Cargobull News - Schmitz Cargobull AG

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Neues Schäumwerk verkürzt Lieferzeiten
Die Schmitz Cargobull AG eröffnet in Vreden ein weiteres Schäumwerk für
FERROPLAST-Paneele. Mit größeren Fertigungskapazitäten lässt sich die
europaweit hohe Nachfrage nach den S.KO-Baureihen besser erfüllen.
Die fast 30-jährige Erfolgsgeschichte der Sattelkoffer mit isolierten FERROPLAST –
Paneelen wird fortgeschrieben. Aufgrund der hohen Nachfrage nach diesem
Spitzenprodukt für temperierte Fracht, ging im Mai 2007 eine weitere
Fertigungsstraße am Standort Vreden in Betrieb. Innerhalb nur eines Jahres der
Konzeption und Planung wurde die neue Anlage in Auftrag gegeben. Diese selbst
entwickelte Anlage beinhaltet zugleich auch den nächsten technologischen Schritt
der Großserien-Produktion von Komplettwänden „aus einem Guss“. Wie bisher bei
der segmentierten Produktion der Metalldeckschicht-Paneele sind die Vorteile eines
homogenen Schaumkerns zur optimalen Wärmedämmung auch bei der in einem
Stück gefertigten Wand unschlagbar. Eine neue Falztechnik beim Verbinden der
bewährten, endbeschichteten Coil-Coating-Materialien sorgt ebenso wie bei den
Segment-Paneelen für den Dehnungsausgleich der Wandflächen bei wechselnden
thermischen Belastungen. Das verhindert ein Ablösen des Schaumkerns und sichert
die dauerhafte Qualität. Das Direktschäumverfahren - bei Schmitz Cargobull als
europaweit bekannte Marke „FERROPLAST ThermoTechnology“ geschützt -, sorgt
mit dem geballten Know-how der jahrzehntelangen Produktion und Anwendung bei
isolierten Trailern für die geforderte Sicherheit in der Kühlkette und dauerhaften
Werterhalt.
Die Größe und die Leistungsdaten der Anlage erforderten Lösungen, die von der
bisherigen Produktionstechnik deutlich abweichen. Im Januar 2007 begannen die
Montagearbeiten. Mit Unterstützung des Engineering-Teams von Schmitz Cargobull
entstand mit den Baupartnern eine Anlage in einer einmaligen Größenordnung:
Die Produktionslinie erreicht eine Fläche von 2.700 m2 auf zwei Fertigungsebenen.
Die maximale Paneelgröße beträgt bis zu 15 Metern Länge, 3,5 Meter Höhe und 150
Millimeter Wandstärke. Diese Maße schaffen genug „Reserven“ für mögliche
zukünftige Anforderungen in den verschiedenen Märkten. Rund um die Uhr verlässt
im Endausbau alle fünf Minuten eine komplette Wand die Anlage, fix und fertig
oberflächenbehandelt und mit der dampfdiffusionsdichten Metalldeckschicht –
Präzision und Spitzenqualität „vom laufenden Band“ .
Das Votum unserer Kunden hat entschieden: Was Besseres als FERROPLAST gibt
es nicht – der europaweite hohe Marktanteil mit der Position Nr.1 für den S.KO
Trailer sprechen dafür.
Bei der Eröffnung des neuen Schäumwerkes sprach Cargobull News mit Ulrich
Schöpker, Vertriebsvorstand der Schmitz Cargobull AG
CN: Das neue Schäumwerk, ein weiteres Kapitel in der Erfolgsstory von Schmitz
Cargobull?
U.Schöpker: Ich glaube, das darf man so sagen. Die Zeichen auf dem Markt stehen
auf Wachstum und Schmitz Cargobull wächst überproportional mit. Das neue
Schäumwerk setzt fort, was wir Ende der 70er mit Einführung der FERROPLASTPaneele begonnen haben. Dabei sollte man nicht vergessen, wir haben nicht nur
über dreißig Jahre Erfahrung mit Metalldeckschichten und Schäumverfahren.
Schmitz-Anhänger, wie unsere Firma vor Umwandlung in eine AG hieß, baut seit
1935 Kofferfahrzeuge – also seit über 70 Jahren!
C.N.: Selbst die Wettbewerber scheinen Ihnen Recht zu geben. Immer mehr
schwenken von der GfK-Deckschicht um auf die Metalldeckschicht.
