Predigt zur Jahreslosung über Ps.73,28

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Herr Asaph sucht das Glück
(Predigt zur Jahreslosung über Ps.73,28)
Liebe Gemeinde,
a) wer von Ihnen kennt die Zeichentrickfilme von 1976 „Herr Rossi
sucht das Glück“?
b) In „Herr Rossi sucht das Glück“ führt Rossi das freudlose Leben
eines Arbeiters in einer Fischfabrik. Er leidet unter seinem
hochnäsigen und cholerischen Chef, dessen Villa zu allem Unglück
auch noch direkt neben Rossis kleinem Häuschen steht. Gaston, der
Hund des Chefs, macht ihm zusätzlich durch seine Kläfferei das
Leben schwer. Da erscheint eine Fee und schenkt Rossi eine
Trillerpfeife, mit deren Hilfe Rossi durch Raum und Zeit reisen kann,
damit er dort sein Glück finden möge. Gaston, der ihn dabei begleitet,
und den die Fee auf der Pirateninsel auch noch mit der Fähigkeit zum
Sprechen ausstattet, wird ihm zunehmend zum Freund und Gefährten.
In jeder Epoche stoßen sie allerdings auf massive Probleme, zudem
taucht der verhasste Chef in Gestalt eines römischen Kaisers,
mittelalterlichen Königs, Piratenkapitäns, Indianerhäuptlings und
schließlich eines galaktischen Ehrenbürgers immer wieder auf. So
kehren sie am Ende jeder Folge in ihren Alltag zurück, ohne dass
Rossi sein Glück gefunden hätte. Dies gelingt am Ende der Serie aber
zumindest ein Stück weit, indem der Chef selbst in die Pfeife bläst
und aus der Gegenwart verschwindet.
c) Für Herrn Rossi besteht das Glück darin, dass er von seinem
nervenden Chef loskommt und einen Freund zu finden.
In der neuen Jahreslosung für 2014 aus Ps.73,28 geht es dagegen
darum, dem Chef des Himmels und der Erde nahe zu sein und ihn
zum Freund zu haben: „Gott nahe sein das ist mein Glück!“
d) Aber was ist eigentlich Glück? Es gibt mindestens drei
verschiedene Arten von Glück.
e) Erstens: Das Zufallsglück. „Glück gehabt!“, sagen wir, wenn etwas
gut ausgeht. Sei es, dass wir den Bus noch erreichen, obwohl wir zu
spät losgegangen sind, dass wir entgegen unserer Befürchtungen die
Prüfung bestehen, dass es einfach nicht regnet, wenn wir unseren
Regenschirm vergessen haben, dass wir auf dem Bürgersteig ein
Geldstück finden oder bei einem Gewinnspiel das große Los ziehen.
Dieses Zufallsglück kommt und geht. Es bleibt vielleicht einen
Moment oder zwei, ist jedoch nie von Dauer.
f) Ebenso verhält es sich mit dem zweiten, dem Wohlfühlglück.
Glück haben heißt hier: „Es geht mir gut, ich bin gesund, ich mache
angenehme Erfahrungen, ich habe Erfolg, ich bin in guter Stimmung...
kurz gesagt: Ich fühle mich wohl!“ Dieses Wohlfühlglück erfahren
wir in ganz besonderen Augenblicken. So ein Glücksmoment ist eine
aromatisch duftende, wohlschmeckende Tasse Kaffee oder Tee. Oder
ein schöner Film, den wir zusammen mit einem Freund anschauen.
Oder das vertraute Gespräch, in dem Liebende sich miteinander
gelegentlich verlieren. Die Zeit entschwindet. Die Aufmerksamkeit
des anderen tut einfach gut. Ebenso die Herausforderung, die
bewältigt wird, die neue Erfahrung, der unbekannte Weg. Auch dieses
Glück hält nicht lange vor. Wir genießen es. Doch festhalten oder
beliebig ausdehnen können wir die Glücksmomente nicht.
g) Es gibt noch ein drittes Glück. Dieses Glück beschreibt der
Philosoph Wilhelm Schmid als „Glück der Fülle“. Diesem Glück
kommen wir auf die Spur, wenn wir einem Menschen zum Geburtstag
„viel Glück und viel Segen“ wünschen. Dann meinen wir mehr, als
dass ihm unerwartet gute Dinge passieren und er viele
Wohlfühlmomente hat. Das auch. Natürlich.
Doch wir wünschen ihm selbst dann noch Glück, wenn er Pech hat.
