Donnerstag, 22. Mai 2014

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Pressedienst
Donnerstag, 22. Mai 2014
Der Pressedienst von Special Olympics Düsseldorf 2014 mit aktuellen Informationen,
Hintergrundberichten und Reportagen von den Spielen für Menschen mit geistiger
Behinderung in Düsseldorf.
Unter http://specialolympics.de/medien/ steht der Pressedienst auch als Download
zur Verfügung.
Vorschau auf den heutigen Tag
ab 08:30
Finalwettbewerbe und Siegerehrungen in den Sportarten
10:00
Pressegespräch mit Michael Stäbler, Nationaler Koordinator
Beachvolleyball, und Taner Erkilic, Unified-Basketballer
Ort: Pressezentrum
10:00 – 19:00
Wettbewerbsfreies Angebot (WBFA)
Ort: Olympic Town
10:00 – 19:00
Gesundheitsprogramm Healthy Athletes ®
Ort: Olympic Town, Rather Waldstadion, Schwimmhalle
Wuppertal (jeweils nur bis 17:00)
10:30 – 18:00
Bühnenprogramm in Olympic Town
17:00 – 19:00
Unified Thementreff im Gästezelt
Ort: Arena Sportpark, Stockumer Höfe, 40474, Düsseldorf
Ab 18:30 Uhr
Empfang des NRW-Sozialministers Guntram Schneider für
Ehrenamtliche
Ort: Villa Horion, Johannes-Rau-Platz, 40213 Düsseldorf
Das Interview
Britta Steffen wird Sportbotschafterin von Special Olympics Deutschland
Die zweimalige Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen wird Sportbotschafterin von
Special Olympics Deutschland. Dies verkündete sie am heutigen Mittwoch bei ihrem
Special Olympics Deutschland e.V. • Universitätsstraße 1 • 40225 Düsseldorf • Tel.: +49 (0)211 / 311984-0 • Fax: +49 (0)211 / 311984-19
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Besuch der Nationalen Sommerspiele für Menschen mit geistiger Behinderung, den Special
Olympics Düsseldorf 2014.
Die Schülerredakteure der Mühlezeitung haben die frischgebackene SOD-Sportbotschafterin
Britta Steffen getroffen.
Patric: “Warum sind Sie hier? Was machen Sie bei Special Olympics?
“Vor ein paar Jahren hat man mich gefragt, ob ich nicht bei einem Unified-Lauf in Berlin
mitmachen möchte. Das habe ich getan und es hat mir total viel Spaß gemacht. Anschließend
bin ich auch beim Fackellauf für Special Olympics mitgelaufen und wurde gefragt, ob ich
nicht auch Botschafterin werden will. Da habe ich natürlich nicht ‚nein‘ gesagt!“
Patric: “Wie gefällt es Ihnen hier?“
“Toll. Zuerst war ich bei den Schwimmwettkämpfen. Viele Athleten haben mich erkannt und
spontan umarmt. Andere haben gefragt ‚Wer bist du?‘ oder ‚Guckst du zu, wenn ich nachher
schwimme?‘ Im Gesundheitszelt fand ich toll, dass sich da jeder durchchecken lassen kann.“
Chris: “Schauen Sie nur Schwimmen oder auch andere Sportarten an?“
“Natürlich ist mein Schwerpunkt das Schwimmen, weil ich da herkomme, aber durch meinen
Rundgang hier habe ich die anderen Sportarten auch mitbekommen.“
Chris: “Warum haben Sie im September 2013 ihre Karriere beendet?“
“Ich bin jetzt dreißig Jahre alt und habe in meinem Sport alles erreicht. Es gibt keinen Titel,
den ich nicht gewonnen habe. Ich hatte einfach das Gefühl: Es ist jetzt genug. Ich habe jeden
Tag mindestens fünf Stunden trainiert und am Ende wurden die Regenerationsphasen
immer länger. Mein Rhythmus war Training, Frühstück, Training Abendbrot, Schlafen und am
nächsten Tag alles wieder von vorne.“
Chris: “Sie waren sehr erfolgreich. Auf welche Leistung sind Sie ganz besonders stolz?“
“Weltrekord geschwommen zu sein! Das Gefühl, die schnellste Frau der Welt zu sein, ist
schon saucool. Es kann aber leider sein, dass meine beiden Rekorde (Anm. der Redaktion:
50m und 100m Freistil) in diesem Sommer fallen.“
Chris: “Ist es Ihnen ohne Schwimmen jetzt langweilig?“
„Nee, ich habe doch jetzt ganz viele Hobbys! Ich koche sehr gerne und treffe mich mit
Freunden. Und ich habe angefangen, ganz viel zu lesen, weil ich endlich dafür Zeit habe. 18
Jahre Leistungssport und jeden Tag das gleiche machen zu müssen – das reicht einfach
irgendwann!“
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Patric: “Das Special-Olympics-Motto heißt ‚Gemeinsam stark‘. Hat das auch für Sie eine
besondere Bedeutung?“
„Nein, ich kannte das leider immer etwas anders. Der Zusammenhalt und die Wertschätzung
bei Special Olympics, das sind Dinge, die ich mir im Schwimmleistungssport auch gewünscht
hätte. Wenn man früher Zweiter geworden ist, hat man sich gesagt: ‚Mist, schon wieder nicht
gewonnen‘. Da hat man sich gegenseitig kaum etwas gegönnt. Bei Special Olympics haben
die Leute einen ganz anderen Zusammenhalt!“
Patric: “Wir sind Schülerredakteure, deshalb interessiert uns natürlich: Waren Sie eine gute
Schülerin?“
„Bis zur 7. Klasse hatte ich lauter Einser. Dann habe ich angefangen zu trainieren und war oft
zu müde zum Lernen. Dann war da auch mal eine Zwei, eine Drei oder manchmal auch eine
Vier dabei. Am Ende hatte ich aber einen ordentlichen Zwei-Komma-Schnitt.“
Patric: “Freuen Sie sich auf die Fußball-WM? Oder freuen Sie sich mehr auf die Schwimm-EM?“
„Fußball als Massenanziehungspunkt begeistert mich schon. Positive Sachen, wie Public
Viewing in den Kneipen von Berlin, wo man zusammen Fußball schaut und sich zusammen
über die Spiele freut, gefallen mir sehr. Die negativen Sachen mag ich aber nicht so gerne.
Die Aggressionen, die manchmal reinkommen, gehören nicht in den Sport. Das ist beim
Schwimmen etwas besser und natürlich wird die Europameisterschaft in meiner Heimatstadt
Berlin etwas ganz besonderes!“
Chris: “Ist es völlig ausgeschlossen, dass Sie irgendwann ein Comeback geben?“
„Man soll nie ‚nie‘ sagen! Momentan vermute ich sehr stark, dass ich nicht mehr zurückkehre.
Ich will ja schließlich auch noch Mama werden. Auf der anderen Seite gab es 2008 eine
Schwimmerin, die hat mit 40 noch Silber gewonnen. Vielleicht wäre das ja für mich etwas
(lacht). Aber momentan bin ich sehr zufrieden und habe ganz andere Ziele.“
An jeder Ecke unglaublich interessante Geschichten - SOD
Schirmherrin Daniela Schadt war zu Gast
Zwei Tage nach der olympischen Fackel erreichte Daniela Schadt die Special Olympics
Düsseldorf 2014. Die SO-Schirmherrin hatte 13 Tage zuvor, mit dem Startschuss des
Fackellaufs, das Licht der Spiele auf den Weg vom Kanzleramt in den Düsseldorfer ISS Dome
entsendet. Am Morgen des zweiten Wettbewerbstages landete Sie auf dem Flughafen der
nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt, wo bereits ein Special Olympics EmpfangsKomitee und ein sportlicher Terminplan auf sie wartete.
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Begleitet vom SOD Präsidenten Gernot Mittler und Vizepräsident Dr. Bernhard Conrads,
führte der erste Programmpunkt des Tages Daniela Schadt ins Düsseldorfer Rathaus. Dort
zeigte sich erneut, welchen großen Stellenwert Special Olympics mittlerweile in der Stadt
genießt. Oberbürgermeister Dirk Elbers, der die Spiele 2011 in die Stadt holte, ließ der SODelegation die besondere Ehre zu teil werden, sich im goldenen Buch der Stadt zu
verewigen. Das Zeremoniell mündete in einem substantiellen Austausch zum Thema
Inklusion. Diese stellt für alle Beteiligten den Leitgedanken für zukünftige Bestrebungen in
der Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung dar. Schon auf der
Sportministerkonferenz vor einem Jahr betonte Schadt, „dass die Wertschätzung der Vielfalt
ein großer Schritt für mehr gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist.“
Mit leichter Verspätung ging es im Anschluss Richtung Arena-Sportpark zum Pressegespräch.
Gemeinsam mit Gernot Mittler, DOSB Präsident Alfons Hörmann, SOD- Vizepräsident Roman
Eichler und Athletensprecher Sebastian Kröger, der bei den Spielen Schadts Heimatland
Schleswig-Holstein repräsentiert, stand die Schirmherrin der Presse sowie Moderatorin
Brigitte Lehnert Rede und Antwort. Auch hier kam man schnell auf das Thema Inklusion und
das Unified-Sport Programm von Special Olympics zu sprechen. Daniela Schadt verwies
erneut auf den spannenden Gedanken der hinter dem gemeinsamen Sporttreiben zwischen
Menschen mit- und ohne Behinderung steckt. „ Als gelernte Journalisten sehe ich an jeder
Ecke unglaublich interessante Geschichten, über die ich gerne berichten würde“, so Schadt.
Unter anderem würde sie die Perspektive der Sportvereine in Bezug auf Unified-Sport
interessieren. Die SOD-Schirmherrin zeigte sich im Pressezelt in bester Laune. Sie war offen
und redselig, man konnte ihr aber anmerken, dass mit fortschreitender Zeit der Wunsch
zunahm, sich das sportliche Treiben der Athletinnen und Athleten anzuschauen.
Bei einer ausgiebigen Erkundungstour über die Sportstätten rund um Olympic Town, konnte
Schadt ihre volle Aufmerksamkeit den Sportlerinnen und Sportlern widmen. Vom UnifiedBeachvolleyball ging es mit der Teilnehmermedaille um den Hals, die man ihr für ihre
fachkundige Co-Moderation verlieh, direkt in die benachbarte Tischtennishalle, wo sie sich
von Oliver Burbach über den Stand der Dinge im Doppelwettbewerb in Kenntnis setzen ließ.
