Kapitel 2: Öffnen von Excel 97-2003-Arbeitsmappen in

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Das Handbuch für IT-Experten
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Einige der hier beschriebenen Beispiele dienen ausschließlich der Veranschaulichung und sind rein fiktiv.
Eventuelle Ähnlichkeiten mit realen Unternehmen, Organisationen, Produkten, Domänenamen, E-MailAdressen. Logos, Personen, Orten oder Ereignissen sind Zufall und unbeabsichtigt.
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nutzen.
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Seite i
Zusammenfassung
Microsoft® Excel® 2010 ist ein leistungsfähiges Programm, das sich bezüglich
Darstellung und Funktionsweise von früheren Versionen unterscheidet. Mit den
ECMA/ISO Office Open XML-Dateiformaten, Business Intelligence-Funktionalität und
verbesserten Visualisierungstools bietet das neue Excel 2010Tabellenkalkulationsprogramm umfassende Tools, mit denen Benutzer Arbeitsmappen
für die Analyse und Freigabe von Informationen erstellen und formatieren können, um
fundiertere Entscheidungen als je zuvor treffen zu können.
Durch diese Änderungen sollen die Leistung des Programms und die Arbeitsweise mit
diesem Programm verbessert werden, aber es kann immer wieder vorkommen, dass
Benutzer beim Arbeiten mit Arbeitsmappen, die in verschiedenen Excel-Versionen
erstellt wurden, auf Kompatibilitätsprobleme stoßen. Microsoft hat spezielle Features
entwickelt, um die Kompatibilität zu maximieren und Unterbrechungen des Workflows
zu minimieren. Dennoch ist der Änderungsumfang erheblich und die Benutzer werden
während der Migration Unterschiede bei der Funktionsweise feststellen.
Dieses Dokument wurde entwickelt, um den Migrationsprozess zu unterstützen. Hier
finden Sie Beschreibungen der wichtigsten Unterschiede bei der Funktionsweise und
deren mögliche Auswirkungen auf Arbeitsmappen. Darüber hinaus werden in diesem
Dokument einige der bei der Migration häufiger auftretenden Probleme erläutert sowie
ggf. Lösungen angeboten. Ein ähnliches Dokument, "Migrieren zu Office Excel 2007",
wurde für Microsoft Office Excel 2007 geschrieben und enthält hilfreiche
Hintergrundinformationen zum vorliegenden Dokument. Zusätzliche Ressourcen finden
Sie in Kapitel 6, um die Diagnose von Problemen zu erleichtern, die nicht in diesem
Dokument beschrieben sind.
Seite ii
Inhalt
Inhalt
Zusammenfassung ............................................................................................................................................. ii
Inhalt .............................................................................................................................................................. iii
Kapitel 1: Was Sie vor der Migration wissen sollten ................................................................................................ v
Excel 2007-2010-Dateiformat ........................................................................................................................ v
Einführung der 32-Bit- und 64-Bit-Versionen von Microsoft Office 2010 ............................................................. vi
Kompatibilität von Dateien und Lösungen ................................................................................................ vi
Überlegungen zur Bereitstellung ............................................................................................................. vi
Schlussbemerkung .............................................................................................................................. viii
Excel 97-2003-Dateiformat (XLS) ............................................................................................................... viii
Kompatibilitätstools ............................................................................................................................ viii
Kapitel 2: Öffnen von Excel 97-2003-Arbeitsmappen in Excel 2010 ....................................................................... viii
Kompatibilitätstools ..................................................................................................................................... ix
Kompatibilitätsmodus ............................................................................................................................ ix
Kompatibilitätsprüfung .......................................................................................................................... xi
Entfernte Features ...................................................................................................................................... xi
Teilsummen- und Nachschlage-Assistent ................................................................................................. xi
Zusätzliche Aktionen (Smarttag)............................................................................................................ xii
Dokumentarbeitsbereiche ..................................................................................................................... xii
Musterfüllungsschnittstelle wieder in Excel 2010 vorhanden ...................................................................... xii
PivotTable-Ansichten ................................................................................................................................. xiii
OfficeArt .................................................................................................................................................. xiv
Kapitel 3: Öffnen von Excel 2007-Arbeitsmappen in Excel 2010 ............................................................................ xiv
PivotChart-Ansichten .................................................................................................................................. xv
Formen ..................................................................................................................................................... xv
Kapitel 4: Öffnen von Excel 2010-Arbeitsmappen in früheren Excel-Versionen ........................................................ xvi
Excel 97-2003-Dateiformat ........................................................................................................................ xvi
Bedingte Formatierung .............................................................................................................................. xvi
Verweise zwischen Arbeitsblättern ........................................................................................................xvii
Datenbalken ......................................................................................................................................xvii
Symbolsätze ..................................................................................................................................... xviii
Sparklines ............................................................................................................................................... xviii
Datenüberprüfung .................................................................................................................................... xviii
Formeln und Funktionen ........................................................................................................................... xviii
Seite iii
Neue Symbole beim AutoVervollständigen für Formeln ............................................................................ xix
Neuer Grenzwert für die Auswahl nicht angrenzender Zellen .................................................................... xix
Filtern ...................................................................................................................................................... xx
PivotTable-Ansichten .................................................................................................................................. xx
Benannte Mengen ................................................................................................................................ xx
Verbessertes Feature "Werte anzeigen als" ............................................................................................ xxi
Wiederholen von Beschriftungen ........................................................................................................... xxi
Sichtbarer Gesamtwert für PivotTable und Datasets ................................................................................ xxi
Was-wäre-wenn-Analyse der PivotTable (Rückschreiben) .........................................................................xxii
Datenschnitte ...........................................................................................................................................xxii
Datenschnitte und das Excel 97-2003-Format ........................................................................................xxii
Datenschnitte bei aktuellen Excel-Arbeitsmappenformaten.......................................................................xxii
Diagramme ............................................................................................................................................. xxiii
Aufhebung der Beschränkung für Datenpunkte pro Datenreihe ................................................................ xxiii
PivotChart-Einstellungen..................................................................................................................... xxiii
Benutzerdefinierte Datenparts ................................................................................................................... xxiii
Speichern benutzerdefinierter Datenparts ............................................................................................. xxiv
Alternative Texteigenschaften .................................................................................................................... xxiv
Kapitel 5: Weitere Ressourcen ......................................................................................................................... xxiv
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Kapitel 1: Was Sie vor der Migration wissen
sollten
Excel 2007-2010-Dateiformat
Microsoft Excel 2010 verwendet dasselbe ISO/ECMA Office Open XML-Format, das in Microsoft
Office Word 2007, Microsoft Office PowerPoint® 2007 und Office Excel 2007 eingeführt wurde.
Die Open XML-Formate unterscheiden sich von dem auf binären Dateiformat, das wesentlicher
Bestandteil früherer Versionen der Microsoft Office-Suites war, und sind kompakte und
leistungsfähige Dateiformate, die eine bessere Datenintegration zwischen Dokumenten und
Back-End-Systemen ermöglichen. Das Office Open XML-Format ist ein offener Standard, der von
ECMA International entwickelt und später in Zusammenarbeit mit vielen Technologieanbietern
übernommen wurde. Das Office Open XML-Format wurde auch als IS-29500 von der ISO
(International Organization for Standardization) übernommen. Dieser Standard maximiert die
Interoperabilität in einer heterogenen Umgebung, wodurch Technologieanbieter die in Microsoft
Office 2010 erstellten Dateien in ihre Lösungen integrieren können.
Nach der Installation von Office 2010 können die Benutzer weiterhin Arbeitsmappen öffnen,
bearbeiten und speichern, die im früheren binären Dateiformat erstellt wurden. Diese
Arbeitsmappen können in die Open XML-Formate konvertiert werden, die eine bessere
Interoperabilität zwischen Anwendungen verschiedener Hersteller ermöglichen und die Open
XML-Formate zu einer besseren langfristigen Lösung machen. Zum Konvertieren einer
Arbeitsmappe aus einem früheren Format in die Open XML-Formate verwenden Sie den Befehl
Konvertieren. Klicken Sie dazu auf die Registerkarte Datei und auf die Registerkarte
Informationen, und klicken Sie dann auf Konvertieren.
Achtung: Verknüpfungen zwischen Arbeitsmappenformeln
Bevor Ihre Organisation vorhandene Arbeitsmappen in die Open XML-Formate konvertiert,
sollten die Benutzer vorhandene Verknüpfungen zwischen Arbeitsmappen berücksichtigen. Da in
früheren Excel-Versionen Verknüpfungen zu in den Open XML-Formaten gespeicherten
Arbeitsmappen nicht aktualisiert werden können, sollten alle verknüpften Arbeitsmappen
gleichzeitig konvertiert werden.
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Einführung der 32-Bit- und 64-Bit-Versionen
von Microsoft Office 2010
Das Microsoft Office 2010 System ist als 32-Bit und 64-Bit-Version verfügbar. Mit der 64-Bit-Version können
Sie mit wesentlich umfangreicheren Datasets arbeiten. Dies betrifft insbesondere das Arbeiten mit großen
Zahlen in Excel 2010.
