20140504-predigt-echt

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“Echt radikal” – Ablauf
1. Glocken
2. Instrumentalstück Gitarre (Rene Fiedler)
3. Begrüßung (Jan: Guten Morgen, Willkommen. Heute
Vorstellungsgottesdienst der Konfis; Antonia: Thema + Votum:
(Jan:) Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen des Vaters
(Antonia:) und des Sohnes (Jan:) und des Heiligen Geistes.
(Antonia:) Amen
Überleitung Antonia: Jetzt wollen wir uns noch einmal
vorstellen, damit sie wissen wer wir sind.
4. Vorstellung der Gruppe
Nacheinander nennen alle ihre Namen und wer Omas und
Opas (bzw. Eltern) sind.
Überleitung Jan: Wir wollen sie gerne in das Thema „echt
radikal“ einführen mit einigen Interviews, die wir auf Video
haben. Schauen Sie jetzt unseren Film. Film ab! (Film an)
5. Video-Interviews zur Frage: Was fällt Ihnen/dir beim Wort
„Radikalismus“ ein?
(Lea, Lisa, Sophia, Nikolai , Luca)
6. Predigt Teil I: Kennzeichen des Radikalismus am Beispiel
des Rechtsradikalismus (Nico und Jan) mit Power Point
Überleitung Antonia: Am Beispiel von Russland und der
Ukraine wird sichtbar, dass neben dem Rechtsradikalismus
auch radikale politische Vorgehensweisen massive
Auswirkungen haben können. Wenn Leute mit radikalen
Einstellungen und Vorgehensweisen zu viel Macht haben, kann
es leicht Krieg geben. Und im Krieg sterben Menschen, die
Familie haben. Schauen Sie mal, wie das in diesem
Schattentheater sichtbar wird.
7. Video Schattentheater mit Lied „Read about it“ von Emily
Sande
Überleitung Antonia: Als Christen glauben wir daran, dass die
Liebe Gottes hier einiges verändern kann. Wir singen jetzt das
Lied Nr. 621 Ins Wasser fällt ein Stein.
8. Ins Wasser fällt ein Stein (EG 621) (Rene Fiedler)
Überleitung Jan.: Und jetzt singen wir direkt hinterher noch das
Lied Nr. 26 aus der Schwarzen Mappe, zuerst auf Deutsch „Du
allein rettest mich“ und dann in Englisch „Mighty to save“
9. Lied Migthy to save/Du allein rettest mich (Schwarze Mappe
Nr. 26) (Rene Fiedler)
Überleitung Jan: Beim Rechtsradikalismus ist die Gewalt
offensichtlich. Aber es gibt auch im scheinbar harmlosen Alltag
viel versteckte Gewalt. Schauen Sie selbst.
10. Theater (Lea, Lisa, Sophia, Nikolai, Luca)
11. Predigt Teil II: Radikal für Jesus (Lisa, Luca und Sophia)
12. Lied: Gut, dass wir einander haben (Kim und/ oder Rene)
(Schwarze Mappe Nr.8)
Überleitung Jan: Wir wollen miteinander beten und bitten Sie
dazu mit aufzustehen.
13. Gebet (Jan und Antonia) EG 896 wird im Wechsel gelesen
EG 896 erst Jan (bis Frieden), dann Antonia
14. Vaterunser (Jan und Antonia)
15. Ansagen (Lea)
16. Lied: Herr, wir bitten komm und segne uns (EG 590,1-3)
(Rene Fiedler)
17. Segen (Pfr.Böckner)
Predigt Teil I: Was ist Radikalismus? (am Beispiel des
Rechtsradikalismus)
(Nico) Rechtsradikalismus ist immer wieder ein wichtiges
Thema in den Nachrichten und in der Politik, weil einiges an
Straftaten geschieht und weil die Politiker versuchen, die NPD
zu verbieten. Wir möchten euch deshalb sechs Kennzeichen
des Rechtsradikalismus nennen:
1 Führerprinzip (Jan)
Das Bild zeigt Teilnehmer eines Fußballspiels von Babelsberg
gegen Aachen im Jahr 2012. Sie erheben die Hände zum
Hitlergruß. Diese Geste symbolisiert das Führerprinzip.