Der weitere Weg führte zum Tennis, wo Schadt spontan der Siegerehrung beiwohnte und
mit den Athleten schwungvoll die Hymne „Ich gewinn!“ anstimmte.
Als letzte Aufgabe gab die Schirmherrin den Startschuss zu den 5km und 10km
Langstreckenläufen.
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Sportart des Tages
Leichtathletik - Favoritensieg über 10.000 Meter
Christian Weißenberger ist ziemlich aus der Puste. Um 18:51 kommt die Startnummer 600
unter tosendem Beifall auf die Zielgerade. Mit einer Zeit von 37:47 Minuten erreicht der 42Jährige aus der Diakonie Pfingstweid am Bodensee nach zehn Kilometern als Erster das Ziel
vor der ESPRIT-Arena in Düsseldorf. Unter den elf Startenden über die längste Laufdistanz
bei den Special Olympics sind auch zwei Frauen. Eine von ihnen ist Svenja Schwarz, die nicht
ganz mit sich und ihrer Zeit von 50:46 Minuten zufrieden ist: „Eigentlich war das Ziel unter 50
Minuten. Ich glaube ich hätte auch noch sprinten können, aber am Ende war ich einfach zu
kaputt.“
Christian Weißenberger hat bei den Nationalen Spielen vor zwei Jahren in München bereits
gewonnen und ging deshalb als Favorit in das diesjährige Rennen. Seine persönliche
Bestleistung liegt bei knapp 35:30 Minuten. Zu seinen Kontrahenten hatte er dieses Jahr
eine ganz klare Einstellung: „Man ist immer ein bisschen nervös. Die Großen und die Langen
sind gefährlich, die Molligen sind eher harmlos.“ Weißenberger konnte auch diesmal wieder
alle anderen hinter sich lassen. Über drei Minuten betrug sein Vorsprung am Ende auf den
Zweitplatzierten. Der Ausnahmeläufer verfolgt dabei ein ganz besonderes Trainingsprinzip:
„Vor den Wettbewerben habe ich immer weniger gemacht, zum Schonen. Dann gehe ich
eher Rad fahren oder spazieren.“
Egal ob groß, lang oder mollig, im Ziel wurden alle Läufer mit Laola-Welle und
Sambatrommeln empfangen. Dazu wurde der Name jedes Einlaufenden einzeln aufgerufen
und die Zuschauer begleiteten die Läuferinnen und Läufer auf den letzten Metern mit Jubel
und Klatschen. Christian Weißenberger wird auch nächstes Mal wieder dabei sein, wenn es
heißt: „Auf die Plätze, fertig, los!“
Zitate des Tages
„Hier sind alle Facetten des Sports vereint, und diese Mischung aus Leistungswillen und Freude
mitzuerleben, das ist einfach sehr schön.“
Daniela Schadt, Schirmherrin Special Olympics Deutschland
„Das Leuchten in den Augen der Athletinnen und Athleten hat mich sehr bewegt. Es ist eine sehr
offene und ehrliche Kommunikation. Hier ist noch eine ganz andere Begeisterung zu spüren, das
ist etwas sehr Besonderes bei Special Olympics!“
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„Als Special Olympics Botschafterin will ich auf jeden Fall die Nähe zu den Athletinnen und
Athleten beibehalten.“
Britta Steffen, Sportbotschafterin Special Olympics Deutschland
„Special Olympics ist eine tolle Gelegenheit, Vorurteile abzubauen.“
Gaby Jordan, 53 Jahre, Duisburg, zur Zeit Gast in Düsseldorf
„Ich habe beim Lauf viele neue Bekanntschaften mit Düsseldorfern geschlossen. Es war ein richtig
schönes gemeinsames Lauferlebnis. Die Läufer haben auch ein ordentliches Tempo vorgelegt. Da
wollte ich natürlich mithalten. Es war wirklich super!“
Wolfram Kons, Moderator und Läufer beim Lift Unified Spendenlauf
„Ich finde, dieser Spendenlauf ist eine tolle Sache. Über den Sport kann man Menschen
zusammenbringen, egal ob mit oder ohne Behinderung. Für alle Menschen sind Sport und
Bewegung wichtig und es ist gut, dass diese Läuferinnen und Läufer als Vorbilder für die Freude
am gemeinsamen Sport vorausgehen.“
Tanja Szewczenko, Ehemalige Eiskunstläuferin (gab den Startschuss beim Lift Unified
Spendenlauf)
„Special Olympics - das ist ein richtiges Familienfest – groß und bunt.“
Johanna Bolz, 42 Jahre, Düsseldorfer, Besucherin
Ich helfe, weil …
Die „Mühlezeitung“ ist die Schülerzeitung der Heimsonderschule Haslachmühle. Dort lernen
hör- und sprachbehinderte und zugleich geistig behinderte Kinder und Jugendliche. Die
Schülerredakteure Chris und Patric berichten über die Wettkämpfe in Düsseldorf. Heute
haben sie einige der vielen Helfer der Veranstaltung gefragt, warum sie sich freiwillig
engagieren.
„Ich helfe, weil …
… es mir einfach richtig Spaß macht!“
Petra, Podologin am Stand „Fit for
Feet“
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… ich schon vor 10 Jahren das erste Mal mit den Special Olympics in Berührung gekommen bin
und es mich nie mehr losgelassen hat.“
Stefanie, Organisation/WBFA-Helferin am Stand „Ein blinder Barkeeper“
… das Teil unserer Ausbildung zum Heilerziehungspfleger ist. Auch wenn wir nicht immer ganz
ernst genommen werden, macht es trotzdem sehr viel Spaß.“
Louisa & Julian, Healthy Athletes ®, Helfen verkleidet als Gemüse
… ich von meiner Arbeit bei Invacare weiß, dass es Leute gibt, die nicht so gut zu Fuß sind. Die
sollen trotzdem die Special Olympics voll genießen können.“
Caner, Helfer bei der Scooter-Vermietung
… wir lernen möchten. Wir studieren in Holland, um Lehrer zu werden und möchten Erfahrungen
im Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung sammeln.“
Ruth, Valasia & Jolien, Helferinnen „für alles“
… ich Special Olympics vor kurzem im Fernsehen gesehen habe und gedacht habe: Dort muss ich
helfen!“
Britta, Helferin beim Catering
… ich die Menschen der Special Olympics kennen lernen möchte und Spaß haben will.“
Katharina, „Kopierfee“ im Pressezentrum
Inklusion durch Sport - Special Olympics Unified Sports®
Kämpfen bis zum Schluss – Unified Basketball
Eine der teilnehmerreichsten Sportarten bei Special Olympics ist auch in diesem Jahr
wieder Basketball. Damit diese Sportart von Menschen mit und ohne Behinderung
gemeinsam ausgeübt werden kann, wird Basketball neben der traditionellen
Spielweise auch in fünfköpfigen Unified Teams gespielt. Eine der insgesamt elf in
Düsseldorf gegeneinander antretenden Gruppen ist die Mannschaft Rastatt Unified.
Andreas Steudel ist aufgeregt. Schnell dribbelt er den Basketball unter dem Korb hin
und her, dreht sich schwungvoll um und versenkt den Ball im Korb. Als er einige seiner
Mannschaftkameraden erblickt, stoppt er und pausiert kurz: „Ich trainiere für das
nächste Spiel. Das ist gegen Stuttgart!“ Der 14-Jährige Rastatter ist Mitglied in einem
Unified Team. In diesem trainieren Menschen mit und ohne geistige Behinderung
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miteinander und treten bei den Special Olympics an. Ein Team besteht aus jeweils
drei Athletinnen oder Athleten. Sie treten zusammen mit zwei Partnern, Menschen
ohne Behinderung, gegen das gegnerische Team an.
Andreas‘ Mannschaft geht für die Pestalozzi Schule Hügelsheim an den Start und
besteht aus acht Jungen und vier Mädchen im Alter von 13 bis 18 Jahren: „Wir hatten
heute schon mehrere Spiele. Eben haben wir Unentschieden gegen Meldorf gespielt“,
erzählen Andreas Mannschaftskameraden Rudi Stein (14 Jahre) und Nicole Cholewa
(17 Jahre). Obwohl sie nicht gewonnen und auch ein paar andere Spiele zuvor
verloren haben, sind sie stolz auf ihre Leistung. „Unsere Stimmung ist gut! Und die
Special Olympics und Düsseldorf sind toll!“ Die Jungen und Mädchen hoffen
trotzdem auf eine Medaille und freuen sich einfach, dabei zu sein: „Es macht echt
Spaß mit den ganzen Leuten Basketball zu spielen als Team. Es ist gut, auch wegen
der vielen Spieler und der starken Konkurrenz.“
Letztere, bestätigt Coach Felix Müller, setze seinen Athleten aufgrund der
körperlichen Überlegenheit manchmal ziemlich zu. Umso stolzer ist er, dass sie sich
ihre Motivation nicht nehmen lassen und zusammenhalten: „Ich finde wir haben eine
Top-Leistung gebracht! Eine Medaille zu gewinnen wird für uns zwar ziemlich schwer,
aber wir versuchen es. Das letzte Spiel war ja auch sehr knapp und spannend.“ Am
wichtigsten sei es sowieso, ermuntert er seine Schützlinge, immer dranzubleiben,
sich nie aufzugeben und zu kämpfen bis zum Schluss!
Gemeinsam Spaß auf vier Rollen: Erster Unified-Lauf beim Roller Skating
Viel vorgenommen hatten sich die Athleten beim Roller Skating am Mittwoch, an dem der
Großteil der Wettbewerbe ausgetragen wurden: Die Klassifizierungsrunden für den 1000
Meter Einzellauf, sowie die Staffelrennen über 2 x 100 m, 1x 200 m, und 4x100 m. Auch die
ersten Finalrennen der Einzelwettbewerbe über 100 m und 500 m wurden ausgetragen. Die
Wettbewerbe finden im Eisstadion an der Brehmstraße in Düsseldorf statt. Insgesamt sind
68 Teilnehmer angemeldet.
Die Roller Skating-Fläche des Eisstadions hat einen Umfang von ungefähr 100 m. Gemäß der
Regeln der FIRS, der Federation International de Roller Skating, starten nicht mehr als sechs
Läufer gleichzeitig. Die Athleten stellen sich zu Beginn des Rennes in die für sie reservierte
Bahn auf, im Verlauf des Rennens ist es ihnen erlaubt, die Bahnen der anderen zu kreuzen.