Mit der Einführung der neuen 64-Bit-Version von Microsoft Office 2010 wird eine neue Version von Microsoft
Visual Basic for Applications (VBA), die als Microsoft Visual Basic for Applications 7.0 (VBA 7) bezeichnet wird,
für 32-Bit- und 64-Bit-Anwendungen veröffentlicht.
Hinweis: In einer Standardinstallation von Office 2010 wird auch auf 64-Bit-Systemen die 32-Bit-Version
installiert. Sie müssen explizit die Installationsoption für die Office 2010-64-Bit-Version auswählen.
Kompatibilität von Dateien und Lösungen
Dateikompatibilität
Arbeitsmappen ohne eingebettetes VBA sind im Allgemeinen zwischen den 32-Bit- und 64-Bit-Versionen
austauschbar. In der Datei gibt es keine Einstellung, durch die sie als 64-Bit-Arbeitsmappe markiert wird. Die
durchschnittlichen, alltäglichen, kleineren Arbeitsmappen können in beiden Umgebungen problemlos
verwendet werden. Mit der 64-Bit-Version von Excel können Sie jedoch Arbeitsmappen erstellen, die für die
32-Bit-Version von Excel zu groß sind und deshalb nicht geöffnet werden können (die Meldung "Nicht
genügend Arbeitsspeicher" wird angezeigt, bevor die Datei vollständig geöffnet werden kann). Beachten Sie,
dass sogar vor der Einführung der 64-Bit-Version von Excel auch mit der 32-Bit-Version von Excel auf einem
Computer, der mehr RAM (Arbeitsspeicher) als der Computer eines anderen Benutzers aufweist, eine
Arbeitsmappe erstellt werden kann, die beim Öffnen in derselben 32-Bit-Version von Excel auf einem
Computer mit weniger RAM zu gravierenden Leistungsproblemen führen kann. Beispielsweise können
Leistungsprobleme auftreten, wenn die Arbeitsmappe auf einem Computer mit 2 GB RAM erstellt wurde und
auf einem Computer mit 1 GB RAM geöffnet wird.
Ausführen von Lösungen in der 64-Bit-Version von Excel
Möglicherweise müssen Sie den VBA-Code überarbeiten und aktualisieren, damit er in der 64-Bit-Version von
Excel ordnungsgemäß ausgeführt wird. Darüber hinaus benötigen Sie möglicherweise 64-Bit-Versionen von
Microsoft ActiveX©-Steuerelementen, COM-Add-Ins oder XLLs, soweit diese in Ihren Lösungen verwendet
werden.
Überlegungen zur Bereitstellung
Vor der Bereitstellung von 64-Bit-Versionen von Office 2010 müssen Sie die Vor- und Nachteile abwägen und
bestimmen, ob es sich für Ihre spezielle Umgebung um eine geeignete Bereitstellungsoption handelt. In den
folgenden Abschnitten werden Vorteile und Probleme, die sich auf die Kompatibilität auswirken könnten,
behandelt. Zusätzliche Informationen finden Sie im TechNet-Artikel 64-Bit-Editionen von Office 2010.
Seite vi
Ein wichtiger Aspekt ist, dass die systemeigene 64-Bit-Version von Office 2010 nicht auf Computern installiert
werden kann, auf denen 32-Bit-Versionen von Office-Anwendungen und Add-Ins anderer Hersteller installiert
sind. Sie müssen die 32-Bit-Versionen der Office-Anwendungen und Add-Ins deinstallieren, bevor Sie die 64Bit-Version von Office 2010 installieren können. Wenn Sie 32-Bit-Versionen von Office-Anwendungen und
Add-Ins anderer Hersteller verwenden, die für die Benutzer erforderlich sind, können Sie die Standardoption,
nämlich die 32-Bit-Version von Office 2010, auf Computern unter unterstützten 64-Bit-Versionen von
Windows installieren.
Vorteile
Die 64-Bit-Version von Office 2010 bietet die folgenden Vorteile:



Verwendung von zusätzlichem physischen und virtuellen Arbeitsspeicher.
In Excel 2010 können wesentlich größere Arbeitsmappen geladen werden. Excel 2010 wurde
aktualisiert, um die 64-Bit-Arbeitsspeicheradressierung zu verwenden und auf diese Weise den
Grenzwert von 2 GB adressierbarem Arbeitsspeicher der 32-Bit-Anwendungen zu überwinden.
Verbesserter Standardschutz durch Hardware-Datenausführungsverhinderung.
Nachteile
Die folgenden Probleme können sich auf die Kompatibilität auswirken:



Visual Basic for Applications (VBA) Bei VBA-Code, in dem die Declare-Anweisung für den Zugriff auf
die Windows-Anwendungsprogrammierschnittstelle (Application Programming Interface, API) oder
sonstige DLL-Einstiegspunkte verwendet wird, gibt es Unterschiede zwischen 32-Bit- und 64-BitVersionen. Die Declare-Anweisung muss mit dem PtrSafe-Attribut aktualisiert werden, nachdem Einund Ausgaben in der API überarbeitet und aktualisiert wurden. Declare-Anweisungen werden in 64Bit-VBA ohne das PtrSafe-Attribut nicht ausgeführt. Die folgenden neuen Datentypen wurden der 64Bit-Version von VBA in Office 2010 hinzugefügt: LongLong und LongPtr. Weitere Informationen zu
VBA finden Sie unter "Übersicht über 64-Bit-VBA"und "Declare-Anweisung" in der Onlinehilfe zu
Microsoft Visual Basic for Applications in Office-Anwendungen.
ActiveX-Steuerelemente und COM-Add-Ins ActiveX-Steuerelemente und Add-In (COM)-DLLs, die für
die 32-Bit-Version von Office geschrieben wurden, können in 64-Bit-Prozessen nicht verwendet
werden. Deshalb werden Office 2010-64-Bit-Lösungen, die 32-Bit-Versionen von ActiveXSteuerelementen oder DLLs zu laden versuchen, nicht ausgeführt. In Installationen der 64-Bit-Version
von Office 2010 werden nur 64-Bit-Steuerelemente ausgeführt. Auf Computern können 64-Bit- und
32-Bit-Steuerelemente installiert sein, und in der 64-Bit-Version von Office 2010 können nur die 64Bit-Versionen der Steuerelemente ausgeführt werden. Als Problemumgehung können Sie sich 64-Bitkompatible Steuerelemente und Add-Ins besorgen oder die 32-Bit-Version von Office 2010 (WOW)
installieren.
Grafikrendering Es gibt Unterschiede zwischen der 32-Bit- und 64-Bit-Version von Graphics Device
Interface (GDI), die sich aufgrund der fehlenden MMX-Unterstützung in der 64-Bit-Version auf die
Leistung auswirken können. Die MMX-Technologie von Intel ist eine Weiterentwicklung des Intel
Architecture (IA)-Befehlssatzes. Bei dieser Technologie wird mithilfe der SIMD-Technik (SingleSeite vii
Instruction, Multiple-Data) Multimedia- und Kommunikationssoftware beschleunigt, indem
Datenelemente parallel verarbeitet werden.
Schlussbemerkung
Mit der 64-Bit-Version von Office 2010 können Sie umfangreichere und komplexere Datasets analysieren.
Beim Erstellen von 32-Bit-Code können Sie die 64-Bit-Version von Microsoft Office verwenden, ohne
Änderungen vornehmen zu müssen. Wenn Sie allerdings 64-Bit-Code erstellen, sollten Sie darauf achten,
dass der Code bestimmte Schlüsselwörter und bedingte Kompilierungskonstanten enthält, damit der Code
mit früheren Versionen von Microsoft Office abwärtskompatibel ist und damit der richtige Code ausgeführt
wird, falls Sie eine Mischung aus 32-Bit- und 64-Bit-Code verwenden.
Excel 97-2003-Dateiformat (XLS)
Excel 2010 verwendet wie weiter oben beschrieben standardmäßig ein Open XMLArbeitsmappenformat. Ab Excel 2010 wird das ältere Excel 97-2003-Dateiformat nicht mehr
aktualisiert, um neue Funktionalität zu unterstützen. Dies war bei früheren Excel-Versionen nicht
der Fall. Beispielsweise wurden in Excel 2007 Symbolsätze (ein neuer bedingter
Formatierungstyp) im Excel 97-2003-Dateiformat gespeichert. Während Symbolsätze nicht
angezeigt wurden, wenn die Arbeitsmappe in Versionen vor Excel 2007 geöffnet wurde, gab es
beim erneuten Öffnen der Datei in Excel 2007 keinen Funktionsverlust.
Kompatibilitätstools
Die Benutzer müssen möglicherweise Dateien an Benutzer freigeben, die Versionen vor
Excel 2007 verwenden. Da neue Funktionalität nicht im Excel 97-2003-Dateiformat gespeichert
wird, wurden mehrere Tools in Excel um Feedback erweitert, das beim Speichern von Dateien in
diesem Format hilft.