Rechtsradikale haben eine hohe Machtkonzentration auf den
einen starken Mann. In ihnen reduzieren sich
Handlungsspielräume auf Befehl und Gehorsam. Damit das
Führerprinzip funktionieren kann, braucht es einerseits den
Führungsanspruch einer Person oder Institution. Diese Person
oder Institution darf nicht in Frage gestellt oder kritisiert werden.
Andererseits ist eine Untertanenmentalität notwendig, die
Befehle anerkennt und ausführt. Die Untertanen glauben, keine
Verantwortung tragen zu müssen, weil sie ja nur Befehle
befolgen.
2 Sündenbock-Theorie (Nico)
Immer wieder werden jüdische Friedhöfe in Deutschland
geschändet wie auf diesem Bild der alte jüdische Friedhof von
Hamburg im Jahr 2010. Die wohl auffälligste Eigenschaft
rechtsradikaler Ideologien besteht im Aufbau von Feindbildern.
Sündenböcke werden für die Probleme in einer Gemeinschaft
oder Gesellschaft verantwortlich gemacht. Als Gruppe und
Minderheit werden sie ausgegrenzt und schuldig gesprochen.
So erklärt der Antisemitismus Jüdinnen und Juden zu
Sündenböcken. Im "Dritten Reich" wurden sie deshalb von den
Nazis brutal und unmenschlich verfolgt und zu Millionen
ermordet.
3 Nationalismus (Jan)
Der Slogan: "Ich bin stolz Deutscher zu sein" ist an sich noch
nicht negativ. Es ist in Ordnung sich mit seinem Land und
seiner Herkunft zu identifizieren. Aber von Neonazis auf ihre
Bomberjacken genäht, wird signalisiert: Alle anderen sind
weniger wert als wir. Die übersteigerte Identifikation mit der
eigenen Gruppe oder Gemeinschaft und deren Werte und
Normen führt zur Abwertung anderer. Rechtsradikale
Ideologien stellen dabei die eigene Nation höherwertig
gegenüber anderen Nationen dar.
4 Rassismus (Nico)
Das Motiv stammt aus dem Oskar-gekrönten Kurzfilm
"Schwarzfahrer" von Pepe Danquardt. Die alte Frau betrachtet
den jungen Schwarzen wegen seiner Hautfarbe abwertend.
Rassismus liegt dann vor, wenn bestimmte (äußere) Merkmale
von Menschen mit bestimmten Eigenschaften gekoppelt
werden z.B. “Alle Schwarze stehlen“.
5 Militarismus (jan)
Auf diesem Bild ist die rechtsrakdiale Wehrsportgruppe
Hoffmann bei paramilitärischen Übungen aufgenommen.
Rechtsradikale Systeme organisieren die Gesellschaft und das
politische System nach militärischen Prinzipien, wie Befehl und
Gehorsam, Uniformität, Drill etc. Militärische Führer werden als
Vorbilder dargestellt und haben oft erheblichen Einfluß auf die
Politik.
6 Gewaltbereitschaft – Gewaltakzeptanz (Nico)
Das Bild zeigt Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Intoleranz, Abwertung und Ausgrenzung von Sündenböcken
auf der einen Seite, Gruppenegoismus und Selbstverliebtheit
auf der anderen schaffen die Basis für Gewalt. Rechtsradikale
Ideologien bieten Begründungen für gewalttätige Übergriffe vor
allem auf Schwächere und Randgruppen in der Gesellschaft.
Predigt Teil 2: Echt radikal mit Jesus leben
Lisa: Echt radikal. So leben und handeln leider viele Menschen.
Und wir verbinden mit dem Wort „Radikal“ viel Negatives. Was
aber bedeuten eigentlich die Worte „Radikal“ und „Radikalität“?
Luca: Meyers Lexikon sagt dazu: Radikalismus ist die
lateinische Bezeichnung für Theorien oder politisch- soziale
Bewegungen, die bestehende Verhältnisse grundsätzlich
verändern wollen. “ Dabei können Bewegungen gemeint sein,
die radikal nur in ihren Zielen sind (theoretischer Radikalismus),
als auch auf solche, die radikale Mittel zur Erreichung ihrer
Ziele einsetzen (praktischer Radikalismus). Das Wort wird
häufig zum schlecht machen politischer Gegner benutzt.
Problematisch ist die Abgrenzung zwischen den beiden
Begriffen Radikalismus und Extremismus, da sie oft genau
gleich gebraucht werden.
Sophia: Aber das Wort „radikal“ kommt eigentlich vom
lateinischen radix, was „die Wurzel“ bedeutet. In Mathe geht es
zum Beispiel bei den „Radikalen“ um das Wurzel ziehen.
