Konto verwendet hat, das über Berechtigungen zur Verwaltung von Ordnern verfügt (z. B. ein Konto, das der Gruppe Organisations-Admins angehört), für das bisher jedoch kein Postfach erstellt wurde. Stellen Sie im Dialogfeld Clientberechtigungen des Ordners den Benutzer fest, auf dessen Eigenschaften Sie nicht zugreifen können. Entfernen Sie den Benutzer aus der Zugriffsteuerungsliste des Ordners, oder verwenden Sie das Active Directory-Benutzer und Computer-Snap-In, um ein Postfach für diesen Benutzer zu erstellen. 52 E-Mail-Nachrichten an den Öffentlichen Ordner konnten nicht zugestellt werden Überprüfen Sie bei einer Exchange-Organisation im gemischten Modus, ob die Verbindungsvereinbarung für den Öffentlichen Ordner die Verzeichnisobjekte des Ordners ordnungsgemäß repliziert hat. Beachten Sie, dass allgemeine Hierarchieordner aus Exchange Server 2003 nicht gesendet werden können, wenn die E-Mail-Nachricht über einen Exchange Server 5.5-Server übertragen wird. In jeder Exchange-Organisation muss eine an einen Ordner gesendete E-Mail-Nachricht zunächst an einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner übertragen werden, der die korrekte Öffentliche Ordner-Struktur unterstützt, sodass die Replikatliste für den Zielordner gefunden werden kann. Möglicherweise wurde die aktualisierte Replikatliste des Zielordners noch nicht an den gewählten Informationsspeicher für Öffentliche Ordner übermittelt. Outlook Web Access kann auf einen Öffentlichen Ordner nicht mehr zugreifen, nachdem die Struktur umbenannt wurde Wenn Sie eine Öffentliche Ordner-Struktur umbenennen, müssen Sie alle virtuellen Verzeichnisse aktualisieren, die auf diese Struktur verweisen. Die Übermittlung der Änderungen von Exchange Server 2003 an die Internetinformationsdienste (IIS) kann nicht abgeschlossen werden, solange der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner nicht erneut bereitgestellt wird. Ausführliche Anweisungen zum Aktualisieren von virtuellen Verzeichnissen und zum Weiterleiten von Änderungen nach dem Umbenennen einer Struktur Öffentliche Ordner finden Sie unter Aktualisieren von virtuellen Verzeichnissen und Weitergeben von Änderungen nach dem Umbenennen einer Öffentliche Ordner-Struktur. Meldung „Der Vorgang ist fehlgeschlagen“ beim Zugriff auf eine Struktur mit dem ExchangeSystem-Manager Der Exchange-System-Manager verwendet für den Zugriff auf die Öffentlichen OrdnerStrukturen einen OLEDB-Dienst, der in Abhängigkeit zum WWW-Publishingdienst (W3SVC) steht. Wenn beim Zugriff auf eine Struktur mithilfe des Exchange-System-Managers Probleme auftreten, überprüfen Sie Folgendes: Der WWW-Publishingdienst wird auf dem Exchange Server 2003-Server ausgeführt. 53 Die Microsoft Internet Explorer-Einstellungen sind für einen Proxyserver konfiguriert, der vorhanden ist. Für Exchange Server 5.5-Server werden mehrere Informationsspeicher für Öffentliche Ordner auf einem Exchange Server 2003-Server angezeigt Dieses Problem kann auftreten, wenn eine bestehende Konfigurationsverbindungsvereinbarung durch eine neue ersetzt wird. Diese Ersetzung tritt beispielsweise auf, wenn Server, auf denen der Standortreplikationsdienst (SRS) ausgeführt wird, fehlerhaft aus einer Organisation entfernt werden. Das Problem entsteht, wenn die neue Konfigurationsverbindungsvereinbarung das Active Directory-Objekt eines Standardinformationsspeichers für Öffentliche Ordner eines Exchange Server 2003-Servers in einer Exchange Server 2003-Administrationsgruppe in ein Exchange Server 5.5-Verzeichnis eines Exchange Server 5.5-Servers repliziert. Die neue Konfigurationsverbindungsvereinbarung kann nicht erkennen, dass das Standardinformationsspeicherobjekt von Exchange Server 2003 bereits im Exchange Server 5.5-Verzeichnis vorhanden ist, da das Objekt die Replikationssignatur der alten Konfigurationsverbindungsvereinbarung hat. Dies hat zur Folge, dass durch den Replikationszyklus ein zweiter Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner im Exchange Server 5.5-Verzeichnis für den Exchange Server 2003-Server angezeigt wird. Da der Container des Servers bereits ein Objekt mit dem Namen Microsoft Public MDB enthält, erhält das neue Objekt den Namen Microsoft Public MDB – 1. Dieser Name ist jedoch für ein Informationsspeicherobjekt für Öffentliche Ordner unter Exchange Server 5.5 zu lang. Daher starten die Replikationsmodule auf Exchange Server 5.5-Servern innerhalb der Organisation nicht. Die folgenden Fehler werden protokolliert: Error 0x3f0 occured while performing a site folder teardown check Event 3079 MSExchangeIS Public Unexpected replication thread error 0x3f0 EcGetReplMsg EcReplStartup FreplAgent Die Überprüfung nach dem Löschen der Standortordner nach dem Löschen eines Standorts, auf die in der Fehlermeldung Bezug genommen wird, wird bei jedem Start eines Exchange Server 5.5-Servers ausgeführt, um festzustellen, ob Standorte entfernt wurden. In diesem 54 Fall muss die Liste der Standortordner (SCHEDULE + FREE BUSY usw.) bereinigt werden. Diese Bereinigung kann über einen Vergleich der Details aller Standortordner mit den Details aller Informationsspeicher für Öffentliche Ordner in der Organisation vorgenommen werden. Da die Zeichenfolge Microsoft Public MDB -1 zu lang ist, schlägt der Replikationsthread beim Versuch, die Standortdetails des betreffenden Informationsspeichers zu holen, mit der Fehlermeldung „Nicht genügend Speicher“ (0x3f0) fehl. Dieser Fehler wiederum verursacht, dass das Replikationsmodul nicht gestartet wird. Die einzige Möglichkeit, dieses Problem zu lösen, besteht darin, das fehlerhafte und das ursprünglich korrekte Verzeichnisobjekt des Informationsspeichers für Öffentliche Ordner in Exchange Server 2003 aus dem Exchange Server 5.5–Verzeichnis zu entfernen und den Verzeichniseintrag erneut zu replizieren. Bevor Sie die Standardinformationsspeicherobjekte von Exchange Server 2003 aus dem Exchange Server 5.5-Verzeichnis entfernen und dem richtigen Objekt eine Replikation zurück in das Verzeichnis ermöglichen, nehmen Sie Kontakt mit dem Microsoft Software Service auf, um sicherzustellen, dass Sie richtig verfahren. In einer gemischten Umgebung mit Exchange Server 5.5 und Exchange Server 2003 können Benutzer mit Outlook Web Access nicht auf einen Öffentlichen Ordner zugreifen Microsoft Outlook Web Access-Benutzer haben keinen Zugriff auf Ordner, die sich ausschließlich auf Exchange Server 5.5-Servern befinden. Prüfen Sie die Verbindungsvereinbarungen für Öffentliche Ordner, um sicherzustellen, dass die Ordner auf mindestens einen Exchange Server 2003-Server repliziert werden. Anlage übersteigt die Speichergrenze in einem Öffentlichen Ordner Wenn Sie nach der Installation von Exchange Server 2003 (oder Exchange 2000 Server SP1 oder höher) mit Microsoft Office Outlook Web Access neue Objekte in einem Öffentlichen Ordner bereitstellen, deren Anlage die Größe von 1 MB überschreitet, erhalten Sie folgende Fehlermeldung: This item exceeds the maximum size defined for this folder and cannot be saved. Contact your administrator to have the folder limits increased. Anlagen kleiner als 1 MB sind nicht betroffen. Dieses Problem tritt auch dann auf, wenn für den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner keine Beschränkungen festgelegt sind. Das Problem betrifft nur Benutzer von Outlook Web Access. Benutzer von Outlook sind nicht betroffen. 55 Dieses Problem tritt auf, da der Systemordner OWAScratchPad{GUID} erstellt wird, wenn ein Benutzer einer Nachricht in einem Öffentlichen Ordner eine Anlage hinzufügt. Die maximale Größe dieses Systemordners beträgt 1.024 Kilobytes (KB). Erhöhen oder entfernen Sie diesen Wert des Ordners OWAScratchPad{GUID} im Exchange-System-Manager, um dieses Problem zu vermeiden. In jeder Exchange 2003-Serverinstallation ohne Obergrenze für die Nachrichtengröße beträgt die maximale Größe für Nachrichten in Öffentlichen Ordern 10.240 KB. Diese Einstellung betrifft auch neue mit Exchange-System-Manager erstellte Informationsspeicher für Öffentliche Ordner. Weitere Informationen zum Ändern oder Löschen der Größenbeschränkung von Anhängen in Öffentlichen Ordnern finden Sie unter Ändern oder Entfernen der Größenbeschränkung für Anhänge in Öffentlichen Ordnern. Zurücksetzen von Berechtigungen für Öffentliche Ordner Wenn Clientberechtigungen für einen Öffentlichen Ordner mithilfe der WindowsBenutzeroberfläche über das Laufwerk M:\ geändert wurden, kann Exchange Server 2003 diese möglicherweise nicht mehr in das MAPI-Format konvertieren. Führen Sie zum Zurücksetzen von Berechtigungen für Öffentliche Ordner und um das Bearbeiten von Berechtigungen mit Outlook und dem Exchange-System-Manager zu ermöglichen das folgende Verfahren durch. Bevor Sie beginnen Beachten Sie, dass nach dem Durchführen dieses Verfahrens die betroffenen Öffentlichen Ordner nur über Berechtigungen für den Ordnerbesitzer (ein administratives Konto), für Standardbenutzer sowie für anonyme Benutzer verfügen. Verfahren So setzen Sie die Berechtigungen für Öffentliche Ordner zurück 1. Erstellen Sie im Exchange-System-Manager unter dem Knoten Öffentliche Ordner einen neuen Ordner auf höchster Ebene. 2. Verschieben Sie den betroffenen Ordner und die entsprechenden Unterordner (alle Ordner, die die falschen Berechtigungseinstellungen aufweisen) in den neuen Ordner. 3. Richten Sie die Berechtigungen des neuen Ordners auf höchster Ebene so ein, dass 56 ein Konto mit Administratorberechtigungen in Active Directory als Besitzer festgelegt wird. 4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den neuen Ordner auf höchster Ebene, zeigen Sie auf Alle Aufgaben, klicken Sie auf Einstellungen weitergeben, und aktivieren Sie dann die Kontrollkästchen Administratorrechte und Ordnerrechte. 5. Nachdem Sie auf OK geklickt haben, werden die Änderungen der Berechtigungen für alle Unterordner des neuen Ordners auf höchster Ebene übernommen. 6. Verschieben Sie den betroffenen Ordner und die Unterordner zurück an die ursprünglichen Positionen in der Struktur Öffentliche Ordner. 7. Vergewissern Sie sich, dass Sie nun im Exchange-System-Manager die Berechtigungen ändern können. Aktualisieren von virtuellen Verzeichnissen und Weitergeben von Änderungen nach dem Umbenennen einer Öffentliche Ordner-Struktur Nach dem Umbenennen einer Öffentliche Ordner-Struktur werden die virtuellen Verzeichnisse, die auf diese Struktur verweisen, automatisch aktualisiert. Führen Sie zum Aktualisieren von virtuellen Verzeichnissen und zur Weitergabe von Änderungen nach Umbenennen einer Öffentliche Ordner-Struktur folgende Schritte durch: Verfahren So aktualisieren Sie virtuelle Verzeichnisse und geben Änderungen nach Umbenennen einer Öffentliche Ordner-Struktur weiter 1. Aktualisieren Sie die virtuellen Verzeichnisse auf den Servern, auf denen die Informationsspeicher für die Öffentlichen Ordner der entsprechenden Struktur gespeichert sind, sodass diese auf die neue Struktur verweisen. 2. Stellen Sie die gesamten Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, die die Struktur unterstützen, zum Weiterleiten der Änderung über Exchange Server 2003 und IIS erneut bereit. 57 Ändern oder Entfernen der Größenbeschränkung für Anhänge in Öffentlichen Ordnern Wenn Sie nach der Installation von Exchange Server 2003 (oder Exchange 2000 Server Service Pack 1 oder höher) neue Objekte in einem Öffentlichen Ordner bereitstellen, deren Anlage die Größe von 1 MB überschreitet, erhalten Sie folgende Fehlermeldung: This item exceeds the maximum size defined for this folder and cannot be saved. Contact your administrator to have the folder limits increased. Führen Sie zur Lösung dieses Problems das folgende Verfahren durch: Verfahren So ändern oder entfernen Sie die maximale Größe von Anlagen in Öffentlichen Ordnern 1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Exchange-System-Manager auf Öffentliche Ordner, und klicken Sie anschließend auf Systemordner anzeigen. 2. Erweitern Sie Öffentliche Ordner, und klicken Sie anschließend mit der rechten Maustaste auf den Ordner OWAScratchPad. Klicken Sie auf Eigenschaften, und klicken Sie anschließend auf Grenzwerte. 3. Der unter Speicherbegrenzungen festgelegte Standardwert für die Maximale Objektgröße (KB) beträgt 1.024 KB (1 MB). So ändern Sie die Begrenzung: Ändern Sie die Grenze unter Speicherbegrenzungen im Feld Maximale Objektgröße (KB). – oder – Klicken Sie auf Standardwerte des Öffentlichen Informationsspeichers verwenden. Wenn dieses Kontrollkästchen aktiviert ist, werden die Grenzwerteinstellungen im Dialogfeld Eigenschaften des Informationsspeichers für Öffentliche Ordner auf der Registerkarte Grenzwerte durch die Werte für Maximale Objektgröße (KB) und Ablegen verbieten ab (KB) gesteuert. Wenn der Informationsspeicher jedoch über eine Systemrichtlinie konfiguriert wurde, befinden sich die Einstellungen im Dialogfeld Eigenschaften auf der Registerkarte Grenzwerte dieser Richtlinie. 58 Steuern der Replikation Öffentlicher Ordner in Exchange Server 2003 Dieser Anhang bietet eine Übersicht über die Funktionsweise der Replikation Öffentlicher Ordner in Microsoft® Exchange Server 2003. Darüber hinaus wird beschrieben, wie Sie Replikate konfigurieren und den Replikationsvorgang optimieren können. Das Verständnis der grundlegenden Replikationsvorgänge erleichtert Ihnen die Behebung spezieller Replikationsprobleme Ihrer Exchange Server 2003–Topologie. (Informationen über häufige Probleme bei der Replikation von Öffentlichen Ordnern finden Sie unter Fehlersuche und Beheben von Informationsspeicherproblemen in Exchange Server 2003.) Diese Themen enthalten auch Empfehlungen zum Konfigurieren der Replikation Öffentlicher Ordner in einer Topologie im gemischten Modus (eine Topologie, die Server enthält, auf denen Microsoft Exchange Server 5.5 ausgeführt wird), und es wird die Verwendung des Tools für die Replikation zwischen Organisationen (Exscfg.exe; Exssrv.exe) zum Replizieren von Informationen zwischen zwei Exchange-Organisationen beschrieben. Funktionsweise der Replikation Wenn mehrere Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, von denen sich jeder auf einem eigenen Server befindet, eine einzige Öffentliche Ordner-Struktur unterstützen, werden die Informationsspeicher durch die Replikation Öffentlicher Ordner synchronisiert. Inhalte Öffentlicher Ordner sind nur in Informationsspeichern vorhanden, die so konfiguriert sind, dass sie ein Replikat eines bestimmten Ordners enthalten. Die Informationen über Inhalt und Hierarchie werden getrennt repliziert. Jeder Informationsspeicher enthält eine Kopie der Hierarchie, die eine Liste der anderen Informationsspeicher mit Replikaten des Inhalts jedes Ordners umfasst. Inhaltsreplikate sind nur auf den von Ihnen angegebenen Informationsspeichern vorhanden. Jeder Speicher für Öffentliche Ordner verwaltet eine Replikationsstatustabelle, um den Status der einzelnen Replikate im Speicher zu verfolgen. In der Replikationsstatustabelle sind die folgenden Informationen gespeichert: Grundlegende Informationen, die zum Erstellen von aktualisierten Replikaten erforderlich sind. Informationen über die letzte Aktualisierung der Replikate, die vom lokalen Informationsspeicher stammen, einschließlich der Änderungsnummer der Aktualisierung. Gruppen von Aktualisierungen, die auf alle anderen bekannten Replikate des Ordners angewendet wurden. Die Aktualisierungen in jeder Gruppe werden anhand von Änderungsnummern bestimmt. Der Satz der Änderungsnummern aller Aktualisierungen in einer Gruppe wird als CNSet bezeichnet. Bei der Replikation werden 59 Aktualisierungsinformationen von einem Informationsspeicher an den anderen übergeben. Die folgenden Tabellen enthalten ein vereinfachtes Beispiel für die Funktionsweise von Replikationsstatustabellen. In diesem Beispiel verfügen die Speicher für Öffentliche Ordner auf Server A und Server B über Replikate eines Ordners mit der Bezeichnung Projekte. Auf beiden Servern wird in der Replikationsstatustabelle nicht nur der Status des Replikats auf diesem Server verfolgt, sondern auch der Status des Replikats auf dem anderen Server. Mithilfe dieser Informationen kann Server A ermitteln, ob sein Replikat von Projekte mit dem Replikat von Projekte auf Server B synchronisiert wird. Server B kann dementsprechend genauso seinen Status in Bezug auf Server A überprüfen. Beispieldaten aus der Replikationsstatustabelle für Server A Replikat Daten Projekte auf Server A Letzte gesendete Aktualisierung: A-100 (lokales Replikat) Projekte auf Server B A-100 empfangen B-50 empfangen Beispieldaten aus der Replikationsstatustabelle für Server B Replikat Daten Projekte auf Server A A-100 empfangen B-50 empfangen Projekte auf Server B Letzte gesendete Aktualisierung: B-50 (lokales Replikat) Durch die gemeinsame Auswertung der Listen von Informationsspeichern mit Inhaltsreplikaten sowie der Informationen in den Replikationsstatustabellen kann jeder Informationsspeicher für Öffentliche Ordner bestimmen, wie aktuell seine Informationen im Vergleich zu den anderen Informationsspeichern sind, die die Öffentliche Ordner-Struktur unterstützen. Informationen zur Verwendung dieser Informationen durch Informationsspeicher für Öffentliche Ordner finden Sie unter Abgleichanforderungen und Abgleichnachrichten. Wenn ein Ordner oder dessen Inhalt geändert wurde, benachrichtigt der Informationsspeicher, auf dem sich das geänderte Replikat befindet, die anderen Informationsspeicher per E-Mail in Form einer Replikationsnachricht über diese Änderung. Exchange Server 2003 leitet die Replikationsnachricht auf die gleiche Weise weiter wie alle 60 anderen E-Mail-Nachrichten. Für die ordnungsgemäße Ausführung der Replikation müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Der Empfängeraktualisierungsdienst muss die Informationsspeicherobjekte im Active Directory-Verzeichnisdienst (mail, proxyAddresses usw.) mit E-Mail-Attributen versehen können. Normalerweise werden durch Exchange Server 2003 die Empfängerrichtlinien für den Empfängeraktualisierungsdienst zum Aktualisieren der Informationsspeicherobjekte automatisch erstellt. Exchange Server 2003 muss E-Mail-Nachrichten zwischen den Servern weiterleiten können, die Replikationsvorgänge ausführen. Replikationsnachrichten können über unterschiedliche Arten von E-Mail-Verbindungen (z. B. Routinggruppen-Connectors, X.400–Connectors) weitergeleitet werden. Hinweis: Bei der Replikation werden die Active Directory-Attribute des Informationsspeichers für Öffentliche Ordner und nicht der einzelnen Öffentlichen Ordner verwendet. Die Active Directory-Einträge für die einzelnen Öffentlichen Ordner werden nur zum Senden regulärer E-Mail-Nachrichten an die Ordner oder von den Ordnern verwendet. In der folgenden Abbildung wird ein Objekt eines Informationsspeichers für Öffentliche Ordner in Active Directory dargestellt. Informationsspeicher für Öffentliche Ordner-Objekte werden automatisch konfiguriert und verwaltet und befinden sich in Active Directory im Container Konfiguration. 61 Informationsspeicher für Öffentliche Ordner-Objekte in Active Directory Replikationsnachrichten unterscheiden sich von normalen E-Mail-Nachrichten darin, dass sie von Exchange Server 2003 wie Systemmeldungen behandelt werden. Dies bedeutet, dass Replikationsnachrichten nicht den normalen Beschränkungen unterliegen, die auf E-MailNachrichten von Benutzern angewendet werden, z. B. Größen- und Übermittlungsbeschränkungen. Im Exchange Server 5.5-Verzeichnis waren Replikationsnachrichten gleichzeitig Systemmeldungen. In der folgenden Tabelle sind die unterschiedlichen Arten von Replikationsnachrichten aufgeführt, die in Exchange Server 2003 verwendet werden. 62 Arten von Nachrichten zur Replikation von Öffentlichen Ordnern und ihre Verwendung Nachrichtentyp* Verwendung Hierarchie (0x2) Repliziert Änderungen der Hierarchie vom lokalen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner in alle anderen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, die dieselbe Hierarchie unterstützen. Obwohl Exchange Server 2003 Hierarchieänderungen unabhängig von Änderungen an Inhaltsreplikaten behandelt, wird die Hierarchie andernfalls wie ein weiterer Ordner verwaltet. In einigen Ereignismeldungen und anderen Vorgängen bezeichnet Exchange Server 2003 die Hierarchie als Ordner 1-1. Inhalt (0x4) Repliziert Inhaltsänderungen von einem Replikat in alle anderen Inhaltsreplikate des Ordners. Eine Inhaltsmeldung enthält nur Informationen, die für einen einzigen Ordner angewendet werden. Abgleichanfrage (0x8) Fordert fehlende Daten (in CNSets) von einer anderen Informationsspeicherhierarchie (sowohl Änderungsnummern für die Hierarchie als auch für den Inhalt) an. Abgleichantwort (0x80000002 oder 0x80000004) Sendet fehlende Daten (in CNSets) an einen Informationsspeicher, von dem fehlende Aktualisierungen angefordert wurden. Status (0x10) Sendet die aktuellen CNSets eines Ordners an eines oder mehrere Replikate dieses Ordners (sowohl Änderungsnummern für die Hierarchie als auch für den Inhalt). Statusanforderung (0x20) Fordert zu replizierende CNSets oder zurückzugebende Statusmeldungen an (sowohl Änderungsnummern für die Hierarchie als auch für den Inhalt). * Bei dem Wert in Klammern handelt es sich um die Hexadezimaldarstellung des Nachrichtentyps, die für Ereignisse und in Protokollen verwendet wird. Verwenden Sie beim Beheben von Replikationsproblemen den Hexadezimalwert. Weitere Informationen zur 63 Fehlersuche bei Replikationsproblemen finden Sie unter Fehlersuche und Beheben von Informationsspeicherproblemen in Exchange Server 2003. Grundzüge der Replikation von Hierarchie und Inhalt Wenn ein Benutzer einen Öffentlichen Ordner ändert, geschieht Folgendes auf dem Server, auf dem sich das Replikat des Ordners befindet, mit dem der Benutzer verbunden ist: 1. Der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner zeichnet die Änderung auf. 2. Beim nächsten geplanten Replikationszyklus (der durch das für den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner festgelegte Replikationsintervall bestimmt wird) überprüft der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner die Ordnereigenschaften, um festzustellen, auf welchen anderen Servern sich ein Replikat dieses Ordners befindet. Wenn andere Replikate vorhanden sind, bestimmt der Informationsspeicher, welche Informationen in diese repliziert werden müssen. Diese Informationen stellen die Aktualisierung der Replikate dar. Die Replikation Öffentlicher Ordner ist objektbasiert. Wenn eine Eigenschaft eines Objekts geändert wird, muss das gesamte Objekt repliziert werden. Der die Änderung replizierende Informationsspeicher kann nicht davon ausgehen, dass alle empfangenden Replikate die aktuellen Informationen enthalten, und muss daher das ganze Objekt senden. Für die unterschiedlichen Replikationsarten bedeutet dies Folgendes: Replikation der Hierarchie Wenn ein neuer Ordner erstellt oder eine Ordnereigenschaft (z. B. der Anzeigename) geändert wird, umfasst die Aktualisierung alle Eigenschaften des Ordners. Replikation des Inhalts Wenn eine neue Nachricht gesendet oder eine vorhandene Nachricht geändert wird, umfasst die Aktualisierung die gesamte Nachricht und ihre Eigenschaften. 3. Der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner weist der Aktualisierung eine Änderungsnummer zu. Wenn ein Ordner eine Aktualisierung auf einen anderen Server repliziert, enthält die Aktualisierung die Änderungsnummer. Der empfangende Server bestimmt dann anhand der Änderungsnummer, ob es sich bei der Aktualisierung um eine neue Änderung handelt, und er legt darüber hinaus fest, ob Daten in der Aktualisierung fehlen. Änderungsnummern sind mit den bei der Active Directory-Replikation verwendeten Update Sequence Numbers (USN – Aktualisierungssequenznummer) vergleichbar. Unter den meisten anderen Gesichtspunkten unterscheidet sich jedoch die Replikation Öffentlicher Ordner von der Active Directory-Replikation. 64 4. Der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner fasst Aktualisierungen in einer Replikationsnachricht zusammen. Die Änderungsnummern aller Aktualisierungen werden in der Nachricht als CNSet bezeichnet. Zusammen mit den Aktualisierungen fügt der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner Informationen aus den Einträgen der Replikationsstatustabelle der Ordner, einschließlich der zuvor auf die Replikate angewendeten CNSets, in die Replikationsnachricht ein. Dies bedeutet, dass die Replikationsnachricht den Status des sendenden Ordners enthält. Um den Nachrichtenverkehr zu verringern, fasst der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner mehrere Hierarchieaktualisierungen in einer Replikationsnachricht zusammen. Entsprechend kann eine Replikationsnachricht mehrere Inhaltsaktualisierungen für denselben Ordner enthalten. Jedoch können Hierarchieaktualisierungen nicht in dieselbe Replikationsnachricht wie Inhaltsaktualisierungen eingefügt werden, und jede Inhaltsreplikationsnachricht enthält Aktualisierungen für einen einzelnen Ordner. 5. Der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner adressiert die Replikationsnachricht an die Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, die die Replikate der aktualisierten Ordner enthalten. Der Speicher sendet die Nachricht zusammen mit sämtlichen anderen Nachrichten, die seit dem letzten Replikationszyklus zusammengefasst wurden. Die Übermittlung von Replikationsnachrichten durch den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner erfolgt mithilfe der internen Routingkomponenten von Exchange Server 2003. Der Informationsspeicher teilt Replikationsnachrichten nicht anhand von Topologiedetails auf. Wenn der Inhalt eines Ordners geändert wird und über fünf weitere Replikate verfügt, wird eine einzige Replikationsnachricht erzeugt und an alle fünf weiteren Informationsspeicher adressiert, in denen sich Replikate befinden. Wie die Nachricht weitergeleitet und übermittelt wird, hängt von den Routingkomponenten ab. Wenn ein Informationsspeicher für Öffentliche Ordner eine Replikationsnachricht empfängt, geschieht Folgendes: 1. Der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner liest die Aktualisierungen und Statusinformationen aus der Replikationsnachricht. 2. Der Informationsspeicher vergleicht die Änderungsnummern der neuen Aktualisierungen mit der Liste der vorhandenen Änderungsnummern und bestimmt die Aktualisierungen, die noch nicht empfangen wurden. 3. Der Informationsspeicher wendet die neuen Aktualisierungen auf die entsprechenden Ordnerreplikate an. 4. Für jedes aktualisierte Replikat aktualisiert der Informationsspeicher die Replikationsstatustabelle mit den Änderungsnummern der aktuellen Aktualisierungen und den Ordnerstatusinformationen der Replikationsnachricht. Wenn in den Informationen der Replikationsstatustabelle angegeben wird, dass andere CNSets auf andere Replikate des Ordners, jedoch nicht auf das Replikat dieses Ordners 65 angewendet wurden, zeichnet der Informationsspeicher auf, welche CNSets im Bereich des Abgleicharrays fehlen und bereitet das Senden einer Abgleichanfrage vor. (Weitere Informationen finden Sie unter Abgleichanforderungen und Abgleichnachrichten.) Vorsicht: Wenn Sie Änderungen an der Öffentlichen Ordner-Hierarchie vornehmen, von denen gleichzeitig mehrere Ordner betroffen sind, kann der Replikationsvorgang erheblich mehr Netzwerkbandbreite erfordern. Wenn z. B. Öffentliche Ordner von einem Server auf einen anderen verschoben werden sollen, müssen Sie auf dem neuen Server neue Replikate erstellen. Anschließend müssen zunächst die Hierarchieänderungen auf dem ursprünglichen Server repliziert werden, und Sie müssen warten, bis die Inhalte in die neuen Replikate repliziert werden. Nachdem die Replikate synchronisiert wurden, müssen Sie die Replikate vom alten Server entfernen. Auch bei diesem Vorgang entsteht Netzwerkverkehr, da die Tatsache, dass die Replikate entfernt wurden, als Hierarchieänderung repliziert werden muss. Erläuterungen zu den Auswirkungen solcher Änderungen auf das System finden Sie weiter unten unter „Statusanforderungen und Statusnachrichten“ und unter Abgleichanforderungen und Abgleichnachrichten. Statusanforderungen und Statusnachrichten Zusätzlich zu den Statusinformation in den einzelnen Replikationsnachrichten verwendet Exchange Server 2003 Statusanforderungen und Statusnachrichten, um zu bestimmen, ob Öffentliche Ordner Abgleichanfragen ausgeben sollen. Statusanforderungen werden von Informationsspeichern für Öffentliche Ordner unter den folgenden Voraussetzungen gesendet: Der Speicher wird über die Änderung der Liste der Informationsspeicher benachrichtigt, die Replikate eines Ordners enthalten. Sie haben beispielsweise mit dem ExchangeSystem-Manager der Liste einen Informationsspeicher hinzugefügt oder einen Informationsspeicher aus der Liste entfernt. Exchange Server 2003 repliziert diese Änderung mithilfe von Hierarchieaktualisierungsnachrichten. In diesem Fall sendet der Speicher eine Statusanforderung, die von sämtlichen Speichern, die ein Replikat des Ordners enthalten, eine Antwort anfordert. Ein neuer Informationsspeicher wurde das erste Mal gestartet. In diesem Fall fordert der Speicher den Status der Öffentlichen Ordner-Hierarchie an (die für Statuszwecke als spezieller Ordner mit der Bezeichnung „Ordner 1-1“ behandelt wird). Der Speicher sendet eine Statusanforderung, die von sämtlichen Speichern, die die Öffentliche OrdnerStruktur unterstützen, eine Antwort anfordert. Ein mithilfe des Microsoft Windows-Sicherungsprogramms wiederhergestellter Speicher wird zum ersten Mal nach Abschluss der Wiederherstellung gestartet. In diesem Fall fordert der Speicher den Status der Öffentlichen Ordner-Hierarchie und aller Ordner an, 66 für die sich im Speicher Inhaltsreplikate befinden. Diese Statusanforderung führt zwei oder drei Speicher als erforderliche Antwortsender auf. Erforderliche Antwortsender sind Speicher, die diese Hierarchie unterstützen, und entsprechend einem internen Auswahlverfahren von Ordnerinhalten abhängige Quellen. Ein Speicher wurde mit dem Registrierungsschlüssel Replication Flags neu gestartet. Weitere Informationen über diesen Registrierungsschlüssel finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 813629, „Update to Send Status Request Messages in Microsoft Exchange 2000 Server“. In diesem Fall fordert der Speicher den Status der Öffentlichen Ordner-Hierarchie und sämtlicher Inhaltsreplikate an, bei denen es sich um fehlende Aktualisierungen handelt. Diese Anforderung listet zwei oder drei Speicher als erforderliche Antwortsender auf. Ein Speicher wurde mit dem Registrierungsschlüssel Enable Replication Messages On Startup neu gestartet. Weitere Informationen über diesen Registrierungsschlüssel finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 321082, „How to Send Replication Status Request Messages in Exchange 2000 Server“. In diesem Fall fordert der Speicher den Status der Öffentlichen Ordner-Hierarchie und sämtlicher Inhaltsreplikate an. Diese Anforderung listet zwei oder drei Speicher als erforderliche Antwortsender auf. Ein Informationsspeicher sendet eine Statusmeldung an einen anderen Informationsspeicher, um den aktuellen Zustand eines bestimmten Ordners im sendenden Informationsspeicher anzugeben. Statusmeldungen werden von Informationsspeichern unter zwei Voraussetzungen gesendet: Als Antwort auf eine Statusanforderung durch einen anderen Informationsspeicher. Die Statusnachricht wird lediglich an den anfordernden Speicher gesendet, sofern die beiden folgenden Bedingungen zutreffen: Der Speicher, der die Statusanforderung empfangen hat, befindet sich in der Anforderungsliste der erforderlichen Antwortsender. Die Replikationsstatustabelle gibt an, dass der Speicher, der die Stausanforderung empfangen hat, über Aktualisierungen verfügt, die in dem Speicher fehlen, der die Anforderung gesendet hat. Es sind 24 Stunden nach dem Empfang der letzten Aktualisierung eines Ordners vergangen, und inzwischen sind keine Aktualisierungen erfolgt. Nach jedem Empfang der Aktualisierung eines bestimmten Ordners durch den Informationsspeicher wird der Zeitgeber auf 24 Stunden zurückgesetzt. Die Statusmeldung wird an die anderen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner übermittelt, die über Replikate des aktualisierten Ordners verfügen. Speicher folgen bei der Überprüfung, ob Statusnachrichten gesendet werden sollen, einem festgelegten Plan. In der Standardeinstellung wird diese Überprüfung um 00:15 und 12:15 UTC (Universal Time Coordinated/Greenwich Mean Time) durchgeführt. Daher kann eine Statusmeldung bis zu 36 Stunden nach der Aktualisierung eines Ordners gesendet werden. 67 Wenn ein Informationsspeicher für Öffentliche Ordner eine Statusmeldung über einen Ordner empfängt, die angibt, dass der sendende Informationsspeicher aktuellere Informationen über diesen Ordner besitzt, erstellt der empfangende Informationsspeicher eine Abgleichanfrage. Wenn die Änderungsnummern identisch (oder die Änderungsnummern auf dem empfangenden Server aktueller) sind, wird keine Aktion durchgeführt. Wenn z. B. ein neuer Informationsspeicher für Öffentliche Ordner zum ersten Mal gestartet wird, sendet dieser Statusanforderungsnachrichten an sämtliche Speicher, die die Öffentliche Ordner-Hierarchie unterstützen. Jeder Speicher antwortet mit Informationen über den Status der Hierarchie (wie vom Speicher nachverfolgt). Der neue Speicher legt anhand dieser Informationen fest, welche Replikate (gegebenenfalls) erforderlich sind. Der neue Speicher kann anschließend nach Bedarf Abgleichanfragen senden, um die Replikatinhalte zu ergänzen. Abgleichanforderungen und Abgleichnachrichten Ein Abgleich erfolgt, wenn ein Informationsspeicher für Öffentliche Ordner ermittelt, dass er nicht alle Aktualisierungen eines replizierten Ordners (oder der Hierarchie) empfangen hat und die fehlenden Aktualisierungen von einem anderen Informationsspeicher abrufen muss. Exchange Server 2003 speichert Informationen über fehlende Aktualisierungen im Abgleicharray, um den Abgleichprozess zu verkürzen. Die folgenden Ereignisse können einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner auf fehlende Aktualisierungen hinweisen, die abgeglichen werden müssen: Die Statusinformationen in einer eingehenden Replikationsnachricht geben an, dass das Replikat im Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, von dem die Nachricht gesendet wurde, Aktualisierungen enthält, die in dem Informationsspeicher fehlen, der die Nachricht erhält. Der Informationsspeicher, der die Nachricht erhält, identifiziert die fehlenden Änderungsnummern und speichert sie in seinem Abgleicharray. Ein neuer Informationsspeicher für Öffentliche Ordner wurde das erste Mal gestartet. Der neue Informationsspeicher sendet Statusanforderungen, um Informationen über die anderen Informationsspeicher in der Hierarchie zu erhalten. Nach dem Eintreffen der entsprechenden Statusnachrichten füllt der Informationsspeicher seine Replikationsstatustabelle und gegebenenfalls das Abgleicharray auf. Das Abgleicharray kann Einträge für die Hierarchie und für alle Inhaltsreplikate enthalten, die der Informationsspeicher bereitstellen soll. In einer eingehenden Hierarchienachricht wird angegeben, dass ein neues Inhaltsreplikat im Informationsspeicher für Öffentliche Ordner abgelegt werden soll. Der neue Informationsspeicher sendet Statusanforderungen, um Informationen über Inhalte zu 68 erhalten, die in anderen Informationsspeichern in der Hierarchie verfügbar sein könnten. Nach dem Eintreffen der entsprechenden Statusnachrichten füllt der Informationsspeicher seine Replikationsstatustabelle und (wenn erforderlich) das Abgleicharray. Das Abgleicharray speichert diese Informationen für einen bestimmten Zeitraum (der als Abgleichtimeout bezeichnet wird). Wenn die fehlenden Aktualisierungen in diesem Zeitraum in aufeinander folgenden Replikationsnachrichten eintreffen, werden sie aus dem Abgleicharray entfernt. In der folgenden Tabelle sind die Standardwerte für den Abgleichtimeout aufgeführt, die davon abhängen, wo die fehlenden Aktualisierungen zur Verfügung stehen und ob sie bereits einmal angefordert wurden. Standardtimeouts für Abgleichanforderungen Typ der Anforderung Inhalt steht in einem Inhalt steht in einem Informationsspeicher in der Informationsspeicher in einer lokalen Routinggruppe zur Remote-Routinggruppe zur Verfügung Verfügung Erster Abgleich 6 Stunden 12 Stunden Erste Abgleichwiederholung 12 Stunden 24 Stunden Nachfolgende Abgleichwiederholungen 24 Stunden 48 Stunden Wenn der Abgleichtimeout abläuft, die Aktualisierungen aber weiterhin fehlen, erstellt Exchange Server 2003 eine oder mehrere Abgleichanforderungen und bestimmt, welche Server für den Abgleich verwendet werden sollen. Zum Auswählen der Server, die als Quellen zum Abgleich verwendet werden sollen, erstellt Exchange Server 2003 zuerst eine Liste aller Server, die über Replikate des Ordners verfügen, und sortiert die Liste anschließend nach folgenden Kriterien: 1. Sortierung nach Serverstatus. Server, die nicht in Betrieb oder nicht verfügbar sind, werden in der Liste unten angezeigt. 2. Sortierung nach bevorzugtem Abgleichserver (falls vorhanden). Exchange Server 2003 prüft das Objekt für den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner in Active Directory für einen bevorzugten Abgleichserver. Diese Einstellung wird selten verwendet. In den meisten Fällen läuft der Abgleichprozess am effizientesten, wenn Exchange Server 2003 einen Abgleichserver automatisch auswählt. In den meisten Exchange Server 2003Umgebungen muss kein bevorzugter Abgleichserver definiert werden. Der Produktsupport von Microsoft kann Ihnen ein Skript zur Verfügung stellen, das einen bevorzugten Abgleichserver definiert, sofern das für Ihre Umgebung erforderlich ist. 3. Sortierung nach Übertragungskosten (aufsteigend). Server in derselben Routinggruppe besitzen Vorrang vor Servern in Remote-Routinggruppen. Die Übertragungskosten eines 69 Servers werden vom Exchange Server 2003-Routingmodul berechnet. Das Modul berechnet normalerweise den effizientesten Weg zur Übermittlung einer Nachricht. 4. Sortierung nach der Exchange-Version (absteigend). 5. Sortierung nach der Anzahl an erforderlichen Änderungen, die auf dem Server verfügbar sind (absteigend). Server, die keine der fehlenden Änderungen zur Verfügung stellen können, werden aus der Liste entfernt. Wenn auf einem Server nicht alle erforderlichen Änderungen verfügbar sind, sendet Exchange Server 2003 eine zusätzliche Abgleichanforderung an den nächsten Server in der Liste. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis alle Änderungen angefordert wurden. Antwortet der ausgewählte Server auf die Abgleichanforderung nicht, wird dieser Server vom Informationsspeicher als außer Betrieb eingestuft, und die Serverauswahl wird wiederholt. Server, die außer Betrieb oder nicht verfügbar sind, werden in der Liste unten angezeigt. Vorteile der Exchange Server 2003Abgleichfunktion Die Abgleichfunktion in Exchange Server 2003 ist effizienter als in früheren ExchangeVersionen. Die verbesserte Effizienz liegt darin begründet, dass bei den Auswahlkriterien für die Abgleichserver die Übertragungskosten stärker berücksichtigt werden und Abgleichanforderungen gleichzeitig an mehrere Server gesendet werden können. Die Verbesserungen beinhalten Folgendes: Übertragungskosten haben Priorität gegenüber der Exchange-Version. Betrachten Sie eine Exchange Server 5.5-Umgebung mit mehreren Standorten, die auf Exchange Server 2003 aktualisiert werden muss. Jeder Standort verfügt über mehrere Server, die alle Öffentliche Ordner replizieren. Fügen Sie an jedem Standort einen Server hinzu, der Exchange Server 2003 ausführt. An jedem Standort führt der Exchange Server 2003-Server einen Abgleich seiner Öffentlichen Ordner mit den lokalen Exchange Server 5.5-Servern durch, anstatt nach einem aktuelleren Server an einem der Remotestandorte zu suchen. Übertragungskosten haben Priorität gegenüber der Anzahl an verfügbaren Aktualisierungen. Wenn zum Beispiel auf einem Server mit geringeren Übertragungskosten ein Teil der Aktualisierungen verfügbar ist, wird dieser Server für den Abgleich ausgewählt, auch wenn die restlichen Aktualisierungen von anderen Servern mit höheren Übertragungskosten abgerufen werden müssen. In früheren Versionen von Exchange wurde ein Server, auf dem alle erforderlichen Aktualisierungen vorhanden waren, einem Server mit nur einem Teil der Aktualisierungen vorgezogen, ohne die Übertragungskosten zu berücksichtigen. 70 Eine weitere Verbesserung der Exchange Server 2003-Abgleichfunktion besteht in der Möglichkeit, nach Ablauf des ursprünglichen Zeitlimits von 6 Stunden (oder 12 Stunden für das Senden von Anfragen an Server an Remotestandorten) Abgleichanfragen gleichzeitig an verschiedene Server senden zu können. Dieses Verfahren ist wesentlich schneller als das früherer Exchange-Versionen, die Abgleichanforderungen nur an einen Server zur selben Zeit senden, auch wenn die fehlenden Aktualisierungen für einen bestimmten Ordner nicht alle auf einem einzigen Server verfügbar sind. Ältere Versionen von Exchange warten nach jeder Anforderung erst den Ablauf des Zeitlimits für eine Wiederholung ab (24 bis 48 Stunden), bevor eine weitere Anforderung gesendet wird. Weitere Informationen über Abgleichtimeouts finden Sie oben in der Tabelle mit den Standardtimeouts für Abgleichanforderungen. Beispiel für Replikationszyklen In der folgenden Abbildung ist die Abfolge der Ereignisse, die beim Hinzufügen eines Inhaltsreplikats zu einem Informationsspeicher für Öffentliche Ordner ausgelöst werden, in einem vereinfachten Szenario mit zwei Servern dargestellt. Dieser Vorgang fügt der Replikatliste des Ordners den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner hinzu. Beachten Sie, dass die Abfolge der Schritte von Faktoren wie den Replikationsintervallen und der Routingtopologie abhängt. 71 Abfolge der Ereignisse beim Hinzufügen eines Replikats zu einem Informationsspeicher für Öffentliche Ordner Der Vorgang umfasst folgende Schritte: 1. Ein Administrator von ExServ01 fügt der Replikatliste eines Ordners ExServ01 hinzu. 2. ExServ01 sendet eine Hierarchienachricht. 3. ExServer02 fügt ExServ01 zur lokalen Kopie der Replikatliste des Ordners hinzu. 4. ExServ01 sendet eine Statusanforderung an ExServ02. 5. ExServ02 sendet eine Statusmeldung an ExServ01, die das vollständige CNSet des Ordners enthält. 6. ExServ01 stellt fest, dass der gesamte Ordnerinhalt fehlt und zeichnet die entsprechenden Einträge im Abgleicharray auf. 72 7. Wenn der Inhalt nach Ablauf des Abgleichtimeouts noch fehlt, erstellt ExServ01 eine Abgleichanforderung und sendet sie an ExServ02. 8. ExServ02 stellt die Inhaltsnachrichten zusammen und sendet sie an ExServ01. 9. ExServ01 aktualisiert den Ordnerinhalt und die zugehörigen Verfolgungsinformationen mit den eingehenden Inhaltsnachrichten. 10. Wenn weiterhin Änderungsnummern fehlen, wartet ExServ01 24 Stunden und sendet dann eine aktualisierte Abgleichanforderung. Wenn ein anderer Server als ExServ02 verfügbar ist, sendet ExServ01 die Anforderung möglicherweise an diesen Server. In der folgenden Abbildung ist die Abfolge der Ereignisse, die beim Entfernen eines Replikats aus einem Informationsspeicher für Öffentliche Ordner ausgelöst werden, in einem vereinfachten Szenario mit zwei Servern dargestellt. (Dieser Vorgang entfernt den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner aus der Replikatliste des Ordners.) Beachten Sie, dass die Abfolge der Schritte von Faktoren wie der Anzahl von Servern in der Topologie abhängt. 73 Abfolge der Ereignisse beim Entfernen eines Replikats aus einem Informationsspeicher für Öffentliche Ordner Der Vorgang umfasst folgende Schritte: 1. Ein Administrator von ExServ01 entfernt ExServ01 aus der Replikatliste eines Ordners. 2. ExServ01 kennzeichnet sein Replikat (die Kopie des Ordners auf ExServ01) als Löschvorgang in Bearbeitung. Clients können nicht mehr mit diesem Informationsspeicher auf den Ordner zugreifen. 3. ExServ01 sendet eine Hierarchienachricht. 4. ExServ02 aktualisiert seine Kopie der Replikatliste des Ordners, um anzuzeigen, dass der Ordner auf ExServ01 im Zustand „Löschvorgang in Bearbeitung“ ist. ExServ02 leitet Clients, die nach diesem Ordner suchen, nicht mehr an ExServ01 weiter. 5. ExServ01 sendet eine Statusanforderung an ExServ02. 74 6. ExServ02 sendet eine Statusmeldung an ExServ01. Wenn das Replikat auf ExServ02 nicht aktuell ist, schreibt ExServ02 die entsprechenden Einträge in das Abgleicharray. Nach fünf Minuten sendet ExServ02 die entsprechende Abgleichanforderung an ExServ01. 7. ExServ01 überprüft, ob das Ordnerreplikat auf ExServ02 alle Informationen des mit „Löschvorgang in Bearbeitung“ gekennzeichneten Replikats enthält. Wenn dies nicht der Fall ist, sendet ExServ01 die entsprechenden Aktualisierungen des Inhalts und führt den Vorgang ab Schritt 5 erneut aus. Andernfalls setzt ExServ01 den Vorgang mit Schritt 8 fort. Diese Vorgehensweise stellt sicher, dass durch das Löschen eines einzelnen Replikats kein Inhalt verloren geht, solange andere Replikate vorhanden sind. 8. ExServ01 kennzeichnet sein Replikat mit „Jetzt löschen“. Beim nächsten Wartungszyklus wird das Replikat von ExServ01 gelöscht. 9. ExServ01 sendet eine Hierarchienachricht. 10. ExServer02 entfernt ExServ01 aus seiner lokalen Kopie der Replikatliste des Ordners. Konfigurieren des Standardreplikationszeitplans Wenn die Mehrzahl der Ordner in einem bestimmten Informationsspeicher für Öffentliche Ordner Informationen enthält, die sich selten ändern, können Sie für alle Ordner in diesem Informationsspeicher ein längeres Replikationsintervall festlegen. Wenn ein Ordner jedoch wichtige oder dringliche Informationen enthält, die häufiger aktualisiert werden, können Sie für diesen Ordner kürzere Replikationsintervalle einrichten, um sicherzustellen, dass alle Replikate aktuell bleiben. Sie können die Replikation auch außerhalb der Spitzenzeiten planen, um den Nachrichtenverkehr zu verringern. Ausführliche Anweisungen zum Konfigurieren des Standardreplikationszeitplans finden Sie unter Einrichten eines Standardreplikationszeitplans für einen Ordner oder einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner. 75 Einrichten eines Standardreplikationszeitplans für einen Ordner oder einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner Gehen Sie zum Einrichten des Standardreplikationszeitplans für den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner und zum Überschreiben des Standardreplikationszeitplans für bestimmte Ordner wie folgt vor. Verfahren Einrichten eines Standardreplikationszeitplans für einen Ordner oder einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner Replikationsintervall Wählen Sie ein Replikationsintervall aus, oder klicken Sie auf Anpassen, um das Dialogfeld Zeitplan anzuzeigen, in dem Sie das gewünschte Replikationsintervall definieren können. Reguläres Replikationsintervall (Minuten) Verwenden Sie diese Einstellung, wenn Sie für Replikationsintervall die Einstellung Immer ausführen verwenden. Mit diesem Intervall wird die Anzahl der Minuten zwischen den Replikationszyklen angegeben. Maximale Größe der Replikationsnachrichten (KB) Geben Sie einen Grenzwert für die Größe der Nachrichten an, die zum Übergeben von Replikationsinformationen zwischen Servern verwendet werden. Sie können diesen Replikationszeitplan für einen bestimmten Ordner außer Kraft setzen, indem Sie auf der Registerkarte Replikation mithilfe der Liste Replikationsintervall für Öffentliche Ordner ein Replikationsintervall von 2 oder 4 Stunden einrichten, oder indem Sie auf Anpassen klicken und einen neuen Zeitplan erstellen. 76 Registerkarte „Replikation“ für einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner Konfigurieren von Replikaten Vor dem Konfigurieren von Replikationseinstellungen müssen Sie zunächst auf den Zielservern für die Replikation Informationsspeicher für Öffentliche Ordner erstellen. Ordnen Sie diese Informationsspeicher der Öffentlichen Ordner–Struktur zu, die den zu replizierenden Ordner enthält. Nachdem Sie mehrere Informationsspeicher für Öffentliche Ordner für eine Öffentliche Ordner–Struktur erstellt haben, müssen Sie die in die Informationsspeicher zu replizierenden Ordner festlegen. Ordner werden nicht automatisch repliziert. Ausführliche Anweisungen zur Konfiguration von Replikaten für Öffentliche Ordner finden Sie unter Konfigurieren von Replikaten Öffentlicher Ordner. 77 Festlegen eines ordnerspezifischen Replikationszeitplans Ordner in einem bestimmten Informationsspeicher für Öffentliche Ordner werden standardmäßig entsprechend dem Zeitplan des Informationsspeichers repliziert. Wenn einige Ordner häufiger oder seltener als andere Ordner repliziert werden sollen, können Sie für diese Ordner einen speziellen Replikationszeitplan festlegen. Ausführliche Anweisungen zum Überschreiben dieses Zeitplans für einen bestimmten Ordnern finden Sie unter Einrichten eines Standardreplikationszeitplans für einen Ordner oder einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner. Festlegen der Priorität von Replikationsnachrichten Mit der Einstellung Priorität für Replikationsnachrichten auf der Registerkarte Replikation wird die Reihenfolge festgelegt, in der die Replikationsnachrichten in einem bestimmten Ordner an den Zielspeicher übermittelt werden (im Verhältnis zu den Replikationsnachrichten, die aus anderen Quellen in den Zielspeicher übermittelt werden). Erläuterungen zu den verfügbaren Einstellungen finden Sie in der folgenden Tabelle. Prioritäten für Replikationsnachrichten Option Beschreibung Nicht dringend Nachrichten mit dieser Priorität werden zuletzt übermittelt. Normal Nachrichten mit dieser Priorität werden vor nicht dringenden Nachrichten gesendet. Alle dringenden Nachrichten werden jedoch zuerst übermittelt. Dringend Nachrichten mit dieser Priorität werden vor Nachrichten mit einer normalen oder nicht dringenden Priorität gesendet. 78 Konfigurieren von Replikaten Öffentlicher Ordner Bevor Exchange Server 2003 den Inhalt Ihrer Ordner auf andere Server für Öffentliche Ordner replizieren kann, müssen Sie die Informationsspeicher für Öffentliche Ordner auf diesen Servern identifizieren, die die Replikate enthalten sollen. Führen Sie zum Hinzufügen oder Entfernen von Inhaltsreplikaten zu Informationsspeichern für Öffentliche Ordner das folgende Verfahren durch. Bevor Sie beginnen Vor dem Konfigurieren von Replikationseinstellungen müssen Sie zunächst auf den Zielservern für die Replikation Informationsspeicher für Öffentliche Ordner erstellen. Ordnen Sie diese Informationsspeicher der Öffentlichen Ordner-Struktur zu, die den zu replizierenden Ordner enthält. Verfahren Konfigurieren von Replikaten Öffentlicher Ordner 1. Verwenden Sie die Registerkarte Replikation eines Öffentlichen Ordners (siehe Abbildung), um festzulegen, welche Informationsspeicher über Replikate des Ordners verfügen und wie häufig die Replikation durchgeführt wird. 2. Geben Sie auf der Registerkarte Replikation im Abschnitt Inhalte in diese Öffentlichen Informationsspeicher replizieren mit den Schaltflächen Hinzufügen oder Entfernen die Informationsspeicher für Öffentliche Ordner an, die über Inhaltsreplikate für diesen Ordner verfügen sollen. Die von Ihnen angegebene Gruppe von Informationsspeichern für Öffentliche Ordner ist die Replikatliste des Ordners. 79 Registerkarte „Replikation“ für einen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner Überprüfen des Replikationsstatus Sie sollten zur Überwachung der Leistung regelmäßig den Replikationsstatus überprüfen. Hierbei können Sie aktualisierte Informationen anzeigen, z. B. eine Liste der Server mit Inhaltsreplikaten des jeweiligen Öffentlichen Ordners, dem Replikationsstatus jedes Servers, dem Zeitpunkt der letzten Übertragung einer Replikationsnachricht und der durchschnittlichen Übertragungsdauer. Ausführliche Anweisungen zum Überprüfen des Replikationsstatus finden Sie unter Überprüfen des Replikationsstatus von Öffentlichen Ordnern. In der folgenden Tabelle werden mehrere zusätzliche Timeouts und Einstellungen aufgeführt, mit denen die Replikation von Öffentlichen Ordnern gesteuert wird. In der Tabelle finden Sie Vermerke über Werte, die geändert werden können. Andere Werte dienen ausschließlich Referenzzwecken. Mithilfe dieser Angaben können Sie Problembehandlungen bei 80 Replikationsproblemen durchführen, insbesondere wenn die Replikation ungewöhnlich viel Zeit in Anspruch nimmt. Standardtimeouts und -intervalle bei der Replikation in Exchange Server 2003 Replikationsereignis Standardtimeout Beschreibung Replication Expiry 24 Stunden Die Häufigkeit, mit der im Informationsspeicher für Öffentliche Ordner nach Ordnern mit abgelaufenen Informationen gesucht wird. Replication Send Always 15 Minuten Mit dem Standardwert Replicate Always wird angegeben, wie oft im Informationsspeicher geprüft wird, ob Inhalt repliziert werden muss. Der Wert kann im Exchange-SystemManager geändert werden. Replication Send Folder Tree 5 Minuten Die Häufigkeit, mit der im Informationsspeicher überprüft wird, ob eine Hierarchiereplikationsnachric ht gesendet werden sollte. Replication Send Status Timeout 24 Stunden Die Häufigkeit, in der im Informationsspeicher überprüft wird, ob eine Statusmeldung für einen Ordner gesendet werden sollte. Replication Timeout 5 Minuten Die Häufigkeit, mit der im Informationsspeicher geprüft wird, ob Abgleichtimeouts abgelaufen sind. 81 Replikationsereignis Standardtimeout Beschreibung Replication New Replica Backfill Request Delay 15 Minuten Die Verzögerungsdauer des Informationsspeichers vor dem Senden einer Abgleichanfrage für ein neues Ordnerreplikat, wenn die Daten in der gleichen Exchange-Routinggruppe verfügbar sind. Replication Short Backfill Request Delay 6 Stunden Die Verzögerungsdauer eines Informationsspeichers vor dem Senden einer Abgleichanfrage, wenn die Daten im gleichen ExchangeRoutinggruppe verfügbar sind. Replication Long Backfill Request Delay 12 Stunden Die Verzögerungsdauer eines Informationsspeichers vor dem Senden einer Abgleichanfrage, wenn die Daten nicht in der gleichen Exchange-Routinggruppe verfügbar sind. Replication Short Backfill Request Timeout 12 Stunden Der beim Senden einer Abgleichanfrage verwendete Timeoutwert, wenn die Daten in der gleichen ExchangeRoutinggruppe verfügbar sind. Replication Long Backfill Request Timeout 24 Stunden Der beim Senden einer Abgleichanfrage verwendete Timeoutwert, wenn die Daten nicht in der gleichen Exchange-Routinggruppe verfügbar sind. 82 Replikationsereignis Standardtimeout Beschreibung Replication Short Backfill Request Timeout Retry 24 Stunden Der beim Senden einer Abgleichanfrage verwendete Timeoutwert, wenn die Daten in der gleichen ExchangeRoutinggruppe verfügbar sind und es sich bei der Anfrage um eine Wiederholung einer früheren Abgleichanfrage handelt. Replication Long Backfill Request Timeout Retry 48 Stunden Der beim Senden einer Abgleichanfrage verwendete Timeoutwert, wenn die Daten nicht in der gleichen Exchange-Routinggruppe verfügbar sind und es sich bei der Anfrage um eine Wiederholung einer früheren Abgleichanfrage handelt. Überprüfen des Replikationsstatus von Öffentlichen Ordnern Führen Sie zum Anzeigen der aktiv aktualisierten Informationen zum Replikationsstatus eines bestimmten Öffentlichen Ordners das folgende Verfahren durch. Verfahren So überprüfen Sie den Replikationsstatus eines Öffentlichen Ordners Aktiv aktualisierte Informationen über den Replikationsstatus eines bestimmten Öffentlichen Ordners erhalten Sie über die Registerkarte Replikation im rechten Fensterausschnitt des Exchange-System-Managers. Siehe die folgende Abbildung. Auf der Registerkarte Replikation werden die Server mit Inhaltsreplikaten des jeweiligen Öffentlichen Ordners, der Replikationsstatus jedes Servers, der Zeitpunkt der letzten Übertragung einer Replikationsnachricht und die durchschnittliche Übertragungsdauer aufgeführt. Diese Informationen werden auch durch Klicken auf Details auf der Registerkarte 83 Replikation im Dialogfeld Eigenschaften des Ordners angezeigt. Registerkarte „Replikation“ eines Öffentlichen Ordners Manuelles Replizieren von Daten Wenn Änderungen Öffentlicher Ordner vor Ablauf des normalen Replikationsintervalls repliziert werden sollen, können Sie die Replikation manuell ausführen. Wichtig: Die manuelle Replikation wirkt sich nur auf Änderungen aus, die zuvor mindestens einmal repliziert wurden. Änderungen nach dem Senden der letzten Replikationsnachricht sind davon nicht betroffen. Ausführliche Anweisungen zum manuellen Replizieren von Daten finden Sie unter Manuelles Replizieren von Daten Öffentlicher Ordner. 84 Manuelles Replizieren von Daten Öffentlicher Ordner Wenn Änderungen Öffentlicher Ordner vor Ablauf des normalen Replikationsintervalls repliziert werden sollen, können Sie die Replikation manuell ausführen. Bevor Sie beginnen Die manuelle Replikation wirkt sich nur auf Änderungen aus, die zuvor mindestens einmal repliziert wurden. Änderungen nach dem Senden der letzten Replikationsnachricht sind davon nicht betroffen. Verfahren Manuelles Replizieren von Daten Öffentlicher Ordner Verwenden Sie die folgenden Befehle: Hierarchie senden Dieser Befehl ist im Exchange-System-Manager im Menü Vorgang für Öffentliche Ordner-Strukturen, für einzelne Öffentliche Ordner mit Unterordnern oder für Informationsspeicher für Öffentliche Ordner verfügbar. Mit diesem Befehl werden Hierarchieänderungen (einschließlich Änderungen in der Struktur oder an Ordnereigenschaften) repliziert. Inhalt senden Dieser Befehl ist im Exchange-System-Manager im Menü Vorgang für einzelne Öffentliche Ordner verfügbar. Beim Verwenden dieser Befehle werden Sie in Exchange Server 2003 aufgefordert, mindestens einen Quell- und Zielserver auszuwählen und den Bereich der zu replizierenden Änderungen anzugeben. Der Bereich der zu replizierenden Änderungen beginnt bei der angegebenen Anzahl zurückliegender Tage und endet beim letzten Replikationszyklus. Sie können beispielsweise alle Änderungen der letzten zwei Tage mit Ausnahme der Änderungen replizieren, die seit dem letzten Replikationszyklus vorgenommen wurden. 85 Spezielle Aspekte bei Topologien im gemischten Modus In diesem Thema werden Verbindungsvereinbarungen ausschließlich im Zusammenhang mit Öffentlichen Ordnern vorgestellt. Eine ausführliche Erläuterung zu Topologien im gemischten Modus (Topologien mit Exchange Server 2003- und Exchange Server 5.5-Servern), einschließlich Anweisungen zum Einrichten von ADC (Active Directory Connector) sowie zum Verwenden von Verbindungsvereinbarungen, finden Sie unter „Migrieren von Exchange Server 5.5“ und „Aktualisieren von gemischten Exchange 2000- und Exchange 5.5Organisationen“ unter Exchange Server 2003 Deployment Guide. Mit den durch Active Directory Connector verwalteten Verbindungsvereinbarungen werden Informationen zu Benutzern und Gruppen, Informationen zu Öffentlichen Ordnern sowie andere Konfigurationsinformationen zwischen dem Exchange Server 5.5-Verzeichnis und Active Directory synchronisiert. Mithilfe dieser Informationen werden Replikationsnachrichten zwischen Exchange Server 2003-Servern und Exchange Server 5.5-Servern genauso übertragen wie zwischen Exchange Server 2003-Servern. Hinweis: Exchange 5.5-Server können als Host für Replikate von Ordnern aus der Struktur Öffentliche Ordner eingesetzt werden. Dagegen können sie nicht als Host für Replikate von Ordnern allgemeiner Öffentlicher Ordner-Strukturen dienen. Verbindungsvereinbarungen und Replikation von Öffentlichen Ordnern Alle drei Verbindungsvereinbarungstypen – Konfigurationsverbindungsvereinbarungen, Benutzerverbindungsvereinbarungen und Öffentliche Ordner-Verbindungsvereinbarungen – sind für die Replikation von Öffentlichen Ordnern von großer Bedeutung. Wichtig: In Exchange Server 5.5 werden allgemeine Öffentliche Ordner-Strukturen nicht unterstützt. Exchange Server 5.5-Server können jedoch so konfiguriert werden, dass sie beim Routing der Replikationsnachrichten von allgemeinen Strukturen beteiligt sind. Dazu müssen im Exchange Server 5.5-Verzeichnis im Container Exchange 2003-Konfigurationsobjekte Einträge für die allgemeinen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner hinzugefügt werden. Konfigurationsverbindungsvereinbarungen Konfigurationsverbindungsvereinbarungen (Config CAs) replizieren Konfigurationsobjekte für Standorte und administrative Gruppen zwischen Exchange Server 5.5 und Active Directory. 86 Config CAs werden beim Exchange-Setup automatisch erstellt. In den folgenden Tabellen werden wichtige mit den Config CAs verarbeitete Attribute aufgeführt. Diese Attribute werden bei der Replikation der Struktur Öffentliche Ordner zwischen Exchange Server 5.5- und Exchange Server 2003-Servern verwendet. Attribute, die mit ADC vom Objekt „Site-MDB-Config“ in Exchange Server 5.5 in das Objekt „Administrative Gruppe“ in Active Directory repliziert werden Exchange Server 5.5 Active Directory Beschreibung Site-Folder-Guid siteFolderGUID Identifikation der Standortordner für den Standort. Site-Folder-Server siteFolderServer Name des Servers, der als Host für die Standortordner dient (i. d. R. der erste Server im Standort oder in der administrativen Gruppe). 87 Exchange Server 5.5 Active Directory Beschreibung Folders-Container msExchPfCreation Verzeichnis der zu erstellenden Verzeichniseinträge des Öffentlichen Ordners in Exchange Server 5.5. Wenn dieses Attribut nicht vorhanden ist, wird der Container Empfänger verwendet. In Exchange Server 2003 wird dieses Attribut beim Start im Informationsspeicher gelesen, um zu bestimmen, welches Attribut LegacyExchangeDN beim Erstellen eines Ordners in Exchange Server 2003 im Informationsspeicher verwendet wird. Durch die Verwendung dieses Attributs wird der neue Ordner mit der Verbindungsvereinbarung für Öffentliche Ordner zurück auf den entsprechenden Container in Exchange Server 5.5 repliziert. Attribute, die mit ADC vom Objekt „Microsoft Public MDB“ in Exchange Server 5.5 in das Objekt „Informationsspeicher für Öffentliche Ordner“ in Active Directory repliziert werden Exchange Server 5.5 Active Directory Beschreibung Obj-Dist-Name LegacyExchangeDN Protokolliert den mit dem Informationsspeicher für Öffentliche Ordner kompatiblen Namen in Exchange Server 5.5. 88 Exchange Server 5.5 Active Directory Beschreibung Email Addresses proxyAddresses Identifiziert die E-MailAdressen des Informationsspeichers für Öffentliche Ordner. Home-MTA HomeMTA Repliziert den Wert HomeMTA in Exchange Server 5.5, sodass Exchange Server 5.5 Replikationsnachrichten an Exchange Server 2003 weiterleiten kann. Mit Exchange Server 5.5-Servern können Replikationsnachrichten für allgemeine Öffentliche Ordner-Strukturen weitergeleitet werden. In der folgenden Tabelle sind die für diese Funktion verfügbaren Attribute aufgeführt. Diese Attribute werden aus Active Directory auf den Container Exchange Server 2003-Konfigurationsobjekte im Exchange Server 5.5Verzeichnis repliziert. Attribute, die aus Active Directory auf den Container „Exchange Server 2003– Konfigurationsobjekte“ in Exchange Server 5.5 repliziert werden Active Directory Exchange Server 5.5 Beschreibung LegacyExchangeDN Modified Obj-Dist-Name Das Attribut LegacyExchangeDN wird dem Attribut Obj-Dist-Name nicht direkt zugeordnet. (Andernfalls befindet sich das allgemeine Informationsspeicherobjekt für Öffentliche Ordner im gleichen Container wie Informationsspeicherobjekte für Öffentliche Ordner in der Struktur Öffentliche Ordner.) Das Objekt wird jedoch im Container Exchange 2003Konfigurationsobjekte abgelegt. LegacyExchangeDN X.500 Pilgrim Address Wird auf eine zusätzliche X.500- oder Pilgrim-Adresse repliziert. 89 Active Directory Exchange Server 5.5 Beschreibung HomeMTA Home-MTA Repliziert einen Wert HomeMTA in Exchange Server 5.5, sodass Exchange Server 5.5 Replikationsnachrichten an Exchange Server 2003 weiterleiten kann. proxyAddresses Email Addresses Repliziert die E-MailAdressen des Informationsspeichers auf das Informationsspeicherobjekt in Exchange Server 5.5. Wichtig: Wenn Sie zum Replizieren von Informationen für eine allgemeine Öffentliche Ordner– Struktur einen Exchange Server 5.5-IMC (Internet Mail Connector) verwenden müssen, muss eine zusätzliche X.500-Proxyadresse für das allgemeine Informationsspeicherobjekt im Exchange Server 5.5-Verzeichnis konfiguriert werden. Verwenden Sie das Exchange Server 5.5-Attribut Obj-Dist-Name für die neue Proxyadresse. Benutzerverbindungsvereinbarungen Mit der Benutzerverbindungsvereinbarung werden Postfächer, benutzerdefinierte Empfänger und Verteilerlisten von Exchange Server 5.5 auf Benutzer, Kontakte und Gruppen von Active Directory repliziert. Da diese Objekte in ACLs (Access Control Lists) für Öffentliche Ordner verwendet werden, müssen diese Informationen unbedingt ordnungsgemäß repliziert werden. Öffentliche Ordner-Verbindungsvereinbarungen Mit der Öffentlichen Ordner-Verbindungsvereinbarung werden die Verzeichnisobjekte für Öffentliche Ordner zwischen Exchange Server 5.5 und Active Directory repliziert. In Exchange Server 5.5 verfügen alle Öffentlichen Ordner über Verzeichnisobjekte. In Exchange Server 2003 verfügen nur E-Mail-aktivierte Öffentliche Ordner über Verzeichnisobjekte. Im gemischten Modus sind Ordner in der Struktur Öffentliche Ordner in der Standardeinstellung automatisch E-Mail-aktiviert. 90 Durch die Einrichtung von Öffentlichen Ordner-Verbindungsvereinbarungen können folgende Probleme vermieden werden: Die in Exchange Server 2003 erstellten Ordner können nicht in Exchange Server 5.5 verwaltet werden, wenn sie keinen Verzeichniseintrag im Exchange Server 5.5Verzeichnis haben. Im Exchange Server 5.5-Verwaltungsprogramm müssen für alle Öffentlichen Ordner Verzeichnisobjekte vorliegen. In Exchange Server 5.5 erstellte Ordner ohne Active Directory-Objekt verursachen beim Verwalten mit Exchange-System-Manager Fehler. In den Eigenschaften des Ordners ist angegeben, dass er E-Mail-aktiviert ist, sodass im Exchange-System-Manager nach dem Verzeichnisobjekt für diesen Ordner gesucht wird. Die Fehlermeldung kann gelöscht und der Ordner dennoch verwaltet werden. Der Fehler tritt jedoch bei jeder Verwendung des Ordners erneut auf. Außerdem kann ein Administrator erneut versuchen, eine E-MailAktivierung für den Ordner einzurichten. Er erstellt dazu ein anderes Objekt für den Ordner in Active Directory. Wenn in diesem Fall eine Öffentliche OrdnerVerbindungsvereinbarung eingerichtet wird, liegen für den gleichen Ordner zwei Verzeichnisobjekte vor. Die an den Ordner gesendeten E-Mail-Nachrichten werden als nicht übermittelbar zurückgesendet. Wenn Ordnerobjekte nicht ordnungsgemäß repliziert werden, kann ein Administrator beim Ausführen der DS/IS-Konsistenzanpassung in Exchange Server 5.5 Ordnerobjekte im Exchange 5.5-Verzeichnis erstellen, die den Ordnerobjekten in Active Directory nicht entsprechen. Wenn in diesem Fall eine Öffentliche Ordner-Verbindungsvereinbarung eingerichtet wird, liegen für den gleichen Ordner zwei Verzeichnisobjekte vor. Die an den Ordner gesendeten E-Mail-Nachrichten werden als nicht übermittelbar zurückgesendet. Möglicherweise ist es zu einem späteren Zeitpunkt notwendig, einen Ordner per E–Mail zu versenden. Wenn zu diesem Zeitpunkt alle Exchange Server 5.5–Server bereits entfernt wurden, können die Verzeichnisobjekte nicht mehr repliziert werden, und die Ordner müssen manuell aktualisiert werden (oder es muss erneut eine E-Mail-Aktivierung mithilfe eines Skripts eingerichtet werden). Ausführliche Informationen zur Vorgehensweise beim Replizieren von Objekten für Öffentliche Ordner zwischen Active Directory und dem Exchange Server 5.5Verzeichnis Zwischen Exchange Server 5.5 und Zwischen Active Directory und Exchange Active Directory Server 5.5 Suchen Sie im Exchange Server 5.5Verzeichnis beginnend auf der Standortebene nach Öffentlichen OrdnerObjekten. Dies bedeutet, dass alle Container und nicht nur der Container Empfänger nach Öffentlichen Ordner-Objekten durchsucht werden. Suchen Sie in Active Directory im Container Microsoft Exchange-Systemobjekte nach Öffentlichen Ordner-Objekten. Dabei handelt es sich um den einzigen Active DirectoryContainer mit Öffentlichen Ordner-Objekten. 91 Zwischen Exchange Server 5.5 und Zwischen Active Directory und Exchange Active Directory Server 5.5 Öffentliche Ordner-Objekte werden auf den Container Microsoft ExchangeSystemobjekte in Active Directory repliziert. Öffentliche Ordner-Objekte werden auf den Container im Exchange Server 5.5Verzeichnis repliziert, der mit dem Wert LegacyExchangeDN angegeben wird (und beim Erstellen des Ordners basierend auf dem Wert für msExchPfCreation im Informationsspeicher festgelegt wird). Wenn kein anderer Container angegeben ist, wird das Objekt im Container Empfänger abgelegt. Die Attribute Home-MTA und Home-MDB werden nicht repliziert, da sie in Exchange Server 2003 keine Bedeutung haben. Die Attribute HomeMDB und targetAddress werden nicht repliziert, da sie in Exchange Server 5.5 keine Bedeutung haben. Vermeiden von häufig auftretenden Problemen im gemischten Modus Zahlreiche häufig auftretende Fehler bei der Replikation von Öffentlichen Ordnern im gemischten Modus sind auf zwei Probleme zurückzuführen: An der Stelle, an der eine ACL in einem Öffentlichen Ordner in Exchange Server 5.5 eine Verteilerliste enthält, muss in der ACL in einem Replikat des Ordners in Exchange Server 2003 eine Active Directory–Sicherheitsgruppe vorliegen. Die Exchange Server 5.5-Verteilerliste wird bei einer korrekt konfigurierten Topologie automatisch in eine Active Directory-Verteilergruppe und anschließend in eine Active DirectorySicherheitsgruppe konvertiert. Weitere Informationen finden Sie unter „Gruppentypen in Zugriffssteuerungslisten“ weiter unten in diesem Thema. An der Stelle, an der eine ACL in einem Öffentlichen Ordner einen Benutzer enthält, muss der entsprechende Benutzer in Exchange Server 2003 in Active Directory gefunden werden. Wenn eine aus Exchange Server 5.5 replizierte ACL einen nicht mehr vorhandenen Benutzer aufweist (oder in Exchange Server 2003 ein entsprechender Benutzer aus anderen Gründen in Active Directory nicht gefunden wird), kann die ACL in Exchange Server 2003 nicht verarbeitet werden. Bis zur Behebung des Problems kann ausschließlich der Ordnerbesitzer auf den Ordner zugreifen. Weitere Informationen finden Sie unter „Unbekannte Benutzer in Zugriffssteuerungslisten“ weiter unten in diesem Thema. In diesem Abschnitt werden Schritte zur Vermeidung dieser Probleme beschrieben. Anweisungen zum Erkennen und Beheben dieser Probleme finden Sie unter Probleme mit 92 Berechtigungen beim Verwenden von Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 in derselben Umgebung. Gruppentypen in Zugriffssteuerungslisten In Exchange Server 5.5 werden Verteilerlisten bei der Nachrichtenübermittlung und der Zugriffssteuerung verwendet, in Exchange Server 2003 dagegen nur bei der Nachrichtenübermittlung. In Exchange Server 2003 werden für die Zugriffssteuerung Active Directory-Sicherheitsgruppen verwendet. ADC repliziert Exchange Server 5.5Verteilerlisten auf Universal Distribution Groups (UDG – universelle Verteilergruppe) von Active Directory. Beim Verarbeiten einer ACL für Öffentliche Ordner und beim Ermitteln einer UDG in Exchange Server 2003 wird die UDG automatisch in eine universelle Sicherheitsgruppe konvertiert. Die universelle Sicherheitsgruppe ersetzt die UDG in der ACL. Wichtig: Die UDG muss unter Microsoft Windows Server 2003 oder Microsoft Windows 2000 in einer Domäne im einheitlichen Modus vorliegen, damit sie in Exchange Server 2003 auf eine universelle Sicherheitsgruppe aktualisiert werden kann. In einer gemischten Umgebung mit Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 wird in ADC beim Replizieren von Exchange Server 5.5-Verteilerlisten auf eine Domäne im nichteinheitlichen Modus eine Warnmeldung angezeigt. In Exchange Server 2003 kann eine UDG unter folgenden Umständen nicht in eine universelle Sicherheitsgruppe konvertiert werden: Die UDG befindet sich in einer Windows Server 2003- oder Windows 2000-Domäne im gemischten Modus. Eine universelle Sicherheitsgruppe wurde manuell in eine UDG umgewandelt. Die Mitgliedschaft der UDG wurde nicht auf Active Directory repliziert. Wichtig: Verwenden Sie UDGs nicht als Mitglieder von universellen Sicherheitsgruppen. In Exchange Server 2003 wird nicht überprüft, ob es sich bei Gruppenmitgliedern um zu konvertierende Gruppen handelt. Aus diesem Grund werden bei einer universellen Sicherheitsgruppe in einer ACL mit UDGs als Mitgliedern die UDGs ignoriert, und die ACL wird nicht ordnungsgemäß erzwungen. Unbekannte Benutzer in Zugriffssteuerungslisten Bei einem unbekannten Benutzer (manchmal auch als stillgelegter Benutzer bezeichnet) handelt es sich um einen in einer ACL aufgeführten Benutzer, der jedoch nicht über ein Konto verfügt. Diese Situation tritt am häufigsten im folgenden Fall auf: Wenn in einer reinen Exchange Server 5.5–Topologie ein Exchange Server 5.5–Benutzer gelöscht wird, für den 93 Berechtigungen in Öffentlichen Ordnern in Exchange Server 5.5 vorliegen. Anschließend wird der Öffentliche Ordner mit Verweisen auf den weiterhin in der ACL aufgeführten Benutzer auf Exchange Server 2003 repliziert. Die ACL kann in Exchange Server 2003 nicht verarbeitet werden, da der Benutzer in Active Directory nicht ermittelt werden kann. Bis zur Behebung des Problems kann ausschließlich der Ordnerbesitzer auf den Ordner zugreifen. Dabei können Benutzer, denen möglicherweise ausdrücklich die Berechtigungen für den Ordner verwehrt wurden, nicht auf den Ordner zugreifen. Darüber hinaus wird in Exchange Server 2003 das Ereignis 9551 protokolliert, wenn Ordnerberechtigungen ausschließlich für den Besitzer eingerichtet wurden. Weitere Informationen zum Ereignis 9551 und zu anderen möglicherweise beim Replizieren von Informationen zwischen Exchange Server 5.5 und Exchange Server 2003 auftretenden Ereignissen finden Sie unter Fehlersuche und Beheben von Informationsspeicherproblemen in Exchange Server 2003. Ausführliche Informationen zur Umwandlung von ACLs beim Replizieren von Ordnern von Exchange Server 5.5 auf Exchange Server 2003 finden Sie unter „Anatomy of Object Level Access Control“ in Working with Store Permissions in Microsoft Exchange 2000 and 2003. Dabei sind insbesondere die Hinweise in Abschnitt „Special Considerations for Coexisting Exchange 2000 and Exchange 5.5 Servers“ zu beachten. Dieser technische Artikel bezieht sich auf Exchange Server 2003 und Exchange 2000 Server. Unbekannte Benutzer lassen sich am besten dadurch vermeiden, dass vor dem Replizieren von Öffentlichen Ordnern auf Exchange Server 2003 das Exchange Server 5.5Dienstprogramm zur DS/IS-Konsistenzanpassung ausgeführt wird. Dabei werden unbekannte Benutzer in den ACLs gelöscht. Unter bestimmten Umständen werden unbekannte Benutzer in Exchange Server 2003 auf unterschiedliche Art und Weise verarbeitet: Wenn der Ordner bereits fehlerfrei aus Exchange Server 5.5 repliziert wurde und plötzlich einen unbekannten Benutzer in der ACL aufweist, wird der unbekannte Benutzer in Exchange Server 2003 ignoriert, und die restlichen Einträge in der ACL werden normal verarbeitet. Dabei wird davon ausgegangen, dass in Exchange Server 5.5 ein Benutzer gelöscht oder ein neuer Benutzer hinzugefügt und noch nicht auf Active Directory repliziert wurde. Das Problem wird beim nächsten ADC-Replikationsintervall von selbst gelöst. Wenn alle Exchange Server 5.5-Server entfernt wurden und der einheitliche Modus in Exchange Server 2003 eingerichtet wurde, wird in Exchange Server 2003 angenommen, dass der Benutzer gelöscht wurde, und der unbekannte Benutzer wird in der ACL entfernt. In einigen Fällen kann ein Registrierungsschlüssel festgelegt werden, über den im gemischten Modus unbekannte Benutzer in der ACL gelöscht werden. Es empfiehlt sich dringend, diesen Registrierungsschlüssel nur in wirklich erforderlichen Fällen festzulegen (wenn beispielsweise eine kleine Gruppe von unbekannten Benutzern vorliegt, die alle problemlos in ACLs für Öffentliche Ordner gelöscht werden können). Andernfalls gehen alle 94 Berechtigungsdaten für einen Benutzer verloren, der aufgrund einer Replikationsverzögerung (siehe Beschreibung in der vorherigen Liste) nur vorübergehend unbekannt ist. Vorsicht: Das Löschen von unbekannten Benutzern hat zur Folge, dass die Zugriffs– und Nicht–Zugriffsberechtigungen dieser Benutzer für Öffentliche Ordner möglicherweise verloren gehen. Vom langfristigen Löschen unbekannter Benutzer wird daher abgeraten. Detaillierte Anweisungen zum vorübergehenden Ignorieren von unbekannte Benutzern auf einem Exchange Server 2003-Server mit Replikaten Öffentlicher Ordner finden Sie unter Vorübergehendes Ignorieren unbekannter Benutzer auf einem Exchange Server 2003-Server mit Replikaten Öffentlicher Ordner. Vorübergehendes Ignorieren unbekannter Benutzer auf einem Exchange Server 2003Server mit Replikaten Öffentlicher Ordner Es kann ein Registrierungsschlüssel festgelegt werden, über den im gemischten Modus unbekannte Benutzer von Exchange in der Zugriffssteuerungsliste ignoriert werden. Wenn dieser Registrierungsschlüssel festgelegt wird, ignoriert ein Exchange Server 2003-Server mit Öffentlichen Ordnern unbekannte Benutzer in der Zugriffssteuerungsliste vorübergehend. Bevor Sie beginnen Es wird empfohlen, diesen Registrierungsschlüssel nur bei Bedarf festzulegen. Dies ist z. B. der Fall, wenn eine kleine Teilmenge unbekannter Benutzer vorhanden ist, die problemlos aus den Zugriffssteuerungslisten der Öffentlichen Ordner entfernt werden können. Andernfalls gehen alle Berechtigungsdaten für einen Benutzer verloren, der aufgrund einer Replikationsverzögerung vorübergehend unbekannt ist. Beachten Sie, dass das Löschen von unbekannten Benutzern zur Folge hat, dass die Zugriffs- und Nicht-Zugriffsberechtigungen dieser Benutzer für Öffentliche Ordner möglicherweise verloren gehen. Vom Ignorieren von unbekannten Benutzern über längere Zeit wird daher abgeraten. Vorsicht: Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen, die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten. 95 Verfahren So ignorieren Sie vorübergehend unbekannte Benutzer auf einem Exchange Server 2003-Server mit Replikaten Öffentlicher Ordner 1. Legen Sie den folgenden Registrierungsschlüssel fest: HKLM\System\CurrentControlSet\Services\MSExchangeIS\ParametersSystem\Ig nore zombie users = <Wert ungleich 0> Dabei handelt es sich um einen DWORD-Wert. Wenn der Wert auf Null gesetzt oder der Schlüssel nicht vorhanden ist, werden unbekannte Benutzer in Exchange Server 2003 normal verarbeitet. 