Der Kompatibilitätsmodus (aktiviert beim Öffnen einer Excel 97-2003-Datei) deaktiviert
das Einfügen von Features, die nicht im Excel 97-2003-Dateiformat gespeichert sind.

Mit der Kompatibilitätsprüfung werden Details zu Objekten in der Kalkulationstabelle
angezeigt, die nicht im Excel 97-3003-Dateiformat gespeichert sind.
Kapitel 2 enthält zusätzliche Details zu den Kompatibilitätstools und deren Auswirkungen auf die
neuen Features in Excel 2010.
Kapitel 2: Öffnen von Excel 97-2003Arbeitsmappen in Excel 2010
Die meisten Features aus früheren Excel-Versionen sind weiterhin vorhanden, wenn eine
Arbeitsmappe in Excel 2010 geöffnet wird. In diesem Kapitel werden Features früherer ExcelVersionen beschrieben, die ab Excel 2010 nicht mehr verfügbar sind. Außerdem wird die
Funktionsweise von Arbeitsmappen erläutert, wenn diese Features fehlen. Falls Sie von einer
Version vor Excel 2007 zu Excel 2010 migrieren, sollten Sie zunächst das Dokument Migrieren
zu Excel 2007 lesen, in dem Sie eine ähnliche Aufstellung von Änderungen in dieser Version
finden. In diesem Kapitel werden eine Reihe von Themen behandelt, weshalb die Informationen
Seite viii
in vier Kategorien unterteilt wurden: Kompatibilitätstools, entfernte Features, PivotTableAnsichten und OfficeArt.
Kompatibilitätstools
In Excel 2007 haben die Entwickler von Microsoft eine Reihe von Kompatibilitätstools entwickelt,
um Benutzern beim Migrieren von Dokumenten und beim Arbeiten mit Dokumenten in
verschiedenen Dateiformaten zu helfen. Mit den Kompatibilitätsmodus- und
Kompatibilitätsprüfungstools können Sie geänderte Features und Funktionalität identifizieren,
um das Bewusstsein zu schärfen und den Verlust von Daten beim Wechsel zwischen Versionen
zu verhindern.
Kompatibilitätsmodus
Der Kompatibilitätsmodus wurde in Excel 2007 eingeführt und deaktiviert neue Features in
Excel 2007 und Excel 2010, die nicht mit früheren Excel-Versionen kompatibel sind. Der
Kompatibilitätsmodus ist an das Excel 97-2003-Dateiformat gebunden. Wenn beispielsweise
eine in Excel 2010 geöffnete Arbeitsmappe im Kompatibilitätsmodus ausgeführt wird, wird die
größere Rastergröße unterdrückt, damit Benutzer keine Daten, Formeln oder Verweise
außerhalb der kleineren Rasterbegrenzung aus früheren Excel-Versionen eingeben können. Das
neue Sparklinefeature in Excel 2010 ist ein weiteres Beispiel für ein Feature, das im
Kompatibilitätsmodus deaktiviert ist.
Benutzer, die eine im Excel 97-2003-Dateiformat (XLS) gespeicherte Arbeitsmappe öffnen,
werden feststellen, dass die Arbeitsmappe im Kompatibilitätsmodus automatisch funktionsfähig
ist. Entsprechend können Benutzer beim Arbeiten mit einer neuen Arbeitsmappe, die für die
Verwendung in früheren Excel-Versionen gedacht ist, den Kompatibilitätsmodus aktivieren
(durch Speichern der Datei im Excel 97-2003-Dateiformat und das anschließende Schließen und
erneute Öffnen der Datei), um die versehentliche Verwendung von Funktionen und Features zu
verhindern, die mit den früheren Excel-Versionen inkompatibel sind. Dies spielt eine wichtige
Rolle für Benutzer, die Arbeitsmappen für andere Benutzer freigeben möchten, die noch nicht zu
Excel 2007 oder höher migriert haben.
Beim Arbeiten im Kompatibilitätsmodus können die Benutzer weiterhin die Office FluentBenutzeroberfläche verwenden und auf die meisten Features in Excel zugreifen. Nur Features,
die inkompatibel sind und nicht im Excel 97-2003-Dateiformat gespeichert werden (z. B. die
größere Rastergröße) werden für diese spezielle Arbeitsmappe deaktiviert. Entsprechend wird
beim Speichern einer neuen Arbeitsmappe im Excel 97–2003-Dateiformat für diese
Seite ix
Arbeitsmappe automatisch der Kompatibilitätsmodus aktiviert, wenn sie das nächste Mal
geöffnet wird.
Deaktivierte Features im Kompatibilitätsmodus
In Kapitel 1 dieses Dokuments wird beschrieben, wie neue Features in Excel 2010 nicht im Excel 97-2003Format gespeichert werden. Um Benutzern bei der Identifizierung dieser Features zu helfen, wurde die
Benutzeroberfläche für die betroffenen Features geändert. Im Allgemeinen wurden die Befehle für diese
Features in der Benutzeroberfläche deaktiviert, und QuickInfos werden angezeigt, um auf den Grund für das
deaktivierte Feature hinzuweisen. Für in Excel 2010 verbesserte Features ist die neue Funktionalität
möglicherweise aktiviert, aber sie weisen eine QuickInfo mit dem Hinweis auf, dass diese Funktionalität nicht
im Excel 97-2003-Dateiformat gespeichert wird.
Sparklines
Sparklines sind ein neuer Datenvisualisierungstyp in Excel 2010. Diese kleinen Grafiken in Zellgröße werden
nicht im Excel 97-2003-Dateiformat gespeichert. Das Einfügen von Sparklines ist in der Benutzeroberfläche
deaktiviert.
Datenschnitte
Datenschnitte sind ein neues Feature in Excel 2010 und ermöglichen das Filtern von PivotTable™- und
PivotChart™-Ansichten und CUBE-Funktionen innerhalb der Arbeitsmappe. Das Einfügen von Datenschnitten
ist deaktiviert. Falls in der Arbeitsmappe bereits Datenschnitte vorhanden sind, werden sie nicht im Excel 972003-Dateiformat gespeichert, und für Formeln, in denen darauf verwiesen wird, wird der Fehler "#NAME?"
zurückgegeben.
Bedingte Formatierung
In Excel 2010 gibt es bei der bedingten Formatierung eine Reihe von Verbesserungen, wie beispielsweise
Datenbalken und Symbolsätze. Im Allgemeinen sind diese Verbesserungen im Kompatibilitätsmodus in der
Benutzeroberfläche aktiviert, und QuickInfos weisen darauf hin, dass die neue Funktionalität nicht im
Excel 97-2003-Dateiformat gespeichert wird.
Neue Pivot-Features
Eine Reihe der in Excel 2010 vorgenommenen PivotTable-Verbesserungen sind im Kompatibilitätsmodus
deaktiviert, um darauf hinzuweisen, dass sie nicht im Excel 97-2003-Format gespeichert werden. Zu diesen
Features zählen "Benannte Mengen", "Was-wäre-wenn-Analyse" und neue Funktionen für "Werte anzeigen
als". Der neue Suchfilter wird nicht deaktiviert, da nicht eine zusammen mit der Datei gespeicherte
Einstellung, sondern dieses Feature beim Ausführen einer Anwendung zum Filtern eines PivotTable-Felds
verwendet wird.
Konvertieren von Arbeitsmappen
Wenn Sie den Kompatibilitätsmodus beenden und die deaktivierten Befehle aktivieren möchten,
konvertieren Sie die Arbeitsmappe in eines der neuen Dateiformate, und öffnen Sie die
Arbeitsmappe erneut. Dies ist mit dem Menübefehl Konvertieren in einem Schritt möglich.
Seite x
Klicken Sie dazu auf die Registerkarte Datei und auf die Registerkarte Informationen, und
klicken Sie dann auf Konvertieren.
Kompatibilitätsprüfung
Standardmäßig wird die Kompatibilitätsprüfung beim Speichern einer Arbeitsmappe im Excel 972003-Dateiformat automatisch ausgeführt, und es wird nach Features und Merkmalen gesucht,
die von früheren Excel-Versionen nicht unterstützt werden. Benutzer können die
Kompatibilitätsprüfung auch deaktivieren, damit sie beim Speichern der Arbeitsmappe in einem
früheren Dateiformat nicht automatisch ausgeführt wird.
Die Kompatibilitätsprüfung identifiziert zwei Arten von Kompatibilitätsproblemen: Features, die
beibehalten werden, aber in früheren Excel-Versionen eine andere Funktionsweise aufweisen,
sowie Funktionen, die im Kompatibilitätsmodus deaktiviert sind und deshalb in früheren ExcelVersionen nicht funktionsfähig sind. Diese Probleme werden in einem Dialogfeld angezeigt, in
dem der Benutzer reagieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann, bevor Daten oder
Funktionen verloren gehen. Von der Kompatibilitätsprüfung werden die in der Arbeitsmappe
gefundenen Probleme aufgelistet, die Anzahl der Vorkommnisse für jedes Problem
zusammengefasst, Tools zum Auffinden der Probleme identifiziert sowie zusätzliche Hilfe für die
identifizierten Problemtypen angezeigt.
