Anpassen von Windows XP Tablet PC Edition

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Tablet PC-Bereitstellung
(Engl. Originaltitel: Tablet PC Deployment)
Einführung
Microsoft Windows XP Tablet PC Edition ist ein leistungsfähiges und vielseitiges Betriebssystem für
den mobilen Einsatz, mit dessen Hilfe Sie Ihren PC stets bei sich führen und auf ganz neue Weise
verwenden können. Die neue Betriebssystemversion stellt eine Obermenge von Microsoft®
Windows® XP Professional Service Pack 1 dar und nutzt neue Features, die von den Tablet PCHardwareherstellern zur Verfügung gestellt werden. Diese neuen Features tragen nicht nur zur
Erweiterung und Verbesserung des mobilen Einsatzspektrums von Computern bei, sondern bieten
auch zahlreiche Möglichkeiten zur Steigerung der Produktivität. Ausführlichere Informationen zu den
Funktionen und zur Hardware des Tablet PCs finden Sie auf der Tablet PC-Website unter:
http://www.microsoft.com/germany/ms/tabletpc/
bzw.
http://www.microsoft.com/windowsxp/tabletpc/ (englischsprachig).
Ihnen stehen verschiedene Bereitstellungsoptionen zur Verfügung, um den Benutzern in Ihrem
Unternehmen die Verwendung der neuen Features von Tablet PC und gleichzeitig die Arbeit mit Ihren
derzeitigen Anwendungen, Richtlinien und Verfahren zu ermöglichen. In diesem Whitepaper werden
die folgenden drei Methoden für die Bereitstellung des Tablet PCs in Ihrem Unternehmen erläutert:
unbeaufsichtigte Installationen (Unattend.txt), Remoteinstallationsdienste (Remote Installation
Services oder RIS) und das Systemvorbereitungsprogramm (Sysprep). Die einzelnen Methoden
werden nachstehend definiert und anschließend in diesem Dokument ausführlich erläutert:
Unbeaufsichtigte Installationen – Bei dieser Methode wird eine Textdatei mit vordefinierten
Antworten für die direkte Bereitstellung von Daten für das Setupprogramm verwendet, so dass die
Antworten nicht interaktiv von einem Administrator oder Endbenutzer eingegeben werden
müssen. Grundsätzlich entspricht dies einer Installation, die durch einen Systemstart von der
Windows XP Professional-CD eingeleitet wird, das Setup erfolgt jedoch automatisch.
Remoteinstallationsdienste (RIS) – Die Remoteinstallationsdienste sind Dienste von
Windows 2000 Server und Windows Server 2003 für die Bereitstellung von
Betriebssystemabbildern auf remotestartfähigen Clientsystemen über das Netzwerk. Das
Clientsystem wird mit Hilfe der PXE-Technologie (Pre-Boot Execution Environment) gestartet, die
in der Regel in die Netzwerkkarte integriert ist. Es stellt den Kontakt zu einem RIS-Server her und
meldet sich über vom Server bereitgestellte Assistentenseiten an. Dann wird das ausgewählte,
vom Administrator vorbereitete Abbild auf das Zielsystem kopiert.
Systemvorbereitungsprogramm (Sysprep) – Bei dieser Methode wird auf ein bereits
installiertes Windows XP Tablet PC Edition-System zurückgegriffen und ein „Abbild“ des
Betriebssystems erstellt, so dass es auf ähnliche Tablet PC-Systeme kopiert werden kann. Nach
dem Kopieren des Abbildes und dem Neustart des Systems wird ein Miniinstallations-Assistent
angezeigt, der weitgehend mit dem Assistenten für eine normale Installation übereinstimmt. Nun
können computerspezifische Informationen wie Computer- und Benutzername eingegeben
werden.
Anmerkung: In diesem Dokument wird davon ausgegangen, dass Sie bereits mit den für
Windows 2000 und Windows XP verwendeten Bereitstellungsmethoden vertraut sind. Weitere
Informationen über eine der im vorhergehenden Abschnitt genannten Installationsmethoden
finden Sie im Windows 2000/Windows XP Resource Kit oder auf der Microsoft TechNetWebsite (http://www.microsoft.com/germany/technet/).
Unbeaufsichtigte Installation
Für die unbeaufsichtigte Installation wird eine Antwortdatei benötigt, damit der Benutzer während der
Installation nicht zur Eingabe von Informationen aufgefordert wird. Im Folgenden werden die Schritte
erläutert, die zur Bereitstellung von Windows XP Tablet PC Edition über eine unbeaufsichtigte
Installation erforderlich sind.
Vorbereiten der Distributionsfreigabe
Für die unbeaufsichtigte Installation müssen Sie ein freigegebenes Verzeichnis erstellen, das die für
die Installation erforderlichen Dateien enthält. Dieses Verzeichnis wird als Distributionsfreigabe
bezeichnet. Wie bei Windows XP und anderen Versionen des Windows-Betriebssystems, ist es
erforderlich, das Tool Xcopy zu verwenden, um die Dateien von einer Windows-CD in die
Distributionsfreigabe zu kopieren, und dann mit dem Dienstprogramm Installations-Manager
(Setupmgr.exe) eine Antwortdatei zu erstellen. Hierzu führen Sie folgende Schritte durch:
1. Verwenden Sie an der Eingabeaufforderung Xcopy, um den Inhalt des Verzeichnisses i386 auf
der CD1 der Windows XP Tablet PC Edition-Mediensammlung in die Distributionsfreigabe zu
kopieren, die bei der Installation verwendet werden soll. Beispiel:
xcopy %CD-Laufwerkbuchstabe%\i386\*.* /s /e
\\%Servername%\%Freigabe%\os\builds\TabletPC\i386
Anmerkung: In der vorstehenden Zeile wurde zur besseren Lesbarkeit ein Zeilenumbruch
eingefügt, sie sollte jedoch als ein Befehl eingegeben werden.
2. Erstellen Sie auf der gleichen Ebene wie das Verzeichnis i386 einen zweiten Ordner mit dem
Namen cmpnents. Kopieren Sie den Inhalt des Verzeichnisses cmpnents auf CD2 der
Windows XP Tablet PC Edition-Mediensammlung in den erstellten Ordner. Beispiel:
xcopy %CD-Laufwerkbuchstabe%\cmpnents\*.* /s /e
\\%Servername%\%Freigabe%\os\builds\TabletPC\cmpnents
Anmerkung: In der vorstehenden Zeile wurde zur besseren Lesbarkeit ein Zeilenumbruch
eingefügt, sie sollte jedoch als ein Befehl eingegeben werden.
Nach Abschluss des Vorgangs sollte die Verzeichnisstruktur Ihrer Distributionsfreigabe
folgendermaßen aussehen:
Anmerkung: Wenn das Verzeichnis cmpnents nicht an diesen Speicherort kopiert wird,
werden während der Installation Fehlermeldungen angezeigt, die angeben, dass Dateien nicht