2. Starten Sie den Microsoft Exchange-Informationsspeicherdienst neu. Weitere Informationen Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Themen: Microsoft Knowledge Base-Artikel 812963, „Using the 'Ignore Zombie Users' Registry Key“ unter http://go.microsoft.com/fwlink/?linkid=3052&kbid=812963 Verhalten Öffentlicher Ordner in Topologien im gemischten Modus Verwalten der Replikation zwischen Organisationen Mit dem Tool für die Replikation zwischen Organisationen können Sie Öffentliche Ordner und Frei/Gebucht–Informationen in mehreren Organisationen in unterschiedlichen Active Directory-Gesamtstrukturen gemeinsam verwenden. Sie können das Tool für die Replikation zwischen Organisationen unter Downloads for Exchange Server 2003 downloaden. Das Dienstprogrammpaket umfasst zwei Anwendungen: Microsoft Exchange Server Replikations-Konfigurationsdienstprogramm (Exscfg.exe) Microsoft Exchange Server–Replikationsdienst (Exssrv.exe) Das Paket enthält darüber hinaus die zum Einrichten der Replikation zwischen Organisationen erforderliche Dokumentation. Weitere Informationen zur Replikation zwischen Organisationen finden Sie unter Exchange Server 2003 Deployment Guide. Nach der Konfiguration der Exchange-Organisationen können Sie mithilfe dieses Dienstprogramms Besprechungen, Termine und Kontaktinformationen zwischen Mitgliedern der beiden Organisationen abstimmen. Wie in der folgenden Abbildung dargestellt, umfasst der Replikationsprozess zwischen Organisationen einen Exchange-Server in jeder 96 Gesamtstruktur. Ein Server dient als Verlegerserver und sendet Informationen an den zweiten Server (den Abonnentenserver). Verwenden von Verleger- und Abonnentenservern zum Replizieren von Informationen zwischen Gesamtstrukturen Befolgen Sie zum Konfigurieren des Tools zur Replikation zwischen Organisationen die Anweisungen in der zugehörigen Infodatei. Nach Abschluss der Konfiguration liegen folgende Komponenten vor: Auf der ersten Ebene der Öffentlichen Ordner-Struktur des Verlegerservers und des Abonnentenservers jeweils der Öffentliche Ordner ExchsyncSecurityFolder Für jeden zu replizierenden Öffentlichen Ordner auf der ersten Ebene in der Verlegerstruktur jeweils ein entsprechender Zielordner in der Abonnentenstruktur. (Unterordner in der Abonnentenstruktur werden automatisch erstellt.) Ein postfachaktiviertes Konto mit folgenden Berechtigungen: Jeweils lokale Administratorrechte auf dem Verleger– und dem Abonnentenserver Besitzerberechtigung für die beiden Ordner ExchsyncSecurityFolder Besitzerberechtigung für die zu replizierenden Ordner und die entsprechenden Zielordner 97 Sitzungskonfigurationseinstellungen für eine Frei/Gebucht–Replikationssitzung Sitzungskonfigurationseinstellungen für mindestens eine Öffentliche Ordner– Replikationssitzung. Zum Abstimmen der Replikationsübertragung können Sie Öffentliche Ordner–Sitzungen für die Replikation zu unterschiedlichen Uhrzeiten und in unterschiedlichen Intervallen erstellen. Volltextindizierung in Exchange Server 2003 Bei der Bereitstellung der Volltextindizierung wählen Sie einen einzelnen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner oder einen einzelnen Postfachspeicher für die Indizierung aus. Die Benutzer können dann in den Nachrichten und Anlagen im Informationsspeicher für Öffentliche Ordner oder im Postfachspeicher Volltextsuchvorgänge durchführen. In der Standardeinstellung enthält der Index den Betreff und Text der Nachrichten sowie den Namen des Absenders und Empfängers und die Namen, die in den Feldern Cc und Bcc angezeigt werden. Der Index enthält auch den Text folgender Anlagentypen: DOC–, XLS–, PPT–, HTML–, HTM–, ASP–, TXT– und EML–Dateien (eingebettete MIME–Nachrichten, Multipurpose Internet Mail Extensions). Binäre Anlagen, z. B. Bilder und Sounds, werden nicht indiziert. Die Genauigkeit der Suchergebnisse hängt vom letzten Zeitpunkt der Indexaktualisierung ab. Da sich der Inhalt der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner oder der Postfachspeicher ändert, muss der Index aktualisiert werden, um den neuen Inhalt wiederzugeben. Die Aktualisierung von Indizes kann manuell oder automatisch nach einem Zeitplan erfolgen. Um mit Volltextindizes zu arbeiten, müssen Sie zumindest als Exchange–Administrator angemeldet sein. Um Dateien wie in diesen Themen beschrieben zu verschieben, müssen Sie über Lese– und Schreibberechtigungen für die entsprechenden Laufwerke und Verzeichnisse verfügen. Überprüfen empfohlener Hardwarekonfigurationen Für Server, auf denen Sie Volltextindizes bereitstellen, wird die folgendende Hardwarekonfiguration empfohlen: Verwenden Sie eine gespiegelte RAID–Konfiguration (Redundant Array of Independent Disks). Es wird empfohlen, eine RAID–0+1–Konfiguration (oder eine RAID–1+0– Konfiguration) zu verwenden. RAID–5 wird für die Volltextindizierung nicht empfohlen. 98 Stellen Sie sicher, dass die Festplatte, auf der sich der Index befindet, groß genug ist, um stets 15 Prozent freien Speicher aufweisen zu können. Je nach den gespeicherten Dateitypen kann die Indexgröße zwischen 10 und 30 Prozent der Datenbankgröße betragen. Fügen Sie für einen Computer, auf dem Microsoft Exchange Server 2003 ausgeführt wird, zusätzlich zur empfohlenen Konfiguration 256 MB Arbeitsspeicher hinzu. Es wird nicht empfohlen, Volltextindizierung mit weniger als 512 MB RAM auszuführen. Vorbereiten der Exchange Server 2003Organisation Stellen Sie vor dem Konfigurieren der Volltextindizierung sicher, dass die Exchange Server 2003–Topologie ordnungsgemäß konfiguriert ist und ordnungsgemäß ausgeführt wird. Wenn Sie die Exchange Server 2003–Organisation nach dem Konfigurieren der Volltextindizierung ändern, kann der Index eine vollständige neue Auffüllung erfordern. Stellen Sie außerdem Folgendes sicher: Die SMTP–Adresskonfiguration (Simple Mail Transfer Protocol) ist stabil und wird ordnungsgemäß ausgeführt. Diese Konfiguration wirkt sich auf den zum Indizieren von Objekten verwendeten URL aus. Die Serversprache ist richtig eingestellt. Um die Spracheinstellung zu überprüfen, öffnen Sie die Systemsteuerung, doppelklicken Sie auf Regionale Einstellungen, und überprüfen Sie die Spracheinstellungen für das System. Bei der Volltextindizierung wird für die Silbentrennung und Bestimmung von Wortstämmen (die es ermöglicht, dass eine Suche nach „reisen“ die Wörter „reist“, „reiste“ und „reisend“ zurückgibt) die in der Systemsteuerung angegebene Serversprache verwendet. Mit der Volltextindizierung werden optimale Ergebnisse erzielt, wenn die Abfragesprache des Clientcomputers mit der Sprache der zu indizierenden Dateien übereinstimmt. Die Serversprache wird zuweilen als Abfragesprache verwendet, wenn die Sprache des Clientcomputers nicht bekannt ist. Daher sollte die Serversprache möglichst mit der Sprache der meisten Dokumente auf dem Server übereinstimmen. Alle Server werden ordnungsgemäß ausgeführt, und die Verbindungen sind in der gesamten Organisation stabil. Führen Sie Tests durch, um die ordnungsgemäße Konfiguration aller Server in der Organisation sicherzustellen. Bereitstellen der Volltextindizierung Verwenden Sie zum Bereitstellen der Volltextindizierung den Exchange-System-Manager. Die Bereitstellung umfasst die folgenden Aufgaben: 99 Erstellen eines Volltextindexes Optimieren der Volltextindizierung Durchführen einer vollständigen Auffüllung Festlegen eines Zeitplans für das inkrementelle Auffüllen Aktivieren von Volltextindexabfragen Benachrichtigen der Benutzer Unter diesen Aufgaben ist die Auslastung des Servers bei der vollständigen Auffüllung am größten, deren Dauer bei einer kleinen Datenbank wenige Minuten und bei einer großen Datenbank bis zu mehrere Tage betragen kann. Sie können jedoch die Auffüllung während der Geschäftszeit im Hintergrund durchführen, ohne dass die Systemreaktionszeit für die Benutzer wesentlich verlängert wird. Erstellen eines Volltextindexes Bevor Sie die Volltextindizierung verwenden können, müssen Sie für jeden zu indizierenden Postfachspeicher oder Informationsspeicher für Öffentliche Ordner einen anfänglichen Index (Katalog) erstellen. Dabei wird die erforderliche Dateistruktur erstellt, die Sie beim Optimieren des Index ändern. Weitere Informationen zum Erstellen eines anfänglichen Volltextindexes finden Sie unter Erstellen eines anfänglichen Volltextindex. Optimieren der Volltextindizierung In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Sie die Volltextindizierung auf einem Computer mit Exchange Server 2003 optimieren. Sie können die Systemleistung erhöhen, indem Sie Dateien mit häufigem Zugriff an verschiedenen Speicherorten eines RAID-Arrays ablegen. Es werden fünf Hauptkategorien von Dateien mit Volltextindizierung unterschieden. Diese Dateien werden in der Standardeinstellung auf dem Systemlaufwerk installiert, das normalerweise über keinen E/A-Durchsatz (Eingabe/Ausgabe) des RAID-Arrays verfügt. Wählen Sie (wie in der folgenden Tabelle beschrieben) die Speicherorte dieser Dateien auf dem Laufwerk so aus, dass die Leistung der Volltextindizierung optimiert wird. Einige Teile dieses Themas enthalten Anleitungen zum Verschieben von Dateien in Clustertopologien und Topologien ohne Cluster. Im Folgenden sind die fünf Hauptkategorien von Dateien mit Volltextindizierung aufgeführt: Kataloge Die Hauptindizes. Für jeden Postfachspeicher oder Informationsspeicher für Öffentliche Ordner in Exchange Server 2003 ist jeweils nur ein Katalog vorhanden. 100 Eigenschaftenspeicher Eine Datenbank, die verschiedene Eigenschaften im Katalog indizierter Objekte enthält. Es ist pro Server nur ein einziger Informationsspeicher für Eigenschaften vorhanden. Eigenschaftenspeicherprotokolle Die der Eigenschaftenspeicherdatenbank zugeordneten Protokolldateien. Temporäre Dateien Dateien, die temporäre Informationen enthalten, die vom Microsoft Search-Dienst verwendet werden. Sammelprotokolle Protokolldateien, die Protokollinformationen für den Indexdienst enthalten. Für jeden Index ist ein Satz von Protokollen vorhanden. In diesem Abschnitt werden die folgenden Tools zum Verschieben von Dateien beschrieben: Pstoreutl Unter Programme\Gemeinsame Dateien\System\MSSearch\Bin. SetTempPath Unter Programme\Gemeinsame Dateien\System\MSSearch\Bin. Catutil Unter Programme\Gemeinsame Dateien\System\MSSearch\Bin. Empfohlene Speicherorte für Dateien der Volltextindizierung Dateityp Empfohlener Speicherort Methode zum Angeben des Speicherorts Katalog RAID-Array Geben Sie einen Speicherort im RAID-Array an, wenn Sie den Katalog mit dem Exchange-System-Manager erstellen. Hinweis: Wenn der Index bereits an einem anderen Speicherort erstellt wurde, können Sie ihn mit dem Tool Catutil verschieben. Eigenschaftenspeicher RAID-Array Verwenden Sie das Tool Pstoreutl Eigenschaftenspeicherprotok olle Im RAID-Array am selben Speicherort wie der Eigenschaftenspeicher Verwenden Sie das Tool Pstoreutl 101 Dateityp Empfohlener Speicherort Methode zum Angeben des Speicherorts Temporäre Dateien RAID-Array Verwenden Sie das Tool SetTempPath. Hinweis: Speichern Sie diese Dateien in einem Cluster auf einem Laufwerk ohne Failover, z. B. einem lokalen Laufwerk oder einem Laufwerk im RAID-Array oder SAN (Storage Area Network), das nur zur Ausführung auf einem bestimmten Computer konfiguriert ist. Sammelprotokolle Belassen Sie diese am Standardspeicherort, oder verschieben Sie sie an einen gewünschten Speicherort. Weisen Sie den Speicherort im Registrierungsschlüssel StreamLogsDirectory zu. Weitere Informationen zum Optimieren der Volltextindizierung finden Sie unter Optimieren der Volltextindizierung. Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der Eigenschaftenspeicherprotokolle. Beim Erstellen des ersten Indexes auf dem Server wird in Exchange Server 2003 auf dem Exchange Server 2003-Systemlaufwerk eine neue Eigenschaftenspeicher-Datenbank erstellt. Um die Leistung zu erhöhen, verschieben Sie die Dateien der Eigenschaftenspeicherdatenbank in das RAID-Array. Sie müssen den Eigenschaftenspeicher und die Eigenschaftenspeicherprotokolle nur einmal für jeden Server verschieben, da für alle Indizes auf einem Server derselbe Eigenschaftenspeicher verwendet wird. Weitere Informationen zum Verschieben des Eigenschaftenspeichers in einer Umgebung ohne Cluster finden Sie unter Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der Eigenschaftenspeicherprotokolle für Volltextindizierung in einer Umgebung ohne Cluster. 102 Weitere Informationen zum Verschieben des Eigenschaftenspeichers in einer Umgebung mit Clustern finden Sie unter Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der Eigenschaftenspeicherprotokolle für Volltextindizierung in einer Clusterumgebung. Verschieben des temporären Verzeichnisses Die temporären Dateien zum Erfassen und Filtern befinden sich auf dem Systemlaufwerk von Exchange Server 2003, das normalerweise keinen E/A-Durchsatz des RAID-Arrays aufweist. Verschieben Sie das temporäre Verzeichnis mithilfe des SetTempPath-Tools in das RAIDArray. Sie müssen dieses Verzeichnis nur einmal für jeden Server verschieben, da für alle Indizes auf einem Server dasselbe temporäre Verzeichnis verwendet wird. Weitere Informationen zum Verschieben des temporären Verzeichnisses des Microsoft Search-Diensts finden Sie unter Verschieben des temporären Verzeichnisses des Microsoft Search-Servers. Verschieben des Indexes (Katalog) Der Index sollte sich in einem RAID-Array befinden. Wenn Sie diesen Speicherort nicht beim Erstellen des Indexes angegeben haben, verschieben Sie ihn mit dem Tool Catutil. Weitere Informationen zum Verschieben eines Indexes finden Sie unter Verschieben des Index (Katalogs) für die Volltextindizierung. Verschieben der Sammelprotokolle Die Sammelprotokolle werden auf dem Systemlaufwerk von Exchange Server 2003 erstellt, das normalerweise keinen E/A-Durchsatz des RAID-Arrays aufweist. Sie können die Sammelprotokolle am Standardspeicherort belassen oder einen Speicherort auf einem Laufwerk mit höherer Leistung angeben. Weitere Informationen zum Verschieben der Sammelprotokolle finden Sie unter Verschieben der Sammelprotokolle für die Volltextindizierung. Erhöhen des Grenzwerts für die Nachrichtengröße Der Index enthält in der Standardeinstellung Nachrichten (einschließlich Anlagen), deren Größe höchstens 16 MB beträgt. Daher sind Nachrichten mit umfangreichen Anlagen möglicherweise nicht im Index und den Suchergebnissen von Benutzern enthalten. Es wird empfohlen, zum Vermeiden von Leistungsproblemen, diesen Grenzwert auf die maximale Einstellung von 4.000 MB zu erhöhen, sodass größere Nachrichten und Anlagen indiziert werden. Weitere Informationen zur Erhöhung der Beschränkung der Nachrichtengröße finden Sie unter Erhöhen der Beschränkung der Nachrichtengröße für die Volltextindizierung. 103 Einrichten von Prüfpunkten Es wird dringend empfohlen, das in Microsoft Exchange 2000 Server SP2 enthaltene Skript für Prüfpunktvorgänge zu verwenden, um mögliche Indizierungsprobleme zu vermeiden. Wenn der Microsoft Search-Dienst während einer inkrementellen Indexauffüllung mit einem Fehler beendet wird, werden einige Ordner und Nachrichten möglicherweise nicht ordnungsgemäß indiziert. (Bei der inkrementellen Auffüllung wird ein vorhandener Index mit Daten aktualisiert, die sich seit der vorangegangenen Auffüllung geändert haben.) Durch Prüfpunkte wird dieses Problem behoben, da im Katalogverzeichnis die folgenden Sicherungsdateien angelegt werden. Zwei Dateien mit Prüfpunktdatensätzen: <Katalog>.chk1.gthr und <Katalog>.chk2.gthr. Etwa 13 Dateien mit den zuletzt bekannten vollständigen und unbeschädigten Katalogdateien, die in einem Unterverzeichnis zur Sicherung gespeichert werden. Das Prüfpunkt-Feature ist in der Standardeinstellung nicht aktiviert, da es eine beträchtliche Menge zusätzlichen Festplattenspeichers benötigt. Die zusätzliche Dateigröße beträgt für jedes Dokument in der Datenbank etwa 200 Bytes. So werden bei 5.000.000 Nachrichten oder Dokumenten in der Datenbank Prüfpunktdateien mit einer Gesamtgröße von 1 GB erstellt. Die Größe dieser Dateien nimmt mit zunehmender Anzahl der Dokumente in der Datenbank zu. Stellen Sie sicher, dass genügend Festplattenspeicher verfügbar ist, bevor Sie das Prüfpunktskript ausführen. Auf der Festplatte, auf der Volltextindexkataloge abgelegt werden, sollten mindestens 15 % freier Speicher verfügbar sein. Weitere Informationen zum Einrichten von Prüfpunkten finden Sie unter Einrichten von Prüfpunkten für die Volltextindizierung. Durchführen einer vollständigen Auffüllung Nachdem Sie einen Index erstellt haben, müssen Sie eine vollständige Auffüllung (auch als Crawl bezeichnet) des Index mit Daten durchführen. Die Einstellung für die Ressourcenauslastung bei der Volltextindizierung befindet sich im Dialogfeld Eigenschaften des Servers auf der Registerkarte Volltextindizierung. Die Standardeinstellung lautet Niedrig. Es wird empfohlen, die Standardeinstellung zu verwenden. Die Vorteile einer höheren Einstellung sind gering und können zu einer Verringerung der Geschwindigkeit des Benutzerzugriffs auf den Server führen, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird. Mit der Einstellung Niedrig für die Ressourcenauslastung wird die Auffüllung im Hintergrund ausgeführt und kann während der Geschäftszeit erfolgen. Die Threads des Auffüllungsvorgangs verwenden Leerlaufzeiten. Benutzeraktivitäten erhalten im System Vorrang. Da für die Volltextindizierung nur Prozessorzyklen verwendet werden, die andernfalls nicht genutzt werden, wird die Geschwindigkeit des Benutzerzugriffs auf den Server nicht wesentlich verringert. Sie können davon ausgehen, dass die Prozessorauslastung während der Auffüllung normalerweise annähernd 100 Prozent beträgt. 104 Hinweis: Wenn während einer vollständigen oder inkrementellen Auffüllung durch den Microsoft Search-Dienst Leistungsprobleme am Exchange-Server auftreten, können Sie den Wert für die Ressourcenauslastung auf Minimum verringern. Wenn Sie die Ressourcenauslastung auf Minimum festlegen, wird die Menge der Ressourcen verringert, die der Microsoft Search-Dienst verwenden kann. Daher nimmt die Zeit für die Durchführung vollständiger oder inkrementeller Auffüllungen zu, doch es tritt kein Datenverlust auf. Weitere Informationen zum Starten einer Volltextindizierung finden Sie unter Starten einer vollständigen Auffüllung eines Volltextindex. Die erste vollständige Auffüllung kann sehr lange dauern. Bei einer typischen Exchange Server 2003-Konfiguration beträgt die Auffüllungsgeschwindigkeit in der Regel zwischen 10 und 20 Nachrichten pro Sekunde. Die Geschwindigkeit hängt von der Hardwarekonfiguration, dem Typ und der Größe der Nachrichten und den verfügbaren Serverressourcen ab. Daher kann die Gesamtzeit für eine vollständige Auffüllung zwischen einigen Minuten bei einer kleinen und bis zu mehreren Tagen bei einer großen Datenbank liegen. Die für die Auffüllung erforderliche Zeit hängt auch von der Sprache des Inhalts der Dokumente auf dem Server ab. Beispielsweise kann das Auffüllen eines Index auf einem Server, der zum Großteil in ostasiatischen Sprachen verfasste Dokumente enthält, über fünfmal mehr Zeit beanspruchen als bei einem Server mit Dokumenten, die in westeuropäischen Sprachen verfasst wurden. Ordner mit Internetnewsfeeds können außerdem die Auffüllungszeit beträchtlich verlängern, wenn die Ordner Nachrichten im UUEncode-Format enthalten. Weitere Informationen zum Anzeigen des Status des Auffüllvorgangs finden Sie unter Anzeigen des Status einer Auffüllung eines Volltextindex. Weitere Informationen zum Anhalten einer Volltextindizierung finden Sie unter Anhalten einer vollständigen Auffüllung eines Volltextindex. Festlegen eines Zeitplans für inkrementelle Auffüllungen Ermitteln Sie, wie oft inkrementelle Auffüllungen zur Aktualisierung des Indexes ausgeführt werden sollen. Da inkrementelle Auffüllungen wie vollständige Auffüllungen im Hintergrund ausgeführt werden, entstehen für die Benutzer auch bei häufigen Aktualisierungen nur unwesentliche Verlängerungen der Systemantwortzeiten. Planen Sie mindestens einmal täglich eine inkrementelle Auffüllung. Häufigere Planungen einer Aktualisierung werden ebenfalls empfohlen, da der Index nur nach einer Auffüllung den aktuellen Status wiedergibt. Berücksichtigen Sie auch die Zeit, die für das Abschließen einer inkrementellen Auffüllung benötigt wird. In einem typischen Zeitplan werden inkrementelle Aktualisierungen z. B. zu 105 Beginn jeder Stunde geplant. Wenn die Aktualisierung jedoch länger als eine Stunde dauert, wird die nächste Aktualisierung erst zu Beginn der darauffolgenden Stunde begonnen. Im Zeitplan für inkrementelle Auffüllungen wird nur festgelegt, wann eine Auffüllung beginnen kann. Es ist keine Zeitbegrenzung für die Auffüllung vorgesehen. Daher ist es möglich, dass eine inkrementelle Auffüllung erst nach Überschreiten der geplanten Zeit beendet wird. Hinweis: Wenn der Postfachspeicher oder der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner 6 GB nicht überschreitet, können Sie stündlich inkrementelle Aktualisierungen durchführen. Wenn der Speicher größer ist als 6 GB oder auf dem Server eine hohe Speicherauslastung vorliegt, muss die Aktualisierung des Indexes weniger häufig durchgeführt werden. Weitere Informationen zum Festlegen eines Zeitplans zum inkrementellen Auffüllen finden Sie unter Festlegen des Zeitplans für das inkrementelle Auffüllen des Volltextindex. Aktivieren der Abfragefunktion für die Volltextindizierung Aktivieren Sie nach der ersten Auffüllung und dem Durchführen mindestens einer inkrementellen Auffüllung die Verwendung des Indexes, um Benutzern die Volltextsuche im Index zu ermöglichen. Weitere Informationen zum Aktivieren der Verwendung eines Volltextindexes finden Sie unter Aktivieren von Volltextindexabfragen. Benachrichtigung und Einführung der Benutzer Teilen Sie den Benutzern mit, dass die Indizes für Suchvorgänge zur Verfügung stehen, sobald Sie die Abfragefunktion aktiviert haben, und weisen Sie die Benutzer darauf hin, welche Ergebnisse bei Volltextsuchen in einem Index zu erwarten sind. Sie können die Benutzer beispielsweise durch eine E-Mail-Ankündigung informieren. Erstellen eines anfänglichen Volltextindex Um Benutzern die Volltextsuche in Postfachfächern und Informationsspeichern für Öffentliche Ordner zu ermöglichen, müssen Sie einen anfänglichen Volltextindex erstellen. Führen Sie zum Erstellen eines anfänglichen Volltextindex das folgende Verfahren durch. 106 Verfahren So erstellen Sie einen anfänglichen Volltextindex 1. Klicken Sie im Exchange-System-Manager mit der rechten Maustaste auf den zu indizierenden Postfachspeicher oder Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, und klicken Sie anschließend auf Volltextindex erstellen. 2. Wenn Sie in einem Dialogfeld aufgefordert werden, den Speicherort für den Index auszuwählen, geben Sie einen Speicherort im RAID–Array an. Optimieren der Volltextindizierung Das Optimieren der Volltextindizierung besteht aus sechs Schritten. Führen Sie zum Optimieren der Volltextindizierung das folgende Verfahren und die erwähnten Schritte aus. Bevor Sie beginnen Dieses Thema enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Vorsicht: Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen, die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten. Verfahren So optimieren Sie die Volltextindizierung 1. Verschieben Sie den Eigenschaftenspeicher und die Eigenschaftenspeicherprotokolle. Weitere Informationen finden Sie unter Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der Eigenschaftenspeicherprotokolle für Volltextindizierung in einer Umgebung ohne Cluster und Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der Eigenschaftenspeicherprotokolle für Volltextindizierung in einer Clusterumgebung. 2. Verschieben Sie das temporäre Verzeichnis. Weitere Informationen finden Sie unter Verschieben des temporären Verzeichnisses des Microsoft Search-Servers. 3. Verschieben Sie den Index (Katalog). Weitere Informationen finden Sie unter 107 Verschieben des Index (Katalogs) für die Volltextindizierung. 4. Verschieben Sie die Sammelprotokolle. Weitere Informationen finden Sie unter Verschieben der Sammelprotokolle für die Volltextindizierung. 5. Erhöhen Sie den Wert für die maximale Nachrichtengröße. Weitere Informationen finden Sie unter Erhöhen der Beschränkung der Nachrichtengröße für die Volltextindizierung. 6. Richten Sie Prüfpunkte ein. Weitere Informationen finden Sie unter Einrichten von Prüfpunkten für die Volltextindizierung. Das Prüfpunkt-Feature wird mit Microsoft Exchange 2000 Server SP2 und späteren Versionen bereitgestellt, um Indizierungsprobleme zu verhindern. Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der Eigenschaftenspeicherprotokolle für Volltextindizierung in einer Umgebung ohne Cluster Um die Leistung des Volltextindex-Servers zu erhöhen, verschieben Sie die Dateien der Eigenschaftenspeicherdatenbank in das RAID-Array. Sie müssen den Eigenschaftenspeicher und die Eigenschaftenspeicherprotokolle nur einmal für jeden Server verschieben, da für alle Indizes auf einem Server derselbe Eigenschaftenspeicher verwendet wird. Bevor Sie beginnen Dieses Verfahren ist einer von sechs Schritten, die bei der Optimierung der Volltextindizierung durchgeführt werden sollten. Weitere Informationen über den vollständigen Vorgang finden Sie unter Optimieren der Volltextindizierung. Verfahren So verschieben Sie den Eigenschaftenspeicher in einer Umgebung ohne Cluster 1. Starten Sie das Pstoreutl–Tool über die Eingabeaufforderung, um die Datenbank auf das neue Laufwerk zu verschieben. (Einzelheiten hierzu finden Sie im folgenden Beispiel.) 2. Starten Sie den Microsoft Search–Dienst neu. 108 Beispiel Die Exchange Server 2003–Eigenschaftenspeicherdatenbank befindet sich auf Laufwerk C und der Servername lautet 01. Sie möchten den Eigenschaftenspeicher auf Laufwerk D verschieben. Führen Sie an der Eingabeaufforderung das Pstoreutl–Tool aus. Verwenden Sie die Option –m, um die Datenbank an den angegebenen Speicherort zu verschieben, und die Option –l, um das Verzeichnis für Protokolldateien zu ändern. Geben Sie den folgenden Befehl in einer Zeile ein. Zur besseren Lesbarkeit ist der Befehl auf mehrere Zeilen aufgeteilt dargestellt: pstoreutl.exe ExchangeServer_01 –m d:\exchsrvr\ExchangeServer_01\ExchangeServer_myserver.edb –l d:\exchsrvr\ExchangeServer_01 Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der Eigenschaftenspeicherprotokolle für Volltextindizierung in einer Clusterumgebung Um die Leistung des Volltextindex-Servers zu erhöhen, verschieben Sie die Dateien der Eigenschaftenspeicherdatenbank in das RAID-Array. Sie müssen den Eigenschaftenspeicher und die Eigenschaftenspeicherprotokolle nur einmal für jeden Server verschieben, da für alle Indizes auf einem Server derselbe Eigenschaftenspeicher verwendet wird. Führen Sie zum Verschieben des Eigenschaftenspeichers und der Eigenschaftenspeicherprotokolle in einer Clusterumgebung das folgende Verfahren durch. Bevor Sie beginnen Dieses Verfahren ist einer von sechs Schritten, die bei der Optimierung der Volltextindizierung durchgeführt werden sollten. Weitere Informationen über den vollständigen Vorgang finden Sie unter Optimieren der Volltextindizierung. Verfahren So verschieben Sie den Eigenschaftenspeicher in einer Clusterumgebung 1. Führen Sie den Microsoft Search-Dienst weiterhin in der Systemsteuerung aus. Schalten Sie die MSSearch-Ressource (die Clusterressource für den Microsoft Search-Dienst) mithilfe der Clusterverwaltung offline. 109 2. Verschieben Sie die Datenbank mithilfe des Pstoreutl-Tools auf das neue Laufwerk. Die Datenverzeichnisse von Exchange Server 2003 befinden sich auf dem freigegebenen Laufwerk, das Sie beim Erstellen des virtuellen Exchange Server 2003-Servers angegeben haben. 3. Schalten Sie die MSSearch-Ressource mithilfe der Clusterverwaltung online. Verschieben des temporären Verzeichnisses des Microsoft SearchServers Die temporären Dateien zum Erfassen und Filtern befinden sich auf dem Systemlaufwerk von Exchange Server 2003, das normalerweise keinen E/A–Durchsatz des RAID–Arrays aufweist. Sie müssen dieses Verzeichnis nur einmal für jeden Server verschieben, da für alle Indizes auf einem Server dasselbe temporäre Verzeichnis verwendet wird. Führen Sie zum Verschieben des temporären Verzeichnisses des Microsoft Search-Servers das folgende Verfahren durch. Bevor Sie beginnen Dieses Verfahren ist einer von sechs Schritten, die bei der Optimierung der Volltextindizierung durchgeführt werden sollten. Weitere Informationen über den vollständigen Vorgang finden Sie unter Optimieren der Volltextindizierung. Verfahren So verschieben Sie das temporäre Verzeichnis des Microsoft Search–Diensts 1. Führen Sie an der Eingabeaufforderung das SetTempPath–Tool aus. (Die Syntax hierzu finden Sie im folgenden Beispiel.) 2. Beenden Sie den Microsoft Search–Dienst, und starten Sie ihn erneut. Beispiel Geben Sie den folgenden Befehl in einer Zeile ein. Zur besseren Lesbarkeit ist der Befehl auf mehrere Zeilen aufgeteilt dargestellt: cscript "c:\Program Files\Common Files\System\MSSearch\Bin\settemppath.vbs" d:\temp Sie können den aktuellen Speicherort des temporären Verzeichnisses jederzeit anzeigen, 110 indem Sie das oben dargestellte SetTempPath–Skript ohne Parameter ausführen. Hinweis: In einem Cluster muss sich das temporäre Verzeichnis für den Volltextindex auf einem Laufwerk befinden, auf dem kein erfolgt. Legen Sie das temporäre Verzeichnis unbedingt auf einem lokalen Laufwerk oder auf einem Laufwerk im RAID–Array oder SAN ab, das so konfiguriert ist, dass es nur auf einem bestimmten Computer ausgeführt wird. Verschieben des Index (Katalogs) für die Volltextindizierung Der Index sollte sich in einem RAID-Array befinden. Wenn Sie diesen Speicherort nicht beim Erstellen des Index angegeben haben, verschieben Sie ihn mit dem Tool „Catutil“. Bevor Sie beginnen Dieses Verfahren ist einer von sechs Schritten, die bei der Optimierung der Volltextindizierung durchgeführt werden sollten. Weitere Informationen über den vollständigen Vorgang finden Sie unter Optimieren der Volltextindizierung. Verfahren So verschieben Sie einen Index 1. Halten Sie die vollständige oder inkrementelle Auffüllung an, sofern diese ausgeführt wird. 2. Führen Sie an der Eingabeaufforderung das Tool „Catutil“ aus. Hinweis: Wenn Sie Hilfe zur Verwendung des Tools „Catutil“ erhalten möchten, wechseln Sie zur Eingabeaufforderung, und geben Sie catutil movecat /? ein. Wichtig: Wenn Sie das Tool „Catutil“ verwenden, wird der Index ordnungsgemäß verschoben und ausgeführt, doch wird der im Exchange-System-Manager angezeigte Speicherort des Index nicht aktualisiert. Die normale Ausführung der Volltextindizierung wird hierdurch nicht beeinträchtigt. Sie können die 111 Anzeige nicht korrigieren. Sie können jedoch den aktuellen Speicherort des Index jederzeit überprüfen, indem Sie in der Registrierung den folgenden Schlüssel anzeigen: HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Search\1.0\Indexer\<application name>\<index name>\ProjectPath. Verschieben der Sammelprotokolle für die Volltextindizierung Sie können die Leistung von Servern, auf denen Volltextindizierung durchgeführt wird, steigern, indem Sie die Sammelprotokolldateien vom Systemlaufwerk auf ein Laufwerk mit höherer Leistung verschieben. Führen Sie zum Verschieben der Sammelprotokolle das folgende Verfahren durch. Bevor Sie beginnen Dieses Verfahren ist einer von sechs Schritten, die bei der Optimierung der Volltextindizierung durchgeführt werden sollten. Weitere Informationen über den vollständigen Vorgang finden Sie unter Optimieren der Volltextindizierung. Vorsicht: Die falsche Verwendung des Registrierungs-Editors kann zu ernsthaften Problemen führen, die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten. Sie müssen ein gültiges Verzeichnis angeben, da die Volltextindizierung nicht ausgeführt wird, wenn Sie ein ungültiges Verzeichnis angeben. Der Microsoft Search–Dienst muss nicht ausgeführt werden, wenn Sie den Registrierungsschlüssel bearbeiten. Wenn Sie jedoch den Registrierungsschlüssel bearbeiten, während der Microsoft Search–Dienst ausgeführt wird, müssen Sie den Dienst nach erfolgter Änderung neu starten, damit die Änderung wirksam wird. Verfahren So verschieben Sie die Sammelprotokolle 1. Starten Sie den Registrierungs–Editor. 112 2. Geben Sie im Registrierungs–Editor unter Verwendung des folgenden Registrierungsschlüssels den gewünschten Speicherort für Sammelprotokolle an: HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Search\1.0\gather\ExchangeServer_<instance>\<index name>\StreamLogsDirectory Hinweis: Stellen Sie in einem Cluster vor dem Ändern des Registrierungsschlüssels StreamLogsDirectory sicher, dass die MSSearch-Ressource online ist. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie den richtigen Knoten bearbeiten, indem Sie mithilfe der Clusterverwaltung den Knoten ermitteln, in dem die Gruppe ausgeführt wird. Starten Sie nach dem Ändern des Registrierungsschlüssels die MSSearch–Ressource mithilfe der Clusterverwaltung neu, indem Sie die Ressource offline und anschließend wieder online schalten. Erhöhen der Beschränkung der Nachrichtengröße für die Volltextindizierung Wenn Nachrichten indiziert werden müssen, deren Anhänge größer als 16 MB sind, muss die Beschränkung der Nachrichtengröße für die Volltextindizierung erhöht werden. Führen Sie zum Erhöhen der Größenbeschränkung das folgende Verfahren durch: Bevor Sie beginnen Dieses Verfahren ist einer von sechs Schritten, die bei der Optimierung der Volltextindizierung durchgeführt werden sollten. Weitere Informationen über den vollständigen Vorgang finden Sie unter Optimieren der Volltextindizierung. Der Microsoft Search-Dienst muss nicht ausgeführt werden, wenn Sie den Registrierungsschlüssel bearbeiten. Wenn Sie jedoch den Registrierungsschlüssel bearbeiten, während der Microsoft Search-Dienst ausgeführt wird, müssen Sie den Dienst nach erfolgter Änderung beenden und neu starten, damit die Änderung wirksam wird. Vorsicht: Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen, die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten. 113 Verfahren So erhöhen Sie den Grenzwert für die Nachrichtengröße 1. Starten Sie den Registrierungs-Editor. 2. Legen Sie im Registrierungs-Editor den folgenden Registrierungsschlüssel auf 4.000 MB fest: HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Search\1.0\Gathering Manager\MaxDownloadSize Hinweis: Stellen Sie in einem Cluster vor dem Ändern des Registrierungsschlüssels sicher, dass die MSSearch-Ressource online ist. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie den richtigen Knoten bearbeiten, indem Sie mithilfe der Clusterverwaltung den Knoten ermitteln, in dem die Gruppe ausgeführt wird. Starten Sie nach dem Ändern des Registrierungsschlüssels die MSSearchRessource mithilfe der Clusterverwaltung neu, indem Sie die Ressource offline und anschließend wieder online schalten. Einrichten von Prüfpunkten für die Volltextindizierung Es wird dringend empfohlen, das in Microsoft Exchange 2000 Server SP2 enthaltene Skript für Prüfpunktvorgänge zu verwenden, um mögliche Indizierungsprobleme zu vermeiden. Führen Sie zum Einrichten von Prüfpunkten für die Volltextindizierung das folgende Verfahren durch. Bevor Sie beginnen Dieses Verfahren ist einer von sechs Schritten, die bei der Optimierung der Volltextindizierung durchgeführt werden sollten. Weitere Informationen über den vollständigen Vorgang finden Sie unter Optimieren der Volltextindizierung. Das Prüfpunkt–Feature ist standardmäßig nicht aktiviert, da es eine beträchtliche Menge zusätzlichen Festplattenspeichers benötigt. Stellen Sie sicher, dass genügend Festplattenspeicher verfügbar ist, bevor Sie das Prüfpunktskript ausführen. Auf der Festplatte, auf der Volltextindexkataloge abgelegt werden, sollten mindestens 15 Prozent freier Speicher verfügbar sein. 114 Verfahren So richten Sie Prüfpunkte ein 1. Stellen Sie sicher, dass genügend freier Festplattenspeicher vorhanden ist. Erhöhen Sie bei Bedarf die Größe des Datenträgers, oder verschieben Sie die Kataloge auf einen größeren Datenträger. 