Neues "Version"-Attribut für die Kompatibilitätsprüfung
In Excel 2010 wurde die Kompatibilitätsprüfung verbessert und weist nun ein "Version"-Attribut für alle in
der Kompatibilitätsprüfung aufgelisteten Probleme auf. Für jedes Problem ist angegeben, ob es Excel 972003 und/oder Excel 2007 betrifft. Diese Liste kann nach der Version gefiltert werden, um die angegebenen
Probleme anzuzeigen.
Entfernte Features
Das Entfernen von Funktionalität in einem Produkt ist nie eine Entscheidung, die man auf die leichte Schulter
nimmt. Wir entfernen Funktionalität nur in seltenen Fällen und sind in jeder Produktversion um
Abwärtskompatibilität bemüht. Wir nehmen dann Änderungen an vorhandener Funktionalität vor, wenn wir
der Meinung sind, dass dies für die meisten Kunden einen Vorteil bietet und uns einen Schritt nach vorne
bringt.
Teilsummen- und Nachschlage-Assistent
Die folgenden Add-Ins aus früheren Excel-Versionen sind in Excel 2010 nicht mehr vorhanden:

Teilsummen-Assistent: Hiermit können Benutzer Formeln erstellen, mit denen die Summe von
Werten berechnet werden, die angegebene Bedingungen erfüllen.
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
Nachschlage-Assistent: Hiermit können Benutzer Formeln erstellen, mit denen ein Wert am
Schnittpunkt einer Zeile und einer Spalte gesucht wird, indem angegebene Werte nachgeschlagen
werden.
Diese Add-Ins sind veraltet und wurden durch den Funktions-Assistenten mit mehreren neuen Funktionen
wie beispielsweise SUMIF und SUMIFS ersetzt.
Mit diesen Assistenten wurden Benutzer durch die Schritte zum Erstellen bestimmter Formeltypen geführt.
Das Ergebnis war eine Formel, die in eine Zelle im Arbeitsblatt eingegeben wurde. Die von diesen beiden
Assistenten generierten Formeln werden in Excel 2010 weiterhin ausgeführt und können mit anderen
Methoden bearbeitet werden.
Zusätzliche Aktionen (Smarttag)
Text und Werte werden nicht mehr automatisch von einer Smarttag-Erkennung erkannt, und es wird kein
Indikator mehr angezeigt. Stattdessen können Benutzer Erkennungs- und Anzeigeaktionen im
Zusammenhang mit Text auslösen, indem sie mit der rechten Maustaste auf markierten Text klicken und
dann im Kontextmenü auf Zusätzliche Aktionen klicken. Auch beim Objektmodell gibt es Änderungen, die
sich auf Lösungen auswirken können, in denen zusätzliche Aktionen verwendet werden. Diese Informationen
werden nicht mehr in der Datei gespeichert, und mit Lösungen können an Zellentext angefügte Aktionen
nicht mehr programmgesteuert bearbeitet werden.
Dokumentarbeitsbereiche
Die Funktionalität zum Erstellen und Verwalten von Dokumentarbeitsbereichen wurde in
Excel 2010 geändert. Mit Dokumentarbeitsbereichen konnten Sie mit einer lokalen Kopie einer
Datei arbeiten und diese in bestimmten Abständen mit Änderungen vom Server aktualisieren
oder aber den Server mit Änderungen von der lokalen Kopie der Datei aktualisieren.
In Office 2010 werden die früheren Dokumentarbeitsbereiche durch SharePoint-Arbeitsbereiche
ersetzt. Das Feature der SharePoint-Arbeitsbereiche kann verwendet werden, ohne dass der
Arbeitsbereich in Excel erstellt oder verwaltet werden muss. Auf diese Weise können Benutzer
ein Dokument weiterbearbeiten, selbst wenn es offline ist, und die Änderungen werden
automatisch mit WSS synchronisiert, wenn die nächste Verbindung hergestellt wird.
Das SharedWorkspace-Objektmodell ist veraltet. Vorhandene Makros, die dieses Objektmodell
verwenden, können nicht ausgeführt werden.
Musterfüllungsschnittstelle wieder in
Excel 2010 vorhanden
In Excel 2007 wurde die Musterfüllungsschnittstelle für Formenobjekte nicht für die neue
OfficeArt-Technologie implementiert. In Excel 2007 war der programmgesteuerte Zugriff auf
Musterfüllungen nicht möglich. In Excel 2010 haben wir dieses Feature implementiert, sodass
die Schnittstelle wieder verfügbar ist. Vorhandene Dateien werden beim Laden unverändert
angezeigt.
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PivotTable-Ansichten
An der Architektur von PivotTable-Ansichten wurden in Excel 2007 und danach in Excel 2010
viele Änderungen vorgenommen. Benutzer können deshalb mehr Aktionen mit PivotTableAnsichten ausführen, aber diese Änderungen können auch Probleme beim Migrieren von
früheren Excel-Versionen verursachen.
Um sicherzustellen, dass eine PivotTable voll funktionsfähig ist, sind die Versionseigenschaften
einer PivotTable und von Excel vollständig voneinander getrennt. PivotTable-Ansichten in
Excel 2010 haben die Version 14 (xlPivotTableVersion14). Eine in einer früheren Excel-Version
erstellte PivotTable hat dagegen eine andere Versionsnummer. Beispielsweise wird eine
PivotTable mit der Version 10 (xlPivotTableVersion10) in Excel 2002 oder Excel 2003 erstellt,
und eine PivotTable mit der Version 12 (xlPivotTableVersion12) wird in Excel 2007 erstellt.
Bei Verwendung von Excel 2010 wird die PivotTable-Version dadurch bestimmt, ob der Benutzer
im Kompatibilitätsmodus arbeitet. Wenn die aktuelle Arbeitsmappe im Kompatibilitätsmodus
verwendet wird, weisen in dieser Arbeitsmappe erstellte neue PivotTable-Ansichten die
Version 10 auf. Wenn die aktuelle Arbeitsmappe nicht im Kompatibilitätsmodus verwendet wird,
weisen neue PivotTable-Ansichten die Version 14 auf.
Wenn der Benutzer eine Arbeitsmappe im Kompatibilitätsmodus in einem der neuen
Dateiformate speichert, werden die PivotTable-Ansichten in dieser Arbeitsmappe für das
Upgraden markiert. Wenn eine PivotTable aktualisiert wird, wird sie dann auf Version 14
aktualisiert, und neue Funktionalität wird für diese PivotTable aktualisiert.
Es ist wichtig zu wissen, dass PivotTable-Ansichten der Version 14 nicht auf Version 10
herabgestuft werden können, selbst wenn die Arbeitsmappe in einem älteren Dateiformat
gespeichert wird. Dies bedeutet, dass eine in Excel 2010 erstellte PivotTable mit der Version 14
nicht geändert oder aktualisiert werden kann, wenn sie in einer Version vor Excel 2007 geöffnet
wird. Die PivotTable behält jedoch die gesamte Funktionalität bei und kann geändert oder
aktualisiert werden, wenn sie erneut in Excel 2010 geöffnet wird. Falls der Benutzer PivotTableAnsichten für andere Benutzer freigeben möchte, die eine ältere Excel-Version als Excel 2007
verwenden und die die PivotTable-Ansichten aktualisieren müssen, müssen diese PivotTableAnsichten unbedingt als PivotTable-Ansichten der Version 10 erstellt werden. Die einfachste
Methode ist die Verwendung des Kompatibilitätsmodus. (Weitere Informationen hierzu finden
Sie im Abschnitt "Kompatibilitätsmodus" in diesem Kapitel.)
Seite xiii
OfficeArt
Ab Version 2007 gab es bei den Anwendungen in Office eine neue Version von Formen, mit
neuen Formatierungsmöglichkeiten, einer verbesserten Benutzeroberfläche, der Integration
neuer Microsoft Office-Formatvorlagen und -Designs sowie der Kompatibilität mit anderen
Features, die in früheren OfficeArt-Versionen nicht vorhanden waren.
Beim Öffnen einer Excel 97-2003-Arbeitsmappe in Excel 2010 werden die meisten Formen in der
Arbeitsmappe automatisch in die neuere Formenversion konvertiert. Auf diese Weise können
Benutzer Features in den OfficeArt-Formenkatalogen nutzen.
Es gibt ein paar Ausnahmen beim automatischen Upgrade, und in diesen Fällen sind OfficeArtFormen im vorherigen Format voll funktionsfähig. Hierzu zählen die folgenden Features:
Kommentare, Dialogblatthintergründe, von Excel intern für verschiedene Features verwendete
Formen (z. B. Filter-Dropdownlisten, Überwachungs- und Zirkelverweispfeile sowie
Datenüberprüfungsovale), Freihandanmerkungen, Headerbilder, Organigramme und ältere
Diagramme.