Wörtlich bedeutet radikal sein seinen Ursprung und
Ausgangspunkt zu finden. Es geht also um die Wurzeln, die
Fundamente, die Quelle, aus der wir leben.
Lisa: Echt radikal. Genau das will Jesus auch von uns: Dass wir
ihm radikal nachfolgen! Dass wir uns an ihn, an die Wurzel
unseres Lebens halten.
Luca: Wenn wir Leute sein wollen, die ihr Leben „echt radikal“
Jesus zur Verfügung stellen, die aus dieser Wurzel Kraft und
Lebenssaft beziehen, dann werden wir zu völlig anderen
Aussagen als die Rechtsradikalen kommen:
1. Sophia: Für Christen ist Jesus allein der Herr. Jesus ist
aber ein dienender Herr, er missbraucht seine Macht nicht über
uns, sondern setzt sie ein für uns. Das hatte Konsequenzen
bei Bonhoeffer und anderen Christen zur NS-Zeit. In der
Barmer Theologischen Erklärung von 1934 (im Gesangbuch
unter Nr. 810 zu finden) sind in der 4.These folgende Worte
enthalten: „Die verschiedenen Ämter in der Kirche begründen
keine Herrschaft der einen über die anderen, sondern die
Ausübung des der ganzen Gemeinde anvertrauten und
befohlenen Dienstes. Wir verwerfen die falsche Lehre, als
könne und dürfe sich die Kirche abseits von diesem Dienst
besondere, mit Herrschaftsbefugnissen ausgestattete Führer
geben und geben lassen.“. Deshalb können wir Christen unser
ältestes Bekenntnis “Jesus ist Herr“ auch nicht aufgeben im
Dialog mit anderen Religionen, sonst sind wir kein
ernstzunehmender Gesprächspartner mehr. Das ist echt
radikal.
2. Lisa: Für Christen ist Jesus der Sündenbock. Ich muss
deshalb nicht mehr anderen die Schuld für meine Situation und
mein Versagen geben, sondern ich gebe mein Versagen,
meine Sünde zu und gebe sie an Jesus, der für meine Schuld
starb, ab.
Er ent-lastet und ent-schuldigt mich. Echt radikal.
3. Luca: Christen sagen: Ich bin stolz zu Jesus zu gehören.
Wir haben keinen Grund, auf unser Land stolz zu sein, wenn
das gleichzeitig bedeutet, andere abzuwerten. Wir haben
keinen Grund auf alles in unserer Kirche und ihrer Geschichte
stolz zu sein. Deshalb: Seien wir lieber stolz auf Jesus. Das
ändert einiges: Es geht nicht darum, was die Kirche zu etwas
sagt, sondern darum, was Gott, was Jesus, in seinem Wort der
Bibel dazu sagt. Es geht nicht darum, wo wir als Kirche
hinwollen, sondern darum, wo Gott uns hinhaben will. Nicht die
Kirche ist unsere Wurzel, sondern Christus, der uns als
Christen in unserer Kirche zusammenstellt. Wir können stolz
darauf sein, dem uns dienenden Herrn anzugehören. Für ihn
brauchen wir uns niemals schämen. Dass wir auf ihn stolz sind,
das sagen wir auch öffentlich. Das kann uns etwas kosten. Bei
dem Massaker von Littleton in den USA fragte einer der
Attentäter ein Mädchen im Teeniealter namens Cassie, ob sie
an Gott glaubt. Sie sagte “Ja”. Daraufhin drückte der Attentäter
ab. Zu Jesus zu gehören kann etwas kosten, sogar das Leben.
Als Christen halten wir uns an Jesus als unsere Wurzel. Wir
sind stolz auf ihn. Wir stehen zu ihm. Das ist echt radikal.
4. Sophia: Christen sagen: „Wir nehmen jeden an.“ Warum?
Weil Jesus das tat. Bei Jesus sind Ausländer, Flüchtlinge und
Asylanten willkommen!!! Jesus war selbst Asylant als Kleinkind
in Ägypten! Er erzählt vom barmherzigen Samariter, einem
Ausländer, dass der als einziger geholfen hat. Aber auch sonst
sagt die Bibel, dass Fremde bei uns willkommen sein müssen.
2.Mose 22,21: Den Fremdling sollst du nicht bedrängen noch
bedrücken; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in
Ägyptenland.