2. Führen Sie an der Eingabeaufforderung das folgende Skript aus. <Systemlaufwerk>:\Programme\Gemeinsame Dateien\System\MSSearch\Bin\EnableCheckPoints.vbs <ANWENDUNG> [KATALOG] Parameterdefinitionen <ANWENDUNG> Dies ist der Name der Volltextindexanwendung. Die Namenskonvention für die Anwendung ist ExchangeServer_<Servername>. In einer eigenständigen Konfiguration ist <Servername> der Name des Servers. In einer Clusterumgebung ist <Servername> der Name des virtuellen Servers. [KATALOG] Dieser Parameter bezieht sich auf den Namen des Volltextindexkatalogs. Um den Namen des Katalogs im Exchange-System-Manager zu ermitteln, doppelklicken Sie auf den Exchange-Informationsspeicher, für den ein Volltextindex erstellt wurde, und doppelklicken Sie dann auf Volltextindizierung. Die Bezeichnung der Eigenschaft lautet „Indexname“, und ihr Wert ist der Name des Katalogs. Verwendung Um Informationen zur Verwendung des Skriptes anzuzeigen, führen Sie das Skript ohne Parameter aus. Wenn Sie nur den Namen der Volltextindexanwendung angeben, wird das Prüfpunkt–Feature für die gesamte Anwendung aktiviert. Dies bedeutet, dass alle von nun an erstellten Volltextindizes automatisch diese Eigenschaft übernehmen. Wenn bereits Volltextindizes vorhanden sind, müssen Sie das Prüfpunkt–Feature für einen dieser Indizes aktivieren, indem Sie den Namen des Katalogs als Parameter im Skript angeben. Wenn Sie sowohl den Namen der Volltextindexanwendung als auch den Katalog angeben, werden Prüfpunkte nur für diesen bestimmten Volltextindex und nicht für andere Volltextindizes aktiviert. Dies hat auf zukünftig erstellte Volltextindizes keine Auswirkungen. Hinweis: 115 Prüfpunkte können für einen Volltextindex (Katalog) nur deaktiviert werden, indem der Index gelöscht und anschließend neu erstellt wird. Beispiel Einrichten von Prüfpunkten auf dem Server TUNIS01 für alle neuen Kataloge: D:\Program Files\Common Files\System\MSSearch\Bin\ EnableCheckPoints.vbs ExchangeServer_TUNIS01 Beispiel Aktivieren von Prüfpunkten für einen vorhandenen Katalog in einem Postfachspeicher: D:\Program Files\Common Files\System\MSSearch\Bin\ EnableCheckPoints.vbs ExchangeServer_TUNIS01 privE34F12BB Starten einer vollständigen Auffüllung eines Volltextindex Nachdem Sie einen Index erstellt haben, müssen Sie eine vollständige Auffüllung des Index mit Daten (auch als Crawl bezeichnet) durchführen. Führen Sie zum Starten einer vollständigen Auffüllung eines Volltextindexes die folgenden Schritte durch: Bevor Sie beginnen Die Einstellung für die Ressourcenauslastung bei der Volltextindizierung befindet sich im Dialogfeld Eigenschaften des Servers auf der Registerkarte Volltextindizierung. Die Standardeinstellung lautet Niedrig. Wenn während einer vollständigen oder inkrementellen Auffüllung durch den Microsoft Search-Dienst Leistungsprobleme am Exchange-Server auftreten, können Sie den Wert für die Ressourcenauslastung auf Minimum verringern. Wenn Sie die Ressourcenauslastung auf Minimum festlegen, wird die Menge der Ressourcen verringert, die der Microsoft Search-Dienst verwenden kann. Daher nimmt die Zeit für die Durchführung vollständiger oder inkrementeller Auffüllungen zu, doch es tritt kein Datenverlust auf. Verfahren So starten Sie eine vollständige Auffüllung 1. Stellen Sie sicher, dass die Volltextsuche während der Auffüllung nicht verfügbar ist. 116 Andernfalls gehen Benutzer davon aus, dass sie Volltextsuchvorgänge durchführen können, die Suchvorgänge geben jedoch nicht die erwarteten Ergebnisse zurück. So heben Sie die Verfügbarkeit der Volltextsuche auf a. Klicken Sie im Exchange-System-Manager mit der rechten Maustaste auf den zu indizierenden Postfachspeicher oder Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften. b. Klicken Sie auf Volltextindizierung, und deaktivieren Sie anschließend das Kontrollkästchen Dieser Index kann aktuell von Clients durchsucht werden. 2. Klicken Sie im Exchange-System-Manager mit der rechten Maustaste auf den zu indizierenden Postfachspeicher oder Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, und klicken Sie anschließend auf Vollständiges Auffüllen beginnen. Anzeigen des Status einer Auffüllung eines Volltextindex Da das Auffüllen eines Volltextindex beträchtliche Zeit in Anspruch nehmen kann, möchten Sie möglicherweise den Status des Auffüllvorgangs anzeigen. Führen Sie zum Anzeigen des Status einer Auffüllung eines Volltextindex die folgenden Schritte durch. Verfahren So zeigen Sie den Status des Auffüllungsvorgangs an Erweitern Sie im Exchange-System-Manager den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner oder den Postfachspeicher, und klicken Sie auf Volltextindizierung. Während der ersten Auffüllung lautet der Status Crawling. Sie können festlegen, ob die Auffüllung beendet ist, indem Sie prüfen, ob der Status weiterhin angezeigt wird, oder indem Sie in der Ereignisanzeige nach Meldungen des Microsoft Search– Diensts suchen. Hinweis: Beenden Sie eine vollständige Auffüllung nicht während der Ausführung. Wenn Sie eine vollständige Ausführung beenden müssen, diese jedoch zu einem anderen Zeitpunkt wiederaufnehmen möchten, wählen Sie Auffüllen anhalten und nicht Auffüllen beenden aus. 117 Anhalten einer vollständigen Auffüllung eines Volltextindex Führen Sie zum Anhalten einer vollständigen Auffüllung eines Volltextindex die folgenden Schritte durch. Verfahren So halten Sie eine vollständige Auffüllung an 1. Klicken Sie im Exchange–System–Manager mit der rechten Maustaste auf den Postfachspeicher oder Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, den Sie anhalten möchten. 2. Klicken Sie auf Auffüllen anhalten. Festlegen des Zeitplans für das inkrementelle Auffüllen des Volltextindex Planen Sie mindestens einmal täglich eine inkrementelle Auffüllung. Häufigere Planungen einer Aktualisierung sind möglicherweise vorzuziehen, da der Index nur nach einer Auffüllung den aktuellen Status wiedergibt. Führen Sie zum Festlegen des Zeitplans für das inkrementelle Auffüllen des Volltextindex die folgenden Schritte durch. Bevor Sie beginnen Im Zeitplan für inkrementelle Auffüllungen wird nur festgelegt, wann eine Auffüllung beginnen kann. Es ist keine Zeitbegrenzung für die Auffüllung vorgesehen. Daher ist es möglich, dass eine inkrementelle Auffüllung erst nach Überschreiten der geplanten Zeit beendet wird. Hinweis: Wenn der Postfachspeicher oder der Informationsspeicher für Öffentliche Ordner 6 GB nicht überschreitet, können Sie im Allgemeinen stündlich inkrementelle Aktualisierungen durchführen. Wenn der Speicher größer ist als 6 GB oder auf dem Server eine hohe Speicherauslastung vorliegt, könnte die Aktualisierung des Indexes weniger häufig durchgeführt werden. 118 Verfahren So legen Sie den Zeitplan für inkrementelle Auffüllungen fest 1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Exchange-System-Manager auf den Postfachspeicher oder den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, den Sie indizieren möchten. Klicken Sie auf Eigenschaften, und klicken Sie anschließend auf die Registerkarte Volltextindizierung. Siehe die folgende Abbildung. Registerkarte „Volltextindizierung“ eines Postfachspeichers 2. Wählen Sie in der Liste Aktualisierungsintervall einen Intervallzeitplan aus. 119 Aktivieren von Volltextindexabfragen Aktivieren Sie nach der anfänglichen Auffüllung und mindestens einer inkrementellen Auffüllung die Verwendung des Index, um Benutzern die Volltextsuche mit Index zu ermöglichen. Führen Sie zum Aktivieren von Abfragen das folgende Verfahren durch. Bevor Sie beginnen Überprüfen Sie, ob die anfängliche Auffüllung und mindestens eine inkrementelle Auffüllung durchgeführt wurden. Verfahren So aktivieren Sie die Verwendung des Indexes 1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Exchange-System-Manager auf den Postfachspeicher oder den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner, den Sie aktivieren möchten, und klicken Sie anschließend auf Eigenschaften. 2. Klicken Sie auf Volltextindizierung, und aktivieren Sie das Kontrollkästchen Dieser Index kann aktuell von Clients durchsucht werden. Verwalten der Volltextindizierung Im Folgenden finden Sie hilfreiche Informationen über die Verwaltung der Volltextindizierung nach der Bereitstellung. Enthalten sind auch Richtlinien, die Ihnen helfen, den richtigen Zeitpunkt für Auffüllungen zu ermitteln und so sicherzustellen, dass im Index jederzeit aktuelle Informationen zur Verfügung stehen. Überprüfen der Größe des Indexes Sie können die Größe des Indexes im folgenden Ordner überprüfen: <driveletter>:\Exchsrvr\ExchangeServer_<servername>\Projects\<indexname>\Build\Indexer \CiFiles 120 Hinzufügen von Benutzern zu einem indizierten Server Wenn Sie einem indizierten Server einen Benutzer hinzufügen, sollten Sie eine inkrementelle Auffüllung durchführen, um das neue Postfach in den Index aufzunehmen. Situationen, bei denen ein neues vollständiges Auffüllen erforderlich ist In den folgenden Fällen müssen Sie den Index vollständig auffüllen: Die Wörtertrennungen wurden geändert. (Wörtertrennungen werden in der Volltextindizierung verwendet, um festzustellen, an welcher Stelle ein einzelnes Wort in einem beliebigen Text beginnt und endet.) Ein Füllwort wurde geändert. Informationen zum Ändern von Füllwörtern finden Sie unter „Customizing Full-Text Indexing“ (Anpassen der Volltextindizierung) unter Exchange Server 2003 Software Development Kit (SDK). Es wurden neue Filter für Dokumentformate hinzugefügt. Die Schemadatei wurde geändert. Die SMTP–Adresse des Speichers wurde geändert. Eine Wiederherstellung wird durchgeführt. Während der Auffüllung bleibt der Index für Volltextsuchen verfügbar. Der Index steht nur dann nicht für Abfragen zur Verfügung, wenn Sie den alten Index vor dem Erstellen des neuen Indexes und einer neuen vollständigen Auffüllung löschen mussten. Dies ist i. d. R. nur erforderlich, wenn der alte Index fehlerhaft war. Konfigurieren der Offlineadressbücher von Exchange Server 2003 Benutzer von Microsoft Office Outlook 2003 können sich das Adressbuch von Microsoft Exchange Server 2003 auf ihren lokalen Computer downloaden. Die daraus resultierende Datei ist das Offlineadressbuch. Outlook muss durch die Verwendung des Offlineadressbuchs keine Verbindung mit dem Active Directory-Verzeichnisdienst herstellen, um allgemeine Vorgänge durchzuführen, z. B. die Auflösung von Namen, das Durchsuchen von Adresslisten oder das Erhalten von Adressdetails. Die zur Verfügung stehenden Funktionen sind zwar begrenzt, jedoch denen der globalen Adressliste oder anderen Adresslisten ähnlich, mit denen Sie im Netzwerk arbeiten. 121 Offlineadressbücher wurden bisher nur bei der Offlinearbeit verwendet. Outlook 2003 verwendet ein Offlineadressbuch beim Arbeiten im Cachemodus (Standardmodus). Beim Installieren von Exchange Server 2003 wird die Standard-Offlineadressliste automatisch konfiguriert. Dabei handelt es sich um eine Offlineversion der gesamten globalen Adressliste. Sie können ggf. zusätzliche Offlineadresslisten erstellen, um beispielsweise folgende Anforderungen zu erfüllen: Wenn Ihre Organisation mehrere Sprachen und mehrere Sortierreihenfolgen verwendet, verschiedene Unternehmen hostet oder über mehrere politische oder physikalische Standorte verfügt, können Sie verschiedene Offlineadressbücher erstellen, um den unterschiedlichen Benutzeranforderungen problemlos gerecht zu werden. Active Directory-Filter können zum Erstellen von Adresslisten verwendet werden, die lediglich Untermengen der Globalen Adressliste enthalten. Anschließend können Sie diese Adresslisten in Offlineadressbüchern verwenden. Sie können Berechtigungen verwenden, um den Zugriff von einzelnen Benutzern oder Gruppen auf bestimmte Offlineadressbücher einzuschränken. Für das Einrichten von Offlineadressbüchern sind folgende grundlegende Schritte erforderlich: 1. Richten Sie die Server zur Unterstützung der Offlineadressbücher ein. Beim Erstellen von Offlineadressbüchern benötigt Exchange Server 2003 Zugriff auf einen globalen Katalogserver und auf einen Server, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird und der die Standardstruktur Öffentliche Ordner unterstützt. 2. Konfigurieren Sie das Offlineadressbuch, und erstellen Sie ein Offlineadressbuch-Objekt in Active Directory. 3. Erstellen Sie die Offlineadressbuch-Dateien. In der Standardeinstellung erfolgt dieser Vorgang während die Exchange-Postfachwartung ausgeführt wird. 4. Achten Sie darauf, dass die Benutzer Outlook so konfigurieren, dass diese das richtige Offlineadressbuch downloaden. Dieser Vorgang ist von der verfügbaren Version von Outlook abhängig. Einrichten der Server zur Unterstützung von Offlineadressbüchern Zum Erstellen von Offlineadressbüchern muss Exchange Server 2003 mindestens auf einen der folgenden Servertypen Zugriff haben: Globaler Katalogserver Wenn Sie über mehrere globale Katalogserver verfügen, müssen Sie darauf achten, dass die Active Directory-Replikation einwandfrei funktioniert, sodass Exchange genaue Informationen abrufen kann, unabhängig davon, welcher 122 Server kontaktiert wird. Achten Sie zudem auf den erforderlichen Zeitraum, der für die Active Directory-Replikation benötigt wird. Ein neues Konto ist möglicherweise nicht sofort auf allen globalen Katalogservern verfügbar. Weitere Informationen zur Active Directory-Replikation finden Sie in der Onlinehilfe zu Microsoft Windows. Server für Öffentliche Ordner Dieser Server ist der Exchange-Server, der die Öffentliche Ordner-Standardstruktur unterstützt. Weitere Informationen zum Verwalten mehrerer Instanzen von Offlineadressbuch-Ordnern, insbesondere bei mehreren Servern für Öffentliche Ordner, mehreren Routinggruppen bzw. mehreren administrativen Gruppen, finden Sie im Abschnitt „Offlineadressbuch-Ordner“ dieses Themas. Server für Gebietsschemas und Öffentliche Ordner Sie können die Sortierreihenfolge sowie die Konfiguration von Codeseiten auf Serverebene einstellen. Exchange Server 2003 verwendet beim Erstellen des Offlineadressbuchs die Gebietsschemaeinstellungen des Offlineadressbuch-Servers. Die Gebietsschemaeinstellungen des Outlook-Profils wirken sich nicht auf das Offlineadressbuch aus. Wenn Outlook im Exchange-Cachemodus ausgeführt wird, verwendet die Software anstatt der Globalen Adressliste normalerweise das Offlineadressbuch. Die Benutzer können ggf. Unterschiede im Verhalten der beiden Arten von Adressbüchern feststellen. Unterschiede zwischen dem Offlineadressbuch und der globalen Adressliste Die unterschiedlichen Erfahrungen mit Outlook sind abhängig davon, mit welcher Adressliste Benutzer arbeiten. Entweder sie verwenden eine Onlineadressliste (z. B. die Globale Adressliste) oder eine Offlineadressliste. Wenn ein Outlook-Benutzer eine Informationsanfrage an die Globale Adressliste stellt, fordert Outlook an, dass die Informationen mit den Gebietschemaeinstellungen des Outlook-Profils und der Windows-Registrierung zur Verfügung gestellt werden. Die Anfrage wird an einen globalen Katalogserver geleitet, der, wenn er richtig konfiguriert wurde, die Informationen mit den entsprechenden Gebietsschemainformationen zurück an Outlook sendet. Wenn der globale Katalogserver die angefragte Sprache nicht unterstützt, werden die Informationen unter Verwendung des englischen Gebietsschemas an Outlook zurückgegeben. Fordert ein Outlook-Benutzer Informationen aus dem Offlineadressbuch an, verwendet Outlook die Dateien des Offlineadressbuchs. Die Gebietsschemainformationen für diese Dateien sind statisch. Exchange Server 2003 stellt beim Erstellen der OfflineadressbuchDateien fest, welche Gebietsschemainformationen zu verwenden sind. Die Dateien werden beim Download in Outlook nicht verändert. Exchange Server 2003 fordert das Offlineadressbuch nur für eine Sprache an und erstellt es lediglich für diese. 123 Verwendet der Computer des Benutzers dieselben Gebietsschemainformationen wie der Offlineadressbuch-Server, ist kein Unterschied im Verhalten sichtbar. Wenn Benutzer allerdings ein anderes Gebietsschema eingestellt haben als auf dem OfflineadressbuchServer, werden die Benutzer einen Unterschied feststellen. Wenn Benutzer diese Konfiguration verwenden, insbesondere, wenn Sie den Exchange-Cachemodus verwenden, sollten Sie die entsprechenden Benutzer auf die Unterschiede zwischen den zwei Arten von Adressbüchern hinweisen. Die primären Gebietschemaeinstellungen lauten wie folgt: Codeseite Die Versionen 1 und 2 des ANSI-Offlineadressbuchs werden unter Verwendung der ANSIStandardcodeseite des Serversystems erstellt. In diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass ein englischer Server ein Offlineadressbuch erstellt und dieses Offlineadressbuch von einem russischen OutlookBenutzer gedownloadet wird. Das Offlineadressbuch verwendet immer noch westeuropäische Zeichen. Wenn der russische Outlook-Benutzer mit der Globalen Adressliste verbunden ist, wird die Adressliste in kyrillischen Zeichen angezeigt. Sortierreihenfolge Alle Offlineadressbücher, die auf einem bestimmten Server erstellt wurden, verwenden die Sortierreihenfolge des entsprechenden Servers. In diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass ein englischer Server ein Offlineadressbuch erstellt und dieses Offlineadressbuch von einem deutschen OutlookBenutzer gedownloadet wird. Das Offlineadressbuch verwendet weiterhin die englische Sortierreihenfolge. Wenn der deutsche Outlook-Benutzer mit der globalen Adressliste verbunden ist, wird die Adressliste in der deutschen Sortierreihenfolge angezeigt. Überprüfen und Konfigurieren des Standardgebietsschemas des Offlineadressbuchs Outlook-Benutzer können das Gebietsschema des Offlineadressbuchs überprüfen, indem Sie die folgenden Registrierungsschlüssel auf dem Computer überprüfen, auf dem Outlook ausgeführt wird: HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Exchange\Exchange Provider\OAB Sort LocaleU Die Gebietsschema-ID für das UNICODE-Offlineadressbuch als Hexadezimalwert und binär gespeichert, beispielsweise 09 04 00 00 für Englisch (USA). HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Exchange\Exchange Provider\OAB Sort Locale Die Gebietsschema-ID für das ANSI–Offlineadressbuch als Hexadezimalwert und binär gespeichert, beispielsweise 09 04 00 00 für Englisch (USA). 124 Wichtig: Nehmen Sie keine Änderungen an diesen Registrierungsschlüsseln vor. Das Offlineadressbuch verwendet das Standardgebietsschema des OfflineadressbuchServers. Sie können das Standardgebietsschema ändern. Denken Sie jedoch daran, dass der Server nur ein Standardgebietsschema verwenden kann. Der Wert für das Gebietsschema ist eine hexadezimale Zeichenfolge, beispielsweise 00000409 für Englisch (USA). Weitere Informationen zu Werten für Gebietsschema-IDs finden Sie in der Dokumentation zu Microsoft Windows Server 2003. Ausführliche Anweisungen zum Ändern des Servergebietsschemas finden Sie unter Ändern des Standardgebietsschemas des Servers. Offlineadressbuch-Ordner Wenn Exchange Server 2003 Offlineadressbuch-Dateien erstellt, werden die Dateien an EMail-Nachrichten angehängt und in speziellen Öffentlichen Ordner abgelegt. Outlook erhält Nachrichten von diesem Ordner und downloadet die angehängten Dateien. Die Nachrichten des Offlineadressbuchs werden in Unterordnern des Ordners Offlineadressbuch gespeichert. Dieser Ordner ist ein Systemordner der Öffentliche Ordner-Standardstruktur. Der Ordner enthält Unterordner für jede administrative Gruppe (oder jeden Standort) in Ihrer Topologie. In der Standardeinstellung befindet sich ein Inhaltsreplikat einer bestimmten Verwaltungsgruppe auf dem ersten Server, der in der Verwaltungsgruppe (Standortordnerserver genannt) installiert ist. Ausführliche Anweisungen zum Anzeigen von Systemordnern finden Sie unter Anzeigen des Systemorders für eine Öffentliche Ordner-Struktur. Hinweis: Durch den Standortordnerserver wird sichergestellt, dass Standortordner vorhanden sind. Wenn der Standortordnerserver vom Standort entfernt werden muss, müssen Sie zuvor sicherstellen, dass die Standortordner auf einen neuen Server repliziert wurden, der dann die Funktion des Standortordnerservers übernehmen kann. Sie können Systemordner ggf. auf zusätzliche Server replizieren. Sie können weiterhin einzelne Offlineadressbücher konfigurieren, um diese auf bestimmten Servern bereitzustellen. Für die Unterstützung der Offlineadressbuch-Ordner muss der Server über den Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner verfügen. Weitere Informationen zum Verweisverfahren für Systemordner finden Sie unter „Verwalten von Postfachspeichern und Informationsspeichern für Öffentliche Ordner“ im Exchange Server 2003-Administratorhandbuch. Wenn ein Server in einer Umgebung im gemischten Modus auf einen Exchange Server 2003 aktualisiert wird, müssen Sie u. U. neue Ordnerreplikate erstellen. Weitere Information zum Erstellen neuer Replikate der Offlineadressbücher finden Sie im Microsoft Knowledge Base- 125 Artikel 817377, „Offline Address Book Replication Does Not Work After You Upgrade to Exchange Server 2003“. Offlineadressbuch-Dateien Beim Erstellen eines Offlineadressbuchs erstellt Exchange Server 2003 mehrere Dateisätze. Mit diesen Dateien unterstützt Exchange Server 2003 verschiedene Formate für das Offlineadressbuch: OAB Version 1 Wenn das Offlineadressbuch mit der Option Exchange 4.0- und 5.0Kompatibilität konfiguriert wird, erstellt Exchange einen Dateisatz im OfflineadressbuchFormat, Version 1 (OAB Version 1). Diese Dateien werden an Nachrichten im Stammordner des Offlineadressbuchs angehängt (in der Regel: /o=Erste Organisation/cn=Adresslisten/cn=OABs/cn=Standard-Offlineadressliste). DOS, Windows 16 Bit und Exchange 4.0-Clients verwenden OAB-Informationen in der Version 1. Diese Informationen wird nicht mit Outlook-Clients verwendet. OAB, Version 2 Für Nicht-Unicode (ANSI)-Clients. Exchange erstellt Dateien im Offlineadressbuch–Format in der Version 2 (OAB Version 2). Diese Dateien werden an Nachrichten im Ordner für OAB, Version 2, angehängt. Alle Outlook-Clients können die Dateien verwenden. OAB Version 3a Für Unicode-Outlook-Clients. Exchange erstellt Dateien im Offlineadressbuch-Format in der Version 3a (OAB, Version 3a). Diese Dateien werden an Nachrichten im Ordner für OAB, Version 3a, angehängt (siehe Abbildung). Outlook 2003Clients können diese Dateien verwenden. 126 Nachrichten in einem Offlineadressbuch-Ordner In der folgenden Tabelle werden die Dateien aufgeführt, die Exchange Server 2003 für verschiedene Offlineadressbuch-Formate erstellt. Dateien, die von Exchange Server 2003 für Offlineadressbücher erstellt werden ANSI-OAB, Version 1 ANS-OAB,Version 2 (Stammordner) Browse.oab Unicode-OAB, Beschreibung Version 3a Browse2.oab Browse2_u.oab Diese Datei bildet die Kernkomponente des Offlineadressbuchs. Sie beinhaltet die Verweise auf Daten in anderen OABDateien. 127 ANSI-OAB, Version 1 ANS-OAB,Version 2 (Stammordner) Details.oab Unicode-OAB, Beschreibung Version 3a Details2.oab Details2_u.oab Diese Datei enthält die detaillierten Datensätze. Eine Liste der Attribute, die in dieser Datei enthalten sind, finden Sie unter „In OfflineadressbuchDateien gespeicherte Benutzerattribute“ weiter unten in diesem Kapitel. Sie können die Attribute in den detaillierten Datensätzen nicht anpassen. Outlook-Benutzer können über die Option Alle Details auswählen, ob sie die Datei mit den Details downloaden möchten. Es wird empfohlen, die Option Alle Details auszuwählen, wenn der Outlook-Client im Cachemodus ausgeführt wird. Wenn der Client über wenig Speicherplatz verfügt, sollte der Benutzer die Option Keine Details auswählen. 128 ANSI-OAB, Version 1 ANS-OAB,Version 2 (Stammordner) Unicode-OAB, Beschreibung Version 3a Rdndex.oab Rdndex2.oab Rdndex2_u.oab Outlook verwendet diesen Index bei der Suche nach Distinguished Names (DN). Outlook erstellt die Dateien rdndex und pdndex mithilfe dieser Informationen. Anrdex.oab Anrdex.oab Anrdex2_u.oab Outlook verwendet diese Indexdatei, um mehrdeutige Namen aufzulösen. Lngxxx.oab Lngxxx.oab Lngxxx.oab Diese Dateien enthalten Anzeigeund Adressvorlagen für Gebietschemainform ationen (Spracheinstellungen ). Die Vorlagen enthalten Informationen darüber, wie Outlook die Eigenschaften der Objekte darstellt. In der Vorlage stellt xxx die GebietsschemaID dar, die zur Identifikation der Sprache verwendet wird. Outlook benennt die Vorlage während des Downloads in Tmplts.oab um. 129 ANSI-OAB, Version 1 ANS-OAB,Version 2 (Stammordner) Macxxx.oab Unicode-OAB, Beschreibung Version 3a Macxxx.oab Macxxx.oab Die Datei enthält Anzeige- und Adressvorlagen für Macintosh, wobei xxx für die Codeseite steht. Der Client benennt die Vorlage während des Downloads in Tmplts.oab um. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Handbuchs verwenden Macintosh-Clients, einschließlich Outlook 2001, das Nicht-UnicodeOfflineadressbuch. Die Unicode-Datei wird für die zukünftige Verwendung erstellt. 130 ANSI-OAB, Version 1 ANS-OAB,Version 2 (Stammordner) Changes.oab Unicode-OAB, Beschreibung Version 3a Changes.oab Changes.oab Diese Datei wird auch DIFF-Datei (oder DifferenceDatei) genannt. Sie enthält die Unterschiede zwischen dem aktuellen Offlineadressbuch und dem zuvor erstellten Offlineadressbuch. Outlook verwendet die Informationen dieser Datei, um festzustellen, ob eine Aktualisierung der Kopie des Offlineadressbuchs vorgenommen oder ein neues Offlineadressbuch erstellt werden soll. Diese Datei ist als Anlage in einer separaten Nachricht enthalten. Benutzerzertifikate in Offlineadressbuch-Dateien Die Dateien mit den Details eines Offlineadressbuchs enthalten Benutzerzertifikate. In Exchange Server 2003 werden unwichtige Zertifikate jedoch herausgefiltert. Es gibt drei verschiedene Zertifikatsattribute in Active Directory. Nur wenige dieser Zertifikate werden für die Verschlüsselung und als Signatur von E-Mail-Nachrichten verwendet. Outlook verwendet aus diesem Grund nur diese und keine anderen Zertifikate. Zertifikate, die nicht von Outlook verwendet werden, beispielsweise EFS (Encrypted File System) und die 802.1xAuthentifizierung, werden aus dem Offlineadressbuch herausgefiltert. Abgelaufene Zertifikate werden ebenfalls aus dem Offlineadressbuch herausgefiltert. 131 Ausführliche Anweisungen zum Deaktivieren der Zertifikatfilterung finden Sie unter Deaktivieren der Zertifikatsfilterung in Offlineadressbuchdateien. In Offlineadressbuch-Dateien gespeicherte Benutzerattribute Mit Outlook können Benutzer Adressattribute anderer Benutzer anzeigen lassen, wenn Sie das Offlineadressbuch verwenden. Welche Attribute verfügbar sind, hängt von der OutlookKonfiguration ab. Zeigen Sie im Menü Extras auf Senden/Empfangen, und klicken Sie anschließend auf Onlineadressbuch downloaden, um die Attributeinstellungen anzuzeigen. Outlook stellt zwei Optionen zur Verfügung: Alle Details Outlook downloadet alle Adressattribute. Keine Details Outlook downloadet eine Teilmenge der Offlineattribute. In der folgenden Tabelle sind die Adressattribute aufgeführt, die Teil des Offlineadressbuchs sind, und es wird gezeigt, ob diese als Teil der Version des Offlineadressbuchs ohne Details gedownloadet werden oder nicht. Adressattribute des Offlineadressbuchs nach Adressbuchregisterkarte geordnet Registerkarte Anzeigename Attributname Keine Details Alle Details Nicht zutreffend Nicht zutreffend PR_OBJECT TYPE X X PR_ENTRYID X X PR_DISPLAY_T YPE X X PR_SEND_RIC H_INFO X X PR_USER_CER TIFICATE X PR_USER_X50 9_CERTIFICAT E X PR_EMS_AB_X 509_CERT X PR_EMS_AB_H OME_MDB_A X* 132 Registerkarte Anzeigename Attributname Keine Details Alle Details Allgemein Vorname PR_GIVEN_NA ME_A X Initiale PR_INITIALS_A X Nachname PR_SURNAME_ X A X Anzeigename PR_DISPLAY_N AME_A X X Alias PR_ACCOUNT_ A X X Adresse PR_STREET_A DDRESS_A X Stadt PR_LOCALITY_ A X Bundesland PR_STATE_OR _PROVINCE_A X PLZ PR_POSTAL_C ODE_A X Land/Region PR_COUNTRY_ A X Anrede PR_TITLE_A X Firma PR_COMPANY_ NAME_A X Sekretariat PR_ASSISTANT _A X Abteilung PR_DEPARTME NT_NAME_A X Büro PR_OFFICE_LO X CATION X Telefon PR_BUSINESS_ TELEPHONE_N UMBER_A X 133 Registerkarte Anzeigename Attributname Telefon/Anmerk ungen: Geschäftlich 1 PR_BUSINESS_ TELEPHONE_N UMBER_A X Geschäftlich 2 PR_BUSINESS_ TELEPHONE_N UMBER_A X ** Fax PR_PRIMARY_ FAX_NUMBER_ A X Sekretariat PR_ASSISTANT _TELEPHONE_ NUMBER_A X Privat 1 PR_HOME_TEL EPHONE_NUM BER_A X Privat 2 PR_HOME2_TE LEPHONE_NU MBER_A X ** Mobil PR_MOBILE_TE LEPHONE_NU MBER_A X Pager PR_PAGER_TE LEPHONE_NU MBER_A X Anmerkungen PR_COMMENT _A X Nicht zutreffend PR_ADDRTYPE _A X X Nicht zutreffend PR_EMAIL_AD DRESS_A X X Nicht zutreffend PR_SMTP_ADD RESS_A X X Nicht zutreffend PR_EMS_AB_P ROXY_ADDRES SES E-Mail-Adressen Keine Details Alle Details X 134 Registerkarte Anzeigename Attributname Nicht zutreffend PR_EMS_AB_T ARGET_ADDRE SS Keine Details Alle Details X* * V3 steht für Version 3a des Offlineadressbuchs. Derzeit steht diese Version lediglich in Exchange Server 2003 und Outlook 2003 zur Verfügung. ** Geschäftlich 2 und Privat 2 stehen als einzelner Wert in der Version 5.5 von Microsoft Exchange Server und mehrwertig lediglich in der Version 3 von Exchange Server 2003. Diese Werte stehen für Exchange Server 2003-ANSI, Version 2, oder Microsoft Exchange 2000 Server nicht zur Verfügung. In der folgenden Tabelle sind die Attribute aufgeführt, die weder in der Version Keine Details noch in der Version Alle Details des Offlineadressbuchs enthalten sind. Attribute, die im Offlineadressbuch nicht verfügbar sind Registerkarte Anzeigename Attributname Organisation Direkt unterstellt directReports Mitglied von Gruppenmitgliedschaft groupMembershipSAM Nicht zutreffend Benutzerdefinierte Attribute Nicht zutreffend Ändern des Standardgebietsschemas des Servers Das Offlineadressbuch verwendet das Standardgebietsschema des Offlineadressbuch– Servers. Führen Sie zum Ändern des Standardgebietsschemas des Servers das folgende Verfahren durch. Bevor Sie beginnen Sie können das Standardgebietsschema ändern, denken Sie jedoch daran, dass der Server nur ein Standardgebietsschema verwenden kann. Der Wert für das Gebietsschema ist eine hexadezimale Zeichenfolge, beispielsweise 00000409 für Englisch (US). 135 Verfahren So ändern Sie das Standardgebietsschema des Servers 1. Starten Sie den Registrierungs–Editor auf dem Exchange–Server. 2. Wechseln Sie zu HKEY_USERS\.Default\Control Panel\International\Locale. 3. Ändern Sie den Wert des Schlüssels Locale, sodass die richtige Gebietsschema–ID verwendet wird. Weitere Informationen Weitere Informationen zu Werten für Gebietsschema–IDs finden Sie in der Dokumentation zu Microsoft Windows Server™ 2003. Anzeigen des Systemorders für eine Öffentliche Ordner-Struktur Führen Sie zum Anzeigen des Systemordners für eine Öffentliche Ordner-Struktur das folgende Verfahren durch. Verfahren So zeigen Sie Systemordner an 1. Öffnen Sie den Exchange-System-Manager. 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Knoten der Öffentliche Ordner-Struktur, und klicken Sie dann auf Systemordner anzeigen. Die folgende Abbildung zeigt die Offlineadressbuch-Ordner und -Unterorder, wie Sie im Exchange-System-Manager angezeigt werden. Offlineadressbuch-Ordner im Exchange-System-Manager 136 Deaktivieren der Zertifikatsfilterung in Offlineadressbuchdateien Führen Sie zum Deaktivieren der Zertifikatsfilterung in Offlineadressbuchdateien das folgende Verfahren durch. Bevor Sie beginnen Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Vorsicht: Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen, die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten. 137 Verfahren So deaktivieren Sie die Zertifikatsfilterung 1. Starten Sie den Registrierungs-Editor auf dem Exchange-Server. 2. Wechseln Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\services\MSExchangeSA\Parame ters\ 3. Wenn der Eintrag OAL Invalid Cert Behavior nicht vorhanden ist, fügen Sie eine neue Zeichenfolge hinzu: Wert: OAL Invalid Cert Behavior Typ: DWORD _ Wert: 2 Die Datenwerte haben folgende Entsprechung: 0 = filtert abgelaufene und ungültige Zertifikate 1 = filtert nur abgelaufene Zertifikate 2 = filtert das Attribut UserCertificate nicht Erstellen eines neuen Offlineadressbuchs Die Standard-Offlineadressliste enthält alle Adressen aus der globalen Adressliste. Sie können bei Bedarf weitere Offlineadressbücher erstellen. 138 Offlineadresslisten-Container im Exchange-System-Manager Ausführliche Anweisungen zum Erstellen eines neuen Offlineadressbuchs finden Sie unter Erstellen eines neuen Offlineadressbuchs. Erstellungsprozess für Offlineadressbücher Mehrere Dienste sind an der Erstellung und Verwaltung der Offlineadressbuch–Dateien beteiligt. Bevor Offlineadressbücher erstellt werden können, müssen die Adresslisten in Active Directory aktualisiert werden. Der Microsoft Exchange–Systemaufsichtsdienst ruft den Empfängeraktualisierungsdienst auf, um die Adresslisten zu verwalten. Wenn der Empfängeraktualisierungsdienst die Adresslisten nicht auffüllen kann, schlägt das Erstellen der Offlineadressbücher in Exchange Server 2003 fehl. Während der Ausführung der Verwaltungsprozesse für den Informationsspeicher für Öffentliche Ordner initiiert Exchange Server 2003 die folgenden Vorgänge, um das Offlineadressbuch zu erstellen: 1. Der Microsoft Exchange–Informationsspeicherdienst (MSExchangeIS) erstellt die Ordner für das Offlineadressbuch. 2. Der Microsoft Exchange–Systemaufsichtsdienst (MSExchangeSA, auch als Mad.exe bezeichnet) ruft die Adresslisteninhalte und die Konfigurationsinformationen für das Offlineadressbuch aus Active Directory ab. 3. Der Microsoft Exchange–Systemaufsichtsdienst ruft Oabgen.dll auf. 139 Oabgen.dll ist eine MAPI–Anwendung für das Lesen von Daten aus Active Directory. Beim ersten Erstellen eines Offlineadressbuchs erstellt Oabgen.dll die Ordner OAB Version 2 und OAB Version 3a. Bei jeder weiteren Ausführung von Oabgen.dll werden Dateien für alle Versionen des Offlineadressbuchs erstellt, die Dateien komprimiert und anschließend für jede konfigurierte Offlineadressbuch–Version Nachrichten in den entsprechenden Ordnern abgelegt. Die Offlineadressbuch–Dateien werden als Anhänge dieser Nachrichten gespeichert. Erstellen eines neuen Offlineadressbuchs Die Standard-Offlineadressliste (siehe Abbildung) enthält alle Adressen, die in der Globalen Adressliste aufgeführt sind. Offlineadresslisten-Container im Exchange-System-Manager Mit dem folgenden Verfahren können Sie ggf. zusätzliche Offlineadressbücher erstellen. Verfahren So erstellen Sie ein neues Offlineadressbuch 1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Exchange-System-Manager unter 140 Empfänger auf Offlineadresslisten, zeigen Sie auf Neu, und klicken Sie anschließend auf Offlineadressliste. 2. Geben Sie einen Namen für die Offlineadressliste ein. Dies ist der Name für das Offlineadressbuch-Objekt in Active Directory. Bei der Verwaltung des Offlineadressbuchs im Exchange-System-Manager können Sie unter diesem Namen auf das Adressbuch zugreifen. Outlook verwendet diesen Namen nicht. 3. Klicken Sie auf Durchsuchen, um einen Server für Öffentliche Ordner für das Offlineadressbuch auszuwählen. Geben Sie den Namen des Servers ein, oder verwenden Sie die Option Erweitert, um einen Server zu suchen. 4. Klicken Sie auf Weiter, und wählen Sie mit Hinzufügen und Entfernen Adresslisten aus, die Exchange Server 2003 als Quelle für das Offlineadressbuch verwenden soll. Beenden Sie den Assistenten Neues Objekt – Offlineadressliste, indem Sie alle verbleibenden Schritte ausführen Exchange Server 2003 konfiguriert das Active Directory-Objekt für das neue Offlineadressbuch. Die Offlineadressbuch-Dateien werden bei der nächsten Ausführung der Verwaltungsprozesse für den Exchange-Informationsspeicher erstellt. Konfigurieren eines Offlineadressbuchs Nach dem Erstellen eines neuen Offlineadressbuchs können Sie zusätzliche Eigenschaften bearbeiten, einschließlich des Aktualisierungsintervalls und der Kompatibilitätsoptionen für ältere Clients. 141 Eigenschaften einer Offlineadressliste Für eine Offlineadressliste können die folgenden Optionen eingestellt werden: Server für Offlineadresslisten In jedem Offlineadressbuch wird ein Server für das Erstellen der Dateien angegeben. Klicken Sie auf Durchsuchen, um eine Liste der verfügbaren Server anzuzeigen. Hinweis: Stellen Sie vor der Angabe eines neuen Offlineadressbuch-Servers für ein vorhandenes Offlineadressbuch sicher, dass der neue Server über Inhaltsreplikate der entsprechenden Offlineadressbuch-Ordner verfügt (wie unter „Offlineadressbuch–Ordner“ in Einrichten der Server zur Unterstützung von Offlineadressbüchern beschrieben). Wenn die Ordner nicht vorhanden sind, kann ein Fehler beim Erstellen des Offlineadressbuchs durch den OABGEN–Prozess auftreten. In der Ereignisanzeige wird dann das Ereignis 9333 oder 9335 angezeigt. Sollte dieser Fall eintreten, konfigurieren Sie die Ordner manuell, sodass sie auf den entsprechenden Server repliziert werden. Informationen zum 142 Konfigurieren von Ordner zum Replizieren finden Sie unter Steuern der Replikation Öffentlicher Ordner in Exchange Server 2003. Adresslisten In der Standardeinstellung wird die globale Adressliste einbezogen. Sie können die globale Adressliste entfernen oder weitere Adresslisten hinzufügen. Unabhängig davon, wie viele Adresslisten ausgewählt wurden, kann Outlook nur eine einzige Adressliste downloaden. Outlook wird ggf. aufgefordert, eine Adressliste auszuwählen, die als Offlineadressbuch gedownloadet werden soll. Hinweis: Weitere Informationen zu Adresslisten finden Sie unter „Arbeiten mit Adresslisten“ in der Hilfe zu Exchange Server 2003. Aktualisierungsintervall In der Standardeinstellung wird das Offlineadressbuch jeden Tag um 05:00 Uhr morgens erstellt. Klicken Sie auf Anpassen, um den Zeitplan zu ändern. Kompatibilität mit Exchange 4.0 und 5.0 Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Exchange 4.0- und 5.0-Kompatibilität, wenn Ihre Umgebung ältere Clientversionen unterstützt (einschließlich Exchange-Clients). Wenn diese Option ausgewählt ist, erstellt Exchange Server 2003 Offlineadressbuch–Dateien der Version 1. Um die Leistung des Servers zu verbessern, ist diese Option standardmäßig nicht aktiviert. Wenn Sie diese Option aktivieren, verlängert sich die Zeit für das Erstellen der Offlineadressbuch–Dateien, und die Offlineadressbuch–Ordner werden größer. Weitere Informationen zu diesem Kompatibilitätsproblem finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 191909: „XCLN: Error Msg: Unable to Download Offline Address Book). Festlegen eines Offlineadressbuchs für einen Postfachspeicher Wenn Sie mehrere Offlineadressbücher erstellen, können Sie jeden Postfachspeicher so konfigurieren, dass dieser ein bestimmtes Offlineadressbuch verwendet. Für alle Postfächer in diesem Speicher wird dann das angegebene Offlineadressbuch verwendet, und alle Benutzer in diesem Postfachspeicher erhalten Zugriff auf die Adresslisten dieses Offlineadressbuchs. Die Konfiguration unterschiedlicher Offlineadressbücher für verschiedene Postfachspeicher empfiehlt sich, wenn mehrere Umgebungen verwaltet werden oder in einer Umgebung 143 mehrsprachig gearbeitet wird und daher der Benutzerzugriff auf bestimmte Adresslisten eingeschränkt werden muss. Wenn von den Benutzern unterschiedliche Codeseiten oder Sortierreihenfolgen verwendet werden, können diese Benutzer auf mehrere Postfachspeicher aufgeteilt werden. Jedem Speicher kann dann ein entsprechendes Offlineadressbuch zugewiesen werden, dass auf einem Server mit den erforderlichen Gebietsschemainformationen erstellt wurde. Ausführliche Anweisungen zur Konfiguration eines Postfachspeichers zur Verwendung eines bestimmten Offlineadressbuchs finden Sie unter Konfigurieren eines Postfachspeichers für die Verwendung eines bestimmten Offlineadressbuchs. Konfigurieren eines Postfachspeichers für die Verwendung eines bestimmten Offlineadressbuchs Wenn Sie mehrere Offlineadressbücher erstellen, können Sie jeden Postfachspeicher so konfigurieren, dass dieser ein bestimmtes Offlineadressbuch verwendet. So konfigurieren Sie einen Postfachspeicher für die Verwendung eines bestimmten Offlineadressbuchs Verfahren So konfigurieren Sie einen Postfachspeicher für die Verwendung eines bestimmten Offlineadressbuchs 1. Erweitern Sie im Exchange-System-Manager unter Server die Server- und Speichergruppe, die Sie konfigurieren möchten. 