Es ist wichtig zu wissen, dass in früheren Excel-Versionen erstellte Formen, die nicht aktualisiert
werden, nicht mit in Excel 2010 erstellten Formen oder mit aktualisierten Formen gruppiert
werden können. Wenn Benutzer deshalb Objekttypen mischen, werden diese in Schichten
angeordnet, wobei die frühere Formenversion über allen späteren Formenversionen angezeigt
wird. Dies bedeutet auch, dass Diagramme (neue Version) nicht über Dialogblättern (alte
Version) angezeigt werden können.
Die Diagramme sind zwar weiterhin vorhanden, aber Benutzer können die unter den
Dialogblättern angeordneten Formenschichten nicht anzeigen. Mithilfe von Objekte auswählen
können Benutzer nur auf die neuen Formen zugreifen. Um Formen einer älteren Excel-Version
auszuwählen, müssen Sie in "Excel-Optionen" dem Menüband oder der Symbolleiste für den
Schnellzugriff den Befehl Mehrere Objekte auswählen hinzufügen.
Kapitel 3: Öffnen von Excel 2007Arbeitsmappen in Excel 2010
In Excel 2007 gab es viele Änderungen bei der Architektur, wie beispielsweise die Unterstützung zusätzlicher
Zeilen und Spalten sowie neue Dateiformate, was Auswirkungen auf das Migrieren von Dokumenten aus
früheren Excel-Versionen hatte. In Excel 2010 gibt es zwar viele Verbesserungen, aber sie haben keine so
großen Auswirkungen auf das Migrieren von Dokumenten aus Excel 2007. In diesem Kapitel werden die
Änderungen beim Öffnen von Excel 2007-Arbeitsmappen in Excel 2010 beschrieben.
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PivotChart-Ansichten
In Excel 2010 können Feldsteuerelemente direkt in einer PivotChart angezeigt werden, um das Filtern und
Verschieben von Feldern zu ermöglichen, ähnlich der in Versionen vor Excel 2007 vorhandenen
Funktionalität. Im Gegensatz dazu gab es in Excel 2007 ein nicht modales Dialogfeld, in dem Sie das
Diagramm pivotieren konnten. Es zeigt sich aber, dass die Inlinesteuerelemente benutzerfreundlicher waren,
weshalb wir wieder auf dieses Modell zurückgegriffen haben.
Wenn Excel 2007-Arbeitsmappen, die PivotChart-Ansichten enthalten, in Excel 2010 geöffnet werden,
werden in der PivotChart Feldsteuerelemente angezeigt. In Excel 2010 können Sie mithilfe des Befehls
"Felder ein-/ausblenden" bestimmte oder alle Schaltflächen im Diagramm ausblenden.
Formen
Die meisten Formen in einer Arbeitsmappe werden wie in Kapitel 2 beschrieben in den neuen
Formentyp konvertiert, damit Benutzer die in den Formenartenkatalogen verfügbaren Features
nutzen können.
In Excel 2007 gab es beim automatischen Upgrade ein paar Ausnahmen. Hierzu zählten die
folgenden Features: Kommentare, Formularsteuerelemente (einschließlich
Dialogblatthintergründen), ActiveX-Objekte, von Excel intern für verschiedene Features
verwendete Formen (z. B. Filter-Dropdownlisten, Überwachungs- und Zirkelverweispfeile sowie
Datenüberprüfungsovale), OLE-Objekte, Kameratoolobjekte, Freihandanmerkungen,
Headerbilder, Organigramme und ältere Diagramme.
Beim Öffnen von Excel 2007-Dateien in Excel 2010, werden Formularsteuerelemente, ActiveXObjekte, OLE-Objekte und Kameratoolobjekte nun ebenfalls konvertiert.
Es ist wichtig zu wissen, dass in früheren Excel-Versionen erstellte Formen, die nicht aktualisiert
werden, nicht mit in Excel 2010 erstellten Formen oder mit aktualisierten Formen gruppiert
werden können. Entsprechend können Benutzer aktualisierte und nicht aktualisierte Diagramme
nicht gleichzeitig auswählen. Wenn Benutzer deshalb Objekttypen mischen, werden diese in
Schichten angeordnet, wobei die frühere Formenversion über allen späteren Formenversionen
angezeigt wird. Dies bedeutet auch, dass Diagramme (neue Version) nicht über Dialogblättern
(alte Version) angezeigt werden können.
Die Diagramme sind zwar weiterhin vorhanden, aber Benutzer können die unter den
Dialogblättern angeordneten Formenschichten nicht anzeigen. Mithilfe von Objekte auswählen
können Benutzer nur auf die neuen Formen zugreifen. Um Formen einer älteren Excel-Version
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auszuwählen, müssen Sie in "Excel-Optionen" dem Menüband oder der Symbolleiste für den
Schnellzugriff den Befehl Mehrere Objekte auswählen hinzufügen.
Kapitel 4: Öffnen von Excel 2010Arbeitsmappen in früheren Excel-Versionen
Man kann davon ausgehen, dass nach der Migration zu Excel 2010 die Benutzer auch weiterhin
Arbeitsmappen für andere Benutzer freigeben, die noch frühere Excel-Versionen verwenden. Die
Excel-Arbeitsmappenformate (XLSX, XLSB, XLSM) in Excel 2010 entsprechen den in Excel 2007
eingeführten Formaten. In Excel 2010 gespeicherte Excel-Arbeitsmappen können direkt
Excel 2007 geöffnet werden.
Es gibt zwei Methoden, um die Freigabe von Dateien in Versionen vor Excel 2007 zu
ermöglichen: Der Benutzer von Excel 2010 kann mit dem Befehl Speichern unter die
Arbeitsmappe in einem früheren Dateiformat speichern, oder Benutzer von Excel 2000–
Excel 2003 können das Compatibility Pack herunterladen, um eine im Excel 2007–2010Dateiformat gespeicherte Arbeitsmappe zu öffnen. Das Compatibility Pack kann auf der
Microsoft-Website (http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=78517&clcid=0x407)
heruntergeladen werden.
Das Verhalten der Arbeitsmappe ist identisch, egal ob sie als Excel 97-2003-Arbeitsmappe
gespeichert oder vom Benutzer mit dem Compatibility Pack geöffnet wird. Es sollte jedoch
beachtet werden, dass manche in einer Excel 2010-Arbeitsmappe eingegebenen Features,
Funktionen und Daten in früheren Excel-Versionen möglicherweise nicht angezeigt werden oder
verwendet werden können. Benutzer können davon ausgehen, dass die folgenden Probleme
auftreten, wenn sie eine Excel 2010-Arbeitsmappe in früheren Excel-Versionen öffnen.
Excel 97-2003-Dateiformat
Neue Features in Excel 2010 werden wie in Kapitel 1 und 2 beschrieben nicht im Excel 97-2003-Dateiformat
gespeichert, und im Allgemeinen sind diese Features im Kompatibilitätsmodus deaktiviert.
Bedingte Formatierung
In Excel 2010 gibt es zusätzliche Verbesserungen bei der bedingten Formatierung, einschließlich
neuer Datenbalkenvisualisierungen, zusätzlicher Symbolsatzkombinationen sowie der
Möglichkeit auf andere Arbeitsmappen zu verweisen, als diejenige, in der bedingte Formatierung
angezeigt wird. Wenn Arbeitsmappen mit bedingter Formatierung in früheren Excel-Versionen
geöffnet werden, sind manche Visualisierungen nicht sichtbar und andere Visualisierungen sehen
geringfügig anders aus, wenn das neue Feature nicht verfügbar ist. Beispielsweise können in
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Excel 2010 erstellte Datenbalken eine einfarbige Füllung aufweisen. Wenn eine Datei mit
Datenbalken dieses Typs in Excel 2007 geöffnet wird, werden die Datenbalken angezeigt, aber
die einfarbige Füllung wird durch eine graduelle Füllung ersetzt.
Verweise zwischen Arbeitsblättern
In Excel 2010 können Sie bedingte Formatierung mit Verweisen auf ein anderes Arbeitsblatt in derselben
Arbeitsmappe erstellen. Das heißt, Sie müssen bei der Verwendung bedingter Formatierung nicht mehr
Daten in dasselbe Arbeitsblatt kopieren oder mit diesem verknüpfen. Dies gilt für alle Typen bedingter
Formatierung, einschließlich Datenbalken und Symbolsätzen. Bedingte Formate mit Verweisen zwischen
Arbeitsblättern werden nicht im Excel 97-2003-Dateiformat gespeichert. Bedingte Formate dieses Typs
werden in den neueren Excel-Arbeitsmappenformaten gespeichert, aber die bedingte Formatierung wird
beim Öffnen in Excel 2007 nicht angezeigt.
Datenbalken
Datenbalken sind ein bedingter Formatierungstyp, der in Excel 2007 eingeführt wurde. Excel stellt in jeder
Zelle einen Datenbalken dar, wobei die Länge auf dem Wert der Zelle in Relation zu den anderen Zellen im
ausgewählten Bereich basiert. Datenbalken sind eine hervorragende Möglichkeit, um Trends und Ausreißer
in den Daten zu erkennen. In Excel 2010 wurden mehrere Verbesserungen an Datenbalken vorgenommen,
weshalb sie noch besser für die Datenanalyse geeignet sind.