kopiert werden können. Weitere Informationen zu Fehlermeldungen finden Sie im Abschnitt
„Problembehandlung“.
3. Erstellen Sie unterhalb des Verzeichnisses \i386 einen Ordner mit dem Namen $oem$, der ein
Unterverzeichnis mit dem Namen $1 enthält. Kopieren Sie die vom OEM gelieferten Treiber (z. B.
Bildschirm-, Modem- oder Netzwerktreiber) in diesen Ordner. Dadurch können die mitgelieferten
OEM-Treiber während des Setups installiert werden. Nach Abschluss des Vorgangs sollte die
Ordnerstruktur so ähnlich wie in der folgenden Abbildung aussehen:
Nach Abschluss der oben beschriebenen Schritte ist die Distributionsfreigabe für die Installation
von Windows XP Tablet PC Edition bereit. Als Nächstes müssen Sie die Antwortdatei erstellen,
die während des Installationsvorgangs verwendet werden soll.
Erstellen der Antwortdatei
Das Verfahren zur Erstellung einer Antwortdatei für die unbeaufsichtigte Installation von Windows XP
Tablet PC Edition ist nahezu identisch mit dem Verfahren zur Erstellung einer Antwortdatei für die
unbeaufsichtigte Installation von Windows XP und Windows 2000. Verwenden Sie für die Erstellung
der Antwortdatei das Dienstprogramm Installations-Manager (Setupmgr.exe). Dieses
Dienstprogramm führt Sie durch die erforderlichen Schritte für das Erstellen der Datei Unattend.txt.
Alternativ können Sie auch einen Texteditor zum direkten Erstellen und Bearbeiten der Datei
verwenden. Bei dem nachstehend beschriebenen Verfahren wird das Dienstprogramm InstallationsManager für das Erstellen der Datei Unattend.txt verwendet.
Das Dienstprogramm Installations-Manager befindet sich in der Datei Support\Tools\Deploy.cab auf
der CD1 der Windows XP Tablet PC Edition-Mediensammlung. Eine vollständige Liste der Parameter
der Antwortdatei Unattend.txt finden Sie in der Hilfedatei Ref.chm, die ebenfalls in der Datei
Deploy.cab enthalten ist. Im folgenden Abschnitt werden die Elemente beschrieben, die in die
Antwortdatei einbezogen werden müssen.
Verwenden eines Product Keys für Tablet PC
Windows XP Tablet PC Edition ist eine Obermenge von Windows XP Professional mit Service Pack 1.
Daher müssen Sie für die Installation des Betriebssystems nur eine CAB-Datei (Tabletpc.cab) zu
Ihrer Distributionsfreigabe hinzufügen. Während der Installation werden durch die in Tabletpc.cab
enthaltenen Dateien die Features installiert, aus denen sich Windows XP Tablet PC Edition
zusammensetzt. Für das Aufrufen der Tablet PC-Setuproutine müssen Sie jedoch einen Product Key
verwenden, der explizit für die Verwendung mit dem Tablet PC-Betriebssystem vorgesehen ist. Die
Product Keys für Windows XP Professional und Windows XP Tablet PC Edition sind nicht
austauschbar. Sobald Sie sichergestellt haben, dass ein Product Key für Tablet PC Edition verwendet
wird, überprüfen Sie, ob er in Ihrer Antwortdatei folgendermaßen eingetragen ist:
Hierbei steht XXXX-XXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX für Ihren Product Key.
Anmerkung: Wenn Sie anstelle eines Product Keys für Tablet PC Edition einen gültigen
Product Key für Windows XP Professional eingeben, verläuft die Installation normal, und Sie
werden nicht durch Meldungen darauf hingewiesen, dass kein Product Key für Tablet PC
Edition verwendet wurde. Nach dem Abschluss der Installation ist auf dem Computer
Windows XP Professional mit Service Pack 1 installiert, es sind jedoch keine Tablet PCKomponenten wie Windows-Journal oder der Tablet PC-Eingabebereich verfügbar.
Hinzufügen der OEM-Treiber zur Antwortdatei
Obwohl Windows XP Tablet PC Edition auf Windows XP Professional Service Pack 1 basiert, das
viele der neuesten Treiber für Ihre Geräte enthält, benötigen Sie möglicherweise für Ihre Tablet PCs
vom OEM bereitgestellte Treiber, damit die zugehörigen Peripheriegeräte ordnungsgemäß ausgeführt
werden. So können beispielsweise die Programme für Videoanzeigegeräte oder für die Zuordnung
von Tasten, mit denen die Bildschirmausrichtung geändert werden kann, für den jeweiligen
Hardwarehersteller spezifisch sein.
Beim Erstellen der Distributionsfreigabe haben Sie alle vom OEM bereitgestellten Gerätetreiber in ein
Verzeichnis unterhalb des Ordners $oem$\$1 kopiert. Der Ordner $1 befindet sich auf dem Laufwerk
auf das %systemroot% verweist (z. B. c:\). Zum Hinzufügen von Gerätetreibern, die vom OEM zur
Verfügung gestellt wurden, fügen Sie den folgenden Parameter in die Antwortdatei für die Installation
ein, die Sie im vorherigen Schritt erstellt haben:
[Unattended]
OemPnpDriversPath = %Pfad_zu_den_Treibern%
Beispiel: OemPnPDriversPath = \drivers\modem;\drivers\Lan
Anmerkung: Wenn einer der vom OEM bereitgestellten Treiber nicht signiert ist, müssen Sie
möglicherweise den Parameter DriverSigningPolicy anpassen. Weitere Informationen hierzu
finden Sie im Abschnitt „Windows XP Tablet PC Edition und Treibersignatur“ weiter unten in
diesem Dokument.
Verschlüsseln Ihres Product Keys
Wenn Sie Medienerkennung verwenden, wird dringend empfohlen, dass Sie Ihren
Volumenlizenzschlüssel (Volume License Key oder VLK) verschlüsseln. Hierbei handelt es sich um
die ID, die Sie eingeben, wenn Sie nach Ihrem Product Key gefragt werden. Der VLK wird als Klartext
in die Antwortdatei eingefügt, so dass er von jedem Benutzer angezeigt werden kann. Wenn andere
Personen in den Besitz Ihres VLK gelangen, können sie nicht autorisierte Kopien von Windows XP
Professional oder Tablet PC installieren.
Mit Hilfe von Windows XP Service Pack 1 können Sie Ihren VLK in der Antwortdatei verschlüsseln,
damit er als eine Folge von zusammenhangslosen Zufallszahlen dargestellt wird. Führen Sie zum
Verschlüsseln Ihren Product Keys die folgenden Schritte durch:
1. Stellen Sie eine Verbindung zu der Distributionsfreigabe her, die Ihre Windows XP Tablet PC
Edition-Dateien enthält.
2. Führen Sie an einer Eingabeaufforderung den folgenden Befehl aus:
Winnt32.exe /encrypt:"XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX:Y" /unattend:%Dateiname%
Wobei:

XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX Ihr Product Key (VLK) ist.

Y ein Wert zwischen 5 und 60 ist. Hierbei handelt es sich um den Zeitraum in Tagen, in
dem das Skript gültig sein soll.

Dateiname der Name der Antwortdatei ist, in die Sie den verschlüsselten VLK einfügen
möchten. Wenn sich die Antwortdatei nicht im aktuellen Verzeichnis befindet, müssen Sie
den Pfad angeben.
Wenn der Parameter ProductKey bereits in Ihrer Antwortdatei vorhanden ist, wird er
verschlüsselt. Andernfalls wird er zur Antwortdatei hinzugefügt. Dies gilt für alle Antwortdateien
(RIS-Vorlagen, Dateien vom Typ Sysprep.inf und Unattend.txt).
Anmerkung: Nach Ablauf der durch den Parameter Y festgelegten Anzahl von Tagen wird
der Benutzer bei der Installation zur manuellen Eingabe des Product Keys aufgefordert. Der
Befehl Winnt32.exe /Encrypt muss im Verzeichnis mit den Windows XP Tablet PC EditionDateien oder von einer Freigabe ausgeführt werden, die Windows XP-Dateien mit integriertem
Service Pack 1 enthält.
Weitere Informationen zur Verschlüsselung von Product Keys finden Sie im folgenden Knowledge
Base-Artikel:
http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;EN-US;328356&sd=tech (englischsprachig)
Hinzufügen von Unterstützung für Hardwaretasten und
Bildschirmausrichtung
Tablet PCs verfügen über bestimmte Features, durch die sie sich von Notebooks oder Laptops
unterscheiden. Hierzu zählen beispielsweise Digitizer-Displays, mit denen Benutzer auf dem
Bildschirm schreiben oder mit Hardwaretasten auf dem Display die Bildschirmausrichtung ändern
können.
Da diese Features von der Hardware in Ihrem Unternehmen abhängen, müssen Sie diese nach dem
Setup für jedes Modell einzeln installieren. Die Setupprogramme befinden sich in der Regel auf der
vom Hersteller bereitgestellten Wiederherstellungs- oder Systemprogramm-CD, die im Lieferumfang
des Tablet PCs enthalten ist. Wenn Sie über keine dieser CDs verfügen, wenden Sie sich an den
Hersteller.
Wenn das Installations- oder Setupprogramm für Hardwaretasten und Bildschirmausrichtung
automatisiert werden kann, sollten Sie es über die Antwortdatei mit Hilfe des Abschnitts
[GUIRunOnce] oder anderer Skriptmethoden aufrufen. Falls diese Setupprogramme nicht
automatisiert werden können, fragen Sie den Hersteller nach anderen Installationsmethoden für die
Bereitstellung.
[GUIRunOnce]
Command1 = "C:\drivers\buttonmappings\setup.exe /q"
Starten der Installation von Windows XP Tablet PC Edition
Zum Starten der unbeaufsichtigten Installation von Tablet PC Edition können Sie Winnt32.exe oder
Winnt.exe verwenden.
Winnt32.exe
Winnt32.exe ist eine 32-Bit-Anwendung. Wenn Sie diese Methode zum Starten der Installation von
Tablet PC Edition verwenden, müssen Sie in eine Umgebung starten können, die Winnt32.exe
unterstützt. Hierzu können Sie die Umgebung Windows Preinstallation Environment 1.1 (WinPE)
verwenden, die mit Windows XP SP1 erstellt wird. Starten Sie mit Hilfe einer CD-ROM oder eines RISServers (Remoteinstallationsserver) in WinPE. Weitere Informationen zum Starten von
Windows Preinstallation Environment über einen RIS-Server finden Sie in der Dokumentation, die im
Lieferumfang der Windows Preinstallation Environment-CD enthalten ist, oder im folgenden
Knowledge Base-Artikel:
http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;EN-US;304992&sd=tech (englischsprachig)
Anmerkung: Informationen zu den Lieferoptionen von Windows Preinstallation Environment
finden Sie unter folgendem URL:
http://www.microsoft.com/licensing/programs/sa/sam/winPe.asp (englischsprachig)
Nach dem Systemstart mit einer der beiden Methoden leiten Sie die Installation mit dem folgenden
Befehl ein:
Winnt32.exe /unattend:%Pfad_zu_Unattend.txt% /syspart:c: /tempdrive:c: /makelocalsource:all
Wobei:
/unattend der Pfad zur Antwortdatei ist. Beispiel: f:\Unattend.txt
/Syspart weist das Setupprogramm an, Dateien auf das angegebene Laufwerk zu kopieren und die
Festplatte als aktiv zu markieren.
/tempdrive weist das Setupprogramm an, temporäre Dateien auf der angegebenen Partition zu
speichern und das Betriebssystem auf dieser Partition zu installieren.
/makelocalsource:all weist das Setupprogramm an, alle Dateien auf die lokale Festplatte zu
kopieren. Dieser Befehl gewährleistet, dass das Verzeichnis cmpnents während des
Installationsvorgangs kopiert wird.
Anmerkung: Wenn Sie den makelocalsource-Schalter nicht verwenden, wird das
Verzeichnis cmpnents während der Installation nicht kopiert, und es werden Meldungen über
Fehler beim Kopieren von Dateien angezeigt.
Winnt.exe
Winnt.exe ist eine 16-Bit-Anwendung, mit der die Installation von einer DOS-Umgebung aus gestartet
wird. Verwenden Sie den gewohnten Befehl, um die Installation mit Hilfe von Winnt.exe zu starten.
Beispiel:
Winnt.exe /s:%Pfad_zu_den_Quelldateien% /u:%Pfad_zu_unattend.txt% /2
Anmerkung: Die Option /2 entspricht /makelocalsource:all.
Remoteinstallationsdienste (RIS)
RIS (Remoteinstallationsdienste) ist eine Komponente, die im Lieferumfang von Windows 2000 Server
und Windows Server 2003 enthalten ist. Sie ermöglicht die Remotebereitstellung von Clients im
Netzwerk mit Hilfe von PXE-basierter Technologie, die bei heutigen Computern zur Verfügung steht.
Hierbei handelt es sich um die wahrscheinlich effizienteste Methode für die Bereitstellung von
Abbildern auf Tablet PCs, da der Client auf einfache Weise gestartet werden kann, ohne dass
Legacymethoden wie das Starten von Diskette oder CD-ROM verwendet werden müssen.
Kurzübersicht über RIS
Wählen Sie beim Start des Tablet PCs die Option für den „Netzwerkstart“. In den meisten Fällen
müssen Sie F12 drücken und werden dann nach dieser Option gefragt. Möglicherweise müssen Sie
jedoch auch in der Hardwaredokumentation die BIOS-bezogenen Einstellungen nachschlagen, die für
die Aktivierung dieser Funktion erforderlich sind. Der Client stellt mit Hilfe von PXE den Kontakt zu
einem RIS-Server her und lädt Dateien herunter (als Clientinstallations-Assistent (Client Installation
Wizard oder CIW) bezeichnet), die dem Benutzer bei der Installation angezeigt werden. Der Assistent
fragt den Benutzer nach Domänenanmeldeinformationen, ermöglicht ihm die Auswahl einer
Installationsmethode (benutzerdefiniert, automatisch usw.) und eines herunterzuladenden
Betriebssystemabbildes. Wenn die Auswahl getroffen wurde, beginnt die vollständig automatisierte
Installation.
RIS unterstützt zwei Arten von Abbildern, CD-basierte Abbilder und Riprep-Abbilder:

CD-basierte Abbilder – Bei diesen Abbildern ist die Installation nahezu mit dem
unbeaufsichtigten Installationsvorgang identisch, sie wird jedoch über einen PXE-Start eingeleitet.
Wenn der Benutzer den Clientinstallations-Assistenten beendet, wird die Installation durch eine
Antwortdatei automatisiert, die Unattend.txt sehr ähnlich ist.

Riprep – Hierbei handelt es sich um ein ähnliches Tool wie Sysprep, das ein Abbild eines
Systems auf dem Tablet PC installiert. Beispiel: Ein Mitarbeiter der IT-Abteilung installiert das
Tablet PC-Betriebssystem zusammen mit Anwendungen und anderen Anpassungen auf einem
Computer. Anschließend führt er Riprep.exe aus, und das Abbild wird auf den RIS-Server seiner
Wahl kopiert. Wird ein Client mit Hilfe von RIS gestartet und dieses Abbild ausgewählt, wird der
Inhalt des Abbildes auf die lokale Festplatte kopiert. Nach dem Neustart führt das System einen
Miniinstallations-Assistenten aus, der dem von Sysprep sehr ähnlich ist. Hierbei werden über eine
Antwortdatei computerspezifische Informationen eingegeben, z. B. der Computername und die
Zeitzone.
Damit Sie Remoteinstallationsdienste für die Bereitstellung von Windows XP Tablet PC Edition
verwenden können, benötigen Sie Folgendes:

Windows 2000 oder Windows Server 2003 Active Directory.

DHCP-Dienste für die Segmente, von denen aus die Clients installiert werden (Microsoft-DNS
oder -DHCP sind nicht erforderlich).