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Besonders wichtig ist, dass die Athleten die komplette Schutzkleidung tragen, also einen
Helm, Knie-und Ellenbogenschoner sowie Handschuhe.
Unter den Sportlern ist auch der 21-jährige Christian Pohler aus Düsseldorf, Mitglied bei
„Sport macht Spaß“, dem Sportverein der Lebenshilfe. Er ist bereits seit zehn Jahren dabei
und hat bei der Eröffnungsfeier der Special Olympics Düsseldorf 2014 die besondere
Aufgabe erhalten, den Eid zu sprechen. „Es war schön und ich hatte Spaß dabei, den Eid zu
sprechen, weil ich das zum ersten Mal machen durfte“ erinnert er sich freudig zurück.
Für Pohler gab es nach der Eröffnungsfeier noch eine weitere Premiere. Gemeinsam mit
seinem Trainer Peter Frank und mehreren anderen Teams durfte er die ersten UnifiedStaffelläufe einläuten. Zum ersten Mal können auch Teams, bestehend aus SOD-Athleten,
im Staffellauf der Disziplin Roller Skating antreten. Es handelt sich diesmal um eine
Demonstrationsdisziplin. Beim den nächsten Spielen wird es Unified Roller Skating auch als
regulären Wettbewerb geben, dann aber sind Trainer nicht mehr als Unified-Partner
zugelassen. Für die nächsten Nationalen Spiele muss sich Pohler also einen neuen Partner
suchen. Ideen für seinen zukünftigen Mitfahrer hat der Roller Skater bereits: „Meine
Schwester, oder meine Mutter, vielleicht auch meinen Vater: der ist aber ein bisschen
langsamer als ich, den muss ich noch trainieren.“
Neben den Unified-Staffelwettbewerben ist Pohler auch für die Einzelläufe der 300m und
500m angemeldet. Seit einem halben Jahr trainiert er dafür mit seinem Trainer, der, wenn er
nicht als Pohlers Privattrainer und Staffelpartner fungiert, die Düsseldorfer Speedskater
betreut. Mit ihnen ist er in diesem Jahr zum ersten Mal bei SOD dabei. „Vor letztem
Dezember bin ich mit Menschen mit geistiger Behinderung überhaupt nicht in Berührung
gekommen, ich hatte regelrecht Berührungsängste. Aber das ist überhaupt nicht notwendig.
Ich habe hier richtig viel Spaß an den Wettbewerben, mit allen Teilnehmern.“
Mehr als Sport
Zwischenbilanz Healthy Athletes ®
Das Gesundheitsprogramm Healthy Athletes ®ist ein wichtiger Teil von Special Olympics
Deutschland. Das Ziel ist es, bei den Sportlern das Verständnis und das Interesse an
medizinischer Behandlung und gesunder Lebensweise anzuregen.
Dies funktioniert bei SOD 2014 prima. Nach den ersten beiden Tagen weist die Statistik aus,
dass bislang 1.530 Gesundheitsscreenings durchgeführt wurden. In der Folge wurden vor Ort
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17 Hörgerätgutscheine ausgestellt. Weiter wurde bei 120 SO-Athleten erstmals eine Sehhilfe
nötig oder erfordert die Veränderung der Sehstärke einen Gläseraustausch.
Das Programm Healthy Athletes ®, in dem in sechs Disziplinen medizinische Screenings von
Sportlern mit geistigen Behinderungen durchgeführt werden, läuft in Deutschland seit
mittlerweile zehn Jahren. Das Ergebnis der über 20.000 Screenings ist eindeutig: Es besteht
Handlungsbedarf bezüglich des gesundheitlichen Zustandes von Menschen mit geistiger
Behinderung.
Wenn auf Worte Taten folgen – Der Deutsche Tischtennis Bund (DTTB) und SOD
unterschreiben Kooperationsvertrag
In dem Meer von Tischtennisplatten bei den Special Olympics Düsseldorf 2014 wird genau
eine nicht bespielt. Und dennoch steht genau diese Platte heute im Mittelpunkt des
Geschehens, da an ihr eine Weiche für die Zukunft von Special Olympics gestellt wird.
Thomas Weikert, der Präsident des DTTB, und Gernot Mittler, Präsident von SOD, haben an
dieser Platte einen Kooperationsvertrag unterschrieben, mit dem eine enge
Zusammenarbeit zwischen den beiden Sportorganisationen erreicht werden soll. „Wir stellen
uns vor, in Zukunft gemeinsame Sportveranstaltungen zu organisieren, die Medienarbeit
aufeinander abzustimmen und auch gemeinsame Bildungsaufgaben wahrzunehmen“, erklärt
Thomas Weikert einige gemeinsame Arbeitsfelder. Und weiter sagt er: „Wir möchten
Schulungen für unsere Tischtennistrainer anbieten, sodass sie auch für die Arbeit mit
Sportlerinnen und Sportlern mit geistiger Behinderung vorbereitet sind.“
Für Special Olympics Deutschland ergeben sich aus der Kooperation gute Perspektiven, den
Gedanken der Inklusion in den kommenden Jahren weiter zu entwickeln. „Menschen mit
geistiger Behinderung über den Sport zu einer gleichberechtigten Teilhabe an unserer
Gesellschaft zu verhelfen, zählt zu den Kernaufgaben unserer Arbeit. Wir wollen unseren
Athletinnen und Athleten den Zugang zum organisierten Sport erleichtern und es freut uns
sehr, dass der DTTB uns auf diesem Weg begleiten wird“, begrüßt Gernot Mittler die
Vereinbarung.
Schon am Ende der symbolischen Vertragsunterzeichnung zeigte sich der Wert dieses Aktes als aus den Worten erste Taten folgten. Auf die spontane Herausforderung des SODAthleten Anton Chehade legte Weikert wie selbstverständlich sein Sakko ab und griff zum
Schläger. Der gemeinsame Sport trieb die beiden Sportler zu Höchstleistungen. Nach langen
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Ballwechseln, die Weikert öfters bis weit hinter die Platte drängten, konnte Chehade in
einem wahrlich hochklassigen Match den entscheidenden Punkt zum 11:10 für sich
verbuchen. Danach reichten sich er und sein Kontrahent fair die Hände.
Unified Beachvolleyball vor den Augen der Schirmherrin
Am zweiten Wettkampftag von SOD 2014 fand eine ganz besondere Veranstaltung im Arena
Sportpark in Düsseldorf. Schirmherrin Daniela Schadt, DOSB-Präsident Alfons Hörmann
sowie Special Olympics Vizepräsidentin Brigitte Lehnert, sahen bei bestem Wetter ein ganz
spezielles Event – ein Unified-Beachvolleyballspiel, bei dem Journalisten und Volleyballer
aus Wilhemsdorf in gemischten Teams gegeneinander antraten.
Unified Sports ist ein Konzept, bei dem Menschen mit und ohne geistige Behinderung in
einer Mannschaft trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen. Die Spieler aus Wilhelmsdorf
werden trainiert von Michael Stäbler, Nationaler Koordinator für Unified Volleyball. Einmal
pro Woche und in der Wettkampfphase auch schon mal häufiger, trainieren seine Spieler
zusammen mit den nicht behinderten Partnern.
Nachdem das Spiel durch Frau Schadt, selbst ehemalige Volleyball-Spielerin, eröffnet worden
war, entwickelte sich schnell ein munteres Spiel, das durch die humorvolle Moderation von
Sky-Moderator Ulli Potofski abgerundet wurde. Dieser nahm nicht selten seine spielenden
Kollegen vom „gebührenfinanzierten Fernsehen“ mit einem flapsigen Spruch aufs Korn und
erheiterte so die ohnehin gute Stimmung rund um das Spielfeld. Obwohl das Ergebnis
zweitrangig war und im Vordergrund eindeutig der gemeinsame Spaß am Spiel, die
Kommunikation der Teilnehmer untereinander und das Erleben eines inklusiven
Sporttreibens standen, bekamen die Zuschauer dennoch einige schöne Ballwechsel zu sehen.
Teilnehmer Jan Möller, Reporter und Redakteur beim WDR, zeigte begeistert von der
Veranstaltung. Er war froh, dass ihm von den Athleten „so nett die Regeln erklärt wurden
und wo ich mich im Spiel hinzustellen habe. “ Weiter konnte er nachvollziehen, dass es „für
viele Menschen ein Aha-Erlebnis sein kann, wie unkompliziert und witzig der Kontakt mit
Menschen mit geistigem Handicap sein kann“. Möller glaubt, dass gerade der Sport wie er ihn
in der Vergangenheit und auch jetzt in Düsseldorf bei den Spielen von Special Olympics
erlebt, benutzt werden kann, um Unsicherheiten abzubauen und Nähe zwischen Menschen
mit- und ohne Behinderung zu schaffen. Der Wilhelmsdorfer Dennis Kutzner (19), zeigte sich
überrascht wie gut Möller spielte. „Dafür, dass es erst sein erstes Mal war, hat er viele Punkte
gemacht, das schafft eigentlich keiner so schnell“, war er beeindruckt von seinem
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Spielpartner. Das Spiel endete schließlich mit der Medaillenübergabe, wiederum durch Frau
Schadt, ehe sich letztendlich alle Beteiligten für ein Erinnerungsfoto freudestrahlend
bereitstellten.
„Mein Ziel heißt Los Angeles!“ - Langstreckenläuferin Svenja Schwarz im
Portrait
Svenja Schwarz ist eine beeindruckende Athletin. Mit ihren 23 Jahren ist sie schon viel in der
Welt herum gekommen – die Familie lebte abwechselnd in den USA und in Belgien, Englisch
spricht sie fließend und auch der französischen Sprache ist sie mächtig. Das sportliche Ziel ist
für Svenja vor diesem Hintergrund dann auch schnell formuliert: Sie möchte unbedingt an
den Weltspielen in Los Angeles im kommenden Jahr teilnehmen. Zum Sport gekommen ist
Svenja bereits im Alter von 13 Jahren. Damals besuchte sie die siebte Klasse der
Internationalen Schule in Brüssel. Früh erkannte man dort ihr sportliches Talent und so
konnte sie schon bald wieder auf Reisen gehen – diesmal allerdings im Auftrag des Sportes.