Wir wünschen ihm, dass er auch dann noch Glück erfährt, wenn in
seinem Leben ziemlich viele Dinge schieflaufen.
Dass er sogar Glück erfährt, wenn er leiden muss.
Dieses Glück der Fülle ist im Unterschied zu den anderen beiden
Arten von Glück dauerhaft. Es kommt uns nicht von außen entgegen,
sondern wächst von innen aus uns heraus.
Dieses Glück umschließt alles andere. Sogar die Zeiten, in denen wir
unglücklich sind.
Dieses Glück gewährt Freude im Leiden und Heil im Unglück.
h) Gott nahe zu sein ist mein Glück. Das ist die abschließende
Erkenntnis von einem, der sich mit einer im Moment keineswegs
glücklichen Situation auseinandersetzt. Sein Name: Asaph. Er lebte
zur Zeit Davids und war ein Levit aus dem Geschlecht Gersons. Der
Psalm 73, aus dem die Jahreslosung 2014 entnommen ist, trägt seinen
Namen.
Liebe Gemeinde,
wenn Sie den Psalm als ganzen lesen, so kann der Eindruck entstehen,
dass nicht nur Herr Rossi, sondern auch Herr Asaph das Glück sucht.
1. Grübeln und Vergleichen machen unglücklich.
a) Asaph kommt ins Grübeln über sein Leben. Er glaubt an Gott. Ganz
bewusst hält er sich zu ihm. Er betet. Er beachtet Gottes Gebote. Er
besucht regelmäßig die Tempelgottesdienste. Er leitet sogar den
Tempelchor. Asaph führt ein Leben, in dem Gott im Mittelpunkt steht.
Dieser Asaph fragt sich eines Tages: „Bin ich eigentlich glücklich?“
Zu seinem eigenen Erschrecken stellt er fest: „Nein, ich bin es nicht!“
„Ich bin täglich geplagt und meine Züchtigung ist jeden Morgen da“
(V. 14), klagt er. Jeder Tag ist wie eine Strafe. Es geht ihm einfach
schlecht. Erst hat er kein Glück und dann kommt auch noch Pech
dazu. Selbst die Glücksmomente in seinem Leben kann er nicht
genießen. Er nimmt sie einfach nicht wahr. Er ist so melancholisch,
dass er nicht glücklich werden kann.
b) Hinzu kommt für ihn noch eine Sache, die ihm seine Situation
schier unerträglich werden lässt: Asaph beobachtet Menschen, die
sich weder um Gott noch um ihre Mitmenschen scheren, das Glück
aber scheinbar für sich gepachtet haben. Dass ausgerechnet diese
„Gottfernen“ ein erfolgreiches Leben führen, vergrößert sein
Unglück noch. Er stellt fest: Denen geht es total gut.
c) Solche Situationen kennen wir vielleicht auch. Manche Menschen
sind reich, haben Erfolg, haben Wohlstand und Komfort, fahren die
fetten Autos und fliegen ans Ende der Erde in den Urlaub, sie sind
gesund trotz ihres Lebenswandels, sie kommen voran, obwohl sie es
mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, sie haben keine Probleme,
ihren Willen durchzusetzen.
d) „Sie tun, was ihnen einfällt.“ (V. 7) Ohne Gott können die ihr
Leben in Glück und Zufriedenheit führen. Selbst im Sterben sind viele
ohne Angst und Seelenqual. Dabei hat Gott keinen Platz in ihrem
Denken. Der höchste Wert und das entscheidende Kriterium ist ihr
eigener Vorteil.
e) „Das tat mir im Herzen weh und stach mich in meinen Nieren“ (V.
21), so sehr leidet Asaph täglich unter der für ihn ungerechten
Situation. „Den anderen geht es gut, obwohl sie es nicht verdient
haben, und mir geht es schlecht!“ Fast hätte er darüber sein Vertrauen
in Gottes Güte verloren und ihm seine Treue aufgekündigt. Fast hätte
er den Stecker zum Glauben gezogen.
f) Was nützen ihm alle Anstrengungen, sich nach Gottes Geboten zu
richten, sein Herz „rein zu halten“? (V. 13), fragt er. Die, die sich über
Gott erheben, werden nicht bestraft. Im Gegenteil: Ihre Haltung und
ihr Handeln werden auch noch von Erfolg gekrönt. Das wiederum
nehmen sie zum Anlass, sich über Gott zu erheben und über andere
zu spotten: „Ihr seid ja blöd. Warum macht ihr das nicht genauso wie
wir? Ein bisschen betrügen ist doch okay. Man kommt weiter im
Leben!“ Heute sagt man: „Der Ehrliche ist der Dumme.“ Wie gut
können wir die quälenden Gedanken des Psalmbeters nachvollziehen.
g) Asaph bleibt dann aber in seinen schweren Gedanken nicht stecken.