PXE-fähige Tablet PC-Clients.
Weitere Informationen zu RIS finden Sie in Ihrer Resource Kit-Dokumentation oder auf der Microsoft
TechNet-Website (http://www.microsoft.com/technet/) unter „Remote Installation Services“
(englischsprachig).
Vorbereiten des RIS-Servers für die Bereitstellung von Windows XP
Tablet PC Edition
Zur Vorbereitung eines RIS-Servers für die Bereitstellung von Windows XP Tablet PC EditionAbbildern müssen Sie zuerst mit Hilfe der CD1 von Windows XP Tablet PC Edition ein CD-basiertes
Abbild erstellen. Führen Sie hierzu die folgenden Schritte durch:
CD-basierte Abbilder
Anmerkung: Für Windows 2000 RIS-Server sind zur Bereitstellung von Windows XP SP1Abbildern die folgenden Updates erforderlich:
http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;EN-US;308508&sd=tech
http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;EN-US;327536&sd=tech
Das letztere Update muss auf Windows 2000-Domänencontrollern installiert werden. Ohne diese
Updates können Sie Windows XP- oder Tablet PC-Abbilder nicht ordnungsgemäß bereitstellen.
1. Legen Sie die CD1 von Windows XP Tablet PC Edition in das CD-ROM-Laufwerk des RISServers ein (oder notieren Sie den Netzwerkpfad einer Freigabe mit den Windows XP Tablet PC
Edition-Dateien, damit Sie diesen eingeben können, wenn Sie vom Installations-Assistenten nach
dem Speicherort der Dateien gefragt werden).
2. Führen Sie den Risetup-Assistenten (Risetup.exe) aus, und wählen Sie die Option für das
Hinzufügen eines Abbildes zum Server aus.
3. Geben Sie den Pfad zum CD-ROM-Laufwerk oder den Netzwerkpfad zu den Windows XP
Tablet PC Edition-Dateien ein. Beispiel: \\Server\Freigabe\Tablet_PC
4. Folgen Sie den übrigen Eingabeaufforderungen, die im Risetup-Assistenten angezeigt werden.
Anmerkung: Wenn Sie von Risetup.exe nach den früheren Clientinstallations-Bildschirmen
gefragt werden, können Sie auswählen, ob diese überschrieben, verwendet oder gesichert
werden sollen. Windows XP Tablet PC Edition erfordert keine aktualisierten OCS-Bildschirme,
so dass Sie eine beliebige Option auswählen können, die Ihre Anforderungen erfüllt.
5. Nach Abschluss des Vorgangs werden die Dateien auf den RemoteInstall-Datenträger des RISServers kopiert, d. h. \RemoteInstall\setup\%Sprache%\images\Tablet_PC\I386. Dies kann bis
zu 20 Minuten dauern.
6. Wenn die Dateien kopiert wurden, legen Sie die CD2 von Windows XP Tablet PC Edition in das
CD-ROM-Laufwerk ein.
7. Kopieren Sie das Verzeichnis cmpnents von der CD2 in die RIS-Serverstruktur, so dass es sich
auf der gleichen Ebene wie das Verzeichnis \i386 (und nicht darunter) befindet.
8. Erstellen Sie auf der gleichen Ebene wie das Verzeichnis \i386 einen Ordner mit dem Namen
$oem$, der ein Unterverzeichnis mit dem Namen $1 enthält. Kopieren Sie die vom OEM
gelieferten Treiber in diesen Ordner, damit das Setupprogramm darauf zugreifen kann. Nach
Abschluss des Vorgangs sollte die Ordnerstruktur so ähnlich wie im folgenden Beispiel aussehen:
9. Bearbeiten Sie die Remoteinstallationsvorlage Ristndrd.sif (die für die Installation des Clients
verwendete Vorlage, die mit der Datei Unattend.txt vergleichbar ist), so dass sie den Product Key
für Tablet PC Edition enthält. Die Datei befindet sich im Ordner \i386\templates.
\RemoteInstall\Setup\%Sprache%\Images\%Ordnername%\i386\templates
Bearbeiten Sie die Vorlage so, dass sie folgendermaßen aussieht:
Hierbei steht XXXX-XXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX für Ihren Product Key.
10. Wenn vom OEM bereitgestellte Gerätetreiber benötigt werden, fügen Sie die folgenden Parameter
zur Datei Ristndrd.sif hinzu:
[Unattended]
OemPnpDriversPath = %Pfad_zu_den_Treibern%
Beispiel: OemPnPDriversPath = \drivers\modem;\drivers\Lan
Anmerkung: Wenn einer der vom OEM bereitgestellten Treiber nicht signiert ist, müssen Sie
möglicherweise den Parameter DriverSigningPolicy anpassen. Weitere Informationen hierzu
finden Sie im Abschnitt „Windows XP Tablet PC Edition und Treibersignatur“ weiter unten in
diesem Whitepaper.
11. Speichern Sie die Vorlage wieder unter dem gleichen Pfad. Stellen Sie sicher, dass die Vorlage
mit der SIF-Erweiterung gespeichert wird. Andernfalls wird den Benutzern, die die Installation
durchführen, das Abbild nicht im Clientinstallations-Assistenten angezeigt. Standardmäßig werden
neue Dateien, die Sie in Editor erstellen, mit einer TXT-Erweiterung gespeichert.
Tipp: Verwenden Sie beim Speichern der Vorlage einen anderen Namen, z. B. Tablet_pc.sif.
Dadurch können Sie Windows XP-Clients und Tablet PC-Clients mit Hilfe des gleichen CDbasierten RIS-Abbildes installieren.
Nach Abschluss der oben beschriebenen Schritte können Sie CD-basierte Abbilder von
Windows XP Tablet PC Edition auf Clients installieren. Sie müssen jedoch wie bei der
unbeaufsichtigten Installation Unterstützung für die Hardwaretasten hinzufügen, um die
Bildschirmausrichtung und andere Funktionen zu ermöglichen. Wenn diese Setuproutinen
automatisiert sind, können Sie den Abschnitt [GUIRunOnce] der RIS-Vorlage auf die gleiche
Weise wie bei der unbeaufsichtigten Installation verwenden.
Riprep-Abbilder
Nachdem Sie die im vorherigen Abschnitt beschriebenen Schritte durchgeführt haben, können Sie auf
einfache Weise Riprep-Abbilder Ihrer Tablet PC-Systeme zu Ihrem RIS-Server hinzufügen. Wie
bereits erläutert, handelt es sich dabei um echte Abbilder von Tablet PCs (Anwendungen und andere
Anpassungen), die für andere Tablet PCs bereitgestellt werden können.
Anmerkung: Für Windows 2000 RIS-Server ist zur Erstellung von Riprep-Abbildern von
Windows XP SP1 und Windows Tablet PC das folgende Update erforderlich:
http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;EN-US;313069&sd=tech
Das Verfahren zur Erstellung eines Riprep-Abbildes von Windows XP Tablet PC Edition stimmt
weitgehend mit dem Verfahren für das Erstellen eines Riprep-Abbildes für Windows XP überein.
Einige Elemente können jedoch nicht in das Masterabbild einbezogen, sondern müssen
hinzugefügt werden, nachdem das Abbild auf die Zielsysteme angewendet wurde.
Tablet PCs verfügen über bestimmte Features, durch die sie sich von Notebooks oder Laptops
unterscheiden. Hierzu zählen beispielsweise Digitizer-Displays, die den Benutzern das Schreiben
auf dem Bildschirm ermöglichen, oder die Verwendung von Hardwaretasten auf dem Display, mit
denen die Bildschirmausrichtung geändert werden kann. Diese Elemente sind bei jedem
Tablet PC-Modell in Ihrem Unternehmen verschieden. Sofern Sie nicht für jedes Tablet PC-Modell
ein eigenes Riprep-Abbild erstellen möchten, dürfen die folgenden Elemente erst nach
Übertragung des Riprep-Abbildes auf das System angewendet werden:

Anwendungen für die Hardwaretastenzuordnung.