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den zu konfigurierenden Postfachspeicher, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. 3. Klicken Sie unter Offlineadressliste auf Durchsuchen. 4. Geben Sie den Namen des Offlineadressbuchs ein, oder klicken Sie auf Erweitert, um ein Offlineadressbuch auszuwählen. Weitere Informationen Informationen zur Angabe eines Offlineadressbuchs für ein bestimmtes Postfach finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 275203: „Offline Address Book Cannot Be Associated with a Particular Mailbox“. 144 Problembehandlung bei Serverkonfigurationsproblemen Weitere Informationen und Unterstützung bei der Behandlung von Problemen mit Offlineadressbüchern finden Sie in den folgenden Microsoft Knowledge Base–Artikeln: 286328, "Offline Address Book Is Missing and Cannot Be Generated in Microsoft Exchange" 822931, "How to Remove the First Exchange 2003 Server Computer from the Site" 307917, "XADM: How to Remove the First Exchange 2000 Server Computer from the Site" 273364 "XADM: Unable to Create or Rebuild Default Offline Address List" Weitere Informationen zum Überprüfen, neu Erstellen und Replizieren des Offlineadressbuchs und der entsprechenden Systemordner finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 311742, „XADM: Troubleshooting the Exchange 2000 Offline Address List“. Ausführliche Informationen zum Zurücksetzen von Systemordnern finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 275171: „XADM: How to Reset System Folders on an Exchange 2000 Server“. Für die Problembehandlung bei Active Directory ist eine Vielzahl von Tools und Ressourcen verfügbar, so z. B. das Ereignisprotokoll, Dcdiag.exe und Netdiag.exe. Weitere Informationen zu diesen Ressourcen finden Sie in folgenden Microsoft Knowledge Base–Artikeln: 249256, "HOW TO: Troubleshoot Intra-Site Replication Failures" 321708, "HOW TO: Use the Network Diagnostics Tool (Netdiag.exe) in Windows 2000" Konfigurieren der Outlook-Clients Nach dem Erstellen der lokalen Adressbuchdateien auf dem Exchange-Server können die lokalen Adressbuchdateien vom Client gedownloadet werden. Nachdem die Dateien auf die lokale Festplatte gedownloadet wurden, kann Outlook auf die Adressinformationen in den Dateien zugreifen. Bisher verwendeten Outlook-Clients das lokale Adressbuch nur, während offline gearbeitet wurde („Klassischer Offlinemodus“). Mit Outlook 2003 wird ein neues Feature namens Exchange-Cachemodus eingeführt. Im Exchange-Cachemodus kann Outlook 2003 die lokalen Adressbuchdateien auf der lokalen Festplatte auch dann verwenden, wenn eine Verbindung mit dem Server besteht. Sowohl der Exchange-Cachemodus als auch der klassische Offlinemodus werden später in diesem Thema ausführlich beschrieben. 145 Weitere Informationen zu den Registrierungseinstellungen für das Offlineadressbuch von Outlook 2003 finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 841273: „Verwalten des Offlineadressbuchs in Outlook 2003“. Windows-Profile und Outlook-Profile Es wird empfohlen, in jedem Windows-Benutzerprofil nur ein Outlook-Profil zu konfigurieren, das auf das Offlineadressbuch zugreift. In einem Windows-Profil können mehrere OutlookProfile konfiguriert werden. Bei dieser Konfiguration wird u. U. für jedes Outlook-Profil im Benutzer-Profil ein Offlineadressbuch gedownloadet. In Outlook werden jedoch nur Änderungen an einem Offlineadressbuch für jeden Windows–Benutzer unterstützt, unabhängig davon, wie viele Outlook-Profile konfiguriert wurden. Hinweis: Wenn innerhalb eines Windows-Profils mehrere Profile im Exchange-Cachemodus Offlineadressbücher verwenden, kann dies zu unerwünschten Ergebnissen führen. Wenn im Windows-Profil zwischen Outlook-Profilen gewechselt wird, muss das Offlineadressbuch für jedes Outlook-Profil vollständig gedownloadet werden. Schwellenwert für den vollständigen Download Nach dem ersten Download der lokalen Adressbuchdateien muss Outlook nur dann das gesamte Offlineadressbuch downloaden, wenn umfassende Änderungen vorgenommen wurden. Üblicherweise werden nur Aktualisierungen gedownloadet. Wenn die Aktualisierung mehr als ein Achtel des (auf dem Server gespeicherten) Offlineadressbuchs umfasst, werden alle Dateien neu gedownloadet. Eine ausführliche Behandlung der Änderungen, nach denen Outlook ein vollständiges Offlineadressbuch downloadet finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 839826: „High network usage occurs while Outlook clients download the offline Address Book from Exchange 2003 at the same time“. Diese Details sind besonders dann relevant, wenn Outlook über eine langsame WAN-Verbindung mit den Exchange-Servern kommuniziert oder ein Benutzer umfassende Änderungen an einer großen Adressliste vornimmt. Weitere Informationen zur Steuerung der Auswirkungen derartiger Downloads auf das System finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 867623, „Throttling full offline Address Book downloads to limit the effect on a LAN in Exchange Server 2003“. Standarddateipfad In der Standardeinstellung speichert Outlook die lokalen Adressbuchdateien auf dem Clientcomputer an folgendem Ort: 146 \Dokumente und Einstellungen\<Windows-Alias>\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Microsoft\Outlook\ Dieser Ort kann durch Bearbeiten der Registrierung geändert werden. Schließen Sie Outlook vor dem Bearbeiten der Registrierung, und erstellen Sie einen geeigneten Dateipfad (beispielsweise D:\OAB). Ausführliche Anweisungen zum Ändern des Standarddateipfads der lokalen Adressbuchdateien finden Sie unter Ändern des Standarddateipfads der Offlineadressbuchdateien. Offlineadressbuch-Clientdateien In den folgenden Tabellen werden die Dateien aufgelistet, die Outlook auf den Clientcomputer downloadet. Diese Informationen können bei der Behebung von Problemen mit dem Offlineadressbuch nützlich sein. Dateien, die von Outlook 2003 im ANSI-Modus (Nicht-Unicode), von Outlook 2002 und von Outlook 2000 gedownloadet werden. ANSI OAB (Version 2) Alle Details/Keine Aus Serverdateien Zweck Details extrahiert Browse.oab Beides Browse2.oab Enthält DN und Verweise zu allen Daten und Dateien Details.oab Nur „Alle Details“ Details2.oab Enthält Details Rdndex.oab Beides Rdndex2.oab Relative DNs Pdndex.oab Beides Rdndex2.oab Änderungen an Domänennamen Anrdex.oab Beides Anrdex2.oab Uneindeutige Namen Tmplts.oab Beides Lngxxx.oab Vorlagen, z. B. Dialogfelder Dateien, die im Unicode-Modus von Outlook 2003 gedownloadet werden. Unicode OAB Alle Details/Keine Aus Serverdateien (Version 3a) Details extrahiert Ubrowse.oab Beides Browse2_u.oab Zweck Enthält DN und Verweise zu allen Daten und Dateien 147 Unicode OAB Alle Details/Keine Aus Serverdateien Zweck (Version 3a) Details extrahiert Udetails.oab Nur „Alle Details“ Details2_u.oab Enthält Details Urdndex.oab Beides Rdndex2_u.oab Relative DNs Updndex.oab Beides Rdndex2_u.oab Änderungen an Domänennamen Uanrdex.oab Beides Anrdex2_u.oab Uneindeutige Namen Utmplts.oab Beides Lngxxx_u.oab Vorlagen, z. B. Dialogfelder In der Standardeinstellung verwendet Outlook 2003 das Offlineadressbuch im UnicodeFormat mit allen Details. Wenn Sie mithilfe bestehender Outlook-Profile auf Outlook 2003 aktualisieren, verwendet Outlook 2003 das Offlineadressbuch im ANSI-Format. Outlook 2002 und Outlook 2000 verwenden das Offlineadressbuch im ANSI-Format. Manchmal befinden sich sowohl ANSI- als auch Unicode-Dateien im lokalen Verzeichnis eines Clientcomputers. Outlook verwendet jedoch nur eine Version der Dateien. Beide Dateisätze können vorhanden sein, wenn Outlook zwischen dem ANSI- und Unicode-Modus wechselt, oder wenn Outlook von einer früheren Version zu Outlook 2003 aktualisiert wurde. Outlook 2003 verwendet jedoch immer nur einen Dateisatz. Weitere Informationen dazu, wie Sie überprüfen, ob Outlook 2003 im Unicode-Modus ausgeführt wird, finden Sie unter „Überprüfen der Konfiguration von Outlook 2003“ weiter unten in diesem Thema. Konfigurieren des Outlook 2003-ExchangeCachemodus Der Outlook 2003 Exchange-Cachemodus verwendet in der Standardeinstellung das Offlineadressbuch. Bei der ersten Synchronisierung des Postfachs eines Benutzers in Outlook, wird das Offlineadressbuch gedownloadet, das dem entsprechenden Benutzer zugewiesen ist. Weitere Informationen zu mehreren Offlineadressbüchern und zum Auswählen eines einzelnen Adressbuchs finden Sie im Abschnitt „Konfigurieren des klassischen Offlinemodus in Outlook 2003“ weiter unten in diesem Thema. Wenn ein Offlineadressbuch vollständig gedownloadet wurde, überprüft Outlook im Anschluss alle 24 Stunden nach der letzten erfolgreichen Aktualisierung, ob eine weitere Aktualisierung vorliegt. Sie können die Art der Verwendung des Offlineadressbuchs folgendermaßen ändern: 148 Richten Sie eine Übermittlungsgruppe ein, wenn Sie häufiger nach Aktualisierungen suchen möchten. Ändern Sie den Typ des automatischen Downloads. Konfigurieren Sie Outlook für die Verwendung der Onlineadressliste zur Auflösung uneindeutiger Namen. Weitere Informationen zum Outlook 2003 Exchange-Cachemodus finden Sie in der Hilfe zu Outlook 2003. Übermittlungsgruppen Im Outlook 2003 Exchange-Cachemodus sind für das Synchronisieren des Offlineadressbuchs keine Übermittlungsgruppen erforderlich. Außerdem ist in der Standardeinstellung in der Übermittlungsgruppe kein Offlineadressbuch enthalten. Wenn Outlook im klassischen Modus statt im Cachemodus ausgeführt wird, enthält die Übermittlungsgruppe in der Standardeinstellung ein Offlineadressbuch. Unter bestimmten Umständen ist eine Übermittlungsgruppe für den Benutzer erforderlich. Wenn der Benutzer beispielsweise möchte, dass Outlook stündlich statt nur täglich nach Aktualisierungen sucht, kann eine entsprechende Übermittlungsgruppe konfiguriert werden. Wichtig: Automatische Downloads von Offlineadressbüchern im Exchange-Cachemodus können nicht durch die Übermittlungsgruppen gesteuert werden. Einzelheiten zur Verwaltung von Übermittlungsgruppen finden Sie unter Verwalten von Übermittlungsgruppen in Outlook. Bei der Verwendung von Übermittlungsgruppen, sucht Outlook nach Änderungen am Offlineadressbuch und der Benutzer kann mit der Übermittlungsgruppe keinen vollständigen Download durchführen. Weitere Informationen über die Verwendung von Übermittlungsgruppen finden Sie in der Hilfe zu Outlook. Konfigurieren von automatischen Downloads von Offlineadressbüchern im ExchangeCachemodus Outlook 2003 verfügt über Optimierungen, um extrem große Downloads zu verhindern und sicherzustellen, dass das Offlineadressbuch zur richtigen Zeit gedownloadet wird. Es stehen vier Einstellungen für den Download zur Verfügung: Elemente vollständig downloaden, Kopfzeilen zuerst downloaden, Kopfzeilen downloaden und Bei langsamer Verbindung nur Kopfzeilen downloaden. (Weitere Informationen zur Auswahl der Einstellungen für den Download finden Sie in der folgenden Abbildung.) Wird eine der Kopfzeilen-Optionen 149 ausgewählt, werden die Downloads für Offlineadressbücher in der Standardeinstellung deaktiviert. Wenn die Option Bei langsamer Verbindung nur Kopfzeilen downloaden verwendet wird (normalerweise für DFÜ-Verbindungen), downloadet Outlook lediglich die Kopfzeilen. Dadurch wird sichergestellt, dass Outlook die eingeschränkte Bandbreite der langsamen Verbindung nicht für Adressbuchaktualisierungen verwendet. Die vier verfügbaren Einstellungen zum automatischen Download im ExchangeCachemodus Um eine Überbelastung des Netzwerks zu verhindern, wiederholt Outlook fehlgeschlagene Offlineadressbuch-Downloads in Intervallen von 13 Stunden. Wenn der Download eines Offlineadressbuchs unterbrochen wird, muss der Download von Outlook neu gestartet werden. Outlook wiederholt fehlgeschlagene Downloads stündlich, bis der Download erfolgreich ist. 150 Konfigurieren von Auflösungen uneindeutiger Namen im Exchange-Cachemodus Outlook 2003 verwendet das Offlineadressbuch im Exchange-Cachemodus zum Auflösen uneindeutiger Namen, auch wenn eine Verbindung mit dem Server besteht. Outlook versucht die uneindeutigen Namen aufzulösen, wenn ein Benutzer in die Zeile An eine Adresse eingibt, und wenn der Benutzer die Nachricht sendet. Bei der Suche nach uneindeutigen Namen im Offlineadressbuch müssen die Optionen Anzeigename, Nachname, Spitzname und Bürostandort verwendet werden. Einzelheiten zur Konfiguration aller Cachemodus-Clients zur Verwendung der globalen Adressbuchliste zu Auflösung von uneindeutigen Namen finden Sie unter Konfigurieren aller Cachemodeclients zur Verwendung der globalen Onlineadressliste zur Auflösung von uneindeutigen Namen. Konfigurieren des klassischen Offlinemodus in Outlook 2003 Wenn ein Benutzer zum ersten Mal offline arbeitet, wird er von Outlook dazu aufgefordert, die Offlineordnerdateien (OST-Dateien) und die lokalen Adressbuchdateien zu konfigurieren. Outlook fügt das Offlineadressbuch außerdem der Übermittlungsgruppe der Standardeinstellung hinzu. Der Benutzer kann das Offlineadressbuch auch manuell downloaden. Einzelheiten zum manuellen Download des Offlineadressbuchs finden Sie unter Manuelles Herunterladen der Offlineadressbücher. Überprüfen der Konfiguration von Outlook 2003 Verwenden Sie die im Folgenden beschriebenen Verfahren, um Probleme mit dem Offlineadressbuch in Outlook 2003 zu beheben. Einzelheiten zur Überprüfung, ob Outlook 2003 das Offlineadressbuch verwendet, finden Sie unter „Überprüfen, ob Outlook 2003 das Offlineadressbuch verwendet“. Einzelheiten zur Überprüfung, ob Outlook 2003 im Unicode-Modus ausgeführt wird, finden Sie unter „Überprüfen, ob Outlook 2003 im Unicode-Modus ausgeführt wird“. Einzelheiten zur Überprüfung, ob Outlook 2003 im Exchange-Cachemodus ausgeführt wird, finden Sie unter „Überprüfen, ob Outlook 2003 im Exchange-Cachemodus ausgeführt wird“. Im Gegensatz zu früheren Versionen von Outlook, schreibt Outlook 2003 keine Protokolle in den Ordner Gelöschte Objekte. Wenn ein Offlineadressbuch nicht erfolgreich synchronisiert wurde, wird in Outlook stattdessen eine Nachricht im Ordner Synchronisierungsfehler abgelegt. 151 Outlook 2002, Outlook 2000 und Offlineadressbücher In Outlook 2002 und Outlook 2000 wird das Offlineadressbuch ähnlich wie Outlook 2003 verwendet. Unicode wird jedoch nicht unterstützt (keine Unterstützung der Offlineadressbuch Version 3a), und der Exchange-Cachemodus steht nicht zur Verfügung. Außerdem wird bei einer nicht erfolgreichen Synchronisation eines Offlineadressbuchs eine Nachricht im Ordner Gelöschte Objekte gespeichert. Dies stellt einen Unterschied zu Outlook 2003 dar. In Outlook 2000 besteht außerdem ein bekanntes Problem, bei dem E-Mail-Nachrichten an den falschen Empfänger gesendet werden. Weitere Informationen zur Behebung dieses Problems finden Sie in den folgenden Microsoft Knowledge Base–Artikeln: 820838, "OL2000: E-mail Messages That You Created While Offline Are Sent to the Wrong Recipient" 232767, "OL2000: Integritätsprüfung für Client-Offlineadressbuch" Ändern des Standarddateipfads der Offlineadressbuchdateien Führen Sie zum Ändern des von Outlook zum Speichern der Offlineadressbuchdateien verwendeten Standarddateipfads die folgenden Schritte durch: Bevor Sie beginnen Dieses Thema enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Vorsicht: Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen, die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten. Verfahren So ändern Sie den Standarddateipfad der Offlineadressbuchdateien 1. Schließen Sie Outlook auf dem Clientcomputer, und erstellen Sie einen geeigneten Dateipfad (beispielsweise D:\OAB). 2. Starten Sie den Registrierungseditor auf dem Clientcomputer, auf dem Outlook 152 ausgeführt wird. 3. Navigieren Sie zu HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\WindowsNT\CurrentVersion\Windo ws Messaging Subsystem\Profiles\<Microsoft OutlookStandardprofil>\13dbb0c8aa05101a9bb000aa002fc45a. 4. Fügen Sie einen neuen Wert hinzu: Parameter: 001e660e Wert:<Pfad der Offlineadressbuch–Dateien> Typ: Zeichenfolge Beispiel: Parameter: 001e660e Wert: D:\OAB Typ: Zeichenfolge Verwalten von Übermittlungsgruppen in Outlook Wenn Sie möchten, dass Outlook stündlich statt nur täglich nach Aktualisierungen sucht, kann eine entsprechende Übermittlungsgruppe konfiguriert werden. Wichtig: Automatische Downloads von Offlineadressbüchern im Exchange-Cachemodus können nicht durch die Übermittlungsgruppen gesteuert werden. Führen Sie zum Verwalten von Übermittlungsgruppen in Outlook das folgende Verfahren durch. Verfahren So verwalten Sie Übermittlungsgruppen 1. Klicken Sie in Outlook im Menü Extras auf Optionen. 2. Klicken Sie auf Mail-Setup und anschließend auf Senden und Empfangen. 153 Weitere Informationen Weitere Informationen über die Verwendung von Übermittlungsgruppen finden Sie in der Hilfe zu Outlook. Konfigurieren aller Cachemodeclients zur Verwendung der globalen Onlineadressliste zur Auflösung von uneindeutigen Namen Outlook 2003 verwendet das Offlineadressbuch im Exchange-Cachemodus zum Auflösen uneindeutiger Namen, auch wenn eine Verbindung mit dem Server besteht. Führen Sie zum Konfigurieren von Outlook zur Verwendung der globalen Onlineadressliste das folgende Verfahren durch. Bevor Sie beginnen Dieser Artikel enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. Vorsicht: Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen, die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten. Verfahren So konfigurieren Sie alle Cachemodusclients zur Verwendung der globalen Adressbuchliste zur Auflösung von uneindeutigen Namen 1. Starten Sie auf dem Computer, auf dem Outlook ausgeführt wird, den Registrierungs-Editor. 2. Navigieren Sie zu einem der folgenden Registrierungsschlüssel: HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\11.0\Outlook\Cached Mode HKEY_LOCAL_MACHINE\Software \Microsoft\Office\11.0\Outlook\Cached Mode Hinweis: Sie müssen möglicherweise einen Schlüssel für den Cachemodus erstellen. 154 3. Fügen Sie einen neuen Wert hinzu: Parameter: ANR Include Online GAL Typ: DWORD _ Wert: 0 oder 1 Die Datenwerte haben folgende Entsprechung: 0 = Standardwert für den Outlook 2003 Cachemodus. Das Offlineadressbuch wird zur Auflösung uneindeutiger Namen verwendet. 1 = ändert den Cachemodus, um eine Verbindung mit der Serveradressliste herzustellen und dort nach Auflösungen uneindeutiger Namen zu suchen. Dieser Wert erzwingt RPC-Verbindungen zur Serveradressliste. Manuelles Herunterladen der Offlineadressbücher Gehen Sie zum manuellen Herunterladen der Offlineadressbücher wie folgt vor: Verfahren So laden Sie das Offlineadressbuch manuell herunter 1. Klicken Sie in Outlook im Menü Extras auf Senden/Empfangen, und klicken Sie dann auf Adressbuch downloaden. 2. Um nur die Änderungen seit dem letzten Download abzurufen, wählen Sie Änderungen seit der letzten Übermittlung downloaden. Einzelheiten hierzu finden Sie in der folgenden Abbildung. Wenn dieses Kontrollkästchen nicht aktiviert ist, wird das gesamte Offlineadressbuch gedownloadet. Beim ersten Download wird immer das gesamte Adressbuch heruntergeladen. Das Dialogfeld „Offlineadressbuch“ in Outlook mit ausgewählter Option „Alle Details“ 155 3. Klicken Sie auf den gewünschten Downloadtyp: Alle Details oder Keine Details. Die Verwendung von Alle Details wird empfohlen und ist im Exchange-Cachemodus als Standard konfiguriert. Hinweis: Im klassischen Offlinemodus wird in der Standardeinstellung „Keine Details“ verwendet. Weitere Informationen über die heruntergeladenen Attribute finden Sie unter „In Offlineadressbuch-Dateien gespeicherte Benutzerattribute“ unter Einrichten der Server zur Unterstützung von Offlineadressbüchern. 4. Wenn das Offlineadressbuch so erstellt wurde, dass es mehrere Adresslisten enthalten kann, klicken Sie auf Adressbuch wählen, um eine Adressliste auszuwählen. Überprüfen, ob Outlook 2003 das Offlineadressbuch verwendet Führen Sie zum Überprüfen, ob Outlook 2003 das Offlineadressbuch verwendet, das folgende Verfahren durch. 156 Verfahren So überprüfen Sie, ob Outlook 2003 das Offlineadressbuch verwendet 1. Klicken Sie in Outlook 2003 auf das Symbol Adressbuch. 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Globale Adressliste und anschließend auf Eigenschaften. Wenn der Microsoft Exchange-Adressbuchanbieter als Verzeichnispfad auf dem lokalen Computer angezeigt wird, verwendet Outlook das Offlineadressbuch. Überprüfen, ob Outlook 2003 im ExchangeCachemodus ausgeführt wird Führen Sie zum Überprüfen, ob Outlook 2003 im Exchange–Cachemodus ausgeführt wird, das folgende Verfahren durch. Verfahren So überprüfen Sie, ob Outlook 2003 im Exchange–Cachemodus ausgeführt wird 1. Klicken Sie in Outlook 2003 mit der rechten Maustaste auf den Ordner Postfach und anschließend auf Eigenschaften. 2. Klicken Sie auf Erweitert und anschließend auf die Registerkarte Erweitert. 3. Stellen Sie sicher, dass das Kontrollkästchen Exchange-Cache-Modus verwenden aktiviert ist. Überprüfen, ob Outlook 2003 im UnicodeModus ausgeführt wird Führen Sie zum Überprüfen, ob Outlook 2003 im Unicodemodus ausgeführt wird, das folgende Verfahren durch. 157 Verfahren So überprüfen Sie, ob Outlook 2003 im Unicode–Modus ausgeführt wird 1. Klicken Sie in Outlook 2003 mit der rechten Maustaste auf den Ordner Postfach und anschließend auf Eigenschaften. 2. Klicken Sie auf Erweitert und anschließend auf die Registerkarte Erweitert. 3. Überprüfen Sie den Postfachmodus auf die aktuelle Einstellung. Verwalten von Exchange Server 2003Frei/Gebucht-Ordnern Bei Frei/Gebucht–Daten handelt es sich um veröffentlichte Informationen, die aus dem Zeitplan eines Benutzers erstellte, persönliche Verfügbarkeitsdaten für den Benutzer enthalten. Microsoft Exchange Server 2003 greift auf diese Informationen zu, wenn Benutzer Besprechungen planen. In diesen Themen wird erläutert, auf welche Weise Clients wie Microsoft Office Outlook 2003 mit Exchange Server 2003 zusammenarbeiten, um die Frei/Gebucht-Daten zu verwalten. Zusätzlich enthält das Kapitel Informationen zur optimalen Bereitstellung und Verwaltung der Frei/Gebucht-Server. Exchange Server 2003 speichert Frei/Gebucht–Informationen in einem dedizierten Öffentlichen Ordner mit der Bezeichnung SCHEDULE+ FREE BUSY. In diesem Ordner wird ein separater Unterordner für jede administrative Gruppe in der Exchange–Organisation erstellt. Wenn ein Benutzer Frei/Gebucht–Daten veröffentlicht, stellt Exchange Server 2003 die Informationen in einer Nachricht im entsprechenden Frei/Gebucht–Unterordner bereit. Bei den Frei/Gebucht–Ordnern handelt es sich um Systemordner, die ähnlich den Ordnern für Offlineadressbücher verwaltet werden. Im Exchange–System–Manager können Sie die Systemordner für eine bestimmte Öffentliche Ordner–Struktur anzeigen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den Knoten des Öffentlichen Ordners klicken und anschließend Systemordner anzeigen auswählen. 158 Nachrichten im Systemordner SCHEDULE+Free/Busy Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten Nach welchem Verfahren die Frei/Gebucht-Daten aus der Clientanwendung eines Benutzers im richtigen Frei/Gebucht-Ordner veröffentlicht werden, ist u. a. vom verwendeten Client abhängig. Outlook und andere MAPI-Clients greifen hierbei auf etwas andere Verfahren zurück als webbasierte Clients, z. B. Microsoft Office Outlook Web Access für Exchange Server 2003 und Microsoft Outlook Mobile Access. Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten mit Outlook In der Standardeinstellung veröffentlicht Outlook die Frei/Gebucht-Daten eines Benutzers alle 15 Minuten und beim Beenden von Outlook. Bei der Veröffentlichung aktualisiert Outlook die gesamte Frei/Gebucht-Nachricht anstatt der vorhandenen Nachricht die aktuellen Änderungen hinzuzufügen. Die in der Nachricht enthaltenen Frei/Gebucht-Daten umfassen den Zeitraum vom aktuellen Monat bis zwei Monate nach dem aktuellen Datum. Outlook-Benutzer können die folgenden Einstellungen für Frei/Gebucht-Daten anpassen: Veröffentlichungsintervall: Intervalle ab einer Minute sind möglich. Anzahl der kommenden Monate, die veröffentlicht werden sollen: Maximal können die nächsten 36 Monate veröffentlicht werden. Die folgende Abbildung gibt einen Überblick über die Veröffentlichung der Frei/GebuchtDaten eines Benutzers durch Outlook. 159 Vorgehensweise bei der Veröffentlichung von Frei/Gebucht-Daten durch Outlook Wenn eine Veröffentlichung durchgeführt werden soll, ermittelt Outlook zunächst den richtigen Frei/Gebucht-Unterordner. Anschließend wird das legacyExchangeDN-Attribut des Benutzerkontos aus dem Active Directory-Verzeichnisdienst abgerufen. Outlook unterteilt dann den legacyExchangeDN-Wert. Aus dem ersten Abschnitt wird die administrative Gruppe des Benutzers und damit der zu aktualisierende Frei/Gebucht-Unterordner ermittelt. Der zweite Abschnitt wird als Betreff für die Frei/Gebucht-Nachricht verwendet. Hinweis: Der legacyExchangeDN-Wert verweist immer auf die administrative Gruppe, in der das Postfach des Benutzers ursprünglich erstellt wurde. Beispiel: Der Wert des legacyExchangeDN-Attributs für einen Benutzer lautet /o=Microsoft/ou=APPS-ABC/cn= RECIPIENTS/cn=ASAMPLE. Die Frei/Gebucht-Daten des Benutzers werden in einer Nachricht mit der Betreffzeile „USER/cn=RECIPIENTS/cn=ASAMPLE“ gespeichert. Die Nachricht wird im Ordner EX:/o=Microsoft/ou=APPS-ABC bereitgestellt, bei dem es sich um einen Unterordner des Ordners SCHEDULE+ FREE BUSY handelt. Hinweis: Bestimmte Fehler oder Probleme bei der Replikation können dazu führen, dass doppelte Frei/Gebucht-Nachrichten für einen einzelnen Benutzer erstellt und gespeichert werden. An die Betreffzeilen solcher Nachrichten wird dann –2 angehängt (z. B. „USER–/cn=RECIPIENTS/cn=ASAMPLE-2“). Nach dem Ermitteln des Frei/Gebucht-Ordners wählt Outlook einen Öffentlichen Ordner aus, in dem die Nachricht bereitgestellt werden kann. Hierfür muss ein Öffentlicher Ordner gefunden werden, der über Replikate des betreffenden Unterordners im Systemordner SCHEDULE+ FREE BUSY verfügt. 160 Das Verfahren, mit dem Outlook einen Frei/Gebucht-Ordner sucht, ähnelt dem normalen öffentlichen Verfahren, mit dem Exchange Server 2003 Verweise auf Daten und Information für Outlook bereitstellt. Outlook führt die folgenden Schritte aus, um einen Frei/GebuchtOrdner zu ermitteln: 1. Outlook stellt eine Verbindung mit dem Postfachspeicher des Benutzers her, um den Speicherort des zugeordneten (Standard-) Informationsspeichers für Öffentliche Ordner zu ermitteln. Dieser kann sich auf demselben Server wie der Postfachspeicher oder auf einem anderen dedizierten Server für Öffentliche Ordner befinden. 2. Outlook versucht, die Frei/Gebucht-Daten im Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner des Benutzers zu veröffentlichen. 3. Wenn der Standardinformationsspeicher nicht verfügbar ist, wird Outlook von Exchange Server 2003 zu einem anderen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner umgeleitet, der die Standardstruktur Öffentliche Ordner unterstützt. 4. Wenn dieser neue Informationsspeicher für Öffentliche Ordner keine Replikate der Frei/Gebucht-Ordner enthält (dies wird häufig der Fall sein), gibt Exchange Server 2003 eine Liste mit Servern zurück, die die erforderlichen Replikate enthalten. (Serverprioritäten in dieser Liste werden nach einem internen Algorithmus festgelegt.) Wenn auf dem verweisenden Server eine konfigurierte Liste der Verweisserver verfügbar ist, verwendet Exchange Server 2003 diese Liste. Hinweis: Wenn mehrere Server die nötigen Kriterien für einen Verweis erfüllen, verwendet Exchange Server 2003 einen Hashalgorithmus zur Auswahl eines bevorzugten Servers für den Benutzer. Mit diesem Algorithmus kann Exchange Server 2003 einen Lastenausgleich für Benutzer unter den Informationsspeichern für Öffentliche Ordner durchführen und gleichzeitig einen bestimmten Benutzer an einen angegebenen Informationsspeicher senden. 5. Outlook versucht, die Daten auf dem ersten Server für Öffentliche Ordner in der Liste zu veröffentlichen. Die Serverliste wird abgearbeitet, bis die Daten erfolgreich veröffentlicht wurden. Bei diesem Verweisverfahren gibt es keine Garantie dafür, dass die Frei/GebuchtInformationen immer in demselben Informationsspeicher für Öffentliche Ordner veröffentlicht werden. Durch die Replikation ist jedoch sichergestellt, dass die Informationen in allen Informationsspeichern repliziert werden. Das Verweisverfahren wird automatisch durchgeführt und kann nicht deaktiviert werden. Weitere Informationen zum Verweisverfahren für Öffentliche Ordner finden Sie unter „Verwalten von Postfachspeichern und Informationsspeichern für Öffentliche Ordner“ im Exchange Server 2003 – Administratorhandbuch. Weitere Informationen zum legacyExchangeDN-Attribut finden Sie in den folgenden Microsoft Knowledge Base-Artikeln: 161 264391, "XADM: Move Mailbox Informational Messages List the legacyExchangeDN Attribute of Source and Destination Information Store" 286783, "Error Message Updating Free and Busy Data in Exchange 2000 Server" Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten mit Outlook Web Access und Outlook Mobile Access In Outlook Web Access und Outlook Mobile Access werden Frei/Gebucht-Daten nicht direkt im Informationsspeicher für Öffentliche Ordner veröffentlicht. Die Veröffentlichung erfolgt stattdessen über den Frei/Gebucht-Veröffentlichungs-Agenten MadFB (auch als MSExchangeFBPublish bezeichnet), der als Teil des Microsoft ExchangeSystemaufsichtsdiensts (MSExchangeSA) ausgeführt wird. MadFB führt zwei Funktionen aus. Veröffentlichen der Frei/Gebucht-Nachrichten für Outlook Web Access und Outlook Mobile Access und Löschen doppelter Frei/Gebucht-Nachrichten. In diesem Abschnitt wird die erste Funktion beschrieben. Hinweis: Microsoft Entourage für Macintosh verwendet den gleichen MadFB-Prozess zum Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten. Outlook Web Access und Outlook Mobile Access veröffentlichen Frei/Gebucht-Daten nicht in vorgegebenen Intervallen, sondern immer dann, wenn ein Benutzer einen neuen Termin speichert, einen Termin löscht oder Änderungen an der Start- oder Endzeit eines Termins speichert. In der folgenden Abbildung sind die grundlegenden Schritte des Veröffentlichungsvorgangs dargestellt. 162 Veröffentlichen von Frei/Gebucht-Daten mit einem webbasierten Client in einer Exchange-Topologie mit Front-End- und Back-End-Servern Der Veröffentlichungsvorgang umfasst die folgenden grundlegenden Schritte: 1. Outlook Web Access (oder Outlook Mobile Access) sendet die Frei/Gebucht-Änderung an den Server mit Exchange Server 2003, der für die Unterstützung von Outlook Web Access-Anwendungen konfiguriert wurde (i. d. R. ein Front-End-Server). Dieser Server leitet die Änderung weiter an den Postfachserver des Benutzers, auf dem die Änderung gespeichert wird. 2. Beim Bestätigen der Änderung durch Exchange Server 2003 wird eine Frei/GebuchtNachricht an das Postfach der Systemaufsicht gesendet. 3. MadFB ruft in vorgegebenen Intervallen (der Standardwert beträgt 5 Minuten) die Frei/Gebucht-Nachricht ab und veröffentlicht sie im Öffentlichen Frei/Gebucht-Ordner. MadFB verwendet beim Veröffentlichen von Frei/Gebucht–Daten dasselbe Verfahren wie Outlook. Auch MadFB wird durch Exchange Server 2003 an einen geeigneten Informationsspeicher für Öffentliche Ordner verwiesen. Die Betreffzeilen möglicherweise doppelter Frei/Gebucht-Nachrichten enden auf -2. Hinweis: Da die Verarbeitung zum größten Teil auf den Exchange-Servern und nicht auf den Clients erfolgt, können Leistung und Zuverlässigkeit u. U. durch die Verwendung von Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access verbessert werden. 163 Suchen der Frei/Gebucht-Informationen für andere Benutzer Wenn ein Benutzer einen Termin oder eine Besprechung plant und die Verfügbarkeit eines anderen Benutzers prüfen möchte, muss der Client die Frei/Gebucht-Daten für diesen Benutzer abrufen. Hierfür muss zunächst der betreffende Frei/Gebucht-Ordner gesucht und anschließend die Frei/Gebucht-Nachricht des gesuchten Benutzers überprüft werden. Das Verfahren zum Abrufen der Daten unterscheidet sich in Outlook etwas von den Verfahren in Outlook Web Access und Outlook Mobile Access. Suchen von Frei/Gebucht-Informationen mit Outlook Beim Suchen eines Öffentlichen Ordners mit den Frei/Gebucht-Daten eines Benutzers geht Outlook ähnlich vor wie beim Veröffentlichen von Daten. Zunächst wird der Wert des legacyExchangeDN-Attributs für den Benutzer aus Active Directory abgerufen. Anschließend wird dieser Wert analysiert, um den Namen des Frei/Gebucht-Ordners und die Betreffzeile der entsprechenden Frei/Gebucht-Nachricht zu ermitteln. Outlook sucht dann, beginnend mit dem angegebenen Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner des Benutzers, nach dem Ordner und der Nachricht. Sofern erforderlich, wird ein Verweis auf einen geeigneten Server angefordert. Suchen von Frei/Gebucht-Daten mit Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access Wenn Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access Frei/Gebucht-Informationen für einen Benutzer anfordert, wird diese Anforderung von dem Exchange-Server verarbeitet, der für die Unterstützung von Outlook Web Access-Anwendungen konfiguriert wurde (i. d. R. ein Front-End-Server). Der Front-End-Server sendet eine Abfrage an den Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner des Benutzers. Dieser gibt als Antwort eine Liste der verfügbaren Frei/Gebucht-Server zurück. Wie bei einem normalen Verweis auf einen Öffentlichen Ordner sendet der Front-End-Server eine Abfrage an den ersten verfügbaren Server in der Liste, der daraufhin die Frei/Gebucht-Daten zurückgibt. Ein anderer Frei/Gebucht-Server wird nur dann abgefragt, wenn der erste Server in der Liste nicht reagiert. Wenn Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access nicht auf einen FrontEnd-Server zugreifen, gibt der Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner des Benutzers lediglich einen Verweis auf einen einzelnen Frei/Gebucht-Server zurück. Sollte dieser Server nicht verfügbar sein, schlägt die Anforderung fehl. Es können keine weiteren Server abgefragt werden. 164 Wichtig: Wenn Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access Frei/Gebucht-Informationen anfordert, verwendet der Postfachspeicher nur einen Frei/Gebucht-Server zum Abrufen der Informationen. Diese Einschränkung kann zu Problemen führen, wenn innerhalb der Topologie mehrere Standorte eingerichtet sind, da jeder Frei/GebuchtServer in der Standardkonfiguration nur Frei/Gebucht-Daten des eigenen Standorts verwaltet. Sie müssen die Frei/Gebucht-Ordner so konfigurieren, dass sie repliziert werden, um Daten aus mehreren Standorten für alle Benutzern zugänglich zu machen. Auswirkungen auf Frei/Gebucht-Daten beim Verschieben oder Löschen von Benutzerpostfächern Wenn Sie das Postfach eines Benutzers von einem Exchange–Server auf einen anderen verschieben, wird das legacyExchangeDN-Attribut für den Benutzer nicht geändert. Daher werden die Frei/Gebucht-Daten durch die Clients weiterhin am ursprünglichen Speicherort veröffentlicht. Wenn Sie das Postfach eines Benutzers löschen, wird die zugehörige Frei/Gebucht– Nachricht im Frei/Gebucht–Ordner nicht gelöscht und als verwaist angesehen. In einigen Fällen werden Benutzer alte Frei/Gebucht-Informationen für einen Benutzer erhalten, dessen Postfach verschoben wurde, da der Wert des legacyExchangeDN-Attributs nicht mehr gültig ist oder manuell geändert wurde. Für den verschobenen Benutzer kann dies erhebliche Unannehmlichkeiten bedeuten, da er u. U. eine Vielzahl sich überschneidender Besprechungsanfragen erhält. Die folgenden Artikel in der Microsoft Knowledge Base können Sie beim Behebn einiger Probleme unterstützen, die sich auf Frei/Belegt-Daten beziehen und beim Verschieben des Postfachs eines Benutzers auftreten können: 915780: Benutzern werden veraltete Informationen oder keine Daten angezeigt, wenn sie versuchen, Frei/Belegt-Informationen für ein Postfach anzuzeigen, das sich in einer Exchange Server 2003-Organisation im einheitlichen Modus befindet. 