Zum Glück. Er merkt: Diese Grübeleien machen mich kaputt. Sie
bringen mich weg von Gott. Neid, so lernt Asaph, ist eine gefährliche
Angelegenheit. Der englische Prediger Spurgeon meinte dazu:
„Neidische Augen sehen alles, worauf sie hinstarren, vergrößert.“
Asaph nimmt sozusagen eine Lupe in die Hand und vergleicht sein
Leben mit dem Leben der anderen. Er sieht dadurch das Leben der
anderen ganz groß. Dabei nimmt er all das Große und Schöne deutlich
wahr. Und dann schaut er durch die Lupe auf sein Leben. Es kommt
ihm armselig und schlecht vor. Asaph verzweifelt.
2. Die Nähe Gottes macht glücklich.
a) Asaph bricht aus dem Teufelskreis seiner Gedanken aus und tritt
ein „ins Heiligtum Gottes“ (V. 17), in Gottes Nähe.
b) Da geht ihm ein Licht auf. Er nimmt wahr, wie schlüpfrig der
Grund ist, auf dem die Gottfernen stehen und wie schnell ihre
Glückssträhne zu Ende sein kann. Ihm wird klar, dass die Gottlosen
den Herrn zwar völlig aus ihrem Leben ausblenden können. Aber nur,
weil sie nicht an ihn denken, ist Gott nicht verschwunden.
c) Es wird aber der Zeitpunkt kommen, an dem Gott von jedem
Menschen eine Antwort verlangt auf zwei Fragen. Gott fragt: „Was
hast du mit dem Leben gemacht, das ich dir geschenkt habe?“ und
„Was hast du mit mir gemacht, dem du dein Leben zu verdanken
hast?“ Dann, so sagt Asaph, wird den Leuten, die ohne Gott leben, der
Boden weggezogen.
d) Vor allem erkennt er, welch einen festen Grund er in seinem Leben
hat. „Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und
Erde“ (V. 25), bekennt er. In Gott findet er den, der ihm allein
Zufriedenheit geben kann. „Gott nahe zu sein ist mein Glück.“
e) Anders als Herr Rossi sucht und findet Herr Asaph das Glück. Er
findet das Glück in der Beziehung zu Gott Glück. Es ist ein Glück,
das die kurzen Zufallsaugenblicke und die vergänglichen
Glücksmomente umschließt. Ein Glück, das tiefer, höher, weiter,
näher ist als alle anderen Formen von Glück. Dieses Glück der Fülle
ist schwer in Worte zu fassen.
Asaph versucht es in mehreren Anläufen:
f) Erstens sagt er: Ich finde mein Glück in Gott, der mich hält.
„Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner
rechten Hand“ (V. 23), betet Asaph. Bei der Jagd nach persönlichem
Glück und dem neidischem Starren auf das Glück anderer ist ihm
entgangen, was seinem Leben Halt gibt: Das ist die Beziehung zu
Gott. Diese Beziehung bleibt auch dann noch bestehen, wenn ein
Mensch in der tiefsten Krise steckt und Gott nicht mehr verstehen
kann. Denn unser Verstand ist immer zu gering, um Gott zu fassen.
Unsere Hand ist immer zu schwach, um Gott in den Griff zu kriegen.
Aber er hält. Er trägt. Weil Gott nicht nur in mir sein will, sondern
außerhalb von mir ist als Gegenüber. Deshalb kann ich bei ihm Halt
finden. Deswegen kann es Asaph auch weiterhin bei Gott aushalten.
g) Und zweitens sagt Asaph: Ich finde mein Glück in Gott, der mich
ehrt. „Du nimmst mich am Ende mit Ehren an“ (V. 24), betet er.