Proportionale Datenbalkenlängen
In Excel 2007 wurden für Datenbalken standardmäßig die Einstellungen für "Niedrigster Wert" und "Höchster
Wert" in der Datenbalkengruppe für die Datenbalkenlänge verwendet, und 10 % der Zelle wurde mit dem
kürzesten Balken und 90 % mit dem längsten Balken gefüllt. Diese Methode eignet sich zum schnellen
Auffinden von Ausreißern, kann aber für bestimmte Datasets irreführend sein. In den Versionen vor
Excel 2007 gibt es keine Datenbalken, und sie werden deshalb nicht angezeigt, wenn Arbeitsmappen mit
derartigen Datenbalken in diesen Versionen geöffnet werden.
Balkenlängentyp
In Excel 2010 wird für Datenbalken standardmäßig der Typ "Automatisch" eingestellt, mit dem als
Mindestwert null oder der niedrigste negative Wert im Dataset verwendet wird. Für Datenbalken mit der
Einstellung "Automatisch" wird beim Öffnen in Excel 2007 "Niedrigster Wert" und "Höchster Wert"
verwendet. Dadurch kann sich die Darstellung der Datenbalken in Abhängigkeit vom verwendeten Dataset
ändern. Durch Speichern der Datenbalken im Excel 97-2003-Format werden sie auch konvertiert und die
Einstellungen für "Niedrigster Wert" und "Höchster Wert" wie in Excel 2007 verwendet.
Mindest- und Höchstlänge von Datenbalken
In Excel 2010 wurde die Mindest- und Höchstlänge von Datenbalken von 10 % in 0 % bzw. von 90 % in 100 %
geändert. Diese Einstellungen waren für Datenbalken bei Verwendung des Objektsmodells in Excel 2007
verfügbar und werden berücksichtigt, wenn Dateien mit Datenbalken in Excel 2007 geöffnet werden.
Entsprechend werden diese Einstellungen beim Speichern im Excel 97-2003-Format gespeichert.
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Formatierungsoptionen – einfarbige Füllungen und Rahmen
In Excel 2010 können nun Datenbalken mit unterschiedlicher Formatierung erstellt werden, einschließlich
einfarbiger Füllungen zusätzlich zu graduellen Füllungen sowie der Möglichkeit des Hinzufügens von Rahmen.
Datenbalken mit Formatierungen dieses Typs werden mit einer graduellen Füllung angezeigt, wenn sie in
Excel 2007 geöffnet werden. Einfarbige Füllungen und Rahmen für Datenbalken werden nicht im Excel 972003-Dateiformat gespeichert.
Datenbalken mit negativen Werten
Neu in Excel 2010 sind Datenbalken mit negativen Werten, die die Analyse von Trends ermöglichen, wenn
negative Werte vorhanden sind. Standardmäßig wird die Achse in der Zelle positioniert, sodass eine kleiner
negativer Wert nicht die halbe Zellenlänge belegt, wenn auch größere positive Werte in diesem Bereich
vorhanden. Wenn Sie möchten, können Sie die Achse in der Mitte der Zelle positionieren. Datenbalken mit
negativen Werten werden als reguläre Datenbalken angezeigt, wenn sie in Excel 2007 geöffnet werden.
Symbolsätze
In Excel 2007 wurde ein neuer Typ visueller bedingter Formatierung, die so genannten Symbolsätze,
eingeführt. Excel zeigt in jeder Zelle ein Symbol an, das die Länge des Werts der Zelle in Relation zu den
anderen Zellen im ausgewählten Bereich darstellt. Excel 2010 ist nun flexibler. Die Symbole in verschiedenen
Symbolsätzen können kombiniert werden, und es gibt die Möglichkeit, nur bestimmte Symbole in einer
Gruppe von Zellen formatiert mit Symbolsätzen anzuzeigen. Diese neuen benutzerdefinierten Symbolsätze,
die in Excel 2010 erstellt werden können, werden beim Öffnen in Excel 2007 nicht angezeigt.
Benutzerdefinierte Symbolsätze werden nicht im Excel 97-2003-Dateiformat gespeichert.
Sparklines
In Excel 2010 wurde ein neuer Datenvisualisierungstyp hinzugefügt, die so genannten Sparklines. Sparklines
sind kleine Diagramme von der Größe einer Zelle, die in Zellen neben den Daten positioniert werden, um
Informationen zu einer Menge von Daten auf einen Blick anzuzeigen. Wie bei den anderen neuen Features in
Excel 2010 werden auch Sparklines nicht im Excel 97-2003-Dateiformat gespeichert, und das Einfügen von
Sparklines ist im Kompatibilitätsmodus deaktiviert. Sparklines werden in den neuen ExcelArbeitsmappenformaten gespeichert, werden aber nicht angezeigt, wenn Excel-Arbeitsmappen in Excel 2007
geöffnet werden.
Datenüberprüfung
Die Datenüberprüfung in Excel 2010 wurde verbessert und erlaubt nun Verweise zwischen Arbeitsblättern,
ähnlich wie bei der bedingten Formatierung. Die Datenüberprüfung mit Verweisen zwischen Arbeitsblättern
wird nicht im Excel 97-2003-Dateiformat gespeichert. Die Datenüberprüfung dieses Typs wird in den
neueren Excel-Arbeitsmappenformaten gespeichert, aber beim Öffnen in Excel 2007 nicht angezeigt.
Formeln und Funktionen
In Excel 2010 wurden eine Reihe neuer Arbeitsblattfunktionen hinzugefügt. Wenn diese Funktionen in
Formeln verwendet werden, wird der Fehler "#NAME!" zurückgegeben, wenn Dateien mit diesen Funktionen
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in früheren Excel-Versionen geöffnet werden. Dies entspricht der Behandlung neuer oder unbekannter
Funktionen. Diese Funktionen weisen außerdem die Zeichenfolge "xlfn_" vor dem Funktionsnamen auf,
wenn sie in früheren Excel-Versionen geöffnet werden, damit sie identifiziert und Konflikte mit
möglicherweise vorhandenen benutzerdefinierten Funktionen verhindert werden können. Beispielsweise
wird beim Anzeigen in früheren Excel-Versionen "T.DIST.RT" zu "xlfn_T.DIST.RT".
Neue Symbole beim AutoVervollständigen für
Formeln
Als Ergebnis der vorgenommenen Änderungen zur Verbesserung der Konsistenz der Funktionsbibliothek von
Excel gibt es einen ganz neuen Funktionssatz. Oft sehen diese neuen Funktionen ganz ähnlich wie die
Funktionen aus Excel 2007 und früheren Versionen aus, außer dass sie aussagekräftigere und konsistentere
Namen haben. Beispielsweise gab es in Excel 2007 die FDIST-Funktion, und in Excel 2010 wurde die
F.DIST.RT-Funktion mit gleichwertiger Funktionalität, aber einem aussagekräftigeren Funktionsnamen
eingeführt. Wir möchten für die Verwendung der Excel 2010-Version der Funktionen werben. Mit
aussagekräftigen und konsistenten Namen ist das Debuggen von Kalkulationstabellen einfacher, und
außerdem können die neuen Funktionen neuen Benutzern einfacher beigebracht werden. Für die leichtere
Unterscheidung zwischen der neuen und alten Version einer Funktion haben wir eine neue
Funktionskategorie entwickelt, die so genannten Kompatibilitätsfunktionen. Kompatibilitätsfunktionen
können verwendet werden, damit Arbeitsmappen mit früheren Excel-Versionen weiterhin kompatibel sind.
Das Konzept der Kompatibilitätsfunktionen spielt beim AutoVervollständigen für Formeln eine Rolle. Sobald
ein Benutzer mit der Eingabe von "=" und dem Namen der Funktion beginnt, werden dem Benutzer von der
AutoVervollständigen-Liste Vorschläge zu möglichen Funktionen angezeigt. Kompatibilitätsfunktionen
werden am Ende der AutoVervollständigen-Liste angezeigt, selbst wenn sie laut Alphabet weiter oben in der
Liste angeordnet sein sollten, da wir Benutzern den Zugriff auf die neuen Funktionen erleichtern möchten.
Wir sind uns bewusst, dass manche Benutzer noch die Kompatibilitätsfunktionen verwenden möchten, und
fanden es deshalb eine gute Idee, dass sie weiterhin in der AutoVervollständigen-Liste angezeigt werden.
Darüber hinaus wird in der AutoVervollständigen-Liste links von den Kompatibilitätsfunktionen ein neues
Symbol angezeigt, um sie von anderen Funktionen zu unterscheiden.
Neuer Grenzwert für die Auswahl nicht
angrenzender Zellen
In Excel 2010 gibt es einen neuen Grenzwert für die Anzahl separater Bereiche, die gleichzeitig ausgewählt
werden können oder auf die gleichzeitig verwiesen werden kann. Ein Beispiel für eine nicht angrenzende
Auswahl ist, wenn Sie einen Zellbereich auswählen und bei gedrückter STRG-TASTE einen nicht angrenzenden
Zellbereich auswählen. In Excel 2010 wurde dieser Grenzwert nun auf 8.000 oder 8.192 separate Bereiche
angehoben. Diese Art von Auswahl wird nicht im Excel 97-2003-Dateiformat gespeichert. Beim Öffnen von
Dateien mit diesen Auswahl- oder Verweistypen in Excel 2010 werden unterschiedliche Ergebnisse angezeigt.