Programme, mit denen die Kalibrierungsdaten für die Bildschirmlinearität eingestellt oder geändert
werden. Diese befinden sich in
HKLM\System\CurrentControlSet\control\TabletPC\Linearitydata und werden von den
Installationsprogrammen auf der OEM-Wiederherstellungs- oder Dienstprogramm-CD des
Herstellers eingestellt.
Anmerkung: Wenden Sie sich an den Hersteller, wenn Sie eine vollständige Liste der
modell- oder markenspezifischen Elemente Ihres Tablet PCs benötigen.
Während die oben genannten Elemente herstellerspezifisch sind, können Sie andere vom OEM
gelieferte Treiber auf die gleiche Weise wie mit Sysprep installieren, indem Sie sie zum Parameter
OemPnPDriversPath in Ihrer Datei Riprep.sif hinzufügen. Hierzu gehören beispielsweise
Tastentreiber, Bildschirmtreiber und andere vom Hersteller bereitgestellte Treiber.
Führen Sie zum Erstellen eines Riprep-Abbildes die folgenden Schritte durch:
1. Nachdem Sie Windows XP Tablet PC Edition installiert und die Anpassungen Ihres Unternehmens
(Anwendungen, Dateien, Tools usw.) hinzugefügt haben, melden Sie sich über das
Administratorkonto am System an. Beachten Sie bitte, dass das System durch den RiprepProzess aus der Domäne entfernt wird.
2. Kopieren Sie die OEM-spezifischen Treiber in einen Ordner auf der Festplatte (z. B. C:\drivers).
3. Stellen Sie eine Verbindung zur Remoteinstallationsfreigabe des RIS-Servers her (d. h.
\\%Servername%\reminst). Führen Sie Riprep.exe im Verzeichnis Admin\i386 aus.
Anmerkung: Riprep.exe verfügt über einen Schalter mit dem Namen /Pnp. Der PnpSchalter weist den Miniinstallations-Assistenten an, nicht Plug & Play-fähige Geräte auf dem
Zielsystem zu erkennen. Da Tablet PCs legacyfreie Geräte sein sollten, wird empfohlen, dass
Sie diesen Parameter bei der Ausführung von Riprep.exe nicht verwenden.
4. Folgen Sie den Assistentenbildschirmen von Riprep, und geben Sie die erforderlichen
Informationen ein.
Anmerkung: Während der Ausführung des Riprep-Assistenten wird möglicherweise die
Warnmeldung angezeigt, dass die folgenden Dienste oder Prozesse nicht angehalten wurden:
TabTip.exe, Tpa.exe und Wisptis.exe. Diese Dienste müssen weiter ausgeführt werden,
damit der Benutzer Daten eingeben kann, und werden automatisch neu gestartet, wenn sie
manuell angehalten werden. Sie können diese Meldungen ignorieren und fortfahren.
5. Sobald das Abbild kopiert wurde, geben Sie den Product Key für Windows XP Tablet PC Edition
ein. Hierzu wechseln Sie zum Ordner \templates des auf dem RIS-Server gespeicherten RiprepAbbildes:
Beispiel: \RemoteInstall\Setup\%Sprache%\Images\%Ordnername%\i386\templates
6. Öffnen Sie die Datei Riprep.sif, und fügen Sie den Product Key wie unten dargestellt ein:
Hierbei steht XXXX-XXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX für Ihren Product Key.
7. Speichern Sie die Vorlage wieder unter dem gleichen Pfad, jedoch ohne sie zu schließen. Stellen
Sie sicher, dass die Vorlage mit einer SIF-Erweiterung gespeichert wird. Andernfalls wird den
Benutzern, die die Installation durchführen, das Abbild nicht im Clientinstallations-Assistenten
angezeigt. Standardmäßig werden neue Dateien in Editor mit einer TXT-Erweiterung gespeichert.
8. Bearbeiten Sie die Datei Riprep.sif weiter, indem Sie Folgendes zu Ihrer Antwortdatei Riprep.sif
hinzufügen, damit alle vom OEM bereitgestellten Gerätetreiber beim Installationsvorgang installiert
werden.
[Unattended]
OemPnPDriversPath = %Pfad_zu_den_Treibern%
Hierbei ist %Pfad_zu_den_Treibern% der Pfad zu den Treibern, die Sie in Schritt 2 auf das
lokale Laufwerk kopiert haben. Da das Setupprogramm im Stammverzeichnis des Laufwerks nach
diesen Treibern sucht, auf das %systemroot% verweist, müssen Sie nicht den
Laufwerkbuchstaben, sondern nur die Verzeichnisnamen eingeben.
Beispiel:
OemPnpDriverspath = \drivers\modem;\drivers\lan.
Nach Abschluss der oben beschriebenen Schritte kann das Riprep-Abbild auf anderen Tablet PCSystemen bereitgestellt werden, indem es im Clientinstallations-Assistenten ausgewählt wird.
Nach der Installation des Abbildes auf anderen Tablet PCs sind alle Ihre Anpassungen und
Treiber auf dem System vorhanden. Jetzt müssen Sie die vom Hersteller gelieferten
Installationsprogramme ausführen, um zu gewährleisten, dass die Peripheriegeräte des
Tablet PCs, z. B. die Tastenzuordnungsanwendungen, ordnungsgemäß ausgeführt werden.
Wenn die Installationsroutinen durch Übergabe von Parametern an die Setupprogramme
automatisiert oder ohne Benutzereingriffe ausgeführt werden können, fügen Sie die
entsprechenden Befehle zum Abschnitt [GUIRunOnce] der Datei Riprep.sif hinzu. Es folgt ein
Beispiel:
[GUIRunOnce]
Command1 = "C:\drivers\buttonmappings\setup.exe /q"
Wenn die Installationsroutinen nicht automatisiert werden können, wenden Sie sich an den
Hersteller, um Informationen über die automatische Ausführung der Programme zu erhalten.
Tipp: Wenn Sie Windows Tablet PC auf mehreren Tablet PC-Modellen bereitstellen, beziehen
Sie die Gerätetreiber und Hardwaretasten-Installationsprogramme jedes Herstellers in die Datei
Riprep.sif ein. Ändern Sie im Abschnitt [OSChooser] der Antwortdatei die Beschreibung so, dass
das Tablet PC-Modell angezeigt wird, für das die Antwortdatei Treiber und Installationsroutinen
enthält. Beispiel:
Speichern Sie nach Abschluss des Vorgangs die Antwortdatei im Verzeichnis \templates unter
einem anderen Namen (z. B. Riprep_Acer-100.sif). Auf diese Weise erhalten Sie
modellspezifische Antwortdateien für dieses Abbild.
Einschränkungen bei der Verwendung von Riprep-Abbildern
Riprep-Abbilder können unabhängig von Unterschieden zwischen den Treibern des Masterabbildes
und der Zielsysteme (d. h. Grafik-, Netzwerkkartentreiber usw.) auf anderen Tablet PCs bereitgestellt
werden. Sie unterliegen jedoch Einschränkungen, die vom HAL-Typ (Hardware Abstraction Layer,
Hardwareabstraktionsschicht) des Systems abhängen.
Wenn das Masterabbild auf einem System erstellt wurde, das eine HAL vom Typ ACPI PIC (Advanced
Configuration and Power Interface PC) verwendet, kann es nicht auf einem System bereitgestellt
werden, das nicht auf der gleichen HAL ausgeführt wird. Wenn Sie während der Bereitstellung
feststellen, dass Sie über zwei Tablet PC-Systeme mit verschiedenen HALs verfügen, müssen Sie für
jedes System ein eigenes Riprep-Abbild erstellen.
Anmerkung: Windows Server 2003-RIS-Server filtern die Abbilder heraus, die nicht dem
HAL-Typ des Computers entsprechen, so dass der Benutzer sie nicht anzeigen oder
auswählen kann. Windows 2000-RIS-Server filtern Abbilder mit inkompatiblen HALs hingegen
nicht heraus; nach Beginn des Installationsvorgangs wird jedoch eine entsprechende
Fehlermeldung angezeigt.
Systemvorbereitungsprogramm (SYSPREP)
Die Funktionsweise des Systemvorbereitungsprogramms (Sysprep) stimmt weitgehend mit der des
RIS-Tools Riprep.exe überein. Eine Sysprep-basierte Installation umfasst im Wesentlichen die
folgenden Schritte:

Das Betriebssystem wird (mit einer beliebigen Methode) auf dem Computer installiert.

Zusätzliche Anwendungen und Anpassungen werden hinzugefügt.

Das System wird getestet und geprüft, um sicherzustellen, dass es den Unternehmensstandards
entspricht (Anwendungseinstellungen, Antivirensoftware, Sicherheitseinstellungen, Service Packs
usw.).

Sysprep.exe wird ausgeführt und das System heruntergefahren.

Mit Drittanbietersoftware zur Abbilderstellung wird ein Abbild erstellt und auf eine CD-R oder einen
Server kopiert.

Das Abbild wird dann mit Hilfe der Drittanbietersoftware zur Abbilderstellung auf das bzw. die
Zielsystem(e) übertragen.

Nach Abschluss der Abbildübertragung muss das System neu gestartet werden. Anschließend
wird der Miniinstallations-Assistent ausgeführt (3 – 5 Minuten).

Nach dem abschließenden Neustart ist das System einsatzbereit.
Das grundlegende Verfahren für die Bereitstellung von Windows XP Tablet PC Edition hat sich
gegenüber der Methode zur Bereitstellung von Windows XP nicht geändert. Einige Elemente können
jedoch nicht in das Masterabbild einbezogen und müssen nachträglich hinzugefügt werden.
Tablet PCs verfügen über bestimmte Features, die sich von denen ähnlicher PC-Systeme
unterscheiden (d. h. Notebooks oder Laptops). Hierzu zählen beispielsweise Digitizer-Displays, die es
Benutzern ermöglichen, auf dem Bildschirm zu schreiben, oder die Bildschirmausrichtung mit
Hardwaretasten auf dem Display zu ändern. Sofern Sie nicht für jedes Tablet PC-Modell ein eigenes
Sysprep-Abbild erstellen möchten, dürfen die folgenden Elemente erst nach Übertragung des
Sysprep-Abbildes auf das System angewendet werden:

Anwendungen für die Hardwaretastenzuordnung.