Asaph weiß: Auch mein Leben geht einmal zu Ende. Da geht es mir
genau wie den Menschen, die dich ablehnen und ohne dich glücklich
werden wollen. „Aber du, Gott“, so betet Asaph, „nimmst mich am
Ende meines Lebens in Ehren an. Gott, das lässt mich zuversichtlich
dem Lebensende entgegengehen. Was für eine Aussicht, von dir einen
Ehrenempfang bereitet zu bekommen. Mein Gott, womit hab ich das
verdient, von dir mit Ehren empfangen zu werden, wo ich doch sagen
muss, dass allein dir die Ehre gehört. Danke, dass du mich hältst.“
h) Schließlich sagt Asaph: Ich finde mein Glück in Gott, der mich
tröstet. „Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachten, so bist du
doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.“ (V. 26)
Asaph hat so eine Situation des Verschmachtens gerade erlebt. Er
weiß, wovon er spricht. Doch er hat erfahren, wie Gottes Nähe ihm
Trost schenkt. Und das ist bei Gott gar nicht anders als bei uns
Menschen. Wenn wir traurig sind, tröstet uns die Nähe eines
vertrauten, lieben Menschen, der zuhört, der da ist, der uns beisteht.
Und wenn das schon bei uns Menschen so ist, wie viel großartiger ist
das, wenn wir mit Gott zusammen sein können. Denn er kann uns
näher kommen als jeder Mensch. Gott nahe zu sein ist mein Glück.
3. Wo und wie ich Gott nahe sein kann
a) Im Gottesdienst und im Abendmahl bin ich Gott nah. Asaph erlebt
die Nähe Gottes im Tempel. Hier ist Gott gegenwärtig. Das hat er
versprochen. Wenn wir die Nähe Gottes finden wollen, müssen wir
ihn dort suchen, wo er sich finden lassen will: im Gottesdienst. Im
Hören auf sein Wort. Im Gespräch mit ihm. In ganz besonderer Weise
schenkt uns Gott seine Nähe im heiligen Abendmahl. Ich kann in den
Gottesdienst und zum Abendmahl gehen. Das ist mein Glück.
b) Im Vertrauen auf Jesus bin ich Gott nah. Jesus hat Gottes
Herrschaft auf die Erde gebracht. Er hat beseitigt, was mich von Gott
entfernt hat: die Sünde. Durch ihn, im Vertrauen auf das gültige und
wirksame Opfer, bin ich Gott nah. Alle seine Zusagen schenkt er mir.
Das ist mein Glück.
c) Durch Jesus - in seinem Namen - kann ich beten. Manchmal fühle
ich mich ausgelaugt und träge, oder wie ein ausgetrockneter
Schwamm, einfach ohne Leben. Wenn ich bete, manchmal auch mit
anderen zusammen, dann kehren Gottes Kraft und seine Gegenwart
wieder ein. Warum rede ich so viel mit allen möglichen Leuten, aber
so wenig mit Gott? Ich kann beten, das ist mein Glück.
d) Sein Wille für mein Leben ist gut! Seine Wege sind vollkommen.
Wenn ich die gehe und wenn ich tue, was er mir klar gemacht hat,
dann bin ich ihm nah. Zwar lebe ich genauso von der Vergebung wie
immer, aber ich erfahre: Es ist mein Glück, seinem Willen gehorsam
zu sein.
e) Was hat Gott mir alles geschenkt! Und er hat mich ganz individuell
ausgestattet mit Gaben. Wenn ich die praktiziere, dann bin ich Gott
nah. Wenn ich mich am Glück anderer orientiere, dann werde ich
meiner Berufung nicht gerecht. Ich will dann in den Kleidern von
anderen herumstolzieren und wundere mich, dass sie mir nicht passen.
Dagegen heißt es in einem alten Sprichwort: Wer sich über des andern
Glück freut, dem blüht sein eigenes. Gönnen Sie anderen die Gott
gegebenen Gaben. Und: Danken Sie Gott für die Gaben, die er Ihnen
gegeben hat. Die Gaben zu leben und das wegzulassen, was nicht zu
mir passt, das ist Glück.
f) Und dann gibt es viele individuelle Wege, wie Menschen Gottes
Nähe erleben. Die einen singen, die anderen forschen, wieder andere
arbeiten praktisch. Die einen suchen Gemeinschaft, andere suchen die
Einsamkeit oder die Schöpfung auf. Die Vielfalt ist groß, weil wir alle
sehr unterschiedlich sind - zum Glück!