841658: Frei/Belegt-Informationen für eine Ressource müssen im Kalender erneut bereitgestellt werden, nachdem ein standortübergreifender Postfachverschiebevorgang in Exchange Server 2003 stattgefunden hat. 165 Unterstützte Topologien In diesem Thema werden zwei Exchange-Topologien mit einer einzelnen Gesamtstruktur sowie eine Exchange-Topologie mit mehreren Gesamtstrukturen beschrieben. Diese Topologien werden empfohlen, um die Verzögerung ab dem Zeitpunkt, zu dem ein Benutzer eine Änderung vornimmt, bis zu dem Zeitpunkt zu minimieren, zu dem die Änderung für alle Benutzer sichtbar ist. Diese Verzögerung wird als Frei/Gebucht-Latenz bezeichnet. Je größer die Latenzzeit, desto wahrscheinlicher ist es, dass Benutzer veraltete Frei/Gebucht-Daten erhalten. In diesen Topologien ist eine gewisse, durch die Clientanwendungen entstehende Frei/Gebucht-Latenz unvermeidbar. Outlook beispielsweise veröffentlicht Frei/Gebucht-Daten nur alle 45 Minuten. MadFB überprüft Frei/Gebucht-Daten, die von Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access veröffentlicht werden, ebenfalls alle 15 Minuten. In jeder Topologie können die Frei/Gebucht-Daten eines bestimmten Benutzers somit bis zu 45 Minuten alt sein. Wichtig: Wenn in Ihrer Topologie mehrere Standorte vorhanden sind und die Benutzer Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass auf allen Frei/Gebucht-Servern Replikate aller verfügbaren Frei/Gebucht-Ordner zur Verfügung stehen. Wenn Outlook Web Access oder Outlook Mobile Access Frei/Gebucht-Informationen anfordert, verwendet der Postfachspeicher nur einen Frei/Gebucht-Server zum Abrufen der Informationen. Der Postfachspeicher wird nicht versuchen, weitere Frei/Gebucht-Server zu ermitteln (z. B. Frei/Gebucht-Server an anderen Standorten). Topologie mit einem Server pro Standort In einer der Topologie mit einem Server pro Standort ist für jeden Standort ein Frei/GebuchtServer vorhanden, der alle lokalen Benutzer unterstützt. Diese Topologie unterstützt eine Active Directory-Gesamtstruktur (und eine Exchange-Organisation), die in einen oder mehrere Standorte oder administrative Gruppen unterteilt wurde. 166 Einfache Topologie mit einem Frei/Gebucht-Server für jeden Standort bzw. jede administrative Gruppe Die Benutzer jedes Standorts verwenden einen lokalen Frei/Gebucht-Server. Frei/GebuchtDaten werden zwischen den verschiedenen Servern repliziert. Diese Anordnung eignet sich für Topologien mit ungenügenden Verbindungen zwischen den einzelnen Standorten (beispielsweise mehrere Standorte, die über Verbindungen mit geringer Bandbreite kommunizieren). Unter der Annahme, dass die meisten Benutzer die Frei/Gebucht-Daten der anderen Benutzer am selben Standort benötigen (z. B. für lokale, interne Besprechungen), bietet diese Topologie den Benutzern einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Daten. Sobald ein Benutzer die Frei/Gebucht-Daten für einen Benutzer an einem Remotestandort benötigt, kann die Latenzzeit eine Rolle spielen. Die Frei/Gebucht-Daten auf einem der Server können bis zu 15 Minuten alt sein. Änderungen aus diesem Zeitraum sind noch nicht mit den anderen Servern synchronisiert. Folgende Faktoren beeinflussen die Frei/Gebucht-Latenz in dieser Topologie: V Das Veröffentlichungsintervall für Frei/Gebucht-Daten von Outlook oder MadFB. Der Standardwert beträgt bei Outlook 15 Minuten. R Das Replikationsintervall für Frei/Gebucht-Daten. Der Standardwert beträgt 15 Minuten. G Das Intervall für die Replikation zwischen mehreren Gesamtstrukturen. Dieser Faktor spielt in dieser Topologie keine Rolle. Bei dieser Topologie beträgt die maximale Verzögerung V + R, also 1 Stunde, wenn von den Standardeinstellungen ausgegangen wird. 167 Topologie mit einem Server und mehreren Standorten In einer Topologie mit einem Server und mehreren Standorten verfügt nur einer der Standorte über einen Frei/Gebucht-Server. Dieser Server unterstützt neben den lokalen Benutzern auch die Benutzer an den Remotestandorten. Diese Topologie unterstützt eine Active Directory-Gesamtstruktur (und eine Exchange-Organisation), die in einen oder mehrere Standorte oder administrative Gruppen unterteilt wurde. Einfache Topologie mit einem Frei/Gebucht-Server für alle Standorte Die Benutzer an allen Standorten verwenden einen zentralen Frei/Gebucht-Server. Die durch das Replikationsintervall für Öffentliche Ordner entstehenden Latenzzeiten werden bei dieser Anordnung eliminiert. Die Remotebenutzer müssen allerdings gewisse Verzögerungen aufgrund der Netzwerklatenzen in Kauf nehmen. Diese Anordnung eignet sich für Topologien, in denen alle Standorte über Verbindungen mit hoher Bandbreite verbunden sind. Folgende Faktoren beeinflussen die Frei/Gebucht-Latenz in dieser Topologie: V Das Veröffentlichungsintervall für Frei/Gebucht-Daten von Outlook oder MadFB. Der Standardwert beträgt bei Outlook 15 Minuten. R Das Replikationsintervall für Frei/Gebucht-Daten. Dieser Faktor spielt in dieser Topologie keine Rolle. G Das Intervall für die Replikation zwischen mehreren Gesamtstrukturen. Dieser Faktor spielt in dieser Topologie keine Rolle. Bei dieser Topologie ist die maximale Verzögerung V, also 45 Minuten, wenn von den Standardeinstellungen ausgegangen wird. 168 Topologie mit mehreren Gesamtstrukturen In einer Topologie mit mehreren Gesamtstrukturen replizieren ausgewählte Exchange-Server die Frei/Gebucht-Daten zwischen den vorhandenen Active Directory-Gesamtstrukturen (und den entsprechenden Exchange-Organisationen). Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel für eine Topologie mit mehreren Gesamtstrukturen, in der die verschiedenen Gesamtstrukturen intern unterschiedliche Topologien verwenden. Eine solche Topologie ist häufig in großen Unternehmen anzutreffen. Komplexe Topologie mit mehreren Gesamtstrukturen, die unterschiedliche Frei/Gebucht-Serverkonfigurationen verwenden Das eigenständige Exchange Server 2003-Tool für die Replikation zwischen Organisationen (Exchsync.exe) repliziert Frei/Gebucht-Daten aus einer Organisation in eine andere Organisation. Dieses Tool repliziert die Daten i. d. R. in Abständen von 30 Minuten, was einen deutlichen Einfluss auf die Frei/Gebucht-Latenz haben kann. 169 Folgende Faktoren beeinflussen die Frei/Gebucht-Latenz dieser Topologie: V Das Veröffentlichungsintervall für Frei/Gebucht-Daten von Outlook oder MadFB. Der Standardwert beträgt bei Outlook 15 Minuten. R Das Replikationsintervall für Frei/Gebucht-Daten. Das Standardintervall beträgt 15 Minuten. G Das Intervall für die Replikation zwischen mehreren Gesamtstrukturen. Das Standardintervall beträgt 30 Minuten. Bei dieser Topologie beträgt die maximale Verzögerung V +nR + mG, wobei m die Anzahl der maximal erforderlichen Replikationsschritte über Gesamtstrukturen hinweg bezeichnet, die zur Bereitstellung der Replikationsnachricht erforderlich sind, und n die Anzahl der maximal erforderlichen internen Replikationsschritte, die vor oder nach der Replikation zwischen Gesamtstrukturen ausgeführt werden müssen, um die Nachricht innerhalb einer Organisation bereitzustellen. Weitere Informationen zum Verknüpfen von mehreren Exchange-Organisationen finden Sie unter Exchange Server 2003 Deployment Guide. Replikation zwischen Gesamtstrukturen Exchange-Benutzer in unterschiedlichen Gesamtstrukturen können auf die Frei/GebuchtDaten aller Benutzer zugreifen. Diese Funktionalität wird in erster Linie über zwei Mechanismen bereitgestellt: Verzeichnissynchronisierung Es wird sichergestellt, dass die Benutzer in einer Gesamtstruktur als Kontakte in einer anderen Gesamtstruktur verfügbar sind. Damit ein Benutzer Frei/Gebucht-Daten für einen anderen Benutzer abrufen kann, muss der angeforderte Benutzer in der Globalen Adressliste der lokalen Gesamtstruktur aufgeführt sein. Frei/Gebucht-Replikation Stellt Frei/Gebucht-Informationen aus einer ExchangeOrganisation in einer anderen bereit. Die Frei/Gebucht-Replikation zwischen Organisationen verwendet das MAPI-Protokoll. Eine Replikation über das Internet ist daher bei dieser Lösung nicht vorgesehen. Hinweis: Die Replikation zwischen Organisationen erfolgt nur in eine Richtung. Um eine beidseitige Replikation zwischen zwei Organisationen einzurichten, muss die Replikation für jede Organisation getrennt konfiguriert werden. Wie zuvor beschrieben, repliziert das Tool für die Replikation zwischen Organisationen die Frei/Gebucht-Daten aus einer Organisation in eine andere. Das Tool verwendet dieselben MAPI-Synchronisierung-APIs, auf die auch Outlook bei der Synchronisierung von Offlineordnern zurückgreift. Bei der Replikation schreibt und liest das Tool ein Attribut, das 170 als Quellschlüssel bezeichnet wird, um Daten in den Quell- und Zielordnern abzugleichen. Der Replikationsvorgang umfasst die folgenden Schritte: 1. Es wird eine Liste der Änderungen erstellt, die aus dem zu replizierenden Informationsspeicher für Öffentliche Ordner exportiert werden müssen. Anschließend wird der aktuelle Zustand des Zielinformationsspeichers ermittelt. 2. Alle zu verarbeitenden Änderungen werden an den Zielinformationsspeicher für Öffentliche Ordner (in der Zielorganisation) übertragen. Hinweis: Wenn kein Zielelement im Zielinformationsspeicher erstellt werden kann, wird das Quellelement gelöscht, um eine Synchronisierung der Daten sicherzustellen. Wenn das Element mit dem betreffenden Quellschlüssel gelöscht wurde und die Tombstone-Verarbeitung des Informationsspeicher für Öffentliche Ordner aktiviert ist, kann das Element nicht wiederhergestellt werden, und die Replikation schlägt fehl. Im normalen Betrieb schreibt das Tool für die Replikation zwischen Organisationen Meldungen der folgenden Form in das Ereignisprotokoll: Event Type: Information Event Source: Event Category: Event ID: Exchsync None 107 Date: 9/19/2001 Time: 9:12:27 AM User: N/A Computer: RED-FBS-05 Description: Statistics for Free/Busy replication session 'Dogfood --> ITG Free/Busy sync' [81 Message Changes, 0 Message Deletions, 690 Message Ignores, 0 Message Errors, 0 Folder Changes, 0 Folder Deletions, 0 Folder Ignores, 0 Folder Errors]. Anhand dieser Informationen kann der Status des Replikationsdatenverkehrs überprüft werden. 171 Kalenderunterstützung in einer Exchangeund in einer Nicht-Exchange-Umgebung Der Microsoft Exchange Connector für Lotus Notes und der Microsoft Exchange Connector für Novell GroupWise stellen verschiedene Funktionen für den Austausch von Kalenderinformationen zwischen dem Fremdsystem und Exchange Server 2003 bereit: Replikation der Verzeichnisinformationen: Benutzer aus beiden Systemen erhalten Zugriff auf die Kalenderdaten. Konvertieren der Elemente in Besprechungsanfragen aus dem Exchange–Format in das fremde Format und umgekehrt Erkennen von Frei/Gebucht-Anforderungen in Exchange Server 2003 und Prüfen der entsprechenden Frei/Gebucht-Daten im Fremdsystem. Diese Frei/Gebucht–Suche ist bidirektional. Die folgende Abbildung zeigt die Darstellung der Connectors im Exchange-System-Manager sowie einige der verfügbaren Konfigurationsoptionen. 172 Über Exchange-Connectors steuerbare Frei/Gebucht-Optionen bei Verwendung des Exchange-Connectors für Lotus Notes oder Novell GroupWise Verwalten und Reparieren von Frei/Gebucht-Daten Mit der Zeit können sich in den Frei/Gebucht-Ordnern doppelte Frei/Gebucht-Nachrichten ansammeln. Darüber hinaus kann die Synchronisierung zwischen Outlook und den Frei/Gebucht-Ordnern verloren gehen, insbesondere bei Postfächern, denen mehrere Benutzer als Stellvertreter zugeordnet sind. In diesem Abschnitt finden Sie Informationen darüber, wie Exchange Server 2003 automatisch Frei/Gebucht-Daten nach einem konfigurierbaren Zeitplan verwaltet und wie Sie Synchronisationsprobleme beheben können. 173 Bereinigen von Postfachspeichern mit MadFB MadFB führt zwei Funktionen aus. Veröffentlichen der Frei/Gebucht-Nachrichten für Outlook Web Access und Outlook Mobile Access und Löschen doppelter Frei/Gebucht-Daten. In der Standardeinstellung wird die Bereinigung jede Nacht um 2:00 Uhr morgens durchgeführt. MadFB ermittelt für jeden Exchange-Server mit einem Postfachspeicher den Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner, der dem lokalen Postfachspeicher zugeordnet ist, und bereinigt anschließend diesen Informationsspeicher (auch wenn er sich auf einem anderen Server befindet). Der Bereinigungsvorgang umfasst folgende Schritte: Löschen doppelter Frei/Gebucht-Datennachrichten Hierbei handelt es sich um Nachrichten, an deren URL eine Zahl angehängt ist, die die Nummer der doppelten Nachricht anzeigt (z. B. –2). Wenn mehrere Versionen einer Nachricht vorhanden sind, behält MadFB die älteste Nachricht bei und löscht alle weiteren Nachrichten. Reparieren der URLs von Frei/Gebucht-Nachrichten Der URL einer Frei/Gebucht-Nachricht muss in kanonischer Form vorliegen und auf Betreff.EML (basierend auf legacyExchangeDN) enden. Die URLs von Nachrichten, bei denen es sich um Duplikate vorhandener Frei/GebuchtNachrichten handelt, liegen aufgrund der angefügten Nummer nicht in kanonischer Form vor. Die URLs von Nachrichten, die aus Microsoft Exchange Server, Version 5.5, aktualisiert oder repliziert wurden, enthalten GUIDs. Diese Nachrichten werden ebenfalls als nicht kanonisch eingestuft. Beheben von Problemen mit Stellvertreterbenutzern eines Postfachs Durch das Ausführen von Outlook mit der Option /cleanfreebusy werden Probleme behoben, die auftreten können, wenn Stellvertreterbenutzer eines Postfachs Besprechungen planen. Outlook verwaltet eine versteckte Nachricht mit der Bezeichnung LocalFreeBusy im Kalenderordner des Postfachs. Diese Nachricht ist nur relevant für den Besitzer und die Stellvertreter des Postfachs und unterscheidet sich von der Frei/Gebucht-Hauptnachricht in den Frei/Gebucht-Ordnern. Es können Probleme auftreten, wenn ein Stellvertreter die LocalFreeBusy-Nachricht neu erstellt, da sie dann nicht mehr mit den übrigen Kalenderdaten synchronisiert ist. Wenn eine solche Situation eintritt, erhalten Stellvertreterbenutzer eine Fehlermeldung, z. B. „Die Frei/Gebucht-Nachricht konnte nicht geöffnet werden“, sobald sie versuchen, den Kalender des Postfachbesitzers zu bearbeiten. 174 Ausführliche Anweisungen zur Lösung von Problemen für Stellvertreterbenutzer eines Postfachs finden Sie unter Beheben von Problemen mit Delegatbenutzern eines Postfachs in Outlook. Beheben von Problemen mit Delegatbenutzern eines Postfachs in Outlook Führen Sie dieses Verfahren aus, wenn Delegaten eine Fehlermeldung erhalten, z. B. „Die Frei/Gebucht-Nachricht konnte nicht geöffnet werden“, sobald sie versuchen, den Kalender des Postfachbesitzers zu bearbeiten. Verfahren Beheben von Problemen mit Delegatbenutzern eines Postfachs in Outlook 1. Bitten Sie alle Delegaten und den Besitzer des Postfachs, Outlook zu beenden. 2. Bitten Sie den Besitzer des Postfachs, Outlook mit der Option /cleanfreebusy zu starten. Der Besitzer kann hierzu eine Eingabeaufforderung öffnen und folgenden Befehl eingeben: outlook/cleanfreebusy Outlook erstellt die LocalFreeBusy-Nachricht neu und synchronisiert alle anderen Postfachordner mit der neuen Nachricht. 3. Outlook kann nun wieder verwendet werden. Die Delegaten sollten das Postfach wieder normal verwenden können. Verhalten Öffentlicher Ordner in Topologien im gemischten Modus Da die Migration von Microsoft Exchange Server 5.5 auf Exchange Server 2003 längere Zeit dauern kann, führen viele Exchange-Kunden Exchange für mehrere Wochen oder Monate im gemischten Modus aus, bis sie den letzten Server entfernen können, der Exchange Server 5.5 ausführt. Während dieser Phase können sich Inhalte Öffentlicher Ordner sowohl auf Servern befinden, die Exchange Server 2003 ausführen als auch Exchange Server 5.5. Die Inhalte können zwischen den Servern repliziert werden. Diese Server können in einer einzigen Domäne existieren oder in separaten Microsoft Windows Server 2003- und 175 Microsoft Windows NT Server 4.0-Domänen (vorausgesetzt, die Windows Server 2003Domäne vertraut der Windows NT Server 4.0-Domäne). Die hier beschriebenen Server müssen alle zu einer einzigen Exchange–Organisation gehören. In den meisten Fällen verhalten sich Öffentliche Ordner in dieser Konfiguration wie Öffentliche Ordner in einem System, in dem ausschließlich Exchange Server 2003 ausgeführt wird. Es gibt jedoch mehrere entscheidende Unterschiede. Diese Unterschiede werden in diesem Kapitel beschrieben. Durch Kenntnisse über diese Unterschiede lassen sich die meisten Replikationsprobleme im gemischten Modus vermeiden. Weitere Informationen über das Migrieren von Exchange Server 5.5 zu Exchange Server 2003 oder das Verwenden mehrerer Exchange-Organisationen finden Sie im Exchange Server 2003 Deployment Guide. Weitere allgemeine Informationen zur Replikation von Öffentlichen Ordnern finden Sie unter Steuern der Replikation Öffentlicher Ordner in Exchange Server 2003. Verbindungsvereinbarungen und Replikation von Öffentlichen Ordnern Konfigurationsverbindungsvereinbarungen, Benutzerverbindungsvereinbarungen und Öffentliche Verbindungsvereinbarungen sind für die Replikation von Öffentlichen Ordnern von großer Bedeutung. Wichtig: In Exchange Server 5.5 werden allgemeine Öffentliche Ordner-Strukturen nicht unterstützt. Computer, auf denen Exchange 5.5-Server ausgeführt wird, können jedoch so konfiguriert werden, dass sie beim Routing der Replikationsnachrichten von allgemeinen Strukturen beteiligt sind. Dazu fügt die Konfigurationsverbindungsvereinbarung im Exchange Server 5.5-Verzeichnis im Container Exchange 2003-Konfigurationsobjekte Einträge für die allgemeinen Informationsspeicher für Öffentliche Ordner hinzu. Konfigurationsverbindungsvereinbarungen Konfigurationsverbindungsvereinbarungen (Config CAs) replizieren Konfigurationsobjekte für Standorte und administrative Gruppen zwischen Exchange Server 5.5 und dem Active Directory-Verzeichnisdienst. Config CAs werden beim Exchange-Setup automatisch erstellt. In den folgenden Tabellen werden wichtige mit den Config CAs verarbeitete Attribute aufgeführt. Diese Attribute spielen bei der Replikation der Öffentlichen Ordner-Struktur zwischen Computern, auf denen Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 ausgeführt wird, eine wichtige Rolle. 176 Attribute, die mit Active Directory Connector (ADC) vom Objekt „Site-MDB-Config“ in Exchange Server 5.5 in das Objekt „Administrative Gruppe“ in Active Directory repliziert werden. Exchange Server 5.5 Active Directory Beschreibung Site-Folder-Guid siteFolderGUID Identifikation der Standortordner für den Standort. Site-Folder-Server siteFolderServer Name des Servers, der als Host für die Standortordner dient (i. d. R. der erste Server im Standort oder in der administrativen Gruppe). Folders-Container msExchPfCreation Verzeichnis der zu erstellenden Verzeichniseinträge des Öffentlichen Ordners in Exchange Server 5.5. Wenn dieses Attribut nicht vorhanden ist, wird der Container Empfänger verwendet. In Exchange Server 2003 wird dieses Attribut beim Start im Informationsspeicher gelesen, um zu bestimmen, welches Attribut LegacyExchangeDN beim Erstellen eines Ordners in Exchange Server 2003 im Informationsspeicher verwendet wird. Durch die Verwendung dieses Attributs wird der neue Ordner mit der Verbindungsvereinbarung für Öffentliche Ordner zurück auf den entsprechenden Container in Exchange Server 5.5 repliziert. 177 Attribute, die mit ADC vom Objekt „Microsoft Public MDB“ in Exchange Server 5.5 in das Objekt „Informationsspeicher für Öffentliche Ordner“ in Active Directory repliziert werden Exchange Server 5.5 Active Directory Beschreibung Obj-Dist-Name LegacyExchangeDN Protokolliert den mit dem Informationsspeicher für Öffentliche Ordner kompatiblen Namen in Exchange Server 5.5. Email Addresses proxyAddresses Identifiziert die E-MailAdressen des Informationsspeichers für Öffentliche Ordner. Home-MTA HomeMTA Repliziert den Wert HomeMTA in Exchange Server 5.5, sodass Exchange Server 5.5 Replikationsnachrichten an Exchange Server 2003 weiterleiten kann. Wie bereits erläutert, können Computer, auf denen Exchange Server 5.5 ausgeführt wird, Replikationsnachrichten für allgemeine Öffentliche Ordner-Strukturen weiterleiten. In der folgenden Tabelle sind die für diese Funktion verfügbaren Attribute aufgeführt. Diese Attribute werden aus Active Directory auf den Container Exchange 2003Konfigurationsobjekte im Exchange Server 5.5-Verzeichnis repliziert. 178 Attribute, die aus Active Directory auf den Container „Exchange 2003Konfigurationsobjekte“ in Exchange Server 5.5 repliziert werden Active Directory Exchange Server 5.5 Beschreibung LegacyExchangeDN Modified Obj-Dist-Name Das Attribut LegacyExchangeDN wird dem Attribut Obj-Dist-Name nicht direkt zugeordnet. Wäre dies der Fall, befände sich das allgemeine Informationsspeicherobjekt für Öffentliche Ordner im gleichen Container wie Informationsspeicherobjekte für Öffentliche Ordner in der Struktur Öffentliche Ordner. Das Objekt wird jedoch im Container Exchange 2003Konfigurationsobjekte abgelegt. LegacyExchangeDN X.500 Address Wird auf eine zusätzliche X.500-Adresse repliziert. HomeMTA Home-MTA Repliziert einen Wert HomeMTA in Exchange Server 5.5, sodass Exchange Server 5.5 Replikationsnachrichten an Exchange Server 2003 weiterleiten kann. proxyAddresses Email Addresses Repliziert die E-MailAdressen des Informationsspeichers auf das Informationsspeicherobjekt in Exchange Server 5.5. Wichtig: Wenn Sie zum Replizieren von Informationen für eine allgemeine Öffentliche OrdnerStruktur einen Exchange Server 5.5-Internet Mail Connector (IMC) verwenden müssen, muss eine zusätzliche X.500-Proxyadresse für das allgemeine Informationsspeicherobjekt im Exchange Server 5.5-Verzeichnis konfiguriert werden. 179 Verwenden Sie das Exchange Server 5.5-Attribut Obj-Dist-Name für die neue Proxyadresse. Benutzerverbindungsvereinbarung Mit der Benutzerverbindungsvereinbarung werden Postfächer, benutzerdefinierte Empfänger und Verteilerlisten von Exchange Server 5.5 auf Benutzer, Kontakte und Gruppen von Active Directory repliziert. Da diese Objekte in Access Control Lists (ACL – Zugriffssteuerungsliste) für Öffentliche Ordner verwendet werden, müssen diese Informationen unbedingt ordnungsgemäß repliziert werden. Verbindungsvereinbarung für Öffentliche Ordner Mit der Verbindungsvereinbarung für Öffentliche Ordner werden die Verzeichnisobjekte für Öffentliche Ordner zwischen Exchange Server 5.5 und Active Directory repliziert. In Exchange Server 5.5 verfügen alle Öffentlichen Ordner über Verzeichnisobjekte. In Exchange Server 2003 verfügen nur E-Mail-aktivierte Öffentliche Ordner über Verzeichnisobjekte. Im gemischten Modus sind Ordner in der Struktur Öffentliche Ordner in der Standardeinstellung automatisch E-Mail-aktiviert. Die folgende Tabelle zeigt ausführlich, wie durch die Verbindungsvereinbarung für Öffentliche Ordner Objekte zwischen Exchange Server 5.5 und Active Directory repliziert werden. Durch die Einrichtung von Verbindungsvereinbarungen für Öffentliche Ordner können folgende Probleme vermieden werden: Die in Exchange Server 2003 erstellten Ordner können nicht in Exchange Server 5.5 verwaltet werden, wenn sie keinen Verzeichniseintrag im Exchange Server 5.5Verzeichnis haben. Im Exchange Server 5.5-Verwaltungsprogramm müssen für alle Öffentlichen Ordner Verzeichnisobjekte vorliegen. In Exchange Server 5.5 erstellte Ordner ohne Active Directory-Objekt verursachen beim Verwalten mit dem Exchange-System-Manager Fehler. In den Eigenschaften des Ordners ist angegeben, dass er E-Mail-aktiviert ist, sodass im Exchange-SystemManager nach dem Verzeichnisobjekt für diesen Ordner gesucht wird. Die Fehlermeldung kann gelöscht und der Ordner dennoch verwaltet werden. Der Fehler tritt jedoch bei jeder Verwendung des Ordners erneut auf. Außerdem kann ein Administrator erneut versuchen, eine E-Mail-Aktivierung für den Ordner einzurichten. Er erstellt dazu ein anderes Objekt für den Ordner in Active Directory. Wenn in diesem Fall eine Verbindungsvereinbarung für Öffentliche Ordner eingerichtet wird, liegen für den gleichen Ordner zwei Verzeichnisobjekte vor. Die an den Ordner gesendeten E-Mail-Nachrichten werden als nicht übermittelbar zurückgesendet. 180 Wenn Ordnerobjekte nicht ordnungsgemäß repliziert werden, kann ein Administrator beim Ausführen der DS/IS-Konsistenzanpassung in Exchange Server 5.5 Ordnerobjekte im Exchange 5.5-Verzeichnis erstellen, die den Ordnerobjekten in Active Directory nicht entsprechen. Wenn in diesem Fall eine Verbindungsvereinbarung für Öffentliche Ordner eingerichtet wird, liegen für den gleichen Ordner zwei Verzeichnisobjekte vor. Die an den Ordner gesendeten E-Mail-Nachrichten werden als nicht übermittelbar zurückgesendet. Möglicherweise ist es zu einem späteren Zeitpunkt notwendig, einen Ordner per E-Mail zu versenden. Wenn zu diesem Zeitpunkt alle Exchange Server 5.5-Server bereits entfernt wurden, können die Verzeichnisobjekte nicht mehr repliziert werden, und die Ordner müssen manuell aktualisiert werden (oder es muss erneut eine E-Mail-Aktivierung mithilfe eines Skripts eingerichtet werden). Ausführliche Informationen zur Vorgehensweise beim Replizieren von Objekten für Öffentliche Ordner zwischen Active Directory und dem Exchange Server 5.5Verzeichnis Zwischen Exchange Server 5.5 und Zwischen Active Directory und Active Directory Exchange Server 5.5 Suchen Sie im Exchange Server 5.5Verzeichnis beginnend auf der Standortebene nach Öffentlichen OrdnerObjekten. Dies bedeutet, dass alle Container und nicht nur der Container Empfänger nach Öffentlichen Ordner-Objekten durchsucht werden. Suchen Sie in Active Directory im Container Microsoft Exchange-Systemobjekte nach Öffentlichen Ordner-Objekten. Dabei handelt es sich um den einzigen Active DirectoryContainer mit Öffentlichen Ordner-Objekten. Öffentliche Ordner-Objekte werden auf den Container Microsoft ExchangeSystemobjekte in Active Directory repliziert. Öffentliche Ordner-Objekte werden auf den Container im Exchange Server 5.5Verzeichnis repliziert, der mit dem LegacyExchangeDN-Wert angegeben (und beim Erstellen des Ordners basierend auf dem msExchPfCreation-Wert im Informationsspeicher festgelegt) wird. Wenn kein anderer Container angegeben ist, wird das Objekt im Container Empfänger abgelegt. Die Home-MTA-Attribut und das Home-MDBAttribut werden nicht repliziert, da sie in Exchange Server 2003 keine Bedeutung haben. Das HomeMDB-Attribut und das targetAddress-Attribut werden nicht repliziert, da sie in Exchange Server 5.5 keine Bedeutung haben. 181 Überlegungen zu Clientverweisen im gemischten Modus Jeder Benutzer hat einen zugewiesenen Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner. Wenn sich der Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner des Benutzers auf einem Exchange Server 5.5-Server befindet, wird der Benutzer entsprechend der Konfiguration für die Öffentliche Ordner-Affinität in Exchange Server 5.5 weitergeleitet. Wenn sich der Standardinformationsspeicher für Öffentliche Ordner auf einem Exchange Server 2003-Server befindet, wird der Benutzer entsprechend der Konfiguration für Verweise in Exchange Server 2003 weitergeleitet. Dieser Vorgang ist unter „Informationen zu Verweisen auf Öffentliche Ordner“ in Exchange Server 2003 Administration Guide beschrieben. In der Standardeinstellung folgen Verweise in Exchange Server 2003 der Routingtopologie. Sie können diese Standardeinstellung außer Kraft setzen, indem Sie für Verweise eine spezifizierte Liste von Servern verwenden. Beachten Sie bei der Entscheidung, ob die Standardeinstellungen für Verweise oder Affinitäten geändert werden sollen, folgende Punkte: Microsoft Office Outlook Web Access für Exchange Server 2003 kann keine Inhaltsreplikkate Öffentlicher Ordner anzeigen, die sich auf Computern befinden, auf denen Exchange Server 5.5 ausgeführt wird. Für einen Connector zwischen einer Exchange Server 2003- oder Microsoft Exchange 2000 Server-Routinggruppe und einer Routinggruppe mit Exchange 5.5Servern ist die Option Keine Verweise auf Öffentliche Ordner zulassen in der Standardeinstellung deaktiviert. (Einzelheiten dazu finden Sie in der folgenden Abbildung.) Mit dieser Konfiguration kann Exchange Benutzer auf Server in Remoteroutinggruppen verweisen. Die Standardeinstellung ist in den meisten Fällen für einen solchen Connector geeignet. Hinweis: Benutzern von Outlook Web Access können Inhalte Öffentlicher Ordner nicht angezeigt werden, die sich auf Computern befinden, auf denen Exchange Server 5.5 ausgeführt wird. Die Option Keine Verweise auf Öffentliche Ordner zulassen betrifft diese Benutzer nicht. 182 Registerkarte „Allgemein“ für einen Routinggruppenconnector Hinweis: Abhängig von den Konfigurationen der Verweise für Öffentliche Ordner können Benutzer beim Zugriff auf einen einzelnen Öffentlichen Ordner mehrmals auf ihre Berechtigung geprüft werden. Auf jedem Server für Öffentliche Ordner befinden sich Kopien der Berechtigungen aller Ordner des Verzeichnisses. Bei jedem Zugriff des Benutzers auf einen Öffentlichen Ordner prüft der Server die Berechtigungen, bevor der Zugriff auf ein lokales Replikat freigegeben oder der Benutzer auf einen anderen Server verwiesen wird. Weitere Informationen über das Konfigurieren von Verweisen finden Sie unter „Informationen zu Verweisen auf Öffentliche Ordner“ im Exchange Server 2003 Administration Guide. 183 Replikations- und Abgleichabläufe Es gibt kaum Unterschiede bei der Replikation in einer Topologie im gemischten Modus und einer reinen Exchange Server 2003-Topologie. Die wichtigsten Ausnahmen sind folgende: Verzeichnisobjekte Wie unter Verbindungsvereinbarungen und Replikation von Öffentlichen Ordnern beschrieben, stellt Active Directory-Connector (ADC) sicher, dass die richtigen Verzeichnisobjekte aus den Öffentlichen Ordnern sowohl in Active Directory als auch im Exchange-Verzeichnis vorhanden sind. Die Replikationsabläufe, die ADC verwendet, um diese Objekte zwischen Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 zu synchronisieren, ersetzen jedoch nicht die normalen Abläufe zur Replikation Öffentlicher Ordner. In der folgenden Abbildung sind die verschiedenen Funktionen der unterschiedlichen Verfahren dargestellt. Attribute mit geändertem Format Das Hauptproblem ist die Zugriffssteuerung. Exchange Server 2003-Zugriffssteuerungsinformationen verwenden ein anderes Format als in Exchange Server 5.5. Da Exchange Server 5.5 nicht das Exchange Server 2003Format verwenden kann, übernimmt Exchange Server 2003 die Umwandlung von einem Format zum anderen. Weitere Informationen zu dieser Umwandlung und ihren Auswirkungen finden Sie unter Zugriffssteuerung für Öffentliche Ordner im gemischten Modus. Replikation von Daten Öffentlicher Ordner zwischen Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 184 Beispiele von Replikationen im gemischten Modus In den folgenden Beispielen wird der Ablauf von Replikationsvorgängen in der Topologie eines gemischten Modus veranschaulicht. Im ersten Beispiel wird die Replikation von Exchange Server 2003 auf Exchange Server 5.5 erläutert. Im zweiten Beispiel wird die Replikation von Exchange Server 5.5 auf Exchange Server 2003 dargestellt. Szenario 1: Replikation eines neuen Ordners von Exchange Server 2003 auf Exchange Server 5.5 Stellen Sie sich eine einfache Topologie im gemischten Modus mit Öffentlichen Ordnern auf einem Computer vor, auf dem Exchange Server 5.5 ausgeführt wird, und einem Computer, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird. Eine solche Topologie ist oben abgebildet. Ein Administrator, der mit dem Computer verbunden ist, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird, fügt dem Verzeichnis einen neuen Öffentlichen Ordner hinzu. Er konfiguriert den Ordner so, dass Inhaltsreplikate auf beiden Servern abgelegt werden. Der Vorgang, mit dem Exchange die neue Konfiguration abschließt, umfasst folgende Arbeitsschritte: 1. Unter Verwendung der Informationen der Öffentlichen Ordner in Active Directory erstellt ADC ein neues Objekt im Exchange-Verzeichnis. 2. Der Computer, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird (ExchServ02), sendet eine Hierarchienachricht an den Computer, auf dem Exchange Server 5.5 ausgeführt wird (ExchServ01). Die Hierarchienachricht enthält die Aktualisierung der Struktur der Öffentlichen Ordner und die Attribute des neuen Ordners (ggf. in das Exchange Server 5.5-Format umgewandelt). 3. Die Vorgänge der Inhaltsreplikation und des Abgleichs werden dann normalerweise wie folgt ausgeführt: a. ExchServ02 fügt ExchServ01 zur lokalen Kopie der Replikatliste des Ordners hinzu. b. ExchServ01 sendet eine Statusanforderung an ExchServ02. c. ExchServ02 sendet eine Statusmeldung an ExchServ01, die das vollständige CNSet des Ordners enthält. d. ExchServ01 stellt fest, dass der gesamte Ordnerinhalt fehlt und zeichnet die entsprechenden Einträge im Abgleicharray auf. e. Wenn der Inhalt nach Ablauf des Abgleichtimeouts noch fehlt, erstellt ExchServ01 eine Abgleichanforderung und sendet sie an ExchServ02. f. ExchServ02 stellt die Inhaltsnachrichten zusammen und sendet sie an ExchServ01. g. ExchServ01 aktualisiert den Ordnerinhalt und die zugehörigen Überwachungsinformationen mit den eingehenden Inhaltsnachrichten. 185 h. Wenn weiterhin Änderungsnummern fehlen, wartet ExchServ01 24 Stunden und sendet dann eine aktualisierte Abgleichanforderung. Hinweis: Exchange Server 5.5 verfügt nicht über die verbesserten Abgleichfunktionen von Exchange Server 2003. Weitere Informationen finden Sie unter Steuern der Replikation Öffentlicher Ordner in Exchange Server 2003. Szenario 2: Replikation eines neuen Ordners von Exchange Server 5.5 auf Exchange Server 2003 Dieses Beispiel bezieht sich auf die gleiche Topologie wie Szenario 1. Ein Benutzer mit entsprechender Berechtigung, der mit dem Computer verbunden ist, auf dem Exchange Server 5.5 ausgeführt wird, fügt einen neuen Öffentlichen Ordner zur Struktur hinzu. Ein Administrator konfiguriert den Ordner, sodass Inhaltsreplikate auf beiden Servern vorhanden sind. Der Vorgang, mit dem Exchange die neue Konfiguration abschließt, umfasst folgende Arbeitsschritte: 1. Unter Verwendung der Informationen der Öffentlichen Ordner im Exchange-Verzeichnis erstellt ADC ein neues Objekt in Active Directory. 2. Der Computer, auf dem Exchange Server 5.5 ausgeführt wird (ExchServ01), sendet eine Hierarchienachricht an den Computer, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird (ExchServ02). Die Hierarchienachricht enthält die Aktualisierung der Struktur der Öffentlichen Ordner und die Attribute des neuen Ordners. 3. ExchServ02 wandelt Attribute, wie die Zugriffssteuerungsinformationen, in das Exchange Server 2003-Format um. 4. Die Vorgänge der Inhaltsreplikation und des Abgleichs werden dann wie folgt ausgeführt. Dieser Vorgang gleicht dem Vorgang für eine Exchange-Topologie im einheitlichen Modus: a. ExchServ01 fügt ExchServ02 zur lokalen Kopie der Replikatliste des Ordners hinzu. b. ExchServ02 sendet eine Statusanforderung an ExchServ01. c. ExchServ01 sendet eine Statusmeldung an ExchServ02, die das vollständige CNSet des Ordners enthält. d. ExchServ02 stellt fest, dass der gesamte Ordnerinhalt fehlt und zeichnet die entsprechenden Einträge im Abgleicharray auf. e. Wenn der Inhalt nach Ablauf des Abgleichtimeouts noch fehlt, erstellt ExchServ02 eine Abgleichanforderung und sendet sie an ExchServ01. 186 Hinweis: Existiert in dem System mehr als ein Computer, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird, sucht ExchServ02 nach einem weiteren Computer, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird, um ihn als Abgleichserver zu verwenden, bevor die Anforderung an den Computer gesendet wird, auf dem Exchange Server 5.5 ausgeführt wird. a. ExchServ01 stellt die Inhaltsnachrichten zusammen und sendet sie an ExchServ02. b. ExchServ02 aktualisiert den Ordnerinhalt und die zugehörigen Überwachungsinformationen mit den eingehenden Inhaltsnachrichten. c. Wenn weiterhin Änderungsnummern fehlen, wartet ExchServ02 24 Stunden und sendet dann eine aktualisierte Abgleichanforderung. Zugriffssteuerung für Öffentliche Ordner im gemischten Modus Die Zugriffssteuerung für Öffentlicher Ordner im gemischten Modus ist komplex, da folgende Unterschiede zwischen Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 bestehen: An der Stelle, an der eine ACL in einem Öffentlichen Ordner in Exchange Server 5.5 eine Verteilerliste enthält, muss in der ACL in einem Replikat des Ordners in Exchange Server 2003 eine Active Directory-Sicherheitsgruppe vorliegen. Die Exchange Server 5.5-Verteilerliste wird bei einer korrekt konfigurierten Topologie automatisch in eine Active Directory-Verteilergruppe und anschließend in eine Active DirectorySicherheitsgruppe umgewandelt. Weitere Informationen zur Gruppenumwandlung finden Sie unter „Gruppentypen in Zugriffssteuerungslisten“ weiter unten in diesem Thema. Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 verwenden unterschiedliche Attribute, um Benutzer in Zugriffssteuerungslisten zu identifizieren: Normalerweise hat jeder Benutzer in Exchange Server 5.5 ein Windows NT Server 4.0-Konto (identifiziert durch sein Windows NT Server 4.0-SID-Attribut) und ein Exchange Server 5.5-Postfach (identifiziert durch einen Distinguished Name im Exchange Server 5.5-Verzeichnis). In Zugriffssteuerungslisten werden Benutzer (und Gruppen) durch DNs (Distinguished Names) identifiziert. In Exchange Server 2003 hat jeder Benutzer ein Active Directory-Konto (identifiziert durch das SID-Attribut), das Postfach-bezogene Attribute beinhaltet. Durch diese Attribute werden die Benutzer mit den entsprechenden Mail-Inhalten des ExchangeInformationsspeichers verbunden. In Zugriffssteuerungslisten werden Benutzer (und Gruppen) durch den SID (Security Identifier) identifiziert. 187 Weitere Informationen zum Nachverfolgen von Benutzern im gemischten Modus in Exchange Server 2003 finden Sie unter „Benutzerattribute in Zugriffssteuerungslisten“ und „Vermeidung von Problemen durch unbekannte Benutzer in Zugriffssteuerungslisten“ weiter unten in diesem Thema. Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 verwenden unterschiedliche Formate beim Speichern von Berechtigungsinformationen. Unter dem Thema „Benutzerattribute in Zugriffssteuerungslisten“ weiter unten in diesem Thema werden die Grundlagen der Umwandlung beschrieben und wann diese durchgeführt wird. Ausführliche Informationen zu Berechtigungsformaten und dem Umwandlungsvorgang finden Sie unter Working with Store Permissions in Microsoft Exchange 2000 and 2003. Gruppentypen in Zugriffssteuerungslisten In Exchange Server 5.5 werden Verteilerlisten bei der Nachrichtenübermittlung und der Zugriffssteuerung verwendet, in Exchange Server 2003 dagegen nur bei der Nachrichtenübermittlung. In Exchange Server 2003 werden für die Zugriffssteuerung Active Directory-Sicherheitsgruppen verwendet. ADC repliziert Exchange Server 5.5Verteilerlisten auf Universal Distribution Groups (UDG – universelle Verteilergruppe) von Active Directory. Beim Verarbeiten einer ACL für Öffentliche Ordner und dem Ermitteln einer UDG in Exchange Server 2003 wird die UDG automatisch in eine universelle Sicherheitsgruppe umgewandelt. Die universelle Sicherheitsgruppe ersetzt die UDG in der ACL. Wichtig: Die UDG muss unter Windows Server 2003 oder Microsoft Windows 2000 in einer Domäne im einheitlichen Modus vorliegen, damit sie in Exchange Server 2003 auf eine universelle Sicherheitsgruppe aktualisiert werden kann. In einer gemischten Umgebung mit Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 wird in ADC beim Replizieren von Exchange Server 5.5-Verteilerlisten auf eine Domäne im nichteinheitlichen Modus eine Warnmeldung angezeigt. Eine UDG kann unter folgenden Umständen nicht in eine universelle Sicherheitsgruppe umgewandelt werden: Die UDG befindet sich in einer Windows Server 2003- oder Windows 2000-Domäne im gemischten Modus. Eine universelle Sicherheitsgruppe wurde manuell in eine UDG umgewandelt. Die Mitgliedschaft der UDG wurde nicht auf Active Directory repliziert. Wichtig: Verwenden Sie UDGs nicht als Mitglieder von universellen Sicherheitsgruppen. In Exchange wird nicht überprüft, ob es sich bei Gruppenmitgliedern um zu konvertierende Gruppen handelt. Aus diesem Grund werden bei einer universellen 188 Sicherheitsgruppe in einer ACL mit UDGs als Mitgliedern die UDGs ignoriert, und die ACL wird nicht korrekt erzwungen. Benutzerattribute in Zugriffssteuerungslisten In diesem Abschnitt wird dargestellt, wie Exchange Benutzer in Bezug auf die Zugriffssteuerung identifiziert und wie diese Informationen zwischen Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 ausgetauscht werden, sodass ein Benutzer über die gleichen Berechtigungen verfügt, gleichgültig ob er von einem Computer, auf dem Exchange Server 2003 oder Exchange Server 5.5 ausgeführt wird, auf einen Öffentlichen Ordner zugreift. Da Zugriffssteuerungslisten Attribute Öffentlicher Ordner sind, werden sie als Teil der Hierarchie Öffentlicher Ordner repliziert. Unabhängig von der Exchange-Version hat darum jeder Server für Öffentliche Ordner eine Kopie der Zugriffssteuerungsinformationen für jeden Ordner, selbst wenn auf ihm keine Inhaltsreplikate abgelegt sind. Die Replikation der Zugriffssteuerungsinformationen im gemischten Modus umfasst drei Zugriffssteuerungsattribute für jedes Öffentliche Ordner-Objekt: ptagACLData, ptagNTSD und ptagAdminNTSD: ptagACLData Enthält die DNs und Berechtigungen im MAPI-basierten Format, das von Exchange Server 5.5 verwendet wird. ptagNTSD Enthält die Benutzer-SIDs und Berechtigungen für den Clientzugriff im Exchange Server 2003-Format. ptagAdminNTSD Enthält die Benutzer-SIDs und administrative Zugriffsberechtigungen im Exchange Server 2003-Format. Exchange Server 2003 verwendet während des Umwandlungsvorgangs bis zu drei Attribute des Benutzerkontos, um den Benutzer zu identifizieren und die entsprechenden Informationen in die Zugriffssteuerungsliste zu schreiben: SID Eindeutige Bezeichnung des Objekts in Active Directory. Diese Bezeichnung kann genau der SID des ursprünglichen, nicht migrierten Windows NT Server 4.0-Kontos entsprechen. Meist handelt es sich jedoch um einen neuen Wert. LegacyExchangeDN DN des Postfachs im Exchange-Verzeichnis. Exchange Server 2003 verwendet diesen Wert, um Benutzer den Exchange Server 5.5-Postfächern zuzuordnen. msExchangeMasterAccountSID Arbeiten Sie im gemischten Modus, während sich die primären Benutzerkonten noch in der Windows NT Server 4.0-Domäne befinden (die Benutzer melden sich über ihre Windows NT Server 4.0-Konten an), enthält Active Directory stillgelegte Konten, um die Benutzer darzustellen. Jedes dieser Konten verfügt über ein msExchangeMasterAccountSID–Attribut (auch als Associated External 189 Account-Attribut bezeichnet). Dieses Attribut enthält die SID des Windows NT Server 4.0Domänenkontos des Benutzers. Wichtig: Wenn Sie zu einem zukünftigen Zeitpunkt Ihre Benutzer vollständig zu Active Directory migrieren und die Active Directory-Konten aktivieren, müssen Sie das msExchMasterAccountSID-Attribut zurücksetzen. Andernfalls registriert Exchange Server 2003 das Active Directory-Konto nicht als aktiviert. Wichtig: SIDHistory ist als viertes Attribut bei der Migration von Benutzern von Exchange Server 5.5 zu Exchange Server 2003 ebenfalls von Bedeutung. Wenn das Benutzerobjekt in Active Directory während des Migrationsvorgangs eine neue SID erhält, muss die alte SID in das SIDHistory-Attribut übertragen werden, damit Exchange Server 5.5 weiterhin das Benutzerkonto identifizieren kann. Dieses Attribut spielt bei der Umwandlung der Zugriffssteuerung jedoch keine Rolle. Exchange Server 2003 verarbeitet den Umwandlungsprozess, wenn die Hierarchie Öffentlicher Ordner repliziert wird. Von jedem Ordner müssen die Attribute für die Zugriffsteuerung umgewandelt werden. Während der Replikation der Ordnerzugriffssteuerungslisten von Exchange Server 2003 auf Exchange Server 5.5 geschieht Folgendes: 1. Die Active Directory-SIDs von Benutzern und Gruppen werden in Exchange-VerzeichnisDNs umgewandelt. Wenn die Benutzerkonten in Active Directory aktivierte Standardkonten sind, sucht Exchange im SID-Attribut nach der SID. Wenn die Konten deaktiviert sind, sucht Exchange im msExchangeMasterAccountSID-Attribut nach der SID. In beiden Fällen ruft Exchange nach dem Feststellen des Benutzerkontos den LegacyExchangeDN-Wert ab und schreibt ihn in die Zugriffssteuerungsliste. 2. Die Exchange Server 2003-Berechtigungen werden zu Exchange Server 5.5Berechtigungen umgewandelt. 3. Die konvertierten Zugriffssteuerungsinformationen werden in ptagACLData gespeichert. 4. ptagNTSD, ptagAdminNTSD und ptagACLData werden auf den Computer repliziert, auf dem Exchange Server 5.5 ausgeführt wird. Während der Replikation der Ordnerzugriffssteuerungslisten von Exchange Server 5.5 auf Exchange Server 2003 geschieht Folgendes: 1. Die eingehenden Werte von ptagNTSD und ptagAdminNTSD werden verworfen. Durch diesen Schritt wird ein Schutz gegenüber möglichen Änderungen gewährleistet, die 190 während der Steuerung durch Exchange Server 5.5 an diesen Eigenschaften vorgenommen wurden. 2. Die Benutzer- und Gruppen-DNs werden aus ptagACLData entnommen und in SIDs umgewandelt. Exchange sucht den DN im LegacyExchangeDN-Attribut des Benutzerkontos in Active Directory. Hat der Benutzer ein aktiviertes Active Directory-Konto, verwendet Exchange den Wert des SID-Attributs aus der Zugriffssteuerungsliste. Hat der Benutzer ein Windows NT Server 4.0-Konto und ein deaktiviertes Active Directory-Konto, verwendet Exchange den Wert des msExchangeMasterAccountSID-Attributs aus der Zugriffssteuerungsliste. Dies ist der SID des Windows NT Server 4.0-Kontos. 3. Die Berechtigungen werden aus ptagACLData entnommen und in Exchange Server 2003-Berechtigungen umgewandelt. 4. Die konvertierten Zugriffssteuerungsinformationen werden in ptagNTSD gespeichert. Der ursprüngliche Wert von ptagAdminNTSD bleibt unverändert. 5. Der Wert von ptagACLData wird normalerweise verworfen. Wenn jedoch bei der Umwandlung in Schritt 2 oder Schritt 3 ein Problem auftritt, wird der Wert von ptagACLData in Exchange Server 2003 beibehalten. Hinweis: Wenn Sie Ordner und deren Inhalte von Exchange Server 5.5 auf Exchange Server 2003 replizieren, versuchen Sie nicht, explizite Berechtigungen für Nachrichten festzulegen. Exchange Server 5.5 wendet die Berechtigungen auf Ordner an. Berechtigungen können einzelnen Nachrichten nicht explizit zugewiesen werden (Berechtigungen auf Objektebene) wie dies in Exchange Server 2003 möglich ist. Exchange Server 2003 verwaltet Berechtigungen, sodass der Zugriff auf Nachrichten beschränkt ist. Versuchen Sie jedoch, in dieser Situation die Nachrichtenberechtigungen zu ändern, gehen diese Änderungen im nächsten Replikationszyklus verloren. Replikation der Zugriffssteuerung im Kontext In diesem Abschnitt wird die Funktionsweise des Umwandlungsprozesses durch zwei Beispiele veranschaulicht. 191 Szenario 1: Einzelne Domäne mit Benutzerkonten in Active Directory Die einfachste Konfiguration im gemischten Modus besteht aus einer einzelnen Domäne, in der die Benutzerkonten von der Windows NT Server 4.0-Sicherheitskontenverwaltung zu Active Directory migriert wurden. Auch wenn sich die Postfächer noch auf dem Computer befinden, auf dem Exchange Server 5.5 ausgeführt wird, werden sie Active Directory-Konten anstelle von Windows NT Server 4.0-Konten zugeordnet. Die folgende Abbildung zeigt eine solche Konfiguration. Eine einfache Topologie im gemischten Modus mit einer Domäne Es gibt zwei Möglichkeiten, von Ihrem ursprünglichen Exchange Server 5.5- und Windows NT Server 4.0-System zu dieser Konfiguration zu wechseln: Aktualisieren Sie den primären Domänencontroller (PDC) von Windows NT Server 4.0 auf Windows Server 2003, und stufen Sie ihn zu einem Domänencontroller für die bestehende Domäne herauf. Durch diesen Vorgang wird Active Directory installiert und konfiguriert, während die Windows NT Server 4.0-Konten verschoben werden. Für jedes Konto bleibt das SIDAttribut erhalten. (Die SID des Windows NT Server 4.0-Kontos wird zur SID des neuen Active Directory-Kontos.) Mit dem Tool für die Migration nach Active Directory können Sie die Benutzerkonten vom primären Domänencontroller von Windows NT Server 4.0 zu Active Directory migrieren. 192 Vergewissern Sie sich, dass das Tool für die Migration die bestehende SID des Benutzers zum SIDHistory-Attribut migriert. Dieser Vorgang erstellt und aktiviert ein Active Directory-Konto für die Benutzer. Nach der Konfiguration des Active Directory Connectors schließt er die Aktualisierung der Active Directory-Benutzerkonten mit Postfachattributen ab, z. B. mit dem LegacyExchangeDN-Attribut. Angenommen, eine Topologie, wie sie in der obigen Abbildung dargestellt wird, weist den Benutzer Benutzer1 auf, der über ein Konto in Active Directory und ein Postfach in Exchange Server 5.5 verfügt. In diesem Beispiel hat Benutzer1 Autorenberechtigungen für einen Öffentlichen Ordner erhalten, dessen Inhaltsreplikate sowohl auf dem Computer, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird, als auch auf dem Computer, auf dem Exchange Server 5.5 ausgeführt wird, abgelegt sind. Wenn Benutzer1 zum Replikat auf dem Exchange Server 5.5-Server für Öffentliche Ordner weitergeleitet wird, wird Benutzer1 von der Zugriffssteuerungsliste für Öffentliche Ordner durch den DN identifiziert (/o=Org/ou=Standort/cn=Empfänger/cn=Benutzer1). Wenn die Zugriffssteuerungsliste auf den Exchange Server 2003 für Öffentliche Ordner repliziert wird, wandelt Exchange Server 2003 die Informationen um. Exchange Server 2003 sucht das Benutzerkonto in Active Directory, das den LegacyExchangeDN-Wert /o=Org/ou=Standort/cn=Empfänger/cn=Benutzer1 hat und ruft den SID-Wert für dieses Konto ab. Exchange schreibt diesen Wert in die Zugriffssteuerungsliste für Öffentliche Ordner, um Benutzer1 zu identifizieren. Über jeden Server kann Benutzer1 Zugriff auf den Ordner erhalten. Szenario 2: Mehrere Domänen mit Windows NT Server 4.0Benutzerkonten Eine komplexere Konfiguration im gemischten Modus besteht aus einer einzelnen ExchangeKonfiguration mit mehreren Domänen. Sie erhalten eine solche Konfiguration, indem Sie eine neue Windows Server 2003-Domäne einrichten, die die bestehende Windows NT Server 4.0Domäne als vertrauenswürdig einstuft, statt die Windows NT Server 4.0-Domäne zu migrieren oder zu aktualisieren. Die folgende Abbildung zeigt eine solche Konfiguration. In diesem Beispiel befinden sich die Postfächer noch auf dem Computer, auf dem Exchange Server 5.5 ausgeführt wird, und die Benutzerkonten verbleiben in der Windows NT Server 4.0-Domäne. Exchange Server 2003 wurde in der neuen Windows Server 2003-Domäne installiert. 193 Exchange-Topologie mit Windows Server 2003- und Windows NT Server 4.0-Domäne sowie Benutzerkonten in der Windows NT Server 4.0-Domäne In dieser Konfiguration verwendet Exchange zusätzlich zu den SID-, SIDHistory- und LegacyExchangeDN-Attributen das msExchMasterAccountSID-Attribut (auch als Associated External Account bezeichnet), um Benutzer zu identifizieren und sie den Postfach- oder Zugriffssteuerungsinformationen zuzuordnen. Das msExchMasterAccountSID-Attribut enthält den SID des Windows NT Server 4.0-Kontos des Benutzers. Angenommen, eine Topologie, wie sie in der obigen Abbildung dargestellt wird, weist den Benutzer Benutzer1 auf, der über ein Konto in Windows NT Server 4.0 in Domäne1 und ein Postfach in Exchange Server 5.5 verfügt. Benutzer1 hat weiterhin ein deaktiviertes Konto in Active Directory in Domäne2. In diesem Beispiel hat Benutzer1 Autorenberechtigungen für einen Öffentlichen Ordner erhalten, der sowohl auf Servern, auf denen Exchange Server 2003 ausgeführt wird, als auch auf Servern, auf denen Exchange Server 5.5 ausgeführt wird, über Inhaltsreplikate verfügt. Wenn Benutzer1 zum Replikat auf dem Exchange Server 5.5-Server für Öffentliche Ordner weitergeleitet wird, wird Benutzer1 von der Zugriffssteuerungsliste für Öffentliche Ordner durch den DN identifiziert (/o=Org/ou=Standort/cn=Empfänger/cn=Benutzer1). Wenn die Zugriffssteuerungsliste auf den Exchange Server 2003 für Öffentliche Ordner repliziert wird, wandelt Exchange Server 2003 die Informationen um. Wie üblich sucht Exchange Server 2003 das Benutzerkonto in Active Directory, das den 194 LegacyExchangeDN-Wert /o=Org/ou=Standort/cn=Empfänger/cn=Benutzer1 aufweist. Exchange findet das Active Directory Konto von Benutzer1, das jedoch deaktiviert ist. Exchange ruft die SID nicht aus dem SID-Attribut ab, sondern aus dem msExchMasterAccountSID-Attribut. Exchange schreibt diesen Wert, die ursprüngliche Windows NT Server 4.0-SID, in die Zugriffssteuerungsliste für Öffentliche Ordner, um Benutzer1 zu identifizieren. Das Verwenden mehrerer Domains hat einen deutlichen Nebeneffekt. Wenn ein Administrator oder Benutzer versucht, die Clientberechtigung von Benutzer1 für den Öffentlichen Ordner zu ändern, während er mit dem Computer verbunden ist, auf dem Exchange Server 2003 ausgeführt wird, zeigt das Dialogfeld Berechtigungen den Benutzer in folgendem Format an: Domäne1\Benutzer1 statt Benutzer1. Vermeidung von Problemen durch unbekannte Benutzer in Zugriffssteuerungslisten Bei einem unbekannten Benutzer (manchmal auch als stillgelegter Benutzer bezeichnet) handelt es sich um einen in einer ACL aufgeführten Benutzer, der jedoch nicht über ein Konto verfügt. Die Problematik unbekannter Benutzer wird am häufigsten durch folgende Situation verursacht. Wenn in einer reinen Exchange Server 5.5-Topologie ein Exchange Server 5.5-Benutzer gelöscht wird, für den Berechtigungen in Öffentlichen Ordnern in Exchange Server 5.5 vorliegen. Anschließend wird der Öffentliche Ordner mit Verweisen auf den weiterhin in der ACL aufgeführten Benutzer auf Exchange Server 2003 repliziert. Die ACL kann in Exchange Server 2003 nicht verarbeitet werden, da der Benutzer in Active Directory nicht ermittelt werden kann. Bis zur Behebung des Problems kann ausschließlich der Ordnerbesitzer auf den Ordner zugreifen. Durch diese Beschränkung können Benutzer, denen möglicherweise ausdrücklich die Berechtigungen für den Ordner verwehrt wurden, nicht auf den Ordner zugreifen. Darüber hinaus wird das Ereignis 9551 protokolliert, wenn Ordnerberechtigungen ausschließlich für den Besitzer eingerichtet wurden. Weitere Informationen zum Ereignis 9551 und zu anderen Ereignissen, die beim Replizieren von Informationen zwischen Exchange Server 2003 und Exchange Server 5.5 auftreten können, finden Sie unter Fehlersuche und Beheben von Informationsspeicherproblemen in Exchange Server 2003. Ausführliche Informationen zur Umwandlung von ACLs beim Replizieren von Ordnern von Exchange Server 5.5 auf Exchange Server 2003 finden Sie unter „Anatomy of Object Level Access Control“ in Working with Store Permissions in Microsoft Exchange 2000 and 2003. Dabei sind insbesondere die Hinweise in Abschnitt „Special Considerations for Coexisting Exchange 2000 and Exchange 5.5 Servers“ zu beachten. Das Auftreten von unbekannten Benutzern wird am besten dadurch vermieden, dass vor dem Replizieren von Öffentlichen Ordnern auf Exchange Server 2003 das Exchange Server 5.5Dienstprogramm zur DS/IS-Konsistenzanpassung ausgeführt wird. Dabei werden unbekannte Benutzer in den ACLs gelöscht. 195 Unter bestimmten Umständen werden unbekannte Benutzer in Exchange Server 2003 auf unterschiedliche Art und Weise verarbeitet: Wurde der Ordner bereits fehlerfrei aus Exchange Server 5.5 repliziert und weist plötzlich einen unbekannten Benutzer in der ACL auf, wird der unbekannte Benutzer in Exchange Server 2003 ignoriert, und die restlichen Einträge in der ACL werden normal verarbeitet. Dabei wird davon ausgegangen, dass in Exchange Server 5.5 ein Benutzer gelöscht oder ein neuer Benutzer hinzugefügt und noch nicht auf Active Directory repliziert wurde. Das Problem wird wahrscheinlich beim nächsten ADC-Replikationsintervall automatisch gelöst. Wurden alle Exchange Server 5.5-Server entfernt und in Exchange Server 2003 der einheitliche Modus eingerichtet, nimmt Exchange an, dass der Benutzer gelöscht wurde und löscht den unbekannten Benutzer in der ACL. In einigen Fällen kann ein Registrierungsschlüssel festgelegt werden, über den im gemischten Modus unbekannte Benutzer in der ACL gelöscht werden. Es empfiehlt sich dringend, diesen Registrierungsschlüssel nur in wirklich erforderlichen Fällen festzulegen (wenn beispielsweise eine kleine Gruppe von unbekannten Benutzern vorliegt, die alle problemlos in ACLs für Öffentliche Ordner gelöscht werden können). Andernfalls gehen alle Berechtigungsdaten für einen Benutzer verloren, der aufgrund einer Replikationsverzögerung (siehe Beschreibung in der vorangehenden Liste) nur vorübergehend unbekannt ist. Vorsicht: Das Löschen von unbekannten Benutzern hat zur Folge, dass die Zugriffs- und Nicht–Zugriffsberechtigungen dieser Benutzer für Öffentliche Ordner möglicherweise verloren gehen. Vom langfristigen Löschen unbekannter Benutzer wird daher abgeraten. Vorsicht: Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen, die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten. Detaillierte Anweisungen zum vorübergehenden Ignorieren von unbekannte Benutzern auf einem Exchange Server 2003-Server mit Replikaten Öffentlicher Ordner finden Sie unter Vorübergehendes Ignorieren unbekannter Benutzer auf einem Exchange Server 2003-Server mit Replikaten Öffentlicher Ordner. 196 Best Practices für Exchange Server 2003Suchordner Wenn mithilfe von Microsoft Office Outlook 2003 oder einer anderen Clientanwendung Nachrichten in einem Postfachspeicher oder einem Informationsspeicher für Öffentliche Ordner gesucht werden, verfolgt Microsoft Exchange Server 2003 die Suchergebnisse mit speziellen Ordnern nach, den Suchordnern. Ein Suchordner ist mit dem Ordner verknüpft, der die gesuchten Informationen enthält. Die Suchleistung kann variieren, und die Suche kann Auswirkungen auf die Exchange Server 2003-Vorgänge haben. So können einige Suchtypen beispielsweise zu deutlich vergrößerten Exchange Server 2003Transaktionsprotokollen führen. In diesem Kapitel werden die Suchprozesse von Exchange Server 2003, die verschiedenen Suchmethoden für Exchange Server 2003 sowie die Faktoren erläutert, die die Suchleistung beeinflussen können. Mithilfe dieser Informationen kann die Sucheffizienz und -leistung verbessert werden. Außerdem können Sie die Informationen in diesen Themen beim Erstellen einer benutzerdefinierten Anwendung verwenden, die Suchen in Exchange Server 2003-Daten durchführt, um die effizientesten Suchmethoden festzulegen. Funktionsweise von Exchange Server 2003-Suchvorgängen Als Datenbanksystem verwendet der Exchange-Informationsspeicher Tabellen zum Organisieren von Daten, z. B. Postfächern, Ordnern und Nachrichten. Wie bei anderen Datenbanken werden bestimmte Attribute jeder Tabelle für eine vereinfachte Suche indiziert. Diese Indizes unterscheiden sich von Volltextindizes, die sich außerhalb des Informationsspeichers befinden. Volltextindizes werden vom Microsoft Search-Dienst (MSSearch) erstellt und verwaltet. Ein Volltextindex deckt einen vollständigen Postfachspeicher oder Informationsspeicher für Öffentliche Ordner ab. Weitere Informationen zu Volltextindizes finden Sie unter Volltextindizierung in Exchange Server 2003. Die Volltextindizierung verringert die für die Suche erforderlichen Ressourcen, indem diese vor der Suche für das Erstellen des Index eingesetzt werden. Die Volltextindizierung bringt jedoch folgende Nachteile mit sich: Das Erstellen eines Index mit einer Größe von mehreren Gigabyte (GB) kann mehrere Tage dauern. Korrekte Suchergebnisse lassen sich lediglich durch regelmäßige Aktualisierungen des Indexes erreichen. 197 Wenn Exchange Server 2003 eine Suchabfrage erhält, werden die in der Abfrage festgelegten Suchbedingungen von der QP-Informationsspeicherkomponente (Query Processor) analysiert, damit diese auf die effizienteste Weise verarbeitet werden kann. So wird beispielsweise der Ablauf der Suchbedingungen geändert oder unnötige Suchbedingungen gelöscht. Außerdem wird vom QP festgelegt, ob ein Volltextindex oder die Exchange Server 2003Tabellenindizes durchsucht werden sollen. Der QP kann beide Suchtypen verwenden, um eine einzelne Suchabfrage zu beantworten. Um festzustellen, ob für eine Suchabfrage ein Volltextindex, ein Tabellenindex oder eine bestimmte Kombination verwendet werden soll, werden vom QP folgende Faktoren ausgewertet: Speicherorte der als Suchkriterien verwendeten Attribute. Dies beinhaltet, ob die Suchbedingungen sich auf Attribute beziehen, die Teil eines Volltextindex oder eines Tabellenindex sind. Wenn die Suchabfrage z. B. eine Contains-Klausel beinhaltet, die sich auf ein im Volltextindex indiziertes Attribut bezieht, empfiehlt sich eine Suche im Volltextindex. Wenn der QP einen oder mehrere Tabellenindizes findet, die das entsprechende Attribut beinhalten, wird die Anzahl der Nachrichten berechnet, die bei der Verwendung der jeweiligen Tabelle zurückgegeben werden. Anschließend wählt der Abfrageprozessor die Tabelle aus, die die meisten Nachrichten bei geringstem Ressourcenverbrauch zurückgibt. Typ der ausgegebenen Suchabfrage. Wenn die Suchabfrage beispielsweise einen Vergleich sämtlicher Werte eines Attributs umfasst, ist eine Suche in den Volltextindizes nicht angebracht. Suchbeispiel In der folgenden Abbildung werden die grundlegenden Schritte eines Suchvorgangs dargestellt. Dieses Beispiel beinhaltet die Outlook-Funktion „Erweiterte Suche“. Um diese Funktion zu verwenden, klicken Sie auf der Outlook-Symbolleiste auf Suchen. Zeigen Sie auf der Symbolleiste Suchen auf Optionen, und klicken Sie anschließend auf Erweiterte Suche. 198 Komponenten einer komplexen Suche mithilfe von Outlook Im Folgenden finden Sie die Abfolge der Ereignisse bei einem Suchvorgang: 1. Ein Benutzer erstellt in Outlook eine Suchabfrage mit folgenden Suchbedingungen: Die Nachricht befindet sich im Ordner Test. Das Feld Betreff der Nachricht enthält die Zeichenfolge „Testplan“. Die Nachricht ist größer als 10 KB. 2. Der Benutzer führt die Suche aus. Die Suchabfrage wird von Outlook an Exchange Server 2003 gesendet. 3. Die Suche wird vom Exchange Server 2003-QP analysiert, und es wird festgestellt, dass sich sowohl der Tabellenindex als auch der Volltextindex eignen. 4. Eine Suchzeichenfolge für das Feld Betreff wird vom QP an MSSearch gesendet. 199 5. Die Suche wird von MSSearch durchgeführt, und die der Suchzeichenfolge entsprechenden Ergebnisse werden an den QP zurückgegeben. 6. Der QP verwendet eine Tabellenindexsuche, um nach dem in Schritt 5 erhaltenen Ergebnissatz in Nachrichten zu suchen, die größer als 10 KB sind. 7. Die endgültigen Suchergebnisse werden vom QP an Outlook gesendet. Die Volltextindizierung betreffende Attribute Volltextindizes enthalten in der Standardeinstellung folgende MAPI-Attribute: PR_SUBJECT PR_SUBJECT_W PR_BODY PR_BODY_W PR_SENDER_NAME PR_SENDER_NAME_W PR_SENDER_EMAIL_ADDRESS PR_SENDER_EMAIL_ADDRESS_W PR_SENT_REPRESENTING_NAME PR_SENT_REPRESENTING_NAME_W PR_SENT_REPRESENTING_EMAIL_ADDRESS PR_SENT_REPRESENTING_EMAIL_ADDRESS_W PR_DISPLAY_TO PR_DISPLAY_TO_W PR_DISPLAY_CC PR_DISPLAY_CC_W PR_DISPLAY_BCC PR_DISPLAY_BCC_W Volltextindizes enthalten in der Standardeinstellung folgende DAV/OLEDB-Attribute: urn:schemas:httpmail:subject urn:schemas:httpmail:textdescription urn:schemas:httpmail:sendername urn:schemas:httpmail:fromname urn:schemas:httpmail:displayto urn:schemas:httpmail:displaycc urn:schemas:httpmail:displaybcc Clientanwendungen und Suchmethoden Outlook verwendet MAPI-basierte Suchmethoden für die Suche in Exchange Server 2003. Beim Entwickeln benutzerdefinierter Clientanwendungen, können diese MAPI-basierten oder ExOLEDB-basierten Suchmethoden verwendet werden. Um ExOLEDB zu verwenden, kann aus verschiedenen APIs ausgewählt werden: HTTP/DAV, CDO (Collaboration Data Objects) oder ADO (ActiveX Data Objects). 200 Hinweis: MAPI kann nicht für Termin- oder Aufgabensuchen verwendet werden. In der folgenden Tabelle finden Sie weitere Informationen über die verschiedenen Suchmethoden in Exchange Server 2003. In dieser Tabelle bezieht sich der Begriff flach auf eine Suche, deren Bereich auf einen einzelnen Ordner oder eine Reihe bestimmter Ordner begrenzt ist. Tief bezieht sich auf eine Suche, deren Bereich einen Ordner und sämtliche zugehörigen Unterordner umfasst. Suchmethoden, die von den verfügbaren Protokollen in Exchange Server 2003 verwendet werden API oder Anwendung Bereich Methode Erstellt Suchordner MAPI Flach Restrict Ja FindRow Nur im Arbeitsspeicher Flach Restrict Ja Beliebig SetSearchCriteria Ja Beliebig Restrict Ja Flach (einzelner Ordner) Restrict Ja Tief oder flach mit mehreren Ordnern SRestrict Ja SetSearchCriteria Temporär Beliebig Search Ja, kann verschachtelt sein Beliebig PropFind Nein Outlook (lediglich Öffentliche Ordner) (MAPI-Protokoll) Outlook (Postfächer) (MAPI-Protokoll) CDO 1.2 (MAPI-Protokoll) CDO 2.x, CDO 3.x, ADO (ExOLEDB) CDO 2.x, CDO 3.x, ADO (ExOLEDB) HTTP/DAV (ExOLEDB) HTTP/DAV (ExOLEDB) 201 Wichtige Aspekte der Suche mit ExOLEDB Um mithilfe einer ExOLEDB-Methode suchen zu können, muss für die Suche eine SQLAnweisung erstellt werden. Beim Verarbeiten der SQL-Anweisung wird diese von Exchange Server 2003 in eine MAPI-kompatible SRestrict-Struktur konvertiert. ExOLEDB-Vorgänge können nur auf dem Server ausgeführt werden, auf dem sich die zu durchsuchenden Daten befinden. Daher kann die Suche die Exchange Server 2003-Server für Öffentliche Ordner oder Postfachordner verlangsamen. Wichtige Aspekte der Suche mit HTTP/DAV Da von HTTP/DAV-Suchen intern ExOLEDB verwendet wird, werden diese in den meisten Fällen wie andere ExOLEDB-Suchen ausgeführt. Mit der HTTP/DAV-PropFind-Methode kann jedoch ein Teil der Suchverarbeitungslast auf einen anderen Server als den Exchange Server 2003-Server für Öffentliche Ordner und Postfachordner verlagert werden. Mithilfe von HTTP/DAV können verschachtelte Suchordner erstellt werden. Bei der Suche nach einem vorhandenen Suchordner wird von Exchange Server 2003 im ursprünglichen Suchordner ein neuer Suchordner erstellt. Richtlinien zum Optimieren von Suchvorgängen In diesem Thema finden Sie Informationen zur Verbesserung der Sucheffizienz und zur Minimierung des Leistungsaufwands dieser Suchvorgänge. Es wird erläutert, wie Suchordner den Betrieb des Exchange Server 2003-Server beeinflussen, auf dem diese sich befinden, wie die Anzahl der erstellten Suchordner reduziert werden kann und unter welchen Bedingungen die Standardgrenzwerte zur Steuerung der Suchordner geändert werden sollten. Einfluss von Suchordnern auf die Leistung Suchordner können die Leistung eines Exchange Server 2003-Postfach- oder Öffentliche Ordner-Servers vor allem auf folgene Weise beeinflussen: Sie können die Verarbeitungslast auf dem Server erhöhen und die Transaktionsprotokolle auf dem Server (mitunter erheblich) vergrößern. Das Erstellen eines Suchordners führt zu einem bestimmten Verarbeitungsaufwand auf dem Exchange-Server. Außerdem wird der Vorgang von Exchange Server 2003 als zu protokollierende Transaktion behandelt. Bei jeder neuen Suchabfrage von Exchange Server 2003, vergrößert sich das Transaktionsprotokoll. Eine der einfachsten 202 Möglichkeiten zur Steuerung dieser Vergrößerung ist das erneute Verwenden vorhandener Suchabfragen. Wenn ein Suchordner erstellt wurde, wird dieser von Exchange Server 2003 erhalten und immer dann aktualisiert, wenn der Zielordner (der durchsuchte Ordner) sich ändert. Wenn im Zielordner eine Nachricht hinzugefügt, gelöscht oder geändert wird, aktualisiert Exchange Server 2003 den Suchordner entsprechend. Diese Aktualisierungen vergrößern die Verarbeitungslast mit jedem betroffenen Suchordner, und jede dieser Aktualisierungen wird in den Transaktionsprotokollen protokolliert. Daher kann das Suchen in häufig geänderten Ordnern die Serverleistung weitaus mehr beeinträchtigen als die Suche in statischen, sich nicht verändernden Ordnern. Hinweis: Wenn ein Benutzer in einem Zielordner eine Nachricht mit einer großen angehängten Datei bereitstellt, verändert sich die dem Transaktionsprotokoll hinzugefügte Datenmenge entsprechend der Größe des Anhangs. Suchen, bei denen der Status „gelesen“ oder „ungelesen“ von Nachrichten als Suchbedingung verwendet wird, beeinflussen die Leistung auf besondere Weise. Wenn ein Öffentlicher Ordner durchsucht wird, der nach gelesenen und ungelesenen Informationen verfolgt, wird bei der Suche nicht nur ein Suchordner erstellt, sondern je einer für jeden einer Nachricht im Zielordner zugewiesenen Benutzer. Jeder dieser Suchordner beeinflusst entsprechend die Leistung und die Transaktionsprotokolle. Außerdem ändert der Verweis auf ein ungelesenes Element in einem solchen Ordner dessen Status in „gelesen“. Dieser Vorgang wird von Exchange Server 2003 als Ordneraktualisierung betrachtet, wodurch auch die entsprechenden Suchordner aktualisiert werden. Die Anzahl der jeweils einem Suchordner zugewiesenen Benutzer kann außerdem die Last des Exchange-Servers erhöhen, was zu einer merklich erhöhten Antwortzeit führen kann. Identische Abfrageausdrücke Für jede eindeutige Suchabfrage wird ein eigener Suchordner erstellt. Wenn die Ergebnissätze und Suchausdrücke zweier Suchen identisch sind, werden diese vom QP (Query Processor) als eine betrachtet. Wenn eine neue Suche einer vorherigen Suche entspricht, für die ein Suchordner vorhanden ist, wird der vorhandene Suchordner vom QP erneut verwendet und kein neuer erstellt. Wenn mehrere Benutzer wiederholt die gleiche Suche ausführen oder viele ähnliche Suchen ausgeführt werden, sollten nach Möglichkeit die gleichen Suchausdrücke verwendet werden. Mit der Anzahl an Suchausdrücken verringert sich auch die Serverlast und die Anzahl der erstellten Suchordner. 203 Anzahl an Suchordnern Exchange Server 2003 begrenzt die Anzahl der Suchordner, die für einen einzelnen Zielordner erhalten werden. Außerdem ist die Aufbewahrungszeit dieser Suchordner nach deren letzten Verwendung begrenzt. In der Standardeinstellung sind maximal elf Suchordner möglich, und die maximale Aufbewahrungszeit beträgt acht Tage. Diese Standardwerte können auf Speicherebene mithilfe des msExchMaxCachedViews-Attributs und des msExchAgingKeepTime-Attributs geändert werden. Außerdem kann das Attribut http://schemas.microsoft.com/mapi/proptag/0x680003 eines Ordners verwendet werden, um die Anzahl an Suchordnern für einen bestimmten Zielordner zu beschränken. Durch jede sich unterscheidende Suchanfrage wird ein unterschiedlicher Suchordner erstellt, wobei die Anzahl der gleichzeitigen Suchordner für einen bestimmten Zielordner beschränkt ist. Wenn Benutzer oder benutzerdefinierte Anwendungen viele verschiedene Arten von Suchabfragen verwenden (anstatt wiederholt die gleichen Suchabfragen auszugeben), wird durch eine erhöhte maximale Anzahl an Suchordnern die Sucheffizienz verbessert. Dieser Ansatz hat jedoch einen wesentlichen Nachteil. Das Erhöhen der Anzahl an Suchordnern verlängert auch die Zeitspanne, die zum Aktualisieren dieser Ordner erforderlich ist. Außerdem steigt der Verarbeitungsaufwand der einzelnen Suchen, da von Exchange Server 2003 überprüft wird, ob einer der vorhandenen Ordner bei einer Suche verwendet werden kann. Daher ist das Erhöhen der Anzahl an Suchordner nur dann sinnvoll, wenn eine begrenzte Auswahl von Suchabfragen für Ordner verwendet wird, die zumeist statisch sind (und selten aktualisiert werden). Im Allgemeinen sollte die Anzahl an verschiedenen Suchtypen sowie die Anzahl an Suchordnern gering gehalten werden. Wichtig: Obwohl die Standardwerte geändert werden können, sollten Sie die Ergebnisse im Falle einer Änderung ausgiebig testen. Verwenden Sie eine Testtopologie, um die zu erwartende Last zu simulieren. Stellen Sie dabei sicher, dass die Änderungen Ihr System nicht negativ beeinflussen. Weitere Informationen zum Ändern der maximalen Anzahl der Suchordner pro Zielordner für einen Informationsspeicher finden Sie unter Ändern der maximalen Anzahl von Suchordnern pro Zielordner für einen Informationsspeicher. Weitere Informationen zum Ändern der Aufbewahrungszeit für Suchordner in Exchange Server 2003 für einen Informationsspeicher finden Sie unter Ändern der Aufbewahrungszeit von Suchordnern für einen Informationsspeicher in Exchange Server 2003. 204 Ändern der maximalen Anzahl von Suchordnern pro Zielordner für einen Informationsspeicher Wenn Benutzer oder benutzerdefinierte Anwendungen viele verschiedene Arten von Suchabfragen verwenden (anstatt wiederholt die gleichen Suchabfragen auszugeben), wird durch eine erhöhte maximale Anzahl von Suchordnern die Sucheffizienz verbessert. Führen Sie zum Ändern der maximalen Anzahl der Suchordner pro Zielordner für einen Informationsspeicher die folgenden Schritte aus: Bevor Sie beginnen Durch die Implementierung dieses Verfahrens kommt es zu Leistungseinbußen. Sie sollten daher diese Einbußen und die Auswirkungen auf die Umgebung kennen und die Änderungen zuvor in einer Testtopologie überprüfen. Dort können Sie die zu erwartende Belastung simulieren und dafür sorgen, dass diese Änderungen das System nicht in Mitleidenschaft zieht. Im Abschnitt „Weitere Informationen“ dieses Themas finden Sie Verweise auf Einzelheiten zu den Leistungseinbußen durch diese Änderungen. Verfahren So ändern Sie die maximale Anzahl an Suchordnern pro Zielordner für einen Informationsspeicher 1. Erweitern Sie in ADSI-Bearbeitung die Konsolenstruktur. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Informationsspeicherobjekt, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. Die Informationsspeicherobjekte verfügen über Distinguished Names (DN). Diese legen den Speicherort in der Konfigurationsstruktur des Active Directory-Verzeichnisdiensts fest. Hierfür finden Sie nachfolgend einige Beispiele: CN=Configuration,DC=<Domain>,CN=Services,CN=Microsoft Exchange,CN=<Organization>,CN=Administrative Groups,CN=<Administrative group>,CN=Servers,CN=<Server>,CN=InformationStore,CN=<Storage group>,CN=<Store> 2. Klicken Sie auf der Registerkarte des Attribut-Editors in der Liste Attribute auf msExchMaxCachedViews und anschließend auf Bearbeiten. 3. Geben Sie im Dialogfeld des Ganzzahl-Attribut-Editors einen ganzzahligen Wert (für die Anzahl der Suchordner) ein, und klicken Sie anschließend auf OK. 4. Wenn die Replikation auf alle Domänencontroller abgeschlossen ist, starten Sie den Informationsspeicherdienst von Microsoft Exchange. 205 Ändern der Aufbewahrungszeit von Suchordnern für einen Informationsspeicher in Exchange Server 2003 In Exchange Server 2003 ist die Aufbewahrungszeit für Suchordner nach ihrer letzten Verwendung beschränkt. Die maximale Aufbewahrungszeit beträgt in der Standardeinstellung acht Tage. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um die Aufbewahrungszeit für Suchordner in Exchange Server 2003 für einen Informationsspeicher zu ändern: Bevor Sie beginnen Obwohl Sie den Standardwert ändern können, wird empfohlen, die Änderungen in einer Testumgebung gründlich zu testen. Verwenden Sie eine Testtopologie, um die zu erwartende Last zu simulieren. Stellen Sie dabei sicher, dass die Änderungen Ihr System nicht negativ beeinflussen. Verfahren So ändern Sie die Aufbewahrungszeit für Suchordner in Exchange Server 2003 für einen Informationsspeicher 1. Erweitern Sie in ADSI-Bearbeitung die Konsolenstruktur. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Informationsspeicherobjekt, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. 2. Die Informationsspeicherobjekte verfügen über DNs (die den Speicherort in der Active Directory-Konfigurationsstruktur festlegen), für die Sie im Folgenden einige Beispiele finden. CN=Configuration,DC=Domain,CN=Services,CN=Microsoft Exchange,CN=Organization,CN=Administrative Groups,CN=Administrative group,CN=Servers,CN=Server,CN=InformationStore,CN=Storage group,CN=Store 3. Klicken Sie auf der Registerkarte Attribut-Editor in der Liste Attribute auf msExchMaxCachedViews und anschließend auf Bearbeiten. 