Wenn Sie beispielsweise 5.000 separate Bereiche auswählen und dies als aktive Auswahl für die Datei
speichern, wird beim Öffnen der Datei in Excel 2007 die aktuelle Auswahl in die einzelne aktive Zelle
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geändert. Die Kompatibilitätsprüfung (siehe Kapitel 2) kann eine Warnung anzeigen, wenn der vorherige
Grenzwert überschritten wird.
Filtern
In Excel 2010 gibt es eine Reihe von Verbesserungen beim Filtern von Tabellen sowie
PivotTable- und PivotChart-Ansichten. Tabellen und PivotTable- und PivotChart-Ansichten
weisen nun eine neue Suchfunktion auf, mit der Sie auf einfache Weise erfolgreich suchen und
anschließend filtern und den Vorgang wiederholen können. Dies ist eine schnellere und
effizientere Methode zum Navigieren in sehr großen Datasets. Eine weitere Verbesserung ist,
dass Textfilter nicht mehr auf 256 Zeichen beschränkt sind. Im Allgemeinen liefern mit der
Suchfunktion erstellte Filter ähnliche Ergebnisse in früheren Excel-Versionen, wobei es jedoch
eine Ausnahme gibt. Nur in Excel 2010 erstellte Filter mit mehr als 256 Zeichen zeigen in
früheren Excel-Versionen ein unterschiedliches Verhalten. Diese Filter werden verworfen, und
wenn das zugehörige Objekt aktualisiert wird, wird möglicherweise anders gefiltert.
PivotTable-Ansichten
In Kapitel 2 dieses Dokuments wird ausführlich beschrieben, wie PivotTable-Ansichten eine Versionsnummer
zugeordnet wird. Eine PivotTable, die nicht im Kompatibilitätsmodus erstellt wird, sieht genau so aus, wenn
sie in Versionen vor Excel 2007 geöffnet wird, ist jedoch statisch (nicht aktualisierbar). Eine im
Kompatibilitätsmodus erstellte PivotTable kann in früheren Excel-Versionen verwendet werden, sieht jedoch
nach der Aktualisierung möglicherweise anders aus. Zusätzliche Informationen finden Sie im Folgenden für
die neuen PivotTable-Features in Excel 2010.
Benannte Mengen
Beim Arbeiten mit einer PivotTable gibt es oft Situationen, in den Sie dieselben Datenelemente immer wieder
verwenden möchten. Benannte Mengen sind ein sehr flexibles Tool, mit dem Benutzer wesentlich mehr
Aktionen ausführen können, als lediglich eine wiederverwendbare Gruppe von Elementen für eine PivotTable
zu erstellen. Benannte Mengen in Excel 2010 ermöglichen Folgendes:
 Erstellen einfacher, wiederverwendbarer Gruppierungen gängiger Elementsätze für die
Wiederverwendung in einer PivotTable – selbst wenn diese nicht in den Daten vorhanden sind.
 Erstellen einer PivotTable, mit der Elemente aus verschiedenen Hierarchien auf eine Weise
kombiniert werden können, die ansonsten nicht möglich wäre (wird manchmal als "asymmetrische
Berichterstellung" bezeichnet).
 Erstellen einer PivotTable basierend auf benutzerdefiniertem MDX.
Sie fragen sich eventuell, ob Sie benannte Mengen nicht schon früher in Excel verwendet haben. Nun, in
Excel war bereits seit einigen Versionen der Zugriff auf benannte Mengen in einer OLAP-Datenquelle
möglich. Sie konnten in früheren Excel-Versionen sogar benannte Mengen mithilfe des Excel-Objektmodells
erstellen, falls Sie wussten, wie das funktioniert, und MDX für die benannte Menge erstellen, soweit die
benannte Menge von früheren Excel-Versionen unterstützt wurde. Die benannte Menge bestand nur aus
Membern aus einer einzelnen Hierarchie und war nicht dynamisch.
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Speichern benannter Mengen
Nur jene benannten Mengen, die in früheren Excel-Versionen unterstützt wurden, werden im Excel 97-2003Dateiformat gespeichert. Wenn eine PivotTable mit benannten Mengen in früheren Excel-Versionen
geöffnet wird, sieht sie ähnlich aus, aber nach dem Aktualisieren der PivotTable werden möglicherweise
unterschiedliche Ergebnisse angezeigt.
Verbessertes Feature "Werte anzeigen als"
In Excel 2010 gibt es auch sechs neue Berechnungen für das Feature "Werte anzeigen als":




% des Vorgängerzeilen-Gesamtergebnisses / % des Vorgängerspalten-Gesamtergebnisses: Mit
diesen Berechnungen werden alle Werte in jeder Spalte oder Zeile als Prozentsatz des
Gesamtergebnisses für die Spalte oder Zeile angezeigt.
% des Vorgängergesamtergebnisses: Mit dieser Berechnung wird ein Wert als Prozentsatz des
übergeordneten Elements eines ausgewählten Basisfelds angezeigt. Sie können ein Basisfeld
auswählen, das als Ausgangspunkt für die Berechnung dient.
% Ergebnis in: Mit dieser Berechnung wird ein Wert als prozentuales Ergebnis für ein ausgewähltes
Basisfeld angezeigt.
Rangfolge nach Größe (aufsteigend) / Rangfolge nach Größe (absteigend): Hiermit kann eine
Rangfolgennummer basierend auf dem Feld, auf das die Berechnung angewendet wird, zugewiesen
werden. Beispielsweise, wenn ich die größten und kleinsten Werte ausfindig machen möchte.
Beim Speichern einer Arbeitsmappe mit diesen neuen Berechnungen im Excel 97-2003Arbeitsmappenformat werden diese benutzerdefinierten Ausgaben nicht gespeichert und durch
die ursprünglichen Werte aus der Datenquelle ersetzt. Wenn eine PivotTable mit neuen
Berechnungen in früheren Excel-Versionen geöffnet wird, sieht sie ähnlich aus, aber nach dem
Aktualisieren der PivotTable werden möglicherweise unterschiedliche Ergebnisse angezeigt.
Wiederholen von Beschriftungen
In Excel 2010 gibt es für PivotTable-Ansichten ein neues Feature zum Wiederholen von
Beschriftungen. Beim Wiederholen von Beschriftungen in einer PivotTable werden die
Elementbeschriftungen von externen geschachtelten Feldern in allen Zeilen/Spalten angezeigt.
Wenn eine PivotTable mit wiederholten Beschriftungen in früheren Excel-Versionen geöffnet
wird, sieht sie ähnlich aus, aber nach dem Aktualisieren der PivotTable werden möglicherweise
unterschiedliche Ergebnisse angezeigt.
Sichtbarer Gesamtwert für PivotTable und
Datasets
In Excel 2010 wurden Einstellungen für den sichtbaren Gesamtwert in PivotTable-Optionen
hinzugefügt. Der sichtbare Gesamtwert bezieht sich auf die Art und Weise, wie angezeigte
Gesamtwerte berechnet werden, wenn eines oder mehrere Member gefiltert werden. Wenn der
sichtbare Gesamtwert aktiviert ist, stellen alle Gesamtwerte die Aggregation nur der Member
dar, die in der PivotTable zu diesem Zeitpunkt vorhanden und sichtbar sind. Wenn der sichtbare
Gesamtwert deaktiviert ist, werden auch alle gefilterten Elemente für die Aggregation der
Gesamtwerte berücksichtigt. Wenn eine PivotTable mit sichtbaren Gesamtwerten in früheren
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Excel-Versionen geöffnet wird, sieht sie ähnlich aus, aber nach dem Aktualisieren der PivotTable
werden möglicherweise unterschiedliche Ergebnisse angezeigt.
Was-wäre-wenn-Analyse der PivotTable
(Rückschreiben)
Wenn man sich Excel als OLAP-Analysetool vorstellt, denkt man gewöhnlich zuerst an die Möglichkeit, Daten
aus einer OLAP-Datenquelle schnell und einfach analysieren zu können. Mit der Einführung der Was-wärewenn-Analyse der PivotTable in Excel 2010 können Sie diese Daten nun auch problemlos ändern. Mit der
Was-wäre-wenn-Analyse der PivotTable können Sie Werte in PivotTable-Zellen ändern, die PivotTable mit
diesen Werten neu berechnen sowie, falls die Ergebnisse zufriedenstellend sind, die Änderungen
veröffentlichen, damit sie für die OLAP-Datenquelle übernommen werden.
Speichern der Was-wäre-wenn-Analyse
Wenn Sie die Werte in einer PivotTable mithilfe der Was-wäre-wenn-Analyse ändern und die Arbeitsmappe
im Excel 97-2003-Format speichern, bleiben zwar die Werte erhalten, aber wie bei allen PivotTable-Ansichten
der Version 10 ist die PivotTable nach dem erneuten Öffnen statisch. Wenn geänderte Werte in Excel 2007
geöffnet werden, sind sie bis zur Aktualisierung der PivotTable unverändert, wobei die ursprünglichen Werte
aus dem Cube durch die geänderten Werte ersetzt werden.