Gemeinsam mit der Sportgruppe der internationalen Schule besuchte sie erste
Wettbewerbe in Paris und London, Mutter Sabine dabei immer an ihrer Seite. Mittlerweile
lebt Familie Schwarz wieder in Deutschland. Zu Hause in Königstein im Taunus findet Svenja
dann auch sehr gute Trainingsbedingungen vor, wie Mutter Sabine betont: „Wir wohnen
direkt am Wald - unser Hund kennt die Strecke schon und so können die beiden die
Trainingsrunde oft zusammen laufen.“ Wenn Svenja mal gerade nicht die Laufschuhe
schnürt, besucht sie ein zweijähriges Förderprogramm bei den Oberurseler Werkstätten.
Dort kann sie ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten weiterentwickeln. Aber wenn es
nach Svenja geht, ist der Traumjob bereits gefunden: Kindergärtnerin. Einen ersten Schritt in
diese Richtung wird sie in Kürze mit einem Praktikum in einem bilingualen Kindergarten
machen.
Bei den Spielen von Düsseldorf sitzt Svenja am Nachmittag vor dem 10.000m-Lauf entspannt
auf einer Bank in Olympic Town. Neben ihr sitzt Andre Scharf, der ebenfalls über die
10.000m-Distanz an den Start geht. Kennengelernt haben sich die beiden beim Düsseldorfer
Stadtlauf im vergangenen Jahr und sind seitdem befreundet. Gemeinsam mit ihrer Mutter
und Familie Scharf möchte Svenja dann vor dem Rennen nochmal die Strecke ablaufen. Denn
vor allem das fehlende Kurzzeitgedächtnis macht ihr während des Rennens häufig zu
schaffen. Ohne klare Streckenmarkierung weiß sie schlichtweg nicht, wohin sie laufen muss.
Ein weiteres Handicap ist das fehlende Gefühl für Zeit. Svenja muss sich also ganz auf die
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Hilfestellung von außen verlassen. „Wenn ich vier Leute an der Strecke postiert habe, die
Svenja anfeuern, dann läuft sie die beste Zeit“, erklärt Mutter Sabine Schwarz.
Für diesen Lauf hat sich Svenja ihre Taktik bereits überlegt: „Ich möchte am Anfang zügig
beginnen und dann versuchen, das Tempo möglichst bis zum Schluss durchzuhalten.“ Alles
im Bereich von 47 Minuten wäre da schon ein großer Erfolg. Am Ende erreicht sie diese Zeit
zwar nicht ganz, mit den 50:46 Minuten ist sie nicht ganz zufrieden. Gemeinsam mit ihrem
Freund Andre posiert sie dennoch stolz für Fotos im Zielbereich: „Ich wollte Andre noch
einholen, aber am Ende hat die Kraft einfach nicht gereicht. Die Hitze war brutal, aber es hat
trotzdem großen Spaß gemacht.“ Für baldige Abkühlung ist aber schon gesorgt: am Freitag
treffen sich die Familien Schwarz und Scharf in der Neusser Skihalle – zum gemeinsamen
Skifahren.
Der schnellste Mann
Am Mittwoch starteten um 18:00 Uhr die 10-Kilometerläufer der Special Olympics
Düsseldorf 2014. Der schnellste von ihnen kam nach 37 Minuten und 47 Sekunden ins Ziel
und heißt Christian Weißenberger. Der 42-Jährige arbeitet in der Metallwerkstatt der
Diakonie Pfingstwald in Tettnang. Er ist am Montag mit seiner Delegation nach Düsseldorf zu
den Nationalen Sommerspielen gereist.
Christian Weißenberger, Sie haben gerade die Goldmedaille im 10km-Lauf bei den Special
Olympics Düsseldorf 2014 erlaufen. Wie fühlt sich das an?
Sehr gut! Ich bin auf jeden Fall zufrieden. Ich nehme mir immer gar nicht vor zu gewinnen,
aber meistens gewinne ich dann trotzdem. Ich laufe einfach.
Gratulation, Sie haben eine Spitzenleistung erbracht mit nur 37:47 Minuten. Ist das Ihre neue
Bestzeit?
Nein, in München bei den Spielen bin ich 35:28 Minuten gelaufen. Aber heute war das Wetter
auch schwierig.
Hatten Sie noch andere Wettbewerbe?
Ja, der 1.500 Meter Vorlauf war auch heute. Den habe ich gewonnen mit 4:56:60 Minuten.
Am Freitag ist dann noch das Finale.
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Was war denn bisher Ihr persönlicher Höhepunkt bei Special Olympics?
Das war meine Teilnahme an den Weltspielen in Athen 2011. Da habe ich zweimal Bronze
geholt, im 5 und 10 Kilometerlauf.
Wie bereiten Sie sich denn auf die Wettbewerbe vor, wenn Sie so ein erfolgreicher Läufer sind?
Ich trainiere hart, vor den Wettbewerben zweimal die Woche. Und ich gehe noch spazieren
und mache Waldläufe. Da laufe ich aber nicht so schnell, um meine Beine zu schonen. Also
zwei- bis viermal pro Woche bin ich schon trainieren. Ich fahre auch noch Fahrrad.
Was wünschen Sie sich noch für die Woche hier bei den Nationalen Spielen in Düsseldorf?
Na, ich will gerne die 1.500 Meter am Freitag gewinnen. Aber ich glaube, ich schaffe nur den
zweiten Platz.
Hoch und weit fliegt der Golfball
Michelle macht einen kleinen Schritt zurück. Sie nimmt die Hände zurück und führt sie dann
zur Probe nach vorne. Sie blickt nach rechts, wieder nach unten. Zurück in ihrer
Ausgangsposition schwingt sie dann den Schläger durch und der kleine Golfball zischt durch
die Luft. „Drei Punkte“ meldet der Stationshelfer.
Beim SO-Golf werden pro Station maximal 20 Punkte vergeben. Pro Schlag können die
Golferinnen und Golfer vier Punkte sammeln. Die Stationen verlangen den Spielern die
unterschiedlichen Schlagvarianten des Golfsports ab. Nur einen Bunkerschlag gibt es nicht,
dafür den Schwung mit einem Eisen, den Chip Shot, den Pitch sowie den langen und den
kurzen Putt. Michelle Fischers liebster Schlag ist der Drive mit dem Holz, weil „da der Ball da
so hoch und weit fliegt.“
„Man kann immer einen Probeschwung machen“, weiß Fischer. Das hat die 17-jährige
Schülerin der Don-Bosco-Schule Lippstadt von ihrem Trainer daheim. Fischer spielt erst seit
einem halben Jahr Golf. Einige ihrer Mitschüler trainieren bereits seit drei Jahren. Bevor sie
beim Golf richtig eingestiegen ist, hat sie sich den Sport erst einmal im TV angeschaut.
Warum Sie sich für Golf entschieden hat? „Ich habe gehört das macht Spaß und man kann
etwas lernen.“ Immer donnerstags trainieren die elf Schüler auf dem nahegelegenen
Golfplatz, mit dem örtlichen Trainer. Die Initiative ist Teil des Programms „Abschlag Schule“,
des Deutschen Golf Verbandes DGV.
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Auf dem Weg zur nächsten Station hat Fischer ihre Golftasche über die Schulter
geschwungen. Jetzt kommt die schwierigste Aufgabe, der Pitch. Der Ball muss von Schläger
über ein Hindernis bis auf das Grün befördert werden. Was vielen Athleten schwerfällt, ist
den Ball in die Luft zu bekommen. Bei Fischer gelingt es auf Anhieb. Mit 14 Punkten holt sie
hier sogar mehr Punkte als an ihrer Lieblingsstation. Beim Putten versenkt sie gleich den
ersten Ball mit dem unüberhörbaren „Plopp“ ins Loch.
Nach der letzten von insgesamt sechs Stationen hat Fischer 51 Punkte geholt. Sie klatscht die
beiden anderen Athleten in ihrer Leistungsgruppe und die Betreuer ab. Sie ist glücklich. Das
Ergebnis ist besser als am Vortag, als sie etliche Punkte weniger sammeln konnte. Die Hürde
von 60 Punkten, mit denen sie am Donnerstag auf eine 9-Loch-Runde gehen würde, hat sie
verpasst. Das macht aber nichts. „Ich bin froh, dass ich dabei bin“, sagt sie. Eine kleine Runde
außer Konkurrenz kann sie natürlich trotzdem spielen.
Richtig gut gefällt ihr das Aufwärmprogramm, das von dem Schotten Bradley Kerr geleitet
wird. Der in Bielefeld lebende Club-Professional beginnt den Golftag, indem er mit allen 55
Spielern einige im Golf relevante Bewegungen ausführt. Im Vordergrund steht aber auch
hier der Spaß aller Beteiligten. Die lobt auch Klaus-Hermann Bunte, der gemeinsam mit Kerr
die nationale Koordination von SO-Golf leitet. „Für die Athleten ist die natürliche Umgebung
hier im Golf Sport Verein Düsseldorf toll. Die offene Umgebung, die kurzen Wege. Es
herrscht eine richtig familiäre Atmosphäre“, weiß er zu berichten.
Lift Unified Spendenlauf „Gemeinsam läuft’s besser“ ein voller Erfolg
Am Mittwochabend fand im Rahmen von SOD 2014 der Lift Unified Spendenlauf statt. Die
sehenswerte Strecke von der Düsseldorfer Altstadt bis zum Olympic Town, dem Herz der
Special Olympics Düsseldorf 2014, wurde nach dem Startschuss um 19:30 Uhr von
insgesamt 500 Läufern absolviert.
Alle Läufer waren für den guten Zweck unterwegs. Die Teilnahmegebühr von fünf bzw. zehn
Euro bis ging in voller Höhe für gemeinnützige Zwecke direkt an Special Olympics
Deutschland. Zusätzlich hatte Coca-Cola, mit der Marke Lift Apfelschorle, zugesagt, für
jeden gelaufenen Kilometer fünf Euro zu spenden. Bei 500 Teilnehmern bedeutete dies
einen Betrag von 12.500 Euro. Diesen hat Lift im Anschluss nochmals verdoppelt, weshalb
auf der Bühne in Olympic Town im Anschluss Katia Lübbert, Brand Managerin Lift, den
Scheck über 25.000 Euro an SOD Präsident Gernot Mittler überreichte.