Programme, mit denen die Kalibrierungsdaten für die Bildschirmlinearität eingestellt oder geändert
werden. Diese befinden sich in
HKLM\System\CurrentControlSet\control\TabletPC\Linearitydata und werden von den
Installationsprogrammen auf der OEM-Wiederherstellungs- oder Dienstprogramm-CD des
Herstellers eingestellt.
Anmerkung: Wenden Sie sich an den Hersteller, wenn Sie eine vollständige Liste der
modell- oder markenspezifischen Elemente Ihres Tablet PCs benötigen.
Während die oben genannten Elemente herstellerspezifisch sind, können Sie andere vom OEM
gelieferte Treiber auf normale Weise mit Sysprep installieren, indem Sie sie zum Parameter
OemPnPDriversPath in Ihrer Datei Sysprep.sif hinzufügen. Hierzu gehören beispielsweise
Tastentreiber, Bildschirmtreiber und andere Treiber, die möglicherweise vom Hersteller bereitgestellt
wurden.
Anmerkung: Die meisten Tablet PCs sind im Lieferumfang der OEM-Installationen von
Windows XP Tablet PC Edition enthalten. In diesem Whitepaper wird davon ausgegangen,
dass Sie auf der Grundlage Ihres Enterprise Agreements oder Select Media Agreements Ihr
eigenes Windows XP Tablet PC Edition-Abbild erstellen. Das Erstellen eines SysprepAbbildes mit Hilfe von OEM-Medien wird von Microsoft nicht unterstützt.
Verwenden von Sysprep für die Bereitstellung von Windows XP
Tablet PC Edition
So erstellen Sie ein Sysprep-Abbild von Windows XP Tablet PC Edition:
1. Nachdem Sie Windows XP Tablet PC Edition installiert und die Anpassungen Ihres Unternehmens
(z. B. Anwendungen, Dateien oder Tools) hinzugefügt haben, melden Sie sich über ein
Administratorkonto am System an. Beachten Sie bitte, dass das System durch den SysprepProzess aus der Domäne entfernt wird.
2. Extrahieren Sie die folgenden Dateien aus der Datei Deploy.cab im Verzeichnis \support\tools
der CD1 von Windows XP Tablet PC Edition:

Sysprep.exe

Setupcl.exe

Setupmgr.exe

Factory.exe

Ref.chm (zur Referenz)

deploy.chm (zur Referenz).
3. Kopieren Sie diese Dateien in das Verzeichnis C:\sysprep.
4. Erstellen Sie mit setupmgr.exe (oder einer anderen bevorzugten Methode) eine Antwortdatei mit
dem Namen Sysprep.inf. Achten Sie beim Erstellen der Antwortdatei darauf, dass Sie den richtigen
Product Key für Windows XP Tablet PC Edition eingeben. Wenn Sie den Installations-Manager nicht
verwenden, geben Sie den Product Key wie unten dargestellt ein:
Hierbei steht XXXX-XXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX für Ihren Product Key.
Anmerkung: Wenn der Product Key nicht ordnungsgemäß eingegeben wird, können Sie
den Miniinstallations-Assistenten erst nach Eingabe des richtigen Product Keys abschließen
(wenn der Product Key fehlt oder falsch ist, werden Sie während der Ausführung des
Miniinstallations-Assistenten zur Eingabe des richtigen Product Keys aufgefordert). Falls Sie
keinen spezifischen Product Key für Tablet PC Edition eingeben, wird Windows XP
Professional anstelle von Windows XP Tablet PC Edition installiert.
5. Kopieren Sie alle erforderlichen OEM-Treiber in ein lokales Verzeichnis, damit der
Miniinstallations-Assistent während der Installation darauf zugreifen kann (z. B. C:\drivers).
6. Bearbeiten Sie die Datei Sysprep.inf so, dass sie den Pfad zu den OEM-Treibern enthält.
Verwenden Sie hierzu den Parameter OEMPnPDriversPath. Lesen Sie diesbezüglich auch den
Abschnitt „Windows XP Tablet PC Edition und Treibersignatur“ weiter unten in diesem
Whitepaper.
[Unattended]
OemPnPDriversPath = %Pfad_zu_den_Treibern%
Hierbei ist %Pfad_zu_den_Treibern% der Pfad zu den Treibern, die Sie in Schritt 5 auf das
lokale Laufwerk kopiert haben. Da das Setupprogramm im Stammverzeichnis des Laufwerks, auf
das %systemroot% verweist, nach diesen Treibern sucht, müssen Sie nicht den
Laufwerkbuchstaben, sondern nur die Verzeichnisnamen eingeben.
Beispiel:
OemPnpDriverspath = \drivers\modem;\drivers\lan
7. Wechseln Sie nach Abschluss des oben beschriebenen Schrittes in das Verzeichnis \sysprep,
und führen Sie Sysprep.exe mit Hilfe der folgenden Befehlszeile aus:
Sysprep.exe –mini –reseal
Wobei:

mini angibt, dass der Miniinstallations-Assistent beim nächsten Systemstart ausgeführt wird.

