Intensität und Stabilität berufsbezogener Einstellungen im

Werbung
Intensität und Stabilität berufsbezogener Einstellungen im Lehramtsstudium (ISabEL)
Projektleitung:
Dr. Andreas Bach (Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung)
Projektmitarbeiter*innen:
Thomas Fischer (Institut für Erziehungswissenschaften, Abteilung Schulpädagogik)
Julia Wolke (Institut für Erziehungswissenschaften, Abteilung Schulpädagogik)
Prof. Dr. Horst Biedermann (Universität Salzburg, School of Education)
Status: laufendes Projekt
Laufzeit: 06/2014-2016
Projekthintergrund:
Einstellungen stellen einen zentralen Gegenstand der sozialpsychologischen Forschung dar. Zunehmend werden Einstellungen auch innerhalb der Lehrerbildungsforschung untersucht. In den derzeit
diskutierten Kompetenzmodellen bilden Einstellungen bzw. Überzeugungen eine Komponente der
professionellen Kompetenz von Lehrkräften, wobei davon ausgegangen wird, dass sie das berufliche
Handeln bedeutsam beeinflussen. In Studien wurden bislang häufig domänenspezifische epistemologische Überzeugungen untersucht. Weitaus seltener sind Einstellungen zu Schule und Unterricht in
den Blick genommen worden. Aussagekräftige Längsschnittstudien insbesondere unter Berücksichtigung schulpraktischer Lerngelegenheiten liegen hierzu kaum vor.
Das Forschungsprojekt greift dieses Desiderat auf und untersucht schul- und unterrichtsbezogene
Einstellungen von Lehramtsstudierenden und deren Veränderungen und Veränderungsbedingungen
im Verlauf des Studiums. Geprüft werden u.a. Wechselwirkungen zum Studieninteresse, zum Beanspruchungs- und Selbstwirksamkeitserleben und zu den pädagogischen Vorerfahrungen der Studierenden. Die Einstellungsmessung erfolgt mit neu entwickelten Likert-Skalen in folgenden Bereichen
 Komplexität von Unterricht
 Classroom Management
 Theorie und Praxis
 Funktionen von Schule
 Individuelle Entwicklungsbereitschaft
 Ungewissheit im Unterricht
Das Längsschnittdesign des Projekts, in das mehrere Teilstudien integriert sind, umfasst jeweils drei
Messzeitpunkte im Bachelor- und Masterstudium, wobei auch das Praxissemester als eigene Phase
untersucht wird. Die Stichprobe bilden Studierende der Europa-Universität Flensburg (N = ca. 720 im
Bachelor bzw. im Master N = ca. 400). Die Datenauswertung erfolgt mit Hilfe linearer Strukturgleichungsmodelle (Latent-Change-Analysen).
Hochladen: Poster
1
„Studierende machen Schule“ – Begleitforschung zum Praxismodell „Schuladoption“
Projektleitung:
Dr. Andreas Bach (Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung)
Status: laufendes Begleitforschungsprojekt
Laufzeit: 2013-2015
Projekthintergrund:
In den aktuellen Reformen der Lehrerbildung kommt der Frage nach der Praxisorientierung große
Bedeutung zu. Im Kontext dieser Entwicklungen hin zu einem „practical turn“ sind in den vergangenen Jahren in verschiedenen Ländern Partnerschaftsmodelle zwischen Lehrerbildungsinstitutionen
und Schulen entwickelt worden. An der Europa-Universität Flensburg wurde das in Norwegen entwickelte Konzept „Schooladoption“ (Haugaløkken & Ramberg, 2005) weiterentwickelt und unter der
Bezeichnung „Studierende machen Schule“ als Pilotprojekt im Wintersemester 2014/15 erstmalig
durchgeführt (Projektleitung: Dr. Wolfgang Schulz): 14 Studierende übernahmen für eine Woche den
Unterricht an einer Schule (eingebettet in das Praxissemester im Masterstudium), wobei das gesamte
Kollegium der Schule währenddessen ein für die Entwicklung der Schule passendes Fortbildungsprogramm absolvierte. Die Studierenden wurden in der Zeit durch ein Universitäts-Team intensiv betreut. Ziel dieses Projekts ist, dass Studierende dem Berufsalltag möglichst nahe Unterrichtserfahrungen machen können, die durch professionell begleitete Reflexion weiterentwickelt werden.
Das Projekt wird international vergleichend begleitet. Das ZfL der Europa-Universität Flensburg kooperiert mit der Universität College Syddanmark (Dänemark) und mit der Universität Trondheim
(Norwegen). Im Rahmen des Projekts besteht darüber hinaus ein intensiver internationaler Austausch innerhalb eines neu gegründeten EU-Netzwerkes („TEQUILA“, Teacher Education: Quality,
Integration & LeArning), dem Vertreter unterschiedlicher europäischer Lehrerbildungsinstitutionen
an u.a. aus Deutschland, Norwegen, Schweden, Dänemark, Österreich und der Schweiz angehören.
Die Begleitforschung fokussiert die Wirksamkeit des Projekts und umfasst quantitative und qualitative Befragungen der Studierenden im Hinblick auf unterschiedliche Kompetenzbereiche und Aspekte
der Professionalisierung (Herausforderungs- bzw. Komplexitätserleben von Unterricht, reflexives
Handeln). Zusätzlich werden die Lehrkräfte der Schule sowie die Schulleitung zu Aspekten der Schulund Unterrichtsentwicklung befragt.
Literatur:
Haugaløkken, O.K. & Ramberg, P. (2005). School Adoption as a Form of Teaching Practice in Initial
Teacher Education. NTNU: Trondheim.
2
Evaluation des Praxissemesters an der Europa-Universität Flensburg
Projektleitung:
Dr. Andreas Bach (Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung)
Status: laufendes Projekt
Laufzeit: 2014-2015
Zum Wintersemester 2014/2015 wurde an der Europa-Universität Flensburg ein Praxissemester im
Masterstudium Lehramt an Grundschulen bzw. Lehramt an Gemeinschaftsschulen neu eingeführt.
Die Erfahrungen mit dem Praxissemester werden systematisch evaluiert und im Hinblick auf notwendige Weiterentwicklungen ausgewertet. Die Fragebogenerhebung wird sich auf alle relevanten Themenbereiche des Praxissemesters beziehen. Schriftlich befragt werden neben den Studierenden (N =
ca. 300), alle beteiligten Mentor*innen, Schulleiter*innen und Lehrenden der Europa-Universität
Flensburg. Die leitende Fragestellung bezieht sich darauf, ob die mit dem Praxissemester intendierten Zielsetzungen im Urteil der beteiligten Personengruppen erreicht werden und in welchem Ausmaß das Praxissemester zur Zufriedenheit aller Beteiligten durchgeführt wurde.
3
Herunterladen