4. Geben Sie im Dialogfeld des Ganzzahl-Attribut-Editors einen ganzzahligen Wert (für 206 die Aufbewahrungszeit) ein, und klicken Sie anschließend auf OK. 5. Wenn die Replikation auf alle Domänencontroller abgeschlossen ist, starten Sie den Informationsspeicherdienst von Microsoft Exchange. Effektives Suchen in benutzerdefinierten Anwendungen In den folgenden Abschnitten finden Sie Empfehlungen zu Techniken für das Erstellen benutzerdefinierter Clientanwendungen. Zu diesen Empfehlungen gehört, welche SQLStrukturen verwendet und welche vermieden werden sollten und wie die Effizienz von Suchabfragen mithilfe von HTTP/DAV verbessert werden kann. Weitere Informationen zur Verwendung von Suchabfragen in benutzerdefinierten Anwendungen finden Sie unter dem Thema „Search“ unter Exchange Server 2003 SDK. Vermeiden von SELECT * SQL-Anweisungen Verwenden Sie sofern möglich stets SQL-Ausdrücke wie SELECT <erforderliches Attribut> anstelle von SELECT *. Wenn eine Suche unter Verwendung von SELECT * von Exchange Server 2003 ausgeführt wird, wird das Schema des Zielelements überprüft, um das zurückzugebende Attribut zu identifizieren. Das Überprüfen des Schemas erhöht die Verarbeitungslast der Abfrage und verursacht den größten Teil dieser Last. Durch die Verwendung einer Anweisung vom Typ SELECT <erforderliches Attribut> wird die Schemaüberprüfung umgangen, und die Abfrage gibt lediglich die für die Anwendung erforderlichen Attribute zurück. Dadurch kann die weitere Verarbeitung effizienter ausgeführt werden. Vermeiden von Where-Klauseln in SQLAnweisungen Anstatt in einem SQL-Ausdruck eine WHERE-Klausel zu verwenden, sollte der Suchbereich mithilfe einer anderen Methode eingeengt werden. Das Entfernen der WHERE-Klausel verringert die Verarbeitungslast der Suchabfrage sowie die Größe der Transaktionsprotokolle. Wenn die WHERE-Klausel z. B. lediglich dazu verwendet wird, ungelesene Nachrichten abzurufen, kann die Verarbeitungseffizienz gesteigert werden, 207 indem zunächst sowohl gelesene als auch ungelesene Nachrichten abgerufen und anschließend nur die gelesenen entfernt werden. Verwenden Sie diese Methode jedoch mit Vorsicht. Diese Methode ist für Suchen weniger effektiv, bei denen die Ergebnissatzgröße erheblichen Schwankungen unterliegt, sofern eine WHERE-Klausel enthalten ist. Verwenden von PropFind für HTTP/DAV-Suchen Wenn mithilfe von HTTP/DAV-Suchanweisungen oder ADO-SQL-Anweisungen gesucht wird, kann die HTTP/DAV-PropFind-Methode zur Durchführung der Suchen verwendet werden. Mithilfe von PropFind kann ein Teil der Suchverarbeitungslast vom Exchange Server 2003Postfach- oder Öffentlichen Ordner-Server entfernt, und somit die Auswirkungen der Suche auf die Größe der Transaktionsprotokolle verringert werden. Wenn Sie sich für die Verwendung von PropFind entscheiden (insbesondere beim Ändern einer vorhandenen Anwendung), sollten Sie diese Lösung umfassend testen, damit die Ergebnisse und die Auswirkungen auf die Leistung Ihren Vorstellungen entsprechen. Die PropFind-Methode bietet folgende Vorteile: Eine Vergrößerung der Transaktionsprotokolle kann verhindert werden. Die Last kann leicht zwischen den Exchange-Servern und anderen Anwendungsservern aufgeteilt werden. Die Last auf den Exchange-Servern beschränkt sich auf die eigentliche PropFind-Abfrage, während die Anwendungsserver verwandte Aufgaben wie das Authentifizieren von Benutzern, das Erstellen von Ansichten und das Verarbeiten von XML-Ergebnissätzen ausführen. Die PropFind-Methode hat jedoch die folgenden Nachteile: Es gibt keine Entsprechung für die SQL-Klausel WHERE. Bei der Verarbeitung des XMLErgebnissatzes muss eine entsprechende Funktion implementiert werden. Ausführliche Informationen hierzu finden Sie weiter unten in diesem Kapitel unter „XML-Beispielcode für eine PropFind-Suche“. Die Netzwerklast kann ansteigen. Wenn zwischen dem Exchange-Server und dem Anwendungsserver eine große Datenmenge ausgetauscht wird, muss möglicherweise sichergestellt werden, dass diese Server über ein Netzwerk mit hoher Kapazität verbunden sind. Die Einbindung der Methode in bereits erstellte Anwendungen ist kompliziert. XML-Beispielcode für eine PropFind-Suche Das folgende XML-Codebeispiel zeigt, wie PropFind verwendet werden kann. Anstatt eine WHERE-Klausel zu verwenden, können ungelesene Nachrichten mithilfe von XSL aus dem Ergebnissatz extrahiert werden. 208 Hinweis: Dieser Beispielcode beinhaltet nicht alle DAV-Kopfzeilen. <?xml version='1.0'?> <d:propfind xmlns:d='DAV:' xmlns:h='urn:schemas:httpmail:' xmlns:e='http://schemas.microsoft.com/exchange/'> <d:prop> <d:href /> <d:displayname /> <h:subject /> <h:sendername /> <d:creationdate /> <h:read /> </d:prop> </d:propfind> Leistungsauswirkungen des Suchbereichs Suchen können über einen flachen Bereich (wird auch als flach durchquerend bezeichnet) oder einen tiefen Bereich (tief durchquerend) verfügen. Flach bezieht sich auf eine Suche, deren Bereich sich auf einen einzelnen Ordner oder eine Reihe bestimmter Ordner beschränkt. Tief bezieht sich auf eine Suche, deren Bereich einen Ordner und sämtliche dazugehörigen Unterordner umfasst. Die Tiefe der Ordnerhierarchie und die Größe der Ordner entscheidet, ob tief durchquerende Suchen bessere Leistungen erbringen, als mehrere flach durchquerende Suchen. Bei der Durchführung einer tief durchquerenden Suche muss die Ordnerhierarchie von Exchange Server 2003 gesperrt werden, damit diese sich während der Suche nicht ändert. Diese Einschränkung kann andere Vorgänge beeinflussen, die Zugriff auf die Ordner erfordern. Mehrere flach durchquerende Suchen erfordern jedoch eine etwas längere Verarbeitungszeit als tief durchquerende Suchen, da Active Server Pages (ASP) von Exchange Server 2003 für das Erstellen von aufeinander folgenden SQL-Anweisungen verwendet werden. Um die Suchleistung insbesondere beim Erstellen benutzerdefinierter Anwendungen zu optimieren, sollte zum Simulieren der Komplexität der Ordnerhierarchie und der zu erwartenden Last eine Testtopologie verwendet werden. Legen Sie anhand der Testergebnisse fest, welcher Suchtyp in Ihrer Situation am besten geeignet ist. Sowohl bei tief als auch bei flach durchquerenden Suchen erhöht sich die Verarbeitungszeit mit der Anzahl an durchsuchten Ordnern. Hinweis: Anstelle eines tief durchquerenden Bereichstyps kann ein dritter, hierarchisch durchquerender Bereichstyp verwendet werden, wenn lediglich Attribute eines Ordners einschließlich der Unterordner erforderlich sind. Da eine hierarchisch durchquerende Suche lediglich Attribute zurückgibt, wird sie schneller abgeschlossen als eine entsprechende tief durchquerende Suche. 209 Die Suchleistung kann außerdem verbessert werden, wenn mithilfe der benutzerdefinierten Anwendung zusätzlich zur Festlegung des Suchbereichs ausdrücklich Suchordner erstellt werden. Wenn für eine Suchabfrage ein ausdrücklich erstellter Suchordner vorhanden ist, muss bei der Verarbeitung der Suche von Exchange Server 2003 kein neuer Suchordner erstellt werden. Dieser Ansatz kann insbesondere für das Einengen eines Suchergebnissatzes für eine komplexe Suchabfrage effektiv sein. Richtlinien zur Fehlerbehebung bei Suchproblemen Bei der Fehlerbehebung von Suchproblemen sollte eine Testtopologie verwendet und das typische Verhalten des Systems beachtet werden (Serverleistung und Verhalten bei der Transaktionsprotokollerstellung). Halten Sie außerdem genaue Informationen zu den verwendeten Suchtypen und deren Verarbeitung bereit, insbesondere wenn diese Suchen mithilfe einer benutzerdefinierten Anwendung erstellt werden. Häufige Symptome Bei einem häufig durchsuchten Ordner (ohne das erneute Verwenden vorhandener Suchabfragen) kann auf dem Server, auf dem sich der Ordner befindet, folgendes Verhalten beobachtet werden: Der freie Festplattenspeicherplatz nimmt merklich ab, wenn von Exchange Server 2003 große Transaktionsprotokolle erstellt werden. Eine erhebliche Serverlast verlangsamt Vorgänge wie das Öffnen von Ordnerelementen oder das Erweitern der Ordnerstruktur. Wenn Suchordner häufig von Exchange Server 2003 erstellt und aktualisiert werden, kann die Serverlast bis zu einem Punkt ansteigen, an dem Exchange Server 2003 nicht mehr zu reagieren scheint. Wenn eines dieser Probleme zu groß wird, reagiert der Informationsspeicherdienst von Microsoft Exchange (MSExchangeIS) möglicherweise nicht mehr. Temporäre Korrekturen Möglicherweise können Sie die in diesem Abschnitt beschriebenen Probleme schnell in den Griff bekommen. Diese Methoden lösen u. U. jedoch nicht die ursprüngliche Ursache des Problems. Sie sollen lediglich dazu dienen, die Funktionsfähigkeit des Systems zu erhalten, während Sie nach der eigentlichen Lösung suchen. Weitere Informationen zur dauerhaften Problemlösung finden Sie weiter unten in diesem Thema unter „Lösen von Problemen“. 210 Schnelle Korrektur von Transaktionsprotokollen Wenn Transaktionsprotokolle zu viel Speicherplatz verwenden, können diese reduziert werden, indem eine vollständige Onlinesicherung der Exchange Server 2003-Datenbanken durchgeführt wird. Beim Sicherungsvorgang werden nicht mehr benötigte Protokolldateien bereinigt. Wichtig: Versuchen Sie niemals, Transaktionsprotokolldateien durch Löschen zu entfernen. Fehlerhafte Datenbanken können ohne einen vollständigen Transaktionsprotokollsatz möglicherweise nicht wiederhergestellt werden. Beim Abschneiden der Protokolldateien während des Sicherungsvorgangs wird zunächst sichergestellt, dass sämtliche entsprechenden Daten ordnungsgemäß in die Datenbank übernommen wurden. Nicht vollständig abgeschlossene Transaktionen verbleiben in den Protokolldateien. Schnelle Korrektur der Leistung Wenn Exchange Server 2003 nicht mehr reagiert (die Verarbeitung wurde angehalten oder ist sehr langsam), kann ein Neustart von Diensten die Symptome verringern: Wenn der Dienst MSExchangeIS angehalten wurde, kann mit einem Neustart möglicherweise die normale Leistung wiederhergestellt werden. Stellen Sie vor dem Neustart des Diensts jedoch sicher, dass Exchange Server 2003 über ausreichend Speicherplatz verfügt. Der Dienst wird nicht gestartet, wenn der Speicherplatz nicht ausreicht. Wenn Ihr System mehrere HTTP/DAV-Suchabfragen unterstützt, sollten Sie versuchen den WWW-Dienst zu starten und sämtliche ausstehenden Abfragen abzubrechen. Die Leistungsprobleme werden jedoch erneut auftreten, wenn die tatsächliche Ursache des Problems nicht behoben wird. Schnelle Korrektur von Suchordnern Wenn durch zu viele Suchordner Probleme auftreten, können vorhandene Suchordner mithilfe des Registrierungsschlüssels Reset Views gelöscht werden. Die Auswirkungen dieses Registrierungsschlüssels sind vorübergehend. Während der Wartungszyklen des Informationsspeichers werden die vorhandenen Suchordner von Exchange Server 2003 bereinigt und der Registrierungsschlüssel anschließend auf den normalen Wert zurückgesetzt. Anschließend werden Suchordner von Exchange Server 2003 wieder wie gewohnt erstellt. Sie sollten zwischenzeitlich dafür sorgen, dass die Anzahl der erforderlichen Suchordner reduziert wird. Einzelheiten zu Problemen, die aufgrund einer zu großen Anzahl von Suchordnern auftreten, finden Sie unter Temporäres Löschen von vorhandenen Suchordnern. 211 Lösen von Problemen Mithilfe folgender Techniken können Probleme im Zusammenhang mit der Suche isoliert und behoben werden: Optimieren Sie Suchabfragen mithilfe der bereits in diesem Kapitel vorgestellten Richtlinien so weit wie möglich. Wenn die Standardwerte für die maximale Anzahl an Suchordnern oder für die Aufbewahrungszeit von Suchordern geändert wurden, sollten diese erneut überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie nicht die Problemursache darstellen. Überprüfen Sie, wie Benutzer oder Anwender in Ihrem System in der Regel Ordnerelemente bereitstellen, zuordnen, aktualisieren und löschen. Beachten Sie, dass das Ändern eines ungelesenen Elements in ein gelesenes als Aktualisierung gilt. Überprüfen Sie die Ordnerberechtigungen. Benutzer oder benutzerdefinierte Anwendungen müssen zum Durchsuchen eines Ordners über die entsprechenden Berechtigungen für den Zugriff auf den Ordner verfügen. Wenn die Benutzer oder benutzerdefinierten Anwendungen nicht mindestens über Leseberechtigungen für die zu durchsuchenden Ordner verfügen, werden die Suchen nicht die erwarteten Ergebnisse zurückgeben. Identifizieren Sie die Vorgänge, die auf die Ordner zugreifen, und überprüfen Sie die jeweilige Leistung. Sie können Vorgänge mit ungewöhnlich hohen Lasten mithilfe des Leistungsmonitors und einer Testumgebung isolieren. Verwenden Sie Diagnoseprotokolle, z. B. IIS-Protokolle (Internet Information Services), um die meistverwendeten Suchabfragen zu identifizieren. Temporäres Löschen von vorhandenen Suchordnern Wenn es aufgrund zu vieler Suchordner zu Problemen kommt, können Sie vorhandene Suchordner löschen, indem Sie das folgende Verfahren durchführen. Die Auswirkungen dieser Änderung sind vorübergehend. Während der Wartungszyklen des Informationsspeichers werden die vorhandenen Suchordner von Exchange Server 2003 bereinigt und der Registrierungsschlüssel anschließend auf den Standardwert zurückgesetzt. Anschließend werden Suchordner von Exchange Server 2003 wieder wie gewohnt erstellt. Bevor Sie beginnen Dieses Thema enthält Informationen zum Bearbeiten der Registrierung. 212 Vorsicht: Die fehlerhafte Bearbeitung der Registrierung kann zu ernsthaften Problemen führen, die möglicherweise eine Neuinstallation des Betriebssystems erforderlich machen. Dadurch entstandene Probleme können unter Umständen nicht mehr behoben werden. Sichern Sie vor dem Ändern der Registrierung alle wichtigen Daten. Verfahren So löschen Sie vorhandene Suchordner temporär 1. Starten Sie den Registrierungs-Editor auf dem Exchange-Server. 2. Navigieren Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\MSExchangeIS\<Servername>\Pu blic-<GUID>\. 3. Wenn Reset Views nicht vorhanden ist, müssen Sie einen neuen Wert hinzufügen: Wert:: Reset Views Typ: DWORD _ Daten: 1 Die Datenwerte haben folgende Entsprechung: 0 = Standardverhalten 1 = Löschen vorhandener Suchordner beim nächsten Wartungszyklus Bei der nächsten Ausführung des Wartungsvorgangs für den Exchange-Informationsspeicher (in der Regel 14:00 oder 02:00 Uhr) werden die vorhandenen Suchordner von Exchange Server 2003 gelöscht. Der Registrierungsschlüssel wird auf 0 zurückgesetzt. Informationen über das Delegieren des Postfachzugriffs in Exchange Server 2003 In der üblichen Konfiguration von Microsoft Exchange Server 2003 verfügt jeder Benutzer über ein einzelnes Postfach, und jedes Postfach wird von einem einzelnen Benutzer verwendet (dem Postfachbesitzer). Unter verschiedenen Umständen reicht diese Anordnung jedoch nicht aus. Beachten Sie folgende Beispiele: Ein Ressourcenpostfach mit der Funktion eines Konferenzraums, auf das alle Benutzer Zugriff haben müssen. 213 Ein Postfach für einen Manager, der einen administrativen Assistenten hat. Der Assistent benötigt Zugriff auf bestimmte Ordner im Postfach und muss im Namen des Managers Nachrichten senden oder Termine vereinbaren können. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, ist es möglich, den Postfachzugriff zu delegieren. Ein Benutzer, dem eine Zugriffsebene für das Postfach eines anderen Benutzers zugeteilt wurde, wird als Stellvertreter bezeichnet. In diesem Kapitel werden die verschiedenen Methoden behandelt, mit denen Sie Zugriffe gewähren können. Einige dieser Methoden können von Microsoft Office Outlook 2003-Benutzern angewendet werden, andere erfordern Administratorrechte. Es gibt sieben verschiedene Ebenen, auf denen Benutzern Zugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers gewährt werden kann: Unter Outlook kann ein Benutzer einem anderem Benutzer Zugriff auf bestimmte Ordner in seinem Postfach gewähren. Mit Outlook oder Active Directory-Benutzer und -Computer kann ein Benutzer oder Administrator einem Benutzer gewähren, Nachrichten im Namen eines anderen Benutzers zu senden. Mithilfe von Active Directory-Benutzer und -Computer kann ein Administrator einem Benutzer ermöglichen, sich am Postfach eines anderen Benutzers (oder einem Ressourcenpostfach) anzumelden. Ein Administrator kann außerdem einem Benutzer die Berechtigung erteilen, Nachrichten im Namen eines anderen Benutzers zu senden. Wenn Exchange Server 2003 in einer gemischten Topologie von Exchange Server 2003und Microsoft Exchange Server, Version 5.5, ausgeführt wird, kann ein Administrator mit Active Directory-Benutzer und -Computer einem Benutzer aus einer Microsoft Windows NT Server 4.0-Domäne ermöglichen, sich bei einem Postfach eines anderen Benutzers anzumelden oder im Namen eines anderen Benutzers Nachrichten zu senden. Wichtig: Gehen Sie beim Ändern von Berechtigungen vorsichtig vor. Ein skrupelloser Benutzer mit Berechtigungen für Postfächer anderer Benutzer könnte diesen Postfächern oder deren Inhalten Schaden zufügen. Der Hauptgrund für die Komplexität der Delegierung von Berechtigungen liegt in der Art, wie Exchange Server 2003 den Zugriff auf Postfächer und darin enthaltene Elemente steuert. Das Anmelden an einem Postfach und der Zugriff auf einen Ordner in einem Postfach sind unabhängige Vorgänge, die von Exchange Server 2003 getrennt gesteuert werden. Weitere Informationen zur Steuerung von Postfachzugriffen in Exchange Server 2003 finden Sie unter Working with Store Permissions in Microsoft Exchange 2000 and 2003. 214 Gewähren des Benutzerzugriffs auf einen bestimmten Ordner Einem Benutzer Zugriff auf einen Ordner zu gewähren, ist die einfachste Methode, Zugriff zu delegieren. Nach der Gewährung des Zugriffs melden sich die Benutzer an ihrem eigenen Postfach an und verwenden unter Outlook im Menü Datei den Befehl Ordner eines anderen Benutzers öffnen, um den Benutzer und dessen Ordner auszuwählen. Der Benutzer benötigt kein Outlook–Profil für das andere Postfach. Der Benutzer kann nur Aktionen durchführen, zu denen er vom Postfachbesitzer berechtigt wurde. In der folgenden Abbildung wird dieses Verfahren veranschaulicht. Hinweis: Benutzer haben auf diese Weise nur Zugriff auf Outlook-Standardordner. Dazu gehören die Ordner Posteingang, Kalender, Kontakte, Notizen, Journal und Aufgaben. Benutzer A greift auf einen Ordner im Postfach von Benutzer B zu, ohne sich beim Postfach von Benutzer B anmelden zu müssen Diese Art des Zugriffs wird durch Outlook–Benutzer gewährt statt durch Administratoren. Wie in Abbildung dargestellt wird, gewährt Benutzer B Benutzer A Zugriff auf den Kalenderordner. Ausführliche Anweisungen zum Gewähren von Benutzerzugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers finden Sie unter Erteilen von Zugriffsberechtigungen für einen Ordner im Postfach eines anderen Benutzers. 215 Erteilen von Zugriffsberechtigungen für einen Ordner im Postfach eines anderen Benutzers Diese Art des Zugriffs wird durch Outlook-Benutzer anstelle von Administratoren gewährt. Wie beispielsweise die folgende Abbildung zeigt, gewährt Benutzer B mithilfe von Outlook Benutzer A Zugriff auf den Kalenderordner von Benutzer B. Benutzer A greift auf einen Ordner im Postfach von Benutzer B zu, ohne sich beim Postfach von Benutzer B anmelden zu müssen Führen Sie folgende Schritte aus, um einem Benutzer Zugriff auf einen Standardordner im Postfach eines anderen Benutzers zu gewähren. Verfahren So gewähren Sie einem Benutzer Zugriff auf einen Ordner im Postfach eines anderen Benutzers 1. Öffnen Sie in Outlook im Dialogfeld Eigenschaften des entsprechenden Ordners die Registerkarte Berechtigungen. Sie können auf verschiedene Weisen vorgehen: Wenn in Outlook eine Ordnerliste angezeigt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Eigenschaften und dann auf Berechtigungen. Wenn in Outlook ein einzelner Ordner angezeigt wird, sollte im linken Fenster von Outlook der Befehl Ordnername freigeben angezeigt werden. Klicken Sie auf diesen Befehl, um zur Registerkarte Berechtigungen zu gelangen. 2. Mit der Registerkarte Berechtigungen können Sie Benutzer oder Gruppen angeben und ihnen Berechtigungen für den Ordner zuweisen. 3. Der delegierte Benutzer kann jetzt im Menü Datei mit dem Befehl Ordner eines 216 anderen Benutzers öffnen sowohl den Benutzer, dessen Ordner geöffnet werden soll, als auch den Namen des Ordners auswählen. Erteilen der Berechtigung zum Senden von Nachrichten im Namen anderer Benutzer an einen Benutzer Diese Art des Zugriffs können Sie entweder als Administrator gewähren (mithilfe von Active Directory-Benutzer und -Computer) oder als Postfachbesitzer (mit Outlook). In vielerlei Hinsicht ist diese Art des Zugriffs ähnlich dem Zugriff eines Benutzers auf einen einzelnen Ordner. Der Benutzer benötigt kein Outlook-Profil für das andere Postfach. Der Benutzer kann nur auf Ordner zugreifen, für die er vom Postfachbesitzer die Berechtigung erhalten hat. Mit dieser Art des Zugriffs kann der Benutzer jedoch Nachrichten erstellen und senden. Empfängern wird bei Nachrichten, die auf diese Weise gesendet werden, im Feld Von der Hinweis „Stellvertreter sendete eine Nachricht im Auftrag von Postfachbesitzer“ angezeigt. In der folgenden Abbildung wird dieses Verfahren veranschaulicht. Benutzer A erstellt im Namen von Benutzer B Terminanfragen, ohne dass er sich beim Postfach von Benutzer B anmelden muss 217 Unabhängig von der Methode, die Sie für das Gewähren einer Senden im Auftrag vonBerechtigung verwenden, zeichnet der Active Directory-Verzeichnisdienst auf, welchen Benutzern in dieser Weise Zugriff auf ein Postfach erteilt wird. Jedes Postfachobjekt verfügt über ein Attribut publicDelegates, das eine Liste von Benutzer-DNs enthält, denen Senden im Auftrag von-Zugriff auf das Postfach gewährt wurde. Um einem Benutzer mithilfe von Active Directory-Benutzer und -Computer Zugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers zu gewähren, müssen Sie entsprechende Berechtigungen zum Ändern der Benutzerobjekte in Active Directory vergeben haben. Weitere Informationen zu diesen Berechtigungen, finden Sie in der Hilfe zu Microsoft Windows. Weitere Informationen zum Erteilen der Berechtigung mit Active Directory-Benutzer und Computer, Nachrichten im Auftrag eines anderen Benutzers zu senden, finden Sie unter Erteilen der Berechtigung, Nachrichten mithilfe von Active Directory-Benutzer und -Computer im Auftrag eines anderen Benutzers zu senden. Weitere Informationen zum Anzeigen des Ordners eines anderen Benutzers oder zum Senden von Nachrichten im Auftrag eines anderen Benutzers bei vorhandenem Senden im Auftrag von-Zugriff finden Sie unter Anzeigen des Ordners eines anderen Benutzers in Outlook mit „Senden im Auftrag von“-Zugriff. Wichtig: In diesem Fall benötigt der zweite Benutzer weitere Berechtigungen, um auf bestimmte Ordner des Postfachs zugreifen zu können. Der Postfachbesitzer muss die Berechtigungen mit Outlook vergeben. Weitere Informationen zum Erteilen der Berechtigung mit Outlook, Nachrichten in Ihren Namen zu senden, finden Sie unter Erteilen der Berechtigung an Benutzer in Outlook, EMail-Nachrichten in Ihrem Namen zu senden. Erteilen der Berechtigung, Nachrichten mithilfe von Active Directory-Benutzer und -Computer im Auftrag eines anderen Benutzers zu senden Gehen Sie zum Erteilen der Berechtigung, Nachrichten im Auftrag eines anderen Benutzers zu senden, wie nachfolgend beschrieben vor. 218 Benutzer A erstellt im Namen von Benutzer B Terminanfragen, ohne dass er sich am Postfach von Benutzer B anmelden muss Bevor Sie beginnen Um einem Benutzer mithilfe von Active Directory-Benutzer und -Computer Zugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers zu gewähren, müssen Sie entsprechende Berechtigungen zum Ändern der Benutzerobjekte in Active Directory vergeben haben. Weitere Informationen zu diesen Berechtigungen, finden Sie in der Hilfe zu Microsoft Windows. Wichtig: In diesem Fall benötigt der zweite Benutzer weitere Berechtigungen, um auf bestimmte Ordner des Postfachs zugreifen zu können. Der Postfachbesitzer muss die Berechtigungen mit Outlook vergeben. Verfahren So verwenden Sie Active Directory-Benutzer und -Computer, um einem Benutzer die Berechtigung zum Senden von Nachrichten im Auftrag eines anderen Benutzers zuzuweisen 1. Klicken Sie in Active Directory-Benutzer und -Computer auf den Container Benutzer oder auf die Organisationseinheit, in der sich der Benutzer befindet. 2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Benutzerkonto, und klicken Sie dann 219 auf Eigenschaften. 3. Klicken Sie auf die Registerkarte Exchange – Allgemein, und klicken Sie anschließend auf Übermittlungsoptionen. 4. Klicken Sie auf Hinzufügen, um einen Benutzer anzugeben. Weitere Informationen Weitere Informationen finden Sie unter Informationen über das Delegieren des Postfachzugriffs in Exchange Server 2003 und Verwalten von Postfachspeichern und Informationsspeichern für Öffentliche Ordner. Anzeigen des Ordners eines anderen Benutzers in Outlook mit „Senden im Auftrag von“-Zugriff Wenn Sie die entsprechenden Berechtigungen besitzen, können Sie in Outlook Ordner anderer Benutzer anzeigen und Nachrichten in ihrem Auftrag senden. Führen Sie zum Anzeigen des Ordners eines anderen Benutzers in Outlook oder zum Senden von Nachrichten im Auftrag eines anderen Benutzers das folgende Verfahren durch. Bevor Sie beginnen Beachten Sie, dass ein Benutzer nur auf Ordner zugreifen kann, für die er vom Postfachbesitzer die Berechtigung erhalten hat. Verfahren So zeigen Sie mit Outlook den Ordner eines anderen Benutzers an oder senden Nachrichten im Auftrag eines anderen Benutzers, wenn Sie „Senden im Auftrag von“-Zugriff besitzen 1. Melden Sie sich an Ihrem eigenen Postfach an, und wählen Sie dann in Outlook im Menü Datei mit dem Befehl Ordner eines anderen Benutzers öffnen sowohl den Benutzer, dessen Ordner geöffnet werden soll, als auch den Namen des Ordners aus. 2. Melden Sie sich zum Senden einer Nachricht im Auftrag eines anderen Benutzers an Ihrem eigenen Postfach an, und erstellen Sie eine neue Nachricht. Fügen Sie im Feld Von manuell den Postfachbesitzer hinzu, in dessen Auftrag Sie die Nachricht senden 220 möchten. Die Empfänger der Nachricht sehen, dass die Nachricht von Ihnen im Auftrag des anderen Benutzers gesendet wurde. Erteilen der Berechtigung an Benutzer in Outlook, E-Mail-Nachrichten in Ihrem Namen zu senden Führen Sie folgendes Verfahren aus, um einem Benutzer die Berechtigung zu erteilen, EMail-Nachrichten in Ihrem Namen zu senden. Verfahren So erteilen Sie einem Benutzer in Outlook die Berechtigung, E-Mail-Nachrichten in Ihrem Auftrag zu senden 1. Klicken Sie in Outlook im Menü Extras auf Optionen, und klicken Sie anschließend auf die Registerkarte Stellvertretungen. 2. Klicken Sie auf Hinzufügen, um einem neuen Benutzer oder eine Gruppe den Zugriff zu gewähren. Outlook stellt das Adressbuch bereit, aus dem Sie Benutzer auswählen können. 3. Klicken Sie auf einen Benutzer, und klicken Sie dann auf OK. Outlook stellt das Dialogfeld Berechtigungen der Stellvertretung für den ausgewählten Benutzer bereit. Siehe die folgende Abbildung. Dialogfeld „Berechtigungen der Stellvertretung“ 221 4. Gewähren Sie dem ausgewählten Benutzer im Dialogfeld Berechtigungen der Stellvertretung Zugriff auf die entsprechenden Ordner. In der Standardeinstellung verfügt der Benutzer über Herausgeberberechtigungen im Kalenderordner. 5. Die Funktionen, die Sie hier zuweisen können, sind dieselben, die Sie auch im Dialogfeld Berechtigungen eines Benutzers zuweisen können. Weitere Informationen Weitere Informationen finden Sie unter Informationen über das Delegieren des Postfachzugriffs in Exchange Server 2003Gewähren des vollständigen Zugriffs auf ein anderes Postfach als das eigene, und „Verwalten von Postfachspeichern und Informationsspeichern für Öffentliche Ordner“ in Exchange Server 2003 Administration Guide. Gewähren des vollständigen Zugriffs auf ein anderes Postfach als das eigene Einem Benutzer vollständigen Zugriff auf das Postfach zu gewähren, unterscheidet sich vom Gewähren des Zugriffs auf einen Ordner oder dem „Senden im Auftrag von“-Zugriff. Durch 222 den vollständigen Zugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers kann ein Benutzer im Wesentlichen wie der Postfachbesitzer zugreifen (siehe Abbildung). Diese Vorgehensweise wird oft zur Implementierung von Ressourcenpostfächern verwendet, da diese notwendigerweise nicht nur einen einzelnen Besitzer haben, sondern eine Gruppe von Benutzern auf das Postfach zugreifen muss. Benutzer A meldet sich mit vollständigem Postfachzugriff am Postfach von Benutzer B an. Es gibt bestimmte Ausnahmen bezüglich der Rechte eines Benutzers mit vollständigem Postfachzugriff. Ein Benutzer mit vollständigem Postfachzugriff für das Postfach eines anderen Benutzers, hat keinen Zugriff auf Ordner oder Postfächer, auf die der Postfachbesitzer Zugriff hat. Betrachten Sie beispielsweise die Situation in Abbildung 9.4. Benutzer A meldet sich am Postfach von Benutzer B an. Angenommen ein weiterer Benutzer (Benutzer C) hat Benutzer B Herausgeberberechtigungen für seinen Kalenderordner erteilt. Selbst wenn Benutzer A am Postfach von Benutzer B angemeldet ist, hat Benutzer A keine Möglichkeit, den Kalenderordner von Benutzer C zu öffnen. (Dies war in Exchange Server 5.5 und früheren Versionen möglich.) Zudem hat ein Benutzer, der über vollständigen Postfachzugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers verfügt, nicht automatisch die Möglichkeit Nachrichten in dessen Namen oder als dieser Benutzer zu senden. Der Administrator muss diese Rechte separat vergeben. Benutzer mit vollständigem Postfachzugriff auf ein bestimmtes Postfach können Ordner im Postfach öffnen, ohne sich bei diesen anzumelden und können „Senden im Auftrag von“Berechtigungen erhalten (siehe Abbildung). 223 Benutzer A öffnet mit vollständigem Postfachzugriff Ordner im Postfach von Benutzer B und sendet Nachrichten im Auftrag von Benutzer B (ohne sich am Postfach von Benutzer B anzumelden) Diese Art des Zugriffs kann nur ein Administrator mithilfe von Active Directory-Benutzer und Computer gewähren. Um einem Benutzer Zugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers zu gewähren, müssen Sie entsprechende Berechtigungen zum Ändern der Benutzerobjekte in Active Directory haben. Weitere Informationen zu diesen Berechtigungen finden Sie in der Windows-Hilfe. Ausführliche Anweisungen dazu, wie einem Benutzer der volle Zugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers gewährt wird, finden Sie unter Gewähren von vollständigem Zugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers. Gewähren von „Senden als“-Berechtigungen Wenn Benutzer sich an einem Postfach anmelden können (Vollständiger PostfachzugriffBerechtigung ), haben Sie u. U. auch „Senden als“-Berechtigungen für das Postfach. Diese Berechtigungen können automatisch oder manuell vergeben werden. Mit der „Senden als“Berechtigung kann ein Benutzer beim Senden von Nachrichten als Postfachbesitzer fungieren (siehe Abbildung). (Die Nachricht wird vom Postfachbesitzer und nicht im Auftrag des Postfachbesitzers gesendet.) 224 Benutzer A meldet sich mit vollständigem Postfachzugriff und der Berechtigung Senden als am Postfach von Benutzer B an und sendet Nachrichten als Benutzer B. Wenn es sich beim angemeldeten Benutzer um den Postfachbesitzer handelt (die BenutzerSID ist dieselbe, die beim Erstellen des Postfachs mit diesem verknüpft wurde), hat der Benutzer automatisch „Senden als“-Berechtigungen. Für jeden anderen Benutzer, der sich am Postfach anmeldet, sind die Berechtigungen nicht automatisch definiert und können jedoch manuell gewährt werden. Wichtig: Frühere Versionen und Service Packs von Exchange Server 2003 unterscheiden sich bei der Implementierung von „Senden als“- und „Empfangen als“-Berechtigungen. Weitere Informationen zur Änderung dieses Verhaltens finden Sie in den Versionshinweisen zu Microsoft Exchange 2000 Server und den zugehörigen Service Packs (in der Microsoft Knowledge Base verfügbar). Ausführliche Anweisungen über das manuelle Erteilen der Berechtigung Senden als an einen Benutzer mit vollständigem Postfachzugriff finden Sie unter Manuelles Gewähren von „Senden als“-Berechtigungen für einen Benutzer mit vollständigem Postfachzugriff. Gewähren von vollständigem Zugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers Führen Sie die folgenden Schritte aus, um einem Benutzer vollständigen Zugriff auf ein Postfach zu gewähren (siehe Abbildung). 225 Benutzer A meldet sich mit vollständigem Postfachzugriff am Postfach von Benutzer B an. Bevor Sie beginnen Diese Art des Zugriffs kann nur ein Administrator mithilfe von Active Directory-Benutzer und Computer gewähren. Um einem Benutzer Zugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers zu gewähren, müssen Sie entsprechende Berechtigungen zum Ändern der Benutzerobjekte in Active Directory haben. Weitere Informationen zu diesen Berechtigungen finden Sie in der Windows-Hilfe. Verfahren So erteilen Sie einem Benutzer vollständigen Zugriff auf das Postfach eines anderen Benutzers 1. Klicken Sie in Active Directory-Benutzer und -Computer mit der rechten Maustaste auf den Domänennamen der Organisation, zeigen Sie auf Ansicht, und klicken Sie dann auf Erweiterte Funktionen. 2. Klicken Sie auf den Container Benutzer oder die Organisationseinheit, in der sich der Benutzer befindet. 3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Benutzerkonto, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. 4. Klicken Sie auf Exchange – Erweitert, und klicken Sie dann auf Postfachberechtigungen. 5. Klicken Sie auf Hinzufügen, um den Benutzer der Liste der Benutzer hinzuzufügen, denen ein Zugriff auf dieses Postfach gewährt wurde. 226 6. Aktivieren Sie für die Berechtigung Vollständiger Postfachzugriff in der Berechtigungsliste das Kontrollkästchen Zulassen. Weitere Informationen Weitere Informationen finden Sie unter Informationen über das Delegieren des Postfachzugriffs in Exchange Server 2003 und „Verwalten von Postfachspeichern und Informationsspeichern für Öffentliche Ordner“ in Exchange Server 2003 Administration Guide. Manuelles Gewähren von „Senden als“Berechtigungen für einen Benutzer mit vollständigem Postfachzugriff Führen Sie zum manuellen Gewähren von „Senden als“-Berechtigungen für einen Benutzer mit vollständigem Postfachzugriff (siehe Abbildung) das folgende Verfahren durch. Benutzer A meldet sich mit vollständigem Postfachzugriff am Postfach von Benutzer B an und sendet Nachrichten als Benutzer B. Bevor Sie beginnen Frühere Versionen und Service Packs von Exchange Server 2003 unterscheiden sich bei der Implementierung von „Senden als“- und „Empfangen als“-Berechtigungen. Weitere 227 Informationen zur Änderung dieses Verhaltens finden Sie in den Versionshinweisen zu Microsoft Exchange 2000 Server und den zugehörigen Service Packs (in der Microsoft Knowledge Base verfügbar). Verfahren So erteilen Sie manuell „Senden als“–Berechtigungen an einen Benutzer mit vollständigem Postfachzugriff 1. Klicken Sie in Active Directory-Benutzer und -Computer mit der rechten Maustaste auf den Domänennamen der Organisation, zeigen Sie auf Ansicht, und klicken Sie dann auf Erweiterte Funktionen. 2. Klicken Sie auf den Container Benutzer oder die Organisationseinheit, in der sich der Benutzer befindet. 3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Benutzerkonto, und klicken Sie dann auf Eigenschaften. 4. Klicken Sie auf Sicherheit, und klicken Sie anschließend auf den Benutzer oder die Gruppe, der Sie Berechtigungen erteilen möchten. Möglicherweise müssen Sie der Liste den Benutzer oder die Gruppe hinzufügen. 5. Klicken Sie auf Senden als, und aktivieren Sie anschließend die entsprechenden Kontrollkästchen Zulassen oder Verweigern. Gewähren des Zugriffs auf externe Konten Wenn Sie Zugriff auf Konten gewähren müssen, die nicht Teil der Active DirectoryGesamtstruktur der Exchange Server 2003-Organisation sind, ist die Vorgehensweise dieselbe wie anderweitig in diesem Kapitel beschrieben. Wenn Sie das Dialogfeld Postfachberechtigungen eines Postfachs (in Active DirectoryBenutzer und -Computer) verwenden, um Berechtigungen wie Vollständiger Postfachzugriff für Stellvertreter zu gewähren, haben Sie sicherlich die Berechtigung Zugeordnetes externes Konto bemerkt. Um Verwirrungen bei der Verwendung (bzw. bei keiner Verwendung) dieses Werts zu vermeiden, beachten Sie folgende Richtlinien: Obwohl die Berechtigung Zugeordnetes externes Konto in der Berechtigungsliste angezeigt wird, handelt es sich nicht um eine richtige Berechtigung. Sie sollte nur verwendet werden, wenn das Postfach mit einem deaktivierten Konto und dieses Konto wiederum mit einem anderen Benutzerkonto verknüpft ist (normalerweise ein Windows NT Server 4.0-Konto, das noch nicht zu Active Directory migriert wurde). 228 Verfügt das Postfach über ein normales, aktiviertes Active Directory-Konto, kann das Festlegen des Attributs Zugeordnetes externes Konto zu ungewöhnlichem Verhalten führen, z. B. zum Verlust von Berechtigungseinstellungen. Wenn sich die Benutzer, denen Sie Stellvertreterzugriff erteilen möchten, in einer Domäne außerhalb der Active Directory-Gesamtstruktur befinden (z. B. in einer Windows NT Server 4.0-Domäne oder in einer separaten Active DirectoryGesamtstruktur), können Sie diese Benutzer zur Liste im Dialogfeld Berechtigungen hinzufügen, genauso wie Sie es mit jedem anderen Benutzer auch machen würden. Legen Sie das Attribut Zugeordnetes externes Konto nicht für Stellvertreterbenutzer fest. Das Attribut Zugeordnetes externes Konto kann unter den beschriebenen Bedingungen pro Postfach nur einmal verwendet werden. Dies hat keinerlei Auswirkungen für Stellvertreter. Copyright Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen entsprechen der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuellen Ansicht der Microsoft Corporation bezüglich der behandelten Themen. Da Microsoft auf wechselnde Marktbedingungen reagieren muss, sollte dies nicht als Verpflichtung seitens Microsoft betrachtet werden. Ferner kann Microsoft keine Gewährleistung für die Richtigkeit der dargestellten Informationen nach dem Veröffentlichungsdatum übernehmen. Dieses White Paper dient nur zu Informationszwecken. MICROSOFT ÜBERNIMMT BEZÜGLICH DER INFORMATIONEN IN DIESEM DOKUMENT KEINE GEWÄHRLEISTUNGEN, SEI SIE AUSDRÜCKLICH, KONKLUDENT ODER GESETZLICH GEREGELT. Die Benutzer sind verpflichtet, sich an alle anwendbaren Urheberrechtsgesetze zu halten. Ohne die Urheberrechtsgesetze einzuschränken darf ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung der Microsoft Corporation kein Teil dieser Unterlagen für irgendwelche Zwecke vervielfältigt oder übertragen werden, unabhängig davon, auf welche Art und Weise oder mit welchen Mitteln, elektronisch, mechanisch, durch Fotokopie oder Aufzeichnen, dies geschieht. Es ist möglich, dass Microsoft Rechte an Patenten bzw.angemeldeten Patenten, an Marken, Urheberrechten oder sonstigem geistigen Eigentum besitzt, die sich auf den fachlichen Inhalt dieses Dokuments beziehen. Die Bereitstellung dieses Dokuments erteilt keinerlei Lizenzrechte an diesen Patenten, Marken, Urheberrechten oder anderem geistigen Eigentum, ausgenommen, dies wurde explizit durch einen schriftlich festgehaltenen Lizenzvertrag mit der Microsoft Corporation vereinbart. Die in den Beispielen verwendeten Namen von Firmen, Organisationen, Produkten, Domänennamen, E-Mail-Adressen, Logos, Personen, Orten und Ereignissen sind frei 229 erfunden, soweit dies nicht anders angegeben ist. Jede Ähnlichkeit mit bestehenden Firmen, Organisationen, Produkten, Domänennamen, E-Mail-Adressen, Logos, Personen, Orten und Ereignissen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt. © 2006 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. 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