reseal das System für den Endbenutzer vorbereitet.
Wenn das System heruntergefahren wird, erstellen Sie mit Hilfe Ihrer Drittanbietersoftware für die
Abbilderstellung die Abbilddatei, die Sie auf Ihre Tablet PC-Zielsysteme kopieren möchten. Wenn Sie
das Abbild auf die Zielsysteme anwenden, wird das Betriebssystem Windows XP Tablet PC Edition
mit Ihren Anpassungen auf den Systemen installiert. Jetzt müssen Sie jedoch die
hardwarespezifischen Tastenzuordnungseinstellungen des OEMs hinzufügen, damit die Tasten auf
dem Tablet PC ordnungsgemäß funktionieren. Hierzu müssen Sie das vom Hersteller bereitgestellte
Setupprogramm auf der Wiederherstellungs- oder Systemprogramm-CD ausführen, die im
Lieferumfang des Systems enthalten ist.
Sie können den Abschnitt GUIRUNONCE der Antwortdatei zur Automatisierung dieser Routinen
verwenden, damit diese nach Abschluss der Miniinstallation gestartet werden. Es folgt ein Beispiel:
[GUIRunOnce]
Command1 = "C:\drivers\buttonmappings\setup.exe /q"
Diese Programme müssen jedoch automatische Installationsroutinen unterstützen. Fragen Sie den
Hersteller nach entsprechenden Schaltern oder Modi, die vom Setupprogramm für automatisierte
Installationen verwendet werden können.
Anmerkung: Bedenken Sie, dass diese Einstellungen vom jeweiligen Hersteller abhängen
und nach der Übertragung des Abbildes auf das Tablet PC-Zielsystem angewendet werden
müssen.
Einschränkungen bei der Verwendung von Sysprep für die Tablet PCBereitstellung
Wenn Sie Sysprep für die Bereitstellung von Windows XP Tablet PC Edition verwenden, können die
Abbilder unabhängig von Unterschieden zwischen den Treibern des Masterabbildes und des
Zielsystems (z. B. Grafik- oder Netzwerkkartentreiber) auf anderen Tablet PCs bereitgestellt werden.
Es gelten jedoch bestimmte Einschränkungen, die vom HAL-Typ (Hardware Abstraction Layer oder
Hardwareabstraktionsschicht) des Systems abhängen.
Wenn das Masterabbild auf einem System erstellt wurde, das eine HAL vom Typ ACPI PC (Advanced
Configuration and Power Interface PC) verwendet, kann es nicht auf einem System bereitgestellt
werden, das nicht auf der gleichen HAL ausgeführt wird. Wenn Sie während der Bereitstellung
feststellen, dass Sie über zwei Tablet PC-Systeme mit verschiedenen HALs verfügen, müssen Sie für
jeden Typ ein eigenes Abbild erstellen.
Diese Abbilder können nur für die Bereitstellung von Windows XP Tablet PC Edition-Systemen
verwendet werden. Sie können keine normale Kopie von Windows XP bereitstellen, indem Sie einfach
den Product Key in der Datei Sysprep.inf ändern. Sie müssen zudem verschiedene Abbilder für jede
Version des Betriebssystems erstellen, die Sie bereitstellen möchten (Windows XP Professional und
Windows XP Tablet PC Edition).
Anpassen von Windows XP Tablet PC Edition
Obwohl Windows XP Tablet PC Edition in dieser Version des Produkts keine spezifischen
Antwortdateiparameter aufweist, können einige Anpassungen vorgenommen werden. Im Folgenden
sind einige der Änderungen aufgeführt, die Sie an der Konfiguration Ihres Abbildes vornehmen
können. Einige der angegebenen Einstellungen gelten pro Benutzer und nicht pro Computer. Das
bedeutet, dass Sie diese Einstellungen für jeden Benutzer festlegen müssen, der sich am System
anmeldet. Sofern möglich, wird bei den einzelnen Einstellungen darauf hingewiesen.
Deaktivieren des Willkommen-Assistenten
(Einstellung pro Benutzer)
Anmerkung: Microsoft empfiehlt, diesen Assistenten nur zu deaktivieren, wenn die Benutzer
bereits mit der Bedienung eines Tablet PCs vertraut sind.
Wird keine OEM-Version von Windows XP Tablet PC Edition installiert, wird jedem Benutzer, der sich
anmeldet, ein Assistent mit dem Namen Willkommen angezeigt. Dieser Assistent wird bei den ersten
drei Anmeldungen eines Benutzers gestartet oder bis der Benutzer alle 13 Bildschirme des
Assistenten abgeschlossen hat.
Dieser Assistent bietet Benutzern, die noch nicht mit dem Tablet PC vertraut sind, eine kurze
Schulung zur Verwendung des Stiftes und des Eingabebereichs. Zudem wird in diesem Assistenten
für jeden Benutzer die links- oder rechtshändige Bedienung festgelegt. Diese Einstellung kann die
Benutzerfreundlichkeit stark beeinträchtigen, wenn sie nicht ordnungsgemäß festgelegt wurde. Wenn
Sie den Assistenten deaktivieren, sollten Sie die Benutzer anweisen, die links- oder rechtshändige
Bedienung über die Systemsteuerungsoption Tablett- und Stifteinstellungen festzulegen.
Zum Deaktivieren des Assistenten ist es erforderlich, die folgenden Registrierungsschlüssel
einzustellen:
HKCU\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run
Entfernen Sie den folgenden Eintrag:
TabletWizard REG_EXPAND_SZ %windir%\help\wizard.hta
HKCU\Software\Microsoft\TabletOOBE
Legen Sie für RunCount den Wert 0 (Null) fest.
Ändern der Anzeigeeinstellungen (Helligkeits/Ausrichtungseinstellungen)
(Einstellung pro Computer)
Zum Anpassen der Einstellungen für die Bildschirmhelligkeit können Sie eine REG-Datei verwenden,
um die folgenden Werte zu ändern:
HKLM\System\CurrentControlSet\control\backlight
ACBackLightLevel: REG_DWORD Wert im Hexadezimalformat
DCBackLightLevel: REG_DWORD Wert im Hexadezimalformat
Es wird empfohlen, die Werte in der Registrierung anzupassen und sie dann in eine REG-Datei zu
exportieren. Wenn Sie Sysprep oder Riprep verwenden, können Sie die Werte einfach auf dem
Tablet PC festlegen, der als Ihr Masterabbild dient. Die Werte werden dann an die Clientabbilder
weitervererbt.
Zum Ändern der Bildschirmausrichtung (die Reihenfolge, in der die Bildschirmausrichtungen angezeigt
werden, wenn sie vom Benutzer geändert werden), bearbeiten Sie den folgenden Schlüssel:
HKCU\Control Panel\TabletPC
Der Wert lautet ToggleOrientationSeq und verfügt über den Typ REG_BINARY. Stellen Sie diese
Werte wie gewünscht über das Applet Tablett- und Stifteinstellungen in der Systemsteuerung ein,
und exportieren Sie sie dann in eine Registrierungsdatei. Hierbei handelt es sich um eine Einstellung
pro Benutzer, die für jeden am System angemeldeten Benutzer importiert werden muss.
Windows XP Tablet PC Edition und Treibersignatur
Windows XP Tablet PC Edition folgt den gleichen Regeln für die Treibersignatur wie Windows XP.
Während der Installation muss der geeignetste Treiber für ein Gerät ermittelt werden. Hierzu wird vom
Setupprogramm eine Rangfolge der Treiber erstellt, die mit einer oder mehreren Plug & Play-IDs
übereinstimmen, die für ein Gerät gelten. Je niedriger der Rang eines Treibers ist (z. B. 0x0), desto
besser eignet er sich für das Gerät. Dagegen gibt ein höherer Rang (0x3000 – 0xFFFF) eine weniger
geeignete Übereinstimmung an. Weitere Informationen zur Treibersignatur finden Sie im folgenden
Knowledge Base-Artikel:
http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;EN-US;279112&sd=tech (englischsprachig).
Das Verhalten von nicht signierten Treibern variiert in Abhängigkeit von der verwendeten
Installationsmethode. Im Folgenden wird für jede Methode das Treibersignaturverhalten beschrieben.
Anmerkung: Microsoft empfiehlt Ihnen dringend, nach Möglichkeit nur signierte Treiber zu
verwenden, um Systeminstabilität zu vermeiden.
Sysprep und Riprep
Wird während der Ausführung des Miniinstallations-Assistenten ein nicht signierter Treiber gefunden,
wird diesem ein höherer Rang zugewiesen, so dass er als weniger geeignet gilt. Es kann ein
Standardtreiber installiert werden, der weniger Funktionen bietet, aber durch seinen niedrigeren Rang
besser geeignet ist. Wenn bei der Miniinstallation von Windows XP und Windows XP Tablet PC
Edition ein nicht signierter Treiber gefunden wird und dieser der einzige verfügbare Treiber für die
Installation ist (d. h. es ist kein Standardtreiber vorhanden), wird die Installation nicht durchgeführt,
sondern bis zur ersten Clientanmeldung verschoben.
Wenn Sie nicht signierte Treiber installieren müssen, damit die Tablet PC-Features ordnungsgemäß
ausgeführt werden (z. B. einen Bildschirmtreiber), können Sie den folgenden Parameter zu Ihrer Datei
Sysprep.inf oder Riprep.sif hinzufügen:
[Unattended]
UpdateInstalledDrivers = yes.
Unbeaufsichtigte Installation und CD-basierte RIS-Abbilder
Bei einer unbeaufsichtigten Installation oder der Verwendung von CD-basierten RIS-Abbildern ist die
Installation eines nicht signierten Treibers zulässig, wenn er die beste Übereinstimmung bietet. Der
Benutzer wird bei der Installation jedoch darauf hingewiesen, dass der Treiber nicht signiert ist, und er
wird gefragt, ob die Installation des Gerätes dennoch fortgesetzt werden soll. Um die automatische
Installation von nicht signierten Treibern zu ermöglichen, können Sie den folgenden Parameter zu
Ihrer Antwortdatei Unattend.txt oder RIS-Vorlage hinzufügen:
[Unattended]
DriverSigningPolicy = Ignore.
Ermitteln der besten Bereitstellungsmethode
Die Auswahl der Bereitstellungsmethode, die Ihre Anforderungen am besten erfüllt, hängt in hohem
Maße vom Standort der Tablet PC-Clients und von der Netzwerkstruktur ab. Jede Methode
(unbeaufsichtigte Installation, RIS und Sysprep) bietet in bestimmten Bereichen Vorteile, in denen
andere Methoden möglicherweise mit Einschränkungen verbunden sind. Wenn beispielsweise die
Benutzer der Tablet PCs zumeist im Außendienst tätig und sehr selten mit dem
Unternehmensnetzwerk verbunden sind, ist eine RIS-Bereitstellung wahrscheinlich weniger geeignet
als eine Bereitstellung über Sysprep oder eine unbeaufsichtigte Installation. Im folgenden Abschnitt
werden die Vor- und Nachteile der einzelnen Bereitstellungsmethoden beschrieben.
Unbeaufsichtigte Installation
Vorteile

Hierbei handelt es sich um die einfachste Methode.

Durch einfaches Ändern des Product Keys in der Antwortdatei kann sowohl Windows XP
Professional als auch Windows XP Tablet PC Edition von der gleichen Distributionsfreigabe aus
bereitgestellt werden.

Die Antwortdatei kann auf einfache Weise für mehrere Konfigurationen des Betriebssystems
angepasst werden.

Diese Methode bietet die Möglichkeit, die Windows XP Tablet PC Edition-Dateien auf eine CD-R
zu kopieren, so dass die Benutzer die Installation von einem lokalen CD-ROM-Laufwerk aus
ausführen können, wenn keine Netzwerkverbindung verfügbar ist.
Nachteile

Das Kopieren der Dateien nimmt viel Zeit in Anspruch (von der Netzwerkfreigabe auf die lokale
Festplatte).

Clients müssen Zugriff auf das Netzwerk haben und in einer Umgebung starten können, die
Verbindungen (z. B. über eine DOS-Startdiskette oder WINPE) zulässt (wenn die Dateien nicht
auf eine CD-R kopiert werden können).

Der Benutzer muss nach dem Setup Anwendungen und andere Anpassungen manuell installieren
oder benutzerdefinierte Skripts für diese Vorgänge erstellen.
Sysprep
Vorteile

Bei dieser Methode wird ein vollständiges Abbild erstellt, das Anwendungen, Anpassungen und
weitere Einstellungen enthält, die auf mehreren Systemen bereitgestellt werden können.