3.Mose 19,33: Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Lande
wohnen wird, so sollt ihr ihn nicht beleidigen.
Und in Röm.15 ist zu lesen: Nehmt einander an, wie Christus
euch angenommen hat.
Jesus ging sogar zu den Leuten, die von allen anderen
abgelehnt wurden: Zu denen mit ansteckenden Krankheiten, zu
den Prostituierten und den Zöllnern, die mit der
Besatzungsmacht zusammen arbeiteten. Es gibt viele verlorene
Söhne und Töchter, die auf Annahme warten. Wir können
andere annehmen, weil Christus uns angenommen hat. Das ist
echt radikal.
5. Lisa: Christen sagen: „Wir dienen Jesus.“ Dazu gehört, dass
ich tue, was er mir sagt. Er sagt: Liebe Gott und deinen
Nächsten. Und: Liebe deinen Feind. Beeindruckend ist die
Geschichte von Martin Luther King, der viele Anfeindungen wie
z.B. einmal ein Bombenattentat auf sein Haus erleben musste.
Als er bei seinem Haus ankam, stand schon eine große
aufgebrachte Menschenmenge vor der Tür, die Gewalt gegen
die Weißen forderte, weil sie offensichtlich die Botschaft Kings
von der Gewaltlosigkeit nicht verstanden hatten. Ist das nicht
verständlich bei solchen Anfeindungen, dass man am liebsten
zurückschlagen möchte? Da denkt man doch schnell mal:
„Denen müsste man's mal zeigen! Auf einen groben Klotz
gehört ein grober Keil!“ Martin Luther King trat auf die Veranda,
hob die Hand und die Menge verstummte. Mit ruhiger Stimme
sprach er: "Bitte geht nach Hause und legt eure Waffen weg.
Wir können dieses Problem nicht durch Vergeltung lösen. Wir
müssen der Gewalt mit Gewaltlosigkeit begegnen, der
Körperkraft mit Seelenstärke. Wir müssen Hass mit Liebe
vergelten." Coretta King, seine Frau, erzählt: "Viele weinten. Ich
konnte im Licht der Scheinwerfer die Tränen auf ihren
Gesichtern glänzen sehen." Aber vor allem: Die Menschen
steckten ihre Waffen weg, die Menge löste sich auf. Ein weißer
Polizist sagte: "Ohne den Nigger-Prediger wären wir jetzt alle
tot!" Ich diene Jesus indem ich Gott und die Menschen liebe,
sogar die Feinde, und indem ich tue, was er mir sagt. Das ist
echt radikal.
6. Luca: Christen sagen: Wir schaffen Frieden. Warum? Weil
Jesus sagt: „Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden
Gottes Kinder heißen.“ (Mat.5,9). Und Paulus ergänzt im
Römerbrief (Kap.12): „ Soviel an euch liegt, versucht mit den
Menschen Frieden zu halten.“ Das geht nur, wenn wir radikal
mit der Wurzel Christus verbunden sind. Dann können wir wie
die Leute bei den Friedensgebeten in Leipzig vor 25 Jahren
den ersten Schritt gehen, so wie Jesus den ersten Schritt auf
uns zugegangen ist, damit wir Frieden mit Gott haben. Das ist
echt radikal.
Sophia: Zum radikalen Jesus-Nachfolger sollten wir werden.
Nicht gegen andere, sondern für und mit ihm. Dazu bedarf es
der Umkehr, der neuen Hinwendung zur Wurzel unseres
Glaubens: Jesus Christus. Wenn wir uns radikal an Jesus
halten, dann sind wir wie ein Baum, der seine Kraft und Energie
aus der Wurzel bezieht. Nur durch den engen radikalen Kontakt
zur Wurzel, wird unser Leben Frucht bringen. Das ist echt
radikal. Amen.
Die Zeitlupe oder: Auge um Auge, Zahn um Zahn
Eine TV-Show. Der Moderator steht auf der Bühne, er hat eine
Fernbedienung dabei.
Moderator (mit Mikrofon): "Einen wunderschönen guten Tag, meine
sehr verehrten Damen und Herren hier im Studio und an den
Bildschirmen zu Hause! Herzlich willkommen zu unserer Sendung
'Kaum zu glauben'. Ich freue mich sehr, dass Sie auch heute wieder
eingeschaltet haben.