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Für prominente Unterstützung rund um und beim Lauf sorgte einmal RTL-Moderator
Wolframs Kons, der selbst mitlief. Dazu gab mit Tanja Szewzcenko eine ehemalige deutsche
Meisterin im Eiskunstlauf den Startschuss für dieses Event, das wie erhofft unter Beweis
stellte: „Gemeinsam läuft‘s besser!“ Noch besser läuft es auch dank des
Gesamtspendenerlöses von rund 30.000 Euro.
Mitmachen statt Zuschauen - Sponsoren, Organisationen und Vereine
präsentieren sich im Olympic Town
Olympic Town, der zentrale Anlaufpunkt im Düsseldorfer Arena-Sportpark, bietet den
Athleten neben Verpflegungsständen auch zahlreiche bunte Angebote von Verbänden und
Stiftungen.
Die
Spendensammlungen,
Informationsstände
sowie
Sensibilisierungsmaßnahmen für soziale Themen stehen allen Sportlern und Besuchern
offen.
Ein Pavillon wird u.a. von der Lebenshilfe Düsseldorf betreut. „Wir haben uns unglaublich
gefreut, dass die Special Olympics dieses Jahr hier stattfinden“, sagt Christina Dill, die in der
Elterninitiative der Lebenshilfe für die Freizeitangebote zuständig ist. „Wir haben einen
eigenen Sportverein für Menschen mit geistiger Behinderung und deshalb eine große
Verbindung zum Sport.“ In Olympic Town bietet die Lebenshilfe Schlüsselanhänger und
Blumentöpfe an, die in den Wohnstätten der Initiative selbst gefertigt wurden. „Die
Bewohner unserer Einrichtungen hatten wahnsinnig viel Spaß daran, etwas für Nationalen
Spiele vorzubereiten“, erzählt Dill. Und auch der Grundsatz passt: Die Förderung der
Eigenständigkeit von Menschen mit Behinderung ist eine erklärte Zielsetzung der
Düsseldorfer Lebenshilfe.
Neben den Tennisplätzen hat der ADAC seine Zelte aufgeschlagen. Die „Stiftung Gelber
Engel“ sponsert nicht nur die gelben Teilnehmerbeutel, sondern bietet in seiner
„Verkehrswelt“ zugleich Einblicke in den Straßenverkehr für Jugendliche im
Vorführerscheinalter. An fünf verschiedenen Stationen werden Interessierte im Alter von 15
bis 17 Jahren für Gefahren im Verkehr sensibilisiert. So lassen sich anhand eines
menschengroßen Holzbusses verschiedene Risiken austesten. „Manche Jugendliche stellten
verwundert fest, dass Autofahrer trotz Außenspiegel nicht alles sehen können“, sagt Marcel
Bonitz, Teamleiter der ADAC-Verkehrswelt. Praxis statt Theorie, das ist das Motto der jungen
Verkehrswelt.
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Die Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung setzt mit seiner Kampagne
„Kinder stark machen – für ein suchtfreies Leben“ auf ein ähnliches Prinzip. Die Besucher des
Pavillons sollen ebenfalls zum Mitmachen animiert werden. Die Vermittlung von Vertrauen
und Teamgeist stehen dabei im Fokus. Auf bunten Bewegungsparcours können die
teilnehmenden Kinder und Jugendlichen verschiedene Bewegungserfahrungen sammeln.
Javad Alizad, Leiter der Initiative für Suchtprävention, spricht dabei von einer „wichtigen
Grundlage, um zu einer selbstbewussten Persönlichkeit heranzuwachsen und später auch
gegen Gruppendruck ‚Nein‘ sagen zu können.“ Bei Special Olympics ist dem 52-Jährigen nicht
nur die junge Generation eine Herzensangelegenheit, ein zweiter Schwerpunkt liegt auf den
Betreuern der Sportgruppen. „Die Headcoaches können bei uns Informationen einholen, um
die Mitmachinitiative in ihrem Verein oder ihrer Einrichtung direkt umzusetzen.“ Damit die
Athleten und Athletinnen weiterhin gestärkt durchs Leben gehen.
„Ein großes, buntes Miteinander“ - Carmen Würth bei den Special Olympics
Düsseldorf 2014
Carmen Würth ist durch ihren eigenen familiären Hintergrund vertraut im Umgang mit
Menschen mit geistiger Behinderung und setzt sich deswegen auf vielfältige Weise für die
Inklusionsbewegung ein. Mit Special Olympics Deutschland ist sie durch ihre Tätigkeit als
Vizepräsidentin im SOD-Präsidium bis November 2011 bestens vertraut und hat es sich auch
dieses Mal nicht nehmen lassen, die Nationalen Sommerspiele zu besuchen.
Im Rahmen der Premium Partnerschaft mit Würth sind Corporate Volunteers unter anderem
bei den Leichtathletik Wettbewerben im Einsatz. Carmen Würth nutzte die Gelegenheit des
Besuchs im Rather Waldstadion dazu, die fleißigen Unternehmenshelfer im Namen der Firma
Würth ganz herzlich zu begrüßen und ihnen ihre Hochachtung für den beeindruckenden
Einsatz in der Veranstaltungswoche zu danken.
Im Anschluss daran ging es weiter mit einer Besichtigung des Healthy Athletes® Zeltes und
Olympic Town. Besonders angetan war das ehemalige Präsidiumsmitglied von dem
„vielfältigen und zugleich kompakten Angebot“ im Arena Sportpark. „Die verschiedenen
Bereiche des Gesundheitsprogramms machen gleichzeitig Spaß und lehren den Sportler und
ihren Familienmitgliedern auf viele neue gesundheitliche Aspekte zu achten.“
Als langjähriger offizieller Partner unterstützt das Handelsunternehmen Würth SOD dabei,
den Bekanntheitsgrad der Sportorganisation zu steigern. „Dieses großartige Gesamtkonzept
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muss unbedingt bekannter in der großen Masse werden, sodass ein großes Miteinander von
Menschen mit und ohne geistiger Behinderung entsteht!“ resümierteCarmen Würth die Ziel
der Partnerschaft.
„Ich war sehr erfreut über die vielen politischen Gäste“ erklärte Carmen Würth auf die Frage
nach Besonderheiten, die ihr dieses Mal beim Rundgang aufgefallen sind und regte den
nächsten Schritt im Engagement der Politiker für Special Olympics Deutschland an: „Sie
sollen sich nicht nur Inklusion auf die Fahnen schreiben, sondern Inklusion in die Tat
umsetzen!“
Und immer bleibt der letzte Pin stehen
Im Cosmos Bowlingcenter geht es dieser Tage heiß her. Strikes und Spares fallen in Serie.
Aufgeregte Zuschauer jubeln ihren Favoriten zu. Während die Bowler im Licht der Bahn
einen Wurf nach dem anderen machen, halten sich die Fans im Hintergrund der Bowlingbahn
auf. Teilweise haben sie selbstgebastelte Schilder hoch, die an ein Popkonzert erinnern. Ein
Name wird dabei auffällig häufig gerufen. „Manuel, Manuel!“, tönt es aus dem
Publikumsbereich.
Manuel Bauer, mit der Startnummer 311, ist für seine zwölf Jahre kräftig gebaut. Sein Team
hat bei den Düsseldorfer Spielen ein Heimspiel. Gemeinsam mit seinen Klassenkameraden
besucht Manuel die Mosaik-Schule in Wersten. Lehrerin Laura Bleicher berichtet: „Bei uns
gibt es eine Bowling-AG, in der die Kinder einmal die Woche trainieren.“ Manuel Bauer strahlt
nach jedem Wurf freudig in Richtung seiner Trainer und Unterstützer. „Manuel hat sich
geärgert, weil immer ein Pin stehen geblieben ist“, erzählt Jürgen Paust-Nondorf, Leiter der
Schul-AG. Alle hoffen, dass er sich wieder fängt.
Uwe Sycksch ist nationaler Koordinator für die Sportart Bowling. Er und seine Mitarbeiter
betreuen 122 Athleten, die im Einzel, Doppel, Mixed und 4er antreten. Hilfe bekommen sie
von 44 Trainern und den vielen freiwilligen Volunteers. Die meisten Organisatoren sind auch
privat leidenschaftliche Bowler, daher ist es für sie auch selbstverständlich, dass Bowling, das
unter den vielen traditionellen olympischen Disziplinen eher als untypisch auffällt, zum
festen Programm von Special Olympics zählt. „Es ist eine Sportart mit der du jeden erreichen
kannst, egal ob Mensch mit- oder ohne Behinderung. Es macht jedem Spaß, “ drückt Sycksch
seine Begeisterung für den Sport aus. Sein Mitarbeiter Bernd Steuerwald ergänzt: „Die
Athleten lernen sich zu konzentrieren. Und es ist ein motorisch anspruchsvoller Sport. Das
tut mir in meinem Alter auch gut.“
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Am schlimmsten für das junge Team von der Mosaik-Schule ist das Warten, erzählt Laura
Bleicher: „Sie werden ganz zappelig, wenn sie nicht dran sind.“ Manuel Bauer hat sich jedoch
wieder gefangen. Er dreht die Kugel geschickt an und verfehlt nur knapp den Strike. „Am
meisten habe ich heute Spares gemacht. Ich hatte viel Glück, “ sagt er und rennt schon
wieder los, um sein Können erneut zu zeigen. Einer der Fans ist Justin Dreuw, ein
Klassenkamerad und Freund von Manuel Bauer. Er weiß, warum so viele gerade ihn anfeuern:
„Manuel ist ein guter Freund und Klassensprecher. Er ist gut im Fußball, aber vor allem kann
er gut bowlen.“
Wasser, Wissen, gutes Wetter
Sonnig und bis zu dreißig Grad warm – bei den Special Olympics Düsseldorf 2014 ist das
Wetter derzeit traumhaft. Vor allem bei den Athleten und Zuschauern sorgt das für gute
Laune. Und für jede Menge Durst. Dann ist Nadine Bodenbach-Zander eine der gefragtesten
Personen auf dem weitläufigen Sportareal: Gemeinsam mit zwei Kollegen ihres
Arbeitsgebers ABB ist sie beim Wettbewerbsfreien Angebot für die Wasserausgabe
zuständig.