Sysprep bietet flexible Bereitstellungsoptionen. Das Abbild kann über das Netzwerk kopiert
werden, wenn sich die Clients im Büro befinden, oder auf CD-R gebrannt und an Clients im
Außendienst gesendet werden.

Die Installation nimmt nur kurze Zeit in Anspruch. Ein Tablet PC kann innerhalb von nur
20 Minuten installiert werden und einsatzfähig sein.
Nachteile

Das Abbild kann nur für die Bereitstellung von Windows XP Tablet PC Edition verwendet werden.
Durch einfaches Ändern des Product Keys in der Datei Sysprep.inf kann das System nicht auf
Windows XP Professional mit Service Pack 1 umgestellt werden.

Für Änderungen am Abbild muss es neu erstellt werden (z. B. Hinzufügen oder Ändern von
Anwendungseinstellungen, Hinzufügen von Korrekturen und Patches usw.).

Diese Methode erfordert ein Drittanbieterprogramm für die Abbilderstellung.
Remoteinstallation
Vorteile

Diese Methode bietet eine ähnliche Flexibilität wie die unbeaufsichtigte Installation, da der
Benutzer Windows XP Professional mit Service Pack 1 und Windows XP Tablet PC Edition mit
Hilfe des gleichen CD-basierten Abbildes bereitstellen kann, indem er eine Antwortdateivorlage
mit bestimmten Product Keys erstellt.

Abbilder für die unbeaufsichtigte Installation (CD-basiert) und Sysprep-ähnliche Abbilder
(Riprep.exe) können vom gleichen Dienst bereitgestellt werden.

Der Clientinstallations-Assistent erfordert, dass sich die Benutzer anmelden, und nimmt das
System automatisch in die Domäne auf (kann für die Aufnahme in eine Arbeitsgruppe geändert
werden).

Es sind keine Drittanbieterprogramme für die Abbilderstellung erforderlich.
Nachteile

Es wird eine Verbindung zum Netzwerk benötigt.

Diese Methode erfordert Windows 2000 oder Windows Server 2003 Active Directory.

Diese Methode wird nicht für langsame Verbindungen empfohlen (WAN, DFÜ-Verbindungen
usw.).

Riprep-Abbilder können nur für die Bereitstellung von Windows XP Tablet PC Edition verwendet
werden. Der Benutzer muss zwei separate Riprep-Abbilder für die Bereitstellung von Windows XP
Tablet PC Edition und Windows XP Professional erstellen.
Problembehandlung
Bei der Installation wird eine Meldung über einen ungültigen Product Key angezeigt,
oder der Benutzer wird zur Eingabe eines Product Keys aufgefordert
Dieses Problem kann aus den folgenden Gründen auftreten:

In die Antwortdatei wurde ein falscher Product Key eingegeben. Prüfen Sie die Datei, um
sicherzustellen, dass der Product Key einwandfrei eingegeben wurde.

Für die Installation wurden keine Windows XP Tablet PC-Medien verwendet.

Wenn der Product Key in der Antwortdatei verschlüsselt wurde, prüfen Sie, ob die
Gültigkeitsdauer des verschlüsselten Keys abgelaufen ist.
Tablet PC-Komponenten werden nicht installiert
Dieses Problem kann aus den folgenden Gründen auftreten:

Der bei der Installation verwendete Product Key war nicht für Windows XP Tablet PC Edition
geeignet. Prüfen Sie die Antwortdatei für die unbeaufsichtigte Installation, um sicherzustellen,
dass der richtige Product Key verwendet wurde.

Die Datei TabletPC.cab wurde bei der Installation nicht gefunden. Stellen Sie sicher, dass das
Verzeichnis cmpnents, welches die Datei Tabletpc.cab enthält, an den richtigen Speicherort
kopiert wurde.

Bei der Installation ist ein Fehler aufgetreten, durch den das Setupprogramm nicht auf diese
Dateien zugreifen konnte. Möglicherweise sollten Sie die ausführliche Protokollierung für die
Installation aktivieren, um die Ursache des Fehlers zu ermitteln. Weitere Informationen finden Sie
im folgenden Knowledge Base-Artikel: http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;ENUS;243996&sd=tech (englischsprachig).
Während der Installation werden Dateien angefordert
Möglicherweise wird die folgende Meldung angezeigt:
Die Datei Tiptsf.dll von Windows XP Professional CD2 wird benötigt. Geben Sie den
Pfad zur Datei ein, und klicken Sie dann auf OK.
Dieses Problem kann aus den folgenden Gründen auftreten:

Beim Ausführen des Winnt.exe- oder Winnt32.exe-Befehls wurde die Option
/makelocalsource:all (für Winnt32.exe) bzw. /2 (für Winnt.exe) nicht in der Befehlszeile
eingegeben.

Stellen Sie sicher, dass das Verzeichnis cmpnents an der richtigen Stelle in der
Distributionsfreigabe hinzugefügt wurde und dass die Datei Tabletpc.cab vorhanden ist.
Probleme beim Ändern der Bildschirmausrichtung
Beim Ändern der Bildschirmausrichtung können Probleme auftreten, wenn in den
Anzeigeeinstellungen ein Auflösung von 800 x 600 oder eine niedrigere Auflösung festgelegt wurde.
Wenn dies der Fall ist, weisen Sie den Benutzer an, eine höhere Einstellung als 800 x 600 zu wählen,
oder legen Sie für Ihr Abbild standardmäßig eine höhere Einstellung fest, indem Sie die
entsprechenden Parameter in die Antwortdatei eingeben.
Wenn die Fehlermeldung „Die angeforderte Einstellung wird nicht unterstützt“ angezeigt wird, prüfen
Sie Folgendes:

Stellen Sie sicher, dass der Grafikkartentreiber des Herstellers installiert wurde. Im Lieferumfang
von Windows XP sind einige grundlegende Treiber für diese Geräte enthalten, die jedoch die
erweiterten Funktionen nicht unterstützen. Wie bei Windows XP wird für alle Treiber für
Windows XP Tablet PC Edition eine Rangfolge im Vergleich zu den Standardtreibern erstellt.
Daher wurde möglicherweise ein Standardtreiber, und nicht der vom Hersteller bereitgestellte
Treiber ausgewählt, falls dieser nicht signiert war. Weitere Informationen finden Sie im folgenden
Knowledge Base-Artikel: http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;ENUS;279112&sd=tech (englischsprachig).

Prüfen Sie, ob die DLL-Dateien für die Tastenzuordnung installiert wurden und die
entsprechenden Registrierungseinträge auf dem System vorhanden sind. Diese Einstellungen
hängen vom jeweiligen Hersteller ab. Daher funktionieren die Tasteneinstellungen eines
Tablet PCs von Fujitsu nicht beim einem Tablet PC von HP (und umgekehrt).

Stellen Sie sicher, dass die Einstellungen nicht beschädigt wurden. Installieren Sie die
Tastenzuordnungseinstellungen und -applets des Tablet PCs von der Wiederherstellungs- oder
Systemprogramm-CD des OEMs neu.
Die Hardwaretasten des Tablet PCs funktionieren nicht
Wenn Sie die Hardwaretasten des Tablet PCs drücken (um beispielsweise die Bildschirmausrichtung
zu ändern), funktionieren diese nicht. Prüfen Sie zur Lösung des Problems bitte Folgendes:

Stellen Sie sicher, dass die Tablet PC-Tasten installiert wurden. Suchen Sie im Geräte-Manager
nach unbekannten Geräten, und aktualisieren Sie die Treiber. Die Treiber sind auf der Website
oder Wiederherstellungs-CD des betreffenden Herstellers zu finden.

Stellen Sie sicher, dass die folgenden Registrierungspfade vorhanden sind:
HKLM\System\CurrentControlSet\Control\TabletPC\ButtonActions
HKCU\Control Panel\ButtonMaps
Wenn diese Einträge nicht vorhanden sind, importieren Sie die Einstellungen erneut, und stellen Sie
sicher, dass die vom Hersteller zur Unterstützung bereitgestellten DLL-Dateien im Verzeichnis
%windir%\system32 vorhanden sind. Sie können auch das Setupprogramm von der
Wiederherstellungs- oder Systemprogramm-CD des OEMs erneut ausführen.
Weitere Informationen
Aktuelle Informationen zu Windows XP Tablet PC Edition finden Sie in folgenden Ressourcen:

http://www.microsoft.com/germany/ms/tabletpc/
bzw.

http://www.microsoft.com/windowsxp/tabletpc/ (englischsprachig)

http://support.microsoft.com
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