Zum Schluss: Herr Asaph sucht und findet das Glück. Wie bei Asaph,
so kann die Nähe Gottes auch bei uns eine erstaunliche Verwandlung
bewirken. Wir entdecken, dass wir nicht allein sind mit unseren
Fragen und unserer Verzweiflung. Er schenkt uns, soviel wir
brauchen. Das ist unser Glück. Dieses Glück der Fülle umfasst auch
alles andere Glück. Das geht von innen nach außen. Wir werden
dankbar für die Glücksmomente, die wir genießen dürfen. Das Glück,
das uns zufällt, nehmen wir aus Gottes Hand. Auch die vielen
Momente, in denen wir uns wohlfühlen, wollen wir wahrnehmen und
bewusst genießen. Wie gut Gott zu uns ist!
Dieses Glück können wir nicht messen. Aber erleben können wir es.
Und die Auswirkungen können wir erfahren. Gott nahe zu sein ist
mein Glück. Ich wünsche Ihnen diese kraftvolle Erfahrung und ich
wünsche Ihnen viele kraftvolle Auswirkungen davon im neuen Jahr.
Amen.
Liturgie
1. Vorspiel
2. Lied: 58,1-2+7-9
3. Begrüßung und Votum
Es sind nur noch wenige Stunden, dann werden wir über die Schwelle
des neuen Jahres treten. Wir schauen zurück auf das Alte. Was war
gewesen im Jahr 2013? Was nehmen wir mit, und was lassen wir gern
zurück? Und wir schauen nach vorne, ins Neue, Unbekannte. Was
wird kommen? Wir wissen es nicht. Was immer kommen mag, Gott
geht mit. In seinem Namen feiern wir diesen Gottesdienst. Im Namen
Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
4. EG 733: Psalm 73 im Wechsel
Danach: Kommt lasst uns ihn anbeten!
5. Gebet: Herr Gott, lieber himmlischer Vater,
wir suchen nach einem glücklichen Leben.
Du schenkst uns Glück. Hilf, dass wir es entdecken.
Das bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.
6. Lesung: Mat.5,1-12 (Hoffnung für alle, weil Selig hier mit
"Glücklich" übersetzt ist)
1 Als Jesus die Menschenmenge sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte
sich, und seine Jünger traten zu ihm. 2 Da begann er, sie zu
unterweisen: 3 "Glücklich sind, die erkennen, wie arm sie vor Gott
sind, denn ihnen gehört die neue Welt Gottes. 4 Glücklich sind die
Trauernden, denn sie werden Trost finden. 5 Glücklich sind die
Friedfertigen, denn sie werden die ganze Erde besitzen. 6 Glücklich
sind, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen satt
werden. 7 Glücklich sind die Barmherzigen, denn sie werden
Barmherzigkeit erfahren. 8 Glücklich sind, die ein reines Herz haben,
denn sie werden Gott sehen. 9 Glücklich sind, die Frieden stiften,
denn Gott wird sie seine Kinder nennen. 10 Glücklich sind, die
verfolgt werden, weil sie nach Gottes Willen leben. Denn ihnen gehört
Gottes neue Welt. 11 Glücklich könnt ihr sein, wenn ihr verachtet,
verfolgt und verleumdet werdet, weil ihr mir nachfolgt. 12 Ja, freut
euch und jubelt, denn im Himmel werdet ihr dafür reich belohnt
werden! Genauso haben sie die Propheten früher auch verfolgt."
7. Glaubensbekenntnis
8. Lied Schwarze Mappe Nr.29: Ich kann nicht schweigen
9. Predigt
10. Lied: 61,1-2+4
11. Jahresrückblick und Fürbitte
a) Jahresrückblick: Liebe Gemeinde, wenn wir über die Schwelle des
neuen Jahres gehen, dann ist es gut, innezuhalten. Es ist gut, die
eigenen Gedanken zu ordnen. Es ist gut, sich Rechenschaft zu geben.
Rechenschaft über das, was gewesen ist.
Was ist gelungen in diesem Jahr 2013?
Wo haben sich Hoffnungen zerschlagen?
Welche Ängste haben sich bewahrheitet und welche haben sich im
hellen Licht aufgelöst wie der Morgennebel?
Was habe ich versäumt, an mir und an meinem Nächsten?
Was ist gewesen im Jahr 2013?
Für viele Menschen in unserer Gemeinde gab es in Allendorf und
Haigerseelbach im Jahr 2013 einschneidende Ereignisse. Für jeden
Einzelnen und auch für unsere Gemeinde trifft es zu:
Manches ist uns sehr gut gelungen.
Manches überhaupt nicht, manches nur durchschnittlich.
Wir haben Menschen eingeladen, dazu gewonnen, zu anderen den
Kontakt verloren.