Bei den Special Olympics 2014 in Düsseldorf sind über 2000 freiwillige Helfern im Einsatz.
Eine, die sich bereits zum zweiten Mal ehrenamtlich einbringt, ist die ABB-Mitarbeiterin
Nadine Bodenbach-Zander aus Friedberg. Ihre Aufgabe mutet auf den ersten Blick zwar
simpel an, ist aber umfassend und arbeitsintensiv. Mehrmals am Tag muss für WasserNachschub in ihrem Versorgungszelt am Spielfeldrand gesorgt werden. In diesen Situationen
ist logistisches Geschick gefragt.
Das Mitmachangebot mit seinen vielen abwechslungsreichen Stationen, vom Riesenmikado
bis zum Kegelparcours, gefällt Bodenbach-Zander, die im alltäglichen Leben im Bereich der
technischen Einsatzplanung beschäftigt ist, besonders: „Es wird von den Athletinnen und
Athleten gut angenommen, daher erleben wir hier viele positive Emotionen!“. Weil sie sich
gerne sozial engagiert, wird Nadine Bodenbach-Zander auch am Lift Unified Spendenlauf
teilnehmen und hat dafür auch einige Menschen aus ihrem Arbeitsumfeld zur Teilnahme
motiviert: „Es ist für einen guten Zweck, denn für jeden absolvierten Kilometer wird
gespendet. Das ist ein toller Anreiz!“
Vor dem Startschuss des Spendenlaufs ist allerdings ihr voller Einsatz am Wasserstand
gefragt. Dass am frühen Vormittag schon wieder fünfzehn Wasserkisten leer, liegt nicht an
ihr und ihren Kollegen: „In der Pause gehen wir lieber Kaffeetrinken!“
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Großer Eifer im kleinen Kreis
Beachvolleyball ist die kleinste Sportart bei den Special Olympics in Düsseldorf. Steht man als
Zuschauer am Rand der sandigen Freiluftfelder im Arena-Sportpark, mag der Ausdruck
„klein“ so gar nicht zu den eifrigen Athleten passen: Sie baggern, pritschen, laufen, werfen
sich in den Sand, um auch die letzten Bälle noch zu erreichen. „Unified!“ lautet der
Schlachtruf der Sportler. Großer Eifer im kleinen Kreis.
Vier Unified-Teams treten in dieser Woche auf 580 Tonnen aufgeschüttetem Sand
gegeneinander an. Die Spieler stammen allesamt aus einem Verein von Sportlern mit und
ohne Behinderung in Wilhelmsdorf, Baden-Württemberg, und sind bereits eine
eingeschworene Truppe. Für Special Olympics 2014 haben sie sich bei der technisch
anspruchsvollen Disziplin Volleyball entgegen der läufigen Regeln in Vierer-Teams aufgeteilt.
Eine Partie wird über zwei Gewinnsätze gespielt, dabei hat jeder Athlet auf dem Feld seinen
eigenen Verantwortungsbereich. „Beachvolleyball ist ein Servicespiel“, wie der Trainer und
nationale Koordinator für Volleyball, Michael Stäbler, es nennt,“ bei dem es ohne Taktik nicht
funktionieren kann.“
Doch neben hartem Training stehen vor allem Teamgeist und Spaß im Vordergrund.
Maximilian Metzger ist als Spielpartner ohne Behinderung Teil der Unified-Beachvolleyballer
und begeistert vom offenen Umgang miteinander. „Wir sind nicht nur aufs Gewinnen fixiert,
sondern sehr fair zueinander. Das ist ein ganz anderes Mannschaftsgefühl.“ Mit von der
Partie sind auch gehörlose Athleten, trotzdem ist die Verständigung untereinander kein
großes Problem. Mit mehr oder weniger professioneller Gebärdensprache werden die
letzten Hürden überwunden.
Einige der Teilnehmer sind bereits seit über 15 Jahren Mitglieder im Wilhelmsdorfer Verein.
Einmal in der Woche trainieren die 21 Teammitglieder – eine feste Konstante im Leben.
Michael Kachler war als Sportler mit Behinderung mit seiner Gruppe bereits bei den
Weltspielen in Shanghai dabei, Beachvolleyball ist seine Leidenschaft. Stolz zählt er weitere
Veranstaltungsorte auf, an denen er im Rahmen der Special Olympics im Sand alles gegeben
hat. München, Istanbul, Athen. Fragt man ihn, was für ihn Beachvolleyball ist, antwortet er:
„Sommer.“ Andere Sportarten kämen für ihn nicht in Frage. „Fußball geht nicht, ich habe
zwei linke Beine“, lacht der 27-Jährige.
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Vom Veranstaltungsort sind sowohl das bunte Team als auch Trainer Stäbler begeistert. „Die
Volleyballfelder liegen sehr zentral, da können wir in den Pausen auch mal bei anderen
Sportarten reinschnuppern.“ Dafür ist besonders am Freitag noch ausreichend Zeit, denn
dieser Tag bleibt für die Beachvolleyballer wettbewerbsfrei. Einige spannende
Gruppenspiele sind jedoch noch auszutragen, bevor dann die Sieger gekürt werden.
Foto-Austellung Luca Siermann
Seit fast zehn Jahren begleitet Luca Siermann Special Olympics. Als Fotograf und Autor
portraitiert er die Geschichten der Athleten aus den verschiedensten Blickwinkeln. Gut 1000
von ihnen hat er versucht aus einem ganz neutralen Blickwinkel abzulichten: Er lässt die
Teilnehmer vor einer schlichten weißen Wand Portrait stehen und druckt sie danach in
großformatigem Schwarz-Weiß. Ob es Menschen mit Behinderung oder nicht sind, spielt hier
keine Rolle mehr. Siermann zeigt einfach nur den begeisterten Sportler, ohne
Schnickschnack.
Mit seiner Ausstellung, dem „Special Olympics Portrait Project“ reist er, unterstützt von SODPartner ABB, in verschiedene Städte Europas. Bis einschließlich Freitag sind die 16
überlebensgroßen Bilder der Sportler im Düsseldorfer Rathaus zu sehen. „Diese Ausstellung
ist ein Aufruf zur Inklusion, die weiter vorangetrieben werden muss – und in Düsseldorf
vorangetrieben wird”, erklärte Oberbürgermeister Dirk Elbers bei der Eröffnung am 13.Mai.
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
Halten, Werfen, jubeln – die Judowettbewerbe in Bilk
Trainerin Zita Notter brüllt von außen „Halten, Halten.“ Auf der Judomatte wälzt sich Lara
Holzmüller auf ihrer Gegnerin. Auch das Publikum, das an diesem Mittwoch zahlreich zu den
Finalwettbewerben in der Halle der Hulda-Pankok-Schule in Düsseldorf Bilk erschienen ist,
feuert lautstark an. Nachdem Lara zuvor zwei Kämpfe in der Klasse weiblich bis 60kg
gewonnen hat, scheint sich auch diesmal ein schneller Sieg anzubahnen. Doch immer wenn
die Athletin ihre Gegnerin fest im Griff hat, schaut sie stolz zu ihrer Mutter, die am Rand
mitfiebert. Das liefert ihrer Kontrahentin die entscheidenden Sekunden um sich wieder aus
der Umklammerung zu befreien.
„Wenn sie sich doch nur bis zum Schluss konzentrieren würde“, hadert die mitgereiste
Mutter. Doch letztendlich sind alle Bedenken umsonst und Lara gewinnt auch ihren dritten
Kampf. „Ich will erste werden“, erklärt sie nach dem Kampf selbstbewusst. Über ein
Kooperationsprogramm des Heilpädagogischen Zentrums München ist sie zum Judosport
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gekommen. Zweimal pro Woche hat Lara sich mit ihrer Trainerin auf die Wettbewerbe in
Düsseldorf vorbereitet. „Judo macht ihr großen Spaß, vor allem die Würfe bereiten ihr große
Freude“, fasst die Mutter die Leidenschaft ihrer Tochter zusammen.
Neben Lara Holzmüller nehmen insgesamt 278 Athletinnen und Athleten aus acht
verschiedenen Bundesländern an den Judowettbewerben teil. Die Kämpfe dauern dabei
zwischen zwei und drei Minuten. „Die SOD Wettbewerbe im Judo sind eine tolle Möglichkeit,
auch denen eine Chance zu bieten, die normalerweise größere Schwierigkeiten haben Sport
zu betreiben“, erklärt Wolfgang Janko, nationaler Koordinator im Judo. „Wir teilen die
Athleten, je nach Leistungsgrad, in 3 unterschiedliche Klassen ein. Das sorgt für ein
homogenes Teilnehmerfeld innerhalb der Gruppen“, erläutert er weiter. So ist es
beispielsweise für Athleten, die sich nicht trauen aus dem Stehen zu Starten möglich, den
Kampf aus dem Sitzen zu beginnen. Der Gegner passt sich dann daran an.
Ob Lara letztendlich tatsächlich Gold gewinnen kann, wird sich noch zeigen. Falls nicht, wird
sie nicht allzu zu enttäuscht sein. „Dabeisein ist alles“, betont sie das olympische Motto.
Training unter dem Bett - Erste Finalwettbewerbe im Kraftdreikampf
Am Mittwoch ging es für die ersten Athleten im Kraftdreikampf ans Eingemachte: Im
hinteren Bereich der Leichtathletikhalle im Arena-Sportpark bereiteten sich die Teilnehmer
im Aufwärmbereich vor; mit Liegestützen, Armdehnungen oder auf dem Fahrradergometer.
Die Sportart Kraftdreikampf umfasst drei Disziplinen: das Kniebeugen, das Bankdrücken und
das Kreuzheben. Insgesamt haben sich insgesamt 24 Athleten angemeldet, darunter auch
eine Gastdelegation aus Österreich.