Datenschnitte
Neu in Excel 2010 sind Datenschnitte. Hierbei handelt es sich um visuelle Steuerelemente, mit denen Daten
schnell und problemlos interaktiv gefiltert werden können. Sie sind wie Diagramme und Formen über dem
Raster angeordnet. Ein Datenschnitt verhält sich wie ein Berichtsfilter und kann deshalb mit einer PivotTable,
einer PivotChart oder einer CUBE-Funktion verbunden werden, um einen interaktiven Bericht zu erstellen.
Datenschnitte und das Excel 97-2003-Format
Wie bei den meisten anderen neuen Features in Excel 2010 werden auch Datenschnitte nicht im Excel 972003-Dateiformat gespeichert. Beim Speichern in diesem Format gibt die Kompatibilitätsprüfung eine
Warnung aus, dass Datenschnitte nicht gespeichert werden, und für Verweise hierauf wird der Fehler "#REF"
gemeldet. Das Einfügen von Datenschnitten ist im Kompatibilitätsmodus deaktiviert.
Datenschnitte bei aktuellen ExcelArbeitsmappenformaten
Beim Speichern in den Excel-Arbeitsmappenformaten werden Datenschnitte einbezogen. Wenn Sie eine
solche Datei in einer früheren Excel-Version öffnen, entweder direkt bei Excel 2007 oder mit dem
Compatibility Pack bei früheren Versionen, wird ein Textfeld mit dem Speicherort des Datenschnitts anstelle
des Datenschnittobjekts angezeigt. Durch manche Operationen in früheren Excel-Versionen wird ein
Datenschnitt möglicherweise von der Datenquelle getrennt oder entfernt. Auf diese Weise getrennte
Datenschnitte können beim erneuten Öffnen in Excel 2010 wieder verbunden werden.
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Diagramme
Seit Office 2007 sind Diagramme Bestandteil eines gemeinsamen Microsoft Office-Zeichnungslayers. In
Excel 2010 gibt es nur ein paar Diagrammprobleme, die sich auf die Migration auswirken könnten.
Aufhebung der Beschränkung für Datenpunkte
pro Datenreihe
In früheren Excel-Versionen waren Diagramme auf 32.000 Datenpunkte pro Datenreihe beschränkt (4.000 für
3D-Diagramme). In Excel 2010 gibt es diese Beschränkung nicht mehr. Als Beschränkung gilt nun der
verfügbare Arbeitsspeicher. Für Diagramme, die auf mehr Datenpunkte verweisen, als früher erlaubt waren,
werden die ersten 32.000 Datenpunkte pro Datenreihe bei 2D-Diagrammen und die ersten 4.000
Datenpunkte pro Datenreihe bei 3D-Diagrammen angezeigt, wenn die Arbeitsmappe in einer Version vor
Excel 2010 geöffnet wird.
PivotChart-Einstellungen
In Excel 2010 können Feldsteuerelemente direkt in einer PivotChart angezeigt werden, um das Filtern und
Verschieben von Feldern zu ermöglichen, ähnlich der in Versionen vor Excel 2007 vorhandenen
Funktionalität. Im Gegensatz dazu gab es in Excel 2007 ein nicht modales Dialogfeld, in dem Sie das
Diagramm pivotieren konnten. Es zeigt sich aber, dass die Inlinesteuerelemente benutzerfreundlicher waren,
weshalb wir wieder auf dieses Modell zurückgegriffen haben.
Wenn Excel 2010-Arbeitsmappen, die PivotChart-Ansichten enthalten, in Versionen vor Excel 2007 geöffnet
werden, werden in der PivotChart basierend auf ihrer Sichtbarkeit in Excel 2010 Feldsteuerelemente
angezeigt. In Excel 2010 können Sie mithilfe des Befehls "Felder ein-/ausblenden" bestimmte oder alle
Schaltflächen im Diagramm ausblenden. Wenn eines der Feldsteuerelemente beim Speichern der Datei in
Excel 2010 sichtbar war, sind alle Steuerelemente beim Öffnen in der früheren Excel-Version sichtbar. Wenn
alle Steuerelemente in Excel 2010 ausgeblendet waren, werden in der früheren Excel-Version keine
Steuerelemente angezeigt. In Excel 2007 werden keine Feldsteuerelemente angezeigt, unabhängig von
deren Status beim Speichern in Excel 2010.
Benutzerdefinierte Datenparts
Mit benutzerdefinierten Datenparts können benutzerdefinierte Daten in einer Excel-Arbeitsmappendatei
gespeichert werden, ohne dass Excel das Format oder den Inhalt der Daten kennen muss. Benutzerdefinierte
Datenparts sind XML-Codeausschnitte, die in der Datei gespeichert sind und zum Speichern
benutzerdefinierter Daten für diese Arbeitsmappe verwendet werden können. Auf die Daten in
benutzerdefinierten Datenparts wird über einen OLE DB-Anbieter zugegriffen.
PowerPivot für Excel 2010 wurde vom SQL Server Analysis Services-Team in Zusammenarbeit mit dem ExcelTeam entwickelt. Hierbei handelt es sich um ein Datenanalysetool, mit dem Sie enorme Datenmengen aus
praktisch jeder Datenquelle mit unglaublicher Geschwindigkeit in sinnvolle Informationen transformieren
können, um schnell die gewünschten Antworten zu erhalten. Während des Importvorgangs wird eine
Momentaufnahme aller Daten mithilfe eines extrem skalierbaren Moduls in PowerPivot importiert und im
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Arbeitsspeicher gespeichert. Beim Speichern der Datei werden nicht nur die Inhalte der Arbeitsmappe,
sondern auch alle PowerPivot-Daten gespeichert. Das heißt, die PowerPivot-Daten werden als
benutzerdefiniertes Datenpart in der Excel-Arbeitsmappe gespeichert, um die Übertragung zu vereinfachen
und den Verwaltungsaufwand für separate Datenbankdienste zu eliminieren.
Speichern benutzerdefinierter Datenparts
Benutzerdefinierte Datenparts werden nicht im Excel 97-2003-Arbeitsmappenformat gespeichert. Die
Kompatibilitätsprüfung gibt eine Warnung aus, wenn benutzerdefinierte Datenparts beim Speichern verloren
gehen. Beim Speichern in den neueren Excel-Arbeitsmappenformaten müssen benutzerdefinierte
Datenparts einer Datenverbindung oder einem Datenobjekt (PivotTable, Cubefunktionen usw.) zugeordnet
werden, um zusammen mit der Datei gespeichert zu werden. Angenommen, Sie fügen mithilfe von
PowerPivot eine PivotTable in einer Arbeitsmappe ein, die mit Daten in einem benutzerdefinierten Datenpart
verbunden ist. Wenn Sie anschließend die PivotTable in der Arbeitsmappe löschen, wird beim Speichern der
Arbeitsmappe das benutzerdefinierte Datenpart entfernt, falls nicht mehr darauf verwiesen wird.
Excel-Arbeitsmappen mit benutzerdefinierten Datenparts, die auf Objekte verweisen, können beim Öffnen in
früheren Excel-Versionen nicht aktualisiert werden.
Alternative Texteigenschaften
In Excel 2010 kann nun Tabellen und PivotTable-Ansichten alternativer Text für die Verwendung
in Barrierefreiheitsanwendungen hinzugefügt werden. Wie bei anderen neuen Features in
Excel 2010 werden auch die alternativen Texteigenschaften nicht im Excel 97-2003-Dateiformat
gespeichert.
Kapitel 5: Weitere Ressourcen
Ausgewählte technische Artikel zur Entwicklung für
Office 2010
Einführung in die Office 2010-Backstage-Ansicht für Entwickler
http://msdn.microsoft.com/de-de/library/ee691833(office.14).aspx
Menübanderweiterung in Office 2010: Registerkartenaktivierung und automatische
Skalierung
http://msdn.microsoft.com/de-de/library/ee691834(office.14).aspx
Anpassen des Menübands und der Symbolleiste für den Schnellzugriff in Office 2010
http://msdn.microsoft.com/de-de/library/ee704589(office.14).aspx
Anpassen der Office 2010-Backstage-Ansicht für Entwickler
http://msdn.microsoft.com/de-de/library/ee815851(office.14).aspx
Seite xxiv
Ressourcen zur Kompatibilität
Office 2010 Resource Kit
http://technet.microsoft.com/de-de/library/cc303401.aspx
Kompatibilität mit Microsoft Office 2010
http://technet.microsoft.com/de-de/office/ff460851.aspx#tab=1
Migrieren zu Excel 2007 (Whitepaper)
http://technet.microsoft.com/de-de/library/cc179206(office.12).aspx
Office 2010-Tool: Compatibility Inspector
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?familyid=23c8a7f6-88b3-48ef-97109742340562c0&isplaylang=de-DE
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