U.Schöpker: Wenn ich jetzt sagen würde, das haben wir irgendwann erwartet, würde
sich das reichlich arrogant anhören. Aber die Physik gilt für alle. Dieses haben zum
Beispiel die Kühlschrankhersteller schon immer berücksichtigt: Denn ein Kühlschrank
hat nicht ohne Grund eine Metalldeckschicht. Und das bedeutet: Diese
Deckschichten aus Aluminium oder Stahl sind die effizientesten Materialien für den
Kofferbau. Der Vorteil eines verzinkten, beschichteten Stahlblechs ist, dass es
absolut dampfdiffusionsdicht ist. Zudem wartet es mit einer hohen Stabilität auf, lässt
sich optimal verarbeiten, und ist im Gegensatz zu den Argumenten mancher
Wettbewerber auch einfacher und sicherer zu reparieren. Die Zahl der relativ alten
aber immer noch „Top in Schuss“ befindlichen Schmitz Cargobull Kofferauflieger
spricht für sich! Das Engagement einiger unserer Wettbewerber ist eine zusätzliche
Bestätigung, dass wir seit 30 Jahren auf dem richtigen Weg sind. Ich muss mich nur
fragen, was erzählen die jetzt ihren Kunden. Jahrelang lobten deren Verkäufer die
GfK-Deckschicht. Jetzt ist auf einmal alles anders.
C.N.: Ungeachtet der eventuellen Argumentationsnot einiger Wettbewerber, hat
Schmitz Cargobull jetzt keinen Produktvorteil mehr, oder?
U.Schöpker: Das sehe ich völlig anders! Ein vernünftiges Paneel zu fertigen, ist eine
Kunst, eine Wissenschaft! Da geht keiner her und baut aus dem Stand das
Nonplusultra. Wir fertigen seit fast 30 Jahren FERROPLAST. Dieses Know-how holt
kein Wettbewerber in ein paar Monaten auf. Dabei darf man nicht vergessen, dass
wir zu Zeiten, in denen einige Wettbewerber auf Metalldeckschichten wechseln,
schon wieder eine neue Fertigungslinie eröffnet haben. Da steckt schon wieder jede
Menge Wissen um Schäumtechnik, Klebetechnik und Materialkenntnis drin.
Angesichts dieser Tatsachen glauben wir fest daran, dass unsere Kofferfahrzeuge
weiterhin mit deutlichem Abstand die Nummer Eins in Europa bleiben.
C.N.: Wieso überhaupt ein neues Schäumwerk?
U.Schöpker: Wie gesagt, lässt sich eine neue Technik am besten in einer neuen
Fertigungsstraße umsetzen. Die neue Produktionslinie ermöglicht es uns, wesentlich
größere Paneele zu schäumen. Da die bewährte Produktionslinie erhalten bleibt,
haben wir künftig die Möglichkeit, je nach Anwendung zusammengefügte oder auch
einteilige Paneele für Wände und Decken zu verwenden.
C.N.: Aber zu einem Trailer gehört mehr als nur Decken und Wände.
U.Schöpker: Unsere bekannten Produktvorteile bleiben natürlich auch in der neuen
Produktlinie erhalten. Die in die Wand eingelassenen DoppelstockLadeeinrichtungen oder Ladungssicherungs-Zurrschienen wird es auch künftig
geben. Das sind schließlich Ausstattungsmerkmale, auf die unsere Kunden hohen
Wert legen. Ebenso bleiben wir der selbsttragenden Bauweise treu. Auch mit
Fleischhang benötigen wir keinen Rahmen, wie einige unserer Wettbewerber.
C.N.: Wie wirkt sich die zusätzliche Produktionskapazität aus?
U.Schöpker: Das dürfte für unsere Kunden die beste Nachricht sein. Durch die
Inbetriebnahme der neuen Fertigungslinie können wir unsere Lieferzeiten deutlich
reduzieren. Was auf dem Markt momentan los ist, weiß jeder. Wer heute bestellt,
bekommt seinen Trailer Mitte bis Ende 2008. Mit der neuen Produktionskapazität
können wir dagegen deutlich früher liefern – leider kommen auch wir nicht ohne
Lieferzeit aus.
C.N.: Wir danken Ihnen für das Gespräch
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