Angesetzt für den Tag waren die Wettbewerbe der Frauen, die niedrigeren DreikampfGewichtsklassen der Männer, sowie der Zweikampf, bei dem die dritte Disziplin
„Kniebeugen“ wegfällt. Thommy Katchin ist zum ersten Mal bei dem Special Olympics im
Zweikampf dabei. Für die Wettbewerbe hat sich der 31-Jährige das letzte dreiviertel Jahr
vorbereitet. „In der Woche einmal Training, ca. eine halbe Stunde mit weniger Gewicht aber
mehr Übungen. Auch Zuhause mache ich was. Zum Beispiel lege ich den Fernseher auf‘s
Bett, lege mich darunter
und drücke das hoch“,
erklärt der Görlitzer seine
Trainingsmethoden.
Pro Runde haben Katchin und die anderen Athleten eine Minute Zeit, die Gewichte zu
stemmen, dauert es länger, wird der Versuch als ungültig erklärt. Für jede Gewichtsstufe,
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also für jede neue Runde, haben die Athleten drei Versuche. Sportlerinnen und Sportler mit
einer ähnlichen Gewichtsstufe werden in die gleiche Klasse eingeteilt.
„Wichtig ist vor allem die Körperhaltung, besonders beim Kreuzheben. Die Gewichte werden
aus der Hocke explosionsartig in die Höhe gewuchtet“, beschreibt Enrico Häfner,
Kraftsporttrainer des Bodenschwinghof Mechterstätt die Schwierigkeiten bei dieser Disziplin
des Dreikampfes. Katchins Begleiter hat darum ein besonderes Augenmerk auf die Haltung
seines Athleten: „Da muss man sichterstellen, dass kein Hohlkreuz entsteht und dass der
Oberkörper nach oben hin gerade bleibt und auch der Blick geradeaus geht. Aus der Hocke
soll er sich dann gerade hinstellen.“
Als endgültige Leistung wird jeweils das höchste Gewicht eines Wettbewerbes gezählt,
sowie das Gesamtgewicht aller Wettbewerbe. Für Katchin ist es nicht schlecht gelaufen. Im
Kreuzheben erreicht er mit 137,5 Kilo die Bestleistung, im Bankdrücken den zweiten Platz
mit 65 Kilo. Mit diesen Ergebnissen liegt er auch in der Gesamtwertung auf dem zweiten
Rang. Der Kraftsport ist Katchin, der zuvor bereits zweimal als Handballspieler bei den
Special Olympics in Karlsruhe und in Bremen teilgenommen hat, sehr wichtig. „Ich kann nicht
wirklich sagen, warum ich Lust zum Kraftsport hatte, aber irgendwas hat mir den Anreiz
gegeben mitzumachen. Wahrscheinlich die Möglichkeit meine ganze Wut mal rauszulassen,
das kann ich beim Handball nicht so. Jetzt geht’s besser.“
Die Sportart scheint die richtige Wahl gewesen zu sein. „Das Anfangsgewicht, das ich bei
Thommy auflegen konnte, lag knapp unter 70 Kilo, jetzt sind wir bei 137,5 Kilo maximal. Das
ist in den letzten neun Monaten eine Steigerung um das Doppelte. Das ist schon
spitzenmäßig“ ist auch der Trainer stolz.
Die Frau für alles
Es ist kurz vor 9 Uhr und Marion Kramber ist als Headcoach für die Judo-Delegation aus
Bremen auf dem Weg zum morgendlichen Headcoach-Meeting. Rund vierzig Teilnehmer
werden noch einmal daran erinnert, die Listen zu kontrollieren, damit kein Teilnehmer
vergessen wird. Besprochen wird auch, welche Musik bei den Siegerehrungen gespielt
werden soll, dass die Anzüge der Athleten einfarbig sein sollten und dass es nicht egal ist, ob
Stand- oder Bodenkämpfer teilnehmen. Auch die Wertung für einige „Handgriffe“ wird noch
einmal klargestellt.
Als Headcoach kümmert Kramber sich um alles, was mit dem Sport zu tun hat, z.B. ob sich
Zeiten oder Regeln geändert haben. Sie steht aber auch am Mattenrand und kann eingreifen,
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wenn sie das Gefühl hat, dass ein Athlet von der Motorik her zu gut ist und er in einer
nächsthöheren Gruppe sehr viel fairer untergebracht wäre. Weil ein Delegationsleiter
ausgefallen ist, macht sie seinen Job aktuell mit, kümmert sich also auch noch um das
Familienprogramm für die Angehörigen der Athleten.
Kramber findet es toll, mit wie viel Energie und Freude die Athleten dabei sind. Zuhause ist
sie Behindertenbeauftragte für das Land Bremen. „Kinder, die von ihren Eltern an Judo
herangeführt werden, bleiben meistens auch dabei „ weiß sie. „Das könnte daran liegen, dass
sie sofort Erfolge haben und dass unser Training eher spielerisch ist“, glaubt Kramber. „Wir
fahren auch einmal eine Woche weg und verbinden Training und Spaß“, was nicht bedeutet,
dass das Training und die Athleten nicht sehr leistungsorientiert wären.
Angereist ist Kramber mit zwei Athletinnen und zwei Athleten vom TV Schwanewede Ihr
Anliegen ist auch, Jugendliche zu animieren, sich um Menschen mit geistigen Behinderungen
zu kümmern. So werden in Bremen die Athleten mit Handicap von Athleten ohne geistige
Behinderung trainiert. Zu den Special Olympics in Düsseldorf sind die Begleiter
mitgekommen, sie teilen sich mit ihren Schützlingen das Zimmer. Für Bremen generell
wünscht sie sich in Zukunft aber noch viel mehr Kinder und Jugendliche in den Vereinen.
Badminton in Eller
In den Sporthallen der Dieter-Forte-Gesamtschule in Eller finden in dieser Woche die
Badminton-Spiele von Special Olympics 2014 statt. Auf neun Spielfeldern in drei Hallen
zeigen dabei insgesamt 108 Athletinnen und Athleten, wie gut sie mit dem Schläger
umgehen können. Nach den Klassifizierungswettbewerben fanden am Mittwoch die Einzel
der Herren statt. Es folgen die Einzel der Damen, den Abschluss bilden die Doppel am
Freitag. Dabei werden die Sportlerinnen und Sportler neben den Leistungs- auch in
Altersgruppen eingeteilt: die Junioren (bis 30 Jahre, Anm. d. Redaktion) und die Senioren.
Um 9:30 Uhr geht es los. Zunächst wird sich unter der Leitung von Andrea Mönch zu Musik
aufgewärmt. Gemeinsam mit einem freiwilligen Partner tanzt sie vor, die Athletinnen und
Athleten tanzen nach. Dabei kommt es immer wieder zu viel Gelächter und Umarmungen auf
dem Spielfeld. Im Anschluss werden die Gruppen aufgerufen. Wer nicht spielt, sitzt auf der
Tribüne und feuert kräftig an. Immerhin geht es heute um Platzierungen, und den
Teilnehmern winken Medaillen und Schleifen. Da gibt jeder sein Bestes.
„Eine Medaille wäre schon schön, aber dabei sein ist eben doch alles“, sagt Simone Dietrich,
die mit der Lebenshilfe Nordhorn zu den Spielen angereist ist. „Morgen bin ich dann dran,
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aber heute geht es um die Männer.“ Ihr Teamkollege Jens Trzeziak kommt gerade von
seinem ersten Match zurück, Arm in Arm mit Josef Krey vom BSG Fortuna Ebernach aus
Rheinlandpfalz. Die beiden haben ein spannendes Spiel hinter sich, dass Krey knapp für sich
entscheiden konnte. Trzeziaks Gehörlosigkeit hindert ihn nicht daran, sich mit viel Elan mit
seinen Mannschaftskollegen auszutauschen. „Ein wirklich tolles Spiel“, sagt auch Dietrich
und klopft ihm auf die Schulter.
Etwa eine Stunde nach Spielstart gibt es noch einmal extra Applaus, als Ehrengast Klaus
Hasselmann die Halle betritt. Der Ehrengast und Funktionär des deutschen
Badmintonverbandes setzt sich aktiv für die Integration von Menschen mit körperlicher und
geistiger Behinderung ein und wollte sich die Spiele nicht entgehen lassen. Unter den
Spielern auf der Tribüne ist die Freude groß über den prominenten Besuch.
In den Pausen und Freistunden wird es merklich voller auf den Tribünen. Dann gesellen sich
viele Schüler der Dieter-Forte-Gesamtschule zu den Familien und restlichen Besuchern, um
sich die Spiele anzusehen. Die Schule stellt auch fast alle freiwilligen Helfer, die sich beim
Badminton um die Organisation kümmern. „Ich finde es wichtig, sich für eine gute Sache zu
engagieren“, sagt eine Schülerin. „Und es macht echt Spaß.“ Die Schiedsrichter, die auf den
Plätzen die Punkte zählen und auf Einhaltung der Regeln achten, kommen von der
Düsseldorfer Lore-Lorentz-Schule.
Die meisten Spieler treten heute drei Mal an. Dabei zeigen sie ebenso viel Einsatz wie
technisches Feingefühl mit dem Schläger. „Wir trainieren jede Woche, um hier eine Chance
zu haben“, sagt Dietrich, die schon seit 1998 an Wettbewerben teilnimmt und auch schon bei
anderen regionalen Spielen dabei war. „Hier ist es natürlich noch mal viel größer. Wir haben
alle sehr viel Spaß.“
Bunter und menschlicher
Rund um die Arena Sportpark dreht sich dieser Tage alles um das Thema Special Olympics
Düsseldorf 2014. Auf dem ganzen Gelände wimmelt es von Athleten, Betreuern und Helfern,
die alles für die Spiele geben. Doch wie sieht es etwas abseits vom Geschehen aus? Sind die
Spiele in der restlichen Stadt überhaupt richtig angekommen?
„Ich bin nur zu Besuch hier. Trotzdem habe ich im ARD Morgenmagazin von dem Event
erfahren“, berichtet Christa O. aus Kaarst. Auch Daniel T. (38) hat durch das Fernsehen von
den Spielen erfahren. Zudem staunt er täglich über die vielen bunten T-Shirts in der ganzen
Stadt.