Wir stellen das Jahr 2013 mit allem, was gewesen ist, unter Gottes
helfendes Wort: »Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und
von großer Güte.«
b) Fürbitte und Vaterunser
Unser Leben läuft nicht immer gradlinig. Wir haben Sorge um das,
was vor uns liegt, vor der Ungewissheit der Zukunft. Gilt noch, was
uns gestern Halt und Zuversicht gegeben hat?
Wir sehen auf die persönlichen Ereignisse des vergangenen Jahres. Da
war so viel Gutes, was uns geschenkt wurde, so manches, wofür wir
zutiefst dankbar sein können. Dafür wollen wir dir jetzt in der Stille
danken. (Stille)
Wir sehen auf die dunklen Seiten unseres Lebens. Wir haben Fehler
gemacht, haben versagt. Wir haben mit unseren Gedanken, Worten
und Verhaltensweisen anderer Liebe vorenthalten. Aber wir haben
auch erleben müssen, dass andere uns wehgetan haben. Was wurde
uns genommen, was hat unser persönliches Leben beschwert. Manche
und Manches ist uns verloren gegangen und untergegangen. Wir
wollen dir in der Stille sagen, was uns Not macht und belastet. Wir
bitten dich um Vergebung und Heilung unserer Wunden. (Stille)
Wir brauchen für das vor uns liegende Jahr deine Gegenwart und
Führung. Was das neue Jahr, was die Zukunft bringt,
wissen wir nicht. Doch da du uns bis hierher gebracht hast, vertrauen
wir darauf, dass du auch mit uns in die neue Zeit ziehst.
Darum können wir getrost und zuversichtlich nach vorn blicken und
dir unsere Wege befehlen. Was wir erhoffen und was wir befürchten,
sagen wir dir in der Stille (Stille)
Aber wir sind nicht allein auf dieser Welt. Wir bitten dich für alle
Menschen, mit denen wir zusammen leben in unseren Familien,
Nachbarschaften, Schulen und Berufen um die Erfahrung, dass du
Grenzen zu Chancen machst. Wir gedenken all derer, deren Not wir
kennen und vor Augen haben, aber zu denen wir aber nicht persönlich
gelangen können. Möge das, was wir tun in Worten, Gebeten und
Taten, ihnen hilfreich sein und ihnen zeigen, was die Losung des vor
uns liegenden Jahres so ausdrückt: Gott nahe zu sein ist mein Glück.
Alle unsere Hoffnungen und Ängste und die der Menschen in Nord
und Süd, in Ost und West bringen wir vor dich, indem wir gemeinsam
beten: Vaterunser…
12. Danke an Mitarbeitende
a)
Die Mitarbeitenden nach Gruppen aufrufen und am Platz
aufstehen
b)
Den Mitarbeitenden Danke sagen
Danke allen Helfern und Mitarbeitern!
Danke für Zeit, Kraft, Herz, Liebe…
Danke für Durchhalten in Durststrecken, Danke für Aushalten und
Ertragen von Stress und Diskussionen
Danke für Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit und Eigenständigkeit.
Danke, dass ihr mich und uns als Leitende Mitarbeitende in den
Vorständen ausgehalten habt. Nicht immer konnten wir so für euch da
sein, wie es gut gewesen ist, wie ihr es vielleicht gebraucht hättet.
Nicht immer sind alle eure Anregungen, Wünsche Impulse
ausreichend aufgenommen worden. Lasst nicht locker, sie uns immer
wieder zu sagen…bis wir das wirklich gut beraten und entschieden
haben.
Danke aber auch dafür, dass ihr Entscheidungen, die anders
ausgefallen sind, als ihr es euch vorgestellt habt, trotzdem mitgetragen
habt, selbst wenn diese vielleicht falsch waren.
Danke, dass viele von euch auch im neuen Jahr weiter machen wollen.
Das tut gut zu wissen….
Danke für die Bereitschaft Gott und den Menschen zu dienen.
c)
Für die Mitarbeitenden beten: EG 251,1+6-7 Herz und Herz
als Gebet lesen
d)
Ein Dankeschön zum Mitnehmen für die Mitarbeitenden gibt
es am Ausgang….ich bitte die Gruppen, für jeweils ihre heute nicht
anwesenden Mitarbeitenden die Kleinigkeiten auch mitzunehmen…
13. Ansagen
14. Lied: EG 58,12-15
15. Segen
16. Nachspiel
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