Sicherlich sind Sie schon gespannt, was wir Ihnen heute zeigen
werden. Und Sie dürfen wirklich gespannt darauf sein, was wir Ihnen
heute bieten werden. Ich selbst konnte es kaum glauben - aber es ist
wahr.
Zuerst zeige ich Ihnen einen Film, schauen Sie genau hin und lassen
Sie sich nicht täuschen, Ihr wachsames Auge ist gefragt."
Er nimmt die Fernbedienung in die Hand und stellt sich an den
Rand, dann hält er die Fernbedienung auf zwei Personen (1 und
2), die jeweils an einem Bühnenrand stehen.
Die beiden gehen in ganz normalen Tempo aneinander vorbei
und bleiben am jeweils anderen Bühnenrand stehen.
Moderator: "Na, haben Sie etwas Außergewöhnliches erkannt? Nein?
Sie halten es für eine ganz normale Alltagssituation. Dann schauen
Sie jetzt genau hin, wenn ich Ihnen alles in Zeitlupe zeige. Doch erst
muss ich das Video zurückspielen."
1 und 2 laufen ziemlich schnell rückwärts aneinander vorbei.
Moderator: "Und ab!"
1 und 2 laufen etwas langsamer aufeinander zu. Als sie sich
begegnen, stellt 1 ein Bein und 2 stolpert drüber.
Moderator: "Und, aufgepasst? Haben Sie beobachtet, was sich da
abspielt? Ich spule zurück und dann lasse ich das Video noch
langsamer laufen... Passen Sie auf!"
Er spult zurück, 1 und 2 laufen wie beim ersten Mal ziemlich
schnell rückwärts.
Moderator: "Und wieder heißt es: Augen auf!"
Er drückt auf 'Play', 1 und 2 gehen noch langsamer aufeinander
zu. 1 stellt das Bein, 2 stolpert - 2 gibt 1 eine Ohrfeige - dann
laufen sie zum Bühnenrand langsam weiter.
Moderator: "...und zurück!"
Er spult zurück.
Moderator: "Dieser Film ist nicht manipuliert, er ist ganz normal
aufgenommen auf einer ganz normalen Straße in einer ganz
normalen Stadt - halt eine ganz normale Alltagssituation. Und doch
ist kaum zu glauben, was man in Zeitlupe alles sieht! Trotzdem
wollen wir das Video noch langsamer laufen lassen."
Play. 1 und 2 laufen noch langsamer, 1 stellt Bein, 2 stolpert, 2
gibt 1 die Ohrfeige, 1 gibt 2 einen Kinnhaken, 2 schlägt 1 in
Magen, sie gehen weiter.
Der Moderator spult zurück.
Moderator: "Und, habe ich Ihnen zuviel versprochen? Sie sind
schockiert, wie sich eine ganz normale Alltagssituation entwickelt?
Eine Situation, die sich tagtäglich vor Ihrer Haustür abspielt...
Aber es kommt noch schlimmer: Ich werde Ihnen den ganzen Film
jetzt in 1000-facher Zeitlupe vorspielen und Sie können sicher sein alles was sie sehen werden, ist wirklich so geschehen, es ist nichts
gespielt oder manipuliert, seien Sie gespannt, denn was Sie nun
sehen, ist wirklich kaum zu glauben...! Film ab."
Play. 1 und 2 laufen noch langsamer, 1 stellt Bein, 2 stolpert, 2
gibt 1 Ohrfeige, 1 gibt 2 einen Kinnhacken, 2 schlägt 1 in Magen,
1 holt einen Baseballschläger (oder eine aufblasbare Keule), als
2 das sieht, holt er auch einen und sie prügeln sich nach Strich
und Faden, fallen hin, stehen am Schluss auf und gehen ganz
langsam weiter.
Moderator: "Ich weiß, dass Sie das, was Sie gerade gesehen haben,
kaum glauben können, und doch ist es wahr.
Ja, so geht es tagtäglich auf unseren Straßen zu, direkt neben Ihnen.
Dies ist nicht Amerika, kein Ghetto, sondern in Ihrer direkten
Umgebung. Und Sie wissen, dass Sie uns trauen können. Sehen Sie
sich also vor, damit Sie auch nächste Woche wieder gesund und
munter einschalten können, wenn es wieder heißt: 'Kaum zu
glauben', der Sendung, in der Sie immer wieder überrascht werden,
was sich auf unseren Straßen alles abspielt."
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