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„Heute Morgen sah ich hunderte davon in der Bahn“, erzählt Ulli F. (55) auf der Heinrich
Heine Allee. Rosalie S. (17) hat sogar selbst schon als Helferin mitgewirkt. Bei der
Eröffnungsfeier war die Schülerin Begleiterin des Fackelzuges. Am Donnerstag wird sie
wieder gemeinsam mit ihren Klassenkameraden der Weber Schule mit anpacken. „Auch in
der Bahn habe ich schon Leute über die Spiele reden gehört“, weiß sie zu berichten.
Während Barbara vor Wochen schon auf der Fahrt von Mettmann zur Arbeit nach Düsseldorf
durch Plakate auf die Wettbewerbe aufmerksam wurde, kennt sich Abiturient Vincent damit
aus, da eine seiner Freundinnen als Helferin im Sanitätsdienst mitwirkt.
Bis auf die Königsallee, wo sich die Welt normalerweise um schicke Mode und gutes Essen
dreht, hat sich das riesige Sportevent herumgesprochen. „Da unser Unternehmen einer der
Sponsoren der Spiele ist, habe ich natürlich auch davon mitbekommen“, erzählt Thomas V.
während seiner Mittagspause.
Claudia und Uli schlendern am Rheinufer entlang. Das Pärchen hat die Special Olympics auf
ganz eigene Art und Weise erlebt: „Durch die ausführlichen Berichte in der Presse ließ sich
das Event nicht übersehen. Morgens begegnen uns die Athleten in der Bahn, am Mittag in
der Altstadt. Wir haben das Gefühl, die Spiele machen die Stadt bunter und menschlicher.“
Eine Reklametafel rollt durch die Stadt - Die Rheinbahn AG als mobiler Partner
von SOD
Ein echter Blickfang rollt während den Special Olympics Düsseldorf 2014 auf Schienen durch
die Stadt: ein blauer Straßenbahnwagen, bedruckt mit den beiden Gesichtern der Spiele,
Stefanie Wiegel und Oliver Burbach. Die Rheinbahn AG, die Verkehrsgesellschaft der
Landeshauptstadt, machte die fahrende Reklametafel im SOD-Design möglich. „Wow, habe
ich gedacht, als ich die Bahn zum ersten Mal gesehen habe. Die erste Fahrt mit ihr durch
Düsseldorf war echt super“, freut sich Stefanie Wiegel. Und auch Oliver Burbach zeigt sich
begeistert: „Das ganze Projekt mit dieser Straßenbahn ist echt schön. Das ist etwas ganz
besonderes für mich und auch für die Nationalen Spiele in meiner Heimatstadt.“
Detlef Parr, Vize-Präsident von SOD, sieht vor allem den positiven Effekt für die
Außendarstellung: „Die Idee, eine Straßenbahn zu den Special Olympics Düsseldorf 2014 zu
gestalten, stieß bei der Rheinbahn von Anfang an auf offene Ohren. Das ist eine absolute
Prämiere für SOD und zeigt auch, wie willkommen wir in Düsseldorf mit den Nationalen
Spielen sind. Die Straßenbahn ist sowohl von außen als auch von innen gestaltet und
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informiert sehr gut über dieses ganz besondere Großereignis. Wir erhoffen uns durch die
Straßenbahn natürlich viel Öffentlichkeit und viele Zuschauer.“
Als offizieller Partner unterstützt die Rheinbahn AG die Special Olympics Düsseldorf 2014
auch mit Werbeanzeigen, Filmen und Informationen, die rund um die Uhr auf den
Anzeigetafeln in den Bahnen gesendet werden. Mit vielen Sonderangeboten fördert die
Rheinbahn zudem die Mobilität aller Teilnehmer der Special Olympics in Düsseldorf und
Umgebung, etwa durch ein kostenloses Wochenticket die Sportler und freiwilligen Helfer.
„Wir freuen uns sehr, dass wir die Nationalen Spiele mit dieser Straßenbahn so gut
unterstützen können. Zusätzlich fahren in der Veranstaltungswoche auch noch an
verschiedenen Stellen Zusatzbahnen und Bus-Shuttle, so dass die Sportstätten von Athleten
und Besuchern gut erreicht werden“ sagt Andreas Busch, Leiter der Verkehrsorganisation
der Rheinbahn.
Ein Interview mit Kevin Neuner und Cillian Newton
Würden Sie sich kurz vorstellen?
Newton: „Ich bin Cillian Newton, 22 Jahre alt und komme aus Adelmannsdorf, Dietenhofen.
Das ist in Bayern, bei Nürnberg in der Nähe.“
Neuner: „Genau. Ich heiße Kevin Neuner. Ich bin 24 Jahre alt und wohne in Dietenhofen im
Landkreis Arnsbach. Ich bin wie Cillian in der Sportart Basketball tätig, in einer Unified
Mannschaft aus Bruckberg.“
Herr Neuner, was ist mit Ihrer anderen Sportart, dem Fußball?
Neuner: „Ich habe das Fußballspielen eingestellt. Nicht, weil ich keine Lust mehr habe,
sondern weil es arbeitstechnisch und vor allem gesundheitlich nicht mehr so hinhaut. Ich
hatte vor 2 Jahren einen Bandscheibenvorfall, und das habe ich dann zurückgestellt.“
Basketball spielen Sie aber weiterhin?
Neuner: „Basketball mache ich weiter und ich werde es vielleicht weitermachen. Es ist noch
nicht sicher, aber im Moment geht es, und solange wie es geht, mache ich es.“
Wie läuft Special Olympics Düsseldorf 2014 für Sie?
Newton: „Für mich recht schön. Es ist ein gelassenes Turnier. Es läuft bis jetzt gut,
spieltechnisch okay, wir haben jetzt zwei oder drei Spiele gewonnen.“
Neuner: „Ja, wir spielen morgen um Platz 3 in der stärksten Gruppe.“
Das Team funktioniert gut?
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Newton: „Ja. Wir fahren jetzt im September mit dem Team nach Antwerpen (Belgien) zu den
Europäischen Sommerspielen der Special Olympics. Die Teams sind auch unified, es spielen
Menschen mit und ohne geistiger Behinderung.“
Herr Neuner, wie kam es, dass Sie 2012 in München Athletensprecher wurden?
Neuner: „Mein Trainer hat mir davon erzählt. Ich habe mich über einen guten Freund dafür
beworben und bin gewählt worden. Seitdem mache ich das.“
Was denken Sie: Hat sich die Situation für Menschen mit Behinderung seit der Special Olympics
München 2012 verändert?
Neuner: „Ich bekomme nicht viel davon mit. Cillian kann mehr dazu sagen.“
Newton: „Ich finde, Special Olympics verändert viel in den Menschen. Jeder hat seine
Sportart, in der er gut ist und Erfolge erlebt. Das bringt das Selbstbild der jeweiligen Person
weit voran. Jeder Athlet hat viel Spaß und es ist sehr öffentlichkeitswirksam. Die Menschen,
die nicht bei den Special Olympics dabei sind, verpassen etwas. Mein Freundeskreis sagt, dass
sie immer öfter auf die Special Olympics angesprochen werden. Es wirft ein positives Bild auf
Menschen mit Behinderung. Viele denken, dass Menschen mit Behinderungen nichts können.
Und dann merken sie, dass sie doch viel können, und sind davon echt begeistert.“
Was würden Sie den Teilnehmern der Special Olympics Düsseldorf wünschen?
Neuner: „Ich würde den Teilnehmern wünschen, dass sie so weitermachen wie bisher, dass
sie weiterhin Spaß haben und dass mit ein bisschen Glück noch mehr Teilnehmer kommen
und Special Olympics noch größer wird.“
Newton: „Ich wünsche allen Teilnehmern viel Erfolg und sage: Dabeisein ist alles!“
Special Olympics Düsseldorf 2014 in den Medien
Die tägliche Presseschau hängt im Pressezentrum (neben dem Olympic Town) aus.
SOD im TV
ARD Morgenmagazin (täglich)
06:50 Uhr und 08:20 Uhr – Liveberichterstattung und Interviews rund um SOD
Das Thema Inklusion durch Sport wird am heutigen Donnerstag im Zentrum der
Berichterstattung stehen. Dazu meldet sich Frank Busemann aus der Hulda-PankokGesamtschule, der Wettkampfstätte der Judoka. Als Gesprächspartner stehen Greta
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Kämmer, Schulleiterin der Helen-Keller-Förderschule für geistige Entwicklung in Ratingen,
die Athletin und Bloggerin Rebecca Nitsch sowie Thomas und Nicole Hoffmann vom JudoClub Mühlheim bereit.
Weitere Liveschaltungen und Gespräche mit interessanten Gästen wird es auch am
Donnerstag und am Freitag geben. Mehr Infos zu den Themen erhalten Sie in den
kommenden Pressediensten.
Weitere aktuelle Berichterstattung auf www.specialolympics.de
Service
Auf http://specialolympics.de/medien/ können Sie

aktuelle Pressemeldungen lesen

Presseinformationen zu einzelnen Themen von Special Olympics herunterladen

Aktuelle, druckfähige Fotos von den Spielen in Düsseldorf ansehen und per Email
([email protected]) angefordert werden. Bilder in Web-Auflösung
können direkt online heruntergeladen werden. Bitte beachten Sie: Der jeweilige
Bildrechtenachweis ist bei jeder Veröffentlichung ZWINGEND anzugeben!
Social Media bei den Special Olympics Düsseldorf 2014
 www.gemeinsam-fuer-specialolympics.de – der Online-Treffpunkt Düsseldorf mit
Wünschen für Athleten und einem Online-Tagebuch mit Einträgen von Athleten,
Organisatoren und drei ABB-Volunteers

www.specialolympics.de/Online_Tagebuch_Daniela_Huhn

www.facebook.com/special.olympics.deutschland

YouTube: http://www.youtube.com/user/SpecialOlympicsD
Erreichbarkeit des Pressezentrums in Düsseldorf
Donnerstag, 22.05.2014
8:30 bis 23:00 Uhr
Freitag, 23.05.2014
8:30 bis 23:00 Uhr
Redaktion SOD-Pressedienst:
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Dirk Fries (Leitung), Benedikt Heche (Inhaltliche Koordination), Kristina Belka,
Sebastian Friedemann, Caroline Grau, Frederik Heche, Janna Hüttebräucker,
Arne Klauke, Johannes Lahey, Luica Lunau, Jana Schmidt, Raissa Schreiner, Philip
Wegman, Sandra Wriedt, Frederik Zürn
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